Schnee- & Kälterekorde in Norddeutschland. Bremen von der globalen Erwärmung eiskalt erwischt!

9. November 2016 | Von | Kategorie: Blog

An mehreren Orten in Norddeutschland gab es in der vergangenen Nacht Schnee- und Kälterekorde. Noch nie war es an einem 9. November so kalt. Am tiefsten fiel die Quecksilbersäule in Boizenburg an der Elbe: minus 8,8 Grad Celsius. Bis zu 20 cm Schnee sind in der letzten Nacht in der Norddeutschen Tiefebenen gefallen. Boizenburg bei Hamburg verzeichnet aktuell noch 19 cm Schneehöhe. In Hamburg selbst wurde der Kälterekord von 1960 geknackt. 1960 waren es -5°C, in der letzten Nacht -6°C.

Hier noch einige Impressionen aus dem Bremer Blockland vom 09.11.2016:

09-11-2016

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48 Kommentare
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  1. Auf den Punkt getroffen: Das ist der Klimawandel. Der ist dran schuld, wenn es draußen zu warm oder zu kalt ist. Aber unsere Regierung arbeitet schon an der Abhilfe. Bis 2050 hat sie gewiß die Temperatur so angestellt, daß man jeden Tag von einem warmen Wind umsäuselt wird.

  2. Das Verhalten und Verharren unserer Regierung und der Medien ist eigentlich mehr als dreist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß niemnd mehr einen Dreisatz (ja den von NAEB e.V. auch nicht) versteht und nicht sieht, daß es nachts dunkel wird und statistisch meist Flaute ist. Wir hätten so viele Probleme, die Geld kosten und werfen 1.000 Mrd (Minister Altmaier) für einen aufgezogenen ideologischen Popanz raus.Was könnte man mit dem guten Geld nicht alles finazieren. Und dann wundern sich die dreisten und arroganten „Vordenker“ noch, daß immer mehr Bürger sagen, jetzt aber Schluß mit lustig. Die Amis haben jetzt einen „Präsidenten“, den ich mir wirklich nicht gewünscht habe, aber so kommt es halt.Auch vor 1933 gab es Vordenker, bis trotz der „Geheimwaffen“ 1945 alle zum Nachdenken gezwungen wurden. Die neueste Geheimwaffe 2.16 ist die Betonkugel im Bodensee. Dafür gab es bestimmt Fördergelder, einer wurde Dr. der Ökologie und alle Medien bejubelten die zu Wasser Lassung. Aber keiner konnte das Prinzip erklären. Klar sonst wäre er nicht Schreiberling geworden sondern Ingenieur. Jetzt weiß ich wieder nicht wo ich das „in“ oder „ingin“ hätte hinhängen sollen, Halt so mit Gender, aber gilt schon, oder?

  3. @Karl Reichart,
    die Flaute ist noch nicht mal das Hauptproblem, bei Flaute kann man zuverlässig Atomstrom aus den Nachbarländern importieren. Das Problem mit den Windrädern ist eher, daß die manchmal tatsächlich erhebliche Energiemengen in’s Stromnetz einspeisen.

    Beispiel:
    -- man habe einen schönen Herbststurm, Windgeschwindigkeit 80 km/h, in Böen 100
    -- dieser Sturm erreiche einen Windpark, der bei 100 km/h Windgeschwindigkeit 100% Leistung bringt.
    Alles gut? Von wegen.
    Bei 80 km/h bringen die Windräder 0,8 x 0,8 x 0,8 = 51,2% Leistung, prima, kann man mit arbeiten.
    Dann kommt eine Böe mit 100 km/h, die Leistung springt von 51,2% auf 100%, die Leitungen glühen.
    Dann kommt die nächste Böe mit 102km/h (der Wetterbericht war leider nicht auf die 2. Nachkommastelle genau) und die Windräder gehen eins nach dem anderen in die Notabschaltung -- von 100% auf 0 in 2-3 Minuten.

    Viel Glück. Hoffentlich war Ihr Händi aufgeladen und ihr Provider hat Notstromdiesel…

    … das Problem mit der Energiewende ist das Gleiche wie das mit dem Kommunismus: man kann tatsächlich versuchen, das ganze in die Realität umzusetzen!

  4. @Karl Reichert #2
    Klar, und hinterher regen sich die anderen Alarmisten über steigende Wasserstände auf 😀

  5. @Archophob #3
    Siehe Süd Australien, das dauerte aber nicht Minuten sondern Sekunden

    At the same time there was a sudden “reduction” in output from six windfarms within 6 seconds.

