Wie ein Klimaforscher die Erwärmung voranschreiten lässt

2. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Meeresspiegel, Politik, Wissenschaft

So langsam gerät im Kielwasser der Klimagate Affäre auch die deutsche Medienlandschaft in Bewegung. In den letzten Tagen war auch in den Mainstream Medien immer deutlichere Kritik am Gebaren des Weltklimarates IPCC zu hören. Hätte man vor Klimagate kaum zu hoffen gewagt, dass dubiose Machenschaften, wie etwa das heranziehen von WWF oder Greenpeace Studien oder auch von keinesfalls ausreichend wissenschaftlich geprüften Studienarbeiten in dem eigentlich als wissenschaftlich angelegten Bericht des Weltklimarates, jemals in den hiesigen Medien als Thema angesehen werden, so hat sich das Bild nach Klimagate eindeutig gewandelt. Hier ein paar Beispiele: Welt: Die selbstgemachte Klimakatastrophe der UN (weitere hier), Spiegel: Gletscherprognose: Klimarat-Chef soll Panne verschwiegen haben (weitere hier), WDR: Ziemlich peinlich – Prognose des Klimarats zur Schmelze der Himalaya-Gletscher ist nicht fundiert, Zeit: Eiskalt geirrt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzten.

Auch in der politischen Landschaft hat der Klimagate-Skandal Spuren hinterlassen. In den USA und in England befassen sich parlamentarische Untersuchungen mit der Affäre und als der amerikanische Präsident Obama vor kurzem vor dem Kongress von „überwältigenden Beweisen für den Klimawandel“ sprach, erntete er vor allem lautes Gelächter.

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Nur in der deutschen Politik geht man unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg weiter, als wäre nichts geschehen. Nicht nur, dass die Rolle der Deutschen Klimaforscher, allen voran die von Professor Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in der Klimagate-Affäre in keiner Weise hinterfragt wird. Es sind auch nach wie vor hauptsächlich die alarmistischen Forscher, also Rahmstorf selbst und sein Chef Hans Joachim Schellnhuber, die von der Bundesregierung als Berater herangezogen werden. So durfte Rahmstorf letzte Woche im Verkehrsauschuss des Deutschen Bundestages wieder einmal seine Litanei vom bösen Klimakiller CO2 zum besten geben. Unbeirrt von den seit fast 10 Jahren stagnierenden Temperaturen sagte Rahmstorf dort:

„Die durch den Menschen verursachte Erwärmung der Erde macht trotz regional zu beobachtender Schwankungen keine Pause“

Erwärmung trotz Abkühlung?
Er begründete dies mit einem „linearen Erwärmungstrend der letzten Jahrzehnte“. Diese Aussage ist so weit nicht grundsätzlich falsch. Wenn man eine Gerade durch die Temperaturwerte der letzten 30 Jahre legt, dann findet man tatsächlich eine ansteigende Tendenz. Diese resultiert daher, dass die Temperaturen in den 80er und vor allem in den 90er Jahren angestiegen sind. Seine Aussage verschleiert nur geschickt, dass die Globaltemperatur in den letzten 10 Jahren eben nicht mehr ansteigt, sondern leicht zurückgeht. Und das, obwohl in diesem Zeitraum der CO2-Ausstoss auf bisher ungekannte Werte angestiegen sind. Was den Herrn Professor aus Potsdam aber nicht davon abhält, unseren Politikern zu predigen, der Temperaturanstieg (welcher eigentlich?) sei “komplett von menschlichen CO2-Emissionen verursacht”.

Bild 1: Die Temperaturkurve der letzten 30 Jahre stagniert seit 10 Jahren trotz weiter steigender CO2-Emissionen

Wobei man anmerken muss, dass Kollegen von Rahmstorf, wie etwa der Kieler Meteorologe Mojib Latif, durchaus einräumen, dass es seit Beginn des Jahrtausends nicht mehr wärmer geworden ist. Auf der UNO-Klimakonferenz in Genf am 1. September letzten Jahres sprach Latif vor mehr als 1500 Top-Klimawissenschaftlern davon, dass wir zur Zeit eine Abkühlung erleben und dass diese noch 10-20 Jahre andauern könne. Den anwesenden Kollegen teilte er mit:

“Ich bin kein Klimaskeptiker, aber wir müssen die unangenehmen Fragen selbst stellen oder andere werden es tun.”

Warum es trotz steigenden CO2-Gehaltes in der Atmosphäre nicht wärmer wird, stellt große Teile der etablierten Klimawissenschaft zunehmend vor ein Rätsel. Passt diese Entwicklung doch so gar nicht zu den Vorhersagen in ihren Modellen. In einer der im Zuge von Klimagate bekannt gewordenen E-Mails drückte der prominente amerikanische Klimaforscher Kevin Trenberth seine Verzweiflung darüber offen aus (Quelle):

Fakt ist, wir können im Moment das fehlen der Erwärmung nicht erklären, und es ist ein Hohn dass wir es nicht können.”

„The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t.“

Solche Fakten interessieren Rahmstorf hingegen kaum. Es wird wärmer, weil er es sagt, und damit basta. Und auch in anderen Passagen in dem Expertengespräch mit dem Verkehrsausschuss bewegte sich der Professor abseits der wissenschaftlich messbaren Realität. So sprach er etwa von einem „beschleunigten Anstieg der Meeresspiegel“, der weitaus stärker verlaufe, als ursprünglich vermutet. Auf welchen wissenschaftlichen Daten diese Aussage beruht, war nicht zu erfahren. Die Daten selbst sprechen nämlich eine völlig andere Sprache.

Meeresspiegel-Irrungen
Der Anstieg der weltweiten Meeresspiegel wird seit Ende 1992 von Satelliten beobachtet. Diese Messungen belegen eindeutig, dass wir in den 90er Jahren einen Anstieg von etwa 3,4 mm pro Jahr hatten und dieser seit etwa 2004 in etwa halbiert hat.

Bild 2: Anstieg des globalen Meeresspiegels nach Satellitenmessungen

Wie kommt Professor Rahmstorf dann aber zu seiner Aussage eines „beschleunigten Anstiegs“? Die Antwort darauf kann man in seinem Internet-Blog Klimalounge in den Wissenslogs der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft finden. Dort hat er in seinem Artikel Meeresspiegel-Irrungen versucht zu erklären, warum der Meeresspiegel aber trotzdem ansteigt, und das selbstverständlich „beschleunigt“. Nur leider ist diese Erklärung gespickt mit Falschaussagen und fehlerhaften Darstellungen. So soll laut Rahmstorf der Anstieg von 1993-2003 3,1 mm/Jahr betragen haben. Im Zeitraum von 1993 bis 2008 aber 3,4 mm, was deutlich nach einer Beschleunigung aussieht. Allerdings ergibt eine Analyse der Satellitendaten, auf die sich auch Rahmstorf bezieht, ein völlig anderes Bild. Dort findet man für den Zeitraum von 1993-2003 3,4 mm Anstieg und für den Zeitraum von 1993-2008 3,1 mm Anstieg. Also exakt die umgekehrten Werte. Leider konnte mir Herr Rahmstorf auch auf mehrfaches Nachfragen nicht erklären, wie diese Diskrepanz zustande kam.

Und auch in seiner zentralen Grafik, mit der Rahmstorf seine Aussagen untermauern will, entdeckt man schnell einen äußerst großzügigen Umgang mit der Realität. Wie man aus den Daten der Satellitenmessungen leicht erkennen kann, zeigt die Entwicklung des Meeresspiegels seit 2004 einen abgeflachten Verlauf. Nicht so, wenn die gleichen Daten von Professor Rahmstorf dargestellt werden. Seine „Interpretation” ist in Bild 3 zu sehen (die Vergrößerung wurde nachträglich zur besseren Verdeutlichung hinzugefügt).

Bild 3: Anstieg des Meeresspiegels nach Rahmstorf (Vergrößerung durch den Autor hinzugefügt)

Man erkennt deutlich den steilen Anstieg am Ende der Kurve, der allerdings in den Satellitendaten nirgends zu finden ist. Auch hier kam auf Anfrage bei Professor Rahmstorf, woher dieser Anstieg denn käme, die Daten würden ihn schließlich nicht zeigen, bis heute keine Antwort. Auch mein nachfragender Kommentar in seinem Blog diesbezüglich wurde nicht veröffentlicht. Der Betreiber der Wissenslogs teilte mir lediglich mit, Herr Rahmstorf wäre entweder im Urlaub, oder wolle meine Frage vielleicht nicht veröffentlichen.

Dieses bewusste Unterdrücken von kritischen Stimmen ist in der Klimawissenschaft nichts neues. Die Amerikanischen Seite realclimate.org, als dessen deutsche Entsprechung Herr Rahmstorf seinen Blog gerne sehen würde, ist seit langem dafür bekannt, dass kritische Fragen erst gar nicht gezeigt werden. Und auch im Zuge von Climategate wurden schließlich etliche Beispiele bekannt, wie Kritiker mundtot gemacht werden sollten.

Rahmstorf lässt Warmzeiten im Holozän verschwinden
Mit diesen Beispielen hatte Professor Rahmstorf sein Repertoire an verbogener Darstellung der Tatsachen allerdings noch nicht erschöpft. Eine weitere Aussage von ihm lässt jeden merklich aufhorchen, der sich in seinem Leben auch nur ein wenig mit der Klimawissenschaft beschäftigt hat. So sagte der Herr Professor als Entgegnung für eine Aus Reihen der FDP wurde eine Anmerkung gemacht, dass es Temperaturveränderungen und Meeresspiegelschwankungen auch schon in früherer Zeit gegeben hatte. Eine Aussage, die nach heutigem Wissen völlig korrekt ist, so war es während des Holozän-Optimums vor etwa 5000 Jahren, während des römischen Optimums vor 2000 Jahren und zuletzt vor 1000 Jahren während der mittelalterlichen Warmzeit wärmer als heutzutage. Das belegen nicht nur zahlreiche Proxymessungen, sondern auch archäologische Funde und viele schriftlichen Überlieferungen.

Bild 4: Das zyklische Auftreten von Optima und Pessima im Holozän (Quelle TU-Berlin Inst. f. Ökologie. Bild anklicken für Link)

Nicht so in der Welt von Professor Rahmstorf. Laut seiner Aussage gebe es „keine Hinweise darauf, dass es global gesehen bei niedrigerer CO2-Konzentration irgendwann wärmer als heute“ gewesen sei. Damit zweifelt er entweder die Richtigkeit der CO2-Messungen aus Eisbohrkernen an, die er bisher immer als verlässlich bezeichnet hat, oder sämtliche bisherigen Warmzeiten des Holozän sind für ihn nicht existent. Wahrheitsbeugung nennt man das wohl. Dass eine seiner Aussagen jedoch in irgendeiner Weise auf Widerspruch gestoßen wäre, ist nicht bekannt. Offensichtlich hat keine der politischen Parteien in Deutschland irgendwelche Experten in ihren Reihen, die sich auch nur ansatzweise mit der Materie auskennen.

Ist Rahmstorf noch Wissenschaftler oder schon Politiker?
Für alle, die sich bisher gefragt werden, ob Professor Rahmstorf wirklich noch unabhängiger Wissenschaftler, oder ein Wissenschaftler mit politischer Agenda, oder gar ein Politiker mit wissenschaftlichem Anstrich ist, hatte die Anhörung vor dem Verkehrsausschuss auch sehr erhellendes zu bieten. Rahmstorf beließ es nämlich nicht dabei, dem Ausschuss seine wissenschaftliche Weltsicht darzulegen, was seine eigentliche Aufgabe als wissenschaftlicher Berater wäre. Er hatte auch gleich die aus seiner Sicht richtigen politischen Empfehlungen im Gepäck.

Und diese waren, wenn man Rahmstorf ein wenig kennt, alles andere als verwunderlich. Zwar begrüßte er die Effizienzsteigerungen bei der Nutzung Fossiler Rohstoffe, allerdings gingen ihm diese Maßnahmen nicht annähernd weit genug:

“Langfristig müssen wir jedoch komplett aus den fossilen Emissionen aussteigen, weshalb der Bereich der Erneuerbaren Energien verstärkt gefördert werden muss.”

Und ungeachtet von der Nutzlosigkeit eines nationalen Alleinganges sprach sich Rahmstorf auch eindeutig für nationale gesetzliche Maßnahmen zur CO2-Reduktion aus. Die Industrieländer sollen als Vorreiter zeigen, „dass Klimaschutz nicht zu sinkendem Wohlstand führen müsse“. Womit Rahmstorf auf sich bezogen damit sicher recht hat. Für ihn persönlich wird steigender Klimaschurz bestimmt sogar zu mehr Wohlstand führen. Für das gemeine Volk wird das mit großer Sicherheit anders aussehen. Die von Rahmstorf vorgeschlagenen Maßnahmen jedenfalls führen allesamt zur Verteuerung von Energie und Produktionskosten. Und die Zeche dafür haben die gemeinen Bürger im Land zu tragen. Aber auch da ist der Herr Professor ganz Politiker. Verzicht und sinkender Wohlstand lässt sich eben am besten von anderen einfordern.

Politisierte Wissenschaft kann nicht unabhängig sein
Eine Sache jedenfalls ist sicher. Das verfolgen einer politischen Agenda und das Betreiben unabhängiger Wissenschaft schließen sich gegenseitig aus. Entweder Forscher arbeiten ideologiefrei und ergebnissoffen, oder sie haben in der wissenschaftlichen Landschaft nichts verloren. Die Art und Weise, wie Professor Rahmstorf in solchen Gremien, in seinem Blog und auch beim Umgang mit der Presse mit der Wahrheit und dem Recht auf freie Meinungsäußerung umgeht, lässt den Schluss zu, dass ihm gerade diese Unabhängigkeit fehlt, die es braucht, um wissenschaftlich zu arbeiten.

Ich befürchte allerdings, dass so lange es Politiker gibt, die die Wissenschaft ausnutzen, um Rechtfertigungen für ihre Entscheidungen zu erhalten, so lange wird es auch Wissenschaftler geben, die sich politisieren lassen.

Quelle Bild Rahmstorf: Lizette Kabré via Flickr

[Update] Das Wortprotokoll mit Rahmstorfs Auftritt vor dem Verkehrsausschuss und den  gestellten Fragen und Reaktionen kann man hier herunterladen (vielen Dank an unseren Leser Scense)

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131 Kommentare
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  1. Ist Rahmstorf noch Wissenschaftler oder schon Politiker?

    Zuerst mal Schamane und Scharlatan und mit Ideologie verbrämter Pseudo-Wissenschaftle.

    „Der Klimawandel ist ein dramatisches, aber lösbares Problem. Seine Bewältigung ist eine Feuertaufe für die im Entstehen begriffene Weltgesellschaft.
    Stefan Rahmstorf, Hans-Joachim Schellnhuber

    Slogan zu seinem 144 seitigen Buch, in dem der derzeitige Kenntnissatnd “Klimawandel” untergbracht sein soll. Das ist dann wirklich nicht viel.

  2. Zur Vervollständigung hier noch der Blogbeitrag, den Professor Rahmstorf nicht veröffentlicht hat:

    15.04.2009
    Herr Rahmstorf,

    Sie schreiben:

    je wärmer es wird, desto rascher steigt der Meeresspiegel; dieser Zusammenhang ist statistisch hoch signifikant.

    Was ja völlig richtig ist. Allein schon wegen der Thermischen Ausdehnung des Wassers. Und der ab 2005 verlangsamte Anstieg resultiert eben aus der seit dem seit 2002 zu beobachtenden globalen Abkühlungstrend. Mir ist es nur eben ein Rätsel wie Sie anhand der dargestellten Daten zu der Aussage eines beschleunigten Meeresspiegelanstiegs kommen. Aktuell (spätestens seit 2005) sieht es doch eher nach einer Verlangsamung aus (aus den Satellitendaten):

    Seit 1992: 3,2 mm/Jahr
    2004: 2,1 mm/Jahr
    2005: 1,1 mm/Jahr
    2006: 1,6 mm/Jahr

    Und ob Lomborg jetzt die Daten ab 2005 oder 2006 betrachtet macht da keinen besonderen Unterschied. Innerhalb der Fehlergrenzen der Datenermittlung sind die Werte wohl als nahezu identisch anzusehen.

    Und bisher habe ich immer noch nicht verstanden, woher der Knick nach oben ab etwa 2005 in Ihrer Grafik kommt. Wohl nicht aus den Satellitendaten(?).

    MfG
    Rudolf Kipp

    P.S.: Sind die Rohdaten zur von Ihnen dargestellten Kurve frei verfügbar? Falls ja, wäre ich für einen Link sehr dankbar.

  3. Was nun ein Ozeanologe wie Rahmstorf die Verkehrsausschuß des Bundestages empfehlen könnte oder sollte, das in der Tat erschließt sich wohl niemandem so richtig. Da haben die, die ihn eingeladen haben (die Grünen) wohl etwas ganz anderes bezweckt. Daß Rahmstorf sich für so etwas überhaupt hergibt (ist es der Wunsch nach Größe und Aufmerksamkeit, oder bildet er sich ein, tatsächlich etwas bewirken zu können?) ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Punkt. Den es zu beleuchten und zu diskutieren gilt. Es würde ja noch halbwegs passen, wäre es der Umweltausschuß, keine Frage. Aber der Verkehrsausschuß? Ich bin eigentlich ganz gut im Bilde, was dort so besprochen wird (In welchem Bundesland werden mit wieviel Mitteln aus dem entsprechenden Haushalt die Autobahnen ausgebaut? -- Das ist das Standardthema.). Die Weltrettung ist es jedenfalls nicht.

    Man kann tatsächlich so eine Einladung auch einmal ablehnen und in der Realität findet das auch sehr häufig statt. Nicht jeder Wissenschaftler -- gleich welchen Fachgebietes -- glaubt halt, universale Kompetenz in der Erteilung von Ratschlägen aufzuweisen. Daß Rahmstorf das offensichtlich für sich anders entschieden hat, zeigt eindeutig, daß er nicht als Forscher, sondern als Aktivist agiert.

  4. Man lese nur einmal diesen Bericht auf Rahmstorf’s Homepage:
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Other/bahnfahrt_dresden.html

    ich glaube, dann weiss man, was Herr Rahmstorf für ein Mensch ist.

  5. Hallo Herr Kipp,

    danke das Sie den unveröffentlichten Beitrag in der Klimalounge hier gepostet haben. Ich habe da bereits eine ganze Sammlung von, die immer größer wird. Vieleicht wäre es eine gute Idee, ein separates Blog zu eröffnen wo jeder seine von Rahmstorf zensierten Beiträge veröffentlichen kann. Ich denke, das wird eine spannende Lektüre.

    Ich zähle mich noch nicht einmal als “Klimaskeptiker”. Als Kaufmann bin ich es gewohnt Entscheidungen nur aufgrund von Fakten zu treffen. Bei der Klimadebatte interessiert mich nur, was denn nun eigentlich wahr ist und was nicht. Immerhin lebe ich in einem Land wo es angeblich Millionen “Klimawandelopfer” gibt und kann die Aussagen der Wissenschaftler zu den Verhältnissen in der Dritten Welt evtl. etwas besser als viele andere im Westen einschätzen.

    Hier zum Einstieg mein Posting vom 26. oder 27.1. in der Klimalounge, welches Herr Rahmstorf leider in die Tonne getreten hat:

    Wenn man die englischsprachige Presse verfolgt kommen fast täglich neue Fragezeichen zur Glaubwürdigkeit des IPCC und den verantwortlichen Wissenschaftlern auf die Tagesordnung.

    Von “Hide the decline”, Ausgrenzung nonkonformer Wissenschaftler, Manipulationen beim peer review, Himalaya-Manipulation, plötzliche Nichtberücksichtigung von ca. 5.000 Wetterstationen, Änderungen der Berechnungsmethoden (Homogenisierung) bis hin zum Amazonas-Versteppungsmärchen.

    Dazu die finanziellen Interessen maßgeblicher IPCC Verantwortlicher wie z.B. Pachauri mit seinen ganzen Forschungsinstituten und Emissionshandels-Aktivitäten. Dieser Mann kassierte alleine durch das Himalaya-Märchen mindestens 3,5 Millionen Forschungsgelder und stellt Kritiker in die Holocaust- und Geisteskranken-Ecke, während IPCC Lautsprecher Al Gore dem staunenden Publikum verkündet: The science is settled.

    Deshalb verstehe ich nicht wieso hier und anderswo noch über Details zur Temperaturentwicklung etc. diskutiert wird, wenn über den zugrundeliegenden Meßdaten und deren Interpretation ein tonnenschweres Fragezeichen hängt?

    Meiner bescheidenen Meinung nach wäre es zielführender, zunächst einmal sämtliche Daten usw. von wirklich unabhängigen Experten nochmals auswerten zu lassen. Erst dann ist es möglich, eine Diskussion über Ursachen, Zusammenhänge und mögliche Konsequenzen zu beginnen.

    Wenn dies nicht geschieht wird Pachauri mit seiner Aussage “Vodoo Science” auf völlig andere Weise Recht behalten. Weiterhin bleibt abzuwarten, ob die Politiker ihre Glaubwürdigkeit von derart unsicheren Daten und manipulierten Schlußfolgerungen abhängig machen wollen.

    Mit besten Grüßen aus dem Tropenbüro, Jochen Binikowski

  6. Man lese nur einmal diesen Bericht auf Rahmstorf’s Homepage:
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Other/bahnfahrt_dresden.html

    ich glaube, dann weiss man, was Herr Rahmstorf für ein Mensch ist.

    Das ist schon ziemlich krass.

    So richtig krank wird es dann aber hier:

    http://www.rahmstorf.eu/co2pins/background.htm

    Rahmstorf und seine Frau verhökern “CO2-Schmuck” zur Klimarettung. Das ist ungefähr so als wenn der Papst sich an seinem freien Tag auf den Flohmarkt stellt und Kruzifixe verscherbelt.

  7. Lieber Herr Binikowski,

    Das freut mich, dass Sie hier mal vorbei schauen. Ich lese Ihre Kommentare in der Klimalounge immer sehr gerne. Ich habe irgendwann aufgegeben, dort Kommentare zu schreiben, weil man mit kritischen Anmerkungen sowieso nicht mehr durchkommt.

    Ihre Idee halte ich für richtig gut. Vielleicht stellen Sie Ihre Sammlung an dieser Stelle schon einmal ein. Ich werde sie dann in einem eigenen Beitrag zusammenfassen. Es wäre gut, wenn Sie das Datum und den zugehörigen Blogbeitrag in der Klimalounge dazu schreiben können.

    @ Krishna
    Du hast doch bestimmt auch noch einige Beispiele archiviert. Wenn es die noch gibt, immer her damit.

    Viele Grüße,
    Rudolf Kipp

  8. Eine Art “Rahmstorf-Watch”-Kategorie finde ich ebenfalls gut. Sie muß nur klug konzipiert sein. Es kann nicht darum gehen, Herrn Rahmstorf “eins auzuwischen”. Wenn wir anfangen, den Gegner zu diffamieren und nicht mehr zu respektieren, sind wir auch nicht besser als die Alarmisten.

    Ich habe auch mal versucht, bei Rahmstorf mitzudiskutieren. Irgendwann läßt man es, wenn Beiträge nicht oder nur verstümmelt durchkommen. Einer dieser Beiträge war genau zu dem Thema der Moderation von Lesekommentaren.

    Und zwar mit diesem Tenor: Wenn man schon als Autor im Web eine Kommentarfunktion zuläßt, seine Leser also quasi auffordert, sich Gedanken zu machen und diese auch öffentlich zu äußern, wenn man also seine Leser zur Mitwirkung aufruft, dann sollte man sie nicht frustrieren. Und es ist frustrierend, wenn man sich die Arbeit macht, etwas Kluges zu formulieren, es dann aber ohne jede Reaktion einfach verschwindet. Eine Moderation ist in Ordnung -- aber sie sollte transparent erfolgen. Wenn man denn schon einen Beitrag löscht, dann allerdings sollte der Kommentator sich zumindest im Kommentarbereich wiederfinden und statt seines Beitrages eben eine Begründung des Administrators lesen, warum gelöscht wurde.

    Dies ist der besondere Stil, der das Internet gegenüber allen anderen Medien so einzigartig macht. Wer auch immer glaubt, im Web Transparenz zeigen zu müssen, der sollte das also auch entsprechend leben. Ansonsten muß er sich den Vorwurf gefallen lassen, nur zur Selbstbeweihräucherung und für Beifallklatscher aktiv zu sein. Wer das nicht möchte und auch nicht bereit ist, Kritik zuzulassen, sollte besser nicht im Web bloggen. Der Leser macht sich Mühe, er opfert Zeit, den Text des Autors zu verstehen und zu werten. Diese Mühe muß respektiert werden.

    Rahmstorf zeigt also mit seiner Art der Moderation, daß er vor seinen Lesern in Wahrheit keinen Respekt hat und er erkennt das Internet auch nicht als Medium für die freie Rede an. Unter diesem Aspekt sollte ein Rahmstorf-Watch stehen: Wir ermöglichen die freie Rede zu Rahmstorfs Themen und Thesen, tragen also einen weiteren Baustein zu Transparenz und Offenheit in der Klimadebatte bei.

    Nur: Wie machen wir das den Nutzern der wissenlogs bekannt? Dafür habe ich keine gute Idee…

  9. @Rudolf Kipp
    Mein “Mirror” Archiv liegt bei Oekologismus.de und sind eigentlich eher “polemischer” Natur….
    ;.)

  10. Soeben gesehen in Rahmstorfs Blog:

    Sehr geehrter Professor Rahmstorf,

    zunächst einmal vielen Dank, dass Sie immer eine so offene und wichtige Aufklärung betreiben. Gerade in einer Zeit wie der heutigen, wo Profitgier und finanzielle Interessen häufig wichtiger genommen werden als der Umweltschutz und vor allem der Klimaschutz.

    Deshalb noch einmal vielen Dank, dass Sie weiter so vehement für diese wichtigste Aufgabe der Menschheit eintreten.

    Nur leider gibt es im Internet auch immer mehr Klimaleugner, die die ganzen Gefahren für das Klima in Abrede stellen wollen. Ich habe hier ein Beispiel gefunden, wo gesagt wird, der Meeresspiegel würde gar nicht beschleunigt ansteigen und ehrliche Forscher, wie Sie es sind, sollten sich aus der Politik raushalten.

    http://www.science-skeptical.de/…n-lasst/001759/

    Vielleicht sollten Sie denen einfach mal gehörig Ihre Meinung sagen und solche unsinnigen Behauptungen, wie dass der Anstieg der Meeresspiegel sich verlangsamt hätte, mit den richtigen Fakten widerlegen.

