Rätsel gelöst – Globale Erwärmung versteckt sich in den Ozeanen!

17. April 2010 | Von | Kategorie: Blog

Kevin Trenberth zählt zu den weltweit angesehensten Klimaforschern. Seine Stimme hat also einiges Gewicht in der Diskussion um den Klimawandel, der ja vor allem durch menschlichen Frevel die Erde schon bald in eine unbewohnbare Hölle verwandeln soll.

Sehr zur Unfreude seiner Zunft hat Trenberth mit einer Äußerung in einer durch Climategate öffentlich gewordenen E-Mail das aktuelle Dilemma der Klimaforschung auf den Punkt gebracht. Es wird in den letzten Jahren einfach nicht wärmer (aus den Climategate Mails):

“Fakt ist, wir können im Moment das Fehlen der Erwärmung nicht erklären, und es ist ein Hohn dass wir es nicht können.”

„The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t.“

Und seit 2005 nimmt auch der Wärmeinhalt der Ozeane deutlich weniger zu,  als es die Modelle der Forscher und die Satellitenmessungen für diesen Zeitraum eigentlich erwarten lassen. Aber Trenberth wäre kein Klimaforscher von Weltruf, wenn er nicht auch eine Auflösung für dieses Rätsel parat hätte. Die Wärme ist da. Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle. Sie versteckt sich nur geschickt irgendwo in den Ozeanen.

Missing Energy - Fehlende Energie

Und zwar offensichtlich an Stellen, wo unsere Messmethoden sie nicht finden können. Und diese „versteckte Wärme“ wird, wenn Sie denn wieder auftaucht, mit voller Wucht zurückschlagen:

„Die Wärme wird wiederkommen und uns heimsuchen, früher oder später.“

“The heat will come back to haunt us sooner or later,”

Mit dieser Publikation ist Trenberth nicht der erste Klimawissenschaftler von Weltrang, der sich in einer Erklärung versucht, warum es in den letzten Jahren nicht wärmer wird. Es sind nicht fehlerhafte Modelle der Klimaforscher, sondern natürliche Phänomene, welche die Stagnation erklären. Man beachte dabei, dass eine Abkühlung, die wir uns nicht richtig erklären können, fast immer natürliche Ursachen hat. Eine Erwärmung, für die wir keine andere Erklärung haben, ist in unseren Zeiten hingegen absolut immer ein untrüglicher Hinweis für einen menschlichen Einfluss.

Klimawissenschaftler bereiten sich auf kältere Zeiten vor

So war es auch in einer weiteren aktuellen Arbeit, bei der der gefunden wurde, dass die Sonnenaktivität als eine Ursache für die kalten Winter in Europa gesehen wird, und aufgrund der momentan schwächelnden Sonne mit noch mehr Ereignissen dieser Art gerechnet werden muss (wir berichteten)  Es könnte also kalt bleiben. Als Ursache dafür werden natürliche Schwankungen angegeben. Diese natürlichen Schwankungen, von denen bisher immer gesagt wurde, sie wären viel zu klein, um die Erwärmung der 80er und 90er zu erklären, sind jetzt in den 2000ern stark genug um den menschlichen Einfluss aufzuhalten, ja sogar umzukehren. Obwohl in der gleichen Zeit weit mehr CO2 ausgestoßen wurde als jemals zuvor und der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in diesem Zeitraum von 365 auf 385 ppm angewachsen ist.

Die Entwicklung der Globaltemperatur seit 2002

Der erste zu sein von den etablierten Klimaforschern, der auf eine mögliche Abkühlung in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten hingewiesen hat, diese Ehre gebührt wohl dem Kieler Klimatologen Mojib Latif. Dieser publizierte bereit im Mai 2008 eine Arbeit, in der veränderte Meeresströmungen als Ursache für die fehlende Erwärmung gesehen werden. Und langfristige Schwankungen dieser Strömungen ließen darauf schließen, dass diese Phase der Abkühlung noch 10 oder 20 Jahre andauern könne.  Latif hat damit früh erkannt, dass man auch als Warner unter den Klimaforschern auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren muss.   Auf den Punkt brachte er dies mit einer Aussage auf der UNO-Klimakonferenz in Genf am 1. September letzten Jahres vor mehr als 1500 Top-Klimawissenschaftlern:

“Ich bin kein Klimaskeptiker, aber wir müssen die unangenehmen Fragen selbst stellen oder andere werden es tun.”

