Skeptische Töne im MDR: “Die Natur spielt den Klimaszenarien einen Streich”

10. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Ich habe an dieser Stelle je bereits mehrfach darüber geschrieben, wie die Medien zunehmend auch über skeptische Stimmen berichten, also  solche, die nicht unbedingt  mit der landläufigen Meinung eines katastrophalen menschengemachten Klimawandels übereinstimmen. Diese Zunahme wird mehrere Ursachen haben. Zum einen ist es bestimmt der Verlust an Glaubwürdigkeit, den der Klimagate-Skandal nachhaltig hinterlassen hat. Zum anderen spielt aber bestimmt auch der ungewöhnlich kalte Winter eine nicht unwesentliche Rolle.

Ich will damit keinesfalls ausdrücken, dass der momentane kalte Winter (der zweite in Folge) als Beleg gegen die globale Erwärmung geeignet wäre. Das ist er genauso wenig wie der Warme Sommer 2003 ein Beleg für den Klimawandel war. Nur funktionieren die Medien hier nun einmal anders. Wenn es aktuell kalt ist, passen Berichte über Zweifel an der Erwärmungstheorie schließlich besser.

Zweifel am Weltklimarat
Und unabhängig vom momentanen Wette gibt es auch sonst reichlich Grund zum Zweifeln. Warum musste zum Beispiel der Weltklimarat, wenn es doch nach seiner Aussage viele robuste wissenschaftliche Belege für den Klimawandel und dessen katastrophale Auswirkungen gibt, ausgerechnet auf Studien zurückgreifen, die wissenschaftlichen Kriterien in keinster Weise genügen? Gemeint sind damit etwa Arbeiten vom WWF oder von Greenpeace (hier), oder Beiträge aus populärwissenschaftlichen Magazinen. Oder warum werden die Auswirkungen einer Erwärmung durch die Bank drastischer dargestellt, als es die wissenschaftlichen Ergebnisse hergeben? Maßlos übertrieben wurde etwa beim Abschmelzen der Gletscher im Himalaja, beim postulierten klimabedingten Schrumpfen des Regenwaldes im Amazonas, bei den Horrorszenarien zum Austrocknen Afrikas, bei Angaben zu künftigen Dürren in Australien. Und selbst die geographische Situation in den Niederlandenwurde katastrophal falsch dargestellt.

Wer angeblich “robuste Beweise” hat, der sollte nicht auf solch schlechte, fehlerhafte, ungenaue, und vor allem völlig unwissenschaftliche Berichte zurückgreifen müssen. Fest steht auf jeden Fall, dass mit jeder neuen Ungereimtheit, die ans Tageslicht kommt, die Glaubwürdigkeit des Weltklimarates auf immer neue Tiefpunkte sinkt.

Zweifel an den Klimadaten
Berechtigte Zweifel gibt es aber nicht nur an den Auswirkungen eines Klimawandels, wie das IPCC sie darstellt, sondern auch an den Klimadaten, auf deren Grundlage die Berechnungen der Klimamodelle beruhen. Nachdem diese bislang nur in den ausländischen Medien zur Sprache kamen (wir berichteten), hat sich jetzt auch ein deutscher Sender getraut, diese Zweifel offen anzusprechen. Gestern brachte der MDR in seiner Umschau einen Beitrag mit dem Titel: “Klimawandel gebremst und falsch interpretiert“. Darin äußert sich der Leipziger Professor für Geologie, Werner Kirstein, zu den Temperaturmessungen der Nasa:

“Man hat noch vor 1990 eine ganze menge Stationszahlen gehabt, deren Daten hat man statistisch ausgewertet, das waren ungefähr 5000-6000, und die wurden dann 1990 und in den Folgejahren stark reduziert.”

Und weiter heißt es dann in dem Bericht:

“Geschlossen wurden vor allem Stationen in kälteren Regionen. Geblieben sind die in wärmeren Gegenden. Das verzerrt insgesamt die Messergebnisse, so dass es scheinbar wärmer wird.”

Auch die Tatsache, dass es seit etwa 10 Jahren nicht wärmer, sondern kälter wird, und dass dies nicht zu den Vorhersagen einer Erwärmung passt, die bislang immer von den Medien verbreitet wurden, bringt Professor Kirstein zur Sprache:

“Nach den Szenarien sollte es wärmer werden, auch jetzt, in den letzten 10 Jahren, schon wärmer werden. Nur die derzeitige Abkühlung können diese Szenarien, diese Modellrechnungen, nicht erklären. Es spielt sozusagen die Natur den Szenarien einen Streich.”

