Nachhaltige Selbstzerstörung

28. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Die Geschichte ist reich an Berichten über Selbstzerstörungen. Der wohl eindringlichste Bericht stammt aus Afrika. Ein südafrikanischer Viehzüchterstamm löschte sich beinahe selbst aus. Wie konnte das passieren? Die Xhosa lebten teilweise unter britischer Herrschaft, teilweise wurden sie von den Buren bedrängt. Insgesamt eine recht ungute Situation.

Im Jahr 1856 begannen sich Bewegungung zu verbreiten, deren Anhänger glaubten, in der Auseinandersetzung mit den Weißen würden sie nun Verstärkung von ihren Toten bekommen. Propheten traten auf, die behaupteten mit den Toten in Verbindung zu stehen. Bevor die Toten aber in den Kampf mit ihren Feinden eintreten, müssten erst noch einige Vorbedingungen erbracht werden. Dazu gehörte, dass alles Vieh geschachtet und alle Vorräte vernichtet werden müssen. Nun muss man bedenken, dass das Vieh der größte Reichtum dieses Volkes war. Die Propheten verlangten praktisch, dass sich das Volk der Xhosa um seine eigenen existenziellen Grundlagen bringt. Nicht alle haben da sofort mitgemacht, es gab auch bedächtige Stimmen, doch diese gerieten immer mehr in die Minderheit. Und schließlich gaben auch diese nach, dem Befehl der Propheten wurde gefolgt, und als das letzte Vieh geschlachtet wurde, das letzte Korn vernichtet, erwarteten die Xhosa die Ankunft des Geisterheeres welches sie in den den siegreichen Kampf begleiten sollte.

Der Rest ist schnell erzählt. Das Geisterheer erschien nicht. Auch die versprochenen Felder von Hirse, reif und zum Verzehr bereit, sprangen nicht aus dem Boden. Missionare und Agenten der Regierung hatten vergeblich versucht, die Xhosa von ihrem Tun abzubringen, die Kraft der Visionen war stärker. Nun brach Verzweiflung und Hunger aus. Nichts mehr war zu spüren von der Euphorie der vergangenen Monate, die Vision hatte sich als falsch erwiesen. Canetti fasst das Ende so zusammen:

Während des Jahres 1857 sank die Bevölkerung des britischen Teils des Xosa-Landes von 105.000 auf 37.000. 68.000 Menschen waren hier umgekommen. Dabei war das Leben von Tausenden durch Getreidevorräte gerettet worden, die die Regierung hier angelegt hatt. Im freien Teil, wo es keine solche Vorräte gab, kamen relativ noch mehr Menschen um. Die Macht des Xosa-Stammes wr vollkommen gebrochen (Ellias Canetti, Masse und Macht, Die Selbstzerstörung der Xosas)

Canetti untersuchte diesen Fall vor allem im Hinblick auf die Macht der Toten, die in der geistigen Vorstellungskraft vieler Kulturen eine herausragende Rolle spielen. Doch kann man diese Vorgänge auch dahingehend betrachten, dass derartige Mechanismen auch durch andere Heilserwartungen ausgelöst werden. Das muss nicht unbedingt religiös begründet werden. Von Cortez wird berichtet, dass er nach der Ankunft in der Neuen Welt seine Schiffe verbrannte, um seine Männer höchst möglich zu motivieren. Ein Rückzug sollte ausgeschlossen werden.

Am Anfang steht eine Vision. Mehr nicht. Manche mögen sich für diese Vision begeistern, daran glauben, doch bei vielen herrscht auch Zweifel vor. Doch ist die Bewegung erst einmal stark genug, dann reißt sie auch die Zweifler mit. Unverzüglich beginnt man mit der Zerstörung dessen, von dem man glaubt, es steht dem großem Ziel entgegen. Völlig unwichtig dabei ist, welche Auswirkungen dies in der Gegenwart auf die Menschen hat. Hauptsache man hat das zerstört, was einen Rückweg möglich machen würde. Auch bei den Xhosa wird vermutet, das das Abschlachten des Viehs einen ganz konkreten Zweck hatte. Nämlich den, das Volk zu einem Hungeraufstand gegen die Briten zu veranlassen.

Hier kann man nun eine Brücke zu den grünen Zukunftsvisionen schlagen. Auch hier geht es vorrangig erst einmal darum, bestehendes und bewährtes zu zerstören ohne einen angemessenen Ersatz zu haben. Der Begriff fossilatomar wird abwertend gebraucht, als etwas was man zu überwinden hofft. Nachhaltig und erneuerbar muss nun alles sein. Das geht so weit, dass man selbst die Forschung und Entwicklung neuer Reaktortypen verhindern möchte. Vor einem Fortschritt in dem Bereich hat man Angst, könnte er doch die Vision von der grünen Zukunft platzen lassen.

Das Vieh war der Reichtum der Xhosa. Sie vernichteten ihren Reichtum einer Vision wegen. Was sie damit bezwecken wollten ist erst einmal nebensächlich, der Hauptpunkt ist, sie glaubten den Versprechungen, durch diese Handlung würde die Zukunft eine bessere sein. Die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in der frühen Sowjetunion hatte auch eine Vision, alles sollte dem Volk gehören, dann wird alles besser. Das ging ebenfalls schief, unterscheidet sich aber von den Xhosa dahingehend, das die Xhosa alles freiwillig machten, während die Zwangskollektivierung, wie der Name schon sagt, unter Zwang erfolgte.

Unser Wohlstand beruht auf dem Umstand, dass wir fossile Bodenschätze nutzen, zur Energieerzeugung und zur Produktion aller möglicher Güter. Dabei haben wir gelernt, schon aus ökonomischen Gründen, mit diesen Ressorcen immer sparsamer umzugehen, so effektiv wie möglich. Neuere, effektivere, Technologieen lösten veraltete ab. Nun sagen uns aber die grünen Visionäre, dass wir diesem Verhalten abschwören sollen, die Welt fliegt uns sonst um die Ohren, oder so ähnlich. Weniger Autos sind besser als mehr, ineffektive Technologien wie die NIE sind besser als effiziente. Mit der Umstellung habe man sofort zu beginnen, auch wenn viele Fragen noch unbeantwortet sind, zum Beispiel Speicher für elektrische Energie. Das dies nicht ohne Wohlstandsverluten zu machen ist, ist den grünen Visionären klar. Sie haben Angst das sich die Bevölkerung eines Besseren besinnt und wollen deshalb vollendete Tatsachen schaffen. Die Forderung nach Stopp der Forschung zur Entwicklung neuer Kernreaktoren gehört dazu, es ließen sich noch beliebig viele Beispiele nennen.

Uns sollte das Schicksal der Xhosa ein warnendes Beispiel sein. Hier können wir sehen was passiert wenn man Visionären und falschen Propheten folgt, die zwar eine bessere Zukunft versprechen, dafür aber Verzicht in der Gegenwart fordern. Wenn wir unseren Wohlstand leichtfertig hergeben, dann ist er weg und kommt auch nicht so schnell wieder. Wie das Vieh der Xhosa.

