Wir brauchen ein Energiepreis-senkungskonzept und keine Strompreisbremse

6. April 2013 | Von | Kategorie: Blog

titelbildontarioThe Ontario Energy Board hat die neuen Strompreise für Endverbraucher bekannt gegeben. Privatkunden und Kleingewerbetreibende müssen ca. einen halben kanadischen Cent pro Kilowattstunde mehr bezahlen. Die Preise sind auch noch mal in 3 Kategorien gestaffelt: On-peak, Mid-peak und Off-peak und betragen nun zwischen 6,7 – 12,4 ¢/kWh. Wenn den Durchschnittspreis errechnet (18%On-peak, 18% Mid-peak und 64% Off-peak) bekommt man auf
8,39 ¢/kWh. Der Wechselkurs zum CAD liegt momentan bei 1,32.

Der private Stromendkunde in Kanada muss also umgerechnet 6,36 Eurocent je Kilowattstunde bezahlen.

Soviel berappen wir in Deutschland beinahe allein für die EEG-Umlage, insgesamt lag der Durchschnittliche Stompreis für Privathaushalte im Januar 2013 bei 28,50 Eurocent/kwh (Wikipedia).

Wir brauchen keine Strompreisbremse, Herr Altmaier, sondern ein Konzept wie wir die Energiepreise insgesamt wieder herunter bekommen. Ein erster Schritt wäre die Einstellung aller Subventionen für die NIE (Neue Ineffiziente Energie). Das nächste wäre, den Einstieg ins Fracking erleichtern, überhaupt versuchen von den günstigen Entwicklungen im Gaspreismarkt zu profitieren. Aber genau das Gegenteil von all dem ist vorgesehen. Von jemanden der das hier twittert:

Für alle die es noch nicht verstanden haben: bei Fracking wird nix erlaubt was verboten war, aber vieles verboten was bisher erlaubt war

Erwarte ich nichts mehr.

Kanadische Winter haben ja schon, trotz oder wegen dem Klimawandel, keiner weiß das so genau. Das einzige was sicher ist, kanadische Strompreise werden wir hierzulande nicht bekommen. Auch Dank solcher Politiker wie wir sie eben haben.

Beitrag auch erschienen in Glitzerwasser

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33 Kommentare
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  1. Das ist genau das Problem. Schon seit vielen Jahren ignoriert die deutsche Energiepolitik systematisch, dass günstige Energiepreise ein wichtiges (Teil-)Ziel der Energiepolitik sind. Stattdessen sollte an der deutschen EEG-Politik das Weltklima genesen. Und alles sollte irgendwie „dezentraler“ werden. Und so weiter und so fort, der ganze Öko-Blödsinn eben.

    Füer viele von denen, die eine solche ökologistische Energiepolitik befürworten, dürften hohe Energiepreise sogar erwünscht sein. Im Sinne der ökologisch korrekten Erziehung der Bürger.
    Ich würde mir daher wünschen, dass die aktuelle Diskussion über Energiepreise (v.a. über Strompreise) zumindest mittelfristig zu einem Umdenken führt. Es muss wieder selbstverständlich werden, dass gute Energiepolitik zu einem wesentlichen Teil darin besteht, auf dem Energiemarkt günstige Preise zu ermöglichen. So wie in Kanada.

    Für meine 3-köpfige Familie zahlen wir derzeit gut 200 EUR pro Monat nur für Strom und Gas. Tendenz klar steigend. Da ich leider über kein Ministergehalt verfüge, ist das ein nennenswerter Betrag für mich. (Und die ganzen indirekten, in den anderen Konsumausgaben enthaltenen EEG-Kosten fehlen bei diesem Betrag noch.)

    Bei den Wahlen im September würde ich gerne eine Partei wählen, die sich klar und mit einem überzeugenden Konzept zu dem Ziel bekennt, die Strompreise in Deutschland langfristig deutlich zu senken. Mal sehen, ob ich so eine Partei bis dahin ausfindig machen kann.

    Aber selbst wenn unsere deutsche Energiepolitik auf der Stelle wieder zur Besinnung käme, würde es vermutlich eine ganze Weile dauern, bis dies deutliche Preiseffekte hätte. Das Land ist schließlich bereits vollgestellt mit Windmühlen und Solardächern. Wir werden die Suppe unvermeidlich auslöffeln müssen, die wir uns in den letzten 10-15 Jahren eingebrockt haben.

