Warum regenerative Energien in Deutschland keine Zukunft haben

11. März 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes sind regenerative Energien derzeit in aller Munde. Wie realistisch ist aber eine Voll-Versorgung durch regenerative Energien in Deutschland? Und was bringt es für das Klima?

Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie).

Kann man mit diesen Energieformen den Primärenergieverbrauch in Deutschland abdecken?

Der Primärenergieverbrauch ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland. Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird derzeit zu über 90% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Die EE machen weniger als 10% aus.

Schaut man sich nur den Stromanteil an, so werden ca. 15% des Strombedarfes in Deutschland durch die EE gedeckt. Davon ca. 0,003% aus Erdwärme, 0,6% aus Photovoltaik, 3,4% aus Wasserkraft, 4,2% aus Biomasse und 6,6% aus Windenergie.

Vor allem die Photovoltaik- und Windkraftanlagen werden derzeit in Deutschland stakt beworben und ausgebaut. Hier besteht das größte Potential, zumindest, wenn man den Versprechungen der Werbung und den laufenden Kampagnen glauben schenkt.

Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgebaut. Der Ausbau der Biomasse ist alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und die Flüsse sind weitgehend ausgebaut, so dass hier keine großen Steigerungsraten zu erwarten sind. Wie sieht es mit der Erdwärme aus? Nur wenige Standorte in Deutschland sind für Erdwärmeprojekte geeignet, u.a. der obere Rheingraben und Standorte in Süddeutschland. Zudem muss man in Deutschland sehr tief bohren – einige Kilometer – um eine Temperatur von über 100°C zu erreichen, was die Sache sehr ineffektiv und zugleich unwirtschaftlich macht.

Es bleiben also die Photovoltaik und die Windkraft. Für Photovoltaikanlagen stehen noch genügend Flächen zur Verfügung, bei der Windkraft sieht das anders aus. Hier setzt man vor allem auf das so genannte Repowering, dabei werden alte Anlagen durch neuere, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Zudem gibt es noch Ausbaupotential im Meer. Aber auch das ist begrenzt. Zudem sind die negativen Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt zu berücksichtigen, wie z.B. Schallbeeinträchtigung (durch Infraschall), Schattenschlag, Vogelschlag, etc..

Wie bedarfsgerecht produzieren Photovoltaik- und Windkraftanlagen den Strom?

Derzeit ist eine Speicherung von Strom, jedenfalls im großen Umfang, nicht möglich. Zudem ist die Speicherung von Strom sehr teuer. Daher wird der Strom immer bedarfsgerecht produziert. Überkapazitäten und Unterkapazitäten müssen also ausgeglichen werden.

Zur Photovoltaik:
Schaut man sich die Globalstrahlung, darunter versteht man die gesamte an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche auftreffende Solarstrahlung an, so zeigen sich starke jahreszeitliche und tägliche Schwankungen. Als Beispiel habe ich Wasserkuppe gewählt, eine zentrale Erhebung in Deutschland.

Moderne Photovoltaikzellen erreichen in etwa einen Wirkungsgrad von 10 – 20 %. Also nur 10 – 20 % der eingestrahlten Leistung werden in Strom umgesetzt.

In der Nacht ist es dunkel. Es wird kein Strom produziert. Im Winter sinkt die solare Verfügbarkeit beträchtlich ab. Hier ist der Bedarf aber ausgerechnet am größtem. Im Sommer steigt die solare Verfügbarkeit beträchtlich an. Hier ist der Bedarf aber am geringsten. Das gilt übrigens auch für Solarthermieanlagen. Bedarf und Verfügbarkeit stehen also genau im entgegengesetzten Verhältnis zueinander.

Zur Windenergie: Bei der ins Stromnetz eingespeisten Windenergie sieht es nicht wesentlich anders auf. Als Beispiel zeige ich die bei transpower (Tochtergesellschaft von E.ON) eingespeiste Windenergie im Jahre 2009.

Die 15. minütigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 8.000 MW. D.h. die eingespeiste Leistung kann innerhalb von kürzester Zeit um mehrere tausend MW schwanken. Diese Schwankungen richten sich natürlich nicht nach dem Bedarf der Stromkunden. Entweder wird zu wenig Strom produziert, oder aber zu viel. Je nachdem, wie der Wind weht. Der Bedarf der Stromkunden muss also durch Regelkraftwerke ausgeglichen werden. Je weiter die Windenergie ausbaut wird, desto schwerer fällt es diese Schwankungen zu kompensieren. Immer leistungsfähigere Regelkraftwerke müssen her. Bisher können das nur konventionelle Kohle-, Gas-, oder Kernkraftwerke kompensieren, so genannte Schattenkraftwerke, die hinter jedem Windpark stehen müssen. Der Verschleiß ist durch das ständige hoch und runter fahren hoch.

Die Folgen

Der Strom aus den konventionellen Kraftwerken wird immer teurer, u.a. da nicht mehr mit Volllast produziert werden kann, sondern gedrosselt produziert werden muss, je nachdem wie viel Windstrom gerade eingespeist wird. Je weniger Strom die konventionellen Kraftwerke einspeisen können, desto länger dauert es, ehe sie sich bezahlt machen, oder desto höhere Preise muss man für den eingespeisten Strom verlangen, damit sich die Kraftwerke in gleicher Zeit bezahlt machen. Hinzu kommen die Kosten für Emissions-/ CO2-Zertifikate. Das führt dazu, dass Kohlekraftwerke unwirtschaftlich werden. Neubauten von effizienteren Kohlekraftwerken, die alte, emmisionsstarke Kohlekraftwerke ersetzen, werden dadurch verhindert. Diese Entwicklung erleben wir gerade. Das führt langfristig gesehen zu Versorgungslücken, die letztendlich über das Ausland abgedeckt werden müssen. Damit wird der Strom allerdings noch teurer.

Fazit: Schon jetzt wird der Strom aus EE hoch subventioniert. Über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden die Abnahme und ein Festpreis für Strom aus EE gesetzlich garantiert. Die überhöhten Preise werden als so genannte Umlage an die Stromkunden, also an Sie, weiter gegeben.

Die Energiekosten werden mit den Ausbau der EE weiter steigen. Zum Einen sinken die Produktionskosten für EE nicht so schnell wie erwartet. Zum Anderen verdrängen die EE durch die staatlichen Subventionen, die garantierte Abnahme und durch CO2-Zertifikate die konventionellen Kraftwerke, bzw. machen den Strom aus konventionellen Kraftwerken unwirtschaftlich, teurer und/ oder zusätzliche Strom-Importe erforderlich.

Auf kurz, oder lang müssen wir weg von den konventionellen Energien, die Rohstoffe sind begrenzt. Dazu eignen sich aber weder die Windkraft noch die Photovoltaik, noch die anderen EE in Deutschland. Es gibt weder die notwendigen Energiespeicher, um eine Versorgungssicherheit zu garantieren, noch genügend Ressourcen um eine Vollversorgung durch EE zu garantieren. Vielfach fallen in diesem Zusammenhang die Worte Kombilösung und Energieeffizienz. Eine Kombination aus verschiedenen EE kann Energielücken schließen, diese aber auch erzeugen. Man denke nur an Flauten, lange Winternächte, Ernteausfälle bei Biomasse, etc. die zusammenfallen. Zudem sind wir in Deutschland derzeit weit weg von Energieeffizienz. Der Stromverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, trotz der Einführung energiesparender Geräte. Lediglich die Wirtschaftskrise hat im letzten Jahr zu einer geringfügigen Abnahme des Stromverbrauches geführt. Man bedenke, die steigenden Energiepreise gehen vor allem auf Kosten der Kleinverdiener.

Was bringen EE für das Klima?

Trotz Solar- und Windenergie-Booms wird in Europa kein Gramm CO2 eingespart. Denn für jedes neue Windrad in Deutschland darf in Osteuropa mehr Kohle verfeuert werden. Schuld daran ist ausgerechnet die Klimapolitik der Europäischen Union: Denn der EU-weite Emissionshandel legt die Gesamtmenge an CO2 fest, die Stromkonzerne und Industrie ausstoßen dürfen. Und diese Menge ist unveränderlich – egal wie viele Windräder errichtet werden.

Was würden die EE für das Klima bringen, wenn der Emissionshandel nicht wäre?

Maximal 0,002 °C (ZWEI TAUSENDSTEL GRAD) sind der deutsche Beitrag am Klimaschutz, welcher durch die geplanten Reduktionen bis 2020 den Berechnungen nach erreicht werden könnte. Eine Fortführung bzw. Verschärfung der deutschen Reduktionen nach 2020 würde einen weiteren Beitrag im TAUSENDSTEL BIS HUNDERTSTEL GRAD BEREICH leisten. Dieser wird uns weitere Milliarden kosten.

Datenquellen

Wetterdaten Wasserkuppe

transpower Windenergieeinspeisung

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67 Kommentare
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  1. @Krüger

    Fein gemacht!

    Als kleinen Zusatz möchte ich noch ergänzen, das durch den massiven Ausbau der Windkraft auch die entsprechenden Übertragungsnetze verstärkt werden müssen, diese Kosten werden dann per Durchleitungsgebühren dem Stromkunden übergeholfen.
    Kann ein Windparkbetreiber keinen Strom einspeisen weil der Netzbetreiber technisch nicht in der Lage ist diesen zu transportieren, dann erhält dieser Windparkbetreiber trotzdem seine garantierte Einspeisevergütungen, das ist energiewirtschaftlicher SOZIALISMUS.

    Wer heute noch ernstlich behauptet er könne Deutschland alleine mit regenerative Energie zu 100% versorgen, dem unterstelle ich entweder absolute technische Unkenntnis oder schlimmer noch, der absichtlichen Lüge.

    PS. Naja, wenigstens einem wird der Ausbau der Windkraft freuen, Herrn Putin und seine Gaskonzerne.

    PPS. Sollten hier grüne EE-Träumer das Gegenteil behaupten wollen, dann sollten diese nicht vergessen ihre Taschenrechner mitzubringen.
    Mir ist es ein unendliches Vergnügen diese Leute und ihre erträumten Vorstellungen vollständig zu zerlegen.

  2. @Eng

    Danke für die Blumen.

    Die „EE-Träumer“ berufen sich idR auf irgendwelche Studien von Ökoinstituten. Selber zum Taschenrechner greifen werden die nicht. Es könnte sich ja das Gegenteil von der Studie herausstellen. Wenn das Projekt dann schief geht liegt die Schuld natürlich beim Ökoinstitut XY, auf dessen Angaben man sich verlassen hat.

    In den Studien der Ökoinstitute werden z.B. die anfallenden Kosten nicht berechnet, aus gutem Grund, denn die Projekte sind nicht bezahlbar und es werden keine Worst-Case-Szenarien berücksichtigt. Es sind immer genügend alternative EE da, die Energielücken im System der EE schließen. Das entspricht aber nicht den Realitäten. Man denke nur an Flauten, lange Winternächte, Ernteausfälle bei Biomasse, etc. die zusammenfallen können. Dann bricht das System gnadenlos zusammen.

    Und wer tritt für die Folgen ein? Bestimmt nicht die Verursacher.

    Man blickt auf die Erfolge der Vergangenheit zurück. Zuwächse der EE im einstelligen Prozentbereich, welche die „kühnsten Erwartungen“ angeblich übertreffen, werden gefeiert. Das das nur in einem stabilen Stromnetz aus konventionellen Energien funktioniert, wird dabei gerne übersehen. Mit den Ausbau der EE werden die Netze aber immer instabiler.

    Man setzt auf Speichertechniken, die sich noch in der Entwicklung befinden, oder nie realisiert werden können. Schon alleine aufgrund fehlender Ressourcen und Geldmittel. Wasserkraftspeicher erfordern z.B. eine geeignete Topographie und enorme Flächen. Mal ganz zu schweigen von den Eingriffen in die Natur.

