Peak Food?

24. Januar 2015 | Von | Kategorie: Biomasse, Blog, Ernährung, Gentechnik, Nachhaltigkeit, Ökologismus

avatar-quentinNach Peak Oel nun auch Peak Food? Wenn man Pressemeldungen glauben darf, dann gibt es sogar Studien, die zeigen, dass die Nahrungsmittelproduktion bereits auf dem absteigenden Ast ist. Die Peaks waren daher für Sojabohnen 2009, Milch 2004, Eier 1993, Fisch 1988.

Wissenschaftler der Michigan State University, des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Yale University weisen darauf hin, so die Seite Energy-Daly, dass somit der Substitution von Öl durch Mais, oder Fleisch durch Soja Grenzen gesetzt sind.

Damit wären wir wieder bei der Diskussion Teller oder Tank, die mit dem Peak-Food neue Nahrung erhält.

Doch wie sinnvoll sind solche alarmistische Meldungen, die hier zwar auf ein Problem hinweisen, das aber mittels Gentechnik, oder technischer Weiterentwicklung (Kernkraft), möglicherweise bald keine Relevanz mehr haben könnte. Und was ist mit der Bevölkerungsentwicklung, sollte es tatsächlich einen Peak-Food geben?

Oder ist diese Meldung nur eine weitere aus dem Gedankenkäfig der Nachhaltigkeitsideologie?, deren Annahmen allerdings weitestgehend darauf beruhen, dass gegenwärtiges fortgeschrieben wird, etwas also, was der Blick in die Vergangenheit zeigt, lediglich eine Phantasielosigkeit ist.


Beitrag zuerst erschienen auf Glitzerwasser
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23 Kommentare
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  1. dass die Nahrungsmittelproduktion bereits auf dem absteigenden Ast ist. Die Peaks waren daher für Sojabohnen 2009, Milch 2004, Eier 1993, Fisch 1988.

    Genauer lesen: The annual growth rate of 18 of these renewable resources […] peaked around 2006. „ (ähnliche Formulierungen mehrmals im Artikel)

    Also: Nicht die Produktion hatte ihre Spitze und schrumpfe seitdem, sondern das Wachstum hatte eine Spitze. D.h. die Produktion all dieser Güter wächst immer noch, nur etwas langsamer als früher mal. Aus einer Betrachtung der 1. Ableitung einer Funktion einen „Peak“ zu konstruieren ist leicht abwegig.

  2. @Anorak2

    Ich finde nicht, dass die Interpretation Peak abwegig ist.

    For example, the crop yield per area with corn, wheat, soy and rice on more than a quarter of the farming area around the world is stagnating or decreasing, according to the U.S. scientists.

    Aber das ist auch, in meinen Augen nicht so wahnsinnig wichtig, sondern der alarmistische Ton der Meldung:

    Renewable resources become scarcer.

    Übrigens, wenn die Wachstumsrate der Produktion von Gütern nicht mehr der der Nachfrage -- die ja durch Bevölkerungswachstum und Nutzung von Nahrungsmitteln zur Energieerzeugung -- ansteigt, mithalten kann, dann ist das ein Peak. Das gehört aber in die Diskussion »Teller oder Tank«. Mir geht es im wesentlichen darum, die intellektuelle Ödnis und die Phantasielosigkeit dieser Debatte anzuprangern.

  3. Der Artikel ist tatsächlich etwas seltsam, weil er sich an diversen Stellen widerspricht. Der Verfasser war zumindest sehr ungenau in seiner Wortwahl.

    „Peak in annual growth rate“ lässt jedenfalls nicht den Schluss „resources become scarcer“ zu, ohne die Nachfrageseite zu betrachten. Für die Messung der Knappheit würde jedenfalls ein Preisindex mehr Sinn ergeben als ein Produktionsindex.

    Ich vermute es war auch nicht im Sinne der Forscher, Aussagen über die absolute Knappheit dieser Güter zu treffen; für mich lesen sich die Zitate eher so, dass es ihnen darum ging aufzuzeigen, dass Rohstoffe in Zukunft nicht mehr so substituiert werden können wie es in der Vergagngenheit der Fall war (was aber für sich noch kein Problem darstellt, weil sich die Produktionstechnologie ja auch ändert).

