Polemik zum deutschen Qualitätsjournalismus: “Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen”

12. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien

Neues aus der Abteilung “Unsere tägliche Desinformation gib uns heute”.

Georg Ismar ist bundespolitischer Korrespondent bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und dort unter anderem zuständig für die Bereiche Energie-, Umwelt- und Klimapolitik. Er tritt damit den lebenden Beweis an, dass man in einem solchen doch recht technik-lastigen Ressort, welches eigentlich eine solide Ausbildung in Naturwissenschaften oder ein Ingenieursstudium erfordert, auch völlig ohne naturwissenschaftliche Grundkenntnisse sein Auskommen bestreiten kann.

Ismar ist, wie man seinem Lebenslauf entnehmen kann, tatsächlich eher das Gegenteil von einem Naturwissenschaftler. Studiert hat er Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Mittlere/Neuere Geschichte und Politikwissenschaft.  Seine Forschungsschwerpunkte waren unter anderem Lateinamerika und Nationalsozialismus, die politische Entwicklung in den Andenländern und das Verhältnis von Sport und Politik.

Und was erwartet man von einem, sicher in seinen geisteswissenschaftlichen Fachgebieten recht bewanderten, Politologen und Geschichtswissenschaftler, wenn er über das “Ingenieursthema” Energieerzeugung schreibt? Wohl nicht viel Fundiertes.

Um es gleich vorweg zu nehmen, Georg Ismar gelingt es in seinem gerade auf Welt-Online erschienen Artikel  “Kohle erlebt nach Atomausstieg eine Renaissance“, diese Erwartungshaltung voll und ganz zu erfüllen, wenn nicht sogar zu übertreffen. Schließlich müsste man nicht einmal  auch nur ein Semester Energietechnik studiert haben, damit einem solche Aussagen wie die folgende nicht passieren:

RWE ist neben Vattenfall einer der größten Produzenten von Strom aus der besonders klimaschädlichen Braunkohle. Im brandenburgischen Jänschwalde bekommt man einen Eindruck davon, wie massiv der Kohle-Einsatz weiterhin ist. Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen.

Auch ansonsten erweckt der Autor den Eindruck, dass seine Aussagen mehr seinem Wunschdenken entstammen, als dass sie das Ergebnis knallharter Recherche oder gar fundierten Fachwissens wären. Hier ein weiteres Beispiel:

Fakt ist auch: Der Ausfall von acht AKW wurde in Deutschland vor allem durch Wind, Sonne und Biomasse aufgefangen – der Zuwachs war fast drei Mal so hoch wie bei der Braunkohle. Und die wegen Importen aus Russland oder Kolumbien teurere Stromproduktion aus Steinkohle war rückläufig. Kohle hat noch einen Anteil am Strommix von 43,5 Prozent (…)

Fakt ist, im Jahr 2009 betrug der Anteil der Kohle an  der Stromproduktion (Braun- und Steinkohle) 42,9%, 2010 waren es 42,4%. Und es ist den meisten Energieexperten hier im Land auch klar, wodurch der Ausfall von acht AKW in Deutschland tatsächlich aufgefangen wurde. Es war vor allem ein vermehrter Import von (Atom-)Strom aus Frankreich und Tschechien und das wieder in Betrieb nehmen von uralten Kohle- und Ölkraftwerken.

Auch wenn der Autor in seinem Beitrag einige richtige Dinge anspricht, etwa dass uns die für die Energiewende “noch auf Jahre” die notwendigen Speicher fehlen, oder dass “Kohle noch Jahrzehnte gebraucht [wird], um Strom zu liefern – gerade auch dann, wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.”, so ist dieser Artikel doch dermaßen tendenziös und mit hahnebüchenen fachlichen Fehlern gespickt, dass es einen schon wundern kann,  wie dieser Beitrag vom zuständigen Redaktionsleiter freigegeben werden konnte. Zumal es sich bei der Welt nicht um ein Werbeblatt der Umwelt- und Klimaschutzindustrie handelt. Zumindest dachte ich das bislang.

Bildquelle: Wikipedia

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54 Kommentare
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  1. Brüller in Breitwand!

  2. gebt den Mann einen Bildungsauftrag! ….. obwohl davon gibts schon genug

    aber der Brüller ist wirklich

    . Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen.

    Hat dem schon mal jemand erzählt, dass aus dem Kühltürmen eigentlich lebensgefährliches Dihydrogenmonoxid dampft ?

    Das Zeug ist farblos, geruchlos, geschmacklos und tötet Tausende von Menschen jedes Jahr!!!
    Schon das blose Einatmen von kleinen Mengen, kann zum Tode führen.
    Zudem wurde es in Tumoren von allen Krebspatienten im Endstadium entdeckt.

    Man man man

  3. Da war die Ostseezeitung damals schon näher dran.

    In der Ausgabe vom 23. Feb. 2007 war damals als Illustration zu einem Klimakatastrophenbericht (mit unseren PIK7-Spezis Schelli & Ede) ein Foto vom Kraftwerk Jänschwalde abgedruckt. Darunter prangte als Bildunterschrift der Warnschrei:

    Die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde stoßen massiv Wasserdampf aus.
    AUCH DER IST EIN KLIMAKILLER.

    …..na wenigstens ham se erkannt, was da oben raus kommt, dat is doch schon mal was. Mehr kann mer von solchen Qualitätsjournalisten nu wirklich net erwarten.

  4. Dihydrogenmonoxid findet sich auch in Leitungswasser, das muß man sich mal vorstellen!

    Außerdem haben persönliche Recherchen meinerseits ergeben, daß alle Amokläufer der letzten Jahre noch kurz vor ihren Taten Dihydrogenmonoxid zu sich genommen haben. Verbietet das Zeug. Da Kohlekratfwerke das verbreiten, müssen sie sofort abgeschaltet werden.

