Rätsel gelöst – Globale Erwärmung versteckt sich in den Ozeanen!
17. April 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: BlogKevin Trenberth zählt zu den weltweit angesehensten Klimaforschern. Seine Stimme hat also einiges Gewicht in der Diskussion um den Klimawandel, der ja vor allem durch menschlichen Frevel die Erde schon bald in eine unbewohnbare Hölle verwandeln soll.
Sehr zur Unfreude seiner Zunft hat Trenberth mit einer Äußerung in einer durch Climategate öffentlich gewordenen E-Mail das aktuelle Dilemma der Klimaforschung auf den Punkt gebracht. Es wird in den letzten Jahren einfach nicht wärmer (aus den Climategate Mails):
“Fakt ist, wir können im Moment das Fehlen der Erwärmung nicht erklären, und es ist ein Hohn dass wir es nicht können.”
„The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t.“
Und seit 2005 nimmt auch der Wärmeinhalt der Ozeane deutlich weniger zu, als es die Modelle der Forscher und die Satellitenmessungen für diesen Zeitraum eigentlich erwarten lassen. Aber Trenberth wäre kein Klimaforscher von Weltruf, wenn er nicht auch eine Auflösung für dieses Rätsel parat hätte. Die Wärme ist da. Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle. Sie versteckt sich nur geschickt irgendwo in den Ozeanen.
Und zwar offensichtlich an Stellen, wo unsere Messmethoden sie nicht finden können. Und diese “versteckte Wärme” wird, wenn Sie denn wieder auftaucht, mit voller Wucht zurückschlagen:
“Die Wärme wird wiederkommen und uns heimsuchen, früher oder später.”
“The heat will come back to haunt us sooner or later,”
Mit dieser Publikation ist Trenberth nicht der erste Klimawissenschaftler von Weltrang, der sich in einer Erklärung versucht, warum es in den letzten Jahren nicht wärmer wird. Es sind nicht fehlerhafte Modelle der Klimaforscher, sondern natürliche Phänomene, welche die Stagnation erklären. Man beachte dabei, dass eine Abkühlung, die wir uns nicht richtig erklären können, fast immer natürliche Ursachen hat. Eine Erwärmung, für die wir keine andere Erklärung haben, ist in unseren Zeiten hingegen absolut immer ein untrüglicher Hinweis für einen menschlichen Einfluss.
Klimawissenschaftler bereiten sich auf kältere Zeiten vor
So war es auch in einer weiteren aktuellen Arbeit, bei der der gefunden wurde, dass die Sonnenaktivität als eine Ursache für die kalten Winter in Europa gesehen wird, und aufgrund der momentan schwächelnden Sonne mit noch mehr Ereignissen dieser Art gerechnet werden muss (wir berichteten) Es könnte also kalt bleiben. Als Ursache dafür werden natürliche Schwankungen angegeben. Diese natürlichen Schwankungen, von denen bisher immer gesagt wurde, sie wären viel zu klein, um die Erwärmung der 80er und 90er zu erklären, sind jetzt in den 2000ern stark genug um den menschlichen Einfluss aufzuhalten, ja sogar umzukehren. Obwohl in der gleichen Zeit weit mehr CO2 ausgestoßen wurde als jemals zuvor und der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in diesem Zeitraum von 365 auf 385 ppm angewachsen ist.
Der erste zu sein von den etablierten Klimaforschern, der auf eine mögliche Abkühlung in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten hingewiesen hat, diese Ehre gebührt wohl dem Kieler Klimatologen Mojib Latif. Dieser publizierte bereit im Mai 2008 eine Arbeit, in der veränderte Meeresströmungen als Ursache für die fehlende Erwärmung gesehen werden. Und langfristige Schwankungen dieser Strömungen ließen darauf schließen, dass diese Phase der Abkühlung noch 10 oder 20 Jahre andauern könne. Latif hat damit früh erkannt, dass man auch als Warner unter den Klimaforschern auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren muss. Auf den Punkt brachte er dies mit einer Aussage auf der UNO-Klimakonferenz in Genf am 1. September letzten Jahres vor mehr als 1500 Top-Klimawissenschaftlern:
“Ich bin kein Klimaskeptiker, aber wir müssen die unangenehmen Fragen selbst stellen oder andere werden es tun.”
