Vahrenholt und die Klimakreationisten
4. März 2012 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft
Meine Großmutter ist nun bald 98 Jahre alt. Sie wurde im Kaiserreich geboren, hat die Weimarer Republik und auch das Dritte Reich erlebt, zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen, Aufschwünge und Währungsreformen mitgemacht. Parallel zu diesen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandlungen fand ein enormer technischer Fortschritt statt. Manchmal betrachte ich meine Tochter und das Umfeld, in dem sie aufwächst und versuche mir vorzustellen, wie es denn in der Kindheit meiner Großmutter so zuging. Elektrizität war noch nicht flächendeckend verfügbar, die Massenmotorisierung auch nur ein Versprechen der Zukunft. Es stellte sich auch nicht die Frage, welche Fernsehsendung man denn ab welchem Alter schauen dürfe. Telefone waren etwas für die Reichen und Radios auch nicht sehr weit verbreitet. Wasch- und Spülmaschinen, Mikrowellen und Gefriertruhen? Das immerhin hat sie in ihren späteren Jahren dann auch selbst besessen, aber über ein Handy verfügte sie nie, geschweige denn über einen Computer.
Diese Aufzählung ließe sich noch seitenlang fortsetzen – aber die eigentlich spannende Frage ist: War das Leben meiner Großmutter dadurch zu irgendeinem Zeitpunkt weniger lebenswert, weniger erfüllt und weniger glücklich? Hat sie in ihren ersten Jahrzehnten jemals gedacht, ihr fehle etwas, weil sie keine Plastikbausteine mit Noppen hatte, keine schlechtgenährten amerikanischen Langbeinpuppen, kein ferngesteuertes Auto, keine Computerspiele, keine Farbtonfilme auf Silberscheiben? Meine Großmutter hat noch nie im Internet gesurft. Vermißt sie es? Nein.
Kein Plädoyer für die NIEs
Man darf daraus nicht ableiten, man könne oder solle nun auf alle diese Dinge verzichten. Das Argument ist vielmehr: Innovationen lösen keine Probleme. Sie schaffen neue Möglichkeiten. Der Bedarf steht nicht am Beginn des Innovationsprozesses, sondern an seinem Ende. Sobald am Markt verfügbar, weckt ein neues technisches System Bedürfnisse, deren Nichterfüllung man erst spürt, wenn man sie kennen- und schätzengelernt hat. Daher liegen Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning durchaus richtig, wenn sie es für einen Fehler halten, die NIEs als Lösung des Problems “Klimawandel” zu vermarkten. Kaum jemals waren Innovationen oder gar neue technische Paradigmen als Problemlösungen erfolgreich. Selbst wenn sie als solche geschaffen wurden, lag ihr letztendlicher Markterfolg meist in einem völlig anderen als dem ursprünglich intendierten Anwendungsgebiet.
Die NIEs sind ökonomisch nur dann wettbewerbsfähig, wenn sie gegenüber anderen Energieträgern bzw. anderen Formen der Energieumwandlung durch staatliche Subventionen und weitere gesetzliche Rahmenbedingungen künstlich bevorzugt werden. Da dies von den Steuerzahlern zu finanzieren ist, bedarf es zur politischen Umsetzung einer breiten öffentlichen Unterstützung. Bei der Verwendung des Arguments “Klimaschutz” hierfür besteht das Risiko eines Stimmungswandels, wenn eben dieser Klimawandel ausbleibt. Das ist die Linie, mit der Vahrenholt in allen möglichen Talkshows und Interviews seine Arbeit an der “Kalten Sonne” begründet. Denn, so führt er weiter aus, es wäre verhängnisvoll, falls die NIEs am nichteintretenden Klimawandel scheitern. Schließlich gäbe es genug andere Begründungen für die Notwendigkeit der Energiewende.
Die er uns dann aber schuldig bleibt. Das mag an Journalisten liegen, die nicht ausreichend nachfragen. Aber der Blick ins Buch verrät auch nicht mehr, als das übliche schwammige Gerede von der “Importabhängigkeit” und der “Endlichkeit”. Auch nach der Auffassung, die Vahrenholt und Lüning vertreten, sind die NIEs also lediglich Problemlöser, es sind nur andere Probleme wichtiger, als allgemein gedacht.
Was aber, wenn die wichtigen Energieträger wie Kohle, Öl und Gas nicht so endlich sind, wie bislang vermutet? Was, wenn die Importabhängigkeit von politisch instabilen Staaten durch eine Eigenproduktion und durch Importe aus befreundeten Nationen ersetzt werden kann? Die aktuellen Entwicklungen bei Schiefergas und Schieferöl lassen die Vermutung zu, dies könne sogar noch früher eintreten, als der politische Tod des Klimaschutzes.
Vahrenholt und Lüning erwähnen diese Aussicht durchaus. Und sie sind auch nicht blind gegenüber den Fortschritten bei der Nutzung der Kernspaltung und dem Potential der Kernfusion. In ihren abschließenden Zeilen findet sich die folgende bemerkenswerte Aussage:
Wie in jedem ausdifferenzierten, hochentwickelten Organismus wird es sinnvollerweise nicht die Abhängigkeit von einer Lösung geben, es geht um das Zusammenspiel aller nachhaltigen Energieträger, von den erneuerbaren über die CO2-arme Kohletechnologie und das Erdgas bis hin zur inhärent sicheren Kernenergie.
Es fällt zunächst der Gebrauch des Begriffes “nachhaltig” auf. Auch eine Strategie, eine Ideologie zu marginalisieren. Man erkläre einfach alles, was man so treibt, als “nachhaltig”. An solchen Stellen ist der Politiker Vahrenholt zu erkennen. Wichtig aber ist in diesem Schlüsselsatz die implizite Anerkennung des freien Marktes als letztendlichem Entscheider. Denn es ist genau die Vielfalt der Energieträger und Umwandlungstechnologien, die durch diesen hervorgerufen wird.
Immer mehr Ideen entstehen, aus denen immer mehr Innovationen hervorgehen, von denen viele – wenn vielleicht auch nur in Nischen – am Ende überleben können. Wasserkraft ist eben wettbewerbsfähig, wenn die geographischen Bedingungen stimmen. Gleiches gilt für Windenergie in Gegenden, in denen der Wind regelmäßig und ausreichend stark weht. Und dort, wo die Sonne stark und häufig scheint, mögen sogar Photovoltaik und Solarthermie sinnvoll sein. Außerdem handelt es sich hier in vielen Fällen um ausgesprochene Low-Tech-Ansätze. Der schnelle Ausbau der Windräder in Deutschland ist nicht zuletzt auf ihre vergleichsweise einfache Konstruktion zurückzuführen. In Entwicklungsländern, in denen für uns selbstverständliche Infrastrukturen und technische Kompetenzen fehlen, können die NIEs daher durchaus hilfreich sein. Mit ihnen werden auch den Ärmsten zumindest zeitweise geringe Mengen Strom verfügbar gemacht. Was wiederum die Verbreitung allerlei elektrischer Geräte befördert. Der Strombedarf steigt und es entstehen nicht nur der Markt, sondern auch die Möglichkeiten für verläßlichere und preiswertere Lösungen. Wind und Sonne als Übergangstechnologien? Man wird das Gefühl nicht los, in vielen Schwellenländern genau diesen strategischen Ansatz beobachten zu können.
Die deutsche Energiediät hingegen ist geprägt von der Vorstellung, man dürfe Wettbewerb und Vielfalt nicht zulassen. Dagegen wenden sich Vahrenholt und Lüning in ihrem abschließenden Kapitel sehr deutlich.
Die kalte Sonne ist genau kein Plädoyer für die NIEs oder gar die Energiewende, da mag Fritz Vahrenholt in der Öffentlichkeit noch so verschlungen und vernebelnd argumentieren. Wenn er seinen Kritikern vorwirft (in vielen Fällen wohl zurecht), das Buch nicht gelesen zu haben, kann man fragen, ob er selbst es denn getan hat. Denn tatsächlich liefert er Argumente für eine energiepolitische Offenheit, die dieses Land vielleicht zuletzt in der Kindheit und Jugend meiner Großmutter gesehen hat.
Gegen den Klimakreationismus
Nur eines von neun Kapiteln in der kalten Sonne ist dem Thema Energieversorgung gewidmet. Der eigentliche Schwerpunkt des Buches liegt auf der Darstellung natürlicher Faktoren, die das Klima in vielleicht ebenso großem Ausmaß beeinflussen können, wie menschliches Handeln.
Wer sich seit längerer Zeit mit entsprechender Intensität der Klimadebatte gewidmet hat, der findet in dem Werk nicht viel Neues. Vahrenholt und Lüning aber gebührt das Verdienst, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse und fundierte Hypothesen einer breiten Öffentlichkeit jenseits der von vergleichsweise wenigen Aktiven geführten Internetdebatten zugänglich zu machen. Es ist kein wissenschaftliches Werk, es ist eine Abhandlung über Wissenschaft, in dem eine Vielzahl Fachveröffentlichungen zitiert, erklärt und in einen bestimmten Kontext gerückt werden.
Vahrenholt und Lüning betätigen sich nicht als Forscher, sondern als Wissenschaftsjournalisten. Die Aufforderung, sich mit Thesen des Buches doch in einer entsprechenden Aufbereitung mit den entsprechenden Werkzeugen (wie einer Veröffentlichung in geeigneten Fachjournalen) der wissenschaftsinternen Debatte zu stellen, beweist daher einmal mehr den totalitären Anspruch der Klimakreationisten. Man ist nicht nur blind gegenüber den bereits gewonnenen Erkenntnissen, die dem eigenen Weltbild widersprechen, man versteht auch den Unterschied zwischen einer wissenschaftlichen Tätigkeit und der Berichterstattung über diese nicht mehr. Weil man selbst diese Grenze in dem unbedingten Anspruch überschreitet, Wissenschaft müsse Politik determinieren.
Zu dem neuen Begriff “Klimakreationisten” haben mich Vahrenholt und Lüning hingeführt. Denn auf dieselbe Weise, in denen ihr Buch vielleicht dabei hilft, Energiepolitik wieder rational zu begründen, könnte es die Rückkehr des Verstandes in die Klimadebatte befördern. Ihre Kernbotschaft lautet aus meiner Sicht: Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Das wird meine Großmutter bestätigen, aber irgendwie ist diese einfache Erkenntnis in den vergangenen Jahrzehnten unserer Gesellschaft verloren gegangen.
Das Klima wird heute als etwas verstanden, das vollständig durch menschliches Handeln determiniert ist. Es ist auf Basis des gegenwärtigen Ausmaßes wissenschaftlichen Unwissens nicht bestreitbar, daß dies tatsächlich so sein könnte. Könnte wohlgemerkt, denn es könnte auch völlig anders sein. Das Klima ist ein dynamischer Prozeß einer Vielzahl rückgekoppelter Einflüsse, deren gegenseitige Wechselwirkung im wesentlichen unverstanden ist. Vahrenholt und Lüning beschreiben einige wirkende Faktoren, die nicht anthropogenen, sondern natürlichen Ursprungs sind. Und die in der Tat die Sinnhaftigkeit der gegenwärtigen Klimapolitik in Frage stellen.
In der Abbildung ist eine darauf beruhende “klimapolitische Entscheidungshilfe” dargestellt. Heute heißt es allgemein, der Mensch erwärme vor allem durch Kohlendioxid-Emissionen die unteren Schichten der Atmosphäre. Und daher wären diese Emissionen zu vermeiden. Man kann sich selbst als klimawissenschaftlicher Laie sehr leicht verdeutlichen, welchen Irrtümern dieser Ansatz unterliegt. Denn wenn es natürliche Faktoren gibt, die die künftige klimatische Entwicklung in vergleichbarer Weise beeinflussen, ergibt Klimaschutz keinen Sinn. Es kann beispielsweise wärmer werden, obwohl wir umfangreiche Maßnahmen zur Emissionsminderung etablieren. Es könnte auch kühler werden, obwohl Kohlendioxid in enormen Mengen in die Luft geblasen wird.
Vahrenholt und Lüning gebührt das Verdienst, diese Unbestimmtheit der klimatischen Zukunft wieder in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt zu haben. Indem sie aufzeigen, wie natürliche Faktoren eine anthropogene Erwärmung konterkarieren könnten.
Wer diesen Gedanken nicht zulassen will, handelt antiaufklärerisch. Wer diese Idee ignoriert oder gar für ein Umfeld kämpft, in dem sie nicht mal mehr geäußert werden kann, verrät dieselbe Denkweise, wie man sie bei der aus religiösem Fundamentalismus geborenen Vorstellung von der Kreation der Welt durch einen Schöpfer, einen intelligenten Designer, wiederfindet. Die Evolutionstheorie beschreibt die Prinzipien, denen die Entwicklung des Lebens auf der Erde unterliegt. Sie liefert keine Begründung für die Existenz ausgerechnet des Menschen oder anderer spezifischer Lebensformen, noch enthält sie Prognosen für die Zukunft. Tatsächlich beschreibt sie nur, wie Zufälligkeiten miteinander wechselwirken. Was daraus entsteht, ist völlig offen.
Wo der herkömmliche Kreationist den (übermenschlichen) Gestalter der belebten Umwelt am Werk sieht, ist für den Klimakreationisten der Mensch allein Erschaffer des (zukünftigen) Klimas. Die kalte Sonne hält letzterem den Spiegel vor und zeigt, wie weit er sich von Wissenschaftlichkeit bereits entfernt hat.
Zumal immer noch etwas sehr wichtiges zu beachten ist, das Vahrenholt und Lüning nur zwischen den Zeilen ansprechen. Nämlich die Frage, inwieweit eine mögliche Erwärmung der unteren Atmosphärenschichten uns Menschen überhaupt betrifft. Die Klimakreationisten erkennen hier eine große Gefahr und ignorieren dabei denkbare Anpassungsstrategien menschlicher Gesellschaften völlig – entgegen den Erfahrungen der vergangenen Jahrtausende.
Man könnte meine Großmutter fragen. Denn sie hat neben all den vielen anfangs beschriebenen Veränderungen auch noch eine Erwärmung von grob gerundet einem Grad im globalen Mittel mitgemacht. Was in ihrem Leben zu keinem Zeitpunkt von Bedeutung war.






Großartig!
Super Artikel, Herr Heller!
Wir sollten hier statt des Begriffes „Alarmisten” ab sofort immer die viel treffendere Bezeichnung „Klimakreationisten” verwenden.
Der Hinweis, ass Vahrenholt/Lüning nicht forschten, sondern berichteten, gefällt mir besonders gut. Ja, sie betreiben einfach guten Wissenschaftshournalismus, mit Sachkenntnis und, wie es das Vorrecht des Journalisten (Aber nicht des Wissenschaftlers!) ist, dazu auch eine politische Meinung zu haben.
Das ist heute völlig verdreht: Der Wissenschaftler hat in seiner Arbeit keine ‘Summaries for Policymakers’ zu machen, das kann er privat äussern, aber dann nicht als Wissenschaftler sondern als homo politicus, also als ganz gewöhnlicher Staatsbürger. Ein Klimatologe versteht nun einmal nichts von Energietechnik oder Volkswirtschaft.
Ein Punkt gefällt mir aber nicht. Diese Aussage:…
…halte ich so für nicht richtig.
Ich möchte das an einem Beispiel erläutern.
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts stiess die Rohrartillerie an ihre Grenzen. Um Ziele im Hinterland zu treffen, waren weitreichendere Waffen notwendig. Riesige Fernkanonen waren extrem teuer, verschlissen schnell und zeigten doch keine rechte Wirkung.
Schon in 18ten Jahrhundert gab es einen Versuch, eine Raketenartillerie zu schaffen. Sie scheiterte aus verschiedenen Gründen.
Im 20ten Jahrhundert nun wurden einige recht einsame Visionäre (u. a. Oberth, v.Braun) aufgrund des dringenden Bedarfs mit Forschungsmitteln ausgestattet und sie lieferten mit einem ganz grundsätzlich neuem Ansatz (der Flüssigtreibstoff-Rakete) genau das, was der Bedarf forderte.
Hier stand der Bedarf am Anfang, die Innovation löste ein Problem. Dass sie ZUSÄTZLICH auch ganz neue Möglicheiten schuf, die im Flug zum Mond gipfelten, ist natürlich auch richtig, aber eben nur auch. In der Absolutheit, in der Sie das formulierten, möchte ich es nicht stehen lassen.
Mir fält da als ziviles Beispiel gerade auch das Solvay-Soda-Verfahren ein. Es gab einen Bedarf an billigem Soda in grossen Mengen und das war Ansporn für die Erfindung eines rationelleren Verfahrens. Allerdings konnten die Gebrüder Solvay ihr Verfahren gegen die etablierte Leblanc-Industrie nicht auf Anhieb durchsetzen, sie gingen bankrott und mussten neue Geldgeber finden. Damals hielt sich der Staat zurück, aber ein Staatskredit wäre in der Situation genau das richtige gewesen.
Wieder sehen wir aber, dass der Bedarf die Innovation schuf.
Nun ja, Tritium, als Bertha Benz durch die Gegend gefahren ist, haben sich die Zeitgenossen nach allem, was überliefert wurde, eher gefragt, was das denn solle und schließlich brauche man so etwas überhaupt nicht. Man hatte ja Pferde. Als Jack Kirby seinen Bossen den ersten integrierten Schaltkreis zeigte, waren die Reaktionen wohl ähnlich.
Der Markt -- also letztlich die Verbraucher -- wünschte sich kein Auto und keinen Computer, denn woher sollte auch das Wissen um die Möglichkeiten selbiger kommen. Fanden die Menschen im Jahr 1850 ihr Leben ganz furchtbar, weil sie keine Autos hatten? Wurde im Jahr 1960 das Internet vermißt? Gab es dort einen Unternehmer, der sich dachte “Mensch, ich könnte jetzt Google gründen, hätte ich nur das Internet!”?
Haben wir die NIEs vermisst, als die Klimakatastrophe noch kein Thema war?
Die Vorstellung, die Raketenpioniere hätten aufgrund militärischer Probleme gehandelt, halte ich für völlig verfehlt. Sie wollten alle -- ohne Ausnahme -- in den Weltraum fliegen. Und dafür gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohl auch keinen Bedarf.
