NovoArgumente Online: Ein Schüler liest den Ökos die Leviten

17. Januar 2016 | Von | Kategorie: Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ressourcenverknappung

novo_logoWenn ich die moralinsauren Empfehlungen Revue passieren lasse, die während meiner Schulzeit in den 1970er und 1980er Jahren so auf mich niederregneten, kann ich im Nachhinein nur feststellen: Eure Indoktrinationsversuche, liebe Lehrer, haben nicht funktioniert. Schon damals standen Ressourcenverknappung, Umweltschutz und der böse Kapitalismus ebenso auf der Tagesordnung, wie praktische Regeln für den Alltag. Vor den aufkommenden Computern wurde ebenso gewarnt, wie vor Groschenheftchen (Perry Rhodan, Jerry Cotton und Co.) und vor Drogen aller Art (gleich ob legal oder illegal). Am Ende hat das alles nur neugierig gemacht und den Blick auf die Dinge gerichtet, die man sich zumindest intensiver anschauen, wenn nicht gleich hinterfragen sollte. Genau so, liebe Lehrplangestalter, läuft es heute immer noch ab:

Warum also verbietet meine Kantonschule Stadelhofen das Fliegen, wenn wir auf Klassenreisen gehen? In meinen Augen ist es ein elender Versuch einer Reue induzierenden Verhaltenskontrolle, die uns von der grünen Moralpolizei, die diese Schule beherrscht, serviert wird.

…schreibt der schweizerische Abiturient Andreas Seaman in einem empfehlenswerten Text bei NovoArgumente Online. Und gelangt nach einem Galopp durch die Zukunftsängste der Gegenwart zu folgendem Ergebnis:

Anders als die Grünen denke ich, dass wir die Armen aus ihrem Unglück heben und das Leben aller verbessern sollten, indem wir endlich anfangen, unsere Wirtschaften wachsen zu lassen, unseren ökologischen Fußabdruck zu vergrößern und unser Potenzial zu entfalten. Lasst uns die Generation sein, die allen das Leben lebenswerter macht, indem wir die Natur unterwerfen. Oder wie es Francis Bacon gesagt hätte: Wir müssen die Natur mehr dominieren, sie foltern und sie zwingen, ihre Geheimnisse preiszugeben.

Zusammengefasst: Schämen wir uns nicht für unseren ökologischen Fußabdruck und unseren Einfluss auf die Natur. Im Gegenteil! Lasst uns den misanthropischen Grünen sagen, sie sollen sich davonmachen und uns die Erde stolz regieren lassen, damit wir unsere immer wachsenden Bedürfnisse befriedigen können.

Hier geht es zum vollständigen Artikel: Ökologismus: Der Mensch als Plage?

Ergänzend möchte ich auf zwei meiner Texte hinweisen. In Die Ressourcen und das Primat der Technologie erläutere ich den von Seaman zitierten Satz Björn Lomborgs, nach dem die Angst vor einer Rohstoffknappheit der Angst vor dem Hungertod entspricht, wenn man beim Blick in den Kühlschrank feststellt, nur noch Vorräte für die kommenden drei Tage zu haben. In Der Ökologismus ist nicht modernisierbar werbe ich ebenfalls für eine Ausweitung unseres Einflusses auf die Natur.

Wenn meine Lehrer das heute lesen würden, wären sie entsetzt. Und das ist auch gut so.

 

 

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35 Kommentare
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  1. Meine Lehrer wären wohl weitgehend überhaupt nicht entsetzt. Ich könnte mir vorstellen mit einigen sogar recht vergügt über diese Themen reden zu können. Leider leben meine Lehrer alle nicht mehr. Die Schulzeit war nicht schlecht in Bayern und den vollen Wert und die volle Wertschätzung meiner Lehrer habe ich erst später erkannt. (Gut einige auch ausgenommen) Unsere Abiturklasse 1968, alle haben studiert und wir treffen uns alle paar Jahre zu einer „Klassenfahrt“ von 4 Tagen, wäre wohl weitgehend der gleichen Meinung. Wie gesagt wir haben noch vollständigen Kontakt, bis auf die, die schon bei den Lehrern sind..
    Mit den Grünen und anderen komischen Ideen mußten wir uns 1968 zum Glück nicht plagen. Uns stand die Welt offen!!!

  2. @Karl Reichart #1
    Ich habe zwar 4 Jahre später Abitur gemacht, habe aber ähnliche Erfahrungen gemacht.
    Wir konnten ab der 11. im Unterricht rauchen und Kaffee trinken, den einer von uns mit Lehrers Auto holen dufte, mit dessen Geld in der Tasche für’n Päckchen „Wiener Melange -- fein gemahlen“, und unser Direx wollte uns mit ausgebreiteten Armen am Hauptein-/ausgang daran hindern, auf Schüler--Demos zu gehen, derweil wir uns kalt lächelnd am Seitenausgang Richtung Innenstadt (Kudamm) bewegten 😀
    Kritisches Denken war angesagt, Meinungen zu hinterfragen Pflicht, ein Satz eines Lehrers konnte wg. folgender Diskussion über selbigen den Unterricht lahm legen, zumindest in den Fächern, Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde (ja, so hieß das damals bei uns).
    Einige Ehrenrundendreher haben uns ein Jahr früher auf ein höheres Level gehoben in der (Schul)politischen Kultur.

