Veranstaltungshinweis: Ganteför contra Birkner!?

16. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Für den 21.12.2012 lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Die Energiewende – Vision und Wirklichkeit“ nach Hannover ein.

Teilnehmen werden der niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner (FDP) und Prof. Dr. Gerd Ganteför.

Hier der Einladungstext:

Kaum ein Thema erregt die Gemüter so wie die Frage, ob der Klimawandel uns alle ins Verderben stürzt oder wir nur einer Angst fördernden Kampagne hysterischer Unweltaktivisten aufsitzen. Die Diskussionen werden heiß geführt und münden oft in extreme Positionen und widersprüchliche Szenarien. Und eines ist bei alldem selten zu finden: verlässliche Orientierung. Genau diese bietet Gerd Ganteför.

Gerd Ganteför überprüft die gängigen Argumente, Mythen und Legenden: unabhängig, seriös und wissenschaftlich fundiert. So leistet er nicht nur eminent wichtige Aufklärungsarbeit, sondern fördert auch einige handfeste Überraschungen zu Tage. Der staunende Leser erfährt etwa, dass Flugreisende energieeffizienter unterwegs sind als Autofahrer, und er bekommt eine Vorstellung davon, was die Menschheit bei der nächsten Eiszeit erwartet. Ganz nebenbei vermittelt der Autor dabei fundiertes Wissen zu den zentralen Zukunftsthemen Klima und Energie.

Ganz bewusst tritt Gerd Ganteför der grassierenden »Lust am Untergang« entgegen. So verweist er auf die Vorteile der Klimaerwärmung, bindet Kohle- und Kernkraftwerke in eine Strategie zum Naturschutz ein und bescheinigt den Verfechtern regenerativer Energien, einem schönen Traum nachzuhängen.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 im Parkhotel Kronsberg (Gut Kronsberg 1, 30539 Hannover), der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist erforderlich, weitere Informationen finden Sie hier.

Nun gehört Niedersachsen zu den Bundesländern, die durch den Ausbau von Wind- und Bioenergie von der Energiewende erheblich zu profitieren hoffen. Stefan Birkner ist also schon qua Amt gezwungen, die gegenwärtige Energiepolitik positiv zu sehen und zu unterstützen. Gerd Ganteför dagegen ist als Experte für Energietechnik bekannt und hat eine dezidiert andere Auffassung. Ich hatte schon einmal das Vergnügen, einen seiner Vorträge live zu erleben. Man darf gespannt sein, wie sich der Abend entwickelt, wenn Politik mal wirklich auf die Wirklichkeit trifft. Ich werde teilnehmen.

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6 Kommentare
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  1. Zur Einstimmung: Ganteför und Schätzing im philosophischen Quartett
    Untertitel: „Klimawandel -- ein Glaubenskrieg?“ Aufzeichnung der Phönix-Sendung „Die Diskussion“ vom 22.07.2012.

  2. Diese Diskussion habe ich nicht gesehen, doch die Argumentation von Prof. Ganteför finde ich interessant. Leider wohne ich zu weit weg (Nähe Berlin), um mir die Diskussion anzuhören.
    Es wird an vielen Stellen geklagt, dass die Energiewende nicht vorankommt und die Kosten durch das EEG viel zu hoch sind, doch mein Vorschlag, der eine Lösung bringen kann, wird von allen ignoriert. Mit schwimmenden Windrädern können die Kosten für offshore-Windstrom auf weniger als 4 Cent/kWh gesenkt werden und ein zügiger Ausbau ist möglich. Durch diese geringen Erzeugungskosten können auch die Kosten für die Netzanbindung aufgefangen werden.
    Das Konzept finden Sie unter: http://www.ullrichmeyer.de/SWEA.html
    Da diese Ideen in Deutschland ignoriert und damit auf die Stromkunden völlig unnötige Kosten von
    30 Milliarden Euro in den nächsten Jahren zukommen werden, will ich die Ideen ausländischen Interessenten schenken.

  3. @UlrichMeyer- diese Idee gibt es schon längst. Google hilft.

  4. Als nächstes wird wahrscheinlich noch der Herr Popp mit seinen genialen Speicher-Ideen hier aufschlagen…..

    Weltuntergang hilf!

  5. Ich habe mal mit dem Herrn Popp vor etwas mehr als einem Jahr einen kurzen Mailwechsel geführt, um ihn auf seine Denkfehler hinzuweisen.
    Einer, in meinen Augen besonders gravierender war, dass er behauptete, die Ringwälle aus „Erdstoff“ bauen zu können. Meinen Einwand der geringen statischen Haltbarkeit dieser Konstruktion (Ringwall von innen belastet -- also einen Wall ohne nennenswert Zugfestigkeit auf Zug belasten) wurde von ihm mit dem Hinweis auf eines der Wasserkraftwerke mit dem höchste „Erddamm“ verwiesen -- auf das Kraftwerk Nurek in Tadschikistan.
    Dumm nur, dass ich einerseits Wasserwirtschaftsingenieur bin und andererseits das Wasserkraftwerk Nurek kurz vorher besichtigt hatte.
    Ich habe ihm ein Foto der Informationstafeln geschickt, woraus hervorgeht, dass der „Erddamm“ aus geschüttetem gebrochenem Fels mit einem Betondichtungskern bsteht, wobei den man im Norddeutschen Tiefland wohl kaum Felsen zur Dammschüttung finden wird.
    Daraufhin mußte Herr Popp zugeben, dass ihm vorher unbekannt war, dass so hohe Dämme zwar aus „Erdstoff“ bestehen, es sich bei Letzterem aber wohl wegen einer fehlerhaften Übersetzung (in Wikipedia?) um gebrochenem Fels handelt. Dass diese Felsschüttung sich durch die mechanische Stützwirkung noch zwischen den angrenzenden Felswänden verzahnt und die entstehenden Kräfte so in den gewachsenen Fels ableiten, war ebenfals ein neuer Punkt für ihn.
    Weil das Prinzip einer solchen Kräfteableitung bei Dämmen ihm so nicht bewußt war, ist deshalb davon auszugehen, dass andere „Erfinder“ ähnliche Defizite im Basiswissen zu ihrer „Erfindung“ haben.

  6. @Frank Strobel #5

    Daraufhin mußte Herr Popp zugeben, dass ihm vorher unbekannt war, dass so hohe Dämme zwar aus “Erdstoff” bestehen, es sich bei Letzterem aber wohl wegen einer fehlerhaften Übersetzung (in Wikipedia?) um gebrochenem Fels handelt. Dass diese Felsschüttung sich durch die mechanische Stützwirkung noch zwischen den angrenzenden Felswänden verzahnt und die entstehenden Kräfte so in den gewachsenen Fels ableiten, war ebenfals ein neuer Punkt für ihn.

    Dass sich bereits auf Grund der völlig verschiedenen Topografien die Statik des Popp’schen Ringwalls überhaupt nicht mit der des in einen Taleinschnitt gebauten Nurek-Damms vergleichen lässt, scheint dem Herrn Doktor Popp nicht wirklich einzuleuchten. Sein ganzes Projekt besteht ja ohnehin aus einer ganzen Kette von dilettantischen Denkfehlern, vom fehlenden Felsmaterial (in der Größenordnung von Millionen Kubikmetern) im Flachland bis hin zur Unmöglichkeit, diese gigantomanischen Seen überhaupt befüllen zu können…..

    …..aber das ist ja bereits alles bei EIKE ausgiebigst diskutiert worden.

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