Skandal! Exxon finanziert Klimaketzer

4. Juli 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses

hexfJede Religion hat ihre Heiligen. Diese werden verehrt, weil sie durch ihr Handeln und Schaffen den Gläubigen als Vorbild dienen und diese immer wieder an ihre eigene Unzulänglichkeit erinnern. Aber ebenso notwendig wie die Existenz des Guten und Rechtschaffenden ist das Vorhandensein des reinen Bösen. Und weil gerade dieses Böse auf viele weniger gefestigte unter den Gläubigen eine magische Anziehungskraft ausübt gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass das Böse an der Wurzel gepackt und ausgemerzt werden muss.

Die Drohung mit dem Weltuntergang

Keine Ausnahme bildet hier die Religionsgemeinschaft des Ordens vom nahenden Weltuntergang. Besonders verehrt wird von den Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft der weltumspannend alle Gläubigen hinter sich vereinende heilige Gore. Und auch die deutschen Gläubigen haben ihren eigenen Schutzpatron im nicht minder heiligen Franz von der Sonnenseite gefunden. Als besonders gesegnetes Volk können wir Deutschen dann auch heute mit Stolz ausrufen: Wir sind Solarpapst.

Als heiliges Buch der Ordensbrüder und Schwestern gilt das epochale Machwerk “Die Grenzen des Wachstums”, welches einigen wenigen Erleuchteten in quasi gottesgleicher Computer-Offenbarung eingegeben wurde und den Gläubigen seit seinem Erscheinen im Jahre 1972 als Leuchtfeuer der Erkenntnis die Kraft der Angst vor dem bevorstehenden Untergang vermittelt. Als besonderes Zeichen der göttlichen Vorsehung kann man auch deuten, dass ausgerechnet dem in der heiligen Stadt gegründete Club of Rome diese segensreichen Erkenntnisse zuteil wurden.

Klimakonferenzen als neue Glaubens-Synoden

Ein wichtiges Instrument zur Festigung des Glaubens unter den Jüngern ist die regelmäßige Veranstaltung von Synoden, auf welchen für die Gläubigen unmissverständlich festgeschrieben wird, welche Taten in die sichere ewige Verdammnis führen und durch welche rituellen Handlungen man eine Vergebung der Sünden und den Ablass der Schuld erreichen kann. Und als ganz besonderer Service wird von einigen Hohe-Priestern sogar eine individuelle Vergebung der Schuld versprochen.

Aber die Fallstricke des Teufels lauern überall. Und so wundert es nicht, dass einige wenige verlorene Seelen sich auch heute noch der einzig Segen bringenden Erkenntnis verschließen wollen. Und schlimmer noch. Diese Verdammten wollen nicht davon ablassen auf infam ketzerische Weise, die Nutzung von lasterhaften Technologien als Segen für die Menschheit verkaufen zu wollen.

Die Wiederkehr der Ketzer

Es kann kaum Zufall sein, dass diese umtriebigen ketzerischen Leugner im Englischen “Denialists” (Verneiner) genannt werden. Stellte sich doch schon bei Goethe das personifizierte Böse in Person des Mephistopheles mit den Worten vor: “Ich bin der Geist, der stets verneint…” Und eben diesen Verneinern und auch den teuflischen Organisationen, welche alles daran setzten dieses gottlose Treiben zu fördern, widmet sich in aufopfernder Weise der Englische “Guardian”, welcher gleichsam wie ein Schutzengel (Guardian Angel) darüber wacht, dass das Böse nicht die Vorherrschaft über die Macht des Guten gewinnt.

