UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 wird von Kohlelobby bezahlt, China will Kernkraft ausbauen!

4. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Ökologismus, Politik

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Bevor die Klimakonferenz in Katowice am Sonntag begann, war das Gastgeberland Polen bei vielen Klimaschützern schon in Ungnade gefallen. Denn einige Tage vor Beginn der Konferenz wurde bekannt, wer den Klimagipfel sponsert: Die polnischen Kohlekonzerne PGE, Tauron, JSW und der Gaskonzern PGNiG. Eine Klimaposse.

Kanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Macron reisen erst gar nicht zur Konferenz an. Es reisen überhaupt nur ca. 30 von ca. 200 Staats-/ Regierungschefs an. US-Präsident Donald Trump hat sich aus dem Pariser Abkommen verabschiedet. Und Russlands Präsident Putin testet lieber die neue Kalaschnikow, als sich ums Klima zu kümmern. Und China, als Vorzeigeland der Klimalobbyisten für den Ausbau der erneuerbare Energien ist Kohleweltmeister, Weltmeister im Bau von neuen Autos mit Verbrennungsmotor, Exportweltmeister und Weltmeister im CO2- und Treibhausgasausstoß. Rund zwei Drittel der Stromerzeugung Chinas 2016 kam aus Kohle. Rekordmengen! Gleichzeitig baut es auch die Atomkraft stark aus.

2016 hat China die installierte Leistung aus AKWs um rund acht Gigawatt auf 34 Gigawatt gesteigert, die größte Steigerung bei der Atomkraftnutzung, die es bisher gab. Und so soll es weitergehen: Der Vorsitzende der China General Nuclear Power Corporation, He Yu, wird vom englischsprachigen Parteiorgan „China Daily“ mit den Worten zitiert, dass Chinas installierte Leistung aus Atomkraft bis 2030 mindestens 130 Gigawatt betragen müsse. Dies sei notwendig, um die von Premier Li Keqiang vorgegeben Pläne zur Emissionsreduzierung zu erfüllen. Vier bis sechs neue Reaktoren sollen He Yus Vorstellungen zufolge dafür jährlich ans Netz gehen. Der Atommanager bekräftigte damit die beim Volkskongress 2016 verabschiedete Vorgabe von 110 AKWs, die bis 2030 in China am Netz sein sollen.

Neue Meiler made in China sollen aber nicht nur im Inland, sondern auch in den Anrainerstaaten entlang der so genannten „Neuen Seidenstraße“ durch Zentralasien und Pakistan entstehen. Sogar in Großbritannien will China einen Reaktor der „dritten Generation“ errichten. So will China zum großen Klimaretter werden. Die Klimaschutzorganisationen in Deutschland und Greenpeace dürften begeistert sein.

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7 Kommentare
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  1. Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber, oder erst am Ast aufhängen und den dann noch selbst absägen. CO2, oder Klimarettung hin oder her, die schiere, schlichte Vernunft gebietet die Energieerzeugung, nicht nur Strom, mit Kernenergie.Im philosophischen Dialog auf 3Sat aus der Schweiz, ein amerikanischer Psychologe und Kommunikationswissenschaftler, eine klare Befürwortung von Kernenergie. Er ging sogar in die Technik. Modular aufgebauten, industriell gefertigten, modernen schnellen Reaktoren gehört die Zukunft.
    In katowiz tagt aber wieder einmal der „Wanderzirkus“ der Spesenritter.

  2. Na wenn das ein amerikanischer Psychologe und Kommunikationswissenschaftler schon sagt, dann ist es wohl unumstößlich. Zu den dümmsten Kälbern würde mir auch etwas einfallen -- grins-

  3. Leider nützen auch AKW nur sehr eingeschränkt.

    Denn auch die hier eingesetzte, und spätestens nach dem Verbrauch als Wärme abgegebene, Primärenergie heizt die Troposphäre auf.

    Gut, die globalen nichtregenerativen Wärmequellen haben gesamt einen Output der (elektrisch) 15.000 Atomkraftwerksblöcken entspricht (15 TW).