  3. Etwas unterhaltsames zum Thema, Wolfgang Röhl schrieb auf der Achse:

    AKW, nee! Lieber Strom vom Dach
    Solar power to the people? Kleine Korrektur

  4. Herr Krüger, danke für das sehr schöne Thema.

    Der deutsche Solarmarkt, einst als Heilmittel für verlorene Spitzenpositionen im Weltwirschaftsmarkt gedacht, hat sich dank EEG total überhitzt und ist bereits dabei, sich selbst zu ersticken. Nur sehr, sehr wenige deutsche Firmen werden es schaffen als globale Player zu überleben. Mit den übrigen, denen Dank der hohen Subventionen, der Druck zur Innovation genommen wurde, werden viele, viele Arbeitsplätze gleich wieder mit verschwinden.
    Die Mär von der dezentralen Kleinstenergieversorgung ist schon längst von einem EE-Gigantismus gewaltigen Ausmaßes ad absurdum geführt worden.
    Mit einer „nachhaltigen“ Energieversorgung kann das nicht, aber auch gar nichts gemein haben.

  5. Danke Michael Krüger!
    Wieder eine super Argumentationshilfe in Diskussionen mit Arbeitskollegen und Bekannten. Obwohl ich sagen muß,
    das ich gegenteilige Meinungsäußerer schon suchen muß! 😀

  6. Das ist sogar sehr realistisch. Man muß das Land nur deindustrialisieren. Das macht man ja schon ne Weile.

  7. @Krüger

    Danke für die Blumen.

    Waren in Anbetracht der Aussentemperaturen leider nur „Eisblumen“….-:)

    @Peter

    Das ist sogar sehr realistisch. Man muß das Land nur deindustrialisieren. Das macht man ja schon ne Weile.

    Wird leider immer noch nicht reichen!
    Deswegen bauen wir ja die intelligenten Netze mit noch intelligenteren Stromzählern.
    Du bekommst am Ende 2 getrennte Stromkreise……Licht und Fernseher……..und den Rest. Wenn Flaute ist wird der Rest per Fernsteuerung abgeschaltet und dem Kunden stehen max. noch 350 W pro Haushalt zur Verfügung, wird diese Leistung überschritten kommt die Öko-Polizei bei Dir vorbei.

    Natürlich dient dann auch Dein nettes Elektroauto, das Du zwangsweise an der Steckdose angeschlossen hast auch gleich als Speicher, irgendwo muss ja der Strom für die Überwachungsinfrastruktur herkommen.

    Wie ich nun schon seit Jahren sage………Leute kauft euch Kerzen, warme Decken und reichlich Nahrungsmittelreserven………..Ihr werdet die bald brauchen wenn sich Atom und Kohle gleichzeitig verabschieden tuen tun.

    Ups, an der Tür klingelt es, ich habe die Onlinezeit um 3,51 min überschritten.

    Heinz Eng

  8. @south

    Nach Enrichtung einer zusätzlichen CO2 Abgabe darf ich doch noch 5 min Online bleiben……..

    das ich gegenteilige Meinungsäußerer schon suchen muß!

    Oh ja, im technischen Bereich kannste da wirklich mit der Lupe suchen, selbst Geschäftsführer von Ver-und Endsorgungsbetrieben wissen was eigentlich da draussen abläuft und schütteln nur noch entnervt den Kopf.

    Nur unsere Soziopädagogen und Hirnklempner mit Abitur samt ihrer Professoren der Politwissenschaften sind noch vom AGW überzeugt, der Rest winkt nur noch müde ab.
    Einzig Bauern mit verpachtbaren Flächen für Windmühlen und Häuslebauer ohne Taschenrechner sind noch vom Schutz eines statistischen Mittelwertes überzeugt, lässt sich ja ne Menge Geld mit verdienen, gelle.

    So, ich fahre dann mal zu meinem Windrad und gucke mal ob ich wieder was zum Mittag unter demselben finden werde……..falls der Fuchs nicht wieder schneller war.

    Deutschland 2010……..Land der Bekloppten und Bescheuerten……Anwesende natürlich ausgeschlossen.

    Heinz Eng

  9. @Heinz Eng

    Selbstverständlich ist eine vollständige Versorgung mit „Erneuerbaren“ möglich!

    Man braucht lediglich seinen Bedarf anzupassen und schon freuen sich alle.

    Wie das funktionieren kann, zeigt uns heute schon die „BILD“!

    Dazu ist nur zu sagen: Weiterso bei der künstlichen Erhöhung der Produktionsnebenkosten (und hierbei meine ich nicht nur die Energiekosten) und die ökologistisch getriebene De-Industrialisierung in DE und EU rettet das Klima (oder was auch immer).

    Wer noch was anderes will, soll halt nach China auswandern.

  10. UPDATE

    Hier mal die Windenergieeinspeisung im Netz von EnBW (fern ab jeder Küste)

  11. UPDATE2

    Hier noch die Windenergieeinspeisung im Netz von 50Hertz (Vattenfall)

  12. Hier nochmal der Link zum Bild

    [Das Bild direkt einfügen kann man mit dem Knopf „Bild einfügen“. Wenn man den so erstellten Link komplett markiert und dann noch auf „Hyperlink“ klickt und dort noch einmal die Bild-Adresse einfügt, erhält man eine Abbildung, auf die man klicken kann. RK]

  13. Ein sehr anschaulicher Bericht für das, was im von Banditen Ruinierten Deutschland alles möglich ist, wenn es denn „politisch“ auch gewollt wird. Ja, wir können wirklich ALLES – flächendeckende Konzentrations.- & Arbeitslager inbegriffen!!!

    Doch unbeschadet ob der oben präsentierten Unproduktivität, setzt die „Öko-Khmer-Industries Ltd.“ nun auf die Neuauflage des Stirling-Motors. Dieser, von einem Spiegel mit 12 Meter Durchmesser besonnt, setzt spitzenverdächtige und allgewaltige 25 KW frei, und so jemand über 33 Quadratkilometern Freifläche verfügt, kann er sich 500 bzw. 850 Megawatt installieren!

    In dem umfangreichen Artikel findet sich auch ein Vergleich:
    (…)Eine 500 Megawatt-Anlage mit Parabolrinnen und Wasserkühlung verbraucht im Jahr 3,9 Millionen Kubikmeter Wasser, eine gleich große Stirling-Anlage jedoch nur rund 27.000 Kubikmeter – das sind 0,7 Promille.(…)

    Diese geballte Hirnlosigkeit erinnert mich immer wieder an Weisen zu Schilda, die einst ihre freien Flächen mit Windmühlen zugepflastert hatten, als sie herausfanden, daß die Luft in ihrem Lande doch ziemlich dünn war. Also ermittelten sie die kinetische Energie der pro Zeiteinheit bewegter Luft und erhielten in Watt pro Quadratmeter folgende Leistungsdichten (Arbeit pro Zeit und Flächeneinheit):

    Energieträger — Leistungsdichte in W/m2

    Kohle………………….. 500.000 (im Kraftwerk)
    Wasser……………….. 108.000 (bei v = 6 m/s)
    Luft…………………………….. 130 (bei v = 6 m/s)
    Sonne………………………… 110 (Mittel in BRD)

    Und da staunten die Schildbürger aber nicht schlecht; sogar die Leistungsdichte der Wasserkraft übertrifft die der Windkraft um mehr als das 800fache!

    Daß es auch anders geht, wurde vor kurzem jenseits der deutschen Westgrenze bekannt. In den hiesigen „Qualitätsmedien“ habe ich vergeblich gesucht…

    Lest doch mal was der „laufende Meter“ aus Frankreich in seiner Eröffnungsrede der OECD & IAEA zum Besten gegeben hat:

    (…)„Wir sind in eine neues Zeitalter der Kernkraft eingetreten, das Zeitalter ihrer Renaissance“(…)

    Und aus dem „Entwicklungsland“ Indien schickten sie ihren Vorsitzenden der Atomenergie-Kommission, welcher zu dem viel sagenden Schluss kam:

    (…)„Daß die Ressourcen knapp sind, wissen wir seit 40 Jahren, aber wir haben nichts getan, um dieses Problem zu lösen. Wir haben auf ein Wunder gewartet, und dieses Wunder ist nicht eingetreten.“(…)

    mfg

  14. Den Ausführungen stimme ich grundsätzlich zu -- die alternativen Energien sind eine Sackgasse. Es gibt für eine vernünftige Energiepolitik nur eine Lösung: Bau neuer, inhärent sicherer Hochtemperaturreaktoren auf Kugelhaufenbasis. Diese (in Deutschland entwickelte) Technologie macht einen GAU naturgesetzlich bedingt unmöglich, denn bei Erreichung kritischer Temperaturen schaltet sich die Anlage automatisch ab. Es gibt auch keine gefährlichen Abfälle im herkömmlichen Sinn, denn der Brennstoff ist und bleibt in strahlungssicheren Kugeln eingeschlossen. Ist der Brennstoff abgebrannt, gibt es nur eine Restwärmestrahlung. Theoretisch kann man die Kugeln sogar in der Hosentasche transportieren. Bis zum Abklingen der Restwärme müssen die Kugeln maximal 100 Jahre endgelagert werden. Was also spricht gegen die Atomkraft? Einzig und allein die durch jahrzehntelange Gehirnwäsche tief in die Köpfe der Menschen eingegrabene grünextremistische Verblendung.
    Soweit im Artikel behauptet wird, Strom könne man nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand speichern, so vermag ich dem nicht zuzustimmen. Das teuere Vorhalten von Kraftwerken für Spitzen oder geringe Einspeisung von anderer Seite ließe sich vermeiden, wenn man eine Idee des russischen Wissenschaftlers Gulja realisieren würde. Dieser hat in seinem Buch „Der Energiekonserve auf der Spur“ die Idee entwickelt, tief in die Erde eingelassene, riesige Schwungradspeicher zu bauen. Solche Speicher laufen magnetgelagert in einem luftleeren Raum, also ohne Reibung. Alle von dritter Seite eingespeiste Stromkapazitäten oder auch Überkapazitäten der Kraftwerke könnten in dieses Schwungrad eingebracht und in Bewegungsenergie umgewandelt werden . Im theoretischen Fall der Nichtentnahme des Stroms würde das Schwungrad jahrelang laufen und Stromkapazität vorhalten. Wo aber sind die Politiker und Ingenieure, die solche Anlagen zielgerichtet vorantreiben? Gewiß nicht im vergrünten Deutschland!

