Lord Monckton über die Gauner von Climategate
12. Dezember 2009 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate
Die Einigkeit und Harmonie in der Weltgemeinschaft, von der bislang bei Klimakonferenzen so häufig die Rede war, hat ausgerechnet kurz vor dem Kopenhagen-Gipfel einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Durch dem inzwischen als Climategate bekannten Skandal um E-Mails und Dateien der britischen Climate Research Unit (CRU), hat die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung einen bislang ungekannten Tiefpunkt erreicht. Grund dafür sind E-Mails in denen Forscher offen zeigen, dass es ihnen weniger um korrekte Wissenschaft, als vielmehr um das Durchboxen einer politischen Agenda geht und Dateien aus denen hervorgeht, dass zahlreiche Anpassungen vorgenommen wurden, um die Erwärmung dramatischer erscheinen zu lassen als sie in Wirklichkeit ist.
Nachdem sich Medien und Presse anfangs nur sehr zurückhaltend über den Skandal äußerten, man wollte wohl den Frieden der Verhandlungen in Kopenhagen nicht gefährden, scheint das Eis jetzt gebrochen zu sein. So lieferte Focus-Money in seiner letzten Ausgabe mit dem Artikel “Klimagate – Skandal um manipulierte Daten” als erstes überregionales Printmedium in Deutschland detaillierte Informationen darüber, was für eine Bedeutung diese Affäre wirklich hat.
Was jetzt langsam einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, war bis dahin hauptsächlich in interessierten Kreisen heiß diskutiert worden. Zweifler an der Richtigkeit der alarmistischen Projektionen der Klimawissenschaftler, bislang oft diffamierend als “Skeptiker” abgekanzelt, konnten auf einmal anhand von Fakten belegen, was bislang nur vermutet werden konnte. In der Klimawissenschaft wird gelogen und betrogen, dass sich die Klimakurven biegen. Und zwar immer in Richtung einer dramatischen Erwärmung.
Einer, der schon seit langem auf die dubiosen Machenschaften vieler Forscher im Klimazirkus hinweist ist der ehemalige Berater der Regierung Thatcher, Lord Christopher Monckton. Und so war dann auch sein Vortrag bei der Klimakonferenz “Update zur Klimaforschung” (mehr Infos hier und hier), die letzte Woche in Berlin stattfand, einer der mit am meisten Spannung erwarteten. Und Lord Monckton enttäuschte seine Zuschauer nicht. Bekannt für seine Mischung aus fundierter Wissenschaft und treffender Polemik bewies Monckton in Berlin, dass seine Vorträge nicht nur solide untermauert, sondern auch ganz nah am aktuellen Geschehen sind.
Wer von dieser hochkarätig besetzten Konferenz erfahren wollte, der musste allerdings zu jenem Personenkreis gehören, der sich ständig selbst über die Hintergründe der Klimapolitik und der Klimawissenschaft auf dem Laufenden hält. Eine Erwähnung in den Medien fand, bis auf wenige Ausnahmen in denen die geringe Relevanz solcher Veranstaltungen für die politische Debatte betont wurde, nicht statt.
Die Aufgabe, die Werbetrommel zu rühren, unternahmen hingegen Organisationen, von denen man das eigentlich am wenigsten erwartet hätte. So waren es Greenpeace und die ÖDP, die der Veranstaltung durch ihren Aufruf zum Protest dagegen noch am meisten öffentliche Aufmerksamkeit verschafften. Und so waren auch demonstrierende Umweltaktivisten das erste, was die Teilnehmer an der Konferenz von der Veranstaltung wahrnahmen.
Einige der Konferenzteilnehmer sahen darin die Chance, in einem offenen Dialog mehr darüber zu erfahren, was die zumeist jungen Teilnehmer der Demonstration dazu veranlasst hatte, an einem doch recht frischen Berliner Dezembertag vor einem Konferenzhotel zu stehen und Plakate in die Luft zu halten. Wobei sich jedoch schnell herausstellte, dass die Demonstrierenden mehr mit griffigen Parolen, als mit guten Argumenten oder mit Hintergrundwissen ausgestattet waren.
