Ranga und die letzten Wünsche

29. Februar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit

Eines der größten Geheimnisse der Energiewende ist, dass bislang noch niemand so richtig erklären konnte, wie sie funktionieren soll. Eine Fülle von Fragen sind offen. Manche sind technischer, andere finanzieller Natur. Und ganz oft trifft beides gleichzeitig zu. All die Probleme die mit dem Ausbau der NIE entstehen, und die einer erfolgreichen Enerergiewende entgegen stehen, sollen gar nicht aufgezählt werden, dazu gibt es hier und anderswo genügend Beispiele.

Nun war im 3sat Ranga Yogeshwar bei Peter Voß zu Gast und Thema der Sendung war: „Schaffen wir die Energiewende?“ Das Gespräch dauerte immerhin eine dreiviertel Stunde, man sollte meinen, das ist genug Zeit um die wichtigsten Probleme anzusprechen. Also wie der Netzbau bewältigt werden soll, oder welche Speicher angedacht sind. Oder auch nur, wie die geforderten Einsparungen für die Industrie tragbar gestaltet werden. Und was das alles kosten soll. Doch Pustekuchen, konkrete greifbare Probleme wurden fast völlig ausgeblendet, statt dessen ging es hauptsächlich darum, wie durch die sogenannten Erneuerbaren Energien die Welt besser werden soll.

Am Anfang geht es um Mobilität. Der Zug ist besser als das Flugzeug und Autos braucht man nicht mehr zu kaufen, sondern werden nur bei Bedarf gemietet. Dies wird von Yogeshwar so begründet, dass man doch sein Auto sowieso nur die meiste Zeit herum stehen hat, und man Geld für Luxus wie Sitzheizungen im Auto ausgibt, dafür aber mitunter auf einer lausigen alten Matratze schläft. Grandioser Vergleich. An diesem Punkt hatte ich erst einmal abgeschaltet, wollte mir das weitere Gespräch nicht mehr antun. Später wollte ich es dennoch wissen, ob noch etwas interessantes hinzukam. Doch dem war nicht so.

Es geht weiter mit dem Gesang über die Endlichkeit der Ressourcen. Ein Thema, welches recht lange in verschiedenen Aspekten gesprochen wird. Und gipfelt in der Feststellung, dass Ausgaben fürs Militär hauptsächlich deswegen entstehen, um Rohstofflieferungen abzusichern. Die Kosten für den Militärhaushalt sollten daher auch den fossilen Energien zugeschlagen werden, damit wären die NIE auch gleich mal viel billiger, im Vergleich.

Zum Schluss geht noch einmal ums Glück, und dass materieller Wachstum nicht der Schlüssel zum Glück ist. Hier schlägt der Ranga noch vor, man solle sich ein Beispiel daran nehmen, was Menschen noch machen möchten, wenn sie bereits auf dem Sterbebett liegen. Das wäre in den wenigsten Fällen die Absicht, noch mehr Zeit zu haben um mehr Geld zu verdienen.

Kurz und Gut, die übliche Kapitalismus- und Gesellschaftskritik wurde vorgebracht, und dass wir uns alle ändern und umstellen müssten, doch wie die Energiewende gelingen soll, was ja das Thema der Sendung war, darüber konnte man nichts erfahren. Es wurden die Probleme gar nicht angesprochen, der Grund warum die Energiewende nötig sein soll, der Klimawandel also, spielte ebenfalls keine Rolle.

Aber vielleicht wurde eine Antwort gegeben, die allerdings erst auf dem zweiten Blick erkennbar ist. Die Energiewende ist tatsächlich zu schaffen, und zwar, wenn sich das Verhalten der Menschheit ändert. Und dies ist die wahre Intention von Leuten wie Yogeshwar, die Energiewende dient nur als Mittel zum Zweck um politische und weltanschauliche Vorstellungen umzusetzen. Da braucht man sich natürlich keine Gedanken um technische und finanzielle Aspekte zu machen, die Menschen brauchen nur ein neues und erweitertes Bewusstsein, was letztlich auf Umerziehung hinaus läuft, und alles wird gut.

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56 Kommentare
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  1. Guten Morgen!

    Eine Frage am Rande, sicher OT: Anfangs ärgerten mich die Sendungen von Joachim Bublath; sie erschienen mir als oberflächliche Unterhaltung. Aus heutiger Sicht und im Vergleich muß man aber wohl den Hut ziehen … oder?
    Ansonsten gründen die Probleme wohl eher auf der konkurrenzlosen Dominanz der ÖR Medien. mfG

  2. @nLeser

    Aus heutiger Sicht und im Vergleich muß man aber wohl den Hut ziehen

    Joachim Bublath gehört ganz klar zu den Realisten. Schade, dass man nix mehr von ihm hört!

  3. Und dies ist die wahre Intention von Leuten wie Yogeshwar, die Energiewende dient nur als Mittel zum Zweck um politische und weltanschauliche Vorstellungen umzusetzen.

    Das ist ein springender Punkt. Die Energiewende läuft nun seit fast einem Jahr, und der mit technischen, naturwissenschaftlichen oder volkswirtschaftlichen Kenntnissen Vorbelastete reibt sich nach wie vor die Augen, da die Grundsatzfragen in diesen Bereichen nicht nur nicht beantwortet, sondern offiziell nicht einmal gestellt worden sind. Die Energiewende wird von Anfang an als rein massenpsychologisches Problem behandelt, angefangen bei der berühmten Ethikkommission, beim Bürgerdialog etc.

    Die Frage, ob und wie die Energiewende zu „schaffen“ sei, lautet im Klartext immer: „Wie können wir die Bevölkerung davon überzeugen, daß die Energiewende richtig/notwendig/vorteilhaft/möglich ist?“

    Gerade dieser Aspekt rückt die ganze Sache ja so in die Nähe des Orwellschen Doppeldenk: wenn erst alle wirklich glauben, daß fünf Finger vier Finger sind, dann gibt es auch keine technischen Schwierigkeiten mehr.

  4. Ranga ist ein aalglatter Propagandist, er kassiert mit Testimonialwerbung prächtig.

    Er ist Physiker und glaubt an den Sieg der EE, weil die Ressourcen endlich sein sollen.

    Peter Voß ist genauso verblödet, er sagt allen paar Minuten, weil die Ressourcen endlich sind.

    Jetzt kommt noch die Überbevölkerung, Peter Voß: Die Ursache des Übels, mir wird übel…

    Wie sagt A.Vaatz, MdB, eine religiöse Truppe hat die Navigation in Deutschland übernommen…

    Deren Grundlage ist Ressourcenknappheit und Überbevölkerung…

    Das kenne ich. H.Broder sagt es hier bei Entweder Broder so:

    „Mein Opa war nachhaltig, mein Vater war nachhaltig und ich bin nachhaltig“

    „Mein Opa war in der WaffenSS, mein Vater in der Nationalen Volksarmee und ich trenne Müll“

    Die beiden ideologisierten Schwätzer sind eine Zumutung, deshalb empfehle ich zur Auflockerung diese Frontberichterstattung Broders vom NNP-Nat. Nachh.Parteitag mit NR dem Georg Clooney der Umweltszene.

  5. Bublath wurde sicherlich kalt gestellt.

    Die beiden Schwätzer vermitteln eindeutig beide Ideologie vom CoR, Grenzen de Wachstums.

    „…weil die Ressourcen endlich sind.“ x-mal von beiden eingehämmert.

    Und die Ursache zwei, Überbevölkerung fehlt auch nicht. Voß: „… die Ursache allen Übels“

  6. @Flumi #3

    …. wenn erst alle wirklich glauben, daß fünf Finger vier Finger sind, dann gibt es auch keine technischen Schwierigkeiten mehr.

    ….ja, ja, Doppeldenk…… Unser Ranga! Der weiß alles und dem glaubt das Volk!…. Und deswegen hebt ihn 3sat auch gleich noch – wie Majestix – auf den Schild!

    Peter Voß fragt Ranga Yogeshwar

    Ranga Yogeshwar ist mit Sendungen wie „Kopfball“, „Quarks & Co.“ und „Wissen vor 8“ zum medialen Chefaufklärer und berühmtesten Wissenschaftler des deutschen Fernsehens geworden. In fast tausend Fernsehsendungen versuchte der diplomierte Atom-Physiker, die Zuschauer schlauer zu machen.