    [Antwort: Lieber Herr Richter, im Internet wird jeden Tag viel Unsinn publiziert -- weder habe ich Zeit, das zu lesen, noch macht es Sinn, das zu beantworten. Den im von Ihnen verlinkten Artikel verwendeten Trick, kurzfristige Schwankungen über einige Jahre mit dem klimarelevanten Langzeittrend zu verwechseln haben wir ja hier schon mehrfach erläutert. Klimarelevant ist die langfristige Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs (z.B. in den letzten 20 Jahren im Vergleich zur Rate zu Beginn des 20. Jh.), die in der Fachliteratur vielfach belegt ist -- oder siehe auch diesen Buchbeitrag von mir auf deutsch.

    Link

    Clever von diesem “Jürgen Richter”. Ob dieser User das nun absichtlich gemacht hat, oder nicht: Kritik in ironische Zustimmung (deren Ironie dann hoffentlich genau nicht bemerkt wird) verpacken -- und schon bringen wir auch bei Rahmstorf alles unter, was wir wollen, inklusive Link.

    Das ist mir natürlich zu blöde, so vorzugehen, aber clever ist es doch…

  11. OK, dann mache ich mal den Anfang mit einem zensierten Beitrag von Ende November / Anfang Dezember nach dem CRU-Hack. Ich habe noch mehr Material, das ich aber nicht veröffentlichen möchte. Wer daran interessiert ist möge mich bitte anmailen, ich schicke das dann zur privaten Kenntnisnahme.

    Geärgert habe ich mich über die Zensurmethoden eigentlich noch nie. Da ich ab und zu mit richtigen Wissenschaftlern zu tun habe weiß ich das die eine vollkommen andere Denkweise haben. Diese ewigen Rechthabereien, Haarspaltereien sowie Schaumschlägereien scheinen bei vielen Vertretern dieser Berufgruppe angeboren zu sein.

    Ich denke, das “Rahmstorf-Zensuropfer-Blog” lässt sich leicht an die Teilnehmer der Klimalounge bekanntmachen. Die meisten lesen und schreiben ja auch anderswo, z.B. im Spiegel- oder Focusforum, Politikforum etc.. Wenn man da Links setzt spricht sich das neue Blog schnell herum.

    Hallo Herr Rahmstorf,

    ich muß mich schon sehr wundern dass Sie angesichts der Vorgänge in den letzten Tagen offenbar glauben, einfach wie bisher weitermachen zu können. Also z.B. Kommentare mit Ihnen nicht genehmen kritischen Inhalt einfach zu unterdrücken. Ob das eine erfolgversprechende Strategie ist wage ich zu bezweifeln.

    Durch das Daten-Leck ist die Glaubwürdigkeit der gesamten Klimaforschung weltweit aufs Schwerste erschüttert. Niemand, außer eine Handvoll Insider, wissen welche Daten echt und welche manipuliert sind. Ein wissenschaftlicher Super-GAU! Das wird auch eine Frau Merkel, deren Berater Sie ja sind, nicht einfach aussitzen können. Versetzen Sie sich mal in ihre Lage wenn sie bei Beschlüssen in Zusammenhang mit Klimaschutz ständig von den Journalisten und der Opposition gefragt wird, auf welche Daten sie sich eigentlich bezieht, echte oder manipulierte? Ich kann mir nicht vorstellen dass sie sich das antun will. Auch ist völlig unklar ob die Hacker noch weiteres Material haben das bei Bedarf später veröffentlicht wird.

    Hinzu kommt dass es allen anderen Regierungen auf der Welt ähnlich ergehen würde. Dank Internet usw. läßt sich nichts mehr weißwaschen oder unter den Tisch kehren. Es ist Zeit für eine völlig neue Strategie, andernfalls waren nicht nur alle bisherigen Bemühungen zum Klimaschutz für die Katz. Viel schlimmer, in der Bevölkerung würde auch die Akzeptanz wirklich sinnvoller Umweltschutzmaßnahmen drastisch sinken. Nach dem Motto: Wer einmal lügt…

    Meiner Meinung nach hilft Ihnen (und der Menschheit) jetzt nur noch die Flucht nach vorne:

    1. Freiwillige Veröffentlichung sämtlicher Forschungsergebnisse, Rohdaten, Strategiepapiere usw.

    2. Komplett neue Modelle, Statistiken und Prognosen durch bislang ausgegrenzte Wissenschaftler

    3. Wenn man schon meint nur durch Angstszenarien eine Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen, dann künftig nicht mehr durch das Thema CO2 sondern die Gefahr der Abhängigkeit bei fossilen Energien durch dubiose Ölscheichs, Russenmafia etc., Stichworte Fahrverbot, ungeheizte Wohnungen usw. Das wäre für jedermann nachvollziehbar, die Bereitschaft den Umstieg auf alternative Energien zu finanzieren würde rapide steigen.

    4. Fokussierung auf weitere schwerwiegende Zukunftsprobleme wie Ernährungssicherheit, Abholzung, Überfischung, Flutschutz usw.

    5. Abschaffung des Emissionshandels

    Wenn diese Strategie, und es gibt noch viele andere Punkte, aufgeht bewirkt das vermutlich einen größeren CO2-Rückgang als bei der aktuellen Methode.

    In diesem Sinne beste Grüße aus dem Tropenbüro, Jochen Binikowski

  12. Ich kann mich nioht erinnern, das schon mal hier gelesen zu haben.

    Amid controversy surrounding the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) report on melting glaciers, Xie Zhenhua, Vice-Chairman of China’s National Development and Reform Commission, today urged the UN panel to make the fifth assessment report comprehensive by also citing contrarian views.

    BASIC ministers task IPCC with need for rigour in climate reports

  13. Guten Tag zusammen,
    ich hatte selbst vor kurzem versucht, einen Eintrag in Herrn Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Stefan Ramsdorfs Blog einzutragen, bin mit aber nicht sicher, ob er veröffentlicht werden wird. Deshalb eine kleine Anregung an Dritte, es mir wie folgt nachzutun. Bitte die gemittelten Monatstemperaturdaten der Säkularstation Potsdam Telegrafenberg (wg. der räumlichen Nähe zum PIK, ähem) von 1893-2009 downloaden. Die Daten in Excel (oder in ein wirklich mächtiges Statistikwerkzeug wie SPSS) eingeben. Dann die Daten so aufbauen, dass jeder Monat in einer separaten Spalte steht und oben der Wert des kältesten Monats (z.B. der kälteste Januar) und in der 117.ten Zeile der wärmste Monat (z.B. der wärmste Januar des Messzeitraums) im Sinne einer “Orgelpfeifenaufstellung” steht. Dann einfach von oben nach unten eine Rangzahl verteilen -- der kleinste Wert bekommt eine 1, der größte eine 117 (weil es 117 Messjahre sind). Dann plottet man sich diese Daten in einer Balkengraphik gegen die Jahre auf. Die Aussage dieser Graphik ist, dass sie eine Betrachtung der Verteilung der z.B. wärmsten, weniger warmen, kälteren und kältesten Januarmonate über die Jahre 1893-2009 erlaubt. Zu erwarten wäre, dass sich rechts im Bild (also Richtung des Jahres 2009) mehr hohe Balken befinden (hoher Balken = hohe Rangzahl = hohe Temperatur im Januar). Dem ist aber mitnichten so. Vielmehr kann man absolut eindeutig erkennen, wie sich die Solarzyklen wiederspiegeln. Pi mal Daumen alle 11-15 Jahre ist ein Maximum mit einem besonders hohen Balken (= besonders heißer Monat) bzw. korrespondierend ein Minimum zu erkennen. Im übrigen empfehle ich eine Pearson-Korrelation zwischen den Temp.-Mittelwerten aller Monate untereinander. Es korrelieren die Januar- und August-Daten nicht miteinander -- was bedeutet, dass ein quasi vorhandener Trend zu einer globalen Erwärmung weder für den Zeitraum 1893-2007, noch 1950-2009 noch 1980-2009 vorhanden ist. Eigentlich wäre ab 1980 ein solcher zu erwarten gewesen, würde sich das Klima global erwärmen. Dann täte es dies auch in Potsdam und dann müssten die Monatsmittelwerte im Januar und August in ähnliche Richtung steigen und zwar signifikant. Das tun sie nicht …. weil die Sonne der Klimatreiber ist und nicht Herr Rahmstorf.
    Viele Grüße, Anonymous Upjohn (bitte für gewählte Anonymität um Nachsicht)

  14. Noch ein Hinweis. Man lade sich bei beim World Data Centre of Greenhouse Gases die CO2-Daten sowie die meterologischen Daten (Windrichtung und -geschwindigkeit) des Umweltbundesamts-Sensors am Brotjacklriegel herunter, bringe sie in ein Statistikprogramm und gruppiere die Windrichtungsgradangaben in 10-Grad-Klassen. Man wähle z.B. einen sehr kalten Monat (Januar) und einen sehr heißen Monat (August). Die Daten sind stündliche Mess-daten für die Zeiträume 1972-2002. Sie stammen von einem Messsensor, der auf einem 18 m hohen Holzturm mitten im Naturschutzgebiet stand. Man kann z.B. im Januar erkennen, dass im Jahre 1972 nachts um 3 Uhr der CO2-Wert erstaunlich hoch ist …. Grund ist meiner Ansicht nach (und auch laut der Stationsbeschreibung der oben genannten Datenbank), dass 18 m entfernt und in einer Bodenhöhe von 7 m ein Kamin einer ölgefeuerten Heizung stand (sic!).
    Ich kann anhand der Daten sehr genau nachvollziehen, um wieviel Uhr die Heizung gelaufen ist im Winter. Und zwar gehäuft morgens gegen 3 Uhr, dann wieder gegen 6 Uhr (die Leute stehen im dem besetzten Stationshäuschen auf, duschen sich, machen Kaffee), dann gegen 11 Uhr (es wird Mittag gemacht), dann gegen 16 Uhr (Kaffeekränzchen) und gegen 20 Uhr (auf zur Glotze, Bierchen, Chips). Diese Anstiege sind erheblich und machen bis zu 8% vom Tagesdurchschnitt aus. Normalerweise wäre das kein Problem, denn wen interessiert ein Messsensor im bayerischen Wald, der neben einem Kamin steht? Nun -- die Daten sind offensichtlich reihenweise in wissenschaftliche Berichte eingelaufen. Man kann das schnell ergoogeln. Selbst das Umweltbundesamt hat sie verwendet …. und berichtet in einem Report monatsgemittelte Werte, die (wenn man sie anhand der Stundeneinzeldaten nachrechnet) pikanterweise auf der Nachkommastelle abweichen. Da fragt man sich, wie genau misst eigentlich überhaupt ein CO2-Sensor, der ppm auf 2 Nachkommastellen angibt. Kann der neuerdings nicht nur Teile pro Million sondern Teile pro Billiarde messen? Also ich glaube das nicht. Ich empfehle, sämtliche Daten aller dt. CO2-Sensoren auf die gleiche Art nachzuprüfen. Denn eines ist offensichtlich. Im Umweltbundesamt ist man offensichtlich nicht einmal kompetent genug, einen schlichten CO2-Sensor im Wald richtig aufzustellen. Ich hätte eine tolle Idee für einen Messstandort in der Nähe von Bitburg in der Vulkaneifel. Da gibt es Kaltwassergysire, die wunderbar CO2 ausstoßen alle 40 Minuten. Da würde ich als UBA sofort einen Sensor danebenstellen und dann “anthropogener CO2-Klimawandel” rufen.
    Viele Grüße, Anonymous Upjohn

  15. wenn noch ein letzter Eintrag erlaubt ist, bitte. Im Hinblick auf Rahmstorfs Einlassung zum erhöhten Anstieg der Meeresspiegel empfehle ich, sich zu informieren über die Messungenauigkeitsprobleme von Meereshöhenmessungen durch Satelliten und Meerespegelmesser. IMHO sind Satelliten deutlich unzuverlässiger, aber sei’s drum, denn ich bin nur ein Laie. Man lade sich die Sea Level Data des US Center for Operational Oceanographic Products and Services unter http://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends_global.shtml
    herunter. Es handelt sich dabei um gemittelte Meeresspiegel-Anstiege für 159 weltweit verstreute (gehäuft USA
    Ost- und Westküste, aber auch Skandinavien, Südsee, usw.) Pegelmessstationen. Die Messdauern der Pegel liegen
    zwischen 28 bis 194 Jahren (85,2 +/- 28,9 Jahre), jeweils wird der Mittelwert des jährlichen Anstiegs angegeben. Betrachtet man alle Pegel gemeinsam, liegt der Meeresspiegelanstieg pro Jahr bei sagenhaften 0,67 +/- 2,61 mm (Median 1,09 mm; -8,17 mm bis 6,39 mm). Ich darf darauf hinweisen, dass die Meeresspiegeldaten der skandinavischen Staaten unisono fallen, weil dort das Land noch seit der letzten Eiszeit wegen des weggeschmolzenen Gletschereises steigt. Ich gebe zu, dass das sicher keine repräsentative Messung des globalen Meeresspiegels per se ist (dafür ist das Network zu grob), aber es ist ein guter Schätzwert aufgrund der Sensorenzahl. Eine Aussage über den beschleunigten Anstieg kann man damit nicht treffen, weil keine zeitliche Zuordnung von Einzeldaten im Messdatensatz erfolgt. Aber bei dem gemittelten Anstieg macht mir der Ozean per se keinen Kummer und auch nicht Herr Rahmstorf. In diesem Zusammenhang wichtig ist der Aspekt der Plattentektonik. Auch in der Südsee (siehe Malediven) muss man darauf achten, dass sich Inseln heben oder senken können, ohne dass der Meeresspiegel sich relevant verändern muss. Trotzdem kann der Pegelstand sich erhöhen (weil die Insel relativ zum Meer tiefer sinkt, z.B. in Subduktionszonen oder in Zonen von großen Kontinentalplatten, die sich in unterschiedlichen Plattensektionen heben und auch senken können). So, damit ist Schluss. Ich wollte den Blog nicht vollmüllen.
    Viele Grüße, Anonymous Upjohn

  16. @upjohn
    Müll sieht anders aus, danke für die “zu wenigen” Beiträge eines Laien !
    :D

  17. Ich schließe mich Krishna an. Von dieser Art von “Müll” können wir hier mehr vertragen.

    Und vielen Dank für den Link zu den NOAA Stationsdaten. Ich habe ihn oben in die Linkleiste aufgenommen (unter Klimadaten/Meeresspiegel)

  18. ich bedanke mich für das Lob. Ich bin eine Person, die sich mit Statistik auskennt, aber einen med. Background hat. In Sachen Klimatologie bin ich Laie, wie jeder andere auch, der es nicht studiert hat oder beruflich in dem Feld arbeitet. Meine Spezialität ist die Analyse von Datensätzen und ich habe ein Händchen zum Auffinden von Fehlerquellen, da ich das täglich tue. Ich bin seit einigen Wochen “Klimaskeptiker”, nach dem ich mich bis November letzten Jahres (Climategate-Skandal) für Klimaforschung so wenig interessiert habe wie jeder andere Durchschnittsbürger. Mithin habe ich mir Daten angesammelt und sogar den Wälzer des IPCC-Reports downgeloaded, um die vielen Mängel, die dieser Bericht hat und die öffentlich kritisiert werden, nachzuvollziehen. Mir fiel beispielsweise im Workbericht I des IPCC (siehe Kapitel 5.5.2.1., Seite 410 die Abbildung 5.13 auf. In dieser findet sich eine Abnahme des Streufehlers (Standardfehler, SEM) der global mean sea level von 1880-2000. Für mich ein Hinweis, dass die hinter den einzelnen Zahlen steckenden Messdaten mit der Zeit zunehmen müssen und am Anfang gering sind. Nur in kleinen Kohorten ist der SEM groß, er wird mit zunehmender Datenmasse immer etwas kleiner. Deshalb wird die Messung aber nicht genauer. Interessant war, dass die X-Achse von ca. 1870-2005 zu gehen scheint, aber der sea level in mm von -150 bis +50 mm schwankt. Dabei handelt es sich angeblich um die annual averages of the global mean sea level. Ich habe im dem bereits genannten US-sea-level-Datensatz lediglich 45 Pegelmesser gefunden, die eine Zeitspanne von 100 Jahren und mehr abgreifen. Die meisten davon liegen Dänemark (10), Schweden (5), USA (8), Norwegen (5), Finland (4), Norwegen (3), England (3), Deutschland (3), Frankreich und Australien (je 2) und dann noch vereinzelnt Pegel in Ländern wie Indien, Italien usw. Alle Messpegel, die negative Werte (also sinkender sea level = steigende Küste) zeigen, liegen in Skandinavien oder Kanada (= noch immer Anstieg der Länder nach letzter Eiszeit). Ich würde meinen, dass die Figure 5.13 im IPCC-Report deshalb einen steigenden sea level aufweist, weil absichtlich jene Pegel inkludiert sind, die negative Spiegel haben. Das macht den Anstieg drastischer. Ich halte diese Abbildung für typisch IPCC-getürkt. Man selektiert gezielt Daten in den Datensatz von Pegelmessern, die nur dann eine krasse Kurve liefern, wenn die Pegel mit negativen Pegeln eingeschlossen werden. Sonst wäre diese Kurve wesentlich flacher und viel weniger dramatisch. Das nenne ich fälschen mit Rohdaten. Ein überholter und dümmlicher Trick, den ich sehr gut kenne und den jeder leicht erkennen kann, der ein etwas geschultes Auge hat und an die Rohdaten gelangt …..

  19. @upjohn
    Wenn Du gut Englisch kannst, bewirb Dich doch mal bei WUWT als Gastautor zu diesen Themen.
    Da wirst Du ein überaus offenes Ohr finden.
    :D

  20. darf ich noch eine Bemerkung zum Kapitel 5.5.2.1. des IPCC-Reports I von 2007 loswerden? Das Subkapitel ist eine 3/4tel Seite lang und bezieht sich auf Papers von insgesamt 7 Autoren zum Thema Meeresanstieg und dessen Messung durch Pegelmessgeräte.
    Woodworth und Player (2003; http://www.jstor.org/pss/4299170) sind ein schlichter Report über das PSMSL-System, ohne dass Daten beschrieben werden.
    Douglas (2001) und Peltier (2001) sind zwei einzelne Buchkapitel aus einem gemeinsamen Buch von Douglas et al.
    (Rezension siehe hier: http://www.jstor.org/pss/4300139), ich habe beide Kapitel leider (noch) nicht im Volltext.
    Aber zur Validität von Douglas’s Angaben empfehle ich den Blick auf http://www.co2science.org/articles/V10/N32/C1.php
    “Whereas the data of Douglas yielded a mean global sea-level rate-of-rise of 1.84 ± 0.35 mm/year after correction for the GIA effect (Peltier, 2001), Woppelmann et al. obtained a much lower mean value of 1.35 ± 0.34 mm/year when employing their correction for measured GPS vertical velocities. The sizable difference between these two results raises the question of how they compare with results obtained from other ways of estimating global sea level trends.”
    Miller und Douglas (2001) ist der erste Bericht über tatsächliche Messwerte im IPCC-Kapitel -- siehe bitte http://www.nature.com/nature/journal/v428/n6981/full/nature02309.html
    Holgate und Woodworth (2004) haben 177 Pegelmesser untersucht (da liege ich mit den mir vorliegenden 159 also gar nicht so schlecht), aber so sicher sind sich die Autoren nicht, was den Anstieg angeht -- siehe http://www.agu.org/pubs/crossref/2004/2004GL019626.shtml.
    Church et al. (2004) findet sich im Netz als Volltext http://www.imedea.uib.es/goifis/OTROS/VANIMEDAT/documentos/intranet/Bibliography/Church_SeaLevelAcceleration_20century.pdf und sie bescheiben eine jährliche Zunahme von 1,7 mm sowie einen zusätzlich beschleunigten Anstieg (aber nur, wenn die alten Pegelmesser mitverwendet werden) von sagenhaften 0,013 +/- 0,006 mm/Jahr. Dass man aus alten Pegelmesserdaten eine Diskrepanz von zusätzlich einem Tausendstel Millimeter pro Jahr herauslesen können soll, möge man mir unter Angabe der üblichen Fehlerrate eines Pegelmessers bitte im Detail erklären. Der Taschenrechner klärt auf, wieviele Jahre muss man eigentlich warten, bis dieser Zusatzfaktor von Church et al. zu einem einzigen 1 mm Zusatzanstieg des Meeresspiegels führt.
    Church und White (2006) sind de fakto die gleichen Autoren wie eben genannt und sie wiederholen offenbar das gleiche Ergebnis in einer anderen Zeitschrift. Für mich ein klassisches Beispiel für eine Mehrfachpublikation des gleichen Datensatzes (nur ein wenig anders aufpoliert). http://www.agu.org/pubs/crossref/2006/2005GL024826.shtml
    Der IPCC-Bericht kommt also im Kapitel zu Pegelmessern auf der Basis von 7 Papern, davon lediglich vier mit wirklichen Messdaten und davon wiederum zwei von einem Autorenteam, was das gleiche Resultat doppelt publiziert hat, zu dem Schluss, dass die Meeresspiegel zwischen 1961-2003 um 1,8 +/- 0,5 mm und im 20. Jahrhundert sogar weniger stark (1,7 +/- 0,5 mm) gestiegen sind. Das ist kein Review, schon gar kein Peer Review, sondern einfach pseudowissenschaftlicher Bullshit. Allein Google Scholar (zugegeben, keine gute Suchmaschine) gibt bei den Worten
    “scientific paper sea level rise tide gauge study” über 18.000 Seiten aus. Von einem angeblichen Review aus dem Jahr 2007 erwarte ich eine tabellarische Aufstellung von tide-gauge-Studien zumindest für die Jahre 2000-2005 und zwar nur jene, die wirklich Messdaten präsentieren. Ich finde auf Anhieb Dutzende solcher Übersichts- und Einzelstudien zu dem Thema. Keines davon ist im IPCC-Report. Nun, wer ist für diesen extrem brauchbaren IPCC-Mist eigentlich verantwortlich. Da fällt einem der Name eines der beiden coordinating lead authors (Jürgen Willebrand) auf Seite 385 ins Auge. Man google nach den gemeinsamen Papers von Herrn Rahmstorf und Herrn Willebrand und finde u.a.
    http://wind.mit.edu/~jscott/AMOC/rahmstorf_willebrand_jpo95.pdf. Und so schließt sich dann wieder der Kreis. Bei der Gelegenheit ein Tipp. Man google nach dem Förderreport der Deutschen Forschungsgemeinschaft aus 2008. Dort steht haarklein verzeichnet, welches Institut wieviel DFG-Fördergelder bekommt. Das ist dann sehr erhellend im Sinne von welch Förderbrot ich ess, des Lied ich sing.
    Viele Grüße, Anonymous Upjohn

  21. @ upjohn

    Bevor Sie darüber nachdenken, Krishnas Vorschlag zu folgen. Wir freuen uns hier immer über kluge Beiträge. Die dürfen dann sogar auf deutsch sein…

    Wenn Sie Interesse haben, richte ich Ihnen hier gerne einen Autoren-Account ein.

  22. @ upjohn #18

    Ich würde meinen, dass die Figure 5.13 im IPCC-Report deshalb einen steigenden sea level aufweist, weil absichtlich jene Pegel inkludiert sind, die negative Spiegel haben. Das macht den Anstieg drastischer.

    Können Sie das ein wenig mehr erläutern? Auf den ersten Blick würden doch Pegelmessungen, die einen Rückgang zeigen den Trend nach unten drücken (?).