    Wollen hoffen, das Schüler, wie der Texter im Artikel nicht die Ausnahme bleiben, sondern sich trauen, die öffentliche Diskussion zu suchen !

  3. Das ist wirklich ein erfrischender Artikel. Mein Eindruck ist sowieso, dass sich bei dieser Generation schon ziemlicher Gegenwind gegen diese misanthropische Grundhaltung, die sich sich in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat, entwickelt. Bei den Literaturangaben in NOVO-Argumente gibt Seaman ein Buch von Zubrin an und da hat er wohl viele seiner Argumente her. Das Buch gibt es auch als Ebook und ist eigentlich ein Muß, wenn einem englisch lesen nichts ausmacht. Zubrin war auch schon einmal in der Power-Hour bei Alex Epstein.
    Eine Ausweitung des menschlichen Einflusses auf die Natur wird sicher nicht ausbleiben. Sie sollte aber Nutzen für den Menschen bringen, diese Busybodys, die einfach nur machen wollten, weil sie sich wichtig finden, werde ich immer bekämpfen. Ich muß keinen treten, weil mir da nach ist, auch die Natur nicht.

  4. Es ist eine Illusion zu glauben, dass unsere Resourcen unbegrenzt sind . Bedingungsloses, unbegrenztes Wachstum sind wie eine Droge, welche die Welt und die Menschheit zwingend in die Katastrophe führen. In 30 Jahren wird die Welt voraussichtlich 10 Milliarden Menschen beherbergen, die alle auf dem europäischen Lebensstandard leben wollen.
    Selbst bei größtem Optimismus eine nicht zu bewältigende Herausforderung. Es wird zu Verteilungskämpfen kommen, die durchaus auch im Untergang der Menschheit enden kann. Bei allem Respekt für jugendlichen Optimismus etwas mehr Realismus wäre angemessen.

  5. Super.

    Wenn ich die moralinsauren Empfehlungen Revue passieren lasse, die während meiner Schulzeit in den 1970er und 1980er Jahren so auf mich niederregneten, kann ich im Nachhinein nur feststellen: Eure Indoktrinationsversuche, liebe Lehrer, haben nicht funktioniert.

    Kann ich auch sagen. Vielmehr habe ich mir darüber in der Schulzeit keine großen Gedanken gemacht und mich an Schülerdemos etc. nie beteiligt. Empfand ich als Blödsinn und Zeitverschwendung.

    Ich wurde gar zum Schülersprecher in der Oberstufe gewählt, vermutlich da ich keine radikale Kampflesbe war. Die war zuvor Schülersprecherin, da sich keiner zu Wahl stellen wollte. 1 Jahr später war sie am Wahltag nicht anwesend, so machte ich den Vorschlag, dass sich jeder zu Wahl stellen sollte und wurde daraufhin zum Schülersprecher gewählt. Die Kampflesbe kam einen Tag später mit Schweizer Armeemesser im Gürtelhalfter zu mir und fragte, ob sie wieder das Amt übernehmen könnte. Ich sagte Nein.

    Da saß ich dann mit den ganzen ökobeseelten Schülersprechern und Lehrern. Habe die aber untereinander streiten lassen und mich raus gehalten. Die Themen waren eh unbedeutend. Kaffeeautomaut in der Schule, Ja/ Nein?, etc..

    Die ökobeseelten Lehrer/innen mit Leoprint-Leggins, Mechthild, Gesa, etc. fand ich ganz nett und habe im Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, Geo, etc., dass erzählt, was sie gut fanden und 13 Punkte bekommen. Mein Bruder, ein Jahrgang über mir, hat das falsch gemacht und sich mit der Lehrerin angeglegt und dann nur 9 Punkte bekommen.

    PS

    Und die Ökos werden aufgrund von Peter Hellers Artikel wieder schreiben, nach ihm die Sintflut. Der will nur konsumieren auf Kosten der Erdenmutter Gaia und der Armen in dieser Welt.

  6. Und eines ist auch klar. Deutschland wurde mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 50er Jahre immer reicher und bedeutender. Und seit den 1980er Jahren der Umweltschutz immer hervorragender. Wir haben so viele NSG und LSG wie noch nie und einen Artenreichtum wie noch nie. Kormorane und Storche und Seeadler, Basstölpe, Kegelrobbe, sind wieder da und viele neue Arten. Ohne das die Grünen dafür etwas getan hätten. Die vertiefen die Flüsse und bauen WKA in Wälder und in/an NSG und LSG und bauen dort Maismonokulturen hin.