Auch der Einladung an der Konferenz teilzunehmen und sich so ein Bild über die Veranstaltung zu machen, von der die meisten offensichtlich nur zu wissen glaubten, dass sich “da drinnen die Öllobby trifft”, wollte keiner der Demonstranten folgen. Was eigentlich schade ist, hätten sie doch einiges darüber erfahren können, für welche Zwecke sie sich wirklich engagieren. Nämlich nicht für ein besseres Klima, sondern für eine knallharte politische Agenda.
Geht es der Politik doch schon längst nicht mehr um die Rettung eines statistischen Mittelwertes des Wetters über 30 Jahre, sprich dem Klima. Vielmehr soll die öffentliche Angst der Bevölkerung vor projizierten und angeblich äußerst bedrohlichen Klimagefahren dazu genutzt werden, unsere freiheitlich demokratisches System Schritt für Schritt immer weiter auszuhöhlen.
Darüber hätten die Aktivisten in Berlin etwas erfahren können und auch über Forschungsergebnisse aus erster Hand, präsentiert von Klimaforschern die sich nicht der Agenda des IPCC unterworfen haben. Die einzelnen Vorträge aus Berlin werden wir für interessierte in diesem Blog in nächster Zeit jeweils gesondert präsentieren. Soviel sei jetzt schon verraten: Es werden einige Augenöffner dabei sein.
Informationen zu den Aussagen in Mockton’s Vortrag:
Christopher Monckton of Brenchley – Caught Green-Handed! Cold facts about the hot topic of global temperature change after the Climategate scandal
ERS altimeter survey shows growth of Greenland Ice Sheet interior
Global Accumulated Cyclone Energy
Coal-fired power stations are death factories. Close them (Hansen über 75 Meter Meeresspiegel-Anstieg)
Die Mittelalterliche Warmzeit – Beispiellose Erwärmung oder beispiellose Datenmanipulation?
Susan Solomon – Irreversible climate change due to carbon dioxide emissions
Science & Public Policy Institute – The Unwisdom of Solomon
Copenhagen Climate Treaty – Framework Draft




Das Video von Lord Moncktons Vortrag scheint im Moment nicht zu funktionieren. Ich versuche das Problem so schnell wie möglich zu beheben. In der Zwischenzeit finden Sie das Original von CFACT hier:
http://vimeo.com/8023097
[update] Das Video funktioniert jetzt wieder. Sollte die Wiedergabe stocken, einfach auf Pause drücken und warten bis der Zwischenspeicher etwas “Vorsprung” hat.
[update 2] Aus irgendeinem Grund können manche Browser das eingebettete Video nicht vernünftig darstellen. Dieser Direkt link sollte in jedem Fall funktionieren:
http://dotsub.com/view/5ea261b7-6d33-4256-a7b2-cdaefd1ce687
Lord Monckton ist schon eine Größe für sich, treffsicher und selbstbewußt.
Die Greenpeace-Interviews mögen von der Kräfteverteilung zwar nicht ganz fair sein, zeigen aber trotzdem sehr gut die Denkweise und Qualität dieser Aktivisten. Ich ärgere mich im Nachhinein sehr, daß ich gleich ins Hotel gegangen bin.
Die Aufarbeitung dieser hervorragenden Konferenz wird mich noch Wochen beschäftigen. Die verfügbaren Mitschnitte und Dokumente haben bisher stets dankbare und interessierte Abnehmer gefunden. Die meisten waren erstaunt über die Vielfalt der offenen Fragen zum Klimawandel.
Danke für diesen Artikel!
Was mir weniger gefällt, da diese hier sprechenden Jugendlichen speziell wohl nichts damit zu tun haben, ist der Hitler-Jugend Vorwurf.
