Potsdam Institut für Klimafolgenforschung: Klimaforschung ganz unabhängig und uneigennützig zum Wohle der Menschheit?

14. April 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

LOGO_PIK_9In seinem neusten Artikel „Klimaforschung: Auf Herz und Nieren geprüft“ beklagt der Klimaforscher Stefan Rahmstorf die Einflussnahme der bösen Energielobby auf die Klimaforschung. Das Postam Institut für Klimafolgenfoschung (PIK) an dem er arbeitet und welches die Bundesregierung berät ist davon natürlich völlig unbeeinflusst?

Schön wärs, aber die Realität sieht leider anders aus. Stefan Rahmstorf schreibt: „Deshalb bin ich ein großer Anhänger der öffentlich geförderten Forschung … Pro Bundesbürger kostet die institutionelle Förderung des PIK übrigens 18 Cent im Jahr.“ Mal kurz nachgerechnet, dass ergibt rund 15 Mio. Euro. Auf seiner Internet-Präsens gibt das PIK hingegen bekannt: „seine Grundfinanzierung von knapp zehn Millionen Euro im Jahr stammt je zur Hälfte vom Bund und vom Land Brandenburg. Hinzu kommt noch einmal eine ähnliche Summe an Drittmitteln, welche das Institut im Wettbewerb mit anderen Einrichtungen einwirbt. Ein Großteil davon stammt aus Förderprogrammen der Europäischen Union“. Damit wären wir bei rund 20 Mio. Euro.

Dieses Geld stellt der Bund und das Land Brandenburg und die EU natürlich nicht ganz uneigennützig zur Verfügung. Denn Fördergelder werden danach vergeben, welche Prioritäten die Politik setzt und verfolgt. Der Aktuelle Auftrag der Politik lautet, die Folgen des Klimawandels besonders dramatisch darzustellen, um die Energiewende voran zu bringen. Und genau diese Aufgabe erfüllt das PIK. Somit fließen die Fördergelder in Hülle und Fülle zum PIK. Insbesondere das Bundesministerium für Umwelt (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) geben deshalb immer wieder Studien beim PIK in Auftrag.

Damit aber nicht genug, auch die Industrie gibt beim PIK Studien in Auftrag. Darunter auch große Automobilhersteller wie BMW und VW.

Die extern geförderten 208 Projekte brachten so rund 40 Mio. Euro in die Tasche des PIK.

Zu den Kunden des PIKs gehört auch die Münchener Rückversicherungsgesellschaft. Die Münchener Rück ist ein Rückversicherer für Erstversicherer, zweitgrößter der Welt, mit Milliardengewinnen, u.a. durch Absicherung gegen „Klimafolgeschäden“. Das PIK und Stefan Rahmstorf helfen gerne dabei mit die Klimafolgen besonders dramatisch darzustellen, damit die Münchener Rück diese veröffentlichen kann und damit weitere Gewinne erwirtschaften kann.

Hinzu kommen Auftritte von Stefan Rahmstorf in der Wirtschaft, wie z.B. beim Deutschen Ring, den Stadtwerken Detmold, der Oldenburgischen Landesbank und sunways Photovoltaic Technology, sowie den Deutschen Klima Konsortium, etc..

Sowie der Vertrieb von CO2-zertifizierten Schmuck (CO2pins) auf der Familienhomepage der Familie Rahmstorf, etc..

Auch Spenden und solvente Förderer kann man gut gebrauchen. Im Jahr 2002 hat das PIK einen eigenen Verein gegründet, den Verein der Freunde und Förderer des PIK e.V. Ziel des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung am PIK und die Beschaffung von Mitteln zur Verwirklichung seiner steuerbegünstigten „gemeinnützigen Zwecke“.

All das geschieht natürlich ganz unabhängig, uneigennützig und zum Wohle der Menschheit, wie eine Evaluierungs-Kommission gerade bestätigt hat. Oder wie Stefan Rahmstorf schreibt: „Wissenschaft, die allein der Allgemeinheit und der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist“.

