WBGU: Private Altersvorsorge soll Energiewende finanzieren

5. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Eine Meldung bei der sich die Hand reflexartig schützend auf das Portemonnaie legt…

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung schlägt eine neue Geldquelle zur Finanzierung der teuren Energiewende vor: die private Altersvorsorge der Deutschen.

Im Kampf gegen die Erderwärmung wollen die wichtigsten Umweltberater der Bundesregierung nach Informationen der ZEIT eine neue Finanzquelle erschließen – die private Altersvorsorge der Sparer. Allein Versicherungen und Pensionskassen verfügten weltweit über 50.000 Billionen Dollar, die langfristig und sicher angelegt werden müssen, heißt es in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltfragen (WBGU). Dieses Kapital könne für die Energiewende mobilisiert werden, etwa zum Ausbau der Stromnetze. (Weiterlesen)

 

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14 Kommentare
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  1. Mir ist gerade aufgefallen, dass die Kommentarfunktion für diesen Artikel ausgeschaltet war. Ich habe das mal geändert.

    Von der Idee, unsere Rentenersparnisse in die Finanzierung der Energiewende zu stecken (weil sich andere Investoren offensichtlich scheuen, das zu tun) sind unsere Freunde bei klimaretter.info offenbar ganz begeistert. Allerdings stört es sie, dass die Politik dieser Idee bislang nicht die mediale Öffentlichkeit beschert hat die sie, schließlich geht es um die Rettung der Welt, eigentlich verdient hätte.

    Normalerweise findet so etwas in großer Runde und mit einigem medialen Tamtam statt. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für globale Umweltfragen WBGU hat der Bundesregierung am heutigen Donnerstag ein Gutachten zu den globalen Kosten der Energiewende übergeben -- und auch gleich noch ein Finanzierungsmodell geliefert. Demnach kostet ein Komplett-Umstieg auf Windräder, Solarzellen, Wellenkraftwerke, Geothermie-Anlagen und Co. bis 2050 insgesamt 54 Billionen oder 54.000 Milliarden Euro. Aber an diesem Donnerstag blieb das Tamtam aus. Die Bundesregierung -- in diesem Falle ihr Vertreter Umweltminister Peter Altmaier (CDU) -- habe einen engen Terminkalender, hieß es. Deshalb gab es nur den Foto-Termin „Übergabe des Gutachtens“ auf der politischen Agenda.

    Ich befürchte, meine lieben Klimaretter, an den Bedeutungsverlust des Themas Klimawandel werdet Ihr euch für die Zukunft gewöhnen müssen. Damit ist kein Hund mehr hinter dem Ofen hervorzulocken.

    Und auch hat Herr Altmaier, der Probleme genug damit hat den Bürgern im Herbst verkünden zu müssen, dass die EEG-Umlage auf über 5 Cent pro KWh ansteigt, ganz sicher gerade kein Interesse daran, die Werbetrommel für die Idee die Rentenkassen für die Weltenrettung leerzuräumen, zu rühren. Schließlich wird dieses Geld gerade zur Rettung des Euro Europas dringender benötigt.

  2. Sollte EEG nicht eher EVG (Energie-Verteuerungs-Gesetz) heißen?
    Das käme doch der Realität um Einiges näher.

    Ach ja, statt der Renten, sollte man doch besser die Diäten der Politiker und deren Pensionen zur Finanzierung heranziehen.

    meint der Moosgeist

  3. #2. moosgeist

    Ach ja, statt der Renten, sollte man doch besser die Diäten der Politiker und deren Pensionen zur Finanzierung heranziehen.

    moin moosi,

    das meinst Du sicher nicht im Ernst. Du willst doch nicht etwa die Leute, die nur unser „Bestes“ wollen und sich tagtäglich für uns aufopfern, nicht der Altersarmut anheim fallen lassen. Bitte denke noch ma drüber nach 😉

    karl.s

  4. Hihi, ick konstruire mal Zusammenhänge…..

    Die grüne Revolution

    Grüne Energiewende, grüne Wahlsiege: Deutschland, einig Ökoland. Was ist da bloß los? Das kann uns nur Schriftsteller Joachim Lottmann mit einer literarischen Reise durch die Republik beantworten….