    Hä?…..„Chefaufklärer”!!!…. „Berühmtester Wissenschaftler des deutschen Fernsehens”!!!!!….. Geht’s eigentlich noch ’ne Nummer größer ??????….. Super-Ranga, der den Pöbel schlauer macht !!!!!!

    @Quentin

    Und dies ist die wahre Intention von Leuten wie Yogeshwar, die Energiewende dient nur als Mittel zum Zweck um politische und weltanschauliche Vorstellungen umzusetzen. Da braucht man sich natürlich keine Gedanken um technische und finanzielle Aspekte zu machen, die Menschen brauchen nur ein neues und erweitertes Bewusstsein, was letztlich auf Umerziehung hinaus läuft, und alles wird gut.

    Letztendlich läuft ja – wie wir wissen – alles auf eine „globale Kulturrevolution” [danke, großer Führer Mao Tse-Tung!] hinaus, wie man bei PIK7 – natürlich mit der Begründung „Klimawandel” – nachlesen kann:

    7. Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine globale „Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen.

    Bei dem belgischen Ultrakommunisten Daniel Tanuro hört sich das dann so an:

    Das „Minuswachstum”

    Es reicht somit nicht zu sagen: „Wachstum oder Minuswachstum, das ist nicht die Frage.“ Das Bruttoinlandsprodukt ist gewiss ein ungeeigneter Maßstab für eine soziale und ökologische Politik, denn es berücksichtigt nur die Menge der Werte. Deren Rückgang führt ebensowenig zu ökologischer Nachhaltigkeit wie deren Zunahme ein Zeichen für sozialen Fortschritt ist. Diese Tatsache kann aber nicht die Notwendigkeit der Senkung des Energieverbrauchs verhüllen. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, reicht es auch nicht, nur die Verschwendung zu unterbinden, der Verbrauch nichterneuerbarer Ressourcen muss real gesenkt werden, d.h. es muss weniger produziert werden.

    ….also zurück zu vorindustriellen, kleinbäuerlichen (natürlich Bio!!!) Lebensverhältnissen mit Pelletheizung (Bio!), Kienspanbeleuchtung (Ausstoß von Dioxin, aber trotzdem Bio!) und Holzvergaser (ganz doll Bio!) …holzen wir doch einfach wieder mal unsere Wälder ab (natürlich voll nachhaltig!) ……hier kommt dann endlich auch Herrn Töpfers „Bruttoglücksprodukt” zum Tragen.

    Ökosozialismus

    Dazu ist eine Reduzierung der Überproduktion und Überkonsumtion materieller Güter in den reichen Ländern erforderlich – natürlich auch schlichtweg die Abschaffung nutzloser oder schädlicher Wirtschaftsbereiche, die Energie verschwenden, z.B. die Rüstungsproduktion. Das kann Hand in Hand gehen mit einer substanziellen Verbesserung der Existenzbedingungen und der Lebensqualität der Arbeiterklasse – unter drei Bedingungen, die miteinander verbunden sind:

    • die Umorientierung der Beschäftigung der Lohnabhängigen und eine allgemeine und drastische Reduzierung der Arbeitszeit (auf einen halben Arbeitstag);

    • die Umverteilung des Reichtums (die Reichen werden weniger reich, die Armen weniger arm);

    • die Infragestellung der kapitalistischen Eigentumsverhältnisse, insbesondere im Energiesektor.

    Die Welt- und Klimaretter der „AusgeCO2hlt” Sekte haben auch konkrete Vorstellungen zur Durchführung dieses Großen Sprunges nach vorn und formulieren das so:

    Unsere Perspektive: Energiedemokratie

    Der Kampf für eine gerechte Gesellschaft muss konkret werden und der Energiesektor ist das fossil-atomare Herz des Kapitalismus. Hier stehen die Energiekonzerne symptomatisch für ein wachstumsbasiertes und ressourcenverschwenderisches Gesellschaftmodell. Unser Ziel ist es die vier großen Energiekonzerne zu vergesellschaften. Energie gehört in Bürgerhand – sozial, ökologisch und dezentral!

    ….da kann sich Fritz Vahrenholts RWE-Sparte Innogy noch so für Erneuerbare Energien abstrampeln….. nix is, RWE wird abgeschafft, basta! „Den Sozialismus in seinem Lauf halten eben weder Ochs noch Esel auf!”

    … Ave Ranga, lucrifacturi te salutant! Sol lucet omnibus.

  7. da ist wohl ein Beitrag im Filter hängen geblieben 😉

  8. @admin

    ich glaub, mein letzter Kommentar #6 hängt im Filter fest (wiedermal zu viele Links reingepappt)….. bitte prüfen.

  9. Ranga sagt, die USA wollen sich die 600 Mrd. fürs Militär nicht mehr leisten, da sie jetzt mehr fördern als sie verbrauchen, wäre das auch möglich.

    Andererseits haben sie sich die 600 Mrd., ich denke eher 750 Mrd. auch nicht selbst geleistet. Diese entsprachen ihrem kontinuielichen Handelsdefizit, d.h. die restliche Welt kam dafür auf 😉

  10. Herr Quencher -- Sie haben es sich länger zugemutet als ich. Dafür konnten Sie auch den Bericht schreiben. Vielen Dank dafür. Yogeshwar als „Missionar aus dem Himalaya“ und „Journalist des Jahres“ repräsentiert als Überzeugungstäter dieses perfide System der praktizierten Vollverblödung genannt Klimaschutz und Energiewende.
    Es geht nicht um Lösungen, Abwägen von Vor- und Nachteilen, Kosten, tatsächliche Notwendigkeiten sondern um die geschickt-rhetorisch emotionale Verknüpfung von Teilaspekten einer Sache mit Teilaspekten einer anderen Sache. Hauptsache der Hörer blickt am Ende nicht durch.
    „…die Menschen brauchen nur ein neues und erweitertes Bewusstsein, was letztlich auf Umerziehung hinaus läuft, und alles wird gut.“
    Ja, den Menschen umerziehen, gar züchten wollten schon andere. Aber mit denen in einem Topf geworfen werden, um Gottes Willen -- wir sind doch die Guten, die Demokraten und stehen im steten Kampf gegen Rechts… nicht dabei merkend wie ähnlich genau die sind eben denen sind!
    Sozialisten gleichen sich so sehr auch wenn die Farben abweichen.

  11. @Quentin
    Siehste, nun weißt Du warum Onkel Heinz ein aktiver Verweigerer des Veblödungsstrahlers geworden ist, von brechreizerregenden Dschungelcamp-C-Promis über Assi-TV bis hin zu öffentlich rechtlichen Umerziehungssendungen ist alles da um den Pöbel irgendwie zu beschäftigen.

    Energiewende………….ein vom Pöbel gegenfinanziertes Konjukturprogramm das völlig planlos vor sich hin humpelt.
    Beweise……..liefert die Systempresse unbewusst aber völlig frei Haus.

    Gekürzte Förderung
    So lohnt sich die Solaranlage auch künftig

    Die Solarindustrie protestiert gegen die neueste Kürzung der Förderung. Aber ist der Boom wirklich vorbei? Nein. Wer eine Anlage baut oder in eine investiert, kann auch künftig satte Gewinne machen -- wenn er ein paar Grundregeln beachtet……

    SATTE GEWWINNE MACHEN………….im ganzen Artikel kein Wort von Klimaschutz oder Endlichkeit der Fossilen, nöö ein so offensichtlicher Solarlobby-Auftragsartikel das ich kaum noch aus den Staunen raus komme.

    Während auf der einen Seite den Leuten die Solaranlage als Geldanlage schmackhaft gemacht werden soll, mosert die ZEIT rum das niemand mehr Gaskraftwerke bauen will, weil damit keine anständige Rendite gemacht werden kann.
    Teurer Einstieg

    ….Nur: Die Stromerzeuger sperren sich und lamentieren über angeblich zu geringe Renditen. »Die Voraussetzung für eine wirtschaftliche Investitionsentscheidung ist nicht gegeben«, heißt es beispielsweise bei den Stadtwerken München. Die Gaspreise seien zu hoch, die Strompreise zu niedrig, ließ sich auch Ewald Woste, der Chef der Stadtwerke-Holding Thüga, vernehmen……

    Mal davon abgesehen das der Autor die Gaskraftwerke als „Meiler“ bezeichnet, ist doch das Geätze gegen die angestammten Energieversorger mal wieder bezeichnend.
    Während sich Hunz und Kunz seine renditeträchtige NIE-Anlage in die Landschaft pappt und sich anschließend fette Gewinne erhofft, hat der Rest der Energiewirtschaft den schwarzen Peter am Hals.