Sehen Sie hier die komplette Sendung:

Vielen Dank an Rainer Hoffmann (solarkritik.de) für dieses Video.

Internetblog des Wettermanns Frank Abel

Bildquelle Titelbild: Langfristprognosen vom National Weather Service

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7 Kommentare
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  1. Nun ja, der MDR ist auch nur ein MSM-Absenker, und Journalisten reden halt, wie sie’s verstehen. Diesmal bringen sie auch mal wieder Wetter und Klima durcheinander; die Hauptsache, die Story stimmt.
    Löblich ist allerdings die Erwähnung des unseligen “Meßstellen-Gate” durch Werner Kirstein -- meines Wissens das erste Mal in den deutschsprachigen MSM.
    Dennoch liegt die gefühlte sächsisch-thüringische Perspektive bei der Betrachtung der “globalen Temperatur” arg in Froschaugenhöhe :-)
    In Wirklichkeit liegt die Anormalie im Januar nach den Satellitendaten aus Huntsville für die untere Trophosphäre bei +0,72 °C (Gesamt-Erde), +0,83 °C (Nord-HK) und +0,61 °C (Süd-HK). Der Nordpol liegt bei +1,61 °C, weil er uns die Winterkälte überhilft. Insgesamt sieht das wie El Niño aus…

  2. @ Theobald Tiger

    So ist das nun einmal in den Medien. Nur wurde uns bisher jedes halbwegs passende Ereignis als Zeichen für die globale Erwärmung verkauft.

    Ich erinnere dabei an den Super El Nino von 1998,das Elbehochwasser von 2003, den (hauptsächlich auf Deutschland und Frankreich begrenzten) Hitzesommer von 2003, Hurrican Katrina 2005 oder die ungewöhnlich geringe Eisausdehung in der Arktis 2007. Das waren alles lokale Ereignisse, die in der Presse als Vorboten der Katastrophe gedeutet wurden. Ich kann mich nicht erinnern, dass damals auch nur einer der etablierten Klimawissenschaftler dem widersprochen hätte.

    Bislang funktionierte es doch immer nach der einfachen Gleichung:
    warm = Anzeichen der globalen Erwärmung
    kalt = lokales Wetterereignis

    Das scheint sich jetzt ein wenig zu ändern. Das Ergebnis kann dann genau so wenig wissenschaftlich sein, wie bei der Verknüpfung von Hitzeereignissen mit der globalen Erwärmung, bringt aber insgesamt zum Ausdruck, dass in den Medien eine Art Paradigmenwechsel stattfindet. Viele Menschen, und auch viele Journalisten, glauben nicht mehr an die bevorstehende menschengemachte Katastrophe. Der Stern der Klimawarner sinkt merklich.

  3. Die Wetterfrösche im mdr (oder besser: “Ossi-Wetterfrösche”, freundschaftlich gemeint) scheinen so oder so bekanntlich skeptischer zu sein und auch den Mut zu haben, diese Klima-Skepsis im Fernsehen zu äussern, was ja auch schon mehrere TV-Ausschnitte seit Dezember 2009 haben belegen können…

  4. @Rudolf Kipp

    Das scheint sich jetzt ein wenig zu ändern.

    Aber wirklich nur ein bisschen!
    Unter der Schlagzeile: “Klimawandel als Gefahr für die [olympischen] Spiele -- Erderwärmung lässt die Alarmglocken läuten…” jammert die “Freie Presse” (Chemnitz) heute zum Gletschererweichen drauf los.
    Früher stand oben: “Proletarier aller Länder, vereinigt euch!”. Inzwischen ist es wieder so weit, “Klimafanatiker…” würde den Satz auf die Höhe der Zeit bringen…

  5. [edit] @ P Gosselin
    Wenn Sie das Video anstatt mit http://... als httpv:// verlinken (also das ‘v‘ nach dem http einfügen), dann erscheint es direkt hier im Fenster.

  6. @ Wetterfrosch

    Ja, solche Meldungen müssen wir wohl noch einige Zeit über uns ergehen lassen. Es ist aber schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung, dass es nicht mehr nur solche Meldungen sind.

  7. Video aus dem Ursprungsbeitrag nun wieder hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=dTr_1x3aLoU

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