  4. Modern und modular oder nicht, diesen schnellen Brütern ist das Problem, Unmengen an strahlenden Spaltprodukten zu erzeugen, nicht genommen. Zudem bleibt die Gefahr der atomaren Exkursionen erhalten, die schnell zum Ende der der Weiterentwicklung geführt hatte.
    Es gibt zwar ein Konzept, das die schnelle Brüter-Technik beherrschbar machen kann, aber noch ist ADS, wie das Rubbiatron, nicht so weit entwickelt, dass es anwendbar wäre und 500 Jahre lang strahlt es nicht weniger als unsere heutigen Reaktoren. Ich hätte da noch ein anderes Konzept, das zwar angedacht wurde, aber alleine wegen seiner Größe und Komplexität nie in Angriff genommen wurde. Der Leiter von Interatom in Bensberg persönlich redete mir erfolgreich aus, meine Bewerbung für das Projekt zurück zu ziehen.
    Ich fahre inzwischen auf dem Modell des Elektroautos ab, das mit Solarenergie betrieben wird und die Speichertechnik zum großen Teil mit sich bringt.
    Einen ganz bedeutenden Fortschritt sehe ich darin, wenn insbesondere Polen zurück zur Heiztechnik der Häuser mit dezentralen, mittelgroßen Kohleheizwerken samt Fernwärmenetzen geht, mit Nasswäsche der Abgase. Dafür aber alleine das eingesparte Gas in Hochwirkungsgrad-GUD-Kraftwerken zur Stromerzeugung nutzt.
    Bis auf das CO2 , das ich nicht für den Hauptverursacher der Erderwärmung halte, wird mit diesem Konzept die Umwelt wieder sauber, die polnischen Kumpel behalten ihre Arbeitsplätze trotz einer mäßigen Verringerung der Produktion.
    Ich wohne in Deutschland in einer der dreckigsten Gegenden Europas, mit unverantwortlicher und schmutziger Stromproduktion aus Braunkohle.
    Auch ohne Wiedereinführung der Kernenergie bin ich der Meinung, dass wir die Umwelt so wieder sauber bekommen und den Temperaturanstieg rückgängig machen können, ehe die Solartechnik, darunter vor allem Speichertechnik, weit genug fortgeschritten ist.
    Man sollte sich endlich wieder auf das besinnen, was die Physiker Bouguer, Beer und Lambert erforscht hatten, als sie auch die Wirkung des CO2 in der Atmosphäre untersuchten. Pierre Bouguer geriet in Vergessenheit, obwohl er lange vor den anderen herausfand, was unseren heutigen Klimawandel wirklich bewirkt. Der Ritter von Fraunhofer ergänzte diese Theorie, die uns aus den Wirrungen unserer Zeit herausführen wird.

  5. Einige wichtige physikalische Gesetze werden von den Klimarettern nicht beachtet. Der Anteil der Begleitstoffe, die bei der Verbrennung ausgestoßen werden, verschwinden zwar auch, wenn weniger Kohlendioxyd in die Luft geblasen wird, sind meiner Meinung und meinen Berechnungen nach aber die weit wesentlichere Ursache für die Klimaerwärmung, als bekannt. CO2 lässt sich bei der Verbrennung nicht verhindern, Kohlenstoff ist eben der Hauptenergieträger der langzeitig gespeicherten Sonnenenergie, der problemlos die ganze Welt versorgen kann, wenn man die Begleitstoffe entfernt. Das funktioniert dann auch zu 100% regenerierbar. Das Problem ist auch genau das Thema, das in Kattowitz im Mittelpunkt stehen sollte, dort sitzen die Experten für die Abgasreinigung , auch für die saubere Verbrennung der Ernte zukünftiger Energieplantagen. Auf diesem Gebiet wird aber so gut wie nichts getan. Alles drischt nur auf das CO2 ein, das die Industrien der Welt ernährt. Dabei sind dessen Begleitstoffe überaus leicht zu entfernen, wenn man nur deren Bedeutung erkennt. Meinen Berechnungen nach ist die Klimaerwärmung dann sofort rückläufig, noch ehe wir die regenerativen Techniken weit genug entwickelt haben.

    Was geschieht, wenn wir kein Gas mehr in den Hausheizungen verbrennen und stattdessen den Brennwert nasser Braunkohle in mittelgroßen Heizwerken nutzen und den Strom mit den dann reichlichen Gasreserven in GUD-Heizkraftwerken erzeugen? Da will kein „Klimaschützer“ etwas von wissen. In Kattowitz würden wir die richtigen Gesprächspartner finden. Auch die leiden unter dem Schmutz aus den Schornsteinen.

  6. @ B. Schlüter: das wichtigste Begleitprodukt der Verbrennung von fossilen Brennstoffen ist wohl Wasserdampf (mal die ganzen „H“s in den Stoffzusammensetzungen der Fossilen betrachten, aber die Molekülmassen beachten…).
    Der in ähnlichen Stoffmengen wie das CO2 anfällt. Aber den 25 fachen Treibhauseffekt von CO2 hat.

    Aber da es in der Atmosphäre schon 10 mal so viel Wasserdampf wie CO2 gibt , der WD verursacht den weitaus größten Teil des natürlichen Treibhauseffekts, wirken sich weitere WD-Emissionen nur noch wenig aus.
    Die Wirkung des WD´s (in seien Absorptionswellenlängen) ist quasi schon sehr stark „abgesättigt“.

    Übrigens konnte man wohl auf Basis von schlichtem Wasser eine völlig neue Art von Energieversorgung entwickeln (Stichwort zB „Wasserbatterie“).
    Man würde so quasi die Natur, speziell das Leben, kopieren.
    https://www.wasser-hilft.de/pdf/buecher/wasser_ist_mehr_als_h2o_inhalt_leseprobe.pdf

    Frage an Herrn Krueger: ich habe Probleme von dieser solaren Strahlungskurve

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper#/media/File:BlackbodySpectrum_loglog_de.svg

    auf diese zu kommen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#/media/File:Atmospheric_Transmission_de.png

    Die Wellenlängenbereiche sind ja krass unterschiedlich.
    Etc.

  7. sorry, Typo 🙁 : man könnte! eine neue Energieversorgung auf der Basis von Wasser (das ist viel!! mehr als H2O, nicht Wasserstoff) entwickeln und aufbauen.

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