    Kohleausstieg jetzt!

  5. Die Kohle schickt keine Rechnung!

  6. Da wundert es auch nicht, dass Dihydrogenmonoxid schon in der Muttermilch und Babynahrung nachgewiesen wurde. Einfach unglaublich. Ich schließe mich der Forderung von David Harnasch an: Dihydrogenmonoxid verbieten .

  7. Hat dem schon mal jemand erzählt, dass aus dem Kühltürmen eigentlich lebensgefährliches Dihydrogenmonoxid dampft ?

    haha

    der ist gut :P

  8. Dihydrogenmonoxid………..Wir müssen dringend eine Lichterkette um den Bodensee herum machen, abschalten jetzt.!

    Ich war nie hier

  9. Neue Losung:

    CO2 war gestern!

  10. Dihydrogenmonoxid

    Hat sich ja in Fukushima gezeigt, wie gefährlich das Zeug ist!

    Und soweit ich weiss, sollen auch in New Orleans, beim Kathrina Hurrican, die meisten Todesfälle auf die Freisetzung dieser teuflischen Hydroxysäure zurückzuführen sein.

  11. Liebe Leute,
    bitte keine Eigentore schießen, die Ableitung von Rauchgasen über Kühltürme ist ein alter Hut.

    Die Ableitung von Rauchgasen über Kühltürme hat sich in vielen Fällen sowohl unter ökologischen als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten bewährt und wird an einer Reihe von Kraftwerksstandorten praktiziert. Auch bei zukünftigen Neuplanungen wird in der Regel die Option der Kühlturm-Ableitung untersucht werden.

    Natürlich ist dies nicht bei dem gezeigten Kraftwerksbild der Fall; soviel ist natürlich sicher.

  12. Natürlich ist dies nicht bei dem gezeigten Kraftwerksbild der Fall; soviel ist natürlich sicher.

    Wirklich?; auch wenn fast kein Tagesschaubericht ohne dräuend-musikuntermalte Kühlturm-“Giftschleuder”-Bildsequenzen (wobei der Wasserdampf auch gern noch bräunlich coloriert wird) auskommt:

    Das oben gezeigte Kraftwerk wurde tatsächlich vor ca. 15 Jahren mit moderner Rauchgasreinigungstechnik ausgestattet und anschließend auch die alten Hochschornsteine abgebaut. Seitdem werden sämtliche -gereinigten- Rauchgase
    über die Kühltürme abgeleitet.
    In dieser Form stellt der Artikel daher in der Tat ein Eigentor dar..

  13. Im Welt-Artikel schreibt der Autor: „Im brandenburgischen Jänschwalde bekommt man einen Eindruck davon, wie massiv der Kohle-Einsatz weiterhin ist. Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen.“

    Das impliziert, dass nur Rauchgase aus den Kühltürmen quellen, was ja offensichtlich nicht stimmt. Außerdem wird in dem Artikel ein Foto (nicht Jänschwalde) gezeigt, wo Kamine deutlich bei den Kühltürmen zu sehen sind.

    Von daher ist der „Fehler“ von Herrn Kipp verzeilich und der Welt-Artikel trotzdem grob irreführend, da wohl diese Technik nach dem link von Carl. M. eher die Ausnahme ist, in dem Welt-Artikel aber als Regelfall suggeriert wird.

  14. Außerdem wird in dem Artikel ein Foto (nicht Jänschwalde) gezeigt, wo Kamine deutlich bei den Kühltürmen zu sehen sind.

    Das Foto zeigt selbstverständlich das Kraftwerk Jänschwalde. Wo genau sehen Sie deutlich die Kamine neben den Kühltürmen?
    Eine ähnliche Ansicht und auch das Funktionsschema der dortigen Rauchgasreinigung sind hier zu finden:

    Ich würde Ihnen ja durchaus zustimmen, daß die Medienberichterstattung zu Großkraftwerken häufig von Desinformation und suggestiv präsentierten Halbwahrheiten geprägt wird (ein WDR-Redakteur hätte vermutlich getextet: “unentwegt quellen gigantische Mengen Klimakiller-Abgase aus den neun Kühltürmen“).
    Der zitierte Satz des WO-Autors kann dafür jedoch gerade nicht als Beleg herangezogen werden, denn ganz offensichtlich hat er diesen Punkt korrekt recherchiert. Allein darum geht es.

  15. Nachtrag / Link mit Quelle:
    http://www.vattenfall.de/standortkarte/kraftwerke/pdf/fb_strom_BK_Jaenschwalde.pdf

  16. @B. Kesler,

    also wenn meine Augen mich nicht täuschen sind neben dem linken Windrad und neben dem linken Kühlturm Kamine zu erkennen.

  17. @ B.Kessler

    Das Bild zum Artikel zeigt im Gegensatz zum Welt-Artikel das Kraftwerk Jähnschwalde, im Weltartikel wird nicht das Kraftwerk Jähnschwalde gezeigt
    http://www.welt.de/multimedia/archive/01585/cl_kraftwerk_DW_Wi_1585298p.jpgWeltartikel

    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2012/03/800px-Peitz_Kraftwerk_Jaenschwalde_2010.jpgscsk-Artikel

  18. @Heinz Reeg

    Außerdem wird in dem Artikel ein Foto (nicht Jänschwalde) gezeigt,

    …das ist richtig, das Foto in dem WELT-Artikel zeigt nicht Jänschwalde, das ist m.E. das RWE-Kraftwerk Niederaußem bei Köln (das kenne ich zufällig, da stehen auch Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe – wie auf diesem Foto).

    Das Foto hier im Science Skeptical Artikel zeigt dagegen ganz klar das KW Jänschwalde (vgl. mit diesem Foto).

