Monckton schlägt zurück

14. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Wie verschafft man sich heutzutage Öffentlichkeit, wenn man unter Feuer liegt? Diese Frage haben sich die Alarmisten nach Kopenhagen und Climategate sicher häufiger gestellt. Und haben kaum eine gute Idee entwickelt. Außer des üblichen Lamentos, Extremwetterereignisse als Vorboten des angenommenen künftigen Extremklimas zu feiern. Sie kommen nicht aus der Defensive, die Propheten des Untergangs.

Da verwundert es nicht, wenn eine amateurhaft vorgetragene Attacke gegen einen ihrer prominentesten Kritiker webweit gefeiert wird. Durchhalteparolen, die durchaus Assoziationen an Zeiten hervorrufen, in denen in Deutschland propagandistisch Niederlagen in Siege umdefiniert wurden. In denen „Wunderwaffen“ den „Endsieg“ erbringen sollten.

Die neue Wunderwaffe der Alarmisten ist ein bislang eher unbekannter Professor für Maschinenbau der ebenfalls bislang eher wenig prominenten St. Thomas Universität, Saint Paul, Minnesota. John Abraham  veröffentlichte im Internet eine Gegendarstellung zu einer Präsentation von Lord Christopher Monckton, die als Youtube-Video enorme Verbreitung fand. Rudolf Kipp berichtete bereits darüber. Die Jubelstimmung im Alarmistenlager kannte keine Grenzen mehr. Ob aber Abraham wirklich thematische Treffer verbuchte oder aber auch, warum ausgerechnet er, und nicht etwa die Granden der Szene, von Hansen bis Gore, eine solchen Versuch zur Wiedererlangung der Initiative unternahmen, wurde nie gefragt. Der Angriff an sich galt schon als Erfolg. Inhalt uninteressant. Hauptsache, die Dogmen konnten wieder unters Volk gebracht werden. Deutungshoheit wieder auf Seiten der Bewegung. Hah.

In Wahrheit haben sie doch nur für einen wütenden, verzweifelten Angriff die Deckung entblößt und damit Monckton die Chance gegeben, einen Konter durch schnelles Kurzpaßspiel zu zelebrieren. Wie ein Champion einen Amateur ausknockt, elegant und tückisch zugleich, ist nun deutlich geworden.

Ich war von Anfang verwundert, warum der Lord auf eine solche Provokation so intensiv einsteigt. Warum, so fragte ich mich, spielt Monckton den Beleidigten, den Verärgerten, den Erbosten? Was kümmert es denn den Mond, wenn ihn die Köter ankläffen? Ich war von Anfang an skeptisch, ob denn die Drohung mit rechtlichen Schritten und der Aufruf zu einer E-Mail-Kampagne gegen einen jungen Professor am Beginn seiner Karriere wirklich angemessen waren. Auf jemanden in dieser Weise Druck auszuüben, jemanden auf diese Weise mundtot machen zu wollen, ist das denn angemessen für Skeptiker wie Monckton, die mit hohem Engagement immer das Recht auf freie Rede verteidigen und offene Debatten fordern? Ist es denn weise, wenn wir, die wir uns in den Medien und der Politik nicht ausreichend repräsentiert sehen, die das Gefühl haben, absichtlich entweder totgeschwiegen oder verleumdet zu werden, nun in gleicher Münze zurückzuzahlen versuchen?

Der arme Abraham hat sicher einiges aushalten müssen, er wird viele erboste Zuschriften bekommen und auch einige ernste Gespräche mit seinen Vorgesetzten geführt haben. Er wird es vielleicht nicht ganz so einfach weggesteckt haben, was da über ihn hereinbrach. Und ich war verwundert: Wollte Monckton dies erreichen?

Nein, wollte er wohl nicht. Ein Meister der Kommunikation zeigt vielmehr den Alarmisten, wie man sich wirklich öffentlich Gehör verschafft. Man baue eine Plattform, man lade sie emotional auf und stilisiere sie zu einer bedeutenden Frage. Man gebe sich waidwund, in die Enge gedrängt, man locke den Gegner heraus und verbreite diese Botschaft. Und dann, wenn alle Schaulustigen sich versammelt haben, von der einen wie der anderen Seite, wenn alle hecheln und lechzen oder besorgt und ängstlich sind, dann lasse man die Maske fallen.

Und schlage zurück.

Monckton hat die Aufmerksamkeit geschickt auf sich gezogen. John Abraham muß sich am Ende darüber klar werden, nur instrumentalisiert worden zu sein. Er hat seinen Angriff statt mit einem Torschuß mit einem kapitalen Fehlpaß beendet. Denn er hat sich leider nicht darauf bezogen, was Monckton wirklich gesagt hat. Vielmehr hat er konstruiert, was Monckton hätte sagen müssen, um angreifbar zu sein. Er hat Räume für einen Sturmlauf gesehen, die in Wirklichkeit nicht da waren. Und damit gezeigt, daß er weder Moncktons Argumente, noch die Debatte verstanden hat.

Und davon kann sich nun erstens jeder überzeugen, und zweitens wird es auch jeder tun.

Wer zuerst lacht, fällt in die Grube, die er anderen gegraben hat. An der Börse ist das nicht anders.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

94 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Zu Monckton, steht bereits alles in Wikipedia:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Christopher_Monckton,_3rd_Viscount_Monckton_of_Brenchley

    Unter anderem, dass er sich Titel/Würden ergaunert die ihm nicht zustehen, dass er einen Nobelpreis für sich in Anspruch nahm der ihm nicht verliehen wurde und welch abstruse Thesen er zu AIDS vertrat. Die mit braunen Begriffen um sich werfende Einleitung dieses Blog-Beitrags passt zudem hervorragend zu der Beschreibungung der populistisch, nationalkonservativen Partei, der Monckton angehört.

  2. Ich lasse den Beitrag von „physiker“ mal stehen. Er ist ein gelungenes Beispiel für die Desinformationstaktik der Alarmisten. Man liest Texte nicht vollständig bzw. verweigert sich der Erkennung von Zusammenhängen in komplexen Argumenten. Und bastelt sich daraus ein eigenes, krudes und irreales Bild dessen, was man gelesen zu haben glaubt.

    Unter anderem, dass er sich Titel/Würden ergaunert die ihm nicht zustehen…

    Monckton ist von Geburtsrecht her „Viscount“ (eine Art „Vizegraf“) und gehört damit dem englischen Adel an. Ich gehe weiterhin davon aus, daß jeder englische Adlige als „Lord/Lady“ tituliert wird, ganz gleich, ob er/sie nun Mitglied des Oberhauses ist oder nicht. Jedenfalls steht in der Wikipedia nichts gegenteiliges. Was also wollen Sie uns mitteilen, physiker? Welche „Titel/Würden“ „ergaunert“ sich Monckton (man beachte hier die Verwendung des Präsens)?

    Die Frage des Status‘ seiner Mitgliedschaft im Oberhaus ist aus meiner Sicht ein juristisches Problem, das von den zwei Seiten (der Kammer selbst und Monckton) unterschiedlich bewertet wird. Wie das bei Rechtsfragen eben so ist. Als Nichtjurist und insbesondere Nichtkenner der besonderen britischen Situation traue ich mir hier kein Urteil zu. Monckton hat niemals behauptet, Stimmrecht im Oberhaus zu haben. Auch hier ist der Wikipedia-Eintrag eindeutig.

    dass er einen Nobelpreis für sich in Anspruch nahm der ihm nicht verliehen wurde

    Das war ein Witz. Und nicht einmal ein schlechter. Angesichts abertausender Forscher, die glauben, sich in dem Friedensnobelpreis für das IPCC sonnen und dies auch noch als Ritterschlag für ihr allgemeinpolitisches Engagement werten zu können.

    und welch abstruse Thesen er zu AIDS vertrat

    Was wäre denn Ihrer Meinung nach, physiker, der beste Weg, die Verbreitung von AIDS zu stoppen, solange noch keine Therapie zur Verfügung steht? Wenn Sie einen effektiveren Vorschlag als Monckton unterbreiten können, her damit (obwohl Gesundheitspolitik hier nicht unser Thema ist). Monckton hat niemals gefordert, einen solchen Weg auch einzuschlagen. Vielmehr hat er damit Kritik an einer vorsorgenden Gesundheitspolitik, die auf Feigenblätter setzt, sehr wirksam geäußert.

    Die mit braunen Begriffen um sich werfende Einleitung dieses Blog-Beitrags passt zudem hervorragend zu der Beschreibungung der populistisch, nationalkonservativen Partei, der Monckton angehört.

    Richtig ist, daß ich des öfteren durch die Wahl meiner Worte implizit zu verdeutlichen versuche, daß enorme ideologische Nähen zwischen dem Nationalsozialismus und dem Ökologismus bestehen. Einer der Gründe, warum ich den Ökologismus für eine gefährliche Weltanschauung halte.

    Mocktons Taktik hingegen habe ich oben durch Metaphern aus der Fußballsprache versucht zu verdeutlichen.

  3. Ich lasse den Beitrag von “physiker” mal stehen.

    Sie wären bessen damit gefahren, Ihre implizite Zensurandrohung wahr zu machen, dann hätte niemand bemerkt wie Sie unliebsamen Beiträgen (die angeblich „nur“ Desinformation enthalten) begegnen.

    Welche “Titel/Würden” “ergaunert” sich Monckton (man beachte hier die Verwendung des Präsens)?

    Genau diese „strittige“ Frage nach seiner Mitgliedschaft im britischen Oberhaus:

    Die Frage des Status’ seiner Mitgliedschaft im Oberhaus ist aus meiner Sicht ein juristisches Problem, das von den zwei Seiten (der Kammer selbst und Monckton) unterschiedlich bewertet wird.

    Wenn das britische Oberhaus seine Mitgliedschaft bestreitet, dann war’s das und seine Behauptung ist einfach nur anmaßend. Anmaßung ist aber auch aus seinem Wappen herauszulesen:
    http://scienceblogs.com/deltoid/2009/05/monckton_caught_making_things.php

    Das war ein Witz.

    Ein Witz, der bis heute anhält?
    Hier beansprucht er immer noch den Nobelpreis für sich:
    http://scienceandpublicpolicy.org/personnel.html

    Was wäre denn Ihrer Meinung nach, physiker, der beste Weg, die Verbreitung von AIDS zu stoppen, solange noch keine Therapie zur Verfügung steht?

    Aufklärung, Verbreitung von Kondomen und billige Medikamente anstatt lebenslängliche Isolation, so wie Monckton es forderte.

    Monckton hat niemals gefordert, einen solchen Weg auch einzuschlagen.

    Klar… man fordert das lebenslängliche Wegsperren von Kranken, will aber nicht, dass diese Forderungen in erfüllung gehen?!

    Richtig ist, daß ich des öfteren durch die Wahl meiner Worte implizit zu verdeutlichen versuche, daß enorme ideologische Nähen zwischen dem Nationalsozialismus und dem Ökologismus bestehen.

    Wer es nötig hat, mit Nazi-Begriffen zu argumentieren (Wunderwaffe, Endsieg,…), der hat sich bereits selbst disqualifiziert.

  4. Ich finde es einfach nur interessant, physiker, daß Sie nicht in der Lage zu sein scheinen, in der Debatte „Abraham“ vs. „Monckton“ eine inhaltliche Position zu formulieren.

    Deswegen habe ich Ihren Beitrag stehenlassen. Ist halt ganz einfach ein schönes Beispiel dafür, wie versucht wird, die Auseinandersetzung zu führen, wenn einem die Argumente ausgehen.

    Die Frage, ob irgendein Gesetz zur Änderung der Zusammensetzung des britischen Oberhauses aus dem Jahr 1999 (? -- stimmt das?) nun dort verfassungsgemäß ist, oder nicht, interessiert in diesem Blog wirklich niemanden. Ich bin tatsächlich sogar der Auffassung, daß es kein Parlament geben sollte, das nicht aus gewählten Mitgliedern besteht.

    In Bezug auf die eigentliche Fragestellung, ob nämlich Abraham Monckton Dinge in den Mund gelegt hat, die dieser nicht gesagt hat (was jeder einfach überprüfen und was man somit auch nicht bezweifeln kann), ist dies vollkommen unerheblich. Für die Frage die ich oben anspreche, nämlich wie geschickt Monckton dies ausnutzt, ist es ebenfalls unerheblich.

    Und wenn man dann gar nichts mehr weiß und einfach nur noch wütend und böse ist auf die blöden Skeptiker, die einmal mehr Recht behalten haben, dann packt man halt die Nazi-Keule aus. Wenn es Sie befriedigt, bitte. Normalerweise werden Nazikeulen hier umgehend gelöscht, unabhängig von dem, was gemeint war. Daher der Hinweis auf die nicht durchgeführte Löschung. Sie haben soeben die dunkelgelbe Karte erhalten, mehr wird nicht toleriert.

  5. Ich finde es einfach nur interessant, physiker, daß Sie nicht in der Lage zu sein scheinen, in der Debatte “Abraham” vs. “Monckton” eine inhaltliche Position zu formulieren.

    Das ist gar nicht nötig, wenn einer der beiden bereits in einer „neutralen“ Wikipediaseite als gelöscht enttarnt wird. Neuerdings betätigt sich Monckton sogar als Wunderheiler, indem er multiple Sklerose, Grippe und Herpes heilt -- erste Erfolge mit HIV (ohne Nebenwirkungen!) sind auch dabei:
    UKIP

    Ist halt ganz einfach ein schönes Beispiel dafür, wie versucht wird, die Auseinandersetzung zu führen, wenn einem die Argumente ausgehen.

    Schade, ich wäre sehr gespannt auf Ihre Erklärung gewesen, warum Monckton nach der Auflösung seines „Witzes“ immer noch den Nobelpreis für sich in anspruch nimmt, warum es so schwierig ist zu klären ob Monckton nun Mitglied im Oberhaus war, warum er heraldische Symbole die ihm nicht zustehen in anspruch nimmt, und wie Sie Moncktons Ansichten zu AIDS gutheißen können.

    Die Frage, ob irgendein Gesetz zur Änderung der Zusammensetzung des britischen Oberhauses aus dem Jahr 1999 (? – stimmt das?) nun dort verfassungsgemäß ist, oder nicht, interessiert in diesem Blog wirklich niemanden.

    Wahrscheinlich haben Sie Recht. Soviele Leser -- zumindest den spärlichen Kommentaren nach zu urteilen -- hat dieses Blog wohl nicht. Angenommen es gäbe aber Leser, dann ist es durchaus von Interesse ob Sie über einen gelöscht schreiben, der für sich die Mitgliedschaft im britischen Oberhaus beansprucht obwohl er nachgewiesenermaßen niemals Mitglied war.

    In Bezug auf die eigentliche Fragestellung, ob nämlich Abraham Monckton Dinge in den Mund gelegt hat, die dieser nicht gesagt hat (was jeder einfach überprüfen und was man somit auch nicht bezweifeln kann), ist dies vollkommen unerheblich.

    Insbesondere deshalb, weil Sie das im obigen Beitrag mit keinem Wort erwähnen. Wenden wir uns also lieber Themen zu, die sie oben wenigsten ansprechen:

    Für die Frage die ich oben anspreche, nämlich wie geschickt Monckton dies ausnutzt, ist es ebenfalls unerheblich.

    Von einem gelöscht erwartet man auch ein gewisses Geschick.

    Normalerweise werden Nazikeulen hier umgehend gelöscht, unabhängig von dem, was gemeint war.

    Dann frage ich mich, warum Ihr obiger Blog-Beitrag noch nicht gelöscht wurde.

