„Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagte Mojib Latif im Jahre 2000 …

19. Januar 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

im Spiegel. Vor wenigen Tagen verkündete hingegen Stefan Rahmstorf in seinem Blog der KlimaLounge, dass wegen des sommerlichen Meereisschwundes in der Arktis uns jetzt ein kalter Winter in Deutschland bevorstehen würde. Was ist davon zu halten?

Herr Rahmstorf schreibt:

Aufgrund des Schwundes an Meereis in der Arktis wird der Polarwirbel instabiler, der normalerweise die arktische Kaltluft über der Arktis festhält. Dadurch kommt es verstärkt zum Ausbrechen arktischer Kaltluft in die angrenzenden Kontinente. Das haben wir und andere Kollegen schon Anfang Dezember angesichts der Negativrekorde bei der Eisbedeckung für diesen Winter vorhergesagt, wie Sie damals lesen konnten z.B. in Die Zeit vom 8. Dezember oder in der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. Dezember. Auch hier tritt also mal wieder das ein, wovor Klimaforscher gewarnt hatten. Vielleicht die Erkenntnisse der Wissenschaft also doch lieber ernst nehmen statt sie mit uninformierten Sprüchen beiseite zu wischen?

Festzustellen ist allerdings, dass die Arktische Oszillation (AO), sowie die Nordatlantische Oszillation (NAO) und der Nord-Polarwirbel in den letzten drei Wintern sehr stabil waren und uns deshalb warme Winter beschert haben. Auch in diesen Dezember und Januar war das bisher der Fall. Die AO war positiv und der Nord-Polarwirbel stabil.

AO-Index-2017Ursache der ungewöhnlich eisigen Entwicklung im diesen Winter 2016/2017 ist das Verhalten des dominanten winterlichen arktischen Polarwirbels in der Stratosphäre, der wiederholt zu starken Trögen bis in die mittleren Breiten der Nordhalbkugel neigt und damit den Ausbruch arktischer Luftmassen nach Süden und im Gegenzug die Zufuhr mildere Luftmassen Richtung Arktis fördert.

Polarjet-2017

Update 20.01.2017: Trogbildung und Trogrückbildung des Polarwirbels

rossby_360

Dadurch erleben wir gerade einen Winter, wie er schöner nicht sein könnte.

Impressionen aus dem Bremer Blockland und von der Semkenfahrt vom 17-19.01.2017

Blockland-17--19-01-2017

 

 

 

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12 Kommentare
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  1. Die Bevölkerung darf wegen ein paar Grad minus (heute -16) nicht zur Ruhe kommen und an ein Ende der Erderwärmung glauben. Daß Sie Klima und Wetter inzwischen regelmäßig verwechseln, ist den geschulten Teams der „grünen Front“ geschuldet.Heute in der Tagespresse die Meldung : Wieder weltweiter Wärmerekord. SWP/dpa. Eine Meldung zum Abschmelzen von 2,8 Mio Km² Eis in der Arktis durfte nicht fehlen. Es fehlte allerdings das übliche Bilden vom armen Eisbären.

  2. Na,ja, alle haben wir mal Blödsinn verzapft. Passiert auch schon mal einem „Wissenschaftler.“
    Nun, die Situation in Fennoskandien heute: im Süden 0 Grad C, im Norden nur minus 10-15 °C. Wenig Schnee im Süden, dagegen Schneerekord im Norden=Lappland. Morgen Sonnenschein und die gleichen Temperaturen.
    Lennart Bergström, ein schwedischer Klima-Wissenschaftler der ersten Stunde sagt:keine Panik, so schlimm wird die globale Erwärmung nicht -- auf kurze Sicht.
    Die Schweden sind ein komisches Völkchen: eigentlich lieben sie es die besten in der Welt zu sein.
    Nur, dieser Mann hat die verkehrten Ansichten. So, nicht er ,sondern ein Klimaprofessor Rockström durfte Schwedens Agenda i Davos verkünden: 7 Meter wird das Meer ansteigen.
    Hört sich an wie ein Märchen von Potsdam, -da ist er geschult worden-,-.
    Dieser Rockstöm ist promovierter -- jetzt fallen sie mal nicht auf den Rücken, auf schwedisch/finnisch Agronom, auf deutsch -- weiss ich nicht, etwa Diplomlandwirt? Dipl.-Ing.agr. = sagt Wiki.
    Gediegene Ausbildung in der richtigen Branche. Oder.
    Nur halt, denn wenn Grönland weiter so schmilzt wie bisher wird es halt eben so 10000 Jahre dauern biss die Höhe des Meeres um 7 Meter gestiegen ist. Und Hamburg unters Wasser setzen würde Lege mal einen Link bei von
    http://beta.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/
    den wahrscheinlich noch nie ein Journalist besucht hat, denn da steht dass Grönland im Augenblick einen Nettoverlust von Eis von 200 Mt/Jahr hat. Und wie-viel Masse hat Grönland jetzt: r 2,9 Millionen Kubikkilometer = 2,67 Millionen Gt/ (2,67 · 1018 kg).
    Nå, ja die Deutschen wie die Schweden habens halt eben schwer heutzutage mit der Mathematik. Nicht nur laut Pisa. Hauptsache die Journalisten glauben es.
    Na, ja, alles wartet jetzt auf Trumpf. Normal sind ja die Deutschen stolz auf ein Vorfahr der vor mehr als 100 Jahren ausgewandert ist.
    Warte jetzt auf Trumps Amtseid. Und dann schau ich mal ins ard,zdf, fönix, ins schwedische und finnische TV 1, 2, und auch mal zum Guardian und NYTimes, CNN, etc. und habe einen schönen Abend mit den Tränen der Gerechten…
    Hab uach schon mal meinen Dry Marini kallt gestellt: ich trinke ihn gerührt, nicht geschüttelt..