Natürlich kann man immer irgendeinen Optimierungsprozeß auf einen konkreten Bedarf zurückführen. Aber die Idee zu einer chemischen Produktion die auf Soda basiert, steht immer noch davor. Die Frage, die ich stelle ist nicht, wozu wir Soda günstiger produzieren müssen, sondern wie wir überhaupt auf Soda gekommen sind.
Es geht ja auch nicht darum, zu fragen, warum Windräder und Solarzellen kostengünstiger hergestellt werden müssen. Sondern welcher Bedarf am Beginn des Prozesses steht, an dessen Ende dann Ingenieure sich darüber Gedanken machen (könnten). Und die Antwort ist: Keiner. Etwas entsteht, weil es möglich ist. Wenn es tatsächlich gebraucht wird, wird es dann auch genutzt und immer weiter optimiert.
Werden also die NIEs tatsächlich gebraucht?
Wenn der Bedarf da ist, wird die Technologie oder die Lösung genutzt, die gebraucht wird.
Oberth hat ja schon Ende der Zwanziger Jahre seinen Raketenantrieb
entwickelt und zuvor in den Zwanzigern die Konzepte für Raumfahrt beschrieben
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß
So richtig verstehe Ihre Frage nicht, Herr Heller. Es gab fundamentale technische Neuerungen, meinetwegen Kernreaktoren, an die selbst “Insider” wenige Jahre vorher nicht im Traum gedacht hätten. Trotzdem lagen (objektive) Interessen daran vor und mit der Realisierung ergaben sich vielfältige neue. Grundlagenforschung, riskante Innovationslust, technische und dann gesellschaftliche Umwälzungen -- da greift doch eins ins andere. (Einen Zusammenhang zu den Windmühlen sehe ich hier aber nicht.) Freundliche Grüsse!
Die Frage war ja auch rhetorischer Natur, nLeser, sie soll meine Kritik an Vahrenholt verdeutlichen. Wir brauchen die NIEs eben genau nicht, was Vahrenholt dezidiert anders beurteilt. Wir können sie in den Zusammenhängen nutzen, die ich oben beschreibe. Aber das ist etwas anderes.
Der Begriff der Innovation wird leider heute falsch verstanden und eingesetzt. Eine Innovation ist genau deswegen eine solche, weil sie etwas ermöglicht, was wir vorher nicht konnten und (vielleicht) auch nicht vermisst haben. Die Militärs haben sich ja nicht überlegt, sie könnten jetzt Raketen gebrauchen. Die Raketenpioniere standen am Anfang, sie haben sich überlegt, wie man in den Weltraum reisen könnte. Das Militär hat dann das “quasi-vorhandene” genutzt. Das passiert ziemlich oft und verdeckt dabei den klaren Blick auf den eigentlichen Innovationsprozeß.
Ich zitiere hierzu mal Paul Reeves:
Ich kann auch auf mich selbst verweisen:
In allen drei Kriterien schneiden die NIEs schlechter ab, als die konventionellen Energieträger. Es sei denn, man erfindet ein Problem (Klimawandel, Endlichkeit, Importabhängigkeit), das vielleicht nicht wirklich existiert. Mit dem Bezug auf ein solches Problem wird es aber nicht besser, sondern schlechter (s. Reeves). Vahrenholt hat das nicht wirklich verstanden. Das ist mein Punkt.
Herr Heller schreibt:
Wie man an diesem aktuellen Beispiel erkennen kann…
Den Vergleich mit den Kreationismus finde ich sehr gut. Wenn man diesen Faden noch ein wenig weiter spinnt, dann kommt man zu der philosophischen Frage, welchen Stellenwert hat der Mensch auf der Erde überhaupt. Verändert er die Welt schon durch seine Existenz, haben wir ein Anthropozän? Und wenn ja, macht dann der Begriff Nachhaltigkeit überhaupt einen Sinn?
In der Arte Sendung Philosophie -- Ökologie geht man dieser Frage auch nach. Und dort fällt eine Bemerkung, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht, ich aber noch nicht so richtig weiß, wie ich einordnen soll: Es wird da von “Homanophober Ökologie” gesprochen, ein Ausdruck, der mir als Ersatz für Nachhaltigkeit viel besser gefällt.
Wir sehen hier am Beispiel der “Kalten Sonne”, dass die Begründung für eine als notwendig erachtete Transformation der Gesellschaft wechseln kann. Wenn es der Klimawandel nicht mehr hergibt, dann eben die Nachhaltigkeit. Dies aber nicht im ursprünglichen Sinn, der aus der Forstwirtschaft kommt, sondern in dem Sinne, dass menschliche Eingriffe in die Natur prinzipiell als schädlich angesehen werden. Auch das hat kreatonistische Hintergründe. In der Arte-Sendung wird auch Rosseau zitiert, aus Emile oder Über die Erziehung:
Vahrenholt gehört ganz sicher nicht zu dieser Fraktion, die die ihn aber so massiv angreifen schon.
Wow, die sind aber schnell da drüben bei der kalten Sonne:
Also liebe Leute, Vorsicht bei dem, was ihr schreibt, man liest mit…
Danke für den Verweis, lieber Herr Lüning und lieber Herr Vahrenholt. Wie wäre es nun mit einem Gastbeitrag “Warum Heller Unrecht hat und Windenergie doch eine Innovation ist, die gebraucht wird…”?
Windenergie ist ja nun keine Innovation. Sie war eigentlich immer eine Krücke. Egal ob bei Segelschiffen, die Flauten zum Opfer fielen oder frustierten Müllern, die auf ihrem Korn sassen. Wndmühlen sind auch sicher Low-Tech. Ihr Aufbau, besonders Off-Shore und ihre Einbindung in ein modernes Elektrizitätsnetz ist aber sicher High-Tech. Letzteres ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten wohl auch nur in geringen Grössenordnungen machbar. Wenn Herr Heller schreibt
dann gilt das sicher nicht für Windenergie, weil das eben keine Innovation ist. Sie zu perfektionieren, schafft eher neue Probleme. Vielleicht sehe ich das ja alles falsch und deshalb finde ich den Vorschlag mit dem Gastbeitrag zur Windenergie einfach gut. Im Buch “Die kalte Sonne” ist das Thema einfach zu kurz gekommen.
Leider weiß ich nicht, was Herr Vahrenholt und Herr Lüning wirklich wollen.
Bezogen auf die Pseudowissenschaft vom wissenschaftlichen Kommunismus als Regierungsform, wollen sie wahrscheinlich einen menschlichen Kommunismus, da kenne ich mich aus, den gibt es nicht, weil Funktionäre immer Unheil anrichten und niemals die Bedürfnisse aller Menschen kennen können.
Bezogen auf die gegenwärtige Gefahr des endgültigen Sieges der Ökologisten in Deutschland, erkennen sie die Grundlagen dieser Ideologie, Endlichkeit der Ressourcen und gefährliche Überbevölkerung an. Sie wollen nur eine glaubwürdige Begründung für den Umbau der Gesellschaft.
Aus den Schlußfolgerungen ihres Zeit-Artikel ihrer HP:
MdB A.Vaatz drückt es so aus:
Die CO2 Lüge ist nur ein Aspekt in der Ideologie der “Nachhaltigen”. Die wird sich in den nächsten Jahren in Luft auslösen. Die Frage ist, wird Deutschland diese “Nachhaltigen” wieder los? Nach MdB A. Vaatz haben sie die Navigation in Deutschland übernommen und ich befürchte, sie wollen nur eine Ökodiktatur, wie, das ist denen egal.
Einen Vertreter habe ich gestern bei Jauch gesehen, Herrn Töpfer, er schwafelt so wie ich es von sozialistischen Funktionären gewohnt war, von diesem Herrn Alt ganz zu schweigen.
#8. Carl M.
Moin Carl,
bei dem Kosten-/Nutzenverhältnis ist das Scheitern vorprogrammiert. Solange diese “E-Autos” bei Preis und bei Gebrauchseigenschaften nicht auch nur ansatzweise in die Nähe konventionell betriebener Fahrzeuge kommen, haben die keine Chance, sich am Markt durchzusetzen. Nicht mal als Nischenprodukt, da die Hersteller eine Mindeststückzahl X absetzen müssen, damit überhaupt eine Kostendeckung erreicht wird, von Gewinnen mal ganz zu schweigen. Und wirklich innovativ ist das auch nicht.
karl.s
#10. Peter Heller,
Guten Morgen Herr Heller,
danke für den wirklich guten Beitrag.
Das würde mir auch gefallen, denn bisher habe ich in der Hinsicht nichts, aber auch gar nichts schlüssiges gelesen.
Gruß
karl.s
Auch auf die Gefahr hin für bescheuert erklärt zu werden muss ich doch mal einen Gedanken loswerden, der mich schon eine ganze Weile beschäftigt.
Die Art der Veröffentlichung der “kalten Sonne”.
Hier nun wieder spielt die “BILD” eine zentrale Rolle, so weit ich mich noch erinnern kann, war es auch die gedruckte BILD die Sarrazins Buch in Ausschnitten vorabgedruckt hatte, wie auch jetzt Vahrenholts “Kalte Sonne”.
Ergebnis des ganzen, beide Bücher sitzen wie ein Stachel im Fleisch der Gutmenschen, man bekämpft sie zwar wie Aussätzige aber man wird die Thesen nicht mehr los.
Ein SPD-Politiker stößt das Thema Integration an, verwirrt zwar am Ende etwas mit genetischen Argumenten, kann aber trotz Aufschrei seiner eigenen “Wegguck-Genossen” partou nicht in die rechte Ecke gedrängt werden.
Ein Ex-Umweltminister und Verantwortlicher Windkraft-Manager der RWE bringt ein Buch heraus, das die Klimakatastrophe relativiert, irgendwann 2010 begann er mit seinem Buch, genau der Zeitpunkt wo anscheinend einige Damen und Herren in der Regierung realisiert haben das die Energiewende gegen die Wand läuft, wenn man nicht endlich umsteuert.
Beiden Herren dürfte bewusst gewesen sein, das sie mit ihren Büchern ihre Karriere stark gefährden und medial zum Abschuß freigegeben wurden, ich glaube ohne Segen von Oben hätten die sich da nicht so weit aus ihren sicheren Nest herausgewagt, in denen sie bis zur Rente hätten abhängen dürfen.
Jaja, Onkel Heinz saugt sich eine Verschwörungstheorie aus den Fingern…….kann man jetzt so abtun oder doch mal die Parallenen vergleichen, zumindestens haben Sarazzin und Vahrenholt eine Diskussion im Lande ausgelöst, die dringenst nötig war, schon deswegen gebührt beiden Herren mein Dank.
Sorry Herr Heller, so is dat nun mal wenn sich ein Pöbel Gedanken macht über das Große und Ganze.
MfG
Heinz Eng
#9 Quentin Quencher,
Ich sehe die Nachhaltigkeit als Grundlage der Ideologie an, die bleibt, wenn einzelne Vorwände zur Transformation versagen, wie der Klimawandel. Mich bestürzt die schnelle Reaktion nach Fukushima, da lief aus dem Nichts eine Propagandamaschine an, die einen wichtigen Schritt in Richtung Ökodiktatur legitimierte.
Also ich denke auch, wie es Tritium schon gesagt hat, dass man es so nicht stehen lassen kann.
Wie immer ist der Mensch aber ein Gewohnheitstier. ZB Auto. Das Bedürfnis nach Mobilität war da. Wie es aussehen könnte, konnte sich aber niemand vorstellen. Es wird das Neue wie so häufig erstmal abgelehnt. Das Automobil hatte am Ende dennoch sein Siegeszug, da das Bedürfnis nach Mobilität vorhanden war.
Genauso in der Kommunikation.
Telegraphie, Telefon, Handy, Internet .. alles ist entstanden, da die Bedürfnisse da waren. Natürlich konnte die Masse sich vor 100 Jahren noch nicht vorstellen, wie wir heute komminizieren, deswegen ging es ihnen auch nicht schlechter.
Oder die IT.
Schreibmaschine, dann kamen Schreibmaschinen mit Speicher, die ersten Großrechner, dann Desktop-PCs alles aus Bedürfnissen entstanden.
Vielleicht kann man es so ausdrücken: Bedürfnisse wecken Inovationsprozesse, diese wiederum wecken Begehrlichkeiten nach immer besser, immer schneller, immer mehr. Diese Begehrlichkeiten wecken wiederum Inovationsprozesse.
Vielleicht ist es aber auch wie mit dem Huhn und dem Ei .. was war zuerst da?
Sobald aber nun die Politik ins Spiel kommt, drehen sich die Dinge um. Die Menschen hatten und haben kein Bedürfnis nach bleifreien Benzin, nach Rußpartikelfiltern, nach Biosprit, nach ‘in Plastik eingeschweißten Häusern’, nach NIEs usw usw. Hier wurde von der Politik ein Inovationsprozess in Gang gesetzt, was sich durchzusetzen hat. Voll an den Bedürfnissen vorbei. Deswegen tut sich auf diesen Gebiet auch so wenig.
Ein Handy vor 20 Jahren ist nicht mehr vergleichbar mit einem modernen Mobiltelefon. Ein Vogelschredder, eine Solarzelle usw hat kaum Inovation erfahren.
Gruss
Martin
Hallo,
falls noch nicht bekannt:
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13902736/Das-Oekostrom-Gesetz-ist-verfassungswidrig.html
Viel Spass beim Lesen!
Hiho Yogi….und Danke.
Da isser wieder, der bohrende Stachel……….und er bewegt sich immer tiefer ins Fleisch, je mehr die Klimaradikalen mit ihren Ärmchen wedeln.
Die Industrie fängt an sich zu wehren, selbst auf die Gefahr hin höchstrichterlich verknackt zu werden.
Dat Lustige is ja der Vergleich mit dem Kohlepfennig………..der uns lächerliche 2,7 Mrd. Euro gekostet hat und Arbeitsplätze in der deutschen Kohleindustrie gesichert…….nun vergleiche man mal was wir schon heute für den NIE-Müll hinblättern müssen, dagegen war der Kohlepfennig ein feuchter Treppenwitz.
MfG
Onkel Heinz….im gewissen Masse Schadenfroh
@ Frank:
Nun gut, mir ist klar, daß ich so eine Art einsamer Rufer in der Wüste bin. Vielleicht sollte man -- ganz wie Paul Reeves -- “Bedarf” durch “Notwendigkeit” ersetzen. Jedenfalls ist es so gemeint.
Ich kenne keine erfolgreiche Innovation, für die jemals ein Bedarf im Sinne einer Notwendigkeit bestanden hätte. Ich bleibe da ganz standhaft bei meiner Auffassung. Wenn neue Möglichkeiten genutzt werden, die Innovationen bieten, kann man das nicht nachträglich als “Notwendigkeiten” werten.
Vielleicht frage ich mal anders, Herr Frank: Sie haben doch alles, was Sie brauchen, oder? Und jetzt kommen Sie mir nicht damit, es könne alles besser werden. Darum geht es nicht. Ihre Bedürfnisse nach Mobilität, Kommunikation usw. sind erfüllt. Und noch besser: Sie waren für die Menschen auch in der Jugend meiner Großmutter erfüllt. Trotzdem hat sich enorm viel verändert.
Beim Luftverkehr ist es evident (s.o.). Mein Lieblingsbeispiel aber ist das Zelluloid. Der erste, der es er- oder besser gefunden hatte, konnte damit nichts anfangen. Der zweite hatte immerhin eine Idee: Billardkugeln. Das war so 1870. Bestand zu diesem Zeitpunkt für irgendwen irgendeine Notwendigkeit, zu fotografieren, zu filmen oder gar Filme fürs Kino zu produzieren?
Das Zelluloid schuf einfach eine neue Möglichkeit, die man dann auch genutzt hat. Von einem Bedarf kann man da nun wirklich nicht sprechen. Heute übrigens bestehen Billardkugeln nicht mehr aus Zelluloid. Und Filme auch nicht.
So funktioniert das mit der Innovation. Da geht dann jemand ins Labor, weil er wasserdichte Kleidung schaffen möchte (Goodyear) -- und das war noch nicht einmal eine schlechte Idee (die meisten Erfinder allerdings haben keine besonders guten Ideen). In Wirklichkeit hat er das Auto erst möglich gemacht (man stelle sich Mobilität ohne Gummi vor…). Er hat sich einfach nicht überlegt, das einmal die Zeit kommen könnte, in der man Autoreifen benötigen würde. Wie sollte er darauf auch kommen?
Man sollte sich, will man innovativ tätig sein, niemals mit der Verbesserung des Vorhandenen aufhalten. Sondern versuchen, das Vorhandene durch etwas Neues zu ergänzen. Und das Neue ist nun einmal deswegen neu, weil vorher niemand daran gedacht hat.
# 17.
Ich denke, man muss Innovation und Bedarf auch in einem komplexeren gesellschaftlichen Kontext sehen.
Es ist ein Wechselspiel.
Ist es nicht immer wieder verwunderlich, wie Innovationen oft ‘gleichzeitig’ gemacht werden?
Das heisst, eine Innovation ist nicht isoliert zu betrachten, sondern Kind ihres Umfelds. Zu einer bestimmten zeit, einem bestimmten Entwicklungsstand der Gesellschaft ist sie ganz einfach ‘reif’.
Kommt sie zu früh, geht sie wieder unter, wie die Dampfkraft in der antiken Welt (oder die Raketenartillerie im 18ten Jahrhundert). Ist ein genügend reifes technologisches Umfeld UND Bedarf da, setzt sie sich durch und integriert sich in die Gesellschaft, bis sie schliesslich unverzichtbar erscheint -- und auch tatsächlich ist, denn die Gesellschaft passt sich der Innovation an. Diese Symbiose kann man nicht mehr rückgängig machen: Ein Verzicht auf die Agrochemie würde eben unweigerlich den Hungertod für die Mehrheit der Weltbevölkerung bedeuten.
Vielleicht sollten wir noch mal kurz darauf eingehen, ob eine Innovation nun ein Bedürfnis weckt, oder umgekehrt. Ich denke, es werden sich für beide Sichtweisen Beispiele finden lassen, doch mehrheitlich wird wohl Peter Hellers Ansatz richtig sein. Es kommt hat auch auf den speziellen Fall an.
Der eine oder andere hat möglicherweise Umberto Ecos Roman “Die Insel des vorigen Tages” gelesen. Mir jedenfalls ist der in Erinnerung gekommen, als ich über diese Problematik nachdachte. Es geht um das Längenproblem, also die die schwierige Bestimmbarkeit der geografischen Länge, vor allem von Schiffen auf hoher See. Hier wurde ein Problem erkannt, es bestand ein Bedarf. Nur nach was war nicht klar. Zwei Lösungsmöglichkeiten zeigten sich, entweder astronomische Beobachtung und Berechnung, oder sekundengenaue Zeitmessung. Das Rennen machte dann ein Tischler, der die Schiffsuhr erfand.