Es liegt nahe zu vermuten, dass in nächster Zeit noch mehr Publikationen auftauchen, die für die nächste Zukunft eine Abkühlung prognostizieren. Schließlich untergräbt das Festhalten daran, dass es wärmer wird, obwohl die Messdaten das schon seit langem nicht mehr zeigen, so langsam die Glaubwürdigkeit der Klimawissenschaftler. Allen diesen Arbeiten wird vermutlich gemein sein, dass natürliche Ursachen (oder eine noch unbekannter Ursache) für die Abkühlung verantwortlich sind. Und natürlich werden die Autoren auch jedes mal aufs neue beteuern, dass die neuen Ergebnisse die bisherigen Erkenntnisse zum Menschen als globalem Klimakiller keinesfalls in Frage stellen.
Weitere Quellen:
Is There “Missing” Heat In The Climate System? My Comments On This NCAR Press Release
NCAR’s missing heat – they could not find it any-where
[Update] Roy Spencer hat in seinem Blog inzwischen einen aufschlussreichen Kommentar zu Trenberth’s Paper geschrieben. Dort gibt es auch einen Link auf den Artikel selbst. Vielen Dank an unseren Leser Marvin Müller für den Hinweis.
Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):
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Ökowissenschaft
gleichwohl ich nur ein Ingenieur und kein “Klimaforscher” bin erscheinen Erklärungsversuche der realen Temperaturentwicklung im Rahmen der CO2 Erwärmungstheorie sehr verkrampft. Sehr viel plausibler wird die aktuelle Temperaturentwicklung wenn man den Einfluss des CO2 auf das Klima als vernachlässigbaren, nachlaufenden Indikator einstuft. Der Einfluss der Zivilisation und der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf den Gesamtkohlenstoffkreislauf ist auch bei Betrachtung der IPCC Zahlen minimal.
Insgesamt sucht man in der Ökowissenschaft gewisse der eigenen Religion entsprungene Ergebnisse nachzuweisen. Beispielsweise schloss man aus einigen Waldschäden und den SO2 Emissionen auf ein weltweites Waldsterben. Dabei scheut sich die Ökowissenschaft nicht, falls erforderlich, die Wirklichkeit soweit zu verbiegen, dass das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Interessante Beispiele findet man auf der Seite http://www.oekoreligion.npage.de
Vandale
Das Versteckspiel geht weiter. Erst läßt sich der von den Klimamodellierern als Beweis vorgebrachte Hot Spot im Rauschen der Atmosphäre nicht finden, nun versteckt sich auch noch die Wärme in den Ozeanen. Wer`s glaubt?
Habe ich da was missverstanden? Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass die Satellitenmessungen (Ceres) zeigen, dass mehr Energie rein- als rausgeht, sich also Wärme akkumuliert. Es geht also nicht um Modelle, sondern um reale Messungen (die wenn ich das richtig verstanden habe ein 6-mal größeres Ungleichgewicht zeigen, als die Modelle berechnen). Dazu mal ein Kommentar aus dem verlinkten Wattsup Artikel:
@Marvin Müller
Dann ist irgendwo in der Betrachtungsweise dessen, von dem wir annehmen, wie unser Klima funktionieren soll schlicht und ergreifend falsch, einschließlich der Modelle, die ja per dictum manmade CO2 als Verursacher festgenagelt haben.
Denn das schließt ja Trenberth aus, daß CO2 das aufgenommen hätte.
Aber wie heißt es bei vielen Warmisten so schön wie falsch ?
“Science is settled.”
Offensichtlich nicht, die wissen weder wo der “Gaul”, noch wo der “Sattel” ist, und wer den “Gaul” “gesattelt” haben soll ist auch noch nicht ausgeguckt.
Also, Ihr Vertreter des AGW, spuckt mal ordentlich in die Hände und klärt das endlich mal, noch haben die Skeptiker mehr Grund denn je, skeptisch zu bleiben, solange den Warmisten aber auch garnichts einfällt.
@Krishna Gans
Falls Ihr AGW Rundumschlag irgendwas mit meiner Frage zu tun hatte, ist mir der Zusammenhang entgangen. Könnten Sie mich vielleicht nochmal mit der Nase darauf stoßen, was Ihr Text mit der Frage “Modell oder Messung als Quelle des Ungleichgewichts” zu tun hat?
@Marvin Müller
Den Seinen gibt’s der Herr beim Lesen.