    Verleumdungen und Beleidigungen Dritter werden nicht geduldet. Erstens ist „üble Nachrede“ ein Zeichen schlechter Manieren und zweitens ggf. eine Straftat. Daher die Löschungen (Admin Heller).

  6. Schauen Sie, physiker, ich verwende zur Beschreibung des Verhaltens der Alarmisten bewußt Metaphern aus der Endphase des Dritten Reichs -- und Sie stricken daraus eine Nähe meinerseits zum Nationalsozialismus oder auch zu rechtskonservativen Kräften. Eine derartige Konstruktion verrät mindestens Verwirrung, eher aber Wahn. Es ist Standardtaktik der Alarmisten, uns hier in die rechte Ecke zu stellen. Das ist es, was ich mit „Nazikeule“ meinte und das ist, was wir hier eigentlich immer sofort löschen.

    In Ihrem Fall lasse ich es aber stehen, weil es wirklich selten dämlich versucht wurde.

    …und wie Sie Moncktons Ansichten zu AIDS gutheißen können.

    Häh!? Es geht hier um Klimapolitik, nichts sonst. Ich heiße seine Ansichten zu AIDS nicht gut, weil ich diese überhaupt nicht kenne. Ich finde es aber gelungen, wie er einer am Vorsorgeprinzip orientierten Gesundheitspolitik den Spiegel vorhält. Der Einsatz des Vorsorgeprinzips führt immer zu nicht-robusten Strategien. Es sei denn, man schert sich nicht um Menschenrechte, um Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung. Die Klimapolitik ist ein Beispiel hierfür, die Gesundheitspolitik ein anderes.

    Anders ausgedrückt: Im Rahmen einer am Vorsorgeprinzip orientierten Gesundheitspolitik ist die einzig denkbare robuste Strategie zur AIDS-Prävention die von Monckton genannte. Da diese offensichtlich undurchführbar ist, und auch niemand diese wirklich will, sollte man die entsprechende Politik hinterfragen.

    Insbesondere deshalb, weil Sie das im obigen Beitrag mit keinem Wort erwähnen.

    Häh!? Erstens steht es da (gut, ziemlich am Ende, aber wir sind es hier gewöhnt, daß unsere Gegner Texte nicht vollständig lesen und erfassen können):

    Denn er hat sich leider nicht darauf bezogen, was Monckton wirklich gesagt hat. Vielmehr hat er konstruiert, was Monckton hätte sagen müssen, um angreifbar zu sein.

    Und zweitens gibt es hier Texte, die aufeinander aufbauen. Von daher sollten Sie den ersten Teil der Geschichte schon lesen (insbesondere auch die Kommentare), bevor Sie uns hier mit dem Generalverdacht der UKIP-Nähe verleumden.

    Wer hat nochmal Sippenhaft als Prinzip politischen Handelns eingesetzt?

  7. @ Heller

    Ich lasse den Beitrag von “physiker” mal stehen. Er ist ein gelungenes Beispiel für die Desinformationstaktik der Alarmisten. Man liest Texte nicht vollständig bzw. verweigert sich der Erkennung von Zusammenhängen in komplexen Argumenten.

    Die Klimaskeptiker sind in der Desinformationstaktik nicht schlechter als die Atmarmisten.
    Was war denn Ihr komplexestes Argument, das Sie in Ihrem blog gebracht haben? Ich wette, das ist leicht zu toppen.

  8. @ Bäcker:

    Was war denn Ihr komplexestes Argument, das Sie in Ihrem blog gebracht haben? Ich wette, das ist leicht zu toppen.

    Ist es bestimmt, keine Frage. Immerhin versuchen wir hier, Laien zu erreichen, vom Handwerker bis zur Hausfrau (was nicht abwertend gemeint ist, die Laien sind uns wichtig).

    Vielleicht, daß ein durch Projektionen aufgespannter Zukunftsraum zur Ableitung einer robusten politischen Strategie nichts taugt, wenn er nicht das Trendszenario beinhaltet. Ich fand dies einen meiner besten Artikel. Bis heute leider nicht ein einziges Mal kommentiert. War wohl doch zu kompliziert. Schnief.

  9. Ich liebe Lückentexte -- Preisfrage:
    Wie nennt man jemanden, der nachweislich einen Nobelpreis für sich beansprucht und dem nachweislich keiner verliehen wurde?
    Wie nennt man jemanden, der in seinem Lebenslauf angibt, Mitglied eines hohen Gremiums (gewesen) zu sein und nachweislich niemals in diesem Gremium gesessen hat?
    Wie nennt man jemanden, der vorgibt (nach derzeitigem Stand der Medizin) unheilbare Krankheiten (nebenwirkungsfrei) zu heilen, obwohl er keine medizinische Ausbildung vorweisen kann?

    Bonusfrage:
    Kann der oben gesuchte Begriff den Tatbestand einer üblen Nachrede/Verleumdung/Beleidigung erfüllen?

  10. ich verwende zur Beschreibung des Verhaltens der Alarmisten bewußt Metaphern aus der Endphase des Dritten Reichs

    Warum zensieren Sie sich dann nicht selbst?

    und Sie stricken daraus eine Nähe meinerseits zum Nationalsozialismus oder auch zu rechtskonservativen Kräften.

    Da haben Sie mich falsch verstanden. Meine Kritik in diesem Punkt zielte „nur“ auf Ihr Vokabular. Warum soll ich mich zum Inhalt von Sätzen äußern in denen es von Nazi-Begriffen nur so wimmelt?

    Es geht hier um Klimapolitik, nichts sonst.

    Menschen mit derart radikalen Ansichten zu AIDS sollte man keine Klimapolitik und auch keine sonstige Politik überlassen.

    Ich heiße seine Ansichten zu AIDS nicht gut, weil ich diese überhaupt nicht kenne.

    Es schmeichelt mir zwar, wenn Sie meine Meinung zu teilen scheinen, wenn Sie aber Ansichten bewerten ohne sie zu kennen, dann hätten Sie das besser verschweigen sollen.

    Anders ausgedrückt: Im Rahmen einer am Vorsorgeprinzip orientierten Gesundheitspolitik ist die einzig denkbare robuste Strategie zur AIDS-Prävention die von Monckton genannte.

    Wir reden hier von einem medizinisch unnötigen lebenslangen Wegsperren von Personen und damit einem fundamentalen Einschnitt in unsere Grundrechte. Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie nicht mit national-populistischen Positionen in Verbindung gebracht werden wollten?

    Von daher sollten Sie den ersten Teil der Geschichte schon lesen (insbesondere auch die Kommentare), bevor Sie uns hier mit dem Generalverdacht der UKIP-Nähe verleumden.

    Abgesehen davon, dass Sie mir diesen Vorwurf unterjubeln (komisch, war das nicht genau Ihr „zentraler“ Kritikpunkt, denn Sie nur nebenbei erwähnten?), sollten Sie der Wahrheit lauschen:
    http://diewahrheit.at/video/diskussionszerstorer-teil-2-informier-dich-erst-mal

  11. @heller#4
    „Die Frage, ob irgendein Gesetz zur Änderung der Zusammensetzung des britischen Oberhauses aus dem Jahr 1999 (? – stimmt das?) nun dort verfassungsgemäß ist, oder nicht, interessiert in diesem Blog wirklich niemanden. Ich bin tatsächlich sogar der Auffassung, daß es kein Parlament geben sollte, das nicht aus gewählten Mitgliedern besteht. “

    1. Satz: es ist aber von erheblicher politischer Bedeutung, ob der House of Lords (HOL) Act 1999 nun wirklich legalerweise die erblichen (hereditary) Lords (Peers) entfernen durfte oder nicht. Wäre es nicht legal gewesen,
    wäre z.B. Englands Zustimmung zum aktuellen EU-Vertrag wegen Verstosses gegen das HOL-Quorum unzulässig. Will sagen, die nach 1999 entschiedenen HOL-Gesetze wären Makulatur. Und das hätte EU-weit erhebliche Konsequenzen. Aber Sie haben recht, hier in dem Blog selbst ist es irrelevant.
    2. Satz: Das engl. Rechtssystem ist ganz anders als bei uns. Das HOL erfüllt eine Art Länderkammerfunktion, ohne Länderkammer zu sein. Das House of Commons (HOC) wiederum ist ein Parlament, das durch das bisherige Wahlrecht eine Ein-Parteien-Regierung favorisiert. Die Königin nimmt in etwa die Rolle unseres Bundespräsidenten
    ein. Stellen Sie sich mal vor, was los wäre, wenn bei uns der Bundestag den Bundesrat auflösen bzw. in seinen Rechten massiv beschneiden wollte. Genau das ist aber in England geschehen. Das HOL ist ein politisches Gegengewicht zum HOL. Wie würden Sie sich fühlen, wenn de fakto nur noch der Bundestag und die Regierung alleine regieren würden, aber das Check-and-Balances-System eliminiert würde? Dann würde den Bürger vor der politischen Entscheidungswut des Bundestages nur noch das Verfassungsgericht schützen, denn der Bundespräsident spielt kaum eine Rolle. Ergo muss eine 2. Kammer sein. Fragt sich nur, wie man in einem Land ohne Bundesländer wie England eine 2. Kammer aufbaut, die faktisch ein zweites HOC wäre. Das ist das derzeitige Problem in Great Britain.
    Demokraten sollten sich darüber schon mal Gedanken machen…… so was kann nie schaden.

  12. @Physiker#26
    sind das nachfolgend die alten Fragen nach dem Motto: diskreditiert den Kritiker persönlich, wenn ihr ihn fachlich nicht kleinkriegt? Au fein….. darf ich mitspielen? Ich bin schon ganz aufgeregt…….

    >Wie nennt man jemanden, der nachweislich einen Nobelpreis für sich beansprucht und dem nachweislich keiner >verliehen wurde?
    Sie meinen Moncktons Kamelle mit der Nobelpreis-Nadel? Nun, seine Position ist doch bekannt. Er trug sie als Gag und er hat das auch betont. Bedeutet dieser Kalauer, dass jetzt alles, was Monckton sagt, falsch ist? …. äh… und wenn Al Gore, der ja auch so’n netter halber Nobelpreisträger ist und häufig wissenschaftlichen Nonsens von sich gibt, geht das dann in Ordnung?

    >Wie nennt man jemanden, der in seinem Lebenslauf angibt, Mitglied eines hohen Gremiums (gewesen) zu sein und >nachweislich niemals in diesem Gremium gesessen hat?

    au ja…. das ist das HOL-Argument, nicht? Monckton saß da nicht drin, hat er auch gesagt. Er war aber wahl- und stimmberechtigt bei Nachwahlen für’s HOL bei sog. „by-elections“ („Nachwahlen“) von Peers, als das HOL auf 92 Lords geschrumpft wurde. Er kam halt nicht rein in das verkleinerte HOL, so what? Wäre der HOL Act 1999 nicht ergangen, wäre er drin. Ergo, what’s the problem? Darf ich aus dem Umstand schließen, dass er absolut vertrauens-würdig wäre, wenn er Lord geworden wäre? echt jetzt?

    >Wie nennt man jemanden, der vorgibt (nach derzeitigem Stand der Medizin) unheilbare Krankheiten
    >(nebenwirkungsfrei) zu heilen, obwohl er keine medizinische Ausbildung vorweisen kann?

    sorry, da muss ich jetzt weinend passen. Ich habe keine Ahnung, auf welchen Kritiker das jetzt zielt. Habe ich
    jetzt verloren und meine eigene Glaubwürdigkeit auf ewig verspielt? Schräcklich…..
    Aber um allgemein zu antworten: Es gibt hier verschiedene Antwortmöglichkeiten. Man wähle
    a) Heilpraktiker
    b) Krankenschwester/-pfleger
    c) Arzt mit verlorener Approbation
    d) praktizierender Geistheiler ohne Heilpraktikerzulassung (kein Witz, geht in Deutschland wirklich!)

    Habe ich jetzt 3:0 gewonnen? Wieviel Punkte brauche ich jetzt noch für den Kühlschrank?
    Oder war das gerade etwa der ZONK?!

  13. @physiker#10
    In Sachen Moncktons Ansicht zur Intervention bei AIDS, als das noch nicht ohne weiteres zu testen war und wir anfang der 1980er uns in der Medizin fast in die Hosen gemacht haben, weil wir nicht wussten, mit was wir es zu tun hatten, kritisieren Sie vermutlich Moncktons damalige Empfehlung, HIV-positive zu isolieren und gut zu versorgen, damit sie keine Dritten anstecken, richtig?
    Nun, ich darf Ihnen absolut versichern, dass exakt diese Forderung nicht von Monckton alleine kam, sondern sie ist problemlos in der Fachliteratur der damaligen Zeit offen diskutiert worden. Monckton hat das lediglich zusammengefasst. Werfen Sie Medline/Pubmed an, geben Sie „AIDS Quarantine“ ein und sortieren sie nach Publikationsdatum. Eine der ältesten Quellen ist Novick-A: Quarantine and AIDS. Conn Med 49(2), 81-83, 1985.
    Ich war selbst Mitte der 1980er auf einer Fortbildungsmaßnahme zu HIV/AIDS der Bayer. Landesärztekammer in München, wo Epidemiologen und Virologen exakt diese Quarantänemaßnahmen gefordert haben. Hätten wir das mal besser gemacht, hätten wir heute die Probleme nicht so stark. Ansonsten ’n kleiner Tipp: derzeit verbreiten Males-who-have-sex-with-males (MSM) massiv sowohl HIV (was ein alter Hut ist) als vor allem auch Hepatitis C (der zum Tod durch Leberzellcarcinom führt nach ca. 20-30 Jahren, bei HIV sogar noch deutlich eher). Das sog. „bull riding“-Verhalten (Sex ohne Gummi) ist ein Hauptproblem der Szene. Die Verbreitung erfolgt dabei primär übrigens gar nicht mal so dramatisch durch Blut-Blut-Kontakte beim Anal-Sex, sondern durch das Teilen von Kokain-Schnupfenröhrchen, die nicht steril sind. Wenn zwei Jungs bei Sex ’ne Linie ziehen, teilen sie häufig die (Plastik-, Metall-)Röhrchen. Und sowohl HIV- als auch primär Hepatitis-C-Viren sind im Nasenschleim massiv enthalten. Viel stärker als im Sperma. Also Leudels, vor dem Sex besser mal den Nasenschleim des Gegenübers ins Labor schicken…… ähem….. da ist so mancher HIV-/HCV-Infizierte positiv, während im Serum kaum was nachgewiesen werden kann.
    Heutzutage bringt die Quarantäne nichts mehr. Allerdings ist es erfreulich, dass immer mehr Typen, die HIV sehenden Auges verbreiten, in den Bau marschieren. Das ist nämlich schlicht Mord.

  14. @ Upjohn #12:

    Sie meinen Moncktons Kamelle mit der Nobelpreis-Nadel?

    Auf der oben verlinkten Webseite behauptet Monckton nach 3 Jahren immer noch Nobelpreisträger zu sein. Offensichtlich spekuliert er darauf, dass seine Anmaßung niemandem auffällt -- um sich dann, falls er wirklich in Bedrängnis kommen sollte, darauf hinauszureden, dass es ein Witz sei. Wie durchschaubar.

    Al Gore, der ja auch so’n netter halber Nobelpreisträger

    Es gibt keine halben Nobelpreisträger. Al Gore ist Nobelpreisträger -- Mockton nicht. Wer etwas anderes behauptet argumentiert rabulistisch.

    au ja…. das ist das HOL-Argument, nicht? Monckton saß da nicht drin, hat er auch gesagt.

