Waldsterben und Ozonloch: Wie die Bevölkerung manipuliert wird

19. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen

RobinWood-1983-BuergerparkWir Erinnern uns, Anfang der 1980er Jahre war das Waldsterben in aller Munde. Ursache des Waldsterbens sollte der saure Regen aufgrund der zunehmenden Schwefelbelastung der Luft durch Abgase sein. In Bremen ging 1983 aus Greenpeace und der Studentenbewegung Robin Wood hervor, bekannt geworden als „Rächer der Entlaubten“.

Man verkündete im Frühjahr 1983 auf dem Bremer Marktplatz, dass der Bremer Bürgerpark dem Waldsterben zum Opfer fallen würde. Für 1990 erwartete man dort und anderswo nur noch abgestorbene Baumstängel. Das „Waldsterben“ machte Dank Robin Wood und der Umweltschutzbewegung in der deutschen Presse große Schlagzeilen. Die schwefelhaltigen Abgase aus Großkraftwerken und Industrie waren als die Hauptursache des sauren Regens erkannt.

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Robin Wood besetzte manchen Schornstein und legte sich an mit den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik. Vom Waldsterben waren allerdings nur einige Regionen in den Mittelgebirgen an der Grenze zur DDR betroffen, die ihre Abgase ungefiltert in die Luft leitete.

Im Schadensbild bestehen Parallelen zwischen den frühen „Rauchschäden“ und dem späteren „Waldsterben“. Die dramatischen Fernsehbilder stark zerstörter Waldgebiete der 1980er Jahre stammen ausnahmslos von einigen wenigen Flecken im Harz oder Erzgebirge. Die Ende der 1970er intensivierte Nutzung der vorhandenen Braunkohlevorkommen in Westdeutschland (inklusive der Oberpfalz), der DDR und ČSSR und eine unzureichende Umwelttechnik führten hier zu Belastungen, die bereits in der Zeit der frühen Industrialisierung als Rauchschäden erklärt und benannt wurden.

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Quelle: Umweltbundesamt.Schaut man sich die Schwefelbelastung der Luft an, so stellt man fest, dass in Europa, als auch in Westdeutschland diese ihren Höhepunkt um 1973 erreicht hatte und bereits zurückging, als das Waldsterben annähernd 10 Jahre später zum Problem auserkoren wurde.

Das Ozonloch

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Kurz darauf folgte die Debatte um das Ozonloch. Mitte der 1980er Jahr stellte man durch die ersten Satellitenmessungen fest, dass es ein Ozonloch über der Antarktis gibt und dieses anscheinend wächst. Seit wann und ob es erstmals existiert, ist nicht bekannt. Die Umweltbewegung, allen voran Greenpeace hatte das Übel natürlich gleich erkannt, die sogenannten FCKS, oder Treib- und Kühlmittel sollten alleine verantwortlich sein. Diese „Ozonkiller“ sollten daraufhin verbannt werden. Man befürchtete das sich auch über Nordeuropa und Nordamerika ein Ozonloch bilden könnte und wir alle an Hautkrebs erkranken könnten, was aber zu keiner Zeit zu befürchten war. Denn neben den FCKWs und natürlichen „Ozonkillern“ sind die Wettersysteme für die Ausbildung eines Ozonloches entscheidend. Rund um die Antarktis haben wir aufgrund der Geographie einen sehr stabilen, kalten Luftwirbel/ Südpolarwirbel, der nur im antarktischen Frühjahr zeitlich begrenzt auf die Monate September und Oktober die Bildung eines Ozonloches erlaubt. (Antarktische Kälte und das Frühjahreslich sind erforderlich, damit „Ozonkiller“ das Ozon angreifen können. Stickoxid-, Brom- und Chlorradikale zerstören dabei die Ozonschicht). Im Verlauf der wärmeren Jahreszeit schließt sich das Ozonloch über der Antarktis dann wieder. Jahr für Jahr.

antarctic-ozoneEin Ozonloch gibt es nur im September/ Oktober über der Antarktis

Der Luftwirbel um die Arktis herum (Nordpolarwirbel) ist aufgrund der Geographie hingegen instabil und zu warm und erlaubt im arktischen Frühjahr (März/April) keine Ausbildung eines zeitlich begrenzten,“stabilen“ Ozonloches. Zudem wird Ozon immer wieder neu über den Tropen gebildet und in der oberen Atmosphäre zu den Polen geschoben. Die Ozonschicht über Europa und Amerika ist dabei besonders stark. Das zeitlich begrenzte Ozonloch im antarktischen Frühjahr (September/ Oktober) über der Antarktis ist seit den weltweiten FCKW-Verbot (Montrealprotokoll von 1987) übrigens wider erwartend nicht kleiner geworden. Hier ein Überblick.

