Wie man auf Angriffe von Klimaalarmisten reagiert – Ein Lehrstück von Lord Christopher Monckton

14. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel

Für regelmäßige Lesern dieses Blogs ist Lord Christoper Monckton so etwas wie ein alter Bekannter. Kaum eine Persöhnlichkeit in den Reihen der Kritiker an der Wissenschaft und Politik, welche den menschengemachten Klimawandel als größtes Problem unserer Zeit zu etablieren versucht, ist in der Lage seine Argumente ähnlich elegant und eloquent auf den Punkt zu bringen.

Ich habe Lord Monckton zum ersten mal live im letzten Dezember in Berlin auf der Klimakonferenz “Update zur Klimaforschung” erleben dürfen (wir berichteten).  Ein besonderes Highlight dieser Veranstaltung war damals die Gegendemonstration, unter anderem organisiert von Greenpeace und der ÖDP.

Dort hat der der eine oder andere Teilnehmer einsehen müssen dass eine starke Überzeugung, auch wenn diese mit Inbrunst vorgetragen wird, wohl doch nicht die gründliche Auseinandersetzung mit den Fakten ersetzen kann. Andernfalls kann man sich nämlich schnell in einer Diskussion als der unterlgene Gesprächspartner erweisen. Das folgenden Video zeigt wie einige Greenpeace-Aktivistin diese lehrreiche Erfahrung machen.

Unvergessen bleibt vielen auch der Auftritt Lord Moncktons in der Glenn Beck Show, als dieser seinen Erzrivalen Al Gore zu einer öffentlichen Debatte zum Thema Globale Erwärmung aufforderte. Eine Aufforderung, welcher der Guru aller Klimabewegten natürlich nicht nachkam. Schließlich weicht kaum jemand einer offenen Diskussion mehr aus, als der von Monckton liebevoll als Al Baby bezeichnete Oberpriester des nahenden Weltuntergangs.

Al Gore ist allerdings auch sehr gut beraten, sich nicht auf einen intellektuellen Wettstreit einzulassen, den er aller Vorraussicht nach nur verlieren kann. Schließlich hat Christopher Monckton mehr als einmal bewiesen, dass er seine Argumente gut beisammen hat und diese wie kaum ein zweiter seinem Publikum zu vermitteln in der Lage ist. Ein herausragendes Beispiel für sein Talent, gleichzeitig sein Publikum anhand von wissenschaftlichen Fakten zu informiern und zu unterhalten, gab er bei einem Vortrag am Minnesota Free Market Institute im Oktober letzten Jahres (hier unser Bericht dazu).

Die Folien zum Vortrag finden sie hier (PDF, 17 MB)

Ein in so klaren Worten vorgetragener Angriff auf die Zentralen Thesen der Lobby der Klimapaniker konnte nicht unbeantwortet bleiben. Und so war es dann der bislang wohl nur wenig bekannte Professor John Abraham vom der St. Thomas University in Minnesota, der hier möglicherweise seine Chance gekommen sah, seinen Bekanntheitsgrad erheblich zu steigern und gleichzeitig einem prominenten „Klimaleugner“ (als solchen bezeichnet er Monckton) mal gehörig die Meinung zu sagen.

Nun muss man allerdings wissen, dass auch Monckton ein durchaus streitbarer Geist ist und auf die Anschuldigungen und teilweise sehr persönlichen Angriffe seitens Professor Abraham eine angemessene Reaktion sicher nicht ausbleiben würde. Diese erreichte Professor Abraham dann auch am 10. Juni in Form eines 86-seitigen Briefes, in welchem Lord Monckton seinen Widerspruch in annähernd 500 Fragen an den Professor zum Ausdruck brachte.

Es bleibt zu hoffen, dass Professor Abrahams sich der Diskussion stellt, würden in dieser Debatte doch die Kernthemen des Klimawandels wie das Eis in der Arktis, die Gletscherschmelze, der Meeresspiegelanstieg, die Rolle der Sonne, die Klimasensitivität und die Versauerung der Ozeane samt und sonders angesprochen.

Ich jedenfalls möchte  allen Lesern dringend empfehlen sich die bisherigen Beiträge, also Lord Moncktons Vortrag, Professor Abrahams Entgegnung und Moncktons Reaktion zu Gemüte zu führen. Es sind Dokumente eines extrem spannenden Disputes, der durchaus Potential hat in die Wissenschaftsgeschichte einzugehen.

Hier der Link zu Professor Abrahams Entgegnung auf den Vortrag Moncktons (Adobe Presenter)

und hier der Brief Moncktons an Professor Abraham

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

32 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Erst mal ein Danke dafür, dass Sie die drei Dinge hier zusammen präsentieren. Man mußte vor 4 Wochen ganz schön suchen, wenn man sich beide Seiten ansehen wollte. Das ist hier nun einfach möglich.

    Wenn ich eine Ergänzung machen dürfte: Das Lehrstück besteht aus mehr als drei Akten (Vortrag, Entgegnung, Entgegnung auf Entgegnung). Es gab noch eine erste Reaktion auf die Entgegnung, eine Antwort darauf und nun als vorläufigen Höhepunkt die schwebende Drohung einer Klage und die Aufforderung, massenhaft Mails and den Universitätschef zu senden -- alles mit dem Ziel, den Vortrag von Abraham nicht mehr zugänglich zu machen. Wenn man das als Lehrstück betrachten will, sollte man das nicht unberücksichtigt lassen.

    Moncktons erste Reaktion (und ein Kommentar dazu von Lucias Blackboard -- besonders interessant, wenn man wissen will, ob Abraham wirklich wie eine zulange gekochte Garnele aussieht, wie das Monckton so schön formulierte)
    Abrahams Antwort
    Die schwebende Drohung einer Klage
    Die Aufforderung, eMails an den Universitätschef zu senden

    Es bleibt zu hoffen, dass Professor Abrahams sich der Diskussion stellt,

    Ich mag mich täuschen, aber für mich sieht das nach allem anderen als dem Beginn einer Diskussion aus.

    Ich jedenfalls möchte allen Lesern dringend empfehlen sich die bisherigen Beiträge, also Lord Moncktons Vortrag, Professor Abrahams Entgegnung und Moncktons Reaktion zu Gemüte zu führen. Es sind Dokumente eines extrem spannenden Disputes, der durchaus Potential hat, in die Wissenschaftsgeschichte einzugehen.

    Dieser Empfehlung kann ich mich anschliessen. Was das Potential angeht, bin ich da eher skeptisch. Dazu bewegt sich das momentan in die falsche Richtung.

  2. Auf der einen Seite haben wir Monckton, einen glänzenden Rhetoriker, den ich ebenfalls in Berlin live erlebt und schätzen gelernt habe. Monckton selbst teilt gerne aus, und gerne auch in deutlichen Worten. Ich bin daher etwas überrascht, daß er auf die Attacke von Abraham so empfindlich reagiert. Eigentlich wertet er Abraham damit nur auf. Aber vielleicht ist diesmal der berühmte Tropfen gefallen, der das Faß zum Überlaufen brachte.

    Auf der anderen Seite haben wir mit Abraham einen Alarmisten, der genau das tut, was ich an den Alarmisten immer so intensiv kritisiere:

    1. Die Argumente der Skeptiker werden (absichtlich?) falsch verstanden und falsch wiedergegeben.
    2. Die Auseinandersetzung mit Inhalten dient nur als Vorwand, die Integrität von Personen anzugreifen.

    Schaut man sich Moncktons Vortrag an -- und stellt Abrahams Präsentation daneben, so wird für jedermann deutlich, wie Abraham seine Argumente konstruiert. Er legt Monckton Dinge in den Mund, die dieser nicht gesagt hat. Und er verwechselt „Fakt“ mit „Interpretation“.

    Als Skeptiker müssen wir uns damit ständig auseinandersetzen. Von der anderen Seite wird verzerrt, wo es nur geht. Es ist schon mehr als frech, zu behaupten, Monckton würde sagen, es gäbe keinen Klimawandel, keine Erhöhung des Meeresspiegels, keine Eisschmelze in der Arktis usw. usf.. Und dann natürlich das Wort „Leugner“ („Denier“). Das ist nicht akzeptabel.

    Wenn das Ganze zu irgendetwas führt, dann hoffentlich dazu, daß endlich einmal die Argumente der Skeptiker so wahrgenommen werden, wie sie auch gemeint sind.

