Regierung erwägt “Abschalt-Verbot” für unrentable Kraftwerke

15. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Das war abzusehen. Nachdem der durch das EEG vorrangig ins Netz einzuspeisende Strom aus Wind und Sonne dafür gesorgt hat, dass häufig vor allem zur Mittagszeit Strom im Überfluss vorhanden ist, lohnt vor allem für die Betreiber von Gaskraftwerken deren Betrieb nicht mehr. Was noch hinzu kommt ist, dass diese Kraftwerke zunehmend nur noch als Lückenbüßer einspringen sollen, immer dann wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Das führt zu einer Verringerung der Auslastung und zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch, weil die Kraftwerke, wenn Sie denn produzieren, dies oftmals nur im Teillastbetrieb können.

Das führt dazu, dass die Betreiber zunehmend  mit dem Gedanken spielen, diese unrentabel gewordenen Kraftwerke vom Netz zu nehmen. Für die Energieversorgung in Deutschland wäre das fatal. Schließlich werden diese Erzeuger vor allem im Winter dringend gebraucht, wenn der Verbrauch besonders groß, die Produktion von Photovoltaikstrom aber verschwindend gering ist. Um aus diesem Dilemma zu entkommen plant die Bundesregierung jetzt offenbar, die Betreiber zu verpflichten, auch in unrentabel gewordenen Kraftwerken weiter bei Bedarf Strom zu produzieren. Man darf annehmen, dass es der Regierung ernst ist mit dieser Idee. Schließlich steht die Sicherheit der Stromversorgung auf dem Spiel. Und es ist ebenfalls anzunehmen, dass als Ausgleich dafür “Anreize” geschaffen werden. Soll heißen, der Stromverbraucher wird für die Mehrkosten von Kraftwerken aufkommen müssen, die einen großen Teil der Zeit unproduktiv im Stand-By Modus gehalten werden.n-tv meldet dazu heute:

Stromengpässe im Winter?
Regierung baut vor

Gegner der Energiewende warnen gerne vor der Blackout-Gefahr. Nun könnte die Lage im Winter aber tatsächlich ernst werden. Der günstige Ökostrom verdirbt älteren Kraftwerken das Geschäft. Die Regierung lässt die Muskeln spielen, um sie dennoch am Netz zu halten.

Die Bundesregierung droht Betreibern, die ihre Gas- oder Kohlekraftwerke in Kürze vom Netz nehmen wollen, mit einem vorübergehenden Abschalt-Verbot. Es gebe für den Winter womöglich eine Lücke von mehreren hundert Megawatt, um eine sichere Versorgung zu garantieren, hieß es in Koalitionskreisen. Da die stetig steigende Ökostrom-Produktion ältere fossile Kraftwerke unrentabel mache, könnten bis zum Winter mehr Anlagen vom Netz gehen als erwartet.

Da es keine Meldepflicht gibt für Abschaltungen, sei die Lage derzeit ungewiss und das Problem womöglich nicht auf freiwilliger Basis zu lösen. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, das Ministerium setze auf freiwillige Selbstvereinbarungen der Betreiber. Oberste Priorität habe aber die Versorgungssicherheit in Deutschland. “Vor diesem Hintergrund ist das Bundeswirtschaftsministerium jederzeit in der Lage, durch schnelle gesetzliche Änderungen die Versorgung sicher zu stellen.”

Titelbild: Das von E.ON zur Abschaltung vorgesehene Kraftwerk Irsching. Bildquelle: Wikipedia

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24 Kommentare
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  1. Na dann sollte unsere Regierung auch mal gegen die eigenen Gerichte vorgehen………Datteln 1-3 sind nämlich bis zum 31.12.12 abzuschalten.

    Und so reiht sich eine Idiotie an die andere, Deutschland einig Wendeland………..ein Massnahme zieht die nächste nach sich, blöd nur wenn dann Kraftwerke wegen “Störungen” vom Netz gehen, gibs dann auch ein Verbot von Havarien?

    Es ist einfach nur noch Lächerlich…..
    H.E.

  2. ich bin ja für einen einspeisezwang der WKA und PV … die müssen einspeisen, auch wenn kein wind weht oder die sonne nicht scheint.

    wie sagte doch mal einer beim vortrag eines netzbetreibers: gesetze kann man ändern … gut, dieser kommentar bezog sich leider auf das ohmsche gesetz, aber was solls.

