Mojib Latif bei Fridays for Future Schülerstreik in Hamburg

2. März 2019 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

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Klima-Experte Mojib Latif sagt es auf dem Hamburger Rathausmarkt so: „Wenn von unten kein Druck kommt, wird oben nichts passieren.“

Nach Stefan Rahmstorf vom PIK in Potsdam tritt nun auch der Klimaforscher Mojib Latif bei Fridays for Future auf. Gestern hatten sich unter der Federführung von Greta Thungerg und Luisa Neubauer #LangstreckenLuisa von den jungen Grünen rund 3.500 Schüler versammelt, um für mehr Klimaschutz und einen sofortigen Kohleausstieg zu protestieren. Darunter auch der Klimaforscher Mojib Latif, der eine kurze Rede hielt.

Video eingebettet aus youtube.

Luisa Naubauer, die Getra Thunberg persönlich zu jeden Auftritt begleitet hat es in den letzten drei Jahren mehrfach mit dem Flugzeug um die Erde geschafft, über Österreich, die Schweiz, Italien, Belgien, die Niederlande, Schweden, Polen, England, Schottland, Frankreich, Kanada, China, Hongkong, Nepal, Marokko, Namibia, Tansania, Indonesien, etc. und das auf Instagram gepostet. Viele der Urlaubsfotos wurden inzwischen von ihr gelöscht. In einer Talkshow wurde Luisa gefragt, was sie persönlich für den Klimaschutz tun würde und antworte, so wenig fliegen wie möglich, wobei sich das Publikum ein Lachen nicht verkneifen konnte. Greta Thunberg und Familie verweigern sich hingegen dem Fliegen, da das Fliegen als einer der Hauptklimakiller gilt.

Die Schüler auf der Demo waren alle mit Smartphones aus Asien ausgestattet und Plastikjacken aus Asien. Eine Bühne mit professioneller Audioanlage war aufgebaut und einige Schüler und Studenten warfen Konfetti in die Landschaft. Alles, um das Klima zu schützen.

Nach dem Medienhype um Greta hat inzwischen auch die Kanzlerin einen Sinneswandel vollzogen. Vor kurzem äußerte sie noch auf der Sicherheitskonferenz in München, nachdem ihr Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin von streikenden Schülern ausgepfiffen wurde und das Feld räumen musste: „In Deutschland protestieren jetzt die Kinder für Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen.“

Und nun das

Die Bundeskanzlerin und die Justizministerin haben die „Fridays for Future“-Demonstrationen gelobt. Diese würden zeigen, dass junge Leute politisch aktiv sind.

„Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen“, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Deutschland könne seine Klimaschutzziele nur mit Rückhalt in der Gesellschaft erreichen.

Gleichwohl könne manches – etwa der Kohleausstieg – nicht so schnell gehen, wie es sich die Schülerinnen wünschen, schränkte Merkel ein. „Da muss ich allerdings als Regierungschefin auch darauf hinweisen, dass wir natürlich vieles bedenken müssen: Wir müssen Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf der einen Seite mit den Zielen des Klimaschutzes versöhnen“, sagte die Kanzlerin und verwies auf das von der Kohlekommission beschlossene Datum von 2038 für den Kohleausstieg.

„Man hat sich entschieden, bis 2038 planbar und berechenbar den Kohleausstieg zu bewältigen in Deutschland“, sagte Merkel. Das scheine aus der Perspektive der Schüler vielleicht sehr lange, „aber es wird uns sehr fordern und dafür werbe ich, auch dies zu verstehen“, sagte Merkel.

Es ist absehbar, dass sich die Politaktivisten um Fridays for Future (allen voran Linksaktivisten und Aktivisten der jungen Grünen und BUNDjugend) damit nicht zufrieden geben werden. Greta Thunberg hat unter Begleitung von Luisa Neubauer schon in der letzten Woche in Brüssel Jean-Claude Juncker eine Abfuhr erteilt und angekündigt, dass sie nicht eher stoppen wird, ehe alle Kohlekraftwerke abgeschaltet sind und ein Systemwandel vollzogen ist.

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11 Kommentare
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  1. Wenn Merkel diese Schulschwänzer unterstützt, welcher Schulleiter ergreift dann noch die notwendigen ordnungspolitischen Maßnahmen?

