Yogeshwars Blackout

23. Januar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien

Gastbeitrag von Rainer Schulze

Wie „Quarks & Co“ die Deutschen politisch korrekt auf Stromausfälle vorbereitet

„Blackout Deutschland – die Revolution im Stromnetz“ lautete der Titel der „Quarks & Co“-Sendung am Abend des 17. Januar auf WDR.
Interessant. Sollte es mittlerweile auch zu den Öffentlich-Rechtlichen durchgedrungen sein, dass die sogenannte Energiewende mit Nebenwirkungen verbunden sein könnte? Und dass es an der Zeit sein könnte, den Bürgern reinen Wein einzuschenken?

Die Antwort ist: leider Nein – eher war das Gegenteil der Fall.

Doch der Reihe nach: Den Anfang machte Quarks mit einer anschaulichen Darstellung der Folgen, die ein überregionaler oder landesweiter Stromausfall haben würde. Schon nach wenigen Tagen treten ernsthafte Versorgungsengpässe auf, wenig später versänke das Land im Chaos. So weit, so richtig – und so Besorgnis erregend.

Wer jetzt gespannt darauf wartete, ob Rangar Yogeshwar es vielleicht wagen würde, eine realistische Darstellung des Zustands des deutschen Stromnetzes und dessen Ursachen zu bringen, sollte enttäuscht werden.

Die bösen Großen sind Schuld

Ja, das Stromnetz sei anfällig, aber das läge nur an der zentralen Energieerzeugung durch wenige Großkraftwerke, die Energieübertragung durch (zu) wenige Hochspannungsleitungen und dem Umstand, dass Strom nicht dort erzeugt wird, wo er gebraucht wird . Nun kann man durchaus der Meinung sein, dass das deutsche Energieverteilungsnetz eine gewisse Modernisierung vertragen könnte. Auch ist die Forderung nach mehr Resilienz bspw. durch redundante Auslegung bei einem so überlebenswichtigen Gut wie elektrischer Energie sicher nicht abwegig.

Leider verschweigt uns Quarks aber, warum die Wahrscheinlichkeit für Netzausfälle in der Tat angestiegen. Dafür gibt es nämlich zwei einfache Gründe. Da ist zum einen die ständig zunehmende Zwangseinspeisung „erneuerbarer“ Energie. Diese führt aufgrund ihrer Volatilität zu Schwankungen im Netz, die durch konventionelle Backup-Kraftwerke zeitnah ausgeglichen muss. Zum anderen hat der nach Fukushima durchgepeitschte Ausstieg aus der Kernenergie zu zusätzlichen Belastungen der Netze geführt.

Mehr Stabilität durch mehr Zufallsstrom?

In der Welt des Rangar Yogeshwar wäre dies aber alles nicht grundsätzlich problematisch.  Alles Übel ließe sich abwenden, wenn wir nur wirklich ernsthaft die „Energiewende“ voranbrächten, bspw. das Land mit Sonarpaneelen und Windrädern vollstellen oder die Deutsche Bucht mit einer ausreichenden Menge Signalmasten (die mit den großen Rotoren) für die Vogelwelt versehen. Die entstehende dezentrale Erzeugungsinfrastruktur muss dann ja lediglich noch mit ein paar Tausend Kilometern Hochspannungstrassen verbunden und ausreichend Stromspeichern versehen werden – und fertig ist das Energie-Wunderland nach Quark(s)-Manier. Elfen, die Einhorn-Mist in Biogasanlagen schaufeln, inklusive.

Welche technischen, planerischen oder finanziellen Herausforderungen mit dieser Vision verbunden sind, thematisiert die Sendung leider nicht wirklich. Eine gelungene und auch für Laien nachvollziehbare Übersicht der absehbaren Probleme liefert Günter Keil hier: Die Energiewende ist schon gescheitert

Prophylaktische Schuldzuweisungen

Anscheinend ist auch der Quarks-Redaktion nicht gänzlich verborgen geblieben, dass vielleicht doch nicht alles ganz so einfach ist. Und so werden prophylaktisch schon mal die Schuldigen für zukünftige Probleme bei der Stromversorgung ausgemacht. Es sind – natürlich – die Energieversorger, die sich um ihrer Profite wegen einem Wandel zum Guten mit aller Macht entgegenstemmen. Der interessierte Beobachter darf sich also bei zukünftigen Netzausfällen auf lustige Verschwörungstheorien über deren Ursache freuen.

Gegen Ende der Sendung lernen wir noch das Smart Meter kennen, mit dessen Hilfe der Stromkunde seine Kosten optimieren könne, indem er Strom dann verbraucht, wenn er verfügbar und damit billiger ist. Umgekehrt zahlt mehr, wer in Zeiten knappen Angebots Strom nutzen möchte. Das hört sich zunächst gut an, bedeutet aber in der Praxis für den Durchschnittsbürger eher höhere Energiekosten. Welcher Arbeitnehmer-Mehrpersonenhaushalt ist schon in der Lage, im durchgetakteten Alltag auch noch die jeweils billigsten Zeitfenster für den notwendigen Betrieb elektrischer Geräte zu nutzen? Waschen nachts um drei im Mietshaus? Den Sonntagsbraten sicherheitshalber nur noch an windigen Wochenenden auf den Speiseplan setzen? Licht einschalten nur, wenn im Sommer mittags um 12 die Sonne gerade auf Solaranlagen knallt? Viel Vergügen.