  3. Gleichzeitig erscheinen wieder Artikel, in denen der Japanische Atomausstieg, mit all den erwartenden Problemen, durch „Strahlen-Angst“ gefördert werden, siehe WZ
    Da sind sie wieder, die Artikel der Handelsvertreter von Greenpeace
    Da sind sie wieder, die „Handelsvertreter“ der Ökobranche, die sich „Greenpeace“ nennen und unter diesem Logo vermarkten.
    Ob in Japan nach dem Wahlkampf auch ein abschalten der Rationalität erfolgt sei mal dahingestellt.
    Die Tatsache, dass durch den Fukushima-Unfall niemand zu Schaden kam, aber Zehntausende durch einen Tsunami, wird weiter gnadenlos geschäftstüchtig von diesem Lobbyistenverein ausgeschlachtet. Fleißig werden Pressemitteilungen zur Desinformation angereicht und von den Medien veröffentlicht, damit keiner zur Vernunft findet, sich die Faktenlage nüchtern anzusehen.
    Nach neutraler Information muss man suchen, wie einst nach „Feindsendern“.

    Radioaktivität: Kleine Dosis, große Angst Lutz Niemann
    Die Ökobranche wirbt mit völlig unrealistischen Rendite-Sätzen Spekulanten-Geld ein, baut Zusatzsysteme zu den vorhandenen und verabschiedet sich von aller Vernunft. Wer auf dem Wasser wohnt, alle Wege mit dem Boot erledigt, fährt mit einem modernen Motor und legt sich nicht noch eine Segeljacht zu, für die Tage wo der Wind passt oder noch ein Boot mit Sonnenkollektoren aber das verordnen uns die grünen Handelsvertreter von Greenpeace, als den neuesten Schrei als Öko-Credo, denn drei Boote sind dem Verkäufer ein dreifaches Geschäft.
    Kann er die Politik mit ein sein Verkaufsmodell ziehen, dann verteuert die Politik vorsätzlich den gesamten Bootsverkehr auf das dreifache, das ist der Wesenskern unserer aktuellen Energie-Politik.

  4. Zitat: ” … der günstige Ökostrom, verdirbt alteren Kraftwerken das Geschäft. ..” /Zitat

    Die Lügen werden immer dreister! Sogar in einem Nebensatz wird mal im Vorbeigehen übelste Desinformation geübt.
    Einfach nur noch zum Kotzen..

    MfG

  5. Die Jungen und Gesunden werden sich auf die pädagogische Methode numero drei einstellen: Lernen durch Schmerz. Von Alten und Kranken schweigen wir lieber. Angenehmes Wochenende!

  6. Nun hat endlich auch Daniel Wetzel auf WO reagiert……

    Regierung will Blackouts per Dekret verhindern

    Die Stromversorgung im kommenden Winter ist gefährdet. Damit die Lichter nicht ausgehen, will der Bund die Kraftwerksbetreiber an die kurze Leine nehmen – und ihre Eigentumsrechte beschneiden………..

    Zur Abwehr der drohenden Blackout-Gefahr im kommenden Winter will die Bundesregierung tief in die Eigentumsrechte der Kraftwerksbetreiber eingreifen. Planungen des Bundeswirtschaftsministeriums sehen vor, die Stilllegung von systemrelevanten Kraftwerken notfalls zu untersagen.

    Besser spät als nie….Danke Daniel.
    H.E.

  7. # 6:
    Heinz, das ist aber eine seltsame Art, den Blackout zu verhindern und überhaupt nicht im Sinn der Energiewende und des unaufhaltsamen Siegeszugs der NIE!
    Warum erlässt die Regierung nicht einfach ein Gesetz, das Windflauten verbietet und die Sonne verpflichtet, auch nachts zu scheinen?

    Aber mal ernsthaft: Sebstverständlich geht der Bund damit auch eine vollumfängliche Zahlungsverpflichtung ein, denn niemand kann dazu gezwungen werden, sein Eigentum kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

  8. @Tritium
    Naja……wir ändern einfach die Gesetze der Physik nach politischen Gusto und schon klappt die Energiewende.