  23. Hallo Herr Kipp,
    vielen Dank für das Angebot. Ich bin mir derzeit unschlüssig, wie ich mich verhalten soll. Ich hatte früher schon einschlägige Erfahrungen im Umgang mit Hype-Geschichten in einem medizinischen Felde, das mich fast (als ich mich inhaltlich zu stark exponierte) beruflich ruiniert hat. Ich möchte mich eigentlich nicht exponieren, weil ich sehr genau weiß, dass ich in der Lage bin, den Finger in statistische Lücken von Herrschaften zu legen und leider auch weiß, wie im Background die normale Forschungslandschaft funktioniert. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie man öffentlich verhackstückt wird (man sieht das an wirklichen Top-Leuten wie Richard Lindzen oder Bob Carter, an deren Expertise ich bei weitem nicht mal im Ansatz heranreiche), wenn man sich exponiert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie energisch ein gewisser Herr R. reagieren würde, würde man ihm z.B. mal mit seiner CO2-Schmuck-Webpage den Abmahn-Senkel stellte. Das wäre ein Kinderspiel, aber es bedürfte einer Enttarnung, die ich nicht durchführen will.
    Ich hatte mich vor kurzem mit dem gleichen Pseudonym in einem Blog der B90/Grünen und bei der TAZ getummelt und wurde bei den Grünen IP-Nummern-gestützt gefiltert und bei der TAZ wurde mir quasi öffentlich vom Blog-Inhabeer gesagt, dass er mich zensieren würde, wenn ich nicht verschwände. Und ich hatte (so hoffe ich) dort stets die Form gewahrt (ok, zynisch war ich auch, aber nicht beleidigend), auch wenn’s bei solchen Herrschaften gelegentlich schwer fällt.
    Ich bin mir relativ sicher, dass in der Politiklandschaft (siehe Merkels Kürzungen der Photovoltaik-Förderung) längst begriffen worden ist, dass der Klimahype ein solcher war. Nur laut sagen tut man dies nicht, damit es nicht so offensichtlich ist, wie dreist immer noch der Finanzminister CO2-gestützt bereits heute in unseren Steuersäckel greift. Blicken Sie mal nach phoenix.de und sehen Sie sich die Diskussion über die Finanzierungsprobleme von Griechenland, Spanien, Portugal und Italien an. Da bleibt einfach kein Geld mehr für den Kinderkram des Klimawandelmythos übrig, denn faktisch droht ein Zerbrechen des Euro. Deshalb wird es Absetzbewegungen geben, um das Geld freizumachen, welches akut u.a. Griechenland benötigt. Ich denke, man kann diese Bewegungen auch schon sehen. Eine der ersten Hinweise dürfte der DFG-Finanzbericht 2009/10 sein. Man muss nur einen Chart für das GEOMAR und das PIK anfertigen und nachsehen, ob deren Fördergelder sinken. Falls ja, ist das de facto das Ende des Hype … es weiß dann nur noch keiner ;).
    Ich würde derzeit einfach bei dem Status bleiben wollen, hier ab und an eine kleine wissenschaftliche Frechheit einzustellen mit entsprechenden Background-Infos. Das ist für mich einfach nervenschonender.
    Vielen Dank, A. Upjohn

  24. Hallo Her Kipp,
    Sie meinten: “Können Sie das ein wenig mehr erläutern? Auf den ersten Blick würden doch Pegelmessungen, die einen Rückgang zeigen den Trend nach unten drücken (?)”.
    Ich weiß nicht, ob Sie das Bild vor Augen haben. Sie finden es auf der IPCC.ch-Website in dem PDF-File des Basisreports. Wenn Sie sich das Bild bzw. die Kurve ansehen und zwar ganz links beginnend, dann sehen Sie bis etwa von 1870-1900 sehr breite Fehlerbalken. Das deutet darauf hin (weil Streuungen in kleinen Kollektiven immer zu großen Fehlerbalken führen), dass die Basis der jeweiligen Mittelwertspunkte und SEM’s nur relativ wenige Messdaten sein können. Wieviele das sind, kann ich derzeit schlicht nicht sagen, ich habe die drei Papers, aus denen die Kurve offenbar zusammengefummelt wurde, nicht im Original hier liegen. Da in dem Paper die allermeisten Pegel-Messpunkte bzw. roten Punkte mit SEM’s unterhalb des 0-mm-Wertes der Graphik liegen, ist es zwingend, dass sich im Bereich von 1870-1960 entweder haufenweise Messdaten von Pegeln finden, die einen starken Abwärtstrend der Meeresspiegel zeigen oder (was ich viel eher annehme) dass überproportional viele Pegelmessdaten aus Kanada und Skandinavien in der Kurve von 1870-1960 liegen, während in der Zeitspanne, die ab 1860-2005 liegt, sich primär auf Daten von nicht-kanadischen und nicht-skandinavischen Pegeln fokussiert wurde. Bedenken Sie, die tatsächliche Datenbank, deren Mittelwertsangaben ich schon nannte, deckt bis zu 194 Jahren ab und das ist ja sogar noch länger als in der Graphik, wo gerade mal 135 Jahre gezeigt werden. Kein einziger der Messfühler gibt in meiner Datenbank einen Abfall von mehr als -8,17 mm/Jahr an. Ich kann’s jetzt nicht pro Jahr aufschlüsseln, weil die Datenstruktur das so nicht zulässt (ich werde mir mal die entsprechenden Daten noch downloaden, keine Sorge), aber es riecht für mich danach, dass es rein technisch absolut unmöglich ist, eine Meeresniveausenkung im Jahre 1870 (1. Messwert ganz links) von sagenhaften -14 cm (sic!) zu haben und gleichzeitig hüpft zwischen dem 5.-6. Messwert der Mittelwertspunkt samt SEM um fast +3 mm/Jahr nach oben. Da stimmt hinten und vorne etwas nicht. Alle Kurvenbestandteile, wo man drastische, abrupte mean-SEM-Sprünge sehen kann, sind fragwürdig und deuten IMHO auf Datenmanipulation hin. Das kommt 1870-1940 mindestens dreimal vor. Danach kann man in dem Geschmier kaum noch etwas erkennen, weil in der Abbildung eine fette blaue und schwarze Linie die Schwankungsdiskrepanzen überpinselt hat.
    Um die Kurve so steil zu bekommen, wie sie ist, ist es unumgänglich, dasss man möglichst viele Minus-Daten (also Abfälle des Spiegels) links stehen hat. Das müssen Extremdaten von einzelnen Messpegeln sein, denn wenn Sie genau die SEM-Bälkchen betrachten, dann nehmen diese bei den “Sprüngen” der Linie auffallend an Höhe ab. Das machen die nur, wenn sie deutlich mehr Falldaten repräsentieren als bei den langen Bälkchen. Das bedeutet, die langen Bälkchen repräsentieren nur wenige Rohdaten/Pegel. Das müssen also Pegel mit starken Meeresspiegelabfällen sein, vermutlich nördliche in Kanada und Skandinavien. Die Kurve muss demnach gerade im linken Bereich gehäuft aus Pegeldaten dieser Länder bestehen, sonst wären die Punkte alle weiter oben in Richtung des 0-Pegelwertes verschoben und dann würde die Kurve nichts mehr bringen. Meine Mutmaßung ist, dass man gezielt mehr nördliche (und davon gar nicht mal so viele) Pegelwerte vor 1920 eingebaut hat, um die Kurve möglichst tief fallen zu lassen. Aber der, der getrickst hat, hat keine Ahnung von Statistik, sonst hätte er das Problem mit den unterschiedlich langen Bälkchen auch gleich eliminiert. Er hat primär auf den Mittelwert und nicht auf den SEM geschaut. Und ich sehe das halt sofort. Wo nicht getrickst wurde, war wohl der Krakatau-Ausbruch mit einer globalen Abkühlung (und Meeresspiegelsenkung) für 1883-1884. Viele Grüße

  25. Hallo Herr Kipp,
    noch eine Bemerkung zu dieser Abbildung. An sich ist es der Graph per se unglaubwürdig. Zu lesen ist er ja so, dass z.B. 1870 der Meeresspiegel sich um ca. 14 cm gesenkt hat. Im nächsten Jahr senkte er sich um 12 cm. Das kann per se nur Unfug sein, denn der IPCC bericht selbst schreibt von einem Anstieg von 1,7 mm/Jahr. Da stimmt also alles hinten und vorne nicht. Auch die Beschriftung “annual average of the global mean sea level (mm)” ist fragwürdig. Der “jährliche Durchschnitt des globalen mittleren Meeresspiegels in mm” ist ein Wortmonster. Der durchschnittliche Meeresspiegel ist nicht in mm zu messen, sondern in Metern (weil die Meere bekanntlich zum Teil ein paar tausend Meter tief sind). Die Wellenhöhe ist auch nicht gemeint. Also kann nur der Zuwachs oder der Abfall des mittleren Meeresspiegels auf globaler Basis gemeint sein. Und der fiel mit Sicherheit nicht in einem Jahr um 14 cm und im nächsten Jahr um 12 cm und stieg nicht erst nach 1960 an. Bei der Kurve stimmt überhaupt nichts -- weder Beschriftung noch Inhalt. Und der Peer Review ist u.a. von Herrn Willebrand vom Leipniz Institut für Meereswissenschaften an der Uni Kiel zu verantworten, der (welch Zufall) auch noch in der Policymaker-Fassung draft contributing author ist und auch contributing author bei der Technical Summary. Diese Art von Schlamperei ist eine der diversen Krönungen, die es bisher nicht in die Presselandschaft geschaft haben. Und DAS ist eigentlich die wahre Schande. Kaum ein Journalist macht heute mehr seinen Job, wenn es um Klimawandel-Backgrounds geht. Und dies ist eigentlich der wahre Pudels Kern. Wir merken seit einiger Zeit, dass die 4. Kontrollinstanz in diesem Lande den Geist aufgegeben hat.

  26. Ha! Noch so einer… Herzlich willkommen (illegitimer Stiefzwilling von John Updike?)!
    Da ich unsaubere Statistiken ebenfalls nicht ausstehen kann und solchen Murks zuweilen geradezu rieche, gestatte ich mir, Sie ein wenig ins Herz zu schließen.
    Könnten Sie bitte mal einen Link zu den gemittelten Monatstemperaturdaten der Säkularstation Potsdam Telegrafenberg posten?

    @ALL
    Kennt jemand den Algorithmus, nachdem die “globale Mitteltemperatur” errechnet wird? Oder das Programm (wird wohl wieder Pascal sein wie in den FIOA/documents)?

    @Herr Kipp
    Schade, daß wir hier kein googlesicheres Separee haben, wo man sich ggf. etwas gelöster austauschen kann, vielleicht auch untereinander Daten zuschicken kann. Oder? ;)

  27. Hallo Herr Tiger,

    nein, ich bin nicht mit John Updike verwandt, mein “Vater” hieß Gallup. Sein Leitspruch war: unter 3000 Leuten
    brauchst Du bei mir gar nicht anklopfen! ;-).

    Der Link für den Messfühler lautet http://www.klima-potsdam.de.

    Mit dem Algorithmus zu der globalen Mitteltemperatur kann ich leider nicht dienen. Ich bin ein sturer alter
    “Statistik-Bock”. Wenn ich die Mitteltemperatur errechne, zähle ich immer noch die tatsächlich gemessenen
    Einzeldaten gnadenlos zusammen und rechne einfach den Mittelwert aus ;)

    Ich hätte auch eine Bitte: kennt hier jemand einen Link zu CO2-Wetterballon-Messdaten hinauf bis auf 20 km
    oder mehr? Ich finde dazu einfach nichts passendes. Ich würde so gerne eine Korrelation zwischen den CO2-
    Bodendaten von Messstationen auf Meereshöhe und unterschiedlich hohen Standorten mit den Ballondaten
    durchführen. Irgendwie habe ich nämlich das Problem, dass ich in der Schule gelernt habe, dass CO2 so schwer
    ist, dass man damit ganz prima einen Brand im Keller löschen kann, in dem man eine CO2-Flasche aufdreht …. und mit 5,5 km Höhenzunahme sinkt auch noch der Luftdruck um 50%. Wo kommt dann nur das ganze
    CO2 in die hohen Atmosphärenschichten? Zu Fuß oder mit dem LIft? Und wenn ja, wieviel genau?

    Sind die Nasa-Sonnenfleckendaten eigentlich verlässlich oder sollte man diese sicherheitshalber mal nachprüfen?
    Falls ja, gibt es einen “deutschen Standard” jenseits von http://www.schulze-md.de/tabellen.htm, auf den man
    sich wirklich zitierfähig valide stützen kann?

    Vielen Dank
    Upjohn

  28. @upjohn

    Irgendwie habe ich nämlich das Problem, dass ich in der Schule gelernt habe, dass CO2 so schwer
    ist, dass man damit ganz prima einen Brand im Keller löschen kann

    Das ist selbstverständlich richtig. Bei mir im Büro hängt auch so ein teuflischer klimaschädlicher CO2-Löscher an der Wand…
    Aber das ganze ist so: Wenn sie die CO2-Flasche öffnen, strömt das Gas wie eine Flüssigkeit über den Boden und füllt den Raum von unten her auf (ich glaube, an manchen Schulen wird noch das Experiment mit Kerzen im Glas gemacht, die auf verschiedenen Höhen stehen und nacheinander verlöschen).
    Das demonstriert die Schichtung sehr deutlich -- so deutlich, dass der folgende Effekt oft vernachlässigt wird:
    Wie wir wissen, bewegen sich die Gasteilchen entsprechend ihrer Temperatur mit entsprechender Geschwindigkeit chaotisch durch den Raum. Diese Bewegung ist es, welche die Schichtung der Gase relativ schnell auflöst. In der realen Atmosphäre kommt noch dazu, dass die Turbulenzen und die Konvektion diesen Effekt noch um ein vielfaches übertreffen -- so, als wenn sie Wasser mit Öl mischen -- es entsteht eine Emulsion, die erstaunlich lange stabil bleibt, obwohl deutliche Dichteunterschiede bestehen.
    Deshalb folgt die CO2-Verteilung in der Atm. vor allem den Luftströmungen. CO2-Quellen mittlerer Breiten werden im allgemeinen westwärts über den Globus verteilt.
    Was CO2- Balonmessungen betrifft -- mir sind leider keine Quellen bekannt. Üblicherweise werden Druck, Feuchte, Temperatur, Wind und mit speziellen Radiosonden auch Ozon gemessen.
    Wenn CO2 so gemessen wird, dann nur in speziellen (mir nicht bekannten) Forschungsprojekten.

    Die Sonnenfleckenzahlen werden von vielen Wissenschaftlern mit Argusaugen überwacht, auch die alten Daten sind recht gut. Leif Svaalgard hat solche Daten auf seiner Seite z.B. http://www.leif.org/research/ (und noch viel mehr).
    hier: http://www.leif.org/research/files.htm (unter SSN)

    MfG
    Wetterfrosch

  29. @ upjohn
    Ach ja, der gute alte Papa Gallup… Das übt ungemein.
    Und dort soll ein

    wirklich mächtiges Statistikwerkzeug wie SPSS

    ausgereicht haben. Bißchen geizig der Papa, SAS war wohl zu teuer? ;-)

    Ähem, der Link http://www.klima-potsdam.de/ führt mich leider auch nicht zu den Rohdaten, mit denen man weiterrechnen könnte. Nur ein paar Tools erzeugen dort fertige Ergebnisse.

    Selbst ein

    sturer alter “Statistik-Bock” :-)

    wird -- bei der geographischen Verteilung der Meßstellen -- diese dadurch völlig schräg gewichteten Temperaturdaten nicht einfach zu einem arithmetischen Mittel als “Globaltemperatur” verwursten können, weil das ganze so erhaltene Datenzeug einer Normalverteilung nicht einmal annähernd entspricht, sondern eher wie im Laufen hingepinkelt daherkommt.
    Ich denke, das ganze Globalklima-Gedöhns ist schon im ersten Ansatz Mumpitz: Wenn wir von “Klima” reden, können wir nur einzelne kleine Gebiete in ihrer Dynamik betrachten. Schon allein
    -- Entfernung vom Meer und, bei Meeresnähe, der Einfluß von Strömungen,
    -- Höhe über NN,
    -- Mikro-Geographie,
    -- Vegation und Urbanisierung,
    -- vorherrschende Luftströmungen
    -- und und und -- mind. noch 100… 1000 Parameter
    prägen ein kleines regionales Klima, und das kann immer nur isoliert beurteilt werden, weil jede Region eine eigene Grundgesamtheit darstellt (nun gut, wenn man einen sauberen Hockeystick braucht, scheißt man eben auf unterschiedliche Grundgesamtheiten und mixt fröhlich Dendrochronologie- und Thermometerdaten). Im einzelnen bedeutet das beispielsweise: Schon das Klima vom Oberrhein gehört zu einer anderen Grundgesamtheit als das von Köln (das PIK würde vielleicht den Karneval-Faktor postulieren, um beides zusammenzubekommen).
    Bei Betrachtung der “Veränderung des Globalklimas” geht der Schuß also in die Hose, weil nicht nur Äpfel mit Birnen vermischt werden, sondern sämtliche Früchte dieser Welt in der Marmelade sind. Und zum Kochen brauchen diese Leute eine Cray -- phhhhh.

    Die Arbeitsmethoden der Klimatologen haben, wie sich mir immer deutlicher darstellt, mit naturwissenschaftlichen eigentlich nichts gemein und ähneln eher denen der Astrologie: a) Hypothese vorhanden, b) Computer können’s rechnen und c) das Ergebnis sind “Szenarien”. Der Unterschied besteht darin, daß die eine Sorte mit 12 Szenarien jeden Tag in der Zeitung steht und die andere im AR4 und irgenwann im AR5, wenn der Schwachsinn weiter gefüttert werden sollte.

  30. Hallo Herr Tiger,
    sorry mit dem Link, er ist auch reichlich unübersichtlich. Bitte auf Hauptseite gehen, dann bei Messwerte
    die Subrubrik “Klimazeitreihen” wählen. Dann bei KLIMAWERTE die Option “Bodentemperatur” wählen. Dann
    z.B. Monatsmittelwert “Januar” in 2 cm Höhe wählen und auf ZEIGEN gehen. Dann erscheint ein Bildchen mit
    dem Verlauf, rechts oben davon taucht das Wort “TABELLE” auf. Drauf drücken und per Copy-Past runterziehen.
    Bis man alle entsprechenden Werte hat, ist man eine Weile beschäftigt nach dem Motto: warum einfach, wenn’s
    umständlich auch geht. Sorry, geht leider nicht anders. Je nach dem, wie man welche Tabelle aufruft, erhält man
    die Darstellung innerhalb eines Monats nach Jahren oder innerhalb eines Jahres nach Monaten für die jeweilige
    Temperatur.
    Danke übrigens an Wetterfrosch. Die Brown’sche Teilchenbewegung hätte mir eigentlich noch was sagen müssen ;)

    Viele Grüße, Upjohn

  31. Hallo zusammen,
    Herr Rahmstorf warnt mal wieder vor dem Meeresspiegelanstieg unter http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-10921-2009-12-08.html. Hier ist von einem Meeresspiegelanstieg (lt. Pressemeldung) von 75-190 cm bis 2100 die Rede. Googelt man 5 Min., stösst man auf eine Publikation der Uni Gießen (leider ohne konkrete Jahresangabe, aber laut. Methodik wohl aus dem Jahr 2001-2002), aus der ein Anstieg von 10-50 cm abgeleitet werden kann.
    http://www.uni-siegen.de/fb10/fwu/wb/forschung/publikationen/kliku_wasserst%C3%A4nde.pdf
    Viele Grüße, Upjohn

  32. @upjohn
    ;)
    Die Sonne hat nicht nur Flecken…
    http://users.telenet.be/j.janssens/Index.html
    Gruß, Wetterfrosch

  33. Hallo Wetterfrosch,
    danke für den Hinweis. Ich kann mit folgendem Link “zurückschlagen” ;).
    http://eventcg.com/clients/agu/fm09/U34A.html
    Ich habe wenig Ahnung von Astronomie, aber der Vortrag von Solanki ist doch sehr erhellend, gerade im Hinblick
    auf die letzte Powerpoint-Folie. Wenn dies korrekt ist, dann werden wir eine längerfristige Abkühlung haben und der
    gesamte CO2-Hype wird sich von selbst zerlegen. Was ich jetzt gelernt habe, ist, dass die Sonnenflecken zwar ein
    guter solarer Aktivitäts-Proxy sind, aber offenbar der magnetische Flux deutlich besser zu sein scheint und von diesem
    haben wir faktisch eine zu kurze direkte Messzeitspanne, um längerfristige retrospektive Analysen (z.B. Abschmelzvorgänge von Gletschern über die letzten 200 Jahre) ohne mehr oder weniger ungenaue Proxies durchzuführen. Daraus folgere ich, dass wir einfach warten müssen…. und mein nächstes Auto wird ein SUV sein ;)

  34. @upjohn
    In den “offiziellen” Verlautbarungen wird Sonnenaktivität gleichgesetzt mit Sonnenfleckenzahlen, manchmal erfolgt auch ein Verweis auf die Solarstrahlung (TSI). Die SSN’s wurden Jahrhunderte zurück rekonstruiert. Gern werden diese Daten von der Klimaforschung genutzt, um einerseits den Klimaeinfluss der Sonne auf vergangene Jahrhunderte zu zeigen, und mit dem Rückgang der SSN in der 2.Hälfte des 20.Jhd. und der geringen Änderung der TSI gleichermaßen den Beweis zu führen, dass die Sonne nicht Ursache der Erwärmung bis zum Jahr 2005 sein kann. Dazu finde sich auch viele Paper im Netz.
    Das die Sonnenflecken nur sichtbare Begleiterscheinungen der Sonnenaktivität sind, und die eigentliche Physik in Masse- und Strahlungsflux liegt, die wiederum in enger Wechselwirkung mit der magnetischen Aktivität stehen, erfährt man erst, wenn man tiefer einsteigt.
    Der zweite Schwindel betrifft die TSI (Total Solar Irradiation). Obwohl das Spektrum von den Radiowellen bis zu den Röntgenstrahlen reicht, wird mit “total” nur der mittlere Bereich von nahem IR bis UV gewählt. Die Solarstrahlung schwankt in diesem Bereich nur im Bereich von 1%, während die kurzwelligen Anteile zwischen Minima und Maxima mit der Frequenz immer größere Schwankungen zeigen.
    Der Einfluss der UV-Schwankungen auf die Ozonchemie und damit das Verhalten der Stratosphäre wird schlichtweg unterschlagen, wärend in den Blogs schon lange die Diskussion darüber immer hitziger geführt wird. Ähnlich läuft es mit der Modulation der kosmischen Strahlung durch Magnetfeld und Sonnenwind.
    Lieber Upjohn, von Astronomie verstehe ich im Grunde nicht viel mehr wie jeder andere auch, aber das Netz bietet eine Fülle von auch für den “Laien” verständlichen Informationen zur Sonnen- und Planetenphysik.
    Die Einflüsse der Sonne interessierten mich früher lediglich mit ihren Auswirkungen auf das Funkwetter, doch die dramatischen Veränderungen des Weltraumwetters ließen in mir Interesse an dieser Wissenschaft aufkommen.
    2007 bin ich auf die genannten Widersprüche gestoßen, und nachdem ich unzählige Paper und Websites zum Thema durchforstet habe, gelangte ich auch auf Seiten wie “PrimaKlima” und “WUWT”.
    Wie auch immer eine Abkühlung eintritt, sie wird sich Zeit lassen. Die gespeicherte Wärme der Ozeane reicht noch lange hin, aber gerade hier sieht man den Trendwechsel deutlich. http://tinyurl.com/ydc5e84
    Die respektablen Sonnenflecken der vergangenen Wochen gehen immer noch mit niedrigem Flux einher. Der Trend zur ruhigen Sonne und damit veränderten atmosphärischen Bedingungen könnte sich also fortsetzen.
    Grüße, Wetterfrosch

  35. @Wetterfrosch
    @Upjohn

    Ich kann eigentlich nur auf den SOWI verweisen, den Solarwindindex.

  36. Hallo Wetterfrosch,
    vielen Dank für die diversen hilfreichen Hinweise. Ich werde mich mit dem Thema deutlich tiefer auseinandersetzen müssen. Bisher habe ich in diesem Felde herzlich wenig Ahnung, aber ich sehe durchaus, dass der Flux offensichtlich der realistischere Wert ist. Was mir selbst auffiel, ist, dass bei Korrelationsberechnungen zwischen Sonnenfleckenzahlen und den Grad-Angaben von einigen Temp.-Messfühlern, die ich bisher downgeloaded habe, die Korrelationskoeffizienten miserabel niedrig und häufig nicht signifikant sind. Dumme Frage: gibt es irgendwo auf die Schnelle downloadbare Daten des Masse- und Strahlenfluxes für die letzten Jahre bzw. möglichst lange zurück, ohne auf andere Proxies zurückzugreifen?
    Noch eine Bemerkung zu Krishna. Ebenfalls besten Dank für den Link. Gibt es für diesen Solarwindindex ebenfalls valide Einzeldaten -- z.B. monatliche Durchschnitts-Indexwerte für 10 Jahre oder mehr zurück? Falls ja, gibt es zufällig einen Link hierzu?
    Besten Dank, Upjohn

  37. Hallo Upjohn,

    kennen Sie eigentlich dieses Buch von Hendrik Svensmark und Nigel Calder?

    Sterne steuern unser Klima: Eine neue Theorie zur Erderwärmung

    Aus meiner Sicht ein sehr gut geschriebenen Zusammenfassung der Arbeiten Svensmars zum Thema, wie kosmische Strahlungen die Wolkenbedeckung und das Klima beeinflussen.

  38. @upjohn #45
    Na, einen hab’ ich noch. http://tinyurl.com/yh9jeys -- Daten ab 1996.
    Leif Svaalgard wird gerne weiter helfen, wenn sie mehr brauchen.

    Korrelation mit einigen Temperaturfühlern? Warum nicht gleich mit der Fließmenge des Mississippi?
    http://preview.tinyurl.com/ybuw2rz

    Eine Einleitung zu Svensmark finden sie auch hier: http://tinyurl.com/yfph6wp

    MfG Wetterfrosch

  39. @upjohn #45
    Na, einen hab’ ich noch. http://tinyurl.com/yh9jeys -- Daten ab 1996.
    Leif Svaalgard wird gerne weiter helfen, wenn sie mehr brauchen.

    Korrelation mit einigen Temperaturfühlern? Warum nicht gleich mit der Fließmenge des Mississippi?
    http://preview.tinyurl.com/ybuw2rz

    MfG Wetterfrosch

  40. @ Kipp, upjohn
    Da hatten wir schon mal was, eine Stellungnahme von Prof. Svensmark in der Dän. Zeitung.
    http://tinyurl.com/yfph6wp
    MfG

  41. … und wie Phil Jones heute in der Daily Mail zurückrudert (zurückgerudert wird):

    -- Die Daten für das “Hockeyschläger-Diagramm” sind verschwunden.
    -- Es gibt keine statistisch signifikante globale Erwärmung seit 1995.
    -- Warmzeiten gab es auch früher schon -- aber nicht aufgrund der vom Menschen verursachten Veränderungen.
    -- Jones räumt ein “science is not settled”.