Gewohnt faktenresistent

Aber das ficht die Macher von Quarks nicht an: Vielmehr wird dem Zuschauer ausdrücklich mit auf den Weg gegeben, er habe nun einmal in der schönen neuen Energiewelt seine Nachfrage an das Angebot anzupassen. Nach dieser Logik müsste bei Klopapier-Mangel auch mal der Stuhlgang auf nächste Woche verschoben werden…

Sehr geehrter Herr Yogeshwar: wenn es ein untrügliches Zeichen für die prinzipielle Dysfunktionalität eines Versorgungssystems gibt, dann ist es der Umstand, dass es nicht in der Lage ist zu liefern, wenn Bedarf besteht! Solche Systeme konnten wir bis 1989 zwischen Elbe und Wladiwostok besichtigen. Sie haben sich nicht bewährt.

Deutschland braucht eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung – und keine gigantische Rube-Goldberg-Maschine.

Nachtrag: Die Ausstrahlung der Quarks-Sendung fiel in eine Woche, in welcher
der SPIEGEL eine vernichtende Bilanz der Solarstromförderung zieht.
laut DIHK 58 % der deutschen Unternehmen Stromausfälle befürchten und
der CEO des Siemens-Sektors Energy die Kosten alleine des Atomausstiegs bis 2030 auf 1,7 Billionen Euro veranschlagt.

Artikel zuerst erschienen auf der Achse des Guten.

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75 Kommentare
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  1. Klingt interessant. Ich lade das Video gerade runter und werde es mir gegen Abend anschauen. Yogeshwar arbeitet ja auch mit Töpfer zusammen. Da wundert mich nichts mehr. Obwohl Töpfer neuerdings zugibt, dass Biosprit (der Anbau von Biokraftstoffen) der Umwelt schadet und das hier Nahrungsmittel verbrannt werden.

  2. @Micha

    Obwohl Töpfer neuerdings zugibt, dass Biosprit (der Anbau von Biokraftstoffen) der Umwelt schadet…..

    …..vielleicht kommt ja sogar Herr Töpfer irgendwann mal dahinter, dass z.B. auch Windkraftanlagen massiv der Umwelt schaden.

    Es gibt nicht erst seit gestern Studien und Untersuchungen zu dieser Thematik (z.B. hier und hier zum Download).

  3. @Rudolf Kipp
    Ich finde besonders bemerkenswert, dass die Sendung überhaupt einen möglichen landesweiten Stromausfall porträtiert. Da muss doch hinter den Kulissen beim WDR einiges in Bewergung geraten sein. Die staatlich alimentierten Verantwortlichen scheinen begriffen zu haben, daß Stromausfälle durch NIE zu einer konkreten Gefahr geworden sind. Sie sehen sich genötigt, ihre Zuschauer darauf vorzubereiten, natürlich ideologisch “korrekt”.

    Dabei geht es darum, jeglichen Zusammenhang zu den NIE zu verschleiern. Und zu leugnen (hier ist dieses Adjektiv nun wirklich berechtigt), daß wir seit Ende März 2011 zur Stromimport-Nation geworden sind.

    Ich hatte die Sendung ja schon im Thread zu “Die deutsche Energieratlosigkeit” kritisiert.

    C-O.

  4. @Rudolf Kipp

    Nachtrag. Im Artikel heisst es:

    Leider verschweigt uns Quarks aber, warum die Wahrscheinlichkeit für Netzausfälle in der Tat angestiegen.

    “Leider” ist das falsche Adjektiv und viel zu zahm. Ich glaube keinesfalls, daß Yogeshwar hier nur einen (verzeihlichen) Fauxpas begeht, sondern dahinter dürfte programmatische, planerische Absicht stecken. Ein wichtiges Indiz dafür sehe ich in der Thematisierung von Stromausfällen. Das zeigt deutlich, das Yogeshwar und Co in Wirklichkeit wissen, was läuft !!!

    Aber der Zweck (EE-Doktrin) heiligt wohl jedes Mittel (Lüge und Desinformation).

    MIch würde es überhaupt nicht wundern, wenn die Staatsmedien (ARD/ZDF) Stromausfälle noch häufiger thematisieren, damit die indoktrinierte Mehrheit diese dann in genügenden Maße für “völlig normal” hält, und bei sich selbst die Fehler sucht. Am besten freiwillig mal im Dunkeln sitzt. Solche “fortschrittlich denkenden” Menschen liessen sich in den Staatsmedien gar trefflich porträtieren.

    Entsprechende Planungen dürften bereits in der Schublade liegen.

    C-O.

  5. Auch ich habe mir diese Sendung angesehen.

    Der erste Bericht war gut, auch die Erklärung, was passiert, wenn zu viel oder zu wenig Strom in den Netzen ist. Ich hab gedacht: Prima, sieht aus wie eine gut recherchierte Sendung, so wie früher zur Blütezeit von Quarks und Co.

    Danach gings abwärts.

  6. Und so werden prophylaktisch schon mal die Schuldigen für zukünftige Probleme bei der Stromversorgung ausgemacht. Es sind – natürlich – die Energieversorger, die sich um ihrer Profite wegen einem Wandel zum Guten mit aller Macht entgegenstemmen. Der interessierte Beobachter darf sich also bei zukünftigen Netzausfällen auf lustige Verschwörungstheorien über deren Ursache freuen.

    Tja, diese Strukturen haben uns bisher jahrzehntelang janz jut über die Runden gebracht, nicht umsonst war Deutschland bisher Weltmeister bei der Zuverlässigkeit der Stromversorgung.
    Nun, da andere schonungslos in diesen System herumpfuschen dürfen um sich die Rendite für 20 Jahre zu sichern, ja nun sind die alten “Mohren” daran schuld wenn es demnächst knallen wird……..bestechende Logik das.

    Ich kann diese Lügerei einfach nicht mehr hören!!!!
    H.E.

  7. Zu Stromausfällen in der Industrie:

    Sorge vor dem Stromausfall
    Die Kupferhütte Aurubis hat im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig verdient… Für die Zukunft allerdings ist man zurückhaltender, nicht nur, weil die Konjunktur abflaut, sondern auch, weil man sich in Zeiten der Energiewende um die Stromversorgung sorgt.

