Nuklearia e.V.

31. August 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

NukleariaAls der Fukushima-Störfall die deutschen Medien beherrschte, stürmten Horden mehr oder weniger kompetenter „Kernkraft-Experten“ aus dem Umfeld von Greenpeace und anderer ökologistischer Vereinigungen die Studios der Sender und die Redaktionsräume der Zeitungen. Man hatte sie ja eingeladen. Ohne jetzt Quellen benennen zu können, erinnere ich mich an Diskussionen, warum denn niemandem aus der Industrie Gelegenheit gegeben wurde, dem Publikum einen anderen Blickwinkel, eine andere Sicht auf die Dinge zu präsentieren. Unternehmen, die Kernkraftwerke tatsächlich bauen und betreiben, wurden seitens der Medien ignoriert und von der Debatte ferngehalten. Die Begründung vor allem der öffentlich-rechtlichen Sender lautete damals, man wolle eben „unabhängige“ Experten und keine „Lobbyisten“, die eigene wirtschaftliche Interessen vertreten.

Man kann natürlich über die Naivität spotten, die Welt in dieser Weise in Gut und Böse zu unterteilen. Wo doch Greenpeace et al. eben auch nur Lobbyarbeit in eigener Sache betreiben und es ihnen auch nur darum geht, das Spendenaufkommen zu erhöhen. Man kann dahinter eine Methode vermuten, Zuschauer, Zuhörer und Leser nicht aufklären, sondern zu einer bestimmten Haltung erziehen zu wollen. Man kann diese Argumentation aber auch für sich nutzen.

Was wäre denn, gäbe es in der Kernenergie-Debatte ein Gegenstück zu den Umweltverbänden, in dem sich engagierte Bürger unabhängig von der klassischen „Atomlobby“ zusammenfinden? Menschen, die aus echter Überzeugung für eine Sache streiten und nicht dem Verdacht unterliegen, durch Geld gesteuerte Manipulatoren wider besseres Wissen zu sein? Fortan gäbe es Experten, denen man eine mindestens ebenso große moralische Integrität zuweisen müßte, wie den (selbsternannten) Umweltschützern. Die man seitens der Mainstream-Medien auf Basis der eigenen hohen Ansprüche an journalistische Unabhängigkeit nicht mehr ignorieren könnte. Fortan könnte es zu jedem Greenpeace-Experten eine fundierte Gegenrede in jeder Talkshow geben.

Vor diesem Hintergrund ist Rainer Klutes Aufruf zur Gründung eines parteipolitisch und weltanschaulich übergreifenden Vereins „Nuklearia e.V.“ zu begrüßen. Er schreibt in seinem Blog:

Der Dual-Fluid-Reaktor und die GreenTec-Awards-Posse haben neuen Schwung in die Kernkraftdiskussion in Deutschland gebracht, wie die jüngsten Veröffentlichungen in den Medien zeigen. Sogar ohne Präsentation bei den GreenTec Awards hat es der DFR immerhin in die Welt, die Wirtschaftswoche, die Technology Review, die Schweizer Weltwoche, die Neue Osnabrücker Zeitung, Telepolis und in den Bayernkurier geschafft – ganz zu schweigen von zahlreichen Blogs.

Für mich persönlich das eindrücklichste Aha-Erlebnis der letzten Wochen: Es gibt viel mehr Pro-Kernkraft-Leute, als ich vorher gedacht hatte! Und das ist eine echte Graswurzelbewegung mit lauter Enthusiasten, die sich um der Sache selbst willen engagieren und nicht, weil sie irgendeine Atomlobby vorgeschickt hätte. (Seit dem Abgang von Jürgen Großmann bei RWE gibt es in Deutschland sowieso keine Atomlobby mehr.) Einige Gleichgesinnte haben schon angekündigt, bei meinem Vortrag »Wohin mit dem Atommüll?« am 10. September in Erlangen dabei zu sein. Ich freue mich schon auf das persönliche Kennenlernen!

Die nukleare Graswurzel-Community hat in Sachen DFR vor und hinter den Kulissen einiges bewirkt, und ich habe das Vergnügen und die Ehre, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und auch etwas beitragen zu können. Ich hoffe sehr, daß wir diesen durch den DFR induzierten Schwung nutzen können, daß wir gemeinsam Dinge tun, die einzelne nicht schaffen können. Die Antiatomaktivisten sind mit BUND, Greenpeace und so weiter derzeit noch viel besser organisiert als die Kernkraftbefürworter. Das muß sich ändern!

Da kommt die Idee gut an, nicht nur die AG Nuklearia als ungeliebtes Stiefkind der Piratenpartei zu haben, sondern den Nuklearia e.V. als parteiunabhängigen Verein zu gründen. Solch ein Verein kann auch Leute erreichen, die sich für Kernenergie einsetzen wollen, jedoch mit Politik nichts und mit den Piraten noch viel weniger am Hut haben. Die Vereinssatzung haben wir bereits fast fertig ausgearbeitet; weitere Schritte und die Gründung werden folgen. Wer mitmachen will, kann sich gern bei mir melden!

Lieber Rainer Klute, über die Sache mit dem Klimawandel sollten wir vielleicht nicht unbedingt diskutieren. Es ist aus meiner Sicht nicht zielführend, Kernenergie in einem Wettlauf der Angst („Strahlentod“ kontra „Klimakatastrophe“) als das geringere Übel zu vermarkten. Man kann natürlich die inneren Widersprüche der Umweltbewegung, die das Klima schützen will, aber gleichzeitig Kernenergie zu diesem Zweck ablehnt, sehr gut herausarbeiten. Aber nur dann, wenn man Kernenergie als etwas ansieht, was auch ohne Klimakatastrophe aus sich selbst heraus sinnvoll und nützlich ist.

Unter dieser Voraussetzung wäre ich dabei. Wer macht auch mit?

Die Realitätsferne der Ökologisten ist evident. Es gibt keine Welt ohne Kernkraft. In vielen anderen Ländern werden Kernkraftwerke betrieben, neue Reaktoren errichtet und neue Konzepte entwickelt. Auch Deutschland kann sich dem nicht entziehen. Nicht in der Forschung und auch nicht in der Praxis, denn andernfalls verlieren wir hier auch die Kompetenz, das zu bewerten und zu kommentieren, was andere jenseits unserer Grenzen treiben. Es gibt auch keine Welt ohne „Atommüll“. Er ist vorhanden, er wird weiter produziert (auch in Deutschland) und es ist – gerade im Sinne der oft geforderten Nachhaltigkeit – eine Aufgabe der Gegenwart, eine Lösung für den Umgang mit diesen radioaktiven Materialien zu finden.

Vor diesem Hintergrund sei auch noch einmal auf den Vortrag von Rainer Klute zu eben diesem Thema am 10.09.2013 in Erlangen verwiesen. Vielleicht haben ja einige unserer Leser aus der Region Zeit und Lust, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Und gegebenenfalls auch zu berichten.

VortragKlute

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

49 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Lieber Herr Heller,

    vielen Dank für Ihre Empfehlung und Ihre Unterstützung – und schön, daß Sie selbst mitmachen wollen!

