Ökologie – Versuch einer Annäherung

18. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Wissenschaft

Dieses Wort, diese Bezeichnung, in all ihren Ableitungen hat Eingang in unsere Umgangssprache gefunden. Man spricht von ökologisch korrekten Leben, oder auf der anderen Seite von Ökologismus. Es wird also Zeit, sich einmal Gedanken zu machen, was Ökologie eigentlich ist. Dabei merkt man recht schnell, dass es zwei verschiedene Herangehensweisen gibt, einmal über die Naturwissenschaft, und einmal über die Philosophie.

Beginnen wir erst einmal mit dem, was das Wort wirklich bedeutet. Wikipedia schreibt dazu: “Die Ökologie (griechisch οίκος oikos ‚Haus‘, ‚Haushalt‘ und λόγος logos ‚Lehre‘; also ‚Lehre vom Haushalt‘) ist diejenige Teildisziplin der Biologie, welche die Beziehungen zwischen Lebewesen untereinander und mit ihrer unbelebten Umwelt erforscht.” Das soll hierzu erst einmal genügen und mit der Feststellung schließen, dass die Ökologie ein recht junges Teilgebiet der Biologie darstellt. Erst seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wird Ökologie auch als eine die Ressourcen und die intakte Umwelt schonender, nachhaltiger Umgang mit der Natur und auch eine „naturnahe“ Lebensführung verstanden. Wie es in einem weiteren Wikipediabeitrag heißt. Dort ist auch folgende Beschreibung zu finden, die ich hier etwas ausführlicher zitieren möchte:

Da die Menschen zwar an eine biologische Umwelt gebunden sind, diese aber ungewollt oder bewusst gestaltend verändern, trugen auch politische Intentionen dazu bei, den Begriff Ökologie generell in umweltpolitischen Zusammenhängen zu verwenden. Die Ökologie wurde innerhalb kurzer Zeit zur „Leitwissenschaft“ dieser Ökologiebewegung. Indem das Wort Ökologie aber Eingang in die tägliche Umgangssprache fand, veränderte sich sein Bedeutungsinhalt. Die ursprünglich neutrale Naturwissenschaft wurde positiv besetzt, so dass ökologisch zum Teil gleichbedeutend mit umweltverträglich, sauber, rücksichtsvoll oder auch mit gut bzw. richtig verwendet wird. Auch die Kurzform „Öko“ in Kombination mit Bezeichnungen, die mit ökologischen Wirtschaftsformen in Verbindung zu bringen sind, setzt sich verstärkt durch: z. B. Ökobauer (geht über Biobauer hinaus), Ökostadt, Ökosiedlung, Ökoenergie oder Ökostrom, Ökomode, „ökofair“ (ökologisch angebaut und fair gehandelt). Auch wenn einiges davon unter Marketinggesichtspunkten initiiert wurde, dokumentiert dies das Vordringen des Nachhaltigkeitsprinzips in den Lebensalltag.

Der Autor dieser Zeilen sagt etwas sehr Wichtiges, nämlich, dass ursprünglich neutrale Wissenschaft mit einem wertenden Attribut versehen wurde, hier positiv mit richtig und gut dargestellt. Wertungen dieser Art entstammen aber nicht der Naturwissenschaft, sondern haben einen kulturellen, oder philosophischen Hintergrund. Wenn wir also heute von Ökologie sprechen, dann müssen wir uns klar sein, von welcher Art von Ökologie die Rede ist. Von der ursprünglich naturwissenschaftlichen, oder von der wertenden philosophischen Sichtweise. Und hier rückt die Rolle des Menschen in den Mittelpunkt, oder wie Anfangs des Zitates steht: “Da die Menschen zwar an eine biologische Umwelt gebunden sind, diese aber ungewollt oder bewusst gestaltend verändern, … .” Wie soll dies mit gut und schlecht, oder richtig und falsch beurteilt werden? Was ist das Primat, die unberührte Natur, eine ohne Menschen, oder die Bedürfnisse der Menschen?

Diese Fragen sind älter als es den Begriff Ökologie überhaupt gibt, und es helfen auch soche Begriffe wie Nachhaltigkeit nicht weiter, denn so oder so, der Mensch greift in die Natur ein. Doch ist nicht der Mensch auch Natur, oder hat er sich von dieser gelöst und wendet sich ihr wieder zu um sie zu erobern. Gibt es also einen Gegensatz Mensch vs. Natur? Und kann man sich der Ökologie dann überhaupt ohne humanophobe Hintergedanken nähern?

In einem Arte-Beitrag werden diese Probleme besprochen und versucht eine Lösung aus diesem Konflikt aufzuzeigen. Welche mich, um das vornweg zu nehmen, nicht befriedigt. Am Anfang steht ein Zitat von Jean-Jacques Rousseau: “Alles ist gut, wenn es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.” Dieser Satz ist insofern bedeutsam, da sich diese Denkweise in der philosophischen Ökologie wiederfindet. Interessant auch der kreationistische Schöpfungsgedanke. Welcher sich aber von den monotoistischen Religionen insofern abgrenzt, als er den Menschen als Schädling betrachtet. Als Gegenpart zu diesen Vorstellungen wird Francis Bacon präsentiert: “Nun beruht aber die Herrschaft des Menschen über die Dinge nur auf den Künsten und Wissenschaften, man kann der Natur nur gebieten, wenn man ihr gehorcht.” Und tatsächlich, bei Bacon kommt die Wissenschaft wieder mehr zum Zug. Der Natur zu gehorchen, heißt vor allem, sie zu verstehen. Um die Natur zum eigenen Vorteil nutzen zu können, muss man sie studieren. Auch das ist im besten Fall Ökologie, doch kaum jemand heute wird dies als solche bezeichnen.

Wie man es dreht und wendet, die Rolle des Menschen in der Natur ist nirgendwo geklärt und es prallen völlig gegensätzliche Vorstellungen aufeinander. Zum einem die Linie von Rousseau bis zum Club of Rome und den heutigen Vorstellungen derer die wir gerne als dem Ökologismus zugehörig bezeichnen. Sie gehen grundsätzlich davon aus, dass das Wirken der Menschen auf die Umwelt so gering wie nur irgend möglich sein sollte, die Veränderungen die der Mensch hervorruft negativ sind, weshalb man sie auch humanophobe Ökologisten nennen kann. Auf der anderen Seite haben wir die Linie von Bacon zur naturwissenschaftlichen Ökologie, die auch davon ausgehen, dass der Mensch seine Umwelt verändert, dies aber als normalen Vorgang betrachten, da der Mensch auch Natur ist, somit sein Wirken der Natur entspricht. Dies setzt voraus, dass man die Geheimnisse der Natur ergründet, ihre Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten versteht, sie dann aber auch entsprechend zu nutzen ist. Dies entspricht so in etwa dem, was in der Geschichte der Menschheit immer getan wurde.

Ich habe keine Lösung für diesen Wiederspruch, wie man diese beiden Sichtweisen vereinen könnte. Und ich gebe auch zu, die Probleme hier nur sehr oberflächlich betrachtet zu haben, wollte aber diesen Zwischenstand meiner Überlegungen zur Diskussion stellen.

Foto: Wikipedia

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84 Kommentare
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  1. Sie schreiben: “Ich habe keine Lösung für diesen Wiederspruch, wie man diese beiden Sichtweisen vereinen könnte.”
    Die Lösung für diesen Widerspruch gibt es schon seit 200 Jahren. Sie ist essentieller Teil der konservativen Weltanschauung (und wird Ihnen daher nicht gefallen; mir auch nicht). Sie war über viele Jahrzehnte “mainstream” im Denken über das richtige Verhältnis des Menschen zur Natur, etwa in der alten Natur- und Heimatschutzbewegung. Da wird weder behauptet, daß dass “das Wirken der Menschen auf die Umwelt so gering wie nur irgend möglich sein sollte”, noch, daß der Mensch die Natur zu seinem Nutzen beherrschen sollte. Er habe vielmehr das in ihr Angelegte zur Entfaltung zu bringen durch einfühlsame, pflegende Anpassung an sie. Hier
    http://www.scilogs.de/chrono/blog/landschaft-oekologie/allgemein/2012-02-20/wilde-tr-ume-teil-i
    habe ich ein paar Andeutungen dazu gemacht, und man kann sich von da aus auch weiterklicken zu der ziemlich umfangreichen Literatur, die es dazu gibt.

  2. Danke für die Hinweise, Herr Trepl. Sie gehen in ihrem Text auf Vorstellungen ein, nicht der Mensch sollte Naturreservate anlegen, sondern sich selbst in Reservaten zurückziehen, um eine weitestgehende Wildnis zu ermöglichen. Sie kritisieren das zu Recht, besonders gut hat mir dieser Absatz gefallen:

    Er verlangt „eine globale Charta, die jeder Nation auferlegt, sich möglichst schnell und so weit wie irgend möglich aus dem Raum, den wir nutzen, zurückzuziehen.“ Ott kritisiert das: Ein derartiges Projekt sei kaum demokratisch legitimiert zu realisieren. Daß es darauf ankommt, wird man freilich nicht anerkennen, wenn man eine solche weltanschauliche Position vertritt, wie sie hinter jener Vision steht: Wenn diese Position richtig ist, kann man schwerlich Rücksicht darauf nehmen, daß es irgendwo dafür keine Mehrheiten gibt. Ein Angehöriger unserer Kultur wird ja auch kaum zustimmen, daß man Ritualmorde oder Mädchenbeschneidung dulden müsse, wenn es in einem bestimmten Land Mehrheiten dafür gibt. Denn er wird die Werte, die er vertritt und die er hier verletzt sieht, nicht für kulturrelativ halten, sondern für allgemeingültig, und sie werden für ihn über dem Wert des Mehrheitsprinzips stehen.
    [...]
    Selbst wenn es gelänge, Gerdes’ Position zu objektivieren in dem Sinne, daß sich eine moralische Pflicht allgemeingültig begründen läßt, die es erlaubt, sich über das, was in anderen Teilen der Welt für richtig gehalten wird, hinwegzusetzen: Bis dahin jedenfalls müssen wir sie als eine bestimmte weltanschauliche Position neben anderen nehmen, entstanden in einer bestimmten Kultur, neben der es andere gibt.

    Genau das ist auch ein Problem welches ich ansprechen wollte. In dem Arte-Film wird in diesem Zusammenhang vom Dualismus gesprochen und das man diesen Konflikt im Pluralismus auflösen könnte. Leider wird das aber dann nicht mehr weiter verfolgt und lässt mich ein wenig ratlos zurück.

    Ich frage mich natürlich auch, was sich die Menschen unter Wildnis vorstellen? Wenn das der erstrebenswerte Zustand in der Biosphäre ist, dann ist der Mensch tatsächlich fehl am Platz. Ich will es mal salopp sagen, solche Vorstellungen sind völlig realitätsfremd.

  3. Natur ist meiner Meinung nach der derzeitige Zustand einer Landschaft.
    Klingt jetzt hart.
    Aber ich sehe überall Natur, auch in der Steinwüste der Städte läuft das alte Spiel der Anpassung un Besiedelung weiter. Die Taube sieht in Städten ein Schlaraffenland. Die Ratte ist geradezu eine Symbiose mit dem Menschen eingegangen -- naja, sagen wir mal, sie hat sich zu einem höchst erfolgreichen Parasiten des Menschen entwickelt.
    Natürlich ist eine reine Stadtlandschaft keineswegs das, was ich für moralisch vertretbar halte, noch weniger will ich sagen, dass wir tun können, was wir wollen.
    Aber in Deutschland gibt es buchstäblich keinen Quadratmeter ‘Natur’ im Sinn von ‘vom Menschen unbeeinflusst’.
    Dennoch emfinde ich diese flächendeckende Kultur(!)-Landschaft als ‘Natur’ im Sinn eines Erlebnisraums, der mir das Gefühl gibt, nicht Herr und Gestalter, sondern Teilnehmer an der Natur zu sein.
    Es wurde vor kurzem schon erörtert, dass ‘Umwelt’ ein Wort ist, das nur anthropozentrisch eigentlichen Sinn macht und dass ‘Umweltschutz’ eigentlich Menschenschutz ist, weil diese Umwelt der Lebensraum des Menschen ist, um ihn herum.
    Dualismus ist da nicht mehr zu erkennen, die Übergänge zu den Extrempolen sind fliessend und nirgends klar geschieden:
    Der Acker und die Wiese sind nicht ‘Natur’, denn der Mensch schuf sie und nur der Mensch bewahrt sie vor dem Verschwinden. Das würde nur wenige Jahre brauchen, bis der Wald sich wieder seinen Lebensraum geholt hätte.
    Aber Äcker und Wiesen sind zweifellos Natur im Sinn eines vielfältigen, sich selbst regulierenden Ökosystems. Wer würde einen Hasen oder ein Rebhuhn nicht als ‘Natur’ sehen? Doch beide sind Steppenbewohner, die nicht zur ursprünglichen Natur des Waldlands Deutschland gehörten. Tatsächlich hat die Kulturlandschaft des Menschen eine weit grössere Vielfalt und Reichhaltigkeit, auch einen dichteren Artbestand, als die Urwälder einer Natur, die nicht vom Menschen gestaltet wurde.
    Also erst mal: Weg von der dualistischen Sichtweise!
    Wie wäre es mit einer symbiotischen? Der Hase und das Rebhuhn würden jetzt eifrig Beifall nicken. Denn sie leben in Symbiose mit uns.

  4. Zum Thema Ökologie ist Literatur von Reichholf zu empfehlen.
    Der hat da einiges in Petto, was so manchen Ökologisten nicht sehr in den Kram paßt.
    Die Artenvielfalt der Städte, Berlin, Münche z. B. ist größer als vielerorts irgendwo draußen in der “Natur”

  5. Bitte nicht “nachhaltend” und “nachhaltig” verwechseln !

  6. Hallo Herr Gans,

    Ja Reicholf ist gut.
    Wer aber als Naturwissenschaftler die Naturwissenschaft Ökologie kennenlernen will, der sollte
    auch H. Remmert Ökologie lesen. Derselbe Autor hat in dem Büchlein Der Naturschutz schon vor Jahren das vertreten was Reichholf auch vertritt.

