Wie klimaneutral lebt Stefan Rahmstorf?

2. Juni 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kohle, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Profiteure, Wissenschaft

Rahmstorf-MeerIn der KlimaLounge von Stefan Rahmstorf ist gerade eine interessante Diskussion entbrannt. Ein Peter Frei fragt, wie klimaneutral leben die Klimaforscher wirklich, da sie ein klimaneutrales Leben als Leitbild vorgeben. Stefan Rahmstorf antwortet darauf dies:

„Lieber Herr Frei, ich trinke sowohl Wasser als auch Wein gerne. Meine Familie gibt aber keinen Cent für fossile Energie aus. Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz), und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.“

Gehen wir das mal Punkt für Punkt durch:

„Meine Familie gibt aber keinen Cent für fossile Energie aus.“

Richtig ist: Auch aus der Steckdose bei Rahmstorfs kommt der Strommix mit ca. 50% Anteil an fossilen Energien. Rahmstorfs nutzen die Infrastruktur welche auf fossilen Energieträgern basiert. Flugreisen, Bahnreisen, Kindergarten/ Schule, Arbeitsstätte, Kunstausstellungen seiner Frau, öffentliche Einrichtungen, Bäder, Kaufhäuser, Restaurants, Medien, etc.. Wäre man konsequent, so dürfte man das alles nicht nutzen, um fossilfree zu leben und um kein Geld dafür auszugeben.

„Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz)“

Richtig ist: Anstatt eines eigenes Autos nutzen Rahmstorfs öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, Flugzeug, die auf fossilen Energieträgern basieren. Biogas hat, wie man lange weiß eine negative Klimabilanz (insbesondere durch die Stickstoffdüngung und das dadurch freigesetzte starke Klimagas Lachgas und die intensive Landwirtschaft). Es schadet dem Klima und der Umwelt also mehr als fossile Brennstoffe wie herkömmliches Erdgas, oder Erdöl. Und Holz ist jetzt schon Mangelware in Deutschland und wird vielfach aus Drittländern (dem Ostblock) importiert, was mit einem zusätzlichen Transport und CO2-Emissionen verbunden ist. In den Herkunftsländern wird vielfach der Umweltschutz nicht eingehalten und die Wälder werden ausgebeutet.

„und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.“

Richtig ist: Mit dem produzierten Solarstrom vom Dach decken Rahmstorfs nicht den eigenen Strombedarf sondern speisen ihn ins öffentliche Stromnetz ein. Dafür erhalten sie eine ertragreiche EEG-Vergütung. Solarstrom wird über das EEG von allen Erneuerbaren Energien am besten vergütet. Bezahlen dürfen das die Stromkunden. Strom der nicht bedarfsgerecht produziert wird, der bei Überkapazitäten den Börsenstrompreis bis ins Negative senkt und dann ins Ausland verschenkt werden muss, oder für dessen Abnahme sogar zugezahlt werden muss. Selbst beziehen Rahmstorfs aber den Strommix mit ca. 50% Anteil an fossilen Energien (auch bei Ökostromkunden) und kassieren eine einträgliche EEG-Vergütung für den produzierten Solarstrom vom Dach.

Fazit: Herr Rahmstorf glaubt anscheinend selbst, dass er klimaneutral leben würde, oder alles dazu tun würde. In Wirklichkeit nutzt er die Infrastruktur welche auf fossilen Energieträgern basiert intensiver, als der Normalbürger, verdient am produzierten Solarstrom vom Dach und schädigt Klima und Umwelt durch die Verwendung von Biogas und Holz als Brennstoff. Das ist alles lange bekannt, gerade am PIK (dem Forschungsinstitut, an welchen Herr Rahmstorf arbeitet). Denn dort arbeiten neben den „Klimaforschern“ zahlreiche Ökologen. Was macht man also? Aus einer negativen Klimabilanz wird schnell eine positive Klimabilanz berechnet, indem man nur die CO2-Einsparungen berücksichtigt und das zusätzlich anfallende CO2 und Klimagase, sowie Umweltschäden einfach weg lässt. Auf eine positive Klimabilanz kommt man aber nur bei Konsumverzicht. Doch das darf man als Klimaforscher den Klimaschützern besser nicht erzählen. Die Bereitschaft dazu ist weder bei Klimaforschern noch bei Klimaschützern vorhanden.