Ich finde, dieses Beispiel macht deutlich, es kann Bedürfnisse geben die nach einer Lösung rufen, doch wie die Lösung letztendlich aussieht, das weiß man nicht vorher.
Nun, ich kann sehr gut den Gedankengängen von Peter Heller folgen, dass am Anfang immer eine Zufälligkeit stand und keine Absicht. Da steigt ein Mensch in die Badewanne und läuft danach unvermittelt nackt durch die Gegend und ruft: „Heureka!“. Nun, jeder kennt wohl die Geschichte von Archimedes von Syrakus. Es ist das HEUREKA-Syndrom, das unsere Wissenschaft antreibt. Die plötzliche Erkenntnis, ja, das ist es!
Zu dem erwähnten Beispielt von Charles Goodyear muss angemerkt werden, dass das Prinzip der Vulkanisierung dem Zufall zu verdanken ist; er ließ Kautschuk-Teile unbeabsichtigt auf dem heißen Küchenherd liegen. Vor zwei Jahren wurden Physiker mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, die salopp gesagt mit Tesafilm spielten und das Graphen entdeckten.
Andere Beispiele sind nicht dieser Kategorie zugehörig: In der Alchemie wusste man um den Wert von Gold und wollte es aus Blei herstellen. Das Rad ist eine grundlegende Innovation der Menschheit; einen Radreifen nahtlos zu schmieden war deshalb keine Innovation, sondern eine schmiedetechnische Meisterleistung nach dem „Gewusst-wie-Prinzip“, die einen Weltkonzern begründete – Krupp.
Um es anders zu sagen:
Mit dem Satz „wir haben da einen Plan“ beginnen alle die von den Menschen ausgelösten Katastrophen.
Gäbe es sonst den Plan B?
@Quentin
….genau, aber letztendlich wird sich von mehreren (verschiedenen) Lösungsvorschlägen derjenige durchsetzen, der die Kriterien, die Herr Heller in #7 beschreibt, am besten erfüllt:
Lieber admin,
ein Kommentar von mir hängt in der Luft; ganz ohne schlimme “Spam-Wörter”
Einmal mit Herrn Heller ‘streiten’ das wollt ich immer mal
Wieso so agressiv?
Ich glaub, das trifft es genau. Sie sprachen von Bedarf im Sinne von Notwendigkeit, ich sprach von Bedarf im Sinne von Bedürfnis.
Bedarf = Notwendig, ich brauch es, um zu ‘überleben’
Bedürfnis = ich hätte es gerne, geht aber auch ohne.
Und da ist Ihr Zelluloid-Beispiel hervoragend.
Natürlich gab es keine Notwendigkeit zu fotografieren oder zu filmen.
Es gab aber ein Bedürfnis. Vorher hat man sich Zeichnungen angesehen, sich malen lassen, denken Sie nur an die guten alten Daumenkinos. Ein Bedürfnis bewegte Bilder zu sehen.
Wie und durch was es am Ende realsiert wurde, ist nebensächlich.
Einigen wir uns darauf: Eine Notwenidigkeit kann nicht VOR einer Innovation stehen, da wir die Notwendigkeit noch gar nicht (er)kennen.
Bedürfnisse stehen immer (meistens?) vor der Innovation, da auf die Bedürfnisse reagiert wird.
Nur wohin gehört nun dieses? Notwendigkeit oder Bedürfnis ….
Grüsse
Martin
# 25,
hat sich erledigt, danke.
[Ja, hatte ich freigegeben. keine Ahnung, warum Askimet den Kommentar gefiltert hat. MfG, Rudolf Kipp]
#23 Carl M.
Hallo Carl,
da Innovation eigentlich “Neuerung” oder “Erneuerung” bedeutet, halte ich die schmiedetechnische Meisterleistung durchaus für innovativ
. Siehe mal hier auf Seite 2, Folie 3. (interessante Übersicht dazu, wie ich finde).
gruß
karl.s
Ich denke, genau da lässt sich der ‘Streit’ lokalisieren.
Zelluloid wurde nicht erfunden, weil jemand fotografieren wollte.
Aber es gab einen Engpass beim Elfenbein, aus dem man Billardkugeln machte. Das wiederum war ein gesellschaftlicher Auslöser, dadurch hervorgerufen, dass zunehmender Wohlstand den Bedarf an Billardtischen förderte.
Auch die oben erwähnte Dampfmaschine muss ich noch einmal erwähnen. Eine wirkliche Innovation war sie nicht. Nur der zunehmende Bedarf an Kohlen, die damit verbundene tiefere Abtäufung der Bergwerke und die dadurch aufkommende Problematik der Wasserhaltung, die stärkere Pumpen erforderte, machte den Durchbruch der Technik möglich.
Man könnte auch leonardo da Vinci erwähnen: er war ein großartiger Erfinder. Doch seine Pläne waren undurchführbar, weil ihm ein leistungsfähiger Motor fehlte. Er hatte Bedarf -- erkannte das allerdings nicht: Ein ‘lebloser’ Motor war ihm offenbar unvorstellbar. Für uns ist es allerdings selbstverständlich, wenn wir seine Konstruktionen ansehen, zum Beispiel den Hubschrauber oder den Panzerkampfwagen.
Ist es nun sinnvoll, zu streiten, ob der Ottomotor oder die Dampfmaschine auf den von da Vinci angemeldeten Bedarf folgen?
Ich finde nein.
Aber ein grundlegender Bedarf war schon da.
Der Bedarf hiess aber nicht Kolbendampfmaschine oder Ottomotor, sondern ‘Ortsunabhängiger Hochleistungsmotor’. Wäre das nicht der Fall gewesen, wären Verbrennungsmaschinen weiterhin Kuriositäten geblieben, wie in der Antike.
Tritium, Bedarf ist ein ökonomischer Begriff, der sich auf bestehende (bekannte) Güter, Waren und Techniken bezieht (Zelluloid, Dampfmaschine etc.);
Beispiel: James Watt hat der Dampfmaschine das Rotieren beigebracht (es gab schon Dampfmaschinen nach dem Hubkolben-Prinzip). Dass er damit auch über den Bedarf an Lokomotiven nachdachte, ist wohl ausgeschlossen (zumindest historisch nicht belegt). Und um bei Goodyear zu bleiben; er wollte Regenmäntel produzieren (wasserdichte); dass sein Name einen weltweiten Reifenkonzern schmücken würde, für diese Vosrtellung hatte er wohl keinen “Bedarf”.
Wir verzetteln uns gerade ein wenig. Eigentlich wollte ich ja mit dem Text einen Anstoß dazu liefern, über Vahrenholts und Lünings Buch zu diskutieren und über die nach meiner Meinung erklärungsbedürftige Haltung Vahrenholts zur Windenergie.
Jetzt debattieren wir über Innovation im allgemeinen. Dazu hätte ich dann lieber einen anderen Text geschrieben, aber gut, kann ja noch kommen. Vielleicht sehe ich was auf der CeBIT…
Ein paar Punkte:
@ Seegert, #28:
Präsentationen dieser Art gibt es zuhauf, ich habe selbst schon diesen nichtssagenden Beratersprech verwendet (immer dann, wenn mir nichts mehr einfällt). Die Definitionen und Beschreibungen sind ja alle korrekt, aber sie berühren das Wichtige nicht. Natürlich will man die Dinge verbessern, wenn man sie hat und schätzt. Aber warum entsteht daraus Fortschritt? Theoretisch hätte die Menschheit zu vielen Zeitpunkten auf der erreichten Stufe verharren können. Wir könnten heute noch immer so leben, wie die Römer im 1. Jahrhundert, wir hätten alle unser Auskommen und genug Spaß und Freizeit obendrein. Zu Innovation gehört aus meiner Sicht mehr als stetige Optimierung.
Nämlich das Versprechen, Möglichkeiten zu erweitern bzw. neue Möglichkeiten zu schaffen. Als die besten Segelschiffe gebaut wurden, fing man auf einmal mit den Dampfern an. Kleine, schwerfällige Boote, die nah am Ufer laufen und immer den nächsten Hafen in Reichweite haben mussten. Was müssen sich die Besatzungen der Teeklipper amüsiert haben. Und wie blöd müssen sie zwei Jahrzehnte später aus der Wäsche geschaut haben?
Da stürzt sich einer mit selbstgeschneiderten Flügeln (Lilienthal) todesmutig von einem Hügel. Warum? Da sitzen zwei in einer Garage und bauen einen Rechner für jedermann. Den man zu absolut nichts gebrauchen kann, man erfreut sich zu Beginn allein an der Tatsache, das irgendwas irgendwie funktioniert und programmiert irgendeinen Quatsch in Basic (10 Print “Hallo Welt” 20 Goto 10).
Diesel wollte eine stationäre Kraftmaschine für das Kleingewerbe schaffen, Siemens einen Antrieb für Fahrzeuge. Gekommen ist es genau andersherum. Woher rührt die Fehleinschätzung der Innovatoren selbst?
Das entscheidende an der Längengradbestimmung ist doch nicht die Ermöglichung der regelmäßigen transkontinentalen Schiffahrt. Die hatte es ja schon seit 300 Jahren gegeben (es war also auch ohne Chronometer möglich, sicher zu navigieren). Das entscheidende war das Förderkonzept. Das Ausloben einer gewaltigen Summe für ein bestimmtes Ziel ohne die Lösung zu definieren. Heute würden wir das als “X-Prize” bezeichnen und “technologieoffen” nennen.
Warum orientiert sich unsere Politik nicht an diesem Erfolgsmodell?
Das sind so Fragen, die mich bewegen.
@ Martin Frank:
Sollte nicht aggressiv klingen, aber wie man vielleicht merkt, ist das Thema “Innovation” mein Beruf (ich bin ja so ein “Berater”). Ich mache das seit vielen Jahren und muß daher auch immer wieder dieselben Fragen und Argumente durchkauen.
Und immer wieder kommt halt diese Idee auf, Innovationen würden Probleme lösen. Nein, genau das machen sie eben nicht. Sie schaffen neue Möglichkeiten und erhöhen damit die Zahl der Probleme, statt sie zu vermindern.
Wenn man Innovationen unter dem Ansatz “Problemlösung” fördert, kommt nach meiner Erfahrung nur Schrott dabei heraus. Und außerdem begrenzt es die Kreativität der beteiligten Ingenieure und Techniker (s. Reeves, oben verlinkt). Und das sollte man niemals zulassen.
Nehmen wir mal an, wir hätten einen technologieoffenen X-Prize zum Thema “Energie” nach Fukushima ins Leben gerufen. Glaubt jemand im Ernst, Windräder wären bei den Gewinnern gewesen? Und wenn wir das nicht glauben, warum nicht?
# 28
Hallo Karl,
danke für den pdf.link. Ja, Innovation ist wohl auch für meine “Heureka-Analogie” zu allgemein. Alle diese technischen Durchbrüche (sagen wir’s mal so) haben den Charakter einer Singularität, einer spezifischen. So kann man vulkanisieren nur einmal erfinden, aber natürlich in vielen Variationen “neu erfinden”: So gesehen ist der nahtlose Radreifen eine “Erneuerung” des Rades mittels Schmiedetechnik.
Grüße, Carl
@ Carl Seegert, # 28:
Die neuen Schmiedetechniken waren zweifellos eine Innovation ersten Rangs!
Sie setzte sich aus mehreren Teilen zusammen:
Zuerst einmal eine verbesserte Stahlherstellung > Durch ‘Puddeln’ und später durch die ‘Frischung’ konnte erstmals ein Stahl mit gleichbleibenden Eigenschaften relativ kostengünstig aus Roheisen erzeugt werden.
Dann die höheren Temperaturen der modernen Öfen > Rekuperatoren, Gasfeuerung und bessere Windmaschinen erlaubten erstmals die Herstellung von flüssigem Stahl, der sogar gegossen werden konnte. Dadurch wiurde die Qualität weitaus besser und vor allem auch gleichmässiger.
Die Stahlguss- und Schmiedeteile der Firma Krupp waren für die Zeitgenossen sensationell und Hauptattraktionen der Weltausstellungen. Das wurde als etwas wirklich grundlegend neues empfunden!
Auch der Bedarf war da: Die Welt lechzte nach Stahl -- verständlich, wen der so knapp und teuer war, dass die ersten Eisenbahnschienen aus zerbrechlichem Gußeisen mit einer aufgeschweißten dünnen Bahn aus Schmiedestahl bestanden!
Und Krupp wurde ja nicht von ungefähr ‘Kanonenkönig’: Das Militär konnte mit gußeisernen Kanonenrohren nicht viel anfangen, weil das Material zu spröde und daher wegen des dicken Gusses zu schwer war. Die Kanonenbronze war zwar gut, aber sehr, sehr teuer (Kupfer und Zinn!) und hatte durchaus erkannte Mängel, die den Charakter eines ‘Bedarfs’ hatten.
Stählerne Kanonenrohre waren ein sensationeller Durchbruch, viel leichter, viel haltbarer, was zu besserer Beweglichkeit, und wegen der nun möglichen höheren Drücke zu mehr Reichweite und Durchschlagskraft führte. Dazu kam bald der Hinterlader, der ein bis dahin für unmöglich gehaltenes Schnellfeuer erlaubte.
Diese stählernen Kanonen erregten grosses Aufsehen und wurden als ‘Weltwunder’ bestaunt; das zeigt jedoch, dass hier ein lange gehegter Wunsch, ja man kann sagen ein Traum wahr wurde! Wurde da nun Bedürfnis oder Bedarf erfüllt? Jedenfalls wurde da nicht Stahl gemacht und dann nach Anwendungen dafür gesucht, sondern der neue Stahl wurde dankbar mit offenen Armen aufgenommen, weil man darauf regelrecht gewartet hatte.
Ergänzung:
Ich sehe die Dampfmaschine (also Newcomens Realisierung als Vorläufer von Watt) nicht als eine “Notwendigkeit” hinsichtlich der Entwässerung von Bergwerken (das wäre auch anders möglich gewesen), sondern als eine “Möglichkeit”, die sich ergab, als man erkannte, daß es so etwas wie den “Luftdruck” gibt. Das “Mögliche” geht immer dem “Notwendigen” voraus.
Man hätte auch den Chronometer für die Längengradbestimmung 100 Jahre vorher wahrscheinlich nicht bauen können.
@ peter Heller, #34:
Ich stimme Ihnen da völlig zu.
Nicht notwendig. Nichts neues ist wirklich ‘notwendig’. Aber ‘brauchbar’.
Und die Brauchbarkeit ist nicht absolut, sondern abhängig vom Umfeld.
Tim Hardenberg schrieb am 4. März 2012 17:24
Klimakreationisten gefällt mir auch gut. Herr Heller definiert den ja im ersten Anlauf mit “blind gegenüber den bereits gewonnenen Erkenntnissen, die dem eigenen Weltbild widersprechen,”. Und der Begriff ist auch nicht so neu, der Vergleich mit der Kreationismus-Debatte ist ja auch schon alt. Nur sollte man dabei nicht vergessen, dass es diese Leute auf beiden Seiten gibt, daher ist ein Ersatz von Alarmist durch Klimakreationist nicht sehr vielversprechend. Man kann das dann natürlich noch mit zusätzlichen Einschränkungn versehen und damit nur die der einen Seite meinen. Verständlicher wirds damit aber nicht. Da ist der “eingeführte” Begriff des “Alarmisten” doch griffiger …
#31. Peter Heller
Hallo Herr Heller,
da haben wir keine 2 verschiedenen Meinungen
ich wollte eigentlich nur damit sagen, dass auch die Verbesserung von etwas schon Bestehendem innovativ sein kann; die Betonung liegt dabei auf “auch”. War vielleicht nicht so deutlich von mir herausgestellt.
gruß
karl.s
@Klimakreationisten…
Klimakrieg – Was die Alarmisten nie verstanden haben
Originalquelle
Find ick persönlich mehr als treffend………Milliarden Forschungsgelder gegen ein paar Privatleute und trotzdem kochen se immer noch vor Wut, unsere lieben Warmaholics.
Ups, da fällt mir ein mal ne Spende an Rudolf zu schicken, zwecks finanzielle Unterstützung seines Privat-Blogs.
(jaja, die bezahlten Knüttel der Atomlobby sind auf sowas angewiesen, selbst EXXON lässt uns finanziell hängen……….einfach nix zu holen als Skeptiker, man sollte umsatteln, wo gerade die Solarwirschaft um jeden Zustimmer kämpft.)
Duck und janz weit wech
H.E.
@Peter Heller #34
…wobei das „Mögliche” bei Newcomens Dampfmaschine gegenüber der Vorgängervariante, Thomas Saverys Dampfpumpe, außerdem noch an das technisch Machbare geknüpft war: die Fähigkeit, einen exakten, völlig kreisrunden Stahlzylinder in den benötigten Dimensionen herstellen zu können. Erst diese technische Innovation verhalf der Kolbendampfmaschine zu ihrem späteren Durchbruch durch die Weiterentwicklung durch James Watt.
Henne und Ei… ich glaube, im Hinblick auf die Anwendung auf unsere gegenwärtige “Energiewende”-Situation ist ein umgekehrter Aspekt des Sache wesentlicher. Nicht, ob eine Innovation ein vorher vorhandenes Bedürfnis befriedigt, sondern ob man ein vorhandenes Bedürfnis mit ganz scharfem zielgerichteten Erfinden befriedigen kann -- und da sieht die Bilanz noch viel übler aus.
Carl M. bringt in #23 ein passendes Beispiel: den Versuch der Alchemisten, Gold herzustellen. Das Bedürfnis war klar gegeben, denn Gold wollte jeder haben (ohne vorauszudenken, daß es dann, wenn die Goldmacherei erfolgreich wäre und es jeder leicht haben könne, auch sofort seinen Wert verlöre), und einige hochgestellte Personen haben zumindest eine Zeitlang nicht Kosten und Mühen gescheut, die Alchemisten in ihrer Forschung zu unterstützen.
Gefruchtet hat das alles natürlich nichts, weil es auf irrigen Annahmen über physikalisch-chemische Prozesse und allzu phantasiereichem Wunschdenken basierte (hoppla, da kommt mir auch wieder die Energiewende in den Sinn…).