    Als kleiner Ausweis. Joschka Fischer hat dem leider schon verstorbenen Prof. Dr. H. Remmert als Umweltminister die Mittel für seine Forschung gestrichen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  7. Leseempfehlung:
    Das ist Ökologie: Die biologischen Grundlagen unserer Existenz von Hansjörg Küster,

    meiner Meinung nach eines der besten Werke zum Thema

  8. @Tritium
    Du sprichst wieder mal gelassen aus, wat mir diesbezüglich durch den Kopp gegangen ist.
    Wenn ick mir meine Kleinstadt und den brandenburgischen Baumwahn so ansehe, kann man uns kaum noch von einen Wald unterscheiden.
    Ick könnte jetzt mal kurz beschreiben wat so alles durch die Stadt flattert, hüpft, rennt, krabbelt…..wenn ick mit meinen Hund den üblichen Spaziergang mache.
    Die Natur ist anpassungsfähiger als wir doofen Menschen immer denken, wir bieten Futter, Wohnraum und eine wärmere Durchschnittstemperatur als das Umland, wir bieten florale Vielfalt, die unsere Wälder kaum noch kennen und zur Not findet sich ein tierlieber Mensch der ein verletztes Tierchen sogar zum Tierarzt bringt, joo wir Deutschen reissen uns den Hintern auf für die “Natur”.
    Tja, und dann kommen die Fehler im Laufe der Generationen die der Mensch gemacht hat, als er Arten in Biosphären verschleppt hat, die dort keine natürlichen Feinde haben.
    Sei es der Waschbär in deutschen Wäldern, Kamele in Australien, aggressive Bienen in Amerika, asiatische Krabben in der Nordsee oder diverse Pflanzen aus anderen Kontinenten die sogar böse Allergien auslösen können.
    Gucken wir uns die Verwüstung in Spanien und Island an……..ein Schaden an der Umwelt der wohl irreparabel ist, wo also soll da die Natur wieder aufholen.
    Natur…….ist aber nicht immer die Blumenwiese mit den lieblich rumhüpfenden Häschen……..Natur sind auch Vulkanausbrüche, Erdbeben, Stürme, Tsunamis, Waldbrände durch Gewitter, Überschwemmungen, Dürren oder eine schnöde Plage von massenhaft vermehrten Viechzeuch.

    Eigentlich, wenn man es ganz eng sieht………ist es auch heute noch ein ständiger Kampf des Menschen gegen die Unbilden der Natur, sozusagen die menschliche Notwehr im Überlebenskampf.
    Macht euch mal den Spass und fliegt mal in den Süden und glotzt mal aus dem Fenster………Felder so weit das Auge reicht, unterbrochen von Ansiedlungen und Waldgruppen und dem Gebirge, wo ist da noch ein Quadratmeter ursprüngliche Natur übrig geblieben?
    Jahrtausende hat der Mensch die Natur nach seinen Willen geformt und nun plötzlich soll wieder alles Friede Freude Eierkuchen werden, weil ein paar Philosophen sich ganz schlaue Gedanken gemacht haben.
    In einen anderen Thread hier hat Herr Heller mal die Flächen optisch verdeutlicht, die Deutschland alleine für Nahrungsmittel und Futter beackert, wo also soll denn noch der Platz herkommen damit sich die Natur nach Lust und Laune austoben kann?
    Im Gegenteil, Dank Energiewende werden noch mehr Flächen genutzt, werden Wälder gefällt um Solarparks und Vogelschredder reinzupappen und vom zukünftigen Flächenbedarf der tollen Stromspeicher will ick garnit erst anfangen.

    Sorry meine Damen und Herren, die Diskussion ist in Anbetracht der gelebten Realität etwas müssig, sacht der Philosoph für Arme, Onkel Heinz.
    MfG
    PS. Trotzdem ein schöner Thread, passt prima hier rein.

  9. Der Text von Herrn Trepl bezieht sich offensichtlich auf eine Veröffentlichung von Jürgen Gerdes mit dem Titel: Betreten verboten! Wildnis und die Zivilisation von morgen. Das ist schon interessant was für Vorstellungen es in so manchen Köpfen gibt.

  10. Ick zitier mich mal selbst:

    Sorry meine Damen und Herren, die Diskussion ist in Anbetracht der gelebten Realität etwas müssig…

    Mag das auch in den Augen einiger klugen Leute hier etwas hart klingen, ist es doch die Realität.
    Bevor wir uns Gedenken machen wie denn in 50…100….200 Jahren das Zusammenleben des Menschen mit seiner Umwelt aussehen soll, ist es jetzt erstmal das Gebot der Stunde, das bisserl Rest-Natur die uns noch geblieben ist zu schützen.
    Inzwischen scheint es so, das auch Gemeinden die EEG als Finanz-Sanierungsprojekt ansehen, schnöden Mammon machen mit ” Klimaschutz und Energiewende ” als Ausredenfloskel und leiden müssen anschließend die Natur und ne Menge Menschen.
    Folgend ein Beispiel das diesen Unsinn schön protokolliert, eine Gemeinde pappt am äussersten Rand ihres Gebietes einen Windpark in einen Buchenwald der 2010 noch als “Historische Kulturlandschaft der Kategorie1 und “Landschaftsraum mit sehr hohem Potential für das Landschafts- und Naturerleben” ausgewiesen wurde.
    Süffisant in diesen Zusammenhang, das nun die Nachbardörfer fast in Wurfweite dieses geplanten Windparks liegen und sich mit den Schallemissionen und den Anblick rumärgern dürfen.
    http://www.bi-holzhausen.de/index.php/die-ersten-infos.html

    So siehts aus im energiewendischen Klimaschutzvorreiterland Dummland, Wasserkraftwerke schreddern die Fische, Windkraftwerke schreddern Vögel und Fledermäuse, NaWaRo sind hochgradig Monokulturell und nehmen bisher brachliegende Flächen in Beschlag und zukünftige Großspeicher dürften auch noch den einen oder anderen Quadratkilometer Land für die Natur unbrauchbar machen.

    Wer mit Naturkräften Strom erzeugen will, darf sich am Ende nicht wundern, wenn er damit die Natur und unsere Umwelt weit aus mehr schädigt als es der so-genannte Klimawandel je schaffen könnte.
    Lieber Quentin, Lieber Herr Trepl…….eure philosophischen Betrachtungen in allen Ehren aber wir sind gerade dabei unsere Umwelt einer Irrlehre zu opfern, so das diese für sehr lange Zeit geschädigt ist.

    Das mir hier aber keine Missverständnisse aufkommen, ich liebe alles was da kreucht und fleucht, mir tränen die Augen bei jeden Viech das durch uns Menschen umgekommen ist und ick würde liebend gerne der Natur ein Fleckchen Land lassen, damit diese sich dort nach eigenen Gusto austoben kann.
    Ich glaube, ich spreche da ich im Namen aller anwesenden User und stillen Mitleser, wir können ganz gut unterscheiden zwischen Umweltschutz und umweltversauenden “Klimaschutz”, deswegen wohl auch unserer vehemente Einsatz gegen die NIE.

    Verzeiht mir bitte meinen Ausflug in dieses, für mich fachfremde Gebiet aber als Mensch der auch diese Umwelt besiedelt, kann ich bei diesen Thema einfach nicht die Gusche halten.
    MfG
    Heinz Eng

  11. Heinz,
    an der Ökologie arbeiten wahrscheinlich die Ideologen der Welt gemeinsam.

    Letzte Woche hörte ich mir diesen SpiegelRedakteur an, wie er Fukushima sah.Der Titel sollte heißen ” Die verwundete Erde” als schon 100000 Exemplare gedruckt waren, änderte er es In ” Das Ende des Atomzeitalters”
    Ersteres wurde in der Schweiz verkauft und Zweiteres wurde in Deutschland verkauft.

    An beiden Titeln sehe ich, dass die Ideologie gut angekommen ist in Deutschland.

    Während wir beide arme sozialistischen Persönlichkeiten noch alt marxistisch an den Menschen als Bezwinger der Natur , Befreier der Menschheit von der Ausbeutung glauben sollten, wurde der Ökologismus oder Ökologie, ich mache da keine Unterschiede, im Westen etabliert. Man glaubt es kaum, es war die FDP mit ihren Freiburger Thesen den Ökowahnsinn etablierte. Die Gläubigkeit wirkte perfekt, es gibt sogar Skeptiker, die an mindestens eine der Grundlagen glauben. Die wären der angebliche Wachstumszwang der Marktwirtschaft, das Leben der Wessis auf Kosten der dritten Welt und die angeblich begrenzten Energiereserven von Mutter Erde.

    Und wer hat es erfunden, ich tippe auf die schlitzohrigen Kommunisten. Sie stellten schon in den 50iger Jahren fest, dass der kapitalistisch ausgebeutete Arbeiter einfach nicht verarmt, wie es Marx und Lenin geplant haben und so die Weltrevolution und Weltregierung in weite Ferne rückte.

    Bereits 1956 erkannte das Politbüro die Eignung des Themas „Schutz der Umwelt“. Politbüro-Mitglied Iwan T. Frolow berichtet davon in seinem Artikel „Sozialphilosophische Erfassung des globalen Ökologieproblems“, wie dem Buch „Das Ende des blauen Planeten“ von Paul J. Crutzen und Michael Müller zu entnehmen ist.

    „Neues Denken“ für eine „neue Gesellschaft“ wurde ausgerufen. Es ließ nur einen Weg für das Überleben der Menschheit und die Verwirklichung der Ideale des sozialen Fortschritts. Frolow beschreibt dieses Ziel mit den Worten von Karl Marx, es ist die Erreichung der „vollendeten Wesenseinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion der Natur, der durchgeführte Naturalismus des Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur“.

    So,für mich haben es schon 1956 die Kommunisten erfunden und die neue Ideologie im Westen per Sacharow verbreitet. Selbst konnten sie ihre Untertanen nicht drehen im Kopf, sie hätten auch ihre Macht geschwächt, angesichts der selbst begangenen Umweltfrevel.

    Sacharow erfand dies:

    Sacharows Idee von „Geohygiene“ stellt die wissenschaftliche Erforschung aller Wechselbeziehungen in der Natur sowie die Folgen menschlicher Einmischung ins Zentrum. In seiner Schrift „Wie ich mir die Zukunft vorstelle“ findet sich eine stattliche Aufzählung all der Gefährdungen durch den Menschen, die heute wie von Geisterhand von diversen westlichen Umweltgruppen als Aufforderung zum politischen Handeln in die Arena geworfen werden. Indirekt stempelt Sacharow den Menschen zum Schädling ab. Da berühren sich „Rassenhygiene“ und „Geohygiene“.

    Jetzt weißt du auch, warum Ossis für diesen ökologischen Wahnsinn weniger empfänglich sind , als Wessis.
    Wir haben wegen unserer kommunistischen Grundindoktrination einen schweren Zugang zur Herrscherin Mutter Erde.
    Wessis wurden seit 1970, Dank an Genscher, langsam umprogrammiert und folgen der übermächtigen Mutter Erde einfach folgsamer.

    Genscher wollte die Verfügungsmacht über den Fortbestand der Menschheit erlangen.
    Genau, wie die KPdSU über die Menschheit mittels Naturgesetzen herrschen wollte.Da ist die Staatsform egal.

    Da habe ich automatisch Fragen
    -war Sacharow ein Dissident oder eine Aktion des KGB?
    -Hat Genscher nur den amerikanischen Ablegern geglaubt-Meadows und Konsorten?
    -woher stammen die Ideen der angloamerikanischen Umwelt Ideologien?

  12. Hier ist auch noch ein Link
    Wer Hanna Thiele nicht glaubt, einfach weiter googlen, es ist Tatsache, Sacharow hat CO2 und die CO2 Steuer schon vor 60 Jahren erfunden.
    Die neue grüne Internationale war mal die alte rot ;-)

  13. @ Heinz

    Ich finde es keinesfalls müßig sich darüber Gedanken zu machen, warum welche Begriffe in der Politik oder auch in der Klima- und Energiedebatte benutzt werden. Für mich jedenfalls ist das wichtig, weil ich der Überzeugung bin, dass geschickte Wortwahl entsprechende Assoziationen und Gefühle hervorrufen, die sich dann auch im praktischen Handeln niederschlagen können. In das Thema Ökologie habe ich mich ja auch gar nicht weiter eingearbeitet, sondern wollte einfach nur einmal die zwei verschieden Sichtweisen darstellen. Und, zum Beispiel, das so ein Ausdruck wie ökologisch korrekt im Prinzip Humbug ist. Dieser Ausdruck drückt im wesentlichen nur eine bestimmte geistige Haltung aus, das wird aber durch die Verwendung des Wortes korrekt als etwas Positives dargestellt. Und es wird ebenfalls der Anschein erweckt, dass Ökologie Naturwissenschaft ist. Rein per Definition ist sie das auch, doch ist der Begriff von Ideologen gekapert worden.

    Das sich für solche Gedankengänge hier nur ein Bruchteil der Leserschaft interessiert, ist mir klar, aber nicht jeder Beitrag kann ein Seite 1 Artikel sein. Und wenn es den einen oder anderen ein wenig zu Nachdenken angeregt hat, dann ist doch schon viel gewonnen.

  14. Lieber Quentin

    Nun mach Dir mal wegen mir keinen Kopp, Du kennst mich doch. :-)
    Vielleicht ist es ganz gut wenn hier jeder seine Gedankengänge zum Besten gibt, sei es akademisch, sei ist der Schrott von Onkel Heinz, uns allen geht bei diesen Thema und dessen Okkupation durch grüne Weltverbesserer ne Menge Gedanken durchs Hirn.
    Mir ist dat Zeuch zu Theoretisch, zu weit weg von meiner gelebten Realität im Hier und Heute, wie so einige philosophische Fragen.
    Ick bin Pragmatiker, denke ne Menge nach, komme manchmal zu einem Ergebnis und manchmal bleib ich mit meinen Latein im Dunkeln stehen, na und wat solls.
    Und Sorry mein Freund, hier gehts nicht darum die meisten Zugriffszahlen zu generieren, hier geht darum den stillen Leser eine große Bandbreite an Themen zu servieren.
    Seien wir mal ehrlich, würde nur ick hier Artikel reinstellen, wäre das auf Dauer echt zu langweilig. *grins*
    Nun muss ich nur noch meine cholerischen Temperament etwas zügeln und gut isses.
    Mach weiter so……………sagt

    Onkel Heinz……tiefsinnig

  15. @W.Rassbach

    Da habe ich automatisch Fragen
    -war Sacharow ein Dissident oder eine Aktion des KGB?
    -Hat Genscher nur den amerikanischen Ablegern geglaubt-Meadows und Konsorten?
    -woher stammen die Ideen der angloamerikanischen Umwelt Ideologien?

    Wie richtig eine gedankliche Durchdringung anfangs auch sein mag, wird sie doch zunehmend zweifelhaft, wenn sie in verschwörungstheoretische Sichtweisen mündet. Das ist ein Zeichen dafür, daß irgendwo in Ihrer gedanklichen Durchdringung irgendwo etwas zu ungenau oder zu kurz gegriffen sein muß. Ich vermag nicht zu sagen WO, sondern leite dies allein aus den Fragen ab, zu denen Sie am Schluss kommen. Denn diese sind ein Sprungbrett zu verschwörungstheoretische Sichtweisen.