Es liegt nahe zu vermuten, dass in nächster Zeit noch mehr Publikationen auftauchen, die für die nächste Zukunft eine Abkühlung prognostizieren. Schließlich untergräbt das Festhalten daran, dass es wärmer wird, obwohl die Messdaten das schon seit langem nicht mehr zeigen, so langsam die Glaubwürdigkeit der Klimawissenschaftler.  Allen diesen Arbeiten wird vermutlich gemein sein, dass natürliche Ursachen (oder eine noch unbekannter Ursache) für die Abkühlung verantwortlich sind. Und natürlich werden die Autoren auch jedes mal aufs neue beteuern, dass die neuen Ergebnisse die bisherigen Erkenntnisse zum Menschen als globalem Klimakiller keinesfalls in Frage stellen.

Weitere Quellen:

Is There “Missing” Heat In The Climate System? My Comments On This NCAR Press Release
NCAR’s missing heat – they could not find it any-where

[Update] Roy Spencer hat in seinem Blog inzwischen einen aufschlussreichen Kommentar zu Trenberth’s Paper geschrieben. Dort gibt es auch einen Link auf den Artikel selbst. Vielen Dank an unseren Leser Marvin Müller für den Hinweis.

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19 Kommentare
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  1. Ökowissenschaft

    gleichwohl ich nur ein Ingenieur und kein „Klimaforscher“ bin erscheinen Erklärungsversuche der realen Temperaturentwicklung im Rahmen der CO2 Erwärmungstheorie sehr verkrampft. Sehr viel plausibler wird die aktuelle Temperaturentwicklung wenn man den Einfluss des CO2 auf das Klima als vernachlässigbaren, nachlaufenden Indikator einstuft. Der Einfluss der Zivilisation und der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf den Gesamtkohlenstoffkreislauf ist auch bei Betrachtung der IPCC Zahlen minimal.

    Insgesamt sucht man in der Ökowissenschaft gewisse der eigenen Religion entsprungene Ergebnisse nachzuweisen. Beispielsweise schloss man aus einigen Waldschäden und den SO2 Emissionen auf ein weltweites Waldsterben. Dabei scheut sich die Ökowissenschaft nicht, falls erforderlich, die Wirklichkeit soweit zu verbiegen, dass das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Interessante Beispiele findet man auf der Seite http://www.oekoreligion.npage.de

    Vandale

  2. Das Versteckspiel geht weiter. Erst läßt sich der von den Klimamodellierern als Beweis vorgebrachte Hot Spot im Rauschen der Atmosphäre nicht finden, nun versteckt sich auch noch die Wärme in den Ozeanen. Wer`s glaubt?

  3. Die Wärme ist da. Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle.

    Habe ich da was missverstanden? Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass die Satellitenmessungen (Ceres) zeigen, dass mehr Energie rein- als rausgeht, sich also Wärme akkumuliert. Es geht also nicht um Modelle, sondern um reale Messungen (die wenn ich das richtig verstanden habe ein 6-mal größeres Ungleichgewicht zeigen, als die Modelle berechnen). Dazu mal ein Kommentar aus dem verlinkten Wattsup Artikel:

    My previous reply was kinda short. here’s a more detailed one.

    1) The CERES satellite shows the amount of energy entering the Earth at the top of the atmosphere (TOA) to be 6 watts/meter -2 more than the the amount of energy leaving the Earth at the TOA.

    2) The current estimate for Global Warming is 0.9 Watts/meter -2, so the data from CERES is more than 6 times there current estimate.

    3) There are several other ways to measure the heat energy imbalance. None of them give the same answer as any other method.

    4) All of the methods have large margins of error, to the point where you can ignore the data if yo so choose.

    5) It is my own personal belief that the CERES satellite is somewhere in the neighborhood of correct.

    6) If the CERES satellite is correct, then we don’t know where the extra heat entering the Earth is going. This is because…

    7) We know where the extra heat _isn’t_ going. It’s not being absorbed by CO2 or Water Vapor. It’s not showing up in there surface, troposphere, or stratosphere temperatures. It’s not _anywhere_ where we currently measure temperature. Hence it’s called “missing”.