  2. Ich stimme Roland (#1) prinzipiell zu, nur den letzten Punkt den er nennt sehe ich etwas positiver. Da mittlerweile die ersten Wind- und Solarparks nicht mehr allzu weit von der Insolvenz entfernt sind und gerade EON und RWE angekündigt haben aufgrund von ca. 69 Mrd. € Schulden weniger in den Ausbau der Offshore Windenenrgie stecken zu wollen, sehe ich da doch etwas Licht am Ende des Tunnels. Wenn ein Windpark erst einmal kurz vor der Pleite steht bzw. Pleite ist, wird sich wohl auch nicht so einfach ein neuer Investor finden lassen, der diesen ökonomischen und ökologischen Unsinn weiter vorantreibt, da er befürchten muss ggf. auch die nicht unerheblichen Rückbaukosten tragen zu müssen.

    Ich bin auch mal gespannt, wie unsere defizitären WEA-Bauer (Vestas, Siemens (nur Teilsparte Wind bzw. Umspannplattformen) uva.) den Ausstieg von RWE und EON aus dem Offshore-Geschäft verkraften werden. Vielleicht könnte man hier ja eine neue Subvention erfinden, um all diese bereits jetzt hauptsächlich auf Subventionen aufgebauten Arbeitsplätze in den vorgenannten Betrieben erhalten zu können.

    Da war mir der Kohlepfennig der vergangenen Jahrzehnte doch bedeutend lieber. Damit schaffte sich Deutschland zumindest eine etwas höhere Unabhängigkeit von Importkohle, was unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit insbesondere im kalten Krieg sicherlich auch nötiger war als heute. Zumindest blieb diese Subvention im Land und sicherte tatsächlich deutsche Arbeitsplätze und nicht die chinesischer Staatskonzerne.

    Die einzige Chance zu preiswerteren Strompreisen zu kommen sehe ich in einer Erneuerung des konventionellen Kraftwerksparks und in einem Einspeisevorrang des konventionellen Stromes. Dann können endlich die Kohlekraftwerke auch mal ihre hohe Effizienz vollständig ausnutzen und müssen nicht permanent „warm“ gehalten werden, um ggf. als Lückenbüßer einspringen zu können, falls mal kein Wind weht bzw. die Sonne nicht scheint. Dieses „warm“ halten bzw. ständiges an- und abfahren von Lastrampen sorgt unter anderem für erhöten Verschleiß und Wirkungsgraden, die weit entfernt von den maximalen Wirkungsgraden sind. Möglicherweise ließe sich der CO2 Ausstoß (falls dieser überhaupt eine Auswirkung hat) auf diese Weise sogar noch deutlicher senken, als dies bisher mit NIE der Fall ist. Auf jeden Fall wären die Kosten erheblich geringer. Wenn man dann noch auf Gaskraftwerke mit ihrem hohen Wirkungsgrad für die Spitzenlast zurückgreifen würde und nur dort KWK betreiben würde, wo dies wärmegeführt möglich ist und parallel auf neue „Stromverbraucher“ verzichten würde (z.B. Elektroautos, Wärmepumpen), dann ließe sich vielleicht tatsächlich der Strompreis in diesem Land senken.

    Aber das sind dann vermutlich ein paar zuviele „wenns“, die sich mit der aktuell vorhandenen Politikergilde gleich welcher Parteizughörigkeit wohl nicht machen lassen.

  3. Bosch hat sich ja letzte Woche entschlossen nun doch nicht den Weg in die ökologistische Deindustrialisierung mitzugehen.

    2 Milliarden € verbrannt in den letzten Jahren für Solarhirngespinste . Jetzt wird demonstriert um die 1800 Arbeitsplätze.
    Versprochen ist versprochen.

  4. @ W.Rassbach
    Aber wirklich dazugelernt hat BOSCH dennoch nicht, dafür wollen sie jetzt groß in Sachen Batteriespeicher für Wind- und Solaranlagen rauskommen. Das wird meiner Einschätzung nach dann das nächste Fiasko.

  5. @Roland

    Für meine 3-köpfige Familie zahlen wir derzeit gut 200 EUR pro Monat nur für Strom und Gas

    Das wird wohl noch mehr werden. Polemisch könnte ich sagen, dass Sie mit dem Arbeiten aufhören müssten, um sich Energie noch leisten zu können. Aber wenn es Ihnen hilft -- mit 4-köpfiger Familie zahlen wir noch mehr.

  6. #1. Roland

    Bei den Wahlen im September würde ich gerne eine Partei wählen, die sich klar und mit einem überzeugenden Konzept zu dem Ziel bekennt, die Strompreise in Deutschland langfristig deutlich zu senken. Mal sehen, ob ich so eine Partei bis dahin ausfindig machen kann.

