Neu bei der Achse: Berufen sich Gentechnik-Gegner auf eine gefälschte Studie?

2. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Tierschutz

achselogoSpätestens nach seinem wütenden Artikel beim Deutschen Arbeitgeberverband ist Hans-Jörg Jacobsen, Professor am Institut für Pflanzengenetik der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, für seine deutlichen Worte bekannt. Nun äußert er den Vorwurf einer Täuschungsabsicht in Bezug auf eine aktuelle Studie, die ein Risikopotential der Grünen Gentechnik gefunden haben will:

Aber Hoffnung gibt es: Vielleicht haben die Tierschützer erkannt, dass diese Studie vermutlich ein Fake darstellt: So sind bei genauerem Hinsehen die Abbildungen nicht schlüssig, auch tauchen Daten auf, die von derselben Gruppe schon einmal in einem anderen Journal publiziert worden waren. Damals waren übrigens keine Unterschiede gefunden worden, in der jetzt publizierten Studie sind die Angaben für die Tiere, die mit der Milch von mit Gensojaextrakt gefütterten Ziegen aufgezogen wurden, gleich geblieben, die Daten bei der „Kontrollgruppe“ sind nun so hoch, dass es statistisch signifikant erscheint. Es steht zu vermuten, dass die Experimente überhaupt nicht durchgeführt worden sind und damit auch Tiere nicht sinnlos verbraucht wurden. Wenn dem aber so ist, dann liegt krasses wissenschaftliches Fehlverhalten vor, was mit Publikationsverbot nicht unter 5 Jahren geahndet werden müsste.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: Wo sind eigentlich die organisierten Tierschützer, wenn die Tiere sie brauchen?

 

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28 Kommentare
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  1. Was ist eigentlich dieser „deutscher Arbeitgeberverband“ und warum hat ihn der Bundesverband deutscher Arbeitgeber noch nicht abgemahnt?

  2. @Jan

    Was ist eigentlich dieser “deutscher Arbeitgeberverband” und warum hat ihn der Bundesverband deutscher Arbeitgeber noch nicht abgemahnt?

    Warum so zögerlich, sag doch was Du wirklich denkst……diese Typen sollten gefälligst vors Erschießungskommando gestellt werden, wo sich sich erdreistet haben, eine Lüge auch als solche bezeichnet zu haben.
    Joo, Rotfront hat noch ne Menge hier in Deutschland aufzuräumen……habt ihr schon entsprechende Lager für Klimaleugner, Skeptiker und Konservative eingerichtet?
    Oder macht ihr es wie die roten Khmer, lasst sie sich gegenseitig umbringen?
    Scheiße das Putin nicht so schön mitspielt derzeit…….sonst könntet ihr das ganze Realistenpack ins schöne Sibierien abschieben…..damit ihr euch euer schönes Ökotopia basteln könnt.
    Naja…….nach 10 Stunden harter Feldarbeit werdet auch ihr eines Tages begreifen, warum die Bauern so doll ihre Traktoren lieben.

    Onkel Heinz……..immer das selbe, der Überbringer der schlechten Nachricht wird mal wieder geköpft

  3. Was ist eigentlich dieser “deutscher Arbeitgeberverband” und warum hat ihn der Bundesverband deutscher Arbeitgeber noch nicht abgemahnt?

    Hängt irgendwie mit Art. 9 Abs. 1 des Grundgesetzes zusammen, ein Schriftstück, mit dem so mancher heute nur wenig anfangen kann…

  4. @ Jan:

    Die Frage verstehe ich nicht. Weder den Sinnzusammenhang, noch die Intention.

    http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/download/presse/DAV_Kurzprofil.pdf

  5. @2 Heinz Eng und @4 Peter Heller

    vielleicht war das ja auch nur ein etwas missglückter „ironischer“ Kommentar?

  6. @HUM
    Ähm…..sonst wäre ich auch geneigt, eine gewisse Ironie zu bemerken……doch Jan ist uns schon länger bekannt, daher die Reaktion……vllt bin ich auch schon viel zu lange dabei, als das ich gewisse „Unartigkeiten“ wortlos durchgehen lasse.

    deutscher Arbeitgeberverband in Gänsefüßchen……erinnert mich noch an Zeiten, wo die Westmedien die so-genannte DDR auch permanent in Selbige steckte……das weckt böse Erinnerungen, eines ehemalig sytemkonformen Mitglied einer Gesellschaft, die man damals als die beste aller Zeiten empfand.