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15 Kommentare
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  1. Wir sind leider von Lügnern, Betrügern und „uneigenützigen“ Scharlatanen umzingelt. Manchmal wähne ich mich auf einem mittelalterlichen Jahrmarkt mit Quacksalbern und Gauklern, die leider nicht nur „Esotherikern“ von Wald-Dorf-Schulen das Geld aus der Tasche ziehen sondern auch uns und die Volkswirtschaft ausrauben.

  2. @Micha
    Jetzt wirds a bisserl fies….sorry.

    “Wissenschaft, die allein der Allgemeinheit und der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist”.

    Staatliche Finanzierung…….sagt erstmal garnix aus…..

    Durch das im Ersten Weltkrieg geweckte Interesse für Bevölkerungspolitik hielt die Eugenik nun auch Einzug in staatliche Institutionen. Im wirtschaftlichen Niedergang der frühen zwanziger Jahre und bei steil ansteigenden Sozialausgaben wurde in einer zumindest staatlicherseits weniger religiös geprägten Gesellschaft mit der Volksgesundheit auch der Umgang mit unheilbarer Krankheit öffentlich erörtert. Eine Mehrzahl der zeitgenössischen Ärzte stellten sich jedoch gegen Bindings und Hoches Forderung nach der Freigabe „lebensunwerten“ Lebens, da es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Staat schließlich alle „unnützen Esser“ durch den „ärztlichen Henker“ umbringen werde.[58]

    1923 wurde mit Fritz Lenz‘ Berufung an die Universität München erstmals ein Lehrstuhl für Rassenhygiene besetzt. Immer mehr mischten Rassenhygieniker nun auch beratend in der Politik mit, so wurde zum Beispiel 1929 ein „Reichsausschuss für Bevölkerungsfragen“ gegründet.

    Die Mitglieder der Gesellschaft für Rassenhygiene Erwin Baur, Eugen Fischer und Fritz Lenz veröffentlichen ab 1921 das Grundlagenwerk: Grundriss der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene, in späteren Auflagen Menschliche Erblehre und Rassenhygiene.[59]

    1925 hatte die „Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene“ Konkurrenz bekommen, der „Deutsche Bund für Volksaufartung und Erbkunde“ trat aufs Parkett. Seine Zielsetzung war, die Eugenik „in ganz populärer, für jedermann verständlicher Form [zu] pflegen und verbreiten“. Zunehmend kamen in den Gesellschaften auch Ideen eines „Nordischen Übermenschen“ zum tragen……………..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik#Weimarer_Republik

    Und janz viel böses CO2 macht dat arme Klima putt und unsere Kindeskinder werden in der globalen Hitzehölle schmoren…….in Zukunft werden nur nachhaltig lebende Menschen als nützliche Volksgenossen anerkannt…….der Rest wird und muss….mit geeigneten Massnahmen diszipliniert werden.

    Zynismus…..Ende.
    Sorry Micha……ick meine immer, ick wäre schon derart abgebrüht, das gewisse Typen bei mir nur noch ein kaltes Arschrunzeln auslösen……doch ab und zu bahnt sich der kalte Kaffee von heut Morgen…..den Weg zurück, wo er vorher noch mühsam reingeschüttet wurde.

    Onkel Heinz……..da gibs nichts zu glotzen, gehn se weiter….

  3. @Heinz

    Das Schlimme ist, Rhamstorf und Freunde glauben das selbst. Besonders mit dem uneigennützigen Verkauf von CO2pins verpflichtet er sich der Wissenschaft und Wahrheit. Reg Dich aber nicht zu sehr darüber auf, ich sehe das mittlerweile unter der Rubrik Realsatirik. Zur Not kaufe ich mir ein Stromaggerat und stelle das in den Keller, oder auf den Balkon. Dann können die das Stromnetz mit ihren Expertisen lahmlegen, oder den Strompreis auf 1€ pro kWh erhöhen. Alles für den Klimaschutz. Ich habe genug Erspartes und erbe gut.

  4. @Michael Krüger #3
    Das mit dem dieselbetriebenen Stromaggregat wird in der neuen Grünen-CO2 Mangelwelt nicht so einfach gehen…immer schön auf den CO2-Klima Blockwart aufpassen….da verstehen Diktaturen keinen Spass, wenn man sich nicht deren Ideologie unterordnen will

  5. @Hofmann

    Macht nichts, dann betreibe ich das Stromaggregat mit Pflanzenöl. 1€ der Liter.