    Ich war bislang der Auffassung, daß Monckton ein Verfechter der freien Rede ist. Und dazu gehört eben auch die Freiheit, sich zu irren und etwas unrichtiges zu behaupten. Ich hoffe daher, daß Monckton diese Freiheit auch Abraham zugesteht. Insoweit interpretiere ich die Mail-Kampagne nicht als Versuch, jemanden mundtot zu machen. Sondern als Versuch, der Universitätsleitung zu zeigen, daß es eine andere Auffassung gibt, die wahrzunehmen und korrekt darzustellen eine Verpflichtung im Sinne eines respektvollen Umgangs miteinander ist.

    Abraham agiert nicht nur respektlos. Er betreibt Desinformation. Soviel kann ich sagen. Es geht hier leider nicht mehr um die Frage, wer inhaltlich Recht behalten wird. Sondern um die Frage, wie man mit Gegnern umgeht.

    Marvin Müller weist oben auf Lucias Blackboard hin. Man sollte dabei schon berücksichtigen, daß die gute Lucia einen Beitrag verfaßt hat, ohne den gesamten Vorgang zu kennen (was sie auch offen zugibt), und das gilt für die meisten Kommentatoren dort ebenfalls.

    Nach Sichtung der kompletten Geschichte kann ich mich eher Jo Nova anschließen. Dort findet man auch die bisherige Korrespondenz zwischen Monckton und der Universität bzw. deren Anwälten. Aufschlußreich…

  3. @2 (Peter Heller)
    ich teile Ihre Ansicht über die auch mir als etwas aufgeregt erscheinende Reaktion Moncktons auf Abrahams
    in weiten Teilen langatmig, oberlehrerhaft und gelegentlich direkt mit ad hominem-Attacken unterlegte Online-Präsentation. Wäre ich Monckton gewesen, hätte ich eine Online-Präsentation zu Abrahams Vortrag geschrieben. Die erste Folie hätte seine Foliennummern einschließlich der Minutenangaben enthalten, an denen Abraham direkte Beleidigungen ausgesprochen hatte. Naja, es wären wohl 2 Folien geworden…..
    Inhaltlich hat Abrahams in meinen Augen keine wirklich relevante Kritik, die stichhaltig gewesen wäre, geäußert. Besonders erheiternd fand ich sein minutenlanges Eingehen auf die Nichtangabe von Quellen bei Moncktons Folien (als ob man auf einer kleinen PowerPoint-Folie alle Quellen direkt angeben könnte .. das ist technisch einfach unsinnig), aber er selbst hatte (nach dem er mit seinen angeblich 80 Publikationen am Ende seiner eigenen Präsentation angab), nicht eine einzige davon genannt. Schon gar keine über Klimawissenschaften.
    Ich denke, es ist falsch von Monckton, die Angelegenheit auf eine juristische Ebene zu hieven. Er ist eine öffentliche Person, ihm wird an’s Bein gepinkelt werden, er muss (da her er überhaupt keine Wahl) die Angelegenheit mit Humor nehmen, wenn er der Gegenseite nicht die Steilvorlage dafür geben will, ihn als kleinkarierten Klagehansel hinzustellen. Selbst wenn er gewinnt, verliert er dabei. Sein 500-Punkte-Papier sieht ja auch fast aus wie eine Vorlage für eine Klageschrift. Monckton hat sich provozieren lassen. Da war er zu voreilig.
    Ebenso für falsch halte ich es, sich an eMail-Aktionen gegen Abraham zu beteiligen. Ich halte das alles für keine sinnvolle Attacke. Man denke an die Klagedrohung von John Coleman gegen Al Gore, die ja eher aus einer Art Redner-Bierlaune heraus entstanden sein dürfte, vor rund 2 Jahren und dem kläglichen Einstellen dieser Sache, weil’s einfach
    keinen Klagegrund gab. Ich denke, in den USA, wo der 2. Verfassungszusatz die Meinungsfreiheit wirklich schützt (so etwas würde ich mir für Deutschland weiß der Himmel auch wünschen), wird im Klagefall Monckton scheitern lassen. Er muss drei wesentliche Dinge beweisen: a) Vorsatz (das geht noch) b) Absicht der Schädigung von Monckton durch
    Abrahams und zwar vorsätzlich (das dürfte schon schwierig werden) und c) tatsächliche Schädigung Moncktons (und die gibt’s IMHO nicht durch einen PP-Vortrag im Web in der Form). Meiner laienhaft-juristischen Einschätzung nach dürfte jede entsprechende Klage abgewiesen werden … und eigentlich fände ich das auch gut so.
    Unabhängig davon, dass man nicht so ad hominem attackiert, wir es Abraham tat, sollte man sich auf beiden Seiten darüber klar sein, dass eines nicht auf der Strecke bleiben darf …. die Redefreiheit.

    Viele Grüße, Upjohn

  4. Als kleine Ergänzung: Bei Anthony Watts wurde ein Artikel von Ben Herman und Roger Pielke sen. eingestellt, in dem zum wiederholten Male der Versuch unternommen wird, den Treibhauseffekt zu erklären.

    Monckton hat die Gelegenheit genutzt, sich hierzu zu Wort zu melden, und folgendes geschrieben:

    I am delighted that this simple and clear but authoritative statement of the reality of the “greenhouse effect” has been posted here. Too many inaccurate statements to the effect that there is no greenhouse effect have been published recently, and they do not deserve to be given any credence. The true debate in the scientific community is not about whether there is a greenhouse effect (there is), nor about whether additional atmospheric CO2 causes warming (it does), nor about whether CO2 concentration is rising (it is), nor about whether we are the cause (we are), but about how fast CO2 concentration will rise (for a decade it has been rising at a merely-linear 2 ppmv/year, against the IPCC’s projection of an exponential increase at today’s emission rates), how much warming a given increase in CO2 concentration will be expected to cause (around a third of what the IPCC projects), whether attempting to mitigate future “global warming” will make any real difference to the climate (it won’t: remember Canute), whether the cost of forestalling each degree of “global warming” will be disproportionate to the climatic benefit (it will), and whether focused adaptation to any change in the climate, where and if necessary, will be orders of magnitude cheaper than trying to prevent that change from occurring in the first place (yes).

    Wer also noch eines klaren Beweises bedurfte, daß Abraham Monckton’s Aussagen entweder absichtlich oder aus Unverständnis in einen völlig falschen Zusammenhang gerückt hat, der hat diesen Beweis nun.

    Diese kurze Passage macht nun für alle deutlich, wie die Argumentationslinie der Skeptiker tatsächlich lautet.

    Wenn man sich anschaut, was Abraham davon verstanden hat, sollte man ins Grübeln kommen…

  5. Wer also noch eines klaren Beweises bedurfte, daß Abraham Monckton’s Aussagen entweder absichtlich oder aus Unverständnis in einen völlig falschen Zusammenhang gerückt hat, der hat diesen Beweis nun.

    Hmm, Abraham hat einen konkreten Vortrag Moncktons „diskutiert“, diese Anmerkungen Moncktons kommen nach dem Vortrag. Im Vortrag hat er das so nicht dargestellt (soweit ich den Vortrag in Erinnerung habe).

    Ich würde es ja sogar begrüßen, wenn Monckton das so deutlich darstellen würde. Wenn ich mir allerdings z.B. ansehe, dass er im beratenden Gremium eines Vereins sitzt, der immer noch prominent Gehrlich & Tscheuschner präsentiert und weitere den Treibhauseffekt in Frage stellende Artikel veröffentlicht, dann frage ich mich schon, wie ernst diese Statements gemeint sind.

    Interessant ist die Häufung der Artikel zu diesem Thema zur Zeit, das ist ja nun schon der dritte in kürzester Zeit. Irgendwie haben momentan viele Leute (Spencer, Pielke, Eschenbach, Lüdecke, …) das Bedürfnis, sich von den den Treibhauseffekt verneinenden abzugrenzen. Hoffentlich zeigt das mal Wirkung.

  6. @Müller:

    Hmm, Abraham hat einen konkreten Vortrag Moncktons “diskutiert”, diese Anmerkungen Moncktons kommen nach dem Vortrag. Im Vortrag hat er das so nicht dargestellt (soweit ich den Vortrag in Erinnerung habe).