    Moncktons Aussage:
    „I am a member of the House of Lords, though without the right to sit or vote, and I have never suggested otherwise.“
    Antwort des HOL Information Office auf eine Anfrage:
    „Christopher Monckton is not and has never been a Member of the House of Lords. There is no such thing as a „non-voting“ or „honorary“ member.“
    Ein klarer Fall von Anmaßung.

    sorry, da muss ich jetzt weinend passen.

    Dann schauen Sie sich doch bitte nochmal die Krankheiten an, für die Monckton angeblich Heilung verspricht. Ein klarer Fall von Scharlatanerie.

    Habe ich jetzt 3:0 gewonnen?

    Wenn Sie das für Ihr Geltungsbedürfnis brauchen… Sie sind im Gegensatz zu Peter Heller wenigstens pro Satz in kein neues Fettnäpfchen gestolpert -- Glückwunsch.

  15. @ Upjohn #13:
    Gut, dass Monckton bald alles heilen kann:

    2008-present: RESURREXI Pharmaceutical: Director responsible for invention and development of a broad-spectrum cure for infectious diseases. Patents have now been filed. Patients have been cured of various infectious diseases, including Graves’ Disease, multiple sclerosis, influenza, and herpes simplex VI. Our first HIV patient had his viral titre reduced by 38% in five days, with no side-effects. Tests continue.

  16. @physiker#14
    zum Thema Monckton und HOL hatte ich mich bereits hier geäußert (nach Upjohn auf der Web-Page suchen, bitte).
    http://bbickmore.wordpress.com/2010/07/14/the-monckton-files-still-in-denial-about-the-house-of-lords/#comment-239
    Ich möchte diesen Blog damit nicht auch noch vollposten.
    Ansonsten haben Sie meinen kleinen Zynismus zum 50%-Nobelpreisträger Gore durchaus verstanden. Schauen Sie, nur weil jemand einen Friedensnobelpreis bekommen hat (Obama de fakto für Krieg, Pachauri/Al Gore für „Klimahysterie“ und man kann die Liste bei nobel.se beliebig fortsetzen) ist man nicht automatisch immun gegen Faktendreher oder fragwürdigem Auftreten. Vielleicht erinnern Sie sich noch an Linus Pauling. Der bekam als bisher einziger Mensch zweimal einen jeweils ungeteilten Nobelpreis (1954 für Chemie, 1962 für Frieden). Linus hat ein Leben lang behauptet, extrem überdosiertes Vitamin C würde gegen alles Mögliche helfen und seine Irrlehre war eine der Grundlagen dafür, dass über die letzten Jahrzehnte von der Ernährungsindustrie die hübschen Vitaminpillen vertickert werden konnten (z.B. Vitamin C gegen Erkältung). Das Witzige war, dass Linus Paulings Frau vor dessen Abdriften in die Esoterik-Szene an Krebs starb. Danach warf sich Linus selbst täglich grammweise Vitamin C ein…. und er starb selbst an Krebs. Sein Mitarbeiter und Nachfolger ist in den einschlägigen Kreisen wohlbekannt, ein Dr. Matthias Rath. Der zieht heute noch durch die (Hol)lande und preist Vitamin C-Megadosen an. In Deutschland hat er allerdings haufenweise Abmahnungen und Gerichtsentscheide kassiert, die ihm diese Taktik weitestgehend untersagt haben. Will sagen: es gibt Herrschaften, die ticken sogar noch ein paar Grade härter ab als Al Gore. Hängt wohl mit der Anzahl der Nobelpreise zusammen….
    Ansonsten noch eine Bitte: ich schau mir gern die Backgrounds von RESSUREXI Pharmaceuticals an, wenn ich einen passenden Link bekommen würde. Bisher sehe ich nur „Papa, Charly hat gesagt“-Statements dazu in Klimahysteriker-Blogs. Haben Sie eine valide URL parat, wo man sich Produkte und Struktur der Firma selbst ansehen kann? Wenn ich mich z.B. über Novartis informieren wollte, würde ich auch nicht in Esoteriker-Blogs auf Informationssuche gehen.

  17. Entschuldigen Sie, aber mein English ist sehr schlecht. Für die ganze Geschichte auf Monckton, schauen Sie sich „Lord Monckton’s Rap Sheet„.

  18. Ha! Mein DEUTSCH is sehr schlecht.

  19. @ Upjohn #16:

    zum Thema Monckton und HOL hatte ich mich bereits hier geäußert […]
    Ich möchte diesen Blog damit nicht auch noch vollposten.

    Und ich bin auch gar nicht an Ihrer Chwebacca-Verteidigung interessiert. Wenn jemand behauptet irgendwo Mitglied zu sein, die entsprechende Organisation dies aber verneint, dann ist die entsprechende Person ein Hochstapler (oder Sie ist daran interessiert als Hochstapler gesehen zu werden). So einfach ist das.

    Schauen Sie, nur weil jemand einen Friedensnobelpreis bekommen hat […] ist man nicht automatisch immun gegen Faktendreher oder fragwürdigem Auftreten. […]

    Sie widmen einen ganzen Absatz nur der Demontage von Nobelpreisträgern. Was wollen Sie damit sagen? Monckton sähe sich gerne in einer Reihe mit den von Ihnen genannten Nobelpreisträgern, die Sie fragwürdigen Auftretens und Faktendreherei beschuldigen?
    Nein. Die HOL-Anmaßung, die Nobelpreis-Geschichte und der Missbrauch von heraldischen Symbolen legen nur einen Schluss nahe: Monckton ist ein Titel-geiler Hochstapler.

    Ansonsten noch eine Bitte: ich schau mir gern die Backgrounds von RESSUREXI Pharmaceuticals an, wenn ich einen passenden Link bekommen würde. […]

    Sehen Sie, ich kann auch nichts zu diesem „Auferstehungs“-Unternehmen finden. Wenn Sie tatsächlich im medizinischen Bereich tätig sind, so wie Sie es angedeutet haben, dann haben Sie sicherlich einen besseren Zugang zu Recherche-Werkzeugen. Ich bin gespannt, ob Sie auch zu dem Schluss kommen (der bereits für Laien angesichts des Anspruchs naheliegend ist) dass es sich auch hierbei um Hochstapelei handelt.

  20. @Physiker

    Wer es nötig hat, mit Nazi-Begriffen zu argumentieren (Wunderwaffe, Endsieg,…), der hat sich bereits selbst disqualifiziert.

    Ich hätte da noch „Autobahn“, „Entartet“, „Endlösung“………..eigentlich auch „Vegetarier“………A.H. war ja bekanntermassen einer.

    Sie waren der Erste, der Worte aus dem Duden mit „Nazi-Neusprech“ verglichen hat, also schonen Sie mal schön Ihren Rücken, spielen weiter die angeblich beleidigte Leberwurscht und gehen dann zu Georg und heulen sich dann über diese schlimmen Klimaleugner aus.
    Ich wünsche noch ein angenehmes, Nazifreies Wochenende……..oder marschieren gerade irgenwo wieder solche Idioten auf……..dann aber ganz schnell hin und den „Kampf gegen Rechts“ mit vollem Körpereinsatz führen.

    H.E.

  21. @barry Bickmore#18
    I hope my english language with my cruel german accent is good enough to be understood 😉
    You wrote some things about Monckton in here and elswere in some blogs and I also tried to understand the political problems between House of Lords/HOL and House of Commons/HOC in London. I do not accept the usual tactic to be blamed for Moncktons political issues in the sense of: Monckton is dubious in private and politics -> so his climate argument is dubious as well -> and Monckton is a climate sceptic -> so everybody claiming to be sceptical about climate alarmism is dubious. That kind of argument is ignorant and unlogical. If I would argue the same way back, I would claim to be a member of the HOL because I’m a climate sceptic…..
    I think, the real interesting political question is (and I did not found a reliable person being smart enough to give me a safe and valid answer): Was the political depowerment of HOL done by HOC in 1999 and afterwards really correct in terms of law or was it unconstitutional? I always can see (and read) climate alarmist running around claiming Monckton not to be a Lord (or if so, not to be a member of HOL). But non of those wasted only one millisecond to look for the real political and constitutional issues. I don’t know if your are a british or an american citizen (or australien or elsewere). For me as a citizen of the european community it is of very high interest to get a reliable and citable answer to that question of the HOL-HOC political conflict. In Germany I usually would ask a lawer specialized on constitutional issues but in GB I don’t know the corresponding person. Do you know some person being able to give a reliable answer?

  22. @physiker#19
    Meine Replik zu Ressurexi. Wie Abrahams schon meinte, soll man die Leute selbst fragen. Habe ich vorgestern per eMail gemacht, bekam heute morgen die eMail-Antwort von Monckton. Er bestätigt den Eintrag auf der UKIP-Website, weist aber darauf hin, dass derzeit nur ein Patentantrag läuft und die Firma selbst sich noch nicht in die Öffentlichkeit begeben hat, bis die Entwicklung in trockenen Tüchern ist. Man könne die Beantratung des Patentes auf der Homepage des UK Patent Office nachlesen, aber dort noch keine konkreten Inhalte zum geplanten Patent.
    Nun war ich heute morgen auf dem Server des UK-PO bzw. der noch größeren Seite vom ESPACE-Patentserver und der teilt lapidar mit, dass er leider heute und morgen down ist wegen Wartungsarbeiten. Also werde ich mich im Laufe der nächsten Woche mal um exakt diese Patentbeantragung bemühen.
    By the way: da ich ebenfalls an Produkten arbeite, einem hochwirksamen Lipidsenker auf Nahrungsergänzungsbasis (die Firma, die ihn vertreiben wird, existiert übrigens noch nicht!), der aber auch noch nicht rechtlich gesichert ist (dazu fehlt noch eine Anwendungsstudie zur Wirksamkeitsschwelle und eine Markenanmeldung), würden Sie mein Produkt auch nicht im Web finden, obwohl es faktisch auch ohne beide Bestandteile rechtlich legal sofort vermarktungsfähig wäre. Sie würden auch mich nicht im Web finden, wenn ich es nicht will, weil mein Produkt nicht patentierbar sein wird. Und ich werde auch genau deshalb mit der Firma (noch) nicht im Telefonbuch stehen.
    Meine Empfehlung an Monckton heute morgen ist gewesen, dass die Fa. Resurrexi sich eine kleine Website mit allgemeinem Intro, einer kurzen und allgemeinen Darstellung des Unternehmensziels als auch der Kontaktdaten ins Netz setzt. Und ich habe gebeten, mich auf eine ggf. schon angelegte eMail-Liste für Pressemitteilungen zu setzen, damit ich mitkriege, was läuft, wenn was läuft. Neudeutsch, lieber Physiker: diese Taktik des Versteckspielens mit nur leichtem Andeuten eines möglichen Erfolgs ist eine Standardtaktik in der universitätsnahen Szene von Unternehmensausgründungen als auch in der normalen Pharmaindustrie. Ich finde derartige Taktiken übrigens auch bei Lithium-Ionen-Grossbatterien-Anbietern wie EVONIK, bei denen schon das Bärenfell verkauft wird, obwohl noch nicht mal das Junge geschlüpft ist (keine einzige Anlage ist bisher marktfähig implementiert worden, aber die Presse überschlägt sich seit 2 Jahren). Das Einzige, was zählt, ist, ob das jeweilige Produkt am Ende funktioniert/wirksam ist. Und solange nichts Konkretes vorliegt, würde auch ich den Teufel tun, und etwas darüber erzählen. Allerdings hat M., und ich habe ihm das vorhin auch gemailt, den Fehler gemacht, überhaupt etwas dazu zu sagen. An seiner Stelle hätte ich lediglich verlautbart, Direktor dieser Firma zu sein und sonst nichts. Und zwar solange, bis das erste Produkt patentiert und marktfähig ist. Macht man es anders, kriegt es die Konkurrenz mit und bastelt es ggf. nach oder ist schlicht schneller im Handel. Beantwortet das Ihr Problem, Physiker?
    Ansonsten noch’n kleiner Tipp. Erzählen Sie nie jemandem Moralinsaures in einem Geschäftsbereich, von dem Sie ganz offensichtlich keine blasse Ahnung haben. Es wäre ja auch ebenso lächerlich, würde ich Ihnen Hardcore-Physik beibiegen wollen. Davon habe nämlich ich keinerlei Ahnung.

  23. @eng#20
    Darf ich Ihnen, weil ich vermutlich auch bald in die Nazi-Ecke gestellt werde, noch ein paar virtuelle Granaten aus der Nazi-Neusprech nachliefern? Ich hätte da folgende Dinge beizutragen, die alle im Nationalsozialismus eingeführt wurden und von denen heute noch die Masse der Bürger Stein und Bein schwören würde, sie wären erst später implementiert worden
    a) Anwaltsmonopol
    b) Kindergeld
    c) Ehegattensplitting
    d) Schornsteinfegermonopol
    e) Heilpraktikergesetz
    f) 1. Mai-Feiertag
    ….. und ich betone, ich erhebe explizit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, denn wer es juristisch hardcoremäßig
    haben will, ist u.a. bei Arno Buschmanns zweibändigem Werk „Nationalsozialistische Weltanschauung und
    Gesetzgebung 1933-1945“ bei Google Books gut aufgehoben ;).

    Oh Mann, wenn das der Führer wüsste! …. oder hätte ich sagen sollen, ob wir mal besser mehr über die politisch-rechtlichen Folgen des Führers hätten wissen sollen?

  24. @physiker#19
    Sie meinten in Bezug auf mich: „Sie widmen einen ganzen Absatz nur der Demontage von Nobelpreisträgern. Was wollen Sie damit sagen?“
    Ich will sagen, dass das Zelebrieren von Argumenten im Sinne von „science is settled“ eines 50%-Friedensnobelpreisträgers wie Al-Gore ebenso glaubhaft ist wie „Vitamin C als Waffe gegen Krebs und Erkältung“-Argumentation eines 100%-Friedensnobellpreisträgers wie Linus Pauling. Hohle Phrasen, auch (oder gerade?) wenn sie von Friedensnobelpreisträgern stammen, die sich auf andere Bereiche als jene Beziehen, aus denen sie selbst von der Ausbildung her stammen, sind grundsätzlich mit absoluter Vorsicht zu genießen. Schließlich unterrichtet Ihr Bäcker auch nicht Ihr Kind in der Schule in Physik (außer: der Physik-Lehrer ist im Nebenberuf auch noch Bäcker oder vice versa).
    Ich hoffe, Sie verstehen die Ironie zwischen Pauling und Al Gore. Pauling erhielt seinen Preis, weil er für die atomare Abrüstung bereits im Kalten Krieg eintrat, während Al Gore Abrüstungsverträge erst im Jahre 1996 mit unterzeichnete während der Clinton-Regierung.
    Ansonsten kann man durchaus geteilter Meinung sein über die Vergabepraxis gerade des Friedensnobelpreises. Henry Kissinger, Kofi Annan und Jimmy Carter hätten in ebenso wenig erhalten dürfen wie Al-Sadat und Begin. Bei Walesa und Mandela verstehe ich das politisch noch so gerade, während ich bei Desmond Tuto schon mit den Zähnen knirsche.

  25. @ upjohn

    Nicht vergessen sollte man den Drittel-Friedensnobelpreisträger von 1994: Jassir Arafat.

  26. @Upjohn #27

    1. If you think there might be such a big constitutional issue about the House of Lords Act, you might begin by asking what Monckton’s argument for this is. He argues that the Lord President of the Council said you can’t alter Letters Patent (which grant hereditary titles) with general legislation. Well, if you would look up what the Lord President actually said, you would find that she used the House of Lords Act as an example of SPECIFIC legislation that DID alter the effects of Letters Patent. If that’s the best Monckton’s got, then I don’t think I’m going to sit up nights worrying about whether he’s really a secret member of the House of Lords that the British government refuses to recognize.