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22 Kommentare
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  1. Es soll halt jeder nach seiner Facon glücklich werden in diesem Land. Das Problem scheint mir nicht die Lebensweise des Herrn Rahmstorf zu sein (das kann er halten, wie er möchte und das habe ich nicht zu bewerten oder gar zu kritisieren), sondern seine Idee, andere sollten/könnten/müßten sich daran ein Beispiel nehmen.

    Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren

    Ist das nun Konsequenz, die man anzuerkennen hat? Oder albern? Ich bin mir da nicht sicher. Auf jeden Fall gilt: Wenn er scheitert, dann nicht an seinem Willen, sondern an einer komplexen und dynamisch vernetzten Welt. An der er eben auch nichts ändern kann (zum Glück).

  2. Möchte mal wissen, wie Hr. Rahmstorff ohne den fossilen Energieträger Oel sein Haus gebaut bekommen hat oder seine Einrichtungsgegenstände. Von den Fließen, über das Bad hin zur Küche, Wohnzimmer usw. usw.
    Ohne fossile Energien wäre ein Leben im modernen Wohlstand, wie es Rahmstroff gewohnt ist, überhaupt nicht möglich. Aus was besteht sein Handy, Laptop, Kugelschreiber, Büroeinrichtung usw. usw….

  3. Richtig ist, die Ökos sind die größten und scheinheiligsten Lügner. Sie belügen „grün“ das Volk, sind dabei noch besonders dreist und versuchen ständig die Öffentlichkeit nicht nur zu belügen sondern auch noch zu beeinflussen.Sie belügen sogar sich selbst. Sclußsatz von Buchbinder Wanninger: „Saubande elendige!“ (Karl Valentin, für die, die außer Gehirnwäsche nichts kennen)

  4. Passt vielleicht zur gesamten ÖKO Schnapsidee:

    Ist Bioethanol eine Schnapsidee?

  5. Hihi……noch eine Aspekt der „externen“ Kosten, die Herr R. aus P. mit seiner Propagandawebsite generiert…..

    Wie viel Energie braucht das Netz?

    Wäre das Internet ein Land, hätte es nach einer Studie von Greenpeace den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. „Der Energiebedarf deutscher Rechenzentren liegt momentan bei zehn bis fünfzehn Terawattstunden -- je nachdem welche Bilanzgrenzen man da zieht

    Um den Energiebedarf der Rechenzentren zu decken, bräuchte es alleine vier mittelgroße Kohlekraftwerke. Weltweit wären 25 Atomkraftwerke notwendig, um genügend Strom für das Internet zu produzieren. Der Verbrauch vieler IT-Unternehmen ist mit dem Strombedarf einer Stadt vergleichbar. Laut „New York Times“ verbrauchen zum Beispiel die Datenzentren von Google so viel Strom wie eine 200.000-Einwohnern-Stadt.

    Wie schon festgestellt, hatten 6,5 % der deutschen Bevölkerung eine Erscheinung, nun zwingt sie diese Erscheinung…andere Menschen zu bekehren…….dummerweise gibbet in DE nich genug Psychater…um diesen Problem Herr zu werden.

    Duck und (zu Fuss) wechrenn…..
    Onkel Heinz…….sehnsüchtig den Urlaub erwartend

  6. Den absoluten Energiebedarf der Rechenzentren zu addieren ist eine Milchmädchenrechnung. Man muss dagegen rechnen, wie dieselbe Information auf „konventionellem“ Wege transportiert worden wäre. Statt eine Wikipedia-Seite aufzurufen wäre ein Gang oder eine Fahrt in die Bibliothek nowendig. Statt der Telekonferenz ein Flug über den Atlantik. Statt dem Einkauf bei Amazon ein Trip zu Karstadt. Usw ..