  16. @Quentin #13

    Das sich für solche Gedankengänge hier nur ein Bruchteil der Leserschaft interessiert, ist mir klar, aber nicht jeder Beitrag kann ein Seite 1 Artikel sein. Und wenn es den einen oder anderen ein wenig zu Nachdenken angeregt hat, dann ist doch schon viel gewonnen.

    Ich halte deinen Artikel keineswegs für nachrangig hier, muss ich sagen. So wenig, daß sogar ich mich mal wieder zu Wort melde ;). Wie so oft in deinen Artikeln näherst du dich durch Reduzierung auf das Wesentliche mit überraschend einfachen Fragen den Ursachen der Dinge, und gibst fruchtbare Anstöße. Ist es denn nicht gerade aus klimaskeptischer Sicht eine höchst interessante Frage, wie die Wurzeln der Entstehung des Geschwürs “Ökologismus” angelegt sind?

  17. Ich habe den Eindruck, daß die “Entartung” der Ökologie hin zum Ökologismus ihre Wurzeln in der Annahme hat, der Mensch stände ausserhalb der Natur oder hätte sich zu irgend einem Zeitpunkt von der Natur entfernt. Dies führt mich zu der einfachen und grundlegenden Frage (womit ich Quentins Talent nachzueifern versuche, was ich kaum erreichen werde :-/ ):

    Gibt es eine naturwissenschaftlich-rationalem Weltverständnis genügende Überlegung, die es rechtfertigt, den Menschen als ausserhalb der Natur stehend betrachten zu können?

    Mein Eindruck ist, daß dies eine rein dogmatische Festlegung ist, die zu fundamentaler Gedankenblockierung führt. Im Rahmen ökologistischen Verständnisses ist diese Frage nicht existent. Ebensowenig wie im Rahmen der These der antrophogenen Klimaerwärmung die Frage nach der antrophogenen Ursache existent ist. Freiraum, um das Fundament zu überprüfen, ist nur jenseits derartiger Denkverbote möglich. Dann allerdings kann man sich gedanklich weit bewegen.

    Ich meine, die Frage ob der Mensch zur Natur gehört oder ausserhalb von ihr steht, ist keine rein philosophische Frage, sondern man kann sich ihr naturwissenschaftlich-rational nähern, imdem man das Prinzip des okham’schen Messers anwendet. Was ich im folgenden versuchen(!) will:

    Bei der Bildung von erklärenden Hypothesen und Theorien ist Sparsamkeit geboten. Steht man vor der Wahl mehrerer möglicher Erklärungen für ein und dasselbe Phänomen, soll diejenige bevorzugen, die mit der geringsten Anzahl an Hypothesen auskommt und somit die „einfachste“ Theorie darstellt.

    Die Annahme, der Mensch sei integraler, aus der Evolution hervorgegangener Bestandteil der Biospäre und Tierwelt dieses Planeten ist wesentlich einfacher, als die Annahme, der Mensch sei auf irgendeine (rätselhafte) Weise NICHT Teil dieser Biosphäre. Da er zweifelsfrei aus der Tierwelt hervorgegangen ist, müsste er demnach irgendwann seine integrale Einbettung verloren haben. Nur wenn die einfachere These ausgeschlossen werden kann, hat die komplizierte eine Chance. Schauen wir also, ob die einfachere These tragfähig ist:

    Wenn der Mensch integraler Bestandteil der Biospäre ist, dann ist all sein Denken und Wirken natürlich. Nun — sein Gehirn, Sitz des Verstandes, unterscheidet sich nicht qualitativ von den Gehirnen der höheren Tierwelt. Kognitive Intelligenz findet man auch bei Tieren, es ist kein Alleinstellungsmerkmal der Menschen. Um die Struktur des menschlichen Gehirnes (ebenso wie seines gesamten Körpers) verstehen und vernünftig erklären zu können, muss der gesamte Stammbaum der Säugetiere und weniger entwickelter Tiere einbezogen werden. Die integrale Zusammengehörigkeit von Mensch und Tier ist unverkennbar. Soweit hält die These stand, meine ich.

    Wie sieht es nun mit dem Handeln und Wirken dieses durch ein Zentralnervensystem gesteuerten biologischen Systems, genannt Mensch, aus? Kann man dort irgendeine “Nicht-Natürlichkeit” festmachen? Alles Handeln, Wirken und Entscheidungsfindungen des Menschen ruht auf Leistungen des Gehirns. Dieses Gehirn ist ganz offensichtlich der Ausgangspunkt all dieser Gebäude, Fahrzeuge, Flugzeuge, Raketen, Waffen, Werkstoffe, Nahrungsmittel, Chemikalien, Kleidung, Kulturgüter, Bücher, Ideologien, abstrakten Verstandesleistungen etc. pp.

    Wie anders wären diese Dinge in die Realität eingetreten als durch das Wirken dieses durch ein Zentralnervensystem gesteuerten biologischen Systems, genannt Mensch? Wo ist also die rational tragfähige Begründung, sagen wir mal zum Beispiel, ein aus Kohlefaserverbund-Werkstoffen bestehendes Segelflugzeug für “nicht natürlich” zu erklären? Oder eine Erdöl-Raffinerie?

    Ich sehe hier letztendlich nur künstlich Abgrenzungen, und meine deshalb, in letzter Konsequenz ist eine Mondrakete oder Erdölplattform nicht weniger natürlich als eine Alpenrose. All das ist gleichermaßen Ausdruck der Biospäre dieses Planeten. Demnach gibt es nichts ausserhalb der Natur stehendes auf diesem Planeten.

    Für jede naturwissenschaftlich-rationalem(!) Denken genügende Kritik bin ich offen.

    ***
    Alles was ich hier geschrieben habe, ist sicherlich unzulänglich, ein Versuch die Richtung rationalen Verständnisses zu fokussieren. Es sind sozusagen “Feldnotizen”. Ohne diesen tollen, anregenden Artikel von Quentin hätte ich das hier nicht niedergelegt!

  18. @C-O

    Ich habe den Eindruck, daß die “Entartung” der Ökologie hin zum Ökologismus ihre Wurzeln in der Annahme hat, der Mensch stände ausserhalb der Natur oder hätte sich zu irgend einem Zeitpunkt von der Natur entfernt.

    Und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen…….und werd jetzt mal ganz ketzerisch.

    Wir Darwin-Anhänger und Evolutionsvertreter sehen im Menschen eine schnöde Weiterentwicklung des Affen……dessen Urinstinkte wir ja immer noch gerne an den Tag legen, wenn das Bewusstsein mal nicht die Obermacht hat.

    Aber…..und da kommen wir zu einigen Religionen……..wurde der Mensch (Adam) nicht einen Tag später von Gott gebastelt, als das ganze Viechzeuch schon auf Erden wandelte?
    Ist der Mensch nicht Gottes Ebenbild?
    Haben wir da den Grund, warum man den Menschen ausserhalb der Natur sieht, ist Ökologismus nur ne versteckte Abart des Christen-/Judentums/Islam ?

    Autsch…..wenn Onkel Heinz grübelt, kann ne Menge Müll bei raus kommen.
    Bin dann mal wech.
    H.E.

  19. Lieber Heinz,

    so falsch liegst du gar nicht.
    Denn wenn von den Ökologisten der Mensch ausserhalb der Natur gestellt wird, ist da eine gehörige Portion Hybris (Kannst auch Grössenwahn dazu sagen) und Sendungsbewusstsein dabei.
    Schau dir nur mal an, dass die glauben, sie könnten das Klima regeln! Das ist eine ganz typische Fähigkeit, die Göttern zugesprochen wurde!
    Die Sonderstellung des Menschen ausserhalb der Natur ist daher keineswegs ein Zeichen der Bescheidenheit, oder gar der Unterordnung unter sie, sondern das genaue Gegenteil: Ein Zeichen der Herrschaft, der Selbstüberhöhung, der eigenen Vergöttlichung!

  20. CO,

    na toll, ich glaube nicht an Verschwörungstheorien, ich habe nur unbeantwortete Fragen.
    Ich glaube an die Verführbarkeit der Menschen, weil ich selbst im real existierenden Sozialismus verblödet wurde.
    Während des Studiums stritt ich mit Dozenten um die führende Rolle der Arbeiterklasse. Ich musste kaum etwas auswendig lernen, nur in den Marxismus/Leninismus Fächern versagte meine Logik, ich konnte sie nicht begreifen.
    Ich stritt nicht lange, den ich spürte nach kurzer Zeit, dass es gefährlich wurde und meine Kollegen baten mich inständig, einfach aufzuhören und ich tat ihnen den Gefallen, indem ich dem Dozenten eine kurz erfundene Kausalkette herbetete, dass dieser verblüfft nickte. So gut konnte er es nicht erklären. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, da stimmt was nicht und war sehr vorsichtig.

    Klimaerwärmung ist für mich auch nur eine Einzelkategorie, wie die Gesetzmäßigkeit der führenden Rolle der Arbeiterklasse. Politischer Ökologismus ist für mich das Gleiche wie der entwickelte Sozialismus .

    An beiden wird unentwegt gebastelt, mit dem Ziel, Grundüberzeugungen herauszubilden, um Macht auszuüben.

    Wie kommen Spiegelredakteure auf ihre Themen, ist eine legitime Frage. Zweifellos transportieren sie den politischen Ökologismus. Die verwundete Erde gibt es nicht, sie ist kein Lebewesen und ihr ist es egal, ob da ein Erdbeben ist oder ein Tsunamie stattfindet. Das Ende des Atomzeitalters entscheidet die Menschheit auch ohne sie, die Polen haben gerade entschieden, ein KKW zu bauen und ihr Schiefergas zu erkunden und es zu fördern.

    Wer hat ihnen suggeriert, den Kölner Dom im Wasser zu zeigen?

    Oder 5 Jahre später dies zu schreiben

    Es geht ums Überleben…
    Ohne technische Zivilisation gäbe es bei über fünf Milliarden Menschen gegenwärtig kein Leben mehr für alle, ohne saubere Umwelt aber auch nicht. Kann die Menschheit den dritten Weg noch finden, der das große Sterben verhindert?
    ….
    Jede Sekunde wächst die Weltbevölkerung um drei Menschen. Jeden Tag gehen über 60 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre, jeden Tag wird die Acker- und Weidefläche der Welt durch Erosion, Versalzung und Rodung um 165 Quadratkilometer kleiner. “40 Jahre hat der Kalte Krieg unsere Weltsicht geprägt”, resümiert der US-Physiker Michael Oppenheimer, “in den nächsten 40 Jahren wird das Umweltproblem alles bestimmen.”

    Die Nachhaltigen sind ein Ergebnis der Theorie von Dennis Meadows, wie auch der Club of Rome und sie sitzen an Schaltstellen der Macht, die über die Entwicklung der Republik entscheiden. Das ist Tatsache, siehe unseren Nachhaltigkeitsrat, keine Verschwörungstheorie. Diese ökologistischen Parolen wurde seit 1970 , von mir aus in guten Glauben im Westen verbreitet und sind angekommen.

    Die Intellektuellen müssten jetzt nur sagen, ok, wir haben uns geirrt und müssen diese Nachhaltigen rausschmeissen.

    Georg Reissmankann es besser ausdrücken:

    Wenn sich die Intellektuellen weltweit die Möglichkeit zugelassen hätten, dass sie sich über die Natur des Kapitalismus und des Sozialismus im Irrtum befunden hatten -- in einem tiefsitzenden, verheerenden Irrtum -- und sich bemüht hätten, die Werke von Mises zu lesen und zu verstehen, um zu lernen, wie und warum sie sich geirrt hatten, wäre der Sozialismus mit der Sowjetunion ein für allemal gestorben, und die Welt würde sich jetzt auf einen Laissez-faire-Kapitalismus und nie zuvor dagewesenen wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zubewegen. Statt dessen haben sich die Intellektuellen entschlossen, der Welt die Doktrin des Ökologismus anzudrehen, um in allerletzter Minute den Kapitalismus zu zerstören und den Sozialismus zu retten

    .

    Für mich ist es interessant, dass die Strategen der KPdSU an gleichen Ideen arbeiteten, nachdem sie feststellten, die Arbeiterklasse der Welt verelendet nicht nach ihren Gesetzmäßigkeiten von Marx und Lenin.

    Matt Ridley sagte es auch ähnlich, schon 1910 drohte England der pseudowissenschaftlichen Eugenik aufzusitzen, Germany did.

  21. Jetzt bin ich leider zweimal im Spamfilter gelandet, bitte einmal löschen, dabei habe ich nichts Schlimmes geschrieben ;-)

  22. Tritium,

    Denn wenn von den Ökologisten der Mensch ausserhalb der Natur gestellt wird, ist da eine gehörige Portion Hybris (Kannst auch Grössenwahn dazu sagen) und Sendungsbewusstsein dabei.

    heißt das, die Ökologisten stehen innerhalb der Natur und passen auf, dass nicht Menschen außerhalb stehen, in ihrem Übermut?

    Ich glaube Ökologisten haben einfach nur Angst vor der exponentiell (affenartig) steigenden Geschwindigkeit des Naturverstandes der Menschen.

    Sie sind beeindruckt vom möglichen Ende allen Tuns, wegen der Endlichkeit der Erde.
    Die Antiker haben schließlich mal die Wälder abgeholzt, die stehen zwar wieder, aber es könnte wieder passieren.

    Sie sind erleuchtet und passen auf ihre Herde auf.

  23. @heinz

    Wir Darwin-Anhänger und Evolutionsvertreter sehen im Menschen eine schnöde Weiterentwicklung des Affen……dessen Urinstinkte wir ja immer noch gerne an den Tag legen, wenn das Bewusstsein mal nicht die Obermacht hat.

    Och Heinz, das hört sich so abwertend an. Immerhin ist der Mensch das wohl hochentwickelteste Lebewesen, welches die Evolution hervorgebracht hat. Da beisst die Maus doch keinen Faden ab. Ob der Mensch mehr ist als eine “biologische Maschine” ist, darüber liefert “schnöde” naturwissenschaftlich-rationale Erkenntnis keine Aussagen, weder in die eine oder andere Richtung.

    @tritium #3
    Dein Posting unterstreicht für mich die Unsinnigkeit des Versuchs, eine Grenze zwischen “unberührter Natur” und dem Wirken des Menschen zu ziehen, die mehr als eine Hilfslinie ist.

  24. @C-O

    Och Heinz, das hört sich so abwertend an. Immerhin ist der Mensch das wohl hochentwickelteste Lebewesen, welches die Evolution hervorgebracht hat……………..