    Zumindest in Ansätzen (Gründungsparteitag ist ja auch erst am Wochenende) wäre die „Alternative für Deutschland“ eine Option, wenngleich in Punkto Energiepolitik noch umfassend nachgebessert werden muß!!!

    Bislang liest sich das noch so:

    -- Wir fordern ein nachhaltiges Energiekonzept für bezahlbare Energie. Es ist unzumutbar, dass die Bevölkerung mit drastisch steigenden Preisen für die kopf- und konzeptionslose Politik der Bundesregierung büßen muss.
    -- Wir fordern eine Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Es ist unsozial, Subventionen für Sonnen- und Windenergie durch die Strompreise zu finanzieren.
    -- Wir fordern, dass Subventionen für erneuerbare Energien statt dessen aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden. Es muss offengelegt werden, welche Energieart wie stark subventioniert wird.

    karl.s

  7. Hallo zusammen,

    @Neuling
    Es ist schon kurios. Aus heutiger Sicht kommt einem der Kohlepfennig tatsächlich als vergleichsweise vernünftige und durchdachte Maßnahme vor. Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.

    Klar, Sie haben Recht: Sicher könnten wir gerade beim Gas schnelle erste Preissenkungen erzielen, wenn wir uns zügig auf das Fracking einlassen würden. Das sollten wir auch unbedingt tun!
    Wesentlich träger sieht es hingegen bei den EEG-Subventionen aus. Will man hier schnelle Erfolge erzielen, müsste man an die bereits jetzt gesetzlich garantierten EEG-Vergütungen ran. Angesichts des schieren Umfangs dieser Subventionen und der masslosen Umverteilungswirkungen könnte man darüber m. E. auch durchaus diskutieren, z. B. durch die von Ihnen vorgeschlagene Änderung im Einspeisevorrang.
    Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass man damit bestehende Rechte einkassiert. Man schadet also unvermeidlich dem wichtigen Gut der Rechtssicherheit. Das ist zwar im Rahmen der Eurokrise zuletzt in Mode gekommen. Gut ist so etwas aber nicht. Deshalb wäre ich hier vorsichtig. So eine Maßnahme könnte ich mir z. B. vorstellen, wenn die Netzsicherheit anders nicht mehr garantiert werden kann.

    @Sonnenanbeter
    Eigentlich hoffe ich, irgendwann die Kopfanzahl in meiner Familie auszuweiten. Vermutlich müssen wir dann öfters mal im Dunkeln sitzen. Ist ja vielleicht auch ganz gemütlich.

    @Karl Seeger
    Ich bin auch gespannt, was die Alternative für Deutschland im Bereich der Energiepolitik für weitergehende Positionen formuliert (falls sie dies tut). Eine interessante Partei ist es allemal.
    Vielleicht sollte Peter Heller die Gelegenheit ergreifen und das Thema dort besetzen. Könnte der Einstieg in die große Politik sein! :-))

  8. Eigentlich hoffe ich, irgendwann die Kopfanzahl in meiner Familie auszuweiten. Vermutlich müssen wir dann öfters mal im Dunkeln sitzen. Ist ja vielleicht auch ganz gemütlich.

    Sie verwechseln Ursache und Wirkung: Erst im Dunklen, dann Vermehrung 😉

    Vielleicht ist die ganze Energiewende ja nur ein besonders perfides Programm der CDU/CSU zur Nachwuchsförderung?

  9. #7. Roland

    Ich bin auch gespannt, was die Alternative für Deutschland im Bereich der Energiepolitik für weitergehende Positionen formuliert (falls sie dies tut). Eine interessante Partei ist es allemal.

    moin Roland,

    ich denke schon, dass da noch was kommt. Was jetzt dort zu lesen ist, ist letztendlich ja nur die ungefähre Richtung. Kann ja m.E. auch noch nicht anders sein, da die eigentliche Gründung der Partei ja erst noch erfolgen muß. Dann wird das Thema Energie sicherlich auch noch konkretisiert werden. Sinnvoll wäre es aber in jedem Fall von außen durch mails etc. darauf hinzuweisen, dass es neben dem EURO ein weiteres Thema, nämlich die sog. „Energiewende“, gibt, die ökonomisch adäquate Auswirkungen hätte, wenn sie denn so umgesetzt wird. Wenn dieses Thema, neben dem EURO, den gleichen Stellenwert im Parteiprogramm bekommt, dann denke ich, wäre ein Einzug in den Bundestag sicher, sofern auch die formalen Voraussetzungen geschaffen wären.

    karl.s

  10. #9
    Immerhin ist der Vorsitzende der Nationalen-Anti-EEG-Bewegung Prof. Dr. Hans-Günter Appel bei den Unterstützern mit aufgeführt. Das läßt zumindest hoffen, dass die Alternative sich nicht nur auf die Finanzpolitik konzentriert.

