Temperaturmessungen mit langen Zeitreihen

15. November 2009 | Von | Kategorie: Blog

Die üblicherweise zitierten Zeitreihen für Temperaturmessungen gehen leider nur bis 1880 (NASA-GISS) bzw. 1850 (CRU) zurück. Es gibt allerdings auch Thermometer-Messungen, die weiter in die Vergangenheit zurückreichen. Mit dem Projekt „The Little Ice Age Thermometers“ wurde jetzt eine Initiative gestartet, die Daten solcher Messstationen einfach verfügbar zu machen.

lia-thermometers

Bei WattsUpWithThat.com, wo ich auf diese Seite aufmerksam gemacht wurde, gibt es außerdem einen Beitrag in dem die Verlässlichkeit solcher historischer Temperaturmessungen diskutiert wird.

Eine weitere Seite, die historische Temperaturmessungen übersichtlich zur Verfügung stellt, ist der Dienst Rimfrost. Was diese Seite noch interessant macht, sind Daten über Eisbedeckung oder Schneehöhen die teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Die Temperatur-Zeitreihen lassen sich bequem als Grafik oder Text darstellen. Über die Möglichkeit, die Daten zu sortieren erfährt man dort zum Beispiel, dass die älteste Zeitreihe in dem Datensatz mit 305 Jahren aus Berlin-Tempelhof stammt. Man hat sehr einfachen Zugriff auch auf Daten, die man beim DWD nur noch gegen Bezahlung bekommt.

Beide hier vorgestellten Datensammlungen sind ab sofort auch über die Menüleiste unter „Klimadaten/Temperaturdaten“ verfügbar.

Tempelhof Rimfrost

Frankfurt

Hohenpeissenberg

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19 Kommentare
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  1. Und was sehen wir an den Beispielen ?
    Daß die Erde v e r b r e n n t, uahh.
    Klimaschamane Schellnhuber

  2. @ Krishna

    Es kommt eben nur auf die richtige Art der Datenaufbereitung an. Schöne Beispiele gibt es reichlich. Hier die von Rahmstorf in seinem Blog präsentierten Temperaturen in Potsdam mit 15jähriger Glättung. allerdings ist das kein einfaches gleitendes Mittel, sondern noch mit ein wenig statistischer Zauberei ergänzt. Man erkennt einen steigenden Trend ab Mitte der 90er. Ein normaler über 9 Jahre gemittelter Wert dieser Station zeigt ab 1994 eine Abkühlung. Pure Magie eben.

    Ein weiteres schönes Beispiel hat Kollege Georg Hoffmann kürzlich bei Readers Edition präsentiert. In der Diskussion um die Temperaturentwicklung der GISS-Station Clyde fand er beachtliche 1,5 °C Erwärmung (mit Hilfe dieser Grafik).

    Wenn man aber die Daten der Station herunterlädt und ohne Hokuspokus betrachtet, findet man irgendwie nur maximal 0,05 °C Erwärmung pro Dekade für die Julitemperaturen (Sommertemperaturen). Übers ganze Jahr gemittelt sind die Temperaturen sogar zurückgegangen. Seinen Trick, wie er den 1,5 °C Anstieg ermittelt hat, hat mir Hoffmann übrigens bis heute nicht verraten. Zauberer bewahren solche Informationen nun einmal gerne für sich…

  3. @Rudolf Kipp
    Oder:
    Müller 1
    Müller 2

  4. Sag mal, ist da gerade was in Deinem Filter gelandet ?

  5. @Rudolf Kipp
    Keine Ahnung, wie „planck“ das macht, aber über Rahmstorf gibt es etliches zum Thema, z.B.
    http://www.climateaudit.org/?p=6473

    geh mal die diversen Links durch, Climate audit hat etliche zum Thema.
    Google

  6. Hallo Herr Kipp,

    die Temperaturdaten hatte ich auch gefunden.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/02/02/die-temperaturgeschichte-berlins-und-paris-der-letzten-250-jahre-im-vergleich/