    Der ganze Vortrag Moncktons dreht sich ausschließlich um die Übertreibungen realer Effekte, mit denen die Alarmisten versuchen, einen möglichen Klimawandel als Katastrophe darzustellen. Das zentrale Motto steht bereits auf einer seiner ersten Folien:

    „Global warming is not a crisis.“

    Das ist es. Und das ist auch alles. Aber das ist wichtig genug. Monckton zweifelt doch nicht die Effekte als solche an, sondern deren Interpretation.

    Das nicht verstehen zu wollen, zu können oder absichtlich falsch zu interpretieren, ist die jahrelange Praxis der Alarmisten. Desinformation.

    …dann frage ich mich schon, wie ernst diese Statements gemeint sind.

    Entschuldigung: das ist das Credo der Klimaskeptiker, das Monckton dort darstellt. Er hat nie etwas anderes behauptet. Auch Fred Singer und andere nicht. Und ich übrigens auch nicht. Wenn Sie glauben, daß das nicht ernst gemeint ist, dann haben Sie die Debatte, die wir führen, nicht verstanden.

    Irgendwie haben momentan viele Leute (Spencer, Pielke, Eschenbach, Lüdecke, …) das Bedürfnis, sich von den den Treibhauseffekt verneinenden abzugrenzen.

    Das hat keiner nötig. Das Problem ist, daß die Alarmisten es tunlichst unterlassen, die Öffentlichkeit über all die Fragestellungen zu informieren, die sich in der Klimadebatte eröffnen. Sie versuchen eben genau nicht, die Dinge allgemeinverständlich zu erklären. Sie versuchen nur, ihre Stellung als „Autoritäten“ zu festigen. Deswegen müssen wir für Aufklärung sorgen.

  7. Das ist es. Und das ist auch alles. Aber das ist wichtig genug. Monckton zweifelt doch nicht die Effekte als solche an, sondern deren Interpretation.

    Das nicht verstehen zu wollen, zu können oder absichtlich falsch zu interpretieren, ist die jahrelange Praxis der Alarmisten. Desinformation.

    Ich gehe das ganze eigentlich ohne vorgefasste Meinung an. Und ich habe mir bisher zwei Vorträge Mocktons angehört -- vor dem Abrahams-Vortrag. Und es tut mir leid, aber Monckton kommt anders rüber. Sie mögen das vielleicht anders sehen, weil Sie die Argumente bereits verinnerlicht haben und daher seinen Vortrag anders hören. Für mich kommt das halt anders rüber und das hat nichts mit „wollen“ oder „absichtlich falsch interpretieren“ zu tun.

    Interessanterweise dreht sich ein grosser Teil der „Diskussion“ Abrahams umd die Frage der korrekten Darstellung.

    Irgendwie haben momentan viele Leute (Spencer, Pielke, Eschenbach, Lüdecke, …) das Bedürfnis, sich von den den Treibhauseffekt verneinenden abzugrenzen.

    Das hat keiner nötig. Das Problem ist, daß die Alarmisten es tunlichst unterlassen, die Öffentlichkeit über all die Fragestellungen zu informieren, die sich in der Klimadebatte eröffnen. Sie versuchen eben genau nicht, die Dinge allgemeinverständlich zu erklären. Sie versuchen nur, ihre Stellung als “Autoritäten” zu festigen. Deswegen müssen wir für Aufklärung sorgen.

    Zum Glück sehen das die oben von mir aufgeführten anders. Ich bin echt froh über diese Artikel. Die „Aufklärung“, die z.B. von Eike in der Hinsicht durchgeführt wird, hat da IMHO einen riesen Schaden angerichtet.

  8. Lieber Herr Müller,
    aber ohne Seiten wie Eike oder den Blog hier geht es eben auch nicht und unser Wissen wäre ärmer. Denn in der Fachliteratur wird zur Klimaforschung Physik häufig auch falsch oder widersprüchlich verbreitet, wie sie an dem Kommentar von mir hier:
    http://www.science-skeptical.de/blog/der-treibhauseffekt/001780/#comment-3338
    sehen können.
    Insofern hat auch Herr Heller Recht.
    Mit freundlichen Grüßen
    günter Heß

  9. @Müller:

    Sie mögen das vielleicht anders sehen, weil Sie die Argumente bereits verinnerlicht haben und daher seinen Vortrag anders hören. Für mich kommt das halt anders rüber und das hat nichts mit “wollen” oder “absichtlich falsch interpretieren” zu tun.

    Ja, das mag sogar stimmen. Ich bin auch durchaus fähig, Kritik an Monckton zu üben (immerhin stimme ich in anderen politischen Fragen mit ihm nicht überein). Und manchmal scheint es mir tatsächlich so zu sein, daß man eine Anleitung braucht, um seine Aussagen richtig einordnen zu können. Nun ja, er hat es ja nun klargestellt, und damit sollte auch gut sein.

    Die “Aufklärung”, die z.B. von Eike in der Hinsicht durchgeführt wird, hat da IMHO einen riesen Schaden angerichtet.

    Nun, ich bin nicht Mitglied bei EIKE und habe auch nicht vor, das zu werden. Das sollte mal als Aussage genügen. Ich habe auch keinerlei Motivation, EIKE zu verteidigen. Ich habe schon einmal intern die mangelhafte Qualitätssicherung dort kritisiert. Ohne Erfolg. Natürlich kann man sich fragen, ob EIKE den Klimaskeptikern vielleicht eher einen Bärendienst erweist. Man kann es aber auch positiv ausdrücken: Man postet dort einfach alles, gibt jedem Raum, sich zu äußern. Das ist halt eine Art basisdemokratischer Ansatz. Bewußt gewählt, um sich gegen die Alarmisten, die eine solche Vielfalt niemals ertragen könnten, abzugrenzen.

    Schreiben Sie doch auch einmal einen Artikel und versuchen Sie es. Ich bin sicher, Herr Limburg wird ihn veröffentlichen. Er hat ja selbst Beiträge von mir schon eingestellt. Die Klimaskeptiker sind halt ein buntes Völkchen, bei dem niemand mit niemandem übereinstimmt, außer mit sich selbst. Einig sind wir uns nur in der Zielstellung: Der Beendigung der gegenwärtigen Klimapolitik. Und diese Einigkeit genügt mir, EIKE im Rahmen meiner Möglichkeiten zu unterstützen.

    Noch sind wir Klimaskeptiker ja in der Minderheit bzw. haben keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten. Da ist ein gewisser Zusammenhalt erforderlich, um die Schlagkraft auszubauen. Wenn die Klimaskeptiker irgendwann einmal die öffentliche Meinung und das Regierungshandeln so prägen, wie jetzt die Alarmisten, wird es spannend zu beobachten sein, wie dieses bunte Völkchen wieder auseinanderläuft.

    Diese offenen Worte mögen taktisch unklug sein. Aber was solls. Ich bin ja nicht der Boss -- weder hier (das ist Rudolf), noch bei EIKE. Ich bin auch nur irgendein kleiner Schreiberling und habe genug damit zu tun, mir meinen eigenen Schädel zu zerbrechen.

  10. @Heller

    ….Die Klimaskeptiker sind halt ein buntes Völkchen, bei dem niemand mit niemandem übereinstimmt, außer mit sich selbst. Einig sind wir uns nur in der Zielstellung: Der Beendigung der gegenwärtigen Klimapolitik…..

    Da bin ich ganz Ihrer Meinung, jeder von uns betrachtet die Sache aus einem anderen Blickwinkel (meiner ist der energiewirtschaftlich Teil), aus einer anderen Motivation heraus und wahrscheinlich ist auch niemand dabei, der von irgendeiner Lobby bezahlt wird für seine „Freizeitaktivität“.

    Erstaunlicherweise ist ein überwiegender Teil der „Klimaskeptiker“ aus der technischen Ecke ( Ingenieure und Naturwissenschaftler aller Art), dort zählen eben eher solides Wissen und Erfahrungen als irgendwelche eigenartigen Hypothesen, wahrscheinlich deshalb das dumpfe Gefühl von der Politik betrogen zu werden.

    Beim AGW und dessen argumentative Bekämpfung machen Skeptiker leider allzu oft den Fehler sich (gesteuert) in Einzelheiten zu verzetteln, anstatt globale Zusammenhänge im Auge zu behalten, das ist eben unser großer Fehler.

    Ich reduziere am Ende immer alles auf eine Frage hinaus……….Wem nutzt es?…….dann wird so einiges wieder klarer, was durch Lügen und Manipulation so undurchsichtig geworden ist.