    Apropos Energiewende und der Versuch der EU mit aller Kraft a bisserl CO2 einzusparen……

    India Has Big Plans for Burning Coal
    Indien plant Kohlekraftwerke mit knapp 520.000 MW Leistung
    Vietnam….34.000 MW
    Türkei….. .30.000 MW
    Südafrika ..20.000 MW

    Weltweit sollen da wohl bis zu 1.400.000 MW an Kohlekraftwerke dazu kommen………und jetzt lassen wir uns alle ganz fein die Planung der EU auf der Zunge zergehen…….mittels Emissionshandel die einheimische Industrie kaputt zu machen.

    Der EU-Emissionshandel (European Union Emission Trading System, EU ETS) ist ein marktwirtschaftliches Instrument der EU-Klimapolitik mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen unter minimalen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken. Der Emissionshandel ist eines der Mittel, mit denen die Europäische Union versucht, das im Kyoto-Protokoll festgelegte Klimaschutzziel einer Reduktion der Treibhausgasemissionen in der Verpflichtungsperiode 2008-2012 um acht Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu erreichen……………

    In der am 23. April 2009 von der EU beschlossenen dritten Handelsphase kommt es bei der Vergabe der Zertifikate zu massiven Veränderungen.[48] So wird es in Zukunft keine 27 nationalen Allokationspläne mehr geben. Stattdessen gibt die Europäische Kommission eine EU-weite Gesamtobergrenze für CO2-Emissionen vor. Diese wird im Jahr 2013 nur noch 2,04 Mrd. t CO2 betragen. Die Menge wird danach jährlich um 1,74 Prozent gesenkt. Die Senkung kann über 2020 hinaus fortgesetzt werden ist aber spätestens bis 2025 zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.[49] Weiters gibt es CO2-Emissionsgrenzen für die Herstellung einzelner Produkte. So dürfen bei der Erzeugung von Zement pro Kilo nur mehr maximal 766 Gramm, pro Kilo Stahl 1328 Gramm CO2 entweichen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/EU-Emissionshandel

    Beklopptokraten bei der Arbeit………globa Klimatisch ein Tropfen auf den heißen Stein…….aber wir sind ja Vorbild, vllt macht die restliche Welt in 20….30….40 Jahren auch ganz toll mit, beim Handel mit Luft.

    Onkel Heinz…….wo stehen meine Eimer, Kübel….und Tüten?

  9. Heinz,
    Damit ist das Ende des Hüttenwesens in Europa wohl beschlossene Sache.
    Keines dieser Länder wird zögern, einer Eisenhütte oder einer Aluminium- oder Kupferhütte ein eigenes Kohlekraftwerk zu Sonderkonditionen direkt vor die Tür zu bauen, denn sie wissen: Den Hütten folgen die Walzwerke, den Walzwerken die Profil- und Halbzeugfertigung, der Schiffbau usw.

  10. @Tritium

    So weit brauchen wir garnicht gucken…….ich darf jährlich knapp 100.000 Euro für Verschmutzungszertifikate löhnen…….und rate mal wer die am Ende bezahlt?
    Meine Kunden.

    Kyoto ist tot……..aber die EU will den faulenden Gaul weiter reiten, weil man damit ganz geil Kohle machen kann.
    Scheiß doch auf Krisen und dem vorhersehbaren Zusammenbruch unserer Schwerindustrie, Hauptsache ein paar Bonzen ham ein schönes Leben.

    Tja, damit dann nationale Parlamente mit diesen Unsinn ja nicht aufräumen können, tut sich die FDP-Schwesterwelle mal wieder als Aussenminister aufspielen wie ne Tüte Mücken.

    „Zukunftsgruppe“ Elf EU-Außenminister fordern die politische Union

    Elf europäische Außenminister, unter ihnen der deutsche, haben sich in einem gemeinsamen Papier dafür ausgesprochen, zur Überwindung der Krise mehr nationale Kompetenzen nach Brüssel abzugeben. Sie verlangen unter anderem Durchgriffsrechte der EU auf die nationalen Haushalte, Vertragsreformen ohne Einstimmigkeitszwang sowie Mehrheitsentscheidungen in der Außenpolitik. Die Minister verstehen ihre Anregungen als „persönliche Gedanken“, die nicht unbedingt die Meinung ihrer Regierungen wiedergeben.

    Leider fällt mir dazu nix ein, was man hier noch erlaubbar äussern dürfte……wir endlich Zeit dieses künstlich erzeugte Monster in die Tiefsee versenkt, wie vorher die UdSSR und Jugoslavien.
    Würg ……………..und janz weit wech
    PS. Den Typen sollte endlich mal jemand die Drogen wegnehmen und 5 Jahre auf Entzug setzen.
    H.E.