    Die Klimafrage wird sicher schwierig werden, weil hier unterschiedliche Sichtweisen existieren. Wir sollten die Existenz dieser unterschiedlichen Sichtweisen akzeptieren – und damit auch uns gegenseitig. Wir können sie gern auch wissenschaftlich diskutieren. Keinesfalls aber darf das ein Thema sein, daß uns Kernkraftbefürworter spaltet! Kernenergie ist das Hauptthema, auf das wir uns konzentrieren sollten. Das Klima ist ein Nebenthema, wenn auch ein wichtiges. Hier können wir den ökologischen und politischen Gutmenschen vormachen, wie man Vielfalt und unterschiedliche Meinungen aushalten und trotzdem Dinge vorantreiben kann. Das wird nicht unbedingt einfach, aber wir werden einen Weg finden, wenn wir das wollen.

    Viele Grüße
    Rainer Klute

  2. Ach so, das Nuklearia-Logo in richtig gibt’s übrigens hier: .

  3. Zweiter Versuch, hier einen Link unterzubringen: http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Nuklearia-Piratom-Wortbildmarke.png

  4. Hallo! Die Idee mit dem Verein finde ich prima, frage mich aber, wiso sie ihn „Nuklearia e.V.“ nennen wollen. Möchten sie eine Beziehung zur grün-linken-Piratenpartei herstellen, obwohl diese offiziell nicht gegeben sein soll? Was spricht gegen die Wahl eines neutraleren Namens, außer ihre Parteimitgliedschaft?

    Gruß vom Segelboot

  5. @ Segelboot:

    Schlagen Sie doch einfach einen besseren Namen vor.
    Die Substanz des Vereins wird natürlich zunächst einmal die Nuklearia-Arbeitsgruppe sein. Irgendwie muß man ja anfangen. Mit einer Namenssuche anzufangen, würde bedeuten, daß es den Verein in zehn Jahren noch nicht gibt…

    @ Klute:

    Ich brauche hier jpg’s. Mit png’s kann ich nichts anfangen. Bei der Umwandlung in jpg verschwindet halt der Farbverlauf. Ein erster Schritt zur Klarheit und zur Unabhängigkeit von der Piratenpartei…

  6. Die Begründung vor allem der öffentlich-rechtlichen Sender lautete damals, man wolle eben “unabhängige” Experten und keine “Lobbyisten”, die eigene wirtschaftliche Interessen vertreten.

    Da haben die Medien, wer auch immer das ist, glatt gelogen. Die „Experten“, mehrheitlich die Jungs von Ärzte gegen den Atomkrieg, führten ein mehr als schlecht vorbereitetes Propaganda-Theater auf mit einem fröhlichen Verwirrspiel in der Wahl der Maßeinheiten sv und belegten täglich, dass sie ausgesprochene kerntechnische Tiefflieger sind.

    Dass sie zufällig in den Studios erschienen, halte ich für ein schönes Märchen. Es war eher ein schlecht vorbereitetes PR Stück. Sie waren so schräg, dass sich Ausländer täglich im Hotel in Südtirol amysierten und keine deutschen Nachrichten verpassen wollten. Das war für mich eher ein Spießrutenlauf als ein Skiurlaub. Die Jungs wollten mir täglich erklären, dass die Deutschen nicht so viel Angst haben brauchen. Man nahm an, jetzt knallen wir durch, ich sagte ihnen, das sind nur die GEZ Medien mit normaler ökologistischer Propaganda. Einfach peinlich.

  7. Ich finde die Idee mit dem Verein hochinteressant. Ich betreibe zwar im privaten Umfeld Aufklaerung zum Thema Kernkraft, wo es nur geht. Aber ein Verein koennte da nochmal ein deutlicher Verstaerker sein. Ich bin gespannt …

    Mad2Max
    (aus dem umlautfreien Urlaub)

  8. Den Namen »Nuklearia« würde ich nicht ändern, denn der ist bekannt und prägnant. Die Nähe zur Piratenpartei ist historisch begründet und auch nicht unbedingt schlecht. Ich würde diese Nähe nicht auflösen, sondern lieber Nuklearia-Arbeitsgruppen auch in den anderen Parteien anstreben. Parteiunabhängigkeit heißt ja nicht, daß wir mit den Parteien nichts zu tun haben wollen. Ganz im Gegenteil, denn in Deutschland läuft gemäß Grundgesetz die politische Willensbildung durch die Parteien. Wenn der Nuklearia e.V. politisch etwas bewirken will – z.B. die Änderung des Atomgesetzes – sollte er den Kontakt zu und die Mitarbeit in den Parteien suchen und pflegen. Was natürlich nicht heißt, daß jedes einzelne Vereinsmitglied einer Partei angehören muß.

    Bei der Vereinsgründung soll die Außenwirkung ja nicht diese sein: Oh, irgendein neuer Pro-Atom-Verein gründet sich! Und: Oh, die AG Nuklearia der Piratenpartei gibt auf!

    Das können wir deutlich positiver vermitteln: Die Nuklearia zieht Kreise! Die Pro-Kernkraft-Idee wächst, gedeiht und findet immer mehr Anhänger – in der Piratenpartei und weit darüber hinaus!

  9. @Peter Heller: Am JPEG soll’s nicht scheitern. Bitte sehr: http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Nuklearia-Piratom-Wortbildmarke.jpg

  10. Wie gesagt, den Namen »Nuklearia« würde ich nicht ändern. Aber wir können ja über die Logo-Farbe nachdenken. Ich finde, zur Kernenergie paßt Grün am besten. 🙂

  11. Lieber Rainer Klute

    Die Nähe zur Piratenpartei ist historisch begründet und auch nicht unbedingt schlecht. Ich würde diese Nähe nicht auflösen, sondern lieber Nuklearia-Arbeitsgruppen auch in den anderen Parteien anstreben.

    Das halte ich für problematisch. Die Piratenpartei hat nicht gerade den Ruf Lösungen oder Entwürfe zu präsentieren die als besonders geeignet erscheinen die Gesellschaft ein Stück weiter zu bringen. In der Analyse sind die Piraten oft nicht schlecht, erkennen Probleme und formulieren diese aus. Wenn es dann aber um praktische Vorschläge geht, wird es genauso oft chaotisch.

    Wenn die Nuklearia e.V. zu sehr mit den Piraten in Verbindung gebracht wird, wird sie auch das Image von ihnen erben. Ich halte das für problematisch. Als Beispiel seien hier die Stiftungen genannt welche, auch eigentlich unabhängig, doch immer mit der jeweiligen Mutterpartei in Verbindung gebracht werden. Heinrich Böll, Liberales Institut, Konrad Adenauer ….. .

    Dass die Nuklearia aus der Piratenpartei entstammt braucht nicht verschwiegen werden, doch wenn dieser neue Verein eine breitere Akzeptanz erfahren soll, muss er sich von der Piratenpartei lösen. Dass es Nuklearia-Arbeitsgruppen in anderen Parteien geben könnte, die innerhalb dieser Parteien wirkmächtig werden, halte ich nicht für völlig ausgeschlossen, aber für unwahrscheinlich. Wenn sich überhaupt so etwas bilden kann, wird die jeweilige Parteipolitik da hinein pfuschen wollen und am Ende wird das so ein chaotischer Haufen wie die Piraten.

