Schlechte Getreideernte und hungerndes Vieh. Die Lösung, Energiemais verfüttern!

18. August 2018 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artensterben, Biomasse, Blog, Daten, Energieerzeugung, Ökologismus, Politik

maisbiogasanlageDerzeit beklagen sich die Landwirte aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit über eine schlechte Getreideernte und mangelndes Viehfutter. Gefordert wird eine Nothilfe für Landwirte. Die Lösung dafür wäre eigentlich ganz einfach, ja wenn denn nicht die Profiteure der Bioenergien wären.

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Auf rund 10% der Ackerfläche in Deutschland wird inzwischen Energieraps angebaut und rund 10% der Ackerfläche in Deutschland Energiemais. Anstatt diesen in Biogasanlagen zu Biogas zu „verfeuern“, könnte man ihn an das Vieh verfüttern. Statt dessen werden Naturschutzgebiete/ Ökologische Vorrangflächen, wo dieses sonst verboten ist, zum Gras-/ Heuschnitt freigegeben und Mais und Getreide weiter verfeuert!

Weizen

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Die steigenden Ernten der letzten Jahrzehnte haben beim Getreide und insbesondere beim Weizen dazu geführt, dass immer mehr Brotweizen nicht zu Nahrungsmitteln verarbeitet wurde, sondern als Energielieferant genutzt wurde. Die Profitgier der Investoren kennt dort keine Grenzen und auch die Politik sieht keinerlei Veranlassung die energetische Nutzung von Getreide zu verbieten und dieses zur Nahrungsmittelversorgung von Vieh und Mensch zur Verfügung zu stellen. Statt dessen werden Entschädigungen gezahlt und die Heuernte in Naturschutzgebieten freigegeben.

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6 Kommentare
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  1. Leider wird der Energiemais nicht als Biomais angebaut. Da kann alles gespritzt werden, was hinterher Kilowatt Sunden ergibt. Im Sommer funktioniert die Kraftwärmekopplung aber nicht. Deshalb von 100 ha Mais, werden 60 ha in heiße Kühlluft verwandelt. Ob das als Tierfutter gesund wäre, was zur Stromerzeugung taugt, das ist die Frage.Spätestens wenn in der Milch dann irgendwelche Spuren auftauchen, hat sich die grüne Schlange in den eigenen Schwanz gebissen.

  2. @Reichart

    Energiemais kann man natürlich bedenkenlos essen. Der Schmeckt nur nicht so süß wie Futtermais. Ich greife mir hin und wieder auch mal einen Maiskolben am Maisfeld ab.

  3. PS

    „Energiemais unterscheidet sich in Anbau und Sorte zunächst nicht von anderem Silomais, der vor allem als Viehfutter dient. Der Begriff wurde geprägt, um zwischen der Verwendung zur Futter- oder Nahrungsmittelproduktion einerseits und zur Energiegewinnung andererseits zu differenzieren.“

    Wildschweine bedienen sich auch am Energiemais.

  4. PPS

    Futtermais in der EU darf sogar mit Glyphosat belastet und genetisch verändert sein.

    Bei mir im NSG Borgfelder Wümmewiesen haben die Landwirte übrigens Brutwiesen für Wiesenvögel schon Anfang August gemäht. Die Störche haben sich da aber über das Futter, was der Mäher an Vogel-/ Tierkadavern hinterlassen hat gefreut.

  5. @KR #1

    Spätestens wenn in der Milch dann irgendwelche Spuren auftauchen, hat sich die grüne Schlange in den eigenen Schwanz gebissen.

    Worüber Ökospinner sich aufregen, soll deren Sorge sein. Entscheidend ist, dass der Anbau von Pflanzen zum Verbrennen gigantische Ressourcenvergeudung ist. Ob dabei religiöse Nahrungstabus der grünen Kirche verletzt werden ist 25st-rangig.

  6. Solange dem Verbraucher die Lebensmittel nichts wert sind, wird der Landwirt das produzieren, was auch angemessen bezahlt wird.

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