    Nebenbei muss es sich bei diesen Peaks auch nicht um tatsächliche Peaks (i.S.v. globalen Maxima über den Zeitverlauf) handeln; dieser Schluss würde allenfalls bei der Fischerei Sinn ergeben, wo es ja bis zur Einführung von Quoten dieses Allmendeproblem gab.

  4. Ick sach nur: Peak Guano.

  5. Die Problematik, die in dem Artikel angesprochen wird, ist bei genauerer Überlegung gar keine. Sicher werden die Zuwachsraten bei der Lebensmittelproduktion, wie wir sie so kennen, nicht unendlich anhalten. Die Vorhersage aufgrund historischer Daten halte ich allerdings für problematisch. Die grüne Revolution hat Afrika noch gar nicht richtig erreicht. Es werden mehr Lebensmittel erzeugt, als für die Ernährung der Weltbevölkerung nötig sind. Nur deshalb können wir ja auch für die Energieerzeugung davon abzweigen. Nicht alle für die Landwirtschaft geeigneten Flächen werden genutzt.
    Warum das aber wohl nie ein Problem werden wird, kann man am zurückgehenden Fischfang und dem Zuwachs bei der Fischzucht sehen. Es gibt Projekte wie Vertical Farming, man fängt an Abfälle und Exkremente über Maden zu Nutzen, was eine deutliche Effizienzerhöhung gegenüber der direkten eingeschränkten Nutzung über unsere Haustiere bedeutet. Es gibt da sicher noch einiges mehr, was den in der Landwirtschaft tätigen und Anderen noch einfällt.
    Man kann sich im Zusammenhang mit Vertical Farming gut vorstellen, dass das ein Teil der industriellen Zukunft von Deutschland wird. Enie absolut notwendige Ressource, Wasser, haben wir genug und mich verläßt die Hoffnung nicht, dass man sich vielleicht mal darauf besinnt, Energie effizient zu verwenden und zur Verfügung zu stellen, statt ständig über Sparen zu faseln.
    Dann können wir es uns überhaupt sparen ständig in eine dunkle Zukunft zu schauen, auch wenn sich die Bevölkerung noch vervielfachen sollte.

  6. Selbst angenommenen, es stimmt: inwieweit könnte hier der technische Fortschritt verantwortlich sein, daß einfach weniger Nahrungsmittel während Transport und Lagerung verderben? Die Verbreitung von Kühlschränken soll ja etwa im südlichen Afrika erfreulich zugenommenen haben. Ebenso könnte die Globalisierung hier mit Schuld sein: Bauern bauen weniger an, weil sie im Falle eines teilweisen Ernteausfalls die fehlenden Lebensmittel zukaufen können, statt vom kleinen Teil, der auch im schlechtesten Fall geerntet werden kann, leben zu müssen. Letztlich haben einige Länder in den letzten Jahren ihre Agrarsubventionen gekürzt (etwa Neuseeland), sodaß dort nur mehr jene Nahrungsmittel produziert werden, die tatsächlich verkauft werden. Mir scheint daher, daß bloße Veränderungen der Gesamtmenge keine weitergehenden Schlüsse zulassen.

  7. @6

    Selbst angenommenen, es stimmt: inwieweit könnte hier der technische Fortschritt verantwortlich sein, daß einfach weniger Nahrungsmittel während Transport und Lagerung verderben? Die Verbreitung von Kühlschränken soll ja etwa im südlichen Afrika erfreulich zugenommenen haben.

    fortschritt kann da sehr viel helfen. leider ist es in der derzeitigen entwicklungshilfe, unterstützt durch ngo’s, gelebte praxis, dass man den menschen den vortschritt verweigert, anstatt das man ihnen hilfe zur selbsthilfe gibt…

    Ebenso könnte die Globalisierung hier mit Schuld sein: Bauern bauen weniger an, weil sie im Falle eines teilweisen Ernteausfalls die fehlenden Lebensmittel zukaufen können, statt vom kleinen Teil, der auch im schlechtesten Fall geerntet werden kann, leben zu müssen.