    2. If you look through the link I provided, you will find that I have not contented myself with merely examining his credentials. A number of scientists (including me) have looked extensively at the pseudo-science he promotes.

    3. Some people don’t understand the scientific arguments. But they can understand that Monckton isn’t a scientist and he lies about his credentials.

    So while it is very highbrow of you to insist that everyone politely ignore Monckton’s habit of lying, I feel completely comfortable continuing to use this argument. I even feel comfortable pointing out that he claims to have developed a cure for AIDS, multiple schlerosis, Graves‘ Disease, herpes, food poisoning, influenza, and the cold. No, it isn’t climate science. But it does illustrate why it’s absurd to believe what a non-scientist, who is clearly an eccentric, says over what the actual experts say.

  27. Kann es sein, daß hier Kommentare u.a von mir gelöscht wurden ?

    [Gelöscht haben wir bestimmt nichts. Ich habe auch den Spam-Filter noch einmal kontrolliert und da nichts gefunden. Rudolf Kipp]

  28. @barrybickmore#26
    as I mentioned before, it’s not my turn to fight for or against Monckton’s status of a (non-)HOL-Member. I just see contradictive informations even when published by the House of Commons. Although HOL-Act 1999 decreased HOL members officially down to about 90, you might see at http://www.parliament.uk/about/living-heritage/evolutionofparliament/houseoflords/parliamentacts/overview/hereditarypeersremoved/, that there’s a remark saying: „Did you know? The House of Lords Act 1999 reduced membership of the House of Lords from 1,330 to 669.“
    So, if even the House of Parliament does not declare in detail, what the real numbers are, than everyone being non-british becomes a little bit puzzled, don’t you think? Based on that information I would conclude that before 1999 the amount of Lords (including hereditary) peers was at minimum 1330 (with all of them having the right to sit and vote) and after that time, the numbers decreased down to 92 who sit and vote, but additionally, more than 600 Lords remain and obviously, these 669 Lords are members of the HOL and also their have no official right to sit and vote. I just give you an advice. If you want to play the golden climate hero who only says (but obviously has no idea about) what might have been realistic in that case, should simple look twice or triple and even should get in contact with a lawyer who can give you a profound advice in that field. If you don’t have it (and it’s obvious, that you don’t have it and you’re only writing things without proof), you are as dubious as the guy you’re critizing. Press releases are not the way to judge that case. The only way for you, to be recognozied not to be a simple climate propagandist is, to give hard and crude evidence about the political problems between HOL and HOC. But you didn’t do that and every body can see that your primary aim is to play the „hero of infotainment“ without checking, what the political problem really is about. If you’re not an EU-citizen, than you don’t have to. But I am and my political powers as a voter are minimized within the last 10 years on the EU-level by in my eyes (and I see that as critical as Monckton does) by dubious EU-buerocrats that I can’t vote down or even elect. And many germans would have said „No“ to the EU constitution (as the french, irish and danish did) if there would have been a fair referendum about that issue in the past. Why? Well, I read the constition before and I saw my rights as voters to be decreased. And I don’t like it very much to life in a Buerocratur without Democracy like EU-Europe is at the moment.

  29. again @barrybickmore#26
    The reason, Barry, why I’m a little bit embarrased about your tactics in the discussion is the following statement from you: „He argues that the Lord President of the Council said you can’t alter Letters Patent (which grant hereditary titles) with general legislation (….) alter the effects of Letters Patent“.
    Well, this is obviously not the case, because if HOL Act 1999 would have put away all letters patents of all hereditary peers that have been Lords before 1999, their would never been a by-election within the last 12 years for those hereditary peers/Lords, that stayed in the HOL to sit and vote after 1999 and died theirafter of left the HOL because of other reasons. But there were by-elections of hereditary peers for the HOL (some of them dubious enough, I know that) and obviously Monckton was as well a candidate as well as an elector. And if you might look at http://www.publications.parliament.uk/pa/ld200910/ldelect/2/202.htm you might be asthonished to find Lord Monckton of Brenchley to be a hereditary peer. So the presidents comment was (and still is) plain political bullshit. And if you google a little bit around you might find some political backgrounds discussed by HOL’s in BBC in 2009 (before Gordon Brown lost his elections) at http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/8322683.stm and the next link gives you an idea of the political fight about the reform of HOL today. http://news.bbc.co.uk/democracylive/hi/house_of_commons/newsid_8473000/8473325.stm. But you should keep one thing in mind: both major parties in Commons (conservative and labour) obviously try to strengthen their own HOC-power over into the HOL. This will partly deminish the check-and-balance-system in GB.

  30. @Rudolf Kipp
    War doch hier, wo „Physiker“ „über seinen Rücken“, statt „hinter seinem Rücken log“, worüber sich auch Heinz Eng äußerte ? Auch diese Passagen scheinen zu fehlen, oder war das ganz woanders ?

  31. @ Krishna Gans

    Wenn wir Artikel oder Passagen aus Artikeln löschen, weil sie gegen unsere Forumsregeln verstoßen, dann kommentieren wir das entsprechend. Ohne Kommentar wird hier nichts gelöscht. Vielleicht war diese Passage in einem Kommentar zu einem anderen Beitrag?

  32. Re: Upjohn #28

    Here’s the solution to your confusion. The House of Lords Act reduced the number of HEREDITARY peers in the House of Lords to 92. There were still several hundred „life peers“ (whose titles don’t get passed on to their children) left untouched.

  33. re: barryBickmore#32
    sorry, your answer is not the solution because if hereditary peers would be excluded, why is Monckton (who is obviously a hereditary peer in the 3rd generation) actually on the list of peers (see URL mentioned above) and was (unsuccessfull) candidate for a by-election for a HOL-seat? So you see, the thing is still confusing. Hereditary Lords are obviously members of the House of Lords but also obviously, there are two major groups of Lords after HOL Act 1999. One group (93) can sit and vote, the others (about 580 or so) are not allowed to do so. And this second group consists either of hereditary peers as well as of live time peers. So at the end, dear Barry, I think that your opinion about Monckton not being a member of the House of Lords is only half the truth. My advice as a liberal democrat is: don’t spit on a political opponent like Monckton using partly (or completely or politically convinient?) wrong facts…..

  34. @Upjohn #33,

    The hereditary peers who are not MEMBERS of the House of Lords are eligible to become members if a vacancy in the 92 seats opens up. The members of the House of Lords vote on who should take the open seat. Why is that difficult to understand? Any elected office typically has a certain pool of people eligible for the office. I was born a U.S. citizen and am over 35, so I am eligible to be elected as the U.S. President. And yet, I’m NOT the U.S. President, am I? Even if the pool of candidates eligible for one of the 92 hereditary peer seats in the House of Lords is considerably smaller, it’s still the same principle.

  35. @barrybickmore#34
    we can talk about the issue for months, if you like. The HOL Act 1999 defined, that a member of the HOL can only be a guy who was elected, right? So every hereditary peer (like Monckton) was excluded automatically and meanwhile some hereditary peers were elected to be „real HOL-Members“, also right? Actually, the conservatice government tries to stop those by-elections and also tries to reform the HOL again (but that’s not the issue). The most interesting question is that: war the HOL Act 1999 unconstitutional in GB. Some critiques (some of them being dubious, I know) like Ashley Mode (former EU-parlamentarian) doubt that. One of the arguments is, that the letters patent is issued by the queen and the recipients become members of the HOL automatically, when Letters Patent is received. Please have a look at the House of Parliament Website at http://www.parliament.uk/site-information/glossary/letters-patent/, where you find the official definition of Letters Patent issued by the Parliament itself. This is hardly disputable, isn’t it? The real point I stress on is the following citation „Recipients can then be written to at the Lords, using their new title of Lord or Baroness. They cannot sit and vote until their Introduction.“
    To make thinks cristal clear to a obviously uninformed US-citizen situated somewhere behind a big ocean. As I told you, there are obviously at minimum TWO KIND OF LORDS. One is appointed by letters patent and can himself name a LORD, the other kind must additionally be introduced into the HOL to become a member of the House of Lords, that is able to sit and vote. Before 1999, it was easy for a hereditary peer to become a sitting/voting member of the HOL, if he/she wanted it, because he/she could be introduced officially. Also obviously, not every hereditary peer with a Letters Patent wanted to become a sitting/voting Lord and even those, who did, often did not attend the meetings of the HOL regularly. After HOL Act 1999 all memberships based on hereditary peers were automatically excluded from the HOL as we both know, but it is also cristal clear, that their titels (Lord, Baroness) were not removed, because if they were appointed by the queen/king, the House of Commons had no right to withdraw those titels by a general law like the HOL Act 1999. It would have been necessary, to remove such titels individually in a specified legal procedure and that did not happen in even one single case of a hereditary peer after 1999. Now, let’s move to Monckton:
    Monckton is a hereditary peer. His grandfather got that letters patent that made himself as well a herediraty peer and Lord as well as a member of the House of Lords in case, that this grandfaster tried to become a member in the HOL. I do not know if Moncktons grandfather really was a voting HOL-member. But: his letters patent gave him the right to name himself a Lord (even, if he was not a voting member of the HOL) and that Lordship is hereditary. So Monckton is as well a hereditary peer as a Lord. He is obviously not a voting member of the HOL, but he is a „regular Lord“.
    So again, the stuff you’re posting around in the internet about Monckton is obviously at most 50% true, the rest is simply wrong. And I myself hope, that YOU might understand that in the future. But you’re an american -- and my experience with your culture is, that often you guys shoot first and think later…. (if you think at all).

  36. @barry#34
    Your primary argument about Moncktons claim to be a member of the upper house without having the right to sit and vote is, that Monckton is not a member of the HOL and for thus his claim is fraudolent. On the one hand, your are correct (HOL Act 1999 was debarring hereditary peers to be able to sit and vote in HOL and regulated the numbers of voting members down to about 90). On the other hand Monckton argues, that (and I meanwhile checked that out) his father (2nd Lord of Brenchley) was a member of the HOL before 1999 and obiously his father had a right to attend the HOL as a sitting and voting member. Monckton now distinguishes between the voting members and non-voting members of the HOL and claims, he is a non-voting member by letters patent, because letters patent makes him a hereditary peer and Lord and also a member of the HOL. This point is crucial, because more than 600 Lords are mentioned on the House of Lords website to be MEMBERS OF THE HOUSE OF LORDS on 1st July 2010. Have a look at
    http://www.parliament.uk/mps-lords-and-offices/lords/lords-by-type-and-party/.
    On the other hand it is obvious, that not all of these more than 600 Lords can sit and vote actually. So, if you like it or not: Monckton is a hereditary peer, for that he can name himself a Lord and he can also claim to be a member of the Upper House although he states correctly, that he has not right to sit and vote their. The only question, that remains, is, why Monckton is obviously listed as a hereditary peer but not as a member of the HOL on the House of Parliament’s Website. Well, frankly spoken: I don’t know that. As far as I can believe the Guardian (reffering to you as a source)
    http://www.guardian.co.uk/environment/blog/2010/apr/20/monckton-mp-general-election, Moncktons father quits membership at HOL in 1999 after HOL Act was implemented. But because there are two ways of being a member of HOL (non-voting member, voting member), is is unclear if Moncktons father quits as well the voting as the non-voting status of his membership. If he did both and if Monckton did not try to become a non-voting member of the HOL, than you would be correct in your anti-Monckton claim, that he is neither a member of the „Upper House Club“ and of the HOL itself. But as far as I can see, you didn’t answer that question neiter directly nor indirectly. So, I hope, you have accurate evidence that Moncktons father quited both memberships and also you should be able to prove, that Monckton is not a member of the regular „Upper House Club“.

  37. @ Heinz Eng #20:

    Ich hätte da noch “Autobahn”, “Entartet”, “Endlösung”………..eigentlich auch “Vegetarier”………A.H. war ja bekanntermassen einer.

    Sie rechtfertigen also tatsächlich Ihre Nazi-Vergleiche (von „Alarmisten“) mit der Verwendung von Begriffen wie z.B. „Autobahn“?
    Ich bleibe dabei: Wenden Sie die Regeln Ihres Blogs auch auf Ihre eigenen Texte an und zensieren Sie sich selbst.

  38. @ Upjohn #22:

    Neudeutsch, lieber Physiker: diese Taktik des Versteckspielens mit nur leichtem Andeuten eines möglichen Erfolgs ist eine Standardtaktik in der universitätsnahen Szene von Unternehmensausgründungen als auch in der normalen Pharmaindustrie.

    Auf der Webseite einer Partei sind solche „Standardtaktiken“ nichts als Hochstapelei.

    Allerdings hat M., und ich habe ihm das vorhin auch gemailt, den Fehler gemacht, überhaupt etwas dazu zu sagen. An seiner Stelle hätte ich lediglich verlautbart, Direktor dieser Firma zu sein und sonst nichts.

    Na, dieser Fehler lässt doch schon tief blicken.

    Erzählen Sie nie jemandem Moralinsaures in einem Geschäftsbereich, von dem Sie ganz offensichtlich keine blasse Ahnung haben. Es wäre ja auch ebenso lächerlich, würde ich Ihnen Hardcore-Physik beibiegen wollen. Davon habe nämlich ich keinerlei Ahnung.

    Sie halten es also wirklich für plausibel, dass Monckton bald alles heilen kann:

    Patients have been cured of various infectious diseases, including Graves’ Disease, multiple sclerosis, influenza, and herpes simplex VI. Our first HIV patient had his viral titre reduced by 38% in five days, with no side-effects. Tests continue.

    Dann muss ja Monckton so eine Art Messias sein, auf den alle Mediziner warteten…

  39. @ UpJohn #24:

    Ich will sagen, dass das Zelebrieren von Argumenten im Sinne von “science is settled” eines 50%-Friedensnobelpreisträgers wie Al-Gore ebenso glaubhaft ist wie “Vitamin C als Waffe gegen Krebs

    Was hat das damit zu tun, dass sich Monckton ebenfalls gerne als Friedensnobelpreisträger sehen würde -- und zwar so sehr, dass er sich kurzerhand selbst zu eben einem solchen erklärt?
    Genau soetwas nennt sich Hochstapelei und dabei ist es absolut unerheblich wie niederträchtig sich andere Friedensnobelpreisträger benommen haben… offensichtlich nicht niederträchtig genug, sonst hätte Monckton nicht den Wunsch danach, selbst einer zu sein.