  11. #10. Mad-2-Max

    Deine Worte in „Gottes Eustachische Röhre“ 🙂 Meine Stimme haben se jedenfalls.

    karl.s

  12. # 10, #11

    Meines Erachtens konnte die AfD nur entstehen, weil in der Union demokratische Prinzipien recht schnell der Machtoption geopfert wurden. Das ist bei der FDP nicht so der Fall, da gibt es nach wie vor ein internes munteres „Hauen und Stechen“. Das mag seine Nachteile in der Außendarstellung haben, verhindert aber das Entstehen einer Schweigespirale.

    Wenn ich Union-Wähler wäre, würde ich ich ziemlich sicher zur AfD wechseln. Da ich das aber nicht bin, beobachte ich diese neue Bewegung/Partei erst einmal. Mit Sympathie, aber dennoch kritisch. Momentan sind nicht nur keine klar erkennbare Positionen in der Energiepolitik zu erkennen, wenngleich sie sich für eine Senkung der Energiepreise einsetzen.

    In der Familienpolitik finde ich ein paar Dinge recht bemerkenswert: „Wir fordern, Bildung als Kernaufgabe der Familie zu fördern. Kitas und Schulen müssen dies sinnvoll ergänzen.“ Das ist genau anders herum als der gegenwärtige Trend, der immer mehr Aufgaben und Befugnisse weg von den Familien, hin zu den Schulen delegiert. Ich finde das erst einmal positiv, kann mir aber noch kein richtiges Bild davon machen, wie es wirklich gemeint ist. Eher vom liberalistischen Ansatz getragen ist, oder nur dem Misstrauen gegenüber dem Staat geschuldet.

    Ein einziges mal kommt in ihrem Programmentwurf das Wort „Nachhaltig“ vor: „Wir fordern ein nachhaltiges Energiekonzept für bezahlbare Energie.“ Hier hat es aber eine andere Bedeutung als die ökologische Nachhaltigkeit, von der die Grünen immer reden, sondern in der Bedeutung von verlässlich, auf soliden Fundamenten beruhend,

    Potential ist sicher in dieser Partei, wir werden abwarten müssen wie sie sich konkret in den Themenfeldern positioniert die nicht zu ihren Hauptanliegen gehören.

  13. #12 Herr Quencher, ich vermute mal das die Afd mit den Grünen und deren Positionen am härtesten politisch „aneinanderrasseln“ wird, denn deren grüne Medienmacht schießen ja schon vor der offiziellen Parteigründung mit Kanonen verzweifelt hektisch auf diese zukünftig wählbare Alternative Partei ein.
    Die aktuellen Wahlergebnisse spiegeln vor allem durch immer geringere Wahlbeteiligung nicht das wieder, was sich die Wähler wünschen, die eben keine Alternative zwischen den grün infizierten Parteien mehr haben. Siehe

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001342

    Wenn die es um eine Alternative zur bisherigen deutschen Politik geht, dann doch darum den Wohlstand durch klügere Politik zu erhalten, als Partei möglichst viele Stimmen dafür zu erhalten sich von Irrwegen und vor allem grünen Visionen zu verabschieden und zu einer sachlichen konstruktiven Politik zu finden, eben zu dieser Alternative, statt einem Vorwärts ins Desaster.

  14. bemühen Sie sich um ordentliche Umgangsformen.

    Inhalt gelöscht QQ

  15. Der Peter ist nur seinen Informationen gefolgt, er kann nichts dafür, dass er schamlos belogen wird durch eine Journaille, die auch nichts anderes kann , als die Information ihrer Besitzer zu verbreiten.

    Peter , egal was du liest, hörst oder siehst, setz es ab und lese in aller Ruhe bei http://www.erdoel-erdgas.de nach.