    Die Politik sollte völlig außen vor bleiben, die Sachthemen im Vordergrund stehen. Wenn einer Öffentlichkeit die Chancen, die in der Nutzung und Erforschung von Nukleartechnik liegen, besser vermittelt werden kann, werden sich entsprechend Interessierte in den Parteien von ganz allein hinzugesellen. Medien und Öffentlichkeit sollten im Vordergrund stehen, nicht die Partein. Die kommen dann von ganz alleine wenn sie merken dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ändert.

    Die Logofarbe würde ich nicht ändern, schon gar nicht in grün.

    Aber trotz dieser Anmerkungen, die ja nur einen kleinen Nebenaspekt dieser Neugründung der Nuklearia e.V. betreffen, ich finde es klasse was gerade geschieht und frage mich, wie kann ich helfen?

  12. Quentin Quencher fragt, wie er helfen kann: Mitglied werden und Beitrag zahlen! 🙂

    Ja, okay, das natürlich auch. Ich denke, wir brauchen sehr viele Leute für sehr verschiedene Aufgaben. Da fallen strategische und inhaltliche Überlegungen an (beispielsweise zum Verhältnis zu Parteien und Politik), wir müssen Informationen recherchieren, Texte schreiben, Flyer gestalten, Öffentlichkeitsarbeit machen, Presse- bzw. Medienkontakte pflegen, Kontakte zu anderen Gruppen suchen (nicht nur zu Parteien), Veranstaltungen durchführen (z.B. die Deutschlandpremiere von »Pandoras Promise«, präsentiert von Robert Stone himself), Vorträge ausarbeiten, Vorträge halten, Arbeitsgruppen organisieren, Mitglieder betreuen usw. usw. Aber natürlich nicht alles auf einmal!

    Viele dieser und der damit verbundenen Tätigkeiten sind überhaupt nicht nuklearspezisch, aber deswegen nicht weniger wichtig. Zum Beispiel brauchen wir einen Schatzmeister, der sich um Mitgliederverwaltung und Kasse kümmert – idealerweise mit viel Spaß an dieser Arbeit. Solch eine Person sehe ich im Moment noch nicht, aber vielleicht versteht ja jemand den Wink mit dem Zaunpfahl!

    Wie wichtig ist eine vernünftige Web-Präsenz ist, brauche ich nicht zu erläutern. Als unabhängiger Verein können wir ja nicht gut die IT-Infrastruktur der Piratenpartei nutzen. Wir brauchen Leute, die eine eigene (bzw. gehostete) Infrastruktur aufbauen, administrieren und die verschiedenen Dienste (CMS, Groupware, Wiki, Mumble, Jabber oder was auch immer) betreuen.

    Es gibt also jede Menge Tätigkeiten, für die man kein Physik- oder Ingenieurstudium und nicht einmal Kernkraftwissen braucht. Je mehr Mitglieder mit verschiedenen beruflichen oder sonstigen Hintergründen sich einbringen, desto mehr, desto reichhaltiger und desto zügiger kann unsere Arbeit sein. Da alles ehrenamtlich geschieht und die Einzelnen nicht übermäßig viel Zeit haben dürften, werden wir viele Tätigkeiten auf mehrere Schultern verteilen müssen. Das entlastet den Einzelnen, erfordert aber wiederum zusätzlichen Koordinierungsaufwand – auch das kann jemand ohne Physikstudium, aber mit Orgatalent machen. Sehr wichtig finde ich in diesem Zusammenhang auch den Aufbau einer Mitgliederdatenbank, die erfaßt, wer in welchem Umfang praktisch mitarbeiten möchte und was er besonders gern oder besonders gut macht.

    Manches kostet Geld und läßt sich beim besten Willen nicht durch ehrenamtliches Engagement ersetzen, z.B. die IT-Infrastruktur, der Druck von Flyern, Reisekosten oder die Miete für Veranstaltungsräume. Deshalb finde ich es auch völlig okay, wenn viele Leute einfach nur Mitglied werden und ihre Beiträg zahlen. Ich würde mich freuen, wenn wir mit einem Jahresbeitrag im unteren zweistelligen Bereich auskommen könnten, aber dazu müßten wir erstmal genauer herausfinden, welche Kosten wir haben werden und wieviele Mitglieder initial dabei sind.

  13. @Quentin Quencher: Doch, Grün paßt prima! Denn Kernenergie ist der wahre Umweltschutz. 😉

  14. Das ist doch ein guter Ansatz und da würde ich gerne mitmachen. Ob mit oder ohne Piraten, da hätte ich selbst als Kapitän keine Probleme. Wir müssen verstehen, daß es um die Wurst am Industriestandort D geht. Welches Schiff unter welcher Flagge den Irrsinn in letzter Minute angreift ist mir egal, ich segle unglücklich unter CDU. Auf der Brücke tummeln sich zur Zeit Ideologen und Opportunisten und streiten sich um das Ruder. Einige wollen kurz vor den Klippen und Strudeln sogar noch extra Segel setzen und Volldampf geben. Lauthals schreien sie das über Bordlautsprecher. Manchmal dient der Heizer mit etwas Sand ins Getriebe seinem Schifflein D mehr. Wer mich braucht info@eurosailing.de .

  15. @Karl Reichart: Danke für die E-Mail-Adresse! Ist notiert!

    @Alle: Von denen, die interessiert sind und weiter informiert werden möchte, hätte ich gern die E-Mail-Adresse. Das muß nicht hier öffentlich sein, sondern gern auch direkt an mich: rainer.klute@nuklearia.de.

  16. Rainer, ich bin natürlich gerne dabei.
    urs.bolt@gmail.com
    Gruss aus der Schweiz.
    PS: Erlangen ist doch ein wenig weit von Zürich.

  17. Wir wollten ja etwas sehr Ähnliches anleiern, mit dem Verein KRITIKALITÄT, die 100 guten Antworten sollten da nur der Anfang sein. Auch hier kann prima Büchlein, T-Shirts und Tassen machen, so wie es das beim Vorbild der Elektrizitätswerke Schönau auch gemacht wird. Nun könnte man alles unter diesem Dachverein zusammenführen. Wir sind auf jeden Fall dabei.

  18. Leute, ich bin total begeistert von dem, was sich hier gerade tut!

  19. da ich mir, zur absicherung meines altersruhestands, ein atomkraftwerk zulegen will ist es evtl. nicht verkehrt ihrem verein beizutreten.
    da es ja leider in deutschland verboten ist ein neues akw zu betreiben, frage ich mich jetzt was für die zukunft der bessere weg ist…1. ein nicht ganz moderenes aber solides deutsches alt akw mit hoher restlaufzeit zu erwerben und darauf zu hoffen das man evtl. noch ein paar jahre sondergenehmigungen bekommt da durch wetterbeobachtungen evtl. nachweisbar wird das wind und sonne nicht wirklich zuverlässig sind, oder sich 2. in einem weniger regulierten nachbarstaat ein neues akw, evtl. sogar ein fusionskraftwerk zu bauen? da ich selbst noch ein wenig zeit bis zur rente habe, kann es evtl. bis dahin sogar schon sichere und effektive fusionsmeiler gibt die produktionsreife für den markt erlangt haben…

  20. @Satanachist: Hier drei weitere Möglichkeiten:

    3. Politisch aktiv werden und eine Mehrheit suchen, um das Atomgesetz zu ändern. Denn was heute nicht genehmigungsfähig ist, kann morgen wieder erlaubt sein, etwa der kommerzielle Betrieb eines Kernreaktors. Nur: Das passiert nicht von selbst, darauf müssen wir hinwirken. Und das wird nicht von heute auf morgen gehen, sondern Jahre oder Jahrzehnte dauern. Also müssen wir rechtzeitig damit anfangen!