    Quelle

    http://www.wetterzentrale.de/klima/

  7. P.S.

    Oder das

    http://www.warwickhughes.com/climate/europe.htm

  8. Lieber Herr Kipp,
    verzeihen sie mir die folgende Ironie.
    Ihre Daten zeigen doch nur, dass diese Temperaturdaten nicht geeignet sind den Klimawandel zu erkennen.
    Das ist an vielen Orten der Erde ebenso, beweist aber aus Sicht der Klimawissenschaft nicht, wie die folgende messerscharfe Schlußfolgerung aus einem Lehrbuch zeigt, dass der Klimawandel nicht existiert.
    Zum Beispiel schreibt Prof. Latif in seinem Lehrbuch: „Klimawandel und Klimadynamik“ zum Nordatlantik.
    „…Die Ergebnisse von Boer (2004) können außerdem dahingehend interpretiert werden, dass der Nordatlantik nicht geeignet ist, eine anthropogene Klimaänderung frühzeitig zu erkennen, da diese durch die starke multidekadische Variabilität gekennzeichnet ist. Man würde aber dennoch einen langfristigen Erwärmungstrend erwarten, wie man ihn auch im tropischen Nordatlantik beobachtet. Sein Fehlen (siehe Latif et al. 2004) ist möglicherweise in einer leichten anthropogen bedingten Abschwächung der MOC im letzten Jahrhundert begründet, welche die Erwärmung infolge des zusätzlichen Treibhauseffekts kompensiert haben könnte.“

    Da liegt es doch mit der gleichen konjunktivischen Sicherheit nahe anzunehmen, dass diese mögliche anthropogen bedingte Abschwächung der MOC auch unser Klima hier in Deutschland beeinflusst und die anthropogen erwartete Temperaturerhöhung kompensiert haben könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  9. @Günter Hess
    dann frage ich mit der gleichen Ironie, von welchem anthropogenen Klimawandel sprechen Sie eigentlich ?
    Und bitte was ist eine anthropogen bedingte Abschwächung derMOC ?

  10. Offtopic, aber wenn Ihr mich fragt ist Vennecke gerade dabei, seinen letzten Rest Verstand zu verlieren… (ab hier)

  11. Hallo Herr Gans,
    Das Lehrbuch verspricht im Klappentext ein solides wissenschaftliches Fundament zu bieten. Da überschätzt es sich aber meiner Meinung nach. Es ist mit Konjunktivkonstruktionen durchsetzt, ähnlich wie von mir zitiert. Was beschrieben wird ist also eine Möglichkeit oder Spekulation. Das finde ich für ein Lehrbuch unpassend. Darüber habe ich mich nach dem Kauf zunächst ein bisschen geärgert. Insgesamt finde ich das Buch aber gut und ehrlich da es die Spekulation durch Konjunktiv kennzeichnet.
    Das Buch ist deshalb gerade für den interessierten Laien in der Tat eine gute Zusammenfassung. Es ist meines Erachtens ein Zwischending zwischen Lehrbuch und populärwissenschaftlichem Buch. Ich finde es trotz meiner obigen Kritik empfehlenswert und interessant zu lesen, wie viel Spekulation noch in den ganzen Aussagen liegt.
    Ihre Frage: „Und bitte was ist eine anthropogen bedingte Abschwächung der MOC“
    Die MOC („meridional overturning circulation“) ist die meridionale Umwälzbewegung der Ozeane.
    Das heißt es wird spekuliert, dass das vorhergesagte, aber nicht beobachtete Signal, durch einen anderen nicht vorhergesagten und auch nicht beobachteten Effekt kompensiert wird.
    Diese Argumentationskette hat in einem Lehrbuch nichts zu suchen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  12. @ Günter Heß

    Ich habe auch schon einmal darüber nachgedacht, dieses Buch zu kaufen. Allerdings war ich mir nicht sicher, weil die Lektüre von Rahmstorfs und Schellnhubers „Der Klimawandel“ kein großes Vergnügen war. Wenn im Sachteil Spekulationen als Tatsachen verkauft wird und später bei der „Klassifizierung“ der Skeptiker vor allem Polemik betrieben wird, dann bekomme ich beim Lesen Wut und Bauchschmerzen. Nach diesem Standard scheint Latifs Buch ja ganz gut wegzukommen.

    Viele Grüße,
    Rudolf Kipp

  13. @ Müller

    Vielen Dank für die Hinweise. Den Link zu „Wetterzentrale“ habe ich oben in der Leiste eingestellt.

  14. @Rudolf Kipp #10
    Ich hatte mich zu Penner geäußert, aus einer persönlichen Erfahrung heraus, wie angegeben. Nur was Vennecke wieder daraus macht….. Müll. wie immer.