    Die sollen nämlich die Netze ausbauen…….die sollen nämlich die schnell anlaufenden Gaskraftwerke bauen….die sollen weiterhin die ganzen Mist am Laufen halten………….dürfen aber auf gar keinen Fall, niemals nimmer auch nur einen Cent Gewinn erwirtschaften, denn das ist in rotzgrünen Augen ganz dolle Kapitalistenschweine-Pfui.

    Tja Quentin, es kann ja auch sein das der obige Talkshow-Kasper sich dieser Tatsachen bewusst ist und mit ominösen Ablenkungsmanövern den Bundeswahlpöbel noch eine Weile hinhalten soll.
    Wofür……….warten wir es ab.
    H.E.

  12. Hiho Rainer, toll Dich mal bei mir Zuhause anzutreffen.

    …….die Menschen brauchen nur ein neues und erweitertes Bewusstsein……

    Hmmm, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen……..wollen Grüne und Piraten nicht neuerdings die weichen Drogen legalisieren?
    Autsch…..
    Onkel Heinz……peinlich wie immer

  13. Ich denke, der Bublath (den ich immer sehr geschätzt habe) hat einfach nur die Altersgrenze erreicht und ist in den Ruhestand gegangen. Den er jetzt genießt. Da wurde niemand „kaltgestellt“.

    Ich beobachte aber schon seit vielen Jahren einen Rückgang in Qualität und Anspruch der technisch/wissenschaftlichen Berichterstattung in vielen Medien. „Bild der Wissenschaft“ ist mittlerweile nur noch eine oberflächliche Illustrierte, „Spektrum“ und „Technology Review“ sind auf dem Weg dorthin auch schon ein ganzes Stück vorangekommen. In politischen Magazinen wie Spiegel oder Fokus ist der Wissenschaftsteil total heruntergekommen. Im Fernsehen sieht es ganz ähnlich aus, die banalen Formate der Privaten (bspw. Galileo) ziehen mit ihren Quotenerfolgen die öffentlich-rechtlichen herunter (Abenteuer Wissen, Quarks und Co., nano).

    Hier zeigt sich erstens eine zunehmende Entfremdung zwischen den Medien und der Wissenschaft, was aus meiner Sicht an den Journalisten liegt, die -- weil immer schlechter bezahlt und immer stärker unter Druck -- eine immer geringere fachliche Kompetenz aufweisen. Hinzu kommt eine zunehmende Geringschätzung des Publikums, man mutet den Menschen gedankliche Mitarbeit beim Medienkonsum immer weniger zu, weil man sie dazu für nicht in der Lage hält.

    Zweitens ist natürlich das Internet, die Blogs und Foren und auch einige spezialisierte Portale, das überlegene Medium geworden. Hier berichten Wissenschaftler und Techniker direkt, unmittelbar, unverfälscht und ungefiltert. Man kann sich daher schon fragen, ob der klassische Wissenschaftsjournalismus, wie ihn bspw. Yogeshwar vertritt, überhaupt noch eine Zukunft hat.

    Noch vor zehn Jahren waren die o.a. Zeitschriften für mich wesentliche Informationsquellen. Heute lese ich sie nur noch, um zu verstehen, wie die Informationen, über die ich verfüge, am Ende bei der breiten Masse ankommen könnten. Und um zu lernen, wie man über Forschung und Entwicklung genau nicht berichten sollte.

    Es gibt natürlich auch eine Gegenbewegung. Die technisch/wissenschaftlich orientierten Texte bei Novo (ja, da sind halt auch ein paar von mir dabei ;)) sind in der Regel von sehr hoher Qualität und auch so ein Projekt wie „Raumfahrt Concret“ verdient mehr Aufmerksamkeit.

  14. #10
    Willkommen bei Science Skeptical, Herr Manz!

  15. Zweitens ist natürlich das Internet, die Blogs und Foren und auch einige spezialisierte Portale, das überlegene Medium geworden

    Lieber Herr Heller,
    das ist zwar richtig, doch man muss sich klar machen dass das Internet als Informationsquelle beim ‚Volk‘ eine viel geringere Rolle spielt, als man als aktiver Webnutzer gemeinhin glaubt.
    Zwar wird gesagt, dass rund 3/4 der Bevölkerung das Internet nutzen, doch die Frage ist: WIE?
    Mails schreiben, vielleicht mal den Wetterbericht ansehen ist auch ‚Nutzung‘. Online-Dating und Unterhaltungs-Download genau so. All das ist aber keine Informationsvermittlung. Was glauben Sie, wie viele dieser ‚Nutzer‘ auf der ersten Seite hängenbleiben! Und bei Geringverdienern beträgt die totale Nutzungsquote nur 50%. Aber die haben genau so eine Wählerstimme wie der gut informierte, versierte Nutzer, der das Web intensiv und gezielt als Infoquelle heran zieht. Tatsächlich sind die TV-Sender das ‚Leitmedium‘, das Web weit abgeschlagen dahinter.

  16. Ich denke, der Bublath (den ich immer sehr geschätzt habe) hat einfach nur die Altersgrenze erreicht und ist in den Ruhestand gegangen. Den er jetzt genießt. Da wurde niemand “kaltgestellt”.

    Hallo Herr Heller,

    eigentlich habe ich mit „Verschwörungen“ auch nix am Hut, aaaber: Herr Bublaths Ausstieg beim ZDF kam doch ziemlich abrupt. Gewiss, er war an der Pensionsgrenze und sein Abschied war absehbar. Vieleicht erinnern Sie sich ja nicht an seine letzte (gesendete) Wissenschaftssendung; das Thema „Klimawandel“ und: Es war ein PRO und CONTRA in Sachen Wissenschaftsmeinung in Sachen CO2 und menschengemacht. Ganz in der Tradition von Emil Obermann in den 70er Jahren (falls sich noch jemand an Pro und Contra erinnert). Wie gesagt, eine objektive Sicht -- und das ging im Jahr des IPCC-Berichts überhaupt nicht; siehe Medien-Qualitätskontrolle a la Rahmstorf.

    Also, nix für ungut.

  17. Immer schön im Hinterkopp behalten warum Deutschland einen uff Energiewendehals macht………wegen dem Klimawandel.

    Hier nun die ultimative Klatsche für CO2-Angsbeschwörer und überhitzte Weltenretter.

    China 2011 raw coal output up 8.7 % / Jahr

    China produced 3.52 billion tonnes of raw coal in 2011, 8.7 percent more than a year earlier, the official People’s Daily reported on Tuesday, citing figures from a national coal conference.

    Chinas Eigenproduktion an Kohle ist also um 8,7% zum Vorjahr gestiegen….aber a bisserl ham se ja noch importiert von den Zeuch, so das sich am Ende der Verbrauch von Kohle in China um ingesamt 9,7% gestiegen ist, auf sagenhafte 3,52 Milliarden Tonnen.
    Und nun liebe Leser, setzen sie mal die kostenintensiven deutschen CO2-Sparmassnahmen dagegen, wat fällt uns da uff?
    Treppenwitze sind dagegen langweilige Ladenhüter.
    H.E.

  18. #17. Heinz Eng

    Chinas Eigenproduktion an Kohle ist also um 8,7% zum Vorjahr gestiegen….aber a bisserl ham se ja noch importiert von den Zeuch, so das sich am Ende der Verbrauch von Kohle in China um ingesamt 9,7% gestiegen ist, auf sagenhafte 3,52 Milliarden Tonnen.

    Hallo Heinz,

    und das Ende der Fahnenstange ist da noch lange nicht erreicht! Ich glaube, die meisten Leute können sich gar nicht vorstellen, welchen Energiebedarf China eigentlich hat. Hier mal was zu einer neuen Shell Studie zum zukünftigen Energiebedarf vor allem Chinas und Indiens. Beide treten demnach erst noch in ihre Energieintensivste Phase ein.

    P.S.
    Ich versichere, kein Geld von Shell für den Hinweis auf diesen Link bekommen zu haben 😉

  19. Hi Karlchen.S

    6. Die weltweite Wirtschaftskrise ging bereits mit einer geopolitischen und wirtschaftlichen Machtverschiebung von Westen nach Osten einher. Diese Verschiebung wird anhalten und das weltweite wirtschaftliche und politische System verändern. Der Bedeutungsverlust des Westens wird sich verstetigen. und damit eine weitere geopolitische Machtverschiebung Richtung Osten stattfinden. Neue aufstrebende Mächte werden ihre nationalen Interessen geltend machen und bisherige globale Mechanismen der kollektiven Sicherheit auflösen. ……
    Heutige Klimaschutzvorgaben wie „2-Grad-Ziel“, CO2- und Energieverbrauchslimits werden demnach voraussichtlich scheitern.