    Quelle

  6. @Archophob #3 Ja natürlich ist die Flaute als stabilstes und häufigstes statistisches Resultat (Mathematik) noch gut planbar und mit Strom aus großen rotierenden Massen gut auffangbar. Schlimm ist der Flatterstrom der bei Wind besonders schlimm ist und bei Solar mit Wolkenzug nicht ganz so flatterhaftt ist und bereits regional etwas ausgeglichen wird. Das Cranersche Patent aus den 40er Jahren beschreibt zwingend, daß´40 bis 60 % aus großen rotierenden Massen (Generatoren kommen müssen. . Nur dann lassen sich Lasten synchron bedienen und Lastwechsel mit Frequenzverschiebung bleiben im tolerablen Bereich. So eine Turbine mit Generator auf einer Welle hält bei 1 Mw eben einiges aus. Inverter machen sofort Blck Out und Inverterstrom ist eben Flatterstrom, oder umgekehrt. Wann wird es endlich ein Grüner, Schwarzer, Gelber begreifen. Dabei streben die Schwachen in dern Naturwissenschaften immer mehr aus den Schulen. Die werden dann „Sozialpädagogen“ und halten uns das Händchen, wenn es dunkel wird und der Rest, nicht als Sozialpädagoge im öffentlichen Dienst, arbeitslos geworden ist. Industrie ist abgewandert!

  7. Ach so, Tag und Nacht mit Beginn und Ende der theoretisch möglichen Solarproduktion lässt sich aus den Ephemeriden des natischen Jahrbuchs entnehmen, oder einer „ÄPP“.

  8. Mir scheint, dass wir immer mehr zu Verhältnissen wie früher zurückkehren -- und was wäre daran ungewöhnlich? Im November 1965 gab es von Osten einen Kaltlufteinbruch der Spitzenklasse. In Berlin war die Temperatur unter -15°C gefallen -- zwar weiß ich nicht mehr das genaue Datum, es war aber später im Monat.

    Frost und Schnee zumindest in Norddeutschland im November gab es auch im Jahre 1993, aber nur wenige Tage und längst nicht so extrem wie 1965. Immerhin hatte sich auch da eine geschlossene Schneedecke gebildet.

    Und dieses Jahr? Den Modellen zufolge dürfte es während der nächsten 1 bis 2 Wochen wohl nicht zu einem solchen Ereignis kommen. Aber die gigantische und extrem früh gebildete Kaltluftblase über Osteuropa gab es auch schon seit vielen Jahren nicht mehr.

    Chris Frey

  9. @Chris Frey #8
    Mal gucken:

    Irgendwann zwischen 1960 -63 muß es mal in Berlin und östlich davon sehr kalt gewesen sein, da hatten wir im Entrée unserer Schule, da wuchs so ein kleiner Urwald, riesige Gummibäume und sonstiges tropisches Gehölz, einen Teil des Winters über einen kleinen Schwarm Seidenschwänze zu Gast -- so Ende November glaub ich bis ca Anfang Februar.

  10. Der Januar 1963 war grausam!

  11. In Stockholm hat’s 39 cm Schnee, so viel wie seit über 100 Jahren nicht mehr um die Zeit.
    In Höhe Mainz sind heute die ersten Kraniche über den Rhein gen Süden gezogen, recht früh dieses Jahr….

  12. Ja, 1961 im Januar war es sehr, sehr kalt. Ich bin in einem kleinen Dorf im Weiltal, Taunus aufgewachsen, und war natürlich im einzigen Verein des Dorfes,der Feuerwehr. Die Weil war damals zugefroren, was ja angenehm war, wir hatten so Schlittschuhe die man an seine Schuhe montierte. Aber dann fing es irgendwann an zu tauen, (Februar?) und die Weil mündete i die Lahn und diese in den Rhein, und alles war überschwemmt. So auch die Weil. Das Eis löste sich auf in Schollen durch diese plötzliche „unglobale“ Erwärmung, und bedrohte unsere Brücke, so das alle von der Feuerwehr mit Schippen, Stangen, langen Eisen usw versuchten zu verhindern das die Brücke mitgerissen wird. -Die Brücke hielt!
    Habe einige Fotos von diesem Ereignis.
    Hier in meinem jetzigen Wohnort im Arkipelag von Turku, genannt Kimitoön, haben wir 8 Grad minus, heute Nacht war es -15 Grad. Und etwa15 cm Schnee haben wir, sehr früh in diesem Winter für unsere Region. Im Osten und Norden Finnland ist die Schneetiefe etwa 20 -- 40 mm. und bedeutend kälter…
    Habe gerade eine e-mail von der Cousine meiner Frau bekommen , die heute morgen von Monaco nach Stockholm flog.
    Stockholm ist total eingeschneit, das schlimmste Schneeunwetter seit jemals, und auch dort sollte man ja eigentlich gar keinen Schnee mehr bekommen. Natürlich ist da der Klimawandel dran schuld. Ein Bild: http://www.dn.se/