    da wird von ihnen leider die globalisierung verteufelt.
    globalisierung schützt im allgemeinen vor missernten und co.!

    wie gesagt, an allererster stelle muss den menschen in den entwicklungsländern hilfe zur selbsthilfe gegeben werden.

    da nützt es auch nix, wenn wir zb hier in deutschland weniger nahrungsmittel wegwerfen würden. die lebensmittel würden eh nie bei den bedürftigen ankommen, da viel zu teuer. und wenn doch würden und werden die lokalen märkte, und damit die lokalen erzeugerstrukturen zerstört.

    peak-dingens ist in meinen augen humbug, da der technoligische fortschritt einfach mal ausgeblendet wird.

  8. peak-food ist im übrigen auch blödsinn, vor allem wenn man bedenkt wieviel fläche potentiel nutzbar ist.
    da wird unterstellt, das die heutigen nutzbaren flächen das mass aller dinge sind und niemals nie nicht erweitert werden könnten und das die flächenproduktivität unverändert auf heutigem niveau bleibt

  9. Tendenziell ist eigentlich klar, das die globalen Anbauflächen sich ab einem bestimmten Punkt zu reduzieren beginnen. Die Wachsenden Ansiedlungen entstehen inclusive wachsender Flächenversiegelung immer in den fruchtbarsten Regionen. Als Ökologisch aktive Systeme werden ja 12 Milliarden Hektar genannt. Im Gefolge Industrieller Landwirtschaft, steigern sich zwar zunächt die Ernteerträge massiv, führen aber gerade bei sehr intensiver industrieller Landwirtschaft zu einem Rückgang der Humusschichten. Das lässt sich nur mit Hilfe künstlicher Düngung kompensieren und bisher überkompensieren. Und so wie es aussieht verlieren wir durch zb. Versalzung zusätzlich riesiege ehemals fruchtbare Anbaugebiete. Ich kann mich nicht mehr erinnern wo ich es gehört habe, aber inzwischen eine Anbaufläche, die ausgereicht hätte Europa zu versorgen.

  10. @Tom Schülke #9
    Die Pflanzen brauchen keinen Humus…Tomatenpflanzen können frei mit den Wurzeln in der Luft hängen und bekommen nur Wasser mit einen Substratlösung verabreicht. Etwas Sonne, etwas Luft, etwas CO und schon haben wir die perfekte Tomate. Die Wissenschaft der Nutzpflanzen ist da in Japan bzw. in Asien schon weit fortgeschritten.

  11. Gerade aus der grünen Ecke wird gerne Urban-Farming genannt, mit dem sich gerade MegaCitys selbst versorgen und vom Umland unabhängig machen können. Ganze Hochhäuser sollen entstehen, die auf einzelnen Etagen auf jeweils speziellen Böden, mit spezieller Bewässerung und Beleuchtung, ein speziell auf Ertragsoptimierung ausgerichtetes Klima schaffen.

    Keine Ahnung ob sich sowas rechnet, aber es ist ein Lösungsweg von vielen. Gentechnik kommt hinzu. Hat aber alles immer ein wenig mit Energie zu tun, mit einer Energiespargesellschaft wird das nichts.

    Mittels Umkehrosmose (Seewasserentsalzung) lassen sich spezielle Wässer herstellen die zur Bewässerung geeignet sind, und die Böden nicht versalzen, aber dennoch genügend Mineralien enthalten, um ein optimales Pflanzenwachstum zu erreichen.

    Also das sind jetzt nur mal so aus dem Stehgreif ein paar Vorschläge, wie man Probleme, sofern sie existieren, auch angehen kann. Aber egal wie man es nimmt, Lösungen werden einfacher und schonender wenn genügend preiswerte Energie vorhanden ist.