 

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30 Kommentare
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  1. Geschichte wiederholt sich angeblich nicht. Aber die Wege, auf denen viele (die meisten) Menschen sich bewegen um Geschichte zu machen, bleiben immer die gleichen. Ausgetretene Wege werden immer wieder beschritten, bis man im Morast versinkt. Warnschilder helfen nicht. Und jeden Tag wird vor staunendem Publikum das Rad neu erfunden. Je informierter die Menschen sind oder sein könnten (wenn sie denn wollten), um so stärker hängen sie an den Lippen der Propheten einer neuen Naturreligion. Der Glaube als solcher (woran auch immer) scheint ein tiefes Bedürfnis eines jeden Menschenkindes zu sein. Besonders bei jenen, die alles Religiöse weit von sich weisen.

  2. @Quentin Quencher

    Hei Quentin, guter Artikel. Welcher Ossi erinnert sich nicht an das Motto “ Von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen“, da war dann die Idee der so genannten Rinderoffenställe,

    grandiose Erfindung der Freunde (siehe dort) die die DDR in den 50ern ausprobierte. Der Stall hatte keine Wände und im Winter vereiste die Kuh in ihrer eigenen Sch…

    die Rinder sollten so schnell wie mgl. der neuen Landwirtschaftlichen Prod. Genossenschaft (LPG) einverleibt werden und das ging am schnellsten in den oben genannten offenen Stallungen, blöd nur das im Winter die Kühe teilweise elendig erfroren, das ganze wurde natürlich klamm heimlich unter den damals schon recht unebenen Teppich der DDR-Geschichte gekehrt und offiziell nicht mehr erwähnt.

  3. Es soll doch wohl keine Parallele zu der Idee aufgezeigt werden, Kohle- und Kernkraftwerke möglichst schnell zu beseitigen, da dann die NIEs erst richtig ungehindert spriessen können. Speicher- und Netzausbau braucht man bestenfalls hinterher.
    Das funktioniert ohne jeden Zweifel. So haben es heute einige Vetreter von NGOs in der öffentlichen Sitzung der Ethikkomission zur Energiezukunft überzeugend dargestellt.

  4. @ quer, Gerhard Straten

    Die Geschichte wiederholt sich eigentlich nicht, Vorfälle und Entwicklungen in der Vergangenheit lassen sich kaum 1:1 auf andere übertragen. Aber es gibt gewisse Verhaltensmuster die wiederkehren. Manchmal ist uns das nicht so recht bewusst, und wird erst deutlich, wenn man extreme Beispiele benennt. Niemand erwartet, dass hier und heute eine Hungersnot ausbricht, wenn die NIE ausgebaut werden. Aber, es werden Entscheidungen getroffen, die eindeutig zum Verlust wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit führen. Und diese Entscheidungen liegen der Vision zugrunde, dass es in Zukunft eine Energieerzeugung ohne CO2-Emissionen geben soll. Genau so im Verkehrssektor, siehe Elektromobilität.

    Mag ja sein, dass das eine oder andere Problem in der Zukunft gelöst wird. Ich glaube zwar nicht dran, aber man sollte nie ausschließen, dass es in den Speichertechnologien tatsächlich einen Durchbruch geben könnte. Momentan ist der aber nicht zu sehen. Trotzdem wird bewährtes bewusst zerstört, aus ideologischen Gründen, oder weil man falschen Propheten glaubt.

  5. @Quentin Quencher
    Wenn ich mir die unterschiedlichen Vorstellungen zur Energieversorgung der Zunkunft (Bundesregierung, Parteien, Beratergremien und NGOs) ansehe, fällt mir vor allem ein Widerspruch auf. Es wird immer von einem Rückgang des Stromverbrauchs ausgegangen und die Massnahmen ,um in der Zukunft sinnvoller mit Energie umzugehen, beinhalten immer zusätzlichen Stromverbrauch (z.B. Elektromobilität , alle Speicherkonzepte).
    Dass man diese Widerspruch so stehen lässt, kann ich mir nur dadurch erklären, dass man sich in einen nicht auflösbaren Konflikt gebracht hat. Man glaubt, dass die Menschheit den Zugriff auf die Atomkerne nie beherrschen können wird und dass die weitere Nutzung von fossilen Energien das Klima irreparabel beschädigt. Diese beiden Glaubenssätze werden auch nicht weiter hinterfragt.
    Ich kann dann eigentlich nur davon ausgehen, dass es war und das Ende nicht mehr fern ist oder wie die Xhosa auf ein Wunder hoffen. In diesem Fall wäre es das Wunder, dass sich durch einsammeln von der Natur bereitgestellten Energien, der Energiebedarf der Menschen decken liesse. Der Glaube daran wird dann auch nicht mehr hinterfragt und es kommt zu dem, wie sie so schön sagten:

    Aber, es werden Entscheidungen getroffen, die eindeutig zum Verlust wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit führen. Und diese Entscheidungen liegen der Vision zugrunde, dass es in Zukunft eine Energieerzeugung ohne CO2-Emissionen geben soll.

  6. Hier kann man nun eine Brücke zu den grünen Zukunftsvisionen schlagen. Auch hier geht es vorrangig erst einmal darum, bestehendes und bewährtes zu zerstören ohne einen angemessenen Ersatz zu haben.

    Greenpeace hat einen Energie-Plan | Telepolis

    Unser Wohlstand beruht auf dem Umstand, dass wir fossile Bodenschätze nutzen, zur Energieerzeugung und zur Produktion aller möglicher Güter.

    Unser Wohlstand beruht vor allem auf der Ausbeutung anderer Nationen, derer Bodenschätze und (billiger) Arbeitskraft.

  7. @ Skeptiker

    Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich den Verlautbarungen von Greenpeace nicht viel Glauben schenken kann. Siehe dazu auch die Probleme bei Greenpeace Energy.

    Unser Wohlstand beruht vor allem auf der Ausbeutung anderer Nationen, …

    Dieser Vorwurf ist ebenso alt wie falsch. Handel mit Rohstoffen oder Produkten führt in Regel zu besseren Lebensbedingungen bei beiden Partnern. Wenn das vereinzelt nicht der Fall ist, liegt es meist an den Zuständen in den jeweiligen Ländern. Da ist vor allem die Korruption zu nennen, wie auch dieses Beispiel zeigt.

  8. @Skeptiker

    Greenpeace hat einen Energie-Plan

    Dass dieser Umstieg möglich ist, gilt unter Sachverständigen schon lange als gesichert.

    Ach ja?

    Möglich ist vieles. Auch auf den Saturn zu fliegen oder den Mond rot anzustreichen (und anschließend „Coca-Cola” draufzuschreiben) ist heute prinzipiell möglich. Die Gretchenfrage ist nur, ob das SINNVOLL und BEZAHLBAR wäre und vor allem: WER in drei Teufels Namen soll für diese Kosten aufkommen?

    „….Das alles, so betont Greenpeace, funktioniert im Schnitt angeblich ohne steigende Stromkosten, in manchen Jahren prognostizieren die Umweltschützer sogar sinkende Preise…..,”

    Das ist wohl die dreisteste Lüge im Sammelsurium abenteuerlicher Behauptungen. Dem naiven Gutmenschen soll wieder einmal weisgemacht werden: „Dat kost nix”, wo bereits heute trotz massivstem Ausbau von Wind- und Sonnenpaddelindustrie die Energie- und Treibstoffpreise explodieren.

    Der ganze Artikel ist schlichtweg nur Werbung für die Erneuerbare-Energien-Lobby. Sonst nix Neues.