    Sorry, bisher kann ick allermeist von mir behaupten, Ironie auch ohne Smile zu entdecken……sollte das diesmal nicht so gewesen sein, so würde mir das unheimlich leid tun.
    MfG
    Heinz Eng

  7. Die Grünen als Ideologiepartei haben doch die neue Vernichtungsstrategierichtung schon in ihrem letzten Bundesparteitag vorgegeben. Nachdem die Kernkraft in Deutschland ausgeschaltet worden ist und die Energiewende per EEG Zwangs-Abgaben-Subventionsgesetz erfolgreich eindiktiert worden ist, nach dem die CO2 Verbotsverordnungen und Stromeinsparzwangsverordnung durchgeboxt worden ist widment sich jetzt verstärkt der Landwirtschaft/Pflanzenschutz wieder zu. Gentechnik, das neue Feindbild der Grünen.

  8. @Heinz Eng
    Danke für die Info!
    Bin -leider- zu selten hier, um alle Kommentatoren einschätzen zu können.

    @Hofmann
    M.M nach hat sich das Thema transgene Pflanzen -in Deutschland und (fast) EU-weit- so gut wie erledigt. Aufgrund unseres -noch vorhandenen- hohen Lebensstandards kommen wir momentan noch ganz gut ohne solche gentechnisch optimierten Pflanzen aus… aber gegen ein selbst kreiertes Feindbild lässt sich halt gut weiterkämpfen…
    Was man nicht unterschätzen sollte, sind die Anstrengungen, auch gezielt gegen die konventionelle Landwirtschaft über die immer stärkere Reglementierung bzw. das Komplettverbot von diversen Pflanzenschutzmitteln vorzugehen.
    Das trifft u.a. den Obstbau. Ich habe von Kollegen gehört, „wenn das so weiter ginge, hätten die Obstbauern in den nächsten Jahren keine effektiven Bekämpfungsmöglichkeiten mehr und dann ginge dieser Zweig der Landwirtschaft schlicht und einfach zugrunde“…
    Naja, dann importieren wir halt (sofern das Geld reicht) oder begnügen uns mit den biologisch korrekt angebauten Äpfeln und Fallobst, die uns die Schadinsekten, Pflanzenviren und die Pilze noch übrig gelassen haben werden…

  9. @HUM
    Mal an eine Frage an den Fachmann…unter was fällt eine Pflanzenzüchtung, die zum einteil eine Kartoffel darstellt und zum anderen eine Strauchtomat. Also eine Pflanze, die beides in sich vereint. Ist das schon Gentechnik….?

  10. @ Heinz Eng
    Es handelt sich hier wohl um einen anderen Jan, so dass ich davon ausgehen würde, dass der Kommentar ironisch gemeint war. Das ist bei Kommentaren aber leider oft nicht eindeutig zu erkennen.