    Man fürchte nach dem Aus für die Atomkraft um die sichere Energieversorgung der hochmodernen Anlagen, so Peter Willbrandt:
    “Dieses hat insofern Auswirkungen auf uns, weil hier das Risiko besteht, dass durch Spannungsschwankungen im Netz es zu Stromausfällen kommen kann. Und da sagen wir, es gibt den kurzen Wischer, der gegebenenfalls nur eine Minute ist und aber auf uns schon große Auswirkungen hat. Denn wenn wir nen ganz kurzen Stromausfall haben, vielleicht nur von einer Sekunde, fahren unsere Anlagen runter und wir brauchen einen halben Tag, um sie wieder hochzufahren.”

    So viel mal zu dem ökologistischen Glaubenssatz, man könne ja im Notfall auch einfach mal ein paar Großverbraucher vom Netz nehmen -- ganz davon abgesehen, dass die planmässige Abschaltung der Industrie im Fall der Fälle bezahlt werden muss -- und von wem wohl?

  8. auch im Abendblatt , war heute ein Artikel über

    Den Stromverbrauch dem Angebot anpassen

    Forscher arbeiten an einem Projekt, mit dem die schwankende Energieproduktion in Solar- und Windanlagen ausgeglichen werden soll.

    Heißt sowas nicht ganz einfach nur Mangelwirtschaft…hier auch noch ohne jeglichen Grund

  9. @ Climateobservator #3

    Was die Motivation der Redaktion von Quarks&Co war, auf einen drohenden Strohmausfall in Deutschland hinzuweisen, da hat der Artikel sich ja bereits an einer möglichen Antwort versucht. Ich bin übrigens geneigt, die Erklärung für durchaus sehr plausibel zu halten.

    Und so werden prophylaktisch schon mal die Schuldigen für zukünftige Probleme bei der Stromversorgung ausgemacht. Es sind – natürlich – die Energieversorger(…)

    Das hier betriebene Spiel ist aus meiner Sicht überaus perfide. Aus Sicht der EVUs kann man im Hinblick auf eine mögliche Reaktion der Medien momentan überhaupt nichts richtig machen. Wenn man sich nicht am Ausbau der NIEs beteiligt gilt man als Bremser. Beteiligt man sich, wird man als böser Profiteur dargestellt. Ähnlich sieht es beim Netzausbau aus. Kein Netzausbau: Bremser. Netzausbau (und entsprechendes Weiterreichen der Kosten): Profiteur (ist per Definition böse).

    Gleiches gilt für das Thema Strohmausfall. Wenn die EVUs oder die Netzagentur vor großflächigen Stromausfällen warnt (und das geschieht seit einigen Monaten), sind das alles Schwarzmaler, die die tollen “Erneuerbaren” schlecht reden wollen. Wenn es dann zu dem befürchteten Netzausfall kommt, ist die Schuld nach dem Cassandra Prinzip ausschließlich beim Überbringer der Botschaft zu suchen.

    Und Schuld an der ganzen Misere soll aus Sicht des deutschen Gutmichel eine Energie-Infrastruktur sein, die sich viele Jahrzehnte als extrem verlässlich gezeigt hat, und die beim Rest der Welt lange äußerst anerkennend zur Kenntnis genommen wurde.

    Ich sträube mich in der Regel dagegen, allzu vorschnell Vergleiche zu ehemals real existierenden Wirtschafts- und Politiksystemen zu ziehen. Aber das was jetzt abgeht erinnert mich an vieles, was ich staunend und beinahe ungläubig vor vielen Jahren bei Solschenizyn gelesen habe.

    Ein Beispiel dass mir spontan einfällt ist das eines Sowjetischen Projektes, auf dem bestehenden Schienennetz einfach viel längere Güterzüge rollen zu lassen. Eisenbahningenieure liefen damals Sturm gegen die Pläne (weil durch die Überbelastung das Schienennetz zerstört würde) und wurden wegen “antisowjetischer Agitation” ins Arbeitslager verfrachtet. Nachdem sich dann herausstellte, dass diese Leute Recht hatten verfrachtete man den noch verbliebenen Rest der Ingenieure ebenfalls in Arbeitslager. Schließlich waren Sie per Doktrin Schuld an der Misere. Der Vorwurf lautete dann ebenfalls “antisowjetische Agitation” und außerdem noch “Sabotage”.

    Man merke, die Schuld ist niemals bei den Bürokraten zu suchen, die sich den Blödsinn ausgedacht und entgegen jeder ingenieurstechnischen Vernunft durchgedrückt haben. Diese haben schließlich ganz bestimmt “richtig”, also der Doktrin der Einheitspartei folgend, gehandelt, und stellen somit nur den verlängerten Arm des Volkswillens dar.

  10. Obwohl man anfangs überrascht ist, dass das Thema Blackout mit allen seinen Auswirkungen endlich einmal ausgiebig thematisiert wird, dürfte eines schnell klar werden: Nachdem den Leuten die Angst vor der Klimakatastrophe abhanden gekommen ist, eignet sich dieses Thema noch zehnmal besser, um neue Ängste zu schüren und die Menschen gefügig zu machen, da ein solches Szenario viel realistischer darstellbar ist.

    Und wer trägt die Verantwortung für die neue Gefahr? Natürlich die Energiewende-Bremser!