  6. @Michael Krüger #5
    Solange kein „Böses CO2“ hinten rauskommt 😉

  7. #6
    das ist ja das „gute CO2“, ist schliesslich aus „Energiepflanzen“. Also krass Bio.

  8. Aber ja, weil dieser Herr Rahmstorf so viel Geld bekommt wird es immer wärmer obwohl es doch immer kühler wird wie uns gesagt wird. Was denn nun? Und Stürme, Dürre und so etwas werden immer mehr, obwohl Andere sagen es würde weniger… Als Laie ist man da ganz verwirrt. Und 2-3 Grad wärmer ist doch nicht schlimm…! Bei mir im Garten war es heute früh 10 Grad kälter als heute Mittag. Mein Dackel hat heute früh gefroren. Der freut sich über die globale Erwärmung! Vielen Dank für die sachliche Aufklärung hier bei Science-Skeptik. Danke für die favchkompetenten Beiträge von Euch Fachleuten! Gibt es Euch auch bald im Fernsehen zu sehen? Das würde mich freuen! Weiter so!

  9. Tja Frau Kleist, weil Sie lieber auf Leute wie Herrn Rahmstorf hören, anstatt sich selbst anhand von verfügbaren Informationen ein eigenes Bild zu machen, müssen Sie wohl einfach all das glauben, was Sie da so schreiben.

    Nur kurz zu Ihrer Info. Es ist die letzten 15 Jahre nicht wärmer geworden (nach den Satellitendaten sogar 18 Jahre). Tropische Stürme haben weder in der Anzahl, noch in der Intensität in den letzten 45 Jahren zugenommen. Die letzten 20 Jahre zeigen hier sogar einen fallenden Trend. Und für „immer mehr Dürren“ gibt es schlicht keine Daten. In Kalifornien fällt in den letzten Jahren zu wenig Regen, dafür wird die Sahara grüner. Wetter eben.

    Aber wie gesagt, halten Sie sich besser von solchen Fakten fern, Sie könnten Ihr Weltbild beschädigen.

    „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ -- Marie von Ebner-Eschenbach

  10. Tja, Herr Kipp,

    mit der Rosinenpickerei ist das so eine Sache…!

    http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=47

    Ihnen ist schon bekannt dass die von Ihnen benannten Daten des Hadley-Centers weite Teile der Arkktis nicht berücksichtigen wo die Temperaturerwärmung am stärksten voranschreitet und dass das Institut selbst diese für nicht zutreffend hält? Alle Korrekturen dieser Daten zeigen auch dort einen Temperaturanstieg in den letzten 15 Jahren!

    „In summary: that the warming since 1998 “is not significant” is completely irrelevant. This warming is real (in all global surface temperature data sets), and it is factually wrong to claim there has been no warming since 1998. There has been further warming despite the extreme cherry pick of 1998.“

    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2014/12/recent-global-warming-trends-significant-or-paused-or-what/comment-page-4/?wpmp_switcher=mobile&wpmp_tp=2

    Und was Wetterextreme angeht, so könen Sie hier nachlesen:

    http://www.nature.com/nclimate/journal/v2/n7/full/nclimate1452.html

    Und Herr Kipp, was Ihre Prognosen angeht, so habe ch gelesen dass Sie da ja schon öfters falsch gelegen haben..! 2009 haben Sie eine Trendwende in der arktischen Meereisschmelze vorausgesagt. Wo ist diese eingetreten? Schon 2012 wurde das bisherige Jahr 2007 bei der arktischen Meereisausehnung unterschritten! Ihre Prognose war schon damals falsch! Warum sollte ich jetzt Ihren Einschätzngen trauen?

    Aber wie gesagt, auch mir fält da ein Spruch ein den ich in Ihrem Fall für zutreffend halte:

    „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“ (soweit ich weiss von Christian Morgenstern…)

  11. @Charlotte Kleist/ Thorsten Seifert/ Bernward Kamps

    Ich habe das gerade mal überprüft, Herr Kamps/ Seifert, Sie sind hier gesperrt. Geht das schon wieder los?