    Du weißt, ick bin fatalistischer Realist und seh die Welt so, wie sie ist.
    Der Mensch……ist ein durch Urtriebe getreibenes Lebewesen, das seine Treibe nur mühsam mit seinen mehr oder weniger entwickeltes Bewusstsein unter Kontrolle hält.
    Guck Dir einfach nur mal den Sexualtrieb an, schon alleine der bringt uns an den Rand des Wahnsinns, schon alleine der hat so einige Kriege ausgelöst, der ist sogar so stark, das sich selbst die selbsternannten zölibatischen Pfaffen nicht am Riemen reissen können (siehe diverse Sex-Kirchen-Skandale).
    Und wenn wir gerade mal nicht an Sex denken, dann versuchen wir unsere Macht auszudehnen……andere Menschen zu dominieren um am Ende das Alpha-Tierchen spielen zu dürfen.

    Ok, wir bauen Wolkenkratzer…….können Termiten auch, sogar mit Klimatisierung oder kleine Webervögel mit ihren kunstvollen Nestern.
    Ok, wir benutzen Werkzeuge…..können Affen und ein paar Vögel auch, etwas primitiver aber trotzdem effektiv im Sinne der Nahrungsbeschaffung.
    Selbst töten aus Spass kennen Tiere…..nur mal einen Hühnerhof nach dem Fuchsbesuch begucken.
    Das einzige was wir durch die Technik erreicht haben ist vieeeeel Freizeit……….die wir dann mit allerlei nutzlosen Unternehmungen versuchen totzuschlagen oder uns gaaanz schlaue Gedanken machen zu können über Gott und die Welt.
    Im Sinne der Evolution sind wir immer noch nackte, aufrechtgehende Affen………..und wenn ich gerade sehe, wie man versucht unser Stromversorgung auf Mutter Natur umzurüsten, dann bestätigt sich meine These umsomehr.

    Fatale Selbstreflexion………mit anschließender Haue durch erboster Mit-User.
    Onkel Heinz……nackter Affe mit Kunstpelz

  25. heißt das, die Ökologisten stehen innerhalb der Natur und passen auf, dass nicht Menschen außerhalb stehen, in ihrem Übermut?

    Nein.
    Das heisst, der Mensch steht insgesamt nach ihrer Ansicht ausserhalb und sie sind die Priesterkaste, die das Verhältnis zwischen beiden regelt. Sie haben dazu nach eigenem Verständnis ein ‘Mandat’ der Natur.

  26. @W.Rassbach #20

    na toll, ich glaube nicht an Verschwörungstheorien, ich habe nur unbeantwortete Fragen.

    Ich habe ja nicht gesagt, Sie glauben an Verschwörungtheorien. Sondern nur, daß ich in Ihren Fragen “ein Sprungbrett zu verschwörungstheoretische Sichtweisen” sehe. Ich mahne also zur Vorsicht. Hier einige Links zum Wesen Verschwörungstheorien, die dabei helfen können auf so etwas “hereinzufallen” oder es selbst ungewollt derartiges zu “aus der Taufe zu heben”:

    Verschwörungstheorie -- strukturelle Analyse
    Verschwörungskonstrukte

    Auszug:

    Als relativ allgemeines Merkmal von Verschwörungskonstrukten lässt sich festhalten, dass sie versuchen, den Anschein der Plausibilität über eine interdependente Logik zu erwecken. Deshalb wäre es verfehlt, Verschwörungskonstrukten mit dem Versuch zu begegnen, Widersprüche aufzuzeigen. Der Clou an solchen Konstrukten ist nämlich gerade, dass es Widersprüche nicht gibt. Innerhalb der gesetzten Koordinaten eines solchen Systems ist jedes einzelne Moment als Teil der Verschwörung begriffen. Alles was augenscheinlich diesem System zuwiderläuft, ist umso mehr verschwörungstheoretisch aufgeladen, da eben dort das geheime und verborgene Moment solcher Konstrukte zum Tragen kommt. Dieses Muster ist mit beliebigen Unbekannten durchspielbar.

    Beste Grüsse.

  27. CO,
    gut, dass wir das geklärt haben, die anderen Fragen wären mir wichtiger gewesen ;-)

    Lord Monckton bei EIKE zum Wert des angeblichen Konsens:

    Der Konsens von Versailles 1918 verlangte vom besiegten Deutschland Reparationen, so dass die Konferenz zum Ende des Ersten Weltkriegs (15 Millionen Tote) gleich die Saat für den Zweiten legte. Der Eugenik-Konsens der zwanziger Jahre führte direkt zu den Konzentrationslagern Oswiecim und Treblinka (6 Millionen Tote). Der Konsens der Beschwichtigungspolitik der dreißiger Jahre provozierte Hitler, den Zweiten Weltkrieg zu entfesseln (60 Millionen Tote). Der Lysenko-Konsens ruinierte in den vierziger Jahren 20 erfolgreiche Ernten in der Sowjetunion (20 Millionen Tote). Der Konsens zur Verbannung von DDT der sechziger Jahre führte zu einer verheerenden Malaria-Renaissance weltweit (40 Millionen tote Kinder mit steigender Tendenz, 1,25 Millionen allein im vergangenen Jahr).

    Ist es so, dass ein Deutscher , soweit es deutsche Geschichte betrifft, es genau so nicht sagen darf?

    Das darf nur ein Engländer so sagen, dort kommt ja auch dieser Film her The Soviet Story

    Dabei ist mir der sg. Eugenik-Konsens der zwanziger Jahre nicht bekannt. Haben sich da die Intellektuellen Europas geeinigt, dass unwertes Leben vernichtet werden muß? Matt Ridley sagte in seiner Rede, dies wurde schon 1910 in England abgewendet.

  28. Apropos Verschwörung…….

    Klimaschützer greifen nach der Weltmacht
    Steffen Hentrich

    Wenn Sie bislang der Meinung waren, dass Weltregierungen und deren radikale Gesellschaftsklempnerei lediglich der Stoff für schauerliche Dystopien wie Orwells “1984″ oder Huxleys “Schöne neue Welt” sind, dann haben Sie noch keine Bekanntschaft mit den Autoren vom Scientific American gemacht. Nach der Meinung des Redakteurs Gary Stix kann nur eine effektive Weltregierung die Klimakatastrophe vermeiden (“Effective World Government Will Be Needed to Stave Off Climate Catastrophe”). Gegen den Klimawandel würden weniger moderne Technologien helfen, als vielmehr die Umerziehung des Menschen, eine Verhaltensänderung der gesamten menschlichen Spezies als sine qua non, durch nichts anderes als die harte Hand einer transnationalen Regierung. Reicht das vergangene Jahrhundert sozialutopischer Experimente wirklich nicht für die Erkenntnis aus, dass deren zwangsläufigen Konsequenzen jegliche denkbaren Folgen eines vom Menschen verursachten Klimawandels weit in den Schatten stellen?

    Und wieder kommt so ein “Transformer” aus seinem Loch gekrochen um die Menschheit zu unterjochen, ähhmm Umzuerziehen. Die thumbe Masse soll gefälligst ärmlich leben, damit andere im Luxus ersaufen können und die Klimakirche hilft kräftig mit.
    Mir ist es scheiß egal wie in der Zukunft das Wetter wird, der Mensch hat sich bisher schon immer ziemlich erfolgreich gegen die Natur gewehrt.

    Bezeichnend in diesen Zusammenhang ist, das die größten Klimaspinner fast alle aus den USA und GB kommen, einschließlich sämtlicher globalen Temperaturermittlungen, die unsere einheimischen Klimaspinner mit Kusshand entgegennehmen.
    Ups…..ich hab jetzt nur laut gedacht.
    H.E.

  29. @W.Rassbach #27

    Lord Monckton bei EIKE zum Wert des angeblichen Konsens

    Moncktons Showdown habe ich eben auch gelesen. Der Mann ist in seiner Unerschrockenheit Wahrhaftigkeit einfach beeindruckend. Leider leider ist der Ton des verlinkten Videos erbärmlich.

  30. Danke C-O, für die Blumen, und auch für die Ergänzungen und Weiterentwicklungen. Ich will noch ein bisschen mehr Öl ins Feuer gießen und noch auf das Anthropozän zu sprechen kommen. Das ist ja auch so ein Schlagwort, was gerne von den humanophoben Ökologisten verwendet wird. Die datieren dieses Anthropozän auf den Beginn der industriellen Revolution, ab da habe der Mensch so ins Ökosystem eingegriffen, dass man von einem neuen Zeitalter sprechen könne. Das ist ebenfalls, meines Erachtens, nur wieder so ein ideologisches Gefasel, welches ein schlechtes Gewissen hervorrufen soll, und womit sich trefflich entsprechende Vorstellungen transportieren lassen.

    Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen die Verwendung des Wortes Anthropozän, nur mit der Datierung würde ich anders vorgehen und sie viel weiter in die Vergangenheit schieben. Und zwar noch vor die Neolithische Revolution, welche ja zweifelsohne ebenfalls einschneidende Veränderungen in der Umwelt zu Folge hatte. Ich würde noch weiter gehen, und zwar bis dahin, als die heutigen Menschen andere Menschenformen (Neandertaler) verdrängten, so rund vor 30000 Jahren.

    Aber egal wann genau man diesen Zeitpunkt datiert, ab dem der Mensch bewusst sich von den Launen der Natur versucht unabhängig zu machen, ab da verändert er seine Umwelt und da hat das Anthropozän begonnen.

    Seit dem versuchen auch Philosophen und Religionen die Stellung des Menschen zu erklären.

    Ich habe gerade nicht so viel Zeit, vielleicht heute Abend etwas mehr.

  31. Die datieren dieses Anthropozän auf den Beginn der industriellen Revolution, ab da habe der Mensch so ins Ökosystem eingegriffen, dass man von einem neuen Zeitalter sprechen könne. Das ist ebenfalls, meines Erachtens, nur wieder so ein ideologisches Gefasel, welches ein schlechtes Gewissen hervorrufen soll,

    Das ist zweifellos richtig!
    Tatsächlich hat sich das Industriezeitalter zu einer Form gewandelt, welche Harmonie sucht und durchaus gewinnen kann.

    Misst man es an der Zahl der Menschen, ist das Industriezeitalter sogar sehr schonend: Ende des 18. ahrhunderts lebten in ‘Deutschland’ rund 20 Millionen Menschen, heute 4 x so viele.
    Damals war Deutschland aber fast entwaldet, weite Gebiete durch Übernutzung verödet (z. B. ‘Lüneburger Heide’), der Bevölkerung ging es schlecht, sie war unglaublich arm, dreckig und krank. Das, was die Menschen mit ihren damaligen Mitteln dem Land entreissen konnten, war grösstenteils ausgeplündert, Brennstoff war so knapp, dass im Winter regelmässig Gartenzäune und anderer ‘entbehrlicher’ Hausrat verbrannt wurde. Nichts blieb unbenutzt oder verschont. Selbst in die kläglichen Reste der Wälder (Schon im 16. Jahrhundert wurde allgemein über eine ‘Holznot’ geklagt) wurden geradezu brutal genutzt: Holz wurde sowieso hinausgetragen, aber auch Laub (Als Einstreu für die Ställe), Ziegen und Schweine wurden im Wald hehütet und gemästet, Holzkohle gebrannt, Bauholz entnommen und natürlich gejagt. Die Äcker waren ausgelaugt, die Gewässer zumindest stellenweise hochbelastet, durch die Abwässer aus Städten und Ställen, und Betrieben, z.B. Gerbereien und Färbereinen. Trotz der geringen Produktion wurden durch ineffiziente Verfahren oft grosse Mengen Schadstoffe freigesetzt: ‘Hüttenrauch’ der Zinkminen setzte zum Beispiel enorme Mengen Arsen frei, das offene ‘Rösten’ von sulfidischen Erzen erzeugte schon vor 1000 Jahren(!) echte ‘Waldsterben’.
    Heute haben wir sehr viel Land zersiedelt, es ist fast unglaublkich, wie etwa ab 1850 die Gemeinden und Städte räumlich geradezu explodierten. Aber wir haben eine ‘intakte’ Kulturlandschaft (Natur im ökologistischen Sinn gib es in Deutschland wohlgemerkt schon seit vielen hundert Jahren nicht mehr.). Unsere Wälder sind herrlich, die Flur abwechslungsreich und vielfältig, die Gewässer haben teilweise wieder eine hervorragende Qualität, alle sind zumindest von erträglicher Güte. Wild aller Art ist zahlreich und vielfältig, der Artenreichtum obektiv gesehen bemerkenswert gross und die Menschen leben im Vergleich zu ihren Vorfahren in einem Schlaraffenland, voller Überfluss und Kultur.
    Und: Die heutigen Menschen haben im Vergleich zu ihren Vorfahren eine sehr viel weiter entwickelte Bereitschaft zum Natur- und Umweltschutz!

    Also, wo soll das Anthropozän denn begonnen haben?

  32. @31 Tritium

    Also, wo soll das Anthropozän denn begonnen haben?

    Als der Mensch das Feuer für sich nutzbar machte.

    H.E.

  33. “Die Zeit läuft uns davon”
    Deutscher “Club of Rome”-Präsident fordert eine rasche Umsetzung der Energiewende

    Gleichgewicht zwischen begrenztem Angebot und
    „wünschbarer“ Nachfrage nach Nahrungsmitteln auch gewissen Konsumverzicht einschließen muss.
    Übrigens, eine Verzichtsleistung, die ebenso im „ressourcenfressenden“ industriellen Konsumsektor
    erforderlich wird, da die „Grenzen das materiellen Wachstums“ allgemein eine Hinwendung zu
    immaterielleren Lebensstilen erzwingen, mit der überraschenden Erkenntnis: Weniger ist Mehr – und
    ermöglicht eine bessere Lebensqualität!

  34. # 31:

    Gute Antwort, Heinz! :-)

    Unsere Altvorderen haben es gleich nach der Eiszeit rasch geschafft, die Großsäuger in Europa so ziemlich von der Liste zu streichen.
    Kein Wunder, wennst siehst, wie die Ur-Ökos gejagt haben: Ganze Herden wurden in Flucht gebracht und über Klippen getrieben, aus den Kadaverbergen holten sie sich dann, was sie brauchten, der Rest verfaulte oder gehörte den Aasfressern
    Un wenn du, egal in welchem Zeitalter, denen erzählt hättest, du würdest dich darüber freuen, dass die Wölfe zurück kehren, hätten sie dich gelyncht.

  35. OT zu #31

    Brennstoff war so knapp, dass im Winter regelmässig Gartenzäune und anderer ‘entbehrlicher’ Hausrat verbrannt wurde.