    Beim Verkünden dieser Botschaft setzt man nun auf die alte Zauberformel „Sympathie & Bürgernähe”: Der nette, furchtbar kluge Ranga, der den begierig lauschenden Menschen an ihren TV-Geräten das alles so hübsch und verständlich erklärt. Doch die Botschaft ist eindeutig wie auf ’ner Kaffeefahrt und stinkt penetrant nach NIE-Lobby:

    00:19:30: „Erinnern Sie sich im Frühjahr 2011, auf einen Schlag wurden viele alte Kernkraftwerke vom Netz genommen. Die Energieversorger, die haben Angst gemacht, warnten vor einem Blackout, der durch die entstehende Stromlücke ausgelöst werden könnte – nun da wurde viel spekuliert, aber inzwischen wissen wir, die Kernkraftwerke sind ausgeschaltet und das Netz ist immer noch stabil. Und die Stromlücke ist nicht das Problem. Die große Herausforderung für unser altes Stromsystem liegt ganz woanders: Sie liegt im Ausbau der Erneuerbaren Energien.”

    Nach der Schilderung des Netzstabilitätsbroblems nun also die grandiose Lösung: 100 Offshore Parks, die geplant sind oder auf ihre Genehmigung warten – einige sogar mit einer Leistung von 1000 MW. Ein weiteres Mal muss das Märchen herhalten, diese könnten „eine Millionenstadt rund um die Uhr versorgen”. Der Laie lässt sich gern mit solchen tollen Zahlen beeindrucken, gelle?

    Botschaft ans Volk: Offshore-Windparks sorgen gaaaanz toll dafür, dass die Stomversorgung in unserem schönen Doitschland gaaanz sicher bleibt….. nur sind sie gaaaanz schwer zu bauen in der stürmischen Nordsee. Zu tausenden sollen sie uns demnächst Strom liefern über eine „Stromautobahn” – natürlich brauchen wir ein „neues Stromnetz” – gemeint ist das das Übertragungsnetz.

    Das Ganze mündet schließlich in der Behauptung:

    00:24:55: „Der Ausbau der Windenergie ist alles andere als einfach. Aber wenn die Infrastruktur einmal steht, ist der Wind als kostengünstiger Stromlieferant unschlagbar.”

    Das alles is zwar gaaaanz gaaaanz teuer, aber wolle mer uns ma net an so’m Kleinkram festhalten. Hauptsache wir bauen uns ’ne nette Energie-Lego-Welt zusammen, der Pöbel wird’s schon glauben, wenn’s der Ranga gaaaanz toll erklärt und der auch gleich noch die Unart der Verbraucher kritisiert, stur und bockig an an dem absurden Gedanken festhalten, Strom müsste immer vorhanden sein, wenn er gebraucht wird. Das Volk hat gefälligst umzudenken!

    Natürlich muss auch das Märchen von Wind und Sonne, die keine Rechnung schicken, mal wieder herhalten – wogegen die Öl, Uran und Kohle ja furchtbar teuer sind. Yogilein versteigt sich sogar in die Behauptung:

    „Eine Energiequelle die nichts kostet, die hat das Potenzial, den gesamten Strommarkt umzukrempeln, denn die Gewinne werden jetzt nicht mehr durch vier sondern unter tausenden von Stromanbietern aufgeteilt.

    Na endlich isses raus, das ist das Hauptziel! Die bösen Stromriesen müssen weg! Den vielen Millionen Stromkundendeppen muss nur noch eingetrichtert werden, dass es viiiiel besser und natürlich viiiiiel gerechter ist, sich künftig von vielen netten Kleinkapitalisten ausplündern zu lassen, die zwar nicht zuverlässig liefern, aber….. das is ja auch net Sinn der Sache!

    …….armseliges Flachformat! Noch armseliger als seinerseits der BÜRGERDIALOG. Es ist schwer, die 40 Minuten durchzuhalten, ohne zu kotzen.

  11. @ Andreas Baumann #8

    Egal ob das Ganze nun “Verbrauch dem Angebot anpassen”, “Smart-Grid” oder gar “Super-Smart-Grid” heißt. Das alles sind nur Euphemismen für eine Rationierung. Und ein Angebot, dass den Bedarf nicht befriedigen kann ist ein klares Zeichen für einen nicht funktionierenden Markt. Die Auswirkungen davon konnte jeder bis 1989 live mitverfolgen. Damals hätte wohl niemand gedacht, dass ein solches System so schnell wieder Realität werden würde…

  12. @Andreas Baumann #8
    Aber nicht doch, wer wird denn von Mangelwirtschaft reden, tss, tss tss. So etwas heisst schliesslich “intelligentes Strommanagement”.

    Ich kann mich noch gut an die Erzählungen meiner Grossmutter aus der Zeit unmittelbar nach 1945 erinnern, an die Eiswinter in Berlin, als die Leute illegale in den Grunewald zogen und die Bäume abholzen, um ein bisschen Wärme zu haben. Als Eissschichten die INNENWÄNDE der Küchen zierten.

    Tja, man hat sich damals höchst “intelligent” um den einzigen warmen Ort in der Wohnung, um den Küchenherd, versammelt, um ein bisschen Wärme aufzunehmen. Sehr “smart” hat man sich an die wenigen Stunden rationierten Stroms angepasst. Sogar von solch böse stromfressenden Geräten wie Waschmaschinen hielt man damals in vorbildlicher Weise Abstand. Ökologisch korrekt wurde die Wäsche mit Wäschestampfern in der Waschküche gewalkt und gereinigt. Auch manag’te man die wenig vorhanden Nahrung höchst intelligent — weil nämlich davon das überleben abhing.

    Einfach vor-bild-lich, die damalige Zeit.

  13. hier der Artikel zu #8
    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2166467/Den-Stromverbrauch-dem-Angebot-anpassen.html

    Wenn man das liesst denkt man nur an eines Mangelverwaltung und … Wilhelm Busch

  14. @Andreas Baumann #13

    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2166467/Den-Stromverbrauch-dem-Angebot-anpassen.html

    Die Stromkunden dienen nicht nur als Puffer, sie profitieren selbst durch niedrige Preise von ihrer Flexibilität. Denn sie kaufen die Energie in Zeiten ein, wenn viel davon zur Verfügung steht und der Preis im Keller ist. Gleichzeitig vermeiden sie Strombezug bei Spitzenlast und hohem Preisniveau.