  15. Kernkraft ist doch nicht die Loesung, die Kugeln koennen platzen oder beschaedigt werden, die Endlagerung bleibt ein Risiko, EE sind aus oben beschriebenen Gruenden keine Loesung, Erdoel,Gas und Kohle sind auch extrem umweltschaedlich, was bleibt sind 2 Dinge : Raumenergie (Tesla) und bis dahin Holz. jedem sein eigener Wald und Baeume faellen wie im Mittelalter mit Axt und Saege. Strom brauchen wir nicht, Fernsehen ist eh ein Krampf und Internet kann man sich auch sparen. Die Deindustrialisierung ist kein Rueckschritt, sondern ein Fortschritt und sie wird kommen zum Wohl der Menschheit.
    Gruss
    WoL

  16. roxsi schrieb:
    > Hallo WoL,
    >
    > ich denke, daß das fehlende Wissen um die fantastischen Möglichkeiten
    > der Kernkraft der Grund sind, weshalb Sie skeptisch sind. Ich hatte auch
    > einmal eine Zeit, wo ich dachte, man müsse davon wegkommen und ich habe
    > mir viele Jahre lang permanent Gedanken darüber gemacht, wie man sich
    > ein Stück Unabhängigkeit schaffen könnte. Dabei habe ich nie mit der
    > grünen Ideologie sympathisiert, es ging mir immer nur darum, so
    > wirtschaftlich wie möglich zu wirtschaften. Ich habe mir sogar die Mühe
    > gemacht zwei Flachdächer in mühsamer Lötarbeit zu Sonnenkollektoren
    > umzubauen. Auch war ich vor 30 Jahren einer der ersten, die sich eine
    > Wärmepumpe anschafften. Meine damit gesammelten Erfahrungen haben mich
    > gelehrt, daß das alles keine Alternativen sind. Meine Wärmepumpe habe
    > ich zwischenzeitlich stillgelegt, weil sie sich infolge der von der
    > Politik vorsätzlich betriebenen, unsinnigen Verteuerung der Energie ganz
    > einfach nicht mehr rechnet, sondern zum Minusgeschäft geworden ist. Auch
    > würde ich niemals Fotovoltaik einsetzen, denn die rechnet sich nur für
    > den, der überflüssiges Geld anlegen will. Bezahlen tut das die
    > Allgemeinheit über Stromsteuern! Auf der Suche nach anderen,
    > volkswirtschaftlich sinnvollen Alternativen, habe ich mich mit der
    > Kernkraft beschäftigt und bin zum Ergebnis gekommen, daß dies die
    > einzige sinnvolle Lösung ist, billig Energie zu erzeugen. Was uns seit
    > Jahrzehnten von der veröffentlichten Meinung, insbesondere aus der
    > grünen Ecke, eingehämmert wird, ist ganz einfach falsch. Hinter der
    > Hetze gegen die Kernkraft stecken ganz andere Absichten -- man will die
    > Volkswirtschaften deindustrialisieren. Wir sollen nur noch
    > Kommunikations- und Dienstleistungsgesellschaften sein, doch wenn wir
    > von morgens bis abends miteinander telefonieren und uns gegenseitig die
    > Haare schneiden, haben wir noch kein Stückchen Brot verdient. Der
    > Lebensunterhalt kann nur durch produktive Wertschöpfung gesichert
    > werden, denn nur dadurch läßt sich das Geld verdienen, das wir
    > brauchen, um überhaupt existieren zu können. Alles andere ist grüne
    > Träumerei, die zur Verarmung und zur Verelendung der Weltbevölkerung und
    > letztendlich zu einem früheren Ableben führt. Das aber ist es, was
    > unsere „Eliten“ anstreben! Von Prinz Philip stammt der Satz: „Falls ich
    > reinkarniert werde, möchte ich als tödliches Virus zurückkehren, um der
    > Überbevölkerung entgegenzuwirken!“ Derselbe Herr ist der führende Kopf hinter
    > so dubiosen Organisationen wie Greenpeace und WWF. Für ihn sind die
    > Menschen eine Art Ungeziefer, das es auszurotten gilt, wobei er selbst
    > sicher nicht zu den Auszurottenden gehört. Eduard Pestel, einer der
    > Mitbegründer des „Club of Rome“- eine jener Hintergrundmächte, die das
    > Weltgeschehen steuern, brachte die häßliche Weltanschauung dieses
    > „Elite-Clubs“ auf den Punkt: „Die Welt hat Krebs und der Krebs ist der
    > Mensch“. Vor allem dieser „noblen“ Gesellschaft haben wir den
    > vorherrschenden Umweltwahn zu verdanken -- Umwelt, Umwelt über alles,
    > über alles in der Welt -- kein Platz für Menschen! Eine weitere
    > chamäleonartige Politfigur ist Henry Kissinger. Er verfaßte 1974 ein
    > Geheimmemorandung mit dem Titel „NSSM 200“ (National Security Study
    > Memorandum 200), welches Anfang der neunziger Jahre an die
    > Öffentlichkeit kam und im Internet nachlesbar ist. In diesem Memorandum
    > macht der „feine“ Herr deutlich, daß es nicht im strategischen Interesse
    > Amerikas liege, die Dritte Welt zu entwickeln. Man müse sich vielmehr
    > den ungehinderten Zugang zu billigen Rohstoffen sichern, und um zu
    > verhindern, daß die Menschen in den Ländern, in denen es die Rohstoffe
    > gibt, diese für sich selbst verbrauchen, müsse man die Weltbevölkerung
    > auf zwei Milliarden reduzieren = geplanter Völkermord. In das gleiche
    > Horn bläst der zwischenzeitlich zum grünen Guru degenerierte
    > Gorbatschow; ihm träumt sogar von der Reduzierung auf eine Milliarde.
    > Das Bösartigste aber ist die UNO mit der UNPFA, welche das erklärte Ziel
    > verfolgt und vorantreibt, die Weltbevölkerung auf zwei Milliarden zu
    > reduzieren -- nicht zuletzt durch die verlogene These von der angeblich
    > menschengemachten Klimaerwärmung durch Freisetzung von
    > CO 2. Nur, an der CO 2-These ist nichts, absolut nichts dran. Es ist
    > eine der gigantischsten Lügen, die der Menschheit jemals aufgetischt
    > wurden. Es geht nur um Klimasteuern, in der Größenordnung von 42
    > Billionen Dollar, welche den Menschen aus der Tasche gezogen werden
    > sollen. Bekanntlich ist CO 2 schwerer als Luft und kann deshalb gar
    > nicht „in die Atmoshäre geblasen“ werden, allenfalls ein paar hundert
    > Meter hoch, um dann auf die Erde zurückzufallen und den Pflanzen als
    > elementare Nahrung zu dienen. Der Anteil des CO 2 in der Atmosphäre --
    > wohl durch Windeintrag und Flugzeuge bedingt -- beträgt gerademal
    > 0,038%. Nur 3% des auf der Erde freigesetzten Co 2 entfallen auf
    > Aktivitäten der Menschen, wie im wesentlichen Produktion, Heizung und
    > Verkehr. Auf den Verkehr entfallen -- weltweit -- 10% dieser drei % =
    > 0,3%. Alles andere CO 2 wird von der Natur selbst produziert und ist ein
    > Segen für die Erde, denn ohne CO 2 wäre die Erde wüst und leer,
    > vergleichbar dem Mond. Nach der Ökounlogik der Umweltideologen müßte
    > zuallererst die Natur verboten oder gar besteuert werden. Es gibt aus
    > naturgesetzlichen Gründen auch keinen Treibhauseffekt, denn ein solcher
    > kann nur in einem geschlossenen Raum, wie zum Beispiel einem Gewächshaus
    > stattfinden, der Weltraum aber ist unendlich offen. Abgesehen davon
    > ist es in einem Gewächshaus nachts genauso kalt wie draußen. Und noch
    > etwas: vom Physikunterricht wissen wir, daß ein kälteres Medium
    > naturgesetzlich bedingt dem wärmeren die Wärme entzieht, d.h. eine
    > Temperaturangleichung auf dem niedrigeren Niveau stattfindet. Wenn Sie
    > sich eine Tasse Kaffee brühen und den Kaffee frisch trinken, verbrühen
    > Sie sich den Mund. Nach einer halben Stunde ist der Kaffee kalt, weil er
    > sich der kälteren Umgebungstemperatur angepaßt hat. Vergleichbares
    > findet in der Atmosphäre statt: alle Wärme, die tagsüber von der Sonne
    > eingestrahlt wird und durch menschliche Aktivitäten freigesetzt wird,
    > geht nachts ungehindert in den ewig eiskalten Weltraum hinaus. In 10 km
    > Höhe, dort wo die Flugzeuge fliegen, herrschen Temperaturen von 60-70
    > Grad minus. Selbst am Äquator, wo tagsüber extreme Hitze herrscht, wird
    > es nachts empfindlich kalt, teilweise sogar bis in den Frostbereich
    > hinein. Und wo ist die bei uns angebliche von Menschen verursachte Wärme
    > im Winter? Seit Anfang Dezember frieren wir uns den Hintern ab und
    > müssen riesige Summen für die Beheizung ausgeben. Ich möchte auf alle
    > Fälle nicht zurück in die Steinzeit, sondern angemessen und
    > menschenwürdig leben können. Das aber ist ohne Fortschritt und
    > Produktivität nicht möglich. Dabei geht es mir nicht um überzogenen
    > Wohlstand, wie er in den Idustrieländern zulasten der Armen betrieben
    > wird. Auch auf manchen Müll, der produziert wird, um damit Geld zu
    > machen, kann man sicher verzichten. Vor kurzem war ich in Ägypten und
    > mußte sehen, wie dort die Menschen weit überwiegend im Dreck und im
    > Elend dahinvegetieren -- wie zu Jesus Zeiten. Kann man als
    > verantwortlicher Mensch so etwas wollen? Die Gangster, die Weltpolitik
    > betreiben, aber wollen es erklärtermaßen. Dabei ist das s o o o o dumm!
    > Wenn man sich vor Augen hält, daß die Menschen in den Industrieländern
    > infolge wachsender Arbeitslosigkeit immer ärmer und perspektivloser
    > werden, es aber in der Dritten Welt für mindestens tausend Jahre
    > Nachholbedarf, also Arbeit für Milliarden, gibt, dann erkennt man, wes
    > bösen Geistes Kinder Weltpolitik betreiben.
    >
    > Es wäre schön, wenn es machbar wäre Energie so einfach und kostenlos aus
    > dem Raum zu beziehen, nur sehe ich weit und breit keinen Ansatz, dies zu
    > realisieren. Auch heizen mit Holz ist keine Lösung, denn soviel Holz
    > gibt es gar nicht, um für alle Menschen zu reichen, von der sicher nicht
    > anzustrebenen Kahlholzung ganz zu schweigen. Also muß der Mensch mit der
    > nur ihm eigenen Kreativität echte Alternativen entwickeln. Eine davon
    > ist ganz sicher die Kernkkraft, deren Möglichkeiten bisher nur
    > angekratzt sind. Irgendwann wird es die Kernfusion geben und dann ist
    > die umweltfreundliche billige Energiegewinnung schier grenzenlos. Ich
    > möchte Ihnen empfehlen, sich einmal mit dem aus dem Anhang zu
    > entnehmenden Wissen unvoreingenommen auseinanderzusetzen. Sie werden
    > feststellen, daß Sie großteils noch nie von den Zusammenhängen in bezug
    > auf die Kernkraft etwas gehört oder gelesen haben, was ein bezeichnendes
    > Bild auf die von der veröffentlichten Meinung ausgehende Gehirnwäsche
    > wirft.
    >
    >roxsi

    [Roxsi hat hier einen längeren Text eingestellt, der hier im Internet nachgelesen werden kann. Text gelöscht durch Admin (Heller)]

  17. Fortsetzung

    [gelöscht -- siehe oben, Admin (Heller)]

  18. Fortsetzung II

    [gelöscht -- siehe oben, Admin (Heller)]

  19. Liebe(r) Roxsi,

    das Einstellen ganzer Abhandlungen im Kommentarraum ist nicht sehr dienlich und dient nur der Unübersichtlichkeit und kann sogar als bewußte Störung ausgelegt werden.

    MfG

  20. Hallo Roxsi,
    Du schreibst : Es wäre schön, wenn es machbar wäre Energie so einfach und kostenlos aus
    > dem Raum zu beziehen, nur sehe ich weit und breit keinen Ansatz, dies zu
    > realisieren.
    Es ist machbar, es gibt im Internet genug Beispiele über Freie Energie, die Freie Energie wird nur tot geschwiegen weil man damit kein Geld verdienen kann. Die Freie Energie ist kostenlos, sie kostest nur die Installation, sie könnte in jedes Haus installiert werden. Ich verweise da nur auf Teslar und Schauberger.

    Diese Form der Energie ist nie gewollt worden, mit den anderen Arten der Energiegewinnung läßt sich der Mensch viel besser unter Druck setzen. Ich denke da nur an das Oil, es hieß immer es ist begrenzt, inzwischen ist es nachgewiesen das die Oillager immer wieder auffüllen. Auch darüber werden die Menschen natürlich nicht informiert, sonst könnte man das Oil ja nicht so teuer verkaufen, und auch alles andere was aus Oil hergestellt wird.

