Nuklearia-Presseinformation: Strahlenangst mit Fakten bekämpfen

12. Januar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

Pressemitteilung des Nuklearia e.V. vom 11.01.2015:

Strahlenangst mit Fakten bekämpfen

Die gesellschaftliche Diskussion über Atommüll, Kernenergie oder Nuklearmedizin erfordert einen sachorientierten Umgang mit dem Thema Strahlung, meint der Nuklearia e.V. Den weitverbreiteten Ängsten vor Strahlung stellt der kernkraftfreundliche Verein in einem jetzt erschienenen Faltblatt Fakten entgegen. Sie zeigen: Niedrigstrahlung ist unbedenklich.

Der Flyer der Nuklearia skizziert die verschiedenen Arten radioaktiver Strahlung und erläutert, wie Strahlung im Körper wirkt. Kritisch geht die Nuklearia mit der vorherrschenden Meinung ins Gericht, selbst geringste Strahlung sei gefährlich. »Wenn man sieht, was die Strahlenbiologie in den letzten 20 Jahren herausgefunden hat, ist diese These schlicht nicht mehr haltbar«, erläutert Vereinsvorsitzender Rainer Klute. »Hohe Strahlung ist gefährlich, keine Frage. Das gilt aber nicht für geringe Strahlendosen und auch nicht für höhere Dosen, die sich über einen längeren Zeitraum strecken.« Diese Art Strahlung sei nicht nur unschädlich, sondern habe durchaus positive Effekte, ist im Flyer zu lesen.

Ein besonders eindrückliches Beispiel stammt aus Taiwan. Hier waren mehrere tausend Menschen über Jahre hinweg in ihren Wohnungen unbemerkt Strahlung aus radioaktivem Baustahl ausgesetzt. Nach der gängigen Theorie hätte es unter ihnen 30 Prozent mehr Krebsfälle als in der übrigen Bevölkerung geben müssen. Tatsächlich ging die Krebsrate jedoch dramatisch zurück. Die bestrahlten Menschen waren also durchweg gesünder als die Gesamtbevölkerung.

Konsequenterweise fordert die Nuklearia eine deutliche Anhebung der Strahlungsgrenzwerte. 100 Millisievert (mSv) pro Jahr sei ein vernünftiges und hinreichend vorsichtiges Limit, so der Verein. Der jetzige Grenzwert für Personen, die nicht beruflich Strahlung ausgesetzt sind, beträgt 1 mSv pro Jahr.

Der Flyer steht auf der Website der Nuklearia unter http://nuklearia.de/strahlung zum Herunterladen zur Verfügung. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, wird auf derselben Seite fündig:

Alle Aussagen des Flyers sind dort durch entsprechende Quellennachweise belegt.

Über die Nuklearia

Der Nuklearia e.V. ist ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie. Wir sehen in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung. Fortschrittliche Reaktoren arbeiten sicher, sauber und nachhaltig. Atommüll lässt sich in Schnellen Reaktoren als Brennstoff nutzen.

Anders als erneuerbare Energien steht Kernenergie jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung und verbraucht keine großen Landflächen. Im Unterschied zu Kohle oder Gas ist Kernenergie CO2-arm und vermeidet Luftverschmutzung.

Kenntnisse über Kernenergie sind in Deutschland rar geworden. Das wollen wir ändern.

Diesen Text finden Sie auch im Internet unter http://nuklearia.de/2015/01/11/strahlenangst-mit-fakten-bekaempfen/

Nuklearia_logo

 

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11 Kommentare
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  1. Ich wünsche Nuklearia viel Glück mit ihrem Flyer. Meine Erfahrungen sind da allerdings eher negativ. Ein irrationales Bild von Strahlung hat sich tief in das Denken vieler Menschen eingefressen. Die Antikernkraftbewegung hat da ganze Arbeit geleistet. Wenn man allerdings über die deutschen Grenzen schaut, dann sieht das viel hoffnungsvoller aus. Der relativ offene Umgang mit Fukushima und die Erkenntnis, dass Ereignisse von so geringer Wahrscheinlichkeit wie ein Gau in einem KKW einfach eintreten und überhaupt nicht vorhersagbar sind und man sich deshalb mit den Folgen bei bestehender Technologie beschäftigen muß, führen da wohl zu rationaleren Herangehensweisen.
    Ein KKW wird einen größeren Unfall haben. Wichtig ist zu verstehen, was das dann bedeutet.