    …..Zeit für ein neues Un-Wort: Puffer-Pöbel

  15. @ Rudolf Kipp

    Aber das was jetzt abgeht erinnert mich an vieles, was ich staunend und beinahe ungläubig vor vielen Jahren bei Solschenizyn gelesen habe.

    Das geht nicht nur Ihnen so. Es ist fast unheimlich, wie sich das gleicht.
    Mir fiel spontan die Geschichte des Ingenieurs Oldenborger ein, der Moskau unter dem Zaren, in der Revolutionszeit und unter den Sowjets unbeirrt mit Wasser versorgte.
    Kaufte er Ersatzteile, war es Verschwendung und Sabotage. Ging etwas kaputt, war es natürlich auch Sabotage. Er bekam Spitzel in den Betrieb gesetzt und musste ständig wechselnden Komissionen und Komitees Rechenschaft ablegen, die zwar keine Ahnung, aber ein klaren ideologischen standpunkt hatten.
    Nachweisen liess sich nie etwas, seine Arbeiter stellten ihm die besten Zeugnisse aus; aber ständig wurde gehetzt, angeklagt, diffamiert. Bis er sich erschoss.
    Sein Fehler war seine Sachkenntnis, seine Hingabe an die berufliche Aufgabe und seine Gleichgültigkeit gegenüber der ideologischen Verblendung und dem Grössenwahn der linientreuen Apparatschiks.

    W. W. Oldenborger hatte dreißig Jahre bei den Moskauer Wasserwerken gearbeitet und war offenbar bereits um die Jahrhundertwende zum dortigen Chefingenieur avanciert. Das Silberne Zeitalter der Kunst, vier Staatsdumas, drei Kriege, drei Revolutionen waren ins Land gegangen -- aber Moskau trank unentwegt Oldenborgers Wasser.

    Auch in den Moskauer Oktobertagen war eine intakteWasserleitung seine einzige Sorge. Die Kollegen traten wegen des bolschewistischen Umsturzes in den Streik, wollten, daß er mitmachte.Er darauf: »Vom technischen Standpunkt, verzeihen Sie mir, streike ich nicht. Ansonsten, ansonsten, na, da mache ich mit.« Er nahm dieGelder des Streikkomitees in Verwahrung, stellte eine Quittung aus und lief fort, um Muffen für ein kaputtes Rohr aufzutreiben.

    Zwei solche Wachhunde wurden bald ständig auf Oldenborger angesetzt. (Einer der beiden, der wegen »anstößigen Betragens«entlassene ehemalige Wasserwerksangestellte Makarow-Semljanski,ein durchtriebener Kerl, hatte sich zur RKI geschlagen, »weil die besser zahlen«, war dann zum Zentralkommissariat aufgestiegen, weildort die Bezahlung »noch besser war«, und kam nun daher, seinenfrüheren Chef zu überwachen und der erlittenen Kränkung wegen ausvollem Herzen zu schikanieren.) Na, und die Gewerkschaft schlief natürlich auch nicht, das Komitee stets auf der Wacht der Arbeiterinteressen. Ja, und die Leitung der Wasserwerke traten Kommunisten an. »Ausschließlich Arbeiter haben bei uns an derSpitze zu stehen, ausschließlich Kommunisten die volleFührungsgewalt auszuüben! Die Richtigkeit dieses Standpunkts wirdauch durch den gegenwärtigen Prozeß bestätigt.« Na und klar, dieMoskauer Parteiorganisation ließ die Wasserleitung auch nicht ausden Augen. (Und dahinter stand noch die Tscheka.) »Auf der gesunden Gesinnung eines klassenmäßigen Widerwillens bauten wir seinerzeit unsere Armee auf; im Namen dieses selben Widerwillens werden wir keinen einzigen verantwortungsvollen Posten einem uns nicht klassenverwandten Menschen überlassen, ohne ihm einen…Kommissar zur Seite gestellt zu haben.«
    Auf Anhieb begann jedermann den Chefingenieur zu korrigieren, dirigieren, instruieren und ohne sein Wissen das technische Personal zu versetzen (»das Nest der Geschäftemacher wurde aufgelöst«).Die Wasserwerkserrettung mißlang trotz alledem. Nicht aufwärts ging es mit der Arbeit, sondern bergab! So schlau war der Ingenieursklüngel bei der hinterlistigen Durchführung seines bösen Plans. …

  16. #10. Tim Hardenberg

    …….armseliges Flachformat! Noch armseliger als seinerseits der BÜRGERDIALOG. Es ist schwer, die 40 Minuten durchzuhalten, ohne zu kotzen

    ich habs nicht drauf ankommen lassen. Das Gesülze von dem Typen ist so was von………………..

    karl.s

  17. Zum GEZ- Reichsrundfunk einen link:
    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/keine-angst-vor-eingebildeten-klimakatastrophen-umfrage-des-pew-centers-klimafurcht-nimmt-weiter-ab/?tx_ttnews%5BpS%5D=1292284114
    Beitrag #5
    Alles gute

  18. Und das ist der Grund, weshalb “Wissenschaftler” ala Yogeshwar so zu kriechen hat:
    http://www.satundkabel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=74843&Itemid=159
    Noch Fragen?