    Fracking wird seit 60 Jahren in Deutschland betrieben, man hat es nur vergessen, dir zu sagen. Trinkwasser kamm dadurch noch nie in Gefahr. Du sollst nur wütig werden, weil sich dadurch der Strompreis in kürzester Zeit halbieren würde. In Nordamerika zahlen sie ca. 6 cent/KWh, aber so können wir keine Banken retten 😉

  16. So ist, das halt. In jedem öffentlich-rechtlichen Programm wird ja auch gesagt das chemiebrühe verpresst wird (in den Animationen immer aus tanks mit Totenkopf), das es sich hauptsächlich um wasser mit Quarzsand mit Zusatzstoffe n dreht die als unbedenklich gelten wird aus gespart. Das es seit Jahrzehnten gemacht wird interessiert nicht, DaS in der ökologiychen geothermie gefract wird ebenso nicht die ist ja grün. Die NGOs sehen ihre einnahmen durch PV und Wind etc. Schwinden und ihre macht und Bedeutung, wenn plötzlich Energie günstig wird. Aber günstige Energie sollte ein Grundrecht sein. …Shorty Handy Gerippe.

  17. @ Rassbach und Baumann

    Ich habe den Inhalt von Peters Post gelöscht, weil er sich in Wortwahl und Aussage vergriffen hat. Seine Meinung zum Fracking respektiere ich, obwohl ich sie natürlich für falsch halt. Gelöscht habe ich ihn, wegen seiner Aussage, dass diejenigen die Fracking betreiben an den Pranger gestellt gehörten. Und diese Art von Diskussion mag ich nicht.

    Ihr beide seid mir nun mit euren Kommentar in den Rücken gefallen. Ich kann nicht eine Diskussion zulassen, über etwas was ich gerade gelöscht habe. Somit zwingt ihr mich jetzt diesen gelöschten Inhalt wieder einzustellen. Ich bin ganz schön sauer.

    Autor: Peter
    Kommentar:
    Kein Fraking im Deutschen Lande und auch sonst nirgendwo!

    Alles andere ist wie AKW’s zu betreiben und den Müll im Wald zu entsorgen!

    Beim Fracking bleibt der Dreck in der Erde und verseucht alles Grund/-Trinkwasser.

    Mal ist das Trinkwasser schnell verseucht, manchmal dauert es etwas länger.
    Wenn das Gift in den Boden gepresst wird, kommt es auch irgendwo raus, der Boden ist niemals dicht
    wie eine geschlossene Glasflasche, sondern Porös….was durch Frakingeinsätze ja bewusst verstärkt werden „soll“.

    Alle Fracker sollten an den Pranger und für ihre Taten mindetens ein Leben büßen!

  18. Also ich ärgere mich ja manchmal über meine Schreibfehler, die mir erst später peinlich auffallen, aber dass scheint mir unbedeutender angesichts der Hirnfehler und dem Hass-Kommentar, mit denen andere, wie z.B. ein Peter hier aufschlägt.

    Mit „wütendem Gebrüll“ von Parolen zeichnet sich kein intelligenter Mensch aus, sondern ein emotionaler Sponti, dem es an Vernunft zu einer sinnvollen, faktengestützten Argumentation mangelt.
    Für solche „Duftmarken“ gewaltbereiter Aktionisten haben ich hier kein Verständnis, genausowenig wie die intelligentere Variante jener, die unsinnige endlose Streitdiskussionen auslösen, indem sie zusätzliche Bälle ins Spiel werfen, um Verwirrung zu stiften.

  19. @QQ nahm in den Rücken gefallen….was für eine Annahme..ich konnte das noch lesen, als ich antwortete. Dauert bei mit ZZ zwar deutlich länger da via handy , daher auch die lustigen Fehler Sponsored by Android…

    Noch was zu Peter die „Brühe“ wird übrigens wieder abgesaugt.

  20. @ Baumann

    ich konnte das noch lesen, als ich antwortete.

    Wenn das so ist, dann bitte ich um Entschuldigung.

  21. Ach ja, die kleinen Peters (nicht Herr Heller) draussen im Lande…..Strom kommt aus der Steckdose, Benzin aus dem Zapfhahn, das Gas zum Heizen aus der Leitung……..wozu also, brauchen wir Kohlekraftwerke, Gaspipelines, Petrochemie……dat Zeuch kann man sich bestimmt bald per App direkt nach Hause laden.

    Da a bisserl vegetarisch……da a bisserl ne Solaranlage auf den Dach des Eigenheims und den A+++++ Kühlschrank in der Küche und fertig ist der Weltenretter.
    Dat ökologische Leben kann ja soooo einfach sein, gelle.
    Blöd nur, das nur echte Armut den CO2-Footprint wirklich nach unten drückt……..Harzer sind die wahren Klimaschützer….lasst uns alle Hartzer werden.