  13. Was ich vergaß: Man hat ja in Stockholm seit ein paar Jahren eine „feministische“ Schneeräumung! Was die Katastrophe natürlich noch verschlimmerte…

  14. Es gibt ja die These, dass die nächsten Jahrzehnte eine kleine Eiszeit bringen könnte. Aber es ist sicher zu früh, das bereits als Vorboten dafür zu halten. Es ist zunächst nur Wetter.

  15. @Martin Landvoigt #14
    Hat auch niemand was anderes behauptet.

  16. @Martin Landvoigt PS
    Auf alarmistischer Seite gehört es ja zu den Haus- und Stilmitteln, bei jeder positiven Anomalie gleich mit mahnendem Finger den Weltuntergang auszurufen, da gehört es einfach, rein wegen des Proporz‘, auch gesagt, wenn es anders gerichtete Anomalien gibt, wie die ungewöhnliche Schneehöhe in Stockholm oder der verfrühte Südwärtszug der Kraniche.
    Oder sehen sie das anders ?

  17. Genau das wollte ich damit sagen!

  18. Na ja, klang nicht so ganz so.

  19. Eines ist doch klar. Frost und Schnee gibt es Anfang November aufgrund des Klimawandels und schwächelden Golfstrom und schwindenden Meereis im Sommer in der Arktis. Und in Russland gehen dank dem Klimawandel 1.000 kg schwere Fische ins Netz:

  20. Und ich dachte Ursache für das aktuelle Wetter wäre WACCy.

    PS: Ein gewisser LMD hat sich bei Primaklima ja mächtig abgearbeitet. 🙂

  21. @ups

    Oder die negative Arktische Oszillation (AO). Und wer ist LMD?

  22. @ups 20
    Ich finde diese Seite ganz interessant in Sachen Wetter.

  23. @Krishna #22
    Da lese ich schon seit Monaten mit. Bin zufällig bei der Suche nach einem Fachbegriff (an den ich mich natürlich nicht mehr erinnern kann, glaube hat was Satellitendaten zu tun) darüber gestolpert. Finde sie ich auch interessant. Im Laufe der Zeit liest man sich über ein halbes Dutzend interessanter Seiten. Wobei sich Gutes und Schlechtes sowohl bei den AGWlern als auch Skeptikern findet.

  24. Am Morgen hatten wir heute übrigens -7°C bis -8°C in Bremen.

  25. Vor ein paar Jahren, Schweden muss ja immer Vorreiter sein, hat man in mehreren schwedischen Kommunen eine „feministische“ Schneeräumung eingeführt.
    Bedeutet: Gehwege und Bushaltestellen zuerst. Funktioniert sicher ausgezeichnet in Miami, doch wer hat den scheiß Schnee bestellt? Trump? Durch die Priorität der Gehwege hatte man keine Gelegenheit die Fahrbahnen zu räumen, die vereisten und man darf nicht salzen, das ist giftig, und
    wer ist denn verantwortlich dass die Busse auf den vereisten Straßen nicht ankommen.
    https://www.google.fi/search?q=sn%C3%B6+i+Stockholm&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjHx5qLu6PQAhUBDSwKHaYyD7EQsAQIQw&biw=1272&bih=700
    -- die Schweden haben dafür eine imaginäre Stadtverwaltung in Grönköping. Die Finnen nennen es Hölmölä.
    Und die Deutschen? Da soll es eine Stadt geben, wo man das Licht im Säckel in das Rathaus bringt.
    Berlin? Da tragen die Bürger von – jetzt fällt mir der Name nicht ein – oh doch, ja, Gehirn ist noch intakt! Schilda, das ist doch der Stadtteil wo das deutsche Parlament liegt? Da bringt man an den Tagen wo es Windstill und Nacht ist den Strom im Rucksack ins Parlament… Und die jubeln über das Licht das über sie gekommen ist!
    Na, ja, auch hier in Finnland weint man natürlich über die Trump-Katastrophe.
    Wir haben immer noch -6 Grad, soll ein bisschen wärmer werden.
    Ich verfüttere im Winter so ca 50 kg Sonnenblumenkerne (aus Ukraine) an meine“Hausvögel“ die bei mir Überwintern . Geht nur hier im „warmen“ Archipel von Turku… Die Kraniche sind schon im September von hier verschwunden.
    WO BLEIBT DIE GLOBALE ERWÄRMUNG? Kommt die mit Trump? Bin mal gespannt!