  2. Solche „Professoren“ sind eine Gefahr für die Menschheit!!! Mir wird Angst bei der masochistischen Hysterie, die immer wieder unter den kleinen, desinformierten, gebrainwashten Zuhörern aufflammt.

    Von ganzem Herzen wünsche ich den Demoteilnehmern und ganz besonders Herrn Latif (aber nur denen, sehr selektiv!) den sofortigen Kohleausstieg. Dann sitzten sie nämlich mit Sicherheit im Dunkeln und im Kalten und werden ihre Einstellung zum Klimawandel sicher sehr spontan ändern und plötzlich eine unerwartete Reife erlangen, die man ihnen gar nicht zutrauen würde.

    Und die Greta tut mir Leid! Dieses gebrainwashte Mädchen wurde dressiert, gedrillt und regelrecht für politische Zwecke grün-sozialistischer Natur missbraucht. Ihre gelegentlichen Augenzuckungen und Gesichtsverzerrungen lassen vermuten, dass sie bei all der Herausforderung und Erwartungshaltung, die sie erfüllen muss, letztlich sicher eines Tages psychosomatische Schäden davontragen wird. Die ehrgeizigen Eltern haben ihr ihre unbeschwerte Jugend geraubt. Als Vater von 5 prächtigen Kindern betrachte ich diesen Ehrgeiz als verantwortungslos und fast kiriminell.

    Die Dämonisierung des CO2 hat keine wissenschaftliche Basis. Als einzige C-Quelle für alle Biomasse ist das CO2 wichtigster Nährstoff überhaupt. Die Erhöhung von 0,03 auf 0,04% seit Beginn der Industrialisierung hat nachgewiesenermassen der Natur, der Landwirtschaft und der globalen Nahrungsmittelsicherheit genützt und keineswegs geschadet. Der Vorwurf, CO2 sei Klimakiller, ist absurd. Das IPCC kann mit seinem Instrumentarium, das sich im Wesentlichen auf Treibhausgase und Aerosole beschränkt und das den Solareinfluss auf das Klima auf einen winzigen Wert miniaturisiert, kann die zahlreichen, unbestreitbaren, prominenten vorindustriellen Warmzeiten nicht erklären. Es gibt also nur 2 Möglichkeiten, die Diskrepanz zwischen Theorie und der beobachteten Wirklichkeit vergangener Warmzeiten zu erklären:
    -- entweder ist das IPCC-Instrumentarium falsch oder wenigstens völlig unzureichend,
    -- oder aber, es galten vor der Industrialisierung andere Naturgesetze als nach Beginn der Industrialisierung, was natürlich ausgeschlossen ist. Aber das IPCC erwartet von uns, dies zu glauben.
    https://www.intechopen.com/books/forage-groups/domestic-livestock-and-its-alleged-role-in-climate-change

    Noch einmal: Ich wünsche den Teilnehmern an den Fridays for Future Demos das möglichst rasche Eintreten ihrer Wünsche und Forderungen. Das wäre die beste Therapie, sie von ihren kranken Überzeugungen zu heilen.

  3. Warum nimmt man den Zwergenaufstand überhaupt ernst? Schüler unter 18 können nicht wählen, und über die Schulpflicht kann der Staat Widerstand von Schülern sehr leicht brechen. Würden die Schüler an Wochenenden demonstrieren, dann würde ihnen vermutlich schnell GWarum nimmt man den Zwergenaufstand überhaupt ernst? Schüler unter 18 können nicht wählen, und über die Schulpflicht kann der Staat Widerstand von Schülern sehr leicht brechen. Würden die Schüler an Wochenenden demonstrieren, dann würde ihnen vermutlich schnell Gegenwind aus gelbwestlicher Richtung ins Gesicht wehen.
    egenwind aus gelbwestlicher Richtung ins Gesicht wehen.

  4. Bitte, meinen vorigen Beitrag löschen. Nochmal ohne Dopplung:

    Warum nimmt man den Zwergenaufstand überhaupt ernst? Schüler unter 18 können nicht wählen, und über die Schulpflicht kann der Staat Widerstand von Schülern sehr leicht brechen. Würden die Schüler an Wochenenden demonstrieren, dann würde ihnen vermutlich schnell Gegenwind aus gelbwestlicher Richtung ins Gesicht wehen.

