Lesetipp windland.ch: Die Gewinnler und die Verlierer der Energiewende

5. April 2013 | Von | Kategorie: Blog

doris

Die Schweizer Bürger werden mit 11 Milliarden Franken belastet

Die beste Methode, an das Geld des Volkes heranzukommen, ist die Täuschung. Das wusste schon die Kirche im Mittelalter, als sie mit Hilfe des Ablasshandels naiven Gläubigen grosse Summen abknöpfte. Mit den Zahlungen, so wurde ihnen eingeflüstert, könne das Leiden der Seelen von Anverwandten im Fegefeuer verkürzt werden. Heute wird dem gutgläubigen Schweizer Bürger weisgemacht, er könnte mit einem „kleinen“ Obolus auf den Strompreis das Klima retten. In Wirklichkeit geht es jedoch um nichts anderes als um eine riesige Umverteilungsaktion zugunsten einer Handvoll Öko-Profiteure. Leidtragende sind nicht nur die Bürger, sondern auch die Natur, die durch vogelmordende Windräder und fischmordende Klein-Wasserkraftanlagen verschandelt wird.

In der Natur fährt am besten, wer die 3T-Regel-beherrscht: Tricksen, Täuschen, Tarnen. Gleiches gilt auch für jene, die es auf das Geld argloser Zeitgenossen abgesehen haben. Als Tarnung für solche Abzockaktionen braucht es zunächst einen völlig harmlos klingenden Namen. Den von Schweizer Grünmenschen erfundenen Begriff der „kostendeckenden Einspeisevergütung“ kann man in diesem Zusammenhang als wahren Geniestreich würdigen. Wer kann schon etwas dagegen haben, dass Kosten gedeckt werden, dass Strom eingespeist wird oder dass armen Menschen auf Wartelisten aus der Patsche geholfen wird. Die Wahrheit ist jedoch eine ganz andere: Hier wird Profiteuren, die Strom auf ungeeigneten Anlagen zu unsinnig hohen Preisen produzieren, ein komfortabler Gewinn auf 20 oder gar 25 Jahre hinaus garantiert.

Der zweite Trick ist der, dass man das Geld dem Verbraucher in winzigen, fast schon unbedeutenden Beträgen abzwackt. In einem Land, das schon gar keine Münzen unter dem Wert von 5 Rappen mehr verwendet, scheinen läppische 1,5 Rappen auf die Kilowattstunde doch gar nicht der Rede wert. Schliesslich gehört die Schweiz ja zu den reichsten Ländern Europas.

300 Mio. pro Jahr für Öko-Gewinnler

Wer sich jedoch die wahren Dimensionen der Angelegenheit ansehen will, muss auf das andere Ende der Sammelaktion schauen. Hier zeigt es sich, dass es um Hunderte Millionen Franken pro Jahr geht, die – so die beschönigende Aussage – helfen sollen, ab 2014 die Warteliste für Projekte im Solar-, Wind- und Biomassebereich abzubauen [BLUE]. Mit dem Begriff „Abbau der Wartelisten“ ist in Wirklichkeit jedoch gemeint, dass hier Profiteuren, die gezockt haben, indem sie in untaugliche und überteuerte Technologien wie Solar- und Windenergie investierten, mit staatlicher Gewinngarantie ausgeholfen wird. Dafür muss jeder Schweizer 4-Personen-Haushalt ab 2014 pro Jahr rund 140,- CHF hinlegen. Bis 2050 wird sich dies – bei Voraussetzung konstanter Zahlen – auf einen Gesamtbetrag von rund 11 Milliarden CHF aufsummieren. Daran darf sich jeder Schweizer 4P-Haushalt mit über 5000,- CHF beteiligen.

Zwar reden zuständige Politiker schönfärberisch davon, dass die Beitragserhöhung keineswegs permanent sei, weil die Subvention mit steigender Konkurrenzfähigkeit der erneuerbaren Energien sinke. Man braucht jedoch nur einen Blick über die Nordgrenze zu werfen, um zu erkennen, dass dies nicht wahr ist. So behauptete das Ministerium des „grünen“ Ministers Trittin vor wenigen Jahren, dass der Anstieg der dort als EEG-Umlage bezeichneten Zwangsabgabe einen Durchschnittshaushalt selbst bei sehr dynamischem Ausbau nicht mehr als 3 Euro pro Monat kosten werde. Inzwischen liegen die jährlichen Belastungen jedoch bereits im dreistelligen Bereich und Trittins Nachfolger Altmaier bemüht sich mit hektischen Manövern darum, den weiteren Anstieg zumindest zu bremsen.

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Ein Kommentar
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  1. Hallo Herr Kipp
    könnten Sie mir mal Ihre emailadresse mitteilen, oder mir folgende Fragen beantworten:
    wie hoch ist der Einkaufspreis der Betreiber in Deutschland pro KwH und wieviel wird dem Endbraucher berechnet
    wie hoch ist der Verkaufspreis pro KWH an Österreich, die Schweiz, Frankreich, und an wen wir sonst noch Strom verkaufen. Wer nimmt dieses Geld ein und muss der Betreiber = Verkäufer? von dieser Einnahme einen Teil an den BUND abliefern ? Mich interessiert das sehr, weil ja 50,6 % meiner Rechnung, die ich von meinem Netzanbieter bekomme bezahlt für EEG, für Haftungsumlage Windräder für stromintensive Unternehmen. ich finde das a) nicht in Ordnung, b) weil es oft schlechte Produkte sind, obwohl es bessere Produkte gibt und c) woher weiß iuch dass ein stromintensiv arbeitendes Unternehmen effektiv arbeitet , Warum wird man dann nicht auch am Erfolg beteiltigt, mich subenviontiert auch niemand. Meine Email sehen sie ja, wäre also mit einem Austausch mit Ihnen nicht unbedingt über den Blog sehr interessiert.
    Hannelore Thomas

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