  40. @physiker#38
    Sie müssen mich nicht mit Monckton gleichsetzen. Ich habe lediglich angedeutet (weil das u.a. einer meiner eigenen Arbeitsbereiche ist), wie in der Industrie gehandelt wird. Wenn Moncktons Äußerung wahr wäre, würde er einen taktischen Fehler begangen haben, der lediglich zeigt, dass er kein Fachmann im Marketing für neue Mittel ist. Das hat aber mit seinem Direktorposten nur am Rande zu tun, denn sollte er Recht behalten (und seine Mitteilung, dass ein Patentanmeldung im UK Patent Office läuft, ist wahr. Man kann das binnen 10 Sek. prüfen, siehe Application Number GB0915801.5 vom 7. Okt. 2009), hat er ggf. eine wirksame Alternative. Aber das wird abzuwarten bleiben. In der Medizin gibt es jährlich tausende neuer Mittel, die in der Fachliteratur beschrieben werden, und am Ende kommt etwa 1 von 1000 wirklich in den Handel. Ich habe damit kein Problem, das ist Normalität in dem Gewerbe.
    Bedenken Sie, uns Nicht-Physikeren verzapft die Lobby der Fusionsfans unter den Hochenergie-Physikern seit 40 Jahren, dass sie (jeweils in 40 Jahren) einen funktionsfähigen Tokamak-Reaktor hinstellen könnten. Klappt nur halt auch nicht. Dauert halt. Sind jetzt alle Physiker in Cadarache Betrüger, weil sie Milliarden in den frz. Sand setzen?
    Was die Plausibilität von Moncktons Behauptungen angeht: Behauptet hat er nicht, dass er bereits ein Mittel hat, sondern das die Möglichkeit dafür bestehen könnte. Wenn Sie mal Medline surfen würden (sofern Sie Medizinisch verstehen, was ich jetzt nicht annehme) würden Sie erkennen, dass dort haufenweise Papers mit exakt der gleichen Logik publiziert sind. Sobald jedoch ein Mittel die Behauptung aufstellt, es wirke bei dem einen oder anderen, muss es dies in klinischen Studien bewiesen haben. Soweit ist Resserexi offenbar noch lange nicht. Ergo halte ich die theoretische Möglichkeit für denkbar, aber da es noch keine Wirksamkeitsbehauptung gibt, warte ich selbst schlicht ab, was noch wird. Erst dann hacke ich darauf herum.
    Das Ihre Bemerkung in Richtung „Wundermittel für Mediziner“ angeht, so bin ich eher der Auffassung, dass Ressirexi wohl ein physikalisch wirksames Mittel (z.B. analog zum colloidalen Silber für Oberflächenbeschichtungen) haben könnte. Sie würden sich wundern, was es alles für Mikrostrukturen gibt, die eine breite antibakterielle, nicht-antibiotische Zielrichtung haben und die man zumindest theoretisch auch schlucken könnte. Nur gelangen diese normalerweise nicht ins Serum. Aber warum hier herumspekulieren, ich weiß de fakto nichts konkretes, ergo warte ich ab. Nur schließe ich mich nicht Ihrer krampfhaften Suche nach ad hominem-Schnippseln an. Wirkt einfach zu kleinkariert in meinen Augen.

  41. @physiker#39
    na, da haben wir ja wieder eine der diversen ad-hominem-Attacken gegen Monckton, die IMHO nur davon ablenken sollen, sich mit den Backgrounds zu beschäftigen (z.B. miserablen Temperaturdatensätzen oder handfesten Dingen wie Messungenauigkeit und Präzision von Messdaten). So, wie ich das sehe, trug Monckton eine geliehene Laureaten-Nadel und hat gesagt, da er teil des Reviewprozesses des IPCC gewesen sei und Pachauri den Preis explizit im Namen aller Mitwirkenden in Empfang genommen hat, könnte er sich jetzt wohl auch als Nobelpreisträger fühlen. Ist ein Gag, mehr nicht. Hat sich von Ihnen eigentlich schon mal jemand mit Pauchries Gerede der angeblich 4000 Autoren des IPCC-Berichts beschäftigt, wo es am Ende gerade mal 60-70 sind? Ich finde es schon niedlich. Da könnte ich von mir auch behaupten, ich verträte Tausende von Autoren, nur weil ich in einem Buch alle Autoren aller von mit zitierten Quellen zusammenaddiere. Ja, unsere Eisenbahningenieure …. bin ich mal froh, dass ich meistens Auto fahre.

  42. @ Upjohn #40:

    Bedenken Sie, uns Nicht-Physikeren verzapft die Lobby der Fusionsfans unter den Hochenergie-Physikern seit 40 Jahren, dass sie (jeweils in 40 Jahren) einen funktionsfähigen Tokamak-Reaktor hinstellen könnten. Klappt nur halt auch nicht. Dauert halt. Sind jetzt alle Physiker in Cadarache Betrüger, weil sie Milliarden in den frz. Sand setzen?

    Das ist ein schönes Beispiel. Wussten Sie nämlich, dass sich der Bau von Iter aus mehr oder weniger bürokratischen/politischen Gründen um ca. 20 Jahre verzögert hat? Wenn Sie diese von Physikern unverschuldete Verzögerung berücksichtigen, dann wird Iter bereits vor der prognostizierten Zeit fertig.
    Wenn Sie also Moncktons Versprechen in der Medizin mit welchen aus der Plasmaphysik vergleichen wollen, dann bietet sich viel eher ein Vergleich mit Iran bzw. Nordkorea an. Zumindest beim letzten sind sich alle Experten einig, dass es sich tatsächlich um einen Betrüger handelt.

    Was die Plausibilität von Moncktons Behauptungen angeht: Behauptet hat er nicht, dass er bereits ein Mittel hat, sondern das die Möglichkeit dafür bestehen könnte.

    Falsch. Er hat behauptet er hätte Patienten mit diversen Infektionskrankheiten, Grippe, Multiple Sklerose, Herpes etc. *geheilt*. Siehe Zitat. Ihre eigenwillige Interpretation bzw. Ihr Ignorieren des obigen Zitats lässt sich an Dreistigkeit kaum überbieten.

    aber da es noch keine Wirksamkeitsbehauptung gibt

    Wieder falsch. Monckton weckt durch seine Behauptung Erwartungen denen er nicht gerecht wird -- weil es, wie Sie schrieben, noch keine Studien gibt. Jemand der schreibt er hätte Patienten von Grippe, Multiple Sklerose, Herpes, etc. geheilt, ist ein Hochstapler, der genau darauf setzt, in Menschen Erwartungen zu wecken, die er nach derzeitigem medizinischen Stand niemals erfüllen kann.

    Sie würden sich wundern, was es alles für Mikrostrukturen gibt, die eine breite antibakterielle, nicht-antibiotische Zielrichtung haben und die man zumindest theoretisch auch schlucken könnte.

    Moncktons Heil(s)versprechen betrifft überwiegend Virus-Infektionen. Wenn Sie das Zitat gelesen hätten, dann würden Sie auch nicht zwanghaft diese Scharlatanerie verteidigen.

    Aber warum hier herumspekulieren, ich weiß de fakto nichts konkretes, ergo warte ich ab. Nur schließe ich mich nicht Ihrer krampfhaften Suche nach ad hominem-Schnippseln an. Wirkt einfach zu kleinkariert in meinen Augen.

    Wenn man Ihren Standpunkt ernstnimmt, darf man folglich niemanden der Hochstapelei bezichtigen -- selbst dann nicht, wenn die Belege offen auf dem Tisch liegen. Unter dem Deckmantel einer aufgeklärten Diskussionskultur öffnen Sie damit Tür und Tor für alle Scharlatane, Hochstapler und Betrüger. Und Sie wissen besser als ich, dass wir momentan von unseriösen medizinischen Angeboten überschwemmt werden. Wenn Sie vorgeben sich in medizinischen Belangen auszukennen, können Sie es dann wirklich mit Ihrem Gewissen vereinbaren uns Laien den Tipp zu geben erst mal alle Heilversprechen zu glauben, die sich im Internet finden -- und mögen sie noch so unplausibel sein?

  43. @physiker#40
    ächz…… Sie können gerne weiter nach Rosinen picken, aber mir ist das zu langweilig. Ich kann Ihnen nur raten, nicht mit justiziablen Ausdrücken a la „Hochstapler“ herumzuwerfen. Hochstapler wird als Betrüger verstanden. Betrug ist ein justiziables Delikt. Sie können erst eine Person als Betrüger bezeichnen, wenn er rechtskräftig verurteilt wurde. Selbst wenn dieser das wurde und der keine Person der Zeitgeschichte ist, dürften Sie es öffentlich nicht ausbreiten. Da Monckten vermutlich eine solche Person der Zeitgeschichte wäre, dürften Sie das erst dann ausbreiten, wenn Sie ein Urteil vorweisen könnten, was ihn entsprechend verdonnert hätte. Und auch dann geht das nur für eine relativ kurze Zeitspanne von etwa 1-2 Jahren, danach gilt auch das als Verleumdung/üble Nachrede. Haben Sie nun ein solches Betrugsurteil von Monckton? Nein? … dann wählen Sie mal sicherheitshalber die Worte weiser. Denn eines ist sicher: wenn Sie oder Dritte mit dem UKIP-Schnipsel meinen, argumentativ den Beweis in der Hand zu haben, den Vorwurf „Hochstapler“ (=juristisch Betrüger) in der Hand zu haben, fallen Sie vor jedem Gericht auf die Nase.
    Sie kriegen mich zumindest nicht dazu, mich an dergleichen low-level-Sandkastenspielchen zu beteiligen, denn sonst kann man das als Verleumdung/üble Nachrede klassifizieren.
    Kleiner Tipp: wenn Monckton nun wirklich ein paar Patienten vorweisen könnte (und in einem Gerichtsstreit wäre das durchaus möglich, würde ich meinen), bei denen das Mittel gewirkt hat, dann würden Sie, oder jeder, der im Netz den Mund in der Sache zu voll genommen hat, erstmal ganz dumm aus der Wäsche blicken. Denn dem Richter wäre es primär egal, ob da eine Studie den Beweis der Wirksamkeit angetreten hätte. Da reicht dem Richter in der Regel der Augenschein, der verlangt bei den in Rede stehenden UKIP-Äußerungen (noch) keine Studie.
    Beispiel: Sie geben „Wundamittäl“ einem HIV-Infizierten, der keine Vorbehandlung hatte, bei dem aber die HIV-Infektion frisch ist. Dann wird selbst bei einem unwirksamen Mittel nach wenigen Wochen der HIV-Titer nach dem initialen Anstieg sinken (das ist der normale Infektionsverlauf), bevor er wieder steigt. Ihr Mittel (selbst wenn es ein hochwirksamer Replikationshemmer wäre), müsste langfristig besser als Placebo sein, um glaubhaft zu sein. Woher soll aber jemand wissen, wie lang das „Wundamittäl“ gegeben worden ist? Wenn’s länger als ein paar Wochen war, dann könnte es wirksam gewesen sein. Da ich die Faktenlage aber nicht kenne, wäre ich sehr vorsichtig, hier ein negatives oder positives Urteil abzugeben. Nicht mal der Inhalt des beantragten Patentes ist offengelegt. Obwohl Sie offenbar keine medizinische Basis haben und keine Ahnung von Pharmakologie zu besitzen scheinen, haben sie aber offenbar schon alle Beweise, um verleumderische Inhalte verkünden zu können. So was nenne ich wirklich Weitblick, alle Achtung!
    Ist Barry eigentlich noch beim Recherchieren meiner Fragen zum HOL-Status von Monckton oder warum ist er auf einmal so leise geworden? Und warum, Physiker, sind Sie selbst beim Präzisions- und Messungenauigkeitsproblem von Thermometerdaten so wortreich still geworden? Ist Ihnen auch die argumentative Puste ausgegangen?

  44. @ Upjohn #41:

    Ist ein Gag, mehr nicht.

    Ein Gag bleibt nicht drei Jahre unkommentiert in einem Lebenslauf. Nochmal zur Info, hier steht schwarz auf weiß:

    His contribution to the IPCC’s Fourth Assessment Report in 2007 -[…] -- earned him the status of Nobel Peace Laureate.

    Diese Aussage ist falsch -- und zwar unabhängig davon, was Pachauri bei der Nobelpreisverleihung gesagt hat. Weder Pachauri noch sonst irgend ein Wissenschaftler der am IPCC-Bericht beteiligt war, bezeichnet sich selbst als Nobelpreisträger, und zwar aus dem einfachen Grund, weil dieser Nobelpreis an die Institution und nicht an Personen vergeben wurde. Jeder, der sich also als Nobelpreisträger bezeichnet, weil er am IPCC-Bericht mitgearbeitet hat, ist folglich ein Hochstapler.
    Monckton ist also ein Hochstapler. q.e.d.

  45. @ Upjohn #43:

    Hochstapler wird als Betrüger verstanden.

    Falsch. Hochstapelei an sich ist nicht strafbar (siehe Wikipedia). Betrug ist strafbar.

    Sie können erst eine Person als Betrüger bezeichnen, wenn er rechtskräftig verurteilt wurde.

    Falsch.

    Selbst wenn dieser das wurde und der keine Person der Zeitgeschichte ist, dürften Sie es öffentlich nicht ausbreiten.

    Aber selbstverständlich darf man das. Das fällt sogar ohne wenn und aber unter das Grundrecht der Meinungsfreiheit.

    Da Monckten vermutlich eine solche Person der Zeitgeschichte wäre, dürften Sie das erst dann ausbreiten, wenn Sie ein Urteil vorweisen könnten, was ihn entsprechend verdonnert hätte. Und auch dann geht das nur für eine relativ kurze Zeitspanne von etwa 1-2 Jahren, danach gilt auch das als Verleumdung/üble Nachrede.

    So ein Blödsinn. Sie wollen mir also weismachen, dass ich heutzutage Till Eulenspiegel nicht mehr als Betrüger bezeichnen darf, weil das schon länger als 1-2 Jahre her ist? Machen Sie sich nicht lächerlich.

    […] denn sonst kann man das als Verleumdung/üble Nachrede klassifizieren.

    Eben nicht. Ich kann meinen Vorwurf hervorragend belegen. Monckton präsentiert die Belege dafür, dass er ein Hochstapler ist, ja geradezu auf dem Präsentierteller.

    wenn Monckton nun wirklich ein paar Patienten vorweisen könnte […], bei denen das Mittel gewirkt hat, dann würden Sie, oder jeder, der im Netz den Mund in der Sache zu voll genommen hat, erstmal ganz dumm aus der Wäsche blicken.

    Wie können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, Monckton zu verteidigen, wenn dies der Fall wäre? Denn wie Sie in Ihrem Beispiel schön erleutern, würde es sich dann um einen besonders dreisten Fall von Täuschung handeln, weil der Effekt in keiner Placebo-Studie nachgewiesen wurde und trotzdem unbegründet Hoffnungen geweckt werden. Wenn Sie schon Monckton verteidigen wollen, dann bringen Sie doch wenigstens eine -- noch so unplausible -- Erklärung für ein Szenario in dem Monckton durch das veröffentlichte Zitat nicht verwerflich handeln würde. Stattdessen bringen Sie plausible Erklärungs-Beispiele, denen verabscheuungswürdige Motive zugrunde liegen.

    Ist Barry eigentlich noch beim Recherchieren meiner Fragen zum HOL-Status von Monckton oder warum ist er auf einmal so leise geworden?

    Wie Peter Heller schrieb, ist das irrelevant bzw. off-topic. Außerdem hat sich die Frage erledigt, denn das HOL hat sie eindeutig beantwortet. Wer diese Antwort nicht akzeptiert ist ein Realitätsverweigerer.
    Ich vermute, dass Barry die Diskussion mit Ihnen abgebrochen hat, weil er darüber erstaunt ist, wie jemand so offensichtliche medizinische Hochstapelei verteidigen kann. Mal ganz ehrlich, würden Sie Moncktons Heilversprechen glauben, wenn Sie unter einem anderen Namen auf einer anderen Seite veröffentlicht worden wären?

    Und warum, Physiker, sind Sie selbst beim Präzisions- und Messungenauigkeitsproblem von Thermometerdaten so wortreich still geworden?

    Weil das off-topic ist. Der obige Blog-Beitrag hat zum Thema die „geschickte“ Argumentation von Monckton. Ich habe nachgewiesen dass Monckton ein Hochstapler ist. Damit sind alle, die Moncktons Rabulistik bejubeln, Opfer eines Hochstaplers.