  26. Auch wenn man nicht schwedisch kann, so ist das eine schöne Youtubeshow über den Schnee, den man auch im Norden nicht mehr erleben sollte: So einfach ist das nicht!

  27. @Jörg #26
    Ist das das aktuelle Bild ?

  28. Nein das ist von 2010. Aber der Schnee von gestern war weitaus schlimmer…

  29. In Helsinki will man das parken verbieten..
    .https://svenska.yle.fi/artikel/2016/11/11/helsingfors-tar-bort-parkeringsplatser-att-roja-sno-brunakarrbilister-rasar

  30. http://www.visithelsinki.fi/de/sehen-und-erleben/aktivitaten-in-helsinki/helsinki-im-winter
    Aber bei uns ist es wirklich schön wenn man den Winter mag (wie ich)

  31. Die schwedische Regierung hat gerade beschlossen 250 Millionen Kronen an den UN- Klimafond zu schicken.
    -Dürfte das Geld sein was man eingespart hat an der Schneeräumung in Stockholm . Damit die Delegierten ein bisschen länger in Marrakash bleiben können. In der Sonne…

  32. #3 Archophob
    Du hast leider keine Ahnung.
    Zum Beispiel liefert eine Enercon E-115 bei etwa 12,5 m/s (45 km/h) ihre Nennleistung von 3 MW.
    Die Nennleistung wird bis zur Abschaltwindgeschwindigkeit gehalten.
    Bei über 25 m/s wird abgeschaltet (90 km/h).

    Also nix mit nur 51,2 % 😉

    Also nur weils jetzt einmal kurz ein bisschen kälter ist gleich behaupten die „Globale Erwärmung“ gibts nicht ist ja so hirnrissig wie zu behaupten, dass wegen ein paar zu warmen Jahren jetzt die „Globale Erwärmung“ kommt.
    Science-skeptical ist also nicht besser als andere Medien -- oder?

    Bin mal gespannt wer nach 2020 noch andere Kraftwerke außer Wind, PV, oder Biomasse?
    Wer von euch baut den ein Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk?
    Die sind doch so toll und wirtschaftlich^^

  33. @ jochen

    wenn man ein simplifiziertes Rechenbeispiel nicht erkennt, dann ist das schon schmerzhaft.

    Das sie bei 6Bft ihre Nennleistung erreichen und nach 9Bft aus „aus dem Wind genommen“ werden ist hier schon jedem klar.

  34. Wer von euch baut den ein Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk?
    Erstens heißen die „Atommeiler“ und zweitens werden sie wohl, nach deutschem Vorbild, nirgends mehr gebaut.

  35. @Jochen
    Juhu…..das Perpetuum Mobile…..und wat macht dat Dingens bei Windstille?
    Und was machst Du, wenns auch noch dunkel ist?

    Ah….mit den Hühnern ins Bett gehen, Du Ferkel.
    H.E.

  36. Ups, der 9.November 2015 war der wärmste 9.November in Boizenburg. Wie geht das denn? Ist das nun ein Zeichen der Klimaerwärmung?

  37. Herr Krüger stellen sie doch mal die Jahresmitteltemperatur von Boizenburg der letzten 60 Jahre grafisch dar. --
    Wird aber wahrscheinlich nicht passieren, denn dabei würde auch die dümmste Seele einen deutlichen Temperaturanstieg erkennen 🙂

    Vielleicht können sie einmal ein der Diagramm der Jahresmitteltemperatur der letzten ca. 100 Jahre aus Deutschland mit einem Rückgang hier darstellen.

  38. Ach herrje, die Klimaschützer fallen hier wieder wutentbrannt ein. Was soll ich dazu noch sagen, als mich darüber zu amüsieren? 😉

  39. Jochen,

    dann ist bei ihrem Lieblingswindrad halt der Bereich zwischen 36km/h und 45km/h derjenige, wo ein paar Böen reichen, um die Leistung völlig planlos zu verdoppeln und wieder zu halbieren. Daß das Ding trotzdem 90km/h aushält, bedeutet nur, daß der Generator um einen Faktor 8 zu schwach ausgelegt ist -- wenn 45km/h für 3MW reichen, würde derselbe Propeller bei 90km/h auch 24MW liefern können… ist das eines von den berühmt-berüchtigten „Schwachwind-Rädern“?