    Es gibt auch Millionärs-Grüne, und die zelebrieren ihren seltsamen Lebensstil vor allem in Schwabing. Ökoladen reiht sich an Ökoladen, unterbrochen nur von neuen Ökocafés, die im Wochentakt eröffnet werden. Die Sachen sind so teuer, dass der Gewinn für jeden garantiert bleibt. Sogar Nichtvegetarier können sich an „Schweinsbraten vom Bio-Schwein mit Dampfbiersoße vom Ökohof Mostbertl“ erfreuen. Doch die meisten stürzen sich ins vegetarische oder vegane Business……………

    Schöne Geschichte……….aber nur für die, die auch lesen können.

    Viele Europäer können nicht richtig lesen

    Bildungsexperten schlagen Alarm. Viele Europäer können nicht ausreichend lesen, um ihren Alltag zu bewältigen. Das zeigt ein neuer Bericht der EU-Kommission. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen -- der Mangel hemmt auch die Wirtschaftskraft Europas……………..

    Je nach Quelle können allein in Deutschland 15,4% oder 20% der Einwohner nicht richtig lesen oder den Text verstehen…….nun die Frage an Euch, gibbet da Zusammenhänge mit der grünen Revolution?

    Grins und wech
    Onkel Heinz…..trotz Öko gut aufgelegt

  5. @ karl.seegert #3

    Hallo Karl,

    Leute, die nur unser “Bestes” wollen

    Das sollte doch unsere lieben Volksverkäufer nicht daran hindern, wiederum
    „ihr Bestes“ für die „gewendete Energie“ zu geben.

    und sich tagtäglich für uns aufopfern

    sagte der Pfarrer und nahm einen kräftigen Zug aus dem Weinkelch.

    nicht der Altersarmut anheim fallen lassen

    Dann müssen die halt mit ihrer von der Sabine L.-Schnarrenberger geschützten „privaten Altersvorsorge“ in der Schweiz den Lebensabend fristen.

    herzliche Grüße aus dem Moos

  6. @ Heinz Eng #4

    Hallo Onkel Heinz,

    ein altes Sprichwort aus dem Moos lautet:
    Dem der nicht lesen kann, kann man allen Sch**ß erzählen und der, der nichts weiß muss den Sch**ß dann auch noch glauben.

    können allein in Deutschland 15,4% oder 20% der Einwohner nicht richtig lesen oder den Text verstehen

    Ist das nicht in etwa das max. Wählerpotenzial der „grünen Sudelpartei“?
    Ja dann, siehe oben.

    schöne Grüße aus dem Moos

  7. #6. moosgeist

    Ist das nicht in etwa das max. Wählerpotenzial der „grünen Sudelpartei“?

    jo moosi, das kommt ungefähr hin. Und für einen Gutteil trifft der Spruch: „Wissen ist Macht, nix wissen Macht aber auch nix“ uneingeschränkt zu 🙂

    karl.s

  8. @ Alle, die es interessiert

    So, ich hab’s mir tatsächlich angetan und dieses WBGU-„Gutachten“
    Finanzierung der globalen Energiewende zumindest ‚quer‘ zu lesen.

    Wie nicht anders zu erwarten, macht ein Schellnhuber es nicht unterhalb globaler Dimensionen. Seine Ablehnung demokratischer Regierungsformen und seine Intension hin zu einer weltumspannenden Philosophen-Diktatur (à la Platons Philosophen-König) ist unverkennbar, mag er es auch noch so geschickt in der Wortwahl seiner Texte verstecken.
    Schon die Zusammenfassung zeigt deutlich seine „Vorstellungen“.

    Die Welt steht vor der Herausforderung einer Transformation zu nachhaltigen Energiesystemen.