    Quelle http://tinyurl.com/yb2loyt

  42. Hallo Wetterfrosch,
    ich verstehe durch aus die freundlich gemeinte Kritik an der (global gesehen sinnlosen) “Versuchung”,
    einzelne Wetterstationsdaten mit u.a. solaren Aktivitätsmarkern zu korrelieren. Ich will damit nicht die Welt
    retten, ich erkenne durchaus, dass aus so etwas ähnlich bedeutendes zu erwarten wäre wie die Aussage,
    wieviel Wasser täglich den Mississippi runterläuft. Darum dreht es sich mir weniger. Ich meine eher, dass,
    wenn ein solar abhängiger Klimawandel zu erkennen wäre, man dies zumindest ab und zu an diversen
    Markern auf der Erde (und das müssten eigentlich Temperaturmessfühler oder CO2-Messstandorte sein)
    auch mal sehen müsste. Mir ist wohl bewusst, dass ein läppisches SPSS sofort zu rauchen anfinge (tut es ja
    jetzt schon, wenn ich 30-Jahres-Einzeltagesdatensätze des Brotjacklriegel durch eine Anova schieben möchte),
    wenn man auch nur ansatzweise Mittelungen von Einzelstationsdaten mit unterschiedlichen Markern gleichzeitig
    betrachten wollte.
    Mir dreht es sich dabei um etwas anderes: ich halte mich für einen Normalbürger (relativ unwissend in Sachen
    Physik der Sonne, Einzelheiten der Klimawissenschaften, usw.). Aber das sind Politiker auch. Sie glauben das,
    was man ihnen von “Fachseite” aus verzapft. Wie kommt man aber an Politiker heran, wenn man ihnen nicht mal ein vernünftiges Beispiel vor die Nase hält -- am besten eine knackige vernünftige Korrelation (sprich: Bildchen) vom bekanntesten CO2- und Temp.-Messfühler im eigenen Wahlkreis und der Solaraktivität. Die Leute blenden aus, wenn man versucht, denen die Winkelzüge eines PIK-Prof. und die Verstrickungen von Publikationsinteressen mit Verlagsinteressen und Herausgeberinteressen zu erläutern. Sie halten das sofort für hysteroide UFO-artige Weltverschwörungsschwallerei. Das Problem, was ich sehe, ist -- wie kann man komplizierte Zusammenhänge (die man selbst noch nicht voll begriffen hat) bitte einem Politiker klar machen, wenn man keine plakativen Infos vorzulegen hat. Es müssen 2-Min.-Häppchen sein, anders wird’s nichts. Da in der BRD kein “Wissenschafts-Star” a la Lindzen/USA oder Carter/Australien existiert, sondern u.a. Prof. Lesch/LMU (theoretischer Physiker + Philophie) sich sogar pro Klimawandel einspannen lässt, und Jogeswhar auch nicht gerade ein Klimaskeptiker ist, hat man nur dann eine Chance, gehört zu werden, wenn man es möglichst einfach vorstellt. Ein Bild mit fünf Linien, ein eindeutiger Trend und gut isses. Man muss einfach den Zweifel sähen. Dies mit einem 1-seitigen Begleitschreiben und einem Link, wo man noch viel mehr Infos finden kann: nur so etwas hat eine Chance, die Pressefilter von Abgeordneten zu passieren und bis zu dessen Vorderhirn vorzudringen. So etwas schwebt mir vor. Dafür brauche ich zitierfestes Material, je valider, desto besser.
    Viele Grüße, Upjohn

  43. @Tiger#41
    Ich hätte noch etwas aus der Presse in Sachen Pachauri. Es wird immer doller. Man hört davon in Deutschland offenbar kein Wort. Finde ich schon sehr interessant.
    http://www.telegraph.co.uk/comment/columnists/christopherbooker/7231386/African-crops-yield-another-catastrophe-for-the-IPCC.html
    Viele Grüße, Upjohn

  44. Hallo lieber Upjohn,
    ich danke ihnen für die ausführliche Antwort- und zolle ihnen schon mal Anerkennung für ihr Vorhaben.
    Zugegeben, es war ein Wink mit dem Zaunpfahl, aber nach dem Satz “Bisher habe ich in diesem Felde herzlich wenig Ahnung” in einem Atemzug mit ihren Korrelationsberechnungen hatte ich doch ein wenig gedacht, dass eine kleine Notbremsung angebracht wäre ;) (und ich bitte das so locker zu verstehen, ich bin halt Techniker, kein Politiker …).

    wie kann man komplizierte Zusammenhänge (die man selbst noch nicht voll begriffen hat) bitte einem Politiker klar machen

    Zunächst müssen die erst mal wollen, dass man ihnen das begreiflich macht.
    Die Idee von der Katastrophe als Gelddruckerei ist ja alles andere als neu. Das Lomborg es nicht schafft, sich auch nur ansatzweise Gehör in der Politik zu verschaffen, beweist in meinen Augen mehr als genug, dass es niemandem wirklich um eine vernünftige Lösung geht.
    Ich denke, es ist deshalb wichtig, zunächst den deutschen Michel aufzuklären. Ich betrachte dieses Argument als das schlagkräftigere ;)
    Herzliche Grüße, Wetterfrosch

  45. Hallo Wetterfrosch,
    ich denke, das Problem, was “dt. Klimaskeptiker” haben, ist eine extreme Heterogenität der Szene (analog wie bei den sog. Alarmisten). Das reicht von selbsternannten Fachleuten (= keine Ahnung von Irgendwas) bis hin zu Fachleuten, die sich (siehe einige Profs in Talkshows in Youtube) aber ganz offenbar als inkompetent in Sachen Öffentlichkeitsarbeit zeigen. Es gibt keine Kapazitäten, die etwas begründet ausführen und auch pressewirksam leicht verständlich durchhalten könnten und die gleichzeitig von der Presse wahrgenommen würden. Es fehlt eine Art “Klimaskeptiker-Rahmstorf”. Googeln zeigt, wie aktiv Alarmisten, Geschäftsleute und Politiker vom Klimahype profitieren. Es dreht sich um Abermilliarden. Was mir vorschwebt, ist es, unseren jeweiligen Bundestagsabgeordneten durch deren Wähler (und damit meine ich primär die Direktkandidaten, die die Wahlkreise gewonnen haben, denn die werden vor der nächsten Wahl zittern, wenn sie nicht auf der Parteienliste mit hohen Plätzen zusätzlich gesichert sind) aktiv klar zu machen, dass wir Wähler das Problem sehen und uns unsere Steuermillionen nicht einfach stehlen lassen. Bevorzugtes Ziel sind jene Wahlkreise, bei denen der 1.-Stimmen-Kandidat bei der letzten Bundestagswahl nur knapp seinen Gegner besiegt hat (meist besiegten 2009 die CDU-Kandidaten knapp SPD-Mandatsträger). Man muss den jetzigen CDU-Mandatsinhabern eindeutig klar machen (vor allem jenen, die eine schlechte Absicherung auf der Parteienliste für die Zweitstimme haben), dass man sie gezielt aus dem Amt wählen will, wenn sie nicht zuhören wollen oder im Bundestag für Klimahype stimmen. Beispiel: in meiner Stadt verlor bei der letzten BU-Wahl die jahrelang gewählte SPD-Direkt-Kandidatin (30,9%) knapp gegen den CDU-Direktkandidaten-Herausforderer (33,4%). Gleichzeitig gab es keinen einzigen Piratenpartei-Direktmandat-Wähler,sondern nur 1,4% Piratenpartei-Zweitstimmen-Wähler. Würde erreicht werden, dass bei der nächsten BU-Wahl sowohl die 1,4% Piratenpartei-Wähler z.B. einen Erstkandidaten aus der Familienpartei wählen würden (die kommen damit sowieso nicht in den Bundestag und ich wette, die 1,4% Piratenwähler kriegt man über Internet-Kampagnen zum Zuhören, weil die alle stark vernetzt sind) und gleichzeitig weitere 1-2% CDU-Direktwähler wiederum eine andere Nischenpartei oder nur ungültig zu wählen, ginge dem CDU-Direktkandidaten das Mandat verloren. Und das kostet relativ wenig Aufwand! Idealerweise am wirksamsten ist diese Strategie in Bundesländern ohne Überhangmandate. Das wäre die Taktik der Aktion. Verknüpft mit kostenlosen, dt.-sprach. Publikationen im Netz, fachlich leicht verständliche Häppchen-Videos auf Youtube, hübsch gerichtsfest und wissenschaftlich wahre Skandälchen (Klimategate bis Africagate und Amazon- oder Himalaya-Gate) mit einem Schuss Hide-the-Decline-Video-Zynismus oder “lord monckton rap battle al gore”-Youtube-Gag und schon ist man aus der Ecke des knöchernen Oberlehrers raus und gewinnt das Schmunzeln der Leute. Und dann denken sie mit und dann entscheiden sie sich vielleicht positiv für die eigene Entscheidungsrichtung. Man darf nur niemals mit den Manipulationsmethoden a la Prof. R. arbeiten, sondern muss alles transparent und offen machen.
    Manipulative Grüße von Upjohn

  46. Hallo Wetterfrosch,
    ich hatte vorhin vergessen, auszuführen, dass meiner Ansicht nach nicht die Zeit bleibt, den “Michel” zu informieren. Grund: die dt. Skeptikerszene hat ganz offensichtlich weder den Organisationsgrad noch den Zugang zu Forschungs- und Fördertöpfen wie auch nicht den institutionalisierten Draht zu den öffentlich-rechtlichen Medien wie die Klimaalarmisten. Bisher nutzt in Sachen Klimaskeptizismus nur der kalte Winter wirklich etwas. Die relevanten Entscheidungen werden noch in diesem Juni in Bonn und später in Mexico City fallen. Ich befürchte, alleine schon die Bonner Entscheidung beeinflussen zu wollen, gelingt beim aktuellen Organisationsgrad bereits nicht mehr. Die dt. Skeptiker laufen der Entwicklung hinterher (weil sie meiner Meinung nach zu klein sind und nicht mehr leisten können). Es bedarf also nicht des langen Weges über Aufklärung der Bevölkerung, bis mal irgendwann über die Bild-Zeitung der Bundestagsabgeordnete etwas zu hören meint. Es muss genau anders herum laufen. Die Piratenpartei (die ich selbst eigentlich nicht wählen würde, aber sei’s drum) hat gezeigt, dass sogar die CDU im Wahlkampf von ihr reden musste, obwohl sie eine absolute Nischenpartei war. Was es braucht ist eine neue Begrifflichkeit für Politiker, die Unsinn entscheiden wider besseres Wissen. Bei Ursula von der Leyen war es die “Zensursula”, wie jeder weiß. Wir brauchen auch so etwas für den Klimahype. Graswurzelbewegungen haben immer in den letzten Jahren im Netz angefangen oder sich darüber unhaltbar verbreitet. Was mit Aufständischen im Iran über’s Netz funktioniert, was mit Atheismus-Diskussionen klappt, was auch mit Umweltaktivisten funktioniert, geht auch mit Klimaskeptizismus. Man denke an den Erfolg der blue-ribbon-free-speech-campaign, die nachher zum berühmten (zumindest für uns mittelalte Hasen) bekannte rosa-rote Schleife für die Anti-HIV-/AIDS-Kampagne geführt hat. Selbst Obama hatte seinen Erfolg mit durch das Netz erhalten, ergo können wir das auch tun. Das kostet uns allen nur eines, was wir höchstwahrscheinlich alle ausreichend besitzen — Grips.
    Viele Grüße, Upjohn

  47. Nicht nur Klima”forscher” lassen die Erwärmung fortschreiten

    Heute abend 20:05 erfreut N24 seine Zuschauer 55 min. lang mit dem hornalten aus 2008 stammenden Beitrag “Die Klimakatastrophe”.

    Unsere Erde erwärmt sich immer weiter. Noch ließe sich dieser Prozess aufhalten -- doch was geschieht, wenn nichts dagegen unternommen wird? Mit welchen Folgen man rechnen, wenn die großen Gletscher weiter schmelzen und gigantische Flüsse einfach austrocknen? In der N24-Dokumentation “Die Klimakatastrophe: 6 Grad Celsius, die die Welt verändern” entwerfen Klimaexperten ein wahres Horrorszenario -- und beantworten die Frage “Wie lässt sich die Katastrophe noch abwenden?”

    Da fragt man sich doch: “Geht’s noch?”
    Ist das Ahnungslosigkeit einer jeder Recherche abholden Programmdirektion?
    Oder hat gar jemand diesen Beitrag “bestellt”? Aus Privat- oder Steuermitteln?
    Fragen über Fragen…

  48. @Upjohn #45f

    Hallo Upjohn,
    was den politisch-argumentativen Teil angeht, haben sie wohl ins Schwarze getroffen. Während die Alarmisten die mediale Infrastruktur gekapert haben, findet man deren Gegner nur in Internetblogs und Wissenschaftsplattformen, die aber insgesamt kaum politisch wirksam sind.
    Wenn man in DL überhaupt kritische Stimmen zulässt, dann nur um etwas Dampf nach Climategate abzulassen -- mit der Taktik, die Geschichte auszusitzen.

    Aber es ist nicht der Winter, der die Debatte anheizt. 2007 war es der Film “The Great Global Warming Swindle” mitten in der steigenden Anzahl alarmistischer Beiträge im Fernsehen, der die Blogs füllte. Und jetzt die “Gates” der Klimapolitik und deren Forschergilde. Die Menschen suchen Antworten (einige von ihnen zumindest), und finden sie. So werden Skeptiker zu “Klimaskeptikern”. Jeder alarmistische Beitrag der Medien erhöht die Anzahl derer, die skeptisch reagieren und Fragen stellen!
    Der Vorteil der Vielfalt (siehe Artikel von Herrn Heller) wird durch fehlende Organisation und mangelnden politischen Einfluss zunichte gemacht.
    Andererseits- einen Anti-Rahmstorf brauchen wir nicht. Ich finde, Naturwissenschaftler haben in der politischen Diskussion nichts verloren. Die Debatte müssen kompetente Politiker führen, die eng mit den Fachleuten kooperieren.
    Nur so kann erreicht werden, dass nicht die gleichen Fehler gemacht werden wie seitens der Alarmisten.

    Jo, wenn es politisch einflussreiche Köpfe unter den Alarmismusgegnern gäbe, wäre vieles einfacher. Es sind ja auch durchaus Berater und Politiker unter uns, die ihre skeptischen Ansichten offen vertreten. Das mag in den unteren Ebenen durchaus kleine Erfolge bringen, nur in der oberen Etage merkt man davon (noch) nichts. Sich in den politischen Wind zu stellen ist eben etwas anderes, als im heimischen Büro zu recherchieren oder einen Artikel zu schreiben/ zu kommentieren.

    Wenn sie größeres vor haben, warum kontaktieren sie nicht unseren Webmaster? Ich denke, sie können mit vielfältiger Unterstützung rechnen.

    Viele Grüße
    Wetterfrosch

    PS: Was, wenn die Parteien eine bunte Koalition anstreben? Super-Demokratischer Einheitshaufen Deutschlands?

  49. @ Theobald Tiger

    Danke für den Hinweis. Ich werde die Sendung mal aufnehmen und morgen hier zur Diskussion stellen. Ich rechne fest mit aufgewärmten, tausend mal gehörten Halb- und Unwahrheiten. Aber lassen wir uns überraschen.

  50. @Tiger#47
    ich habe zwischendurch auch N24 und diese Sendung gesehen. Wieso zwischendurch? Weil ich mir “natürlich blond 2″ angesehen habe und ich denke, man sollte lieber All Woods’ Esprite benutzen als sich über N24 ärgern. Die Farbe sollte für eine Ribbon-Campain sollte rosa oder zumindest blond sein ;-).
    Grinsend, Upjohn

  51. @wetterfrosch#48
    Parteiübergreifend sehe ich auch als die wirkliche Lösung an. Ich selbst wählte mal grün, wählte später liberal und bin heute konservativ-liberal und habe trotzdem nichts gegen vernünftige Umweltschutzpolitik. Was ich verachte, ist es, Steuergelder zu vernichten. Trotzdem war ich nie in einer Partei und plane das auch nicht. Ich denke, wir müssen uns mal ernsthaft sowohl inhaltliche als auch taktische Gedanken machen. An was mich Allen Woods mal wieder erinnert hat, ist der alte deutsche Politik-Fehler. Wir sind zu ernsthaft bei der Sache, uns fehlt die Leichtigkeit und der Witz und eine gewisse Coolness. Darauf muss man stärker achten, sonst wirkt man einfach zu miesepeterig.
    Der N-24-Beitrag ist in meinen Augen ein klassisches Beispiel. Er wird hier nicht so wahrgenommen, wir er wahrscheinlich gemeint ist -- als Beginn der breiter angelegten Kampagne der Alarmistenszene. Vor wenigen Tagen war Ex-Umweltminister Töpfer in einer ARD-Talkrunde und hat seinen IPCC-Unfug zum Besten gegeben. Man sollte sich nicht mehr über dessen inhaltlichen Unfug erregen (wir Deutsche machen das leider nur zu gerne), sondern wir sollten uns überleben, wie man Dummheit argumentativ umdreht und medienfähig macht und im Internet plaziert und (was am wichtigsten ist) mit einem Lacher verknüpft.
    Viele Grüße, Upjohn

  52. Nun hat’s N24, der private Nachrichtensender, hinter sich gebracht: “Die Klimakatastrophe” lief zur besten Sendezeit (apropos “Nachrichten”sender, die bringen doch immer ganz aktuelle Meldungen, oder?). Jetzt schmeißt -- offensichtlich anläßlich des Rosenmontags -- der Sender mit so einer ollen Kamelle um sich! So dachte ich jedenfalls erst, als ich (noch völlig unüberlegt im ersten Affekt) einen möglichen plötzlichen Einfältigkeitsanfall des Programmverantwortlichen in Betracht zog.

    Dabei war dieser Dokumentarfilm doch wirklich schön anzuschauen.
    Eine blumige Symbolik bediente reichhaltig und ansprechend die geheimen Sehnsüchte nach Angst und Sünde und führte uns in die tiefsten Abgründe von uns Umweltfrevlern. Es krachten die Eisberge galant ins Meer, der putzige Eisbär auf der romantischen Privatscholle wärmte unser Herz, den dürren Feldern fehlte nichts an perfekter Trockenheit, und einige wohlbekannte, derzeit von Untersuchungskommissionen geliebten Klimatologen zeigten uns ihr freundliches Antlitz, mal pastoral-weise, mal väterlich-ermahnend und aufrüttelnd.
    Technisch und optisch war der Streifen insgesamt eine Augenweide. Darüber hinaus dürfte der Begleittext der speziellen Zielgruppe -- den Lobotomierten -- einige sehr erhellende Momente geschenkt haben, weil sämtliche Katastrophen-Szenarios meisterhaft abgearbeitet wurden, welche gegenwärtig eins nach dem anderen im Orkus der Gegenstandslosigkeit versenkt werden. So gesehen geriet die Sendung zu einer -- nun ja, vielleicht etwas voreiligen -- würdigen Gedenkveranstaltung.
    Nur eins, ja, das hat mich enorm gestört: Die Filmmusik war mager. Um wieviel wäre der Streifen aufgewertet worden durch die Russland-Fanfare aus dem Le Préludes von Franz Liszt… Dabei hätte diese Musik als running gag so wunderbar an vielen Stellen gepaßt und ganz unaufdringlich bedeutsame dokumentarfilmerische Bezüge unterstrichen.

  53. @tiger#52
    Hallo Tiger,
    war’s wirklich die “beste Sendezeit”? Nicht in die falsche Kehle bekommen, aber auf einer Reihe anderer Kanäle liefen wirkliche Gassenhauer (Natürlich Blond 2, der Sci-Fi A.I. von Spielberg, Talkshows und Spieleshows und, wenn ich mich nicht beim Zappen in den Werbepausen geirrt habe, eine der deutschen Lieblingsverblödungsshows Big Brother). Ich würde meinen, N24 hat deshalb einen alten Gassenhauer genommen, weil es zu der Zeit keine Chance auf Quote hatte. Wirklich interessant wäre, welche Werbekunden in den Werbepausen des Klimakatastrophenfilms haben tatsächlich wie lange Werbung schalten lassen. Lässt sich das noch aus der Aufnahme heraus eruieren?
    Viele Grüße, Upjohn

  54. Hallo Wetterfrosch,
    danke für den Hinweis auf Unterstützung. Ich werde dies dankend annehmen, sobald ich ein vernünftiges Konzept vorlegen kann. Bisher nur ein grober Einblick in meine Denkweise. Es bedarf eines Leitsymbols, mit dem man sich identifizieren kann. Mangels Führungspersönlichkeit sollte es eine Cartoon-Persönlichkeit sein. Beispiele: Geben Sie in Youtube “Atheism God” ein -- es erscheint als erstes ein Veräppelungscartoon mit über 1,2 Mio. Hits, danach der brit. Stand-up-Comedian Pat Condell mit “nur” 372.000 Hits. Werfen Sie Climategate hinein, resultiert der Cartoon-Sport über Michael Man mit mehr als 550.000 Hits, während “It’s a Climategate Christman” nur gerade auf 50.000 Hits kommt. Fazit: kurze Cartoons führen zu mehr Hits und es muss witzig sein und ein Schmunzeln/Lachen erzeugen.
    Ich schlage ein Peanut-Männchen vor (muss ich noch entwickeln). Als Namen schlage nach Brainstorming (Elle Woods -- Al Woods -- Al Gore -- Al Nino -- El Nino) den Namen “El Peanut” vor. Warum? Zwei Gründe:
    a) ein klimatologischer unter http://www.ars.usda.gov/research/publications/publications.htm?seq_no_115=201291 “Elevated ozone and carbon dioxide are not expected to have major effects on peanut seed composition and quality.” Es wird also immer Erdnüsse geben (lecker!)
    b) ein an’s deutsche Publikum gerichteter Grund: Hilmar Kopper, Chef der Deutschen Bank, bezeichnete die 50 Mio. DM Kreditverlust durch den Immobilien-Pleitie Jürgen Schneider im Jahre 1994 als “Peanuts”. Deshalb entspricht als Währungseinheit ein Peanut 25 Mio. Euro. Wer also einen Politiker kritisieren möchte, der z.B. 1 Mrd. Euro für CO2-bezogene Dinge sinnlos hinausblasen möchte, muss diesem werbewirksam nur höflich eine Tüte mit 40 Peanuts überreichen oder ein kleines 25-g-Päckchen Ültjes.
    Grund für a) bzw. b): eine Cartoonfigur ist nicht verklagbar, seine Botschaft nicht zu eradizieren. Ein Comedian regt mit Satire mehr zum kritischen Denken an als ein ganzes Buch im Netz (erinnert sich noch jemand an Dieter Nuhrs Kritik zum Islam”Nu(h)r die Wahrheit” im ZDF vor 2 Jahren? http://www.veoh.com/browse/videos/category/lifestyle/watch/v18121509egnS9S2E#).

    Herzlichen Gruß, Upjohn

  55. @ Theobald Tiger #52

    Ich glaube auch, man sollte den Streifen nicht zu hoch bewerten. N24 ist nun wirklich nicht der Quotenrenner im deutschen TV. Allein, sich mit den offensichtlichen Falschdarstellungen zu beschäftigen, würde diesem Streifen aus meiner Sicht zu viel Aufmerksamkeit geben. Hier nur mal ein paar Beispiele:

    “Inzwischen sind sich die Expertenweltweit darüber einig, dass sich unser Planet in den letzten Jahren um fast ein ganzes Grad erwärmt hat…” [mit den “letzten Jahren meinten die wohl die letzten 150 Jahre]
    “Innerhalb von 40 Jahren könnten die Gletscher des Himalaj, Wasserquelle von Millionen von Menschen, einfach verschwunden sein.” [Glaciergate lässt grüßen!]
    Weiter gehts mit Amazonas-Gate (“Das Amazonas-Gebiet könnte bis Ende des Jahrhunderts in eine trockene Savanne verwandelt haben”)
    Oder der hier: “Klimawechsel gab es auf der Erde immer… Es ist das heutige Tempo, dass beispiellos ist” Das hat ganz aktuell doch Phil Jones völlig anders beurteilt…

    Dazu Bilder von kalbenden Gletschern und verhungernden Schlittenhunden, also alles, was man braucht um gutgläubigen deutschen Umweltschützern in Panik zu versetzen.

    Falls sich jemand diese Doku trotzdem antun möchte, ist hier der Link zum Video auf N24:
    http://mediencenter.n24.de/index.php?deepLink=screen/startScreen/video/386195

  56. @kipp#55
    Hallo Herr Kipp,
    den Film (Six degrees could change the World) stammt von National Geographics/NC und basiert auf dem Buch
    des Umweltaktivsten Mark Lynas (Six Degrees: our future on a hotter planet). Jetzt ist der Herr laut NC ein Activist und ein Campaigner und welch Zufall, man findet doch glatt bei cityspeakersinternational.co.uk den Herrn für Vorträge ausleihbar bzw. zu mieten für schlappe 2000-4000 Pfund (was die zweitniedrigste Preisspanne ist, aber es geht auch ab 10000 Pfund aufwärts). Mr. Ex-UdSSR Michael Gorbatschov kann man dort auch mieten -- ist aber offenbar ein wenig teurer, weil keine Preisangabe gemacht wird. Und wer die Suchmaschine nutzt, kann sehen, das Lynas vom Redner-Service in der Rubrik “Futurist/Specialist Speaker Category” gelistet ist als einer von 34 potentiell anmietbaren Rednern.
    Meine Schlussfolgerung: “Rent a second class campaigner after dinner! I like it” ;)
    Beste Grüße, Upjohn

  57. @Rudolf Kipp und @upjohn,

    zum gegenwärtigen Stand (oder Fall -- wie man will) des pseudowissenschaftlichen Klima-Angsttrompeterkonzerts kann man kaum noch ernst bleiben. Daher scheint auch mir derzeit eher die Satire das geeignete Mittel zum Nachfassen.
    Jetzt noch mit zusätzlichen Faktenargumenten in eine Schlacht zu ziehen, bringt -- auch fürs breite Publikum -- reichlich wenig, weil das keiner mehr lesen und nach-denken mag; außerdem machen das schon Berufenere -- allerdings meist in Englisch, was im deutschsprachigen MSM-Raum leider zu wenig zur Kenntnis genommen wird.
    Haben sich vielleicht unsere Aktivitäten zum Aushebeln der politische Klima-Agenda auf Grund der massiv weggebrochenen WG-I-Grundlagen bereits erledigt? Wenn dem so ist, müssen folgerichtig WG-II und WG-III Makulatur sein.