  2. Als Gründungsmitglied diskutiere ich oft mit Freunden und Nachbarn. Dabei kommt erst einmal immer viel physikalische Unkenntnis an’s Tageslicht, auch Strahlung! Ja die Antiatomwaffen-, dann Antiatomkraft-Bewegung hat ganze Arbeit geleistet und sogar die Lehrpläne von nukjlearem Ballast befreit. Ein Segelschüler von mir machte letztes Jahr Abitur in BW (nicht in Bremen) und hat keine Ahnung von Kernphysik, dabei war das keine Latein und Altgriechisch-Schule. In meinen alten Schulheften von 1968 aus Bayern lese ich noch viel Kernphysik. Wir fahren nicht mehr mit einem alten VW mit 24 PS, der übrigens sehr zuverlässig war, sondern mit modernen Autos. Nur bei den Kernkraftwerken der Generation IV haben wir vorschnell abgestoppt. Der BN 800 ist ein Neustart, leider nicht in Deutschland. Mit Energie statt Endlager und Einsatz von Kernkraft könnten wir unsinnige Milliardenausgaben sparen und den Industriestandort Deutschland sichern und ausbauen. Mit der „Energiewende“ zesrtören wir die Grundlage unseres Wohlstandes und retten das Weltklima doch nicht, -- falls der Klimawandel von Menschen gemacht ist. Sollte dem so sein, müssten konsequent 10.000 neue Kernkraftwerke weltweit gebaut werden.

  3. Schöner Flyer. Das Problem für unsere Freunde von Attac, Greenpeace ect. an der Kernkraft ist m.M. nicht die mögliche Gefahr welche von ihr ausgeht. Immer wenn ich mich mit grün angehauchten Menschen (nicht nur Parteigrüne) unterhalte stellt sich im laufe des Gespräches heraus, das ihnen die Energie im allgemeinen, sei es aus der Steckdose, im Tank, auf dem Teller oder im Glas, einfach zu billig ist.

  4. Im Flyer:

    Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Niedrigstrahlung die Abwehr des Körpers gegen höhere Strahlung stärkt.

    Nicht nur gegen Strahlung, sondern auch die Abwehr gegen chemische Gifte. Wir hatten das hier auch schon: Die Mäuse von Tschernobyl.

  5. Ich würde mir eine ähnliche Aktion zum Thema Gentechnik wünschen. Auch hier sind die irrationalen Ängste genauso groß, wie die Unwissenheit über die Genetik.

  6. Frankreich will Atomkraftwerke modernisieren -- Hendricks besorgt:

    Während in Deutschland im Jahr 2022 endgültig Schluss mit der Atomeenergie-Nutzung sein wird, sollen in Frankreich die Atomkraftwerke nun modernisiert werden.

    Auch wenn der Anteil der Atomenergie an der Stromerzeugung in Frankreich von 75 auf 50 Prozent reduziert werden soll, bleiben auch danach noch zahlreicher Atommeiler übrig. Etwa die Hälfte der momentan 58 Atomkraftwerke (AKW) in Frankreich wird in den nächsten zehn Jahren das Alter von 40 Jahren übersteigen. Zudem ist die Reduzierung der Atomenergie noch keine beschlossene Sache.
    […]
    Gegenüber des französischen Magazins „L’Usine Nouvelle“ sagte sie [Energieministerin Ségolène Royal] am Dienstag (13.01.20.15), dass Frankreich den Bau „einer neuen Generation von Reaktoren“ ins Auge fassen müsse,
    http://www.iwr.de/news.php?id=27967

    So weit so gut. Besonders schön kommentiert dies der Grüne Oliver Krischer:

    „Frankreich betreibt damit eine rückwärtsgewandte Energiepolitik zulasten der Sicherheit und günstigen Strompreisen.

  7. @Quentin

    So weit so gut. Besonders schön kommentiert dies der Grüne Oliver Krischer:
    „Frankreich betreibt damit eine rückwärtsgewandte Energiepolitik zulasten der Sicherheit und günstigen Strompreisen.

    Ja das ist besonders witzig und typisch für einen von der eigenen Ideologie verblendeten Politiker.

    Denn immerhin hat Frankreichs Stromerzeugung über mehrere Jahrzehnte pro Kopf nur den halben CO2 Ausstoß gehabt wie die Bundesrepublik, von der DDR ganz zu schweigen, und das ist wohl noch immer so. Dazu kommt, dass auch die Belastung der Luft mit Schadstoffen in Frankreich jahrzehntelang besser war und vermutlich auch das bleibt, wenn der Anteil an Holzverbrennung und Biomasse in Deutschland steigt.