    Die Herausforderung vor der die Welt steht ist der künftige weiter steigende Energiebearf. Irgendwelcher sogenannter Nachhaltiger Firlefanz interessiert außerhalb Deutschlands wohl keine Länder sonderlich. Und eine Transformation in seinem Sinne (Revolution) dürfte nur in ideologisch gefärbten Hirnen stattfinden.

    Das private Kapital für die Transformation ist vorhanden und kann unter geeigneten politischen Rahmenbedingungen mobilisiert werden. Mit einer entsprechenden Ordnungspolitik sollten Investitionen für Private attraktiver gemacht werden.

    Ein schöner Hinweis auf entsprechende Enteignungsmöglichkeiten zur Finanzierung der vorgesehenen Zwangsmaßnahmen.

    Der WBGU sieht hier den gestaltenden Staat gefordert, der durch eine integrierte Energie-, Umwelt- und Klimapolitik einen stabilen und langfristigen transformativen Ordnungsrahmen schafft und so bestehende Investitionsrisiken verringert.

    Das ist ein unverhohlener Aufruf Zwangs- und Planwirtschaft.

    Zurzeit ist Deutschland Vorreiter dieser Transformation, sowohl bei den technologischen Innovationen als auch bei der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen.

    Hier verkennt „intellektuelle Waffe“ (als da bezeichnet er sich selbst) Schellnhuber die Realität. Deutschland ist mit seiner „Energiewende“ zur internationalen Lachnummer geworden und wird bald zum abschreckenden Beispiel mutieren.

    Unser Land kann der Welt ein Beispiel dafür geben, wie die Energiewende nicht weniger, sondern mehr Wohlstand generieren kann.

    Wie in alten Zeiten. Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen und er, der größte Schellnhuber aller Zeiten (GröSaZ?) ist der große Reformer, der die Welt vor dem Klimatod rettet und zu weltumspannenden Reichtum und Glück führt.

    Wer es sich auch noch antun will diese WBGU-„Gutachten“ zu lesen, sollte sich nicht wundern, wie weit hier die Handlungsanweisungen für souveräne Staaten gehen. Immer schön umschrieben, aber unverkennbar.
    Ja, und über allem schwebt die große globale Schellnhuber‘sche Transformation/Revolution, die das Leben in Stadt und Land umkrempelt und mal schnell das Eigentum des Einzelnen neu verteilt.

    Man muss nicht besonders gut zwischen den Zeilen lesen können um die Tendenz dieses Machwerks zu erkennen. Was mich irgendwie irritiert, ist der Umstand das dies unter der Flagge eines „wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung“ segeln darf und kein Regierungsmitglied dem Verantwortlichen dieses Machwerk um die Ohren gehauen hat. Aber vielleicht ist auch der Weg hin zur Kommandowirtschaft schon zu weit begangen worden. Wenn man betrachtet, was bisher schon alles als alternativlos durchgesetzt wurde und wird, wäre das nicht verwunderlich.

    Leute kauft Kämme, es kommen lausige Zeiten
    meint der Moosgeist

  9. Lieber Herr Moosgeist,
    ich glaube, dass Schellnhuber den Begriff Ordnungsrahmen umdeutet. Denn ein Ordnungsrahmen gibt keine Lösungen vor, sondern regelt nur das Zusammenspiel der Prozesse und Teilbereiche die am Lösungsprozess beteiligt sind. Zumindestens ist das so in modernen Organisationen.
    Von modernen Organisationen scheinen die Herren im Elfenbeinturm der Universitäten und Institute und des WBGU keine Ahnung zu haben. Das ist mein Eindruck.
    Die interpretieren Begriffe frei ohne methodische Grundausbildung. Das sieht man deutlich an dem Kindergarten-Szenarienansatz des IPCC.
    Was Schellnhuber anscheinend meint ist in der Tat ein planwirtschaftliches Korsett, aber kein Ordnungsrahmen in einer Demokratie und einer Marktwirtschaft.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  10. @ Günter Heß #9