  11. @Hofmann
    Das hängt einzig und alleine davon, auf welchem Weg diese Pflanze zustande kam.
    Kartoffel und Tomate sind zwar beides Nachtschattengewächse (Solanaceen) und könnten
    daher theoretisch -als Bastarde (funktioniert selten) -- miteinander auf sexuellem Wege gekreuzt werden. Meines Wissens funktioniert das allerdings im konkreten Fall nicht, sonst hätte ein schlauer Züchter das schon groß rausgebracht (oben Tomate, unten Kartoffeln). Es ergeben sich bei Arthybriden laut Lehrbuch häufig nicht lösbare Probleme: Sterilität & geringe Vitalilät und schlechter Ertrag….
    Was es wohl einmal gab ist die sog. Tomoffel, eine durch „somatische Hybridisierung bzw. Protoplastenfusion zwischen Zellen verschiedener Pflanzenarten“ (= Zellkulturtechnik) erzeugte und zur ganzen Pflanze regenerierte Hybride aus Tomate und Kartoffel, hier die Originalpublikation:
    Carlsberg Research Communications, July 1978, Volume 43, Issue 4, pp 203-218
    Somatic hybrid plants of potato and tomato regenerated from fused protoplasts
    Georg Melchers, Maria D. Sacristán, Anthony A. Holder
    Allerings waren der Eigenschaften der Tomoffel nicht so durchschlagend bzw. die Pflanze war wohl auch nicht genetisch stabil, wie oben schon erwähnt. Außerdem haben Tomaten und Kartoffeln unterschiedliche Ansprüche an die optimalen Wachstumsbedingungen. Lt. Lehrbuch handelte es sich um ein „Kuriosität“ ohne echten landwirtschaflichen Nutzen. Aber sie wollen wahrscheinlich wissen, ob diese Pflanze Gentechnik ist…
    Hm, da scheiden sich die Geister, die einen sagen ja, die anderen nein. Im engen Sinn ausgelegt ist so einen somatische Hybridpflanze Gentechnik, wenn sie nicht auch mit herkömmlichen Züchtungstechniken hergestellt werden kann; also wenn Tomate und Kartoffel via Pollen miteinander gekreuzt kein keimfähiges Saatgut ergeben, wäre es wohl Gentechnik. Andererseit haben sie vielleicht letzte Jahr den „Skandal“ um Hybrid-Chicoree in Bioläden mitbekommen. (Mehr dazu unter http://url9.de/Wg6). Auch da ist somatische Hybridisierung/Protoplastenfusion (zwischen Chicoree und Sonnenblume) im Spiel. Daraus entsteht über die pflanzliche Gewebekultur und Regerenation eine männlich sterile Chicoree-Pflanze, die keine fertilen Pollen mehr bilden kann und die der Züchter gezielt mit einer anderen Chicoree-Pflanze bestäuben kann. Aus dem resultierenden Saatgut wachsen Hybrid-Chicoree, die bessere Eigenschaften (z.B. höheren Ertrag) haben, als die reinerbigen Ausgangssorten. Ein gängiges, legales Verfahren in der Pflanzenzüchtung und -produktion. Die Landwirtschaftverbände sagen. das ist keine Gentechnik, die Grünen sagen, es ist Gentechnik „light“. Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht verwirrt.
    Im Internet kursieren noch die Tomtato, Pomato oder auch als Tomoffel bezeichnete Pflanzen, die man auch kaufen kann. Hierbei handelt es klar nicht um Gentechnik, sondern um ein chimäres Produkt der Veredelung durch Propfung. Man nimmt eine Kartoffel (als Unterlage) und eine Tomate als Edelreiser. Das kennt man vom Weinbau (Unterlage = reblausresistent und Edelreiser = V. vinifera ssp. z.B. Riesling, Spätburgunder etc.) oder aus dem Obstbau (Kirsch-, Apfel- oder Birnbäume sind immer gepfropft, die Unterlage = Wurzelstock regelt u.a. die Wüchsigkeit des oben drauf Gepropften; eine Wissenschaft für sich). Pflanzen haben durch Ihre hohe Regenerationsfähigkeit die Eigenschaft, das die Schnittstellen miteinander so verwachsen zu können, das das Ganze als Einheit funktioniert. Vielleicht meinten Sie ja auch diesen Fall? Der ist -wie schon gesagt -- keine Gentechnik, aber auch weit davon entfent, in der Natur so vorzukommmen 😉 Das Spaß kostet wohl um die 18 Euro… dafür würde ich lieber etablierte, schmackhafte Tomaten- und Kartoffelsorten getrennt pflanzen….
    MfG HUM

  12. @HUM #11
    Danke für die informationsreiche Zusammenfassung eines sehr komplexen Thema. Wobei ich als Leihe zwischen Propfung und Gentechnik keinen unterschied sehe. In beiden Fällen greift der Mensch ja in einen Prozess ein um zum Schluss ein besseres bzw. anderes Produkt zu erhalten. Was auch vernünftig scheint.

    Ich komme nur auf diese Tomaten-Kartoffel Kreation, weil diese im Handel (Markt) schon bei ahrens & sieberz aus siegburg im letzten Verkaufsprospekt angboten wurde bzw. wird.