    Es ist vielleicht ein wenig unfair, tote Schafe zu treten, aber es fühlt sich immer noch so angenehm wollig-weich beim Tritt an… ;-)

  58. Hallo All,
    In Sachen wollig-weiche tote Schafe treten hätte ich noch ein paar politisch-wirtschaftliche Bösartigkeiten.
    Man folge auf der Homepage des Mark Lynas (http://www.marklynas.org/) dem Link seines Vaters unter
    http://climateextremist.blogspot.com/). Dieser war früher Geologe, heute Anbieter ökologisch-vegetarischer Produkte. Zu Lynas jr.’s Verbindungen zu Greenpeace siehe z.B. http://www.marklynas.org/2008/11/14/nuclear-power-greenpeace-responds. Interessant ist, dass M. Lynas seit 9.11.2009 “Advisor for Climate Change” der Malediven ist (http://www.presidencymaldives.gov.mv/4/gallery/?g=304). Ich empfehle jedem, kurz Google zu checken im Hinblick auf die ausgesprochen demokratische Vorgeschichte dieses netten Inselstaates bis Oktober 2008 (islamistisch ausgerichteter Diktator Gayoom mit Sharia-Gesetzgebung wurde abgewählt). Danach wurde es wohl nicht besser. Ich empfehle folgenden Satz in Google zu werfen: “MDP and President Nasheed’s regime’s guilty of corruption in the cover up of MDP Councillor for Addu’ Sadig and his wife’s misuse of state funds.” und sich die Story durchzulesen.
    Im statistischen Jahrbuch der Malediven (http://planning.gov.mv/yearbook2009/Key%20Indicators%202009/Finance.htm) erkennt man, dass dessen Einnahmen sich seit 1994 etwa verachtfacht haben. Derzeit werden pro Jahr bei 300.000 Einwohnern 450 Mio. Euro ausgegeben, aber nur etwa 350 Mio. Euro eingenommen (Wechselkurs der Landeswährung zum Euro ist 20 Rufiyaa/RF = 1 Euro). Das Staatsdefizit liegt bei netten ca. 25%. Der Staat lebt zu 8-10% von Direktzuweisungen von Drittstaaten, u.a. auch der EU in Sachen “Klimawandel”.
    Vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass der Journalist Mark Lynas kürzlich (4.2.2010) in Brüssel als
    “Advisor of the Government of the Maledives and Environmental Activist” (http://www.greens-efa.org/cms/default/dok/324/324068.kopenhagen_und_danach@en.htm) bei den Gründen im Europäischen Parlament in einer Arbeitsgruppe einen Vortrag hielt. Kurz nach ihm referierete übrigens auch ein WWF-Vertreter.
    Auf den Malediven scheint derzeit eine Menge Geld zu holen zu sein. Derzeit scheint u.a. eine Milliardeninvestition in den Aufbau von Windkraftanlagen geplant zu sein. Und das alles, obwohl die armen Malediven doch angeblich sinken. Lohnt sich das alles noch? Viele Grüße, Upjohn

  59. Hallo All,
    ich habe mir über Fasching einen Gag erlaubt, dessen Resultate ich kurz vorstellen möchte. Der GISS-Datensatz der NASA ist bekanntlich nicht gänzlich unumstritten. Aus ihm heraus zitiert der “Potsdamer Professor” gerne. Der GISS-Datensatz beinhaltet auch Monats-Durchschnitts-Daten des Potsdamer Temperaturmessfühlers auf dem Telegrafenberg/PTT (ein Steinwurf weit weg vom PIK). Da der PTT seit 1893 bis heute misst, müsste auch der GISS-Datensatz diese Daten enthalten. Er tut das auch, wie man nachprüfen kann unter http://data.giss.nasa.gov/work/gistemp/STATIONS//tmp.617103790000.0.1/station.txt.
    Was sofort auffällt, wenn man die dortigen Daten mit den monatlichen Temperaturdaten des PTT abgleicht, ist:
    a) der GISS-Datensatz beinhaltet nur die Daten von 1893-1991 (1992-2010 fehlen vollständig)
    b) der GISS-Datensatz beinhaltet nur Daten, die auf eine Nachkommastelle gerundet sind, während PTT zwei
    Nachkommastellen hat. Die Rundungen sind nicht konsequent, sondern laufen in eine bestimmte Richtung.
    Man vergleiche z.B. die Temp.-Daten des Januars 1893 (PTT: -8,19; GISS: -8,2) und Januar 1895 (PTT: -3,54;
    GISS: -3,6). Man mache sich das Vergnügen und vergleiche alle Monats-Durchschnittswerte zwischen PTT und
    GISS für 1893-1991 und man findet sehr Erhellendes!
    c) der Datensatz für das Jahr 1933 fehlt in GISS für alle Monate, ist aber in PTT komplett vorhanden.
    d) Daten für die Monate 02.1983, 04.1991, 09.1990 und 12.1986 fehlen komplett in GISS, sind aber in PTT vorhanden.
    Ich habe absichtlich noch nichts dazu gesagt, was dies für Konsequenzen auf die Temperaturaussage dieses Messfühlers hat, wenn man die PTT-Daten nach GISS-Manier behandelt. Jeder mache sich bitte selbst mit Excel das Vergnügen, dies selbst graphisch aufzuarbeiten und dann die Augenbraunen zu lüften. Meine persönliche Meinung ist, dass ein gewisser Professor auf dieses Problem angesprochen werden sollte. Mal sehen, ob er rot wird und zwar entweder aus Scham (weil die Aussagen von GISS und PTT anders aussehen) oder aus Wut (weil GISS ganz eindeutig an den PTT-Daten manipuliert im Sinne der Klimaerwärmung).
    Als Link des Tages empfehle ich übrigens http://www.heartland.org/events/2010Chicago/index.html. Besonders empfehlenswert für statistisch Interessierte ist der (leider in furchtbarem Chinesisch-Englisch gehaltene) Vortrag von
    Willie Soon vom 24. Juni 2009 (Hauptpunkt seiner Kritik: um CO2 wirklich einzusparen, sollte man in Städten am sinnvollsten im Winter die Heizung ausmachen, denn CO2 ist in den kältesten Monaten am höchsten ;))
    Viel Spass beim Nachprüfen und glaubt niemandem irgendwas, Upjohn

  60. Hallo All,
    noch eine kleine Frechheit zum Schmunzeln. Mein Lieblings-Potsdam-Klimaprofessor schreibt in
    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2010-01-18/nasa-globale-temperatur-2009-auf-rang-2 folgenden Satz: “Um die herzustellen zitiert der Artikel eine Reihe dubioser Quellen, etwa das oben genannte EIKE, eine teilweise von der Öl-Industrie finanzierte kanadische Klimaskeptiker–Lobbygruppe mit dem schönen Namen „Friends of Science“ (die von Focus einfach als “Wissenschaftlerorganisation” vorgestellt wird)”.
    Damit wird für mich als ahnungslosem Leser der Eindruck erweckt, dass hinter Klimaskeptikern die Öl-Industrie stecken könnte (böse EIKE, du.. du … du !). Nun, ich selbst habe leider in meinem Leben bisher keinen einzigen Cent/Pfennig von der Öl-Industrie erhalten, bin aber trotzdem skeptisch. Ich will bei der Gelegenheit darauf hinweisen, dass
    a) das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Vorstand einen Vertreter von British Petroleum als Treuhänder sitzen hat (http://www.pik-potsdam.de/institute/organization/board-of-trustees). Herr Dr. Uwe Franke ist rein zufällig der Vorstandsvorsitzende der Deutschen BP Aktiengesellschaft.
    b) man mache sich per Google über den PIK-Trustee Herrn Klaus Milke, dem Vorstandsvorsitzenden von Germanwatch ein Bild. Zum Beispiel unter http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll534.html oder indirekt bei http://www.munichre.com/de/ts/climate_change_and_insurance/strategy_and_policy/mcii/default.aspx oder
    c) von anderen PIK-Angehörigen bei http://www.munichre-foundation.org/NR/rdonlyres/A9C4CD7D-5F78-4077-B339-EFBDE61725FF/0/MRS_Report2008_Web_de_HighRes.pdf
    Aber auf Verbindungen zwischen PIK und Munich Re hat Herr Kipp dankenswerterweise schon länger und sehr gut recherchiert hingewiesen (http://www.readers-edition.de/2009/06/15/klimawandel-profiteure-die-muenchner-rueckversicherung/print/). Ich möchte mich keinesfalls mit seinen Lorbeeren schmücken, sondern ihm herzlich für seine Publikation danken.
    Ach ja, es ist natürlich reiner Zufall, dass das PIK und die Münchener Rückversicherung (neuerdings im neuen
    englischen Outfit “Munich Re” genannt, die aktuell einen Millionenüberschuss ausweist, weil (guess what!) das
    Geschäft so gut lief, da es im letzten Jahr sehr wenige Umweltschäden zu entschädigen galt, wie man einschlägigen youtube-basierten Wirtschaftsmeldungen entnehmen kann) direkt verbandelt sind in einer Aktion, auf die (welch Zufall) auch german watch hinweist, nämlich climate-mainstreaming.net (http://www.germanwatch.org/presse/2009-11-17.htm).
    Viel Lesevergnügen wünscht Upjohn

  61. Hallo All,
    in Sachen “valide Daten” hätte ich eine Bemerkung zu machen. Es kursieren ganz offensichtlich völlig verschiedene Temp.-Datensätze des gleichen Messsensors (Säkularstation Potsdam-Tegraphenberg). Nimmt man die monatsgemittelten Daten der Durchschnittstemperatur in 2 m Höhe unter http://www.klima-potsdam.de als Standard bzw. als wahre Werte, sind jene im aktuellen GISS-Datensatz verschieden, diejenigen des Deutschen Wetterdienstes für
    den Zeitraum 01.1991 -- 12.2009 auch und auch jene des Datensatzes (1893-2009) von rimfrost.no. Gibt es hier jemanden, der mir sagen kann, welchem der diversen Datensätze man jetzt quasi im Sinne korrekt gemessener Rohdaten wirklich glauben darf? Oder muss ich jetzt jeden Einzeldatenmesssatz anzweifeln, weil offensichtlich ständig mit den Rohdaten gespielt wird?
    Ein Beispiel: Die GISS-Daten sind auf eine Nachkommastelle gerundet. Wie man rundet, ist klar (ab 5 in der 2. Nachkommastelle des Potsdamer Datensatzes (PTT) rundet man zur nächsthöheren ersten Nachkommastelle auf). GISS rundet beispielsweise für den Monat Januar 1898 den PTT-Wert (-3,91 Grad) sauber und statistisch absolut korrekt auf sagenhafte +2,6 Grad auf. Der PTT-Wert vom Januar 1984 (+1,16) wird ebenso sauber auf +1,5 Grad gerundet. Der PTT-Wert für Januar 1934 (+0,93) wird auf saubere -3,4 Grad “gerundet”. Um es mal eindeutig zu vergleichen: Es liegen 116 Mittelwerte der Temperatur für 1893-2009 für PTT und GISS für den Monat Januar vor. Falsch “gerundet” bzw. nach unten gedrückt um mehr als -0,1 Einheiten wurden 11 der 116 Daten. Nach oben gedrückt (also um mehr als +0,1 Grad im Rohdatensatz) wurden weitere 40 der 116 Januar-Datensätze. Es gibt zwei Extreme (s.o.): einmal wurde die GISS-Temperatur um 6,51 gehoben, einmal um 4,33 Grad gesenkt im Vergleich zum tatsächlichen PTT-Mittelwert. Alleine für die Monatsdatensätze Januar hat GISS also an 44% der Mittelwerts-Datenangaben manipuliert.
    Jetzt will ich gar nicht mal wissen, die die Unterschiede zwischen PTT und DWD, PTT und RIMFROST oder GISS-DWD-RIMFROST aussehen.
    Also bei soviel Datentrickserei bleibt mir einfach der Mund offen stehen, Upjohn

  62. In Ergänzung zu #60 möchte ich mitteilen, dass GISS bei den PTT-Daten auf eine ganz bestimmte Art die Fälschung vornimmt. Es werden zunächst 4 Quartals-Mittelwerte gebildet für Frühling (März-April-Mai), Sommer (Juni-Juli-August), Herbst (September-Oktober-November) und Winter (Dezember-Januar-Februar) und zwar durch Addition der Mittelwerte jeweils der drei Monate und Teilen durch Drei. Danach werden diese gebildeten vier Quartalsmittelwerte zu einem Jahresmittelwert aufaddiert und durch vier geteilt.
    Rechnet man die vier Quartale nach, entsprechen die Mittelwerte des Frühlings- und Sommer-Quartals nahezu exakt dem vom GISS ebenfalls angegebenen Quartalsmittelwert. Beim Herbst-Quartal kommt es bereits zu Abweichungen, die im Winterquartal maximal sind. Im Winterquartal werden gezielt in den älteren Jahren des Beobachtungszeitraums die Mittelwerte gehäuft in Richtung Kälte gefälscht, während in den neueren Zeiträumen die Daten noch oben in Richtung Erwärmung gefälscht werden. Also ich sage ganz ehrlich, wäre der Verantwortliche für den GISS-Datensatz ein Deutscher mit Wohnsitz in der BRD, würde ich jetzt ein sauberes Handout ausarbeiten und am Montag Strafantrag wegen Amtsmissbrauchs und vorsätzlichem Betruges stellen.
    Grüße, Upjohn

  63. Hier mein letzter von Rahmstorf zensierter Beitrag aus dem Thread

    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-02-17/verkehrte-welt

    vom 19.2.2010, Antwort auf einen Beitrag vom Foristen Mistelberger:

    “Eine steigende Globaltemperatur heisst noch lange nicht, dass es keine Rekordkältegrade mehr gibt. Doch die Statistik beweist die Klimaänderung:”

    Leider haben Wetter/Klima Statistiken das unlösbare Problem, dass es keine Meßdaten aus der Vergangenheit gibt die genau genug sind. Z.B. hat kein Mensch auch nur die leiseste Ahnung vieviele Tropenstürme es vor den systematischen Satellitenbeobachtungen gab.

    Bei den globalen Durchschnittstemperaturen ist es ähnlich. Bis vor einigen Jahrzehnten gab es auf über 80% der Erdoberfläche keinerlei systematischen Temperaturmessungen. Proxydaten geben, wenn überhaupt, nur über die lokalen Wetterverhältnisse Auskunft, und zwar mit extrem dicken Fehlerbalken.

    Wenn man also zuweilen hört, dass es heute global z.B. 1,1 Grad wärmer als 1750 ist dann muß man sich fragen wie 1750 wohl die globale Temperatur ermittelt wurde, und das noch auf 1/10 Grad genau.

    Damit will ich keinesfalls bestreiten dass es möglicherweise einen Erwärmungstrend gibt und dieser auch noch durch menschliches CO2 hauptsächlich verursacht wurde. Ich versuche nur die genannten Daten auf Plausibilität und Genauigkeit zu hinterfragen.

  64. Hallo Herr Binikowski,
    ergänzend zu Ihrem Posting möchte ich auf die Publikation von Beck unter http://www.biomind.de/realCO2/ verweisen sowie auf die sehr empfehlenswerten Infos von http://www.friendsofscience.org.
    Viele Grüße, Upjohn

  65. Hallo All,
    ich habe gerade stichprobenartig die Lit.-Angaben des “Biologie-Lehres” Beck (so seine abwertende Bezeichnung durch den “Potsdamer Professor”) zu seinem Artikel über historische CO2-Messwerte geprüft. Ich halte zwar Beck’s Versuch, aus diesen Daten eine “CO2-Kurve” zu basteln, für methodisch falsch, aber seine Idee, einfach alte Quellen nach CO2-Angaben zu durchforsten, ist an sich ausgesprochen kreativ und sehr lobenswert. Ich würde eine andere Herangehensweise als die von Beck vorschlagen.
    a) man sucht sich aus den Lit.-Angaben jene Quellen heraus, die die höchsten CO2-Angaben mitteilen (immerhin
    reichen diese bis zu 500 ppm und höher!)
    b) man baut die damals verwendeten Nachweismethoden in einem Labor nach und vergleicht anhand von CO2-
    Standardmessgasen die damit erzielbaren Werte mit jenen der heute modernsten Verfahren.
    Dadurch erhält man den Messfehler der alten Verfahren und kann damit stichfest beweisen, wie genau die alten Daten sind. Und wenn man das getan hat, holt man sich alle historischen Quellen mit entsprechenden PPM-Angaben und geht damit gemütlich an die Presse. Man sollte übrigens rein aus Trotz ein Fachpaper bei Nature dazu einzureichen trachten. Wird vermutlich abgelehnt, aber lustig wäre es schon, dort die blöden Gesichter der Reviewer zu sehen….. wenn bewiesen würde, dass CO2-Messdaten aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts erheblich höhere CO2-Messwerte als heute zeigen. Das wäre der Todesstoß für die Klimahysteriker. Gibt’s hier Chemiker, die von so etwas eine Ahnung haben?
    Beste Grüße, Upjohn

  66. Hallo Upjohn,

    Das was Sie da vorschlagen hat Beck in seinem Paper 180 YEARS OF ATMOSPHERIC CO2 GAS ANALYSISBY CHEMICAL METHODS doch mehr oder weniger gemacht. Er hat die einzelnen Verfahren und deren Genauigkeit aufgeführt und einzelne Messergebnisse vorgestellt. Seine Konstruktion eines globalen CO2-Wertes daraus, da stimme ich Ihnen völlig zu, halte auch ich für problematisch.

    Aus dem Paper ist zwar nicht der “Todesstoß für die Klimahysteriker” geworden, aber die heftigen Reaktionen gegen ihn und das von Alarmisten gerne immer wieder auch an unpassender Stelle betriebene “Beck-Bashing” zeigt wohl ziemlich deutlich, dass er einen guten Treffer gelandet hat. Es wundert mich daher ein wenig, dass Vennecke hier noch nicht aufgetaucht ist. Normalerweise löst allein das Nennen des Namens Beck bei ihm spontanen Beißreflex aus.

  67. @upjohn
    Zu den GISS-Daten:
    Ich kann einige ihrer Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen.
    1.)Die Quartalswerte werden nicht auf Basis des ar. Mittels gebildet. Warum ist allerdings unbekannt.
    2.) Das Jahr 1934 wurde komplett durch das Jahr 1933 ersetzt (!), 1933 ist nicht vorhanden. Sieht nach Schlamperei aus, allerdings bleibt das dritt-wärmste Jahr damit unberücksichtigt, welch ein Zufall.
    3.) Ein Plot führt in der Tat zu beträchtlichen Unterschieden bei den Spitzenwerten. Die vergangenen Jahre erscheinen dadurch wärmer (2007 0,4° wärmer, 1983 0,65° kälter!)
    Der Trend von 1°C/100Jahre wird nicht wesentlich beeinflusst.
    4.) Die Differenz von PIK-Datensatz vs. GISS (Jahres-Mittelwerte) ergibt entgegen ihren Angaben keinen Trend. R² =0.

    Grüße, Wetterfrosch

  68. @Kipp#65
    danke für die Hinweise. Ich hatte selbst bereits das genannte Paper gelesen, kann darin aber (bis auf die durchaus begründete theoretische Betrachtung der Ungenauigkeiten der historischen Messverfahren) keine eigentliche Nachvollziehung der Messungen im Labor feststellen. Bitte lesen Sie den letzten Satz auf Seite 234 unten im Auf-
    satz, der bis auf Seite 235 reicht. Ich verstehe durchaus, dass er die Art, wie die CO2-Anhänger die CO2-Daten gezielt selektiert haben, aufzeigt. Aber seine eigene Arbeit kann man exakt damit niederwalzen. Er müsste selbst diese Aufbauten nachvollziehen und sich nicht auf die Position zurückziehen, dass dies andere schon getan haben. Ich bin kein Chemiker, aber es müsste sicherlich eine Standard-Eich-CO2-/Luft-Mischung geben, die man verwenden kann. Da es nur drei Verfahren und das aktuelle Verfahren gibt, könnte man die alten Verfahren nachbauen und im Vergleich zur aktuellen Methode vergleichen, um ihre Schwankungsbreite einzuschätzen. Das würde den Kritikern die Luft nehmen, die ja offensichtlich schon die Datenqualität per se bezweifeln.
    Herzlichen Gruß, Upjohn

  69. @Wetterfrosch#67
    zur 1. Bemerkung:
    “1.)Die Quartalswerte werden nicht auf Basis des ar. Mittels gebildet. Warum ist allerdings unbekannt.”
    Bitte bilden Sie im GISS-Datensatz für März-April-Mai und Juni-Juli-August die arith. Mittel auf der Basis der
    korrespondierenden Monats-Spalten rein auf der Basis der GISS-Daten selbst. Hier wird durchaus sehr
    exakt das ar. Mittel für beide Jahreszeiten durch die simple Addition der Monatsmittelwertsdaten geteilt durch
    drei abgebildet. Macht man dies für Dezember-Januar-Februar, weicht die Nachberechnung so ab, wie ich es andeutete. Ich werde das aber in den nächsten 1-2 Wochen wirklich exakt bis auf die Knochen prüfen und Ihnen dann zur Validierung zukommen lassen. Ich bin bis dato einfach nur sprachlos über diese drittklassigen Datentricksereien
    und konnte mich nicht beherrschen, ein paar Zwischenergebnisse hier einzuwerfen.

    “2.) Das Jahr 1934 wurde komplett durch das Jahr 1933 ersetzt (!), 1933 ist nicht vorhanden.”
    Ich teile Ihre Meinung … und kann mich nur “dem Zufall” anschließen. Ich möchte den Datensatz so aufbauen,
    dass GISS-Daten neben Potsdam-Daten stehen und in weiteren Spalten die Stärke und Richtung der Differenz
    der Monatsdaten auftaucht. Ich muss mir noch überlegen, wie ich verschobene Datensätze a la 1933 für den
    Gesamtdatensatz bequem identifizieren kann. Dann möchte ich identifizieren, was im Potsdam-Datensatz die im GISS-Datensatz nicht verwendeten oder veränderten Daten für Folgen hätten. Ich würde meinen, sie deuten alle in Richtung
    Erwärmung, aber das kann ich derzeit nur mutmaßen, wenn ich mich an die Berichte von Michael E. Smith und
    D’Aleo anlehne.

    “3.) Ein Plot führt in der Tat zu beträchtlichen Unterschieden bei den Spitzenwerten. Die vergangenen Jahre erscheinen dadurch wärmer (2007 0,4° wärmer, 1983 0,65° kälter!)”
    Die Fälschungsweise erkennt man meiner Meinung nach dann besonders gut, wenn man die Abstände der
    “Rundungsfehler” zwischen GISS und Potsdam Telegraphenberg berechnet. Dann zieht man eine Kurve für die
    Jahre 1893-2009 und erkennt, wo das Rauschen am stärksten wurde (etwa 1966-1990; von den dreisten beiden Zacken, wo direkt massiv aufaddiert bzw. abgezogen wurde, nicht zu reden). Im übrigen: Sie gehen ja sicherlich auch oft mit solcher Art Zahlen um. Mir ist so eine “Datenverwechslung” einschließlich des gezielten Weglassens von Monats-Einzel-Mittelwerten noch nicht passiert. Auch keine solche massive “Verrutschung” im Datensatz. So etwas hat Methode, denn man muss sich anstrengen, damit die Daten so gelöscht bzw. umgesetzt werden. Das geht nicht einfach mit einem Tippfähla. Auch die Rundungen und deren Stärke ist ein deutlicher Hinweis auf direkte Manipulation, denn sie erfolgt nicht gleichsinnig mit einer festen Variable für einen bestimmten Zeitraum. Das ist kein Zufall in meinen Augen. Da muss jemand den Datensatz vor Augen gehabt haben (vermutlich sogar die Tages-Rohdaten) und hat sich dann die Mittelwerte in mehreren Touren zurecht gebastelt, bis sie gepasst haben. Am Ende war ihm das wohl zu langweilig und dann hat er diese massiven beiden Datenabweichungen eingebaut nach dem Motto: das prüft ja eh keiner.

    “Der Trend von 1°C/100Jahre wird nicht wesentlich beeinflusst.”
    ich bestreite ja auch nicht, dass es keinen Klimawandel per se gibt ;)

    “Die Differenz von PIK-Datensatz vs. GISS (Jahres-Mittelwerte) ergibt entgegen ihren Angaben keinen Trend. R² =0.”
    komisch, ich habe die Variable der Durchschnittstemperatur aus Potsdam mit der Variable metANN im GISS in meinem
    SPSS mittels Spearman-Korrelation mit den Messjahren korreliert. Grund: Da CO2 mit den Jahren steigt, müsste die Korrelation positiv sein. Ich habe zuerst mit Kolmogorov-Smirnov-Test auf Normalverteilung geprüft (bei Jahr fehlt sie,
    bei beiden Temp.-Datenangaben liegt sie vor -> Folge: nichtparametrische Korrelation nach Spearman).
    Die exakten Werte sind dann wie folgt:
    für Jahr x Potsdam-Jahresdurchschnittstemperatur laut Datensatz: r = 0,444; p = 0,001
    für Jahr x GISS-metANN-Jahresdurchschnittstemperatur laut Datensatz: r = 0,427; p = 0,001
    Korrelation GISS x Potsdam (jeweils Jahresdurchschnittstemperatur): r = 0,920; p = 0,001
    Unter uns: mir ist schon klar, dass ich derzeit noch mit den Daten spiele. Aber es graut mir schon richtig
    vor dem sauberen Nachbohren bei dem Mist, den ich jetzt schon sehe.
    Viele Grüße, Upjohn

  70. Vielleicht hilft das weiter ?

    Auswertung der Meßwerte
    Als erstes ist der Tagesgang der Lufttemperatur von Interesse. Dabei kann sowohl ein einzelner Tag mit besonderen Wettererscheinungen betrachtet werden als auch eine Mittelung über eine bestimmte Anzahl von Tagen.

    Das wahre Tagesmittel der Lufttemperatur (arithmetisches Mittel aller Stunden- oder 10-Minuten-Meßwerte) unterscheidet sich vom traditionell üblichen Tagesmittelwert der Temperatur: ¼ x (T1 + T2 + 2 x T3); T1, T2 und T3 sind dabei die Temperaturwerte zu den klimatologischen Beobachtungsterminen, den sogenannten “Mannheimer Stunden” (7, 14 und 21 Uhr MEZ). Aus den Tagesmittelwerten ergeben sich dann Monats- und Jahresmittel.

    Von hier

  71. #68 upjohn
    Au, da habe ich ja was los getreten…

    Sie gehen ja sicherlich auch oft mit solcher Art Zahlen um. --

    Nein. Ich habe weniger mit den Daten und mehr mit deren Erfassung zu tun -- und das rein von der technischen Seite. Zu deutsch -- ich entwickle mit an den Sensoren , um deren Daten wir uns hier freiwillig kloppen ;)
    Hier bin ich einfach ein Laie, den es verdammt interessiert, was für Schindluder man mit harmlosen Wetterdaten so treiben kann (milde gesagt).
    Das Problem ist doch -- wir können uns hier Datenanalysen um die Ohren hauen bis die Fetzen fliegen -- es ist schwer, durchgeführte “Korrekturen” als “Fälschung” zu entlarven.
    Das erste Problem sind die tatsächlichen Rohdaten -- die bekommen wir nicht zu sehen.
    Ob Thermometer erneuert wurden, Aufzeichnungsfehler vorliegen etc. -wir wissen es nicht. Eine spätere Korrektur von Daten durch GISS ohne diese Informationen halte ich prinzipiell für abenteuerlich (zumal man hier nicht mal in der Lage zu sein scheint, die Daten 1:1 von A nach B zu übertragen.
    Da mehr als 50% der Mittelwerte zwischen PIK-Daten und GISS übereinstimmen, sollte man aber annehmen, dass die Datenbasis des GISS-Satzes auf den PIK-Daten beruht ;)
    Ich habe die Daten 1933/34 weg gelassen -- damit korrelieren metANN -- PIK Daten mit k=0,95. Berechnet man das ar. Mittel der GISS-Monatswerte, kommt man auf k=0,98. Da ist also gewaltig dran herum geschraubt. Aber das hatten sie ja bereits gezeigt.
    Ich habe mal die ar. Quartalsmittel des PIK-Satzes berechnet und den jeweiligen GISS-Werten gegenüber gestellt.
    Diese Analyse zeigt, dass nicht gezielt in eine Richtung korrigiert wurde.
    Ihre Aussage:

    Im Winterquartal werden gezielt in den älteren Jahren des Beobachtungszeitraums die Mittelwerte gehäuft in Richtung Kälte gefälscht, während in den neueren Zeiträumen die Daten noch oben in Richtung Erwärmung gefälscht werden.

    ist deshalb m.E. nicht korrekt.
    Welchen Sinn haben diese Manipulationen? Die Nutzung der Quartalswerte legt die Gewichtung auf milde oder kalte Monate, die im Jahresmittel sonst geringer zum Ausdruck kommen. Die Rekorde fallen einfach “besser” aus, allerdings in beide Richtungen.
    Sollte es also in Zukunft kälter werden, muss neu “korrigiert” werden…

  72. @ganz#70
    Vielen Dank für den Hinweis. Leider hilft er mit nicht weiter, weil ich leider die Rohdaten der einzelnen Messzeitpunkte pro Tag nicht besitze. Man kann sich vom Temperaturmessfühler nicht die Tageseinzeldaten downloaden, so weit ich sehe, sondern nur die für jeden Monat gemittelten Einzeldaten. De fakto besteht also schon Potsdam-seitig die Möglichkeit, dass auf dem Weg der Aufaddierung (oder wie auch immer dort vorgegangen wird) ein mehr oder weniger starker Trend in die Mittelwerte der Monatstemp. eingeführt wird.
    Viele Grüße, Upjohn

  73. @wetterfrosch#71
    ach was, lieber Herr Wetterfrosch, ein bischen sticheln ist doch was Nettes ;). In der Tat haben wir beide das gleiche Problem. Ohne die wahren Rohdaten auf Messsensorebene können wir nur herumraten. Für mich ist es schwer, mich hier im Block genau auszudrücken, ohne Bilder als Verweis anführen zu können. Ich schlage vor, wir vertagen das Thema, ich mache meine Hausaufgaben vollständig und dann lasse ich Ihnen das mal zur Ansicht zukommen. Dann können wir uns brav und voll zivilisiert fetzen ;)
    Herzlichen Gruß, Upjohn

  74. @Wetterfrosch
    An sich kann ich Ihre Ansicht der Abenteuerlichkeit nur unterstreichen. Wenn Sie die aktuelle GISS-Messfühler-
    Liste unter http://data.giss.nasa.gov/gistemp/station_data/station_list.txt nach “germany” durchsuchen, erhalten Sie
    gerade mal lächerliche neun Messfühler für das gesamte Land (davon 8 in Städten, nur einer ausserhalb). Das ist ein feuchter Witz. Allein das Kachelmann-System hat hunderte davon, vom DWD nicht zu reden. Mir kann keiner erzählen, dass das seriöse Wissenschaft ist. Mir ist durchaus bewusst, dass ich nicht zwischen eigentlicher Fälschung und angeblich notwendiger Datenkorrektur unterscheiden kann. Aber ich würde sagen, dass zumindest das Weglassen von Daten, das Verwechseln von Datensätzen sowie das Einfügen von Extremwerten klar als Fälschungen interpretiert werden können. Beim Rest kann man sich sicherlich stundenlang unterhalten.
    So, jetzt muss ich noch ein paar Brötchen verdienen gehen. Viel Spass noch, Upjohn

  75. Wer noch nicht einmal weiß, dass die Abb. 4 die uralte und bereits damals falsche Schönwiese-Graphik von 1995 ist, outet sich als Wanderer im Tal der Ahnungslosen….