    4. Gemäß der heute geltenden Fassung des Atomgesetzes einen ortsfesten Kernreaktor zum Erzeugen von Prozeßwärme betreiben oder zu sonstigen anderen Zwecken als »zur Spaltung von Kernbrennstoffen zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität« (§ 7 (1) AtG). Leider gilt aber: »Anlagen zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe werden keine Genehmigungen erteilt.« Wir könnten versuchen, mit modernen Kleinanlagen dem Atomgesetz ein Schnippchen zu schlagen. Denn § 7 (1) AtG beschränkt die Genehmigungspflicht ausdrücklich auf ortsfeste Anlagen. Der Betrieb eines mobilen Kleinstreaktors ginge also in Ordnung. In der Praxis dürfte das dennoch nicht funktionieren. Wenn das jemand versuchte, wäre nach den heutigen Mehrheiten das Wort »ortsfest« schneller aus dem Atomgesetz gestrichen als ein Xenon-135-Atom zerfällt. Da ist 3. vermutlich realisitischer.

    5. Einen Fusionsreaktor erfinden und betreiben.

  21. Anlagen zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe werden keine Genehmigungen erteilt.

    ‚Aufarbeitung‘ kann verschieden interpretiert werden.
    Eine ‚Aufarbeitung‘ ist erst mal nur die mechanische und ggf. chemische Zerlegung der Elemente, der Vorgang ist die Vorbereitung zum erneuten Einsatz.
    Die eigentliche Transmutation ist davon zu unterscheiden, genau so, wie MOX-Brennstäbe an einem Ort aus alten Brennstäben ‚aufgearbeitet‘ und an einem anderen Ort in Reaktoren eingesetzt werden.
    Es spricht also nichts dagegen, die alten Brennstäbe im Ausland z.B. in geeignete Salze für einen Flüssig-Reaktor zu verarbeiten und dann in Deutschland zu transmutieren -- wir wollen doch keinen ‚Export unseres radioaktiven Abfalls‘, nicht wahr? 😉

    Aber das ist natürlich nur semantischer Firlefanz.
    Viel wichtiger ist es, bei jeder Gelegenheit zu fragen: „Endlager? was für ein Endlager? Wollen Sie etwa kommenden Generationen für Jahrtausende strahlenden Abfall hinterlassen? Ich nicht!
    Man muss es nur oft genug wiederholen. Das wirkt dann auch.
    Immerhin ist es beispielsweise schon gelungen, den Vorsitzendenden einer nicht aussichtslosen Partei davon zu überzeugen,dass Wind und Sonne in Wahrheit keine einzige Tonne CO2 einsparen und dass das auch laut ausgesprochen wird. Diese wirklich fundamentale Wahrheit setzt sich also langsam, aber sicher durch, sie kann schon jetzt nicht mehr ignoriert werden und wird weiter ins allgemeine Bewusstsein dringen.
    Genau so sollte bei jeder Gelegenheit gefragt werden: „Mich interessiert, nicht, wie viel Prozent Strom durch EE erzeugt werden. Ich will wissen, wie viel Brennstoff und CO2 dadurch eingespart wurden!„. Das ist die taktische Offensive die Clausewitz als das Hauptmerkmal der erfolgreichen Defensive herausstellt!

    Die NIE werden also an immer mehr Fronten mit fundamentalen Argumenten bedrängt, gegen die ihre Verteidiger keine wirklich guten Abwehrwaffen haben. Zusammen mit der Kostenexplosion bringt das die NIE in eine völlig aussichtslose Lage. Es ist nur eine Zeitfrage, bis sie kapitulieren müssen.

  22. Herr Klute,

    Leute, ich bin total begeistert von dem, was sich hier gerade tut!

    was soll das bringen? Wir bringen die Physik mit Hilfe eines Vereins wieder in die Wohnzimmer? Wenn Sie es noch nicht bemerkten, Deutschland ist in der Hand der Ökologisten und Machthaber haben in der Geschichte noch jede soziale Bewegung unterwandert und für ihre Zwecke genutzt. Befreien Sie mit Ihrer Partei die gute alte deutsche Wissenschaft aus den Klauen der Ökologisten.

    Hätten wir eine funktionierende akademische Wissenschaft, hätte es ein EEG nie gegeben.

    Weg mit den Maulkörben an unseren Wissenschaftlern und Technikern , dann erledigen sich feuchte grüne Träume von alleine.

    Wie es scheint machten amerikanische Soldaten es den Wissenschaftlern vor?

    Historische Blamage: Meuterei der US-Militärs zwang Obama zum Rückzug

    „Stell Dir vor: Der Präsident sagt, es ist Krieg, und keiner geht hin.“

  23. @Tritium: Zustimmung!

    Und ja, das Lavierung um die Bestimmungen des Atomgesetzes herum ist in der Tat nichts weiter als semantischer Firlefanz. Damit kommen wir keinen Schritt weiter. Wir brauchen eine Änderung des Atomgesetzes! Dafür brauchen wir eine Bundestagsmehrheit, und dafür wiederum brauchen wir einen Bewußtseinswandel in der Bevölkerung. Das ist also nichts, wofür man mal eine Website gestaltet oder einen Flyer druckt. Das ist ein sehr langer und schwieriger Prozeß. Von heute auf morgen geht da nichts. Wir brauchen einen langen Atem.

    Mancher wird vielleicht enttäuscht sein, wenn er 2014 auf das erste Jahr Nuklearia e.V. zurückblickt und Schnelle Reaktoren sind in Deutschland immer noch nicht am Start. Da gilt das Wort von Anthony Robbins: »Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr leisten können – und unterschätzen, was sie in zehn Jahren erreichen können.« Diese Perspektive auf die nächsten zehn Jahre wünsche ich uns. Ich bin gespannt auf das, was wir in dieser Zeit schaffen!

  24. @W.Rassbach: Ja, ich glaube, das ist der richtige Weg! Die Physik wieder in die Wohnzimmer zu bringen, sprich: die Menschen sachlich über Kernenergie zu informieren, das kann etwas bewirken. Warum sollte das nur den Desinformierern gelingen?

    Wir haben z.B. mit dem Atommüll-Flyer der AG Nuklearia (nicht: des Nuklearia e.V. :-)) gute Erfahrungen gemacht. Viele sind dankbar, über die Möglichkeiten der Atommüll-Entschärfung durch Schnelle Reaktoren bzw. Transmutation zu erfahren. Sonst sagt es ihnen ja keiner – erst recht nicht das Bundesumweltministerium, siehe http://rainerklute.wordpress.com/2013/06/29/luegen-durch-weglassen-oder-warum-schweigt-der-minister/.

  25. Herr Klute,
    wieviele Jahre haben Sie für diese Strategie veranschlagt?

    Der Ökologismus wurde seit 40 Jahren in die Hirne erst der Westdeutschen und dann auch der Ostdeutschen eingeblasen. Für diese Umerziehung müssen Sie die gleiche Zeit veranschlagen, zumal der Mainstream den Ökologisten gehört.