    Weil wir gerade so schön bei Treppenwitzen sind, endlich merkt mal jemand das der Westen sich zum Idioten macht.
    PS. Hiermit versichere ich, das ich NICHT vom HEISE Verlag gesponsort bin.
    Grins und wech

  20. #13. Peter Heller

    Ich denke, der Bublath (den ich immer sehr geschätzt habe) hat einfach nur die Altersgrenze erreicht und ist in den Ruhestand gegangen. Den er jetzt genießt. Da wurde niemand “kaltgestellt”.

    Hallo Herr Heller,

    so ganz ruhig ist er noch nicht, siehe hier.
    Scheint mir ein interesantes Format zu sein.

    karl.s

  21. @ Heinz

    Siehste, nun weißt Du warum Onkel Heinz ein aktiver Verweigerer des Veblödungsstrahlers geworden ist

    Ich verstehe diese Reaktion, sehe das aber deutlich differenzierter. Gerade der Peter Voss hatte mir in seiner Sendung (ich habe nicht alle gesehen) sehr gut gefallen. Da gab es zum Beispiel mal ein Gespräch mit Richard David Precht, einem Philosophen der medial doch recht präsent ist, oder bis vor kurzem war. Mich hatte der Precht interessiert, gerade weil wir ja hier auch eine Debatte bezüglich Rifkin und den Homo emphaticus hatten. Und in dieser Sendung (Voss und Precht) zeigte sich Peter Voss sehr gut informiert und stellte auch gute Fragen. Er war sich auch nicht zu schade, seine eigenen Positionen deutlicher zu machen. Nichts von diesen Qualitäten war im Gespräch mit Yogeshwar zu sehen. Voss wirkte uninformiert und geradezu ängstlich.

  22. @Quentin

    Gerade der Peter Voss hatte mir in seiner Sendung (ich habe nicht alle gesehen) sehr gut gefallen.

    …nicht zu vergessen die „Bühler Begegnungen”, z.B. das sehr interessante Gespräch mit Henryk M. Broder.

    Peter Voß im Gespräch mit Henryk M. Broder. Themen u.A.: Gutmenschentum, linker Antisemitismus, Appeasement, Islamismus, Fundamentalismus, Integration, politische Handlungsstrategien -- sehenswert!

  23. Herr Heller,

    Ich denke, der Bublath (den ich immer sehr geschätzt habe) hat einfach nur die Altersgrenze erreicht und ist in den Ruhestand gegangen. Den er jetzt genießt. Da wurde niemand “kaltgestellt”.

    Natürlich ist das so, er hat die Altersgrenze erreicht und wollte nicht auf 22:15 verschoben werden.
    Interview Joachim Bublath

    Zum Anderen: Wenn es mit 65 zu Ende ist, haben Sie auch Ihre Hirarchieposition nicht mehr, das heißt, Sie haben keine kreative Macht mehr. Ich hätte das Angebot gehabt, Faszination Erde weiterzumachen, aber da muss ich sagen, so will ich nicht enden. Mich hat kritischer Wissenschaftsjournalismus interessiert, also: Was ist nun wirklich mit den Heilpraktikern, was steckt hinter der Energiepolitik und den Stammzellen, ist das CERN gefährlich oder nicht? Also immer dort, wo die Naturwissenschaft auch das gesellschaftliche Leben berührt. Und wenn Sie meine Form des Betreibens von Wissenschaftsjournalismus nehmen, brauchen Sie eine Machtposition. Wenn Sie diese Machtposition nicht mehr haben, sondern quasi gesagt bekommen: „Sie dürfen 6 mal im Jahr senden, und werden dafür hochbezahlt“, dann interessiert mich das nicht. Geld hat mich da nie interessiert.

    Nur, Wissenschaftsjournalismus heißt ja, dass ich auch etwas über Stammzellen und solche Sachen wissen muss, darüber kritisch berichten muss, mein Feld sehr weit machen muss. Wenn man jemanden nimmt, der noch an der Uni ist, der das also nur als Nebenjob macht, dann kann er das eigene Spektrum ja gar nicht erweitern. Ich würde dem Harald Lesch sehr gerne bei seiner Astronomie zuhören und zuschauen, aber ich würde wahrscheinlich zurückhaltend sein, wenn er mir etwas über Stammzellen erzählen will. Ich glaube auch, dass er kaum über Klimamodelle berichten kann, da er ja hauptberuflich an der Uni angebunden ist. Da würde er ja gegen die eigene Zunft vorgehen. Journalismus heißt: Ich bin nicht parteiisch, ich beobachte die Szene, ich verstehe etwas von der Szene, und ich habe das ganze Spektrum einer Szene. Anderenfalls ist das für mich kein Wissenschaftsjournalismus, sondern einfach nur eine Weitergabe von schon bekannten Dingen. Mich würde Wissenschaftsjournalismus dann interessieren, wenn man Situationen auf Augenhöhe kritisch einschätzt. Und das wird in Deutschland kaum gemacht. Was mich dann auch gewundert hat, da heißt es ja: „Mit Professor Lesch“, also im Journalismus versucht man Titel wegzulassen,

    Da sage ich, er hätte gerne weitergemacht, wollte sich aber nichts vorschreiben lassen, vorsichtig ausgedrückt.
    Die verbliebenen Rangas sind pflegeleichter.

  24. Da sage ich, er hätte gerne weitergemacht, wollte sich aber nichts vorschreiben lassen, vorsichtig ausgedrückt.

    Herr Rassbach,

    das stützt doch meine Vermutung, die ich unter #16 geäußert habe. Er ist sang- und klanglos und ohne Verabschiedung von seinem Publikum in der Versenkung verschwunden (also keine „Liebe-Zuschauer-dies-ist-meine-letzte-Sendung“).

    Danach hatte er noch einen „Abgang“ bei Maischberger; Nina Hagen nervte doch zu sehr…wer’s gesehen hat, diese unsägliche Diskussion über „Geister, etc, also das Paranormale“…

  25. Carl M.,

    so ist es und im Fernsehen haben wir die Wiedermystifizierung der Welt ala Ranga und Galileo Mystery. Wenn die Jungs nicht in ihrer Wahrnehmung gestört sind, empfinde ich das als klares Verblödungsprogramm.
    Passt zur Deindustrialisierung.
    Wissen sie was sie tun oder wissen sie es nicht?

  26. Wissen sie was sie tun oder wissen sie es nicht?

    Sie wissen es wohl nicht. Mancher mag glauben, dass er etwas verändern und lenken kann und dann auch gezielt Agitprop machen.
    Doch tatsächlich ist ‚gesellschaftliches Bewusstsein‘ etwas amorph-chaotisches. Es wächst und ändert sich zufallsbestimmt wie das Wetter.
    Kurzfristig kann man es zwar in einen Rahmen pressen und auch steuern, doch stets wird es ausbrechen: Totalitäre Systeme erfordern, je länger sie bestehen, einen immer grösseren Energieaufwand zu ihrer Aufrechterhaltung. Dies führt letztendlich unweigerlich zum Kollaps, das Chaos gewinnt wieder die Oberhand.
    Ich empfehle dazu als Beispiel die Klosterkultur als totalitäre Ordnungszelle in einer chaotischen gesellschaftlichen Umwelt. Klöster konnten blühen, durch Reformation erneuert werden, wachsen, aber stets war und ist ihre Ordnungsstruktur von Dekadenz und Zerfall bedroht, welche nur durch Anpassung, also durch die Anerkennung des Primats des Chaos, hinausgezögert werden können.

  27. @ Rassbach

    Wissen sie was sie tun oder wissen sie es nicht?

    Das war und ist die Frage, etwas verkürzt aber letztlich der Kern 🙂 .

  28. n’Abend und danke für die Hintergrundinformationen!

    Zur Sendung nochmal OT:

    Es wurden die Probleme gar nicht angesprochen, der Grund warum die Energiewende nötig sein soll, der Klimawandel also, spielte ebenfalls keine Rolle.