  21. Lieber Bibliothekar,

    es liegt mir absolut fern, bewußt „stören“ zu wollen, denn mir geht es ganz einfach ernsthaft um die Sache und um Bewußtseinsbildung im Meer der grünen Volksverdummung. Sicher wäre es besser der Artikel wäre kürzer, aber ich denke man sollte ihn ohnehin ausdrucken, um ihn in Ruhe studieren zu können.

    Nichts für ungut

    Roxsi

  22. Lieber Holger,

    und mit „Lichtnahrung“ ließe sich das Hungerproblem der Menschheit lösen, nicht? 😉

    Ich fände es nicht gut, wenn dieser Blog hier, in die Spähre der Pseudowissenschaften und Esoterik abdriftet.

    MfG

  23. Hallo Holger,

    wenn das alles so einfach wäre, dann hätte sicher der eine oder andere Bastler für sich schon eine Anlage gebaut. Davon ist aber nichts bekannt. Mit den heutigen Möglichkeiten des Internets wäre durch Veröffentlichung von allen Teilnehmern zugänglichen Bauplänen die Möglichkeit gegeben, die Energiegiganten kalt zu entmachten. Schreiben oder theoritisieren kann man viel, aber wo ist der Prototyp, wo ein marktfähiges Produkt? Aber ganz abgesehen davon stellt sich die Frage, welche Energiedichte mit einer solchen Anlage erreichbar wäre oder ob sich der Energiegewinn auch nur auf der Ebene von Windrädern, Sonnenkollektoren und Fotovoltaikanlagen bewegen würde. Die Kernenergie ist auf alle Fälle ca. 50 000mal dichter als alle grünen Spielereien. Hierzu ein Beispiel zum Nachdenken: Was ist effizienter, eine Kutsche mit 100 Pferden davor oder ein Pkw mit 100 PS?

    Gruß
    roxsi

  24. @Roxsi

    Was ist effizienter, eine Kutsche mit 100 Pferden davor oder ein Pkw mit 100 PS?

    Äpfel / Birnen Problematik, oder. was ist 1 PS

  25. @Roxsi:

    Das Einstellen vollständiger Texte ohne Zustimmung des jeweiligen Autoren kann einen Verstoß gegen Kopier- oder Urheberrechte darstellen. Daher habe ich die hier von Ihnen gepostete Abhandlung von Herrn Böttiger gelöscht und verlinkt. Damit kann jeder im Web nachlesen, was Sie uns sagen wollten.

    Wir sind hier weit davon entfernt, in irgendeiner Form technikfeindlich zu sein. Von daher haben wir keine Vorbehalte gegen eine offene Debatte über Kernenergie. Aber extrem lange Texte in den Kommentarbereich zu setzen, die dann entsprechend nicht lesefreundlich formatiert sind, ist einer Diskussion eher abträglich. Denn sie werden nicht gelesen.

    Sie dürfen aber gerne einen Gastbeitrag über Kernenergie einreichen. In dem Sie dann auch ausführlich Herrn Böttiger zu Wort kommen lassen dürfen, sofern Sie seine Erlaubnis dafür haben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    @Bibliothekar:

    Meinungsfreiheit schließt ein, daß wir auch Unsinn ertragen müssen, solange dieser nicht mit möglichen Rechtsverstößen einhergeht. Ich werde das aber weiter beobachten und ggf. eingreifen. Keine Sorge, wir werden nicht zu einer Plattform für Esoteriker, Verschwörungstheoretiker und sonstige Randgruppen.

  26. Nun ich gebe zu ich habe nicht alle Kommentare zum ende gelesen, aber dennoch habe ich mich drüber gefreut das sich endlich mal jemand zum Thema Windenergie angemessen äussert, die politischen Diskusionsrunden geraten immer so schnell ins stocken, wenn man Sie denn fragt warum nicht mal 1/3 der heutigen Windkrafträder am Stromnetz hängen.

    Desweiteren finde ich es auch sehr erstaunlich das es selbst hier Menschen gibt die gut gemeinte Antworten mit lächerlichen, ablenkenden, einzig den Regeln der Propaganda entsprungenen Kommentaren(Was ist effizienter, eine Kutsche mit 100 Pferden davor oder ein Pkw mit 100 PS?) zu beukottieren, freie Meinungsäusserung hin oder her, es hat alles einen Sinn.
    Nur bin ich der Meinung, das die Menschen die sich hier äussern(im negativen Sinne) nicht weiter dran erinnert werden müssen das in der heutigen Welt etwas kräftig falsch läuft(indirekt).Ich hoffe Ihr wisst worauf ich dabei hinaus will.
    Überlegte Konservative ist das dabei hilfreich.

    Viele Grüße
    LeoMinor

  27. Also das mit der Erdwärme is so erstmal nicht richtig. Zwar ist die Nutzung von tiefengeothermie in Deutschland nur an wenigen Standorten möglich, was aber nicht heisst das diese Energiequelle gänzlich unter den Tisch fällt.
    In einem nach dem derzeitigen Stand der Technik gebauten Einfamilienhaus lässt sich durch Oberflächennahe geothermie+ thermischer Solaranlagen ohne Problem 75% des Wärmebedarfs decken, wobei zu Spitzenlastzeiten ein herkömmlicher Gas-oder Ölkessel zum Einsatz kommen kann.
    Ohnehin müssen Neubauten nach Energieeinsparverordnung IMMER mit mindestens einer regenerativen Energiequelle geplant und ausgeführt werden.

    PS: Die meisten Kommentare inklusive dem eigentlichen Artikel zeigen das die Verfasser nur sehr wenig bis garkeine Ahnung vom derzeitigen Stand der Technik haben und lieber unpassende bzw. aus der Luft gegriffene Argumente ohne jeglichen Beweis bringen. Ich will die hier nichts schönreden, nur sollte man stehts bedenken in welche Denkrichtung solche Artikel lenken sollen.

    Stefan Tröger, Ing. für Versorgungs- und Umwelttechnik

  28. Lieber Herr Tröger,

    sicher ist Erdwärme eine interessante und mögliche Form der Energiegewinnung und darf in den dafür geeigneten Fällen durchaus zu Anwendung kommen. Zu bedenken ist allerdings, daß Energie zu weit mehr nötig ist, als einzelne Einfamilienhäuser zu versorgen. Diese mögen in der Summe auch eine Größenordnung darstellen, aber wie soll ein großes Industriezentrum versorgt werden? Dies dürfte schwer mit den erneuerbaren Energien, die zur Zeit als Angebot stehen erreicht werden.
    Über den zwanghaften Charakter von Energiesparverordnungen würde sich eine Diskussion lohnen. Ich betrachte das als einen unnötigen Eingriff in das persönliche Eigentum. Es werden damit Ziele formuliert und verbunden, die weder Aufwand und Nutzen in einen plausiblen Einklang bringen, noch so einen tiefen gesetzgeberischen Eingriff begründen können. Ökonomische Zielstellungen mit ökologistischen Heilsversprechungen, wie Rettung der Welt und des Klimas zu verknüpfen, mag für die Bereitsteller der Technik interessant sein, der Kunde wird sich aber ein eigenes Urteil vorbehalten wollen.

  29. sorry jungs ich weiss nicht in welcher welt ihr lebt aber glaubt ihr enrsthaft wir könnten so weiter machen die nächtens 2000 jahre ???
    Windkraft hat noch einiges an potential, es ist klar, dass wir nicht alles mit Alternativen Energien betreiben können aber doch bitte so viel wie möglich und es ist doch auch klar, dass die infrastruktur dazu nicht einfach so aus dem boden wächst…
    Deutschlind ist am besten drann, wenn es so autark wir möglich ist und das ist es mit EE sicherlich mehr als mit Kohle 😉 von Atomkraft will ich gar nicht erst reden, es gibt jetzt schon ein problem mit dem ganzen müll, weil er niergendwo gelagert werden kann und es wird auch nie ein wirklich gutes endlager geben, wer daran glaubt glaubt märchen der CDU von wegen Gorleben usw….

    Ps: sorry für die groß und kleinschreibung ich war grad etwas müde und faul.

  30. @Hans Maulwurf
    Mit EE autark in DE, das dürfte wohl einer der Witze des Jahres werden.
    Bitte einfach mal den Taschgenrechner zücken und ein wenig hin und her rechnen und feststellen, daß man besser aufwacht und das Träumen sein läßt.

  31. @Hans Maulwurf
    Es is nebenbei auch nicht die Frage, ob wir so oder anders weitermachen, sondern warum irgendetwas aus an den Haaren herbeigezogenen Gründen abgeschafft werden soll, verboten werden soll. Das ist der Casus cnactus.
    Wenn mirt einer erzählt, mit dem Einschrauben einer Sparlampe rette ich das Klima oder die Welt, hat er meine volle Unterstützung auf dem Weg in die Klappse.
    Und wenn ein Dollbohrer daherkommt und sagt, wenn wir so weitermachen wie bisher explodiere die Welt, darf er gleich mitgehen, egal ob der das „metaphorisch“ oder wörtlich meint.
    Ich halte denen erst die Türe auf, und wenn sie drinn sind, Tür zu, abschließen und Schlüssel wegschmeißen.
    Willst’e mit ?

  32. @Bibliothekar

    sicher ist Erdwärme eine interessante und mögliche Form der Energiegewinnung

    Wiesbaden weiß da ein Lied zu singen, sind sie doch auf der Such nach Erdwärme im Stadtgebiet im wahrsten Sinne des Wortes baden gegangen… 😀

    Geysire am Finanzministerium

    Da war schon einiges los

    Dumm gelaufen

  33. @ Stefan Tröger:

    Ohnehin müssen Neubauten nach Energieeinsparverordnung IMMER mit mindestens einer regenerativen Energiequelle geplant und ausgeführt werden.

    Das gilt nach meinem Wissensstand nur für Baden-Württemberg (korrigieren Sie mich bitte, wenn ich falsch liege) und ist eine politische Konzession an die Verbände des Handwerks. Letztere haben sich auf diese Weise über Umwege staatliche „Subventionen“ sichern können, mit Klima- oder Ressourcenschutz hat das nichts zu tun.

    Nach meiner Auffassung geht es hier nicht darum, alternative Energiequellen zu verteufeln. Sie können ihren Beitrag leisten, um einen höheren Primärenergiebedarf abzudecken. Sie werden also im Falle eines Bedarfswachstums die konventionellen Quellen ergänzen (müssen). Sie werden niemals -- oder zumindest auf lange Sicht nicht -- die konventionellen Energieträger ersetzen. Erdöl bspw. wird eher durch synthetische Kraftstoffe auf Gas- oder Kohlebasis substituiert werden, denn durch Wind oder Sonne.

    Hier geht es um die Fabel der Substitution. Und da unsere Welt primär nicht aus lauter Einfamilienhäusern auf dem Land besteht, ist dies eben eine Fabel. Eine der Realität nicht standhaltende Phantasie.

    @ Maulwurf:

    2000 Jahre?

    Wir nutzen Kohle erst seit etwa 1710 (Beginn der Stahlerzeugung mittels Kokskohle statt Holzkohle) in größerem Umfang und Erdöl tatsächlich erst seit etwa 1855 (Patentierung des Prozesses der Kerosingewinnung aus Erdöl). Ich bin der Auffassung, daß jede Generation ihre Probleme selbst lösen muß. Also lassen Sie uns besser mal über 20 bis 25 Jahre sprechen, alles andere liegt weit außerhalb der Zeiträume, für die halbwegs valide Projektionen überhaupt möglich sind.

    Autarkie auf regionaler Ebene anzustreben, egal in welchem Wirtschaftsbereich, halte ich außerdem für gefährlich. Es geht den Menschen besser, wenn es möglichst viel internationalen Handel gibt. Und dieser ist nur dann möglich, wenn alle nicht autark sind.