  8. Heute Abend um 20:15 kommt das Drama „Tag der Wahrheit“ in welchem auf die widrigen Zustände eines Kernkraftwerkes im deutsch-französischem Grenzgebiet hingewiesen wird. Diesen Filmtip habe heute im Radio auf SWR 1 wahrgenommen. Die Sprecherin hat hierbei Namentlich das KKW Fessenheim erwähnt. Am deutschen Wesen….

  9. @Werner Schneider #8
    Das sind typisch Grün-Sozialistische Angstmacher (Verteufelung) Filme einer fortschritts- und wohlstandsfeindlichen Ideologie (Menschengruppe).
    Ich warte schon seit Jahren darauf, dass in den öffentlich-rechtlichen Medien endlich mal ein Dokumentationsfilm bzw. ein Film über die „Begeisterung an der Technik und Wissenschaft“ gezeigt wird, in dem die Kraftwerkstechnik und hier vor allen die Kernkraft im Mittelpunkt steht. Von der Kraftwerkstechnik lassen sich dann alle anderen Techniken ganz schön weiter dokumentieren. Und man wird dann auch auf die Windmühlen und Solartechnik bzw. die sog. Erneuerbaren Energien stossen….jeder Bürger hätte so die Möglichkeit sich neutral über die verschiedenen Technikarten zu informieren und könnte so seine Schlüsse für das Für oder Wider einer Energiewende ziehen.

    Nur ist es in der Grün-Sozialistischen Medienwelt leider so, dass hier Fakten und Tatsachen zu Gunsten einer Ideologie so hingedreht werden, dass die Bürger in Deutschland nur noch von Lügen und Betrug umgeben sind.

    Und das Bildungssystem in Deutschland nimmt schon die gleichen Grün-Sozialistischen Züge an. Es wird keine „Wirtschaft“ und „Technik“ mehr in der Vordergrund gestellt, sondern das Aufsagen von Gedichten in vier verschiedenen Sprachen ist heut zu tage wichtiger. Wie soll da eine Jugend noch eine Perspektive haben und sich auf die Reale Welt vorbereiten können, wenn Fächer aus der Wirtschaft und Technik nicht mehr im Vordergrund stehen und eine Computersimulation mehr zählt als das erwerben von handwerklichen Verstand und kaufmännischer Vernunft

  10. @ #9 Hofmann: Genau diese von Ideologie verbohrte „Menschengruppe“ wird diese Bücher nicht lesen und wahrhaben wollen. Heinz Hug die Angsttrompeter ISBN 978-3-7766-8013-3 oder Lexikon der Öko-Irrtümer ISBN 3-492-22873-9
    Sie wollen Fakten überhaupt nicht gerne. Es gab einmal eine Zeitung „The European“, leider eingegangen. Dort wurden vergleichend Themen aus den europäischen Staaten dargestellt. z.B. unterschiedliche Modelle der Energieversorgung oder der sozialen Absicherung der Bürger. Der Leser könnte in einer fiktiven Ausgabe heute das Versagen der dt. Politik bei der „Energiewende“ mit den Fakten nachlesen. Meine Nachbarn sind Polen und Tschechen, meine Frau ist Britin, ich habe die Vergleiche frei Haus. Der Strompreis in Frankreich ist gerade mal die Hälfte. Unsere nationale Katastrophe läßt sich leicht mit den Grundrechnungsarten nachrechnen. Alle Diplomingenieure und Dr./Prof in der Verwandtschaft haben entweder ohnehin schon einen britischen Paß, oder sie leben und arbeiten im Ausland.
    Eine befreuindete Gymnasiallehrerin (naturwissenschaftliche Fächer) geht jetzt in Ruhestand, sie beklagte sich in ihrem Weihnachtbrief bitter über den Unfug an Schulen. Zu läppischen Versuchen z.B. Chemie, mischen von Kochsalz in Wasser, muß vorher eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung mit Dokumentation der Lagerung des „Gefahrenguts“ hinterlegt werden.

    . Wie soll da eine Jugend noch eine Perspektive haben und sich auf die Reale Welt vorbereiten können, wenn Fächer aus der Wirtschaft und Technik nicht mehr im Vordergrund stehen und eine Computersimulation mehr zählt als das erwerben von handwerklichen Verstand und kaufmännischer Vernunft

    Dafür wird dann in BW die „Lehre über sexuelle Vielfalt“ in den Lehrplan aufgenommen. Kernphysik und Chemie machen Platz dafür. Uns rettet nur noch wenn sich Millionen Chinesen über uns totlachen.

  11. Eine schöne Seite übrigens: 100-gute-antworten.

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