Schlechte Sommer wegen Klimawandel

8. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Blog

Auf Spiegel Online ist von einer Studie zu lesen, in der britische Wissenschaftler die Erwärmung des Atlantiks und zyklische Veränderungen als Ursächlich für unsere verregneten Sommer ausmachen.

Nordeuropa

Warmer Atlantik sorgt für Regensommer

Regen, Regen und noch mehr Regen: Europas Sommer der vergangenen Jahre waren meist frustrierend. Eine Studie besagt jetzt, dass langjährige Schwankungen der Temperatur des Atlantiks verantwortlich sind… (zum Artikel)

Die Forscher haben also gefunden, dass die Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO), eine zyklisch auftretende Schwankung der Ozeanströmungen im Nordatlantik, die Veränderung der Meeresoberflächentemperaturen des gesamten nordatlantischen Beckens bewirkt, einen Einfluss auf das Klima in Mitteleuropa hat. Und sie haben im Computer modelliert, wie die verregneten und kühlen Sommer der letzten Jahre in Großbritannien oder Deutschland durch eine Erwärmung der Ozeane durch die positive AMO Phase entstanden sein könnten. Fein.

Dann sollte es wohl beruhigend für uns sein dass wir uns, wenn nichts dazwischen kommt, wieder in eine negative AMO Phase bewegen. Die AMO ist schließlich bislang zyklisch verlaufen. Nur, die letzte Kaltphase in den 60ern und 70ern war gerade in Mitteleuropa nicht gerade für tolles Sommerwetter bekannt. Eher das Gegenteil ist wohl der Fall.

Man hat bislang die warmen Sommer bei uns (wie 2003 oder 2006) als untrüglichen Hinweis auf den menschengemachten Klimawandel gesehen. Jetzt ist der Mensch durch sein frevelhaftes Verhalten auch noch für die kühlen und regnerischen Sommer verantwortlich. Die kalten Winter bei uns in den letzten Jahren kommen ja auch von der Erwärmung. Die Branche wirkt schon ein wenig verzweifelt…

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2 Kommentare
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  1. Die kalten Winter bei uns in den letzten Jahren kommen ja auch von der Erwärmung. Die Branche wirkt schon ein wenig verzweifelt…

    Es wird kälter, weil es wärmer wird ;-) Tja, wer hoch pokert, kann natürlich auch viel verlieren. Deshalb die verzweifelten Anstrengungen. Was auffällt bei diesen Studien ist, dass man sich irgendetwas rauspickt und meint, damit was erklären zu können. Das ist mitnichten so. Die AMO ist ganz sicher nicht allein für die verregneten Sommer verantwortlich. Es gibt so viele Spieler im System Wetter/Klima, die miteinander in Bezug stehen, wechselwirken oder einander bedingen. Erinnert sei hier nur an die atmosphärischen Kandidaten AO und NAO oder den pazifischen Gegenpart zur AMO, die PDO, die erst kürzlich in ihre mehrdekadische negative Phase eingetreten ist. Dann haben wir noch die ENSO Schwingungen (El Nino Southern Oszillation), die ebenfalls weltweit Auswirkungen auf die Großwetterlagen hat. Die Aufzaählung ist bei weitem nicht vollzählig. Und erst wenn verstanden wurde, wie dieses höchst komplexe Zusammenspiel funktioniert, wird man in der Lage sein zu erklären, warum welches Wetter dann und dann gerade ist, wie es ist. Wenn wir uns mal die Graphik zur AMO anschauen, stellen wir fest, dass die Warmphase der AMO in bälde zu Ende gehen wird, was ganz sicher nicht ohne Auswirkungen auf die Großwetterlagen in Nordamerika, Europa und dem gesamten arktischen Raum bleiben wird. Dazu kommt, dass sowohl die AO und die NAO, die ebenfalls zyklisch schwingen, in den Negativmodus umgeschalten haben haben. Die Zeichen stehen auf kalt, nicht auf warm und der Mensch spielt bei diesen Prozessen eine eher marginale Rolle. Die nächsten Jahre werden uns zeigen, in welche Richtung das Pendel tatsächlich ausschlägt. Aus alarmistischer Sicht dürfte es ja nur wärmer werden.

    karl.s

  2. achgut.com (Kulke):

    Eisbären in Warmzeiten

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