    Man kann Michael Krüger gerne dafür kritisieren, daß er die Exportchancen für neue Energietechnologien nicht berücksichtigt. Ein Dorf in einer abgelegenen Einöde irgendwo mag sich über ein Windkraftwerk aus deutscher Produktion sehr freuen. Aber dazu muß man das Dorf erst einmal in die Lage versetzen, sich dies auch leisten zu können.

    Die gegenwärtige Subventionspolitik im Falle Wind und Sonne hat leider exakt den gegenteiligen Effekt. Förderung ist klug, Subventionierung dumm.

    Außerdem schreibt Michael Krüger:

    Auf kurz, oder lang müssen wir weg von den konventionellen Energien, die Rohstoffe sind begrenzt.

    Ich wundere mich, das hierauf niemand anspringt. Denn ich bspw. bin vom Gegenteil überzeugt. Auch, wenn wir Planungshorizonte von 50-100 Jahren betrachten.

    Ich bin vielmehr der Auffassung: Wir können nicht weg von den konventionellen Energieträgern. Wir brauchen aber die Alternativen, um den zusätzlichen Bedarf in der Zukunft abdecken zu können. Den zusätzlichen, nicht den vorhandenen.

  34. @Stefan Trögen

    „PS: Die meisten Kommentare inklusive dem eigentlichen Artikel zeigen das die Verfasser nur sehr wenig bis garkeine Ahnung vom derzeitigen Stand der Technik haben …“

    Lieber Herr Tröger, da muss ich Sie leider enttäuschen. Ich habe selbst in der Geothermie-Branche gearbeite/ geforscht. Sogar an forderster Front.

    „Also das mit der Erdwärme is so erstmal nicht richtig. Zwar ist die Nutzung von tiefengeothermie in Deutschland nur an wenigen Standorten möglich, was aber nicht heisst das diese Energiequelle gänzlich unter den Tisch fällt.“

    Zur Tiefengeothermie: In Deutschland muss man sehr tief bohren -- einige Kilometer -- um eine Temperatur von über 100°C zu erreichen. Man benötigt aber Temperaturen, die weit über 100°C liegen, um mit dem in den Untergrund eingepumpten, erhitzen und wieder geförderten Wasser Turbinen anzutreiben. Eine aufwendige Technik z.B. mit Ammoniak (NH3) als geschlossen zirkulierendes Wärmeträgermedium ist bei geringeren Temperaturen erforderlich, um die Wärme aus den Untergrund nutzen zu können. Nur wenige Standorte in Deutschland sind zum Bau eines geothermischen Stromkraftwerkes geeignet, u.a. der obere Rheingraben und Süddeutschland. Es gibt Anlagen mit drei, zwei und neuerdings einem Bohrloch, da alleine die Bohrungen sehr teuer sind. Alleine der Meter Bohrung kostet im Bereich von Tausend Euro.

    Ein Standort, wo ein solches Projekt realisiert wurde ist Unterhaching: Die maximale Leistung liegt bei 38 Megawatt, davon können bis zu 3,4 Megawatt zur Stromproduktion genutzt werden – der Rest für Fernwärme. Aus 3577 Metern Tiefe kommt das Thermalwasser nach oben. Rund 50 Millionen Euro haben die Betreiber investiert. Zwei Mal hatten Ingenieure in Unterhaching gebohrt, 2004 und 2007, beide Male mit Erfolg. Das ist nicht immer so. Viele Bohrungen schlagen auch fehl. Mit bis zu 150 Litern pro Sekunde sprudelte bis zu 126 Grad heißes Wasser aus dem Erdinnern. Mit Wasserdampf können die Turbinen eines Geothermie-Kraftwerks freilich nicht betrieben werden, dazu ist die Temperatur des Thermalwassers zu niedrig. Statt des Wassers kommen Flüssigkeiten zum Einsatz, die bereits bei niedrigeren Temperaturen sieden – in Unterhaching ist das Ammoniak.

    Ein weiteres Projekt war Basel: In Basel wurde 2006/07 ein solches Projekt eingestellt, da es durch das Einpumpen von Wasser zu Beben der Magnitude 3 kam. Ein grundlegendes Problem, Tiefenbohrungen und Injektionen lösen in geothermisch aktiven Regionen oft Beben aus.

    Auch zur Versorgung des Bremerhavener Alfred Wegener Institut (AWI) war eine solche Anlage geplant. Die Bauarbeiten wurden schon vor einigen Jahren eingestellt und das Projekt stillgelegt. Weitere Projekte wurden stillgelegt, gestoppt, eingestellt.

    Geplant wird noch an einer Anlage zur Versorgung des Geozentrums Hannover (Projekt GeneSys, was sich seit Jahren hinschleppt und weit hinter dem Zeitplan zurück hängt). Auch im Elsass (Soultz) forscht man schon seit über 20 Jahren mit bescheidenen Erfolg. Im aktuellen Zustand ist die Produktion von 1,5 MW elektrischer Energie durch die Zirkulation mit Fließraten von 30-40 l/s möglich. Die gesteckten Ziele werden seit Jahren nicht erreicht. Auch hier wurden Beben ausgelöst.

    http://www.soultz.net/version-en.htm

    Zur oberflächennahen Geothermie: Ich nenne als Beispiel, wie es im schlimmsten Fall bei schlechter Planung laufen kann, mal Staufen.

    Sie sollten sich dazu das folgende Video anschauen, dass erspart weitere Erklärungen.

    http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-7133557333024939565

    Welches Potential bietet die sog. oberflächennahe Geothermie? Das lässt sich sehr einfach anhand der Temperatur des oberflächennahen Erdkörpers abschätzen. In den obersten 15-20 Metern findet sich der Jahresgang der Sonneneinstrahlung wieder. Die Temperaturen variieren dort jahreszeitlich um einen Mittelwert von 8-10°C, je nach Standort in Deutschland. Darunter steigt die Temperatur im erdwarmen Erdkörper im Schnitt um ca. 3°C pro 100 m an. (Durchschnittlicher Wert für Mitteleuropa). Haben Sie ein Bohrloch von 100 m Tiefe, dann erreichen Sie also Temperaturen von ca. 11-13°C. Das man mit 11-13°C warmen, bzw. kalten Wasser so nicht heizen kann versteht sich von selbst.

  35. @Stefan Tröger

    „In einem nach dem derzeitigen Stand der Technik gebauten Einfamilienhaus lässt sich durch Oberflächennahe geothermie+ thermischer Solaranlagen ohne Problem 75% des Wärmebedarfs decken, wobei zu Spitzenlastzeiten ein herkömmlicher Gas-oder Ölkessel zum Einsatz kommen kann.“

    Wie das mit der Solarthermie dann funktioniert können Sie sich hier anschauen

  36. @Stefan Tröger

    Ich habe mir gerade mal Ihre Firmenseite angeschaut.

    http://www.troeger-rehau.de/dienstleistungen/solaranlagen/index.html

    Ein Auszug

    „Was kann Solartechnik leisten?
    Schon eine kleine Solaranlage mit 5 m⊃2; Kollektorfläche liefert rund 70% der Energie, die ein 4-Personen-Haushalt für warmes Wasser benötigt. Somit muss die reguläre Heizungsanlage nur noch knapp ein Drittel der Energie bereitstellen, was die Umwelt und Ihren Geldbeutel schont.“

    Na und der „Webeschwindel“ geht weiter …

  37. Vielleicht wäre das in Zukunft eine sehr günstige Alternative:

    http://www.sein.de/gesellschaft/nachhaltigkeit/2010/kuenstliche-photosynthese-strom-fuer-ein-haus-aus-9-liter-wasser.html

  38. Lieber Verfasser,
    liebe Leser,
    wenn da dieser letzte Passus des Autors nicht wäre, dann könnte man von einer objektiven Studie ausgehen.

    [gelöscht, Admin (Heller)]

    Co2 ist ein Wachstumsgas, schwerer als Luft und nicht in der Lage, in der höheren Atmosphäre ein Treibhaus zu installieren!

    [gelöscht, Admin (Heller)]

    Gruß Ralle

    [Benehmen Sie sich. Erstens gibt es unter unseren Autoren keine Lügner und zweitens werden auch metaphorische Aufrufe zur Gewaltanwendung hier nicht geduldet. Wie der Treibhauseffekt funktioniert, können Sie hier nachlesen. Heller]

  39. Wenn die Menschen mal gleich viel Initative ergreifen würden, wie Sie Energie in Diskusionen stecken,
    wären wir wohl alle in der Klappse!^^
    Wenn denn schon jemand mit dem Namen Krishna^^ keine Hoffnung mehr besitzt,
    scheint die ganze Situation(übergreifend mit jeglichen Tagedieben) wirklich bald ein Ende in globaler Dummheit zu finden!

  40. @Roxsi

    Nimm doch Dr. Böttigers neuesten „Spatz im Gebälk“. Hier geht er nach kurzer Einleitung auf das Weshalb, Warum & Wieso einer sinnvollen Energiepolitik ein…

    mfg

  41. @LeoMinor
    Damit der Hoffnung, die ich nicht mehr habe hätte ich gern mal etwas näher erläutert.

  42. Erratum
    Das mit der Hoffnung….
    sollte es natürlich heißen

  43. kleiner Einspruch zum Strombedarf im Sommer:
    Kernkraftwerke müssen im Sommer die Leistung meist zurückfahren um ihre zur Kühlung dienenden Flüsse nicht zu überhitzen (den Fischen zuliebe :). Die durch Photovoltaik eingespeiste Energie ist da ein nützlicher Ausgleich.

    Und um Schwankungen durch Windkraft (bzw. generell) zu kompensieren kann man ja auch mal die KraftWärmeKopplung etwas ausbauen (besonders im Kleinleisungsbereich).

  44. @bs #43

    Einspruch abgelehnt!

    Seit Jahrzehnten gibt es Trockenkühltürme!!! Sind zwar à bisserl teurer, aber bevor wir unsere noch zu erwirtschaftenden Gelder für dergleichen Unfug verbrennen…

    I.d.S.

  45. Man o Man, von Firmenwerbung bis hin zu den freien Energien, hier tummelt sich ja so einiges an Verkäufern und Esotheriker.
    Was aber alle eint ist die völlige Unkenntnis in technischen Sachverhalten und deren realer Umsetzung.

    @43 bs

    kleiner Einspruch zum Strombedarf im Sommer:
    Kernkraftwerke müssen im Sommer die Leistung meist zurückfahren um ihre zur Kühlung dienenden Flüsse nicht zu überhitzen (den Fischen zuliebe . Die durch Photovoltaik eingespeiste Energie ist da ein nützlicher Ausgleich.

    Und um Schwankungen durch Windkraft (bzw. generell) zu kompensieren kann man ja auch mal die KraftWärmeKopplung etwas ausbauen (besonders im Kleinleisungsbereich).

    Ihr Beitrag zeigt uns am deutlichsten inwieweit die Propaganda der EE-Industrie schon die Gehirne deutscher Michel verdreht haben um ihre Produkte für überteuerte Preise an den Mann/Frau zu bringen.

    Kraft/Wärme-Kopplung ist ne feine Sache, wenn man auch im Sommer eine gewisse Wärmelast im Netz hat, Schwimmbäder oder Fernwärmesysteme die auch die Warmwasserbereitung übernehmen können, zum Beispiel.
    Leider ist aber der heutige Zustand der Kraft/Wärme-Kopplung gerade durch die Windkraft bedroht.
    Ich betreibe selber eine KWK-Anlage mit erkläglichen Stromoutput, wenn aber der Wettergott beschließt enorm viel Wind über unsere Lande zu pusten, ja dann darf ich die Stromnetze vor Überlastung schützen, indem ich meine BHKW auf Befehl des Netzbetreibers abschalte.