  13. @Hofmann #12

    so würden die -meisten- Züchter, Biologen und Landwirte (zumindest die, die nicht der reinen Bio/Ökolehre verfallen sind) das auch gerne von Öffentllichkeit&Politik pragmatisch gesehen haben, um die durch NGOs dämonisierten „Gentechnik-Pflanzen“ zurückzuholen in die Normalität und auf das zu reduzieren, was sie sind: durch gezielte, molekulargenetische Eingriffe optimierte Nutzpflanzen, die per se kein größeres Risiko für Mensch oder Umwelt darstellen als jede „konventionell“ gezüchtete Pflanzensorte. Dafür stehen u.a. über mehr als 20 Jahre EU-geförderte Sicherheitsforschung von Akademie und öffentlichen Einrichtungen (mehr als 300 Mill Euro, mehr als 400 beteiligte Labore, mehr als 130 Einzelprojekte). Hier ist ein offizieller Bericht über die Zeit 2001-2010: http://url9.de/Wgg

    Im EINZELFALL ist zu jeweils zu prüfen, ob Züchtung (mit was-auch-immer- für-einer-Methode) eine neue Sorte hervorbringt, die besser und ggf. gesünder ist, unabhängig von der Methode, wie die Pflanze hergestellt wurde. Es gibt genügend Beispiele, wie etwa die konventionell gezüchtete Lenape-Kartoffel (hier beschrieben http://url9.de/Wgf), die sich als giftig erwiesen hat. Eine Kollegin meinte einmal, dass die Kiwi-Frucht nicht nach Europa eingeführt werden dürfte, würde man sie nach den gleichen Kriterien beurteilen, die an transgene Pflanzen angelegt werden, wg. Risiko für Mensch und/oder Umwelt: die Kiwi hat nämlich ein hohes allergenes Potenial! S. dazu hier http://url9.de/Wgi und z.B. hier http://url9.de/Wgj.
    Ich vergaß noch zu erwähnen, dass es einen fundamentalen Unterschied zwischen der akademischen Tomoffel aus den 80ziger Jahren (über Protoplastenfusion erzeugt) und der gepropften Variante (jetzt käuflich zu erwerben) gibt.
    Erste ist eine genetische Chimäre, d.h. sie besitzt in jeder ihrer Zellen Erbgut von Kartoffel und Tomate. Die Letzere bleibt oben immer Tomate und liefert auch nur Samen, aus denen wieder Tomaten werden und unten aus den Kartoffelknollen können ebenfalls nur Kartoffelpflanzen wachsen… Wenn diese Tomoffel eingeht, müssen Sie aus einer Kartoffel und einer Tomatenpflanze durch Pfropfung eine neue Tomoffel erzeugen…

  14. @HUM
    Wirklich schön mit anzusehen, wie Sie uns in Richtung Gentechnik weiterbilden……ick würde mir dahingehend einen supertollen Artikel von Ihnen wünschen, der dann hier bei ScSk veröffentlicht werden könnte.

    Mit besonders freundlichen Grüßen
    Heinz Eng

  15. @ HUM #13
    Sehr schön zu erfahren, welche unterschiedliche Züchtungsmaßnahmen es hier gibt… genetische Chimäre -- Pfropfung

  16. @ Hoffmann, M.

    Ich komme nur auf diese Tomaten-Kartoffel Kreation, weil diese im Handel (Markt) schon bei ahrens & sieberz aus siegburg im letzten Verkaufsprospekt angboten wurde bzw. wird.

    Der Laden ist bei mir um die Ecke. Da werden in diesem Sommer wohl 3 Pflanzen davon bei mir im Garten stehen 🙂

  17. Zum Thema unterschiedlicher Risikobewertungen bei konventionellen Züchtungen (zu denen auch Mutationszüchtungen gehören) und gezielter Genveränderungen hatten wir hier mal einen Beitrag von dem Molekularbiologen Kevin M. Folta:

    Atomares Gärtnern – Die ultimativen Frankenstein-Pflanzen

    Daraus kommt diese aufschlussreiche Gegenüberstellung:
    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2012/07/Tabelle-1.jpg

  18. Um mal die Runde etwas aufzulockern…..hab heute bei der Shoppingtour mit meinem Frauchen ein tollen Spruch gelesen…den ich den hier Anwesenden nicht vorenthalten möchte.