  7. @ Brückner. Ein Schiff hatte lange Zeit nur eine begrenzte Resource an Wasser und ein U-Boot an Atemluft.. Nach Greenpeacetheorien der Endlichkeit, wären wohl alle verdurstet und erstickt. Aber die Leute haben klug gerechnet und vor allem das Problem durchbrochen. Energie ist auch hier wieder einmal die Lösung, Natürlich zuverlässige Energie ohne unplanbare Volatilität.. Trink-Wasser und Sauerstoff wird heute je nach Antriebtechnik im Überfluß produziert. Der jugendliche Optimismus, den wir zusammen mit unseren Lehrern schon 1968 hatten, führt also weiter. Gründenke führt in die Kalahari der San, seit der Steinzeit bis heute eine stabile Kleingesellschaft, Weg mit dem Atom, weg mit der Kohle, damit weg vom Stahl, weg mit Autos, weg mit Maschinenbau, weg mit Arbeitsplätzen, weg mit dem Wohlstand und damit auch mit dem medizinischen Fortschritt. Zurück in die „Kalahari“ wo der „Grüne“ aber wegen mangelnder Kenntnise der Natur nach wenigen Tagen eingeht. Über 80 mit Freude am Leben, wird er in der heilen Öko-Welt nicht mehr werden.@ # 2
    Solche katastrophalen Verhältnisse hatten wir an unserer Schule 1968 noch nicht. Ich sprach von Bayern, dem Allgäugymnasium. Kein Rauchen, kein Anbiedern der Lehrer. Klarer Bildungsauftrag! Die „68er“ kamen später und in allen Bundesländern katastrophaler als bis heute in Bayern. Auch deshalb alle Vergleichzahlen heute noch in Bayern etwas günstiger.

  8. @ Michael Krüger, Wir hatten in Bayern schon Naturschutz und moderne Kläranlagen flächendeckend, wo „rote Bundesländer“ davon träumten und die Grünen noch nicht geboren waren. Der erste real existierende „grüne“ Staat war Bayern. Die dann später real existierenden und leider auch regierenden „Wahren Grünen Dampfplauderer“ hatten erstens schon weitgehend keine naturwissenschaftliche Grundbildung mehr und erschöpften sich im Ausdenken griffiger Worthülsen der Umweltpropagande zur Erreichung der politischen Macht und Erhaltung dieser. Dafür ist kein Schlagwort zu plump und keine Lüge ausreichend. Die Medienschaffenden wurden schnell, siehe #2 mit rauchenden, Kaffee trinkenenden Schülern von sich anbiedernden Lehrern vor allem außerhalb Bayern heran“gebildet“. Keine Ahung, aber gut im „Schreiben“ und im „Labern“. So geht das deutsche Volk durch die Gehirwäsche derer, die auf jeden Fall wenig Naturwisschenschaften und Faktenwissen im Oberstübchen haben.

  9. Entschuldigung, habe etwas Wesentliches vergessen. Bayern hat mit vielen Flüchtlingen und viel Know How seine natürliche Heimat bewahrt sinnvoll umgestaltet und den Naturschutz mit parallel laufender guter Wirtschaft sich selbst verdient/erarbeitet.

  10. Herr Heller,

    Am Ende hat das alles nur neugierig gemacht und den Blick auf die Dinge gerichtet, die man sich zumindest intensiver anschauen, wenn nicht gleich hinterfragen sollte. Genau so, liebe Lehrplangestalter, läuft es heute immer noch ab

    Schön wäre es, die Mehrheit ist wohl der Meinung von K.Brückner. Sie müssten die Lehrplangestalter fragen, woher sie die Blaupausen für ihre Lehrpläne bekommen. Massenmedien dto.

    Herr Reichart #1,

    Mit den Grünen und anderen komischen Ideen mußten wir uns 1968 zum Glück nicht plagen. Uns stand die Welt offen!!!

    Die Ideologie von den Grenzen des Wachstums ala Meadows wurde aber kurz danach von der FDP unter Genscher und Menke-Glückert flächendeckend in Westdeutschland eingeführt.

  11. @ Brückner, #4:

    Wir hören jetzt seit 50 Jahren das Mantra, dass wir unverzüglich unsere Lebensweise komplett ändern müssen, weil sonst die Katastrophe droht. Haben wir nicht gemacht; im Gegenteil, die ärmeren Länder haben diese Lebensweise übernommen.

    Trotzdem ist die Katastrophe nicht nur ausgeblieben, sondern es geht sowohl Mensch als auch Natur heute besser als vor 50 Jahren.

    Das hat aber nicht dazu geführt, dass der Club of Rome und ähnliche Propheten, die regelmäßig um 180 Grad daneben liegen heute ausgelacht würden. Angst verkauft sich eben besser als Optimismus.

  12. @Karl Reichart #8

    siehe #2 mit rauchenden, Kaffee trinkenenden Schülern von sich anbiedernden Lehrern vor allem außerhalb Bayern heran“gebildet“.

    Kaffee gab’s in Kunst, geraucht wurde in Mathe, es war der einzige Lehrer, der es geschafft hat, uns Differential- und Integralrechnung sinnvoll zu erklären und beizubringen. Er wechselte später an eine andere Schule als Co-Direktor, um noch etwas später als Direktor wieder zurück zu kommen. Er hat sich nicht angebiedert, wir haben es uns „erkämpft“.
    Unsere Argumentation war wohl schlüssig 😀

  13. @K.Brückner #4
    Mir wäre nicht bekannt, dass die Erde irgendwelche Resourcen geschweige denn Rohstoffe verlieren würde. Oder zieht der Erde die ganze Zeit schon der Rohstoff- und Resourcen Verbrauch seinen Schweif hinterher?!
    In einen Kreislaufsystem verschwindet nicht einfach was. Dinge (Rohstoffe oder auch Resourcen) verteilen sich nur etwas anders oder wandeln sich ständig in einen anderen Agregatszustand. Wasser ist hiefür ein gutes Beispiel.
    Somit wird uns auf der Erde nichts ausgehen außer unserer Fähigkeit unser Wissen in den Wohl der Menschenheit (Fortschritt und Marktwirtschaft) zu stellen.