Ozonloch-Okt-1980-2017

Wissenschaftler hatten vor einigen Jahren angenommen, dass das Ozonloch sich bis 2040-2050 schließen wird. Aktuell rechnen sie damit, dass es sich erst ab 2060 schließen wird, oder noch später, da durch den CO2-Aussstoß sich die Troposphäre erwärmt und die Stratosphäre mit ihrer Ozonschicht abkühlt. Kühlere Bedingungen über der Antarktis fördern dabei den Ozonabbau im antarktischen Frühjahr (September/ Oktober). Bemerkenswert: Im Oktober 2002 ist das Ozonloch über der Antarktis aufgrund der warmen Bedingungen kleiner gewesen, als um 1980.

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36 Kommentare
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  1. Das „Ozonloch“ wurde immer im Spätseptember beobachtet, wenn dieser natürliche Ozonmangel seinen Zykluss hatte. Also darf man nur Ozonlöcher aus dem selben Zeitraum miteinander vergleichen.
    Im Jahr 2013 hingegen verglich ein dpa-Artikel (dpa=deutsche propaganda agentur) Ozonlöcher verschiedener Monate miteinander, September 2006 und Juni 2013.
    Im Juni gibt es keinen spektakulären Ozonmangel wie im September; kein Wunder also, dass 2013 ein kleineres Loch vorhanden war als im September 2006, etliche Jahre vorher.
    Und dann verkauft man dies als Machwerk wirksamer Öko-Politik. So werden wir belogen.

    https://ibb.co/jBGV0G

    in 1000 Jahren gibts es noch das selbe Ozonloch. Aber dann hoffentlich ohne Greenpeace.

  2. Danke für diesen Beitrag! Es ist zwar nicht zweifelsfrei möglich, hier ein sicheres Urteil zu fällen, ob das FCKW Verbot nicht doch insgesamt Gutes bewirkte, aber zumindest war es wohl weder für Umwelt, noch Wirtschaft schädlich. Was aber klar wird ist, dass die Wirkung des FCKW-Verbotes eher marginal ist und ein Alarmismus zu keiner Zeit gerechtfertigt war. Klare Trends sind hier über die jahreszeitliche Zyklizität nicht zu erkennen.

    Auch bleibt offen, ob ein begrenzte Ozonloch über der unbewohnten Antarktis überhaupt schädlich ist. Immerhin dringen dann energiereiche UV-Anteile bis auf die Oberfläche und können so zu einer Erwärmung beitragen. Ob das aber mehr als nur marginal ist, kann ich nicht abschätzen.

    Interessant ist natürlich der soziale Aspekt. Ich denke, dass es ein löbliches Unterfangen ist, sich über Umwelt und Schutz der selben gedanken zu machen. Auch halte ich den Aktivismus für potentiell Tugendhaft, denn reale Probleme bedürfen der Menschen, die beherzt handeln. Hier aber, und auch beim Waldsterben, handelte es sich weit weniger um reale Probleme, sondern um aufgebauschte und verzerrende Botschaften, die keinen Aktivismus in der bekannten Form rechtfertigen. Es ist dann eine leere Tugendübung, für eine vermeintlich wichtiges Ziel einen persönlichen Beitrag zu liefern.

    Wenn das im Lebenslauf eben eine Rolle spielt wie früher die Zeit bei der Bundeswehr, würde man das eher entwicklungspsychologisch bewerten. Aber es hat natürlich eine politische Breitenwirkung. Die Ökobewegung und deren perpetuierte Schieflage prägt seit Jahrzehnten die politische Landschaft nicht nur Deutschlands. Und in dessen Kielwasser wurden und werden beträchtliche Schäden an Wirtschaft und Gesellschaft verursacht. Der reale Naturschutz bleibt dann immer mehr auf der Strecke.

  3. Ich stelle mal eine Hypothese auf. Über Wetter-Ballons und Schläuche trägt man Aerosole (Rußaerosole) in die Stratosphäre über der Antarktis ein. Im antarktischen Frühjahr (September/ Oktober) absorbieren die Aerosole genau wie Ozon UV-Strahlung und erwärmen dadurch die Stratosphäre. Der befürchtete Ozonabbau kann aufgrund der warmen Umgebungsbedingungen nicht mehr groß stattfinden. Das Ozonloch wäre Vergangenheit.

    Mit Sulfataerosonen kann man zudem auch eine globale Abschattung bewirken, die dem THE entgegenwirkt. Paul Crutzen, der Nobelpreisträger für das Ozonloch, hatte das ja schon propagiert.