    Passend dazu läuft auf ard gerade eine Bio Mülltrennungsorgie, ich kann Bio nicht mehr hören‘

    Deutschland , das Land der Dichter, Dämmer und Mülltrenner 😉

    Wissen Sie etwas zu der Syriengeschichte?

  26. Herr Klute,

    Viele sind dankbar, über die Möglichkeiten der Atommüll-Entschärfung durch Schnelle Reaktoren bzw. Transmutation zu erfahren.

    da frage ich mich, wer und wann hat denn die Physiklehrpläne vergewaltigt, in der ddr wurden diese Infos im Physikunterricht behandelt.

    Mir wird deshalb schlecht, wenn unsere demokratischen westlichen Natoarmeen fröhlich mit Uranmunition herumballern, das ist bestimmt nicht gesund. Nicht wegen der Strahlung aber wegen der Pulverisierung beim Auftreffen und anschließenden einatmen durch die Zivilbevölkerung.

  27. @ Rainer Klute

    Politisch aktiv werden und eine Mehrheit suchen, um das Atomgesetz zu ändern.

    Das kann man auch ohne in eine Partei einzutreten. Der Wahlkampf bietet sich an dazu. Die jeweiligen Wahlkreiskandidaten zeigen sich doch an Infoständen -- hingehen! Und nachfragen was sie über die Endlagerfrage denken, und ob sie denn schon mal von alternativen Möglichkeiten gehört haben. Umso mehr das machen, um so eher wird dies auch als Möglichkeit erkannt.

    @ Tritium

    “Endlager? was für ein Endlager?

    Ich denke auch, das Thema ist der Türöffner.

    @ Rassbach

    Mir wird deshalb schlecht,

    Mir auch wenn Ihren Gedankenschiss lesen muss.

  28. Das kann man auch ohne in eine Partei einzutreten. Der Wahlkampf bietet sich an dazu. Die jeweiligen Wahlkreiskandidaten zeigen sich doch an Infoständen — hingehen!

    Genau so, Quentin! 🙂
    Denn gerade dann, mit Publikum, wirkt das!
    Das kann man nicht durch eine Textbaustein-Mail abschmettern, da kann der kandidat nicht seine Unkenntnis und Verwirung verbergen, da sieht jeder, wie er stottert. Das macht Eindruck und so eine öffentliche Diskussion gibt nicht nur Waffengleichheit, sondern sie ist ein eminenter Multiplikator -- wenn zehn zuhören und einer spricht, sind das dreissig Stimmen, die auf dem Spiel stehen, weil jeder Zeuge davon erzählen wird.

  29. ….in der ddr wurden diese Infos im Physikunterricht behandelt.

    Offenbar nicht besonders gut.
    Den das da:

    wenn unsere demokratischen westlichen Natoarmeen fröhlich mit Uranmunition herumballern, das ist bestimmt nicht gesund. Nicht wegen der Strahlung aber wegen der Pulverisierung beim Auftreffen und anschließenden einatmen durch die Zivilbevölkerung.

    …Ist Käse!
    Genauer: es ist so ungefäjhr das dämlichste, das die ‚USA-Kritiker‘ (Sprich: Putins fünfte Kolonne) sich ausgedacht haben. jeder Hauptschüler, der ein bisschen im Unterricht aufgepasst hat, kann den Blödsinn in der Luft zerreissen.

    1. Wenn du das Ziel einer HVAPI*-Salve bist, bekommst du keinen Krebs mehr, denn dann bist du tot!

    2, Uran brennt ebenso leicht wie ein ‚Feuerstein‘ (In Wirklichkeit ist das kein Stein, sondern das Metall Cerium) und wenn so ein Geschoß auf eine harte Oberfläche trifft, wird es extrem heiss und zündet. Übrig bleibt braunes Uranoxid. Das gleiche Zeug, das natürlich im Boden vorkommt. Da es jedoch abgereichert ist, hat es nur etwa 60% der Radioaktivität des natürlichen Isotopengemischs.

    3. Uran ist ubiquitär:
    Im normalen Boden kommt Uran als Spurenelement vor. Die US-amerikanische Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) schätzt, dass sich in den obersten 33 cm Erdboden einer Fläche von einer Quadratmeile Land im Mittel ca. 4 Tonnen Uran befinden, also etwa 1,5 Tonnen pro Quadratkilometer. (WIKI)
    1500 kg pro km“ in den obersten Bodenschichten…
    Ein DU-Kern eines 30mm Geschosses wiegt etwa 250 Gramm. Auf einem km2 findet man also NATÜRLICH so viel Uran als ob eine A 10 Thunderbolt (‚Warthog‘ Panzerknacker-Flugzeug) 6000 Schuß HVAPI abgefeuert hätte. Ein volles Magazin enthält aber nur etwas über 1000 Schuß. Da müssten also 3 Rotten (=3 x 2 Flugzeuge,die kommen immer paarweise) ihre gesamte Munition auf ein vergleichsweise winziges Stück Land verschiessen, um den Gehalt im Boden auch nur zu verdoppeln oder die Strahlung um 60% zu vermehren, was jedoch völlig harmlos ist.

    4. Der Uranoxid-Staub, der beim Brand entsteht ist genau so ‚gefährlich‘ wie der Staub, der vom Boden aufsteigt, wenn mal ein kräftiger Wind weht. Ein paar hundert Geschosse, die im schlimmsten Fall dicht nebeneinander liegen, falls da mehrere Panzer angeschossen wurden (Eine typische Salve ist ein 1-Sekunden-‚Burst‘ mit 65 Geschossen und das reicht um einen Panzer zu vernichten), ändern praktisch gar nichts.
    SEHR VIEL gefährlicher ist das andere Zeugs, das im Rauch eines brennenden Panzers vorkommt: Ruß (Polyaromate), Dioxine (Aus den flammhemmenden Isolierungen), Stickoxide, Bleioxid aus den Batterien etc.

    5. Im Irak-Krieg wurden rund 1000 Tonnen DU-Munition verschossen. der Irak hat eine Fläche von 438.000 km2. Pro km2 wurde das radioaktive Inventar also im Mittel um 2 kg oder, bezogen auf die Dosisleistung, 0,1% vermehrt.
    ————-
    Ich hab‘ das jetzt mal so ausführlich dargelegt, um dir zu zeigen, dass du dir auf deine persönliche DDR-Schulausbildung wirklich nichts einzubílden brauchst. Du bist ganz bestimmt NICHT der schlaue Durchblicker, sondern nur ein naives, unwissendes Opfer einer ausgesprochen primitiven Greuelpropaganda. Da sind die meisten Omis, die Kaffeefahrten mit Rheumadeckenverkauf mitmachen, schlauer als du!
    Wäre schön, wenn du dich daran erinnerst, bevor du den nächsten ’schlauen‘ Post schreibst.

    *High Velocity Armor Piercing Incenday -- Panzerbrechende Hochgeschwindigkeits-Brandmunition.

  30. Herr Klute,

    jetzt habe ich Ihren Link durchgelesen, ganz meiner Meinung. Am Ende fragen Sie richtig

    Vielleicht sollte man dort mal nach Vernetzungen und Verstrickungen suchen – bei Minister Altmaier und bei denen, die ihn beraten.

    für mich ist allerdings Altmaier der austauschbare Part, bei Unbotmäßigkeit. Die Ideen kommen eindeutig aus dem umgebenden grünen Verwaltungsapparat UBA und BUM mit automatisch anlaufender Empörungs-und Verteufelungsmedienindustrie auf pseudowissenschaftlicher Grundlage. Die scheinen auch die Lehr-und Studienpläne zu beeinflussen.