    AGW-Verteidiger werden für mich erst dann wieder akzeptierbar, wenn sie auch mal in der Lage sind die größten Dumpfbacken in ihren eigenen Reihen zu kritisieren.

    MfG
    Heinz Eng

  11. Ich kann auf eine neues Interview mit Dr. Böhm verweisen, in dem er zum Schluss kommt, dass es eine MWP gab. Genauerers unter http://mittelalterlichewarmperiode.blogspot.com

  12. Marvin Müller weist oben auf Lucias Blackboard hin. Man sollte dabei schon berücksichtigen, daß die gute Lucia einen Beitrag verfaßt hat, ohne den gesamten Vorgang zu kennen (was sie auch offen zugibt), und das gilt für die meisten Kommentatoren dort ebenfalls.

    Lucia schrieb über das, was bis zu diesem Augenblick bekannt war. Macht das jemand anders? Und evtl. hätte sie auch gar nicht darüber geschrieben, wenn Monckton nicht die Nazi-Keule rausgeholt hätte und damit Goodwins Law getriggert hätte. Das war einer der Gründe, die mich an der Wahl der Überschrift dieses Artikel irritieren. Das kann nicht das sein, was sich Herr Kipp unter einem Lehrstück vorstellt.

    Nach Sichtung der kompletten Geschichte kann ich mich eher Jo Nova anschließen. Dort findet man auch die bisherige Korrespondenz zwischen Monckton und der Universität bzw. deren Anwälten. Aufschlußreich…

    Diese Korrespondenz fehlte zum Zeitpunkt dieses Artikels auch. Ich vermute, da hätte Herr Kipp eine andere Überschrift gewählt, da man wohl kaum gutheissen kann, wenn Monckton die Universität und deren Präsidenten öffentlich beschimpft und andeutet, mit Sponsoren der Uni in Kontakt zu sein und darüber Druck ausübt (einer der Artikel dazu). Inzwischen sieht es auch so aus, als ob es Monckton ernster mit seinem Verfahren ist, als ich es dachte: … the libel case that will be filed shortly – Monckton of Brenchley (Kommentar 50432)

    Man darf das Lehrstück also weiterhin gespannt verfolgen.
    Ich finde aber die sachliche Auseinandersetzung interessanter. Dazu mal zwei Dinge, über die ich im Artikel Monckton makes it up gestolpert bin:
    Barry R. Bickmore

    This particular topic (Monckton’s graphs) wasn’t particularly high-brow, but that may be an advantage. That is, practically anyone, regardless of scientific training, is capable of understanding that 1) Monckton claimed the IPCC predicted X, but 2) the IPCC said they did no such thing. Furthermore, they can understand that 3) several scientists have already pointed this out to him, and he never corrects his mistakes.

    Stephen Mosher im gleichen Thema:

    Some of us at CA have repeatedly criticized Monkton for his bad work. He should correct his mistakes.
    He should do so openly and without caveat. His misrepresentations and errors cannot be excused as mere ignorance going forward. No arm waving, no silent updates to his website. no claims that it doesn’t matter.
    He needs to correct the mistake. Period.

    Falschdarstellungen und Fehler -- es gibt mehr Leute als Abraham, die sowas bei Monckton sehen. Ein paar kann man sogar selbst verifizieren, z.B. Folie 10 bzw. Frage 60. Jeder, der schon mal in San Francisco war, weiss, dass es bei Fishermans Wharf keine Hochhäuser gibt und dass es in der Stadt ziemlich bergig zugeht. Da kann man sich dann schonmal fragen, was Monckton mit „just feet from … Fisherman’s Wharf“ meint (es sind etwa 1,7 Meilen) und ob da AlGore wirklich Gluck Gluck macht, wenn er vor die Tür tritt (das Gebäude liegt über einer Höhenlinie von 25 Fuß).

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie das ganze weitergeht -- sachlich sowie juristisch …

  13. Lieber Herr Müller,
    aber ohne Seiten wie Eike oder den Blog hier geht es eben auch nicht und unser Wissen wäre ärmer.

    Solange Eike Dinge veröffentlicht, von denen die Physiker in den eigenen Reihen sagen, dass das Blödsinn ist, solange kann ich mich ihrer Meinung nicht anschliessen. Der Austausch mit Ihnen, Herrn Heller/Kipp hat mich weitergebracht durch neue Erkenntnisse oder Anstösse zum Nachlesen/Nachdenken. Aber Sie sehen doch in den täglichen Kommentaren bei Eike, wie nachhaltig das von Eike und anderen skeptischen Seiten verbreitete wirkt. Selbst nachdem auf allen möglichen skeptischen Seiten Erklärungen zum Treibhauseffekt zu lesen sind, wird das nicht akzeptiert. Und selbst Thiemes Ideen und G&T sterben nicht aus (wie z.B. bei den hier verlinkten klimaskeptiker-Seiten (1 und 2).

    Peter Heller:

    Diese offenen Worte mögen taktisch unklug sein.

    Ich danke Ihnen jedenfalls dafür … Und was taktisch unklug bedeutet, kann ich dank Herrn Eng nachvollziehen. Von mir haben Sie daher in der Hinsicht nichts zu befürchten …

  14. Lieber Herr Müller,

    das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?

    1. Das Gebäude, das Monckton auf der Folie präsentiert, ist ziemlich eindeutig das, in dem das St. Regis Hotel in San Francisco ansässig ist. Und das Gebäude erfüllt sehr wohl die Bedingung, als „Hochhaus“ gelten zu können. Jedenfalls hat es mindestens 40 Stockwerke, denn Al Gore hat sich dort im 40. Stockwerk eine Wohnung gesichert. Eine Entfernung von 3 km zwischen „Fishermans Wharf“ und diesem Gebäude würde ich zumindest in einer City wie dieser immer zu Fuß zurücklegen. Es ist also ein „Spaziergang“ und genau das ist, was Monckton ausdrücken wollte. Ob das Gebäude nun 6 oder 7 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist doch für die Frage der Einordnung von „Reden“ und „Handeln“ des Al Gore unerheblich. Sollte der Meeresspiegel um 6 Meter steigen (und auf diese Gore-Prognose bezieht sich Monckton), würde es auch für das St. Regis Gebäude sehr ungemütlich…

    2. Die merkwürdig verdrehte und verwirrte Darstellung von Bickmore auf „RealClimate“ können doch auch Sie nicht wirklich ernstnehmen. Lesen Sie eigentlich, was „wir Skeptiker“ schreiben? Wir sind es doch, die immer und immer wieder darauf hinweisen, daß das IPCC keine Prognosen, sondern lediglich Szenarien und Projektionen vorgestellt hat. Entscheidend ist doch, daß die Szenarien und Projektionen in der Öffentlichkeit als Prognosen wahrgenommen werden und daß dem niemand seitens der Alarmisten ausreichend widerspricht. Ganz im Gegenteil, man ist sehr beflissen darin, aus Modellen, die keinerlei Vorhersagepotential haben, konkrete Klimaschutz-, sprich Reduktionsziele abzuleiten.

    Und: Die Überprüfung, ob diese Klimaschutzziele eingehalten werden (können), ist wiederum nur an diesen Szenarien und Projektionen möglich. In dem Moment wird aus der Projektion eine Prognose, jedenfalls wird sie wie eine solche behandelt. Also darf sich niemand seitens der Alarmisten beschweren, wenn die Skeptiker dieses Thema entsprechend analysieren. Die Alarmisten leiten aus Spekulationen ein Maß an Gewißheit ab, das diesen nicht innewohnt. Prinzipiell (aufgrund ihrer Konstruktion) nicht innewohnen kann. Wir Skeptiker tun das genau nicht.

    Monckton zeigt auf, daß die Projektionen bislang, wenn man sie als Prognosen zweckentfremden wollte, nicht besonders gut sind. Daß also Gewißheit aus ihnen genau nicht folgt. Man kann sich darüber streiten, ob der Zeitraum zu kurz ist, darüber ein endgültiges Urteil zu fällen, oder nicht.

    Der Punkt ist, Herr Müller, allein die Tatsache, daß man darüber streiten kann, zeigt auf, daß Klimaschutz im Sinne bspw. unserer Bundesregierung tatsächlich keine wissenschaftliche Begründung hat. Bei Realclimate werden Sie eine solche Klarstellung leider vergeblich suchen, bei Monckton dagegen finden Sie sie. Bei Realclimate ist man sich sehr wohl dessen bewußt, daß es für das „2 Grad Ziel“ keine wissenschaftliche Grundlage gibt und daß es nicht aus den IPCC-Berichten abgeleitet werden kann. Die Leute sind ja nicht blöde da. Sich deswegen auf die Frage zu stürzen, ob ein Graph, der ein Prinzip verdeutlichen soll, ein paar Millimeter danebenliegt oder nicht, ist Ablenkung und Vernebelung.