  9. Ah ja, so ist das: sinkende Strompreise für NIE.
    Da kommen mir 2 Fragen in den Sinn:
    1. weshalb wird die Nation mit den EEG abgezockt
    2. welche Drogen werden im Greenpeace-Hauptsitz gereicht?

    Aber klar: es wird klappen.
    Strom ist einfach nur da, wenn es windet.
    Wollen Sie von Ihrem Boss morgens um 3 Uhr angerufen werden: „Es windet, komm arbeiten“
    Gleichzeitig Ihr Zahnarzt: „Der Bohrer läuft: Sie müssen in einer viertel Stunde da sein“
    Und ihr Kompel: „Es windet, die Skilifte laufen: komm, wir gehen Skifahren“
    uswusf.
    Wollen Sie das?
    Ich nicht

  10. @Quentin Quencher

    Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich den Verlautbarungen von Greenpeace nicht viel Glauben schenken kann. Siehe dazu auch die Probleme bei Greenpeace Energy.

    Nein, das verstehe ich nicht im geringsten. Ich halte mich an Argumente wobei weitgehend bedeutungslos ist wer sie vorbringt. Würde Greenpace (oder beliebige andere Organisationen) einfach Behauptungen in den Raum werfen, wären diese in der Tat keine Beachtung wert. Die verlinkte Studie beschreibt allerdings ein *konkretes* Szenario.

    Greenpeace Energy ist noch einmal ein anderes Kapitel. Auch ich bin keineswegs überzeugt vom Konzept der Versorgung mit 100% regenerativen Energien in den nächsten Jahren. Allerdings bieten derartige Stromversorger momentan die einzige Möglichkeit auf Strom aus der Kernkraft bewußt zu verzichten. Oder sind ihnen Anbieter bekannt, die zwar auf Kohle-/Gaskraftwerke als tatsächliche Übergangslösung setzen, Kernkraft aber bewußt nicht anbieten? Mir leider nicht. Solange das Problem der strahlenden Abfälle noch einmal ansatzweise gelöst ist, halte ich es für unverantwortlich diese Technologie im großen Maßstab einzusetzen. Dazu kommt die Verantwortungslosigkeit, die die gewinnorientierte Wirtschaft beständig an den Tag legt. Die weitere Erforschung der Kernenergie begrüße ich dagegen durchaus.

    Nur noch ein paar Bemerkungen zu dem Artikel selbst:
    -- Kernenergie wird ebenso wie (wenn nicht sogar stärker als) eneuerbare Energien subventioniert. Man bedenke nur, daß die Haftung der Betreiber gesetzlich gedeckt ist und auch die problematische Endlagerung nicht zu 100% von diesen finanziert wird.
    -- Ein Ziel der „Energiewende“ ist es gerade den Schritt von leistungsstarken, zentralen Kraftwerken hin zu lokaler Energieerzeugung zu gehen. Dieses Konzept ist weniger anfällig für Ausfälle („single point of failure“) und auch Leitungsverluste werden somit gemindert.

    Im übrigens könnte ich mit dem gleichen „Argument“ auch den von Ihnen verlinkten Artikel „beiseite wischen“: Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich den Verlautbarungen von NovoArgumente nicht viel Glauben schenken kann. 😉

    Handel mit Rohstoffen oder Produkten führt in Regel zu besseren Lebensbedingungen bei beiden Partnern. Wenn das vereinzelt nicht der Fall ist, liegt es meist an den Zuständen in den jeweiligen Ländern.

    Das ist richtig, wenn er denn zu fairen Konditionen stattfindet. Das ist aber nicht der Fall. Ärmeren Ländern werden über Kredite der Weltbank bewußt Knebelverträge aufgezwungen. Die Ausbeutung der Rohstoffe liegt viel zu oft in den Händen westlicher Unternehmen. On man das als moralisch fragwürde ansieht oder nicht, steht jedem frei. Verleugnung ist definitiv der falsche Weg.

    @Tim Hardenberg

    Das ist wohl die dreisteste Lüge im Sammelsurium abenteuerlicher Behauptungen. Dem naiven Gutmenschen soll wieder einmal weisgemacht werden: „Dat kost nix”, wo bereits heute trotz massivstem Ausbau von Wind- und Sonnenpaddelindustrie die Energie- und Treibstoffpreise explodieren.

    Die Preisexplosion besonders beim Treibstoff ergibt sich meines Wissens nach wohl eher aus der derzeit unruhigen Situation in vielen erdölfördernden Ländern. Dazu kommt die steigende Nachfrage z.B. aus China. Vermindertes bzw. unsicheres Angebot bei steigender Nachfrage hat nun einmal steigende Preise zur Folge.

    Was das Kostenargument angeht: Auch bei Beibehaltung der Kernenergie wären erhebliche Investitionen in das zu lange vernachlässigte Leitungsnetz nötig und auch AKW-Modernisierungen und Neubauten wären unumgänglich.

    Im übrigen erachte ich Zynismus und Polemik nicht als geeignet für eine glaubhafte Argumentation.

  11. Mir fällt gerade auf, daß ich einen wesentlichen Punkt leider vergessen habe:
    Mit dem verlinkten Bericht über die Greenpeace-Studie ging es mir primär um den darüber zitierten Abschnitt des Artikels („Auch hier geht es vorrangig erst einmal darum, bestehendes und bewährtes zu zerstören ohne einen angemessenen Ersatz zu haben.“). Es geht keineswegs darum erst einmal „Bewährtes“ zu zerstören mit der vagen Hoffnung auf Ersatz. Vielmehr sieht die Planung vor *zunächst* Ersatz zu schaffen und dann die Abschaltung zu vollziehen. Stück für Stück.

    Um bei der Rinderherdenanalogie des Artikels zu bleiben, würden also zunächst neue Tiere angeschafft, ehe dann die alten geschlachtet würden.

  12. @ Skeptiker

    Ein großes Problem an der Greenpeace Studie ist, dass der momentan schon vorhandene Speicherbedarf völlig ausgeblendet wird und die Kosten für den zukünftig benötigten Speicherausbau deutlich unterschätzt werden.

    Sie schreiben:

    Kernenergie wird ebenso wie (wenn nicht sogar stärker als) eneuerbare Energien subventioniert.

    Das ist schlicht falsch. Bei der Kernkraft wurde (und wird zu einem geringen Teil noch) die Grundlagenforschung staatlich bezuschusst. Und diese Art der Förderung ist ureigenste Aufgabe des Staates. Eine Subventionierung der laufenden Produktion, wei bei den NIEs, findet nicht statt.

    Man bedenke nur, daß die Haftung der Betreiber gesetzlich gedeckt ist

    Wie zum Beispiel auch bei der Wasserkraft.

    und auch die problematische Endlagerung nicht zu 100% von diesen finanziert wird.