  19. @Tim Hardenberg,

    tja und im WO-Text heißt es: “Auf den Feldern rund um das Kraftwerk stehen ein paar Windräder, sie wirken wie ein grünes Feigenblatt.” Das ist dann mit dem Foto, das zwar nicht Jänschwalde, aber auch Windräder zeigt, dumm gelaufen. Eine böse Absicht möcht ich da dem Autor nicht unterstellen, da nicht bekannt ist wer das Foto in den (Welt) Artikel eingestellt hat (Autor oder Red.). Herrn Kipps Kritik finde ich daher durchaus berechtigt, auch wenn das mit seinem selbst recherchierten Foto auch dumm gelaufen ist.

  20. Irgendwie ist das doch eine überflüssige Diskussion. Natürlich stossen Kohlekraftwerke Rauchgase aus. Ob die nun aus den Kühltürmen kommen oder ob es dafür extra Schornsteine gibt, ist ja irgendwie egal. Bei Schornsteinen sieht man fast nichts mehr, deshalb sind Kühltürme natürlich gut für die besseren Fotos. Das Entscheidende ist doch, was da raus kommt. Herrn Georg Ismar sind sicherlich nicht seine neun Kühltürme vorzuwerfen, sondern eher, dass er dazu nichts gesagt hat.

  21. also wenn meine Augen mich nicht täuschen sind neben dem linken Windrad und neben dem linken Kühlturm Kamine zu erkennen.

    Das Bild zum Artikel zeigt im Gegensatz zum Welt-Artikel das Kraftwerk Jähnschwalde, im Weltartikel wird nicht das Kraftwerk Jähnschwalde gezeigt

    Aha, da haben Sie mich erwischt. Tatsächlich hatte ich den WO-Artikel bisher nicht gelesen, bin hier nur über die Artikelüberschrift im Blog gestolpert, welche m. E. nicht haltbar ist . Daß Jänschwalde keine Schornsteine mehr braucht, war mir zufällig bekannt, daß WO ein anderes Kraftwerk abbilden würde, nicht. (Vermutlich waren von JW keine passenden Bilder verfügbar, die dem künstlerisch-kompositorischen Anspruch -“Drohkulisse in Dunkelbraun” genügen konnten).

  22. Man lernt doch nie aus.

    Daß Rauchgase auch über die Kühltürme abgeleitet werden, war mir zumindest nicht bekannt. Ich stehe halt mehr auf Uran (und Thorium), als auf Kohle. Vielen Dank für die Infos, Carl M. und B. Keseler.

    Trotzdem ist Rudolfs Kritik berechtigt. Denn der Artikel in der Welt suggeriert nun einmal, daß die dicken Wasserdampfwolken die Rauchgase sind. Und ist daher grob irreführend (“quellen heraus” -- also bitte…).

    Nach allem, was ich weiß (auch hier mögen mich die Techniker korrigieren), bestehen die Rauchgase zu einem sehr hohen Prozentsatz aus CO2. Und sind damit faktisch unsichtbar. Ein wenig Staub werden sie noch mit sich tragen -- diesen könnte man aber wahrscheinlich nur erkennen, wenn die Wasserdampf-Wolken nicht vorhanden wären.

  23. Da soll noch einer sagen man könne nichts dazu lernen, wenn man hier einen Artikel verfasst. Dass in Jänschwalde die Abgase tatsächlich über die Kühltürme abgeleitet werden, war (offensichtlich) auch mit unbekannt. Das lässt meine Kritik an dem Artikel natürlich ein wenig verblassen. Was allerdings nichts an der unterirdischen Qualität des Beitrags von Georg Ismar ändert.

    Der Auto suggeriert ganz deutlich, dass eben der Wasserdampf, den man aus den Kühltürmen “unentwegt herausquellen” sieht, die produzierten Abgase wären. Und die Aussage, dass “der Ausfall von acht AKW wurde in Deutschland vor allem durch Wind, Sonne und Biomasse aufgefangen” wäre ist nachweislich falsch.

    Wo der Autor auf der einen Seite fossile Kraftwerke mit markigen Worten als “Meiler” beschreibt, und somit eine Parallele zu Kernkarftwerken aufbauen will, spricht er das Problem der Speicherung von Wind und Sonnenstrom nur ganz kurz an und suggeriert auch, dass es für dieses Problem eine Lösung gäbe (die es nicht gibt).

    Er stellt das (hier wohl allen bekannte) Problem, dass wir als Ersatz für die abgeschalteten Kernkraftwerke jetzt Kohle und Gaskraftwerke brauchen, sehr treffend dar. Nur ist es für ihn nicht das Ergebnis der Notwendigkeit, dass Strom eben immer verfügbar sein muss und diese Verfügbarkeit nur mit brennstoffgetriebenen Kraftwerken erfüllt werden kann, nicht aber mit Wind und Sonne,

    Er betrachtet den jetzt notwendigen Ausbau konventioneller Kraftwerke als politisch getrieben und findet in Philipp Rösler auch gleich den Schuldigen. Ganz so, als könnten die bekannten Schwächen von Wind- und Sonnenstrom mit genügen politischem Willen aus dem Weg geschaffen werden.

    Solche Aussagen kenne ich aus Hochglanzmagazinen der Ökolobby und hätte ich (eigentlich) in einer (ehemals) konservativen Tageszeitung nicht erwartet. Ein solcher Artikel gehört vielleicht in die taz, keinesfalls aber in die Welt.

  24. Lieber Rudolf

    Ick finds gut wenn unsere Leser so schön aufpassen, die Selbstkorrektur der Kommunity klappt doch Klasse.
    Mein aktive “Kraftwerkerzeit” is ja nun auch schon ne ganze Weile her. Damals gabs noch Schlote, die den Berliner Fernsehturm Konkurrenz machen konnte und es gab auch nur mechanische Rauchgasfilter und noch so einiges an Dreck, der oben raus gekommen ist.