Sie können es also auch nicht, das beruhigt mich. Andererseits hätte ich das auch vorher schon wissen können -- die Erfahrung hatte ich ja schon bei unserem Austausch über das Latif “30 Jahre Cooling”-Zitat gemacht …
Es gibt inzwischen auch einen Kommentar von Roy Spencer zu dem Artikel und auch einen Link auf den Artikel selbst, vielleicht könnte das ja ergänzt werden. [Vielen Dank für den Hinweis, RK]
Korrektur:
In diesem Artikel habe ich Grafik 1 falsch interpretiert. Den Satz
Habe ich deshalb geändert in
@ Marvin Müller
die Aussage, dass es sich bei der Grafik um eine Mischung aus Sattelitendaten und Modellbetrachtungen handelt, halte ich für korrekt. Schließlich ergibt sich die theoretische Wärmemenge in den Ozeanen ja aus Modellbetrachtungen.
In den Ozeanen versteckt sich nicht nur die „Globale Erwärmung“ sondern auch das KLIMA.
Dazu zitiere ich aus einem Aufsatz: „Was immer als klimarelevante Ursache in Betracht kommen mag, entscheidet nicht über den Verlauf des Klimas, sondern wirkt zunächst auf die Wassermassen, die daraufhin in einem Umsetzungsprozess darüber “entscheiden”, wie sich diese Komponente auf den Zustand und die Dynamik der Atmosphäre auswirkt.“ (http://www.ozeanklima.de/GKSS_1992/GKSS_1992.html, IV. 1, ca.S.33), und sagte dazu in einem Leserbrief an NATURE, 1992, “Climate Change”, Vol. 360, p. 292; (extract):
____ Climate should have been defined as ‘the continuation of the oceans by other means’. Thus, the 1982 Convention could long since have been used to protect the climate. After all, it is the most powerful tool with which to force politicians and the community of states into actions. (full letter at: http://www.whatisclimate.com/1992-nature.html ) .
Wenn Kevin Trenberth auf die den Ozeanen zuzuordnende ERWÄRMUNG hinweist, sollte nicht die den Ozeanen innewohnende ABKÜHLUNG ( mit 4 °C Durchschnittstemperaturen)
vernachlässigt werden, wie auch der Umstand, das sowohl die globale Erwärmung von 1919-1939 (http://www.arctic-heats-up.com/, http://www.arctic-warming.com/) und auch die globale Abkühlung (1940 bis 1975) – jedenfalls in der Anfangsphase – in einem sehr engen Zusammenhang mit den beiden Seekriegen steht. Dazuliegen im überwiegend Ausarbeitungen in Englisch vor, die deutsche Buchausgabe (2006) ist jetzt auch online: http://www.seatraining.de/ ; (in Engl. U.a. : http://climate-ocean.com/ und hier: http://www.seaclimate.com/ .
Die Aussage findet sich so gar nicht in Ihrem Text, und wird später durch die Beschränkung auf Modelle auch noch eingeschränkt (“Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle”). Ich hatte im EIKE-Forum noch eine Ergänzung zu Ihrer letzten Anmerkung -- für den Fall, dass Sie dort untergegangen ist, hänge ich Sie einfach nochmal hier rein (wobei sich das hier im Text dann auf das Eike-Forum (und vielleicht etwas allgemeiner betrachtet auf foren allgemein) bezieht).
Wobei man noch hinzufügen muß, dass Eike das Hausrecht des Betreibers der Seite inzwischen nutzt, auch kleinere kritische Anmerkungen zu Artikeln einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Dort wird anscheinend befürchtet, die Leser könnten den Anmerkungen Glauben schenken und die Artikel kritischer betrachten. Zum einen habe ich da recht starkte zweifel, das das wirklich passieren könnte und zum anderen -- ein skeptisches Blog das skeptische Foren-Beiträge unter den Tisch fallen läßt …
Es gibt eine Variation davon: Kritische Anmerkungen werden erst veröffentlicht, wenn man eine Gegenpostion gefunden hat, die man als Kommentar zeitgleich mitveröffentlichen kann. Auch interessant … (und mein letzter Kommentar dazu, auch nur getriggert durch Ihre Anmerkung, dass das Forum dazu da wäre, Missverständnisse auszuräumen …)
@ Marvin Müller
Es ist Ihr gutes Recht, anzunehmen die meisten Leser wären nicht in der Lage (oder nicht willens) einer Quellenangabe zu folgen oder die Kommentare zu lesen. Aus meiner Erfahrung aus Diskussionen in verschiedenen Foren beurteile ich das jedoch etwas anders.