  15. Lieber Herr Kipp,
    ich würde das Buch aus verschiedenen Gesichtspunkten empfehlen:

    1. Es bietet eine gute und knappe Zusammenfassung aller Themen zum Klimawandel für einen anständigen Preis. Es stellt die Unsicherheiten auch dar. Spekulationen werden im Konjunktiv formuliert und nicht als Tatsachen verkauft.

    2. Es hat kein für einen Naturwissenschaftler peinliches Kapitel über „Leugner“ und „Skeptiker“, wie das Buch von Rahmstorf und Schellnhuber: „Der Klimawandel“.

    3. Der Einbandtext verspricht ein solides wissenschaftliches Fundament. Es verspricht da zu viel. Da kann man sich ein Bild machen über die wissenschaftlichen Standards in der Bachelor Ausbildung. Ich finde das interesssant für die Meinungsbildung, da das Physik-Niveau des Buches leider nicht über die Nebenfachvorlesung Physik für Biologen und Geographen hinausgeht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  16. @Günter Hess #15

    Ich finde das interesssant für die Meinungsbildung, da das Physik-Niveau des Buches leider nicht über die Nebenfachvorlesung Physik für Biologen und Geographen hinausgeht.

    Das sollte für’s erste auch genügen, da an fast allen Unis Klima bei den Geographen angesiedelt ist.

  17. Lieber Hr. Kipp!
    Ich habe die Seite durchsucht und keinen Hinweis auf Ernst-Georg Beck „Der Wasserplanet“ gefunden!
    Er bringt einen auf seiner Seite http://www.biokurs.de/treibhaus/ mit vielen Hausverstandsabschätzungen
    intensiv zum nachdenken!
    Ich empfehle die Seite unter SKEPTISCHE SEITEN zu verlinken!
    Liebe Grüße
    Kyberkrat

  18. Der angebliche Konsens der Wissenschaftler bei der Behauptung:
    Der Mensch und das C02 sind an der neuzeitlichen Klimaerwärmung schuld.

    Von Treibhausforschern wird als Argument für die Richtigkeit ihrer Theorie gern das Argument genannt, dass unter den Wissenschaftlern ein hoher Konsens in der Erklärung der Klimaerwärmung besteht. Das ist eine Falschaussage. Diesen Konsens gibt es nicht.
    Es besteht unter den Naturwissenschaftlern lediglich ein hoher Konsens darüber, dass C02 Infrarotstrahlen absorbieren kann.

    Jedoch bei der Frage, ob ein bisschen mehr C02 in der Atmosphäre ausreicht, um die Erde zu erwärmen, besteht überhaupt kein Konsens mehr unter den Wissenschaftlern. Da kein einziger Versuch eine Erwärmung bei Verdopplung oder Verdreifachung des C02-gehaltes beweisen kann, müssen Wissenschaftler die angebliche Erwärmung berechnen. Und genau bei diesen Modellrechnungen scheiden sich die Geister der Wissenschaft. Jeder errechnet das, was er will.

    Je nachdem, welche Vormeinung der betreffende Treibhausforscher hat, errechnen die Leute eine Klimasensitivität bei C02 von 0,1 bis 7 Grad (Schellnhuber). Der Weltklimarat schätzt 2,5 bis 4 Grad.
    Erg:1) Die Klimasensitivität von C02 kann man durch keinen Versuch ermitteln, nur errechnen.
    2) Selbst bei der Errechnung der Klimasensitivität von C02 besteht überhaupt kein Konsens.

    Ich habe verschiedene Modellrechnungen bei Eike (Europäisches Institut für Klima) nachvollzogen. Selbst wenn alle Energievorräte der Erde auf einen Schlag verbrannt würden, kam es bei der Rechnung nur zu einer Erhöhung um 0,7 Grad. Die Erwärmung würde aber gleich wieder zusammenbrechen, da das freigesetzte C02 sofort wieder abgebaut würde.