  12. Genauso wie Pazifisten nicht beim Militär anheuern, wenn sie nicht unbedingt müssen gehen Mathe- und Satistikcracks eher selten zur Klimawissenschaft. In der IT und Finanzwirtschaft kann man genauso abgedrehte Sachen berechnen, verdient aber das 10-fache.

    Insofern gehe ich davon aus, dass von den 90% der Klimatologen, die eine menschengemachte Katastrophe aufziehen sehen etwa 2/3 nicht ganz zurechnungsfähig sind. Am Ende bleibt dann der Zufall.

  13. Seit einigen Jahren interessiere ich mich auch für den Klimawandel, und da hab ich mich mal gefragt, was die „Klimaforscher“ an ihren Instituten so erforschen. Dass die CO2-These totaler Quatsch ist, ist ja nix neues, aber wissen die eigentlich, woran die forschen?

    Da hatte ich mal ne Idee: ich habe dem PIK in Potsdam eine Fangfrage gestellt und die sind darauf reingefallen. ich hatte nämlich gefragt, ob das Edelgas Argon (mit 1% häufiger vertreten als CO2) auch ein Treibhausgas sei. Hier meine E-mail-Anfrage und dann die Antwort-E-Mail des PIK:
    —————————————————--
    Wie so viele Menschen habe auch ich eine Frage zum Klimawandel:
    Viele dieser Fragen werden schon oft genug in den Medien behandelt, aber
    eine Antwort auf eine eher selten gestellte Frage vermisse ich:
    Argon ist auch ein Spurengas in der Erdatmosphäre. Ist Argon auch
    natürliches Treibhausgas wie CO2 und Wasserdampf oder scheidet es aus
    genau wie Stickstoff und Sauerstoff?
    Für die Beantwortung dieser Frage bedanke ich mich schon im voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Guido Scholzen
    —————————————-
    Von: „Brigitta Krukenberg“
    An: „Guido Scholzen“
    Gesendet: Montag, 19. März 2012 12:20
    Betreff: Re: Frage zum Argon

    Sehr geehrter Herr Scholzen,
    leider können wir Ihnen in dieser Frage nicht weiterhelfen und schlagen vor, dass Sie das Max-Planck-Institut
    für Polymerforschung in Mainz kontaktieren. Die Kontaktdaten lauten wie folgt:
    http://www.mpip-mainz.mpg.de/www/pages/kontakt
    Mit besten Grüßen!
    Brigitta Krukenberg (Büro Prof. Rahmstorf)
    ————————————

    Argon hat keine wärmespeichernden Eigenschaften, genau so wenig wie Sauerstoff und Stickstoff in der Atmosphäre. Nur (mindestens) 3-atomige Moleküle haben diese Eigenschaft. Das ist die Antwort, die ich aber auch schon vorher wusste.

    ALSO: WORAN ARBEITEN DIESE KLIMAFORSCHER AM PIK/POTSDAM ÜBERHAUPT? AN IHRER EIGENEN FANTASIEWELT….!

  14. Hallo Herr Scholzen,

    es ist (meiner Meinung nach) schlechter Stil, private Nachrichten mit Klarnamen in öffentliche Foren zu stellen -- vor allem, wenn diese von einer Assistenzkraft kommen (gerade recherchiert), welche sich ansonsten mit Sommerschulprojekten befasst. Ansonsten willkommen im Forum, viel Spaß beim Stöbern.

    Viele Grüße & schönen Abend,
    Gelegenheitsleser

  15. Sie wollen absolut Niveau hier in diesem Forum. Das ist lobenswert. Aber ich kenne andere Mitstreiter, die wurden auch schon seit Jahren immer und überall (in Netz und auch in Zeitungsartikeln) von politisch korrekten Menschen vorgeführt und beleidigt. Irgendwann nimmt man dann keine Rücksicht mehr, wenn man dann auch mal was schreibt.
    Ich werde das nächste Mal nur die „Hauptschuldigen“ an den Pranger stellen und namentlich nennen.

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