    Das ist falsch. Für die Endlagerung sind die Verursacher verantwortlich. Die Erkundung von Gorleben wird daher auch zu 95% von den Betreibern der Kernkraftwerke bezahlt. Diese Kosten sind in den Stromgestehungskosten bereits vorhanden. Wobei aus jetziger Sicht eine Endlagerung wie sie bislang geplant ist vermutlich gar nicht mehr stattfinden wird. Entwicklungen hierzu finden Sie in diesem Beitrag im Detail dargestellt: Nicht der Atommüll, sondern die grüne Anti-Atomkraftideologie leidet unter einem Endlagerungsproblem

  13. @skeptiker

    Aus den Berechnungen von Greenpeace (ihr Link) geht hervor, dass von 2011 bis 2020 einen Abbau von ca. 15.000 MW an Kern- Kohlekraftwerkskapazität und ein Zubau von ca. 12.500 MW Kohle- und Gaskraftwerkskapazizät angenommen wird. Unter der Vorraussetzung, dass der Stromverbrauch tatsächlich nicht zunimmt, ist das sicher ein realistisches Szenario. Ich habe allerdings zwei Probleme mit dem Szenario. Ersten glaube ich nicht, dass der Stromverbrauch nicht zunimmt. Man sehe sich dazu die Zahlen für 2010 an und denke mal darüber nach, was die geplanten Massnahmen im Heizungsbereich (Wärmepumpen) und bei der Mobilität (Elektromobile) für den Stromverbrauch bedeuten. Zweitens frage ich mich, wer denn die neuen Gas- und Kohlekraftwerke finanzieren soll, wenn gleichzeitig auch von einem Zubau von ca. 56.000 MW variabler Ernergiequellen ausgegangen wird. Die tragen zwar, wie aus den Einzeljahresrechnungen zu ersehen ist, kaum was zur Energieversorgung bei, werden aber bestimmt, da sie ja nach EEG bevorzugt abgenommen werden müssen, die Renditen der Kohle- und Gaskraftwerke negativ beeinflussen und das in kaum vorausberechenbarer Art und Weise. Das wir wird wohl kaum Investoren beflügeln.

  14. @skeptiker

    Hallo „skeptiker“,
    Sie schreiben

    Kernenergie wird ebenso wie (wenn nicht sogar stärker als) eneuerbare Energien subventioniert.

    , dazu hätte ich gerne die Zahlen und die offiziellen Quellen, z.B. von der Bundesregierung, Angaben und Studien von NGO´s mißtraue ich im allgemeinen da diese meist deren Mission unterstützen sollen.
    Also wenn Sie Zahlen und seriöse Quellen vorweisen könnten wäre das einer realistischen, rationalen Diskussion sehr dienlich, bis dahin betrachte ich derlei Aussagen im Gegensatz zu Ihnen sehr skeptisch.
    MfG
    Karl Rannseyer

  15. @Rudolf Kipp

    Bei der Kernkraft wurde (und wird zu einem geringen Teil noch) die Grundlagenforschung staatlich bezuschusst. Und diese Art der Förderung ist ureigenste Aufgabe des Staates.

    Auch wenn ich zustimme, daß die Förderung von Forschung zu den Aufgaben des Staates gehört, so sollte nicht außer acht gelassen werden, daß solche Förderung natürlich auch zu entsprechenden Industrie zu gute kommt. Außerdem werden über derartige Förderungen auch Schwerpunkte gesetzt. Bzgl. der Gesamtfördermittel hat die Atomenergie noch einen deutlichen Vorsprung vor den EE.

    „Die Kernenergie erhielt vor allem zu Anfang ihrer Nutzung für die Stromerzeugung hohe explizite Subventionen, insbesondere für die Forschung. Insgesamt flossen seit dem Beginn der Förderung im Jahr 1956 bis heute gut 40 Mrd. € an Ausgaben des Bundes und der Länder in die nukleare Forschung. Damit wurde die Kernenergie insgesamt deutlich stärker gefördert als beispielsweise die erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz, die seit dem Jahr 1974 nur gut 6 Mrd. € an Forschungsförderung erhielten.“
    aus Umweltschädliche Subventionen in Deutschland

    Man beachte auch, daß das Budget zur Förderung EE auch „Energieeffizienz/rationelle Energieverwendung“ mit beeinhaltet, obwohl dieser Punkt streng genommen nichts mit der Technologie EE zu tun hat.

    Eine Subventionierung der laufenden Produktion, wei bei den NIEs, findet nicht statt.

    „NIE“? Die Abkürzung ist mir nicht geläufig und auch die gängigen Suchmaschinen helfen leider nicht weiter…

    Man bedenke nur, daß die Haftung der Betreiber gesetzlich gedeckt ist

    Wie zum Beispiel auch bei der Wasserkraft.

    Die Deckelung bei AKW findet sich in §31 iVm §34 AtG und beträgt 2,5 Mrd. Euro. Wo finde ich eine äquivalente Regelung bzgl. Wasserkaftanlagen?

    Vorausgesetzt auch hier gilt eine gesetzliche Deckelung der Haftung, so wäre immernoch das Verhältnis zum tatsächlich möglichen Gesamtschaden zu betrachten. Immerhin ist es bzgl. der wirtschaftlichen Vorteile ein wesentlichen Unterschied ob eine Deckelung von 100€ bei einem Schaden von 150€ gewährt wird oder bei einem Schaden von 200€. In der Studie Abschätzung der Schäden durch einen sogenannten „Super-GAU“* von 1992 wird ein Gesamtschaden von 10.697 Mrd. DM im Falle eines Super-GAUs geschätzt. Ich bezweifele stark, daß der „Super-GAU“ eines beliebigen deutschen Wasserkraftwerks auch nur annähernd diese Dimensionen erreicht.

    *Auch wenn die genannte URL von Ihnen sicher skeptisch betrachtet wird, wurde die wiedergegebene Studie von der Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft erstellt. Ich gehe davon aus, daß beide Institutionen als unparteiisch gelten können.

    Die Erkundung von Gorleben wird daher auch zu 95% von den Betreibern der Kernkraftwerke bezahlt.

    Wer trägt die verbleibenden 5%?

    @Rudolf Kipp

    Ein großes Problem an der Greenpeace Studie ist, dass der momentan schon vorhandene Speicherbedarf völlig ausgeblendet wird und die Kosten für den zukünftig benötigten Speicherausbau deutlich unterschätzt werden.

    Ich kann nicht ganz folgen. Könnten Sie das bitte etwas detaillierter ausführen?
    Im Übrigen möchte ich noch einmal betonen, daß es mir mit der verlinkten Studie primär darum ging, die Behauptung im Artikel hier zu widerlegen, es solle zunächst „bestehendes und bewährtes [zerstört werden] ohne einen angemessenen Ersatz zu haben“. Das wäre in der Tat der falsche Ansatz. Den Plan Kapazitäten Stück für Stück schnellstmöglich zu ersetzen sehe ich aber als den richtigen Weg.

    Ersten glaube ich nicht, dass der Stromverbrauch nicht zunimmt. Man sehe sich dazu die Zahlen für 2010 an und denke mal darüber nach, was die geplanten Massnahmen im Heizungsbereich (Wärmepumpen) und bei der Mobilität (Elektromobile) für den Stromverbrauch bedeuten.

    Beides ist sicher nicht zu vernachlässigen. Zum einen wird aber in den Berechnungen vor allem die Spitzenlast betrachtet, die sich vermutlich nur wenig verändern wird. Die Grundlastversorgung ist ohnein unproblematischer umzusetzen. Zum anderen gehen solche Entwicklungen eher langsam voran. Es ist wohl nicht damit zu rechnen, daß in den nächsten Jahren der Anteil von Elektroautos signifikant ansteigen wird. Zu guter Letzt erlaubt die verplante Reserve auch unerwartete Steigerungen des Energiebedarf abzufangen.
    Auf der anderen Seite stehen mögliche Energieeinsparungen z.B. durch effizientere Technologien und den EInsatz besserer Dämmung.

