NOVO #115 ist erschienen

14. April 2013 | Von | Kategorie: Blog

novo_logo1Seit einigen Tagen ist die neue Ausgabe von NovoArgumente im Handel erhältlich. Für Leser dieses Blogs dürfte besonders interessant sein, dass das Thema Energiewende sehr prominent mit insgesamt 5 Beiträgen vertreten ist. In einem davon habe ich mich unter dem Titel „Willkommen im Zeitalter der Kohlenwasserstoffe!“ mit dem Thema Fracking und allgemein mit der Verfügbarkeit von Kohlenwasserstoffen beschäftigt.

Hier eine Inhaltsangabe und Angaben zu Bezugsquellen, zusammengestellt von der Novo-Redaktion:

Wahlkampftristesse 2013

Die aktuelle Printausgabe von NovoArgumente (#115 – I/2013) ist erschienen. In einem ausführlichen Interview im Themenschwerpunkt „Bundestagswahl 2013“ analysiert der Leiter des Forsa-Instituts Manfred Güllner den Aufstieg der Grünen (in voller Länge online: hier). Daneben enthält das Magazin fünf weitere Kapitel („Energiewende“, „Eurokrise“, „Genderpolitik“, „Tabakregulierung“, „Welthunger“) u.a. mit Texten von Walter Krämer, Claus Leggewie und Horst Meier sowie Mark Lynas und Interviews mit Roman Huber, Walter Hollstein und Ingo Pies.

 Inhaltsverzeichnis

 Bundestagswahl 2013

 Energiewende

 Europakrise

 Genderpolitik

 Tabakregulierung

 Welthunger

 Diverse Artikel

Vor dem Hintergrund des anlaufenden Wahlkampfes beleuchten die Autoren des Kapitels „Bundestagswahl 2013“ (Einleitung) die Krise der Parteien und der repräsentativen Demokratie. Im Novo-Interview analysiert Forsa-Chef Manfred Güllner den Zusammenhang von sinkender Wahlbeteiligung und dem Aufstieg der Grünen: „Die Politik orientiert sich überwiegend an den Interessen der grünen Wählerklientel – meist wohlversorgte ‚Postmaterialisten‘ im Dunstkreis des öffentlichen Dienstes. Dadurch fühlt sich die Mehrheit der ‚arbeitenden‘ Klasse bzw. der vielen um ihre Altersversorgung Besorgten von politischen Entscheidungsprozessen ausgegrenzt.“ Der Gesellschaftswissenschaftler Klaus Funken erwartet einen der langweiligsten Wahlkämpfe überhaupt: die eigentlich zentralen Themen Energiewende und Eurokrise werden weitestgehend ausgeblendet, stattdessen wird mal wieder ein Lagerwahlkampf inszeniert. Novo-Redakteurin Sabine Reul ruft dazu auf, der fortschreitenden Erosion der Demokratie durch eine Widerbelebung der Idee der Repräsentation zu begegnen. Ihre Redaktionskollegin Sabine Beppler-Spahl zieht eine kritische Bilanz der Regierungsjahre von Angela Merkel: „Wer den Konsens über alles preist, muss sich auf die Themen beschränken, denen möglichst viele zustimmen können.“ Und der Philosoph Günter Ropohl nimmt die unerfreulichen Auswüchse der Parteienherrschaft ins Visier.

Um die Zukunft unseres Kontinents geht es im Kapitel „Europakrise“ (Einleitung). Roman Huber, Vorstand von „Mehr Demokratie“, fordert im Novo-Interview einen Bürgerkonvent über die Zukunft der Europäischen Union. Der Ökonom Walter Krämer sieht Deutschland als Euroverlierer. Der Brüssel-Korrespondent des britischen Daily Telegraph, Bruno Waterfield, fragt, wie viel vom elitären Denken des NS-Kronjuristen Carl Schmitt sich in der heutigen Eurorettungspolitik widerspiegelt. Und die Novo-Redakteure Kai Rogusch und Alexander Horn untersuchen in ihren Texten den Zusammenhang von Wachstums- und Fortschrittsskepsis mit der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise.

Eigentlich sollte die Energiewende das größte technologische Projekt der Bundesregierung sein, aber sie droht zum Desaster zu werden. Die Autoren des Kapitels „Energiewende“ (Einleitung) fragen, wieso, und suchen nach Alternativen: „Im Gegensatz zu geschätzten null Prozent der deutschen Ökostromkunden oder Solardachbesitzer sind mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung noch nie mit einem Flugzeug geflogen. Warum setzen wir uns nicht zum Ziel, anstelle des Anteils erneuerbarer Energien, den Anteil fliegender Menschen auf 100 Prozent zu steigern?“, fragt Novo-Wissenschaftsressortleiter Thilo Spahl. Das Kapitel enthält weitere Beiträge von Heinz Horeis, Ulfried Weisser und Rudolf Kipp sowie ein Interview mit Joachim Weimann.

Im Kapitel „Genderpolitik“ (Einleitung) erkennt die Schriftstellerin Monika Bittl in der Sexismusdebatte Anfang des Jahres eine „Festschreibung des weiblichen Opferstatus“. Für den freien Journalisten Matthias Heitmann ist Geschlechterpolitik ein Herrschaftsinstrument. Statt Quotendebatten fordert er „Frauen und Männer mit Eiern“. Der Männerforscher Walter Hollstein erklärt im Interview, wieso Jungen und Männer die eigentlichen Modernisierungsverlierer sind. Das Kapitel enthält weitere Beiträge von Alexander Ulfig, Michael Klein und Nathalie Rothschild.

Novo-Redaktionsleiter Johannes Richardt setzt sich im Kapitel „Tabakregulierung“ (Einleitung) kritisch mit der geplanten EU-Tabakrichtlinie auseinander. Der Präventionsexperte Romano Grieshaber hinterfragt die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Tabakepidemiologie. Weitere Beiträge stammen von Brendan O’Neill und Christoph Lövenich. Im Kapitel „Welthunger“ (Einleitung) beschreibt der ehemalige Antigentechnikaktivist Mark Lynas die Potentiale der grünen Gentechnik zur Bekämpfung des Welthungers. Der Wirtschaftsethiker Ingo Pies erklärt im Novo-Interview, wieso Nahrungsmittelspekulationen keine negativen Effekte auf die Agrarrohstoffpreise haben. Weitere Beiträge stammen von Ulrich Koester, Alexander Horn und Christian Strunden. Die Rubrik „Diverse Artikel“ enthält Beiträge von Claus Leggewie und Horst Meier, Monika Bittl, Tobias Prüwer und Christian Dürnberger.

Die aktuelle Ausgabe (S. 342) kann für EUR 19,80 im Online-Shop bezogen werden. Sie ist als Printausgabe (zzgl. Versandkosten) und als Digitalausgabe (PDF, E-Pub und Mobi) erhältlich. Weitere Informationen, das aktuelle Cover und Rezensionsexemplare können beim Verlag angefordert werden. Zum Komplettinhaltsverzeichnis: hier.

Seit 1992 steht NovoArgumente für unabhängigen politischen Journalismus jenseits des Mainstreams. Unser Netzwerk gibt Publikationen heraus, führt Diskussionen im Internet und veranstaltet Livedebatten. Wir sehen uns in der Tradition von Aufklärung und Humanismus. Wir rücken den Menschen ins Zentrum unseres Denkens. Uns interessieren Möglichkeiten statt Grenzen, Fakten statt Vorurteile, Verbindendes statt Trennendes. Wir laden zum offenen Diskurs ein und bieten Raum für Kontroversen. Mitstreiter sind willkommen.

 

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