    PS: Tony Marshall schickte 1984 auf der Superhitparade der Volksmusik, zum Höhepunkt der „Waldsterbendebatte“, seinen Sohn mit Kumpel mit diesen Lied übers Waldsterben ins Rennen.Viel Spaß:

  4. PS

    Was mich immer wieder wundert, für fachliche Idioten (Experten von Greenpeace, Umweltverbänden, UBA etc.) die Debatte bestimmen und wer dort alles mit auf den Zug springt. Umweltschützer, Klimaschützer, Tierrechtler, etc..

  5. OT:
    Die verheerende Bilanz von Solarenergie. Schweizer Forscher zeigen: Fotovoltaik verschlingt mehr Energie, als sie erzeugt.
    https://bazonline.ch/schweiz/Die-verheerende-Bilanz-von-Solarenergie/story/26546197

  6. @ Michael Krüger 20. Dezember 2017 11:10

    Was mich immer wieder wundert, für fachliche Idioten (Experten von Greenpeace, Umweltverbänden, UBA etc.) die Debatte bestimmen und wer dort alles mit auf den Zug springt. Umweltschützer, Klimaschützer, Tierrechtler, etc..

    Ich glaube nicht, dass Idiotie das angemessene Wort ist. Ich denke, es gibt hauptsächlich zwei Sorten von Menschen, die sich in dieser Szene tummeln.

    1. Die Sachkundigen haben sich mit den Grundlagen, der Theorie und den Fakten beschäftigt und sollten eigentlich genug wissen, um diesen Unsinn nicht mehr zu verzapfen. Zum Teil tragen sie imposante akademische Verdienste wie ein Monstranz vor sich her. Ich denke das an Schellnhuber, Rahmstorff, Latif, Lesch und viele weniger bekannte Namen. Ich vermute hier eine Mischung aus ideologischer Verblendung und persönlicher Nutzen innerhalb einer selbstverstärkenden Community.

    2. Völlig ahnungslose Aktivisten, die zwar bereit zum Handeln sind, aber jegliche Wissenschaft und Fakten ignorieren und durch ein blindes Vertrauen in vermeintliche ausgewählte Experten ersetzen. Die Prominentesten von jenen heißen Di Caprio und Schwarzenegger. Viele Journalisten würde man auch hier einordnen und die breite Masse der Grünen-Wähler. Hier würde man besser von Ignoranz sprechen, denn so dumm sind diese Leute nicht, dass sie sich nicht auch sachkundig hätten machen können.

  7. Was mich wundert: Dass bei Waldsterben, Ozonloch und Kernkraftboykott noch kein Computermodell zur wissenschaftlichen Fundierung benötigt wurde. Damals konnte man noch mit den Urängsten arbeiten. Heute wird das zwar auch gemacht, aber es reicht bei weitem nicht mehr aus. Der moderne Mensch fordert den wissenschaftlichen Beweis, oder zumindest das Urteil eines „Experten“, den die Medien zu jedem noch so bescheuerten Thema präsentieren und v.a. selbst definieren.

    Beispiele:
    Stickoxide, Ozon und Partikel basieren auf einer Korrelation zwischen zwei statistischen Computermodellen (Einem zur Berechnung der individuellen Belastung und einem zur Berechnung der Sollsterberate). Die wahre Belastung der Menschen wird nicht gemessen und kann auch praktisch gar nicht gemessen werden. Trotzdem behauptet diese „Wissenschaft“ eine Ursache Wirkung Beziehung.

    Klimawandel, Eisbärenstatistik, wo mittels fragwürdiger Computermodelle eine virtuelle Welt erzeugt wird, die nur über „anerkannte“ Experten als heutige und zukünftige Realität verkauft werden kann.

    Das gleiche Schema im Gesundheitswesen, wo wahlweise Cholesterin, Zucker, Salz oder Kohlehydrate verteufelt werden. Die sind -- sofern nicht in riesigen Dosen verabreicht -- so wenig schädlich wie Stickoxide tödlich. Auch hier schlägt die Statistik mit vollkommener Willkür zu, die uns dann als wissenschaftliches Attest verkauft wird.

    Das ist die Vollendung der Postmoderne: ersetze Analyse und Vernunft durch Mehrheitsmeinung, die wiederum auf emotional akzeptierten Instanzen basiert. Damit macht sich der postmoderne Mensch verführbarer als alle anderen Zeitgenossen zuvor, obwohl die Väter der Postmoderne das genaue Gegenteil davon im Sinn hatten. In einer Gesellschaft, in der Restaurantbesucher vor der Bestellung zuerst im Internet nachsehen, was die meisten dort toll fanden, ist das kein Wunder. Es ist die perfekte Welt: Jedes Risiko (und damit auch jede Chance) ist ausgeschlossen, ich bin gegen alles versichert, ich muss nichts mehr denken, ich muss nichts mehr erarbeiten, ich muss kein Risiko mehr eingehen, ich bekomme alles mundgerecht serviert. Alles ist hipp und smart und gesund und risikofrei und fair und jetzt fassen wir uns an den Händen und singen Kumbaya my Lord.