Forschungsförderung auf Grundlage klar vorherbestimmter Ziele (deliverables) ist weitgehend unproduktiv. Wirkliche Innovationen kommen auf diese Weise selten zustande; meistens (oder immer?) sind sie das Produkt selbstvergessenen Spieltriebs -- s. viele in obigen Kommentaren angeführte Beispiele.
@Peter Heller
…oder anders herum gefragt: Warum orientiert sich die Politik an marktwirtschaftlichen Rohrkrepierern wie der Solarindustrie?
Vielleicht, weil seit Jahrzehnten politisch-medialer Druck in ein und dieselbe Richtung erzeugt wird und in wechselnder Folge von den Großen Transformateuren die ewig gleichen Mantras verkündet werden:
• von den Klimakreationisten: „CO2 – menschengemachter Klimawandel, Hitzetod, Flutwellen und schmelzende Polkappen – nur noch ein paar Jahre, dann fliegt uns die Erde um die Ohren”…..
• von den NIE-Industriellen und -lobbyisten: „Wind und Sonne schicken keine Rechnung”, „Deutschland ist erneuerbar”, 100% Erneuerbar ist kein Problem”…..
• von den ökologistischen Moralaposteln: „Mutter Gaia-Erde rächt sich”, „Bruttoglücksprodukt ist besser als BIP”, „Kohlenstoffgerechtigkeit”…..
• von NGO / Umweltverbänden: „Nur Wind-, Solar- und Biogasenergie sind „saubere” Energie….. Kohle und Öl sind „dreckig”, Atom ist „böse”…..
• von den Grenzen-des-Wachstums-Predigern: „Endlichkeit fossiler Rohstoffe”, „Peak Oil”, „Überbevölkerung”…..
Und über allem thront die einfache Basis-Botschaft: „CO2 ist böse” – „CO2-frei ist toll”. Auf diesem Glaubenssatz als „Maß aller Dinge” baut das komplette öko-religiöse Gebilde auf. Wobei sich die Großen Transformateure einig sind: Der Glaubenssatz, darf nicht hinterfragt werden. Alternative Konzepte, effizientere Technologien oder gar Leugnen des CO2-Glaubenssatzes sind daher verpönt bzw. unter allen Umständen zu verhinden. Das kann natürlich in einem rein marktwirtschaftlich orientierten Umfeld nicht gewährleistet werden, daher wird planwirtschaftlich in den Markt eingegriffen.
Zudem werden die NIE-Technologien von denselben Interessenvertretern als einzig mögliche („alternativlose”) Erfolgsmodelle angepriesen. Und den Verbrauchern werden die „alternativlosen” Konzepte unter Verschweigen oder Kleinreden der astronomischen Kosten und unter Zuhilfenahme staatlicher Zwangsbeglückung (EEG) häppchenweise übergestülpt.
Der Irrweg der NIE-Technologien begann, als man diese aus ihrem Nischendasein heraus hob und ihnen Grundlastfähigkeit attestierte, sowie mit der ausschließlichen Konzentration auf die Stromversorgung anstatt auf einen viel sinnvolleren Einsatz im Bereich der Erzeugung thermischer Energie.
Dabei sind Wind- und Solartechnologie in speziellen Einsatzbereichen durchaus sinnvoll und effizient einsetzbar (z.B. Solarenergie: Raumfahrt & Satellitentechnik, in sonnenreichen Regionen / Windenergie: in dünnbesiedelten und energetisch schwer erschließbaren Regionen, auf Inseln etc……), allerdings nur, wenn sie gezielt und in Maßen (nicht in Massen !!!) Anwendung finden.
Doch da der Markt leider ausgeschaltet und durch Konzepte wie den „Plan” ersetzt wurde, nimmt das Unheil seinen Lauf (…..wie war das nochmal mit „Ochs und Esel”?).
Kleine Geschichte am Rande:
Anfang des 20. Jahrhunderts hatte der Architekt Hermann Sörgel eine grandiose und „nachhaltige” Idee: Er wollte das Mittelmeer ablassen und zwischen Afrika und Gibraltar sowie zwischen Europa und Kleinasien am Bosporus jeweils einen riesigen Staudamm errichten lassen, die gigantische Wasserkraftwerke, gespeist aus dem Atlantik und dem Schwarzen Meer, betreiben sollten. Außerdem sollte durch die Absenkung des Mittelmeers neues Land geschaffen werden.
Leider (für den selbsternannten „Weltbaumeister” Sörgel) bzw. zum Glück (für die Menschheit) interessierte sich keine Sau für die Realisierung dieses Irrsinnsvorhabens, nicht einmal Hitlers Nazi-Deutschland mit seiner „Volk-ohne-Raum”-Ideologie und Vorliebe für Gigantomanie, so dass dieses erste „Großprojekt” Erneuerbarer Energien der Welt erspart geblieben ist.
…..es ist allemal besser, falsche Ideen sterben zu lassen, bevor Menschen für falsche Ideen sterben müssen (frei nach Michael Schmidt-Salomon).
Genau richtig, Fluminist!
Mit Ziel-Förderung erreicht man gar nichts, wenn das gesellschaftliche und technologische Niveau nicht passt.
‘Manhattan Project’ (Der Bau der Thermonuklearbombe) war so eine Zielförderung und sie war bemerkenswert erfolgreich; aber nur, weil alles, was dazu im Umfeld nötig war, einen entsprechenden Reifegrad bzw. Entwicklungszustand hatte. Die Zeit selbst war reif.
Während des Ersten Weltkrigs, einige jahrzehnte vorher, wäre dagegen jede noch so große Anstrengung völlig vergeblich gewesen. Es hat auch niemand daran gedacht, obwohl die Idee der Bombe durchaus schon da war: H. G. Wells beschrieb Nuklearwaffen bereits 1914!
Stellt man die NIE auf diesen Prüfstand, dann sehe ich vor allem bei den Speichern, für die es ja noch nicht einmal einen brauchbaren theoretischen Ansatz gibt, so eine unüberwinliche Hürde.
Es gibt sicherlich die Aussicht, wirklich billigen PV-Strom zu machen,.wenn die organischen Halbleiter auch nur die Hälfte dessen halten, was sie versprechen (Da könnte auch die Zielförderung schon greifen) -- doch ohne Speicher ist auch PV-Strom für 1 ct/kWh nicht zukunftsfähig.
Das unsinnige am derzeitigen Modell ist jedoch, dass es die Forschung geradezu lähmt! Kein Unternehmen betreibt Forschung, wenn der Absatz brummt und die alten, bageschriebenen Produktionsanlagen voll ausgelastet sind. Wir wissen aus historischer Erfahrung, dass nichts lähmender ist als ein Monopol -- Der Trabbi ist deutlichste Warnung dafür.
Ein shr treffender Verriss dieser Förderung’ findet sich hier:
Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie
Es fällt auf, dass die Aufwendungen F&E der Photovoltaikbranche in Relation zu anderen Branchen, insbesondere zu Hochtechnologiebranchen, sehr gering sind. Im Jahr 2008 hat die Branche inklusive Zulieferer nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft bei einem Umsatz von 9,5 Mrd. Euro nur 163 Mio. Euro für F&E ausgegeben. Das ergibt einen Anteil von 1,7 %…
…. Im Vergleich zu andere Hochtechnologiebranchen, aber auch zu bereits etablierten Branchen ist das erschreckend wenig. Die Biotechnologiebranche investiert gegenwärtig ca. 48 % und die Nanotechnologiebranche ca. 28 % des Umsatzes. Selbst etablierte Branchen wie Maschinenbau (ca. 3 %), Elektro (ca. 6 %), Chemie (ca. 6,5 %) und Automobil (ca. 6,5 %) investieren mehr in Forschung und Entwicklung.
Fluminist 5. März 2012 18:23
Forschungsförderung auf Grundlage klar vorherbestimmter Ziele (deliverables) ist weitgehend unproduktiv. Wirkliche Innovationen kommen auf diese Weise selten zustande; meistens (oder immer?) sind sie das Produkt selbstvergessenen Spieltriebs — s. viele in obigen Kommentaren angeführte Beispiele.
Nun ja Herr. Flumilist , beim Bau von Waffen z.B. gab es so gut wie immer klare Vorstellungen, Wünsche und auch klare Zielvorgaben mit zum Teil gigantischer Förderung. Bestes Beispiel die Kernwaffe und andere Massenvernichtungsmittel, Raumfahrtprogramme hatten politische Zielvorgaben gehabt in der Vergangenheit. Geld spielte dabei keine Rolle mehr, es war genug da.
MfG
P.Große
hallo herr Heller,
klasse artikel!
#10
da befürchte ich, werden wir lange warten können.
wobei mich die argumente von herrn Lüning und herrn Vahrenholt schon interessieren würden…
aber vieleicht geschehen ja noch wunder
lg
micha
Lieber Herr Heller,
Sie schreiben:
Das ist genau der Punkt. Ich denke unsere Medien sehen die meisten Technologien als Problem und nicht als Lösung. Als Lösungen werden stattdessen die Wunschträume von Politikern und Journalisten mit Halbwissen vorgeschrieben.
Anstatt unsere jetzigen Probleme wie Hunger und Krieg in Afrika und im mittleren Osten zu lösen und mit Optimismus in die Zukunft zu sehen und darauf zu vertrauen, dass auch zukünftige Generationen ihre Probleme lösen werden sehen wir wie Talkshowbummler ihre Ängste verbreiten.
Der Jauch Talk gestern war ein gutes Beispiel für den „Pitfall“ oder die Fallgrube unserer Mediengesellschaft, obwohl Herr Jauch sich redlich bemüht hat.
Grüße
Günter Heß
Lieber Herr Heß,
da Sie die Jauch-Sendung von gestern ansprechen, eine OT-Bemerkung meinerseits dazu. Am Ende fragte Jauch den Töpfer, ob er bezüglich einer Bundespräsidentenkanditatur von der Bundeskanzlerin angerufen worden ist. Töpfer versuchte sich da rauszuwinden, doch schien meines Erachtens klar, dass dies der Fall war. Das hat mich zutiefst beunruhigt. Vor allem deshalb, weil damit klar ist, welche zukünftigen Koalitionen angepeilt werden. Damit sollte einem zukünftigen Schwarz-Grünen Bündnis der Weg bereitet werden. Gott sei Dank hat die FDP schnell geschalten und der Kelch namens Töpfer ist an uns vorüber gegangen.
@Quentin
Vor ein paar Wochen hat die ZEIT noch geschrieben:
….. ach du liebe ZEIT, wie man sich doch irren kann, gelle? Totgeglaubte leben länger.
#46. Günter Heß
Guten Morgen Herr Hess,
ich habe mir gestern die Wiederholung in eins extra dazu angesehen. Günter Jauch hat sich wirklich redlich bemüht und war insgesamt doch recht ausgewogen. Besonders unangenehm dabei aber war mir der Töpfer, ein Angstprediger vor dem Herren und selbsternannter Moralapostel, was er denn auch so richtig raushängen ließ. Die Gefahr für die AKW`s kommt hier in Deutschland nicht von Erdbeben oder Tsunamis, nein, von Cyberattacken. Der Mann hat jeden Realitätssinn verloren, aber der Typ ist hinter seiner Maske des Moralisten brandgefährlich, weil sehr einflußreich!
Gruß
karl.seegert
#45. michael m.
moin micha,
ich bin da mal vorsichtig optimistisch, weil beide doch recht offensiv mit dem Thema insgesamt umgehen. Ich denke mal, da kommt was
karl.s
Da lief mir gerade ein sehr vernünftiger Artikel über den Bildschirm, richtiger Journalismus.
Da das so selten geworden ist, verlinke ich ihn mal:
Eiszeit für den Klimaschutz
Ganz leise ist das Megathema von der Agenda verschwunden. Inzwischen haben sogar die einstigen Antreiber in Europa resigniert
Als Norbert Röttgen vergangene Woche neben seinem Rivalen Philipp Rösler Platz nahm, um den Kompromiss zur Energieeffizienz-Richtlinie und der Kürzung der Solarförderung zu verkünden, sprach er viel von „industrieller Wettbewerbsfähigkeit“, von „Versorgungssicherheit“ und „Preisstabilität“. Nur ein Wort fehlte in den Aufzählungen des Bundesumweltministers: „Klima“…
@Tritium
….und so ist Röttgen für die Energiewende-Gewinnler vom „George Clooney der Nachhaltigkeit”….. schwupps….. zum Komplicen des „Energiewende-Saboteurs Rösler” mutiert.
@ Tim Hardenberg.
Wundert mich nicht; im Führerbunker, April 1945, ging es genau so zu. Überall Saboteuere und Verräter…
Vielleicht lässt sich Mögliches und Notwendiges mit Mengers Gütertheorie erklären. Erst wenn alle Vorraussetzungen zutreffen, wird ein Gegenstand ein Gut.Ökologismus widerlegt
Danach sieht man sehr schön, dass die Eigenschaften von Solar und Wind nicht ausreichen, das menschliche Bedürfnis nach sicherer ,kontinuierlicher und bezahlbarer Energieversorgung zu erfüllen.
Der Grund dafür ist der dirigistische Ökologist. Dieser versucht die Herrschaft über die menschliche Entwicklung zu erlangen, indem er die These vertritt, wirtschaftlicher Forschritt schadet der Umwelt , wie auch der bisherige wirtschaftlicher Fortschritt der Umwelt schadet, weil er Ressourcen erschöpft.
Nur der Ökologist kann uns sagen, was für uns gut ist. Er möchte wirtschaftlichen Fortschritt steuern.
Das sieht dann so aus wie in der ddr und nennt sich Planwirtschaft. Die Ingenieure hatten anfang der 60er sehr wohl einen Trabantnachfolger entwickelt, der hätte auch menschliche Bedürfnisse befriedigt, mit den entsprechenden Eigenschaften ,nur das Politbüro war der Meinung, der Trabant reicht.
Heute morgen kam in MoMa zdf Zetsche, Autosalon Genf. Die grünroten Journis verstehen die Welt nicht mehr, die 1 Mio.E-Autos sind wahrscheinlich nicht zu schaffen. Hätten sie Menger gelesen, wüssten sie, dass auch nicht alle Eigenschaften des Gegenstandes vorliegen, um ein Gut zu werden.
Nur die freie Marktwirtschaft ist in der Lage, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, Funktionäre und Ökologisten werden das nie schaffen, selbst, wenn sie die Planwirtschaft einführen.
Also Mögliches soll der Markt entscheiden, der prüft den Bedarf am genauesten und Notwendiges haben wir schon, es sei denn , wir leben in der Planwirtschaft.
Entschuldigung, aber da hat uns Genscher und Konsorten, bewusst oder unbewusst mit den Freiburger Thesen was schönes eingebrockt
@P.Große #43
Ja, ich hatte an die Grundlagenforschung gedacht, das hätte ich wohl genauer sagen müssen. Tritium #42 hat das Manhattan-Projekt schon angesprochen, und bei der Raumfahrt war es ähnlich. Die Grundlagen für diese technischen Leistungen waren schon vorhanden und theoretisch ausgearbeitet, bevor die politische Vorgabe erfolgte, sie wirklich umzusetzen. Das amerikanische Raumfahrtprogramm konnte (u.a) auf die zunächst rein privaten Vorarbeiten Hermann Oberths aus den 20er Jahren und die von Wernher v. Braun (zugegeben in staatlichem Auftrag) schon fix und fertig entwickelten Raketen zurückgreifen.
Hätte beispielsweise bei Erscheinen von Jules Vernes Reise zum Mond Napoleon III (als John F Kennedy-Vorläufer) erklärt, zum Ruhme der Grande Nation eine Expedition zum Mond zu schicken, so hätten sich wohl die besten französischen Ingenieure der Zeit (und das will was heißen) an dieser Vorgabe die Zähne ausgebissen.
Sicherlich kann ein staatliches Forschungsförderungsprogramm Früchte tragen und ist für sehr komplexe und teure Aufgaben sogar notwendig; doch immer unter der Voraussetzung, daß die Grundlagen bereits gelegt sind. Der Plan ist also von der Art: hier ist ein im Detail durchdachtes theoretisches Konzept, dessen naturwissenschaftliche Grundlagen wir durchaus zu verstehen meinen; jetzt laßt es uns auch tatsächlich bauen!
Aber ein “Plan” der Art: hier haben wir ein Problem, alle vorhandenen Technologien (bzw. solche, die wir nicht aus weltanschaulichen Gründen verteufeln und ablehnen) können es naturwissenschaftlich-prinzipiell nicht lösen, also laßt uns innovativ sein und mit Gewalt etwas entdecken, was dieses Problem löst! Der wird nicht funktionieren. Da wird man am Ende mit größter Wahrscheinlichkeit auf den Ausweg verfallen müssen, zur Gesichtswahrung das Problem kleinzureden und Krückenlösungen propagandistisch als das Non-plus-ultra zu verkaufen.
#51. Tritium
aus Deinem verlinkten Artikel
Gott sei Dank ist der nicht da eingezogen! Ich hatte gestern das zweifelhafte Vergnügen, diesen Typen in der Wiederholung von Jauchs Talkrunde in eins extra zuzuhören. Der Mann blickt nicht durch.
karl.s
Töpfer wirkte bei Jauch wie ein alterndes Politbüromirglied auf mich. So einen brauchen sie als BP, der unterschreibt jeden Blödsinn. Aber er hat darauf verzichtet seinen Afrikaaufenthalt zu erwähnen, so “… ich war 8 Jahre in Afrika, ich weiß alles…”
Die arme Schriftstellerin, kannte ich gar nicht, verglich doch tatsächlich den Faschismus mit Kernkraft, sie wolle sich nicht nachsagen lassen, sie hätte nichts dagegen unternommen. Ich würde ihr gerne erklären, dass nicht die Kernkraft der Nachfolger der Faschisten sind, sondern die Ökologisten, vor denen sie Angst haben könnte. lieber sollte.
Moin, Herr Rassbach,
was mich bei diesem Interview wirklich sprachlos gemacht hat, ist das etatistische Denken der Moderatorin in dem Sinne: “Hat die Regierung nicht befohlen, dass bis 2020 1 Mio E-Auto zu bauen und zu verkaufen sind?” Und Sie halten sich nicht daran, Herr Zetsche? Und was mich in diesem Zusammenhang ärgert ist, warum ein Mann vom Format eines Zetsche nicht die Schlagfertigkeit besitzt, zurück zu fragen, wieviel E-Smarts die Redakteure beim ZDF schon gekauft haben.