    Inzwischen werden die Rauchgase der Kohlekraftwerke dermassen gut gereinigt, das wirklich nur noch Wasserdampf und CO2 + NOx oben raus “quellen” und je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen gibt es mehr oder minder gewaltige Dampfschwaden am Horizont.
    Bild 1
    Bild 2

    Ich lebe zirka 40 km Luftlinie von diesen Kraftwerk entfernt, an manchen Wintertagen stehen über den Ding Wolkenformationen, die optisch weit sichtbar sind und besonders bei Sonnenaufgang phantastische Eindrücke hinterlassen.
    Weiterhin möchte ich am Rande erwähnen, das dieses Kraftwerk die Stadt Cottbus und einige Gemeinden mit Fernwärme versorgt (was ein Windrad beim besten Willen nicht kann) , nur mal zum Thema KWK und Energieeffiziens.
    MfG
    Heinz Eng

  25. #21. B. Keseler

    Vermutlich waren von JW keine passenden Bilder verfügbar, die dem künstlerisch-kompositorischen Anspruch -”Drohkulisse in Dunkelbraun” genügen konnten).

    moin Herr Keseler,

    genau so ist es! Das Bild, das Herr Kipp oben eingeszellt hat, taugt ja nun so gar nicht dazu, die “dreckige” Braunkohle madig zu machen ;-)

    gruß
    karl.s

  26. “Fakt ist, im Jahr 2009 betrug der Anteil der Kohle an der Stromproduktion (Braun- und Steinkohle) 42,9%, 2010 waren es 42,4%. Und es ist den meisten Energieexperten hier im Land auch klar, wodurch der Ausfall von acht AKW in Deutschland tatsächlich aufgefangen wurde. Es war vor allem ein vermehrter Import von (Atom-)Strom aus Frankreich und Tschechien und das wieder in Betrieb nehmen von uralten Kohle- und Ölkraftwerken.”

    Mein EIndruck ist, dass das unglaublich schwer zu quantifizieren ist. Gibt es denn dazu mehr als nur “alle Experten sind sich einig” (um dann rauszufinden, dass sie sich doch nicht einig sind).

    Haben diese Zahlen Unsicherheiten? 42,9±?%
    Wie gross ist der Anteil der nicht produzierten 8 Atomkraftwerke, der dann nicht von Deutschland exportiert wurde (denn Deutschland ist Netto Exporteur)? Dann muesste man wissen, an wen dann nicht mehr exportiert wurde und wie dasjenige Land dann die fehlende Energie kompensiert hat.

  27. @Georg

    Berechtigter Einwand……..es ist echt schwer da an vernünftige Zahlen zu kommen, vllt weiß ja Wolfgang ein Stückchen mehr zu diesem Thema.
    Weiterhin sollten wir bedenken das die AKW im März 2011 abgeschalten wurden und wir vorher massive Stromexporte hatten…….nur mit dem Danach….keine Ahnung.

    MfG
    H.E.

  28. @Georg / Heinz

    Hab keine Zeit mich da durch zu wursteln, wer diese und Lust hat, beim BDEW gibts ´ne Menge.

  29. @Karlchen
    Netter Versuch…….aber leider keine Zahlen für 2011 zu finden, so schnell sind die nicht bein BDEW.
    MfG

  30. @ Hoffmann:

    Ich empfehle die AG Energiebilanzen oder die Energiedaten des BMWI.

    Die Daten sind natürlich fehlerbehaftet, sie werden aus unterschiedlichen statistischen Erhebungen mit unterschiedlichen Qualitätsansprüchen aggregiert. Es gibt allerdings kaum eine Möglichkeit abzuschätzen, wie groß der Fehler tatsächlich ist. Die Politik nimmt sie daher als exakte Werte an, ich mache das in der Regel auch so.

    Eine schöne Übersicht (leider nur bis Nov 2011):

  31. @Heller
    Aha: http://www.ag-energiebilanzen.de/componenten/download.php?filedata=1326461230.pdf&filename=BRD_Stromerzeugung1990-2011%2020Dez2011&mimetype=application/pdf

    Die letzte Zeile gibt fuer 2011 ‘bis Nov einen Abfall der Kernenergie (ca 5%) der begleitet/kompensiert durch a) Anstieg Braunkohle +1.7 (gerade so eben signifikant im Vergleich zu den Jahr zu Jahr Schwankungen der Vorjahre) b) starker Anstieg der Erneuerbaren (je ungefaehr gleich Wind, Biomasse, PV)

    Die Experten sind sich also einig, dass es einen Anstieg an Kohleverbrennung gab UND einen noch kraeftigeren Anstieg der erneuerbaren.
    Ausserdem exportiert Deutschland weniger und importiert mehr (Atomstrom).
    Fazit: alle drei Faktoren spielen eine Rolle.

    Frage: Wie konnten die Erneuerbaren so schnell diese hohe Steigerung mobilisieren? Waren die Kapazitaeten vorher schon da aber oekonomisch nicht interressant?

  32. # 23
    Lieber Herr Kipp,

    natürlich teile ich grundsätzlich Ihre Kritik am schlampigen, ideologiebefrachteten “Wissenschafts-Journalismus” in den Medien. Ein besonderes Kleinod ist dieses Prachtexemplar.

    Meine Intervention sollte nur vorbeugen; denn was wäre passiert, wenn dieser Einwand gerade von denen gekommen wäre, die Fehler grundsätzlich nie verzeihen? Und im Besitz der Wahrheit sind?

    Also, nix für ungut und wie Peter Heller richtig bermerkte. Man lernt nie aus.