    EEG drückt KWK an die Wand, so geschehen Anno 2010 in teutschen Landen.
    Weiterhin die dumme Idee der Biogasproduktion den Auftrag zu erteilen die Lastspitzen mit auszugleichen, teure Investitionen um dann vllt 4000 Volllaststunden arbeiten zu dürfen, vom kontinuirlichen Produktionsprozeß mal ganz abgesehen.

    Die Energiepolitik in Deutschland ist ein große Katastrophe, eine Regierung die auf Phantasie-Studien diverser „Öko-Institute“ eine Strategie aufsetzt die unsere wichtigste Infrastruktur betrifft, sollte einmal in Ihren Leben ein paar wirkliche Energieexperten dazu befragen.
    Aber solange sich das Umweltbundesamt erlauben kann dem Wirtschaftsministerium Inkompetenz zu unterstellen oder dessen Studien als Unwahr zu brandmarken, solange wird in Deutschland der energetische Flickenteppich aus sinnlosen Windmühlen, ineffizienten Solaranlagen und den benötigten teuren Netzausbau nur zu eins führen, unbezahlbaren Strom.

    Ich fordere deshalb, die kostenlose Ausgabe von Taschenrechner an jeden einzelnen EEG-Beführworter, die Daten sollte sich dieser dann selbstständig aus dem Netz holen und dann einmal grob die großen Zahlen zusammenrechnen.
    Solange aber diese Art von Menschen nur das vorgekaute Wissen der EE-Lobbyisten nachplappern, solange nehme ich diese Geschwätz nicht ernst.

    Ich lade jeden Beführworter ein sich mit mir in EE-Dingens zu duellieren, wer von Ihnen hat den Po in der Hose es mit mir aufzunehmen ?????

    Er möge vortreten und seine Argumente überzeugend vortragen.

    PS….“““(den Fischen zuliebe)““““, als das Kohlebetrieben Kraftwerk vor unser Haustür noch arbeiten durfte, wurde mit den erwärmten Kühlwasser eine 1a Forellen/Karpfenzucht betrieben……….

    Heinz Eng

  46. @Zyniker
    bei denen ist es doch noch schlimmer, die werden für ca. 15°C Lufteinlass berechnet und haben dann bei 35°C Sommerbrise verringerte Kühlleistung. AKWs sind mir nebenbei überwiegend mit Nasskühlung im Kopf. Sicherlich Ausnahmen vs. Regel aber ändert im großen und ganzen nix.

    @Heinz Eng
    Das ist ja auch Sinn der BHKW nur dann ein zuspringen wenn Mangel ist. Wäre ja noch schöner jeder zahlt doch für die Windkraftanlagen egal ob da Strom raus kommt oder nicht. Mit Dollarzeichen in den Augen kann man da nicht ran gehen. (->BHKW kombiniert mit Latentwärmespeicher für die Zeit wo der Wind weht)
    Das die Nutzung derzeit alles andere als effektiv oder intelligent ist bestreite ich ja gar nicht. Solange das aber kaum verbreitet ist, ist das auch kein Wunder. So einen einzelnen 10KW Generator wird vom Energieversorger nun mal nicht ernst genommen. Bei Ihnen wäre dann noch der Standort zu klären. Ballungsgebiete mit möglichst vielen Verbrauchern im selben Niederspannungsnetz wäre hier von Vorteil.

  47. Ich hoffe dieses vom MIT entwickelte Verfahren kann autarke Stromversorung bringen.
    Nur Wasser, CO2 und Sonne sind nötig, und man kann sehr günstig Strom erzeugen.

  48. @ Herrn Heller

    Erneuerbare Wärmegesetz:
    http://www.bmu.de/erneuerbare_energien/downloads/doc/40512.php

  49. @46 bs

    Hmm, weiß garnicht, wo ich da beginnen soll.

    Das ist ja auch Sinn der BHKW nur dann ein zuspringen wenn Mangel ist.

    Na toll, da stellt sich jemand einen sauteuren Energieerzeuger hin und darf dann am Ende nur Strom produzieren wenn es der Windkraftlobby gerade so passt, schon mal was von Betriebswirtschaft gehört?
    Die Einspeisevergütungen sind eh schon mickrig im Vergleich zur Windkraft/Solar, der Wartungsbedarf vergleichsweise hoch und die Wärme wird in den meisten Fällen benötigt.
    So ein BHKW sollte schon wenigstens 6000 h im Jahr laufen um die Kosten zu decken, passiert das nicht oder wird KWK künftig noch mehr behindert von Wind/Sonne, dann wird in diese Technik auch nicht mehr investiert, basta.

    (->BHKW kombiniert mit Latentwärmespeicher für die Zeit wo der Wind weht)

    Toll, Speicher kosten Geld und sind prinzipiell verlustbehaftet, also stellt man die kleinstmögliche Größe als Speicher auf, denn je größer dieser wird, umso höher werden die Investitionssummen am Ende.

    So einen einzelnen 10KW Generator wird vom Energieversorger nun mal nicht ernst genommen.

    Ach gottchen, der Schwachsinn von VW/Lichtblick……..diese kleinen Dinger sind im Sommer unbrauchbar, weil man die Wärme einfach nicht los wird. (und kommen Sie jetzt nicht mit Notkühlung)
    Wenn ich mir dann noch das mehr als zweifelhafte Vetriebssystem hinter dieser Idee ansehe, dann weiß ich wer wem über den Tisch ziehen will.

    Übrigens, Energieversorger ist in diesem Zusammenhang falsch, wenn dann sollten Sie bitte vom Netzbetreiber sprechen, der am Ende die Netze ausbauen muss und mit den ständigen Einspeiseschwankungen klar kommen muss.
    Den Fall hatte ich gestern erst, da hat mir nachweislich die benachtbarte Windkraftanlage meine BHKW´s rausgeworfen (Zwangsabschaltung mit Motorschnellstop), was für mich eine weitere Verkürzung der Lebenszeit meiner BHKW bedeutet.

    Fazit, dafür das wir überteuerte und ineffektive EE ins Land pappen, sollen sich dann andere Trottel finden, die sich BHKW aufbauen um diese anschließend absolut unwirtschaftlich vor sich hin tuckern zu lassen.
    Da ja die Abwärme trotzdem gebraucht wird, stellt man sich dann eine Spitzenlastkessel hin um damit seine Kunden mit Heizung/GWW versorgen zu können, na Mahlzeit.

    Lieber „bs“, legen Sie sich ganz schnell einen Tascherechner zu, denn können Sie erahnen welchen Preis wir Stromkunden für diesen Schwachsinn am Ende löhnen müssen.

    Heinz Eng

  50. @Lentje:

    Danke für den Link. Das Gesetz kannte ich tatsächlich nicht. Ich bin auch kein Häuslebauer, vermute aber mal, ein Kaminofen im Wohnzimmer genügt für die 15%. Aber das können die Wärmeexperten sicher besser beurteilen.

    Ich bleibe bei meiner Einschätzung, daß es hier weit weniger um Klimaschutz oder Ressourcenschonung geht, sondern mehr um einen Kniefall vor der Handwerkslobby. Wobei ich auch nichts dagegen habe, daß Handwerker Geld verdienen.

  51. Heute im Spiegel:

    Erneuerbare Energien
    Solarboom lässt Strompreise explodieren

    Der Solarboom wird 2011 teuer für alle Stromkunden. Einem Zeitungsbericht zufolge rechnen Stromriesen und Wissenschaftler mit Preiserhöhungen von zehn Prozent. Die Zahl der Öko-Anlagen ist stärker gestiegen als gedacht -- die höheren Förderkosten werden auf die Verbraucher umgelegt.

    Berlin -- Für den Klimaschutz ist es eine gute Nachricht, für die Verbraucher nicht: Da die Zahl neuer Solaranlagen stärker zugenommen hat, als geplant, dürften die Strompreise für kommendes Jahr um etwa zehn Prozent steigen. Das geht aus einer Berechnung des Energiekonzerns Vattenfall hervor, über die die „Berliner Zeitung“ berichtet.

    Die Belastung für alle deutschen Stromkunden durch die Förderung erneuerbarer Energien steigt demnach 2011 um 1,8 bis 2 Cent pro Kilowattstunde auf insgesamt bis zu 4,4 Cent einschließlich Mehrwertsteuer. Für ein Einfamilienhaus mit 5000 Kilowattstunden Verbrauch würden sich demnach die Strompreise um rund 100 Euro pro Jahr erhöhen.

    In der Berechnung sei die von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) geplante Senkung der Solar-Förderung zur Jahresmitte um rund 15 Prozent bereits berücksichtigt…

    Angesichts der Tatsache, dass durch die EE nicht ein Gramm CO2 eingespart wird, sollte der Spiegel dem Leser vielleicht noch erklären, was daran “ Für den Klimaschutz ist es eine gute Nachricht“ sein soll.

  52. Die 15-Minuten-Mittelwerte über ein ganzes Jahr auf eine x-Achse von 10 cm komprimiert… daß so ein Diagram schlimm aussieht liegt vorallem an der Darstellung. Wie schnell die Schwankungen wirklich sind, läßt sich daraus nicht entnehmen.
    Daß Wind und Sonne teilweise gegengekoppelt sind: Sonniges Wetter ist eben meist windarm wird nicht angesprochen.
    Es gibt Regelstrategien, so daß diese Probleme der EE lösbar sind: http://www.kombikraftwerk.de/
    Nur durch neue Technologieentwicklung läßt sich in Deutschland der Lebensstandart in der Zukunft halten. Welche Wirtschaftszweige haben uns durch die Kriese gebracht?
    Für das Endlagerproblem der Atomtechnologie rückt eine Lösung hingegen in immer weitere Ferne.

  53. Die ganze Diskussion hier scheint emotional sehr aufgeladen. Es geht doch nicht darum wer am Ende die bessere Argumentation hat. Eine zukünftige Energieversorgung hat bestimmte Anforderungen zu erfüllen (Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit um zwei wichtige zu nennen). Dazu kommen Randbedingungen, die von manchen als sinnvoll angesehen werden (Gesundheit…das führt dann auch zur Umweltdiskussion). Alle fossilen Energieträger haben das Problem der Erschöpflichkeit, das gilt übrigens auch für Atomenergie (und für die Brüter Technologie gibt es weltweit kein funktionierendes Beispiel, neben der weltweit ungelösten Endlagerfrage). Ausser den sogenannten regenerativen (und damit nicht erschöpflichen) Energieträgern gibt es dafür technsich erstmal kein Lösung die in Sichtweite ist. Das dazu noch viel getan werden muss (Speichertechnik, demand/supply Regelung im Netz etc), ist auch richtig. Aber nur weil es schwierig scheint, gar nicht erst anfangen? Weil es mit herkömmlicher Technik „heute“ funktioniert? Das scheint mir kurzsichtig und geradezu rückwärts gewandt. Mit genau den Argumenten werden in 4-Jahres Zyklen ständig notwendige Massnahmen aufgeschoben und zerredet. Dahilft nur eins: das tun, von dem man überzeugt ist. Zum Glück kann nicht jeder einfach fossile oder nukleare Kraftwerke bauen :)

  54. @swieder#53
    Sie haben Recht, die Diskussion ist schnell aufgeheizt. Ich stimme Ihnen auch zu, dass Energiealternativen her müssen (der Film über die Geschichte des Öls auf Arte-TV ist hierzu ein gutes Argument, wobei das jetzt mit Stromproduktion nichts zu tun hat). Ich frage mich allerdings, wozu bei den Alternativen Energien propagandistisch immer auf Photovoltaik und Wind gesetzt wird. Beide Verfahren sind nachweislich extrem ineffizient und pro an der Strombörse damit produziertem und verkauften Euro muss der Gebührenzahler 7-10 Eur bzw. 2 Euro oben drauf legen. Beim Biogas kenne ich offen gesagt die Zahlen nicht, aber ich vermute, es dürfte ebenso desaströs wie bei der Windkraft sein. Die Stromproduktion aus Biogas (10%) bringt derzeit übrigens mehr Strom ins Netz als PV (1%) und Wind (8%) zusammen. Würden wir die Stromsubventionen von ca. 4,2 Mrd. Euro/J. an PV und Wind dafür verwenden, uns Rohöl zu kaufen, könnten wir davon etwa jährlich 84 Mio. Barrel einkaufen (ca. 13,3 Mio. Tonnen). Wir importierten 2009 übrigens 97,6 Mio. Tonnen. Nur damit Sie mal sehen, was hier für Dimensionen vorliegen. Würden wir die Dieselkomponente dieser Importmenge in sog. „Energieboxen“ im Privathaushalt verstromen (gleichzeitig würde Wärme produziert für Heizung, Warmwasser usw.) würde ich mich fast wetten trauen, dass wir mehr Strom als PV und Wind damit erzeugen könnten. Und Panik vor der OPEC hätte ich nicht, da die BRD primär aus Russland (34%), Norwegen (13%) und Grossbritanien (10%) importiert. Ich halte durchaus die Implementierung von blaugrünen Algen-Biogas/-kraftstoff-Anlagen für die realistischste Zukunftsoption, danach dürfte in (hoffentlich mal 30-40 Jahren) die Basislast durch Kernfusion gedeckt werden können. Windkraft als Hauptenergielieferant halte ich nach den destaströsen Erfahrungen in Dänemark für einen lobbygetriebenen Subventionsmythos.

