Meteoritenexplosion über Indonesien hatte mehr Sprengkraft als die Hiroshima-Bombe
29. Oktober 2009 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog
Am 8. Oktober um 11:00 Uhr morgens war in der indonesischen Küstenstadt Bone eine gewaltige Explosion zu hören und die Erde bebte, so dass die Menschen in Panik ihre Häuser verließen. Zunächst glaubten viele an ein Erdbeben oder einen Flugzeugabsturz als Ursache. Später wurden Vermutungen laut, es handelte sich um einen fehlgeleiteten Raketenabschuss aus einer nahe gelegenen Luftwaffenbasis.
Wie sich dann allerdings herausstellte, war die Ursache ein etwa 10 Meter großer Meteorit, der in 15 bis 20 km Höhe durch den atmosphärischen Druck mit der gewaltigen Kraft von 50 Kilotonnen TNT. Little Boy, die Bombe, die in Hiroshima mehrere zehntausend Menschen tötete kam lediglich auf 13 Kilotonnen. Die Detonation wurde aus der ganzen Wellt von Infraschall-Detektoren aufgezeichnet, mit denen eigentlich Nuklearexplosionen entdeckt werden sollen.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=yeQBzTkJNhs&feature=player_embedded[/youtube]
Der Meteorit war den Astronomen vorher völlig unbekannt. Himmelskörper kleiner als 100 Meter Durchmesser werden von den zur Zeit verfügbaren Teleskopen nämlich kaum erfasst. Nach statistischen Untersuchungen passiert es alle 2-10 Jahr, dass Meteoriten dieser Größe die Erde erreichen. Um auch auf der Erde anzukommen und dort für Schäden zu sorgen müsste ein solches Objekt allerdings mindestens 25 Meter Durchmesser haben.
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