Wenn Kinder den Auftrag erhalten die Meere vor Plastiktüten zu retten …

1. Oktober 2018 | Von | Kategorie: Blog

WP_20180930_14_55_45_Pro (2)Neulich verließ ich das Haus und erblicke diesen Aushang, der an einer Laterne vor meiner Haustür angebracht ist.

Ich dachte mir, hoffentlich wird die Klarsichtfolie nachhaltig der Wiederverwertung zugeführt und landet nicht direkt in der Umwelt vor meiner Haustür.

Aber Spaß bei Seite. Wo landen eigentlich die Plastiktüten nach dem Gebrauch? Wirklich in den Weltmeeren?

Nach dem Gebrauch landen die Plastiktüten normalerweise im gelben Sack, oder Hausmüll und werden dann von der Müllabfuhr entsorgt, gelangen also nicht in der Natur und die Meere.

Selbst wenn eine Plastiktüte auf wunderliche Art und Weise in einen Fluß in Deutschland gelangen sollte, steht ihr noch der lange Weg bis in die Nordsee bevor. Die Nordsee wird sie vermutlich nie erreichen und irgendwo an einem Flußufer in einer Böschung landen und dort verrotten.

Sollte eine Plastiktüte wie durch ein Wunder doch die Nordsee erreichen, wird sie von Strömungen und Wind wieder direkt an die Küste getrieben, denn die vorherrschende Windrichtung ist Nordwest und der Golfstrom befördert das Wasser quer über den Atlantik direkt zu uns an die Nordseeküste. So wird auch Treibgut aus dem Atlantik und der Nordsee direkt auf den Ost- und Nordfriesischen Inseln, die dem Festland vorgelagert sind angespült. Im Frühjahr gelangten beispielsweise Tausende an Überraschungseiern an den Strand von Langeoog. Eine Kamera, die ein Junge in England beim Spielen am Strand vergessen hatte, wurde gar an der Küste von Nordfriesland angespült.

Eine Plastiktüte aus Deutschland wird also nie ihren Weg in die Weltmeere finden. Schade nur, dass das noch niemand den Eltern und Erzieherinnen im städtischen Kindergarten, der sich direkt angrenzend zu mir befindet erzählt hat, dachte ich mir.

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9 Kommentare
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  1. … dass das noch niemand … erzählt hat …
    Ja warum denn auch: das wäre ja gegen den Erziehungsauftrag zum Gutmenschen (denen man so schön so vieles weismachen kann).

  2. das erinnert mich an meine katholische Kindheit, wo uns der Pastor aufforderte, in der nächsten Spendenaktion mindestens 5 DM zu spenden. Wenn wir das nämlich nicht täten, dann hätten wir Mitschuld am Hungertod der Kinder in Afrika. Ein Mitschüler war dann nicht in der sonntäglichen Andacht, wo das Opfer zeremoniell „freiwillig“ abgegeben wurde. Am nächsten Tag hatten wir Religionsunterricht in der Dorfschule mit diesem Pastor. Ein Schüler hatte bei dieser Andacht gefehlt, und der Pastor fragte, wo er denn gewesen wäre. Er sagte „ich war Fahrrad fahren bei diesem schönen Wetter“. Der Pastor geriet ausser sich vor Zorn, und machte diesen Schüler (12 Jahre alt) mit allen katholischen Worten nieder bis zum Es-geht-nicht-mehr, auch mit der Begründung, dass dieser Nichtspender schuldig ist am Hunger in Afrika.

    Die spirituellen Systeme und deren Erziehungsmethoden haben geändert, die realitätsfremde Lügnerei im globalen Geschäft von Institutionen wurde beibehalten.
    Ab dem Moment, wo Lehrpersonal darauf DRÄNGT mit allen pädagogischen Maßnahmen, dass an solchen Aktionen (Müllquatsch, Klimaerziehung, alternative Energien…) teilgenommen werden MUSS, dann müssen die Eltern einschreiten. das habe ich aus dem Erlebnis in meiner Kindheit gelernt. Ich bin Vater von 2 Kindern, und sage meinen Schützlingen, sie sollen dies nicht alles glauben, weil’s halt Blödsinn ist.

    ich habe vor Jahren ein kleines Beispiel gefunden, wo Kirche und öko-Kirche und Erziehungspersonal Hand-in-Hand zusammenarbeiten in einem Dorf. Was soll ich als Klimarealist machen: den Kopf schütteln oder lachen?