    Herr Heller hat wohl prophezeit(?), daß die „Klimakatastrophe“ ihre, sinngemäß, wohlverdiente öffentliche „Hinrichtung“ garnicht erleben kann. Sie ist bald einfach nicht mehr da; es hat sie nie gegeben -- oder? 🙂 mfG

  29. Der Klimawandel sollte der Grund sein, nur er funktionierte nicht richtig. Deshalb wurde die NGO-Propagandamaschine nach Fukushima angestellt. Die Ärzte gegen den Atomkrieg wurden in Marsch gesetzt 😉 Denen hätten sie wenigstens die Maßeinheiten einbleuen sollen aber die Angst war da. Nun konnte die Ethikkommission beenden. Töpfer medete Vollzug, nun mussten nur noch ein paar Probleme bei Experten deliberativ abgeprüft werden und die Legitimation fürs Händchen hochhalten der MdB war erschaffen, alternativlos und nachhaltig 😉

    Herr Rannseyer,
    wegen der Antwort müssen wir nur die Wissens-oder Nichtwissensgrenze festlegen. Unten sind die nützlichen Idioten und darüber sind die Kriminellen?

  30. @W.Rassbach

    Herr Rassbach,
    ich denke das Nichtwissen ist nicht das große Problem, ich sehe das eher als Problem des Glaubens und derjenigen die die Gläubigen benutzen. „Wer nicht weiß muß allses glauben“ und „Religion ist Opium für´s Volk“ , ich denke da gibts keine wirklich lenkende Kraft, die ganze Chose hat sich, mit einer solchen Geschichten innewohnenden Eigendynamik entwickelt, immer mehr aufgeblasen und wird, aktuell sichtbar, genauso langsam an Volumen und Substanz verlieren wie sie zugenommen hat.
    Es wird keinen großen Knall geben und Haare raufen und Geheul wird auch ausbleiben, eher ein verschämter Blick zurück ab und zu, einige mit bedauern andere mit schaudern.

  31. @ Tritium:

    Tatsächlich sind die TV-Sender das ‘Leitmedium’, das Web weit abgeschlagen dahinter.

    Das ist mir schon klar. Auf der anderen Seite sind diejenigen, für die Themen wie „Klimawandel“ oder „Energiewende“ wichtig genug sind, um sich damit auch in ihrer Freizeit umfassend zu beschäftigen, ja nicht diejenigen, die von den Yogeshwars dieser Tage erreicht werden. Wir schauen solche Sendungen einfach nicht mehr, weil sie uns zu flach sind, zu wenig hintergründig und zu sehr propagandistisch. Ich glaube, daß der typische Galileo-Zuschauer die Themen der Sendung unmittelbar nach Ausstrahlung schon wieder vergessen hat, weil sie für ihn keine Bedeutung hatten.

    Die Blogger hingegen, die sich selbst in die Materie einarbeiten, sind die eigentlichen Meinungsführer auch außerhalb des Internet. Ich erlebe das jedenfalls täglich im Job wie auch im Privatleben. Ich dominiere entsprechende Gespräche und Diskussionen sehr oft (ohne das eigentlich zu wollen) allein aufgrund meines immensen Informationsvorsprungs. Das noch bestehende Problem sind die Meinungsführer -- bspw. in der Politik -- die denken, in solchen Sendungen würde wiedergegeben, was das Volk denkt. Und sich deswegen danach richten -- was dann wieder von den MSM propagandistisch ausgeschlachtet wird. Hier entsteht ein sich selbst befeuernder Kreislauf, der aber zunehmend unwichtig wird.

    Ein Wissenschaftsjournalismus a la Bublath, der uns Blogger bei unseren Aktivitäten unterstützt (ganz gleich, welche Haltung wir nun vertreten) kann daher von den MSM und insbesondere vom Fernsehen nicht mehr erwartet werden. Er findet nur noch im Web eine Heimat und wird dort von Menschen getragen, die genau keine ausgebildeten Journalisten sind.

    Das meinte ich.

    @ nLeser:

    Ich glaube in der Tat, daß die Klimakatastrophe eine „öffentliche Hinrichtung“ prinzipiell nicht erleben kann. Sie wird nach und nach in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden. Statt das alleinige Entscheidungskriterium für bestimmte Fragen zu werden (wie sich das bspw. der WBGU so vorstellt), wird sie als eines von vielen Kriterien marginalisiert werden. Das Thema an sich hat sich leider wie eine Religion entwikelt und verfestigt, die wahrhaft Gläubigen sind damit für die Ratio nicht mehr erreichbar. Aber in dem Maße, wie andere Religionen ihre politische Gestaltungsmacht verlieren, wie bspw. erzkatholische Positionen zu Abtreibung und Verhütung nicht mehr die Gesetzeslage definieren, wird dies auch für die Klimakatastrophe gelten.

    Das hat Tritium oben mit seinem „Primat des Chaos“ schon sehr treffend formuliert.

  32. @ nLeser, # 28:

    Denken Sie doch ans Waldsterben, ans Ozonloch, an den Passivtrauch, an den Feinstaub:
    Keine einzige Hysterie wurde ‚hingerichtet‘.
    Nichts ist beschämender als zugeben zu müssen, dass man an der Nase herum geführt wurde. Die damaligen Anhänger würden das nie tun. Sie schweigen einfach, wollen von dem Thema nichts mehr wissen und wenden sich anderem zu, das Kapitel wird verdrängt.
    Provoziert man das Thema, indem man sie direkt anspricht, greiffen in den meisten Fällen Abwehrmechanismen, die ebenfalls nur zu menschlich sind: Nicht nur werden unangenehme Erinnerungen verdrängt, sie werden vor allem geschönt:
    Wir haben den Wald gerettet! Und das Ozonloch! Die Gesetze haben Wirkung gezeigt!
    Dass der Wald nie krank war oder, wenn man so will, immer noch genau so krank ist, dass das Ozonloch wie seit eh und je oszilliert und auch gern mal einen neuen Rekord aufstellt, dass die Lebenserwartung trotz Rauchverboten sank und die Krebsrate stieg, dass Feinstaubplaketten nichts bewirkten, das wird einfach nicht zur Kenntnis genommen, statt dessen die eigene Rolle verklärt und heroisiert.

    In einem Jahrzehnt werden die Warmisten glauben, sie hätten irgendwie, indirekt, das Klima doch gerettet, naja, die Warnungen waren vielleicht etwas übertrieben, aber die CO2-Politik, die war doch gut, wegen peak oil und mehr Gerechtigkeit in der Welt und für die Natur und weil die Atomkraftwerke ja auch weg sollten und weil die Macht der Konzerne durch Bürgerhand gebrochen wurden -- der menschliche Geist ist da äusserst erfinderisch.

    Typisches Merkmal solcher politischer Wogen ist, dass niemand an einer Untersuchung der Wirkungen interessiert ist, die Aktion als solche gilt als Erfolg, ihre realen Auswirkungen spielen dagegen keine Rolle. Wenn man etwas durchsetzen will, häufen sich die ‚Gutachten‘ und ‚Studien‘ zu Bergen. Ist es vorbei, kümmert es niemanden mehr, es gibt kein Geld für Feldforschungen (Wäre ja noch schöner, wenn man den Kerlen Geld geben sollte, damit sie einen mit Dreck bewerfen!) und nur eine in der Öffentlichkeit längst vergessene Behörde namens ‚Waldschadenskommission‘ dümpelt in bequemen Bürostühlen der Pensionieruing entgegen.

    Leider hat diese Verdrängung und Verklärung aber auch einen höchst negativen Effekt: Die Opfer sind nicht lernbereit. Obwohl sie sich die Finger verbrannten, fassen Sie in der Regel begierig das nächste heisse Thema an, das propagiert wird. Typische Sektenopfer eben. Das Thema an sich ist egal, es geht um die Grundhaltung der Führer- und Gefolgschaft, dem Rausch der Masse, das Gemeinschaftsgefühl, Urinstinkte.

  33. #30. Karl Rannseyer

    Es wird keinen großen Knall geben und Haare raufen und Geheul wird auch ausbleiben, eher ein verschämter Blick zurück ab und zu, einige mit bedauern andere mit schaudern.

    moin Karlchen,

    sehe ich genau so, eine Randnotiz der Geschichte halt 🙂

    karl.s

  34. #33
    Für

    eine Randnotiz der Geschichte

    ist die Sache langsam schon zu kostspielig. Aber in 100 Jahren könnte sie einen Ehrenplatz in einer aktualisierten Neuausgabe des (schon heute sehr empfehlenswerten) „Extraordinary Popular Delusions & the Madness of Crowds“ von Charles Mackay finden.