#57. W.Rassbach
Hallo Herr Rassbach,
taff fand ich unseren Astronauten Ulrich Walter, wie er mit dem Geigerzähler rumhantierte und definitiv klarstellte, dass von Fukushima heute 0,0 Gefahr ausgeht. Dass das dem Franzen Alt und dem Töpfer nicht passte, war denen deutlich anzumerken. Interessant fand ich darüber hinaus, dass Herr Clement explizit noch einmal bestätigt hat, dass EON an seiner Klage gegen die Bundesrepublik wegen der verordneten Abschaltung der AKW definitiv festhält.
karl.s
Es ist doch eigentlich schade, das Klaus Töpfer nicht ins Schloss Bellevue einzieht. Denn dann wäre doch der richtige Mann im Focus, wenn der BP seinen Mitbürgern so in drei Jahren erklären müsste, welches Desaster der damalige Vorsitzende der Ethik-Kommission mit der Energiewende angerichtet hat. Und dies in Personalunion und bei Kerzenschein an einem kalten Winterabend am batteriebetriebenen Radio
Nun, als Klaus bei Jauch zu seiner Schlussansprache anhob, in der er die rosige Energiezukunft beschwor mit allerlei intelligentem Brimborium wie smarte Grids und so weiter, kam mir der amerikanischen Philosoph Harry G. Frankfurt in den Sinn, der vor einigen Jahren ein Traktat verfasste, in dem er das Wesen, von Lüge, Humbug und Bullshit analysierte. Danach ist Klaus T. ein klassischer Bullshiter, denn:
“Bullshit ist immer dann unvermeidlich, wenn die Situation Menschen dazu zwingt, über Dinge zu reden, von denen sie nichts verstehen. Bullshit ist ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die Lüge.”
Bundesregierung: Bürgschaft für Brasilien-KKW
Die Bundesregierung hat der Übernahme einer Exportkreditgarantie für den Bau des dritten Blocks des brasilianischen Kernkraftwerks Angra (Angra 3) grundsätzlich zugestimmt. Der Reaktor entspreche dem Stand der Technik der in Westeuropa eingesetzten Druckwasserreaktoren…..
http://www.pi-news.net/2012/03/bundesregierung-burgschaft-fur-brasilien-kkw/#more-243442
Wahrsagung: Vier Grad wärmer bis 2100„Klimawandel
„Klimawandel – laut Experten bis zu vier Grad wärmer“, berichten heute die Medien in Baden-Württemberg. Bis zum Jahr 2100 könnte es bis zu vier Grad wärmer werden, meint der baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller (nomen est omen). Natürlich liefert er keinerlei Nachweise, aber die vertrottelten Medien, allen voran der SWR, plappern es sofort nach. Beim SWR ist in der Überschrift zwar von Experten die Rede, aber im ganzen Artikel kommt keiner vor……
Weiterlesen:
http://www.pi-news.net/2012/03/wahrsagung-vier-grad-warmer-bis-2100/
Vielen Dank einmal mehr an alle für die hochwertige und erhellende Debatte. Man kann hier wirklich dazulernen.
Wir haben zwei neue Begriffe geprägt:
Klimakreationisten und humanophobe Ökologie (s.o., von Quentin)
Ich zumindest werde diese Bezeichnungen ab sofort verwenden. Und auch -- wie Tim Hardenberg vorschlägt -- grundsätzlich statt des bisherigen “Alarmisten” einsetzen.
Was “Innovation” betrifft, habe ich das Gefühl, wir sind nicht so weit auseinander, wie ich nach dem ersten Einspruch von Tritium befürchtet hatte.
Mittlerweile haben übrigens der immer lesenswerte Pierre Gosselin und auch Steffen Hentrich (danke, beim Liberalen Institut finden sich auch immer gute Denkanstöße) auf die Wortschöpfung verwiesen. Pierre hat tatsächlich irgendwo ein Foto von mir aufgetrieben (ich glaube, bei der Freien Welt). So was.
Nun habe ich leider beruflich bedingt eine Weile Blog-Pause. Bin in den nächsten zwei Monaten viel unterwegs, daher nicht wundern, wenn von mir nur wenig kommt.
Nun ja, ick bleib weiterhin bei “Warmaholics”…….und “Energiewendlinge”………..meines Erachtens die sicherster, unmissverständlichste Bezeichnung.
Klimakreationisten………….kann auch ganz schnell auf auf uns angewandt werden, sind wir doch die Leugner des menschengemachten Klimawandels, sind wir doch die offiziellen “CO2-Flachweltdenker” für die Gegenseite.
Nun ja, an die intellektuelle Sprechweise scheiden sich die Pöbel vom Intellektuellen…….jeder wie er es lerntechnisch vermag.
Onkel Heinz……und wieder den eigenen Kopp in die Runde geworfen
@Onkel Heinz
….wie sagte Olaf Schubert: „CO2 halbieren…… zu CO1 !”
#62. Mathias Fröhlich
moin Herr Fröhlich,
und das könnte ich mir auch gut vorstellen
gruß
karl.s
@ Heinz
Darum geht es nicht. Im Gegenteil, es sollten allgemeinverständliche Formulierungen gefunden werden, die auch der Durchschnittsbürger versteht. Es ist keine akademische Frage, wenn es darum geht, gewisse Sachverhalte oder Ideologien mit Bezeichnungen zu versehen, die den wahren Charakter beschreiben. Jeweils aus der Sicht des Namensgebers. Unsere “Gegenseite” macht uns dies ja vor, wie man es erfolgreich tut. Wenn zu Beispiel von fossilatomar die Rede ist und auf der anderen Seite Erneuerbare Energie. Solche Worte entstehen nicht weil sie naheliegend sind, sondern weil man damit Assoziationen wecken möchte.
Ein besonders wirksames Beispiel aus der Geschichte, ist der Begriff Versailler Diktat, satt Versailler Vertrag. Mit dem Wort Diktat in diesem Zusammenhang konnten Frendbestimmungsängste ausgelöst werden. Manchmal wandelt sich aber auch ein Begriff im Laufe der Zeit. So war früher der Ausdruck schwul durchweg negativ und abwertend gemeint. So lange, bis sich die Schwulen selbst so bezeichneten. Aus einer abwertenden Beschreibung wurde eine neutrale. Wir haben es auch so gemacht. Skeptiker sollten in der Klimadebatte als ungläubig, rückständig und nicht einsichtig beschrieben werden. Nun nennen wir uns selbst so, damit ist die gewünschte Wirkung verpufft. Da hat man schnell reagiert, und das Wort Leugner verwendet. Das zieht und verfängt aber nicht so richtig, nur beim wirklich harten Kern.
Wie man sieht, ist die Auseinandersetzung in der Klima- und Energiedebatte auch ein Kampf um Begrifflichkeiten. Und mit der Wahl der richtigen Worte, erreicht man auch die gewünschte Wirkung. Ich darf es noch einmal wiederholen, hier können wir noch von unseren Gegnern lernen wie man das macht.
Den Vogel schießt zur Abwechslung mal dradio ab:
Die Kosten des Klimawandels
…. und vor allem der gefährlichen Erdrotation!
…na klar, das ist schließlich Teil der Marketingstrategie, mit sochen Horrorbotschaften aufzuwarten.
….„die Wissenschaft”: ja klar, jeder weiß, wen die Münchner Rück damit meint.
…..tja. liebe dradio-Experten, vielleicht solltet ihr mal etwas weniger schlampig recherchieren, dann wüsstet ihr, dass kein ernst zunehmender Diskutant einen „Klimawandel” an sich in Frage stellt.
Daily Mail
Die £ 120 Milliarden-Fehler: Windenergie “Zehnmal teurer als Gas-Kraftwerke”
Strom für 150000 Pfund wird mit 250000 Pfund subventioniert, wenn das rauskommt
#69:
Höchst interessant, wenn auch nicht wirklich neu:
Dies wurde auch in anderen Untersuchungen (u.a. Bentek) hinlänglich erwiesen. NIE sind nicht nur teuer, sondern für ihren gedachten Verwenduingszweck CO2-Reduzierung völlig nutzlos!
Guten Tag Quentin Quencher!
Diese, zurückhaltend gesagt, ausgereifte Argumentationstechnik halte ich für außerordentlich wirkungsvoll und (unsererseits) sträflich unterschätzt. Sie geht sogar weit über die Begriffsbildung hinaus:
Man sehe sich meinetwegen Photos von Kernkraftwerken in den Massenmedien an; muß nicht erläuter werden. Oder man achte gelegentlich mal bei der Nachrichtenansage zu bestimmten Themen auf die Modulation; da liegt das gesprochene Wort einen Hauch neben dem geschriebenen. Oder der traurige Blick eines Würdenträgers bei bestimmten Enzykliken. Gerade diese feinen Nuancen sind meines Erachtens wirksamer als das Tremolo eines Gewerkschaftsfunktionärs gegen die Dämpfung von “Solar”subventionen. Filme, Filmmusik, Kinderspiele, Lieder(?) … mfG
Tritium,
für den vernunftbegabten Teil der Bevölkerung ist das nicht neu, in Deutschland nicht möglich, ein Prof. darf das nicht rechnen und schon gar nicht in einer gewöhnlichen Zeitung veröffentlichen und die Zeitungen bei uns würden es auch gar nicht annehmen.
Lieber Quentin
Klima-Kreationisten ist einfach nicht zielführend, deswegen lehne ich gerade diese Bezeichnung ab.
Wat sind denn Kreationisten ?, Menschen die Darwins Evolutionstheorie komplett ablehnen, die Begründung mit der Bibel und Gott folgt erst anschließend.
In den Augen der Warmisten, Warmaholics oder Warmduscher sind wir diejenigen, die die tolle AGW-These ablehnen, also auch eine Art von Kreationist.
“humanophobe Ökologie”……ist einfach zu sperrig, nicht eingängig genug im Sinne des Kampfes der Begrifflichkeiten auch nicht zielführend, zumal das Otto-Normalo einfach nicht anspricht.
Mag dieses Wort in den Reihen der Akademiker auch eine leichte intellektuelle Verzückung auslösen, ist es dennoch nicht “Massengeeignet”.
Du weißt, ick halt mich ja meist raus aus euren hochphilosophischen Gesprächen aber diesmal muss ick meine große Klappe einfach mal aufreissen.
Überdenkt hier bitte mal eins……….warum haben wohl V&L ausgerechnet die “BILD” benutzt um ihre Thesen aus ihrem Buch unters Volk zu bringen?
Diese Thesen hätten auch schön im FOCUS oder im gedruckten Spiegel reingepasst……..hätten damit aber bei weiten nicht diese Reaktionen ausgelöst und vor allem die Massen nicht erreicht.
Versteh mich richtig, das ick euch voll uns ganz verstehe aber ick seh mich trotzdem als Vertreter des normalen Durchschnittsbürgers und dessen Sprache, deswegen auch mein Einwand.
Wenn wir schon Bilder erzeugen wollen, dann sollten wir damit anfangen, zu jeden Windmühlenfoto auch einen geschredderten Vogel mit beizulegen.
Liebe Grüße
Onkel Heinz……die Schnodderschnauze
Ist was dran, Heinz.
‘Vogelschredder’ ist eine großartige Bezeichnung. Ich verwende auch gern den Diminutiv ‘Windrädchen’ um ihre Ineffiezienz zu betonen.
Was nun die Klimawandler betrifft, nannte ich sie zu Al Gores Zeiten gerne ‘Apokalyptiker’ -- ein genau treffender Begriff. Seither haben sie sehr zurückgesteckt, passt nicht mehr ganz und ich freunde mich mehr und mehr mit ‘Warmisten’ an.
Doch vielleicht wäre Klimahysteriker’ doch noch besser: Das Wort bezeichnet kalr und sehr offensichtlich die AGW-Anhänger, denn keinem Skeptiker kann man nachsagen, er wäre hysterisch. Hysterie ist zudem besetzt mit Überreaktion, Übertreibung, Wirklichkeitsferne, grundloser Panik.
Doch wird mehr und mehr, mit dem verblassen der Klimahysterie, eine breitbandige Gemengeargumentation verwendet; Peak Oil, Unabhängigkeit, Umweltschutz, Atomangst. Da sehe ich einen Begriff, der in den kommentaren und Blogs immer öfter auch bei Leuten auftaucht, die gar keine ausgesprochenen Skeptiker sind, sondern nur einfach die Nase voll haben: Ökofaschisten!
Das trifft den politischen Kern! Und um den geht’s -- Die normalen Bürger interessieren sich kaum für Argumente aus dem Elfenbeinturm der wissenschaftlichen Argumentation. Die sehen, dass damit POLITIK gemacht und setzen daher diesen Aspekt (Mit sehr feinem und genauem Gespür!) in die Mitte.
Übrigens ist aus genau dem selben Grund auch das Schlagwort ‘Umverteilung von unten nach oben’ als Angriff auf die NIE immer populärer; als ich es zuerst verwendete, war es neu, nicht präsent. Jetzt findet man es in jeder NIE-Diskussion. Es ist wirksamer als jeder direkte Angriff, denn die breite Masse denkt sozial, mit dem Geldbeutel, und der Begriff trifft die Ökos gerade deshalb ins Mark, weil sie selbst sich so gerne als Antikapitalisten stilisieren und Sozialneid schüren, wenn es ihnen zu dienen scheint. Da fällt der Begriff auf gedüngten Boden.
@Onkel Heinz
….. Beispiele gibt’s hier und hier und hier …..lässt sich beliebig fortsetzen…..
Gutachten mit Zahlen getöteter Tiere gibt’s auch im Web (hier, ansonsten bitte selbst gooogeln).
#73. Heinz Eng
Heinz, ne Karikatur ist da auch nicht verkehrt!
karl.s
@Tritium #74
….wenn wir schon bei der Begriffsbildung sind:
Wie wäre es, „NIE-Subventionen” künftig „Ehrensold” zu nennen?
@karlchen #76
Gutes Beispiel!…. Hier noch ’ne christliche Version.
Windkraft, innovativ….. und gar nicht so ineffizient, wie man glaubt!
Nun, dieser Begriff ist doch zu defensiv, denn er drückt ja eine Angst aus, Angst vor den Menschen, die angelich der Natur schaden wollen.
Für mich steckt im Hardcore-Ökologismus keine Angst vor dem, sondern die Verachtung des Menschen. Für mich ist das nach wie vor Misanthropie, und ich rede von Menschenfeinden. Punkt.
@Tritium
Alder, Du bist uff´n richtigen Weg, ick hätt da auch noch ein paar Vorschläge.
Ökohysteriker……….wir müssen doch das Klima, Sonne, Mond und Sterne retten.
Ökoparasiten……..saugen das Volk finanziell aus……das Gegenstück zum “Monopolistenschwein”.
@Tim
Deine Bildchen sind schon klasse, wir müssten daraus mal ein lizensfreies Maskottchen bauen………ein Windrad dessen Flügel blutbesudelt sind und einen geköpften Seeadler der gerade abstürzt……….oder ein personifiziertes Henker-Windrad, das fies grinsend mit einem Flügel, der wie ein Schwert geformt ist, auf einem Holzblock dem Adler den Kopp abhackt, mit den bezeichnenden Namen….Mister Vogeltod……
Ups, ich glaube meine Fantasie geht gerade mit mir durch……….aber zumindestens sollten wir ab heute WKA grundsätzliche als “Vogelschredder” bezeichnen, wäre schon mal ein Anfang der Gegenkampagne.
Onkel Heinz….jede Menge finster Gedanken
#80. Carl M.
genau. Ökologismus ist Menschenfeindlichkeit pur. Der Mensch als “Krebsgeschwür”, eine perverse Ansicht!
karl.s
@ Calr M:
Verachtung für die Menschen stimmt.
Ich denke, der typische Ökologist ist grundsätzlich ein Puritaner, der sich auserwählt glaubt, um sich von der Masse der ‘Heiden’ abzusetzen und dann, wenn die Trennung vollzogen ist, diesen minderwertigen Rest der Menscheit gründlich zu verachten und als Schädlinge wahrzunehmen.
Von Schädlingen ist es nicht weit zu Ungeziefer und von dort ist es nicht weit zur Ungezieferbekämpfung.
Ach übrigens, V&L haben sich bei der ZEIT gemeldet…..
Hier irren die Klimapäpste
Die Junges geben einfach nicht auf………trotz äztender Kommentare
H.E.
Heinz,
V&L haben doch GERADE WEGEN der hysterischen, hasserfüllten, schrillen Kommentare die Nase vorn.
Gegen so dumme, fanatisierte und hetzende Gegner kann man sich leicht behaupten.
#84. Heinz Eng
und hier kriegt unser Warmaholic Mojib sein Fett wech
V&L haben gut zu tun. Bis jetzt machen sie das aber ganz souverän, finde ich jedenfalls.
karl.s
Hallo, Onkel Heinz
falls Du diese Auflistungen zur Hochleistungsvoelshreddern noch nicht hast:
Links zu Vogelshredder:
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.451792.de /
und:
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.451792.de /
und:
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.206060.de
Habe bewusst keinen URL- Verkürzer eingesetzt, damit die Adressinhaber sofort erkannt werden.
Gruss und alles Gute
Yogi
Danke Yogi
Gabs nicht vor kurzen den Tag der Artenvielfalt, wollte Mutti nicht alle Viecher der Welt retten……..?
Naja…….Vögel kaggen ja eh nur die Autos voll, also wech mit den Viehzeug…besser als anschließend im Maisfeld zu verhungern.
MfG
Hallo Herr Heller und Herr Quencher,
ich stimme Ihnen im Wesentlichen zu und finde auch das Adjektiv „humanophob” irgendwie passend. Allerdings ist Ökologie in der ursprünglichen Definition eine Wissenschaft, wird allerdings in den Medien und in der Politik missbraucht. Denn die grüne Politik, Umweltschutz oder die Umweltpolitik haben ja nichts mit der Naturwissenschaft Ökologie zu tun. Das gleichzusetzen spannt die Naturwissenschaftler genauso vor den politischen Karren wie das IPCC das mit der Klimawissenschaft und dem Wort Klimawandel tut.
Sehr erhellend ist hier das Buch von H. Remmert Ökologie. Da lernt man die Naturwissenschaft Ökologie kennen.
In den Medien lernt man den Ökologismus kennen.