  3. @Scholzen

    So ähnlich wie im Video schaut es auch bei mir aus. Die Kirche mit Kindergarten befindet sich 100 m vor dem Haus und der städtische Kindergarten 100 m hinterm Haus, wo ich wohne. Da finden ständig tolle Aktionen statt.

  4. Auch im Bekanntenkreis zählt das Argument nicht, dass Plastiktüten aus Deutschland den Weg bis in ein Weltmeer selten schaffen. Die Plastiktüte selbst ist der Dämom den es zu bekämpfen gilt. Als Argument zählt dann die Verschwendung von Erdöl. Aber aufgepasst: Stoffbeutel ist nicht gleich Stoffbeutel. Es gibt noch genügend Altbestände auch aus DDR-Zeiten die zb. komplett aus Nylon sind. Noch gefährlicher sind dann Beutel die sich als Öko tarnen aber in Wirklichkeit aus Mischgewebe bestehen. Als nächstes sind dann Kartoffel oder Zwiebelsäcke auf der Schwarzen Liste. Es gibt also noch viel zu tun für Kindergärten und Erzieher.

  5. @PG #4

    Die Plastiktüte selbst ist der Dämom den es zu bekämpfen gilt.

    Die Öko-Ideologie lehnt im Endeffekt alle Erscheinungsformen der Moderne ab. In diesem Namen werden alle paar Monate neue Säue mit wechselnder Begründung durchs Dorf getrieben, die Richtung bleibt aber immer die gleiche.

    Als Argument zählt dann die Verschwendung von Erdöl.

    Schon bei der Ölkrise 1974 haben alte Omis Plastiktüten gesammelt, weil’s die bald nicht mehr gäbe. Heute muss man das tatsächlich machen, aber nicht weil Öl knapp wäre, sondern weil der deutsche Ökowahn sie aus immer mehr Supermarktketten vertreibt. Kaufland, Netto und Rossman haben noch welche. :).

  6. Dann machen wir eben aus ganz Deutschland eine Museumswirtschaft. Können sich Asiaten und Amerikaner aus nächster Nähe ansehen, wie das Leben anno 1850 so ausschaute. Zumindest hätte man vor den Grünen seine Ruhe. Einwanderung gäbe es auch keine. Wer will schon wie die bekloppten Weißen leben?

  7. Vielleicht sollten die LehrerInnen, Lehrer_innen oder Lehrer*innen (ich weiß nicht, welche Schreibweise die korrekteste ist), die den Kindern die Gefährlichkeit der Plastiktüte einbläuen, etwas mehr „aufmercksamkeit“ darauf verwenden, den Schülern fehlerfreies Schreiben beizubringen -- noch drei weitere Orthographiefehler im Text, von den fehlenden Kommata ganz abgesehen.

  8. UN und Klimaforscher frisieren Klimadaten der letzten Jahrzehnte.
    Mit frisierten und fiktiven Zahlen wird der Klimawandel „künstlich erzeugt“ udn dramatisiert um die Menschen in Panik zu versetzen. Dadurch sollen UN Konventionen, Klimabeschlüsse und eine weltweite CO2 Abgabe alternativlos durchgewunken werden:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/panne-der-uno-experten-falsche-gletscherprognose-empoert-klimaforscher-a-672852.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/datendiebstahl-erneut-tausende-klimaforscher-mails-veroeffentlicht-a-799414.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/e-mail-skandal-aerger-um-20-jahre-alte-klimastudie-a-675413.html

  9. Es gab schlimme Zeiten in Deutschland, wo Kinder und Jugendliche mit dem Kleinkalibergewehr auf Großkaliber und Maschinengewehr trainiert wurden. Das war verbrecherisch. Nicht nur wegen des Ausbildungsziels, sondern auch wegen des Alters der fehlgeleiteten Jugendlichen. Die Grünen, Weltenretter, Ökoreligiösen und sonstigen Fehlgeleiteten unserer Gesellschaft, scheuen sich jedoch nicht. überall ab Kindergarten die Erziehung in die „richtige“ Welt vorzunehmen.
    Die Gehirnwäsche muß eben möglichts früh anfangen um erfolgreich zu sein. Das wussten schon die Nazis, die Grünen haben gelernt. Deshalb Ökofaschisten.

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