Seeadler wegen Windpark erschossen?!

9. April 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Windkraft

Anfang Februar wurde in Balje-Hörne im Kreis Stade ein erschossenes Seeadlermännchen in seinem Horst gefunden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen ermittelt.

Es handelt sich um einen Landwirt aus der Gemeinde, bestätigte der Stader Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas NDR 1 Niedersachsen. Nach Zeugenaussagen sei der 65-Jährige am 27. Januar mit seinem Jagdgewehr in einem Wäldchen in der Nähe des Adlerhorstes verschwunden. Kurze Zeit später hätten Zeugen einen Schuss gehört. Der tote Seeadler war einige Tage später entdeckt worden.

Einem nahen Familienmitglied des Mannes gehört laut Oberstaatsanwalt Breas in der Nähe des Horstes Grundbesitz. Breas nannte in dem Zusammenhang mögliche Planungen zu Windenergieflächen und eine Wertsteigerung des Grundstücks.

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32 Kommentare
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  1. Täter ermittelt und Verbindung zu Windkraft. Bravo! Hier wurden in einem Planungsgebiet 2 vergiftete Milane gefunden, kein Täter ermittelt. Das Naturschutzzentrum des Kreises Schwäbisch Hall machte für den Landkreis das Naturschutzgutachten. Das Planungsgebiet wurde freigegeben. Die Anwohner, darunter ein Jäger konnten durch viele Einzelbeobachtungen und Wildkameras das Gutachten als Fehlgutachten nachweisen. Der „Gutachter“ wurde beim Begutachten der „unbewohnten“ Horste gefilmt. Ein paar Stockschläge an den Stamm und kein Vogel flog weg, also unbewohnt. Tatsächlich gab es in dem Gebiet aber noch Milane und Schwarzstörche. Das war dann das AUS für dieses Gebiet. Sonst wird das lt. DWD sehr windschwache Hohenlohe mit 200 m Turbinen verspargelt. BW wählte grün und zerstört die Natur.

  2. Mich wundert dabei vor allen Dingen, dass sich mit sowas die Staatsanwaltschaft befasst.

    Zitat von NDR.de: „Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die vorsätzliche Tötung von streng geschützten Arten verboten und kann mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.“

    Gibt schon komische Gesetze in Deutschland.

  3. Eagles for Nukes!

    Ist doch ne klasse Idee -- wenn die Atomlobby überall Seeadler ansiedelt, können ihre Kraftwerke bis zum Supergau weiter strahlen und ‚kostbare Wertstoffe‘ für die Rüstungsindustrie produzieren. Geil!

  4. @F.Alfonzo #2

    Mich wundert dabei vor allen Dingen, dass sich mit sowas die Staatsanwaltschaft befasst… Gibt schon komische Gesetze in Deutschland.

    Findest Du ?

  5. @ Krishna:

    Nun ja, wenn man sich so ansieht welche Straftatbestände ansonsten noch so mit fünf Jahren Haft geahndet werden, schon.

    Aber ist natürlich subjektives Empfinden. Für mich ist ein Seeadler so ne Art „edles Grillhühnchen“.

  6. @Afonzo #5
    Ich find‘ gut wie’s ist.

  7. Der 65-Jährige Landwirt wird mit einer Geldstrafe davon kommen. Er hat schließlich etwas Gutes getan, indem er den vom Seeadler besetzten Platz für mögliche Windkraftanlagen und den Klimaschutz frei-geschossen hat. 😉

    In dem Sinne:

    http://www.gamesbasis.com/moorhuhn.html

  8. PS

    Herr HJ Fell wird zumindest stolz auf den Landwirt sein. Durch die dort entstehenden Windparks wird der Klimawandel aufgehalten und der Schwarzstorch vorm Verdursten geschützt. 😉

  9. Mir ist nicht richtig klar, wie wir an den Vorfall heran gehen sollen? Es gibt ja eine Vielzahl von möglichen argumentativen Zugängen. Einmal, dass es Menschen gibt, die um einen ordentlichen Gewinn zu machen, die Gesetze wenig achten. Dann, dass es welche gibt, die meinen aus einer höheren Moral ableiten zu können, dass Gesetze nicht wichtig sind.