  46. @physiker#45
    Sie haben schlicht vom Presserecht keine Ahnung. Ich weiß haargenau, was ich hier sage. Würden Sie in Deutschland Monckton als Hochstapler bezeichnen und würde er sie verklagen, würde er mit 100%iger Sicherheit gewinnen und Sie verlieren. Die anderen Dinge weiß ich juristischen Auseinandersetzungen, an denen ich selbst direkt beteiligt war. Also ermüden Sie mich nicht mit unsubstantiiertem Geschwafel…….

  47. @all
    ich möchte anregen, Moncktons Erwiderung auf die Anwürfe Abrahams in Youtube zu verlinken. Es handelt sich um
    insgesamt 20 Einzel-Videos mit dem generellen Titel „Monckton Refutes Abraham“. Dann können sich die hier anwesenden Alarmisten direkt mit dessen Argumenten auseinandersetzen. Leider findet man dort nur einen Werbe-Jingle zu Moncktons dt.-sprachigen CD mit dem Titel „Der Klima-Schwindel -- Wie die Öko-Mafia uns abzockt“. Aber ich denke, an deren argumentativer „Bearbeitung“ wird alarmistenseitig wohl noch gearbeitet……

  48. Upjohn schrieb am 2. September 2010 09:18

    ich möchte anregen, Moncktons Erwiderung auf die Anwürfe Abrahams in Youtube zu verlinken. Es handelt sich um
    insgesamt 20 Einzel-Videos mit dem generellen Titel “Monckton Refutes Abraham”.

    Der Link ist doch oben im Text drin. Oder meinen Sie, hier würde tatsächlich eine Diskussion anfangen, wenn die einzelnen Videos verlinkt werden würden? Meine Meinung dazu habe ich zusammen mit einem Verweis auf die Videos einen Tag vor Erscheinen des Artikels kundgetan.

    Dann können sich die hier anwesenden Alarmisten direkt mit dessen Argumenten auseinandersetzen.

    Nicht das ich mich zu den Alarmisten zählen würden -- aber warum sollten sich nur die mit Moncktons Erwiderung auseinandersetzen?

  49. @ Upjohn #46:

    Sie haben schlicht vom Presserecht keine Ahnung.

    … sagt jemand, der meint, man könne verurteilt werden, wenn man Till Eulenspiegel oder andere verurteilte Betrüger/Hochstapler als Betrüger/Hochstapler bezeichnet.

    Würden Sie in Deutschland Monckton als Hochstapler bezeichnen und würde er sie verklagen, würde er mit 100%iger Sicherheit gewinnen und Sie verlieren.

    Ich halte unser Rechtssystem für nicht so korrupt wie Sie. Wenn sich jemand als Nobelpreisträger bezeichnet, nachweislich aber keinen erhalten hat -- wenn jemand für sich eine Parlamentszugehörigkeit in Anspruch nimmt, die vom Parlament bestritten wird -- wenn jemand für sich heraldische Symbole benutzt, die ihm nicht zustehen -- wenn jemand auf einer politischen Internetpräsenz medizinische Hoffnungen weckt, die utopisch sind -- ja dann ist diese Person ein Hochstapler, weil sie vorgibt etwas zu sein, was sie nicht ist.
    Ihre Argumentation, dass es sich bei Hochstapelei-Vorwürfen grundsätzlich um Beleidigungs-Delikte handelt, ist absurd -- denn dann wäre diese Wikipedia-Seite
    Beispiele von Hochstapelei
    rechtswidrig. Außerdem würde die von Ihnen dargestellte Rechtssprechung sämtlichen Scharlatanen/Betrügern/Hochstaplern in die Arme spielen. Denn wenn man sich selbst gegen berechtigte/begründete Vorwürfe erfolgreich wehren könnte, dann wären die braven Bürger ja gelackmeiert, wenn sie nicht selbst zu Scharlatanen/Betrügern und Hochstaplern würden.
    Grüße an Ihr Rechtsstaatsverständnis

  50. @physiker#49
    „…sagt jemand, der meint, man könne verurteilt werden, wenn man Till Eulenspiegel oder andere verurteilte Betrüger/Hochstapler als Betrüger/Hochstapler bezeichnet.“

    Der Vorwurf des Betruges erstreckt sich nach Ansicht eines deutschen OLG, dessen Urteil ich hier vor mir liegen habe, im juristischen Sinne auf den § 263 StGB. Dies hat der Behauptende zumindest dann zu erkennen, wenn ihm gewahr ist, dass der von ihm als Betrüger bezeichnete offensichtlich bisher wegen Betruges nicht rechtskräftig verurteilt wurde. Ebenso muss der Behauptende sich ggf. zurechnen lassen, dass ein Betrug im strafrechtlichen Sinne nicht nur eine Täuschung über Tatsachen voraussetzt, sondern auch, dass der Getäuschte eine Vermögensverfügung vornimmt, die zu einer rechtswidrigen Bereicherung des Täuschenden oder eines Dritten führt. Liegt eine solche Vermögensverfügung nicht vor, ist die Behauptung eines Betrugs nicht zulässig.
    Physiker, Sie sollten sich mal besser von einem Rechtsanwalt beraten lassen, sondern liegen Sie im Ernstfall sowas von auf der Nase, dass ich da nicht in Ihren reichlich großen argumentativen Schuhen stecken wollte. Denn eines ist IMHO sicher. Monckton ist weder rechtskräftig verurteilt noch ist offensichtlich, dass für irgendwelche angeblichen Heilsversprechen Geldbeträge an ihn oder Dritte bezahlt wurden. Ergo macht es vor dem LG und dem OLG ein kräftiges „PATSCH!“ und der Herr bekommt juristisch heiße Ohren und darf bezahlen gehen. In so einem Fall dürften das ein paar tausend Euro Schadensersatz werden. In dem Fall, von dem ich hier spreche, waren es immerhin nur für den Betrüger-Vorwurf 4000 Euro.
    Was die Erwähnung von Vorstrafen Dritter angeht, so liegt hierbei wohl eher keine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts vor, wenn tatsächlich solche rechtskräftigen Vorstrafen ergangen sind und ggf. über diese auch anderernorts berichtet wurden, aber der entsprechend Verlautbarende muss in einer gerichtlichen Auseinandersetzung beweisen können, dass ein öffentliches Interesse an dieser Offenbahrung vorliegt. Gelingt dieser Nachweis nicht bzw. ist die Person keine Person der Zeitgeschichte, kann der dritten Person ggf. Schadensersatz zugesprochen werden bzw. eine Untersagungserfügung zu Ihren Lasten erfolgen.
    Sie, Physiker, stricken ihre Argumente mit der heißen Nadel und dem Bemühen, sich selbst gut und im Recht zu fühlen. Das vernebelt in der Regel die juristische Perspektive, die in der Realität überhaupt gar nichts mit Sprüchen wie „korruptes Rechtssystem“ zu tun hat. In diesem Rechtstaat erhalten sie ein Urteil und nicht eine irgendwie geartete persönliche Rechtsstaatlichkeit. Aber wenn Sie Glück haben, verklagt Sie keiner und Sie können sich weiter die Naivitäten einreden, die Sie hier so freigiebig zum Besten geben.

  51. @ Upjohn / Physiker

    wie wäre es, mal zu den wissenschaftlichen Tatsachen zurückzukommen? Der Monkton hat bei diesem Thema doch bislang außer dummes Zeug nichts Neues abgeliefert.

    @ Upjohn

    was ist Ihnen eigentlich wichtiger: eine gerichtsfeste Anklage oder ein wissenschaftliches Ergebnis? Dass beides nicht deckungsgleich ist, sollten gerade Sie ja wissen, oder?

  52. @ Upjohn #50:

    Der Vorwurf des Betruges erstreckt sich nach Ansicht eines deutschen OLG, […]

    Warum gehen Sie nicht auf meine Argumente ein? Ich habe Monckton nie Betrug vorgeworfen -- ich werfe Monckton Hochstapelei vor. Und Hochstapelei an sich ist in Deutschland nicht einmal strafbar.
    Ihre Erfahrungen mit Beleidigungsdelikten interessieren mich kein bißchen -- wenn Sie weiterhin von Ihren absurden Thesen überzeugt sind, dann sollten Sie Wikipedia verklagen und am besten auch noch die Redaktionen der mehr als 7000 Artikel, die diese Wörter verwenden.

  53. @ Dr. Nico Bäcker #51:

    wie wäre es, mal zu den wissenschaftlichen Tatsachen zurückzukommen? Der Monkton hat bei diesem Thema doch bislang außer dummes Zeug nichts Neues abgeliefert.

    Upjohn kennt sich eigenen Angaben zufolge mit Medizin aus. Da bieten sich doch die medizinischen Aussagen von Monckton geradezu an -- siehe z.B. meinen Beitrag #15. Aber Upjohn hält es anscheinend für plausibel, dass Monckton Grippe, Multiple Sklerose, Herpes und diverse andere Infektionskrankheiten heilen kann (ganz zu schweigen von den Erfolgen bei HIV -- nämlich eine nebenwirkungsfreie Behandlung!)…

    Ihre Bemühungen um physikalische Wissensvermittlung in allen Ehren -- aber wie wollen Sie komplizierte wissenschaftliche Tatsachen diskutieren, wenn selbst im Fachgebiet des Diskussionsteilnehmers so absurde Thesen gestützt werden, dass es einem die Sprache verschlägt?
    Die Taktik von Klimaskeptikern ist inzwischen hinreichend bekannt: Es geht darum Zweifel zu sähen. Eine Möglichkeit ist es, so tief in die Details zu gehen, dass kein Laie der Diskussion mehr folgen kann und es dann niemandem mehr auffällt, wenn sich Klimaskeptiker hoffnugslos in Widersprüchen verstricken. Ich habe bereits genügend Diskussionen hinter mir -- deshalb bevorzuge ich es auf den offensichtlichen Unsinn hinzuweisen.

  54. @bäcker#51
    mir ging lediglich das unqualifizierte Gerede von Physiker auf den virtuellen Wecker. Er fängt an, wie ein Kind mit dem virtuellen Fuß aufzustossen und Luftballons aufzublasen. Es gäbe ein schönes Buch über Medienrecht vom Springer-Verlag (Udo Branahl, 6. Aufl., 2006), dass man sich ggf. sogar kostenlos downloaden kann, wenn man an der Uni einen entsprechenden Zugang hat (such as me). Aber Sie haben Recht, Bäcker, mir selbst geht es nicht um Gerichtsstreitereien. Ich lass mich nur nicht gerne in eine Monckton-Schublade stecken, nur weil Physiker jemanden braucht, auf den er einprügeln kann. Soll er sich doch Monckton persönlich suchen. Homepage bauen (Impressum nicht vergessen), Behauptungen aufladen und dann warten, wann die erste Abmahnung eintrudelt.
    Ansonsten bin ich aus Erfahrung klug und weiß haargenau, wann ich welche Behauptungen aufstelle und wann nicht. Solange ich nichts Konkretes über Moncktons Erfindungen weiß, werde ich einen Teufel tun und öffentliche Statements abgeben. Wenn Physiker das hingegen meint, tun zu dürfen, muss er die Folgen im Streitfall ausbaden.
    Wenn jemand meint, UKIP-Äußerungen Monckton zurechnen zu dürfen (Physiker hat offenbar nicht mal ins Impressum der UKIP-Page gesehen, um zu bemerken, wer denn da wirklich presserechtlich für welche Äußerungen haften würde), dann soll er es machen.
    Ich meine, Bäcker, man kann doch deutlich erkennen, dass Physiker keine wirkliche Diskussion haben will. Er will seine Gegenüber diskreditieren, um am virtuellen Stammtisch die Lufthoheit zu erreichen. Da lass ich ihn halt mit seinem Propagandaflieger in Ruhe seine Runden drehen, bis ihm von selbst der Sprit ausgeht. Ergo bekommt mein lieber Physiker jetzt erstmal das gute alte Usenet-*PLONK* von mir.

  55. @ Upjohn # 52:

    Wenn jemand meint, UKIP-Äußerungen Monckton zurechnen zu dürfen (Physiker hat offenbar nicht mal ins Impressum der UKIP-Page gesehen, um zu bemerken, wer denn da wirklich presserechtlich für welche Äußerungen haften würde), dann soll er es machen.

    Sieh an, ein neues Argument. Monckton hat also plötzlich überhaupt nichts mehr mit der UKIP zu tun?
    Dummerweise ist Monckton seit kurzem stellvertretender Vorsitzender der UKIP, und die Seite, die ich verlinkt habe präsentiert (O-Ton) einen Lebenslauf von Monckton. Erzählen Sie’s also Ihrer Großmutter, wenn Sie meinen, dass Monckton keinen Einfluss darauf hat, was auf der Seite seiner Partei über Ihn steht. Und wer presserechtlich für welchen Teil der Webseite haftet, wäre nur relevant, wenn die Äußerungen rechtlich fragwürdig wären. Mein Vorwurf ist aber nicht rechtlicher sonder moralischer Natur: Monckton präsentiert sich oder lässt sich auf dieser Webseite als Hochstapler präsentieren. Das „präsentieren lassen“ machen übrigens Hochstapler sehr gerne -- ist ja auch praktisch, denn dann kann man einen Teil der Verantwortung abschieben.

    Wenn Ihnen meine Argumente auf den Wecker gehen, dann präsentieren Sie doch einfach Gegenargumente, die Monckton von meinem Vorwurf entlasten. Ich versichere Ihnen, dass ich meinen Vorwuf zurückziehe, wenn Sie glaubhaft belegen können, dass
    (i) nebenwirkungsfreie HIV-Behandlungen und die Heilung von Grippe, Herpes und diversen anderen Infektionskrankheiten in greifbarer Nähe sein sollten;
    (ii) Monckton seinen Nobelpreisträger-Status zurückzieht und einen plausiblen Grund dafür angibt, dass seine Webseite diesen Anspruch seit drei Jahren aufrechterhält obwohl er mündlich längst zugegeben hat, dass es sich um einen Scherz handelt;
    (iii) Monckton Bescheidenheit demonstriert und seinen Anspruch auf Mitgliedschaft im HOL zumindest solange widerruft, bis die Sache geklärt ist und inzwischen auch auf heraldische Symbole verzichtet, die ihm nach derzeitigem Recht nicht zustehen.

    Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich glauben Ihnen selbstverständlich die wahrscheinlich von Ihnen mühsam recherchierte, komplizierte rechtliche Situation was die Mitgliedschaft Moncktons Dynastie im HOL betrifft -- das ändert aber nichts an meinen Argumenten: Die Situation kann noch so vertrackt sein, wenn das HOL bestreitet, dass Monckton im HOL Mitglied ist/war, dann ist Monckton ein Hochstapler, wenn er trotzdem behauptet Mitglied zu sein. Dito für seinen Anspruch, Nobelpreisträger zu sein.
    So einfach ist das.

  56. Drei Anmerkungen:

    1. Der Text oben befaßt sich mit Moncktons Kommunikationsstrategie, die ich für gelungen halte. Leider wird darüber nicht debattíert, schade.

    2. Man könnte natürlich auch darüber diskutieren, in welchen Punkten die Vorwürfe Abrahams an Monckton nun berechtigt sind, und in welchen nicht. Nach meiner Auffassung ist eindeutig, daß Abraham Monckton Dinge in den Mund legt, die dieser nicht gesagt hat. Darüber wird leider auch nicht gesprochen.