  14. @Hoffi
    Nicht ganz richtitsch….#

    Die feste Masse der Erde vergrössert sich Tag für Tag. Grund dafür ist vor allem Meteoritenstaub, welcher aus dem All auf die Erde fällt, sowie kleine Meteoriten. Grosse Meteoriten spielen masseanteilig nur eine kleine Rolle. Pro Tag fällt auf diese Weise eine Masse von durchschnittlich 40 Tonnen am Tag auf die Erde. Das entspricht pro Sekunde 462 Gramm, etwa so viel wie gut 4 Tafeln Schokolade wiegen. Die Erde verliert aber auch Masse. Das Entweichen leichter Gase (Jeans Escape) in der oberen Atmosphäre in den Weltraum übersteigt den Massezuwachs durch Partikel aus dem All. Die Erde wird somit immer leichter. Pro Sekunde verliert die Erde ca. 3 Kilogramm Wasserstoff und 50 Gramm Helium. Insgesamt gesehen nimmt die Masse der Erde pro Sekunde um gut 2,5 Kilogramm ab.

    http://www.live-counter.com/massezuwachs-erde/

    Onkel Heinz…ewiger Besserwisser^^

  15. @4 Herr Brückner: Woher wissen Sie so genau wie die Welt in 30 Jahren aussieht und wie viele Menschen dann darauf leben? Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass mit den heute bekannten Nutzungen natürlicher Ressourcen und den heute nachgewiesenen Ressourcen der heute bekannten Rohstoffe oder Energieträgern in 30 Jahren ein Problem besteht? Die Geschichte zeigt m.A. eindeutig, dass eine Extrapolation der jetzigen Verhältnisse in die Zukunft nur Visionen aber keine Planungsgrundlage sein können. Bezüglich des Bevölkerungswachstums gibt es ernst zu nehmende Studien, dass sich dieses schon spürbar verlangsamt. Benzin oder vergleichbares kann man auch über chemische Prozesse in Hochtemperatur Reaktoren herstellen. Haben Sie schon vor dreißig Jahren gewusst, wie Kommunikation heute funktionieren würde? Ich hab auch wie Herr Reichardt 1968 Abitur gemacht , allerdings „nur“ in der DDR, also nicht mit Bayern vergleichbar (kleine Spitze nebenbei). Aber uns hat man damals auch schon vorgerechnet, dass das Erdöl noch ca. 30 Jahre reicht und Erdgas noch ca. 100 Jahre. Vorhersagen sind halt schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Und die Vorsorgemaßnahme für die Kinder und Enkel: Also wir haben die Welt zu unserer Zeit so gestaltet und wenn ihr unsere Erfahrungen nutzt und genau so weitermacht wird es euch gut gehen. Geht nicht, Erfahrungen zu nutzen ist nicht verkehrt aber neue Entwicklungen und neue Herausforderungen können damit nicht alleine bewältigt werden. Und niemand, weder ich noch Sie können das alles voraussehen.

  16. #4,

    In 30 Jahren wird die Welt voraussichtlich 10 Milliarden Menschen beherbergen, die alle auf dem europäischen Lebensstandard leben wollen.

    Das letzte Wort ist fehlerhaft. Es muß lauten: „leben werden“.

    Natürlich, mit Windrädern und Sonnensegeln und Planwirtschaft ist „Wohlstand für alle“ nicht zu erreichen. Mit freier Marktwirtschaft und Kernenergie dagegen durchaus.

  17. Heute darben und den Gürtel enger schnallen, damit irgendwelche fiktiven Enkel in „Saus und Braus“ leben können ??
    Die schaffen das, besser ohne uns !

  18. @14.Heinz
    Über diesen Sachverhalt lässt sich ausführlich diskutieren. Gase gegen Materie oder warum die Erde „trotzdem“ eine Atmosphäre hat 😉

  19. Nicht ganz OT hier, aber interessant:

    Das Sozialgericht Mainz hat entschieden, dass Einnahmen aus dem Betrieb einer Solaranlage auf eine Altersrente anzurechnen sind und bei Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze dazu führen können, dass bereits ausgezahlte Rentenleistungen zurückerstattet werden müssen (Urteil vom 27.11.2015, Aktenzeichen S 15 R 389/13).

    Einnahmen aus dem Betrieb einer Solaranlage sind auf Altersrente anzurechnen

  20. Allen Kritikern meines Kommentars ( 4 ) gebe ich folgende Antwort: Es wäre empfehlenswert etwas intensiver über die realen Probleme unserer Erde nachzudenken. Dazu nur ein paar Stichworte: Klimakatastrophe, Artensterben, Umweltverschmutzung, Energiekrise, Verteilungskriege, Religionskriege und das alles in Verbindung mit der größten aller vom Menschen produzierten Katastrophen, der gigantischen Bevlökerungsexplosion. Liebe Mitdiskutanten, ich kann ihren
    grenzenlosen Optimismus nicht teilen.