Als großes Glück der göttlichen Fügung kann es heute angesehen werden dass eine schützende Hand nichts unversucht lässt uns vor dem Bösen in Form eines gewissen “Exxon” zu bewahren. Jedem Rechtgläubigen fällt sofort die unmittelbare sprachliche Verwandtschaft dieses Wortes mit dem völlig zu Recht lange bekämpften, weil vom Leibhaftigen persönlich befehligten, Heer der Hexen auf. Auch diese stellten sich lange Zeit auf ketzerische Art und Weise mit ihren dunklen Machenschaften der einzig heilbringenden Macht des Guten in den Weg. Und wie seinerzeit der Teufel die Taten dieser gottlosen Kreaturen nach Kräften unterstützte, so fördert heute Exxon die finsteren Aktivitäten der neuen Verderber der Menschheit. An Beispielen mangelt es nicht, wie der Guardian unermüdlich betont.

Exxon als neues Feindbild

So wird schonungslos offengelegt, dass das mit satten 75.000 $ bedachte National Center for Policy Analysis (NCPA) doch tatsächlich auf seiner Website behauptet,

…dass während die Gründe und Konsequenzen der gegenwärtigen Erderwärmung immer noch unbekannt sind, die Kosten zur substanziellen Reduzierung von CO2-Emissionen sehr hoch wären und als Resultat ein Schrumpfen der Wirtschaft bewirkt würde, welches zu einer beschleunigten Umweltzerstörung führte. Außerdem würden diese Maßnahmen kaum etwas zur Bekämpfung der globalen Erwärmung, unabhängig von deren Ursachen, beitragen.”

Das ist Blasphemie in Reinform! Schließlich weiß doch heute jedes Kind, dass eine schwache Wirtschaft vor allem der Umwelt zugute kommt. Die bis zu ihrem Untergang intakte Natur in den wirtschaftlich desolaten kommunistischen Staaten ist schließlich bis zum heutigen Tage sprichwörtlich.

Im weiteren deckt der Guardian die äußerst lästerhaften Aussagen der Heritage Foundation aus Washington gnadenlos auf, welche von “Evil Exxon” mit astronomischen 50.000 $ bedacht wurde. Tatsächlich erdreistete sich diese Stiftung, entgegen jedes Konsens unter gläubigen Wissenschaftlern, zu behaupten es gäbe

vermehrte wissenschaftliche Beweise welche Zweifel zulassen, dass die globale Erwärmung eine Bedrohung darstelle und dass das Jahr 2008 in die Geschichte als kühler als 2007 eingehen werde.”

Es soll sogar vereinzelt Stimmen geben, welche behaupten, dass die globalen Temperaturen seit 2002 nicht ansteigen, sondern dass es seit beinahe zehn Jahren trotz stetig steigender CO2 Emissionen beständig kälter würde. Manche besonders fehlgeleitete Seelen wollen diese Entwicklung sogar mit natürlichen Zyklen oder einer ungewöhnlich inaktiven Sonne in Verbindung bringen.

Glauben contra Wissenschaft

Den wahrhaftig Gläubigen lassen solche von wissenschaftlichen Außenseitern vorgetragenen Einzelmeinungen selbstverständlich nicht an der Wahrhaftigkeit seines Glaubens zweifeln. Der wirklich Gläubige nimmt vielmehr mit großer Befriedigung zur Kenntnis, dass die von ihm gewählte Regierung alles (und wirklich alles) daran setzt, ihn in seinem Glauben noch weiter zu bestärken.

Mit Freude vernimmt der so verängstigte Bundesbürger, dass die ihn Regierenden keine Mühen und vor allem keine Kosten scheuen, um das vermeintliche Unheil von ihm abzuwenden. Drohenden Milliarden-Aufwendungen, welche einzig bewirken, dass der Deutsche künftig mit einem guten Gewissen seinen Lichtschalter benutzen kann, blickt dieser auch noch hoffnungsfroh entgegen. Auch die Tatsache, dass die als innovativ angepriesenen neuen Energiequellen nur in der Lage sind völlig unstetig Strom zu produzieren, lässt ihn mehr als kalt. So lange es der guten Sache dient, sind wir Deutschen offensichtlich bereit jedes Opfer, egal ob sinnvoll oder unsinnig, zu erbringen.