    3. Das Problem mit der „Hochstapelei“ ist nach meiner Meinung, daß Monckton uns Blogger hier juristisch angreifen könnte, wenn wir in den Kommentaren diese Verunglimpfung zulassen. Deswegen habe ich weiter oben physiker editiert. Rudolf hat es während meines Urlaubs durchgehen lassen. Daß Monckton ausgerechnet uns haftbar machen würde, halte ich auch für unwahrscheinlich. Es ging mir mehr ums Prinzip. In Deutschland hat es bereits Gerichtsentscheidungen gegeben, nach denen ein Betreiber eines Forums für die dort von Anderen geposteten Beiträge verantwortlich ist. Im Ernstfall wird dem physiker auch das Verstecken hinter einem Pseudonym nichts nutzen. Wir hier unterscheiden uns jedenfalls von vielen anderen Blogs darin, daß wir unseren Lesern vertrauen. Und nicht etwa Kommentare mit großer zeitlicher Verzögerung freischalten (oder auch nicht). Ich werde mir dies nicht von Figuren wie dem physiker kaputtmachen lassen.

  57. @Peter Heller
    Wie, bitte, ging das nochmal mit dem Artikel veröffentlichen ?
    Ich finde „meinen“ Link nicht (mehr) -- Hilfe !
    Rudolf scheint in Urlaub zu sein ?

  58. @ Krishna Gans

    Rudolf scheint in Urlaub zu sein

    Schön wär’s. Ich war geschäftlich unterwegs und habe kein Zeit fürs Internet gefunden.

    Klicke einfach ganz unten auf dieser Seite auf „Anmelden“, dann kommst Du in den Autorenbereich. Wenn Du Hilf brauchst, melde Dich einfach nochmal,

  59. Peter Heller schrieb am 9. September 2010 21:39

    1. Der Text oben befaßt sich mit Moncktons Kommunikationsstrategie, die ich für gelungen halte. Leider wird darüber nicht debattíert, schade.

    Die Diskussion lief doch teilweise im ersten ersten Beitrag von Rudolf Kipp zu der Auseinandersetzung. Ich hatte da allerdings nicht wirklich den Eindruck, dass Sie sie führen wollen. Wie auch immer, ich bin immer noch anderer Meinung. Ich kann eine Strategie, die sich auf Drohungen mit Gerichtsverfahren, Beleidigungen in der Öffentlichkeit, …, stützen nicht für gut heissen.

    2. Man könnte natürlich auch darüber diskutieren, in welchen Punkten die Vorwürfe Abrahams an Monckton nun berechtigt sind, und in welchen nicht. Nach meiner Auffassung ist eindeutig, daß Abraham Monckton Dinge in den Mund legt, die dieser nicht gesagt hat. Darüber wird leider auch nicht gesprochen.

    Habe ich da eine Diskussion hier verpasst? Können Sie mal auf einen Artikel verweisen, der die Punkte rausarbeitet, von denen Sie der Meinung sind, Abraham hätte sie Monckton in den Mund gelegt? Lust hätte ich ja schon, mal anhand eines abgeschlossenen Themas (z.B. See ice ist just fine oder MWP) das mal zu beleuchten, aber ich habe bisher meine Finger disbezüglich still gehalten aus bereits erwähnten Gründen …

  60. @Rudolf
    Ah, danke, ich wußte doch, es gab was „kompliziertes“
    ;.)

  61. Jetzt ist es hochoffiziell: Monckton ist ein Hochstapler.
    http://www.parliament.uk/business/news/2011/july/letter-to-viscount-monckton/

  62. Ja nun, Physiker, Monckton wird darauf mit einem spitzfindigen juristischen Gutachten antworten. Letztendlich geht es wohl um die Frage, ob ein Gesetz aus dem Jahr 1999 korrekt zustande gekommen bzw. verfassungsgemäß ist, oder nicht.

    Das ist erstens langweilig und zweitens völlig ohne jeden Belang in der Klimadebatte. Von mir aus sollen doch die Briten das Oberhaus komplett abschaffen, dann wäre diese Debatte endgültig beendet.

    Gelbe Karte für den „Hochstapler“. Ich weiß nicht, warum sie glauben, der von Ihnen verlinkte Text wäre dafür ein Beleg. Solange Monckton nicht „gesteht“, wider besseres Wissen absichtlich gelogen zu haben, ist er kein Hochstapler. Sondern einfach nur anderer Meinung.

    Unterlassen Sie derlei hier bitte in Zukunft. Schreiben Sie Monckton eine Mail und konfrontieren Sie ihn direkt. Hier ist nicht der Ort dafür.

  63. @Peter Heller:

    Solange Monckton nicht “gesteht”, wider besseres Wissen absichtlich gelogen zu haben, ist er kein Hochstapler. Sondern einfach nur anderer Meinung.

    Na dann ist ja Monckton genauso unschuldig wie Guttenberg & Co. Oder welcher Hochstapler hat jemals gestanden?

  64. Zum allerletzten Mal, Physiker: Es handelt sich hier um eine unterschiedliche Rechtsauffassung. Wenn ich das richtig verstanden habe, betrachtet Monckton die Mitgliedschaft im House of Lords als ein von der Königin an die Peers verliehenes Recht, das das Unterhaus nicht beschneiden darf/kann.

    Ob das nun richtig ist oder nicht, können weder Sie noch ich beurteilen. Und mit der Klimadebatte hat das nichts zu tun.

    Die Debatte hierüber ist an dieser Stelle beendet. Leben Sie damit.

  65. Inhalt gelöscht.

    [Ich habe gesagt: Schluß der Debatte. Leben Sie damit. -- Admin Heller]

  66. @Physiker #65
    … gehe zurück zu #43. Weiterer Kommentar überflüssig.

  67. [Gelöscht. Wenn Sie Informationen suchen oder diskutieren wollen, die mit den Themen der Artikel oder den Themen dieses Blogs nichts zu tun haben, dann machen Sie das bitte an anderer Stelle. Wir haben hier klare Regeln, damit eben nicht jeder Diskussionen kapern und stören kann, wie es ihm passt. Rudolf Kipp]

  68. Die Zensurorgie fällt wohl unter die Regel „anderweitig inakzeptabel“ -- oder wie lässt sich sonst Begründen, dass eine Diskussion zum Protagonisten/Helden des obigen Artikels unerwünscht ist?

  69. Ach Physiker. Dies ist einfach nur ein Blog, in dem die Leute sich zu benehmen wissen. Manche müssen das eben noch lernen. Und denen bringen wir das dann bei. Poltern und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen -- das findet anderswo statt. Da können Sie sich dann auch gerne beteiligen, hier nicht.

    Hier wird ganz einfach niemand verunglimpft, beschimpft, verleumdet oder ähnliches. Im Wissen, daß durchaus manchmal die Gäule durchgehen können, lassen wir schon ziemlich viel zu. So hatten Sie oben ausreichend Gelegenheit, Lord Monckton als „Hochstapler“ zu bezeichnen. Das lassen wir stehen, obwohl es schon über der tolerierbaren Grenze liegt. Denn eine Verleumdung in diesem Ausmaß zeigt nicht nur die Abwesenheit von Manieren Ihrerseits auf, sondern kann auch strafrechtlich relevant sein. Wofür wir dann als Macher der Seite geradestehen müssten, da wir es zugelassen haben. Schade, daß man das immer wieder betonen muß.

    Nicht, daß wir Sie nicht identifizieren könnten, wenn wir das wollten. Aber wir respektieren natürlich Ihren Wunsch nach Anonymität. Wir sind Anhänger des freien und unkontrollierten Internets ohne Klarnamenzwang. Aber es besteht eine gewissen Asymmetrie zwischen Ihnen und Lord Monckton. Während letzterer mit offenem Visier kämpft, glauben Sie ihn aus dem Schutz der Anonymität heraus verunglimpfen und beleidigen zu können. Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag: Wir beide besuchen eine Veranstaltung gemeinsam, bei der er auftritt, und dann wiederholen Sie die Verdächtigung „Hochstapler“ offen, vor allen Besuchern und unter Nennung Ihres Namens. Ich fände das zwar immer noch ungehörig, aber dann, und nur dann, könnte ich Ihren Wunsch, hier zu pöbeln, zumindest im Ansatz respektieren.

    Hier wird erstens niemand als „Hochstapler“, „Betrüger“ o.ä. bezeichnet. Nicht Lord Monckton, nicht Fred Singer, nicht Roy Spencer oder andere. Und eben auch nicht Rahmstorf, Schellnhuber, Pachauri, Gore und wie sie alle heißen. Übrigens noch nicht einmal Michael Mann. Und wir sind zweitens äußerst geduldig, wenn das doch einmal im Eifer des Gefechts passiert. Es fällt uns nicht leicht, Nutzer zu sperren, wir machen das nicht gerne, denn wir wollen eine offene und kontroverse Debatte.

    Aber „Hochstapler“ und „Zensurorgie“ sind zusammengenommen ein bißchen zu viel des Guten. Ich gebe Ihnen daher eine gelbe Karte. Diese Verwarnung führt im Falle eines erneuten Übertretens unserer Regeln zur sofortigen Sperrung. Was ich bedauern würde. Also benehmen Sie sich und leben Sie damit.

  70. @Physiker

    Diese Aussage ist falsch – und zwar unabhängig davon, was Pachauri bei der Nobelpreisverleihung gesagt hat. Weder Pachauri noch sonst irgend ein Wissenschaftler der am IPCC-Bericht beteiligt war, bezeichnet sich selbst als Nobelpreisträger, und zwar aus dem einfachen Grund, weil dieser Nobelpreis an die Institution und nicht an Personen vergeben wurde. Jeder, der sich also als Nobelpreisträger bezeichnet, weil er am IPCC-Bericht mitgearbeitet hat, ist folglich ein Hochstapler.

    und

    Wenn sich jemand als Nobelpreisträger bezeichnet, nachweislich aber keinen erhalten hat – wenn jemand für sich eine Parlamentszugehörigkeit in Anspruch nimmt, die vom Parlament bestritten wird – wenn jemand für sich heraldische Symbole benutzt, die ihm nicht zustehen – wenn jemand auf einer politischen Internetpräsenz medizinische Hoffnungen weckt, die utopisch sind – ja dann ist diese Person ein Hochstapler, weil sie vorgibt etwas zu sein, was sie nicht ist.

    Damit wirbt eine Firma „ecofys“,

    Oktober 2007 -- Das Nobelpreis-Komitee hat an Al Gore sowie an den Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) den Friedensnobelpreis verliehen. Der UN-Weltklimarat veröffentlicht regelmäßig Sachstandsberichte, an dem rund 2000 Wissenschaftler aus fast 100 Ländern beteiligt sind. Der von ihm in diesem Jahr veröffentlichte IPCC-Bericht wird fast ausschließlich von Haupt-, aber auch von Co-Autoren, verfasst. Jeder dieser Beteiligten wird mit der Verleihung des Friedensnobelpreises 2007 geehrt.

    Friedensnobelpreis an Weltklimarat verliehen: Auch Ecofys indirekt geehrt
    Die Firma ecofys ist der EE Lobby zuzurechnen und betreibt Windkraftanlagen etc.
    Schön, daß Sie das als Hochstapelei betrachten und somit eine gewisse kriminelle Energie nicht ausschließen.
    Details gibt es hier

  71. @Peter Heller
    Hatte physiker nicht schon einmal „Dunkelgelb“ ?
    Wenn ja, gäbe es jetzt die „Gelb-Rote“…..
    Aber eigentlch ist er lustig, wenn er im Rahmen bleibt……

  72. @ Gans:

    Hatte physiker nicht schon einmal “Dunkelgelb” ?

    Habe ich da was übersehen? Wann? Wo?

  73. @Peter Heller
    letzter Satz

  74. Ich bin genauso gegen Zensur wie gegen schlechte Diskussionsstile mit „ad hominem“ Attacken. Ich finde es wichtig auch mal Artikel mit einem schlechten Stil durchzulassen, damit klar wird, dass nicht zensiert wird. Auf der anderen Seite finde ich Foren wie Primaklima abstoßend, wo Menschen posten die nichts anderes zu tun haben, um andere zu verunglimpfen. Ein besonders übles Beispiel hier: http://tinyurl.com/63rg92c
    Wie peinlich da einige Kommentatoren agieren, kann man gut sehen. Man kann immer nur hoffen, dass solche Typen nie politische Verantwortung erhalten.
    Ich denke die Aufgabe der Moderation diesen Spagat zwischen ablehnen eines Beitrags und Meinungsfreiheit hinzukriegen, haben Rudolf Kipp und Peter Heller bei Science-Sceptical gut verstanden und umgesetzt. Die Moderation bei Primaklima scheint nicht vorhanden, oder auf dem AGW-Auge blind zu sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  75. @ Krishna

    Ich bin allerdings durchaus der Meinung, dass wir für den Herrn Physiker ruhig etwas mehr Milde walten lassen können. Soll er sich doch ruhig weiter zum Affen machen. Ich find’s unterhaltsam…

  76. @ Günter Heß

    Ich denke die Aufgabe der Moderation diesen Spagat zwischen ablehnen eines Beitrags und Meinungsfreiheit hinzukriegen, haben Rudolf Kipp und Peter Heller bei Science-Sceptical gut verstanden und umgesetzt.

    Vielen Dank für diese dicke Lob. In der Tat halten wir genau das für wichtig, nämlich die Freiheit der Meinungsäußerung möglichst uneingeschränkt zuzulassen und gleichzeitig das Niveau der Diskussion so zu halten, dass die Regeln des Anstands nach Möglichkeit immer gewahrt bleiben.

  77. @Rudolf Kipp
    Siehe meine #71, so gesehen sind wir uns einig.

  78. @ Gans, #73:

    Ui, das hatte ich ganz vergessen. Ist ja auch 1 Jahr her. Ich denke mal, Physiker wird sich hier jetzt ohnehin nicht mehr zu Wort melden. Ich finde das bemerkenswert, daß jemand einen solchen Haß auf Lord Monckton entwickelt, daß er nur auf einen Anlaß wartet, einen für Internet-Verhältnisse uralten Thread wieder neu aufzumachen. Das gibt mir schon zu denken. Aber Rudolf hat recht, ein derartiges Verhalten spricht für sich. Also keine Sperrung.

    @ Heß, #74:

    Danke.

    Die Moderation bei Primaklima scheint nicht vorhanden…

    Hoffmann ist Amateur. Sich zu einem derartigen Vorgang zu äußern ohne die Hintergründe zu kennen, ist absolut naiv. Die Folgen, die sich in der Kommentarspalte seines Blogs bewundern lassen, fallen natürlich auf ihn zurück, er hat das entsprechend initiiert und nimmt es billigend in Kauf. Man kann das schon als eine Form der Hetze verstehen, wie sie ganz unabhängig von der jeweiligen Einstellung gerade in Deutschland eigentlich unakzeptabel sein sollte.

    Ich überlasse derlei Dinge immer den Beteiligten selbst. Ich vermute mal, die Ausladung von Herrn Limburg als Redner hat ganz profane rechtliche Gründe. Die Universität hat seine Dissertation abgelehnt. Ihm jetzt in den eigenen Räumlichkeiten Gelegenheit zu geben, seine Ergebnisse trotzdem vorzustellen, wäre für die Uni verhängnisvoll, sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Ergo musste man ihn ausladen. Hätte Limburg für seinen Vortrag ein anderes Thema gewählt, wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen.

  79. @Peter Heller
    UPS, daß das 2010 war habe ich wiederum übersehen, hab nur „August“ realisiert…

  80. @ #74, #78

    Ich hätte in den letzten Wochen fast geglaubt, Hoffmann wäre aufgrund der Erfahrung in seinem Blog bei den Diskussionen zur Kernkraft ein Licht aufgegangen, was für Geistesgrößen bei ihm so die Kommentarspalte zumüllen. Aber dem ist wohl nicht so. In seinem neuesten Artikel habe ich sogar den Eindruck, dass er sich den einen oder anderen rhetorischen Kniff bei seiner Stammleserschaft abgeschaut hat…

    Der Begriff „Hetze“ ist in diesem Zusammenhang durchaus gerechtfertigt. Und das bezieht sich auf den Artikel und auf die Kommentatoren. Und darauf, was für üble Beschimpfungen er in seinem Blog völlig unkommentiert durchgehen lässt.