  76. @Holm
    Was steht in der angesprochenen Grafk unten rechts ?
    Oder wie soll der Kommentar hier verstanden werden ?

  77. Angeregt durch upjohns und Wetterfroschs Überlegungen habe ich mal eben die UAH-Satellitendaten (lower trop.) mit den GISS-Daten (GLB.Ts.txt) für den Zeitraum seit Vorliegen der UAH-Daten (Dez. 1978) bis jetzt verglichen und monatsweise geplottet (schade, daß man hier kein Attachment einfügen kann :( oder funktioniert das doch? irgendwie?).
    Beide Verläufe korrelieren mit r²=0,82.
    Die GISS-Kurve jedoch -- Dez. 1978 noch relativ “stimmig” mit UAH -- zeigt einen steileren Anstieg -- -- -- wie sich das für ‘nen ordentlichen Hockeystick schließlich auch gehört :-) . Beide divergieren also immer mehr.
    Der Effekt einer “selektiven Berücksichtigung” der terrestrischen Meßpunkte und ihre Verminderung von 6.000 auf 1.000 findet hier eine schöne Abbildung.

    Man stelle sich einen Arzt vor, der seine Entscheidung vom Symptom “Fieber” abhängig machen muß, aber zu blöd ist, die Körpertemperatur zu messen.

    Für “optische Typen” empfehle ich zusätzlich, alle UAH-Daten von 1995 bis jetzt (lt. Phil Jones: “keine signifikante Erwärmung”) gemeinsam zu plotten, die Globale Mittelwert-Kurve fett zu betonen und diese mit 1s-Fehlerbalken zu versehen. Der Anblick ist ein Erlebnis erhellender Art.

  78. Hier liefere ich mal die Graphiken zu #77 nach:

    1. Vergleich zwischen GISS- und UAH-Daten

    2. Das “Verschwinden” der Gobaltemperatur im geographiebedingten Temperaturgeräusch unserer Mutter Erde

  79. Vielleicht funktionieren die Graphiken zu #77 jetzt…. :(

    [Ich habe Ihre Grafiken oben hinzugefügt. Vielen Dank fürs Schicken. Rudolf Kipp]

  80. @ Theobald Tiger

    Ich habe hier mal eine kurze Erklärung zum Einfügen von Bildern geschrieben.

  81. @tiger#77
    vielen Dank für die Mühe. Genau so etwas wollte ich anregen ;). Die Analogie mit dem Arzt, nämlich “Man stelle sich einen Arzt vor, der seine Entscheidung vom Symptom “Fieber” abhängig machen muß, aber zu blöd ist, die Körpertemperatur zu messen.” würde ich hier sogar erweitern. Die zentrale Körpertemperatur wird dadurch vom Arzt geschätzt, in dem er die Ohrläppchentemperatur am rechten Ohr sowie die Temperatur des linken kleinen Fußzehes in Kombination mit der Oberflächenhauttemperatur in der rechten Leistengegend abschätzt. Ich darf versichern, dass das technisch prima klappt, aber inhaltlich alles andere als seriös ist.
    Noch eines ist mir beim Durchlesen der angeblich gehackten Climategate-eMails aufgefallen. Ich nehme an, hier hat sich jeder (wie es sich gehört) die Inhalte des FOI2009-Ordners heruntergeladen. Blickt bitte nach dem Entpacken in den Subordner FOIA, dann weiter in DOCUMENTS und öffnet dort bitte das Excel-File pdj_grant_since1990.xls.
    In Zeile 55 des Files findet sich der Grant der NERC an die CRU-Unit und die Empfänger dort. Das sind schlanke
    2,730742 Mio. Pfund = ca. 3,11 Mio. Euro nach heutigem Wechselkurs. Macht Ihr Euch bitte den Spass und seht in die Spalte B bei den Empfängern? Also bei mir steht da neben Prof. PD Jones auch ein Prof. H.-J. Schellnhuber. Nun ja, alles kein Problem, denn Schellnhuber war ja bis Ende 2009 Professor at the Environmental Sciences School of the University of East Anglia und die liegt ja nicht so wahnsinnig weit weg von der Climate Research Unit. Aber ich finde
    einfach kein Wort über Tyndall Phase 2 in auch nur einer einzigen Publikation von Schellnhuber und komischerweise finde ich keine Papers von Schellnhuber bei http://www.tyndall.ac.uk/. Naja, da frage ich mich langsam, wo is’n das ganze Geld hin, Herr Schellnhuber?

  82. Hallo All,
    sorry, ich kann’s doch nicht lassen. In Ergänzung zu #81 möchte ich darauf hinweisen, dass die Munich Re eine Pressemeldung lanciert hatte (einfach “potsdam” in die Suchmaschine von http://www.munichre.com/de/service/search.aspx einwerfen), in der sie die Gründung der Munich Climate Research Initiative (MCRI) lanciert hatte, an der u.a. folgende Institutionen beteiligt sind: Tyndall Centre for Climate Chance Research, Germanwatch, Potsdam Institute for Climate Impact Research und wie fast schon zu erwarten The Energy and Resource Institute (TERI) des Herrn Pachauri.
    Im PIK sitzen als Trustees sowohl der Vorstandsvorsitzende der Deutschen BP Dr. Uwe Frank als auch jener von German Watch (Klaus Milke). Und im Verein “Freunde des PIK” sitzt als Mitglied der Prof. Dr. Peter Höppe für die Münchner Rückversicherung. Kann man alles frei Haus auf der PIK-Homepage nachlesen.
    Ich hatte kürzlich Rahmstorf in seinem Blog gefragt, wie er sich (da er gerne Kritikern die Exxon-Karte der gesponsorten Publikationen auf’s Auge drückt) den Zusammenhang von BP und PIK erklärt. Natürlich ist das Posting nicht veröffentlicht und schon gar nicht kommentiert worden. Da sage ich nur grinsend mit dem virtuellen Laserschwert fuchtelnd: “STEFAN, der Kreis schließt sich…..!”

  83. @upjohn:
    Dank erst mal, daß wenigsten n=2 von den Graphs spürbar Kenntnis genommen haben.
    #81, zur letzten Frage: Die ist nämlich ein bißchen peinlich. Ich weiß das selber auch immer nicht und muß das dann so begründen: “Fast mein ganzes Geld habe ich in Alkohol und Weiber angelegt, den Rest habe ich einfach verplempert”. Wie soll sich Schellnhuber nach der langen Zeit noch erinnern? Außerdem hat er das bißchen Kohle noch teilen müssen.
    #82: Die Querverbindungen zur MuRe sind nun schon eine Weile bekannt. Es fragt sich nur, welchen Gewinn die Münchner aus dem Alarmismus bereits gezogen haben. Das dürfte die Peanuts-Grenze weit übersteigen. Solche gegenseitigen Trustee-Verbrüderungen sind doch üblich…
    Bloß bei mir hat sich noch niemand gemeldet, und nun ist’s zu spät, weil die Konjunktur zu Ende geht.
    Ich mußte mir also etwas neues, angsteinfößendes einfallen lassen.

  84. Na, da schaut’s einer her!

    Die Temperaturdatenbasis des CRU ist also doch Schrott? Wer hätte denn das gedacht? Ei, ei, ei … ;-)
    GISS und NOAA sollten sich gleich mit in die Reihe stellen -- zum gemeinsamen Üben der Datenerhebung und -verarbeitung.

  85. @tiger#84
    oha, sehr erhellend! Da habe ich gleich weiter gegoogelt und verstehe jetzt, warum der Vorstandsvorsitzender von BP Deutschland als Trustee im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung zu finden ist. Nach Angaben der folgenden
    Website zeigt sich “It has also emerged that Teri’s biggest single sponsor, BP India, which has provided £6 million, paid for dinner and drinks at an event publicising Dr Pachauri’s debut novel. A BP spokesman said it was entirely legitimate to fund the dinner, the company having enjoyed a “long association with Dr Pachauri”.
    http://www.thegwpf.org/subject-index/economics/513-pachauris-methods.html
    Tja, immer das Gleiche …. just follow the money.
    Viele Grüße, Upjohn

  86. Hallo,

    manchmal frage ich mich, wie können die Temperaturwerte z.B. bei http://data.giss.nasa.gov/gistemp/ mit einer Genauigkeit von 0.01°C (Temperature Anomalies in 0.01 degrees Celsius) angegeben werden. Die ersten Messungen mit einer Temperaturmessgenauigkeit von bis zu 0,01°C wurden von Beckmann 1905 mit einen “Beckmann-Thermometer” erreicht (Fieberthermometer 1857 mit einer Auflösung von 0,1°C). Bis in die 70-er Jahre hinein wurde mit einer Genauigkeit von 1°C die Temperatur der Wetterstationen abgelesen. Mathematisch bedeutet das, dass die relative Fehlertoleranz der Korrelation bei +/- 0.5°C liegt. Damit sind alle Temperaturdifferenz/Trend-Betrachtung unter einem Differenz-Wert von 0,5°C wegen des relativen Fehlers der Messungen sowieso wenig sinnvoll. Erst ab Mitte der 70-er Jahre wurden Thermometer mit einer Messgenauigkeit von 0,5°C in den Wetterstationen eingeführt.

    Und hier noch ein Aussage aus dem offziellen Statusbericht vom Deutschen Wetterdienst:
    “Da es angestrebt wird, die sensiblen und latenten Wärmeflüsse der Ozeane in einem
    Gebiet von 500 x 500 km^2 mit einer Genauigkeit von ca. 10 Watt/m^2 zu bestimmen,
    müssen folgende Genauigkeiten für Temperatur- +/- 0,2-0,1°C und für Wind-Messungen ca. 0,5 m/s
    erreicht werden. Andernfalls ist eine Analyse und Bewertung der Wärmeflüsse der Ozeane
    und dessen Einfluss auf das Wetter und folglich das Klima nicht möglich.”
    Grüße, OW

  87. @ow#86
    diesem Misstrauen (Fehlerrate, 2 Nachkommastellen) kann ich nur beipflichten. Ich finde es bemerkenswert, dass der Messfühler der Säkularmesstation Potsdam Telegraphenberg (einen Steinwurf weit weg vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung) zwei Nachkommastellen laut seiner Internet-Datenbank (klima-potsdam.de) bei den gemittelten Monatstemperaturmesswerten seit 1893 hat (dabei müsste man auf ein Tausendstel genau messen können, wenn man 2 Nachkommastellen/NK angibt). Dann wird der 2-NK-Datensatz im GISS auf 1 NK gerundet, dort werden dann die Monatsdaten zu Vierteljahresdaten mit 1-NK-Stelle addiert und dann wieder als Enddatensatz mit 2 NK’s ausgegeben. Kleiner Hinweis -- der Deutsche Wetterdienst macht das offenbar ähnlich fragwürdig. Finde ich schon sehr bemerkenswert. Ich war an der Entwicklung eines Hauttemperaturmesssensors auf Titanbasis beteiligt. Das Gerät “misst” auf 4 Nachkommastellen genau bzw. der Messsensor gibt eine 4-stellige Nachkommazahl in die Datenbank weiter, in Wahrheit aber liegt der Messfehler im Bereich von 1/100stel, so dass die Temp. nur 1 NK-Stelle genau ist. Ich glaube Lufttemperaturdaten mit 2 NK-Stellen deshalb grundsätzlich nicht.
    Herzlichen Gruß, Upjohn

  88. Hallo upjohn (#87),

    Sehe ich genau so mit den NK-Stellen, die Messgenauigkeit muss gleich (NK-Stellen minus 1) sein, damit ich die Werte mit den NK-Stellen angeben kann.

    Ein Beispiel aus dem Leben:
    Ich habe 12 Jahre eine Wetterstation ehrenamtlich betreut. Auf meine Anforderungen, die Instrumente neu zu eichen bzw. zu kalibrieren, musste ich 3 Jahre warten. Ich habe mal Vergleichsmessung von Temperatur, Windgeschwindigkeit, relativer Feuchte und Luftdruck durchgeführt. Meine Ergebnisse waren erschrecken, bei den Temperaturmessungen konnte man Abweichungen bis zu +1,5°C feststellen. Komischer Weise waren alle Werte der Standard-Mess-Instrumente der Wetterstation höher, aber niemals niedriger, als bei den Vergleichsmessungen mit anderen Instrumenten. Meine ehrenamtlichen Kollegen haben ähnliche Abweichungen festgestellt. Meine damals betreute Wetterstation hat also immer höhere Werte bei der Temperatur bis zu +1,5°C, der Windgeschwindigkeit bis zu +3m/s, der relativen Feuchte bis zu +5% und dem Luftdruck bis zu +9 hPa geliefert. Deshalb trau ich solchen Angaben kein bisschen. Ach so, nach der Justierung der Instrumente hatte ich folgende Abweichungen, Temperatur bis zu +0,8°C, Windgeschwindigkeit bis zu +2m/s, relative Feuchte bis zu +2% und dem Luftdruck bis zu +4 hPa. Daraufhin habe ich mal die Frage gestellt: „Ungenaue Werte = Ungenaue Prognose/Vorhersage“. Jetzt versteht man auch, warum die Meteorologen besonders stabile Wetterlagen bevorzugen.
    Auch die “Mannheimer Stunden Methode 7/14/21″ hat eine Fehlertoleranz von 1-5% in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Das Hell- und Dunkel-Verhältnis und das Wechsel-Verhältnis der Wetter-Erscheinungen wird bei der “Mannheimer Stunden Methode” nur wenig berücksichtigt. Ein bessere Methode ist die “3-te Stunde Methode”, also 1/4/7/10/13/16/19/22 Uhr. Diese Methode hat eine Fehlertoleranz von 0,3-1% in Bezug auf eine kontinuierliche Messung. Diese “3-te Stunde Methode” wird auch von den Wetterdiensten in den Modellen zur Vorhersage genutzt.
    Grüße, OW

  89. @OW #86 f
    Hallo OW,
    Warum es bei Anomalien dennoch Sinn machen kann, die Auflösung auf 2 NK Stellen festzulegen sollten sie unbedingt mal recherchieren ;)
    Grundsätzlich hat jedes Messverfahren seinen Fehler. Eine absolute Lufttemperaturmessung auf Hundertstel ist fragwürdig.
    Für Zeitreihen wäre es erforderlich, die Messeinrichtung nicht zu verändern. In der Praxis ist das nicht immer möglich. Da wird der Fortschritt zum Problem (nicht mehr verfügbare Materialien und Geräte, Modernisierung, Kosteneinsparung…).

    Meine Ergebnisse waren erschrecken, bei den Temperaturmessungen konnte man Abweichungen bis zu +1,5°C feststellen.

    Wenn alle Geräte gleich falsch messen (z.B. die gute alte englische Hütte nach Stevenson) wäre das ja kein Problem. Aber jeder kocht sein Süppchen, und die ständigen Veränderungen von Messumgebung und Messfühlern machen umfangreiche Korrekturen notwendig.
    Moderne belüftete Fühler schaffen es durchaus auf besser 0,5°C bei voller Sonneneinstrahlung. Da kommt die “ehrwürdige” Technik nicht mit ..
    Ich habe aber allein zwischen verschiedenen Lamellen-Wetterhüten div. Hersteller (mit gleichem Sensor) Unterschiede bis zu 2,4° gemessen. Zwei äußerlich völlig identische Wetterhütten brachten fast 0,8° Unterschied (zwei unterschiedliche, optisch weiße Anstriche)…
    Gruß, Wetterfrosch

  90. Hallo Wetterfrosch (#89)

    Bei einer Messdichte von durchschnitlich ca. 1000 km² pro Messung Temperaturgenauigkeiten bzw. deren Anomalien auf die Hundertstel Nachkommastelle anzugeben, obwohl selbst unter günstigsten äußeren Bedingungen die Temperatur im Freien nur auf 0,1 Grad genau gemessen werden kann und sich bereits bei einem Windstoß oder einer Messung weniger km entfernt sich wieder ändern kann (will man diese Genauigkeit aufrecht erhalten). Eine derartige Versuchsreihe hätte zum Vergleich in der Experimentalphysik keinerlei wissenschaftlichen oder akademischen Wert.

    Schon bei Druckmessungen hat man Probleme die Druckvariationen (Lasteffekte) zu bestimmen, obwohl der Luftdruck relativ genau bestimmt werden kann -- ein Zitat
    “Die großräumigen Druckvariationen werden durch die Differenz vom mittleren barometrischen Druck im Umkreis von 2000km und dem barometrischen Referenzdruck ermittelt. Die kleinräumigen Druckvariationen werden durch die Differenz vom lokalen barometrischen Druck und dem barometrischen Referenzdruck berechnet. Da für dieses Modell Informationen über den lokalen und den regionalen barometrischen Druck benötigt werden, ist es nur mit größerem Aufwand anwendbar (Rabbel und Zschau, 1985).”

    >>> Und noch ein kleiner Auszug aus meiner alten Statistik-Vorlesung (Mein Prof. möchte mir verzeihen.):

    Aus einer Handvoll Daten werden ganz abenteuerliche Schlüsse gezogen, die jedweder statistisch-mathematischer Grundlage entbehren. Alle Behauptungen, die mit irgendwelchen Zahlen (und möglichst zwei Nachkommastellen) „belegt“ werden, vermitteln den Eindruck von Exaktheit, Sachlichkeit und Objektivität. Jemand hat auch einmal behauptet:
    Mit Statistik kann man alles beweisen, auch das Gegenteil.

    Dem ist nicht so:
    Mit Statistik kann man nichts beweisen, nur das Gegenteil.

    Genauigkeit -- ist die qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung eines Messergebnisses an den Bezugswert (das kann der wahre Wert, ein Soll-Wert oder der Erwartungswert sein). Sie setzt sich aus zwei Kriterien zusammen: der Richtigkeit und der Präzision.

    Richtigkeit -- ist die qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung des Erwartungswertes an den wahren Wert (oder quasi-wahren Wert). Ein entsprechendes quantitatives Maß für die Richtigkeit ist demnach die systematische Abweichung. Je kleiner die systematischen Abweichungen, desto richtiger ist das Messergebnis. Die Richtigkeit wird auch als äußere Genauigkeit (bzw. Treffergenauigkeit) bezeichnet. Kennt man den wahren Wert nicht (und auch keinen Soll-Wert), so kann man definitionsgemäß auch nichts über die Richtigkeit der Messungen sagen, sondern nur über die Präzision.

    Präzision -- ist die qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung der Messergebnisse bei mehrfacher Anwendung des Messverfahrens. Ein quantitatives Maß für die Präzision ist demnach die Standardabweichung. Je kleiner die Standardabweichung, desto präziser ist das Messergebnis. Die Präzision wird auch als innere Genauigkeit (bzw. Wiederholgenauigkeit) bezeichnet.

    Die Auflösung eines Messgerätes oder Messverfahrens ist schließlich der kleinste Messwert, den das Messgerät gerade noch vom nächsten, eng beieinander liegenden Messwert unterscheiden kann.

    Abschließend noch der Hinweis auf die Genauigkeit, mit der man Ergebnisse von (statistischen) Berechnungen angeben kann/sollte. Es macht nämlich keinen Sinn, den Mittelwert oder die Standardabweichung oder andere berechnete Parameter auf ein Dutzend Nachkommastellen oder mehr anzugeben. Ohne die numerischen Hintergründe näher anzuschauen, können wir festhalten, dass üblicherweise (berechnete) Parameter mit einer oder maximal zwei Nachkommastellen mehr angegeben werden als die Originaldaten.
    Grüße, OW

  91. #65 upjohn, #66 Kipp
    zunächst danke ich für die konstruktiven Hinweise und für die sachliche Diskussion meiner Arbeit. Das war ich in den letzten Monaten kaum noch gewöhnt. Zur Sache.
    Meine Arbeit “180 YEARS OF ATMOSPHERIC CO2 GAS ANALYSIS BY CHEMICAL METHODS ” von 2006 war ein erster Schritt um auf die alten CO2 Messungen und Levels hinzuweisen. Die genannten Stationen und Messergebnisse waren oberflächlich nach Qualität (lokale Beeinflussung) selektiert und geben Auskunft über die lokale CO2 Konzentration an diesen Stationen. Die gefundenen saisonalen Schwankungsbreiten entsprechen durchaus den heute gemessenen an entsprechenden Standorten. Zu den hauptsächlich verwendeten Meßverfahren (Pettenkofer) möchte ich sagen, daß sie heute noch Standardverfahren sind die in jedem Schulunterricht regelmäßig qualitativ und quantitativ durchgeführt werden. Die Methodik ist in unzähligen Papieren genaustens beschrieben und verstanden. In sofern bedarf es keiner nochmaligen Prüfung all der Papiere und Nobelpreise , die mit dieser Methode gemacht wurden.
    Inzwischen bin ich jedoch wesentliche Schritte weiter (siehe http://www.realCO2.de). Maßgebend für eine Aussage über weltweit gültige CO2 Konzentrationen sind die sog. Backgroundkonzentrationen in der oberen Troposphäre ( z.B. Mauna Loa) oder die MBL (Marine boundary layer) Konzentrationen (NOAA) über der Ozeanoberfläche. Ich habe inzwischen an 901 historischen Stationen bis zu 95 000 Einzelmessungen , samt Station, Meßmethode, Lokale Beeinflussung, Luftmassen begutachtet und zusammengetragen die diesen Kriterien modernen Kriterien genügen. (Daten und Begutachtung siehe meine Seite). Mit neuen Methoden (siehe mein Papier Klima2009) kann ich nun aus einer Bodenkonzentration mit <3% Genauigkeit die Backgroundkonzentration oder MBL ausrechnen. Diese gilt weltweit (breitengradabhängig). Z.B. Sie sagen mir bei der Windgeschwindigkeit 3m/s die mittlere CO2 Konzentration übers Jahr (am Boden gemessen und ich sage Ihnen innerhalb 1% genau das jährliche Mittel der Backgroundkonzentration in 6 Km Höhe. Ich habe inzwischen 4 Methoden, die das liefern.
    Das Ganze werde in ich in Kürze veröffentlichen und zwar in einem renommierten Journal. Das aktuelle Messnetz der NOAA hat keine 200 Stationen, insofern ist die Auflösung meiner Daten recht gut. Sie bestätigt teils und widerlegt teiels die CO2 Eisbohrkerndaten.
    Der Unterschied modern (NDIR) gegen historisch (chemisch) ist ungefähr Faktor 10, dh. die modernen Messungen seit ca. 1983 sind ungefähr 10 fach besser als die vor 1949. Ab da hat man in Deutschland schon mit URAS gemessen mit derselben Genauigkeit wie heute.
    Viele Grüße
    Ernst Beck

  92. @Beck
    Ähem?

    <3% Genauigkeit

    Ich vermute mal >97% :-)
    Aber mal ein ernsthaftes Problem:
    Das Mekka der CO2-Anbeter ist der Mauna Loa. Schon aus Gründen seiner Umgebung erscheint mir dieser Standort suspekt: 1) unmittelbare Nachbarschaft zum Pazifik; 2) was dampft aus von einem Vulkan ab, auch wenn er nicht aktiv ist? Wie kann dieser Standort einen golden standard für die IPCC-assoziierten Institute darstellen?
    Oder habe ich mich im Irrtum verfangen?

  93. #92 Tiger
    Sorry, ist natürlich richtig, es muß heißen: Ein Fehler von <3%.
    Ich war am Anfang auch sehr kritisch gegen Mauna Loa, heute sehe ich das etwas anders. Die Lage ist zwar nahe am globalen äquatorialen CO2 Netto Ausgasungsbereich, aber MLO repräsentiert schon ganz gut den CO2 Background in fast 4 Km Höhe. Natürlich ist das auch ein Abbild der marinen Lage. Die vulkanischen Ausgasungen sind in den 50 Jahren minimal und um ca. 4-6 ppm regelmäßig und werden per Hand eliminiert.
    Die CO2 Werte stimmen sehr gut mit anderen Standorten innerhalb weniger ppm (breitengradabhängig).
    Das Problem dort ist eher daß man sehr eng die Daten selektiert. Alles was 0,5 ppm vom Referenzstandard abweicht wird eliminiert. Deshalb ist die MLO Kurve so glatt.