  21. @ Brückner, #20:

    Gehen wir mal Punkt für Punkt die Probleme durch, die Ihnen schlaflose Nächte bereiten:

    -- Klimakatastrophe: Hab ich noch nicht bemerkt. Obwohl ich mich gelegentlich im Klima bewege. Wird sich in den nächsten 100 Jahren wahrscheinlich auch nicht ändern.

    -- Artensterben: Ist zwar sehr schade -- wer hätte nicht gerne einen Dodo im Vorgarten -- ist aber eigentlich auch kein Problem, das uns bedrohen würde.

    -- Energiekrise: Gibt’s demnächst in Deutschland, dank unserer schwachsinnigen Energiepolitik. Ansonsten weit und breit nichts von Krise zu sehen, das würde sich in den Preisen bemerkbar machen.

    -- Kriege aller Art: Auch doof, wird es aber wohl immer geben. Es ist aber nicht mehr so schlimm wie es mal war. Denken Sie ans 20. Jahrhundert zurück.

    -- Bevölkerungsexplosion: Scheint bisher kein Problem zu sein, nachdem Hungersnöte in den letzten 100 Jahren trotz schnell wachsender Bevölkerung zurück gegangen sind. Zudem ist zu vermuten, dass das Bevölkerungswachstum irgendwann einen Peak erreichen wird, wenn die afrikanischen Länder etwas weiter entwickelt sind. Zumindest legt das die Erfahrung mit anderen Ländern wie Indien und China in der Vergangenheit nahe.

    Sie sehen, alles halb so wild. Schönes Leben noch, und danken Sie dem lieben Gott dafür dass sie nicht 100 Jahre früher geboren wurden, sonst hätten Sie vor lauter Alltag keine Zeit, sich über die „realen Probleme“ dieser Welt Gedanken zu machen 😉

  22. #20

    Klimakatastrophe

    Eine Fiktion

    Artensterben

    Artensterben ist der natürliche Lauf der Evolution. Ob die Menschheit den Prozess beschleunigt ist nicht messbar. Es wird in grünlastigen Medien gern behauptet, aber das ist unfundiert.

    Umweltverschmutzung

    Da tun wir was gegen. Und je mehr Wohlstand eine Gesellschaft hat, umso besser kann sie das tun.

    Energiekrise

    Eine Fiktion

    Verteilungskriege

    Eine Fiktion

    Religionskriege

    Schlimm, aber leider eine unvermeidliche Begleiterscheinung von Religion. Ob die Gründung einer neuen Ökoreligion da hilft?

    der gigantischen Bevlökerungsexplosion

    So gigantisch ist sie jetzt auch wieder nicht, und wird sich mit zunehmendem Wohlstand weiter abflachen. Eine Win-Win-Situation.

  23. anorak2 #22,

    Verteilungskriege

    Eine Fiktion

    Religionskriege

    Schlimm, aber leider eine unvermeidliche Begleiterscheinung von Religion. Ob die Gründung einer neuen Ökoreligion da hilft?

    Verteilungskriege sind doch keine Fiktion. Was läuft da in Nordafrika und Nahost?
    Gigantische Öl-und Gasfelder gibt es in Libyen,Sudan,Irak,Syrien…
    Religionskriege sehe ich nicht, nur feindliche Übernahmen durch fremdfinanzierte private Söldnerarmeen, genannt Al Kaida, Al Nusra oder IS usw., welche die Ressourcen ehemals souveräner Staaten stehlen und zu Geld machen und nebenbei Völkermord betreiben.

  24. #23

    Verteilungskriege sind doch keine Fiktion. Was läuft da in Nordafrika und Nahost?
    Gigantische Öl-und Gasfelder gibt es in Libyen,Sudan,Irak,Syrien…

    Das heißt aber nicht, dass deswegen dort Krieg ist. Kriege gibt es auch in Weltgegenden ohne Ölfelder.

    Es ist definitiv billiger, Öl am Weltmarkt zu kaufen, als deswegen einen Krieg zu führen. Kriege gehen wirklich ins Geld und sind sehr riskant. Aber Öl wird gern in jeder Menge ganz friedlich geliefert.

    Religionskriege sehe ich nicht

    Sind’s die Augen geh zu Ruhnke. Kreuzzüge, 30-jähriger Krieg, Pakistan/Indien, ISIS …

  25. #24

    Aber Öl wird gern in jeder Menge ganz friedlich geliefert.

    ja, z.B. von ISIS über NatoStaat Türkei,Israel an uns…

  26. Was ich an der Kritik à la Brückner so absurd finde, ist die Tatsache, dass am Ende immer die kapitalistische Wirtschaftsordnung -- letztendlich also die westliche Lebensweise -- als Ursache für diese „Buzzwords der politischen Enzyklopaedie des Schreckens“ ausgemacht wird. Man hätte also die Wahl zwischen Wohlstand und Nachhaltigkeit.

    Das ist aber kompletter Unsinn, das Gegenteil ist der Fall: Wohlstand ist der Schlüssel für die Lösung von Problemen wie Bevölkerungsexplosion, Umweltverschmutzung und Verteilungskriegen. Erst wenn der Bauch voll ist und das Auto in der Garage des eigenen Hauses steht, fangen Menschen an, sich für Umwelt-, Tier- und Artenschutz zu interessieren und brauchen auch keine zwölf Kinder mehr (von denen acht verhungern oder in Kriegen sterben), um im Alter abgesichert zu sein. Das ist etwas, das man in der Vergangenheit überall auf der Welt beobachten konnte und auch heute noch beobachten kann. Ich empfehle regelmäßige Reisen in Länder der 2. Welt (z.B. in Südostasien), dort kann man diese Entwicklung live, in Farbe und im Zeitraffer-Tempo nachverfolgen.