  19. @karlchen #16

    ab 00:34:50 wird’s dann ganz schlimm. Da stellt man zwar noch richtig fest:

    Bisher funktioniert unsere Energieversorgung so: die großen Kraftwerke speisen den Strom zentral in ein Übertragungsnetz ein. Von dort fließt er in die regionalen und lokalen Stromnetze. Und von diesen schließlich zu uns, zum Verbraucher. Dabei speisen die Erzeuger genausoviel in die Netze ein, wie gerade verbraucht wird. Für den Grundverbrauch kommen Atom- und Kohlekraftwerke auf…..

    Um aber gleich darauf flugs zu verkünden:

    Diese Art der Stromversorgung wird es bald nicht mehr geben, denn künftig wird immer mehr Strom aus regenerativen Quellen stammen, zum einen aus riesigen Wind- und Sonnenkraftwerken, zum anderen aus vielen kleinen Biogasanlagen, Solaranlagen und Blockheizkraftwerken. Das führt zu Problemen. Strom wird immer ungleichmäßiger fließen – und aus vielen unterschiedlichen Quellen. Schwankungen und Überlastungen werden zunehmen. Das alte Stromnetz wird überfordert sein.

    Riesige Wind- und Sonnenkraftwerke? ääähm…… hieß es nicht eben noch „denn die Gewinne werden jetzt nicht mehr durch vier sondern unter tausenden von Stromanbietern aufgeteilt.” und „dezentral” und so?…… Also dann doch wieder ein paar „Energie-Multis”, diesmal ökologisch korrekte „Wind- & Sonnen-Multis”.

    Anstatt spätestens an dieser Stelle etwas über notwendige – jedoch nicht vorhandene – Speichertechnologien (hier hatte ich allerdings die genialen Ringwallspeicher-Phantasien eines gewissen Herrn Popp erwartet) zu erzählen, wird uns nun – Hosianna!!! – die wahrhaft frohe Botschaft überbracht:

    Die gute Nachricht: Wir haben die Chance, das Netz der Zukunft stabiler, umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Und das geht so: Künftig werden Versorger, Netzbetreiber und Verbraucher über eine Art Internet der Energie miteinander verbunden sein. In diesem neuen Supernetz fließt nicht nur Strom, sondern auch Information. sogenannte Smart Meter verbinden jeden Haushalt mit dem Netz, sie ersetzen die alten Stromzähler und schlalten elektrische Geräte automatisch dann ein, wenn gerade viel Strom zur Verfügung steht, z.B. bei starkem Wind…..

    Bingo! Angekommen in der Schönen Neuen Welt voller gläserner Öko-Musterbürger, die sich jubelnd und erleichtert von den Großen Klugen Energie-Onkels erlauben lassen, wann in Zukunft gekocht, geduscht und die Energiesparlampe angeknipst werden darf. Die hunderte Milliarden Euros für neue Netze und Millionen Smart-Meter hat der Puffer-Pöbel natürlich zusätzlich und aus eigener Tasche zu bezahlen, damit das schon mal klar ist.

    Ausgewählte Netzkontrolleure, junge Transformateure und Energiewendekommissare werden künftig mit Argusaugen über die strikte Einhaltung der neuen Lebensweise wachen und natürlich jeden Abweichler und Transformationsverweigerer strengstens zur Verantwortung ziehen. Erziehungsmaßnahmen zum braven, ökologisch korrekten Bürger, wie sie bereits in KiTas und Grundschulen erfolgreich erprobt wurden, sind unbedingt fortzuführen. Das Modell lässt sich sicher auch noch erfolgreich nach Nordkorea exportieren, dort sind die Leute bereits seit Jahrzehnten mit derartigen Lebensgewohnheiten vertraut.

    Apropos Smart-Meter: Vielleicht wird ja als nächste Maßnahme noch der Einsatz von E-Metern erwogen.

  20. @Andreas Baumann #13

    loool
    sag ich nur!

    “Im Projekt Smart Power wollen wir Großverbraucher einbeziehen, für die wir das Lastmanagement in einem Vorgängerprojekt bereits erfolgreich am Computer simuliert haben”, sagt Prof. Franz Schubert, Leiter des Departments Informations- und Elektrotechnik der HAW. “Die wichtigsten sind die Universität Hamburg, die HAW, der Großmarkt und der Autobahnelbtunnel.” Sie können einen Teil ihres Strombedarfs genau dann abrufen, wenn reichlich Strom ins Netz gespeist wird.

    .

    Wenn dieses Potenzial nicht ausreicht, um die auftretende Stromlücke zu füllen, kommen Blockheizkraftwerke (BHKW) ins Spiel. “Wir wollen dazu etwa ein Dutzend BHKW nutzen”, sagt Hans Schäfers, der das Projekt an der HAW leitet.

    Schäfers: “Allein die Lüftungs- und Klimaanlagen der Stadt haben einen Strombedarf in der Größenordnung von 200 Megawatt. Etwa zehn Prozent wären wirtschaftlich sinnvoll, in ein intelligentes Netz zu integrieren. Noch größere Potenziale ließen sich vermutlich bei Industrieanlagen wie den Aluminiumwerken oder der Kupferhütte Aurubis erschließen.

    Ob und wann Haushalte jenseits von Forschungs- und Pilotprojekten an intelligente Netze angeschlossen werden, ist noch nicht absehbar. Die mehrheitliche Expertenmeinung tendiere dazu, erst einmal die großen Fische ins Netz zu bekommen, so Schäfers.

    super beitrag, den Angelika Hillmer da für das abendblatt verfasst hat. vr allem weil er vor dummheit nur so trieft!
    und das letzte zitat gibt mir sogar ein bisl hoffnung, das besagte forscher doch noch nicht ganz den bezug zur realität verlohren haben

    wo ich das gelesen hab, musste ich aber schön lachen :D

    @heinz eng

    da ich gerad deinen beitrag ni finde, wo du von deinen erfahrungen auf ner 70m hohen kesseldecke redest…

    hast dich da auf nen hilfsdampferzeuger verirrt?