  7. @anorak
    Stimmt…..und ohne Internet würden wir uns immer noch konventionell verabreden um uns mit Freunden zu treffen…..heute ballern wir lieber Facebook und andere „soziale Medien“ mit Likes zu…..oder gucken uns allerlei Unsinn bei Youtube an…..oder zocken übers Internet nette Spielchen…..oder streamen Filme, die man sonst nie gucken würde…..und gibt ganz nebenbei, sein komplettes Privatleben frei, damit Schnüffler und Konzerne Dein ganz persönlichen Profil/Gefahrenpotential ermitteln können.

    Manchmal frag ich mich….wie ham wir eigentlich vor Internetzeiten überleben können…..so ganz ohne Compi und transportabler Quasselstrippe?
    Onkel Heinz…….war da nich mal was mit „Entschleunigung“?

  8. @Nachtrag

    Statt dem Einkauf bei Amazon ein Trip zu Karstadt.

    Ja nee is klar…..bei Karstadt kann ick die Klamotten anprobieren…..und kaufen oder es sein lassen……per Amazone bewege ich ein Heer von Postboten…..mit Rücksendung…..wo is da der energetische Vorteil?
    Immer die ganze Kette im Auge behalten, auch wenn das Tablett uff´n Schoß im ersten Augenblick so bequem wirkt.
    H.E.

  9. @anorak2

    Die Menschen sind wegen Internet nicht weniger mobil. Ganz im Gegenteil, die ersparten Wege und Zeiten werden im Flieger nach Malle genutzt, etc..Oder man fährt in den nächsten Freizeitpark, etc.. Mit dem Smartphone in der Hand.

    Heinz hat also gar nicht so Unrecht das IN so anzusetzen.

  10. #9

    Die Menschen sind wegen Internet nicht weniger mobil.

    Naja teils teils. Es gibt schon den Effekt, dass man sich Wege, und damit Zeit und Energie spart.

    Ganz im Gegenteil, die ersparten Wege und Zeiten werden im Flieger nach Malle genutzt, etc..Oder man fährt in den nächsten Freizeitpark, etc.. Mit dem Smartphone in der Hand.

    Es ist eine Mischung aus beiden Effekten. Aber der zweite ist ja auch nicht schlecht, insofern eine Win-Win-Situation. Das darf auch gern ein bissl Energie kosten.

  11. @anorak

    Das darf auch gern ein bissl Energie kosten.

    Erwischt…….natürlich darf Fortschritt auch etwas mehr Energie kosten…..aber hier gings um Herrn R. aus P. der meint, er würde ja so toll klimaneutral leben….und somit nur schnöden Selbstbetrug begehen.

    So wie diese Klimaschreihälse immer den Popanz der externen Kosten der fossilen Energieträger vor sich her tragen….so sollten se auch ehrlich ihren wahren Energieverbrauch zusammenrechnen….der ohne Logistik einer hochmodernen Industriegesellschaft nie möglich wäre.
    Müssste er sein Essen selber anbauen, müsste er sein Wasser per Hand aus dem Brunnen schöpfen, müsste er sein Klamotten mühseelig aus der Schafswolle seiner weidenden Viecher basteln…..hätte er am Ende keine Zeit mehr um an Klimamodelle zu wurschteln….die im neuen Gebäude des PIK uff Superrechner laufen, die wiederum jede Menge Strom verbrauchen.