    Dieser Wohlstand erfordert sicherliche eine große Menge an natürlichen Ressourcen. Aber dass diese knapp würden, lässt sich auch nicht erkennen, weil deren Preise sonst überproportional zum Verbrauch steigen müssten.

    Das dürfte auch der Grund sein, warum dieses politische Lager nun mit Vorliebe mit dem Klimawandel argumentiert; damit hat man nämlich ein hübsches Bedrohungsszenario, das sich nicht mit geringem Aufwand von jedem VWL-Studenten widerlegen lässt. Weil die Hypothesen dazu letztendlich erst dann sinnvoll getestet werden können, wenn es angeblich schon zu spät ist.

  27. #26 Alfonzo

    Ihrem Kommentar kann man vorbehaltlos zustimmen.

    Der Mensch mag nun mal Katastrophenszenarien und der Weltuntergang ist schon mal das mindeste was heutzutage dafür herhalten muß. Ob nun durch Klimakatastrophe, Überbevölkerung oder die dekadente westliche Lebensweise, wir werden alle sterben und wenn nicht wir, dann werden spätestens unsere Kinder und Enkel daran glauben müssen.
    Es gibt genügt Beispiele dafür, das Wohlstand und Fortschritt allen nützt. Denen, die wie wir schon in Wohlstand leben und denen die heute noch in Armut leben erst recht.
    Wie umweltschädlich, unproduktiv und Ressourcen vernichtend eine Wirtschaft arbeiten kann haben wir in der DDR gesehen.
    Die Bevölkerungsexplosion ist auch so eine Metapher, die man schon heute als solche entlarven kann.
    Deutlich an China zu sehen, wie das Bevölkerungswachstum mit steigendem Wohlstand zurückgeht.
    In Indien ist es nicht anders, dass bereits an das Niveau der Fertilitätsrate der USA heranreicht. Die von Despoten beherrschten Länder Zentralafrikas, mit ihrer in Elend lebenden Bevölkerung, bestimmen im wesentlichen das weltweite Bevölkerungswachstum.
    Wenn man sich mit nüchternen Blick und etwas Realitätssinn die Welt anschaut, dann lösen sich die meisten Katastrophenszenarien in Luft auf. Übrig bleiben nur solche ,die wir mit unserer verfehlten einseitigen Politik selbst geschaffen haben. Dazu gehört die Politik „Der Fluch der bösen Tat“ wie Peter Scholl Latour es nannte oder die penetrant einseitige Strategie, die im Ukrainekonflikt gegen Russland gefahren wurde und wird. Da muss man wirklich schon froh sein dass die andere Seite sich das von uns so gefallen läßt und nicht auf den „roten Knopf“ drückt.

    Ich habe aber leider nur wenig Hoffnung das uns trotz sinkender Bevölkerungszahl in Deutschland die „Brückners“ in naher Zukunft ausgehen werden.

  28. die natur uns zu unterwerfen kann aber auch nach hinten losgehen !!
    abwässer beispielsweise einfach nicht mehr selbst zu reinigen oder salzhaltige abwässer versickern zu lassen ( die natur macht das schon ) könnte ein bisschen sauberes grundwasser verunreinigen .
    ich denke, dass die flüchtlingswelle 2015 erst der anfang war, die wissen ja inzwischen dank internet wie es sich bei uns lebt also kommen noch mehr !!

    wir menschen brauchen die natur, sie liefert uns alles was wir zum leben brauchen. wir können selbst kein grundwasser herzaubern wenn die reservoire mal leer sind genauso wenig können wir fruchbaren boden erzeugen.
    die energiekrise wird sicher kommen, die frage ist nur wie.
    wenn in frankreich alle akws ein bestimmtes alter erreicht haben und dadurch die verfügbarkeit sinkt dann könnten dort im winter bei kältewellen durchaus die lichter ausgehen ( thermosensibilität ).
    und wir mit der wärmepumpenförderung, die dann bei -20 alle die heizstäbe einschalten, fahren gerade auf das selbe problem zu.
    oder bauen die franzosen gerade 30 neue reaktoren? wo soll der strom mit dem die wärme erzeugt wird in zukunft herkommen?
    auch wir müssen dafür sorgen, dass keine energiekrise kommen kann !! durch nutzung von natürlichen ressourcen die nicht ausgehen.
    also doch die natur unterwerfen ?? mit sicht auf nutzung von sonnen- und windenergie geb ich dem abiturient recht. sofern
    er denn den text selbst geschrieben hat …

    „karl reichart“ vermietet wohnraum in „frankenhardt-oberspeltach“, hat also viel geld ( ist reich ) und kann sich auch bei 200$ das barrel öl noch leisten.
    ob ihm mieter recht sind, die sich heizen in zukunft nicht mehr leisten können ?? dann schimmelts.