    Erinnert mich spontan an Januar / Februar 1979 (DDR). Extremer Winter, Stromausfälle, die paar Briketts im Keller werden abgezählt; kleine Kinder zu versorgen und alles Entbehrliche wandert in den Ofen. Gleiches erzählte übrigens mein Vater aus den dreißiger Jahren (?) und auf Wiederholung lege ich keinerlei Wert. :)

  36. @Rassbach #33

    “Die Zeit läuft uns davon”
    Deutscher “Club of Rome”-Präsident fordert eine rasche Umsetzung der Energiewende

    Max Schön ist Unternehmer und ein engagierter Umweltschützer. Als Präsident des “Club of Rome” in Deutschland und Vorstand der “Zwei-Grad-Stiftung”, einem Zusammenschluss von Unternehmen, will er zeigen, dass Ökonomie und Ökologie zusammengehören. “Mit dem heutigen Umfang der Ressourcenverschwendung kann man morgen nicht mehr erfolgreich sein”, sagt Schön. Das vor allem ist ein Grund, warum er die Energiewende für richtig hält.

    Er meint wohl damit: Die Zeit läuft IHM und seinen Club-of-Rome- und Nachhaltigkeitsrats-Kumpanen davon, bevor das Lügengebäude des Ökologismus komplett einstürzt.

    Max Schön ist u.a. auch Mitglied im Aufsichtsrat von British American Tobacco Germany, einem Unternehmen, das auf seiner Website ungeniert mit dem Begriff „Nachhaltigkeit” Werbung macht.

    Max Schön ist sozusagen ein „Nachhaltiger Tabaklobbyist”…… Pfui Deibel!

  37. #33. W. Rassbach

    Das Ziel ist klar und steht im Einklang mit der von der WBGU postulierten “Großen Transformation”

    Eine öko-soziale Weltwirtschaftsordnung für eine neue Grüne Revolution

    Dabei wissen wir: wollen wir die für das Überleben der Menschheit unverzichtbaren Naturkreisläufe erhalten, enötigen wir einen intakten ländliche Raum, der sowohl ökonomisch wie auch kulturell nachhaltig diese Funktionen erfüllen ann. Die oben angeführten Herausforderungen, der wir uns alle bewusst sein könnten, machen deutlich, vor welcher dramatischen Dimension einer „Grünen Revolution“ wir stehen. Diese „Ressourcen-Revolution“ wird jedoch nur erfolgreich sein, wenn eine Weltwirtschaftsordnung etabliert wird, die durch die Schaffung ökologischer ahmenbedingungen den Naturverbrauch für die Märkte „rechenhaft“ macht (z. B. durch Öko-Steuern) und gleichzeitig soziale Standards setzt (z. B. Verbot von Kinderarbeit, Mindestlöhne) sowie allen Menschen als Marktteilnehmer eine faire Teilhabe am „gesellschaftlichen Produkt“ ermöglicht.

    Da wirds einem nur noch übel, Grüner Sozialismus in Reinstform!

    karl.s

  38. #34. Tritium

    Un wenn du, egal in welchem Zeitalter, denen erzählt hättest, du würdest dich darüber freuen, dass die Wölfe zurück kehren, hätten sie dich gelyncht.

    moin Tritium,

    ich glaub nicht, dass das schon zu Zeiten der Jäger und Sammler so war. Ich denke mal, mit Beginn der Sesshaftigkeit und der Viehzucht kam die Verdammnis des Wolfes. Ich mag Wölfe :-)

    karl.s

  39. #29. CO

    Moncktons Showdown

    moin CO,

    wirklich klasse Artikel, kann man nur jedem empfehlen zu lesen oder wer es verstehen kann, auch zu hören. Lord Monckton ist einfach nur Spitze :-)

    gruß
    karl.s

  40. ich denke Steffen Hentrich irrt, die Klimaschützer, früher Eugeniker versuchen immer nach der Macht zu greifen und es gelingt ihnen immer nur in Deutschland. Siehe Konsensaufzählung von Monckton.

  41. @34 Tritium

    Hmm, mit dem Feuer meinte ick dat eigentlich wat anderes.
    Feuer spendet Wärme und Licht, Feuer kocht die Nahrung, Feuer verscheucht wilde Tiere…….erst mit Feuer gelang die Metallurgie, damit bessere Werkszeuge, damit die Möglichkeit in klimatisch ungünstigere Regionen der Erde auszuwandern, ohne Feuer kein Glas, kein Stahl, kein Zement und keine Dampfmaschine……u.s.w.
    Dat Feuer ermöglichte erst die Weiterentwicklung des Menschen und die technische Revolution…….ohne Feuer würden wir wahrscheinlich immer noch mit Fauskeil und Flitzebogen irgfendwo in Afrika rumsitzen.

    Das Feuer (CO2) ist das Grundübel überhaupt, deswegen wird es ja von den Ökobesudelten auch so vehement bekämpft.
    MfG

  42. Auf Achse ist heute ein schöner Artikel von Benny Peiser erschienen.

    Ökologismus: Die Autopsie

    Das Todesröcheln des Ökologismus wird ohrenbetäubend sein. Es ist zuviel politische Eigendynamik und fanatische Hingebung im Spiel, als dass dies still und leise vonstatten gehen könnte. Das Öko-Establishment ist ein Milliardengeschäft und es gibt eine Menge einfältig-schuldbewußter reicher Leute, idiotischer Hollywood-Berühmtheiten und Direktwerbungsopfer, so dass die Agitationsmaschinerie noch für viele Jahre weiterlaufen kann. Die Architektur der Umweltgesetze und –regulierungen, die administrative Eigendynamik der Umweltministerien, all das stellt sicher, dass diese Zombie-Bewegung der Wirtschaft weiterhin und über für viele Jahre hinweg großen Schaden zufügen kann. Aber machen wir uns nichts vor — es ist nur ein Haufen hirntoter Zombies, die uns heute mit der Öko-Bewegung gegenüberstehen.

    Als Todesursache in der amtlichen Sterbeurkunde lässt sich vermerken: „Selbstmord, verschuldet durch Hybris“.

    Hirntote Öko-Zombies………….hihi, wieder eine gute Beschreibung die ick mir merken werde.
    Ansonsten, selber lesen…….ick habe den Artikel diesmal nix hinzuzufügen.
    Onkel Heinz…….positiv überrascht.

  43. #42. Heinz Eng

    Hirntote Öko-Zombies

    moin Heinz,

    jo, klasse Artikel, @all: unbedingt lesen!! das baut einen doch so am Morgen richtig auf :-)

    gruß
    karl.s

  44. karl.seegert schrieb am 22. März 2012 08:42

    #29. CO

    Moncktons Showdown

    moin CO, wirklich klasse Artikel, kann man nur jedem empfehlen zu lesen

    Uhh, übersetzt von Chris Frey und dann sowas:

    Lord Monckton schreckte dann seine Zuhörer mit den Worten auf, dass es übereinstimmende [settled] Wissenschaft sei, dass es einen Treibhauseffekt gibt, dass das CO2 dazu beiträgt, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre zunimmt und dass weitgehend wir dafür verantwortlich sind und dass man deswegen eine gewisse Erwärmung erwarten könne. Aber diese Tatsachen wurden schon durch leicht nachvollziehbare und oft wiederholte Messungen belegt, die zuerst von John Tyndall 1859 an der Royal Institution of London, „ein paar Häuser weiter in der Straße von meinem Club, wussten Sie das schon?“ (Gelächter). Daher besteht keine Notwendigkeit, diese Schlussfolgerungen durch einen Konsens zu sanktionieren.

    Als nächstes verblüffte Lord Monckton sein Publikum, einschließlich der Professoren und Doktoren (deren Gesichter wie gemeißelt waren) mit einer Serie von Gleichungen und Graphen, die zeigten, dass der wirkliche Disput zwischen den Skeptikern und den Gläubigen darin besteht, dass die Gläubigen von einer Rückkopplung um 3,3°C ausgehen, während die Skeptiker eine Erwärmung um lediglich 1°C annehmen – und dies, während es allgemein akzeptiert ist, dass eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes etwa 1°C Erwärmung bringen würde.

    Ich fange an, mir Sorgen zu machen. Treibhauseffekt “settled science” … Chris gerät in die Gefahr, als Alarmist bezeichnet zu werden …

  45. Heinz,
    die Ökos können sich in Deutschland nicht in Luft auflösen. Genscher und Konsorten haben ganze Arbeit geleistet.
    UBA und BMU, ungezählte ÖKO Institute und legitimierende Zombie NGOs , eine Armada von verblödeter ÖkoJournaille, Tonnen von ÖKO Papier , bedruckt mit den schrecklichsten Vorhersagen, das halbe Land lebt vom Wahnsinn- das alles wird sich nicht auflösen. Nachhaltigkeitsrat und CoR….. die alle müssten sagen, ok, wir haben uns geirrt. Sie alle werden sich bis an ihr Lebensende herausreden, wie auch ihre Vorgänger , die Nazis und die real existierenden Kommunisten in Deutschland.

    Wir haben keinen Monckton, Matt Ridley, Lindzen…. wenn doch , geht es ihnen, wie Arnold Vaatz sagte, sie werden medial verschwiegen. Ich sehe kein Ende.
    Warten wir auf eine Partei, die sich von der politischen Ökologie lossagt.

    Das System ist perfekt, die Politiker scheinen alles zu glauben, die Abgeordneten heben dienstbeflissen die Hand und haben sowieso andere Sorgen. Sie müssen gerade entscheiden, ob die Finanzhoheit deliberativ in die Hände kleiner nichtgewählter Expertengruppen gegeben wird ;-)

    Da gibt es sicherlich keinen Zusammenhang, Ab dem Zeitpunkt, als sich die BRD ein ökologisches Korsett anlegte, begann auch die Staatsverschuldung ;-)

  46. #45. W. Rassbach

    Nachhaltigkeitsrat und CoR….. die alle müssten sagen, ok, wir haben uns geirrt. Sie alle werden sich bis an ihr Lebensende herausreden, wie auch ihre Vorgänger , die Nazis und die real existierenden Kommunisten in Deutschland.

    Hallo Herr Rassbach,

    genau das werden diese Ideologen nebst Mitläufer und sonstige Profiteure natürlich nicht tun, von Ausnahmen mal abgesehen. Aber ich denke, das ist nicht entscheidend. Letztendlich hängt alles, aber auch alles am schnöden Mammon. Der Ostblock ist nicht vordergründig aus ideologischen Gründen untergegangen. Er war schlicht und ergreifend pleite. Der ideologische “Unterbau” des Systems war nicht mehr finanzierbar. Und genau so wird es dem Ökologismus ergehen. In der Endkonsequenz ist der ganze Quatsch einfach nicht zu finanzieren.

    gruß
    karl.s

  47. @Rassbach

    Ach lass mal, ich vertrau da voll und ganz dadrauf, das der Saftladen Namens Deutschland in absehbarer Zeit zusammenbrechen wird.

    Wenns nicht die Politik ist, wenns nicht an den grünen NGO liegt, dann isses eben die Justiz die unser Land zu Grunde richtet.
    Schönes Possen-Beispiel ist das Hickhack um die Eon Kohlekraftwerke Dattel 1-3 und den Neubau Dattel 4.

    Das Oberverwaltungsgerichts Münster hat den Neubau von Dattel 4 gestopt (dikrepanzen bei dem Genehmigungsbescheid) und hat jetzt die Klage Eon´s abgelehnt die alten Kraftwerke weiter betreiben zu dürfen, weil ja der Ersatzbau nicht fertig ist.

    Tja, diese Kraftwerke lieferten bisher 20% des Bahnstroms und zusätzlich Fernwärme………ab 31.12.2012 ist damit Schluss und die Bahn und die Bevölkerung guckt dann blöd in die Röhre aber die Wutbürger feiern sich für ihren Erfolg auch noch wie die Helden.
    Naja, is ja nur das Ruhrgebiet…….die können ruhig ausbaden was se gewählt haben, ick hoffe nur, das der nächste Winter schön lange kalt bleiben wird.
    So is dat eben, wenn der Wutbürger den Lügen der EE-Lobbyisten aufsitzt und deshalb alles bekämpft was irgendwie nach Kohle riecht, nachdem er ja schon die Kernkraft erfolgreich platt gemacht hat. Eines schönen Tages wird dann dieser wohlstandsüberdrüssige grüne Bessermensch lernen müssen, das seine perverse Verehrung der Vogelschredder und Krähenspiegel leider nur andere Kapitalisten gepäppelt hat und er anschließend in der kalten und dunklen Wohnung sitzen wird.
    In der Hinsicht kann sich Onkel Heinz ganz bequem zurücklehnen und zugucken, die kriegen sich von ganz alleine in die Haare, wenn ihnen der Arsch abfriert und die globale Erwärmung einen Bogen um Deutschland macht.

    Lernen durch Schmerz……anders ist der Ökologismus in DE nicht klein zu kriegen, leider.
    H.E.

  48. #44. Marvin Müller

    Ich fange an, mir Sorgen zu machen. Treibhauseffekt “settled science” … Chris gerät in die Gefahr, als Alarmist bezeichnet zu werden …

    Hallo Herr Müller,

    glaube ich nicht, zumindest hier nicht :-)

    karl.s

  49. Ich mag Wölfe

    Damit bestätigst du, dass die heutige Einstellung zur Umwelt und Nator enorm positiv besetzt ist, ganz im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen die ‘Wildnis’ als bedrohlicher Feind wahrgenommen wurde und das Roden der Wälder, das Zurückdrängen der Natur als kultureller Fortschritt empfunden wurde.

  50. Das Feuer (CO2) ist das Grundübel überhaupt

    Ja, da kann ich nur Douglas Adams zitieren:

    Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. Um sie kreist in einer Entfernung von ungefähr achtundneunzig
    Millionen Meilen ein absolut unbedeutender, kleiner blaugrüner Planet, dessen vom Affen stammende Bioformen so erstaunlich primitiv sind, daß sie Digitaluhren noch immer für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung halten.
    Dieser Planet hat -- oder besser gesagt, hatte -- ein Problem:
    die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.
    Und so blieb das Problem bestehen. Vielen Leuten ging es schlecht, den meisten sogar miserabel, selbst denen mit Digitaluhren. Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.

  51. Ozean ist gut, da kann man auch kein Feuer machen, nur, kann ein hirntoter Öko Zombie schwimmen?

    Ich schätze nein, sie werden wieder vorm Volkslagerfeuer an ihren Lehmhütten sitzen und auf Intelligenz warten, dann geht alles wieder von vorne los ;-)

  52. @ C-O #17

    Du sprichst einige Punkte an, auf die auch bei längerem Nachdenken keine Antwort habe. Und ehrlich gesagt, wurmt mich in solchen Momenten meine nur rudimentären Kenntnisse über die klassischen Philosophen.

    Ich teile die Auffassung, dass alles letztlich der Natur entstammt und es auf der Erde auch nichts naturfremdes gibt. Aber dennoch ist damit die Rolle des Menschen noch nicht geklärt. Im Arte-Film wird Rousseaus Bild vom Menschen auch so beschrieben:

    Der Mensch ist ein unvollkommenes Tier und somit im Grunde vervollkommungsfähig, das heißt, in der Lage sich von seinen natürlichen Beschränkungen zu befreien.