  35. @Tritium #32

    Ist es vorbei, kümmert es niemanden mehr, es gibt kein Geld für Feldforschungen

    Sie haben natürlich vollkommen recht (eine selte Ausnahme ist vielleicht die BGR, Ulrich Bender e.a.). Man fragt sich jedoch gelegentlich, welchen Sinn unser „Sturm im Wasserglas“ eigentlich hat. Fühlt man sich nicht wohler beim Anpflanzen / Fällen von Bäumen, Zeugen / Verhauen von Kindern, Entwickeln / Vernaschen raffinierter Salatdressings oder Aufstellen / Lösen interessanter Differentialgleichungen usw.?? mfG
    PS Sie kennen die „Lebensdauer“ von H-3? 🙂

  36. Herr Rannseyer,

    ja, ich denke auch, hier gibt es keine einfache Erklärung.An diesem Punkt waren wir schon angelangt. Ich glaube auch nicht an Verschwörungstheorien, nur an zufällig übereinstimmende Interessen.wenn Sie sich erinnern, die lautesten Schreihälse und schrillsten Verschwörungstheorien wurden oft von der Gegenseite delegiert 😉

    Die Klimakatasrophe mit CO2 und THE ist eindeutig von Al Gore und seinen Auftraggebern ins Leben gerufen worden und er ist Milliardär geworden. Waldsterben ist eine deutsche Erfindung. Ozonloch ist auch ein Geschäft.

    Ermöglicht wird diese Hysterie durch eine bleibende Grundideologie. In Deutschland hat diese Ideologie eindeutig Genscher mit der FDP eingeführt. Ist es nicht putzig, im Westen wird eine pseudowissenschaftliche, sozialistischartige Theorie eingeführt, um über den Fortbestand der Menschheit besser bestimmen zu können und im Osten erklärt mir ein kommunistischer Prof. schon anfang der 70er, dass dies Schwachsinn ist, weil Ressourcen nicht alle werden können.
    Genscher und Konsorten strebten nach „Verfügungsmacht über die Fortentwicklung der Menschheit“

    Lenins Prinzip „Wer Neues will, muss das Alte marode machen“ wurde zur Basis des großen Transformations-Planes „Weltklimastabilisierung als Wirtschaftsgroßprojekt“, den Genschers rechte Hand Peter Menke-Glückert folgendermaßen beschrieb: „Noch niemals zuvor in der Weltgeschichte hat es ein solch umfassendes ehrgeizig-plankompliziertes Wirtschafts-Großprojekt gegeben. Derartig gewaltige Anstrengungen, die von einer Aufgabe normaler Gewohnheiten und Wohlstandsansprüchen begleitet werden, hat es bisher nur in Kriegszeiten gegeben.“ Menke-Glückert sprach von „ökologisch-systemarer Umgestaltung der politischen Entscheidungsprozesse“ und dass es um die „Verfügungsmacht über die Fortentwicklung der Menschheit “ ginge.

    Für mich hat der Umbau der westlichen Gesellschaft schon lange stattgefunden. Dazu haben Genscher und Konsorten alle sozialen Akteure in Position gebracht. Zensur ist nicht nötig, der installierte Glaube an Ressourcenknappheit und Überbevölkerung hält sie alle bei der Stange. Damit meine ich Politik, Wissenschaft, Medien … bis hin zum Volk, dass natürlich auch gerettet werden will.

    Diese Ideologie ist über 100 Jahre alt und flexibel. Der arme Berhardt Shaw war schon vor über 100 Jahren bereit, wie ziemlich alle Intellektuellen in Europa, unnütze Engländer zu liquidieren. Danke für den Film The soviet story.

    Ist die Geschichte nicht richtig aufgearbeitet, fällt es schwer auch in der Gegenwart zw. gut und böse zu unterscheiden.

    „Wir haben das Treibhausthema zu nutzen. Auch wenn die Treibhaustheorie falsch sein sollte, tun wir das Richtige im Hinblick auf Wirtschafts- und Umweltpolitik“. (Timothy Wirth, Demokratischer Politiker in den USA, zitiert in Michael Fumento „Science under Siege“ -- Belagerte Wissenschaft)

  37. Wie können wir die Energiewende schaffen…………mit gaaaanz viel Geld natürlich.

    Oldenburg: Ökostrom braucht 200 000 Kilometer neue Leitungen

    Stromnetz der EWE hat Kapazitätsgrenze – Unternehmen muss 100 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren in den Netzausbau investieren …..

    …..Maus sagte, auch die sogenannten Verteilnetze, also die Kabel, die den Strom zu den Bürgern bringen und den Strom aus kleinen Windenergie- und Fotovoltaikanlagen abnehmen, müssen verstärkt werden. Nach Schätzungen der Bundesregierung müssen dafür 200000 und nach Schätzungen des Umweltministeriums 400000 Kilometer neuer Leitungen verlegt werden. 3600 Kilometer, so Maus, das sei die Länge einer Reise von Hannover nach Rom und zurück; 200000 Kilometer, das entspreche aber einer Reise fünfmal um den Erdball.

    Die Sonne schickt keine Rechnung………aber der Solaranlagenbesitzer, der Netzbetreiber, der Staat.

    Das deutsche Volk
    Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
    Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

    “Der bedrohte Frieden” 1983
    Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker (* 28. Juni 1912 in Kiel; † 28. April 2007 in Söcking am Starnberger See)

    Kluger Mann, dem is nix hinzuzufügen.
    H.E.

  38. Hihi, bei Vennecke unterm Sofa sind sogar mal interessante Sachen zu finden, die mich echt zum Lachen bringen.

    SOLARFEIND Nr.1..………………..Röttgen

    Man, müssen die Nerven der Solarlobbyisten schon blank liegen wenn se derart güllige offene Briefe durch die Lande jagen, schwimmen denen jetzt die Felle wech oder ham se ihre Taschen immer noch nicht voll genug gestopft?

    Heh, aus dem doofen Stromkunden ist doch bestimmt noch der eine oder andere Euro rauszuquetschen, immerhin braucht ja mein Maserati noch einen großen Bruder, wer soll denn sonst dafür sorgen das das Erdöl schneller alle geht. Netzausbau, Speicher, Schattenkraftwerke………sollen doch andere bauen, wir Solarfuzzis wollen chinesische Billigware glänzend auf deutsche Dächer verteilen, auf das in einigen Jahren zur Mittagssonne die Drähte glühen.

    Ups, ich vergaß ja die neuen Wechselrichter im Keller…….die reduzieren ganz von allein die Einspeisung und damit die Renditehoffnung eurer doofen Käufer, je mehr dieser Krähenspiegel die vollisolierten Häusschen zieren.

    Ach ja, wenn die Physik nicht so gemein wäre, dann müssten auch Solarlobbyisten langsam mal die Realität anerkennen.

    Onkel Heinz……..is mal wieder fremd gegangen

  39. SOLARFEIND Nr.1..………………..Röttgen
    Ein herrliches Meisterstück schon im ersten Satz.
    Redaktioneller Konsenz verkommt zu Nonsens

    MfG

    P.Große.

  40. #38. Heinz Eng

    Hallo Heinz,

    klar, da geht die nackte Angst um 😉 Aber da sieht man mal, wie verschieden ein und die selbe Person (Rötti) von den verschiedenen Lagern so gesehen wird. Ich kriege einen Lachkrampf, Rötti als EEG-Gegner, man der verkörpert den Schwachsinn geradezu.

    karl.s

  41. @Karlchen.S.

    Die nackte Angst……sollte langsam auch uns ergreifen, wenn die EU-Beklopptokraten so weiter wurschteln.

    China blockiert Milliarden-Aufträge für Airbus

    Nach F.A.Z.-Informationen stellt China die Bestellung von 35 A330-Flugzeugen zurück. Hintergrund ist die Einbeziehung der Luftfahrt in den europäischen Emissionshandel. Folge könnte ein Stellenabbau bei Airbus sein.