    8) Trenberth enumerated a few places we don’t currently measure heat and thus these areas may contain this “missing” heat.

  4. @Marvin Müller
    Dann ist irgendwo in der Betrachtungsweise dessen, von dem wir annehmen, wie unser Klima funktionieren soll schlicht und ergreifend falsch, einschließlich der Modelle, die ja per dictum manmade CO2 als Verursacher festgenagelt haben.
    Denn das schließt ja Trenberth aus, daß CO2 das aufgenommen hätte.
    Aber wie heißt es bei vielen Warmisten so schön wie falsch ?
    „Science is settled.“
    Offensichtlich nicht, die wissen weder wo der „Gaul“, noch wo der „Sattel“ ist, und wer den „Gaul“ „gesattelt“ haben soll ist auch noch nicht ausgeguckt.
    Also, Ihr Vertreter des AGW, spuckt mal ordentlich in die Hände und klärt das endlich mal, noch haben die Skeptiker mehr Grund denn je, skeptisch zu bleiben, solange den Warmisten aber auch garnichts einfällt.

  5. @Krishna Gans

    Falls Ihr AGW Rundumschlag irgendwas mit meiner Frage zu tun hatte, ist mir der Zusammenhang entgangen. Könnten Sie mich vielleicht nochmal mit der Nase darauf stoßen, was Ihr Text mit der Frage „Modell oder Messung als Quelle des Ungleichgewichts“ zu tun hat?

  6. @Marvin Müller
    Den Seinen gibt’s der Herr beim Lesen.

  7. Könnten Sie mich vielleicht nochmal mit der Nase darauf stoßen, was Ihr Text mit der Frage “Modell oder Messung als Quelle des Ungleichgewichts” zu tun hat?

    Den Seinen gibt’s der Herr beim Lesen.

    Sie können es also auch nicht, das beruhigt mich. Andererseits hätte ich das auch vorher schon wissen können -- die Erfahrung hatte ich ja schon bei unserem Austausch über das Latif „30 Jahre Cooling“-Zitat gemacht …

  8. Es gibt inzwischen auch einen Kommentar von Roy Spencer zu dem Artikel und auch einen Link auf den Artikel selbst, vielleicht könnte das ja ergänzt werden. [Vielen Dank für den Hinweis, RK]

  9. Korrektur:

    In diesem Artikel habe ich Grafik 1 falsch interpretiert. Den Satz

    „Und seit 2005 nimmt auch der Wärmeinhalt der Ozeane ab, obwohl die Modelle der Forscher und die Satellitenmessungen sagen, dass die Meere in diesem Zeitraum eigentlich wärmer hätten werden müssen.“

    Habe ich deshalb geändert in

    „Und seit 2005 nimmt auch der Wärmeinhalt der Ozeane deutlich weniger zu, als es die Modelle der Forscher und die Satellitenmessungen für diesen Zeitraum eigentlich erwarten lassen.“

  10. @ Marvin Müller

    die Aussage, dass es sich bei der Grafik um eine Mischung aus Sattelitendaten und Modellbetrachtungen handelt, halte ich für korrekt. Schließlich ergibt sich die theoretische Wärmemenge in den Ozeanen ja aus Modellbetrachtungen.

  11. In den Ozeanen versteckt sich nicht nur die „Globale Erwärmung“ sondern auch das KLIMA.
    Dazu zitiere ich aus einem Aufsatz: „Was immer als klimarelevante Ursache in Betracht kommen mag, entscheidet nicht über den Verlauf des Klimas, sondern wirkt zunächst auf die Wassermassen, die daraufhin in einem Umsetzungsprozess darüber „entscheiden“, wie sich diese Komponente auf den Zustand und die Dynamik der Atmosphäre auswirkt.“ (http://www.ozeanklima.de/GKSS_1992/GKSS_1992.html, IV. 1, ca.S.33), und sagte dazu in einem Leserbrief an NATURE, 1992, “Climate Change”, Vol. 360, p. 292; (extract):
    ____ Climate should have been defined as ‘the continuation of the oceans by other means’. Thus, the 1982 Convention could long since have been used to protect the climate. After all, it is the most powerful tool with which to force politicians and the community of states into actions. (full letter at: http://www.whatisclimate.com/1992-nature.html ) .