  12. @10 Hofmann

    Das stimmt für einzelne Pflanzen sicherlich. Aber es setzt zwei in meien Augen höchst Fragwürdige Prämissen vorraus. 1. Wir werden auch in Zukunft noch massenhaft Energie haben um Substratlösungen und Düngemittel für Pflanzenanbau bereit zustellen. Man bedenke, das wir heute bereits 8-10 Kalorien fossiler Energie für eine Kalorie Nahrungsmittel verwenden. Wenn diese Prämisse für die Zukunft nicht stimmt haben wir ein gewaltiges Problem, und Fruchtbare Humusböden wären dann die einzige alternative, die wir dann aber massiv geschädigt hätten. Und zweitens impliziert es die vermutung, das die Ökosysteme die Humusböden sind nicht wirklich relevant sind. Das klingt für mich nach einem sehr reduzierten verständnis der Bedeutung und funktion der Ökosysteme auf die wir nach wir vor massiv angewiesen sind.

  13. @Tom Schülke #12
    Sie leben wirklich im Tal der Ahnungslosen…gehen Sie mal raus in die Natur/Welt und schauen sich mal um, bevor Sie irgendwelchen Mathematischen Berechnungsstus aus div. Ideologiebüchern aufsaugen.
    Die Menschheit hat mit der Umwandlung der Energieträger Kohle, Gas und vor allen Uran/Thorium mit der Arbeitskraft Strom soviel Energie/Arbeitsleistung erlangt, dass diese Arbeitsleistung die jetztig und zukünftige Menschheit in ihrer Evolution weiter voranbringt, als bisher schon erreicht. Die Menschheit hat keinen Energie-Träger Mangel, sondern nur ein Mangel an angewanden Wissen (Kraftwerk) in den Entwicklungsländern.
    Das aufbauende Wissen, der Fortschritt macht dem Menschen erst zum Menschen und macht damit den Unterschied zu denn anderen Lebensformen aus.
    Und zu ihren Humusböden…..der Humus war ja nicht als erstes da…vor dem Humus musste erst einmal organisches Material da gewesen sein. Den Humus besteht nun mal aus abgestorbenen Pflanzenreste. Eine Vulkaninsel, die gerade aus dem Ozean geboren worden ist, die ist Nackt und noch unbefleckt…Pflanzensamen kommen entweder mit dem Wind oder mit dem Wasser auf diese Insel…..von Humus keine Spur..trotzdem entsteht mit der Zeit eine Vegetation.
    Wichtig sind Nährstoffe die im Wasser und in der Luft sind, Sonne, Regen und CO2.
    Und Erdöl ist ja zum Schluss auch nichts anderes als Humus…nur ist diese Art von Humus nicht unbedingt förderlich für das Pflanzenwachstum. 😉

  14. @13 Hofmann

    Nun Herr Hofmann, ich verfolge diesen Blog ja durchaus öfters mal, und so verwundert mich Ihre Auffassung keineswegs. Der Glaube, das wir alleine über Technik und weitere verwendung an Fossilen Energieträgern alle Probleme oder zumindest die wesentlichsten in den Griff bekommen, ist der entscheidende Punkt in dem ich einen völlig anderen Eindruck von der Realität habe als die meisten Hier mitdiskutierenden. Ich halte mich da eher an die Einschätzungen der ASPO die ich für erheblich realistischer halte als den Glauben wir hätten nahezu unbegrenzte Energieressourcen. Das wir unvorstellbare und wirklich phantastische Fortschritte durch Technik erzielt haben stelle ich keineswegs in Abrede. Doch diese Fortschritte hängen zu 100 % an der Nadel fossiler Energieträger. In aller Freundlichkeit gebe ich also die Bemerkung vom Tal der Ahnungslosen zurück. ..
    Wir Erodieren unser biologisches Kapital und damit die Basis unserer Lebensweise. Sind wir nicht schon 30 bis 50% im Overshoot ? Das kann einen nur dann kalt lassen, wenn man fest davon Überzeugt ist, das wir unbegrenzt weiter fossile Energie als Substitut verwenden können, oder wenn wir glauben das wir gewissheit haben, irgendwann dazu ein Substitut zu haben. Was die Fruchtbaren Böden betrifft, reduzieren wir diese derzeit 16 bis 300 mal schneller als sie sich natürlich nachbilden können. So zumindest prof. William Rees.
    Durchaus ein Risiko