    *duckundrenn*

    :D

  21. @Micha

    Nana, nich so frech….zu meiner Zeit waren eben im KW nur 210 MW Maschinen das Nonplusultra^^.

    Rennen musst Du deswegen aber trotzdem net……ick will ja keine alten Männer ärgern….*grins*.

    PS. War trotzdem ein toller Ausblick auf das Sand/Wald/sonst nix “Mehr”, auch wenn mir die Schwefelsäure (Messtechnik) den Arbeitsstrampler zerfressen hat.

    MfG
    Onkel Heinz….der Liebe

  22. Hehe, “Sonarpaneel”
    ;-)

  23. Ich denke, wir erleben nun, wie auch einer breiteren Bevölkerung klar wird, was uns durch die Energiewende eingebrockt wurde. Die Versuche, Stromausfälle und Preiserhöhungen anderen in die Schuhe zu schieben, wird vielleicht beim harten Kern der NIE-Anhänger verfangen, die anderen durchschauen dieses Spiel. Oder werden sich zumindest nicht mehr lange an der Nase herumführen lassen. Klimawandel spielt ja bei der Begründung, warum die Energiewende nötig sein soll, auch kaum noch eine große Rolle, und es werden so abgestandene Argumente wie ein Ende der Rohstoffe oder die Nachhaltigkeit kredenzt. Das wird auf Dauer nicht verfangen.

    Was ich ebenfalls beobachte ist, dass sich die Hetzmasse, die dem Schlachtruf “Nieder mit der fossilatomaren Stromerzeugung” gefolgt sind, aufzulösen beginnt. Der Gegner scheint erledigt, nun geht es darum die treuen Mitstreiter zu belohnen. Das ist aber nicht so einfach, weil es nur eine ideelle Beute ist und letztlich nur das “Recht” erkämpft wurde, sich auf Kosten anderer zu bereichern. Auch das stößt zunehmend auf die Grenzen der Akzeptanz.

  24. Ihr Wort in Gottes Ohr!

  25. #19. Tim Hardenberg

    Ausgewählte Netzkontrolleure, junge Transformateure und Energiewendekommissare werden künftig mit Argusaugen über die strikte Einhaltung der neuen Lebensweise wachen und natürlich jeden Abweichler und Transformationsverweigerer strengstens zur Verantwortung ziehen.

    Moin Tim,

    jo, früher nannte man die Jungens “Blockwarte”, auf Deutsch: Anscheißer! Umerzogen wird dann im Transformationslager für ökologisch korrektes Verhalten und Leben. Hieß früher auch ein bißchen anders, ist aber die selbe “Soße”.

    karl.s

  26. @Karlchen #25

    …..darauf bezieht sich ja auch Tritium in #15 mit seinen Hinweisen auf Solschenizyn, der es gewagt hatte, in seinen Schriften ungeschminkt die perversen Auswüchse des totalitären Stalinreiches zu benennen und dafür natürlich für alle Zeiten als Beschmutzer des Arbeiter-und-Bauern-Paradieses Sowjetunion geächtet wurde.

  27. #26 …..sorry, der Link stimmt net: Solschenizyn

  28. Yogeshwar: „Eine Energiequelle die nichts kostet, die hat das Potenzial, den gesamten Strommarkt umzukrempeln, denn die Gewinne werden jetzt nicht mehr durch vier sondern unter tausenden von Stromanbietern aufgeteilt.”

    …..laut unserem Quarks-Ranga muss es also in erster Linie darum gehen, den Energie-Großkapitalisten das Handwerk zu legen, und dadurch die Gewinne auf viele Kleinkapitalisten zu verteilen, was ja viiiiel gerechter ist und vor allem die Energieversorgung deutlich „stabiler” machen soll. Also z.B. so wie hier:

    Bürgerbeteiligung an Windkraftanlagen?

    Zur Zeit wird verstärkt für sogenannte Bürgerbeteiligungen im Rahmen von Windräder-Betreibermodellen geworben. Diese Werbung richtet sich in erster Linie an einen finanziell unerfahrenen Personenkreis, für den eine Investition in Windenergie eine Glaubenssache ist. Diese Menschen sind sich der Risiken nicht bewusst, die mit diesen Beteiligungen verbunden sind. Sieerkennen nicht, dass die Gewinne, die durch die Abnahmepflicht des erzeugten Stromes zu überhöhten Preisen erzielt werden, vorher von den Initiatoren der Modelle abgegriffen werden.

    Begünstigt wird der Erfolg dieser Betreibermodelle durch eine Vielzahl von Faktoren:

    Vollkommen unkritische Medien, die breit über erste Spatenstiche berichten und den Initiatoren Gelegenheit geben, ausführlich ihre Konzepte in den glänzendsten Farben darzustellen.

    Die Atmosphäre, die bei den Informationsveranstaltungen herrscht, erinnert an Kaffeefahrten. Finden solche Veranstaltungen in kirchlichen Räumen statt, haben sie im Bewusstsein der Teilnehmer den Segen der Kirche. Und wenn dann Landräte, Bürgermeister und regionale Banken dieses Vorhaben unterstützen -- umso besser.

    Die ständige Heraushebung der Selbstlosigkeit der Initiatoren. Ihre Ehrenamtlichkeit wird betont, es geht ihnen ausschließlich um eine bessere Welt, in der alle Menschen über regenerativen Strom glücklich sind. Es wäre äußerst unpassend, ihnen mit solch profanen Fragen zu kommen, wie, ob man sicher sein, seine Einlagen jemals wiederzusehen und ob die zugesagten Erträge, niedrig genug, garantiert sind. Die Verschleierung der Risiken wird dadurch erleichtert, dass für Genossenschaften die sogenannte Prospektpflicht nicht gilt, also keine umfassende Beschreibung stattfinden muss. Deshalb ist wohl auch diese Gesellschaftsform gewählt worden……

  29. @tim hardenberg #19

    Der Ringwallspeicher ist ganz neu auch in Spektrum der Wissenschaft 2/2012.
    Die Diskussion ist unter http://www.spektrum.de/artikel/1137645
    Die ganze Sache wurde doch auch schon mal hier oder auf Eike auseinandergenommen?