    Egal……..Quentin löscht nie unberechtigt, hat manchmal schon arge Bauchschmerzen mit meinen Kommentaren…..aber wat der Öko-Peter da verzapft hat, ist schon echt grenzwertig…….so wie…..“Klimaleugner und Todesstrafe“.
    Nun ja liebe Mitbürger, jahrzehntelange Indoktrination kriegt man nicht von heut auf morgen aus den Köpfen, manche müssen dat von ganz alleine lernen, Zwang nützt garnix.
    Hab Mitleid mit dieser verirrten Seele…..der hatte bestimmt ne schlechte Kindheit. *grins*

    H.E.

  22. Danke hier noch für die feedbacks zum Heindl. War ja mal so in den Raum gestellt. Nun meine Frage zu Frack und Smoking: wie sieht denn hier die Energiebilanz aus? Habe mal die erdöl-erdgas Seite besucht und auch andere zum Thema belesen -- Zitate in Anführungszeichen stammen von „erdöl-erdgas“. Wenn man also bohren, Brunnen mit „Stahlrohren und Spezielzement“ bauen, dann bis zu 5000m³ Frackspülung („aus dem Trinkwassernetz“) pro Bohrung in größere Tiefe einpressen muss, das ganze wieder absaugen -- hin und hertransportieren, „fachgerecht entsorgen“ wie es heißt und auch für das Gas eine temporäre Transportinfrastruktur schaffen muß, dann bleibt doch per Kubikmeter Gas bilanziell nicht mehr viel Energie übrig -- wenn überhaupt. Zumal jede Bohrung trotz Vorerkundung ein gewisses Lotteriespiel bleibt ob sich überhaupt was findet. Habe mir erst vergangene Woche mal telefonisch eine Thermiebohrung in gutem Mitteldeutschen Grundgestein anbieten lassen und landete bei 400 Bohrmeter bei 27.000,00EUR -- ohne Garantie, daß es dort geht -- auch wenn ein Referenzstandort nur 500m weg ist. Also die häretische Frage: was ist die Hauptmotivation der fracking Firmen? Sichere, saubere Energie (bei der man aber mehr reinbohrt als man bekommt) oder einfach, der Spaß an der Freud, daß man etwas nutzen kann, was „niemandem“ gehört, mit Mitteln, die die Allgemeinheit (Wasser, Entsorgungsräume,…) zur Verfügung stellt. Nur mal so…

  23. dann bleibt doch per Kubikmeter Gas bilanziell nicht mehr viel Energie übrig — wenn überhaupt

    und wie kommen sie auf diese Behauptung?

  24. @23: das ist meine Frage: ich stelle mir die beschriebenen Tätigkeiten recht energieaufwändig vor und frage hier: bleibt denn da noch was über, wenn es also nicht um große Gasfelder sondern eher um kleine Vorkommen in Gesteinszwischenräumen geht. Wenn ich 5000m³ Frackspülung einsetze -- bekomme ich dann 5000m³ Gas? Mehr? Weniger? Wieviel gast irgendwo anders aus, wo ich es nicht merke? Das wären bei 5000m³ dann 50-55.000kWh…nicht gerade viel, wenn ich also all den anderen Aufwand rechne. Aber deshalb die Frage, ob jemand diese Zahlen hat.

  25. @ Adolph, Freiherr

    bleibt denn da noch was über

    Wenn nichts über bleibt wird es eingestellt, oder gar nicht erst gemacht. Von Subventionen können die jedenfalls nicht leben, weil sie keine bekommen. Also regelt es sich auch von selbst.

  26. @25QQ: meine ja, ob energetisch was „über“ bleibt -- finanziell sieht ja vieles anders aus…

  27. Bei der Gewinnung von fossilen Brennstoffen durch unkonventionelle Verfahren muss natürlich die Energie- und die finanzielle Bilanz positiv sein, sonst würde da ja auch niemand investieren. Und Subventionswirtschaft um das finanziell zu frisieren ist da eigentlich unüblich.

    Ein Beispiel für energetisch defizitäres Fracking ist Geothermie , speziell bei geothermischer Stromerzeugung in Deutschland . Bedingt durch die niedrigen Artbeitstemperaturen speziell in deutschen Geothermievorkomen ist der Wirkungsgrad so gering , dass die erzeugte elektrische Leistung meist geringer ist als die benötigte Pumpleistung.
    Wirtschaftlich gleicht man das durch massive Subventionen beim Bau solcher Anlagen (zb. Bezahlung der Bohrung und Fündigkeitsversicherung durch die KfW) und beim Betrieb aus (gepumpt wird mit preisgünstigem Strom aus KKW und Braunkohle, die erzeugt Energie wird dafür mit ca. 25 cent garantiert abgenommen).