  3. jörg siebert. #2

    Hab uach schon mal meinen Dry Marini kallt gestellt: ich trinke ihn gerührt, nicht geschüttelt..

    Väl bekomme !

  4. Zur Info, Dank meiner eigenen Aufzeichnungen kann ich für 2016 an meinen Standort aussagen, dass das Jahr 2016 ein halbes Grad kälter war als 2015 und das mein Wärmeabsatz fast 10% über des Vorjahr lag.

    H.E.

  5. Nun, die Situation in Fennoskandien heute: im Süden 0 Grad C, im Norden nur minus 10-15 °C.

    Passt. Der Trog liegt genau dort.

  6. PS

    Der Winter bleibt uns übrigens in den nächsten Tagen aufgrund des Trogs erhalten.

  7. Der Winter bleibt uns übrigens in den nächsten Tagen aufgrund des Trogs erhalten.
    „Gott“ sei dank…

  8. Der Hochkeil des Polarwirbels in der Stratosphäre ist mittlerweile praktisch nicht mehr vorhanden, siehe hier:
    http://weather.uwyo.edu/cgi-bin/uamap?REGION=nh&OUTPUT=gif&TYPE=an&LEVEL=100&TIME=2017012112
    (21.1.2017)
    Und tatsächlich ist ja der zugestanden riesige Kaltluftsee in Süddeutschland genau das -- ein Kaltluftsee, der durch die vorhandene Schneedecke jede Nacht bei klarem Himmel neu ausgebaggert wird. Auf den Bergen, auch auf der Zugspitze, ist es bereits deutlich milder als im bayerischen Flachland.

    Das Wetter müsste sich nur dergestalt umstellen, dass Wind aufkommt -- schon wäre der Spuk vorbei. Und genau das zeigen ja alle Modelle der erweiterten Mittelfrist in seltener Übereinstimmung. Schauen wir mal!

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

  9. Tiefstwerte von -18°C in Süddeutschland in der Nacht. Die Kälte bleibt uns bis zum Wochenende erhalten. Auch bei uns im hohen Norden konnte man die letzten Tage Schlittschuhlaufen. Die Leute kamen zu Tausenden. Und überall geht die Grippe um.

  10. Ach so, alle meine Kommentare zur Trogbildung sind bisher im Blog von Herrn Rahmstorf nicht erschienen. Nur ein Link zu „The Gulfstream May Strengthen with More Precipitation in The Far North“.

  11. „Das haben wir und andere Kollegen schon Anfang Dezember angesichts der Negativrekorde bei der Eisbedeckung für diesen Winter vorhergesagt“

    Stimmt das überhaupt?

  12. Was uns von den Klimaaposteln immer als Warnung vor die Nase gehalten wird, der AGW entziehe uns die Ernährungsgrundlage, dem die Skeptiker immer entgegen halten, Kälteperioden bringen Hunger, tritt jetzt diesen Winter ein und bestätigt natürlich die dem AGW skeptisch Gegenüberstehenden:
    Kältewelle – jetzt wird bei uns das Gemüse teuer

    Supermarktketten in England rationieren schon den Salat. Nur noch drei Köpfe darf ein Kunde bei Tesco mitnehmen, keinesfalls mehr.

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