  8. @Lumpi

    Das ist die Vollendung der Postmoderne: ersetze Analyse und Vernunft durch Mehrheitsmeinung, die wiederum auf emotional akzeptierten Instanzen basiert. Damit macht sich der postmoderne Mensch verführbarer als alle anderen Zeitgenossen zuvor, obwohl die Väter der Postmoderne das genaue Gegenteil davon im Sinn hatten.

    Die Tatsache, dass jeder Mensch auf der Welt mit Internetzugang deine Zeilen lesen kann, beweist dass du falsch liegst.

    Wie lange hat es denn gedauert bis im 3. Reich aus den netten jüdischen Nachbarn Totfeinde wurden?

    Im Internet kannst du jede noch so abstruse Sichtweise verbreiten. Vor dem Internet war das mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. Heute reichen 5 Minuten und ein Klick auf „absenden“. Der Leser solch einer abstrusen Sichtweise kann allerdings nur glauben. Wenn er dagegen wissen will, muss er viel Zeit aufwenden, da die Bandbreite zwischen Realität und Gehirn ziemlich bescheiden ist. Wir können nun mal nicht wie Data von der Enterprise ein Buch in 1 min durchblättern um dann dessen Inhalt verstanden und abgespeichert zu haben.

    Du sagst letztendlich nur „früher war alles besser“ ohne dieses „Früher“ wirklich zu kennen. Das wiederum bedeutet, dass du an der Stelle auch nur glaubst und nicht weißt.

  9. Der Mechanismus der das Ozonloch verursachen soll ist lediglich eine Vermutung. Einen konkreten Nachweis habe ich noch nicht gelesen.

  10. @Lumpi

    Es ist die perfekte Welt: Jedes Risiko (und damit auch jede Chance) ist ausgeschlossen, ich bin gegen alles versichert, ich muss nichts mehr denken, ich muss nichts mehr erarbeiten, ich muss kein Risiko mehr eingehen, ich bekomme alles mundgerecht serviert.

    Deshalb heißen wir ja heute auch alle Verbraucher. So will man uns haben.

    @oxybenzol

    Die Macht der Massenmedien hat sich durch das Internet nicht verändert -- ganz im Gegenteil. Trotz Internet wird die Pressefreiheit durch immer weniger und mächtigere Medienkonzerne wahrgenommen. Und die dort beschäftigten haben die Freiheit, sich einen anderen Job zu suchen, wenn sie Klimaangstpopulismus, Globalisierung oder Russenhaß nicht mittragen wollen. Darunter sind dann die Staatsmedien, Regierungsdarsteller und Abgeordneten, die die veröffentliche Meinung verstärken.

  11. Ozonloch wurde von einem Herrn Dobson im Norden entdeckt. Später aber noch in den 50-er Jahren hat er das auch für den Südpol nachgewiesen. Wer war Herr Dobson? Was ist die Meßeinheit für die Ozonkonzentration noch mal??
    Dobson und Rigaud entdeckten 1957 als erste das Ozonloch. Dobson nannte es damals “Southern Anomaly”, wie man in seinem Buch, Kapitel 6, “Exploring the Atmosphere“; Cambridge University press, 1968 nachlesen kann.
    Irgendwann jahrzehnte später liefen die Patente für Freon aus, man brauchte eine Idee es nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Das wäre z.B., dass die extrem schwere Freon Moleküle von der Nordhemisphere nach süden flogen, sich über die Ringförmige Winde um den Antarktis schmuggelten und in 3000 Meter Höhe aufgestiegen sind um dort ihren Chlor zu verlieren damit das Ozon zerstört wird. Somit dringend zu verbieten.
    Selbstverständlich zählten die extrem Chlor emittierende Vulkane mit teils 2000 m hohe Krater vor Ort nicht als Ursache!
    Die Menschheit frisst halt alles.

  12. @Johnny

    Du macht den gleichen Denkfehler wie Lumpi. Was gabs denn früher? ARD und ZDF. Die hatten damals die gleichen Beschränkungen wie auch heute oder glaubst du, dass man im kalten Krieg sagen konnte was man wollte?

    Was wäre denn science skeptical damals gewesen? Eine Zeitschrift, die man für vielleicht 5 DM am Kiosk hätte kaufen können. Es macht schon einen großen Unterschied, ob man Informationen kostenlos bekommt oder etwas dafür zahlen muss.