    Den fiesen Gegner rechnet man sich grundsätzlich schlecht……die eigene Glückseeligkeit dagegen, mehr als gut…….wobei auf jeden Bundesbürger statistisch zirka 7500 kWh Strom im Jahr entfallen…..wovon der eigene Haushalt vllt ein Drittel ausmacht….wenn nich sogar weniger.
    Während nämlich hochamtlich auf jede Glühlampe geglotz wird, die ja angeblich klimatisch so böse ist, übersieht man doch glatt die explodierende IT……deren Stromverbrauch jährlich anwächst….ob nun privat oder die gesamte Infarstruktur rundherum……..und genau dat, hab ick in #5 andeuten wollen.
    Man muss immer den Zusammenhang sehen…..oder wenigstens versuchen zu erkennen….um sich eine Meinung bilden zu können.
    Und ja……Herr R. aus P. ist ein Blender mit missionarischen Zügen……er sollte als Pfarrer der Klimakirche seine Predigten halten aber nicht als Wissenschaftler unsere Steuergelder verbraten…..meine janz persönlichen Gedanken zu diesen Menschen, also nix für ungut anorak.
    H.E.

  12. sehr schöner Artikel Herr Krüger,

    ich warte nur noch, bis Rahmstorf zumindest ihren Link hierher bei Klimalounge veröffentlich, aber dazu fehlt im sicher der Mumm…:-(

  13. @Mayr

    Das Schlimme ist, Herr Rahmstorf glaubt inzwischen selbst er würde durch seinen CO2-Ablasshandel CO2-free leben. Und seine Anhängerschaft glaubt es umso mehr. Alle die es sich leisten können, können CO2-Ablasshandel betreiben und ihr CO2-Sündenkonto rein waschen. „Bezahlen“ dürfen die Armen in der Welt. Die dürfen ihren Lebensstil einschränken und Verzicht üben, weil die ihr CO2-Konto nicht per Ablasshandel auf Null bringen können. So sieht es aus.

  14. Aha, ein Rahmstorf lebt also klimaneutral? Und er hat als Gutverdiener des PIK kein eigenes Auto zu Hause? Wirklich nix normales, was unnötig CO2 produziert?
    Ja, wenn das so ist, dann glauben wir das auch noch!
    Soll man dem noch was glauben?

    Wer dreimal lügt, dem glaubt man nicht,
    Und wenn er auch die Wahrheit spricht.

  15. Die ökologische Autobiographie von Herrn Rahmstorf hat mich echt überrascht.

    Wenn er angedeutet hätte, mit einem Panzer (500 Liter / 100 km) zur Arbeit zu fahren oder sich wöchentlich zweimal mit der jungen drallen Frau des NPD-Chefs (ich spinne mal) zu vergnügen -- OK, was hätte das mit dem Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zu tun -- garnix. Ein genialer Moralphilosoph kann nebenbei Kinder massakrieren oder ähnliches, der Mathematiker sich mit Nebenbuhlern duellieren und so weiter. Ich hätte die Ansichten von R. vielleicht sogar ernster genommen als jetzt.

    So aber gewinnt man den Eindruck, daß er den gleichen Webfehler wie Herr Lucke hat und damit kurioserweise reüssiert: Beide lernten in jungen Jahren mit leidlichem Talent wissenschaftliche Dinge (ohne sie zu betreiben) -- was im heutigen Deutschland für eine mittelmäßige akademischen Laufbahn völlig ausreicht -- und beide hatten die wunderbare Veranlagung zu einem durchschlagenden Neustart: Den festen Glauben an irgendein verstaubtes Modell ihres Fachbebietes und die missionarische Sendung zu dessen politischer Durchsetzung.

    Solche autistischen Charaktere gibt es in der Religionsgeschichte immer wieder: Propheten, Beauftragte Gottes, Bußprediger und so weiter. Oft erlangten sie politische Macht und mußten dann mühevoll wieder entsorgt werden.

    Anders gesagt: Irgendwelche faktische oder wissenschaftliche Kritik an diesen Personen ist vollkommen sinnlos, dort wird nur bienenfleißg alles gesammelt, was dem jeweiligen Gottesauftrag entspricht. Zu fragen wäre nur, warum solche Albernheit in Deutschland zeitweise Erfolg bringt.

    Als Abschweifung möchte ich bitten, sich gelegentlich Portraits anzuschauen, meinetwegen: Lucke, Pachauri, Rahmstorf, Schellnhuber -- nur mal so.

  16. “und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.”