    @Karl Rannseyer

    Kernenergie wird ebenso wie (wenn nicht sogar stärker als) eneuerbare Energien subventioniert.

    , dazu hätte ich gerne die Zahlen und die offiziellen Quellen, z.B. von der Bundesregierung

    Rohe Zahlen aus den zuständigen Ministerien selbst zu besorgen ist leider sehr aufwendig, da diese nur schlecht auffindbar sind. Hier wird es dringend Zeit für eine Weiterführung von „Open Data“.
    Genügen Ihnen auch ein von neutralen Dritten im Auftrag des BMU erstellter Bericht?

    „Die bisherige öffentliche Förderung der Atomenergie in Deutschland liegt um ein Vielfaches über den Fördermitteln, die bislang in den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung geflossen sind.

    So hat z.B. allein der Bund seit 1974 für die nukleare Energieforschung und -technologie Haushaltsmittel in Höhe von rd. 24 Mrd. Euro (real, d.h. Angaben in Preisen von 2006) ausgegeben. Die Forschungsausgaben für erneuerbare Energien und das gesamte Feld der rationellen Energieverwendung betrugen dagegen im gleichen Zeitraum zusammen nur rd. 6 Mrd. Euro. Zwischen 1956 und heute lag die Bundesförderung der Atomforschung bei etwa 40 Mrd. Euro. Dieser Betrag erhöht sich noch einmal deutlich, wenn auch die Atom bedingten (Forschungs) Ausgaben der Bundesländer sowie der EU berücksichtigt werden. Damit verschiebt sich das Gewicht der bisherigen öffentlichen Förderung weiter zugunsten der atomaren Stromerzeugung.“
    Quelle: Abschlussbericht: Förderung erneuerbarer Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland -- Bestandsaufnahme und methodische Bewertung (u.a. auch zitiert in der oben bereits genannten Broschüre „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland“)

  16. @ Skeptiker

    Rohe Zahlen aus den zuständigen Ministerien selbst zu besorgen ist leider sehr aufwendig, da diese nur schlecht auffindbar sind.

    Stimmt ist nicht einfach, aber ohne Fleiß keinen Preis.

    Ok, Sie meinen also man müsse die Entwicklung/Weiterentwicklung einer Technologie welche nach Jahrtausenden von wesentlich effektiveren Energieumwandlungsmaschinerien abgelöst wurde Subventionieren, also eine Technologie Subventionieren welche sich durch Inneffektivität und Wetterabhängigkeit auszeichnet und dadurch nicht nur teuer sondern auch noch unzuverlässig ist? Oder doch nicht?
    Die Kernenergie ist seit 1955 ein Teil der Bundesrepublikanischen Forschung in der Hand der Bundesregierung , mit Gründung des Bundesministerium für Atomfragen, das später Bundesministerium für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft und 1962 in Bundesministerium für Wissenschaftliche Forschung umbenannt wurde. Das heißt nach Ihren Zahlen eine Subventionierung der Atomenergie über einen Zeitraum von 54 Jahren bei rund 40 Mrd. €, das heißt etwa 740 Mio. € pro Jahr für bis 2008 29% des Bruttostromerzeugungsanteils in Deutschland. Wobei man dazu sagen muß das sich die Kernenergieforschung und Erzeugung in Staatlicher Hand bzw. mit Beteiligung befand da der Staat BRD die Kernenenergieerzeugung und -forschung als Hoheitliche Aufgabe des Staates sah. Also nix mit Subventionierung der Privatwirtschaft bis zur von der Politik geforderten Liberalisierung des Energiemarktes.
    Im Zeitraum seit in Kraft treten des EEG, im Jahre 2000 bis 2008 sind der „Solarwirtschaft“ ca. 35 Mrd. € an Subventionen, mehr als das doppelte der Anschaffungskosten in die Taschen geflossen

    „Nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI) müssen die Verbraucher für die zwischen 2000 und 2008 installierten Anlagen bereits 35 Milliarden berappen. Jetzt kommt es noch dicker: „Bei einem Zubau von 3.806 Megawatt im Jahr 2009 belaufen sich die Subventionen für die neu installierten Anlagen nun auf real rund 22 Milliarden Euro,“ schätzt Manuel Frondel, Energieexperte am RWI. Diese Summe müssen die Stromkunden bis 2029 aufbringen, denn das EEG garantiert die Förderung für 20 Jahre.

    Also die Ihrer Meinung nach nicht Subventionierten NIE´s („Neue“ Ineffiziente Energien -- im offiziellen Sprachgebrauch unzutreffend und physikalisch unsinnig Erneuerbare Energien genannt) haben in 8 Jahren nur auf dem Solaren Sektor fast die gleiche Menge Subventionen erhalten wie die Kernenergie in 54 Jahren. Das macht bei der Solarförderung allein 4,375 Mrd. € pro Jahr, in 54 Jahren wären das satte 236,25 Mrd. € . Das nenne ich mal „keine“ Subvention. Und das ist jetzt nur die Solarförderung mit einem Anteil von ca. 1% am Bruttostrom. 4,375 Mrd. € für 1% der Bruttostromerzeugung in -D- in 10 Jahren gegenüber 25,517 Mio. € an Kosten für umgerechnet 1% Kernenergie erzeugtem Bruttostrom, summa summarum 4,35 Mrd. € mehr, nur für Solarstrom. Zu sagen die NIE´s würden weniger Subventioniert geht dabei nur wenn man den Trick des BMU anwendet und nur die öffentliche Förderung berücksichtigt, mit dem EEG hat sich der Bund diesen „schwarzen Peter“ schön vom Hals geschafft und kann wie auch alle anderen weiterhin behaupten die Subventionen für Kernenergie lägen weit über denen der politisch korrekten Energieerzeuger, jedenfalls die der öffentlichen Hand.

    RWI: Ökostrom-Subventionen belasten Stromkunden mit 100 Milliarden Euro

    Wer Rechenfehler findet kann sie behalten, ich brauch die nicht mehr.

    „Die Deckelung bei AKW findet sich in §31 iVm §34 AtG und beträgt 2,5 Mrd. Euro.“

    Ihre Deckelung ist keine Deckelung sondern eine „Deckungsvorsorge an liquiden Mitteln, also 2,5 Mrd. € in „flüssiger Form“ (davon 256 Mio. € aus der Haftpflichtversicherung des Betreibers und 2,244 Mrd. € aus der Deckungszusage der Betreibergemeinschaft). Desweiteren Haftet der Betreiber mit seinem gesamten Vermögen. Sollte der Betreiber Zahlungsunfähig sein muß der Staat Haften. Wer Haftet eigentlich wenn ein staatliches, sprich Kommunales Gaswerk, Kraftwerk, oder Windkraftwerk Schäden anrichtet -- richtig, entweder die Kommune oder der Staat, warum? Keine Kommune in Deutschland kann sich eine Haftpflichtversicherung leisten um die wie auch immer entstandenen Schäden an fremden, Privatem Eigentum, Leben und Gesundheit, verursacht durch Kommunales oder staatliches Eigentum oder deren Angestellte oder Beamte. Wer Haftet wenn ein Chemieunternehmen ganze Landstriche verseucht und Pleite ist, ein Staudamm bricht und der Betreiber nix mehr hat -- richtig Vadder Staat, usw. usf. .
    Warum Sie für die exorbitanten, theoretisch zu erwartenden Kosten durch einen „Super-Gau“ in -D- die Zahlen von über Zukunftslobby verlinkt haben ist klar, die Zahlen des BMU sind wohl trotz der Höhe noch nicht hoch und dramatisch genug, aber auch Ihnen sollte inzwischen aufgefallen sein das die Deutsche Mark kein offizielles Zahlungsmittel mehr ist und man dann Ihre Zahlen gut halbieren kann um auf € zu kommen.