  28. #24

    Wieviel gast irgendwo anders aus, wo ich es nicht merke?

    nix gast da aus.
    in der geschichte des frackings, welches schon seit jahrzehnten betrieben wird, gab es meines wissens keinen einzigen fall, das da etwas unkontrolliert ausgast.

    warum sollte es auch? das gas ist seit ewigkeiten unterirdisch vorhanden, warum soll also auf einmal was ausgasen?

    zur frage hinsichtlich der energetischen sinnfälligkeit schreib ich evtl. heut abend nochma was. wenn ich nicht bei mir in der beachbar sitze und kalte getränke trinke 😉

    ps:

    Wenn ich 5000m³ Frackspülung einsetze — bekomme ich dann 5000m³ Gas? Mehr? Weniger?

    wenn sie einen apflebaum planzen, bekommen sie dann zur erntezeit birnen? kirschen? eier?

    😉

  29. #24. Adolph, Freiherr

    das beantwortet Ihre Frage zumindest teilweise. Zitat aus diesem Link

    Im Laufe eines typischen Projekts zur Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ist das Bohren mit einer Dauer zwischen 4-6 Wochen der arbeitsintensivste Vorgang. In dieser Phase gibt es einen regen LKW-Verkehr zum und vom Bohrplatz. Mit Hilfe der Bohranlage werden die Bohrungen erstellt, die sich bis mehr als 4.000 Meter unter die Erdoberfläche erstrecken können.

    Das Fracing dauert normalerweise nur wenige Tage. Für den Prozess selbst benötigt man in der Regel nur maximal 2 Stunden. Sobald das Bohren und das Fracing jedoch beendet sind und das Erdgas durch das Bohrloch fließt, entsteht kaum noch oder sogar gar kein Lärm mehr an der Produktionsanlage. Daran ändert sich während der gesamten Nutzungsdauer von normalerweise 20 bis 30 Jahren nichts mehr.

    Durch die Technologie der Horizontalbohrung ist es möglich, an einer Bohrlokation mehrere Produktionsbohrungen anzuschließen. Diese Bohrungen können dann Lagerstätten erreichen, die tausende Meter vom Bohrplatz entfernt liegen. Vorteil dieser Mehrfachbohrplätze ist, dass nicht diverse einzelne Bohrlöcher über die Aufsuchungsfläche verstreut gebohrt werden müssen und dadurch der Einfluss auf das Landschaftsbild erheblich verringert werden kann.

    karl.s

  30. Diese ganzen ‚kritischen‘ Fragen sind doch nur der Ausdruck einer inneren, emotionalen Ablehnung, für die dann pseudorationale Gründe gesucht werden
    Also das genaue Gegenteil logischer Abwägung.

    Tatsächlich ist, wie oben erwähnt, der Markt natürlich der beste Schiedrichter. Wenn sich Energie unzubventionert verkaufen lässt, MUSS die Energiegewinnung eunen deutlich positiven Koeffizienten haben.

    Bei den subventionierten Ernergiegewinnungsarten ist das keineswegs klar:
    Ob PV und Wind überhaupt Nettoenergie erzeugen, ist ja höchst fraglich und muss eigentlich mit nein beantwortet werden, wie diverste Berechnungen zeigten.
    Ackerbau ist ein höchst energieintensives Unterfangen und ob der Anbau von Gasmais nicht eher eine subventionierte Umwandlung von ‚fossilem‘ Diesel für die Traktoren in ‚Bio‘-Gas ohne nennenswerten echten Energiegewinn darstellt, ist eine sehr berechtigte Frage.
    Dass Freiherr Adolph SOLCHE Fragen nicht stellt, sondern nur das Fracking so kritisch betrachtet, zeigt, dass seine voreingenommene Meinung längst feststeht und er nicht wirklich abwägen will, sondern ziemlich verzweifelt nach einer Begründung für seine längst feststehende emotionale Ablehnung sucht.

  31. #30. Tritium

    sondern ziemlich verzweifelt nach einer Begründung für seine längst feststehende emotionale Ablehnung sucht.

    Jo Tritium, so ist es. Aber es dürfte ihm schwerfallen, rationale Argumente gegen Fracking zu finden.