  33. @Georg
    Guck mal hier
    Stromerzeugungskapazitäten, Bruttostromerzeugung und Bruttostromverbrauch
    Mal die EXEL-Tabelle aufmachen.
    Während die Bruttostromerzeugung Deutschlands von ´10 zu ´11 um 16,1 TWh gesunken ist, war der Abfall beim Nettostromverbrauch nur um 3,4 TWh zu verzeichnen.
    Bedenken sollten wir den enormen Zubau bei PV Anlagen im Jahr 2011 um 7,5 GW, was eine Produktionssteigerung um 7,8 TWh erbrachte.
    Wind weiß ich jetzt nicht, zumal da auch noch der Windindex ne große Rolle spielt, mal gucken ob schon das BUM die neusten EE-Jubelzahlen veröffentlicht hat.
    Kohle dagegen konnte sich nur um knapp 2,5 TWh steigern, Gas ging sogar um 3,3 TWh zurück……eindeutige Gewinner sind Bio, Wind und Sonne.

    H.E.

  34. @Eng
    “Kohle dagegen konnte sich nur um knapp 2,5 TWh steigern, Gas ging sogar um 3,3 TWh zurück……eindeutige Gewinner sind Bio, Wind und Sonne.”

    und

    “Und es ist den meisten Energieexperten hier im Land auch klar, wodurch der Ausfall von acht AKW in Deutschland tatsächlich aufgefangen wurde. Es war vor allem ein vermehrter Import von (Atom-)Strom aus Frankreich und Tschechien und das wieder in Betrieb nehmen von uralten Kohle- und Ölkraftwerken.”

    Da ist ja wohl ein kleiner Widerspruch.

  35. @ Hoffmann:

    Die Experten sind sich also einig, dass es einen Anstieg an Kohleverbrennung gab UND einen noch kraeftigeren Anstieg der erneuerbaren.
    Ausserdem exportiert Deutschland weniger und importiert mehr (Atomstrom).
    Fazit: alle drei Faktoren spielen eine Rolle.

    Das ist korrekt.

    Frage: Wie konnten die Erneuerbaren so schnell diese hohe Steigerung mobilisieren? Waren die Kapazitaeten vorher schon da aber oekonomisch nicht interressant?

    Es kommen hier mehrere Faktoren zusammen. In 2011 war das Wetter etwas günstiger für die NIEs Es gab deutlich mehr Sonne von März bis Mai und von August bis November, als im Schnitt der Vorjahre. Auch das Windaufkommen lag ein wenig höher. Dann wurden eine Anzahl Repowering-Maßnahmen beendet und es gab einen kleinen Boom bei der Photovoltaik. Zunächst wurde unmittelbar nach Fukushima viel investiert, da man nun eine rasante Energiewende erhoffte (alle waren begeisterte Weltretter, insbesondere die Landwirte). Dann wurde ab Herbst erneut viel investiert, da man eine Kürzung der Subventionen erwartete. Es ist immer zu berücksichtigen, daß der wesentliche Vorteil der NIEs darin besteht, daß sie schnell ausgebaut werden können (einfache Technologie). Ich sehe hier eine ganze Reihe einmaliger Effekte am Werk, man muß abwarten, wie sich das nun in den kommenden Jahren darstellt.

  36. @ Hoffmann:

    “Und es ist den meisten Energieexperten hier im Land auch klar, wodurch der Ausfall von acht AKW in Deutschland tatsächlich aufgefangen wurde. Es war vor allem ein vermehrter Import von (Atom-)Strom aus Frankreich und Tschechien und das wieder in Betrieb nehmen von uralten Kohle- und Ölkraftwerken.”

    Da ist ja wohl ein kleiner Widerspruch.

    Nein, das ist kein Widerspruch. Die Absicherung der Grundlast konnte nur durch Stromimporte -- insbesondere aus Frankreich -- erfolgen. Seit Anfang 2012 kamen dann auch noch alte Öl- und Kohlekraftwerke (bspw. aus Österreich hinzu). Man muß hier zwischen der Grundlast und den variablen Verbrauchsspitzen unterscheiden.

  37. @Heller
    Man kann nicht innerhalb einer Diskussion die Bemessungsgrundlage aendern. Hier war bis jetzt von Gesamtstromverbrauch die Rede. Man kann nicht erst sagen, ja die Erneuebaren haben sehr viel beigetragen (zur Kompensation der 8 AKWs) und dann wieder schreiben, dass es am Ende doch Kohleverbrennung sei . Wenn aus technischen Gruenden eine Anzahl von steten und sicheren Stromproduktoren (wie Kohle Gas etc) benoetigt werdenn dann sind die genau in den 1.7% etwa drin. Der Grundlastbeitrag dieser Anlagen mag technisch sehr wichtig sein, am Ende steht aber immer nur eine bestimmte Zahl (meinethalben +1.7% mehr Braunkohle) und die steht letztlich fuer die durch das Abschalten erhoehten CO2 Emissionen.

  38. @Georg

    “kleiner Widerspruch”….ja, aber.
    Die Daten sind leider nicht auf die einzelnen Monate heruntergebrochen, immerhin waren ja bis 17 März in DE noch alle KKW in Betrieb und in diesen Wintermonaten ist ja bekanntlich auch der Strombedarf am Höchsten.

    Wilfried Heck hat eine Import/Export-Statistik gefahren (bitte bis zum 20.10. runterscrollen) die jedoch bloss bis zum 18.10.2011 reicht, danach kann auch ich nur noch rätseln, wie die weitere Situation aussah.
    Bevor ich da keine genaueren Daten habe, werde ich mich fein artig zurückhalten um keine falschen Tatsachen unters Volk zu jubeln.
    Bitte verzeih das aber als Vollblutskeptiker mag ich keine offene Flanke präsentieren. (hat mir Wolfgang beigebracht).