Man darf aber auch nicht vergessen, was da in Kopengagen abgegangen sein muß.
Copenhagen Climate Talks: Monckton “Hitler Youth” Video
Klar, der Vergleich mit der HJ, ist völlig überzogen und kontraproduktiv. Hiermit tut Lord Monckton der Sache keinen guten Dienst.
Unbestritten ist jedoch, das derartige Organisationen, wie U.S.Youth, straff organisiert, geschult und gelenkt werden, wie entsprechende Jugendorganisationen einer Diktatur. Ein Vergleich mit der frühen FDJ, die zu dieser Zeit auf Dächer kletterte, um Antennen für’s Westfernsehen zu entfernen, passt wohl besser und bietet weniger Empörungs- und Angriffsfläche. Jedenfalls muß es einige Vorfälle gegeben haben, wo Mitglieder von U.S.Youth, Versammlungen von Klimarealisten regelrecht fremdbesetzt haben, um diese Veranstaltungen zu verhindern. In mindestens einem Fall war Lord Monckton auch davon betroffen.
Hier kann sich jeder selbst ein Bild über U.S.Youth machen:
http://sustainus.org/
Hier ein Video, dass zeigt, wie der Journalist Phelim McAlleer bei einer Pressekonferenz mit Prof. Stephen Schneider in Kopenhagen durch Sicherheitskräfte gehindert wird, kritische Fragen zum Climategate zu stellen.
@ Krishna Gans
Vor allem aus Deutscher Sicht erscheint der Vergleich Monckton’s sicher ein gutes Stück überzogen. Nun darf man aber nicht vergessen, dass Monckton Engländer ist und dass auf der Insel ein deutlich anderer Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus herrscht, als bei uns. Was Vorteile hat, zum Beispiel wenn man sich über die NS-Zeit informieren möchte. Ich glaube nirgends auf der Welt findet man in einem normalen Buchladen eine größere Auswahl an Geschichtsliteratur zum 2. Weltkrieg und den Nazis, als in England.
@ Bibliothekar und Krishna
In der Tat:
Falls es noch eines Beleges bedurft hätte, dass es sich beim Klimaschutz um eine religiöse Bewegung handelt, hier ist einer: Fasten für Klimagerechtigkeit.
Climate Justice Fast
Mal ein anders Thema. Gerade wurde mein neuster Beitrag bei R-E veröffentlicht.
http://www.readers-edition.de/2009/12/13/die-wind-barone/
Wenn Interesse besteht, kann der auch hier veröffentlicht werden.
Mir ist bekannt, dass die BARD-Guppe und deren “Unterstützer” in den Medien, als auch im Internet nach kritischer Berichterstattung Ausschau halten und “Einschüchterungsversuche” starten.
Wer sich davon nicht abhalten lässt, kann gerne den Artikel aufgreifen.
Ich vermute er wird spätestens in 3 Tagen bei R-E verschwunden sein, obwohl ich nichts Neues berichte. Mal schauen, ob ich Recht habe.
@ Michael Krüger
Wirklich ein sehr informativer Artikel mit vielen interessanten Hintergründen. Ich habe ihn gerade übernommen. Dafür habe ich Ihnen ein Autoren-Profil erstellt. Informationen dazu bekommen Sie per E-Mail.
Vielen Dank,
Rudolf Kipp
@Rudolf Kipp
Ein Kommentar von Lord Monckton zum Thema
Lord Monckton beantwortet Fragen zu seinem HJ-Vergleich.
Sorry , Link vergessen
http://sppiblog.org/news/the-hitlerettes-of-sustainus
Aus dem Kommentarbereich von WUWT ein sehr interessantes Posting…..