    Wenn Kevin Trenberth auf die den Ozeanen zuzuordnende ERWÄRMUNG hinweist, sollte nicht die den Ozeanen innewohnende ABKÜHLUNG ( mit 4 °C Durchschnittstemperaturen)
    vernachlässigt werden, wie auch der Umstand, das sowohl die globale Erwärmung von 1919-1939 (http://www.arctic-heats-up.com/, http://www.arctic-warming.com/) und auch die globale Abkühlung (1940 bis 1975) – jedenfalls in der Anfangsphase – in einem sehr engen Zusammenhang mit den beiden Seekriegen steht. Dazuliegen im überwiegend Ausarbeitungen in Englisch vor, die deutsche Buchausgabe (2006) ist jetzt auch online: http://www.seatraining.de/ ; (in Engl. U.a. : http://climate-ocean.com/ und hier: http://www.seaclimate.com/ .

  12. @ Marvin Müller

    die Aussage, dass es sich bei der Grafik um eine Mischung aus Sattelitendaten und Modellbetrachtungen handelt, halte ich für korrekt. Schließlich ergibt sich die theoretische Wärmemenge in den Ozeanen ja aus Modellbetrachtungen.

    Die Aussage findet sich so gar nicht in Ihrem Text, und wird später durch die Beschränkung auf Modelle auch noch eingeschränkt („Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle“). Ich hatte im EIKE-Forum noch eine Ergänzung zu Ihrer letzten Anmerkung -- für den Fall, dass Sie dort untergegangen ist, hänge ich Sie einfach nochmal hier rein (wobei sich das hier im Text dann auf das Eike-Forum (und vielleicht etwas allgemeiner betrachtet auf foren allgemein) bezieht).

    #58: Marvin Müller sagt:

    am Mittwoch, 28.04.2010, 11:34

    #42: Rudolf Kipp sagt am Montag, 26.04.2010, 12:52:

    „Lieber Herr Müller,

    Natürlich ist es im Rahmen eines solchen Textes nur möglich, eine Zusammenfassung einer Veröffentlichung oder Pressemitteilung zu geben. Aus diesem Grund gebe ich auch immer die Originalquellen mit an, damit der Leser sich sein eigenes Bild machen kann.“

    Ich habe nur irgendwie das unbestimmte Gefühl, dass das hier kaum jemand macht. Die Texte sind meist englisch, die Leser hier lesen anscheinend viele Artikel lieber Tage/Wochen oder gar Monate später in einer deutschen Übersetzung als sie zeitnahe auf Wattsup zu lesen. Wie sollen die dann in der Lage sein, sich ein eigenes Bild zu machen? Wenn dann beim Lesen ein falsches Bild entsteht, bleibt das haften. Da wird eher dem Autoren des Artikels vertraut als den später kommenden Kommentaren.
    Hinzu kommt noch, dass Sie hier eine der wenigen Ausnahmmen sind, was eine Reaktion auf Hinweise auf Fehler angeht. Gewöhnlich erfolgt da keine Korrektur, da bleiben auch die beim einfachen Nachlesen im verlinkten Originaltext zutage tretenden Fehler im Artikel stehen -- und da die Originale kaum gelsen werden im Gedächtnis der Leser haften.

    „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche Leser je nach ihrer Ausrichtung schon mal völlig unterschiedliche Dinge in meine Texte hinein interpretieren. Daher ist es auch gut, dass wir dieses Forum haben, in dem wir eventuell offenen Fragen klären können.“