  40. @Archophob #39

    Schön, Sie haben also verstanden, dass sich die dem Wind entnehmbare Leistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit ändert, aber wenn Sie sich erstens vor Augen halten was eine „Bö“ definiert, zweitens wie groß das Massenträgheitsmoment eines Rotors ist, drittens dass Windräder selten allein stehen und viertens, dass die Möglichkeit des externen Eingriffs in die abgegebene Leistung besteht, dann sieht die Welt schon wieder anders (realer) aus.
    Auch mit Ihren theoretisch 24 MW bei 90 km/h liegen Sie richtig, aber Sie können davon ausgehen, dass sich auch schon andere Leute dessen bewusst geworden sind und trotzdem die Konstruktion des Windrades so ausgelegt haben. Kleine Hinweise: auftretende Lasten, Wahrscheinlichkeit des Auftretens der extremen Windereignisse, Kosten, Rentabilität…
    Ansonsten: weiter viel Spaß beim Lernen des kleinen 1*1 der Windkraftnutzung!

  41. Harvey,

    kann man sich als Physiker ganz schnell herleiten: die in bewegter Luft vorhandene Energie ist
    E=1/2*m*v²
    , und die pro Zeiteinheit entnehmbare Leistung hängt von Massenstrom ab:
    dm/dt = A*rho*v
    (wobei man die Fläche A irrsinnig groß wählen muß, um für die mickrige Dichte rho zu kompensieren)
    was eingesetzt ergibt
    P = dE/dt = 1/2*A*rho*v³

    Bei der Kernenergie ist es noch viel einfacher, die benutzt
    E=mc²
    mit c = Lichtgeschwindigkeit

    Rechnen Sie mal nach, wieviele Kubikkilometer bewegte Luft sie brauchen, um einen Uranbrennstab zu ersetzen -- gerne unter der Annahme, sie könnten den Wind genau vorhersagen…

  42. mag der Spamfilter keine Gleichungen?

  43. @Harvey #40

    Ab Windgeschwindigkeiten von etwa 100 Kilometer pro Stunde stellen sich die Rotorblätter waagrecht zum Wind, um möglichst wenig Widerstand zu bieten.“ Gleichzeitig drehe sich der Rotor nicht mehr weiter. Diese Vorgänge würden automatisch innerhalb von einer Minute ablaufen,

    Quelle
    In Südaustralien haben wir gesehen, wie schnell Abschaltung gehen kann und wohin das führen kann.

    Eine Böe ist ein plötzlicher kräftiger Windstoß, der nur kurz (zwischen 3 und maximal 20 Sekunden) anhält. Sie hebt sich um mindestens zehn Knoten von dem gemessenen 10-Minuten-Mittelwert der Windgeschwindigkeit ab.
    […]
    Wenn die Windstöße 62 km/h und mehr betragen, spricht man von Sturmböen, bei einer Geschwindigkeit ab 103 km/h von Orkanböen.

    Was ist eine Böe
    Ich sehe keinen Fehler in #39 -- folglich ist Ihr 1. Absatz in #40 obsolet, nun, der Rest auch.

  44. PS

    . Ab einer Windstärke von etwa 90 Stundenkilometern drehen sich die Rotorblätter automatisch aus dem Wind, um wenig Angriffsfläche zu bieten. Sie werden nicht fixiert, drehen sich aber nicht mehr. Die Steuerungssoftware schaltet die Anlage ab. In diesen Fällen ist der Grenzwert zum Abschalten vom Windrad-Hersteller festgelegt.

    andere Quelle

    Die Abschaltwindgeschwindigkeit, die diese Betriebsphase zu höheren Windgeschwindigkeiten hin begrenzt, liegt bei etwa 25 m/s (=90 km/h, orkanartiger Sturm).

    Von hier

    Ansonsten: weiter viel Spaß beim Lernen des kleinen 1*1 der Windkraftnutzung!

    Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

  45. @Krishna Gans #42 u. #43

    Schade, ich dachte meine Argumentation wäre klar gewesen. Also leider nochmal etwas kleinteiliger:
    1. Eine Bö wird durch das Trägheitsmoment des Rotors bzgl. der Ausgangsleistung der Windkraftanlage gedämpft. D. h. es findet dadurch eine Glättung der Ausgangsleistung der einzelnen WKA statt.