    MfG
    H.E.

  39. @all

    hier mal bitte schauen. So ab Seite 25 der pdf Datei geht es um Stromverbrauch, Im- und Export.

    karl.s

  40. #39
    Ja, die Import-Export-Tabelle auf S. 7.2 ist interessant.
    Es ist allerdings etwas Vorsicht geboten: die Graphik auf S. 1.1. z.B. ist etwas irreführend, da die Prozente jeweils auf den Anteil der Erzeugungsart bezogen sind, also nicht dirket gegenverrechnet oder verglichen werden können. Außerdem ist, jedenfalls wenn man den Zahlen in der Tabelle glaubt, bei der Steinkohle ein Fehler passiert: statt -0.7% müßte es +5% heißen. (Da haben sich die Autoren mit ihren relativen/absoluten Veränderungen selber verwirrt.)

  41. #40
    Hoppla -- nein, da haben sie mich verwirrt. Die Steinkohle-Prozentzahl bezieht sich offenbar auf den absoluten Verbrauch, nicht den Energieanteil, also stimmt -0.7% doch.

    Trotzdem ist die Graphik verwirrend, da sich die Veränderungen nicht zur Gesamtveränderung aufsummieren.

  42. #40. Fluminist

    Hallo Flumi,

    die zweite pdf Datei mit dem Titel ..Milde Witterung… (geht leider nicht direkt zu verlinken), auch wenn der Titel etwas irreführend ist, ist da besser. Seite 27 Abbildung 14, sind die Import-/Exportsalden mit den einzelnen Ländern aufgeführt.
    Und die Daten sind ziemlich aktuell,

    kaerl.s

  43. bisschen OT, aber dennoch gut

    Ökoirrtümer

  44. Guten Morgen liebe Leser und Leserinnen.

    Die Energiewende wirkt…..in allererster Linie als explodierender Kostentreiber.

    Netzkosten treiben den Strompreis

    Die Bundesnetzagentur erwartet in den kommenden Jahren eine Verteuerung des Stroms um bis zu 7 Prozent. Ein weiterer Anstieg wird folgen. Grund ist die Energiewende…….
    …Die angenommene Investitionsspanne reicht von knapp 30 bis zu 47,5 Milliarden Euro….
    …Dazu gehört die Entschädigung für Unternehmen, die bei Stromengpässen Anlagen vorsorglich abschalten. Für 2012 kalkuliert die Netzagentur dafür mit 100 Millionen Euro, mittelfristig mit bis zu 270 Millionen Euro im Jahr. Netzkosten von bis zu 700 Millionen Euro im Jahr würde die flächendeckende Einführung „intelligenter Stromzähler“ verursachen….

    Lustiges Detail, die Umrüstung der Solar-Wechselrichter, dessen Kosten wohl um die 200 Millionen Euro betragen wird, dürfen dann die Solaranlagenbesitzer selber tragen, die Begründung ist lustig:

    Einzelne Netznutzer zu subventionieren, gefährde die „Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der notwendigen Kosten- und Entgelterhöhungen“.

    Und wat dann olle BUM Röttgen vom Stapel gelassen hat, haut doch glatt dem Fass den Boden aus.

    „Steigende Strompreise haben nichts mit der Energiewende zu tun. Die Stromversorger geben zum Teil falsche Begründungen für ihre Erhöhungen ab.“

    Die bösen Versorger mal wieder, immer die selbe Masche mit den Stinkefinger auf denjenigen zu zeigen, der gerade den ganzen Wahnsinn stemmen muss, der die irrsinnige Politik auszubaden hat, während sich das Umweltministerium mit den EE-Blümchen schmückt.

    Ja liebe Leidensgenossen…….das ist erst der Anfang der Preisspirale, denn als nächstes stehen ja die Backup-Kraftwerke auf den Plan, die ohne finanzielle Förderung keiner mehr bauen will und die nächste Preiswelle, ähm Preistsunamie steht dann noch bei den elektrotechnischen Großspeichern aus, die wir ja auch noch für die tolle Energiewende brauchen.

    Apropos Irrsinn……..kommt dann im Teil 2.
    H.E.

  45. Ich glaube, den nachfolgenden Artikel hat hier schon mal jemand gepostet aber der wurde nicht angemessen gewürdigt.

    Die Energiewende ist gescheitert

    Ein Jahr nach der plötzlichen Energiewende der Bundesregierung gibt es im föderalen Deutschland sechzehn Energiewenden. Fast alle Länder haben für sich einen Energieplan erstellt, der in einigen Fällen den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 mehr als wettmacht. Um die Kernkraft zu ersetzen, hat der Bund -- neben drastischen Stromeinsparungen -- einen Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Energien am Bruttostromverbrauch von 35 Prozent bis 2020 und von 80 Prozent bis 2050 festgelegt. Das ist das Mindeste, was sich die Länder vorgenommen haben………..

    Wer schon bisher die Energiewende für etwas beknackt gehalten hat, sollte sich jetzt auch noch der Tatsache bewusst werden das der deutsche Förderalismus sein Schärflein dazu beiträgt diese, angeblich vom Bürger gewollte Wende, endgültig an die Wand zu fahren.
    Jedes Bundesland überschlägt sich förmlich damit, möglichst Spitzenreiter beim Ausbau der NIE zu sein ohne die Rechnung mit dem Wirt (Netzbetreiber) zu machen.
    Joo, dat macht sich Klasse im Wahlprogramm, man kann es förmlich klatschen hören, wenn die grünen Politzwerge aller Parteien sich gegenseitig grinsend auf die Schultern klopfen, während der normale Bürger den ganzen Mist finanziell ausbaden muss.
    Man denke nur einmal an das Durcheinander der Bildungspolitik, dem Absacken Deutschlands beim PISA-Test……..aber die selben Typen wollen jetzt die Energiewende stemmen……..waren wohl allesamt abwesend als dieses Thema in Physik in den Schulen dran war.