    Dir war das damals egal, weil du zu jung warst oder noch gar nicht gelebt hast. Nur weil dir gewisse politische Entscheidungen nicht passen, bist du erst aktiv geworden bzw. hast angefangen nachzudenken.

  13. @Attila

    Mit einem Dopson-Spekrometer kam man kein Ozonloch bestimmen. Das geht nur über Satelliten ab 1979. Zudem lief das Patent für FCKWs schon 1980 aus, also 9 Jahre vor dem Verbot. Und kleine Ozonlöcher entstehen auch schon bei großen Zyklonen.

  14. PS

    Und die Ozonschicht ist nicht in 3000 m.

  15. PPS

    Und nicht nur Vulkane stoßen natürliche Ozonkiller aus, sondern auch Kreuzblütengewächse wie Raps und Nadelwälder. Vhlornethan und Brommethan. Hinzu kommen Stickoxide.

  16. @oxybenzol

    Das hast du in den falschen Hals bekommen. Die Aussage „Früher war alles besser“ ist genauso falsch wie das Gegenteil. Der Grund liegt in den zyklischen gesellschaftlichen Entwicklungen, die zwischen männlich und weiblich geprägten Extrema oszillieren. Im Männerzyklus dominieren Risiko, Erfindergeist, Individualismus, Wettbewerb und Gewalt. Im weiblichen Zyklus bestimmen Konservation, Gesundheit, Soziales und Sicherheit die Kultur. Jeder der Zyklen hat eine positive und negative Seite. Es fängt immer positiv an, bis die einzelnen Narrative überspannt werden. Ab da werden aus positiven Anleitungen plötzlich Dogmen und statt praktikable Lösungen anzubieten, verbreitet man eine Ideologie und zerstört damit letztlich das eigene Anliegen. Das ist gleichzeitig das Signal für die Gegenseite, das Zepter sukzessive wieder zu übernehmen. Insofern stimmt ab einem bestimmten Zeitpunkt die Aussage „Früher war dies und jenes besser“. Das war mein Anliegen.

    Das Ende der Postmoderne fällt meines Erachtens mit dem Ende des gegenwärtigen femininen Zyklus zusammen. Die anfangs berechtigte Forderung nach Rücksichtsnahme auf unsere Umwelt ist zu einer dogmatisch vorgetragenen Konservations- und Verbotsorgie ohne Sinn und Verstand geworden. Kritik daran wird zunehmend nur noch ideologisch identitär erwidert, indem der Verfasser wahlweise als Rechtsradikaler, Frauenfeind oder Abweichler vom akzeptierten Konsens gebrandmarkt wird.

    Das ist in groben Zügen der Überbau zu meinem Beitrag oben. Ich will damit keineswegs pauschal die Vergangenheit verklären, sondern sagen, dass es jetzt reicht. Dieser hirnlose, paranoide BS aus der nachhaltigen Ecke samt der Propaganda gegen Unschuldige wird langsam unerträglich.

  17. Bis zum Jahr 2003 wurden viele natürliche Mechanismen entdeckt, die Ozon in allen Höhen nachhaltig zerstören. Neben der UV-Strahlung und den Flur-Chlor-Kohlenwasserstoffen ist die Einwirkung hochenergetischer solarer und kosmischer Partikelstrahlung auf die atmosphärischen Gase heute als effektive Ursache der Veränderung der Ozonkonzentration erkannt.
    Treffen geladene energiereiche Teilchen auf die Atmosphäre, so geben sie ihre Energie an die Atmosphäre ab. Die abgegebene Energie führt häufig zur Ionisation der atmosphärischen Bestandteile. Die Ionen greifen in die Chemie der Atmosphäre ein und erzeugen NOx und HOx. Diese Stoffe führen dann zu katalytischer Ozonzerstörung.