    Der nächste Aspekt wäre der Konflikt zwischen Natur- und Klimaschutz, oder falls die Naturschützer sich auch als Klimaschützer verstehen, die Beliebigkeit in der Achtung der Gesetze. Ein paar seltene Eidechsen sind gut, weil sie ein Ausbauprojekt der Bahn verhindern. Bedrohen aber ein paar seltene Greifvögel einen Windpark, so sind die nicht so wichtig.

    Am letzten Beispiel zeigt sich auch die Zweischneidigkeit des Argumentes Artenschutz. Wenn ich mittels dem Argument Greifvögel einen Windpark verhindere, muss ich mir auch gefallen lassen, wenn andere mittels Eidechsen Stuttgart 21 verhindern wollen. Und umgekehrt.

  10. @ Quentin, #9:

    Du sagst es:

    Am letzten Beispiel zeigt sich auch die Zweischneidigkeit des Argumentes Artenschutz. Wenn ich mittels dem Argument Greifvögel einen Windpark verhindere, muss ich mir auch gefallen lassen, wenn andere mittels Eidechsen Stuttgart 21 verhindern wollen. Und umgekehrt.

    Ich bin ähnlicher Auffassung und mache mir daher das Naturschutz-Argument nicht mehr zu eigen. Als Menschen dürfen, ja müssen wir sogar die Umwelt gemäß unserer Ansprüche nutzen und gestalten.

    Allerdings ist es trotzdem falsch, den Adler einfach abzuknallen. Oder giftiges Futter für die Eidechsen auszulegen (beispielsweise). Die Tiere passen sich den veränderten Umständen an, oder eben nicht. Das ist Evolution. Ggf. kann man sie auch umsiedeln. Oder durch die Art der Nutzung ihnen die Anpassung erleichtern.

    Ein Gesetzesverstoß wie oben beschrieben zeigt aber vor allem ein Ausmaß an Gier und Gewissenlosigkeit, das ebenfalls nicht tolerabel ist. Komplizierte Sache. Ich weiß schon, warum ich nicht Jurist geworden bin.

  11. @Quentin

    ich bin da bei Peter, dass wir vor allem eine Kulturlandschaft brauchen wenn wir die Menschen auf der Erde versorgen wollen.
    Wie man in unsren Städten sieht werden sich die Tiere schon anpassen. Sie abzuknallen ist also genauso falsch wie eine notwendige Industrieanlage oder einen Bahnhof zu verhindern, weil angeblich irgendwelche Arten gefährdet sein könnten.
    Allerdings ist die Windenergie in Deutschland ein unnötiger Eingriff in die Natur der auch noch bzgl. seines Zieles wirkungslos ist.
    Ich denke was man vor allem sieht an diesem Beispiel, dass solche planwirtschaftlichen Subventionen wie die Energiewende vor allem die Gier einiger weniger befriedigt. Umverteilung von arm nach reich. Wir sehen an diesem Beispiel, dass Subventionen der falsche Weg sind.
    Darüber hinaus kann man an der öffentlichen Debatte um die Energiewende um den Ausbau der unwirtschaftlichen und teueren Windenergie und Photovoltaik erkennen, dass es den Grünen nie um Naturschutz ging und vor allem auch die SPD die Arbeiter und kleinen Rentner vergisst.. Deshalb bewegt sie sich auf die 20% Hürde hin.

