Unter Linken – Ein Erfahrungsbericht von Jan Fleischhauer

28. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik

Links zu sein kann deutlich mehr bedeuten, als bloß einer politischen Partei oder einer politischen Richtung anzugehören. Links sein ist ein Lebensgefühl. Es bedeutet die Gewissheit, für die richtige Sache zu kämpfen, sich auf die Seite der Geknechteten, der Unterdrückten und der Minderheiten zu begeben.

In dieser Gewissheit ist auch der 1962 geborene Jan Fleischhauer zusammen mit vielen seiner Generation groß geworden. Bis ihm irgendwann bewusst wurde, dass die linke Lebenswelt eben doch nicht die seine ist. Wobei er sich, wie er in seinem Buch „Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde„, zunächst mit dieser Erkenntnis schwertat.

„Am Anfang versuchte ich, meine konservativen Neigungen zu unterdrücken. Ich redete mir ein, sie würden vorbeigehen wie jugendliche Hitzewallungen. (…) Das Schwierigste für jeden späteren Konservativen ist immer das Coming-out.“

Fleischhauers Buch ist dementsprechend eine pointiert geschriebene Abrechnung in welcher er schonungslos die Gedankenwelt und die Widersprüche in der linken Kultur offenlegt. Absolute Leseempfehlung!

Und ähnlich empfehlenswert ist auch der Spiegel-TV Beitrag von Jan Fleischhauer, der am letzten Sonntag bei RTL gesendet wurde. Wer wissen möchte wie Christian Ströbele begründet (oder eben nicht), dass er eine Deutsche Pommes besser findet, als eine die von einer amerikanischen Kette stammt, oder wer sehen möchte wie tolerant der linke Kreuzberger Kiezbürger auf die CDU-Minderheit reagiert (oder eben nicht), sollte sich das vierteilige Youtube Video nicht entgehen lassen. Viel Spaß damit.

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