    (Hier sind auch urheberrechtliche Fragen zu berücksichtigen. Es gibt zu vielen IPCC-Bildern keine Tabellendaten (frei verfügbar), so daß man die Diagramme selbst nachzeichnen könnte. Dies ist aber erforderlich, will man erstens einen Vergleich mit eigenen Berechnungen und Schätzungen anstellen und zweitens um eventuelle Rechteverletzungen zu vermeiden. Monckton zeichnet lieber selbst, was ich nachvollziehen kann, und nimmt dabei in Kauf, mitunter nicht jeden Pixel genau wiedergeben zu können. Da es bei den Diagrammen zu Temperatur und CO2 aber auch nur auf das Prinzip ankommt und niemand aus ihnen konkrete Werte für einzelne Jahre mittels „Lineal“ ablesen wird, finde ich die Anwürfe von Bickmore kindisch und lächerlich.)

    Es ist ganz einfach frustrierend, wenn trotz der Aufklärung, die intensiv u.a. durch Monckton betrieben wird (an der wir uns hier auch ein bißchen versuchen), immer wieder derselbe Quatsch durchgekaut werden muß. Ob nun 3 km Entfernung „nah“ sind oder nicht, beispielsweise.

  15. Lieber Herr Müller,
    ich bin ja durchaus der Meinung, dass der IPCC AR4 WG 1 ein ausgewogenes Bericht ist, der wissenschaftliche Ergebnisse durchaus neutral darstellt. Die „Summary for Policymakers“ läßt wesentliche Messdaten aus dem 20. Jahrhundert und Unsicherheiten aus diesem Bericht weg und veröffentlicht selektive Schlussfolgerungen. Es ist deshalb ein politisches Pamphlet, das Klimaforscher verfasst haben.
    Aber halt das haben vermutlich die Klimaforscher mit der guten Absicht getan uns Bürger und unsere politischen Vertreter nicht unnötig zu verwirren.
    Messen sie doch diese Summary mal mit den Maßstäben, mit dem Sie Christopher Monckton’s Vortrag messen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  16. Lieber Herr Müller #13,
    in einer Demokratie wird es immer dann gefährlich, wenn es nur eine Konsensmeinung gibt.
    Das gute an EIKE oder dem Blog hier ist es, dass kontrovers diskutiert werden kann.
    Dass die Autoren nicht das abschreiben, was eh schon überall drin steht
    Dadurch können wir alle lernen.
    Realclimate oder die Klimalounge bieten da keine Überraschungen. Wenn Sie die Überschriften lesen, wissen sie in der Regel welche selektive Meinung sie lesen werden.
    Ein kluger Mann hat mal gesagt: „In jedem menschlichen Gedanken steckt ein Korn Wahrheit. Es liegt an uns rauszufinden was es ist und es zu nutzen.“
    Durch Lesen des Artikels von Gerlich und Tscheuschner kann man mehr über die Physik des Treibhauseffektes lernen, als in den Büchern von Rahmstorf und Schellnhuber „Der Klimawandel“ oder Latif’s „Klimawandel und Klimadynamik“. Zugegeben man muss skeptisch und kritisch lesen, aber das gibt schon zu denken. Für die Schlußfolgerungen sollte sich jeder kritisch eine eigene Meinung bilden.
    Der thermodynamische Atmosphäreneffekt ist nur abgeleitet aus dem Modell mit dem die Metereologie den adiabatischen Temperaturgradienten beschreibt. Was in den Meteorologiebüchern immer vergessen wird, dass es den adiabatischen Aufstieg im Prinzip in der Atmosphäre nicht gibt. Wie denn auch, ein Luftpaket ist ja nicht thermisch isoliert von seiner Umgebung. Das ist nur ein Modell.
    Stattdessen sorgen Konvektion, Energieerhaltung und Abstrahlung in der Höhe dafür, dass es einen Temperaturgradienten gibt, der einer Adiabaten ähnelt. Das heißt Treibhausgase sind ebenfalls essentiell, um genau diesen Gradienten zu erzeugen und aufgrund des Gradienten wird bei Erhöhung der Treibhausgaskonzentration die Erwärmung von Oberfläche und Atmosphäre abgeleitet. Ein nichtlineares komplexes System.
    Vielleicht liege ich ja mit all dem falsch und jemand erklärt mir die Physik besser. Ich freue mich darauf. Aber solche Anregungen bekommt man nur von skeptischen Naturwissenschaftlern wie Thieme oder G&T. Von den Konsenswissenschaftlern gibt es nur Reproduktionswissen.
    So müssen Sie meinen Satz lesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  17. @Günter Hess

    dass es den adiabatischen Aufstieg im Prinzip in der Atmosphäre nicht gibt. Wie denn auch, ein Luftpaket ist ja nicht thermisch isoliert von seiner Umgebung.

    Sie haben ja bei Eike den Artikel über den „Thermostaten“ in DE gelesen, respektive das Original bei WUWT -- sehr aufschlußreich

  18. Lieber Herr Gans #17,
    was meinen Sie jetzt damit?
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  19. Hallo Herr Gans,
    danke für den Hinweis. Ich habe meine eigenen Ausführungen nochmal kritisch und skeptisch gelesen. Sie sind falsch. Ich hatte mich ins falsche Modell verrannt.
    Selbstverständlich gibt es einen adiabatischen Aufstieg. Was ich ausdrücken wollte ist, dass meiner Meinung nach die Kombination von Konvektion, Erwärmung der Oberfläche durch die Sonne und Abstrahlung durch Treibhausgase in der Höhe braucht, um den fallenden adiabatischen Temperaturgradienten aufrecht zu erhalten. Adiabatisch bedeutet dann nicht thermische Isolation, sondern Konvektion und Strahlung dominieren über Wärmeleitung und Diffusion.
    Meine Worte haben das nicht ausgesagt, meine Gedanken gingen in die falsche Richtung. Also nochmal Danke.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  20. In der Diskussion geht es sehr oft um die Feinheiten des „was wurde gesagt“ und „was wurde gemeint“. Monckton zieht sich in seinem 500 Fragen Dokument sehr oft darauf zurück, was er wirklich gesagt hat. Das folgende ist auch ein Beispiel dafür, wie gesagtes (in diesem Falle geschriebenes) und im nachfolgenden wiedergegebenes voneinander abweichen.

    Peter heller in Kommentar #14

    Das Gebäude, das Monckton auf der Folie präsentiert, ist ziemlich eindeutig das, in dem das St. Regis Hotel in San Francisco ansässig ist. Und das Gebäude erfüllt sehr wohl die Bedingung, als “Hochhaus” gelten zu können. Jedenfalls hat es mindestens 40 Stockwerke, denn Al Gore hat sich dort im 40. Stockwerk eine Wohnung gesichert.

    Ich habe nicht gesagt, der St. Regis Tower (das St Regis Hotel) wäre kein Hochhaus. Ich schrieb: „dass es bei Fishermans Wharf keine Hochhäuser gibt“. Im Zweifelsfall sollte man sich nochmal ein Bild ansehen, wenn man das bezweifelt.

    Eine Entfernung von 3 km zwischen “Fishermans Wharf” und diesem Gebäude würde ich zumindest in einer City wie dieser immer zu Fuß zurücklegen. Es ist also ein “Spaziergang” und genau das ist, was Monckton ausdrücken wollte.

    Monckton ist ein Muttersprachler, der folgendes sagt:

    But then, Al Gore knew that all along. In 2005, the year he said sea level would imminently rise by 20 feet, he bought a $4 million condo in the St. Regis tower, San Francisco--just feet from the ocean at Fisherman’s Wharf.

    Wie liest man daraus etwas anderes als „ein paar Meter vom Meer entfernt bei Fishermans Wharf“? Nun kann es natürlich sein, dass ~3000m für manche auch nur ein paar Meter sind, daher auch extra der zweite Hinweis auf Moncktons Rede, in der er unterstellt, Al Gore würde ertrinken, wenn er das Gebäude betritt.

    Ob das Gebäude nun 6 oder 7 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist doch für die Frage der Einordnung von “Reden” und “Handeln” des Al Gore unerheblich.