    Die Volksrepublik ist der am schnellsten wachsende Luftfahrtmarkt der Welt. „Die Folge des heraufziehenden Handelsstreits der EU mit China zeichnet sich schon jetzt ab: Arbeitsplatzverlust bei Airbus“, sagte Airbus-Sprecher Rainer Ohler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir und auch die europäischen Fluggesellschaften müssen sich darauf einstellen, einen hohen Preis für die Politik der EU zu bezahlen.“

    Weltmacht EU lässt sich Kraft seiner Wassersuppe auf einen Handleskrieg mit China den Wirtschaftsgiganten ein und wir werden das ausbaden müssen und weiteren Arbeitsplatzabbau über uns ergehen lassen.
    Wir retten ganz alleine das Klima…………..während andere wirklich das Sagen haben auf dem Globus.
    Ich dachte nur wir Deutschen haben einen an der Klima-Klatsche……aber was dieses EU-Weltfremd-Kommissare da veranstalten, grenzt schon an Selbstmord in Raten.

    Ist dat nun altrömische Dekadenz kurz vor dem Zusammenbruch oder ist das der Plan der Aliens (*grins*)…………ham die noch alle Tassen im Schrank oder sind die in Brüssel nur noch mit sich selber und ihren Kungeleien beschäftigt?
    Europa ist Pleite, die Anzahl der Demonstrationen wächst mit der europaweiten Arbeitslosigkeit aber die Beklopptokraten gedenken ihr eigenes europäisches Wahlvolk in den Arsch zu treten, nur um den Klimawahn weiterhin zu huldigen (als einzige uff der Welt).

    Die Amis machen bald ein uff Gas-Selbstversorger, China und Indien kratzen immer mehr Kohle aus dem Boden um den Wohlstand ihrer Völker zu mehren……..und wir?………beten phallusgleiche Miefquirle an, in der Hoffnung irgendwie fossile Brennstoffe einzusparen.

    Im Sandkasten steht ein nörgelnes Kleinkind und stampft wütend mit seinen kleinen Füsschen auf den Boden………..während die Großen uff der Schaukel sitzen und sich kringelig lachen……….das ist die EU 2012.

    Würg und wech

  42. Heinz,

    als schon vor Jahren durchsickerte und die Entscheider müssen es seit 20 Jahren wissen, dass reichlich Öl und Gas zu haben ist in fast allen Ländern, musste man annehmen, für was wollen die jetzt noch Kriege führen.

    Da haben wir es, um CO2 😉 absolut schmutziges Zeug 😉

    Teersande aus Kanada ? ist abgewendet, hat sich die EU nicht getraut zu verbieten, weil die USA bald auch exportiert 😉

    Was hat Genscher nur angerichtet, die Verblödung ist komplett 😉

  43. …und die Entscheider müssen es seit 20 Jahren wissen, dass reichlich Öl und Gas zu haben ist in fast allen Ländern, musste man annehmen, für was wollen die jetzt noch Kriege führen

    Das unsinnige Mantra, dass Kriege um Rohstoffe geführt werden, hält sich hartnäckig.
    Doch man muss es differenzieren.

    Grundsätzlich gilt, schon seit über 100 Jahren, dass sich Krieg um materielle Güter nicht mehr lohnt. Mit Kriegen kann man nämlich nur Land gewinnen. Das ist sinnvoll bei Agrargütern, wenig sinnvoll bei Rohstoffen, völlig abwegig bei Industrieprodukten.
    Zudem sind die Kosten moderner Kriegführung exorbitant. Kaufen ist billiger als erobern.

    Nehmen wir doch einmal den Fall Saddam Husseins.
    Warum wurde der dritte Krieg geführt?
    Nicht um Öl, so viel steht fest. Denn sonst hätten die Alliierten keine souveräne Regierung durch demokratische Wahlen eingeführt und wären nicht abgezogen.
    Warum aber dann?
    Nun, Bush IST ein gläubiger Christ und, wie sehr viel Amerikaner, fest davon überzeugt, dass der amerivcan way of life ein segen sei -- womit er ja, wenn man die Alternativen ansieht, auch gar nicht unrecht hat.
    Er tat es tatsächlich für die Freiheit und die Demokratie. Er tat es, um einen der grössten Massenmörder der menschlichen Geschichte seiner Strafe zuzuführen und um ein grausam unterdrücktes Volk zu befreien.
    Er machte nur ein paar Fehler.
    Der erste war, dass er einen weniger melodramatischen Grund suchte und dazu die WMD-Lüge erfand. Denn Massenvernichtungswaffen hatte Saddam keine mehr. Aber in einer UN, in der die meisten Staaten mehr oder weniger Despotien sind, hätte Bush mit seinem Kreuzzug für Demokratie und Menschenrechte eine schweren Stand gehabt.
    Dennoch wäre es klüger gewesen, die Verbrechen Saddams aufzuzeigen und eine Koalition zu schmieden, die Saddam wegen seiner innenpolitischen Verbrechen und nicht wegen der konstruierten Gefahr von Massenvernichtungswaffen absetzt.
    Der zweite Fehler war, dass es genügen würde, Saddam abzusetzen und dann würde das Volk ganz von selbst die Demokratie errichten. Dies führte zu dem grausamen Bürgerkrieg, der mit einer festen Miltärverwaltung vermeidbar gewesen wäre.

    Absolut falsch ist es dagegen, zu glauben, dass Bush da Ölquellen erobern wollte.
    Das Öl hatten die USA schon vorher und nach dem Krieg ersteigerten es die Chinesen und die Briten, die USA gingen fast leer aus.

  44. Nachtrag zu Bublath:

    Mein Fundstück

  45. Eine persönliche Frage sei mir noch gestattet. Da hier schon Jounalisten namentlich genannte wurden (Ranga Yogeshwar, Joachim Bublath), was halten Sie von Horst Rademacher (FAZ), den ich gern recht lese? Meine Vermutung ist, daß er viel weiß, sich aber bewußt auf interessante und konkrete Phänomene beschränkt. „Klima“ kommt bei ihm eher selten vor. mfG

  46. @Onkel Heinz #38

    Man, müssen die Nerven der Solarlobbyisten schon blank liegen wenn se derart güllige offene Briefe durch die Lande jagen, schwimmen denen jetzt die Felle wech oder ham se ihre Taschen immer noch nicht voll genug gestopft?

    ….o Gott, jetzt machense ernst! Am Montag will der Solare Wutverband in Berlin die Protestsau rauslassen (ob man das wohl „Montagsdemonstration“ nennen wird?).

    Solarindustrie plant Protestkundgebung

    Der Bundesverband Solarwirtschaft ruft zu einer Protestkundgebung gegen die Solarkürzungspläne der Bundesregierung auf. Am 5. März wollen Mitarbeiter von Branchenunternehmen mit Unterstützung von Umweltverbänden im Berliner Regierungsviertel demonstrieren.

    Der Solarverband fordert, den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland weiter voranzutreiben. Besondere Sorge bereitet der Industrie die von Wirtschafts- und Umweltministerium vorgesehene Möglichkeit, in Zukunft Solarkürzungen jederzeit auch ohne Parlamentsbeschlüsse durchführen zu können. Auch seien die Kürzungen zum 9. März viel zu kurzfristig.

    Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatten sich letzte Woche auf eine kurzfristige Kürzung der Solarförderung verständigt.

    ….is ja auch ne Sauerei ohnegleichen, dass die schon sicher in Sack und Tüten geglaubten Subventionsmilliarden, die man dem deutschen Energieverbraucher-Pöbel weiter abpressen will, nun in Gefahr sind. Na ja, vom Atom-und-Kohle-Lobby-Knecht Rösler war ja auch nix anderes zu erwarten, aber von unserem grünen Energiewende-Erzengel Rötti, diesem vielversprechenden George Clooney der Nachhaltigkeit, sind mer jetzt aber ganz schwer enttäuscht!

    und campact sucht per Aufruf „Solarenergie: Kahlschlag stoppen!” dazu noch nützliche Idiot_Innen, die der Solarlobby helfen, ihre Milliarden doch noch einsacken zu können:

    Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende

    Hunderttausende Bürger/innen nehmen in Deutschland die Energiewende in die eigene Hand: mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach. Damit erzeugen sie schon jetzt mehr Strom als ein Atomkraftwerk und leisten so heute schon einen wichtigen Beitrag zu einer ökologischen und dezentralen Energiegewinnung. Doch dieser Erfolgsgeschichte droht ein jähes Ende.

    …..na hoffentlich.

  47. #46. Tim Hardenberg

    Doch dieser Erfolgsgeschichte droht ein jähes Ende.