  12. Was ich am schlimmsten finde, ein Symbol des Ökologismus stört die Umsetzung des Ökologismus.

  13. @Krishna Gans

    Wenn man sich die Historie anschaut, dann haben die Grünen den wissenschaftlichen Begriff Ökologie politisch umgedeutet und politisch instrumentalisiert und eine Ideologie Ökologismus daraus gemacht. Genauso haben sie die Klimaforschung umgedeutet und politisch instrumentalisiert und eine Ideologie daraus gemacht.

  14. Was ich besonders irritierend finde ist, seit wann es eine Naturschutzgesetzgebung in Deutschland gibt, nämlich seit 1936 mit dem Reichsnaturschutzgesetz. Oberster Naturschützer war Hermann Göring. Die Kulturlandschaft in Deutschland, so wie wir sie kennen, war bis zu diesem Zeitpunkt schon fast so beschaffen. Ging alles ganz hervorragend ohne Naturschutzgesetzgebung, unter der Verantwortung der Eigentümer. Die heutige Naturschutzgesetzgebung ist nahtlos aus dem Reichsnaturschutzgesetz hervorgegangen und dient, wie von einigen Kommentatoren erwähnt, der Mavhtentfaltung und Gängelei.

  15. Also ganz ohne Naturschutzgesetzgebung geht es nun nicht. Sonst hätten wir immer noch Flüsse in die Abwässer ungeklärt eingeleitet werden, Abgase, die ungefiltert aus den Schornsteinen kommen und Smog verursachen, Landwirte, die ihre Felder grenzenlos überdüngen und darauf Pflanzenschutzmittel ausbringen und das Grundwasser vergiften und ein Ökosystem, das zusammenbricht. Und schnellwachsende Monokulturen an Fichtenwäldern.

    In den Flüssen in den 70er-80er Jahren lebte kaum noch was und die Fische hatten Geschwüre und die konnte man nicht essen. Und in den Flüssen konnte man auch nicht baden. Zudem hatten wir oft Smog. In Bremen kamen die Abgase weitgehend ungefiltert von der Müllverbrennungsanlage nebenan. Die Folge waren Atemwegserkrankungen und Bläschen im Mund.

    Das möchte ich nicht wieder haben. Ohne Regeln geht es also nicht.

    Und genau diese Regeln werden durch die Förderung der EE ausgehebelt. Dauergrünland wird zu Maislandschaften umgebrochen. LSG werden mit WKA verunstaltet. Flüsse werden mit Wasserkraftanlagen zugebaut.

    Es gilt unsere Kulturlandschaft, die eine einzigartigen Artenreichtum hervor gebracht hat zu bewahren. Ansonsten hätten wir nur artenarme Buchenwälder in Deutschland, oder Industrie- und Agrarsteppen.

    Und die Evolution regelt es auch nicht von selbst, wenn ganze Ökosysteme umkippen, mit Flüssen ohne Fische, Nutzinsekten wie Bienen und Hummeln, die durch Pflanzenschutzmitteln aussterben, etc.. Vergifteten Grundwasser, Smog.

  16. PS

    Und einen Seeadler, der nur vereinzelt in Deutschland vorkommt und keinen Schaden anrichtet, aus reiner Profitgier abzuknallen halte ich für pervers. Zumal er auch den Tourismus in der Region fördert. In Bremer Blockland beobachte ich immer mehr Birdwatcher. Die stehen mit Kameras mit Tele und Spektiv am Wegesrand und fotografieren und beobachten Wildgänse und Weißstörche. Und Bussarde und Rohrweihen haben wir auch. Das kurbelt alles enorm den Tourismus an.

    Die Leute kommen wegen der einzigartigen Kultur- und Naturlandschaft und nicht wegen Windparks und Maismonokulturen.

  17. PPS

    Seeadler brüten übrigens auch seit einigen Jahren wieder in der Wesermasch bei Bremen.

  18. @Micha #15

    Es gilt unsere Kulturlandschaft, die eine einzigartigen Artenreichtum hervor gebracht hat zu bewahren.

    Genau, Kulturlandschaft, nicht Industriebrache, und alles dem Profit untergeordnet.