  17. Danke Karl, für den letzten Beitrag. Ich bin zur Zeit etwas im Stress und kann mich in Diskussion erst wieder am Wochenende einklinken.

  18. Also ich meine das sollte beachtung finden,

    Strom aus dem Bahn-Netz

    Um die Energiewende und die damit zu erwartenden Herausforderungen zu meistern will man sich nun an die Deutsche Bahn wenden um damit endlich einen über viele Jahre Erfahrung, im verleiten und überleiten und verteilen von Energie und Passagieren, verfügendes Unternehmen im “Boot” zu haben und um natürlich die Kosten der Planung und des Aufstellung neuer Überlandleitungen zu sparen, also zwei “Fliegen” mit einer Klappe zu erschlagen. Gleichzeitig können alle in Bewegung befindlichen Züge und E-Lokomotiven bei Spitzenlastzeiten in der Negativbeschleunigung ins Netz zurückspeisen, womit ein Teil der Speicherproblematik auch gleich mitgelöst wäre.
    Das ganze hat nur ein, zwei Haken …

  19. achgut.com (Peiser):

    Grüner Selbstmord: Merkel warnt vor Abwanderung von Industrie

  20. httpv://www.xtranormal.com/watch/11634852/erneuerbare-energien-erklart-solarstrom

  21. diesmal?

    [Hab das mal geändert. RK]

  22. @ Rudolf Kipp

    [Hab das mal geändert. RK]

    Ähhm, was jetzt?

    [Das hatte anfangs geklappt… Ich weiß im Moment auch nicht weiter. Irgendwie spinnt WordPress, oder das Plugin verträgt sich nicht mit der neuesten Version.]

  23. @ Quentin Quencher

    Danke Karl, für den letzten Beitrag.

    Hja nu, einer muß ja, ne. Scheint auf jedenfall nich allzu viel falsch gewesen zu sein was ich da zusammengerechnet hab, Mathematik ist nich so mein Ding, ich mach zu viele Flüchtigkeitsfeheler wurde mir immer gesacht. Und das obwohl´s in meinem Fach manchmal auf´s my ankommt 😉 .

    Ich bin zur Zeit etwas im Stress und kann mich in Diskussion erst wieder am Wochenende einklinken.

    Ich will dem was da noch kommen mag ja nicht vorgreifen, aber hier herscht gerade ´n Trubel wie in ´nem Leichenschauhaus am Tag nach der Auferstehung

  24. @ Rudolf

    WordPress 3.1.2 ist verfügbar! Bitte benachrichtige den Administrator.

    Hat das was zu bedeuten, ich mein so´n update ist manchmal echt gut kann aber auch zu Komplikationen führen, äh, öhem, ich weiß ja auch nich …

  25. So, ich bin wieder da. Allerdings ist auch das Wochenende auch schon wieder verplant. Doch für ein paar Leseempfehlungen wird es reichen. Die Wirtschaftswoche meldet, dass der EnBW-Chef für den Sommer Stromausfälle erwartet

    „Die für die Stabilität der Netze wichtigen Reserveleistungen sind somit deutlich reduziert, das heißt, Stromausfälle werden damit wahrscheinlicher. Wir fürchten, dass, wenn es zu Problemen kommt, diese insbesondere in Süddeutschland auftreten werden“

    In einem anderen Artikel, ebenso in der WIWO, wird der wirtschaftliche Schaden eines schnellen Atomausstiegs betrachtet.

    11 Shortfacts zu Ökostrom made in Germany:
    90 Milliarden Euro volkswirtschaftlichen Schaden könnte der überstürzte Ausstieg aus der Kernkraft verursachen
    1 Windpark wurde 2010 eingeweiht
    8700 MW Leistung liefern 1839 Windmühlen
    27 Windparks sind vor Deutschlands Küste geplant
    120 Milliarden Euro Subventionen für Solarenergie
    2 Prozent der gesamten Stromerzeugung kam 2010 von der Sonne
    3,5 Cent/kWh beträgt die EEG-Umlage schon
    3600 Kilometer Hochspannungs-Stromleitungen sind bis 2020 nötig
    90 Kilometer Hochspannungsleitungen wurden seit 2005 fertiggestellt
    200 Jahre, bis so die Energiewende gelingt

  26. @Karl Rannseyer

    [umständliche Beschaffung von Rohdaten zu Subventionen]
    Stimmt ist nicht einfach, aber ohne Fleiß keinen Preis.

    Destatis liefert zwar einige Rohdaten, leider aber nicht in gut durchsuchbarer, geschweige denn einfach weiter nutzbarer Form. Sämtliches(?) Material läßt sich nur in Form von HTML-Tabellen abrufen, aus denen die Daten dann wieder aufwendig und fehleranfällig extrahiert werden müssen (siehe z.B. auch OffenerHaushalt).
    Was ich als Bürger erwarte sind einfache, offene Formate (z.B. CSV) und ein gut durchsuchbarer Datenbestand.

    Ein zusätzliches Problem ist, daß Subventionen nicht immer klar als solche zu erkennen sind. Auch Steuervorteile oder Haftungsbeschränkungen sind letztlich Subventionen, werden aber nicht so genannt.

    Ok, Sie meinen also man müsse die Entwicklung/Weiterentwicklung einer Technologie welche nach Jahrtausenden von wesentlich effektiveren Energieumwandlungsmaschinerien abgelöst wurde Subventionieren, also eine Technologie Subventionieren welche sich durch Inneffektivität und Wetterabhängigkeit auszeichnet und dadurch nicht nur teuer sondern auch noch unzuverlässig ist?

    Die Technologie ist offenbar nicht ineffektiv, sondern würde sich damit keine Energie nutzbar machen lassen -- zur Effizienz weiter unten. Auch existierten die heutigen Verfahren zur Nutzung von z.B. Wind- und Sonnenenergie ganz bestimmt noch keine „Jahrtausende“ oder verfügen Sie über mir bislang unbekannte Belege für Photovoltaik im antiken Rom?
    Was die Wetterabhängigkeit anbelangt, so greift das Argument nur sehr bedingt und auch nur für bestimmte EE. Oder inwiefern sind bspw. Gezeitenkraftwerke, Biomassekraftwerke oder Geothermie wetterabhängig? Wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, daß ich letzterem wegen der nur unzureichend erforschten Langzeitwirkungen fast ebenso ablehnend gegenüberstehe wie der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie.

    Also nix mit Subventionierung der Privatwirtschaft bis zur von der Politik geforderten Liberalisierung des Energiemarktes.