    …..na hoffentlich.

    ich drücke ganz fest die Daumen!!! Und ich bin mir so gut wie sicher, dass diese Montagsdemos der Sonnenanbeter kein Gehör finden werden. Da Rötti und seine Chefin wissen, dass ne Kuh (das blöde Volk) nur eine begrenzte Menge an Milch (Euros) geben kann, und das, was sie geben, auch nur einmal ausgegeben werden kann, läßt man die Ineffizienteste aller NIE langsam fallen, um das Gesamtprojekt „Energiewende“ nicht zu gefährden. Aber die Rechnung wird nicht aufgehen. Früher oder später wird es alle NIE treffen.

    karl.s

  48. #45. nLeser

    Lieber nLeser,

    zumindest scheint mir Horst Rademacher, nachdem was ich so von ihm gelesen habe, alarmistischer Journalie zu widerstehen. Meiner Ansicht nach in der Regel eine durchaus ausgewogene Berichterstattung, wie z.B. hier.

    karl.s

  49. Schade, dass diese Thematik immer in eine Rechts-Links-Diskussion ausartet.
    Aus Sicht eines seit Jahren in Österreich lebenden Deutschen, ist das vollkommen
    unverständlich.
    In der Alpenrepublik gibt es beispielsweise die schlichte Denke, „bist du Skeptiker,
    so musst du auch für Kernkraft sein“, nicht.
    Dieses scharf umrissene Lagerdenken in Energiefragen ist typisch Bundesrepublik.
    Dass man damit viele potentielle und tatsächliche Skeptiker verschreckt,
    wird leider noch immer nicht verstanden. Und so schwächen sich die Kritiker
    an der vorherrschenden Erderwärmungshypothese unnötigerweise selbst.

  50. Nein Tobias, es ist eher andersherum.

    Wer neuen Technologien offen gegenübersteht, ist in der Regel auch skeptisch gegenüber der herrschenden Klimadoktrin. Weil die Befürworter des Klimaschutzes dies ja nicht um des Klimas (oder gar der Umwelt willen) sind, sondern weil sie damit eine gesellschaftliche Umwälzung (große Transformation) begründen und durchsetzen wollen.

    Es ist schon interessant, daß ausgerechnet unter den Klimaskeptikern sehr viele Menschen die Kernenergie propagieren, obwohl es sich hier um eine CO2-freie Technologie handelt. Und daß ausgerechnet die Klimaschützer diejenigen sind, die diese Technologie in ihrer übergroßen Mehrheit ablehnen. Das verbindende Motiv ist dabei Angst. Klimaschützer wird man dann, wenn man sich von seinen Ängsten (oder von denen anderer Leute) beherrschen läßt. Klimaskeptiker sind eher angstfrei.

  51. #43 Tritium

    Nehmen wir doch einmal den Fall Saddam Husseins.
    Warum wurde der dritte Krieg geführt?
    Nicht um Öl, so viel steht fest. Denn sonst hätten die Alliierten keine souveräne Regierung durch demokratische Wahlen eingeführt und wären nicht abgezogen.
    Warum aber dann?
    Nun, Bush IST ein gläubiger Christ und, wie sehr viel Amerikaner, fest davon überzeugt, dass der amerivcan way of life ein segen sei — womit er ja, wenn man die Alternativen ansieht, auch gar nicht unrecht hat.
    Er tat es tatsächlich für die Freiheit und die Demokratie. Er tat es, um einen der grössten Massenmörder der menschlichen Geschichte seiner Strafe zuzuführen und um ein grausam unterdrücktes Volk zu befreien.

    das glaube ich nicht, ich nehme auch an, es ging nicht um Öl, das kaufte die USA gegen Dollar. Das könnte eher stimmen.
    Saddam Hussein will den Euro

  52. Herr Rassbach,

    Saddam Hussein hatte keine Verfügungsgewalt mehr über sein Öl.
    Der Verkauf wurde ausschliesslich über das UN-Büro von ‚Oil for Food‘ abgewickelt, dieses Büro verwaltete auch die Erträge als Treuhänder*.
    Saddam war finanziell entmündigt.
    Seine damalige ‚Drohung‘ waren also nur heisse Luft.

    Natürlich bestehe ich keineswegs darauf, dass meine Interpretation von Bushs Motiven richtig wäre -- ganz im Gegenteil. Ich wollte es eher als eine der diversen Möglichkeiten gegen das plumpe Mantra ‚Kriege werden wegen Rohstoffen geführt, jeder Krieg in MIttelost ist ein Ölkrieg und von den Kapitalisten angezettelt‘ verstanden wissen.

    *Dieses Büro hat diverse Skandale verursacht. Das spielt aber in unserem Kontext keine Rolle.

  53. politplatschquatsch:

    Komm wir malen eine Sonne

    Als die Bundesregierung, die damals noch rot und grün trug, vor zwölf Jahren das Gesetz über die Benutzung von Leitern zur Erreichung der Wurst (Kurztitel Leiterwurstgesetz, LWG) beschloss, gab sie damit die Initialzündung für den Aufbau riesiger Leiterfabriken, vor allem im Osten des größer gewordenen Vaterlandes. Im Vertrauen auf die Förderzusagen der Politik investierten in- und ausländische Firmen Milliarden um den ökologischen Leiterbau voranzubringen. Kaum verwunderlich, denn die Bundesregierung spendierte nicht nur Beihilfen für die Errichtung der Fabriken und subventionierte so den Trittleiterbau. Sie sicherte außerdem vertraglich auch zu, dass jede per Leiter aus der Luft geholte Wurst zum Festpreis abgenommen wird…..

  54. Die ‚Transformation‘ wird vorbereitet:
    Geplante Uno-Reform: Ombudsleute sollen für künftige Generationen kämpfen

    Die UN fährt damit einen direkten Angriff auf die parlamentarische Demokratie:
    Nachfolgende Generationen sollen künftig am Tisch sitzen, wenn über ihr Schicksal entschieden wird, fordern seit langem beispielsweise der „Weltzukunftsrat“ („World Future Council“, WFC), eine internationale Initiative mit Sitz in Hamburg oder „Die Ältesten“ („The Elders“), ein Zusammenschluss von Politkern und Intellektuellen. Die NGO wollen dafür sorgen, dass sogenannte Ombudsleute die Interessen künftiger Generationen in Regierungen vertreten.

    Wie diese Ombudsleute bestimmt werden, wird bemerkenswerterweise natürlich nicht erwähnt. Doch da sie frei von der ‚kurzfristigen Orientierung‘ der demokratischen Wahlen sein sollen, ist klar, wohin der Hase läuft.

    Gleichwohl sollten bestehende demokratische Institutionen nicht verändert werden, betont die Initiative.

    Nein, natürlich nicht. Genau so wenig, wie im Iran der islamische Wächterrat die demokratischen Strukturen nicht verändert…
    Das ist nicht zu weit her geholt: So, wie die Ajatollahs im Namen einer übermenschlichen Autorität sprechen, müssten ja auch die Ombudsleute übernatürliche Fähigkeiten besitzen, um zu wissen, welche Interessen denn eine zukünftige Generation eigentlich hat.
    Wie es wirklich aussieht, zeigt Israel, die haben das nämlich schon probiert:
    Auch in Israel soll eigentlich eine Ombudsperson die Interessen künftiger Generationen vertreten, die Stelle wurde allerdings 2006 nicht neu besetzt. Wurde die Institution zu unbequem? „Die Parlamentsmitglieder stellten fest, wie stark ihre Macht beschnitten war, darum versuchten sie, diese Position wieder abzuschaffen“
    Mit Recht!
    Denn wer bewacht einen Wächter, der sich nicht der Wahl stellt? Was ist das überhaupt für eine Anmaßung, sich als ‚Stimme der Ungeborenen‘ zu personifizieren? Wie soll denn das legitimiert werden?

  55. @Tritium #54

    …..genau wie das mit dem ESM geplant ist: Gouverneursrat und Direktorium – nicht wählbar, nicht abwählbar, nicht kontrollierbar, absolute Immunität – vermutlich auch vererbbar…. und schwupps…. sind wir in der totalitären Ständegesellschaft angekommen….. dann wird es endlich einfacher, den renitenten Pöbel umzuerziehen.

  56. #54

    Wie diese Ombudsleute bestimmt werden, wird bemerkenswerterweise natürlich nicht erwähnt.

    Die holen wir mittels Zeitmaschine aus der Zukunft, dann können sie uns kompetent und zuverlässig über die Bedürfnisse künftiger Generationen informieren.

    Leider kamen unsere Vorgänger-Generationen nicht schon auf diese Idee, sonst hätten wir schon seinerzeit ein Veto gegen gewisse politische Entscheidungen einlegen können, an deren Folgen wir heute noch zu beißen haben.