    Fazit: Nur ein kleiner Teil der Klimawissenschaftler (1.Treibhausgläubige) begründet die neuzeitliche Erwärmung nach der Kleinen Eiszeit ausschließlich mit dem anthropogenen Treibhauseffekt. Sie machen durch ständige Katastrophenmeldungen auf sich aufmerksam. Sie leugnen die Temperaturabkühlung seit 10 Jahren und fälschen sogar Daten („Climate-gate“)
    Der größere Teil der Naturwissenschaftler leugnet den Treibhauseffekt nicht, aber diese Wissenschaftler stufen die Erwärmung durch das zusätzliche C02 entweder als eine Ursache von vielen oder sogar als völlig unbedeutend ein. (2. Klimarealisten)

    Es handelt sich also um eine schweigende Mehrheit, für die der Treibhauseffekt nur ein Argument unter vielen für den ständigen Klimawandel auf der Erde ist. Diese große Mehrheit widerspricht den wenigen Katastrophentrommlern aber meist nicht ausdrücklich. Auch produzieren sie keine Katastrophenmeldungen. Deswegen nehmen die Medien auch keine Notiz von ihnen. Diese Gruppe nennt sich selbst Klimarealisten.

    Jedoch gibt es auch eine erheblich große Gruppe an Naturwissenschaftlern, die zwar die IR-Absorption bestätigen, sonst aber lehren, dass C02 überhaupt keine Erwärmung bewirken kann, da eine Erwärmung dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre widersprechen würde. Dafür stehen die beiden Physikdozenten Gerlich/Tscheuschner und andere Klimawissenschaftler. (Thüne, Kramm, Dlugi, Zelger, Ermecke, Beck, Svendsmark) Diese Gruppe bezeichnet sich auch als Klimarealisten, sie werden von den „Treibhäuslern“ aber als Klimaskeptiker beschimpft. Diese Gruppe erhält momentan starken Zulauf und gewinnt an Einfluss, auch in der Öffentlichkeit (3. Klimaskeptiker)

    In der russischen Akademie der Wissenschaften gibt es Wissenschaftler um Oleg Sorochtin, die behaupten: C02 wirkt kühlend. Für diese C02-Abkühlungstheorie gibt es im Osten Europas erstaunlich viele Befürworter. Sie sagen im Gegensatz zu den „Treibhäuslern“ des Westens eine Abkühlung voraus. Die Abkühlungstheorie für C02 wird in Deutschland totgeschwiegen. (4. Abkühlungswissenschaftler)

    Frage: Wo ist der angeblich weltweite Konsens der Wissenschaft?

  19. Josef Kowatsch 21. März 2010 19:00 :
    Jedoch gibt es auch eine erheblich große Gruppe an Naturwissenschaftlern, die zwar die IR-Absorption bestätigen, sonst aber lehren, dass C02 überhaupt keine Erwärmung bewirken kann, da eine Erwärmung dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre widersprechen würde. Dafür stehen die beiden Physikdozenten Gerlich/Tscheuschner und andere Klimawissenschaftler. (Thüne, Kramm, Dlugi, Zelger, Ermecke, Beck, Svendsmark) Diese Gruppe bezeichnet sich auch als Klimarealisten, sie werden von den „Treibhäuslern“ aber als Klimaskeptiker beschimpft. Diese Gruppe erhält momentan starken Zulauf und gewinnt an Einfluss, auch in der Öffentlichkeit (3. Klimaskeptiker)

    (Wie gibt man hier beim Zitieren an, wer das wirklich gesagt hat -- egal, das Zitat stammt eigentlich von Josef Kowatsch)
    Am 17.3. wurden Sie schon bei Eike von Herrn Limburg darauf aufmerksam gemacht, dass diese Aussage nicht stimmt. Wäre es dann nicht mal an der Zeit, den Textbaustein zu überarbeiten, bevor der noch in anderen Blogs landet?

    Aber wenn wir schonmal bei Textbausteinen sind, hier auch mal die passende Ergänzung:

    Artikel von Willis Eschenbach tauchten ja hier Eike bereits einige male auf. Seine Meinung zu Gehrlich/Tscheuschner: „G&T is bad, bad, bad.“

    Seine indirekte Meinung zu Thieme und Ermecke -- Thieme, der meint, „Gegenstrahlung“ gäbe es gar nicht, Ermecke, der die Größenordnung bezweifelt: „Here, we believe in things that can be measured scientifically, and downwelling IR is one of them. I have neither the time nor the inclination to argue with people who think that things that can be measured don’t exist.“

    Ich kann nur hoffen, dass Sie mit dem Einfluss gewinnen falsch liegen …

    PS: Die vollständigen Kommentare: Gehrlich und Tscheuschner und Gegenstrahlung

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