    Habe ich das an irgendeiner Stelle so behauptet? Es ging in Bezug auf die Forschung einzig um allein um die Förderung einer spezifischen Technologie, nicht eines Wirtschaftszweiges. Natürlich kommt auch eine Förderung der Forschung der darauf aufbauenden Wirtschaft direkt zu gute.

    http://www.wiwo.de/

    Ein Online-Angebot, das für Hintergrundinformationen ausschließlich auf eigene Artikel verlinkt, nicht aber auf die Studie, die doch Primärquelle seines Berichtes ist, ist mir grundsätzlich unsympathisch. Und waren wir uns nicht einig uns nur auf neutrale und nach Möglichkeit primäre Quellen zu beziehen?
    Auch das RWI selbst erscheint mir nicht ganz koscher.

    NIE´s („Neue“ Ineffiziente Energien – im offiziellen Sprachgebrauch unzutreffend und physikalisch unsinnig Erneuerbare Energien genannt

    Der offizielle Sprachgebrauch ist leider nur allzu oft sehr unsinnig, da gebe ich Ihnen völlig recht. Schon von „Stromverbrauch“ zu reden ist eigentlich absurd.
    Sinnvoller wäre wohl der Name „natürliche, sich erneuernde Energiequellen“, aber da das zu unhandlich und EE nun aber einmal die gängige Bezeichnung ist werde ich sie beibehalten. Die „Ineffizienz“ hätte ich übrigens gerne näher erläutert. Nach der Anfangsinvestition und der Wartung, die natürlich auch konventionelle Kraftwerke benötigen, verbrauchen EE keine Brenn-/ oder Rohstoffe mehr. Insofern erhält man bei einer Aufwendung von Null nutzbare Energie. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung ist sicher noch verbesserungswürdig, nur wird eben die Eingangsenergie der Umgebung entzogen und nicht zusätzlich aufgewendet. Ich sehe das als hocheffizient an. Im übrigen geschieht meines Wissens nach bei allen konventionellen Kraftwerken die Stromgewinnung indirekt durch Wärmeerzeugung, Erhitzen von Wasser und Turbinen. Erst durch Kraft-Wärme-Kopplung (ebenfalls durch das EEG gefördert) kommen damit halbwegs akzeptable Wirkungsgrade zu stande.

    Ihre Deckelung ist keine Deckelung sondern eine „Deckungsvorsorge an liquiden Mitteln, also 2,5 Mrd. € in „flüssiger Form“ (davon 256 Mio. € aus der Haftpflichtversicherung des Betreibers und 2,244 Mrd. € aus der Deckungszusage der Betreibergemeinschaft). Desweiteren Haftet der Betreiber mit seinem gesamten Vermögen.

    Das ist falsch. Sie übersehen offenbar §31 Satz 2: „In den Fällen des § 25 Abs. 3 wird die Haftung des Inhabers auf den Höchstbetrag der staatlichen Freistellungsverpflichtung begrenzt.“ und die so erfaßten Fälle sind „Schäden, die auf nuklearen Ereignissen beruhen, die unmittelbar auf Handlungen eines bewaffneten Konfliktes, von Feindseligkeiten, eines Bürgerkrieges, eines Aufstandes oder auf eine schwere Naturkatastrophe außergewöhnlicher Art zurückzuführen sind“ -- also genau die aktuell in den Fokus gerückten Bedrohungsszenarien. Daß kein AKW-Betreiber derart stümperhaft agiert, daß es im normalen Betrieb zu einem Super-GAU kommt, sollte man hoffentlich aus gegeben voraussetzen dürfen.

    Wer Haftet eigentlich wenn ein staatliches, sprich Kommunales Gaswerk, Kraftwerk, oder Windkraftwerk Schäden anrichtet – richtig, entweder die Kommune oder der Staat, warum?

    Weil für Schäden grundsätzlich der Betreiber haftet und der in diesem Fall die öffentliche Hand ist. Ich verstehe nur den Sinn dieses Einwurfs nicht? Die Regelung im AtG bezieht sich ausdrücklich (auch) auf die Beschränkung der Haftung privatwirtschaftlicher AKW-Betreiber. Ein Äquivalent für Wasserkraft wurde zwar behauptet, bisher aber nicht belegt.

    Wer Haftet wenn ein Chemieunternehmen ganze Landstriche verseucht und Pleite ist, ein Staudamm bricht und der Betreiber nix mehr hat

    Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, genau wie im Straßenverkehr auch.

    Warum Sie für die exorbitanten, theoretisch zu erwartenden Kosten durch einen „Super-Gau“ in -D- die Zahlen von über Zukunftslobby verlinkt haben ist klar, die Zahlen des BMU sind wohl trotz der Höhe noch nicht hoch und dramatisch genug, aber auch Ihnen sollte inzwischen aufgefallen sein das die Deutsche Mark kein offizielles Zahlungsmittel mehr ist und man dann Ihre Zahlen gut halbieren kann um auf € zu kommen.

    Genau genommen *habe* ich am Anfang meines letzten Posts die gleiche Broschüre verlinkt wie sie auch und es handelt sich letztlich sogar um *dieselben* Zahlen. Ich ziehe, wie schon erwähnt, prinzipiell Primärquellen vor und die Studie selbst stammt aus dem Jahr 1992. Auf die Nicht-Neutralität des verlinkten Hosters hatte ich sogar ausdrücklich hingewiesen. Es handelte sich schlicht um die einzige ohne aufwendige Suchen erreichbare Quelle. Die Studie selbst wurde aber, wie ebenfalls erwähnt, unabhängig erstellt. Mir wäre es auch lieber, wenn das BMU alle Studien bequem erreichbar machen würde.

    Und ehe wir nun noch andere Nebenschauplätze eröffnen hätte ich gerne Antworten auf einige offen gebliebene Fragen:
    -- Wenn selbst Greenpeace als vermutlich einer der heftigsten Atomkraftgegner einen Plan vorlegt, der zunächst die Schaffung von Alternativen vorsieht *ehe* es zur weiteren Abschaltung von Altkraftwerken kommt, wie läßt sich dann die Grundaussage das Artikels hier aufrecht erhalten? Ich bitte um Quellen für derartige, ernstgemeinte Forderungen.
    -- Wo ist die von Rudolf Kipp angesprochene gesetzliche Deckelung der Haftung für Wasserkraftwerksbetreiber nachzulesen?
    -- Gibt es Schätzungen über die möglichen Schäden durch den „Super-GAU“ eines Wasserkraftwerkes und wenn ja wie hoch wären diese? Kommen sie auch nur annähernd in die Nähe der Schätzung von mehreren Billionen Euro/DM (die Halbierung ist in dem Fall sogar fast nebensächlich) für einen atomare Super-GAU?

    @Karl Rannseyer

    http://www.kojote-magazin.de/2011/strom-aus-dem-bahn-netz-was-verbraucher-erwartet/3273/

    Nett 🙂 Wobei ich persönlich ja den Titanic-Humor bevorzuge.