  11. @ Heinz Eng #6

    Hallo Onkel Heinz,

    Zur Abwehr der drohenden Blackout-Gefahr im kommenden Winter will die Bundesregierung tief in die Eigentumsrechte der Kraftwerksbetreiber eingreifen. Planungen des Bundeswirtschaftsministeriums sehen vor, die Stilllegung von systemrelevanten Kraftwerken notfalls zu untersagen.

    Wie war das doch mit dem Slogan **wir haben einen liberalen Wirtschaftsminister**?
    Oder nennt sich das jetzt „liberale“ Plan- und Kommandowirtschaft?

    fragt der Moosgeist

  12. @Moosi

    Liberal=Scheißegal
    oder aber, den steht die Scheiße schon Oberkante Unterlippe……auf das nur noch dieser Ausweg bleibt.
    Erst die Liberalisierung durchhämmern wie die Bekloppten…….dann ökologische Planwirtschaft drüber stülpen und hoffen das der ganze Dreck wenigstens noch bis zur nächsten Wahl hält………

    Dumm, Dümmer, Deutschland.
    PS. So eine kleine Kraftwerkshavarie geht ganz leicht……anschließend bei der Rep. Dienst nach Vorschrift machen und den schärfsten TÜV-Menschen zur Abnahme ranholen…….könnte dann Sommer 2013 werden.
    H.E.

  13. @ Tritium #9

    Na bitte, es geht schon los
    Stahlriese ächzt unter Kosten des Ökostrom-Ausbaus

    Stahlwerke benötigen so viel Strom wie eine Großstadt. Die Kosten der Energiewende treffen daher den weltgrößten Konzern ArcelorMittal hart. Er denkt laut über den Abschied aus Deutschland nach.

    Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Kupfer.. und Alu.. sind schon fleißig beim Packen.

  14. Jetzt ist es also amtlich…

    Energie-Wende
    Notgesetz für Kraftwerke

    Die Regierung verbietet wegen Stromknappheit im Winter das Abschalten wichtiger Anlagen. Die betroffenen Betreiber sollen auf Kosten der Verbraucher entschädigt werden. Verbraucherschützer begrüßen den Vorstoß.

    Die Bundesregierung reagiert mit einem Notgesetz auf den Beinahe-Blackout im vergangenen Winter. Der Frankfurter Rundschau liegt aus Regierungskreisen der Gesetzesentwurf vor, der weitreichende und bisher nicht praktizierte Eingriffe in die deutsche Energiewirtschaft vorsieht. Die Folge ist eine Quasi-Verstaatlichung von Kraftwerken. Die Änderungen sollen schnellstmöglich in Kraft treten, um im Winter die Versorgung zu sichern.

    (…) Wird die Stilllegung staatlich verboten, werden die Kraftwerke als Netzreserve betriebsbereit gehalten und nur in knappen Situationen eingesetzt. Dafür erhalten die Besitzer der Anlagen eine Entschädigung, die laut Gesetzentwurf aber lediglich die notwendigen Auslagen ersetzt.

    (…) Auch Eingriff ins Gasnetz geplant

    Laut Gesetzesentwurf soll daher auch ins Gasnetz staatlich eingegriffen werden: Systemrelevante Kraftwerke müssen nun die ununterbrochene Lieferung von Energie garantieren. Die Betreiber von Gasnetz und Gasspeichern sollen darüber hinaus diese Kraftwerke bevorzugt beliefern, wenn es knapp werden sollte.

    Die Kosten für die Notgesetze gegen einen Stromausfall bezahlen die Verbraucher über die Entgelte für die Strom- und Gasnetze.

  15. Interessantes Statement des Verbraucherschützers Holger Krawinkel in dem Link aus #14. Er gibt indirekt dem Markt die Schuld. Wie weltfremd kann man eigentlich sein?

    „Nun muss die Regierung vor den physikalischen Realitäten kapitulieren und bereitet die Rückkehr in die staatliche Energieplanwirtschaft vor.“ Die Strommarktliberalisierung habe sich als Irrweg erwiesen. Der Markt könne die Versorgungssicherheit nicht garantieren, so Krawinkel.