Hat er recht..
http://wattsupwiththat.com/2009/12/12/video-from-the-copenhagen-climate-vortex/
(div-comment-258857 Vincent (05:58:39))
Soeben gelesen und als unbedingt mittelungswürdig befunden:
“Einmischung in die Politik
Die riskanten Allmachtsfantasien der Klimaforscher
Von Ulli Kulke 13. Dezember 2009, 18:57 Uhr
In Kopenhagen sucht die Politik nach einer schnellen Antwort auf den Klimawandel. Eines ihrer Probleme sind die Wissenschaftler. Denn sie schüren die Angst und mischen sich zu viel in die politische Debatte ein. Das bedroht eine der größten Errungenschaften der Zivilisation: die Demokratie.”
http://www.welt.de/wissenschaft/article5517493/Die-riskanten-Allmachtsfantasien-der-Klimaforscher.html?page=2#article_readcomments
Monckton in einer Diskussion mit SustainUS Aktivisten
@ Bibliothekar
Ein wirklich guter Artikel von Uli Kulke. Seine
VisionProjektion in die Zukunft, wenn wir konsequent der Agenda der “Great Transformation” folgen ist hoffentlich deutlich überzogen. Aber völlig unrealistisch erscheint sie nicht.Bei den Kommentaren zur Welt bin ich mit dem Zitat der Merkel Rede in Sachen Demokratie gelöscht worden. Nun, ich hatte noch den Link dazu gegeben, und vor politisierenden Wissenschaftlern gewarnt…..
@ Krishna Gans
Mir ging es bei einem Welt Kommentar ähnlich, als ich mein Klima-Glaubensbekenntnis veröffentlichen wollte. Mein Beitrag wurde sofort wieder gelöscht. Wahrscheinlich wegen Blasphemie! Nachdem sich gestern die Kirchen dazu entblödeten ihre Glocken zu Gunsten eines Klimaschutzabkommens zu läuten, ohne zu wissen, welche ökodiktatorischen Pläne in Kopenhagen unterzeichnet werden sollen, veröffentliche ich es noch mal hier:
Das Klima-Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Al Gore, den Friedensnobelpreisträger,
den Allwissenden, den Schöpfer des Films: „die unbequeme Wahrheit“.
Und an den Weltklimarat mit seinen heiligen Wissenschaftlern und ihren
unfehlbaren Klimavorhersagen, geboren aus manipulierten Daten,
alle 5 Jahre fortgeschrieben gegen jede Realität,
gelitten unter der Kritik der Klimaskeptiker,
deren Meinung von dieser geschundenen Erde endgültig getilgt und begraben werden sollte.
Ich glaube an die menschlichen Klimagase, die unsere Erde zur Hölle machen,
und an unseren bevorstehenden Hitzetod.
Ich glaube an die heilsame Wirkung des Ablasshandels,
deshalb trennen wir uns schon heute von unserem schnöden Mammon
und kaufen die erlösenden Emissionszertifikate,
damit wir am dritten Tage in einer heilen Welt aufwachen werden,
zu sitzen an der Seite von Al Gore und dem allmächtigen Klimarat,
um alle Ungläubigen auf dieser glühenden Erde zu Tode zu richten.
Ich glaube an die uneingeschränkte Wahrheit der Klimamodelle
und an die vielen tausend wahrheitssuchenden Wissenschaftler des IPCC,
die Gemeinschaft der Allwissenden, von unseren Steuergeldern bezahlt.
Ich glaube an die unaufhaltsame Klimakatastrophe durch menschliche Killergase
und an unser tödliches Umweltgift CO2!
Ich glaube an den anthropogenen Treibhauseffekt, an die Wirkungslosigkeit
der Sonnenaktivität und zweifele nicht am politisch korrekten Klimakonsens.
Ich weiß, dass mir meine ketzerischen Sünden nicht vergeben werden
und ich deshalb nicht im Reich der ewigen Klimastabilität auferstehen darf.
Bitte führe mich nicht in Versuchung, das Fieber der Erde in Frage zu stellen
auch wenn der Globus immer kälter wird.
Erlöse mich von allen Zweifeln und gib mir ein langes Leben nicht erst im Himmel
sondern hier auf dieser wunderbaren Erde.
Hans-Heinrich Willberg
30.01.2009