    Wechselwirkung der kosmischen Strahlung mit der Atmosphäre

  18. Wie die Bevölkerung manipuliert wird:
    War da was über Wald (sterben)? Ach, ja, die grünen Weltretter, auch hier in Finnland, wollten einen Naturpark Finnland gründen, CO2-Senke und so, ohne zu bedenken das A: Finnland eigentlich lebt vom Wald, und von den Papier und Kartonfabriken, B: dass die EU absolut nicht drüber bestimmen kann, denn Energie (zu der auch Holz gehört ( auch ich lade jeden Abend meinen Kachelofen voll mit Holz) ist alleine den verschiedenen Staaten zugeordnet:
    Ein kleiner Klick auf Wiki: „Entscheidungen über energiepolitische Maßnahmen werden innerhalb der EU grundsätzlich vom Rat im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren nach Art. 294 AEUV getroffen. Bei Maßnahmen, die stark in den Energiemix[9] sowie die Energieversorgungsstruktur[10] der Mitgliedstaaten eingreifen, entscheidet der Rat nach Art. 194, Abs. 2 AEUV jedoch einstimmig[11], das Europäische Parlament wird in diesen Fällen nur konsultiert.“
    Unsere finnischen Medien berichteten, dass das EU-Parlament darüber noch abstimmen wird.
    Für nichts und abermals nichts. Deswegen hat man wohl ein EU Parlament…
    Das heisst, Finnland ein Vetorecht in der EU hat wie sie ihre Energie arrangieren will.. SO WIE POLEN, die ja Kohle bevorzugt…
    Und unsere (finnische) Regierung konnte vorige Woche STOLTZ vermelden, das unsere Zellulose -- Industrie trotz allem so viel Holz schlagen dürfen wie sie will.
    (Zähneknirschend berichtet von dem finnischen TV-Nachrichten… )
    Ein Sieger im Kampf mit der EU… Hart umkämpft!
    Das war noch nicht mal ein Sturm im Wasserglas. Aber, so nehme ich mal an, einige Plätze für finnische Politiker winken da wieder, die daheim nichts mehr taugen, in der unendlichen und wachsenden Bürokratie in Brüssel, mit Löhnen die weit aus grösser sind als Zuhause, und vor allen Dingen: mit einer Pension Direkt nach dem Dienst- der nicht mal verweigert werden kann…
    Nennt das nicht Korruption. Man ist ja nicht in Südafrika…
    Seit einiger Zeit wird Polen von der EU und von den Medien nördlich der Alpen und Westlich von Oder Neisse ”gemobbt“!!
    Weil sie ihre Legislative modernisieren. Kein teurer (Grundgesetzgerichtshof -- was scheinbar ein „nazi- Wort zu sein scheint) – Verfassungsgerichtshof, wie es viele EU Staaten haben, wollen die Polen ihre Justizia reformieren. Einen Verfassungsausschuss im Parlament, – wie in Fennoskandien. Die Richter werden vom Justizministerium bestimmt – wie in Fennoskandien. Um die Verfassung zu ändern braucht man eine 2/3 Majorität. In Finnland, Deutschland wie in der Zukunft auch IMMER noch in Polen.
    Und was bewirkt Ein Grundgesetz-ausschuss: in Finnland hat es vor einigen Monaten einen für die Regierung sehr wichtigen Gesetzesvorschlag gestoppt. Entweder 2/3 Majorität oder Stopp. Die Regierung ( die hat ja nur ne knappe Majorität) hat daraufhin ihr Gesetz dementsprechend geändert…
    -Der (deutsche) Verfassungsgerichtshof hatte doch vor vielen Jahren dem Parlament in Auftrag gegeben das Wahlrecht gesetzeskonform zu ändern. Hat das Parlament das getan? Antwort : Nein.
    So, warum ich dieses schreibe: Weil auch die Medien bei uns über diesen Sch. berichten, ohne zu wissen über was sie schreiben (oder sagen…) .
    Warum denn dieser Sturm im Wasserglas? Weil Polen weiterhin Gas gibt mit dem KOHLE- FUSS? Weil Polen partu nicht den Rotgrünen i der EU gehorcht?
    AHA, ja,ja. Desswegen haben die finnischen Medien da auch geschimpft.
    „Denn sie wissen nicht was sie tun“ – (Prima Film mit James Dean), die hatten keine Ahnung über was sie schreiben. Hauptsache man ist auf MAINSTREAM…

    Mit anderen Worten: FAKENEWS…
    Na, ja, OK,
    hier von der 2.grössten Insel Finnlands (KIMITOÖN) Weihnachtsgrüsse an alle auf diesen Blog. NOCH kein Schnee, bei uns, aber auf den „Festland“ hinter unserer Brücke dahin schneit es, während es hier …. Graupel oder so?
    Und Donald ? Tja, wer hat soviel Wahlversprechen erfüllt im ersten Jahr im Amt?

  19. Waldsterben; Ach ja, existiert noch in Italien: https://svenska.yle.fi/artikel/2017/12/21/roms-fula-julgran-till-allmant-atloje-ser-ut-som-en-toalettborste
    Die finnischen Medien berichten darüber dass der Tannenbaum in Rom wie eine gebrauchte Toilettenbürste aussieht…

  20. @ Krishna Gans 21. Dezember 2017 17:18

    Wenn du mich nicht hättest und die kleinen Kartoffeln, müsstest du immer die Großen essen.

    Klartext: Wenn die FCKW nicht da wären, würden die Mechanismen des Ozon-Abbaus eben nur NOx und HOx. aus der kosmischen Strahlung auskommen. Macht das nun einen signifikanten Unterschied oder nicht?