    Viele Grüße
    Ernst Beck

  94. @beck#91
    Hallo Herr Beck,
    vielen Dank für Ihr persönliches Erscheinen. Ich selbst bin kein Klimatologe, sondern habe lediglich versucht, mich auf die Seite des Potsdamers zu stellen und zu versuchen, Ihre Arbeit inhaltlich-methodisch anzugreifen. Das erste, was mir mit meinem med. Background eingefallen ist, ist die Hinterfragung der Prüfmethode selbst. Je ungenauer diese ist, desto leichter kann ich Sie unglaubwürdig erscheinen lassen, um Ihre Arbeit ignorieren zu können. Vor diesem Hintergrund ist es für mich als klimatolog. Laie deshalb ausgesprochen wichtig, zu erfahren, auf welche exakten Verfahren Sie abstellen bzw. auf welche konkreten bibliographischen Angaben Sie verweisen, um die Behauptung zu belegen, dass die alten Verfahren genau sind bzw. die Aussagen über die Fehlerrate dieser Methoden machen.
    Ich kann durchaus nachvollziehen und begrüße es nachdrücklich, dass Sie offensichtlich eine Art Recherchedatenbank für historische CO2-Werte zu etablieren trachten, die einen Gesamtüberblick über die Vergangenheit erlaubt. Allerdings wird das Journalisten wenig interessieren, weil fachlich komplexe Themen nicht in die Schlagzeilen kommen. Dort interessiert nur eine solche Schlagzeile “CO2-Forscher entlarvt. Kohlendioxid im 19. Jahrhundert nachweislich 1,5fach höher als heute!” Und so etwas kann einfachst weggekickt werden, wenn die Gegenseite Ihre Labormethode angreifen kann nach dem Motto: “ein Bio-Lehrer verwechselt die Methoden, glaubt ihm nicht, der ist inkompent.” Deshalb bin ich so interessiert hinsichtlich der Papers, die die Testmethoden validiert haben. Können Sie mir da bibliographische Angaben nennen?
    Beste Grüße, Upjohn

  95. @Wetterfrosch#89
    Hallo, WF. Ich kann Ihre die Argumentation, dass 2 Nachkommastellen (NK) für statistische Analysen sinnvoll sein sollen, nicht nachvollziehen. So, wie ich das sehe, ist die konkrete Messung selbst auf +/-0,8 Grad genau (wobei ich gerne wissen würde, ob es Lit. gibt, die diese methodischen Schwankungen in Abhängigkeit vom Gerätetyp einmal als Übersicht dargelegt hat). Ergo wäre sogar eine Genauigkeit der Messung auf 1 Grad fast schon zu viel des Guten. Mich interessiert primär erst mal das Argument nicht, dass die Temperatur bereits bei kleinen Distanzen erheblich schwanken kann. Es geht mir primär darum, die Messung selbst akurat zu erfassen. Rundet man Zahlen mit 2 NK’s auf eine NK herunter, hat man einen Messfehler von maximal 0,1 Grad. Addiert man dann 12 dieser Monats-Werte mit 1 NK wieder auf und erzeugt eine Gesamtzahl mit 2 NKs, dann werden faktisch Kunstwerte erzeugt, die im ursprünglichen Datenrauschen untergehen. Deshalb sehe ich überhaupt keinen Sinn in 2 NKs. Ich kann zwar verstehen, warum man diese 2 NKs haben will (um geringste Abweichungen im Rauschen leichter detektieren zu können), aber das halte ich für Fliegenfischen in Nebelschwaden, weil nach winzigen Veränderungen innerhalb eines zusätzlich aufgepeppten künstlichen Rauschens gesucht wird. Meiner Meinung nach kann man einen Temperaturanstieg von 0,7 Grad pro Jahrhundert mit einem Messsystem, das (wenn ich OW’s Ausführungen unter #88 glauben darf, die mich sehr gefrustet haben) +/- 0,8 bis sogar +/- 1,5 Grad Abweichungen haben können, schlicht nicht nachweisen. De fakto würde ein Unterschied erst nachweisbar werden, wenn er deutlich außerhalb der 2fachen Standardabweichung liegt, ergo nach 2-3 Jahrhunderten. Und so lange laufen die Thermometer noch nicht. Mich würde interessieren, ob es in den Wetterstationen überall ähnliche Thermometersysteme gibt (ähnlicher bzw. gleicher Hersteller) oder ob es da starke Unterschiede (ggf. mit herstellertypischen Schwankungen der Messgenauigkeit) gibt.
    Viele Grüße, Upjohn

  96. #94 upjohn
    Hallo Upjohn,
    auf meiner Webseite http://www.realCO2.de (Menü Literatur- historisch) habe ich eine Linkliste der Literatur eingestellt die, ich verwendet habe , um die CO2 Background Konzentration zu rekonstruieren.
    http://www.biomind.de/realCO2/literature/CO2literature1800-1960.pdf
    Eine Stations- und Methodenliste findet man in
    http://www.biomind.de/realCO2/literature/CO2-stations1800-1960.pdf

    Y. Kauko, ein finnischer analytischer Chemiker hat in den 30ern die Pettenkofermethode genau untersucht und selbst alle anderen wichtigen Methoden erfunden oder ausgetestet. Ich habe übrigens mit seiner Tochter darüber gesprochen.
    Er hat die genauste Methode erarbeitet um CO2 chemisch zu bestimmen und hat 20 Jahre vor Keeling CO2 mit +-0,33% Fehler bestimmt. Davon war Keeling bis 1983 weit entfernt. Hier 2 seiner Arbeiten zum Lesen:
    http://www.biokurs.de/treibhaus/literatur/kauko/kauko_1.doc
    http://www.biokurs.de/treibhaus/literatur/kauko/kauko_2.doc

    Viele Grüße
    Ernst Beck

  97. Hallo upjohn (zu #95)

    Die Vergleichungsmessungen (mit 3 verschiedenen Verfahren/Methoden) müssen amtlich beglaubigt sein. Die Vergleichsmessungen (1988) habe nicht ich durchgeführt, sondern die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt).

    Ich habe das nur festgestellt, weil ich mal drei zusätzliche Thermometer im Wetterhaus aufgestellt habe. Alle drei zusätzlichen Thermometer hatten eine Genauigkeit von 0,5 Grad.

    Hier mal drei Vergleichsmessungen (von mir) mit den zusätzlichen drei Thermometern (Das 1. Thermometer ist das
    Standard-Thermometer des Wetterhäuschen)
    1. Thermometer 23,5 24,0 17,5
    2. Thermometer 22,5 23,0 16,5
    3. Thermometer 22,0 22,5 16,0
    4. Thermometer 22,5 23,0 16,5

    Ich habe mir die Ergebnisse des Prüfprotokolls per Kopie gesichert, damit ich diese mal in Schriftform habe. Die PTB-Kollegen haben auch drei Instrumente komplett ausgetauscht, wegen zu grober Messgenauigkeit. Des weiteren haben mir die PTB-ler auch bestätigt, das Temperatur-Messungen im Freien nur auf maximal 0,1 Grad genau gemessen werden können. Auch die absolute Thermografie-Genauigkeit im Freien liegt nur bei 0,1 Grad. Es sind einfach zu viele Einflüsse, die die Temperatur-Messung nur mit dieser Genauigkeit möglich machen.
    Grüße, OW

  98. Hallo OW, hallo upjohn,
    ich verstehe ihren Aufschrei zu meiner Behauptung, dass eine hohe Auflösung erforderlich ist, durchaus.
    Und selbstverständlich haben sie recht, dass die Messgrundlage auf sehr wackeligen Beinen steht.
    Ebenso möchte ich betonen, dass ich im globalen Temperaturmittelwert aus Bodenstationen nicht den großen Sinn sehe.
    Sie müssen jedoch trennen zwischen absoluter Genauigkeit und Langzeitstabilität der Messungen. Und Sie müssen sehen, welchen Ziel die Messungen dienen.
    Behauptung: Um aus Wetterdaten Klimadaten zu machen, kommt es nicht auf den absoluten Wert der Messung an. Es ist egal, ob das Thermometer 1 oder 2 Grad zu viel anzeigt. Wichtig ist, das es dies gestern, heute und morgen gleich tut. Ein Instrumenten- oder Standortwechsel macht das ganze deshalb kompliziert.
    Die Rohdaten schwanken je nach Lage um bis zu 60 Grad oder mehr. Ein globales Mittel um wenige Zehntel.
    Egal, welches Thermometer ihrer Wetterhütte sie nehmen, OW, abgesehen vom Offset ist der Trend absolut gleich ;)
    Selbst wenn die Daten ihrer Messung nach einem Thermometerwechsel nicht korrigiert würden, auf -sagen wir mal- 1000 Messstellen wäre der Fehler wie groß, wenn sie über alle mitteln?

    Ein Beispiel: Ich will eine Temperaturänderung von ca. 0,2° feststellen, habe aber nur Digitalthermometer mit 1° Auflösung und etwa +/- 1°. Wie kann ich das Problem lösen?
    Ich führe mehrere Messungen mit 20 Thermometern durch und bilde den Mittelwert. Da keines der Thermometer exakt misst (automatisch erfüllte Bedingung auf Grund unabhängiger, zufällig verteilter Digitsprünge der einzelnen Geräte!) , erhalte ich einen Mittelwert mit einer absoluten Genauigkeit eben dieses 1°, aber eine Auflösung, die deutlich höher ist, nämlich etwa 0,1 Grad.

  99. @Wetterfrosch (# 98)

    Wenn Sie die Messung mit demselben Thermometer an zwei verschiedenen Orten durchführen, dann ist das was Sie sagen völlig korrekt.
    z.B.: Ich messe mit dem Thermometer die Temperatur am Ort A, dann lasse ich mich 40 km an den Ort B “beamen” und messe dort die Temperatur. Die Differenz der Temperaturen von Ort A und Ort B ist der “wahre” Wert der Temperatur-Differenz, da ich mit demselben Instrument gemessen habe. Und nun das Beispiel mal mit Zahlen veranschaulich:

    1.Thermometer vom Ort A: 18,5 -> beam -> Ort B: 17,5
    2.Thermometer vom Ort B: 16,5 -> beam -> Ort A: 17,5

    Wenn man jetzt die Differenz zwischen Ort A und Ort B mit dem gleichen Thermometer vergleicht, dann beträgt diese immer 1 Grad. Wenn man jetzt aber die beiden Ort mit unterschiedlichen Thermometern vergleicht, dann liegt die Differenz bei 0 und 2 Grad. Das macht einen prozentualen Fehler der Temperatur-Differenz von 100% aus.
    Grüße, OW

  100. Ach Du große Neune, nun hab ich mein Link im falschen Thread hinterlegt…….

    Wetterfrosch…..und alle anderen, guck mal hier: Edward R. Long

    Sieht so aus als ob gewissen Damen und Herren mit den amerikanischen Rohdaten Ping-Pong gespielt haben.

    MfG
    Heinz Eng

  101. Hallo Herr Eng (@ #100)

    Danke, für den Link.
    Wenn man jetzt noch die Flächen unterhalb und oberhalb der “Quasi-Nulllinie” der Kurven bestimmt, dann hat man die differentielle Änderung der Temperatur. Diese diff. Temperaturänderung liegt dann wahrscheinlich unter der Messgenauigkeit der Temperatur-Messgeräte. Im Endeffekt alles nur eine große Manipulation der Daten.
    Grüße, OW

  102. #100 Heinz Eng

    Sieht so aus als ob gewissen Damen und Herren mit den amerikanischen Rohdaten Ping-Pong gespielt haben.

    Nun, um das ganze zu bewerten, müsste man als erstes überprüfen, ob die Teilmenge (48+48) wirklich repräsentativ für die Gesamtmenge sind. Auch zwischen “guten” Stationen kann es gegenläufige Trends geben. Das ist es mir den Aufwand nicht wert, angesichts des zu erwartenden Ergebnis.
    Das getrickst wird, sieht man ja bereits am Vergleich der GISS-Daten mit den Satellitendaten (siehe auch #78).
    http://tinyurl.com/ykvaa5x
    Allerdings sind die 0,1° aus der Divergenz nach 30 Jahren nicht wirklich ein Desaster.

  103. @beck#96
    Lieber Herr Beck, vielen Dank für die Hinweise. Ich werde mich jetzt eine Weile zurückziehen und mich über die diversen Hintergründe belesen, damit ich wenigstens halbwegs eine Chance habe, Vernünftigtes beizutragen ;-).
    Ich konnte mir schon eine Reihe Ihrer Ursprungsquellen beschaffen, da ja dankenswerterweise eine Reihe der Alt-Quellen sogar im Volltest in Google-Books zu finden ist. Eine Reihe muss ich mir noch besorgen bzw. da läuft die Fernleih-Anfrage derzeit. Eine publikationstaktische Bitte hätte ich an Sie: wenn es Ihnen möglich ist, wählen Sie bitte ein wiss. Journal, dass gegen Gebühr das Paper als Freitext kostenlos für den Leser bereitstellt. Ich weiß, das ist meistens mit einer durchaus nicht unerheblichen Publikationsgebühr verbunden (im med. Bereich sind das schnell einmal 2500-3500 US-Dollar), hat aber den wesentlichen Vorteil, dass alle Leser im Netz dies lesen können. Das würde die Verbreitung einer entsprechenden Message erheblich beschleunigen, weil sie wenigsten Leser willens sind, 20-30 US-Dollar für den Kauf eines Fachpapers auszugeben.
    Mit herzlichem Gruß, Upjohn

  104. @OW#97
    Hallo OW, besten Dank für die Hinweise zu den Messungenauigkeiten und dem PTB. Ich werde die Herrschaften mal direkt anmailen und dummdreist nach Prüfreporten zu Messgenauigkeiten fragen -- und zwar exakt bei den deutschen Messstationen, die auch im DISS- und HADCRUT3-Datensatz gelistet sind. Wenn diese Messungenauigkeit von bis zu 1 Grad “normal” ist und mir quasi zitierfähig “amtlich bestätigt” ist, dann wirken mit Sicherheit Änderungen von Monat-mittelwerten in GISS-Datensätzen wie von den Rohdaten des Potsdamer Telegrafenbergs, die ja schnell einmal mehrere Grad umfassen, doch ein klitzekleines bisschen fragwürdig. Dann muss ich mich gar nicht mehr mit den Rundungsfehlern auseinandersetzen, sondern zähle simpelst die Lücken im Datensatz, die Anzahl verschobener Datensätze und die um mehr als 1-1,5 Grad nach oben bzw. unten vom ursprünglichen Monatsmittel abweichenden Datensätze und vergleiche das schlicht zwischen dem Winter- und dem Sommer-Quartal. Wem dann nicht auffällt, das da etwas faul ist, wird es niemals merken ;).
    Herzlichen Dank, Upjohn

  105. @wetterfrosch#98
    Lieber WF, danke Ihnen für die Ausführungen zur Messproblematik. Mein “Aufschrei” ist medizinisch-pharmakologischer Natur, denn wenn ich beispielsweise einen Normwertbereich für ein neues Enzym im Serum auf eine analog zur globalen Temperaturkalkulation durchgeführten Weise vornehmen würde, würde ich mich gepflegt aufhängen dürfen. Ich will keinem zu nahe treten, aber ich bin überhaupt nicht der Auffassung, dass man mit ungenauen Methoden (auch wenn diese haufenweise wiederholt werden) genauere Messungen erzielt, denn der Messfehler nimmt mit der Anzahl der Messungen nicht ab, sondern eher zu. Ich könnte noch verstehen, wenn man den Range (Abstand zwischen Minimum und Maximum) oder wenigstens die Varianz oder den Standardfehler des Mittelwertes, das Konfidenzintervall oder die Standarddeviation verwenden würde, aber wer garantiert mir denn wirklich, dass (gleiches Thermometer mit gleicher Messungenauigkeit an allen Messstellen im Messnetz vorausgesetzt) über einen längeren Zeitraum die Messgenauigkeit der Thermometer konstant bleibt? Das Argument, dass die Lufttemperatur per se schwierig zu messen ist, kann ich methodisch mangels Fachkenntnissen nicht beurteilen, klingt für mich aber völlig nachvollziehbar. Ebenso kann ich sofort nachvollziehen, dass eine Standortverlegung des Thermometers tödlich für die Messreihe sein muss. Aber allein bei konstantem Messfehler im weit verteilten Messnetz mit natürlicherweise völlig verschiedenen lokalen Lufttemperaturen bekomme ich im Zeitverlauf automatisch abweichende Daten, weil die Thermometer selbst nicht konstant messen. Wenn dann noch zig verschiedene Einflussfaktoren auf die Temperatur zusätzlich einwirken (Schattenwurf, Wolkenzug, Windstärke und was weis ich noch alles), dann ist die Messung doch per se Schrott, wenn ich an OW’s Ausführungen zur absoluten Abweichung denke, oder nicht? Wozu soll ich dann noch pseudogenaue Rechenalgorithmen auf diese unbrauchbaren Rohdatensätze anwenden? Da brauch ich doch gar nicht erst anzufangen, etwas genau langfristig messen zu wollen. Was mir jetzt allerdings klar geworden ist, ist, dass ich mit der falschen “Medizinstatistik-Denke” an das Problem herangegangen bin. Insofern herzlichen Dank für die Aufklärung. Das war bitter nötig ;)
    Viele Grüße, Upjohn

  106. @Wetterfrosch

    Nun ja, wenn diese Messstationen selektiv auf entsprechender Eignung ausgesucht worden sind, dann können die Ergebnisse auch einem Wunschdenken entsprechen.
    Da nun aber der Autor jede einzelne Station aufgeführt hat (samt Standort) würden eventuelle einige anderen Stationen (zufällig ausgewählt) diese Behauptung auch widerlegen oder beweisen.

    Satellitendaten, wer verbürgt sich eigentlich für die Genauigkeit und Wahrhaftigkeit dieser Daten?
    Die Probleme mehrerer Generationen von Satelliten und Messtechnik sind ja bekannt und sollten in die Betrachtung mit einbezogen werden.

    MfG
    Heinz Eng

  107. @Upjohn #105
    Lieber Upjohn,
    na, ich denke, wir sind da schon weitgehend einer Meinung.

    Wenn dann noch zig verschiedene Einflussfaktoren auf die Temperatur zusätzlich einwirken (Schattenwurf, Wolkenzug, Windstärke und was weiß ich noch alles), dann ist die Messung doch per se Schrott, wenn ich an OW’s Ausführungen zur absoluten Abweichung denke, oder nicht?

    Seufz, da in der Nähe liegt der eigentliche Hund begraben. Ich will ja niemandem seine Ideale rauben, aber selbst die genannten Einflüsse sind noch eher bescheiden.
    Kurz etwas Physik: Temperatur, Druck und Feuchte (und ein paar andere Größen) stehen in untrennbarem Zusammenhang. Das weiß eigentlich jeder, aber beim “Klima” schaut man mal nicht so genau hin ( Ich kenne den Begriff “Klima” eigentlich von der technischen Seite, eben immer als eine Kombination dieser Zustände).
    Ich kann also prinzipiell keine wirklich Aussage zum Klima (und damit meine ich den energetischen Zustand der Atmosphäre) machen, wenn ich nicht mindestens Temperatur, Druck und Feuchte gemeinsam betrachte. Eine kleine Verringerung der Feuchte bewirkt z.B. bei sonst konstantem Energieinhalt eine Temperaturerhöhung und umgekehrt.
    Aber ich denke mal, mit dieser Betrachtung wären die Anstrengungen der Klimaforscher obsolet, weshalb man diese Parameter beim Hockeystick einfach mal weg lässt. Man(n) kann sie nicht aus Proxys bestimmen.

    Ich kenne auch keine Hysterie um die “Globale Feuchte”, obwohl diese, zusammen mit den enormen Wassermengen der Wolken, das Energiespeicher- und Transportmittel schlechthin darstellt.
    Über Verdunstung und Niederschlag werden Milliarden Gigawatt transportiert, ohne dass ein Thermometer etwas davon merken muss.
    Die Feuchte der Luft wird zwar seit einigen Jahrzehnten punktuell auch in ihrer vertikalen Schichtung mittels Wettersonden gemessen, allerdings ist die Genauigkeit derart miserabel, dass man daraus zwar noch recht gut Wetterzustände ableiten kann, zur energetischen Langzeitbetrachtung sind sie aber eher wenig geeignet.

    Wer kontrolliert eigentlich das globale Luftdruckmittel?? Ist sicher eine Naturkonstante, oder?

    Wenn man sich die Größe herauspickt, die man glaubt, am besten messen zu können, und dann das ganze als Wissenschaft bezeichnet -- sorry, aber an dieser Stelle hört mein Vertrauen auf. Musste mal grundsätzlich gesagt werden.
    Jooo, und nun noch ein Trick, wie man bei der Temperaturmessung ganz legal schummeln kann.
    Man verlegt einfach die Wetterhütte ein paar hundert Meter vom Nord- an den Südhang der Wiese. Ein paar Grad Neigungsunterschied reichen zur vollmundigen Verkündung der Katastrophe voll aus. Wussten übrigens schon die Weinbauern des Mittelalters. Wenn man noch legaler arbeiten will, baut man eine Drainage in den Rasen und wechselt die Grassorte. Hab es nicht getestet, bringt aber bestimmt ein, zwei Zehntel ;)

    @ Heinz Eng

    Satellitendaten, wer verbürgt sich eigentlich für die Genauigkeit und Wahrhaftigkeit dieser Daten?

    Roy Spencer ? ;)
    Auf WUWT erschien erst vor kurzem ein Artikel dazu.
    Die Sat. haben hoch genaue Referenzwertgeber an Bord. Das wirklich komplizierte sind die Modellrechnungen, an deren Hand die Daten ermittelt werden. Dem Messfehler steht jedoch die fast lückenlose Erfassung der Atm. gegenüber.
    Obendrein stehen mit UAH und RSS zwei Systeme zur Verfügung, deren Daten gut miteinander korrelieren.

  108. Hallo All,
    Sie sollten sich auf Youtube die Anhörung von Phil Jones vor einem UK-Untersuchungsausschuss von vor 2 Tagen ansehen. Es scheint mir, dass er politisch reingewaschen werden soll. Suchen Sie bitte nach “Phil Jones at the UK Parliament” (es sind fünf Teile).
    Grüße, Upjohn

  109. Teil 1:

    Teil 2:

    Teil 3:

    Teil 4:

    Teil 5:

  110. Hallo upjohn (zu #104)

    Na ja, dann mal viel Spaß beim dreist sein (Kannst auch beim DWD nachfragen). Die ehrenamtlichen Stationen wurden sowieso immer irgendwie vernachlässig, außer man hat mal mit “Der Faust auf den Tisch gehauen”. Die amtlichen Wetterstationen waren da etwas besser dran. Es gibt auch richtig “gute” amtliche Wetterstationen z.B.: http://www.wetterstation-schlickelde.de/html/messprogramm.html, die auch ihre Messgenauigkeit preisgeben (Glaskörper-Widerstandsthermometer Pt100 Klasse B, 1/3 DIN – Messgenauigkeit: +/- 0,1-0,4K – Einfach mal per Google suchen: „Pt100 Klasse B, 1/3 DIN“). Die Station wurde 1999/2000 komplett “saniert” und mit den neusten Geräten ausgestattet. Aber natürlich wurde dabei wieder mal nicht beachtet, dass die Station mindestens 100 Meter von sämtlichen bebauten Flächen stehen sollte. Der DWD wollte nämlich seine ISO-Zertifizierung haben, deshalb mussten der DWD bis 2004 alle amtlichen Stationen einer Qualitäts-Kontrolle unterziehen, und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.
    Grüße, OW

  111. @all
    Die Deutschen sind beim IPCC Trust Fund (der den IPCC finanzierenden Einrichtung) im Jahr 2009 mit 441.772 Euros
    die mit weitem Abstand zahlungsstärkste Nation. Als nächstes folgt UK mit 250.000 Euro. Die UNFCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) zahlt als Organisation den insgesamt zweithöchsten Beitrag von derzeit
    400.750 Euro. Man siehe selbst unter http://195.70.10.65/meetings/session31/doc2-add1.pdf. Tja, so zahlte jeder Deutsche für den IPCC-Klimahype in 2009 statistisch gesehen “nur” einen halben Cent ;-).
    Herzlichen Gruß, Upjohn

  112. @all
    ich empfehle das Youtube-Video zum Thema “Davos Annual Meeting 2010 -- From Copenhagen to Mexico: What’s Next?”, welches die politischen Absichten der Klima-Politiker für die nächsten Monate klar aufzeigt.

    Herzlichen Gruß, Upjohn

  113. Der arme Rahmstorf hat ja gerade eine schwere Zeit durchzustehen und da er für sein Leben gerne wettet wollte ich ihm eine kleine Freude machen und habe am 1.März folgenden Text in sein Blog gepostet:

    “Hallo Herr Rahmstorf,

    da Sie offenbar immer noch der Meinung sind die IPCC Glaubwürdigkeitskrise kleinreden und aussitzen zu können biete ich Ihnen heute eine Wette an:

    Ich setze 250 EURO darauf, dass Sie und Prof. Schellnhuber per 1.1.2011 nicht mehr Klimaberater der Bundesregierung sind.”

    Offenbar ist es aber mit seiner Wettleidenschaft doch nicht soweit her. Er hat den Text nicht veröffentlicht. Deshalb habe ich einige Tage später nachgehakt:

    “ehrlich gesagt hätte ich Ihnen mehr Sportsgeist zugetraut. Sie sind doch ein großer Freund von Wetten, warum unterschlagen Sie dann den Lesern dieses Blogs mein Wettangebot?

    Glauben Sie ernsthaft dass mit dieser seltsamen Willkür die Wette aus der Welt ist? Zur Erinnerung: Themen dieses Threads sind u.a. die Glaubwürdigkeit der Klimaforscher in der Öffentlichkeit sowie ergebnisoffene und transparente Wissenschaft.”

    Das ist natürlich auch seiner Zensurschere zum Opfer gefallen. Na ja, er muß ja wissen was er tut. Großes Vertrauen in seinen Job scheint er jedenfalls nicht zu haben.

  114. Jochen Binikowski #113

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die im Rahmstorf-Blog unterdrückten Beiträge wesentlich besser den Stand der Fragen und Widersprüche wiedergeben würden, als dass was da zu lesen gestattet ist. Das Ganze hat doch langsam den Stil einer billigen Schmierenkomödie.