    2. Gemäß Ihrer Beschreibung ist eine Bö ein Ereignis, das maximal 20 s andauert. Da WKA üblicherweise gehäuft auftreten (u. a. in Windparks) und die Anlagen typischerweise mehrere hundert Meter (typ. 400 m) voneinander entfernt stehen, treffen die Böen bei einer angenommenen mittleren Windgeschwindigkeit von 10 m/s im Abstand von 40 s z. B. hintereinander stehende Anlagen. D. h. die insgesamt eingespeiste Leistung von mehreren Anlagen (Parks bzw. Landstrich) wird über diese gemittelt und die relative Leistungsänderung sinkt nochmals.
    3. Der extern mögliche Eingriff in die maximal eingespeiste Leistung der WKA steht dem Netzbetreiber bei allen modernen größeren WKA(-Parks) zusätzlich offen (Einspeisemanagement, ggf. vorsorglich bei Sturmwarnung).

    Der einzig denkbare kritische Zustand liegt dann vor, wenn eine Sturmfront über das Land bzw. das Meer zieht und quasi die WKA hintereinander „ausbläst“, da alle oberhalb ihrer maximal zulässigen Windgeschwindigkeit angeströmt werden. Aber auch dieser Vorgang geschieht aufgrund der großen räumlichen Verteilung der WKA in Deutschland nicht instantan, sondern über z. T. Stunden. Darüberhinaus besitzen nicht alle WKA identische Abschaltwindgeschwindigkeiten und werden entsprechend ihrer räumlichen Lage auch unterschiedlich gut/stark angeströmt. Beispielsweise besitzen die meisten Enercon-Anlagen eine Sturmregelung, die die Anlage erst auschaltet, wenn über 10 Minuten eine Windgeschwindigkeit von 34 m/s = 122,4 km/h (entspricht einem Orkan) überschritten wird.

    Ehrlicherweise muss ich zugestehen, dass mich ihr singuläres Ereignis in Südaustralien nicht wirklich interessiert. Laut AEMO-Bericht sind ja wohl zuerst sukzessive mehrere Überlandleitungen ausgefallen bevor sich einzelne Windparks bzgl. ihrer Einspeisung verabschiedet haben (zu hohe Einspeiseleistung). Und wenn ein 50-Jahres-Sturm dazu führen sollte, nun gut.
    Außerdem spricht die lange Zeit, die es brauchte, das Netz wieder hoch zu fahren, dagegen, dass primär irgendwelche Windparks das Dilemma verursachten.

    Wenn in Deutschland großflächige Stromausfälle bei Stürmen/Orkanen ohne Beteiligung von ausfallenden Hochspannungsleitungen oder konventionellen Großkraftwerken stattfinden sollten, können wir ja nochmal diskutieren…

    Was obsolet ist, entscheidet halt jeder für sich…

  46. @Harvey #44
    Mit ##44 kann man was anfangen, mit #40 nicht, also obsolet.

  47. @ Krishna Gans #45
    Ja, danke. Das hatte ich befürchtet, dass #40 zu kurz war, aber es hätte mir Arbeit gespart und Archophob möglicherweise einen größeren Lernerfolg beschert, wenn #40 gereicht hätte!
    Und noch zu meinem zweiten Absatz aus #40: Es ist unwirtschaftlich, WKA so zu bauen, dass sie auch bei Sturm (90 km/h) den vollen Ertrag ernten, da die entsprechenden Lasten extrem zunehmen und der energetische Mehrertrag an normalen (deutschen) Standorten im Vergleich zu gewählten Konstruktionen sehr gering wäre.
    Mal so als Hausnummer (das 1*1…): Bei Auftriebsläufern entspricht der Schubbeiwert im Betrieb, d. h. letztendlich die Kraft die auf die Nabe wirkt, ungefähr der Kraft, die eine (geschlossene!) Kreisscheibe mit dem Rotordurchmesser im selben Wind erfahren würde. Sprich: man stelle sich den „Druck“, der auf eine ca. 10.000 m² große Fläche bei Orkan wirkt in über 100 m Höhe vor… Beim Abregeln (Pitchen der Blätter) reduzieren sich entsprechend die Kräfte.

  48. #38
    @Krüger

    Fakten spielen hier wohl keine Rolle. Greifen sie doch mal meinen Vorschlag auf, zeigen sie ein entsprechendes Diagramm.

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