  16. Nun haben wir also Notstandsgesetze in Kraft.
    Verursacht von Linksgrün.
    Denjenigen, die ganz früher mal gegen Notstandsgesetze auf die Strasse gingen.
    Und Frau Merkel? Will sie Weimarer Politik machen? Per Notverordnung und ‘alternativlos’?
    Brüning, ick hör dir trapsen…

  17. Die Strommarktliberalisierung habe sich als Irrweg erwiesen. Der Markt könne die Versorgungssicherheit nicht garantieren, so Krawinkel.

    Ja ne ist klar…….der Markt hat ja auch 8 Kernkraftwerke abgeschaltet, der Markt hat ja seit 2007… 18 neue Kohlekraftwerke verhindert.
    http://kohle-protest.de/verhindert/
    Der Markt pappt ja sinnlos Windmühlen und Sonnenpaddel in die deutsche Landschaft……..vor was schützt Herr Krawumpel eigentlich den Verbraucher?
    Zu Beginn der Liberalisierung der Energiemärkte sank tatsächlich für kurze Zeit der Endkundenpreis beim Strom….bis dann Papa Staat anfing per Stromsteuer diese Entwicklung zu karrikarieren.

    Energiewende……inzwischen nur noch mit Notstandgesetze über Wasser zu halten……wer die Physik nicht ehrt, ist den Strom nicht wert.
    How, ick habe gesprochen.
    E-O……….ersatzweise Onkel Heinz

  18. #16. Tritium

    Und Frau Merkel? Will sie Weimarer Politik machen? Per Notverordnung und ‘alternativlos’?
    Brüning, ick hör dir trapsen…

    ja, Sie will. Das ist allemal beqeuemer, als sich laufende Meter irgendwelche o.K.`s vom Parlament oder vielleicht sogar noch vom gemeinen Pöbel holen zu müssen, der vielleicht noch auf die Idee kommt, die “große” Merkelsche Linie in Frage zu stellen. Das große Vorbild für Merkel ist wahrscheinlich China, alles geht supi per Dekret und Zustimmung von 99,9% ist sicher, wie früher in der DDR “Volkskammer”.

    karl.s

  19. #15. Rudolf Kipp

    Interessantes Statement des Verbraucherschützers Holger Krawinkel in dem Link aus #14. Er gibt indirekt dem Markt die Schuld. Wie weltfremd kann man eigentlich sein?

    Tja Rudolf, wie weltfremd kann man sein. Da scheint mir die Skala nach oben offen und Meister Krawinkel befindet sich darauf schon außer Sichtweite. Der Mann ist in seiner Einfältigkeit kaum zu toppen.

    karl.s

  20. Etwas allgemeiner zum Thema ist hier ein interessanter Artikel, der die Frage der Energieversorgung einmal nicht unter den heute üblichen ökologischen, sondern unter den letztlich alles bestimmenden ökonomischen Gesichtpunkten betrachtet.

    …the purpose of energy is to save the planet and to provide employment. That is an agenda unique to energy. While the British car industry, retailing and even financial services are upheld as ‘internationally competitive’, one never hears that phrase in relation to energy […]
    That energy is talked about without reference to productivity shows how much environmentalism has come to dominate mainstream economics nowadays. What matters, apparently, is that energy is ‘clean’ and that it creates jobs. Moreover the calibre of those jobs – whether they turn out to be long-hours, low-pay, low-skill occupations in home insulation, for example – is not discussed in polite society. Official discussions on energy, therefore, are oblivious to what bourgeois economists call ‘value added’. According to this mindset, it is enough that energy isn’t dirty and that it absorbs the labour of many hands.

    [Der angebliche] Zweck der Energiewirtschaft ist es den Planeten zu retten und Arbeitsplätze zu schaffen. Dieses Programm gilt allein für Energieproduktion. Während die britische Auto-, Handels- und sogar Finanzindustrie als “international wettbewerbsfähig” gepriesen werden, hört man diese Phrase nie im Zusammenhang mit Energie. […]
    Daß man bei der Energiewirtschaft nicht über Produktivität redet, zeigt wie sehr der Ökologismus heute bereits den Mainstream der Volkswirtschaft dominiert. Offenbar kommt es nur darauf an, daß Energie “sauber” ist und Arbeitsplätze schafft. Dabei ist die Qualität dieser Arbeitsplätze — ob es sich beispielsweise um niedrig qualifizierte, schlechtbezahlte und stundenintensive Beschäftigung bei der Hauswärmedämmung handelt — kein Thema. Die offizielle Diskussion über “Energie” läßt also das, was bürgerliche Volkswirtschaftler als “Mehrwert” bezeichnen, völlig unberücksichtigt. Für diese Denkart reicht es schon aus, wenn Energie nicht “schmutzig” ist und die Arbeit vieler Hände erfordert.