    Nana QQ,
    wieder Verschwörungstheorie entdeckt? Falls ja, kannste behalten 😉

  31. Interessanterweise gibt es schon lange eine Organisation von Frauen, die sich mit der Thematik „Kernenergie“ befasst und weltweit dazu aufklärend tätig ist. Diese Organisation heißt „Women in Nuclear“, hat weltweit ca. 3000 Mitglieder und ist in 80 Ländern vertreten. Vielleicht gäbe es hier die Chance, miteinander schlagkräftiger zu wirken.

  32. Tritium,
    danke für deine bissige Belehrung, den Text hast du schonmal gebracht.
    Als ich zur Schule ging, gab es keine DU Munition. Mir ist klar, dass man nicht mehr krank wird, wenn man von so einem Ding getroffen wird, sie wurde aber auch nie flächendeckend eingesetzt, so daß die Flächenhochrechnung zu nichts führt, bei 3900 Schuß pro Minute werden die Waffenofiziere auch nicht die Dichte der natürlichen Vorkommen von Uran im Boden einhalten können.
    Radioaktivität spielt höchstens eine punktuelle Rolle.
    In der Umgebung der Stadt Abu Khasib etwa, dem Ort einer der wenigen großen Panzerschlachten des Kriegs, habe das Niveau der radioaktiven Strahlung das Zwanzigfache des Normalwerts betragen. An einzelnen abgeschossenen irakischen Panzern stellten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben gar das 2500-fache der natürlichen Radioaktivität fest.

    Putzig, neben diesen Spiegelartikel steht ein Beitrag, dass Uran durch Wolfram ersetzt werden soll und somit töten sauber möglich ist, dann kann sich freilich keiner mehr beschweren .

    Die toxische Wirkung wird stiefmütterlich behandelt.Siegwart-Horst Günther , ich hoffe, du zählst ihn nicht zur fünften Kolonne Putins, wurde auch behindert. Was hast du übrigens gegen Putin? Gerhard Schröder sagte, er sei ein lupenreiner Demokrat .

    Britische Soldaten mit toxischen Indikationen bekommen ihre Vergiftung seit 2005 anerkannt, Krieg scheint nicht gesund zu sein. Im Zweifel aber bitte die Packungsbeilage lesen und seinen Arzt oder Apotheker erschlagen 😉

    Meinen Enkeln würde ich raten, lieber 2 Wochen neben einem Kernkraftwerk zu campen als einmal über einen Gefechtsfeldacker zu laufen und abgeschossene Panzer besuchen 😉

    Die Bildungs-und Erziehungsziele scheinen aber anders zu lauten, mehr wollte ich nicht sagen. Dem normalen Deutschen läuft es kalt den Rücken runter, wenn er ein KKW sieht und dagegen findet er DU-Munition eher gesund. Bin ich jetzt kein Kreationist mehr ? 😉

    OK, Clausewitz würde fragen, wer bestimmt in Deutschland die Bildungs-und Erziehungsziele ?

  33. Jetzt macht der Rassbach die Diskussion hier auch noch kaputt. @ Admins, wann schmeißt ihr den endlich mal raus.

  34. @ Quentin:

    Ihr geht aber auch immer wieder auf ihn ein. Ignoriert ihn doch einfach.

    @ all:

    Der Satzungsentwurf, den Rainer Klute mir zugeschickt hat, enthält aus meiner Sicht nichts kritisches. Weder eine tiefere Beziehung zur Piratenpartei, noch irgendeinen Spruch über „den Klimwandel als größte Menschheitsherausforderung“.

  35. @All: Der Satzungsentwurf enthält überhaupt KEINE Beziehung zur Piratenpartei. Und den Zweck des Vereins kopiere mal hier hinein:

    § 2 Zweck
    (1) Zweck des Vereins ist, den Fortschritt von Wissenschaft und Technik sowie der Bildung auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie und verwandter Disziplinen zu fördern. Er sieht seine Aufgabe insbesondere darin, auf den genannten Gebieten
    (a) die Öffentlichkeit und die Mitglieder über wissenschaftliche und technische Entwicklungen zu unterrichten,
    (b) wissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Fragestellungen zu behandeln,
    (c) die Diskussion unter den verschiedenen Disziplinen und Akteuren zu fördern,
    (d) den Mitgliedern ein Forum zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu bieten,
    (e) die Beziehungen zu ähnlichen Organisationen im In- und Ausland zu pflegen,
    (f) mit öffentlichen und privaten Institutionen und Organisationen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind, zusammenzuarbeiten.

    Der Zweck ist bewußt allgemein gehalten, damit nicht bei jedem einzelnen Thema und jeder einzelnen Aktivität gucken müssen, ob das denn auch satzungsgemäß ist. Und natürlich soll der Zweck die Gemeinnützigkeit des Vereins zum Ausdruck bringen.

    Der Rest der Satzung regelt den üblichen Vereinskram, z.B. wer Mitglied werden kann (muß den Zweck des Vereins unterstützen) oder wieviele Mitglieder der Vorstand hat (müssen wir nach meiner gestrigen Lektüre von http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/broschueren_fuer_warenkorb/DE/Leitfaden_Vereinsrecht.pdf?__blob=publicationFile noch klären).

    Wenn wir alles abgestimmt haben, checken wir die Satzung mit dem Amtsgericht wegen der Eintragung ins Vereinsregister und mit dem Finanzamt wegen der Gemeinnützigkeit. Danach kann es noch die eine oder andere Änderung geben. Es wird also noch ein bißchen dauern, bis alles rund ist. Danach können wir eine Gründungsversammlung ansetzen mit Zeit und Ort. Ja, die Gründungsmitglieder müssen dazu an einem Ort zusammenkommen. Das ist natürlich ein ziemlicher Aufwand, aber ich bin optimistisch, daß sich mindestens sieben Leute finden, die bereit sind, dazu quer durch die Republik zu reisen.

    Der nächste Termin ist jedenfalls erstmal die weitere Abstimmung der Satzung am Donnerstag, 2013-09-05, ab 21:30 Uhr im Nuklearia-Mumble. Was das Nuklearia-Mumble ist, könnt ihr hier nachlesen: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia/Nuklearia#Mumble. Wem der Termin nicht paßt oder wer die Mumble-Software bis dahin nicht am Start hat, kann mir Anmerkungen zur Satzung gern auch per Mail schicken. Den aktuellen Satzungsentwurf schicke ich den Interessierten zu.

  36. Thema Klimawandel:

    Ich weiß ja nicht, ob jeder hier @Nuklearia auf Twitter folgt oder das Nuklearia-Blog liest. Jedenfalls hat Nuklearia-Mitglied »Atomhörnchen« gestern einen feinen Artikel geschrieben, der meines Erachtens durchaus das Zeug hat, Kernkraftbefürworter dieseits und jenseits der Klimaskepsis zu vereinen: http://nuklearia.de/2013/09/01/fortschritt-statt-angst/.

    Oder wie seht ihr das?