    Sehr vorbildlich. Man sollte sein Haus zur Belohnung vom Stromnetz abkoppeln, dann hat er das Öko-Ideal von der Autarkie erreicht.

    Stellt sich nur noch die Frage, warum der Mann eine Anlage installiert, die doppelt so viel elektrische Energie produziert wie er benötigt? Der Mathematik nicht mächtig? Ressourcenverschwender? Oder ist es am Ende doch die Idee, sich seinen Energieverbrauch von den Nachbarn bezahlen zu lassen?

  17. Klimadaten korrigiert: Und die Erde erwärmt sich doch

    Die angebliche Pause der Erwärmung gebe es nicht, berichten Forscher des staatlichen Klimaforschungszentrums der USA, der NOAA. Das Phänomen beruhe auf mangelhaften Daten, schreiben sie im Magazin „Science“. Fehlerhafte Interpretationen der Messungen hätten die Temperaturen systematisch verfälscht.

    Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt…….wie oft hat das NOAA in den letzten Jahren eigentlich schon ihre Statistiken nachbearbeitet?……..jedes mal war die Vergangenheit dann kälter…..jedes mal wurde die Panik größer…..sach mal, wollt ihr mich verarschen oder wat?
    Seid ihr zu blöd zu messen….oder habt ihr vor 1989 nur Scheiße gebaut…..und wat soll ick jetzt von den Proxy-Murks halten, der könnte ja auch falsch interpretiert worden sein…….aber egal, Hauptsache man kann den Untergang weiterhin zelebrieren…..im Sinne der Geldgeber natürlich.

    Ich glaub euch kein Wort mehr…..kein einziges.
    Onkel Heinz…….waren wohl die Taschrechner kaputt, oder wat

  18. Oje, ich habe es doch geahnt:

    axel
    Juni 3, 2015

    @ Hader

    Aber jeder Bürger kann in seinem Umfeld den Gestaltungsspielraum nutzen. Und da muss ich sagen: Respekt, Herr Rahmstorf. So weit bin ich noch nicht. Bei Rahmstorf sehe ich jetzt nichts, was er persönlich noch verbessern könnte. Und ja, auf so etwas darf man dann auch stolz sein.

    Nemesis
    2. Juni 2015 16:20
    Antworten | Permalink

    “ Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz), und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.“

    Meinen Respekt, Herr Rahmstorf, ich freue mich für Sie.

    Nun mal zur Information, wenn jeder auf diesen Planeten so „klimaneutral“ wie Herr Rahmstorf leben würde, dann würde der Planet laut Schellnhuber explodieren.

  19. PS

    CO2-Ablasshandel und CO2-Umverteilung von reich nach arm erntet Respekt bei den Rhamstorf-Anhängern. Seine Frau verkauft sogar CO2-Pins (Schmuck) mit CO2-Ablassbriefen. Tja, liebe Klimaschützer, so bekommt man ein reines CO2-Konto.

    Ihr kauft euch frei, die Armen dürfen es zahlen (über steigende Stromkosten, Mieten, Bus/Bahntickets etc.) und sich in Verzicht üben. Und die Umwelt wird durch Biogasanlagen und Maisfelder und Holzraub zerstört. Respekt.

  20. Meine Nachbarin hat man mit einem Spaten in Sibirien ausgesetzt.Kann Herr R. ja mal versuchen.Das war wirklich naturnah!Ausser Holz und Atem kein Co2 Ausstoß!

    Allerdings war die Verantwortliche politische Strömung ein Fan von Kernkraft.