    Ach übrigens, wer noch die Möglichkeit hat sich die gedruckte FAZ vom Freitag den 16.03. zu besorgen, sollte das unbedingt machen, denn dort ist ein ganzseitiger Artikel über “Energiewende zwischen Mythos und Wirklichkeit” erschienen, dessen Autor der scheidende Chef der Bundesnetzagentur Matthias Kurth war.

    Langsam wirkt der Vahrenhold-Stachel immer mehr, so langsam kommen endlich auch die Medien aus ihren Winterschlaf………bin mal gespannt wann dieser ganze Müll in sich zusammenfällt.
    MfG
    H.E.

  46. Heinz Eng schrieb am 19. März 2012 08:42

    Wer schon bisher die Energiewende für etwas beknackt gehalten hat, sollte sich jetzt auch noch der Tatsache bewusst werden das der deutsche Förderalismus sein Schärflein dazu beiträgt diese, angeblich vom Bürger gewollte Wende, endgültig an die Wand zu fahren.

    Darauf würde ich aber nicht zu sehr drauf rumreiten -- am Ende kommt noch jemand und sagt, das hätte geklappt, wenn es den Förderalismus nicht gegeben hätte …

  47. Hallo Marvin

    Berechtigter Einwand…..aber……
    Die Energiewende ist eine nationale Aufgabe und die Kleinstaaterei ist diesbezüglich kontraproduktiv, vor allem in Zeiten wo uns die EU schon genug Gesetzlichkeiten überhilft, schon längst veraltet.
    Wenn ick ein 108%ér Energiewendling wäre, würde folgendes geschehen:

    1.) Gründung eines Energieministeriums zur Bündelung aller Aktivitäten bezüglich Stromversorgung, man kann ja gerne die entsprechenden Leutchens aus dem BUM und Wirtschaftsministerium umsiedlen einschließlich der Bundesnetzagentur.
    2.) Verstaatlichung der Übertragungsnetze und Bildung einer zentralen Netzgesellschaft.
    3.) Nationaler Plan bezüglich zentralisierter Netzausbaubemühungen und auch der Bündelung eventuell geplanter Windparks um unnötigen Leitungsbau zu verhindern.
    4.) Übergabe sämtlicher Energie-Kompetenzen der Länder an das Bundes-Energieministerium, Verbot von Bürgerprotesten bei geplanten Leitungsbau/Backup-Kraftwerken, nötigenfalls Enteignung der benötigten Flächen.
    5.) Deckelung jeglichen Ausbau der NIE bis die Netz- und Speicherfrage geklärt und gebaut ist, da sich in absehbarer Zeit die NIE gegenseitig blockieren werden.
    6.) Massive staatliche Unterstützung beim Ausbau der KWK, auch in Hinblick auf die im Erdgasnetz gespeicherten Überschüsse von Windstrom. (so-gennantes Windgas)
    .
    .
    Ich hätte da noch ein paar Ideen die sich aber mit der bisherigen Staatsform (Demokratie) so nicht vereinbaren lassen, aber wie sagt man so schön, was nicht ist, kann ja noch werden.

    Wie gesagt, wenn ich E-Wendling wäre und den entsprechenden Posten hätte…….
    MfG
    Onkel Heinz………ups,hoffentlich lesen dat jetzt nicht die entsprechenden Stellen.

  48. @Onkel Heinz

    Wenn ick ein 108%ér Energiewendling wäre, würde folgendes geschehen:

    1.) Gründung eines Energieministeriums…..

    ….dat is schon in Planung:

    Röttgen will Energieministerium in NRW einrichten

    Der CDU-Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen, Norbert Röttgen, will im Falle eines Wahlsieges ein Energieministerium einrichten….

  49. #47. Heinz Eng

    2.) Verstaatlichung der Übertragungsnetze und Bildung einer zentralen Netzgesellschaft.

    Hallo Heinz,

    Planspiele dafür gibt es bestimmt schon, da die privaten Netzbetreiber das Geld für den Ausbau nicht haben und so einfach auch nicht kriegen werden.

    karl.s

  50. @Tim

    Ach ja Röttgen, der muss erstmal die Wahl gewinnen…..dann sehen wir weiter.

    @Karlchen
    Nun ja…….dat sollte man erstmal gesetzlich gegenchecken, denn die absichtliche Zerbröselung und der Konzentrationsprozess der Energieversorgung ist der Liberalisierung der Strommärkte geschuldet.
    Alles von der EU per Dekret eingeführt und von Deutschland pflichtgemäß sofort umgesetz….während andere Nationen sich Zeit gelassen haben und immer noch staatliche Netze oder Versorger besitzen.
    Tja, und nun glotzen unsere Regierungszwerge mit Fraktionszwang dumm aus der Wäsche, weil sich die Liberalisierung einfach nicht mit der Energiewende verträgt.
    Dumm gelaufen, würd ick da mal sagen, gelle.
    Duck und wech

  51. Hach is dat schön, ick hab wat zum Thema. “grins*
    Zwei Artikel bei der “freien Welt” die unsere vierte Macht etwas näher beleuchten, wat wir bisher nur erahnt haben, zeigt sich dort in aller Deutlichkeit.

    Journalistische Doppelmoral

    Während Politiker wie Christian Wulff sich jeglicher Art der Vorteilsnahme verwehren müssen, scheint dieser Grundsatz beim Presserabatt für Journalisten nicht gegeben. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
    Eine an die Affäre um Christian Wulff erinnernde Art von Korruption in der Presse eröffnet sich jedem, der den Begriff „Presserabatt“ googelt. Verglichen mit den behaupteten Vergünstigungen, die der damalige Ministerpräsident Wulff in Anspruch genommen haben soll, erfüllen die Rabatte, Schnäppchen und Sonderkonditionen, die von den Saubermännern und Sauberfrauen der deutschen Presse in Anspruch genommen werden, schon längst den Tatbestand der Vorteilsnahme.