    Wahrscheinlich ist dies der Punkt, wonach sich hier der Mensch, nach Rousseaus Vorstellungen, von der Natur löst und zum naturfremden Wesen wird.

    Für Gilles Clement, einem französischen Landschaftsarchitekten und Botaniker, der wohl einige bahnbrechende neue Ideen umgesetzt hat, ist “Rousseau ein idealistischer Phantast”, wie die NZZ schreibt. Weiter steht dort:

    Der 68-jährige Landschaftsarchitekt setzt sich dafür ein, dass die Menschheit das, was sie von der Natur empfängt, wieder an diese zurückgibt. Der von Clément als idealtypische Wunschfigur skizzierte «symbiotische Mensch» stimmt Nutzung und Erhaltung der Natur in einem ausbalancierten Austausch aufeinander ab. Aber wie sollen wir im Kleinen zu einem ökologisch vertretbaren Austauschverhältnis beitragen?

    Die Vorstellung einer Symbiose zwischen Mensch und der Natur finde ich nicht schlecht. Damit würden den Angstvorstellungen der humanophoben Ökologisten der Schrecken genommen, andererseits würde es an die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt appellieren. Dies könnte der pluralistische Ansatz sein, von dem im Arte-Film gesprochen wird, ohne ihn weiter zu erklären. In der Vorstellung einer Symbiose zwischen Mensch und Natur, hätten sowohl die Naturschützer einen Platz, als auch diejenigen deren Hauptaugenmerk auf der Nutzung der Natur liegt. Nur Leute mit Extremvorstellungen, die passen da nicht rein.

  53. @47 Heinz Eng

    Na ja, Eon hat sich bei Datteln 4 schon reichlich dilettantisch, um nicht zu sagen blöd verhalten. Trotz Rechtsabteilungen hat Eon ohne gültige Baugenehmigung im Gebiet ohne Bebauungsplan gebaut und dabei, ich wiederhole, und dabei der Aussage von Lokalpolitkern, dass alles glatt über die Bühne lauft, blind vertraut. Sie kennen doch Lenins Spruch von Vertrauen und Kontrolle. Eon konnte dem offenen Messer der Gegner gar nicht ausweichen. Dazu noch die voreilige Zusage der Stilllegung zweier alter Kraftwerke zum Ende von 2012, die auch für die Fernwärmeversorgungzuständig sind. Vielleicht fällt in nächsten Winter die Versorgung ab und zu aus, damit die Wutbürger eine Abkühlung erfahren. Nach allen Ihren Kommentaren hier, gehe ich davon aus, dass Sie diesen Lokalpolitikern nicht vertraut hätten. Aber hochbezahlte Vorstände die tun das. Die gehören meiner Meinung ohne Abfindung rausgeschmissen.
    Nur noch zur Klarstellung: Ich bin für Datteln 4.

    mfG

  54. @53 Klettermax

    Naja…..im Prinzip versteh ich nicht was da abgelaufen ist, denn für solche Projekte musste ne BimSch-Genehmigung haben, ob nun kleines Stadtwerk oder Großkonzern.
    Ok, den Bebauungsplan sollte man schon haben aber für den Rest sind Behörden da, die einem das Leben verdammt schwer machen können wenn ein Stückchen Papier fehlt.
    Auf Gottvetrauen oder Politikers Wort hin, würde ick doch keine Milliarde in die Hand nehmen und einfach losbauen, selbst wenn ich Eon hieße, wie doof ist dat denn?
    Nun ja, fehlen zum nächsten Winter eben noch ein paar hundert MW Erzeugerleistung mehr, wir kommen den Blacky immer ein Stück weiter näher Dank Politik, Justiz und Wutbürger.
    Je eher es kracht, umso besser.
    H.E.

  55. Gestern sagte bei Illner einer von eon, wir waren letztens nur 100 MW vom Blackout entfernt.
    Daraufhin sagte einer, so stelle ich mir jetzt einen Öko Zombie vor, aber die Solarpaddel haben Mittags ordentlich geleistet und haben den Preis in den Mittagsspitzen schön gedrosselt, hä?

    Zombie sagt also, Solar hat Deutschland gerettet und Preise gedrückt .Wenn jemand auf seine Solarpaddel gewartet hätte, wäre der Preis hoch geblieben, so wurde er wieder verschenkt?

  56. @Rassbach

    Das sind so-genannte “Mittags-Öko-Zombies”…..den Rest der Zeit verschlafen se in ihrer dunklen Erdhöhle.

    Duck und wech

  57. @ Heinz Eng

    Guten Morgen!

    Es ist zwar very OT: Hast du noch deine alte Mail-Adresse? Wenn ja: Du hast Post.

  58. Ich lese mich gerade kreuz und quer durch verschiedene Literatur über die Ökologie. Dort findet man auch immer Verweise in die Philosophie, ohne die es in der Ökologie scheinbar nicht geht. Momentan habe ich da nur so einen Gedankensalat beieinander, will da also hier den Lesern nicht zumuten. Doch ein Schnipsel will ich kund tun:

    Hare geht davon aus, dass ethische Werturteile sich ohne große Schwierigkeit in Imperative (Befehle, Handlungsanweisungen) umformulieren lassen. Wertsemirelationale oder -konstituierende Sätze mit „gut“ enthalten also ein imperativisches Element, eine Empfehlung oder Handlungsanweisung. Sie unterscheiden sich von einfachen Imperativen vor allem durch ihre angenommene Allgemeinverbindlichkeit: Befehle sind immer an ein Individuum oder an eine individuelle Klasse von Menschen gerichtet; Werturteile erheben einen Anspruch auf allgemeine Geltung, weil in ihnen auf einen Wertmaßstab oder ein Handlungsprinzip Bezug genommen wird, das der Sprecher vertritt und dem er allgemeine Geltung zuschreibt.

    Ich erwähne diesen Absatz nur, um darauf hinzuweisen, dass es extrem schwierig wird, die verschiedenen Auffassungen über die Rolle des Menschen in der Natur in einem pluralistischen Konstrukt einzubinden, weil durch die angenommene Allgemeinverbindlichkeit ein Konsens, oder auch nur ein Kompromiss, unmöglich wird.

  59. Ökologie ist für mich nur die maschinenstürmerische Antwort auf die gigantisch anmutende industrielle Entwicklung des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts. Diese von Angst getriebenen “Forschungen” führten direkt zur Eugenik der 20er Jahre. An den Begriffen hat sich nicht wirklich etwas geändert, begrenzte Erde, begrenzte Ressourcen, rasender Abbau selbiger, exponentieller Bevölkerungszuwachs. Somit schufen diese Strategen die Legitimation für die Gräuel des 20. Jahrhunderts.

    Dabei wird der jeweilig stattfindenden Entwicklung- Abbau Ressource, Wirtschaft, Kultur, Bevölkerung usw.- eine exponentiell wachsende ,verheerende und in den Untergang führende Eigenschaft zugeordnet , aus Angst und Unwissenheit.
    Diese Entwicklungen verlaufen aber tatsächlich entsprechend einer logistischen Funktion. Sie beginnen langsam wachsend, dann exponentiell wachsend (an dieser Stelle wird die Angst erzeugt) , um dann durch stets eintretende Sättigungseffekte, wieder rasant an Geschwindigkeit verlieren.

    Für diesen Verlauf sorgt der einzig exponentiell vorkommende Verlauf in Natur und Gesellschaft, die Lernkurve der Menschen. Sie sorgt ständig für Erneuerung . Dem Menschen an sich könnte man einfach die Angst vor Bevölkerungswachstum und Ressourcenverbrauch nehmen. Dies will nur eine Gruppe der Menschen nicht, die Mächtigen. Sie wollen die Macht über den Fortbestand der Menschheit behalten. Deshalb erzeugen sie diesen logischen Fehlschluss in der öffentlichen Wahrnehmung, durch Tausch von Ursache und Wirkung und Verkündung des Endes der Zivilisation.

    Schön zu sehen gerade in den USA, die Shale Gas Förderung konnte durch die Umweltschützer nicht verhindert werden. Bei Gazprom kosten 1000 m^3 500 $ dort nur 90$. Was passiert? Dieses Gas löst jetzt langsam aber sicher Kohle ab, nicht durch Verbot, sondern marktwirtschaftlich. Selbst KKW sind z.Z. zu teuer. KKW Herstellung in den USA z.Z. ca 5000$ je KW und GasKW nur 900$ je KW. in den USA schauen die Environmentalisten wütend zu und können nichts machen, in Deutschland haben aber diese Nachhaltigen das Sagen.

    Gestern bei Illner wurde die nächste Energieumwandlungsorgie verkündet, Wasserstoff und Methan werden hergestellt. Immerhin wurde gesagt, dass es noch nicht ökonomisch ist. Es spricht auffällig niemand von unseren Schiefergasvorkommen, die eine solche schwachsinnige E Umwandlung überflüssig machen würde.

    Die Polen haben gemeldet, dass die bisher erforschten Schiefergasvorkommen nicht für 300 Jahre, sondern nur für 35 bis 60 Jahre reichen. Aber für 35 Jahre nur 90$ zahlen statt 500$ je 1000 m^3 ist doch schon was. Das könnte auch ein ÖKO Zombie begreifen.

    Viel einfacher kann ich mich nicht ausdrücken ;-)

  60. @Anhalter

    Hihi, da ick ja “Wertekonservativ” bin……..hab ick aus Effiziensgründen immer noch die Alte.
    Man spart ja. wo man kann. *grins*
    Onkel Heinz….die Sonne lacht, die Schredder stehen, ach ist dat Leben scheen.

  61. @ Klettermax:

    Nun ja, mit Eon und dem Staat ist das so wie mit dem Schuldner und der Bank:
    Wenn ich der Bank 100.000 schulde, habe ich ein Problem.
    Schulde ich der Bank aber 100 Millionen, hat die Bank ein Problem.

    Der Bescheid gegen EOn mag von manchen als ‘Sieg’ empfunden werden, doch es ist ein Schnitt ins eigene Fleisch, denn letztendlich zahlt der Staat die Zeche. Das kann auf vielfältige Weise geschehen, durch Arbeitsplatzabbau, Steuerminderung, Strompreiserhöhung oder im schlimmsten Fall dadurch, dass EOn hinwirft.
    EOn hat kein Problem. WIR haben eines!
    So was kommt davon, wenn man ‘Kapitalisten’ als Feinde des Volks ansieht.
    So lange wir sie als Teil unseres Volks ansahen, ging es uns allen prächtig, das Wirtschaftswunder machte die Kapitalisten reich, aber auch das Volk. Diese Lektion ist in Vergessenheit geraten und muss nun wohl unter Schmerzen neu gelernt werden.

  62. @ 61 Tritium

    In der WAZ stand ein Artikel zu Datteln 4 mit dem Titel: Eon hat ein Stromproblem.
    Darauf schrieb ein Leser folgenden Kommentar:

    “Nicht Eon hat ein Problem, das größte Problem haben stromtechnische Dilettanten in Form von Politkern und Richtern. Wer Kraftwerke stilllegt ohne dass Ersatz betriebsbereit ist, zeigt, dass er nicht von dieser Welt ist.”

    Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen ausser, dass die Belegschaft der stillzulegenden Kraftwerke mit ihrer Entlassung rechnen müssen, die sonst größtenteils in Dattel 4 weiterbeschäftigt worden wären.
    Leider ist auch nichts von den sogenannten Interessenvertretern der Beschäftigten, Gewerkschaft genannt, zu hören.

    mfG

  63. @ Quentin Quencher

    Hallo Quentin,

    zu Deinem hervorragenden Artikel ein paar Erklärungsversuche meinerseits.

    Was bedeutet eigentlich expressis verbis Ökologie?
    Da haben wir zunächst den altgriechischen Begriff „oikos“, was nichts anderes als der auf die eigene Person bezogene ureigenste Lebensraum bzw. Einflussbereich (im übertragenen Sinne auch Wirtschaftsgemeinschaft), also mein Heim, mein Weib, mein Acker, mein Vieh, meine Sklaven etc. bedeutet.
    Dann haben wir den ebenfalls altgriechischen Begriff „logos“, der, neben vielerlei Deutungsvarianten, hier mit hier mit „vernünftiger/sinnvoller Vorgehensweise“ (bezogen auf den Nutzen der eigenen Sphäre) übersetzt werden kann.

    Was bedeutet das jetzt für das Individuum, egal ob Mikrobe, Tier oder Mensch?
    Es bedeutet Eroberung, Formung, Gestaltung, Nutzung etc. der Umwelt/Natur zum eigenen Nutzen und nur zu dem, hier und jetzt. Denn alles Leben spielt sich in der Gegenwart ab. Das bedeutet nichts anderes, als das, dass jedes Individuum bemüht sein muss, zu seinen Lebzeiten seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, weil es sonst zugrunde geht. Das gilt auch für den Menschen. Die Vergangenheit macht ihn nicht satt, die Zukunft auch nicht.

    Ökologie hat per se nichts mit Ethik oder Ästhetik oder gar Sozialromantik zu tun. Sie ist, um es mit Ernst Haeckel zu sagen: Die Kenntnis von den Bedingungen, denen die Individuen im Kampf ums Dasein unterworfen sind, von der Natur und ihrem Haushalt.

    Es ist also ökologisch absolut korrekt, wenn der Mensch sich das holt, was die Natur zu bieten hat (auch unter der Erdoberfläche) und seine Umwelt nach seinem Gutdünken gestaltet und nutzt. Es ist auch ökologisch absolut korrekt, wenn er ständig um technischen Fortschritt bemüht ist und alle technischen Möglichkeiten die sich ihm bieten dazu nutzt, seine Bedürfnisse zu befriedigen.

    Es ist also ökologisch absolut inkorrekt wenn der Mensch seine vorhandene technischen Möglichkeiten zur Gestaltung seiner Umwelt und zur Befriedigung seiner Bedürfnisse nicht ausreichend nutzt und stattdessen versucht die Vergangenheit neu zu beleben. Damit würde er nämlich auch die Unzulänglichkeiten und Nöte der Vergangenheit wiederbeleben.

    Wer glaubt, dass Ökologie Gleichgewicht der Natur bedeutet, hat weder begriffen was Ökologie bedeutet, noch verstanden was Natur ist. In der Natur gibt es kein Gleichgewicht, da ist alles ständig im Fluss. Würde dem nicht so sein, dann gäbe es kein Leben auf dieser Erde.

    Zum Schluss noch eins:
    Genauso, wie „sozial“ das Gegenteil von sozialistisch ist, so ist „ökologisch“ das Gegenteil von ökologistisch.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Feststellung, dass die Anhänger des Sozialismus auch i.d.R. auch dem Ökologismus frönen.