  115. @all
    Ich denke, Sie begehen einen taktischen Fehler, wenn Sie sich ausschließlich auf die wissenschaftliche Kritik der Klimahysteriker beziehen. Mein Posting 112 war dazu gedacht, zum Nachdenken über die politisch-taktischen Hintergründe anzuregen. Vermutlich habe ich das zu wenig verdeutlicht. Timothy Endicott Wirth ist Ex-Senator des US-Bundesstaates Colorado der demokratischen Partei der USA und war Unterstaatssekretär für Global Affairs in der Clinton-Regierung. Seit 1998 ist er der Präsident der United Nations Foundation. WIRTH ist es, der faktisch das Geld verteilt (bzw. die Organisation stellt, die genau die 100 MILLIARDEN EURO verteilen möchte, die bis 2050 im Raum stehen, und die an die ratifizierenden Nationen des Kytoto-Protokolls gehen sollen zur Kompensation angeblicher CO2-bedingter Schäden, siehe Minute 5-7 des Videos!). Ebenso ist erkennbar, dass die Geschwindigkeit des Entscheidungsprozesses (das sog. “momentum”) erhöht werden soll. Und exakt dies geschieht derzeit. Es ist kurzfristig eine UN-Klima-Konferenz vom 9.-11. April 2010 in Bonn anberaumt worden, wie auf der Homepage des auswärtigen Amtes nachzulesen ist (http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/WillkommeninD/D-Informationen/Nachrichten/100224-1.html). Ich bin mir sicher, dass über dieses Vor-Vor-Treffen (vor Juni 2010 in Bonn bzw. vor Mexiko gegen Ende 2010) dafür veranstaltet wird, gesicherte finanzielle Vorabsprachen für das 2. Treffen in Bonn bzw. für Mexiko zu treffen. Ein Blinder kann sehen, dass das Weltklima abkühlt und dass jene Nationen, die nach den 100 Mrd. Euro gieren (siehe die südafrikanische Ministerin für Umweltfragen im obigen Video, der schon die Lefzen nach den faktisch geschenkten 100 Mrd. Euro triefen, die KEIN KREDIT, sondern GESCHENKTES GELD sind!), jetzt massivst daran interessiert sind, möglichst schnell feste Vereinbarungen zur Überlassung dieses riesigen Geldtopfes von uns europäischen/westlichen Steuerzahlern zu erlangen. DAS ist die wirkliche Motivation für Klimawandel. Ich befürchte, dass es nicht gelingt, binnen 4 Wochen auch nur den Ansatz von Öffentlichkeitsarbeit zu implementieren, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen (dafür wäre Presse/TV notwendig, die aber -- wie jeder weiß -- nicht zur Verfügung steht). Ergo halte ich alle noch so begrüßenswerten und gut gemeinten Bemühungen, die wahren Hintergründe des Klimawandels dem Bürger erklären zu wollen, für obsolet, weil sie am wirklichen Problem vorbei gehen. Ich mahne explizit an, dass es längst nicht mehr darum geht, die wissenschaftlichen Hintergründe zu beleuchten, sondern es geht darum, einen riesigen finanziellen Schaden dem Bürger bewusst zu machen, der in die hunderte von Milliarden Euros gehen wird, denn bei den 100 Mrd. Euro bis 2050 wird es nicht bleiben. In meinen Augen (man mag mich gerne für psychotisch halten) führen wir derzeit einen Wirtschaftskrieg gegen UK und USA mit den Verbündeten Brasilien, Indien und China mit dem Ziel, eine riesige Menge Geld in die III. Welt zu transferieren vor dem Hintergrund eines angeblichen Klimawandels, der in Wahrheit eine Fiktion ist. Und in diesem Krieg, der seit gut 10 Jahren (eigentlich spätestens seit Kyoto) läuft, ist eine der führenden Nationen Deutschland. Wir finanzieren primär das IPCC, wir hosten die entscheidenden Klimahysteriker-Finanz-Gipfel und wir (siehe “Green New Deal”) profitieren auch am meisten wirtschaftlich davon. Ich halte es für vergeudete Zeit (auch wenn ich Personen wie Herrn Dr. Beck liebend gerne den Nobelpreis von Al Gore gönnen würde), sich mit den wissenschaftlichen Backgrounds zu befassen, währen die wirklichen wirtschaftlichen Probleme dieses Hoax übersehen werden. Das Geld, das wir Steuerzahler aufzubringen haben werden, wird bereits jetzt auf eine absolut undemokratische Art und Weise von Personen verteilt, die wir nie gewählt haben (siehe Wirth/USA). Unsere Feinde sind nicht irgendwelche Professoren-Nonames des PIK, sondern Herrschaften wie Wirth und Konsorten. DAS ist die Botschaft des Postings 112 gewesen. Ich befürchte, es gelingt nicht mehr, dieses Geldspiel aufzuhalten, aber der Versuch sollte unternommen werden.
    Viele Grüße, Upjohn

  116. Hallo upjohn,

    vielen Dank für Ihre Zusammenfassung. Ich hatte zwar Ihr Posting 112 mit dem Video zwar gesehen, aber nicht angesehen. Das habe ich vorhin nachgeholt.

    Und Sie haben absolut recht, das Geldspiel geht weiter wie geplant. 100.000.000.000,- also Einhunderttausend Millionen Euro ;-(

    Also was tun?

    Grüße
    Alexander

  117. Hallo zusammen,

    Etwas zu lachen -- Aus einem anderen Blog
    —-
    Was ist Wissenschaft? Wenn man in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht.

    Was ist Religion? Wenn man in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist.

    Was ist Ideologie? Wenn man jeden einsperrt, der darauf hinweist, dass sich in dem dunklen Zimmer gar keine schwarze Katze befindet.

    Was ist Politik? Wenn jemand in einem dunklen Zimmer nach einer schwarzen Katze sucht, die nicht da ist, und ruft: „Ich habe sie!“

    Was ist Klima-Wissenschaft? Wenn jemand behauptet in einem dunklen Zimmer sei eine schwarze Katze (die ja nicht da ist), und ruft: “Sie ist schuld!”

    Was ist Klima-Wissenschaft nach dem IPCC-Modell? Wenn jemand in einem dunklen Zimmer so tut als ob er nach einer schwarzen Katze sucht, die nicht da ist, und ruft: “Sie ist schuld!” und für diese Leistung Geld verlangt und bekommt.
    Grüße, OW

  118. Ist Rahmstorf noch Wissenschaftler oder schon Politiker?
    Für alle, die sich bisher gefragt werden, ob Professor Rahmstorf wirklich noch unabhängiger Wissenschaftler, oder ein Wissenschaftler mit politischer Agenda, oder gar ein Politiker mit wissenschaftlichem Anstrich ist, hatte die Anhörung vor dem Verkehrsausschuss auch sehr erhellendes zu bieten. Rahmstorf beließ es nämlich nicht dabei, dem Ausschuss seine wissenschaftliche Weltsicht darzulegen, was seine eigentliche Aufgabe als wissenschaftlicher Berater wäre. Er hatte auch gleich die aus seiner Sicht richtigen politischen Empfehlungen im Gepäck.

    Aus dem nun verlinkten Protokoll der Sitzung wird ersichtlich, dass Rahmstorf direkt nach den hier aufgeführten Dingen gefragt wurde, sie also nicht von selbst gleich vorgebracht hat. Relativiert sich damit aus Ihrer Sicht der “Vorwurf” oder formulieren Sie den eher strenger im Sinne Rahmstorf hätte die Frage nicht beantworten dürfen, da es den Politikbereich berührt?

  119. @ Marvin Müller

    Aus meiner Sicht ist die Frage, wann genau er etwas geäußert hat, eher zweitrangig. Außerdem sagt Rahmstorf ja selbst, dass die politischen Konsequenzen Teil der Arbeit im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung globale Umweltveränderungen (WBGU) sind. Dort wird also Wissenschaft und Politik ganz direkt miteinander vermischt. Jetzt kann man Rahmstorf nicht allein den Vorwurf machen, das so gewollt oder betrieben zu haben. Es ist sicher so, dass die Wissenschaft letztendlich von der Politik dazu ge(miss?)braucht wird, um politische Aktionen scheinbar wissenschaftlich fundiert zu rechtfertigen. Auch habe ich bei Rahmstorf deutlich den Eindruck, dass es ihm sehr recht ist, als Wissenschaftler in politische Entscheidungsfindungen eingreifen zu können. Auch ein eher untergeordnetes Gremium, wie der Verkehrsausschuss ist ihm als Bühne offensichtlich willkommen.

  120. @alexander#116
    Entschuldigen Sie, dass ich mich einige Tage nicht auf Ihre Frage gemeldet habe. Eine der Antworten, die ich auf Ihre berechtigte Frage geben würde, wäre “call your local representative directly” ->

    Nun, ich habe mich entschieden, ihm (CDU) einen eingeschriebenen Brief zu senden und ihm höflich klar gelegt, dass er lediglich 3072 Stimmen Erststimmenmehrheit bei der letzten Bundestagswahl in meiner Stadt vor der SPD-Kandidatin hatte und es sicherlich leicht sei, ihm diese binnen der verbleibenden 2 Jahre durch Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung wegzunehmen, um ihn aus dem Bundestag zu bekommen, sollte er oder die CDU für Kopenhagen bzw. die Nachfolgekonferenz und deren Folgeverträge stimmen bzw. sollte er nicht über die Liste der 2.-Stimmen abgesichert sein. Man muss das nicht beleidigend, sondern einfach nur höflich verbindlich schreiben. Mal sehen, ob ich eine Antwort erhalte.
    Ansonsten arbeite ich an einem Grasroots-Konzept, um Aufklärungsarbeit zu machen. U.a. schwebt mir neben einer deutschen Adaption der kanadischen Site http://www.friendsofscience.org die Plazierung eines Radiowerbesports in dt. Übersetzung dieser Organisation vor (siehe http://www.friendsofscience.org/assets/media/FoS-FLOODS_DROUGHT.MP3). Ich könnte mir auch denken, dass eine klimaskeptische CD-ROM mit ausführlichen Videos und Audiodateien für das Autoradio, die kostenlos gegen Einsendung von 1,45 Porto abzugeben wäre mit der Bitte an den Empfänger, mindestens eine Kopie davon zu fertigen und einem Nachbarn in den Briefkasten zu werfen, eine nette Möglichkeit zur Verbreitung wäre. Im übrigen könnte man auch CD’s an Hörsäälen von Unis verteilen bzw. auslegen. Das spricht sich dann so oder so herum. Wie wär’s z.B. mit einer Uni-Semester-Party, deren Eintritt nur dann umsonst ist, wenn man eine CD mitnimmt und sich verpflichtet, diese bei Gefallen mindestens einmal zu kopieren und einem anderen Studenten zu schenken? Das sind derzeit so die Rohgedanken, die mir durch den Kopf gehen, aber so richtig handfest ist das alles noch nicht.
    Im übrigen erkennt man erfreulicherweise bei der aktuellen Haushaltsdebatte im Bundestag, dass die Versprechungen von Merkel zu Kopenhagen (450 Mio. Euro) doch erheblich geschrumpft wurden (die Grünen kritisieren eine massive Kürzung von Projekten zum Klimawandel, was mir ein Grinsen entlockte).
    Herzlichen Gruß, Upjohn

  121. @all
    Hallo Zusammen,
    ich empfehle den englischen Film “The Church of Climate Change”. Freundlicherweise derzeit voll downloadbar
    unter http://www.climatereview.net/. Ein “must see”…..

    Viele Grüße, Upjohn

  122. Dass es auf der Erde langfristig wärmer wird ist unbestritten. Es wird aber auch auf anderen Planeten unseres Sonnensystems wärmer. Das kann man unter http://www.livescience.com/environment/070312_solarsys_warming.html nachlesen.
    Statistiker wissen, welchem Irrtum man unterliegen kann, wenn man aus Zeitreihenkorrelationen kausale Verknüpfungen ableitet. Herr Prof. Ramsdorf hätte genausogut auch eine Korrelation zwischen der Erderwärmung und der Zunahme der Lebenserwartung der Erdbewohner finden können. Wenn man daraus Ursachen ableiten möchte, ist eine Erklärung der wissenschaftlichen Zusammenhänge notwendig. Bei den Klimagasen fehlt eine auf den Gesetzen der Physik basierende Erklärung bisher. Bisherige Erklärungen zum Treibhauseffekt der Klimagase stehen im Widerspruch zum zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und zum Lambert-Beerschen Gesetz. Solche Fehler sollten einem Wissenschaftler nicht unterlaufen.

  123. Lieber Professor Pratzel,

    diesen Trend kann man ja in vielen “Wissenschaften” erkennen. Mangels einer klar nachweisbaren Ursache-Wirkung-Beziehung werden Korrelationen bemüht, um den eigenen Standpunkt zu unterstreichen. Dieses Vorgehen ist mittlerweile üblich in der Pharmaforschung, der Ernährungswissenschaft und eben auch in der Klimawissenschaft. Dabei sollte jeder Forscher, der mit der Auswertung von Statistiken beschäftigt ist, diesen einen Satz dick über seinem Schreibtisch hängen haben: Eine Korrelation ist kein Kausalzusammenhang!

  124. Herr Kipp in #66: Das was Sie da vorschlagen hat Beck in seinem Paper 180 YEARS OF ATMOSPHERIC CO2 GAS ANALYSISBY CHEMICAL METHODS doch mehr oder weniger gemacht. Er hat die einzelnen Verfahren und deren Genauigkeit aufgeführt und einzelne Messergebnisse vorgestellt. Seine Konstruktion eines globalen CO2-Wertes daraus, da stimme ich Ihnen völlig zu, halte auch ich für problematisch.

    Da ist Herr Beck ja auch schon weiter in seiner eigenen Meinungsbildung, wie er ja auch hier in den Kommentaren schreibt. Wattsup hat einen schönen Artikel zur Co2 Konzentrationsmessung auf Mount Lua “Under the Volcano, Over the Volcano” und einen weiteren zum Beitrag der Menschheit zur Co2-Erhöhung “Some people claim, that there’s a human to blame …” -- in den Kommentaren zum ersten Artikel schreibt Herr Beck auch nochmal, dass sich seine Sicht zur globalen Co2-Konzentration weiterentwickelt hat.

    Herr Kipp in #66: Aus dem Paper ist zwar nicht der “Todesstoß für die Klimahysteriker” geworden, aber die heftigen Reaktionen gegen ihn und das von Alarmisten gerne immer wieder auch an unpassender Stelle betriebene “Beck-Bashing” zeigt wohl ziemlich deutlich, dass er einen guten Treffer gelandet hat.

    Hmm, wie man einem Artikel, dessen Methodik man für falsch hält, einen guten treffer zubilligen kann, würde mich mal interessieren. Die Hauptkritik, die ich immer gelesen habe -- dass Becks Rekonstruktionen eben keine Rekonstruktion der globalen Co2-Konzentration sind, als die sie immer dargestellt wurden -- hat ja nun auch Herr Beck akzeptiert, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Es wäre zu begrüßen, wenn er das auch nochmal deutlich klarstellen würde. Bisher konnte ich das immer nur zwischen den Zeilen und in einigen Kommentaren lesen. Da geht das leicht unter …

  125. meine “Hochachtung” Marvin Müller, sie müssen ja einen unerschöpflichen Zeitvorrat haben! Oder sind sie freier Mitarbeiter beim Umweltbundesamt bzw. einer der unendlich vielen Satteliten -institute?

  126. meine “Hochachtung” Marvin Müller, sie müssen ja einen unerschöpflichen Zeitvorrat haben! Oder sind sie freier Mitarbeiter beim Umweltbundesamt bzw. einer der unendlich vielen Satteliten -institute?

    Herr Reinhard,

    ich nehme an, Sie haben es nicht gelesen, daher hier nur mal der Hinweis auf Peters Hellers Kommentar zu Ihrem letzten Ausrutscher:

    Auch gelbe Karte, sorry. Aber wenn wir die Gegenseite für ihre ständigen persönlichen Attacken und Unterstellungen (zu Recht) kritisieren, dann sollten wir uns solche Unterstellungen auch sparen.

    Lustigerweise widerholen Sie ja auch noch einen Teil des Kommentar, für den es die Gelbe gab :

    Ich vermute er ist einer der vielen gut bezahlten Handlanger unseres Umweltministeriums

    Mein Zeit wäre mir zu schade für solche Albernheiten …

  127. Aha, ihre Zeit wäre ihnen zu schade Marvin Müller, sei es drum?
    Wir hatten doch jetzt tatsächlich 2 Sommertage und heute schau ich in den Spiegel online , was lese ich
    “Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimaforschung ist erschüttert. Eine neue Erhebung besagt nun das Gegenteil -- und ihr Autor übt scharfe Kritik an unsauber ausgeführten und falsch interpretierten Untersuchungen.” “Krosnick hat, finanziert durch die National Science Foundation der USA, in der ersten Juniwoche 1000 repräsentativ ausgewählte Amerikaner per Telefon befragen lassen.”
    So, Marvin Müller, wenn es ihre kostbare Zeit erlaubt lesen sie dies ja vielleicht.
    Aber ich denke ich habe ihnen mit dieser Meldung wieder einen Eindeutigen Nachweis für eine wissenschaftlich fundierte Klimaerwärmung geliefert oder?

  128. @Reinhard:

    Aber ich denke ich habe ihnen mit dieser Meldung wieder einen Eindeutigen Nachweis für eine wissenschaftlich fundierte Klimaerwärmung geliefert oder?

    Sie sollten Ihren Frust auf jemand anderen projizieren. Da Sie anscheinend immer noch nicht den Artikel von Herrn Heller gelesen haben, hier noch ein weiteres passendes Zitat:

    Aber Alarmisten zeichnen sich nach meiner Erfahrung genau nicht dadurch aus, daß sie nachfragen. Jedenfalls ist mir hier kein alarmistisches Statement von Herrn Müller bekannt. Falls ich mich irre, geben Sie mir bitte einen Hinweis.

    Also bringen Sie endlich mal ein alarmistisches Statement, damit ich wenigstens weiss, warum Sie so eine Wut auf mich haben, oder lassen Sie das einfach. Da wäre ich Ihnen sehr verbunden.
    Und nein, ich werde den Spiegel-Artikel nicht lesen. Wie Sie auf die Idee kommen, jemand würde eine Umfrage als Beweis für AGW werten … Ich werde darüber jetzt lieber nicht spekulieren. Aber Sie könnten ja mal beim hier als skeptisch gelisteten Roger Pielke Jr. vorbeischauen, der hat auch eine interessante Diskussion zu der Statistik. Wäre ich in irgend einer form alarmistisch Veranlagt, wäre ich hier analog zu Ihnen mit seinem Statement hausieren gegangen …

  129. danke das Sie den unveröffentlichten Beitrag in der Klimalounge hier gepostet haben. Ich habe da bereits eine ganze Sammlung von, die immer größer wird. Vieleicht wäre es eine gute Idee, ein separates Blog zu eröffnen wo jeder seine von Rahmstorf zensierten Beiträge veröffentlichen kann. Ich denke, das wird eine spannende Lektüre.

    Ich zähle mich noch nicht einmal als “Klimaskeptiker”. Als Kaufmann bin ich es gewohnt Entscheidungen nur aufgrund von Fakten zu treffen. Bei der Klimadebatte interessiert mich nur, was denn nun eigentlich wahr ist und was nicht. Immerhin lebe ich in einem Land wo es angeblich Millionen “Klimawandelopfer” gibt und kann die Aussagen der Wissenschaftler zu den Verhältnissen in der Dritten Welt evtl. etwas besser als viele andere im Westen einschätzen.

    Hier zum Einstieg mein Posting vom 26. oder 27.1. in der Klimalounge, welches Herr Rahmstorf leider in die Tonne getreten hat:

    Wenn man die englischsprachige Presse verfolgt kommen fast täglich neue Fragezeichen zur Glaubwürdigkeit des IPCC und den verantwortlichen Wissenschaftlern auf die Tagesordnung.

    Von “Hide the decline”, Ausgrenzung nonkonformer Wissenschaftler, Manipulationen beim peer review, Himalaya-Manipulation, plötzliche Nichtberücksichtigung von ca. 5.000 Wetterstationen, Änderungen der Berechnungsmethoden (Homogenisierung) bis hin zum Amazonas-Versteppungsmärchen.

    Dazu die finanziellen Interessen maßgeblicher IPCC Verantwortlicher wie z.B. Pachauri mit seinen ganzen Forschungsinstituten und Emissionshandels-Aktivitäten. Dieser Mann kassierte alleine durch das Himalaya-Märchen mindestens 3,5 Millionen Forschungsgelder und stellt Kritiker in die Holocaust- und Geisteskranken-Ecke, während IPCC Lautsprecher Al Gore dem staunenden Publikum verkündet: The science is settled.

    Deshalb verstehe ich nicht wieso hier und anderswo noch über Details zur Temperaturentwicklung etc. diskutiert wird, wenn über den zugrundeliegenden Meßdaten und deren Interpretation ein tonnenschweres Fragezeichen hängt?

    Meiner bescheidenen Meinung nach wäre es zielführender, zunächst einmal sämtliche Daten usw. von wirklich unabhängigen Experten nochmals auswerten zu lassen. Erst dann ist es möglich, eine Diskussion über Ursachen, Zusammenhänge und mögliche Konsequenzen zu beginnen.

    Wenn dies nicht geschieht wird Pachauri mit seiner Aussage “Vodoo Science” auf völlig andere Weise Recht behalten. Weiterhin bleibt abzuwarten, ob die Politiker ihre Glaubwürdigkeit von derart unsicheren Daten und manipulierten Schlußfolgerungen abhängig machen wollen.
    La Martina

  130. @129 La Martina
    ich halte einen Blog, in dem (anonym oder offiziell) über angebliche oder vermeintlich oder tatsächlich “zensierte” Blog-Einträge im Rahmsdorf’schen Blog veröffentlicht werden, nicht für zielführend. Das kann als ad hominem-Attacke missverstanden werden. Zwar kann einem ein Flame-War in Ehren keiner verwehren, aber ich halte derartiges für schlichte Zeitverschwendung. Sie wollen Ihr Mütchen kühlen? Wieso? Warum in dieser Form? Was bringt Ihnen das persönlich? Was bringt es der “Klimaskepsis” per se?
    Denken Sie über Folgendes nach: Rahmstorf würde sich bei Ihnen in aller Form entschuldigen, Ihr obiges Statement
    (cave: es enthält keinerlei konkrete Kritik an einer Aussage Rahmstorf’s selbst, dass sollten Sie selbst am besten wissen und das ist eine Steilvorlage für ihn gewesen, das Posting zu löschen) akzeptieren, beantworten und das noch alles öffentlich im Blog tun. Was brächte das? Meinen Sie wirklich, das lässt die Klimahysterie wirklich zusammen-brechen oder gar für eine Millisekunde innehalten?
    Definieren Sie sich besser konkrete, erreichbare Ziele, die mit einem angemessenen Aufwand erreichbar sind. Ich habe mich in den letzten Monaten wenig mit dem Thema beschäftigt, weil ich anderweitig ausgelastet war. Trotzdem habe ich nebenbei die dt. Übersetzung von James Follets Church of Global Warming für eine Untertitelung fertig gestellt und ihm kürzlich übermittelt. Er wird das hoffentlich umsetzen und einen deutsch untertitelten Film ins Netz stellen können, nach dem ihm kürzlic h ein Japaner die japanischen Untertitel bereit gestellt hat. Ich teile nicht alle Inhalte seines Films, aber grundsätzlich ist der Film empfehlenswert und deshalb war das ein erreichbares Ziel.
    Wer gut französisch kann, kann sicherlich von James umgehend ein Word-File der englischen Texte erhalten und
    ihm dann französische Untertitel schreiben.
    Gehen Sie einfach analog vor, anstatt sich die Nerven zu ruinieren: Projekt suchen, mitmachen, umsetzen und
    dann ein bischen Pause und dann das nächste kleine Projekt.
    Wenn Sie sich aber nur ärgern wollen, dann nur zu. Allerdings ist IMHO eher die Einarbeitung in das politische Denken der Szene angezeigt, wenn man sich über die wahren Probleme klar werden will. Hierzu empfehle ich folgende
    Videos:
    a) bei http://vimeo.com/10052032 beschreibt ein Bolivianischer Copenhagen-Verhandler, wie sein Boss die Welt
    verändern möchte und zwar auf unsere Kosten
    b) unter http://www.abc.net.au/tv/bigideas/stories/2010/06/22/2931169.htm kann man sich ein Video downloaden,
    das Äußerungen der amtierenden brit. Umweltministerin und australischer Politiker beinhaltet (die Publikums-
    fragen, vor allem des Chinesen, sind pikant, wenn es um Zensur und Ausschluss von Skeptikern geht). Dort
    ist es Politikern wichtiger, “Leadership” zu demonstrieren bzw. Nicht-Handeln in Klimafragen als mangelnde
    Führungsstärke der Politik zu werten (= Vermischen von Äpfeln und Birnen).
    c) und was unser Held Barosso unter http://www.youtube.com/watch?v=nbxGi4Jfnwk zu sagen hat, setze ich als
    selbstverständlich voraus.
    Die Video-Inhalte sollten Ihnen weiß der Himmel mehr Sorgen machen als ein virtueller Zensursulaist
    in einem pseudoscience-climate-selfmade-Blog. Und wenn Sie sich mal richtig übergeben wollen, empfehle ich die Videos zum Weltwirtschaftsforum und Klimawandel in youtube.

    Viele Grüße, Upjohn

  131. Boxing is one of the oldest sports known already in earlier Rome and Greece ]. He was known in the Games in prehistoric Greece. Stagnant Fighting two players were precise brutal and oft ended in death. These struggles, without any discrete to rules, had little to do with sport, which was born in 1719 in England. At that epoch, James Figg, considered the in the beginning guardian in the adventures of England, founded in Tottenham Court Way in London “academy” of boxing. Fighting did not show gloves and asked blows until one of them floor to the forces ]. Jack Broughton, who in 1730 replaced the Figge, for 18 years retained the right and senior codified the rules of the display grounds. Shaken close to end in the sound one of his opponents, George Stevenson, formulated and implemented a stage set of rules known as the Broughton’s Rules. Gloves, today the cardinal attribute of a boxer, on the other hand appeared in 1881. In 1916 it was an foremost resolving to limit the seemly fighting for the championship to 15 rounds of three minutes each, with breaks jednominutowymi. As regards lovers of the formula is circumscribed to three three-minute rounds. In the 80s Twentieth century, as a consequence of the star-crossed termination of Korean boxer Kim Duk-koo, polished fighting is narrow to 12 rounds.
    Amateur boxing

    As an dabbler boxing sport holds a distinguished post in the Olympic tradition, appeared in in truth as at cock crow as 1904, at the Olympics in St. Louis, and was absent however then, in 1912 (ample to the outlaw on the caper in Sweden). He returned at the next Olympics in Antwerp (1920). Numerous prompt world heavyweight champions had been Olympic champions -- including Muhammad Ali, Joe Frazier, George Straw boss, brothers Michael and Leon Spinks, Lennox Lewis and Vladimir Klyczko.
    boks
    In 1946 he founded the Global Bungler Boxing Union (AIBA). It currently has over 190 members (ie state boxing associations). Since 1974, second to the aegis of organized non-professional planet championships.
    Argument

    Despite the divers changes -- to take a turn for the better judging methods and outstrip make the boxers and medical woe -- accidents in boxing are not queer, spoiling his image. Conflicts between numerous organizations roszczacymi the correct to assent fights in place of the championship of the world metamorphose it impracticable to establish a ordered hierarchy of players in contrastive weight categories. The situation is correspond to in unprofessional boxing. Payment this reason, the IOC has over again threatened to remove boxing from the Olympics, especially after the diverse scandals associated with the neck of refereeing and some werdyktami judges. To pernicious reviews after boxing forward sometimes very straight-faced injuries the players, and steady disastrous accidents.

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