Und folgerichtig nimmt die Öffentlichkeit in Deutschland auch gern zur Kenntnis, dass jetzt ein weiteres Institut zur Abschätzung von Klimafolgen in Potsdam gegründet wird, welches einzig zur Aufgabe hat, neue Angstszenarien zu erfinden, um den ohnehin arg geschröpften Bundesbürger “wissenschaftlich fundiert” auf neue Belastungen zum Wohle des Klimas vorzubereiten.

Dass allein dieses neue Institut ein Vielfaches der Mittel dessen verschlingen wird, welche Exxon zur Unterstützung von “klimakritischen” Aktivitäten aufwendet, interessiert die breite Öffentlichkeit wohl herzlich wenig.

Zuerst veröffentlicht auf Readers-Edition am 04. 07. 2009

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2 Kommentare
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  1. Hallo

    Meine Anerkennung dafür, dass Sie hier etwas thematisiert haben, was von interessierter Seite gemeinhin zum „heißen Eisen“ hochstilisiert wurde und, wie die Diskussionen immer wieder zeigen, immer noch wird. Dabei wird immer wieder übersehen, dass im Gegensatz zu Bundes- bzw. Landesämtern oder industrie- bzw. wirtschaftseigenen Instituten, sowohl die staatsnahen –und damit auch politisch orientierten-, als auch die rein privaten Institute und Institutionen ohne die Zuwendungen –hierzu sind auch Aufträge zu rechnen- aus Industrie und Wirtschaft ein karges Dasein führen würden.
    Ein Konkurrenzkampf und „Futterneid“ zwischen den „Kostgängern“ ist da unausbleiblich. Es ist auch nicht neu, dass versucht wird, das Geld -das ja bekanntlich nicht stinkt-, in „böses Geld“ und „gutes Geld“ zu unterteilen. Aber das, was derzeit unter dem Deckmantel „Klimaforschung“ abläuft hat schon ein besonderes „Gschmäckle“. Es wird dabei in unredlicher Absicht übersehen, dass staatsnahe, wie auch private Institute auftragsorientierte „Forschung“ betreiben. D.h. der Auftrag ist klar umrissen und die Erwartungshaltung des Auftraggebers ist dem jeweiligen Auftragnehmer bekannt. Entspricht die abgelieferte „Studie“ nicht ganz den Erwartungen des Auftraggebers, so läuft ein Prozedere ab, das sich auch bei sog. „Gutachten“ bewährt hat. Es wird solange „nachgefragt“ bis das gewünschte Ergebnis „herauslesbar“ ist. Es bedarf dann schon einer genaueren Analyse um den eigentlichen Kern der Aussage zu finden. Kein Institut und auch kein Sachverständiger würde soweit gehen –schon der Reputation wegen- die Kernaussage völlig unter den Tisch fallen zu lassen (das bleibt dem Interpreten überlassen). Jeder Leser einer in Auftrag gefertigten Studie, Publikation oder eines Gutachtens wäre gut beraten die Nebensätze und die Konjunktive einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.

    Um beim Thema „gutes Geld ./. böses Geld“ zu bleiben hier noch eine Pitesse:
    Da gibt es neben dem „Verein der Freunde des PIK“ –der Aufträge und Forschungsgelder für das PIK akquiriert- die vom PIK initiierte und kontrollierte „Reinhard Suring Stiftung“ in deren Satzung in § 2(1) klar umrissen ist: „Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung“. Aha, was macht das PIK?
    In deren Spendenliste taucht neben so illustren Namen wie „Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft“, „Partner Reinsurance Company Ltd.“ und „Risk Management Solutions Ltd.“, auch die vielgeschmähte „EXXON Mobil Europe“ auf. Sowas aber auch! Nehmen die doch schmutziges Geld vom „Erzfeind“.

  2. Testkommentar 1

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