  64. @Moosgeist

    In der Natur gibt es kein Gleichgewicht,

    Richtig, nur ein Pendeln um ein Gleichgewicht.

  65. @ Moosgeist

    … dass die Anhänger des Sozialismus auch i.d.R. auch dem Ökologismus frönen.

    Dass sie dieses tun, hängt wohl mehr damit zusammen, weil man auf diesem Wege seine Abneigung gegen den Kapitalismus transportieren kann. Da spielt dann natürlich auch so ein wenig Sozial- und Naturromantik mit, wie bei Rousseaus “Edlen Wilden“. Wenn dann diese Soziallisten an der Macht sind, tritt der Aspekt der Ökologie wieder in den Hintergrund und aus dem trojanisch ökologistischen Pferd springen diejenigen die den Kapitalismus bekämpfen wollen.

    Herr Trepl hatte ja hier auch auf die Wildnis angesprochen. Das ist in der Tat ein Punkt der wichtig für Unterscheidungen ist, wenn es um die Natur geht. Tritium hatte auch schon darauf hin gewiesen. Wenn wir heute von Natur sprechen, dann haben wir im Kopf die Wildnis, doch was uns umgibt ist Kulturlandschaft, also schon weitestgehend vom Menschen beeinflusst. Er hat das Einwandern von verschiedenen Arten (Flora und Fauna) beeinflusst, die Arten selbst durch Züchtung verändert. Wie viel von den Öko-Apfelbäumen sind denn tatsächlich aus der Wildnis? Die Gene sind doch schon massiv, durch Züchtung, verändert worden. Und solches genmanipuliertes Zeugs wird als Öko verkauft.

    Durch Herrn Trepl bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden: “Vieldeutige Natur: Landschaft, Wildnis und Ökosystem als kulturgeschichtliche Phänomene” Hier findet sich Ausführungen, die auch den in meinem Artikel dargestellten Überlegungen entsprechen. Offensichtlich gibt es diese Kontroverse zwischen naturwissenschaftlicher und philosophischer Ökologie in Fachkreisen schon sehr lange, und ich frage mich wirklich, warum ich bislang darüber noch nichts gehört hatte. Da wird jetzt seit Jahrzehnten ein Begriff (Ökologie) in der Öffentlichkeit ständig falsch interpretiert, oder zumindest unzureichend, und keiner der Schreiberlinge die dieses Wort ständig im Munde führen, macht sich die Mühe mal genauer hinzuschauen. Zum Abschluss will ich noch ein Zitat von Trepl/Kirchhoff bringen:

    Auch in der Ökologie sind empirische Forschung und Theoriebildung geleitet durch Systeme miteinander konkurrierender theoretischer Vorannahmen, die z.B. als “Denkstil” als disciplinary matrices oder als scientific research programmes bezeichnet worden sind. Zu deren wensentlichen Bestandteilen gehören mataphysische und methodologische Grundannahmen, die nicht empirisch gewonnen worden sind. Ihr Ursprung sind kulturelle Ideen und Ideale, insbesondere solche über Individualität und menschliche Vergesellschaftung.
    Quelle

  66. Ich denke, man sollte einmal auf einen ganz grundlegenden Unterschied im Denkverkhalten von Ökologisten und, ‘Technokraten’ hinweisen:
    Ein Technokrat orientiert sich daran, mit geringst möglichem Aufwand grösstmöglichen Nuzer zu erzielen, er ist sparsam und orientiert sich am Markt. Er denkt und handelt rational. Dass diese Rationalität nicht unbedingt perfekt ist, steht ausser Frage, denn ‘Umweltschutz’ ist zumBeispiel in ihr nicht explizit (bzw. dogmatisch) vorhanden. Es ist billiger, wenn man darauf verzichtet und indirekte Kosten externalisiert. Doch längst hat in dieser Hinsicht ein Paradigmenwechsel statgefunden und heute ist ‘Umweltschutz’ ein integraler Bestandteil der technologischen Planung und wird auch rational eingepreist.
    Ökologisten dagegen denken völlig anders. Ihr Ziel ist NICHT die möglichst geringe Belastung der Konsumenten, sondern im Gegenteil eine möglichst grosse, persönlich einschneidende Änderung der Gesellschaft welche die Rationalität vermissen lässt.
    So würde ein Technikrat ganz gewiss nicht anfangen, ausgerechnet bei der Beleuchtung zu sparen, weil das völlig irrational und weitestgehend nutzlos ist: Nur ca,. 2% der gesamten erzeugten Energie wird für Beleuchtung verbraucht!
    Doch nirgendwo sonst ist das ‘Sparen’ sichtbarer als bei der Beleuchtung! Eine Einschränkung hat einen sehr deutlichen Effekt auf die Lebensumstände, die ‘gefühlte’ Veränderung ist sehr groß.
    Damit ist die Beleuchtung das ideale Mittel zum Transport der ökologistischen Ideologie!
    Denn sie verlangt ja in erster Linie eine Veränderung des Menschen selbst. Der Technokrat möchte, dass das Licht dem Menschen dient, der Ökologist möchte, dass die Menschen dem Licht dienen.
    Hierin zeigen sich magische Denkmuster: Magie lebt von symbolischen Handlungen, welche, so der Gaube, dann auf einer metaphysischen Ebene zu einem gewünschten Effekt führen; Fasten, Keuschheit, Gebete und andere Bußübungen haben definitiv keine physikalische Wirkung, dennoch wird ihnen eine grosse Macht zugesprochen. Vor allem aber dienen sie als Gesten der Unterwerfung unter die Ideologie/Religion, die sie fordert. Das ist völlig konträr zur Ratio: Was zählt, ist NICHT die Wirkung, sondern der AUFWAND!
    Ökologismus reiht sich unter diesem Blickwinkel nahtlos in religösen Wahn wie dem Ablasshandel oder der Geisslerbewegung (Da wurde sogar Selbstverstümmelung als Mittel der ‘Vorsorge’ propagiert!) oder, weit unschöner, der Hexenverfolgung (Ritualmord als Mittel zum Zweck der magischen Schadensabwehr!) oder Pogromen ein.

    Ökologismus lässt sich nur verstehen, wenn man ihn als Gegenbewegung zur Aufklärung begreift, auch wenn er sich pseudoaufklärerischer Requisiten (‘die Wissenschaft’, ‘Experten’) bedient!

  67. Wer hat es gesagt?

    Ich würde mal sagen, wir brauchen eine völlig andere Wirtschaftspolitik und da ist wirklich ein massives Umdenken gefragt. Wir werden diesen ökologischen Umbau … nur bewerkstelligen können, wenn wir die Macht der großen Konzerne brechen, wenn wir die Macht der Energiekonzerne brechen und wenn wir die Macht der großen produzierenden Unternehmen brechen.

    Kleine Hilfe, dieses Zitat stammt aus stammt aus dem 7. Konstanzer Konzilgespräch und Teilnehmer an dieser, vom SWR2 ausgestrahlten Hörfunksendung, waren:
    Wolfgang Clement, ehem. Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
    Bernhard Emunds, Professor für Christliche Gesellschaftsethik, Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen
    Meinhard Miegel, Sozialwissenschaftler, Stiftung “Denkwerk Zukunft”, Bonn
    Gesprächsleitung: Ursula Nusser

  68. #67. Quentin Quencher

    Wer hat es gesagt?

    ich tippe mal auf den Prof. für Christliche Gesellschaftsethik ;-)

  69. 67.Quentin Quencher ,
    das muß ein Roter sein, der vorher davon sprach, das der Markt uns zwingen wird, den Rasenmäher durch die Sense zu ersetzen ist auch nicht schlecht ;-)

    Dieser Mensch kann ja schonmal die Macht von EnBW brechen ;-) was redet der für einen Unsinn. Kapitalmarktorientierte Unternehemn beuten alles aus, Umwelt , Menschen, dritte Welt. Na sowas , die wollen Gewinne machen, muß es ein Kommunist sein, jedenfalls ist er verwirrt. Jeder der Gewinne macht muß weg ;-)

  70. Miegel, die Wachstumskurve des BIP wird nach unten gezogen durch negative Dinge wie Verbrauch Ressourcen…
    Keine Worte mehr ;-)
    man kann sich auch bei negativen Wachstum wohl fühlen, die spinnen die Römer…

  71. Emunds, Leistungszulagen ;-) Die Arbeitsproduktivität soll weiter steigen aber die Industrie wird dezentralisiert. Zuletzt versuchte sich die ddr Planwirtschaft mit materieller Stimulation zu retten.

    Nicht mehr -mein haus, mein auto mein hund- sondern -- mein solarkraftwerk, meine drehbank, mein elektrofahrrad- ;-)

    oder doch noch -meine hochofen- da bleibt Zeit für musische Bildung, Acht Stunden Woche ;-) ergibt eine neue demokratische Struktur- fassungslos.

    Der Rentner verzichtet schon auf 10% Kaufkraftverlust und er ist einverstanden, wenn es mit rechten Dingen zugeht.

    Warum sagt Clement, wir müssen umsteuern? Kein Land der Welt steuert um.

  72. Jawoll, es war der kath. Theologe Bernhard Edmunds, der sich damit ganz in den Dienst der großen Transformation stellt.

    Die sogenannte Öko-Bewegung in Deutschland ist ja gewissermaßen aus der Protestkultur der 68er gespeist wurden, hat aber ihre Wurzeln viel früher. Wir haben das hier ja schon einige male thematisiert. Ich frage mich, ob wir, angesichts der Äußerungen wie denen von Edmunds und Miegel, letzterer ist ja keineswegs ein Roter, einen Wandel bei den Ökologisten feststellen müssen. Und zwar hin zu einer Strömung im deutschen Konservativismus, der die Vorstellungen der Grünen absorbiert. Dass da hier etwas zusammen wächst, was zusammen gehört. Der Röttgen sozusagen kein Ausrutscher in der CDU ist, sondern eine neue/alte Strömung bei den Konservativen darstellt, die über kurz oder lang zur Hauptströmung dort wird.

    Wenn ich versuche ein wenig in die Tiefe zu graben, weg von den plakativen Wahlkampfsologen, und auch weg von den Programmen der Grünen und der CDU, und dahin gehe wo der “Spirit” der jeweiligen Überzeugungen zu finden ist, den Wertvorstellungen, die teilweise unterbewusst über eine religiöse oder gefühlsbetonte Ebene abläuft, so denke ich, dass die Gemeinsamkeiten zwischen Schwarzen und Grünen viel größer sind, als zwischen Roten und Grünen. Die einzigen wirklichen Unvereinbarkeiten, die Kernkraft und das Militär, spielen keine Rolle mehr.

    Diese Gedanken sind mir jedenfalls gekommen, als ich die Äußerungen Edmunds und Miegels hörte. Der Clement war in diesem Gespräch ein Lichtblick, wenngleich auch nicht frei von einigen falschen Grundannahmen.

  73. QQ,
    Miegel ist kein Roter ;-)
    es sollte so heißen:

    der vorher sprach davon, das der Markt uns zwingen wird, den Rasenmäher durch die Sense zu ersetzen ist auch nicht schlecht

    also Ökodenke, Ressourcen werden raubgebaut und knapp, logisch Benzin wird teurer, manchmal mögen sie den Markt und manchmal nicht.
    Wer macht einen Raubbau?
    Wer zerstört die Umwelt?
    Dies passiert doch nicht, der Umwelt ging es noch nie so gut ;-)

    Sie wollen nicht vorhandene Umweltzerstörung in Deutschland einpreisen in die Produkte und so den Raubbau regulieren. Schwachsinnige haben immer ein gestörtes Verhältnis zu Grössenordnungen. Sie stört der Trend zum Zweithandy, wollen aber ein paar hunderttausend Windmühlen mit Neodym versorgen oder 1 MIO Autos mit Lithium.
    Wann setzt das Denken wieder ein In Deutschland, Marvin, was sagst du dazu ;-)

  74. Wenn Miegel und Edmunds die Industrie suchen, ich weiß, wo sie demnächst zu finden ist. In dem Land, dass den gläubigen Deutschen die die Grenzen des Wachstum Religion brachte ;-)

    Warum ist so ein Mist immer in Deutschland gut zu verkaufen. Bei den Angloamerikanern glaubt nur eine verschwindende Minderheit so einen geistigen Müll.

    From the WSJ article “Steel Finds Sweet Spot in the Shale”:

    Niedrige Erdgaspreise repräsentieren einen Wettbewerbsvorteil für den U.S.-Produktionsstandort. Der Preis für Erdgas ist $11,35 pro million BTU in Nordwest-Europa und $15,9 in Japan, laut Platts, verglichen mit U.S. Level $2.27

  75. @ W.Rassbach

    Warum ist so ein Mist immer in Deutschland gut zu verkaufen.

    Gute Frage. Ich habe leider keine Antwort darauf. Vielleicht liegt es am marschierenden Wald. Vom Waldforscher Wilhelm Heinrich Riehl wird folgendes berichtet:

    Der Waldideologe Riehl war mit seiner 1854 erschienenen Schrift “Land und Leute” indes nicht allein ein Wegbereiter des deutschen Nationalismus sondern als Kenner der unterschiedlichen Formen des Waldes in den deutschen Landschaften ein Vorläufer heutiger Umweltschützer: Der Gedanke, “jeden Flecken Erde von Menschenhänden umgewühlt zu sehen, hat für die Phantasie jedes natürlichen Menschen etwas grauenhaft Unheimliches; ganz besonders ist er aber dem deutschen Geiste zuwider.”

    Ich bin mir nicht sicher ob das heute noch so gilt, doch auffällig ist schon, warum dieses Nachhaltigkeitsgefasel gerade in Deutschland auf so fruchtbaren Boden fällt. Doch wenn man sich auf diese Gedanken einlässt, dann kann man auch über die Äußerungen Miegels und Edmunds eine Linie zur Romantik ziehen, deren Vorstellungen aus der deutschen Naturromantik kommen, die jetzt eben den deutschen Wald verlassen haben, dafür aber von der ganzen Welt ziemlich romantische Vorstellungen haben.

  76. Romantik eher nicht.
    Biedermeier: Abgekapseltes Spießbürgerglück im Reihenhäuschen.
    Da werden dann ein paar herumliegende Bierdosen zum Politikum und jeder Wandel wird Gefahr.
    Auf der Schiene bestehen tatsächlich eine Menge Gemeinsamkeiten zwischen Schwarz und Grün. ‘Natur’ ist nur ein Vorwand, eine Idealvorstellung meinetwegen, aber eigentlich wesensfremd -- was sich ja auch am skrupellosen Missbrauch genau dieser Natur manifestiert, wenn es ‘nötig’ für die Aufrechterhaltung der Selbstzufriedenheit ist.