  19. @Michael Krüger #15

    Nur dass es jetzt nicht mehr die Industrie ist die die Luftqualität wieder und die Flussqualität wieder verschlechtert, sondern die Monokulturen, die Biogasanlagen und das Verbrennen von erneuerbaren Holz.

    Im Grunde sorgen die Grünen dafür, dass unsere einzigartige Kulturlandschaft zerstört wird.

  20. Naturschutz ist Kulturschutz, wir haben es ja in Deutschland durchgängig mit einer Kulturlandschaft zu tun. Und ich finde es völlig legitim, dementsprechend den einzelnen Tieren oder Pflanzen eine gewisse unterschiedliche Wertigkeit zuzumessen. Per Gesetz werden ja auch nicht alle Arten gleich geschützt. Ein Seeadler ist eben was besonderes, vor allem im Auge des Betrachters.

    Ich beispielsweise würde, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort einen Wolf oder einen Bär abschießen. Die gehören nicht mehr hier her. Die Kulturlandschaft hat sich eben geändert. Und wir auch, in dem wir uns wiederum der veränderten Flora und Fauna mit unserer Kultur angepasst haben. Das geschieht ja immer wechselseitig. Hätten wir wieder massenhaft Wölfe und Bären in den Wäldern, müssten zumindest die die auf dem Land leben, erst wieder lernen sich zu wehren. Bewaffnung wäre zwingend notwendig. Gut, für das allgemeine Recht auf Waffen trete ich sowieso ein, betrachte es als mein Naturrecht mich gegen Gefahren wehren zu dürfen. Es müssen ja nicht gerade Kriegswaffen sein.

    Als ich auf den Philippinen mein erstes Haus bezog, hat sich meine Frau als erstes eine Pistole zugelegt. Ich war froh darüber, es gab ein gewisses Gefühl der Sicherheit, vor allem, weil sie mit der Knarre auch verdammt gut umgehen konnte. Die Jungs im Ort sind ganz blass geworden, als mal bei einer Art Kirmes ein Schießstand aufgestellt wurde, wo man mit Kleinkaliberpistolen (oder so was ähnlichem) schießen konnte, und sie (meine Frau) baff baff baff nur ins Schwarze getroffen hat. Das hat sich rum gesprochen, niemand hätte sich getraut unser Haus unerlaubt zu betreten.

    Doch das hat mit dem Thema hier nicht viel zu tun. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass der Wert eines Dings in der Natur (Tier oder Pflanze) durch unsere Kultur bestimmt wird. Für mich hat da der Adler etwas erhabenes, er ist ein Symbol für Freiheit, Stärke und Unabhängigkeit. Nicht umsonst ist er Wappentier so vieler Länder. Derartiges auszublenden wäre ignorant. Auch die Symbolkraft bestimmter Bäume darf nicht unterschätzt werden. Wie gesagt, Naturschutz ist in unserem Land eigentlich Kulturschutz und hat mit Ökologismus wenig zu tun. Der Ökologismus versucht die Kultur zu überwinden und konstruiert eine eigene scheinbare Naturwissenschaftlichkeit, die aber, wie alle Wissenschaft jenseits von Mathe und Physik immer umstritten bleiben muss.

  21. Also ich mache auch einen Unterschied. Ein Seeadler stört unsere Kulturlandschaft nicht und gefährdet auch keine Menschen. Ganz im Gegenteil. Ein Wolf hingegen ist eine Gefahr und gehört meiner Meinung nach nicht ins dicht besiedelte Deutschland. Mitte der 70er ist ein Silberwolf bei Bremen aus einem Anhänger/ Tierpark ausgebrochen. Der hat einen Jungen gerissen, bevor er abgeschossen werden könnte. Die heute in Deutschland lebenden Wölfe zeigen auch keine Scheu mehr und reißen zig Schafe und andere Nutztiere und laufen direkt an Waldkindergärten vorbei und gehen nachts in Wohnsiedlungen. Gehören also für mich abgeschossen. Genau wie ein verhaltensgestörter Bär Bruno.