  27. @skeptiker

    Sie schreiben

    Was die Wetterabhängigkeit anbelangt, so greift das Argument nur sehr bedingt

    Was die Windkraft ,die ja wohl erst einmal eine Hauptstütze der Energiewende sein soll, angeht, ist das das entscheidende Argument. Es wird sicher möglich sein genug Kapazität aufzubauen. Diese steht dann aber nur sehr unzuverlässig zur Verfügung http://www.jmt.org/assets/pdf/wind-report.pdf. Auch durch eine europaweite Vernetzung lässt sich das nicht ausgleichen http://www.poyry.com/linked/services/pdf/143.pdf. Da die Windkraftbetreiber sich keine Gadanken darüber machen, wie sie ihr Produkt mal verlässlich anbieten können, müssen die Energieversorger das irgendwie ausgleichen. Das heisst, das thermische Kraftwerke in der Regel im Leerlauf mitlaufen. Die dafür benötigte Primärenergie drückt dann auf deren Gewinne. Bis jetzt ist mir keine Arbeit bekannt, die mal irgendwo nachweist, das Primärenergie durch Windkraft eingespart worden ist.. Mag sein, dass sich in Zukunft mal eine Lösung abzeichnet, aber solange die Windkraft subventioniert wird und die Kosten ihrer Defizite auf andere abschieben kann, wird diese Branche wohl kein Interesse daran haben, das Problem zu lösen. Das erinnert fatal an die Folgen der Subventionierung der Kernkraft http://www.masterresource.org/2011/05/failure-nuclear-early-government/

  28. @skeptiker

    Wie schön das Sie nichts an meinen „Rechenkünsten“ auszusetzen haben, ich habe ja auch fast ausschließlich Ihre Zahlen genommen. Natürlich schmecken Ihnen die Zahlen des RWI überhaupt nicht. Selbst wenn diese Zahlen zu hoch angesetzt wären , die Subventionierung einer Technologie in Deutschland, welche unter optimalen Bedingungen (in -D- eher nicht zu finden) einen Wirkungsgrad von 19% hat, erreicht im Gegensatz zu der Summe aller Subventionen für Kernenergie immer noch ein unverhältnismäßiges Ausmaß. Wie gesagt 4,375 Mrd. € für 1% der Bruttostromerzeugung in -D- gegenüber 25,517 Mio. € an Kosten für umgerechnet 1% Kernenergie erzeugtem Bruttostrom, summa summarum 4,35 Mrd. € Mehrkosten pro Jahr für den Solarstrom. An die Uralttechnologie Windmühle haben wir dabei noch nicht einmal ansatzweise gedacht, mach ich auch nicht, sie können ja mal versuchen die Subventionen der NIE´s schön zu rechnen und denen der Kernenergie gegenüberstellen, ich vermute mal das hier.
    Ihr Einwand

    Was die Wetterabhängigkeit anbelangt, so greift das Argument nur sehr bedingt und auch nur für bestimmte EE.

    stimmt, allerdings vergaßen Sie zu erwähnen das alle von Ihnen genannten wetterunabhängigen NIE`s keine wirkliche Alternative darstellen, da in -D- für Geothermie nicht wirklich gute Voraussetzungen herrschen, die Kosten der Erschließung sind immens, auf Island kein Problem aber in -D- unwirtschaftlich. Gezeitenkraftwerke, oh Mann, Mindesthöhe Tidenhub 5m um das ganze wirtschaftlich betreiben zu können, es gibt ca. 100 Buchten Weltweit an denen diese Art Kraftwerk überhaupt Installiert werden könnte und nur etwa die hälfte davon wäre Ökonomisch tragbar aber Ökologisch der reinste Alptraum, wie übrigens die Windmühlen auch. Biomassekraftwerke, das überlese ich jetzt einfach mal, der Anteil an der Energieerzeugung in -D- ist einfach nur marginal und kaum ausbaufähig zumal die meisten der größeren Biomassekraftwerke nur bessere Müllverbrennungsanlagen mit anderem Namen sind.

    Ihre Deckelung ist keine Deckelung sondern eine „Deckungsvorsorge an liquiden Mitteln, also 2,5 Mrd. € in „flüssiger Form“ (davon 256 Mio. € aus der Haftpflichtversicherung des Betreibers und 2,244 Mrd. € aus der Deckungszusage der Betreibergemeinschaft). Desweiteren Haftet der Betreiber mit seinem gesamten Vermögen.

    Das ist falsch. Sie übersehen offenbar §31 Satz 2: “In den Fällen des § 25 Abs. 3 wird die Haftung des Inhabers auf den Höchstbetrag der staatlichen Freistellungsverpflichtung begrenzt.” und die so erfaßten Fälle sind “Schäden, die auf nuklearen Ereignissen beruhen, die unmittelbar auf Handlungen eines bewaffneten Konfliktes, von Feindseligkeiten, eines Bürgerkrieges, eines Aufstandes oder auf eine schwere Naturkatastrophe außergewöhnlicher Art zurückzuführen sind” – also genau die aktuell in den Fokus gerückten Bedrohungsszenarien.

    Hm, da habe ich aus dem von Ihnen verlinktem Papier des BMU zitiert und Sie meinen das wäre falsch? Ok, wenn Sie das so sehen. Die von Ihnen genannten Ereignisse sind nicht nur für KKW´s sondern für alle so genannten „Gefahrenbetriebe“ relevant !

    Weil für Schäden grundsätzlich der Betreiber haftet und der in diesem Fall die öffentliche Hand ist.

    Mit Einschränkungen, wird einem Bediensteten/Angestellten oder Beamten grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen, so haftet dieser Persönlich. Und auch da gibt es Haftungsgrenzen.

    Sinnvoller wäre wohl der Name “natürliche, sich erneuernde Energiequellen”

    Ok, kennen Sie oder haben Sie schon einmal etwas vom Energieerhaltungssatz gehört, was Sie und andere mit dieser Wortwahl offenbaren ist eine so eklatante Unkenntnis der Naturwissenschaften das es einen graust. Energie kann nicht aus dem nichts entstehen, sich erneuern, weder auf „natürlichem“ noch auf anderem Wege.

    Warum Sie für die exorbitanten, theoretisch zu erwartenden Kosten durch einen „Super-Gau“ in -D- die Zahlen von über Zukunftslobby verlinkt haben ist klar, die Zahlen des BMU sind wohl trotz der Höhe noch nicht hoch und dramatisch genug, aber auch Ihnen sollte inzwischen aufgefallen sein das die Deutsche Mark kein offizielles Zahlungsmittel mehr ist und man dann Ihre Zahlen gut halbieren kann um auf € zu kommen.

    Genau genommen *habe* ich am Anfang meines letzten Posts die gleiche Broschüre verlinkt wie sie auch und es handelt sich letztlich sogar um *dieselben* Zahlen.

    Der Hinweis auf das BMU sollte eigentlich klargemacht haben das ich mich immer noch auf das von Ihnen verlinkte Material stützte.

    Wenn selbst Greenpeace als vermutlich einer der heftigsten Atomkraftgegner einen Plan vorlegt, der zunächst die Schaffung von Alternativen vorsieht *ehe* es zur weiteren Abschaltung von Altkraftwerken kommt, wie läßt sich dann die Grundaussage das Artikels hier aufrecht erhalten?

    Bevor Greenpeace also alle KKW´s abschaltet, müssen neue Gas- und Kohlekraftwerke gebaut werden, eine Frage hätte ich dazu, nein zwei, 1. Wer soll das bezahlen? und 2. Wie will -D- dann die in Kyoto vereinbarten und von der EU geforderten CO2 -- Einsparungsquoten schaffen?

    P.s. Ich mag den Humor von Titanic nur bedingt, die sind mir oft zu plump.

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