Und natürlich haben Sie recht, dass jeder Leser einen Artikel, je nach Vorbildung und Vorurteil etwas anders beurteilt. Dabei kann diese Beurteilung auch schon mal von dem abweichen, was der Autor geschrieben oder gemeint hat. Vor allem bei Readers Edition erlebe ich recht häufig, dass mir manche Leser unterstellen, was ich gemeint haben könnte, und dann diese, ihre, Interpretation als meine Meinung ausgeben, um diese dann zu widerlegen oder zu bekämpfen. Zum Glück erlebe ich aber bei den meisten Kommentatoren, dass sie meine Texte so interpretieren, wie ich es auch gemeint habe.
Etwas ähnliches habe ich auch bei EIKE erlebt, als ein Leser ich hätte in meinem Artikel “Beispiellose Erwärmung oder beispiellose Datenmanipulation?” die Mann Kurve mithilfe der Lamb-Kurve aus 1965 widerlegen wollen. Dass dies eine sehr “gewagte” Interpretation ist, davon kann man sich durch Lesen des Artikels leicht selbst überzeugen.
Ihren Vorwurf, bei EIKE würden kritische Kommentare mal einfach gelöscht, finde ich haltlos. Vor allem wo auch nach Einführung der Moderatiosregeln die Zahl der kritischen Kommentare dort nicht abgenommen hat. Lediglich die Zahl der unsachlichen Kommentare ist dadurch auf ein erträgliches Maß gesunken. Bei EIKE findet definitiv eine bessere Diskussion, auch mit kritischen Kommentaren statt, als auf vielen Alarmisten-Seiten, wie etwa Rahmstorfs Blog oder Realclimate.
Wenn dem anders wäre, dann könnte sich EIKE das Übersetzen eigentlich sparen. Und die Diskussion über verschiedene Aspekte könnte zeitnaher laufen. Hinzu kommt, dass ettliche Leser explizit nach nicht-englischsprachigen Texten fragen, wenn sie z.B. auf sehr gute, sachliche Erklärungen der wirkungsweise von CO2 verweist (im Rahmen des natürlichen Treibhauseffektes, also ohne das umstrittene Wasserdampffeedback …)
Naja. ich weiss, wann Beitrtäge von mir durchkommen und wann nicht. Freundlicherweise gibt es ja per eMail eine Kopie des Beitrages, den ich dann in der Regel nutze, um einen nochmaligen Versuch zu unternehmen. Da kommen dann schonmal Dinge wie folgendes zustande:
Der Artikel der durchkam unterschied sich inhaltlich so gut wie gar nicht von dem, der hinten runter fiel, er enthielt lediglich ein “das kann man auf der ersten Seite lesen” statt “das lacht einen auf der ersten Seite an” …
Gerade ebend ist es wieder passiert. Diesmal wurde ein veröffentlichter Kommentar wieder entfernt. In der Seitenleiste der Kommentare konnte man kurz folgendes lesen:
Und dann war es auch wieder weg. Und da habe ich wirklich nichts beleidigendes drin gehabt, sondern lediglich folgendes gefragt:
Nur als nochmalige Untermauerung, das “haltlos” hat mich nicht kalt gelassen …
Die Diskussion zum Thema geht weiter (science is settled):
Beleg für Klimawandel: Und das Meer erwärmt sich doch
Nature:
15 Jahre, ein bemerkenswert kurzes Intervall für einen Klimazeitraum…
Und wieder einmal muss eine statistische Neubewertung alter Daten den Beweis erbringen.
@Wetterfrosch
Laut SPON wird es kälter….
Phänomen “fehlende Wärme”, Klimaforscher rätseln über Meereskälte
@Krishna Gans
Da ist der Spiegel Autor wohl auch einem Irrtum aufgesessen:
Er hat da Kevin Trenberth falsch verstanden und basiert seinen halben Artikel auf der falschen Annahme. Laut Trendberth erwärmen sich die Meere, nur nicht so schnell, wie sie das entsprechend der auf die Erde einwirkenden Energie erwartet haben.