    Die Population von Kormonaren und Krähen und diversen Gänsen hat Überhand genommen. Da sollte der Mensch auch regulierend eingreifen, was wiederum auch die Grünen verhindern. Wildschweine haben ebenfalls Überhand genommen und müssen vor allem in Städten stärker bejagt werden.

    Seeadler, Weißstorche, etc., gehören sicher nicht dazu. Diese stellen eine Bereicherung dar und sind für den Tourismus förderlich. Wölfe und Bären kann man auch in Wildparks anschauen. Dort gefährden die niemanden.

  22. PS

    Der Wolfsvorfall bei Bremen von 1977:

    http://www.noz.de/lokales-dk/delmenhorst/artikel/552607/wolf-in-wohngebiet-weckt-bose-erinnerungen

    Aber Stefan Wenzel von den Grünen sagt Wölfe in dicht besiedelten Niedersachsen sind harmlos und tun auch nichts an Waldkindergärten und nachts in Wohnsiedlungen. Allenfalls darf man die vergrämen, oder besendern und wenn was passiert, tja, dann haben sich die Menschen falsch verhalten.

  23. @Quentin

    Wir betreiben ja schon seit Jahrhunderten durch Landwirtschaft und Forstwirtschaft die Pflege unserer Kulturlandschaft.
    Auch die Jäger und die Förster gehören da dazu.

    Ein Überhandnehmen von Gänsen, Krähen oder Kormoranen in einem Gebiet muss regulierend verhindert werden. Das gehört zum Schutz unserer Kulturlandschaft.

    Ein seltener Seeadler ist zunächst keine Bedrohung.

    Interessant wird sicher die Diskussion, wenn mal ein Mensch durch einen Wolf verletzt oder getötet wird.

  24. Schon die Aborigines und die Mayas betrieben die Kultivierung der Landschaften (Brandrodung, Terra Preta).

  25. Was ich im Zusammenhang mit der Diskussion hier übrigens ganz interessant finde -- und mir bishar auch nicht bekannt war -- ist die Tatsache, dass die Problem-Eidechsen in Stuttgart offensichtlich auch nicht dort heimisch, sondern durch den Güterverkehr eingeschleppt worden sind.

    Es gibt ja in Deutschland, wie in den meisten anderen Ländern auch, zurecht sehr strenge Vorschriften um das Einschleppen fremder Arten zu verhindern, weil diese offensichtlich eine Gefährdung für das Ökosystem bzw. die Kulturlandschaft darstellen. Aber sobald die Viecher dann doch da sind, stellt man sie aufgrund ihrer Seltenheit sofort unter Artenschutz. Bin ich der einzige, der das absurd findet?

    Ähnliches kann man auch im Bauwesen beobachten: Wenn irgendwo ein Bauwerk errichtet werden soll, das sich nicht so recht ins Stadtbild einfügen will, stehen dem zunächst sehr strenge Vorschriften und diverse Interessengruppen im Weg. Aber sobald das Gebäude mal da ist, steht es auch sofort unter Denkmalschutz.

    Es geht eigentlich immer nur um den Erhalt des Status Quo, egal wie der aussehen mag (was auch der Hauptbeweggrund der Großprojekt-Blockierer sein dürfte); eine stimmige Ideologie abgesehen von einem stark ausgeprägten Konservatismus lässt sich da eigentlich nicht erkennen.