    Meinem Eindruck nach überschätzen Sie die Rolle des „Forums“. Sie sehen ja hier am Beispiel Ihrer Korrektur bezüglich Wärmemenge der Ozeane, wie Kritik gewöhnlich aufgenommen wird. Die wird in den Skat gedrückt, weil sie von den falschen Leuten kommt. Und wenn dann die Artikel nicht korrigiert werden (wie Sie das hier getan haben), würden viele immer noch Ihrer erseten Version glauben. Und wie bereits erwähnt, Korrekturen sind hier eher selten. Und wenn Sie dann auch noch berücksichtigen, dass das hier eine Plattform ist, auf der die Leute bis vor zwei Monaten in den „Publikationen“ noch lesen konnten, dass es einen natürlichen Treibhauseffekt gar nicht geben kann und dass es quasi eine Revolution war, als Lüdecke/Link als Eike Mitglieder erstmals einen Artikel zur Existenz des natürlichen Treibhauseffektes veröffentlichten … Dann sollten Sie eigentlich ein Gefühl dafür haben, mit wie wenig Skepsis ein Artikel betrachtet wird, der als skeptisch eingestuft wird und wie wichtig es daher ist, sich nicht auf das verlinken des Originalartikels zurückzuziehen, sondern die wichtigen Punkte im Artikel selbst zu bringen …

    Wobei man noch hinzufügen muß, dass Eike das Hausrecht des Betreibers der Seite inzwischen nutzt, auch kleinere kritische Anmerkungen zu Artikeln einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Dort wird anscheinend befürchtet, die Leser könnten den Anmerkungen Glauben schenken und die Artikel kritischer betrachten. Zum einen habe ich da recht starkte zweifel, das das wirklich passieren könnte und zum anderen -- ein skeptisches Blog das skeptische Foren-Beiträge unter den Tisch fallen läßt …

  13. Wobei man noch hinzufügen muß, dass Eike das Hausrecht des Betreibers der Seite inzwischen nutzt, auch kleinere kritische Anmerkungen zu Artikeln einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

    Es gibt eine Variation davon: Kritische Anmerkungen werden erst veröffentlicht, wenn man eine Gegenpostion gefunden hat, die man als Kommentar zeitgleich mitveröffentlichen kann. Auch interessant … (und mein letzter Kommentar dazu, auch nur getriggert durch Ihre Anmerkung, dass das Forum dazu da wäre, Missverständnisse auszuräumen …)

  14. @ Marvin Müller

    Es ist Ihr gutes Recht, anzunehmen die meisten Leser wären nicht in der Lage (oder nicht willens) einer Quellenangabe zu folgen oder die Kommentare zu lesen. Aus meiner Erfahrung aus Diskussionen in verschiedenen Foren beurteile ich das jedoch etwas anders.

    Und natürlich haben Sie recht, dass jeder Leser einen Artikel, je nach Vorbildung und Vorurteil etwas anders beurteilt. Dabei kann diese Beurteilung auch schon mal von dem abweichen, was der Autor geschrieben oder gemeint hat. Vor allem bei Readers Edition erlebe ich recht häufig, dass mir manche Leser unterstellen, was ich gemeint haben könnte, und dann diese, ihre, Interpretation als meine Meinung ausgeben, um diese dann zu widerlegen oder zu bekämpfen. Zum Glück erlebe ich aber bei den meisten Kommentatoren, dass sie meine Texte so interpretieren, wie ich es auch gemeint habe.

    Etwas ähnliches habe ich auch bei EIKE erlebt, als ein Leser ich hätte in meinem Artikel „Beispiellose Erwärmung oder beispiellose Datenmanipulation?“ die Mann Kurve mithilfe der Lamb-Kurve aus 1965 widerlegen wollen. Dass dies eine sehr „gewagte“ Interpretation ist, davon kann man sich durch Lesen des Artikels leicht selbst überzeugen.

    Ihren Vorwurf, bei EIKE würden kritische Kommentare mal einfach gelöscht, finde ich haltlos. Vor allem wo auch nach Einführung der Moderatiosregeln die Zahl der kritischen Kommentare dort nicht abgenommen hat. Lediglich die Zahl der unsachlichen Kommentare ist dadurch auf ein erträgliches Maß gesunken. Bei EIKE findet definitiv eine bessere Diskussion, auch mit kritischen Kommentaren statt, als auf vielen Alarmisten-Seiten, wie etwa Rahmstorfs Blog oder Realclimate.

  15. Es ist Ihr gutes Recht, anzunehmen die meisten Leser wären nicht in der Lage (oder nicht willens) einer Quellenangabe zu folgen oder die Kommentare zu lesen. Aus meiner Erfahrung aus Diskussionen in verschiedenen Foren beurteile ich das jedoch etwas anders.