    Das ist richtig, wir reden ja hier auch über Monckton.

    Sollte der Meeresspiegel um 6 Meter steigen (und auf diese Gore-Prognose bezieht sich Monckton),

    Da bezieht er sich auf etwas nicht existentes, wie man auf SPPI nachlesen kann: „Though Gore does not say that the sea-level rise will occur in the near future“. Da kann er sich doch auch Immobilien kaufen, die er jetzt gefahrlos nutzen kann … (Was Gore wirklich gesagt hat, würde mich mal interessieren. In einem Transcript, dass ich gefunden habe, ist nur die Rede von „wenn Grönland oder die Hälfte von Grönland und die Hälfte der Antarktis schmilzt, dann gibt es einen Anstieg um 20 Fuß -- das würde auch Abrahams Kommentare zu diesem Teil Moncktons erklären.)

    Die merkwürdig verdrehte und verwirrte Darstellung von Bickmore auf “RealClimate” können doch auch Sie nicht wirklich ernstnehmen. Lesen Sie eigentlich, was “wir Skeptiker” schreiben?

    Ja. Aber hier geht es konkret um Monckton. Und über Moncktons kreativen Umgang mit Grafiken habe ich in der Vergangenheit schon des öfteren gelesen, die Artikel sind ja teilweise sogar verlinkt.
    Sind Sie der Meinung, dass die Darstellungen Moncktons korrekt sind? Also wirklich das wiedergeben, was er behauptet und dann auch noch korrekt? Wenn ich mir die Gegenüberstellungen in dem Artikel ansehe und mir in Erinnerung rufe, wass ich z.B. bei Lucia dazu gelesen habe … dann ist da ein deutlicher Unterschied zu sehen.

    Und das zieht auch den Bogen zu der Kritik von Abraham -- das, was Monckton präsentiert, muß nicht mit dem übereinstimmen, was die von ihm referenzierten wirklich sagen oder gar, was Realität ist.

    Es ist ganz einfach frustrierend, wenn trotz der Aufklärung, die intensiv u.a. durch Monckton betrieben wird (an der wir uns hier auch ein bißchen versuchen), immer wieder derselbe Quatsch durchgekaut werden muß. Ob nun 3 km Entfernung “nah” sind oder nicht, beispielsweise.

    Sie könne beruhigt sein, ich werde meine Klappe halten. Ich habe mir die ganze Zeit überlegt, ob ich mal Fragen zu Moncktons Sicht stelle, um die vielleicht zu verstehen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Wenn das schon bei „einige Meter vom Meer“ schief geht, was man ja noch unter rhetorische Auflockerung eines Vortrages hätte abhaken können …

  21. @all
    ich möchte ja nicht allzu nervig klingen, aber wäre es allen Seiten bitte ein einziges Mal möglich, EVIDENZ für die Appartment-Behauptungen vorzulegen? Wenn man pro oder contra Monckton argumentiert, wenn er etwas über Al Gore’s Fisherman’s Wharf’s Appartment sagt, dann würde ich erwarten, dass mir jemand einen BEWEIS (wie wär’s mit einem Grundbuchauszug) oder zumindest einer detaillierten, nachprüfbaren Postanschrift vorlegen könnte. Dann wüsste man wenigstens genau, welche Wohnung in welcher (Meeres-)Höhe gemeint ist. Bisher sehe ich hierfür garnichts und zwar weder von denen, die Pro-Monckton sind als auch jenen, die Contra argumentieren. Was die Bildhinweise zu Fisherman’s Warf angeht … danke, brauch ich nicht. Google Earth ist da deutlich besser.
    By the way: mein Problem mit Al Gore besteht nicht darin, dass er sich ’ne Wohnung kauft. Man sollte sich lieber mit den direkten Finanzverbindungen zwischen ihm, seiner CO2-Handelsbörse und seinen Head-Fond-Aktivitäten befassen. Da liegt das Geld und die Finanzinteressen begraben, nicht darin, ob er eine Wohnung irgendwo hat oder nicht.

    In den diversen Blogs wird reihenweise der gleiche Fehler gemacht. Die Leute kloppen sich um Detailfragen, die faktisch irrelevant sind, und kriegen überhaupt nicht das Große Ganze mit. Weder die Politik noch die Wirtschaft wird in den Blick genommen. Die EU-Kommission hat gestern die schon länger geplante indirekte Attacke auf unser aller Geldbeutel via Einzug von Gewinnen aus dem CO2-Zertifikatehandel unternommen. DAS sollte (sofern sich hier noch Leute finden, die sich als Demokraten sehen) zu denken geben. Oder geht hier keiner mehr zu Wahlen, hm? Schon aufgefallen, dass wir uns Bürger haben zu Sklaven herabwürdigen lassen, da wir keinen direkten Einfluss auf die EU-Kommission an der Wahlurne haben? Bin ich mal froh, dass die CDU, FDP und SPD sich gegen diesen EU-Vorstoß ausgesprochen haben … aber nicht die B90/Grünen und die Linken. Ergo ist klar, woher der Wind weht, finden Sie nicht?
    Dass in England das House of Lords vom House of Commons entmachtet wurde und in England de fakto ein Ein-Kammer-System etabliert werden könnte, dem das Check-and-Balance-System abhanden zu kommen droht, kriegt hier keiner mit. Dass man möglicherweise, sogar via Monckten, der UKIP-Member sein soll, den EU-Einheitsvertrag kippeln könnte, da die Auflösung/Umwandlung des House of Lords mit dem HoL-Act 1999 als verfassungswidrig angesehen werden könnte, hat hier in der BRD niemand zur Kenntnis genommen. DAS sind Probleme, die wesentlich wichtiger als Fischerläden in den USA sind. Vielleicht denkt man auch hier mal bitte darüber nach, warum Abraham gerade jetzt, wo Monckton vor etwa 1 Jahr in UKIP deutlicher aktiv wurde, via USA (Abraham) lächerlich zu machen sucht und dass gerade sein Lord-Status zur Debatte steht. Wer kann denn noch mal klagen in England, wenn es um das House of Lords geht, ein normaler Bürger etwa?….. eben……

  22. @ Müller:

    Das St. Regis ist im übrigen auch nur 1 km von der Küste entfernt, wenn man nicht unbedingt die exakte Location von „Fisherman’s Wharf“ betrachtet, sondern diesen Hinweis einfach nur als Synonym für „Ufer“ ansieht. Wenn ein Engländer sagt „just feet from“ meint er einen „Spaziergang“ („zu Fuß erreichbar“). Gibt es hier Muttersprachler oder sonstige Englischkenner, die mich korrigieren bzw. bestätigen können?

    Sie sollten SPPI schon vollständig zitieren und auch hier nicht wieder etwas aus dem Zusammenhang reißen. Der Punkt ist nicht, daß Al Gore gesagt hätte, bis wann ein solcher Meeresspiegelanstieg erfolgen könne. Der Punkt ist, daß er die Folgen anhand der heutigen Situation mit heutigen Karten und Siedlungsstrukturen verdeutlicht hat. Und so bei den Leuten das Gefühl zu vermitteln suchte, hier läge eine unmittelbare Bedrohung vor.

    Das ist die typische Alarmisten-Strategie, die Monckton attackiert.

    Sind Sie der Meinung, dass die Darstellungen Moncktons korrekt sind? Also wirklich das wiedergeben, was er behauptet und dann auch noch korrekt?

    Kurze Antwort: Zumindest bei den hier diskutierten, selbstgezeichneten Diagrammen ist das so. Wenn das IPCC für das Szenario A2 eben nur den mittleren Emissionspfad mit einer Standardabweichung in seinem Bericht abbildet, dan kann Monckton auch nur diesen verwenden (und er kann ihn auch nur grob nachzeichnen, weil es hierfür keine Tabellenwerte gibt). Es ist nicht seine Aufgabe, Dinge nachzurecherchieren, die nicht im IPCC-Bericht stehen (wie bspw. die vollständigen Emissionsverläufe aller A2-Szenarien). Woher auch sollte er wissen, daß es weit mehr dazu zu sagen gibt, als im eigentlichen Bericht steht? Der Öffentlichkeit mitzuteilen: „Hey, wir haben eine echt unvollständige Arbeit abgegeben und gewisse Dinge müssen durch wesentliche Informationen ergänzt werden!“ ist doch wohl die Pflicht der Alarmisten. Wenn diese dem nicht nachkommen, kann man das wohl kaum Monckton vorwerfen.