  21. Guten Tag!

    Zwei Fragen am Rande (die möglichweise hier schon beantwortet wurden): In welchem Zustand sind die jüngst abgeschalteten deutschen Kernkraftwerke, respektive: Wie schnell lassen sie sich wieder hochfahren?
    Und: Warum spielen diese Unternehmen Toter Mann, warum steht nicht meinetwegen jeden Tag in der BILD Zeitung eine kleine Annonce, sinngemäß: Kernenergie 365 / 24?

  22. #21

    Meines Wissens würden sich Brunsbüttel, Krümmel, Unterweser schnell wieder hochfahren lassen. In Biblis (A oder B?) wurde der Generator zum Phasenschieber umgebaut. Diesen Umbau müsste man erstmal rückgängig machen. Ansonsten hat meines Wissens nach noch keine der Betreibergesellschaften Rückbaumaßnahmen eingeleitet. Die Anlagen befinden sich also eigentlich in betriebsfähigem Zustand. Wie die rechtliche Situation ist, ist eine ganz andere Frage. Es gab eine behördliche Verfügung, die Frage ist ob dadurch die Betriebserlaubnis für den Leistungsbetrieb erloschen ist oder nicht.

    Zum Punkt 2: Die haben schlicht und einfach keinen Bock mehr, und sie verdienen auch mit windrädern etc. geld

  23. @nLeser

    Warum spielen diese Unternehmen Toter Mann, warum steht nicht meinetwegen jeden Tag in der BILD Zeitung eine kleine Annonce, sinngemäß: Kernenergie 365 / 24?

    Tja……aufgrund der von der EU beschlossenen Liberalisierung der Energiemärkte mussten die Großen ihre Übertragungsnetze verkaufen. Nun haben also die großen Netzbetreiber die Verantwortung an der Backe……und E.On und Co. können jetzt einen auf dicke Erzeugerhose machen.
    Viel wichtiger in dieser Hinsicht ist aber die seit vielen Jahren einprasselnde ideologische Dauerberieselung…….Energiewirtschaft als Klimaschwein…..+…..gaaaanz pöse Energiemonopolisten (auch ein Ergebnis der Liberalisierung)…..sowas geht auf Dauer auch nich an Vorständen schadlos vorbei, ergo macht man Paradigmenwechsel, schmeißt die alten Recken raus (Großmann bei der RWE) und schwenkt um auf Greenwashing.
    108 % des deutschen Volkes wollen es ja so, also kriegen se das auch……..aber nicht nur die Großen machen bei den Mist mit…..auch zunehmend Stadtwerke, die auch schon aus allen Poren grün schwitzen, obwohl die technischen Abteilungen es besser wissen, der vorgebliche Bürgerwille einer hirngewaschenen Generation Deutscher denkt eben, das morgen die nachhaltigen Brathändel kostenlos vom Himmel fallen, man muss nur ganz fest dran glauben.

    Das Umweltbürokratiemonster hat sich im ganzen Land ausgebreitet wie eine Krake, die Tentakeln pressen selbst in der letzten Kommune das bisserl gesundes Resthirn aus den Beamtenseelen…….für ein Fitzelchen ökologischen Seelenheil verkaufen wir unseren Wohlstand und gesunden Menschenverstand, warum soll man da eigentlich noch gegen angehen, es geht doch soowieso den Bach runter……zumal es in Deutschland keine einzige Wahlalternative gibt, die uns noch Hoffnung geben könnte.
    Die ökologische Einheitsbreipartei wird nicht von ihren Zielen abrücken (der Sozialismus/Ökologismus wird siegen) ……bis mal wieder das Volk auf die Strasse geht…..nur wird das diesmal nicht so unblutig ablaufen wie 1989.
    Ich sehe kein (elekrisch) Licht mehr am Ende des Tunnels…..
    H.E.

  24. @Onkel Heinz #23

    Ich sehe kein (elekrisch) Licht mehr am Ende des Tunnels…..

    …..kein Licht? Aber klar doch…. das vom entgegenkommenden Zug.

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