    Wenn dem anders wäre, dann könnte sich EIKE das Übersetzen eigentlich sparen. Und die Diskussion über verschiedene Aspekte könnte zeitnaher laufen. Hinzu kommt, dass ettliche Leser explizit nach nicht-englischsprachigen Texten fragen, wenn sie z.B. auf sehr gute, sachliche Erklärungen der wirkungsweise von CO2 verweist (im Rahmen des natürlichen Treibhauseffektes, also ohne das umstrittene Wasserdampffeedback …)

    Ihren Vorwurf, bei EIKE würden kritische Kommentare mal einfach gelöscht, finde ich haltlos.

    Naja. ich weiss, wann Beitrtäge von mir durchkommen und wann nicht. Freundlicherweise gibt es ja per eMail eine Kopie des Beitrages, den ich dann in der Regel nutze, um einen nochmaligen Versuch zu unternehmen. Da kommen dann schonmal Dinge wie folgendes zustande:

    (Ob ich irgendwann mal verstehe, nach welchen Kriterien hier Beiträge zensiert werden. Ob diese Version jetzt durchkommt?)
    Kommentar:

    Lieber Herr Müller,
    Sie lenken -- wie schon so oft- vom Wesentlichen ab.

    Der Artikel der durchkam unterschied sich inhaltlich so gut wie gar nicht von dem, der hinten runter fiel, er enthielt lediglich ein „das kann man auf der ersten Seite lesen“ statt „das lacht einen auf der ersten Seite an“ …

  16. Ihren Vorwurf, bei EIKE würden kritische Kommentare mal einfach gelöscht, finde ich haltlos.

    Gerade ebend ist es wieder passiert. Diesmal wurde ein veröffentlichter Kommentar wieder entfernt. In der Seitenleiste der Kommentare konnte man kurz folgendes lesen:

    ,Marvin Müller, 06.05.10, 10:57: Also ist sie [die Erde] im Zeitraum von 2000 -- 20… http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/500-jahre-nach-kolumbus-klimamodelle-betrachten-die-erde-als-scheibe/#comment_1

    Und dann war es auch wieder weg. Und da habe ich wirklich nichts beleidigendes drin gehabt, sondern lediglich folgendes gefragt:

    Hmm, auf welche Daten stützt sich der Autor, wenn er von Abkühlung in dem Intervall redet? Wenn ich mir UAH ansehe, weist das eine Erwärmung für diesen Intervall aus … http://preview.tinyurl.com/2brag59

    Nur als nochmalige Untermauerung, das „haltlos“ hat mich nicht kalt gelassen …

  17. Die Diskussion zum Thema geht weiter (science is settled):
    Beleg für Klimawandel: Und das Meer erwärmt sich doch
    Nature:

    Die oberen Schichten der Weltmeere sind zwischen den Jahren 1993 und 2008 definitiv wärmer geworden.(…) die Temperatur bis in 700 Meter Tiefe hat um etwa 0,15 Grad Celsius zugenommen…

    15 Jahre, ein bemerkenswert kurzes Intervall für einen Klimazeitraum…
    Und wieder einmal muss eine statistische Neubewertung alter Daten den Beweis erbringen.

  18. @Wetterfrosch
    Laut SPON wird es kälter….
    Phänomen „fehlende Wärme“, Klimaforscher rätseln über Meereskälte

  19. @Krishna Gans

    Laut SPON wird es kälter….
    Phänomen “fehlende Wärme”, Klimaforscher rätseln über Meereskälte

    Da ist der Spiegel Autor wohl auch einem Irrtum aufgesessen:

    Die Erde erwärmt sich. Aber das Meer? Klimaforscher vermuten, dass sich die Ozeane seit sieben Jahren nicht mehr erhitzen, obwohl die Sonnenstrahlung immer intensiver wird. … Die Ozeane heizen sich derzeit gar nicht mehr auf -- behauptet zumindest der Klimatologe Kevin Trenberth vom National Center for Atmospheric Research in den USA.

    Er hat da Kevin Trenberth falsch verstanden und basiert seinen halben Artikel auf der falschen Annahme. Laut Trendberth erwärmen sich die Meere, nur nicht so schnell, wie sie das entsprechend der auf die Erde einwirkenden Energie erwartet haben.

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