  26. @Michael Krüger

    Der Mensch ist ja auch teil der Natur und wächst hyperexponentiell.
    Er wird ergo nur überleben, wenn er die Ressourcen die da sind auch nutzt.
    Man sieht ja auch deutlich, dass die Milleniumsziele der UN ja nicht dadurch erreicht wurden, dass die Menschen durch Bio- und Kleinbauern ernährt wurden, sondern, dass Indien und China sich wirtschaftlich und landwirtschaftlich zur Moderne hin entwickelt haben unter Nutzung der Ressourcen die sie im Land haben.
    Das bedeutete vor Allem auch Kohlekraftwerke und intensive Landwirtschaft.

  27. Naturschutz und Artenschutz, klar ja, aber nicht um jeden Preis. Wenn ein Schwarzstorch das AUS eines Windparks bedeutet, eine Eidechse einen Bau lahm legt, dann stimmen die Wertigkeiten nicht mehr. Ohne den Storch könnten hier 200 m unsinnige Windmühlen in 700 m Abstand zur Ortschaft am Waldrand gebaut werden, und die Schädigigungen der Menschen durch Infraschall, hörbaren Schall und Blinkleuchten würden keine Rolle spielen. Sie spielen auch keine Rolle. Und bleibt der Mensch auch auf der Strecke, ein Lebensrecht für jede Schnecke. Wann kapieren die Bürger endlich, daß die grünen Ökos (demnächst in BW im Verbund mit Schwarz) mit zweierlei Maß messen. Gute Eidechse in Stuttgart, böser Adler an der Küste. Es ging immer nur um den politischen Hebel zur Macht. Vögel und Bäume waren von Starbahn West bis Windwahn, eigentlich so egal, wie die den Funktionären unbekannte Natur.

  28. Nachtrag: Der Schwarzstorch ist wesentlich effektiver in der Verhinderung eines unsinnigen Windparks, als jede Physik, Technik und Volkswirtschaft. Die Gefahr der Deindustrialisierung bedeutet nichts gegen einen Rotmilan.

  29. Klasse Kommentar von Wolfgang Röhl zum hier beschrieben Vorfall. Er stellt sich vor, was es wohl für eine mediale Empörung gegeben hätte, wäre der Adler nicht wegen Windrädern abgeknallt worden, sondern wegen eines angenommenen Frackingvorhabens.
    http://www.achgut.com/artikel/es_war_einmal_ein_adler_der_hatte_viele_tadler

  30. @QQ

    Der mutmaßlich aus Profitgier erfolgte Kill an einem Seeadler hat bundesweit für Entrüstung gesorgt. Medien wie „Spiegel“, „Stern“ und „Zeit“ berichteten darüber in großer Aufmachung. Zumal Umweltschutzorganisationen wie der „Bund“ Mahnwachen vor den Geschäftszentralen der Energieunternehmen organisierten und „Greenpeace“-Aktivisten auf dem Dach von „Exxon Mobile“ eine riesige Banderole mit der Aufschrift „Fracking tötet -- auch den Seeadler!“ angebracht hatten (die „Tagesschau“ berichtete). Der beschuldigte Jäger, dessen Name sich über soziale Netzwerke blitzartig verbreitete, steht inzwischen unter Polizeischutz, weil ihn radikale Tierschützer bedrohen („Wir wissen, wo du wohnst…“).

    Sehr gut.

  31. PS

    Spiegel TV hat aber tatsächlich über den Vorfall wegen Windparks berichtet:

    http://www.spiegel.de/video/seeadler-in-gefahr-eine-unheimliche-mordserie-video-1665150.html

    Aber Spiegel TV ist da immer einsamer Vorreiter.

  32. Ich habe übrigens rausgefunden wo das Seeaderpaar in der Wesermarsch bei Bremen brütet. Über ein Planungsgutachten zum Ausbau von Windkraftanlagen, eines Windparks. Die Naturschützer halten den Horst geheim und die Planungsgutachter ein Ökobüro und „planungsgruppe grün“ plaudert den Standort mit Karte im Gutachten im Netz, für alle zugänglich, aus.

    Ich werde dort mal die nächsten Tage mit dem Rad hinfahren und mir das anschauen.

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