    „““Ich habe meine Ernährung umgestellt…..
    .
    .
    Das Bier steht jetzt rechts neben der Tastatur.„““

    Aus der selben Brauerei gibbet auch ….https://www.klosterbrauerei.com/shop/Produkte/ALTERNATIVLOS_/167
    oder dat hier:…..https://www.klosterbrauerei.com/shop/Produkte/MUT-ZUR-LU-E-CKE_/164

    Na dann Prost…..
    Onkel Heinz……….bei mir steht dat Bier schon lange rechts neben der Tastatur……..weil nämlich links der Aschenbecher steht *grins*

    Edit H.E.

  19. #13. HUM

    so würden die -meisten- Züchter, Biologen und Landwirte (zumindest die, die nicht der reinen Bio/Ökolehre verfallen sind) das auch gerne von Öffentllichkeit&Politik pragmatisch gesehen haben, um die durch NGOs dämonisierten “Gentechnik-Pflanzen” zurückzuholen in die Normalität und auf das zu reduzieren, was sie sind: durch gezielte, molekulargenetische Eingriffe optimierte Nutzpflanzen, die per se kein größeres Risiko für Mensch oder Umwelt darstellen als jede “konventionell” gezüchtete Pflanzensorte. Dafür stehen u.a. über mehr als 20 Jahre EU-geförderte Sicherheitsforschung von Akademie und öffentlichen Einrichtungen (mehr als 300 Mill Euro, mehr als 400 beteiligte Labore, mehr als 130 Einzelprojekte).

    Erst einmal danke für die sehr informativen Ausführungen. Tja, all die Forschung war wohl für die Katz, denn der grünverseuchte Flasbarth aus dem Umweltministerium, wir kennen ihn noch vom UBA, hat bereits seinen Daumen gesenkt! (fett von mir hervorgehoben)

    Tilo Spahl dazu auf NovoArgumente

    Laut dem Bundesforschungsministerium bergen gentechnisch veränderte Pflanzen nicht mehr Risiken als konventionell gezüchtete Pflanzen. Der Politik sind die Fakten egal. In der Debatte um die Gentechnik siegt nun die jahrzehntelang organisierte Angstmacherei, meint Thilo Spahl.

    Ende letzten Jahres zog das Bundesforschungsministerium ein Fazit aus 25 Jahren biologischer Sicherheitsforschung mit über 300 Forschungsprojekten. Über 60 Hochschulen und Forschungseinrichtungen waren an den Projekten beteiligt. Das Fazit lautet: Gentechnisch veränderte Pflanzen bergen nicht mehr und nicht weniger Risiken als konventionell gezüchtete. [1]

    Auf Basis dieser umfassenden Vorarbeit sollte es der Bundesregierung leicht fallen, in der Auseinandersetzung um die Zulassung gentechnisch veränderter Getreidesorten Position zu beziehen. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium, hat in einem Interview in der Printausgabe der FAZ am 11. Februar verraten, wie diese Position aussieht. Man sei sich einig, dass ein nationales Anbauverbot der richtige Weg sei.

    karl.s

  20. @Heinz #18
    Hmm -- lecker Schwarz Bier 😀 aber mit Merkel ????? Da geht dann doch der Geschmack, psychologisch bedingt, in den Keller.

  21. @Krishna
    Stimmt…..Schwarzbier ist Alternativlos……und die Pulle kannste ja umdrehen, vermeidet nebenbei gleich auch die Schleichwerbung^^

    Prost….
    H.E.