  55. Ich zitiere mich eientlich selbst ungern, aber der Knackpunkt an Ihren Argumenten ist

    Alle fossilen Energieträger haben das Problem der Erschöpflichkeit,

    Ich persönlich mag die Debatte über für und wieder der Atomkraft oder fossilen Energieträger gar nicht mehr führen da ich den Energiewandel als schlichte Notwendigkeit sehe (auch ohne Klimawandel). Die Notwendigkeit besteht weil die ressourcen erschöpflich sind. Ihr Vorschlag in allen Ehren, aber er würde nur dazu führen das der Umbruch anstatt wie zur Zeit möglich über mehrere Jahrzente eben dann z.B. innerhalb einen einzigen Jahrzehnts käme -- mit unübersehbaren, katastrophalen Folgen für alle. Von mir aus erfinden wir schnell irgendein Transportmittel für all die Güter und Personen die wir transportieren bis dahin….aber die Abhängigkeit vom Öl z.B. in der Pharma- und Chemieindustrie ist überwältigend viel härter als beim Transport- oder Energiethema, die Liste liesse sich beliebig fortführen. Und daher müssen wir alle ressourcen so weit es macbar ist schonen, auch wenn es über PV oder Wind geht (Wasser, Solarthermie, Biomasse gibts ja auch). Eben regenerativ im Sinne von „unerschöpflich“. Bei dem Problem wie ich es sehe stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit überhaupt nicht.

  56. @swieder#53
    Beim Punkt mit dem nicht einfach so baubaren fossilen Kraftwerk möchte ich Ihnen gepflegt widersprechen. Gerade in meinem Bundesland hat eine grüne Umweltministerin die Bauvorschriften für größere Gaskraftwerksanlagen zur Stromproduktion deutlich gesenkt, übrigens auch jene für Windkraftanlagen. Es ist (solange Sie Gasanlagen bauen wollen) in der BRD überhaupt kein Problem, diese Anlagen zu installieren. Der Grund liegt in der schnellen Steuerbarkeit der Anlagen, die die hundsmiserabel wirtschaftenden Windkraftanlagen mit deren extrem schwankender Stromproduktion puffern müssen. Sonst wird (wie das in Dänemark der Fall ist) eine Abschaltung des Windnetzes notwendig oder der kostenlose Export des Stroms in Drittstaaten. Die Schweiz, deren Atomstromliefervertrag mit Frankreich in den nächsten Jahren ausläuft (die Schweizer kaufen nachts frz. Atomstrom billig ein, um damit Strom in ihre Alpen-Speicherseen zu pumpen, den sie als teuren Spitzenlaststrom tagsüber u.a. in die EU verkaufen), könnte allerdings mit uns einen Deal machen, sofern wir zuviel Windkraftstrom im Netz haben und ihn nicht loswerden könnten. Allerdings ist so ein Geschäft in der Regel ein exzellenter Verlustbringer für den Stromproduzenten. So taten dies die Dänen mit Ihrem überschüssigen Wind-Strom bereits vor Jahren analog, denn sie leiteten ihn kostenlos an Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen und Schweden, bis es ihnen aufging, dass das Abschalten der Windanlagen billiger kommt. Derzeit muss ich sagen, halte ich die deutsche Energie-Subventionspolitik von PV-Anlagen für Paradebeispiel schwachsinniger Subventionspolitik. Googeln Sie mal nach Kapitalanlagen für Photovoltaik-Anlagen. Da kriegen Sie Renditen von 6-7% und zwar ausschließlich deshalb, weil wir alle als dumme Stromkunden diesen Irrsinn subventionieren und uns wundern, warum jährlich die Stromrechnung um 5-6% steigt. Ich kann mir den aktuellen Energie-Wahnsinn in der Politik nur dadurch erklären, dass u.a. Frau Merkels Partei massive Parteispenden seitens der Energielobby erhält, um diesen Schwachsinn aufrecht zu erhalten. Denn ein normal denkender Mensch hätte zu Jahresanfang die Subventionitis auf Null gesetzt und das EEG total reformiert. Wenn es nach mir ginge, würde ich jede Windkraftanlage und PV-Anlage nicht mit einer KWh-basierten Subvention ausrüsten, sondern einem fixen Einmalbetrag, der maximal 10% der von der Anlage zu erwarteten Gesamtstromproduktion in Euro entspricht. So läuft eine 5-MW-Windkraftanlage 2000 h unter Volllast im Jahr, so dass sie auf dem Leipziger Spotmarkt einen Umsatz von 10000 x 40 Euro machen kann. Die normale Laufzeit solcher Anlagen beläuft sich auf 10 Jahre, ergo würde die Anlage maximal 800.000 Euro an Strom verkaufen können. Ich würde ihr vor Baubeginn 400.000 Euro einmalig zuschießen. Dann lohnt sich die Anlage aber frühestens nach 5 Jahren, denn sie kostet etwa 2 Mio. Euro. Das Kranke derzeit ist, dass genau diese Anlage pro Jahr vom Gebührenzahler 0,08 Euro/KWh kassiert, also zusätzlich jährlich 800.000 Euro an Subventionen kassiert. DAS ist der Grund, warum jeder Tropf derzeit Windkraftanlagen baut, wenn er es kann. Und wir Stromverbraucher dürfen diesen Unfug finanzieren. Und die Windlobby sponsort dann wieder die Parteienlandschaft und wird auf unsere Tasche eine faktische Zusatzsteuer aufgedrückt, die am Ende als Parteienspende bei Frau Merkel landet. Eine der Gründe, warum ich in 3 Jahren nicht mehr CDU wählen werde, liegt genau in diesem Punkt.

  57. @55#swieder
    Ich sehe mit der Erschöpflichkeit die Notwendigkeit zwar ein, mache mir aber wenig Sorgen über einen tatsächlichen Ölmangel für Kernbereiche wie Kunststoffindustrie, Pharma, u.ä. Warum? Nun, das mag jetzt zynisch klingen, aber im III. Reich wurde der Sprit für die Wehrmacht zu mehr als der Hälfte aus Kohle hergestellt, denn die Koalitionskräfte hatten den Ölimport heruntergefahren. Erst, als die Briten in Deutschland die entsprechenden Raffinerien vollständig zerbombt hatten, musste Mr. GRÖFAZ in einem erfolglosen Versuch, die russ. Ölquellen zu besetzen, seine Angriffs-richtung ändern. Will sagen: ich sehe es für problemlos machbar an, die paar Mio. Tonnen Öl für die obige Industrie z.B. aus Bio-Algen oder auch aus importierter Kohle herzustellen. Davon gibt es massenhaft auf der Welt, so dass ich mir für den Übergang überhaupt keinen Kopf mache. Die Preise werden aber für diese Öl-Ressourcen steigen, aber das tut das Rohöl auch.

  58. Uff, das sind viel Punkte -- ich will mich auf den für mich wesentlichen beschränken: es ist korrekt, das Kohle noch viel länger da ist als Öl, aber grundsätzlich ist auch Kohle natürlich erschöpflich. Und die Chemie- und Pharmaindustrie brauchen nicht ein paar Mio Tonnen Öl sondern zählen zu den Hauptverbraucher weltweit…(in Deutschland werden 23% des Öls in diesem Sektor verbraucht).

    Anlässlich eines Vortrages hatte ich die verschiedenen Energieträger mal recherchiert und dem weltweiten Verbrauch gegenüber gestellt (Daten aus [1])…wenn man Kohle, Öl, Uran, Gas zusammen (!) zählt, sind die in den Quellen genannten Reserven (d.h. die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbare Mengen einer Energierohstoff-Lagerstätte) noch ca. 80 Jahre ausreichend. Das ist eine Grössenordnung, die Annahme dabei war a) Primärenergieverbrauch weltweit 2007: 1099,3 Mtoe [2] und b) moderater Anstieg des weltweiten Verbrauchs von 1,7%/Jahr. Der Punkt hierbei ist nicht, ob es nur 50 Jahre oder möglicherweise 120 Jahre sein werden, der Punkt ist schlicht, das es hier um ein reales Szenario der Energieknappheit geht wenn man weiter auf fossile und atomare Energieträger setzt. Daraus ergibt sich (für mich) die Notwendigkeit nach Alternativen, die möglichst sanft (und nicht abrupt) einen Wechsel ermöglichen. Und wenn ich mich dann umsehe, kommen eben nur regenerative Energieträger in Frage. In dieser Zeit des Übergangs müssen wir uns anstrengen, um all die Lösungen zu finden die es noch nicht gibt -- die von Ihnen angesprochenen schnelle Regelung bei sekundengenauen Angebots/Nachfragschwankungen z.B. dafür sehe ich schnell regelbare, moderne Gaskraftwerke als sehr gute Möglichkeit und begrüsse das. Nebenbei gesagt ist dieses Szenario eines, das meine Kinder erleben werden, auch wenn das jetzt rühig klingt. Ich mache mir über einen zu kurzfristigen Übergang sehr viele Gedanken weil ich nicht möchte das die Welt um mich herum dabei im Chaos versinkt.

    Und wenn das oben gesagte zutrifft (was ich denke), dann ist es für mich völlig unerheblich, ob ich einige Jahre unwirtschaftlich und mit EEG Umlagen finanzierten Ausbau regenerativer Energie hinnehmen muss. Nebenbei gesagt gibt es durchaus auch Zwefel an der Wirtschaftlichkeit von neuen Atomkraftwerke [3] und jüngster update [4]…endlich werden externe Kosten auch mal berücksichtigt im Ansatz.