Deshalb fände ich humanophober Ökologismus passender.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß
Ja, Herr Heß!
Der Unterschied ist sehr wichtig.
@ Eng, #73:
Das ist nicht richtig. Kreationisten sind Leute, die an eine “Kreation” glauben (deswegen ja auch die Bezeichnung), die sie von einem göttlichen Überwesen herleiten. Sie lehnen deswegen jede andere Erklärung ab (weil jede andere Erklärung ja auch die Existenz dieses Überwesens in Zweifel zieht). Der Kreationismus ist aus fundamentalen religiösen Ideen geboren. Es ist also genau andersherum als Sie es beschreiben (der Kreationismus war ja auch vor Darwin schon da) und deswegen ist der Begriff “Klimakreationist” passend.
Ja, man setzt uns Skeptiker genau deswegen ja auch oft mit Kreationisten gleich. Was eben ein Irrtum ist, man hat noch nicht einmal den Begriff Kreationismus richtig verstanden. Ergo ist “Klimakreationist” genau die richtige Antwort, denn sie hält diesen Leuten -- wie die kalte Sonne -- den Spiegel vor.
Dies ist hier nun einmal kein Blog für den “Pöbel” und ganz sicher ist “Bild” nicht das Niveau, auf das wir uns begeben wollen.
Einen schönen Guten Abend Tritium!
Eine gute Idee. Es entwickelt sich, das Flugwesen.

Mir persönlich drückt diese verbrecherische Naturzerstörung eher auf’s Gemüt.
mfG
@Heller
Nun ja, es gibt aber jede Menge normaler Menschen……die von der Straße……die hier mitlesen und mit dem intellektuellen Gebabbel nicht viel anfangen können.
BILD- Niveau……wollen wir hier ne kleine Elite sein, die sich naserümpfend vom dummen Pöbel abwendet oder wollen wir ein Stück weit das Volk erreichen, das den ganzen EE-Unsinn bezahlen muss?
Sind wir hier nur “Probierfeld” für Experimente…….oder haben wir eine Massage?
Wenn Sie schon mal da sind (Rudolf scheint verhindert zu sein), dann pappen Sie bitte unseren Steinzeit in den OFF-Bereich, der nervt.
Immer schön dran denken, V&L haben gerade die BILD gewählt um die Massen zu erreichen…….warum wohl?
H.E.
Es gibt ja eine neue Untersuchung aus GB über den ökonomischen Sinn der Windkraft. Nach Zeitungsmeldungen ist das lesenswert. Werde das auch noch lesen. Aber WUWT hat dazu einen schönen Cartoon von Josh.
@ Eng:
Der User “Steinzeit” interessiert mich nicht. Solche Leute kommen und gehen.
Woher wissen Sie das? Es melden sich hin und wieder stille Mitleser per Mail bei mir, die einen spezifischen Informationsbedarf haben. Leser, die sagen, wir wären zu kompliziert, haben sich noch nicht bei mir gemeldet.
Ich finde zwischen dem, was wir hier so schreiben und “intellektuellem Gebabbel” liegt noch ein himmelweiter Unterschied. Die “normalen Menschen von der Straße” sollen angeregt werden, sich selbst fortzubilden. Ich möchte hier keine Stammtischpropaganda zum Nachplappern, sondern Texte, die die Leser zu eigenen Gedanken anregen.
Das funktioniert bei Ihnen doch auch
.
@Heller
Hmm, weil sich bei mir jede Menge Leute melden….so einfach ist dat.
Tja Herr Heller, wir sollten uns entscheiden, was wir wollen……..Hans von Storch-Ersatzclub, Gegenstück zu Sauerrahms-Löschblog, Debattierclub für Snobs oder entlarvender NIE-Blog um unseren Mitlesern Argumente für Ihr Umfeld zu liefern?
Philosophischen Betrachtungen die zwar einigen Wenige ansprechen, die aber von anderen Lesern gelangweilt weggedrückt werden…………..?
Klima-Kreationisten mag ich aus dem Grund nicht, weil dieser Begriff einfach beidseitig benutzt werde kann und daher echt nicht zielführend ist im Kampf der Argumente.
Zu Steinzeit……….ich bin zwar Pöbel, mag aber nicht in die “Faschistenecke” gestellt zu werden, es gibt auch für Onkel Heinz Grenzen.
MfG
Das Hauptmerkmal von Kreationismus ist, dass von einer gestaltenden Kraft für die Umwelt ausgegangen wird. Das hat erst einmal mit Darwin nicht viel zu tun, weil es unter den Kreationisten auch welche gibt, die von sogenannten “Intelligent Design” sprechen. Ob nun ein Gott, oder die Natur die Umwelt erschaffen hat, ist nebensächlich. Ich bin jetzt nicht der Fachmann für dieses Gebiet, doch ich denke, es ist nicht zu weit hergeholt, wenn man auch von der Natur als Gottheit sprechen kann und was sie geschaffen hat, ist grundsätzlich gut und erhaltenswert.
Die Natur hat uns eine Atmosphäre gegeben, die mit ihrem heutigem Zustand einen Schlusspunkt markiert, eine weitere Entwicklung oder Veränderung wird nicht angenommen, sonst könnte man sich die ganzen Prognosen über die zukünftige Klimaentwicklung sparen. Und genau das ist das Verbindungsglied zwischen Kreationismus und Klimakreationisten. Ich finde die Bezeichnung absolut passend. Aber die Begründung, warum das so ist, müssen wir noch besser ausformulieren.
Humanophobe Ökologie finde ich passender als die Verwendung von Ökologismus, denn Ökologie beschreibt, wenn ich mal Wiki zitieren darf:
Und genau hier sind wir an der spannenden Frage, welche Rolle der Mensch hier einnimmt. Gehört er zum Haus oder Haushalt, oder ist er Eindringling, der das Haus verändert ohne dazu befugt zu sein, als Fremdkörper und Schädling im System angesehen wird. Humanophob also. Je länger ich darüber nachdenke, um so unsinniger erscheint mir der Begriff Ökologismus insgesamt. Ich werde ihn in Zukunft nicht mehr verwenden.
Sehr geehrter Herr Heller # 91
“Dies ist hier nun einmal kein Blog für den “Pöbel” und ganz sicher ist “Bild” nicht das Niveau, auf das wir uns begeben wollen.”
Welches Niveau hätten Sie denn gern?
das von 3 Sat “: Japan -- Land ohne Zukunft? (morgen. 8.3., 20:15)
das von Phönix ” Fukishima nach der Katastrophe” (So, 11.3., 21:45)
oder das von ARTE “Themenabend -- Das Ende des Atomzeitalters” (war Mi, 6.3., 20:15) ?
Ich weiß, dass ich mit dem Thema “Fukushima” zwar OT bin in diesem Artikel, aber ich möchte mit dem Verweis auf die genannten Sendungen Herrn Eng in # 93 unterstützen:
Dieser Blog hat auch eine Message für stille Mitleser aller Bildungsschichten. Die berühmte “Kotztüte” brauchte ich bei V&L bei Bild jedenfalls nicht!
Herzliche Grüße J.H.
Liebe Leute,
Welchen Erkenntnisgewinn bringt Bild? Für mich keinen, also ist das Blatt auch wertlos für mich. Aber natürlich, dort ist man oft mit dem Ohr am kleinen Mann und redet ihm nach dem Mund. Insofern ist es interessant, welche Themen die bringen, weil es offensichtlich eine größere Menge an Personen lesen möchte. Das ist aber auch schon alles was ich zur Verteidigung dieses Wustblattes sagen möchte.
Ich will beim Lesen ein Aha-Erlebnis haben, Egal ob das ein Roman ist, die Tageszeitung oder ein Beitrag in einem Blog. Und ich kann mit allgemeinen Beschimpfungsorgien, auch über meine Gegner, nichts anfangen. Wut und Hass vernebeln nur den klaren Blick. Ich will wissen, warum etwas so ist, wie es ist. Da hilft mir Bild nicht weiter. Die von Herrn Hartung angeführten Sendungen sind, so vermute ich jetzt mal, ohne sie gesehen zu haben, weitestgehend Propaganda und vom Niveau wahrscheinlich noch unter dem was Bild zu bieten hat.
Das alles hat aber mit V&L überhaupt nichts zu tun. Wenn ich meine Thesen in der Bild verbreiten könnte, würde ich es sofort tun, obwohl ich das Blatt nicht ausstehen kann.
Oh man, kaum lehnt man sich ´n bischen zurück und denkt -- schön wie die hier alle miteinander dikutieren ohne sich um die Flöhe zu kümmern -- da kommt schon wieder diese bekloppte Idee von “wir sind aber kein Blog für Pöbel” und “ich bin aber Pöbel”.
.
Ich denke da reden wieder zwei ganz klar aneinander vorbei, Herr Heller möchte mit Sicherheit kein Bild-Zeitungsniveau weil dieses Blatt nachweislich 80-90% Schund schreibt, ich glaube auch nicht das Heinz Eng das für diesen Blog angedacht hat.
Heinz Eng sieht sich gern als den Blaumann, kann er gerne, nur ist er garantiert kein Pöbel, wenn man ihm auch eine gewisse “Volksnähe” nicht absprechen kann
Ich kann mir auch vorstellen das Herr Heller etwas unglücklich mit seiner Wortwahl war und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen der lauten oder stillen Leser beleidigen oder abweisen wollte, auch kann er nicht wirklich einen elitären Blog wollen, dazu sind die hier erschienen Artikel nicht abgehoben genug und auch, für einfache Menschen wie mich, gut verständlich.
Also geht mal etwas entspannter mit Euch um, danke.
Beste Grüße
Karl
#100
danke Karl, das war doch mal ’ne klare Ansage.
@Karlchen
Volksnähe…………Volltreffer
BILD missachten, Vollfehler.
Was denkt denn Ihr, wo die Volksmeinung herkommt………die fette Spiegel-Zeitung, Focus-wir recherchieren……..TAZ, da werden sie Links aussen geholfen……süddeutsches Linkenblatt?
12 Millionen direkte Leser, meistzitierte gedruckte Wurschtblatt, zugegeben ne Menge bunter Bilder……..aber eben, auch wenn ihr aus intellektuellen Widerwillen gern eure Augen verschließt………..Meinungsmacher mit scheinbarer Bürgerbeteiligung.
Blogs wie unserer…….is wat für ein paar Hardcore-Internet-Suchtypen………….BILD dagegen ist ein beeinflussendes Medium.
Ick hab mal ein paar Leute gefragt was denn “Klimakreationisten” sind…..Antwort, dat sind die Klimaleugner.
Wat schert den Mann uff´de Straße eure Definition, der ist doch längst vorkonditioniert von der Gegenseite, die bei weiten bessere “Werbeagenturen” auf ihre Seite haben und wir rümpfen immer noch die Nase vor dem einzigen Mittel den Irrsinn Paroli zu bieten.
90% der Bürger begrüßen die Energiewende………und zahlen freiwillig hunderte Euro mehr im Jahr für ihre Stromrechnung, dagegen müssen wir anstinken, nicht eine möglichst wissenschaftlich wertvolle Definition für die Klimahysteriker suchen.
Von den Politikern sagen wir immer gerne, das die schon zu abgehoben sind vom Volk……..und fahren fröhlich die selbe Schiene, wie sinnvoll aber auch.
Wollen wir nur ganz toll labern oder was erreichen?
Entscheidet Euch, ansonsten is Onkel Heinz hier langsam Fehl am Platze, ansonsten komm ick mir vor wie ein Neandertaler unter Ausserirdische.
H.E.
Hallo Herr Eng, ich ignoriere alles von “Steini” und ich ignoriere erstmalig auch was von Ihnen:
also Energie-Ossie komm mal wieder runter!
Freundlichst J.H.
@Heinz Eng #102
Es muss ihnen einfach klar werden, wem sie das zahlen und dass der Nutzen für nachfolgende Generationen eher ein Schaden ist, Die Masse wird diesen Blog nicht lesen aber er wird wohl in begrenzten Kreisen wahrgenommen und da sind sie wichtig. Auch wenn der durchschnittliche Bildzeitungsleser hier nicht aufkreuzt, können die Leser hier an ihren Argumenten nicht vorbei. Sie müssen einfach merken, dass ihre Sachkenntnis gemischt mit gesundem Menschenverstand eine Meinung darstellt, die diese 90% schnell mal halbieren können, wenn das denn in Medien wie der Bildzeitung thematisiert wird.
Sich darüber Gedanken zu machen, ob man denn so einen Begriff wie Klimakreationisten gut findet, dient eher der eigenen Findung. Eine Marketingstrategie, die so etwas schlagkräftig einsetzen könnte, ist in der Gruppe hier eher nicht zu erwarten. Das könnte bestenfalls eine Anregung für die sein, die nach dem Scheitern der Energiewende dem Volk irgendwie die gestiegenen CO2-Emissionen verklickern müssen.
#100. Karl Rannseyer
moin Karlchen,
Du sprichst mir aus der Seele!!!
gruß
karl.s
#102
Onkelchen, was ist los? Hat das letzte Bierchen nicht mehr geschmeckt?
Soll ich dir was sagen? Ich find gerade die Mischung hier, die macht den Block aus. Die einen schreiben aus ihrem ‘interlektuellen Leben’ und können was mit Worten wie Klimakreationisten anfangen, die anderen schreiben aus dem Alltag. Da gehört nunmal die Bild usw dazu.
Ich lese zwar keine Bild, kann aber genausowenig mit dem Begriff ‘Klimakreationist’ was anfangen. In unserem Umfeld müsste man ja dann zu jeden Begriff die Deffinition bereithalten, damit die Leute uns verstehen. In Hr. Hellers Umfeld mag das anders sein.
Ist eben wie auf der Arbeit, die einen laufen Abgedreht im Anzug rum, reden ganz toll, die andern haben es auszubaden (Herr Heller, das war nun nicht persönlich gemeint!!).
Das beste Beispiel ist sind doch hier die Antworten. Da will man zu dem Text was sagen, aber es muss erst 50 Postings lang Begriffe wie Bedarf, Bedürfniss, Notwendigkeit usw deffiniert werden, damit erstmal alle wissen, was eigentlich gemeint war.
Fazit: Du bist der Mann aus der Praxis, eben kein Theoretiker. Du schreibst genau das, was du denkst, jeden Tag erlebst und genau so, wie du es siehst. Und das ist auch gut so!
Hr. Heller und Co sind eben ‘Schriftsteller’. Die schreiben inhaltlich im Prinzip das selbe, nur eben auf einem anderen Niveau. Was wir in 3 Sätzen sagen können, brauchen die eben 3 Seiten
#102. Heinz Eng
moin Heinz,
unabhängig von dem sonstigen Brimborium
, was ich hier so am frühen Morgen lese, glaube ich nicht, dass 90% der Bürger die Energiewende begrüßen. Ansonsten kann ich nur Herrn Straten in #104 zustimmen. Ich bleibe im übrigen bei Klimaalarmist oder Warmist
finde ich persönlich besser und irgendwie griffiger. Aber das muß und soll jeder für sich selbst entscheiden. Insoweit würde ich mir jetzt wünschen, dass diese unsägliche Diskussion beendet ist.
beste Grüße
karl.s
Nun ja, Wenn wir von mangelhaftem bis unterirdischem Niveau in dieser Sache sprechen, fällt mir die ‘Bild’ nicht unbedingt als erste Zeitung ein.
Eher die ‘Zeit’ und noch ein paar andere ‘Qualitätsmedien’.
#106. Martin Frank
moin Martin,
kann ich voll mit unterschreiben
gruß
karl.s
@Onkel Heinz
Moin Onkel Heinz,
…der „Mann uff’de Straße” macht um unseren Blog eh einen großen Bogen, dann da steht Science SKEPTICAL drüber, und die „besseren Werbeagenturen” erklären dem Mann uff’de Straße seit Jahren lautstark die unumstößliche Wahrheit, dass „Skeptiker = Leugner” (also sprich: Volksfeinde) sind. Wir sollten hier nicht den Anspruch haben, „die meisten” sonden „die Denkenden” und die „Noch-nicht-völlig-Verblödeten” zu erreichen.
Vielleicht können wir uns ja auf Begriffe wie Klimahysteriker und Energiewendehälse verständigen.
Mit Sicherheit nicht.
Umfragen ergeben nun einmal das, was der Auftraggeber wünscht. Und die Aussagen des BUM sind notorisch getürkt und propagandistisch.
Sieht man sich dagegen an, was z.B. in den Leserkommentaren der ‘Welt’ zu einschlägigen Artikeln geschrieben wird, ist längst eine Mehrheit der Bevölkerung kritisch bis offen ablehnend eingestellt.
Nun gut, die Nacht drüber geschlafen und ein Stück weit wieder unten angekommen.
Joo, ick hab ne verdammt cholerische Ader……..warum?
Als Blaumann steh ich dem Bürger direkt gegenüber, als Blaumann bin ich Blitzableiter für den Bürgerunwillen, ähnlich wie die Tankstellenpächter, die auch nix für die Spritpreise können aber den Frust des Autofahrers mit voller Wucht abbekommen.
Manchmal komm ick mir so vor als ob wir auch in einen weißen Turn sitzen, genau wie unsere Gegner und uns artig gegenseitig mit Wattebällchen bewerfen, die natürlich vorher mit den neuesten 3D-Laser mit kryptischen Buchstaben und Zahlensalat versehen wurden.
Tja, und dann kommt die Politik und sagt uns rotzfrech ins Gesicht, ihr wolltet das doch so haben und hausieren dann mit Zahlen über 90%, der sich freiwillig ausbeuten lassenden Bevölkerung.
Der gesteuerte “Wutbürger” ist eine nicht zu unterschätzende Macht, das durften die Bayern schmerzlich am eigenen Raucherleib erfahren, das durfte Stuttgart erleben und das passiert auch im thüringer Wald, wo unsere tolle Energiewende gerade an fehlenden Übertragungsleitungen scheitert, die die Bürger bisher erfolgreich verhindert haben.
Greenpeace, WWF, BUND, NABU…….spielen die viruelle Harfe der Bürgermanipulation in vollendeter Harmonie…..wir dagegen tröten in der Abstellkammer, peinlich bemüht jede Peinlichkeit zu vermeiden, aber überheblich genug die Möglichkeiten nicht zu nutzen, die so ein Orchester zu bieten hat.
Wir sollten langsam aufhören darauf zu achten was unser Gegner von uns denkt, wir sollten lieber damit anfangen den Bürger aufzuklären……selbst auf die Gefahr hin mit Medien zu arbeiten, die hier den allgemeinen Brechreiz auslösen.