  22. @14
    Lieber Heinz Eng,

    Danke für die Blumen! Da ich über Sie und Ihre Mitsteiter hier und bei EIKE in den letzten Jahren Einiges über Energieerzeugung und Klima gelernt habe, bin ich Ihnen wohl was schuldig. Ich bitte aber um etwas Geduld, denn momentan wächst mir gerade die Arbeit etwas über den Kopf… da fehlt es mir leider an Zeit, einen fundierten Artikel zusammenzustellen, der auch für Nicht-Biologen gut lesbar sein sollte.
    Momentan drängt sich mir der Eindruck auf, dass die beiden Fachforen/Blogs http://www.gute-gene-schlechte-gene.de/ und http://www.transgen.de/forum/ mangels Nachfrage immer seltener frequentiert werden, was eben auch ein Zeichen dafür ist, dass die angewandte Pflanzen-Gentechnik in Deutschland keine Rolle mehr spielt und auf absehbare Zeit auch nicht spielen wird. Es bleibt nur noch http://www.gruenevernunft.de/ und ansonsten die „fachfremden“ Beiträge in Blogs wie diesem hier… und das, wo es gerade neue, sehr spannende Entwicklungen gibt, die molekularbiologische Werkzeuge liefern, mit denen man quasi chirurgisch zielgenau Pflanzengene so ändern kann, dass hinterher außer der erwünschten Mutation im Gen ansonsten nichts zurückbleibt und die resultierende Pflanze daher von einer konventionell/klassisch gezüchteten nicht mehr unterscheidbar ist. Sie wäre damit auch nicht transgen, sofern kein Fremdgen dabei eingeführt wurde. Ein Bsp. hier unter http://url9.de/Wgn
    Das ist natürlich der Alptraum der Gentechnik-Gegner (http://url9.de/Wgo)….

    @19 karl.seegert
    Ja, den Artikel habe ich auch gelesen. Im nächsten Absatz des von Ihnen zitierten Artikels kommt dann noch etwas Erhellendes:

    Nur das (nach all der mühevollen Forschung wohl etwas voreingenommene) Forschungsministerium muss noch auf Linie gebracht werden. In der zunächst abgedruckten, später als nicht autorisiert zurückgezogenen Fassung des Interviews sagt Flasbarth: „Einen Konflikt, der noch nicht überwunden ist, gibt es lediglich noch mit dem Forschungsministerium. Damit werden wir umgehen.“ In der zwei Tage später online korrigierten Fassung heißt es mit verbal gemäßigter Arroganz: „Einen Dissens, der noch nicht überwunden ist, gibt es vor allem noch mit dem Forschungsministerium. Deshalb müssen wir miteinander reden.“…

    Das sagt alles über die letztlich radikale -Realitäts- und Fakten ignorierende- Vorgehensweise von rein ideologisch-pseudoreligiös geprägten Leuten, die -wenn an der Macht- Ihre Vorstellungen zielgerichtet umsetzen.

  23. @Krishna Gans

    „Merkel“ hat aber einen höheren Alkoholgehalt als „Lu(e)cke“!

    Beide aber mit unter 4% doch recht mau -- eben doch Politiker.

  24. #18 heinze

    Um mal die Runde etwas aufzulockern…..hab heute bei der Shoppingtour mit meinem Frauchen ein tollen Spruch gelesen…den ich den hier Anwesenden nicht vorenthalten möchte.

    “””Ich habe meine Ernährung umgestellt…..
    .
    .
    Das Bier steht jetzt rechts neben der Tastatur.“””

    nutella besteht zu 60% aus pflanzlichen fetten. es ist also quasi ein salat :p

    [/offtopic]

  25. @Lieber HUM
    Ach…..keiner drängelt Sie….lassen Sie sich ruhig Zeit…..mich persönlich freut es doch schon, das wir einen waschechten Biologen dabei haben, der vor hat, auch bei uns etwas zu veröffentlichen.

    So sind wir fiesen Skeptiker nun mal…..immer bereit was dazu zu lernen…..wenns auch, wie in meinen Falle, etwas fachfremdes ist…….es gibt bestimmt ne Menge stiller Leser, die sich mit mir freuen würden, von Ihnen hier was lesen zu dürfen.

    Mit ganz besonders freundlichen Grüßen
    Onkel Heinz……war im Betteln schon immer Weltspitze

  26. @HUM

    irgendwie funzen die ‚url9.de‘-links nicht. ist das ein url-verkürzer? wenn ja, einfach den link direkt im text einbinden (mit der link-schaltfläche direkt über dem eingabefeld für kommentare)

    btw, super kommentar, bei denen man sogar noch was lernt 🙂

  27. @Michi
    Besorg Dir mal ein vernünftigen Browser…..bei Safari funken die Links nämlich erstklassig…..und beim feurigen Fuchs, sollte das auch klappen.
    MfG
    H.E.

  28. @Heinz #27
    Klappt auch ohne Probleme bei selbigem.

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