  37. Die angesprochene Behandlung elemtarer Grundlagen der Kernphysik an den Schulen der DDR war meines Wissens relativ ordentlich, neben der reinen Physik die Strahlungsarten (Nachweis, Wirkung, Schutz), Anwendungen recht ausführlich, Reaktortypen, Sicherheit. Militärische Details? Weiß ich nicht mehr. Ansonsten hing und hängt die Qualität des Unterricht entscheidend vom Engagement des Lehrers ab. mfG

  38. @ Klute:

    Schöner Text vom Atomhörnchen. Was mich an der Piratenpartei immer besonders fasziniert hat, ist die „Nachknappheitsgesellschaft“ -- denn dieses Ziel ist einzigartig in der deutschen Parteienlandschaft und wird von mir durchaus geteilt. Auch, daß man den Weltraum nicht mit Windmühlen oder Dieselmotoren erobern kann, ist aus meiner Sicht gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen (China, Indien, private Raumfahrt) ein wichtiger Punkt. Dahinter können sich viele Menschen versammeln, denke ich.

  39. Herr Klute,

    auch dieser Artikel ist für mich autentisch und aus Ihrer Sicht nachvollziehbar. Als alter Ketzer gefällt mir dieser Vergleich ausgesprochen gut:

    Angstdominierte Menschen sind der Traum jedes Gewaltherrschers: Wer Angst hat lässt sich leicht in eine bestimmte Richtung scheuchen, sei es zum “Endsieg”, sei es zur “Energiewende”.

    Ihre Vorsicht bzgl. des Klimawandels kann ich nachvollziehen, so bin ich auch rangegangen an das Thema. Auf die Meinung von Peter Heller können Sie sich aber verlassen. Der Klimawandel wird enden wie das deutsche Waldsterben, das hatte auch keiner gesehen und doch sollte die deutsche Eiche längst tot sein.

    Zwei Dinge dazu, wenn es einen Beweis gäbe, hätten wir längst einen Nobelpreisträger mehr und was mich mehr entsetzt hat, war der Umgang mit Prof. Helmut Metzner (Pflanzenphysiologe)

    1995 organisierte Metzner eine internationale Klimakonferenz, die die Leipziger Erklärung [1] beschloss. Diese kritisiert die Ziele der UN-Klimarahmenkonvention für unrealistisch und bestreitet eine empirische Grundlage der globalen Erderwärmung, sowie des Zusammenhangs von Kohlendioxid und dem Treibhauseffekt.

    Natürlich gibt es auch keinen Beweis gegen die Klimawandeltheorie, bei nicht falsifizierbaren Thesen ist das nunmal so.
    Er stellte die Ergebnisse, die Leipziger Erklärung der damaligen Umweltministerin Merkel vor. Die Mittelstreichung für sein Institut war schneller im Haus als er selbst

  40. Unterschiedliche Meinungen zum Klimawandel müssen wir aushalten, uns gegenseitig stehenlassen und den Streit wissenschaftlich führen. Wenn wir das hinkriegen, können wir anderen gegenüber ein Vorbild sein, wie man undogmatisch debattiert: in der Sache hart und faktenorientiert, aber immer mit gegenseitiger persönlicher Wertschätzung.

    Wir sollten aber aufpassen, in der Klimadiskussion nicht unsere ganze Energie (sic) zu lassen! Es gibt andere Prioritäten, beispielsweise Versorgungsstabilität, Strompreise oder die Diskussion um Atommüll und Endlagerung.

    Doch für diejenigen, die sich um’s Klima Sorgen machen, ist die Information wertvoll, daß Kernenergie äußerst CO2-arm daherkommt. Das dürfen wir auch vermitteln.

  41. @Rainer
    Was Du beschreibst heißt „friedliche Koexistenz“………….doch beachte, das auf beiden Seiten der Klimamedaille Menschen existieren, die die Kernkraft total ablehnen und alles versuchen werden, unseren friedlichen Dialog mit den Kräften der Pro-AGW-Gemeinde zu torpedieren.
    Es wird also nicht einfach………..und alle müssen verdammt drauf achten, nicht einem Troll auf dem Leim zu gehen, dem dieser Vorgang ein Dorn im Auge ist.
    Leider ist dieses schwarz/weiß-Denken in beiden Lagern vorhanden………………ick sehe inzwischen ne Menge Graustufen, die man beachten sollte und die das Meinungsbild bestimmen, egal in welche Richtung die in der nächsten Zukunft zeigen wird.

    Fazit…….eure Initiative ist ein kleiner Anfang in die richtige Richtung und ein Gegenpol zu den üblich Verdächtigen der Anti-AKW-Bewegung, weswegen ich euch alles Glück der Welt wünsche, das eure Initiative an Fahrt aufnimmt.
    MfG
    Heinz Eng

  42. Hi,

    das ist ja mittlerweile eine richtig umfangreiche Diskussion. Mal so: die Idee ist nett. ich glaube aber dass es nicht immer klug ist zu einer Bewegung/Lobby einfach nur eine Gegenlobby aufzubauen. so nach dem Motto. Das Gleichgewicht wiederherstellen. Dazu würde es auch heißen. dass diese Gruppe ebenso mit Ängsten und Diffusem-Halbwissen dagegen Agitieren muss.
    So gesehen fehlen für eine Multiplikation die richtigen Impulsmomente und thematischen Aufhänger die das ganze verstärken. Und damit sich eine Bewegung verstärkt braucht sie eine gewisse Brutwärme.

    Einfacher haben es da die Ideologen. Sie appellieren an primitive Instinkte insbesondere Angst. Durch Angst rotten sich Menschen zusammen und wollen die ausgemachte Bedrohung, die sie alle beschäftigt, bekämpfen. So stehen sie in einer steten Auseinandersetzung mit einem nicht greifbaren etwas.

    Will man die Menschen aus dieser Abhängigkeit führen darf man also nicht einfach einen Gegenpol aufbauen.

    Aber: das Gegenteil von Angst sind Visionen. Möglichkeiten sehen statt Risiken. Wenn also eine solche Lobby erfolgreich sein will darf sie nicht nur mit trockenen Fakten kämpfen. sondern muss vor allem den unentschlossenen Visionen präsentieren. Optionen zur Freiheit.
    Das würde ich allerdings nicht auf die Kernkraft beschränken. Greenpeace hat z.B. auch ein sehr umfangreiches Programm. wo Atomenergie nur eines von vielen ist.

    Ich bin der Meinung so eine Gruppe muss durch informative PR-Kampagnen v.a. den Segen von Hochtechnologie nahe bringen.
    zentraler Aufhänger muss sein, dass Technik nicht böse ist und heute auch der Umwelt fast nicht mehr schadet. Denn letzten Endes ist immer der Mensch, der die selbstlose Technik eigennützig missbraucht. Die Grünen ein Ableger aus der technophoben 68er Zeit ziehen jedoch ihre Energie aus dem Gedanken: Technik als Bedrohung. Diesen kann man damit entschärfen indem man diesen Argumenten keinen Boden gibt da die Gründe fehlen.

    Ich stelle mir da eine Verknüpfung mit Kunst und Technik vor. Technik vor allem in modernen avantgardistischen Licht zu präsentieren. Menschen die an Ionentriebwerken basteln oder den Mond besiedeln. Natürlich mit der Atomkraft als neue Technologie für Hochtemperaturprozesse mit im Bot und Ankündiger einer neuen Ära mit neuem technologischen Segen.