Bürgerwillen oder Unwillen……sind eine Macht, die wir leider bisher völlig unterschätzt haben.
Und ja, mir gefällt die Mischung auf dieser Seite genauso wie euch, und ja, Herr Heller hat schon wunderbare Stücke hier abgeliefert (Zirkus), und ja, wir sind als Skeptiker frei denkende Menschen deren Meinungen auch schon mal konträr aufeinanderprallen dürfen……..schön wenn dann einige Leutchens gewisse Polterköppe wieder runterholen von grenzwertigen verbalen Gefühlsausbrüchen.
MfG
@Onkel Heinz
…den Eindruck hab ick überhaupt nich, dat kannste doch schon daran sehen, wie die „Team-Mitglieder” in den Klimahysterikerblogs anfangen zu hyperventilieren, wenn dort mal der Name „Science Skeptical” fällt, und wie mit ziemlicher Regelmäßigkeit sendungsbewusste Klimaretter hier aufschlagen und tage- oder wochenlang versuchen, diesen Blog mit den Auswürfen ihrer Umnachtung vollzustopfen – das aktuelle Beispiel erleben wir ja seit einigen Tagen sehr anschaulich.
…ick finde, wir sind ’n ganz ordentliches Orchester und machen hier alles andere als „Kammermusik”.
#112
Endlich!!!
angeZETTELt:
Kleines Klima-Kaleidoskop (27): Sonne und CO2, Ressourcen und Klima. Über einfache Einsichten, am Beispiel der Autoren Laughlin und Vahrenholt
#115
Peak oil und Klimaerwärmung durch CO2 schließt sich aus. Ist das die richtige Interpretation?
Wenn das so ist dann könnt ich mir doch den größeren Schlitten leisten.
BMW bringt geiles neues 1er Modell
Ist zwar ne miese Interpretation, aber genaus geht’s!
Ich müsste eigentlich diesem hier folge leisten!
Seltsamer Anstoß nachzudenken. Ich habe immer gedacht die Kirche ist für das Seelenheil zuständig.
Luther hat den Leuten aufs Maul geschaut. Was für ein Siegeszug hat er doch gehabt.
Verabschiede mich und wend mich dem Seelenheil zu
Trauerarbeit
Was wir hier in mehreren Diskussionen bereits fest gestellt haben, bestätigt Manfred Güllner im Cicero:
Auch ein paar Zahlen werden genannt, dies entspricht ebenfalls dem was wir hier schon seit geraumer Zeit sagen, und was seit dem Bürgerdialog offensichtlich ist:
Aber besonders schön ist diese Aussage:
@ Tim Hardenberg #115:
Dieser Widerspruch ist nicht neu.
Um ihn aufzuheben, hat das BUM auch schon mal zugegeben, dass die Kohlevorräte wohl eigentlich 10 x grösser sind, als allgemein so propagiert wird, so dass also genug zum Verheizen für die Klimaerwärmung da ist.
So lange diese Widersprüche nicht direkt nebeneinander gesetzt werden, behindern sie die Propagandamaschine in keiner Weise.
@Tim #113
Da haste mich etwas mist-verstanden.
Eigentlich meinte ich das gesamte mediale Orchester, wo die BILD die Pauke ist und wir hinten in der Ecke gelegentlich auf der Triangel rumklimpern.
Grins und wech
Onkel Heinz…..hat immer das letzte Wort, Amen
Klimakreationist….Onkelchens Denkansatz, die dritte.
Wie uns ja allen bekannt ist, hat Gott die Erde geschaffen. Anbei lagerte er vorsorglich gleich dat ganze tolle Zeuch (Öl, Gas, Kohle, Uran) ein, damit seine Schäfchen in unbestimmeter Zukunft diese für ihre Weiterentwicklung nutzen können..
Da Gott ja unfehlbar Weise ist, hat er natürlich auch bedacht, was passiert wenn der Mensch später einmal diese Vorräte verbruzelt, ergo hat er Mutter Erde so klimatisch ausgestattet, das diese in der Lage ist die menschlichen Einflüsse logger zu kompensieren (negative Rückkopllungen), damit die kleinen Rüpel nicht seine tolle Schöpfung putt machen können.
So….und nun kommen wir Skeptiker daher und behaupten rotzfrech, das 50 + X% der Klimaveränderungen “natürlichen” Ursprungs sind……………na meine Damen und Herren, wer sind denn nun die K-Kreationisten?
Man muss halt so krude denken wie der Gegner, der an die menschliche Allmacht unbedingt festhalten will.
Onkel Heinz……unkonventielles Gedankengut
#118. Quentin Quencher
frei nach dem Motto: “Wasch mich, aber mach mich nicht nass”
Der Apfel fällt da nicht weit vom Birnbaum. Seine Chefin, als von den Medien fremdgesteuerte Kanzlerin, machts ja vor.
karl.s
@Tritium #119
Hier nochmal ’n Auszug:
@Onkel Heinz
…. ok, jetz is der Mist beseitigt.
@admin
gerade zweimal ins Nirvana gepostet (vielleicht sind die im Spam gelandet – der erste von den beiden kann gelöscht werden).
@Onkel Heinz
trotzdem nochma ’n Einspruch Euer Ehren:
….ick gloobe, wir können uns hier (mal abgesehen von den Inhalten) rein lautstärketechnisch (sprich: medienwirksam) wohl kaum mit so ’ne Kesselpauke wie BILD vergleichen, den Anspruch könn’ mer glatt im Orchestergraben versenken.
#118. Quentin Quencher
nochmal zu dem Cicero Artikel. Auch diese Zahl (1%) spricht Bände!
Man sieht, und das ist ja nicht nur bei Rötti so, ein Großteil unserer Politiker agiert in völliger Unkenntnis der Realität und zum Teil auch wider besseren Wissens.
karl.s
Also die Diskussion wegen „Klimakreationisten“ hat schon einen „akademischen“ Charakter. Die Beschreibung von Herrn Heller ist richtig und treffend. Aber der deutsche Ottonormalverbraucher kann aber nicht mal mit dem Begriff „Kreationist“ etwas anfangen, hält das womöglich für einen Ausdruck aus populären Kochsendungen.
„Klimahysteriker“ ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei aber schon treffender, weil die Menschen die Klimakatastrophenprophezeiungen der Politiker und NGOs als übertrieben empfinden. Am allerwichtigsten für die Aufklärung ist in der Tat das tägliche „KleinKlein“, das man in seinem Umfeld bewerkstelligen kann, das was wohl auch Heinz Eng praktiziert und weshalb ich auch auch die Arbeit von diesem Blog sehr schätze. Die Tatsache, dass hier auch die „Prominenz“ wohl mitließt ist schon ein „Ritterschlag“ und macht mich hoffnungsfroh, dass in Deutschland vielleicht irgendwann doch noch die Vernunft siegt. Wer heute die Diskussion im Bundestag über die Energiewende mit verfolgt hat, kann über unsere Volksvertreter eigentlich nur noch den Kopf schütteln.
Als stiller Mitleser mußte ich das mal sagen. Und Namensvetter Heinz Eng: Es gibt nicht nur Blaumänner oder Schlipsträger, sondern auch welche , die wie ich beides anhatten in ihrem Berufsleben und hier mitlesen.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Reeg……..Mitleser, aber kein Mitläufer
Hallo Namensvetter #127
Als populistischer Demagoge (so benennt mich die Gegenseite) beliebe ich es gerne mal zu polarisieren um an- oder aufzuregen.
Selbstverständlich ist der “Blaumann” nur ein Pseudonym für Menschen in unserer Gesellschaft die unsere Infrastruktur am Laufen halten, dazu zählt der kleine Monteur vor Ort genauso wie sein Chef, der sich dann zusätzlich mit allerlei Unliebsamkeiten behördlicherseits rumärgern darf.
Wenn ick mich ooch “Eng” nenne, sollte man meine Formulierungen nicht all zu eng auslegen, a bisserl eigene Fantasie sollte man bei mir schon mitbringen………….
Kritische Geister die Onkel Heinz mal die Leviten lesen…..sind immer gern gesehen, dat verhindert dat man im eigenen Saft vor sich hinschmort.
MfG
Onkel Heinz…….gegen-den-Strom-Schwimmer
Der ist gut … Welt.de
usw usw
#129. Martin Frank
die geballte wissenschaftliche Elite
nix gegen Schauspieler, Philosophen und Intendanten, aber wie heißt es so schön, Schuster bleib bei Deinen Leisten. Der Spruch hat wat, auch heute noch.
karl.s
Liebe Leute,
für Stimmungsmache und Propaganda bin ich nicht zu haben. Das ist auch eher nicht das, was ein Blog wie dieser hier leisten kann.
Wenn, wie Heinz Eng oben vermutet (ich sehe das nicht so), die Bild das Medium ist, in dem politische Entscheidungen vorbereitet werden (können), dann muß man dagegen angehen, statt es zu nutzen. Der “Otto-Normalverbraucher”, der nur nachplappert, was in “seinen Lieblingsmedien” so geschrieben wird, den erreichen wir mit diesem Blog hier nicht. Und offen gestanden: Ich möchte diesen auch am liebsten abschaffen.
Der Drang zur Freiheit scheint in Deutschland nicht mehr allzu stark ausgeprägt zu sein -- und das hat sicher auch damit zu tun, daß viele Menschen die Verantwortung scheuen, die Freiheit mit sich bringt. Es gehört zum Beispiel die Verantwortung jedes einzelnen dazu, sich in Fragen, die einen betreffen und die man vielleicht anders beantwortet oder bearbeitet sehen möchte, einzuarbeiten und sich entsprechend kundig zu machen.
Ich schreibe hier für Menschen, die selbst denken wollen. Ein Blog wie dieser kann aus meiner Sicht auch nur eine Hilfestellung für Selbstdenker sein und aufzeigen, wieviel Spaß das machen, wieviel Befriedigung es schaffen kann. Ich versuche dazu Anstöße zu geben und die obige Diskussion über “Innovation”, “Klimakreationisten” und “Humanophobie” bestätigt, daß es funktioniert.
Davon rücke ich nicht ab. Wenn die “Klimakreationisten” zum Nachdenken, zur kritischen Auseinandersetzung anregen, dann hat der Begriff seinen Zweck erfüllt. Propagandaworte haben sicher den Vorteil, sofort verstanden zu werden. Aber sie bergen eine große Gefahr: Ein Sieg, den man durch Propaganda erringt, kann sich ebenso leicht in eine Niederlage verwandeln. Man sieht es doch überdeutlich an Fukushima. Stimmungen schwanken und wandeln sich mitunter rasch. Wir brauchen aber keine Stimmungsmache, wir brauchen die Fähigkeit, einer Stimmungsmache zu widerstehen.
Hallo Herr Eng,
ich sage nicht schlagen Sie 95 Thesen an den Bundestag. Sie können aber auch nicht den Menschen sagen die Atomkraft ist sicher. Sie können nicht gegen Tschernobyl oder Fukushima argumentieren. Die Variablen einer Riskoabschätzung, sind Schätzungen. Und nach dem nächsten Unfall die Abschätzung iterativ zu verbessern, lehne ich aus ethischen Gründen ab.
Welcher Arzt würde freiwillig die Zwillingsforschung verteidigen?
Wussten Sie das bei den Umweltaktivisten, an erster Stelle der Gedanke steht etwas Gutes zu tun.
Schon kommen die Skeptiker (Erdeversteher) und sagen: „ Das was ihr hier betreibt ist Unfug und bewirkt das Gegenteil“ . Viel Spaß beim Gesteinigt werden!
Der Konsens muss geschaffen werden, Laufzeiten verlängern Windanlagen bauen unterstüzt mit Gasanlagen (Schiefergas, ich hoffe es gibt welches und es nicht nur so PR Ding im Fernseh)etc..
Jeder kann seine Position weiter besetzen. In der Frage Ernergiesicherheit darf es kein Gewinner oder Verlierer geben.
Eine Idee, den Soli in einen Inventionen Soli umwandeln.:)
Grüsse aus dem sonigen Süden
Und auf den nächsten Unfall zu warten um die Abschätzungen iterativ zu verbessern, lehne ich aus ethische Gründen ab.
Der Gaul ging durch!
@ Steinzeit:
Der Wunsch zu diskutieren, setzt das Bemühen voraus, eine Position zu formulieren, die verstanden werden kann. Und dies wiederum beinhaltet die Verwendung angemessener sprachlicher Mittel.
Wir sind hier nicht bei Twitter und wir sind auch keine Jugendgruppe.
@Peter Heller
Aua! Die Backpfeife hat gesessen. Den Wunden Punkt getroffen. Klaffende Wunde wäre zutreffender. Das kommt aber aus der gleichen Ecke. Wer nicht eloquent ist und nicht formulieren kann, gehört nicht hierher!
Ich kann Ihnen weder rhetorisch noch argumentativ das Wasser reichen. Das trifft auch auf die anderen klugen Köpfe hier zu.
Kennen Sie das Gleichnis von den anvertrauten Talenten? Mt. 25, 14 -- 30
Wer hat, dem wird gegeben werden; wer nicht hat, dem wird genommen werden.”
Die Interpretation brauche ich hier nicht zu geben!
Sie alle verpassen die Chance die Energiewende zu beeinflussen oder mindestens mitzugestalten.
Bleibe weiter ein Verehrer und lese die Artikel
Im Internet chargon, ich trolle mich!
Grüsse
Die Pressefereiheit ist ja ein hohes Gut; was muss bei hart aber fair vorgefallen sein?
PIK-Eingreiftruppen?
Kurzfristige Programmänderungen sind erstmal nichts besonderes.
mfG
Wobei man jedoch als gelernter DDR Bürger ein gewisses Sensorium entwickelt hat für Andeutungen, ungezeichnete Kommentare, Spätsendungen außerhalb des Programms, Mitteilungen vom PZV usw. (heute kaum noch erklärbar).
Ich hoffe, daß das Buch und seine geschätzten Autoren medial so richtig “sarraziniert” werden.
@nleser #137
Das wird wohl nicht gehen. Da steht einfach nichts drin, dass man in die reaktionäre Ecke stellen kann. Man muss sich da irgendwie mit auseinandersetzen und da sieht der sogenannte Konsenz nicht immer so gut aus. Mag sein, dass man sich Varenholt gegenüber intellektuell nicht gewachsen fühlt. Ist ja auch schwierig, bei all den Defiziten im AR4. Ist natürlich alles nur Spekulation.
#136. Carl M.
Moin Carl,
ich denke ganz einfach, man will versuchen, das Buch und seine Autoren aus der medialen Präsenz zu entfernen. Man, wer auch immer man ist, hat erkannt, dass das Buch durchaus gefährlich ist. Zudem verkaufen sich V&L in solchen Talkshows äußerst geschickt. Immer sachlich und argumentativ auf der Höhe. Ich weiß jetzt nicht, wer da noch mit eingeladen war, aber vielleicht haben die auch nur kalte Füße bekommen. In jedem Fall wird das Buch und seine Autoren, scheint mir, sehr ernst genommen.
karl.s
Oder es ist noch einfacher ….
Die ‘ernstzunehmenden Kritiker’ des Buches scheuen die öffentliche Diskussion. Es hätte für Hart aber Fair nur die zweite bis n-te Garde zur verfügung gestanden. Aber das ist normal (soweit ich weiss) nicht der Anspruch dieser Sendung. Ausserdem würden diese ‘Experten’ der Sache mehr schädigen denn dienen.
Martin Frank,
ich fühle mich zunehmend an ddr Zeiten erinnert, dort konnte man auch richtig liegen aber dennoch der “Sache” schaden und wurde automatisch zum Konterrevolutionär
So verteidigt sich die Pseudowissenschaft.
Das glaube ich auch, Karl. Das Entlarvungspotential durch V&L ist zu groß. Da kriegt auch ein Latif kalte Füsse (bei der kalten Sonne)
Gerade gelesen:
hart aber fair -- Das Thema:
Strom, Gas, Benzin immer teurer -- Energiewende auf unsere Kosten
4 zu 1 -- gegen Tichy -- So sieht ausgewogenes volkspädagogisch wertvolles GEZ-TV aus.
Heute um Mitternacht ist Vahrenholt in der Sendung Phoenix -- Im Dialog zu Gast. Alle Sendetermine:
Sa, 10.03.12, 00.00 Uhr
So, 11.03.12, 11.15 Uhr
Mo, 12.03.12, 15.30 Uhr
# 143:
Das Ergebnis dieser Sendung kann man schon jetztvoraussagen: ‘Nur die NIE retten uns vor unaufhaltsam weiter steigenden fossilen Energiepreisen!’
uups, der nächste Beitrag ist etwas länger…..
@Heinz Reeg #127
Obwohl ich Heinz Reeg dahingehend Recht gebe, dass Otto Normalo und Lieschen Müller nix mit dem Begriff „Kreationist” anfangen können, glaube ich doch, dass der Begriff – da „Kreationismus” mit Strenggläubigkeit und Dogmatismus konnotiert ist – ganz besonders auf die Kategorie „klimareligiöser Fanatiker” zutrifft, der seinen Aktionismus im Bewusstsein der Guten Sache ausübt und nicht in erster Linie deshalb, dass er wirtschaftlich oder karrieristisch davon profitiert.
Vergleichbar sind solche Leute eher mit den Steetfightern der Zeugen Jehovas, die unermüdlich und „selbstlos” bei Wind und Wetter mit dem Wachtturm in der Hand für die Errettung verirrter Seelen und die Rettung der ganzen Welt kämpfen – wobei die Motivation des Klimakreationisten jedoch wesentlich vielschichtiger sein kann und anstelle der Strenggläubigkeit eher der Fanatismus im Vordergrund steht, wie das folgende Beispiel zeigen soll.
Das Folgende ist leider etwas länger, aber es erschien mir wichtig, nicht nur Links zu den betreffenden Seiten zu setzen, sondern bestimmte Sätze hier explizit (und aus dem Zusammenhang heraus) zu zitieren, um grundlegende Denkmuster und Beweggründe eines Klimakreationisten zu verdeutlichen.
Udo Schuldt, der auch gern über das bekannte Nachrichtenportal INDYMEDIA kommuniziert – zuletzt zum „Großangriff auf Klimaschutz und Erneuerbare” – betreibt die Webseite KLIMASCHUTZ-NETZ.