  15. @Tom Schülke #14
    Mit ihrer Ideologie wollen Sie der heutigen Marktgesellschaft (Marktwirtschaft) per Gesetze und Verbote vorschreiben, was diese zu tun und zu lassen. Sie leben in den fossil-Industriebasierenden Wohlstand mit den Energieträgern Kohle, Gas, Uran, Oel und beschweren sich darüber, dass Sie in diesem Wohlstand leben müssen. Ich meine….wenn ihnen dieser fossil-industriebasierende Energieträger Wohlstand aus Kohle, Gas, Uran und Oel nicht passt, dann können Sie sich jederzeit von diesen Wohlstand ausklingen und sich ihre eigene Welt zurecht leben aber verschonen Sie den Rest der Marktgesellschaft bitte mit ihren Verboten und Gesetzen, die sich ganz klar gegen das Wohl einer Gesellschaft richten. Wie zb. das Energieeinspargesetz, das EEG, das CO2 Verbot.
    Nicht der Staat / Politik / Ideologie bestimmt über den Weg / Evoltuion der Menschheit oder deren Wohlstand/Fortschritt, sondern einzig und alleine die Gesellschaft selbst über den Markt von Angebot, Nachfrage, Wettbewerb, Insolvenz.
    Das Angebot macht einen Richtungsvorschlag, die Nachfrage bestätigt diesen oder lehnt diesen ab, die Ablehnung führt zur Insolvenz und der Wettbewerb untereinander auf den gleichen Weg treibt die Innovation = Evolution des Menschen weiter und weiter voran. Und staatlich Eingrffe in den Wettbewerb der Gesellschaft, wie zb. Subventionen, sind immer mit Negativen Folgen für den Innovationsweg einer Gesellschaft behaftet. Erleben wir schon seit Jahren in Europa, wie sich EU-Deutschland immer mehr ins Marktwirtschaftliche und damit ins Innovationsaus mit seiner Grün-Sozialistischen Energiewende- Einsparzwangs- CO2 Verbotspolitik katapultiert.

  16. @15 Hofmann.

    Keineswegs… wie jeder andere genieße ich unser Leben in Sauß und Brauß… Ich willmich davon keineswegs verabschieden. Anhand der Informationen die mir Vorliegen, komme ich lediglich zu anderen erkenntnissen, ob der weg den wir gehen sich so fortsetzen lässt. Für den Fall hätte ich gerne einen Plan B und würde nicht alles über Bord schmeißen, was uns die 10000 Jahre zuvor das Überleben ermöglicht hat.

    Wie Quentin Quencher in Post 11 richtig anmerkte… Energie erleichtet das alles ganz ungemein.. Und ja.. Das Urban gardening sehe ich als eine der Potentiell möglichen hilfen an.

    Allerdings sind Farmen in Hochhäusern oder mit Led-licht oder künstlich bewässerte Farmen in Gebäuden ganz sicher nicht die Lösung sollten wir ungewünscht in eine Niedrigenergiegesellschaft schlittern..

  17. @Schülke

    sollten wir ungewünscht in eine Niedrigenergiegesellschaft schlittern..

    Was heißt hier ungewünscht? Genau das ist doch das Programm, und diese gewünschte »Niedrigenergiegesellschaft« ist eben die Phantasielosigkeit. Für was soll Energie gespart werden, wenn man statt dessen mit viel Energie eine bessere Gegenwart (und damit auch eine bessere Zukunft) schaffen lässt?

  18. @Tom Schülke

    Für den Fall hätte ich gerne einen Plan B und würde nicht alles über Bord schmeißen, was uns die 10000 Jahre zuvor das Überleben ermöglicht hat

    Das ist auch das Dümmste, was wir tun können. Wir müssen das Wissen, auf dem sich unsere Zivilisation aufbaut bewahren. Wir müssen allerdings auch zwischen Alarmismus und gesicherten Erkenntnissen unterscheiden. Zur Illustration mal ein Beispiel der Probleme bei Beginn unserer Zeitrechnung.