    warum haben die amis denn jahrzentelang ihr öl gehortet? und jetzt plötzlich drängen sie damit auf den markt? ausverkauf?
    wenn zwischen iran/saudi arabien ein krieg ausbricht, dann werden wir der ölpreis stark steigen. also noch schnell heizöl kaufen 😉

    jetzt wars einige tage sehr kalt, aber jetzt schiessen die temperaturen schon wieder hin die höhe.
    selbst die schneedecke ist inzwischen in vielen regionen wieder weg.
    die solaranlagenbetreiber freuts natürlich. auch die sonnenstunden im jahr 2015 waren ja mehr als gut, die erträge der anlagen sind entsprechend sehr gut.

    ob diesen herbst in vielen regionen wieder trinkwassermangel herrschen wird? lkw transporte sind langfristig sehr teuer.
    bei uns fehlen gigantische 400l/m² die es die letzten 2 jahre zu wenig geregnet hat.
    einen weiteren trockenes jahr halten die trinkwasser reservoire aus. was dann? die natur unterwerfen und es regnen lassen??

  29. @christina #28
    Eins bedingt eben immer das Andere:

    jetzt wars einige tage sehr kalt, aber jetzt schiessen die temperaturen schon wieder hin die höhe. selbst die schneedecke ist inzwischen in vielen regionen wieder weg.

    Dafür regnet es entsprechend, die Pegel steigen ( Regen & Schneeschmelze)

    die solaranlagenbetreiber freuts natürlich. auch die sonnenstunden im jahr 2015 waren ja mehr als gut

    Die folge sind steigende Temperaturen, mehr Luftfeuchte, mehr Regen, mit Nachlauf natürlich.

    abwässer beispielsweise einfach nicht mehr selbst zu reinigen oder salzhaltige abwässer versickern zu lassen ( die natur macht das schon ) könnte ein bisschen sauberes grundwasser verunreinigen .

    Nun ist es ja nicht so, dass wir keine gut funktionierenden Klärwerke haben, im Gegenteil.
    Selbst Mülldeponien werden optimal betrieben und liefern Energie (Faulgase)

    auch wir müssen dafür sorgen, dass keine energiekrise kommen kann !! durch nutzung von natürlichen ressourcen die nicht ausgehen.

    Die sich aber „ausschalten“, wenn sie gebraucht werden. Sonne des Nachts und Bewölkung/Schnee auf den Kollektoren, Wind bei Flaute oder starkem Sturm.

  30. @christina #28

    die natur uns zu unterwerfen kann aber auch nach hinten losgehen

    Jedes Lebewesen „unterwirft die Natur“ auf seine Weise.
    Der Gepard, indem er schneller rennt als Antilopen, Löwen / ‚Wölfe, indem sie im Rudel jagen, Eulen, indem sie lautlos jagen, dank spezieller Federn, Killifische (eierlegende Zahnkarpfen) und deren Eier überleben Trockenheit über längeren Zeitraum und was es sonst noch an (Über)lebenskünstlern gibt, und das sind nicht wenige.

  31. Eine sachliche Diskussion ist leider nicht möglich wenn Berufsoptimisten und Wachstumsfetechisten das große Wort führen. In einer Art Größenwahn und Realitätsverlust haben sie jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren. Ich kann sie nur auffordern, sich etwas besser zu informieren und mit Demut und Bescheidenheit die Zukunft der Menschheit zu analysieren. Wer von der Klimakatastrophe nichts weiß, wer die Risiken der Religionskriege um 2 Beispiele herauszugreifen so ausblendet wie einige in diesem Forum, der kann einem nur leid tun. Auch wenn es einigen nicht gefällt, ich glaube, die Menschheit steht am Scheideweg.

    K.Brückner

  32. @K.Brückner #31

    Ich kann sie nur auffordern, sich etwas besser zu informieren
    [..]
    Wer von der Klimakatastrophe nichts weiß,

    Die 2 Sätze gehen nicht zusammen, denn gerade wer sich informiert, und zwar nach allen Richtungen, nicht nur in der grünideologisch deformierten Presse, der weiß, dass es keine Klimakatastrophe gibt und geben wird.

  33. @ Brückner, #31:

    ich glaube, die Menschheit steht am Scheideweg.

    Kann schon sein. Liegt aber eher an CRISPR/CAS und eher nicht am Klima.

  34. @Brückner
    Wer meint, die Zukunft der Menschheit würde sich endlos auf dieser blauen Murmel abspielen….hat wohl noch nix von Columbus gehört.

    In tausend Jahren (oder früher) ist die Erde ein Pilgerplanet…..oder eine große Urlaubsinsel….die dann von umweltangepassten Menschen und jeder Menge Ausserirdischer besucht wird.
    Wer das abstreitet….hat auch nix mit Darwin am Hut, juten Abend.
    H.E.