    Er arbeitet mit den Aussagen, die die Alarmisten wirklich treffen und zeigt auf, daß diese durch den Stand der Erkenntnis nicht gedeckt werden. Daß die Alarmisten letzteres einräumen, um Monckton zu kritisieren, ist, was ich als „verwirrt“ und „verdreht“ bezeichne.

    Sie könne beruhigt sein, ich werde meine Klappe halten. Ich habe mir die ganze Zeit überlegt, ob ich mal Fragen zu Moncktons Sicht stelle, um die vielleicht zu verstehen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Wenn das schon bei “einige Meter vom Meer” schief geht, was man ja noch unter rhetorische Auflockerung eines Vortrages hätte abhaken können …

    Ich werte das als rhetorische Auflockerung, Sie haben das doch kritisch angemerkt, nicht ich.

    Ansonsten: Nicht so schnell beleidigt sein. Sie teilen ganz schön aus, Herr Müller, da müssen Sie auch mal was einstecken…

  23. @ upjohn:

    Wenn Sie bspw. „Al Gore St. Regis“ googeln, erhalten Sie eine Menge Treffer. Ob die Quellen alle vertrauenswürdig sind, weiß ich nicht. Aber: Es ist kein Dementi dabei.

    Das Thema ist lächerlich, ich weiß. Aber wie gesagt: Marvin Müller hat es aufgebracht, um damit zu zeigen, welche „Fehler“ so alle bei Monckton zu finden sind…

    Ob Monckton nun ein Mitglied des „House of Lords“ ist, oder vielleicht nur eines, das widerrechtlich an der Ausübung seiner Rechte dort gehindert wird, oder vielleicht auch eine ehemaliges (bzw. verhindertes), weiß ich nicht. Ist mir auch egal. Er ist in jedem Fall ein „Viscount“ (eine Art „Vizegraf“), also adelig. Auch völlig egal. Allein, daß dieses Thema von den Alarmisten aufgebracht wird, zeigt, wie man die Debatte am liebsten führen würde.

    Seine politischen Einstellungen sind mir insgesamt suspekt, denn sie widersprechen in wesentlichen Teilen meiner liberalen Grundhaltung. Er ist definitiv bei der UKIP aktiv (sogar in herausgehobener Stellung), eine Partei, die ich nicht wählen könnte. Aber diese Diskussion gehört nach meiner Auffassung nicht in dieses Blog.

    Entscheidend ist für mich, daß Monckton es geschafft hat, die oben von mir zitierte skeptische Grundhaltung in der Klimapolitik

    …whether attempting to mitigate future “global warming” will make any real difference to the climate (it won’t: remember Canute), whether the cost of forestalling each degree of “global warming” will be disproportionate to the climatic benefit (it will), and whether focused adaptation to any change in the climate, where and if necessary, will be orders of magnitude cheaper than trying to prevent that change from occurring in the first place (yes).

    klar akzentuiert in eine öffentliche Debatte einbringen konnte. Und in genau dieser Auffassung stehe ich ihm sehr nahe und in genau dieser Frage unterstütze ich ihn.

    @Müller:

    In der Diskussion geht es sehr oft um die Feinheiten des “was wurde gesagt” und “was wurde gemeint”.

    Genau.

    Als Skeptiker versuche ich immer genau herauszufinden, was denn die Alarmisten mit dem was sie sagen, eigentlich meinen. Leider ist dieses Bemühen auf der anderen Seite nicht vorhanden. Der Abraham-Monckton-Konflikt ist hierfür ein gutes Beispiel.

  24. @Heller
    ja, gegoogelt habe ich auch, fand aber nicht wirklich „gerichtsfestes“. Was man tonnenweise findet, sind Aussagen nach dem Motto „Papa, Charly hat gesagt….“ und das ist mir zuwenig. Würde ich beispielsweise öffentlich die Behauptung aufstellen, Al Gore sei Besitzer einer Wohnung am Ort XY und das ist am Ende von mir in einem Verfahren nicht beweisbar, wäre das nicht sonderlich erheiternd. Ergo würde ich das Argument nicht vortragen. Aber das ist Monckton’s Problem. Ohne den Thread hier drehen zu wollen, würde ich UKIP als engl. Pendant zu den deutschen Republikanern einstufen oder ggf. mit der Wilders-Partei in Holland. Stimmt zwar nicht ganz, aber geht im Einzelfall in diese Richtung. Zumindest steht sie IMHO rechts von den Konservativen. Das Einzige, was ich an UKIP gut finde, ist der Umstand, dass sie die undemokratische EU-Kommission angreifen. Mich als Demokraten nervt es schon, wenn man z.B. in der CDU oder FDP selten ein kritisches Wort zum Demokratiedefizit auf EU-Ebene hört, man aber wohlfeil den EU-Vertrag durchgewunken hat. Ich will Demokratie sehen in Europa, ich beuge doch nicht das Knie vor EU-Bürokratoren wie Barosso. Denkt man an die Implementierung des amtierenden EU-Präsidenten van Rompuy, dann finde ich das Prozedere als Demokrat widerlich. Das ist so, als ob die Ministerpräsidenten der dt. Bundesländer den Kanzler im Hinterzimmer auskarteln würden (einschließlich der Minister) und der Bundestag darf dann diese Rige ablehnen oder bestätigen unabhängig davon, welcher Partei die Bundestagsabgeordneten angehören. So was widerspricht jedem demokratischen Geist. Eigentlich hätten wir Bürger damals auf die Strasse gehen sollen, um diesen Vertrag zu verhindern. Und heute sollten wir deshalb auch aus der EU austreten, bis dieses Prozedere demokratisch ist.

  25. Nicht so schnell beleidigt sein. Sie teilen ganz schön aus, Herr Müller, da müssen Sie auch mal was einstecken…

    Wenn eine Diskussion über triviale Dinge bereits in Frust ausartet, wie Sie das geschrieben haben, dann hat das nicht viel Sinn, die weiterzuführen. Das bringt dann meiner Erfahrung nach nichts, da wird dann nicht mehr gelesen, was der andere schreibt. Daher halte ich lieber meine Finger still, auch wenn es schwerfällt.

    Daher nur der Hinweis, dass es eine Fortsetzung der Geschichte gibt -- die angekündigten Videos sind da (siehe Presseerklärung) -- und eine Frage: In der Presseerklärung steht folgendes:

    They attack his title hoping we won’t notice that every British Viscount has a right and by long tradition is called “Lord.”

    Hat jemand eine Idee, wer hier mit „They“ gemeint sein soll? Die einzige Kritik, die ich kenne, ist die Kritik an seinern Aussagen bezüglich einer Mitgliedschaft im House of Lords.

  26. @ Müller:

    Ich habe Kritiker gelesen, die sagen, da er nicht Mitglied im Oberhaus sei, dürfe er sich auch nicht als „Lord“ titulieren bzw. anreden lassen.

    Auf diese Kritiker bezieht sich das „they“.

    Leider finde ich das im Moment nicht wieder, ich speichere ja nicht alle Links immer gleich ab. Aber in irgendwelchen Foren in den Kommentarspalten kamen solche Anwürfe auf.

    Ich weiß nun aber nicht, ob in GB nur Mitglieder des Oberhauses als „Lord“ oder „Lady“ angeredet werden, Ich dachte immer, alle Adligen in GB wären Lords und Ladys, automatisch. Völlig unabhängig von ihrer Mitgliedschaft in irgendeinem Parlament. Keine Ahnung, was nun stimmt.

    Ist mir auch egal, eigentlich. Ich bin Republikaner (im Wortsinne natürlich, nicht bezogen auf die gleichnamige Partei). Ich brauche keine Adligen und interessiere mich auch nicht für deren Benimmregeln.