    Again and again I hear leading men of our state condemning now the unfruitfulness of the soil, now the inclemency of the climate for some seasons past, as harmful to crops; and some I hear reconciling the aforesaid complaints, as if on well-founded reasoning, on the ground that, in their opinion, the soil was worn out and exhausted by the overproduction of earlier days and can no longer furnish sustenance to mortals with its old-time benevolence.
    —LUCIUS JUNIUS MODERATUS COLUMELLA
    De Re Rustica (On Agriculture), approximately 65 AD

  19. @ Tom Schülke #12

    Man bedenke, das wir heute bereits 8-10 Kalorien fossiler Energie für eine Kalorie Nahrungsmittel verwenden.

    Wenn diese (öfters auf Öko-Seiten anzutreffende) Behauptung stimmen würde, hätte auch die Produktion von Biogas und Biosprit eine deutlich negative Energiebilanz. Schließlich trifft all dies:

    Die moderne, industrialisierte Landwirtschaft ist heute auf Unmengen fossiler Energie angewiesen. Der Energieträger Erdöl „befeuert“ die Agrarindustrie nicht nur mit Stickstoffdünger, ohne den die ausgelaugten Böden kaum noch etwas hergeben würden. Der moderne Landwirt braucht auch (direkt und indirekt subventionierten) Diesel für seine schweren Maschinen mit denen er ein Vielfaches der Fläche seines vorindustriellen Pendants bewirtschaftet. Die für Schädlinge besonders anfälligen Monokulturen müssen mit Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden verteidigt werden, deren Ausgangsstoff ebenfalls Erdöl ist. Ernte, Lagerung und Transport fressen noch einmal Energie. In einer Energiegesamtbilanz schneidet dieses (auf billigem Erdöl basierende) System der Nahrungsmittelproduktion verheerend ab

    ja auch auf den Anbau von Mais für Biogas oder Zuckerrohr für Bio-Ethanol zu.

  20. @Tom Schülke #16
    Die sog. Erneuerbaren Energien (Sonne, Wind und Biomasse) können uns nicht die Energie/Strom liefern, damit wir unseren Wohlstand ausbauen und unseren technischen Fortschritt/Innovation weiter ausleben können.
    Die Energiewende/EEG/Energieeinsparzwang bringt unseren technischen Fortschritt zum Stillstand und wir verlieren nicht nur an Wohlstand, sondern verlieren auch den Anschluss an den technischen/wirtschaftlichen/wissenschaftlichen Anschluss in der Welt der „Moderne“ und des industriebasierenden Wohlstand.
    Wenn sich heut zu tage eine Politik hinstellt und in einer Welt des Stromüberfluss (Kohle, Gas und vor allen die Kernkraft) den Energieeinsparzwang in der Gesellschaft, an Schulen ausruft, dann hat dies nichts aber auch gar nichts mit Vernunft und Verstand zu tun, sondern ist einfach nur eine perfide und asoziale Ideologiepolitik!
    Eine freie Marktgesellschaft braucht KEINE Energieeinspargesetze. Der Markt selbst und damit die Gesellschaft an sich bestimmt durch Angebot und Nachfrage, welche Stromerzeugungsart die Beste für sie ist und wann Energie/Strom eingespart werden soll. Das Energieeinspargesetz ist gegen diese Freiheit einer selbstbestimmten Marktgesellschaft gerichtet und deshalb ist diese politische Gesetzgebung strikt abzulehnen. Das ist politische Willkür und hat mit dem Willen eines Volk nichts mehr gemein!

  21. Sind bezüglich Nahrungsmitteln schon synthetische Lösungen oder Technologien angedacht; Steaks aus Ludwigshafen quasi?

  22. @nLeser
    Es gibt diesbezüglich schon einige Entwicklungen: In-Vitro-Fleisch -- Nahrungsmittel der Zukunft?

    Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, Rindfleisch künstlich im Labor zu züchten. Mit dieser Methode sollen Ressourcen gespart und die Umwelt geschont werden. Doch ist das Laborprodukt eine echte Alternative zum traditionellen Schlachtfleisch? Und überzeugen die Argumente auch die Verbraucher?

  23. Moin QQ!

    Gutes und billiges „Rind“fleisch, für eine kräftige Suppe meinetwegen, warum nicht? Sowas entscheidet im Sozialismus jedoch nicht der Verbraucher. mfG

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