  21. @Martin Landvoigt #20
    ja ja, die großen Kartoffeln und der Unterschied zu den kleinen Kartoffeln, gell ?

    Back in the lab they demonstrated a mechanism by which cosmic rays could cause a buildup of ozone-depleting chlorine inside polar clouds. Their results suggest that the damage done by cosmic rays could be millions of times larger than anyone previous believed and may force atmospheric scientists to reexamine their models of the antarctic ozone hole.

    Ozone Layer Burned by Cosmic Rays
    Ferner:
    Cosmic-Ray-Driven Reaction and Greenhouse Effect of Halogenated Molecules
    So, jetzt die großen mit Ei und Speck braten, danke.

  22. , ob das FCKW Verbot nicht doch insgesamt Gutes bewirkte, aber zumindest war es wohl weder für Umwelt, noch Wirtschaft schädlich.

    @#2 Es gab einmal sehr gute und effiziente Feuerlöscher mit Halon. Dann plötzlich verboten. Auf meiner Hochseeyacht hatte ich sowohl automatische, wie manuelle Halonlöscher. Das Verbot ein klarer Schaden und Sicherheitsverlust. Löschen Sie einmal eine Person, oder eine Schalttafel oder eine Antriebsanlage mit Pulver oder CO2!!! Darüber machten sich die „Experten“ von Greenpeace keine Gedanken.

  23. @Karl Reichert #22
    Ich denke da mal auch an die kostenpflichtigen Umrüstungen sämtlicher Kühlanlagen, ist nicht damit getan, das Kältemittel auszutauschen, das ist noch zumindest vom Zeitaufwand am niedrigsten zu bemessen.
    Thermostate, thermostatische E-Ventile, Magnetventile, Verdichter, Verflüssiger, Verdapfer, etc. die ja jeweils für die entsprechenden Kältemittel ausgelegt und dimensioniert waren, um eine Anlage im geforderten Temperaturbereich zu fahren / zu halten mußten ja ausgetauscht werden und die gesamteAnlege neu ausgelegt werden, inkl. ggfs. neuer Rohrleitungen anderer Dimensionen, das geht aber reichlich ins Geld und in die Zeit. Da denke ich mal nur an die ganzen Supermärkte, und, was es früher noch gab, die ländlichen Kühlhäuser. Industtriekälteanlagen kommen dann ja auch noch dazu, oder größere, klimatisierte Verwaltungsgebäude….
    Gut, es gab Fristen -- aber das war nur ein Verschieben der Kosten.

  24. Krishna Gans schrieb am 21. Dezember 2017 21:08:

    @Martin Landvoigt #20

    „Back in the lab they demonstrated a mechanism by which cosmic rays could cause a buildup of ozone-depleting chlorine inside polar clouds. Their results suggest that the damage done by cosmic rays could be millions of times larger than anyone previous believed and may force atmospheric scientists to reexamine their models of the antarctic ozone hole.

    Ozone Layer Burned by Cosmic Rays“

    Wenn man das liest, könnte man denken, Sie wollten ausdrücken, dass FCKW keine Rolle spielen und kosmische Strahlung wesentlich bedeutender ist. Das war nicht ihre Absicht, oder doch?

  25. Es ist doch eigentlich uninteressant, welche Absicht Krishna Gans haben könnte, sondern interessant ist die Frage: Wiie stark beeinflussen die FCKW diese Prozesse? Sind es Marginalien oder verändern sie signifikant die natürlichen Prozesse?

    Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar.

  26. @Landvoigt

    Es ist beim Ozonloch wie beim THE. Alle natürlich Ozonkiller befinden sich mit der Natur im GG, alles was durch den Menschen hinzu kommt, bringt die Natur sus dem GG. Dabei berücksichtigt wird natürlich nicht, dass auch die natürlich Quellen natürlichen Schwankungen unterlegen sind.

  27. Leider finde ich das PDF nicht mehr, in dem der Vorgang detailliert beschrieben wurde, dass die FCKW alleine nichts bewirken würden, sondern erst durch den Einfluß der CR zum „Ozonkiller“ werden. Ist ungefähr vor 3 -- 4 Jahren aufgetaucht und stammt von F. Singer, wenn ich nicht sehr irre.