    [1] Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2006, Hrsg. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, http://www.bgr
    [2] BP review of world energy 2008
    [3] http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-summary.pdf
    [4] http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-update2009.pdf

  59. @58
    ich bin selbst kein Fachmann in Energiefragen, sondern habe nur einen med. Background. Insofern kann ich substantiell leider wenig zur Lösung der Energiefrage beitragen. Ich betrachte aus einem einzigen Grund die Energieproduktion aus Algen sehr positiv, weil ich beruflich mit med. Produkten, die aus diesen hergestellt werden können, ab und zu beschäftigt war. Da ist die Ausbeute enorm, der Einsatz jedoch gering. Ich kann ansonsten nicht wirklich beurteilen, wie effektiv oder kostenintensiv die Produktion von Strom oder Ölen aus Algen wäre. Ich muss da leider „glauben“, was so erzählt wird wie bei http://www.energy20.net/pi/index.php?StoryID=317&articleID=122678
    oder http://www.bioenergieverbund.de/fileadmin/media/Algen.pdf.
    Ansonsten teile ich Ihre Kritik an der AKW-Politik. Mir ist wohlbewusst, dass die alten AKWs abgeschrieben sind und mit 2 ct/KWh damit am Leipiger Spotmarkt (4-5 ct/KWh) gutes Geld gemacht werden kann. Zudem sehe ich durchaus Probleme im Uranbereich, wenn es um kostengünstigen Yellow Cake geht. Würden sich alle auf AKWs stürzen, würde der Preis rasch steigen oder wir würden recyceltes Material von russischen Brütern beziehen. Die Russen bauen ja gerade einen zweiten Brüter, wenn ich recht informiert bin. Und der Deal der Russen mit dem Iran in Sachen Uran-Lieferung zeigt, dass sie Brüter-Uran verkaufen und zurücknehmen. So, wie ich das sehe, scheint Australien der größte Uranproduzent mit den größten Vorräten zu sein, Russland hingegen dürfte derzeit die einzige Nation mit einem Brüterprogramm sein. Der russ. Uran-Vorrat ist nur 10% desjenigen von Australien, ergo denke ich, dass die Russen in das Brütergeschäft wollen, um uns im Westen Uran verkaufen zu können. Wir würden bei einem AKW-Ausbau also de fakto mal wieder von den Russen abhängig. Beim Öl und Gas sind wir’s ja schon.
    Ob das mit dem Energieprojekt Desertec in der Wüste jemals was werden wird, steht in den Sternen. Ich halte aufgrund der Ursprungsidee (Club of Rome) und des aktuellen Finanzierers (Münchner Rück) die Kiste noch für einen Marketing-Gag. Mal abgesehen davon, dass in Spanien Strom aus solarthermischen Anlagen mit 26 ct/KWh gefördert wurde, um marktfähig zu sein. Ich will gar nicht wissen, wieviele Mrd. wir bei Desertec auf Gebührenzahlers kosten versenken sollen, bevor auch nur ein Kilowatt hier im Netz landet. Abgesehen davon wirken Projektteilhaber wie der Prinz von Jordanien (welch Demokrat) wirklich sehr vertrauenserweckend.

  60. Meine Herren upjohn und swieder,

    zunächst sollten wir mit dem Begriff „fossil“ bei Öl und Gas ein wenig aufräumen. Bei der Kohle indes dürfte es keinen Zweifel über deren biologische Herkunft geben. Anders bei Erdgas, das schlechterdings nicht aus den alten Fürzen (=Methan) der pflanzernfressenden Saurier besteht. Dazu mehren sich in der letzten Zeit die Publikationen zur abiotischer Genese des Erdöls in der Art, wie dieses bei hohen Temperaturen und Drücken im Labor darstellbar ist. Noch sind nicht alle einschlägigen Geoprozesse restlos aufgeklärt, doch die Denkrichtung hat sich in der Wissenschaft etwas gedreht, auch wenn das bisher nicht bis in „Geistes“wissenschaften, Medien und Politik gesickert ist. Die auch heute ständig vor sich gehende Neubildung von Öl und Gas schlägt natürlich allen „Grenzen des Wachstums“ ein Schnippchen.

    Noch ein Wort zur Kernkraft: Deutschland war in den 70-ern führend auf der Welt bei der Entwicklung der Hochtemperatur-Kernreaktoren, einer aus physikalischen Gründen immanent-sicheren Methode, mit einem unproblematischen Entsorgungsmanament und einer vielfach höheren Energieausbeute. Allein politische Entscheidungen führten zum Aus.
    Heute könnten wir die abgebrannten Brennstäbe aus den „Endlagern“ herausholen, sie zu Kügelchen aufarbeiten und in diesen HT-Reaktoren weiterverheizen.
    Wenn man heute etwas öffentlich vom „bösen Atom“ -- auf der geschilderten Grundlage -- erzählte, erwartete uns ein Aufstand einer mit apokalyptischen Mythen hirngewaschenen und naturwissenschaftlich unbelesenen Bevölkerung. Außerdem: Die besten Wissenschaftler auf diesem Gebiet sind dorthin abgewandert, wo ihre Arbeiten unterstützt und geschätzt werden.
    Insofern hat der arme Thilo nur zur Hälfte recht: Indem wir die Leistungsträger hinausgeekelt haben, bleiben wir auf dem eigenen, inzwischen ausreichend großen Pool von Deppen sitzen; mit Importen einschlägiger Provenienz perfektionieren wir den Verblödungsprozeß nur noch.

  61. @Tiger
    zur These der abiotischen Genese von Gas habe ich höflich ausgedrückt gelinde Zweifel. Mir sind die entsprechenden Thesen, die an Verschwörungstheorien erinnern, im Netz aufgefallen. Es wäre IMHO leicht, durch Isotopenmessungen zu beweisen, ob das entsprechende Gas biologischen oder „abiotischen“ Ursprungs ist. Aber dergleichen Identifizierung habe ich bisher nicht gelesen. Da ich aber kein Fachmann in Öl-Fragen bin, werde ich einfach abwarten, was die Fachliteratur so ausspucken wird. Was den Hochtemperaturreaktor angeht, so stellen Sie vermutlich auf den THTH-300 in Hamm-Üntrop ab. Sie wissen schon noch, warum der u.a. stillgelegt wurde, ja? Die Absorberstäbe brachen 1000 mal häufiger als bei konventionellen AKWs und laufend gab es Lecks in den Hochdruckleitungen (40 bar sind kein Pappenstiel). Auch vermischten sich die Graphitkugeln nicht gut genug, sondern waren im Zentrum schlechter durchmischt, wodurch das Zentrum heißer wurde als gedacht und die Kugeln wurden dadurch schneller rissig. Es gab haufenweise Probleme mit diesem Mist und am Ende sind bis heute etwa 1 Mrd. Euro dort versenkt worden, während läppische 115 Mio. Euro an Strom verkauft wurden. Ist das die Art von wirtschaftlicher Stromproduktion, die Sie mir verkaufen möchten? Für die Differenz zwischen diesem öffentlichen Verlust und dem Stromgewinn kann ich nämlich eine 300 MW-Photovoltaik-Anlage in die Landschaft setzen. Die ist dann genauso ineffektiv und teuer.

  62. Ob der seinerzeitige Reaktor das Nonplusultra der Kerntechnikentwicklung darstellt, weiß ich nicht. Es sieht aber so aus, als ob wir Guten mit erhobenem Zeigefinger tapfer am Straßenrand laufen und den Fahrzeugen nachsehen. mfG

  63. @upjohn:
    ad Gas/Öl: Die Schweden sind durchaus erstzunehmen und bewegen sich sicher nicht auf verschwörungstheoretischem Parcour.
    Ich weiß, es geistert dazu eine ganze Menge Mist durchs Internet… Man muß kritisch sortieren, doch oftmals weisen sich gewisse Informationen schon durch den pseudowissenschaftlichen oder gar esoterisch angehauchten Anspruch ihrer Quelle aus.

    ad HTR:
    Zum Störfall in Hamm
    Wie moderne HTR funktionieren
    Und hier noch ein wenig dazu.
    Die Ergebnisse einer Entwicklung, die andernorts inzwischen, ca. 25 Jahre!, weitergetrieben wurde, sind kaum noch mit den Experimental-Reaktoren in Hamm oder Jülich vergleichbar.

  64. @tiger
    ad Öl: wir brauchen uns damit auch nicht wirklich zu flammen ;). Ich habe durchaus die Presseerklärung der technischen Hochschule in Stockholm gegoogelt, aber das sind bisher IMHO nichts anderes als Absichtserklärungen. Thesen sind niedlich, aber der Thesenbegründer muss schlicht einen Beweis der Thesen liefern. Das geht nur, in dem er ein entsprechendes Lager nachweist und meiner Meinung nach mittels Isotopenmessungen bzw. -profilen nachweist, dass es sich bei dem Methan nicht um biologisch erzeugtes Methan handelt. Dieser Nachweis fehlt. Hat er ihn, dann beweist das nur eine einzige Lagerstätte. Man müsste dann mehr Lagerstätten finden. Erst, wenn dies gelingt, hat er letztlich obsiegt. Ich würde ihm das gönnen, aber wir sind noch Jahre davon weg. Bis dahin muss er damit leben, als Outlaw angesehen zu werden. So ist das im Leben. Gemein, aber unvermeidlich bei radikalen Thesen.

    ad AKW’s. Ich glaube Ihnen durchaus die technischen Fortentwicklungen, aber mal ernsthaft: in der BRD reissen sie die AKWs höchstens ab, denn niemand hat hier die Absicht, ein AKW (oder war’s ’ne Mauer?) zu errichten! Solange meine Generation am Ruder ist, wird damit nichts werden. Ich selbst könnte mir da eher Fusionskraftwerke vorstellen, aber auch dann wird’s Schreihälse geben, die den Weltuntergang zelebrieren werden.

  65. @62#Hausmann
    ich bin mit da mit dem „Fahrzeuge hinterher blicken“ nicht so sicher. Die angedeuteten Kugelhaufenkraftwerke wären Basislast-AKWs. Damit könnte man im Idealfall alte Braunkohle- und Kohlekraftwerke ersetzen und selbst die alten Werke sind billiger als die neuen. Ich glaube nicht, dass man die neuen AKWs in der Nähe von Ballungsgebieten als Kraftwärme-gekoppelte Anlagen wird implementieren können. Die Leute würden Amok laufen. Selbst wenn, würden wir lediglich die Abhängigkeit vom Uran steigern und dies zu enormen Kosten. Ich denke, es werden wohl eher die Franzosen sein, die diese Technik bauen werden und dann an uns den Strom liefern werden, damit unser Seelenheil gewahrt bleibt. Vielleicht bauen auch die Schweizer ihren Brüterkreislauf, aber in Wahrheit glaube ich das nicht.
    Ich denke, wir müssen uns jede Art der Energiegewinnung knallhart nach Kosten-Nutzen-Analysen ansehen und die Effizienz der Anlagen steigern. Wir sollten auch vor kleinvolumigen, lokalen Versorgungsnetzen nicht zurückschrecken. Und wenn Windkraft/PV billiger und effektiver wäre, wäre mir bei der Einführung vernünftiger Strommassenspeicher auch wohler. Aber das muss sich rechnen. Ich denke, das Problem entspannt sich massiv, wenn die Strommassen-speicher preiswert implementierbar wären. Frauenhofer bastelt daran ja durchaus. Dann kann es uns wurscht sein, wann welches Kraftwerk läuft, so lange es effizient und preiswert läuft. Das primäre Problem ist ja immer wieder die Spitzenlast, nicht nur die Basislast. -> http://publica.fraunhofer.de/eprints/urn:nbn:de:0011-n-897426.pdf

  66. Ich darf sagen, dass der Vergleich hier nicht wirklich repräsentativ ist.

    Du hast ja anfangs das richtige geschrieben:
    „Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie).“

    Aber wieso schreibst du dann nur über Strom; Energie =/ elektrische Energie.

    Die Hälfte des Energieverbrauchs liegen bei Wärme- und Kälte. Der Rest teilt sich jeweils auf ein Viertel Strom und Verkehr.
    Also braucht es hier Effizienzmaßnahmen im Gebäudesektor und nachhaltige Wärmebereitung!
    Dies gilt auch genauso für Strom: EINSPARUNG ist das Stichwort

    Wenn wir es schaffen gerade bei Wärme weniger zu verbrauchen und gleichzeitig den „Restbedarf“ mit erneuerbaren bewirtschaften, sind wir schon ein riesenschritt in richtung autarkie.

  67. @ #66

    Alles Klar, wenn wir das Problem der regenerativen Energieerzeugung für die Stromproduktion nicht lösen können, dann erweitern wir einfach die Aufgabenstellung. Wird schon irgendwie klappen :-)

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