  35. Bei der Diskussion um Umweltschutz, Einfluß des Menschen auf die Natur oder eben Ökologismus fällt mir immer das Eine auf: alle Diskutanten trennen den Menschen von der Natur/Umwelt und betrachten ihn als irgendetwas Außenstehendes, nicht so recht zur Natur dazuzuzählen, getrennt davon, als seinen das zwei ganz verschiedene Dinge: der Mensch hier und die Natur da. Ich denke, das beruht auf unserer westlichen Philosophie von der Trennung von Geist und Körper, die auf Descartes zurückgeht und von der sich die Medizin allmählich erholt. Um die Dinge für uns besser erfassbar zu machen, trennen wir sie eben, in der Hoffnung, sie dann besser erforschen und besser beschreiben zu können.
    Diese Trennung ist nun aber problematisch geworden, denn der Eindruck ist entstanden, als sei dieser vor der Natur getrennte Mensch eine von außen einwirkende Kraft, die sich störend auf die ansonsten unberührte Natur auswirkt.
    Durch die „menschengemachte“ Trennung des Menschen von der Natur wurde er nicht nur zu einem Störfaktor, sondern sogar zu einem schädlichen Faktor. Man liest heute absolut ernst gemeinte Parolen vom Menschen als „Vernichter der Erde“. In keiner Naturdoku der jüngeren Zeit darf der Hinweis auf den schädlichen Einfluß des Menschen fehlen, der zum Tode niedlicher kleiner Eisbärchen, oder possierlicher Nagetierchen führen wird. Wobei noch gleich vorgetäuscht wird, dass man die Zukunft sehr genau kenne und wisse, dass es genau so kommen wird. Wer sich dem nicht anschließen will, ist der schädlichste aller schädlichen Menschen. Er sieht seinen zerstörerischen Einfluß nicht einmal mehr ein, nein! Er ist auch noch stolz darauf „die Erde (Gaia) zu vernichten“. Und es gibt sogar schon Pläne, wie solche „entsetzlichen Leute“ verhindert werden können und müssen: man muß es schon den Jüngsten eintrichtern, am besten schon gleich im Kindergarten. Eine Freundin berichtete mir neulich leicht verzweifelt von einem Konflikt bei einer Routine-Einkaufsfahrt, während der sich der gerade frisch eingeschulte Sprößling mit dem Vater ein Wortgefecht über die Sinnhaftigkeit dieser Fahrt lieferte und dem Vater sehr ernst vorwarf, er zerstöre seine (des Sprößlings) Zukunft, das haben er in der Schule gelernt! Hier „tropft“ eine seltsame Ideologie bis in die kleinste Zelle einer Gesellschaft, der Familie. Und verursacht dort von außen gewollte Konflikte, die ohne diesen Wahsinn wahrscheinlich nie aufgetreten wären. Ich halte das für verwerflich!
    An dieser Stelle sollte man spätestens Schluß machen mit dem tatenlosen Zuschauen und Gewähren lassen und die Gegenrede starten! Derartige (unnatürliche) Indoktrinationen durch den Staat sollten unterbleiben! Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass viele Menschen Opfer irgendeiner Ideologie werden.
    Es ist also wichtig, die Basisannahme des Ökologismus einer sehr scharfen Prüfung zu unterziehen, eben der Trennung von Mensch und Natur und seiner daraus abgeleiteten Sonderstellung in ihr mit der Konsequenz einer hohen Verantwortung, die dem Menschen dadurch zufalle.

    Mensch und Natur sind eins, genauso wie die Planktonpopulation der Ozeane, die zeitweise sogar aus dem Weltraum zu erkennen ist, genauso wie die Bärenpopulation, genauso wie die Eichen, Schmetterlinge und all das viele Getier, das auf der Erde und in der Erde herum kreucht und fleucht. Wir sind eine Lebensform unter Millionen Lebensformen. Jede hat offenbar genau den Einfluß, den sie wegen ihrer Größe und ihres Stoffwechsels haben muß. Der menschliche Einfluß auf die Natur ist nicht anders zu bewerten als der Einfluß der Pilzpopulationen auf das Ganze, oder der Bakterien.
    Wir können gar nicht aus den Gesetzmäßigkeiten einer natürlichen Entwicklung heraustreten, weil es sich um Funktionen handelt, die eben genau so ablaufen, wie sie das tun. Die Menschheit wird nie gegen ihren Überlebenstrieb handeln, auch wenn einzelne Individuen das hin und wieder tun. Wir verfügen über nur sehr wenig Wahlmöglichkeiten und der freie Wille, dass kann ich als Psychologin jedem versichern, ist eine Illusion. Wir handeln instinktgetrieben und erfahrungsgesteuert auf lerntheoretischer Basis, wie der Hund an unserer Leine, auch wenn wir viel intelligenter sind als Hunde und das immerhin bemerkt haben. Auf die Natur bezogen heißt das: wir handeln natürlich, nach natürlichen Gesetzmäßigkeiten, die sich im Laufe von Jahrmillionen bei Lebewesen herausgebildet haben. Und diese Gesetze sind gut, sie sind erfolgreich, sie haben dem Leben zum Überleben über die Äonen verholfen.
    Also bitte -- haben wir doch etwas mehr Vertrauen zu „den großen Zusammenhängen“. Wir tuen nichts für uns schädliches, solange wir angemessen auf eine sich verändernde Umwelt reagieren.
    Steigen wir also gelassen ins Auto, essen wir voller Appetit unsere Fischstäbchen aus der Tiefkühltruhe und lassen wir unsere Wirtschaft wachsen! Keine Angst! Es gibt keine „göttlichen“ und auch keine „natürlichen“ Strafen auf die Lust am Leben. Die „Lust am Leben“ ist natürlich, denn das Leben will ja schließlich überleben.

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