  21. Lieber Onkel Heinz.
    Danke für Ihre treffenden Kommentare. Sie sind ein Genuss!
    Was das NOAA betrifft, so kommen die immer rechtzeitig ein paar Tage vor einem „wichtigen Gipfel“ mit Hiobsbotschaften raus. Jetzt auch wieder kurz vor dem G7-Treffen in Elmau. Danach erkaltet dann der NOAA-Klimarettungsreaktor wieder ganz schnell. Klima-Skepsis und Öko-Wahn heißt das perpetuum mobile. Mit Volksverdummung und Angstmache lässt sich trefflich Politk und Geld machen. Sinnigerweise haben die Damen und Herren Gipfler in Elmau jetzt beschlossen, bis Ende des Jahrhunderts der Energiegewinnung aus Kohle, Gas und Öl den Garaus zu machen. Finde ich ganz toll, und meine Teletubbies freuen sich auch! Zumal von AKW’s nicht die Rede war. Vor allem gipfeln die ja auch noch in 100 Jahren; Obama, Merkel und Co. werden sich 2050 in der Antartis treffen und verkünden, wie gut doch die Klimarettung gelaufen sei. Ich lasse mich bis dahin einfrieren, damit ich das noch erlebe.
    Was den Herrn R. betrifft, so behaupte ich einfach mal, dass ich tausendmal klimafreundlicher lebe als der, und das mindestens seit 20 Jahren. Ich habe kein Auto, keinen Fernseher, kein Radio, benutze auch Bus und Bahn nicht viel und übe strengen Konsumverzicht: Weil ich ein Geizkragen bin und nicht einsehen will, warum ich jeden Unsinn mitmachen soll! Ich brauche diese ganzen Müll nicht. Vor zwei Jahren habe ich das erste Mal in meinem Leben einen PC (Laptop) angeschafft, weil ich mir die Textverarbeitung erleichtern wollte; damit bin ich sehr zufrieden. Und wegen der Arbeitserleichterung -- ich bin nicht mehr der Jüngste und Fitteste -- beschloss ich dann, mich ans Netz anzuschließen.
    Konsum -- genau da liegt der Hase im Pfeffer: Die Klimaneurotiker wollen nicht verzichten, im Gegenteil. Die brauchen für die Verbreitung ihrer Phobien jedes Jahr das Neueste, Schnellste, Größte an Technik. Alles mit Hilfe von Bio-Gas produziert, also mit Klimafürz. Nebenher sind das ausgezeichnete Mathematiker.
    Ich hätte da zum Schluss noch einen Vorschlag zu machen: Vielleicht sollte man mal den Intelligenzquotienten dieser Herrschaften á la Herr R. messen. Er und seinesgleichen gehen stets davon aus, dass es nur Vollverblödete gibt, die ihnen alles glauben und abkaufen, was sie behaupten. Wenn ich davon ausgehe, dass die an ihre Geschichten selbst glauben, dann stellt sich die Frage nach dem IQ doppelt.

  22. Ob Herr Rahmstorf klimneutral lebt, ist zu bezweifeln. Es kann aber als plausibel angenommen werden, dass es dasselbe strikt behaupten muss. Als einer der Fuehrer der Erdretter kann es gar nicht anders sein. Die Geschichte zeigt, dass die jeweiligen Anfuehrer einer regiden Ueberzeugung stets Gruende fanden, gegen die daraus resultierenden Regeln zu verstossen. Natuerlich muss er an vielen oder sogar jeden Klimakonferenz teilnehmen. Soll er nach Brasilien etwa mit dem Fahrrad radeln? Oder mit eien Ruderboot hinrudern, wie die Wikinger? Da muss man hinfliegen. Dafuer muss man dann eben fossile Energien einsetzen.
    Das Leben ohne fossilen Energieeinsatz ist sehr schwer. Ich habe es selbst mal versucht, frueher, als ich noch eine „Gruene“ war und dem Menschen eine Sonderrolle in der Natur zusprach. Ein Leben ohne Plastik liess sich nicht durchfuehren. Wenn man nicht auf jeden Komfort verzichten wollte. Das Rahmstorfzuhause keinen pC, und kein Handy hat, ist nicht anzunehmnen. Beides ist aber zu grossen Teilen aus Kunststoffen gefertigt. Aber „grosse Anfuehrer“ beanspruchen fuer sich immer „unvermeidbare“ Ausnahmen. Ausser Gandhi, der lebte wohl zeitweise klimaneutral.

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