  28. Martin Landvoigt schrieb am 23. Dezember 2017 14:26

    Es ist doch eigentlich uninteressant, welche Absicht Krishna Gans haben könnte,

    In dem von Krishna referenzierten Artikel ging es in dem nicht zitierten teil darum, dass
    * menschengemachtes FCKW die größten Zerstörer der Ozonschicht sind („human-made chlorofluorocarbons (CFCs) are the major destroyers of the atmosphere’s protective ozone layer.„)
    * Atmosphärenwissenschaftler nun annehmen, dass FCKW auch von kosmischer Strahlung „zerlegt“ wird und dabei Chlor frei wird, dass dann Ozon zerstört.
    Da Krishna diesen Teil weggelassen hat, wollte ich erst mal nachfragen, was er denn mit dem Zitat ausdrücken wollte …

  29. @Marvin

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie jemals Nachfragen gestellt haben, um einen Erkenntniszugrwinn zu erlangen. Woran mag das wohl liegen??

  30. @Marvin

    Was meinen Sie denn, richten FCKWs auch ohne die Kälte des antarktischen Polarwirbels beträchtliche Ozonschäden an. Würde mich mal interessieren, was Sie dazu sagen l.

  31. Michael Krüger schrieb am 23. Dezember 2017 22:25:

    @Marvin

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie jemals Nachfragen gestellt haben, um einen Erkenntniszugrwinn zu erlangen. Woran mag das wohl liegen??

    An ihrem schlechten Gedächtnis oder zu oberflächlichem Lesen oder kurzer Aufmerksamkeitsspanne oder … Ich kann da leider nur raten …

  32. Michael Krüger schrieb am 23. Dezember 2017 22:30:

    @Marvin

    Was meinen Sie denn, richten FCKWs auch ohne die Kälte des antarktischen Polarwirbels beträchtliche Ozonschäden an. Würde mich mal interessieren, was Sie dazu sagen l.

    Welche Relevanz hat diese Frage? Ich weiss, dass unter anderem die niedrigen Temperaturen über lange Zeiträume, die Isolation durch den Polarwirbel und die stratosphärischen Wolken als Ursachen für das die Schäden an der Ozonschicht angenommen werden. Aber das ist nicht mein Fachgebiet, daher beschränkt sich das, was ich dazu sagen kann auf eine Wiedergabe dessen, was man dazu so lesen kann. Und ich würde nicht behaupten, ich würde mich damit intensiv beschäftigen …

  33. @Marvin In Bayern sagt man I kenn oan, der oan kennt, aber nix gwies woas i o net. Wer etwas behaupten würde, saudumme Redensart, steht meist auf dünnem Eis.Also Ja, oder nein!!!

  34. @Marvin

    Nun ja, Sie wissen es such nicht, können zu keinen Erkenntnisgwinn beitragen, aber quaken immer rum. Na, wenn Die keine anderen Hobbys haben. Meinetwegen.

  35. @Landvoigt #25

    Ozonabbau in der Stratosphäre geschieht neben Cl auch durch OH und NO. Die FCKW sind eben eine Cl Quelle. Man hat dann eine Korrelation gefunden und einen Mechanismus vermutet an dem auch Eiswolken in der polaren Stratosphäre beteiligt sind. Man hätte vermutlich auch eine Korrelation gefunden zu dem Anstieg an CO2, der Erderwärmung oder dem Anstieg an stratosphärischem Wasser.
    Einen quantitativen Nachweis, welchen Anteil FCKW am Ozonloch haben, habe ich noch nicht gelesen.
    Der von Krishna Gans zitierte Artikel schlägt einen Mechanismus vor der bisher noch nicht im Fokus war, jedoch ebenfalls Eiswolken und FCKWs beinhaltet, aber eben auch kosmische Strahlung benötigt.

  36. Ich fasse zusammen: Man kann nachweisen, dass die FCKW eine qualitative Wirksamkeit zum Ozonabbau haben, aber man kann dies nicht quantifizieren und auch nicht, ob dies ggf. gegengekoppelt ist zu den natürlichen Ozonabbauprozessen.

    Man kann also vermuten, dass das Ozon einen Einfluss ausübt, der möglicherweise deutlich spürbar ist. Die Messergebnisse lassen aber keine robuste Faktorenzerlegung zu.

    Daher stellt sich die moralisch-politische Frage: Sollen auf den bloßen Verdacht hin, der durch nichts erhärtet ist, umfangreiche Maßnahmen zum Schutz des Ozons losgetreten werden? Historisch wurde dies Antwort bereits positiv gegeben. War es nun im Rückblick eine gute oder eine schlechte Entscheidung … oder bleibt das Urteil offen?

    Immerhin wird dies als Beispiel für vorsorgliche Entscheidungen unter Ungewissheit auch für den Klimaschutz herangezogen. Natürlich ist hier eine Analogie fragwürdig. Selbst wenn man die Maßnahmen zum FCKW Verbot gut findet, so folgt daraus nicht, dass völlig andere Maßnahmen mit anderen Zielen dadurch besser werden. Dennoch wird es als psychologisches Argument vorgetragen.

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