    #24. Adolph, Freiherr

    hier noch mal ein Link zur BGR Studie aus 2012 zum Fracking. Interessante Lektüre zum Thema.

    karl.s

  32. …hatte ich erwähnt, daß ich gegen Fracking bin? Gut -- eine für mich kritische Frage, die ich aber auch ehrlich beantwortet haben wollte, denn diese stellen mir (technisch studierte) Kunden genauso, wie die Frage nach der energetischen Amortisation von Windrädern oder PV-Modulen. Insofern also gleichberechtigt und Zahlenwerte konnte ich nicht finden bzw. dachte diese wären hier leichter erhältlich. Denke daß eine solche Bilanz wohl noch nicht existiert. 20-30 Jahre stilles vor sich hin Gasen ist just die gleiche Dauer, die PV-Betreiber für Ihre Anlagen veranschlagen -- ob das beim Brunnen auch so sicher und wartungsfrei sein mag, ist dahingestellt. Unbesehen davon kann man aber energetisch sagen, daß die reine thermische Umwandlung aus, im Gestein gespeichertem Gas, Wärme ins System einträgt (ich nenne es bewußt nicht Atmosphäre o.ä.), während das Umwandeln ohnehin auftreffender Licht- und Wärmestrahlung und damit indirekt auch Windenergie, im mehr oder minder geschlossenen System neutral bleibt. Auch auf Dauer kostenneutral und politisch neutral -- keine Transportwege für den Brennstoff- sic est! Insofern ist m.E. die Nutzung von Einstrahlungsenergie -- kostenlos gewonnene Energie und berechenbare Energie. Was der MARKT und seine ANLEGER und politischen Akteuere daraus basteln, ist ja eine ganz andere Geschichte und verdient auch kritischste Hinterfragung. Es geht aber doch technisch um die Energiebilanz von Systemen -- damit automatisch um die Wirtschaftlichkeit. Ganz weit weg: ein orbitaler oder lunarer Solarfänger mit gebündelter Strahlungsübertragung -- wie es auch schon geträumt wurde -- wäre dann genauso abzulehnen wie ein neues riesiges Braunkohlekraftwerk.
    Energetisch finde ich daher die tägliche Transparency-EEX Statistik hochinteressant (dort sicher keine Grünlinge), die eine schöne Begradigung der täglichen Kraftwerkslast zeigen. Das mag lokal hie und da anders aussehen -- sollte technisch einem vorangehenden Volk aber als lösbar erscheinen und den Ehrgeiz wecken. Also diese Linie sieht für mich ja gar nicht schlecht aus.
    Gott zum Gruße
    Bei der Landwirtschaft nehmen Sie mir das Wort aus dem Mund -- ein paar Bienenstöcke an der Flur würden oft auch ertragssteigernd wirken wie ein Sack Dünger. Erschreckend das immer massivere Herumwalzen mit Traktoren, Streuern und Sprühern, die eher an das Panzerprojekt Maus erinnern, als an landwirtschaftliche Maschinen. Substrate aller Art wehen dann, von der EU genehmigt und nach zwei Jahren wieder geändert und verboten und neu genehmigt, durch die Luft Hier wird klassisch Energie vernichtet im Sinne einer Marktdoktrin, die auch Biogas ad absurdum führt. Ob das Brötchen, dass dann 0,30kWh in den Körper liefert mit 30kWh produziert und heimgefahren wurde spielt in der Welt von Monsanto und Aral keine so wichtige Frage. Dafür kann dann zuletzt auch der kleine Landwirt, der überhaupt noch Lust und Kraft hat, seine Scholle zu bewirtschaften, am wenigsten…

  33. …hatte ich erwähnt, daß ich gegen Fracking bin? Gut — eine für mich kritische Frage, die ich aber auch ehrlich beantwortet haben wollte, denn diese stellen mir (technisch studierte) Kunden genauso, wie die Frage nach der energetischen Amortisation von Windrädern oder PV-Modulen. Insofern also gleichberechtigt und Zahlenwerte konnte ich nicht finden bzw. dachte diese wären hier leichter erhältlich. Denke daß eine solche Bilanz wohl noch nicht existiert.

    Die Antwort kann sich jeder selbst herleiten: Wenn man mehr Energie hineinstecken müsste, als man herausbekommt, wäre der Verkaufserlös niedriger als die Produktionskosten, d.h. es wäre betriebswirtschaftlich ein Verlust. Dafür fänden sich keine Investoren, und das Ganze fände gar nicht statt.

    Das ist etwas, was der „freie Markt“ bei allen seinen Schwächen gut kann: Volkswirtschaftlich unerwünschte Geschäftsmodelle von vorn herein verhindern. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn ein Geschäftsmodell ohne Subventionen funktioniert, ist es in aller Regel volkswirtschaftlich nützlich. Wobei die „Energiebilanz“ nur eine Unterabteilung des volkswirtschaftlichen Nutzens ist, aber der Tunnelblick darauf ist ja in unserer Zeit leider üblich geworden.