  27. @Heller
    soweit, wie ich das Ganze über Moncktons Lordship eruiert habe, hat sein Großvater zuerst den erblichen Titel eines Viscount of Brenchley und damit einen Sitz im House of Lords erhalten (mittels eines sog. Letters Patent). Seit etlichen Jahren versucht das House of Commons/HoC das House of Lords/HoL so zu reformieren, dass es entweder abgeschafft oder die Mitglieder demokratisch bestimmt werden. Problem dabei ist, dass England keine Bundesländer wie die BRD (Bundestagskammer) oder US-Bundestaaten (Senatskammer) kennt. Trotzdem hatte das HoL erhebliche rechtliche Bedeutung (ehemals oberste Gerichtsinstanz, wirkt bis heute aktiv an der Gesetzgebung durch Kontrolle und Gesetzinitiativen mit). Das HoC hat unter Blair/Brown versucht, mittels des HoL-Act 1999 die damals mehreren hundert HoL-Members auf 93 zu reduzieren und gleichzeitig hat es eigene Peers neu ernannt, um über diese Parteischien politisch genehme HoL’s in die Kammer zu bekommen. Gleichzeitig wurde ein gewisser Anteil der verbleibenden HoL-Members durch freie Wahl der offiziell hinausgedrängten (erblichen) Peers bestimmt. An diesen Wahlen (sog. by-elections) nahm Monckton sowohl als Abstimmender als auch als Kandidat teil, wurde aber selbst nicht gewählt. Es gilt als rechtlich umstritten, dass der HoL-Act 1999 überhaupt die Peers hat entfernen dürfen. Den Lordtitel verleiht die Queen/der King und bis dato wurde nur ein einziges Mal vor langer Zeit einem Peer dieser Lordtitel offiziell aberkannt. Nur weil ein solcher Lord via eines HoL-Act aus dem HoL entfernt wird, ist und bleibt er weiter (erblicher/hereditary) Lord. Er hat aktuell nur kein Recht, das HoL als Mitglied zu betreten. Ob er das allerdings wirklich nicht hat, ist derzeit im Hintergrund offenbar umkämpft, denn es hat zumindest ein erblicher Lord versucht, wieder Zugang zum HoL als aktives Mitglied zu erhalten. Um diesem Problem zuvorzukommen, wurden von den Angestellten des HoL vor ein paar Jahren alle ehemaligen Mitglieder aufgefordert, ihre Zugangsausweise abzugeben und sogar ihre letter patents abzugeben. Dem kamen aber nicht alle nach und bis dato wurde meines Wissens nach niemandem aktiv sein Letter Patent parlamentsseitig entzogen noch aktiv der Ausweis entzogen. Die Ausweise wurden allerdings HoL-seitig für ungültig erklärt und durch neue ersetzt. Bis dato erscheint mir rechtlich ungeklärt, ob das HoC überhaupt das HoL hat derartig reformieren dürfen. Das wäre eine interessante Frage, die der seit 2005 aktive oberste britische Gerichtshof einmal klären sollte. Hängt davon doch immerhin die Verfassungsmäßigkeit der aktuellen EU-Verträge ab. Ist das HoL nämlich nicht korrekt reformiert worden, wäre seine Zustimmung zu den EU-Verträgen aufgrund des nicht vorhandenen Qorums ungültig. Da Monckton Mitglied der EU-Kritischen britischen UKIP ist, dürfte dieses vermutlich einer der Hauptgründe sein, warum er öffentlich so angegriffen wird. Je eher es gelingt, ihn quasi in der Öffentlichkeit als Nicht-Lord erscheinen zu lassen, desto geringer seine Chancen, so einen juristischen Krieg anzuzetteln. Der Zoff mit Abraham ist IMHO eher ein Ablenkungsmanöver von dieser uns alle als EU-Bürger viel stärker betreffenden politischen Machtfrage. Bedenken Sie, immerhin versuchte kürzlich die EU-Kommission via CO2-Abgabe direkt an eigene Steuereinnahmen zu kommen. Die EU-Kommission wäre rechtsungültig und vermutlich alle Rechtsakte, die nach der Akzeptanz der EU-Verträge implementiert würden, wenn sich herausstellen würde, dass das HoL nicht rechtskonform neu reformiert worden ist. Das ist eine politische Atombombe, die die wenigsten EU-Bürger registriert haben. Ich fürchte, Monckton auch nicht. Denn wäre ich an seiner Stelle, hätte ich nicht Abraham sondern das HoL vor den Verfassungsgerichtshof gezerrt.
    Viele Grüße,Upjohn

  28. Peter Heller 14. August 2010 01:38:

    Ich habe Kritiker gelesen, die sagen, da er nicht Mitglied im Oberhaus sei, dürfe er sich auch nicht als “Lord” titulieren bzw. anreden lassen. Auf diese Kritiker bezieht sich das “they”. … in irgendwelchen Foren in den Kommentarspalten kamen solche Anwürfe auf.

    Ich hätte vielleicht gleich mal den ganzen Text zitieren sollen:

    The warming propaganda machine has lost its momentum and is desperate to get it back. They want to silence Lord Monckton and remove him from the field. To that end they’ll say anything. They attack his title hoping we won’t notice that every British Viscount has a right and by long tradition is called “Lord.” They attack his graphs and charts,

    Bis auf den „Angriff auf den Titel“ passt das zu den „üblichen Verdächtigen“. Dass allerdings in einer Presseerklärung auf Kommentare in Foren Bezug genommern werden sollte … Hoffentlich wird das nicht zur allgemeinen Gepflogenheit. Dann gibts am Ende Pressemitteilungen, in denen steht, die skeptische Seite würde selbst den natürlichen Treibhauseffekt (die IR-Absorbtionsfähigkeiten der Treibhausgase, …, you name it) verleugnen …

  29. Irgendwie ist meine Antwort auf „Peter Heller 14. August 2010 01:38“ im System hängengeblieben (angekommen ist sie, ein nochmaliges abschicken wird mit dem Hinweis auf ein doppelpost abgelehnt). Könnte das mal jemand prüfen?

    [War im Spamfilter hängengeblieben, erledigt, Heller]

  30. Weil ich mich gerade mal wieder an Monckton-Zitaten erfreut habe …

    Sind Sie der Meinung, dass die Darstellungen Moncktons korrekt sind? Also wirklich das wiedergeben, was er behauptet und dann auch noch korrekt?

    Kurze Antwort: Zumindest bei den hier diskutierten, selbstgezeichneten Diagrammen ist das so. Wenn das IPCC für das Szenario A2 eben nur den mittleren Emissionspfad mit einer Standardabweichung in seinem Bericht abbildet, dan kann Monckton auch nur diesen verwenden (und er kann ihn auch nur grob nachzeichnen, weil es hierfür keine Tabellenwerte gibt). Es ist nicht seine Aufgabe, Dinge nachzurecherchieren, die nicht im IPCC-Bericht stehen (wie bspw. die vollständigen Emissionsverläufe aller A2-Szenarien). Woher auch sollte er wissen, daß es weit mehr dazu zu sagen gibt, als im eigentlichen Bericht steht?

    Woher sollte er es wissen … Vielleicht weil es ihm bereits mehrfach erklärt wurde. Ein interessantes Statement dazu vor mehr als einem Jahr -- eine Kombination aus einem Blackboard-Artikel „Monckton’s Artful Graph“, aufgegriffen von einem realclimate-Artikel „Monckton’s deliberate manipulation“, auf den es eine Antwort von C. Monckton gab, die dann wiederum Lucia zu einer Klarstellung „Reflections on the Continuing Monckton Kerfuffle.“ genötigt haben.

    I think it’s safe to say that regular readers are aware that I often disagree with Gavin. However, I anticipate Gavin will agree with me that, whatever the projections in Monckton’s graphs may be:

    1. They are not “IPCC projections” in the sense of appearing in the summary for policy makers of the AR4.
    2. They are not “IPCC projections” in the sense of appearing in Chapter 10 of the AR4.
    3. They are not “IPCC projections” in the sense of being the average of the multi-model ensemble used to develop projections in the AR4.
    4. They are not computed by any method advocated or described anywhere in the IPCC AR4 or any previous incarnation of the Assessment Report.
    5. The numerical values of Monckton’s projections do not correspond to anything a reader with ordinary reading skills would consider to be “IPCC projections” based on the content of the IPCC AR4, the TAR, the SAR or the FAR.

    Trotzdem verwendet er über ein Jahr später immer noch seine eigene Methode zur Erstellung der graphen, behauptet aber, das seien die IPCC-Projektionen…

  31. Es haben inzwischen noch andere das Medium „Vortrag im Web“ entdeckt, hier passend zum Thema Monckton und Graphen ein solcher Vortrag: „Temperatures are below projections“. Da frage ich mich wirklich, wie man die Meinung vertreten kann, Monckton gebe diese Dinge korrekt wieder …

  32. […] Übersetzt von Chris Frey EIKE. Unter Verwendung von Textteilen von Rudolph Kipp Science Sceptical Blog […]

Schreibe einen Kommentar