  77. #72. Quentin Quencher

    Wenn ich versuche ein wenig in die Tiefe zu graben, weg von den plakativen Wahlkampfsologen, und auch weg von den Programmen der Grünen und der CDU, und dahin gehe wo der “Spirit” der jeweiligen Überzeugungen zu finden ist, den Wertvorstellungen, die teilweise unterbewusst über eine religiöse oder gefühlsbetonte Ebene abläuft, so denke ich, dass die Gemeinsamkeiten zwischen Schwarzen und Grünen viel größer sind, als zwischen Roten und Grünen. Die einzigen wirklichen Unvereinbarkeiten, die Kernkraft und das Militär, spielen keine Rolle mehr.

    moin Quentin,

    interessanter Gedanke, dass, wenn er zutrifft, die Grünen eines Tages überflüssig machen wird. Die CDU, zumindest große Teile, und allen voran die “große Vorsitzende”, haben grünes Gedankengut ja dermaßen verinnerlicht, dass es schwerfällt für jemanden, der die Personen nicht kennt, zu erkennen, welcher Partei (grün oder schwarz) der- oder dijenige angehört. Gilt natürlich auch für die CSU mit ihrem grünen Vordenker Söder.

    karl.s

  78. #75. Quentin Quencher

    Doch wenn man sich auf diese Gedanken einlässt, dann kann man auch über die Äußerungen Miegels und Edmunds eine Linie zur Romantik ziehen, deren Vorstellungen aus der deutschen Naturromantik kommen, die jetzt eben den deutschen Wald verlassen haben, dafür aber von der ganzen Welt ziemlich romantische Vorstellungen haben.

    dazu aus Wikipedia

    Treibende Kraft der deutschen Romantik ist eine ins Unendliche gerichtete Sehnsucht nach Heilung der Welt, nach der Zusammenführung von Gegensätzen zu einem harmonischen Ganzen. Symbolische Orte und Manifestationen dieser Sehnsucht sind nebelverhangene Waldtäler, mittelalterliche Kloster-Ruinen, alte Mythen und Märchen, die Natur etc.

    Romantik als Gegenbewegung zur rational erscheinenden Aufklärung.

    karl.s

  79. Ja zugegeben, Romantik ist möglicherweise nicht das wirklich verbindende Element. Ich habe aber weniger an die Natur gedacht, als vielmehr solche Vorstellungen wie von einem Glücksindex. Das ist für mich so eine Art Gesellschaftsromantik der sowohl die Grünen als auch die Schwarzen anhängen. Also eine Vermischung von Natur- und Gesellschaftsromantik ist wohl treffender. So wie im deutschen Heimatfilm der 50er Jahre. Interessant in diesem Zusammenhang der Abschnitt über den Heimatfilm der Amerikaner:

    Der amerikanische Heimatfilm ist der Western, der jedoch eine größere Bandbreite zeigt. Mit dem Film Heartwood (1998), auch bekannt als Der Baumflüsterer, kam man der bundesdeutschen Richtung der fünfziger Jahre aber wieder verblüffend nahe: Eine ländliche Liebesgeschichte, eingebettet in einen ökologisch gefärbten Wirtschaftskonflikt zwischen einer großstädtischen Bank und einem dörflichen Sägewerksbetrieb. Hilary Swank spielt hier eine ihrer ersten größeren Rollen.

    Bei den Nordamerikanern haben, sonst eigentlich nur bei den Deutschen in diesem Ausmaß vorkommenden, Naturromantiker auch eine lange Tradition. Man denke nur an Thoreaus Walden. Mir ist Thoreau eigentlich erst seit dem Film “Der Club der toten Dichter” bekannt, er hatte wohl aber einen größeren Bekanntheitsgrad in der Protestbewegung der 60er.

    Wenn man nun aber einwendet, die Spießigkeit die geradezu aus diesen Filmen tropft, steht den offenen Gesellschaftskonzepten der Grünen entgegen, dann verkennt man den wahren Charakter der Grünen. Im Cicero schrieb Alexander Grau:

    Für die Grünen hingegen ist Politik im Kern die Durchsetzung einer strengen Pflichtenethik. Der paternalistische Gestus, der damit einhergeht, zeigt, warum die Grünen in Deutschland so erfolgreich sind und die Eingangsdiagnose, dass wir in einer linken Republik leben, bestenfalls teilweise richtig ist: Die Grünen sind die eigentlich konservative Partei. Das ist zunächst keine neue Feststellung. Allerdings gelten als Indizien für grünen Konservativismus zumeist Fortschrittspessimismus, Naturverbundenheit und Technikfeindlichkeit. Doch mit eskapistischer Fortschrittskritik schart man nicht ein Viertel aller Wähler hinter sich – nicht einmal in Deutschland. Der grüne Konservativismus geht tiefer und ist damit zugleich massentauglicher. Wie der traditionelle Konservative, so ist auch der grüne Konservative vor allem von der Überzeugung getragen, es gäbe zeitlose, allgemein gültige Werte, die es unbedingt durchzusetzen gilt. Bezog der Konservative alt hergebrachter Provenienz die Legitimation seiner Normen aus der Tradition, so beruft sich der grüne Neukonservative hingegen auf eine universale Verantwortungsethik, die scheinbar rational fundiert ist.

  80. @ Quentin Quencher:
    Nun ja, sagen wir mal so:
    Den christlichen Parteien wird oft vorgeworfen, sie trügen das C nur noch als Verzierung, lebten es aber nicht.
    Sieht man die Grünen als eine religiöse Partei, dann ist es eine, die ihr grünes ‘C’ noch tatsächlich lebt*.
    Nun kann man zwanglos sagen, dass bei den C-Parteien auch wieder eine Rückbesinnung auf die religiösen Wurzeln stattfindet (Die Erde als ‘Gabe’) und dass dies die verbindende Klammer darstellt.

    Dass daneben natürlich die eiskalt berechnende Ausnutzung der Ideologie zur materiellen Bereicherung eine grosse und zunehmende Rolle spielt, steht dem nicht entgegen, das ist vielmehr ein natürlicher Vorgang, der alle idealistischen Bewegungen zwangsläufig erfasst.

    * Dass die religiösen Vorstellungen der Grünen tatsächlich auch christlich sind, etwa von der Art einer ‘urchristlichen’ Reformationsbewegung, zeigt sich szum Beispiel an ihrer Endzeitgläubigkeit. Daran ändert auch das ‘Gaia’-Vokabular nicht viel. Der antike Naturglaube stützte sich nämlich keineswegs auf eine ‘paradiesische’ Natur, wie bei den Grünen, die ja am liebsten einen möglichst vegetarischen Garten Eden hätten, sondern auf Furcht vor der Macht der Natur.
    Erziehung und Kulturraum sitzen eben sehr tief; auch Marx ist ja nichts anderes als ein neuzeitlicher christlicher Reformator, wenn man seine Thesen genau betrachtet.

  81. Tritium,
    ich sehe das so.
    Jede Ideologie setzt auf scheinbar, augenscheinliche, eingängige Widersprüche und macht einen “Verbesserungsvorschlag”

    Marx stellt die Frage, warum sollen die Unternehmer die größten Früchte aus der Arbeit der Arbeiterklasse ernten. Er teilt in Klassen ein, in Gute und Böse, erfindet die Diktatur der Arbeiterklasse und will die Umverteilung anstreben. Was sonst der Markt macht, erledigt fortan eine Heerschar von Funtionären. Diese erledigen die Umerziehung der einzelnen Klassen und auch deren Liqiudierung, wenn es der “Sache” dient. Die Geschichte zeigte , wie das endet und immer enden wird.

    Ökos stellen die Frage,Kann es in einer begrenzten Welt unbegrenztes Wachstum geben. Die Antwort liegt in der Frage. Sie wollen, was noch möglich ist, nach ihrer Berechnung auch die große gerechte Umverteilung, um diesmal die Erde zu retten. Komisch, schon wieder ist die Demokratie im Wege. Der Mensch muß wieder umerzogen werden und besondere Personengruppen müssen die Neuverteilung beaufsichtigen ;-)

    Die neue Stasi heißt “Watch” Ökowatch, Foodwatch…. Diesmal soll es ohne Liqiudierungen, Knast und Terror gehen. Diese NGOs decken auf und die Regierenden “handeln”, sind legitimiert, ohne ihr Volk zu befragen. Wie sagten sie so schön oben im SWR Gespräch, die Rentner verzichten doch freiwillig, wenn es mit rechten Dingen zugeht ;-)

    Nur , es geht nicht mit rechten Dingen zu. Schon die Frage ist falsch gestellt. Nach PR Manier steckt der unglaubliche Irrtum in der Frage.
    - Die Welt ist begrenzt, nur der Mensch kratzt diese Begrenztheit gerade mal an. Von 40 km Erdkruste kratzen wir an der Oberfläche.
    -Unbegrenztes Wachstum ? Das einzige, was unbegrenzt wächst , ist der menschliche Geist, sein Vermögen, Ressourcen zu nutzen. Edmunds oder Miegel sagen im SWR dazu “gutes Wachstum”, verschweigen aber, dass ihr Plan ist dieses zu begrenzen, um das “andere Wachstum” , ihrer Meinung nach “böses Wachstum” zu verhindern.

    Sie verschweigen ,dass dieses “böse Wachstum” gar nicht unbegrenzt ist, meist sagen diese Ökoidioten noch exponentiell wächst. Dieses wirtschaftliche Wachstum ist zwar rasend schnell in der normalen Marktwirtschaft, hat aber immer Sättigungseffekte und verläuft nach einer logistischen Funktion. Fängt langsam an, steigt sehr schnell und lässt langsam wieder nach. Ich denke an der Kohlewirtschaft werden wir es verfolgen können, an den IPods auch.

    Der Grund ist einfach, das exponentiell anwachsende Wissen ermöglicht nicht nur die Nutzung neuer Ressourcen , sondern auch immer neuerer Technik . Nur Ökoidioten wollen den Trend zum Zweithandy verhindern und wissen noch nichtmal, was wir in 10 Jahren zum telefonieren benutzen oder als Ressource gebrauchen.

    Auch ein Ökofunktionär kann nicht die Bedürfnisse der Menschen befriedigen, wenn er anfängt, den Fortschritt zu beherrschen, indem er ihn vorschreibt, ist er auch nur ein stinknormaler roter Funktionär.

    Deshalb sehe ich eine Kontinuität von rot(mit Weltrevoluion) -- braun (ohne Weltrevoluion- wir erobern sie einfach) zu grün( wir kümmern uns um ihren Fortbestand und lassen sie uns irgendwann überschreiben )

    Netter Versuch, irgendwie wollen alle das Gleiche ;-)

    Also Marx hat sich in seiner Verion mehr Mühe gegeben, immerhin laufen noch jede Menge Dr. und Profs. mit Titeln herum, die sie nur Marx zu verdanken haben und daran glaubte auch ein großer Teil der westlichen Eliten, furchtbar.

    Die heutigen Ökodoktoren sind bis jetzt noch lächerlich. Z.B. Dr. Popp und der Ringwallspeicher, wir machen uns unser Nachterstett alleine ;-) und machen eine große Badeseen landschaft aus Deutschland mit Windmühlenkränzchen und Solarpaddelmützchen, dann können wenigstens keine Panzer mehr aufmarschieren ;-)

  82. Ich habe gerade einen Text von von Herrn Trepl (siehe #1) überflogen, den ich mir morgen in aller Ruhe zu Gemüte führen werde. Aber einen Absatz möchte ich schon jetzt zitieren, passt er doch so gut zum Thema hier:

    Biozönosen oder Ökosysteme sind seit dem Beginn der Ökologiebewegung in den Vorstellungen der Allgemeinheit organische Gemeinschaften oder „Superorganismen“; die üblichen Redeweisen („das schadet dem Wald“, „die Meere sterben“) ergäben sonst keinen Sinn. Natürlich haben nicht die Biologen, d. h. hier die Ökologen, mit empirischen Belegen die allgemeine Auffassung hervorgebracht oder maßgeblich gefördert, die Gesellschaften der Tiere und Pflanzen seien organische Gemeinschaften, und auf diese Weise ein Wiederaufleben der Idee der organischen menschlichen Gemeinschaft bewirkt. Vielmehr galt diese Vorstellung vom Wesen ihrer Objekte, die durchaus einst in der Ökologie dominant war, in dieser längst als überholt, als sie mit der Ökologiebewegung Einfluß in der Gesellschaft gewann. Möglicherweise erklärt sich das so, daß die konservativen Sehnsüchte nach der organischen Gemeinschaft, die man sich dem damaligen links-progressiven Zeitgeist zufolge verbot, in den Naturbildern ein ungefährlich scheinendes Feld fanden, auf dem sie sich ausleben konnten.

  83. Im neuen Novo (113) ist ein Artikel von Ronald Bailey (bislang nur in der Printausgabe), in dem er sich über neue Strömungen in der Ökobewegung Gedanken macht. Das interessante für mich dabei ist, er nähert sich dem Thema über den Malthusianismus, also eher von der ökonomischen Seite. Doch das Ergebnis verblüfft mich, es ist ganz nahe an dem, was ich naturwissenschaftliche Ökologie nannte, und den humanophoben Ökologismus bezeichnet er sinngemäß mit malthusistischen Ökologismus. Und ganz am Ende kommt er zu dem Schluss:

    Schlussendlich fragt man sich angesichts der Unfähigkeit der Umweltbewegung, den Zusammenhang von Ökonomie und Ökologie richtig zu verstehen, was denn überhaupt noch mal ihr eigentliches Anliegen war.

    Anlass für diesen Text ist eine Essaysammlung mit dem Titel: Love your Monsters (Link zu Judith Curry, zum Thema). Auf Amazon findet sich diese Beschreibung:

    These are demoralizing times for anyone who cares about the global environment. Emissions trading, the Kyoto treaty, and sustainable development have all failed. And yet climate change, deforestation, and species extinction continue apace. What lessons can we draw from the failure of environmentalism — what must we do now?
    [...]
    But this world is only possible if we embrace human development, modernization, and technological innovation

    Auf jeden Fall ein Danke an Ronald Bailey, wenn ich das vornweg gewusst hätte, was ich nun nach der Lektüre des Artikels weiß, hätte ich wahrscheinlich meinen Beitrag hier ein wenig anders geschrieben, doch nicht wesentlich, da wir zu gleichen Ergebnissen kommen. Ich hatte nur die ökonomische Herangehensweise außer acht gelassen.

  84. Hier mal eine ganz interessante Doktorarbeit zum Thema

    Ökologie zwischen Wissenschaft und Weltanschauung.
    Untersuchungen zur Literatur der modernen amerikanischen Umweltbewegung:
    Aldo Leopold, Rachel Carson, Gary Snyder und Edward Abbey.

    Sind zwar 353 Seiten, aber ich glaube doch sehr lesenswert (den Link habe ich auf EIKE gefunden).

    karl.s