Die Klimawissenschaftsleugner und der fossil-industrielle Komplex
….klar, im Gegensatz zum IPCC, das ausschließlich aus „Klimawissenschaftlern” besteht. Mit ’nem Eisenbahningenieur an der Spitze.
…..potztausend!….da gibt’s doch tatsächlich Menschen, die werden von den bösen Leugnern einfach frei erfunden, wie Prof. George Stroke (1978 Gastprofessor an der TU München), der ja überhaupt nicht existiert !!!
….jawoll, dank der berühmten Kurve des noch berühmteren Klimawissenschaftlers Michael Mann!
….aha, wozu braucht dann das PIK ein neues Protzgebäude, finanziert mit 17 Mill. aus Steuergeldern? Ach nee, ich Trottel…. das sind ja nur „Millionen”, also Portokasse…
Seitenbetreiber Udo Schuldt gehört natürlich zu den Leuten, die den Kapitalismus überwinden wollen und den Weg zum Kommunismus suchen. Unermüdlich achtet er auch drauf, dass im Wikipedia nichts Falsches steht.
…..insbesondere, da ja im Moment gerade riesige Regenwaldflächen abgeholzt werden, um die Welt mit nachhaltigem grünen Bio-Sprit beglücken zu können, und wo -zigtausende Vögel und Fledermäuse von „klimafreundlichen” Windkraftanlagen geschreddert werden.
….schließlich erzählen uns das die großen klugen Onkels vom Club of Rome schon seit vielen vielen Jahren.
….na ja, dann wäre ja zumindest die Schuldfrage schon mal geklärt.
Wie tolerant darf man gegenüber Klimawissenschafts-Leugnern sein?
….der letzte Satz könnte auch von manch einem militanten Abtreibungsgegner aus den USA stammen.
Eins aber scheint für den Udo völlig klar zu sein: Die Leugner müssen weg!
….. weitere Kommentare spare ich mir.
@admin
kann mal bitte mein Kommentar #146 freigeschaltet werden. Danke
Hiho Tim
Dein Kommentar is so geil, aus dem mach ich ein Artikel, wenn Du erlaubst.
Onkel Heinz….Gespür für gute Texte
@Onkel Heinz
„Erlaubnis hiermit erteilt”
Auf EIKE wurde folgender Kommentar freigeschaltet (von User “Gerd Stenden”), dessen Wahrheitgehalt ich natürlich nicht überprüfen kann. Das ganze ergibt aber zuviel Sinn, also wird es wohl stimmen:
Es ist interessant, daß man eine Dopplung Vahrenholt/Tichy erkennt, nicht aber die doppelte Dopplung Röttgen/Höhn/Yogeshwar/Jens.
Das ist entweder dumm, oder dreist, oder beides. Wer der Redaktion von Hart aber Fair hierzu seine Meinung mitteilen möchte:
hart-aber-fair@wdr.de
Sämtliche Mails und eventuelle Antworten bitte hier einstellen.
@Heller
….wobei bereits die akustische Wirkung der Dicken Berta der Grünen Artillerie, Bärbel Höhn, ausreicht, um Tinnitus zu bekommen.
Gesagt, getan:
Um nochmal den Gedanken nach dem Ursprung von Innovation aufzugreifen:
@Heller #7
….sehr oft erwächst Innovation aus einer Mischung aus Experimentierfreude, Ausloten der Grenzen des technisch Machbaren und rein spielerischen Aspekten – losgelöst von jeglicher Zweckgebundenheit und nicht mit einer konkreten Nutzungsabsicht verbunden…. So wie die Strandbiester, die kinetischen Skulpturen des holländischen Künstlers Theo Jansen. (Ein etwas anderes Beispiel für die Nutzung von Windenergie.)
#152
sehr guter Brief, Herr Heller.
Meinen Sie, dass man Sie einer Antwort würdigen wird?
Das Problem
Für die Macher der öff.-recht.Medien ist das Internet immer noch ein Buch mit sieben Siegel……Leute die ohne Provision, ohne festes Gehalt, ohne Weisungen von Oben was rumtipseln, sind unseren GEZ-Vorreitern ein Graus.
Blöd nur, das immer mehr Menschen den selbsternannten Wahrheits-GEZ-Einpeitschern glauben wollen und lieber ihre Informationen im Internet suchen……ich glaube die wissen das auch, aber ihre verkrusteten Strukturen lassen nicht zu, den Bürger wirklich aufzuklären und dies wird sich einen Tages rächen, mit der freiwilligen Verweigerung diesen Mist noch per Fernseher zu gucken.
Übrigens, ham die nicht irgendwie einen Bildungsauftrag, den wir alle per GEZ-Zwangsgebühr bezahlen müssen?
MfG
H.E.
Ups, kleine Korrektur
Blöd nur, das immer
mehrweniger Menschen den selbsternannten Wahrheits-GEZ-Einpeitschern glauben wollen ….H.E.
Habe mir gerade mal Varenholt bei Phönix “Im Dialog” reingezogen. Es gab da nichts neues, ausser vielleicht, dass Varenholt sich auch sehr kritisch gegenüber Windmühlen in Waldgebieten geäussert hat. Sonst hat er die Argumentation immer so geführt, dass wir Zeit haben für eine vernünftige Entwicklung der NIEs. Was meint er eigentlich damit? Da er ja hauptsächlich für Wind steht, meint er, dass über eine Verteilung von Off-Shore Anlagen über die Meere, die an Europa angrenzen und eine entsprechende Vernetzung in einigen Jahrzehnten eine Entspannung bei der variablen Windleistung erfolgen kann oder setzt er in entsprechend grossen Zeiträumen auf Quantensprünge bei der Speicherung von elektrischer Energie. Er sagt es nie und wird auch nie danach gefragt. Das letztere wirft ein schlechtes Licht auf die Beschäftigung unserer Journalisten mit der Materie.
Lieber Herr Straten,
ich finde das war eine exzellente Vorstellung von Vahrenholt. Er hat ruhig seine Argumente vorgetragen. Und es ist doch wunderbar, dass eine eigene Meinung vorgetragen wird.
Endlich mal jemand der in der Debatte sagt, dass die Summary for Policy Makers des IPCC ein politisches Pamphlet ist das Argumente selektiv aus dem Fullreport auswählt und dass auch Vahrenholt seine Argumente aus dem Fullreport hat.
Endlich mal jemand der in der Debatte sagt, dass wir in Ruhe unsere Technologien entwickeln können und panischer Aktionismus nur Geld verschwendet.
Kein Wunder, dass ihn Plasberg ausgeladen hat. Hart aber Fair ist doch zu einer Show verkommen. Da passt jemand wie Vahrenholt nicht hinein, da er keine Vorurteile bedient, sondern eine eigene Meinung hat.
Es ist nun mal das Anzeichen von eigener Meinung, wenn man Kritik von allen Seiten bekommt. Natürlich ist Vahrenholt ein Politikprofi, der gut vorbereitet in die Sendung geht und der in kein Fettnäpfchen tritt. Spitze wie er das Mojib-Gesülze von der Pseudowissenschaft dadurch ausgekontert hat, indem er gesagt hat, dass er alle Latif Veröffentlichungen gelesen hat und ihm im wesentlichen zustimmt, was die dekadischen Oszillationen betrifft..
Am Ende steht Latif wie jemand da der eine Meinung zu einem Buch äußert, obwohl er es nicht gelesen hat. Peinlich für einen Naturwissenschaftler wie Latif. Ob er seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen ebensogut vorbereitet.
Grüße
Günter Heß
Ich habe folgendes an Hart aber Fair geschickt:
Herr Heller,
wenn Tichy (den ich sehr schätze) diesen Vorfall kennt und, wie man so sagt, “Eier hätte”, müsste er seine Teilnahme genau aus diesen Gründen absagen.
Oder besser: Kommen, live dieses Statement abgeben und sich höflich verabschieden.
Aber ich träume gerade…
Gerade eben abgeschickt:
Hier noch der Link zur n-tv Sendung “Bei Brender”: Energiewende war “richtige Antwort”
Mir hat bislang nur der Mailroboter von Hart aber Fair eine Standardantwort gesendet.
Aber Pierre Gosselin hat dieselbe Antwort bekommen, wie der Kommentator bei EIKE.
Wo bleibt eigentlich unser verehrter, führender Freund Stefan Rahmstorf?
Ich denke, Dr. Marlboro ist schlöau genug, sich bei der Affäre nicht zu exponieren. Sein Ruf verträgt nicht mehr viel.
Man sieht doch ganz deutlich, dass auf Vahrenholt die Kläffer aus der zweiten Reihe angesetzt sind: Kanonenfutter, zum Verschleiss bestimmt. Rahmstorf ist dazu noch zu wertvoll. Seine Chefs bei der MunichRe wären ja auch dumm, wenn sie Vahrenholt auch noch aufwerten würden. Am besten soll er möglichst bald vergessen werden. Das heisst: Die akute Präsenz möglichst lautstark lärmend übertönen und dann ignorieren.
#165. Tritium
trotzdem merkwürdig, dass PIK seitig da bislang noch überhaupt nichts gekommen ist.
Kleine akustischer Tip
Alfred Schier spricht mit Fritz Vahrenholt, Phönix-Audiopodcast, 33 min gut investierte Zeit.
Schönen Sonntag noch.
Heinz Eng
So, jetzt habe ich auch meinen Kommentar zur Causa Vahrenholt an den WDR geschickt:
Jetzt habe ich auch die Standard-Antwort von “hart aber fair” bekommen:
#169
Na, das ist doch eigentlich eine klare Auskunft. Die “Runde [wurde] entgegen der ursprünglichen Planung auf fünf Gäste [...] verkleiner[t]“, um die vier Energiewendebefürworter “auch angemessen zu Wort kommen zu lassen.”
Außerdem hat ja Herr Röttgen jüngst seinen Heiligenstatus eingebüßt und zählt daher vielleicht schon zu den Ketzern -- und ein Verhältnis 2:3 ist doch schon fast fair.
Nun ist “Unter uns” äh, “hart aber fair”
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/
vorbei und ich habs gesehen!
Obwohl die Redaktion ganz gute Diskussionsgrundlagen hatte,( Spitze: Gorleben vs. Kaff in Spanien) haben die fünf Teilnehmer nur gewetteifert: Wer bringt den demagogischsten und dümmlichsten Beitrag:
Und hier ist meine Wichtung:
1. Platz: Höhn, Jens, Röttgen, Yogeshwar
2. Platz: wird nicht vergeben
Herr Hartung, sind Sie Masochist?
PS: Hatten Sie genug Sagrotan, um danach den Bildschirm zu säubern?
@Jürgen Hartung,
die Sendung hätte auf Grund der angesprochenen Themen etwas haben können, wenn… ja wenn auch ein Energietechniker/-manager dabei gewesen wäre. So war es nur eine Muppetshow von 4 Ideologen.
….. Stufe 9,2 auf der nach oben offenen Bricht-er-Skala.
Folgenden Text habe ich der Redaktion ins Gästebucg geschrieben:
Sehr geehrte Redaktion,
ich habe selten so eine schlechte “Hart aber fair” Sendung gesehen. Obwohl das Thema Energie für uns Bürger äußerst wichtig ist, haben Sie die Runde mit den Ideologen Höhn, Yogeshwar und Jens besetzt, die zum Thema Energie außer Demagogie und Allgemeinplätzen kaum etwas beigetragen haben. Herr Tichy kam mit seinen sachlichen Ausführungen leider zu selten zu Wort und Herr Röttgen versuchte nur die Regierungspolitik zu verkaufen. Der von Ihnen ausgeladene Vahrenholt hat als Gegenpart zu den Ideologen leider gefehlt. Mein Fazit: Nie mehr “Hart aber fair”.
Mfg
Hallo Carl,
ich habe jeden Tag mit jungen Leuten zu tun, die, wenn sie sich überhaupt für die Problematik Klima-Energie interessieren, oft grüne Argumentation betreiben. (Y. ist ja für viele Menschen schon der Wissenschaftgott) Deshalb sind solche Sendungen mit Statments wie z.B. “Die installierte Leistung der Fotovoltaik ersetzt 7 KKW” für mich eine willkommene Grundlage die Leute von der demagogischen grünen Ideologie abzubringen.
Eine gewisse Abhärtung braucht man bei diesen Sendungen schon, um den Bildschirm nicht zu bespeien aber wissen Sie : wir werden seit einigen Tagen mit “Ein Jahr nach Fukushima” konfrontiert. Das härtet wirklich ab! Über Klima und Energie kann man ja noch diskutieren aber bei diesem Thema komme ich mir immer wie ein Aussätziger vor.
J.H.
@Heinz Reeg #173
Bei dem, was die 3 (Röttgen,Yogeshwar, Höhn) erzählt haben, wäre ein Energiefachmann da sicher falsch gewesen. Tichy ist ja nur ein Journalist. Da kann man einfach behaupten, dass das nicht stimmt, was er sagt. Ein ausgewiesener Experte hätte da nur korrigieren müssen. Für so dumm kann auch die ARD ihr Publikum nicht halten und sie sind sicher davon ausgegangen, dass da ein Geschmäckle zurückgeblieben wäre.
@Günter Hess #158
Lieber Herr Hess,
im Grunde bewerte ich die Sendung genauso, wie sie. Mir fehlt nur einfach mal eine klare Aussage von Varenholt, wie er sich denn unsere Energiezukunft, wenn denn Zeit haben, sie zu gestalten, eigentlich vorstellt. In einem Dialog, wie in der Phönix-Sendung erwarte ich einfach von dem Journalisten, dass er da mal nach fragt.
M.f.G.
G. v.d. Straten
Nachtrag und Illustration zu # 176 aus Zuschrift zur Sendung
Soweit sind wir schon!
@Gerhard Straten,
das ist natürlich Ansichtssache, ich glaube zwar nicht, dass ein Energiefachmann falsch gewesen wäre. Die “vier” haben sich so schon ziemlich abschreckend verhalten und wären meiner Meinung nach bei grundsätzlicher Kritik durch einen Energiefachmann sicher noch mehr zur “Höchstform” aufgelaufen. Wie das dann rübergekommen wäre ist natürlich Spekulation. Aber wenn kein Gegenpart gebracht wird, besteht aber die Gefahr, dass das Feld immer mehr den “Einpeitschern” überlassen bleibt. IMHO wäre es nicht schlecht gewesen z. B. Frau Höhns ihre nachweislich falschen Aussagen nicht nur zur PV und den sozialen Aspekten als tatsächliche Lüge um die Ohren zu hauen. Vom Publikum im Studio hat sie ja noch erheblich Beifall für ihre kruden Aussagen bekommen. Armes Deutschland. Die Angst vor den Ökologisten ist vermutlich größer als ich dachte.
@Heinz Reeg #180
Im Sinne einer Berichterstattung, die dem Publikum die besten Informationen gibt, um sich eine Meinung zu bilden, wäre ein Energieexperte natürlich gut gewesen. Das hätte aber eine völlige Demontage von Röttgen, Yogeswahr und Höhn bedeutet und das kann nicht im Sinn der ARD sein. Sie sagen die “vier”. Ich würde das nicht so sehen. Ich habe den Namen von dem vierten vergessen, aber das waren Argumente von anderer Qualität. Da muss man sicher eher weltanschaulich mit auseinandersetzen. Da geht es eher um die Frage, ob der Schaden den unser Energiehunger macht, grösser als der Nutzen ist, den wir davon haben. Wobei “wir” dann auch noch leicht durch Mutter Erde ersetzt wird. Ich würde das nicht mit den dümmlichen anderen drei, die die Zukunft in der optimiertenTechnologie unserer Vorfahren sehen, gleichsetzen.
@Gerhard Straten
Roland Tichy
Benny Peiser hat auf der Achse des Guten “Von der Öko-Eugenik zum Öko-Faschismus ist ein kurzer Weg” geschrieben,
Kreationisten bei der Arbeit.
#183. Karl Rannseyer
Hallo Karlchen,
wat früher der “Arier”, ist heute der “ökoeffiziente” Mensch. Es ist einfach nur noch zum Kotzen (Tschuldigung), was da wieder aus den Senken menschlicher Abartigkeit hochgespült wird. Allein der Gedanke an so etwas ist einfach nur krank!
karl.s
@Tim Hardenberg #182
Roland Tichy meinte ich nicht. Das ist ja ein recht solider Journalist. Der, den ich meinte, heisst Tilman Jens. Der kam allerdings erst später dazu.
Guten Morgen Tritium!
#165
Diese Einsicht drängt sich auf, trotzdem sie einem Normalo schwer fällt. Wenn zum Beispiel diese Vermutung (zweiter Abschnitt) stimmt, daß der promovierte Ozeanologe sich in Sachen Ozeanologie nur anonym gegen die Außenseiter traut, dann ist nur noch wenig Luft auf den Reifen. Oder? mfG
@all
hier mal eine aktuelle Erwiderung von V&L auf ein Papier der Grünen Bundestagsfraktion.
Fritz Vahrenholt im Gespräch mit Stefan Siller in der als Video aufgezeichneten SWR1-Leute Sendung vom 29.03.12.
Man erkennt deutlich den Politiker Vahrenholt, er wird nicht müde seine Thesen immer wieder allgemeinverständlich vorzutragen. Der Vorteil an Sendungen wie dieser ist, man lässt ihn auch ausreden.
(Peter oder Rudolf, Ihr könnt das Video auch hier einbetten, bei mir funktioniert das nicht) [Gerade geschehen. RK ]
Vahrenholt durchschaue ich leider nicht, er will eine neue Begründung für Erneuerbare. Er fühlt sich mit der gefakten derzeitigen Begründung offensichtlich unwohl.
Er ist auch Meadowsgläubig, die fossilen Brennstoffe sind endlich. Er ist ein Nachhaltiger. Er will für einen Teil der Skeptiker nur die EE annehmbar erscheinen lassen. Als ehemalig verbeamteter Naturschützer will er jetzt die Fledermäuse schützen und mit dem von uns erzeugten Hungertod der Menschen in der dritten Welt nichts mehr zu tun haben.
Wenigstens zur Kernenergie hat er eine normale Meinung.
Vielleicht sollten wir die Autoren der kalten Sonne mehr als relativ wirkungsvolle Kritiker wahrnehmen, auch bei ansonsten 80 % abweichender Meinung. (Und bitte Herrn Dr.Lüning im Hintergrund nicht ganz vergessen.) mfG
achgut.com (Kulke):
Kleinmütige Klimadebatte