    Diese Vision kann man bunt ausschmücken. Ich erinnere mich noch gut an die Technik-Bücher in meiner Kindheit wo Nasa-Visionen Kinder-Augen noch zum leuchten brachten. Die Star Wars Saga tat ihr Übriges.

    Da muß man wieder hin. und weniger sich in Grabenkämpfe mit Atomkraftgegnern verwickeln lassen.

  43. @Felix: Gute Ideen – super! Das können und sollten wir alles machen.

    Erstmal müssen wir aber anfangen. Das fängt mit dem nötigen Vereinskleinklein an – ich schicke demnächst eine Mail an alle herum, die sich als interessiert gemeldet haben. Und wenn der Verein offiziell gegründet ist und die Mitglieder eintrudeln, organisieren wir uns ordentlich und schauen, was die Einzelnen so einbringen können.

    Gerade beim Thema Kunst und Technik wird deutlich: Wir brauchen unterschiedlich Befähigte, nicht nur Leute aus der Kerntechnik. Wir brauchen Visionäre, die »spinnerte« Ideen entwickeln, wir brauchen die Physiker bzw. allgemein Wissenschaftler, die die Ideen erden und auf Realisierbarkeit abklopfen, wir brauchen Künstler, die Ideen und Technik visualisieren, und wir brauchen Programmierer, die das dann auch noch web- bzw. app-fähig machen. Solch eine Vielfalt würde uns z.B. von der Kerntechnischen Gesellschaft unterscheiden, die im Wesentlichen nur für Leute offen ist, die beruflich in der Kerntechnik tätig sind.

  44. Bringt den leuten das Denken bei!

    Geigerzähler / Szintillatorbaukästen damit Jugendlcihe einfach forschen können und erfahren, daß nahezu alles radioaktiv ist. Nebenbei natürlich auch Spaß am Löten haben!

    mfg

  45. @Rainer: Nun ja das meine ich nicht ganz. Es geht nicht um einen Ameisenstaat wie im Film.
    Sondern um Entfaltungsmöglichkeiten die sich verstärken, aber sich trotzdem keiner wie ein Zahnrad fühlt.
    Menschen wie Du und ich lassen sich nicht gern durch einen gemeinsamen „Feind“ zusammenrotten. Wir sind Individualisten und wollen auch so angesehen werden.
    Das ist es was ich damit meine, dass Menschen sich meist nur durch Angst zusammenrotten. Und Angst ist bekanntlich nicht gut für die Kreativität.

    Das soll hier nicht entmutigen, sondern vor allem den Blick etwas lockern von allzu starren Konzepten die man davon hat.
    ich kenne eben so ein paar gescheiterte Gegenbewegungen. Aus dem Grund, weil ihnen so ein „Zwang“ wie bei den Ideologen gefehlt hat. Diese Leute brauchen ihren Antrieb und ihre Brutwärme woanders her.

    Gib den Leuten keine Aufgaben (extrinsische Motivation) gib ihnen Visionen (intrinsische Motivation) und die erkennen ihren Platz darin ganz von alleine.
    Und übrigens: Berufliche oder akademische Hintergründe spielen für das Zusammenspiel weniger eine Rolle.

  46. @Felix: An einen Ameisenstaat denke ich gar nicht. Die meisten werden vermutlich froh sein, wenn sie durch ihren Mitgliedsbeitrag eine gute Sache unterstützen können und fertig. Das ist völlig in Ordnung.

    Dann wird es andere geben, die mehr wollen: konkret anpacken und etwas bewirken! Von sich aus, also intrinsisch motiviert. Und da ist es sinnvoll, wenn nicht jeder irgendwas macht, sondern wenn wir uns abstimmen, wenn wir Visionen in Ziele und Konzepte gießen. Um die Ziele zu erreichen, werden wir auch konkrete Aufgaben erledigen müssen, so wie ich mich beispielsweise gerade mit dem Vereinsgründungsprozeß herumschlagen muß. Mit Zwang hat das nichts zu tun, denn wir sind ja alle freiwillig und ehrenamtlich dabei. Was sich in welcher Zeit erreichen läßt, hängt natürlich entscheidend davon ab, wieviel Leute zur praktischen Mitarbeit bereit sind. (Wenn entsprechend viele Mitgliedsbeiträge und Spenden hereinkommen, können wir natürlich auch Dienstleister beauftragen. :-))

    Ich stimme dir darin zu, daß Motivation und Visionen ausgesprochen wichtig sind. Mich persönlich motiviert, daß Kernkraft die sauberste, sicherste und effizienteste Energieform ist, die wir kennen. Ich habe die Vision, daß die Staaten, die heute notgedrungen auf billige Kohle oder dezentrale Dieselgeneratoren setzen, Kernkraftwerke betreiben, die nicht teurer, aber sehr viel umweltfreundlicher sind. Ich habe die Vision, in Deutschland einen Bewußtseinswandel herbeizuführen. Ich habe die Vision, das Atomgesetz zu ändern und Kernkraft zur gewerblichen Stromerzeugung und zu anderen Zwecken wieder zuzulassen.

    In der AG Nuklearia der Piratenpartei haben wir gute Erfahrungen gemacht. Wir konnten natürlich nicht alle in Kernkraftenthusiasten verwandeln, aber es durchaus sachlich geprägte Veranstaltungen und Diskussionen. Eine ganze Reihe Leute haben durch uns eine neue Sicht auf Kernenergie gewonnen und erstmals von Dingen wie Generation-IV-Reaktoren, Thorium oder Atommüllvernichtung durch Transmutation gehört. Wenn mir jemand sagt »Ach, das ist ja interessant! Das habe ich noch gar nicht gewußt!«, dann ist das für mich eine ungeheure Motivation zum Weitermachen.

    Jetzt haben wir die Chance, weit über die Piratenpartei hinaus zu wachsen. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die vor uns liegende Zeit!

  47. Es wäre schön, wenn wir unser komfortables Wirtschaftswunderland-Leben behalten dürften, somit nicht flugs in eine Höhle ziehen müssten, in der ein Feuerchen lodert. Aber, momentan warte ich mal gespannt ab, wie man die aktuellen Themen in Fukushima in den Griff bekommt. Werden diese optimal gelöst, dann kann man über Atomenergie wiederum nachdenken. Jedoch über Lösungen, die uns den Herzinfarkt ersparen, bitte!

  48. @ chris

    Es wäre schön, wenn wir unser komfortables Wirtschaftswunderland-Leben behalten dürften, somit nicht flugs in eine Höhle ziehen müssten, in der ein Feuerchen lodert.

    Noch viel besser. Die Höhle
    kommt zu uns. In der Höhle haben wir die dezentrale Energieversorgung entdeckt.
    In und vor der Höhle liegt unsere Sehnsucht.
    Lagerfeuer, Grillen, Holzverbrennung, Fackeln und Fackelzüge, Feinstaub, Dioxin, Angst vor der Zukunft, begrenzter Platz.

    Damit ist die Menschheit groß und stark geworden. Da sehnen wir uns anscheinend hin zurück.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  49. Es wäre schön, wenn wir unser komfortables Wirtschaftswunderland-Leben behalten dürften

    Warum denn so bescheiden?
    Das Wirtschaftswunder war im Vergleich zu heute eine primitive Zeit voller Schmutz, Armut und harter Arbeit.
    Besser machen heisst die Devise!

Schreibe einen Kommentar