    Wer einmal eine Filmaufnahme der öffentlich-rechtlichen Medien vor Ort erlebt hat, weiß wie diese Mischpoke arrogant mit ihren Mitmenschen umgehen, die leben irgendwo im All und spinnen sich allzu oft ihre Realitäten zusammen.

    Ungewollt wahr

    Die linksliberale Mediendemokratie und ihre Strategie gegenüber unbequemen Meinungen….

    Auf gut Deutsch heißt das: Wer nicht genau das sagt und schreibt, was ins Weltbild des linksliberalen Milieus der Bundesrepublik passt, wird überhaupt nicht wahrgenommen. Die Strategie der Breitenmedien und ihrer Journalisten, die ja in erdrückender Mehrzahl linksliberal sind, gegenüber unbequemen Meinungen lautet Tabuisierung, Verschweigen, Diskursverweigerung. (Nur wenn es gar nicht anders geht, wie im Falle Sarrazins, wird in einer konzertierten Aktion geballt vorgegangen.) Auf diese Art und Weise köchelt die Linke in ihrem immer eigenen, immer gleichen Sud vor sich hin.

    Deutlich zu erkennen an der aktuellen Berichterstattung über Vahrenhold………….Null, Nix, Nada…….totschweigen bis der Arzt kommt.
    Dumm nur für unsere medienschaffenden Volkserzieher, das die Selberdenker dieses Volkes sich schon lange im Internet Quellen aufgetan hat, die von ihnen nicht vermurkst werden können, deswegen schütten sie auch immer so gerne Gülle auf die unbezahlten Foristen aus, die es sich wagen abseits des Mainstreams eine Meinung zu bilden.

    Tja, und dann sind se auch noch so dusselig und geben das freimütig zu, Danke liebe TAZ.
    MfG
    H.E.

  52. #51. Heinz Eng

    Ich glaube aber, dass immer mehr Leute die gebetsmühlenartig wiederholten Floskeln der linksliberalen Mainstreammedien nicht mehr hören können und sehr wohl jemandem zuhören, der ihr Thema und ihren Ton trifft.

    Heinz, der letzte Satz aus deinem zweiten verlinkten Artikel spricht mir aus der Seele. Genauso so ist es, auch wenn ich die Mainstreammedien nicht unbedingt als linksliberal, sonder eher als links-grün einordnen würde. Aber Gauck wird sich von diesen scheinheiligen Phrasendreschern nicht beeindrucken lassen. Die werden sich noch umgucken.

    gruß
    karl.s

  53. Hihi, der Spiegel kann ja sogar richtig lustig sein….

    Achtung, diese Politiker sind umweltschädlich!
    Ökobilanz von Röttgen und Co.

    Sie sind vom Amts wegen immer die Guten: Umweltminister handeln grundsätzlich in bester Absicht. Schade nur, dass ihre Aktionen manchmal genau das Gegenteil bewirken. Ein kritischer Blick auf die Ökobilanz unserer obersten Umweltschützer…..

    …Sieben Jahre dauerte Trittins Amtszeit als Umweltminister. Es war eine Ära, von der sich die Umwelt bis heute nicht erholt hat. Dass ein Gutteil der Feldfrüchte nicht mehr gegessen, sondern zu Pflanzenbenzin verarbeitet oder als sogenanntes Biogas verfeuert werden, war eine seiner Schnapsideen, die zur Verwüstung der Landschaft geführt haben…..

    …Weil Umweltschutz für die Bürger in der Regel mit Belastungen, mindestens aber mit Unbequemlichkeiten einhergeht, lässt sich auf straffe Planung, Lenkung und Zwang nicht verzichten. Umweltpolitik ist Verbotspolitik. Der unter Trottel- und Lümmelverdacht stehende Bürger muss belehrt und an die Hand genommen werden. …

    Ick bin positiv überrascht, das so ein Text in einen deutschen Leitmedium erscheinen darf, dat wird uns Rötti aber ganz schön anöden.
    Apropos BUM-Rötti, der hat wohl privat seinen alten Stromanbieter gekündigt mit der Ausrede dieser würde unredlich behaupten, das die steigenden Stromkosten an der Energiewende lägen………..nun überlegt der Anbieter, ob er rechtliche Schritte gegen Rötti einleiten soll wegen der Falschbehauptung.
    Aber den geilsten Satz hat der polnische Ministerpräsi abgeliefert, dat hat heut echt meinen Tach gerettet.

    Polens Ministerpräsident Tusk hat deshalb Recht mit seiner Überlegung, das Umweltministerium sei verzichtbar und gehöre abgeschafft. Insbesondere der Kampf gegen den Klimawandel ist zu wichtig, um ihn dem Umweltminister zu überantworten, der seine vornehmste Aufgabe darin sieht, die Subventionen für die Photovoltaik zu verteidigen, eine Technik, die für besonders viel Geld besonders wenig CO2 einsparen hilft.

    Jut, klammern wir mal den “Klimawandel” aus, hat Herr Tusk ja sowas von Recht………..
    MfG
    H.E.

  54. Hier mal ein Cicero Artikel von Manfred Güllner zu Röttgens Fehleinschätzungen zum Atomausstieg. Dabei geht es um Umfrageergebnisse. Und was Güllner schreibt, deckt sich mit dem was ich zum Thema Umfragen so denke, nämlich dass die immer wieder kolportierten 80% Quatsch sind :-)

    karl.s

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