    Wobei ich mir auch die Frage stelle, ob die Betreiber der „ScienceBlogs“ wissen, was unter deren Namen so alles verzapft wird.

  81. @Rudolf Kipp #80
    GHoffmann hat tatsächlich vor einigen Tagen / ca 2 Wochen diesen Vennecke vorsichtig ermahnt, den Schimpfwortgebrauch zu reduzieren (sinngemäß)
    Nicht, daß das was genutzt hätte….

  82. Die Moderation bei Primaklima scheint nicht vorhanden, oder auf dem AGW-Auge blind zu sein.

    Ich bilde mir ein Hoffmann hat mal gesagt, er zensiert gar nicht. Beschimpfungen gibts da auch nicht nur von der „AGW-Seite“, das ist ein permanentes gegenseitiges Beschimpfen dort, wenn mal einer anfängt.
    Mein Referenzbeispiel für einseitige Moderation ist Eike, dort kam man auch primitiv hetzen und beschimpfen, solange es die „richtigen“ trifft. Tut es das nicht, muss man nichtmal hetzen oder schimpfen, um zensiert zu werden.

    Sich zu einem derartigen Vorgang zu äußern ohne die Hintergründe zu kennen, ist absolut naiv.

    Ich fand es bereits äußerst ungeschickt von Herrn Limburg, diesen Vorgang überhaupt zu erwähnen. Niemand weiss etwas genaueres, alle können nur spekulieren. Das Ergebnis war vorauszusehen. Und als Hetze wird dann natürlich nur das eine betrachtet, was aus der Limburg-sympatischen Ecke kommt, ist dann natürlich keine Hetze und gern gesehen.

    Alles in allem aber nichts neues bei Artikeln von Eike.

  83. @Marvin Müller
    Selbstverständlich wird bei Hoffmann auch z.B. gesperrt oder 1-2 Wochen Pause verordnet…

  84. Lieber Herr Müller,
    im Grunde ist mir die Seite egal. Ich finde nicht zu moderieren genauso schlecht wie einseitig zu moderieren und ein Teil der Protagonisten bei Primaklima sind die anonymen pro-AGW-Gesellen aus Readers-Edition, die ihre Mitmenschen aufs übelste diffamieren. Insofern hat das nicht-moderieren den gleichen Effekt. Solche Typen sind leider bei EIKE von der anderen Seite anti-AGW aktiv. Deshalb gebe ich Ihnen Recht EIKE diskreditiert sich leider selbst, wenn es zu lässt, dass man aufgrund der eigenen Meinung beschimpft wird.
    Hier auf Science-Sceptical geht es einigermaßen gesittet zu, was ich gut finde. Bzgl. Herrn Bäcker und Herrn Fischer bin ich anderer Meinung als Herr Heller, aber das weiß er schon.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  85. @ Müller, #81:

    Sie schaffen es doch auch, kritische Anmerkungen zu machen, ohne gleich die persönliche Integrität Ihres Gegenübers anzuzweifeln oder zu attackieren. Sie haben sich hier heftige Gefechte mit Heinz Eng geliefert, bei denen am Ende sich immer noch alle in die Augen schauen konnten und keine tieferen Verletzungen verursacht wurden. Es geht also.

    Ich stelle hier mal ein, was ich soeben bei EIKE gepostet habe, vielleicht wird meine Haltung dann deutlicher:

    Herr Baecker (#45):

    Sie schaffen es nicht, zwischen einer Person und ihrer Haltung zu bestimmten Fragestellungen zu differenzieren. So ist bspw. hier die Frage, ob und inwieweit eine Universität, eine öffentliche Einrichtung, von ihrem Hausrecht in welchen Fällen wie Gebrauch zu machen hat, tunlichst von der Person um die es geht (nämlich Herrn Limburg) zu trennen.

    Und dies gilt auch für alle anderen Fragestellungen, die hier bei EIKE so besprochen und diskutiert werden. Es besteht ein Unterschied zwischen Aussagen der Form „Ich lehne Sie ab“ oder „Ich lehne Ihre Haltung ab“. Desweiteren sind Verallgemeinerungen („Sippenhaft“) ein deutliches Zeichen für die Abwesenheit von Möglichkeit und Interesse zu einer wirklich fairen Auseinandersetzung. Und drittens sind als Tatsachen formulierte Spekulationen über Zusammenhänge, die man nicht kennt (bspw. betreffend der Inhalte von Herrn Limburgs Dissertation) ein Zeichen für Fanatismus. Alle drei zusammen, die Attacke auf der persönlichen Ebene, die Verallgemeinerung und der Fanatismus ergeben Hetze.

    Sie haben sich dieses Verhalten zu eigen gemacht, nicht nur hier in diesem Thread, sondern durchgängig auch in allen möglichen anderen Debatten. Vielleicht begreifen Sie das tatsächlich nicht, vielleicht ist Ihre Sozialisierung noch nicht ausreichend erfolgt, daß Sie sich auf eine akzeptable Weise streiten können.

    Ihr Verhalten, wenn man Ihnen den Spiegel vorhält, spricht jedenfalls für sich.

    Wäre ich hier Admin, dürften Sie hier nicht schreiben. So einfach ist das. Leben Sie damit.

    Es besteht ein erheblicher Unterschied in der Argumentation zwischen Skeptikern und Alarmisten in dieser Hinsicht. Letztere verteidigen ihre Sicht der Dinge viel häufiger durch persönliche Diffamierungen als erstere. Sie haben natürlich recht dahingehend, daß man bei EIKE viel zu viel dieser Art durchgehen lässt und daß Angriffe auf die Person dort durchaus von beiden Seiten geführt werden. Allerdings ist meine Beobachtung, daß der Impuls zu solchen Tiraden fast immer von den Alarmisten ausgeht.

    Ich verstehe dieses Denken einfach nicht. Ich verstehe nicht, warum man aus Moncktons Ablehnung eines Gesetzes (hinsichtlich der Zusammensetzung des Oberhauses in England) einen Beleg für eine allgemeine Unglaubwürdigkeit der Person ableiten kann. Ich verstehe nicht, warum es heißt, daß Singer deswegen ein Betrüger ist, weil er mal ein Gutachten für die Tabakindustrie geschrieben hat. Zu meinen Kunden bspw. gehören auch Mitglieder der Grünen. Niemand von denen zweifelt an, daß ich sie klug berate, nur weil meine Haltung zur Klimapolitik eine andere ist. Und niemand hier zweifelt andersherum an, daß ich tatsächlich ein Skeptiker bin, nur weil ich mit Leuten „von der anderen Seite“ zusammenarbeite. Ich schreibe ja auch nicht, daß man dem Rahmstorf deswegen nicht glauben darf, weil er einen schlechten Charakter habe (tatsächlich weiß ich überhaupt nichts über Herrn Rahmstorfs Charakter und selbst wenn, würde es mir nie in den Sinn kommen, mich darüber öffentlich zu äußern). Und wie man also auf die Idee kommen kann, ohne Kenntnis der Arbeit zu vermuten, Limburgs Dissertation wäre minderwertig, erschließt sich mir nicht. Ich habe kein Interesse, mich mit Leuten befassen zu müssen, die eine derartige Denkweise an den Tag legen und sich (vielleicht) noch nicht einmal dessen bewußt sind, was sie da tun.

    Bei Hoffmann wurde Limburg als „menschliche Katastrophe“ bezeichnet. Das ist auf eine Art und Weise verletzend, auf eine Art und Weise ein Angriff auf die Würde des Herrn Limburg, die zu beschreiben mir schlicht die Worte fehlen. Derlei darf nicht toleriert werden. Dem muß entschieden entgegengetreten werden. (Derlei fällt -- ganz gleich ob strafrechtlich relevant oder nicht -- auf Herrn Hoffmann als Admin seiner Seite zurück und das muß er wissen.)

    Letztendlich geht es mir in der Frage, Nutzer wie Physiker (der noch toleriert wird), Bäcker oder Fischer zu sperren nicht darum, wer nun Recht hat oder nicht. Sondern darum, das Recht darauf, Unrecht zu haben, ohne gleich deswegen als Person verunglimpft, beleidigt und verleumdet zu werden, zu verteidigen. Wer die Freiheit der eigenen Meinung nicht respektiert, wer nicht bereit ist, zwischen der Integrität einer Person und deren Haltung zu bestimmten Fragen zu unterscheiden, der gehört hier nicht hin.

    Monckton mag sich irren (was ich nicht glaube), auch Limburg mag sich in seiner Dissertation geirrt haben (was ich auch nicht glaube) -- aber dazu haben die beiden (und viele andere) jedes Recht der Welt. Dies ist in meinem Verständnis das höchste Gut, was es gibt.

  86. Sie schaffen es doch auch, kritische Anmerkungen zu machen, ohne gleich die persönliche Integrität Ihres Gegenübers anzuzweifeln oder zu attackieren.

    Das schützt mich aber nicht davor, beschimpft bzw. zensiert zu werden.

    Es besteht ein erheblicher Unterschied in der Argumentation zwischen Skeptikern und Alarmisten in dieser Hinsicht. Letztere verteidigen ihre Sicht der Dinge viel häufiger durch persönliche Diffamierungen als erstere. Sie haben natürlich recht dahingehend, daß man bei EIKE viel zu viel dieser Art durchgehen lässt und daß Angriffe auf die Person dort durchaus von beiden Seiten geführt werden. Allerdings ist meine Beobachtung, daß der Impuls zu solchen Tiraden fast immer von den Alarmisten ausgeht.

    Hier unterscheidet sich unsere Wahrnehmung. Selbst Herr Hess schafft es inzwischen sogar, beschimpft zu werden (nicht ganz so oft wie ich, aber…)

  87. Lieber Herr Heller,

    Letztendlich geht es mir in der Frage, ….., wer nun Recht hat oder nicht. Sondern darum, das Recht darauf, Unrecht zu haben, ohne gleich deswegen als Person verunglimpft, beleidigt und verleumdet zu werden, zu verteidigen. Wer die Freiheit der eigenen Meinung nicht respektiert, wer nicht bereit ist, zwischen der Integrität einer Person und deren Haltung zu bestimmten Fragen zu unterscheiden, der gehört hier nicht hin.

    Das ist genau der Punkt. Hervorragend.
    Aber diese Einstellung, dem Anderen zuzubilligen, dass er falsch liegen darf und selbst einzuräumen, dass man falsch liegen könnte, stößt in der moralisierenden Klimadebatte meiner Beobachtung nach auf völliges Unverständnis. Die von Ihnen so genannten „Alarmisten“ scheinen immer zu wissen, dass sie Recht haben. Meiner Meinung nach glauben sie es aber nur.
    Das ist der feine Unterschied. Ich glaube auch immer, dass ich Recht habe in dem Moment in dem ich meine Meinung äußere, weiß aber dass das oft ein Irrglauben ist.
    Ich denke, dass ist der wichtigste Schritt vom Glauben loszukommen, zu wissen, dass man nicht immer Recht hat.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  88. @ Peter Heller
    @ Günter Hess

    Ich muss mal wieder ein Zitat bringen

    Niemand hat je wirklich geglaubt, daß die Meinung der größeren Zahl bei einer Abstimmung durch ihr Übergewicht auch die klügere sei. Es steht Wille gegen Wille, wie in einem Krieg; zu jedem dieser Willen gehört die Überzeugung des größeren eigenen Rechts und der eigenen Vernünftigkeit; sie ist leicht zu finden, sie findet sich von selbst. (Elias Canetti, Masse und Macht, S.221)

    So ist das eben, ein jeder glaubt vernünftiger als der andere zu sein. Die Frage ist, wie geht man damit um.

    Das parlamentarische System hat Bürgerkriege überflüssig gemacht, man muss seinen Gegner nicht mehr töten um ihn zu besiegen. Und wie im parlamentarischen System, ist bei einer die Diskussion die Unverletzlichkeit des Gegners das oberste Prinzip. In dem Moment in dem der Angriff, auch verbal, nicht mehr dem Argument oder der Überzeugung gilt, sondern der Person, ist eine Grenze überschritten, die letztlich auch in physische Angriffe münden kann. Man darf diese Gefahr nicht unterschätzen.

  89. @Quentin Quencher

    Insbesondere das Mandat für 4 Jahre und das representative System sind für mich das Geheimnis, die Macht der Masse unter Kontrolle zu halten.

  90. @ Günter Heß

    Im Prinzip halte ich das Mandat für 4 Jahre auch für einen Schlüssel dafür, dass Politiker besonnener reagieren können, und nicht bei jeder Stimmungsschwankung in der Bevölkerung handeln müssen, welche doch oft genug durch kurzfristige Ereignisse sehr stark in der Meinung beeinflusst ist.

    Ich schreibe allerdings bewust im Prinzip, weil die Erfahrung der letzten Jahre deutlich zeigt, dass die Bundespolitik nicht nur in 4 jährigen Legislaturperioden denkt, sondern in ihrem Handeln oft die nächsten anstehenden Landtagswahlen im Blick hat. Gerade das kurzfristige und unüberlegte Umschwenken der Bundesregierung bei der Energiewende, weil gerade die Wahlen in Baden-Würtemberg und Rheinland-Pfalz vor der Tür standen, belegten dies äußerst eindrucksvoll..

  91. @ Müller:

    Das schützt mich aber nicht davor, beschimpft bzw. zensiert zu werden.

    Da ist es mir aber schon wichtig, festzuhalten, daß Sie hier noch nie „zensiert“ wurden. Nur für den stillen Mitleser…

  92. @Rudolf Kipp #90

    Gerade das kurzfristige und unüberlegte Umschwenken der Bundesregierung bei der Energiewende, weil gerade die Wahlen in Baden-Würtemberg und Rheinland-Pfalz vor der Tür standen, belegten dies äußerst eindrucksvoll.

    Es gehört schon zur Demokratie, daß Parlament und Regierung rasch und pragmatisch auf veränderte Sachlagen reagieren können, doch ist es für die Wähler frustrierend, wenn solche 180-Grad-Wendungen mit Umsturz der Wahlprogramme ganz schnell durchgezogen werden, ohne daß der „Souverän“ dazu irgendwas zu melden hat. Ganz verkehrt, verdrießlich und letztlich undemokratisch ist es, wenn damit auch noch auf die Schnelle etwas „Unumkehrbares“ geschaffen werden soll, der Wähler also auch in Zukunft nichts mehr dazu sagen darf.

    Im vorliegenden Fall der Energiewende ist aber auch schon die Sachlage, auf die da reagiert wurde, künstlich herbeigeredet, denn der Schwenk von der Situation vor einem Jahr (verlängerte Kernkraftwerklaufzeit zur Vermeidung von CO2-Ausstoß) zur heutigen (Ausbau von Kohlekraftwerken zur Vermeidung der Nukleartechnik) beruht auf keinerlei realem Erkenntnisfortschritt.

  93. @Rudolf Kipp

    Auch in einer Demokratie gibt es keine Garantie und die Regierung sowie das Parlament entscheiden.

  94. @ #92 und #93

    Schon richtig. Manchmal vergesse ich, was bereits andere zu dem Thema gesagt haben.

    „Democracy is the worst form of government, except for all those other forms that have been tried from time to time.“ (Winston Churchill from a House of Commons speech on Nov. 11, 1947)

Schreibe einen Kommentar