    Lieber Herr Heß,

    genau, das ist es was ich Schellnhuber vorwerfe. Er versucht durch gezielte Wort-und Begriffswahl den Leser zu täuschen bzw. einzulullen um sich ggf. auf unverfängliche Interpretationsmöglichkeiten zurückziehen zu können, so nach dem Motto: ‚ich habe ja etwas ganz anderes gesagt/gemeint. Ich glaube nicht, dass Schellnhuber nicht weiß was er sagt. dazu ist er viel zu gerissen und verschlagen wenn es darum geht seine wahre Absicht zu verschleiern.

    schöne Grüße aus dem Moos

  11. #9, 10

    Der WBGU sieht hier den gestaltenden Staat gefordert, der durch eine integrierte Energie-, Umwelt- und Klimapolitik einen stabilen und langfristigen transformativen Ordnungsrahmen schafft und so bestehende Investitionsrisiken verringert.

    Ich habe das zwar das Gutachten nicht gelesen, in dem Textstück ist es aber doch eindeutig. Es benutzt nicht den Begriff ‚Ordnungsrahmen‘ sondern ‚transformativen Ordnungsrahmen‘. Das Ziel ist also die Transformation und die Politik gibt so grob vor, wie das ablaufen soll. Da der Staat für diese Transformation aber nicht das Geld hat, schafft er so Tatsachen, die Investoren locken sollen. Zu interpretieren ist eigentlich nur, ob dieser Ordnungsrahmen die Investoren vielleicht zwingen soll und der Hinweis auf verringerte Investitionsrisiken einem Aufstand vorbeugen soll. Der ‚gestaltende Staat‘ lässt mich in diese Richtung denken.

  12. @ Gerhard Straten #11

    Ein „transformativer Ordnungsrahmen“ in einem Atemzug mit „Gestaltender Staat“ ist eindeutig ein Hinweis auf eine Plan- und Zwangswirtschaft. Das ist zwar geschickt ausgedrückt, aber der Zusammenhang dürfte eindeutig sein.

    meint der Moosgeist

  13. @moosgeist #12
    Leider sind viele Zeitgenossen da nicht so sensibel. Plan- und Zwangswirtschaft will zwar kaum einer, aber ein ‚gestaltender Staat‘ klingt einfach gut. Dass das ‚Gestalten‘ natürlich Ideologie bedeuten muss oder anders gesagt das tiefere Wissen um die Dinge wird wohl einfach akzeptiert. Dass es sich bei diesem Wissen nicht darum handelt, wie man so über die Runden kommt, sondern eher darum,wie ich meine Weltsicht zum tragen bringe, wird wohl nicht gesehen. Das beste Beispiel dafür ist der Klimaschutz. So durchgeführt mit CO2-Reduktion bedeutet das Reduktion der menschlichen Population.Die Mittel dazu, die NIEs, schaffen aber keine CO2-Reduktion. Das ist den Herren Gestaltern wohl entgangen, aber die menschliche Population zu reduzieren ist doch auch schon was.

  14. #8. moosgeist

    Man muss nicht besonders gut zwischen den Zeilen lesen können um die Tendenz dieses Machwerks zu erkennen. Was mich irgendwie irritiert, ist der Umstand das dies unter der Flagge eines „wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung“ segeln darf und kein Regierungsmitglied dem Verantwortlichen dieses Machwerk um die Ohren gehauen hat. Aber vielleicht ist auch der Weg hin zur Kommandowirtschaft schon zu weit begangen worden. Wenn man betrachtet, was bisher schon alles als alternativlos durchgesetzt wurde und wird, wäre das nicht verwunderlich.

    moin moosi,

    ich habe auch manchmal den Eindruck, dass wir uns bereits ein Stück weit in diese Richtung bewegt haben. Gerade in dem Bereich der sog. „Energiewende“ und des sog. „Klimaschutzes“ gibt es defacto ja keine Opposition. Alle gleichgeschalten, was praktisch zu einem „gefühlten“ grünen Diktat geführt hat. Alles in allem ist das Papier gut fürs gewisse Örtchen, zu mehr nicht 🙂

    karl.s

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