  5. @Leske

    Schüler unter 18 können nicht wählen,

    NOCH nicht. Es gibt aber durchaus Bestrebungen das zu ändern. In erster Line von Seiten der Links/Grünen, die für ihre große Transformation mehr wahlberechtigte Hirnamputierte brauchen um an entsprechende Mehrheiten zu gelangen. Zur Zeit ist der Anteil der wertschöpfend Tätigen an den Urnen noch zu groß um sie hemmungslos ausplündern zu können.

    und über die Schulpflicht kann der Staat Widerstand von Schülern sehr leicht brechen.

    Könnte er, wenn er wollte. Will er aber offensichtlich nicht, was sich ja schon daran zeigt, dass die Chefin der Exekutive -- mal wieder -- ganz vorne dabei ist beim politisch genehmen Rechtsbruch. Der einzige Widerstand, den der aktuelle Staat noch brechen kann und will ist der der Steuerzahler. Denn irgendwer muss den Quatsch ja finanzieren, siehe oben.

  6. Inzwischen gehen links-grüne Studenten, Eltern und Lehrer ja mit auf die Demos. Das sind auch alles Wähler. Und wenn Schulstreiks von oben jetzt schon abgesegnet werden, dann werden die Schüler bald wegen vielen Dingen streiken. Haben wir übrigens auch schon vor 25 Jahren an den Schulen und an der Uni gemacht. Unser Schulleiter hatte sich aber vor die Tür gestellt und die Schüler der Nachbarschule nicht in unsere Schule gelassen. Bei uns in der Physikvorlesung an der Uni hatten wir uns auch geweigert mit dem Asta zu streiken. Da kam ein Typ vom Asta mit Strickpulli und Gitarre in die Vorlesung, stellte sich neben den Prof. und meinte wir müssten jetzt mit ihm streiken und demonstrieren.

  7. Die Idee des Streikens ist also uralt. Kam damals schon aus dem Asta und von den Schülersprechern/ Hausbesetzern und ist heute noch so.

  8. @TL #4

    Warum nimmt man den Zwergenaufstand überhaupt ernst?

    Weil es keiner ist. Es kommt nicht von den Zwergen, sondern von außen. Von NGOs, Parteien und Regierung, und ganz besonders von den Medien. Deswegen überschlagen die sich, das als Graswurzelbewegung darzustellen, obwohl es Kunstrasen ist. Und es ist kein Aufstand, sondern bejaht exakt die aktuelle Politik und Ideologie. Kein Millimeter Abweichung, erst recht kein Protest.

  9. @MK #6

    Haben wir übrigens auch schon vor 25 Jahren an den Schulen und an der Uni gemacht.

    Schülerstreiks gab es schon in den frühern 1970ern im Kielwasser der 68er, allerdings damals für gaaaanz andere Ziele und definitiv Anti, nicht Pro.

  10. „„Wenn von unten kein Druck kommt, wird oben nichts passieren.“
    Eigentlich muss ja unten etwas passieren; die Menschen müssen ihren Lebensstil ändern, verzichten, sich einschränken, ihre Handys und PC abschalten, Heizung stilllegen.
    Das Paradox ist also „Wenn von unten kein Druck kommt, wird oben nichts passieren, also müssen wir von unten Druck ausüben, damit die da oben Druck auf uns ausüben, damit wir unseren Lebensstil einschränken und weniger CO2 ausstoßen“.
    Nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber wehe du machst mich nass“.

  11. @Palmer:

    Das ist dann eben die Logik ökonomischer Analphabeten, die glauben dass sie das alles nicht betrifft wenn man Industrie und Verkehr einschränkt. Nach dem Motto „mein Handy verbraucht nicht viel Strom, sondern nur die bösen Fabriken, die Elektronik herstellen“.

    Die verstehen doch nicht mal ansatzweise, dass sie gegen ihren eigenen Lebenswandel demonstrieren. Eigentlich kann man solche Leute nur auslachen.

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