    @heinz eng

    Interessant ist auch der Blick von den neuen 800 MW Braunkohleblöcken (ca. 160m)
    Und der Kessel ist oben aufgehangen da er im Betrieb ca 1m länger wird.
    Das ist Technik!

    rene

  30. @Gast #29

    Die ganze Sache wurde doch auch schon mal hier oder auf Eike auseinandergenommen?

    das war bei EIKE. Guckst du hier.

  31. Es gibt nicht so viele Leute die so ehrlich sind wie T.C. Boyle. Der wurde im Cicero gerfragt:

    Ist der Untergang der Menschheit der heimliche Traum jedes Umweltschützers?
    Selbstverständlich

    Das nenne ich mal eine klare Ansage.

  32. #28. Tim Hardenberg

    …..laut unserem Quarks-Ranga muss es also in erster Linie darum gehen, den Energie-Großkapitalisten das Handwerk zu legen, und dadurch die Gewinne auf viele Kleinkapitalisten zu verteilen, was ja viiiiel gerechter ist und vor allem die Energieversorgung deutlich „stabiler” machen soll. Also z.B. so wie hier:

    Das Konzept heißt “Energiegenossenschaft” und soll Seriösität vortäuschen, siehe hier

    karl.s

  33. @Quentin #31

    ….ja, T.C. Boyle ist gnadenlos ehrlich, das merkt man auch an der Art, wie er schreibt.

    Buchtipps:
    Riven Rock, America, World’s End, Wassermusik

  34. Neues zum Thema “Erneuerbares Jobwunder”:

    Q-Cells in schwerer Finanznot
    24.01.2012, 09:02
    Mit Q-Cells strauchelt ein weiterer Solarkonzern. Für dieses und kommendes Jahr erwartet das Unternehmen hohe Verluste. Finanzielle Schwierigkeiten bringen das Unternehmen in eine Existenz bedrohende Lage.

  35. #31. Quentin Quencher

    Es gibt nicht so viele Leute die so ehrlich sind wie T.C. Boyle

    Das stimmt, aber der Mann hat sehr krude Vorstellungen von der Zukunft allgemein und von den Menschen im Besonderen, was folgendes Zitat aus Deinem Cicero Link belegt:

    Wir alle sind Teil des Problems, ich bin Teil des Problems. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, und egal ob wir mit dem Auto durch die Stadt fahren, im Wald ein Feuer anzünden oder nur etwas essen: Alles, was wir tun, trägt in gewisser Weise zur Zerstörung alles anderen bei. Wie ich anfangs sagte: Der Mensch ist ein Tier, und letztendlich sind das Überleben und die Vermehrung sein einziger Zweck

    karl.s

  36. @Rene

    Ach ja, so ein 800 MW-Monster würd ick mir gerne mal von nahem angucken…….dat sind schon ganz andere Dimensionen.

    Popp und sein Ringwall………ick hatte mal die Verdunstungsrate dieser gewaltigen Fläche durchgerechnet, ohne ständigen Wasserzufluss würde das Ding austrocknen und auch die Erstbefüllung diese Planschbeckens wäre gigantisch.

    Tja, weil wir gerade so schön vom E-Speicher babbeln…….

    Effizienter Druckluftspeicher lässt auf sich warten

    …..Leider aber verzögert sich das Projekt. Wie Stephan Reimelt, Vorsitzender von GE Deutschland, jüngst mitteilte, werde weiter an Adele geforscht, von einer Realisierung sei man aber noch weit entfernt. Ursprünglich war geplant, schon in diesem Jahr mit den Bauarbeiten loszulegen. Ob es 2015 etwas werde? “Eventuell.”……

    ….Und so glaubt kaum einer in der Branche, dass sich Stromspeicher im derzeitigen System ohne staatliche Förderung rechnen. “Der Kosten-, Nutzen- und Ertragseffekt zwischen Einspeicherung und Ausspeicherung bedarf eines wirtschaftlichen Fördermodells”….

    Aha, noch nicht mal im Ansatz fertig aber man meldet schon mal vorsorglich Förderbedarf an………ein weiteres Indiz für explodierende Stromkosten in der Zukunft.
    Plan- und sinnlose Energiewende, nun rächt sich das Energielaien unter Umgehung von Fachleuten am Computer die tollsten Modelle gebastelt haben und das dann als Studie den unbedarften Politikern unter die Nase gerieben haben.
    Es geht schneller den Bach runter als ich gedacht habe………..Deutschland wird Weltmeister im “Blasenwerfen” und die Welt wird sich krumm und dusselig lachen.
    Ach ich vergass, Realisten wie Onkel Heinz sind ja bislang nur “böse Bremser” der erneuerbaren Zukunft die sich grüne Bessermenschen mangels Fachkenntnis so supertoll aus den Fingern gesaugt haben.

    PS. Anscheinend geht es gerade Q-Cells auch an den Insolvenzkragen wegen Verlust des Grundkapitals……..und da flattern se hin, die versprochenen grünen Jobwunder.

    Manchmal könnte ick meine Omme minütlich auf die Tischplatte knallen, am Ende tut mir dann aber doch der arme Tisch leid.
    Onkel Heinz……..hab ick doch schon immer gepredigt

  37. Die ganze Welt lacht über schaut auf Deutschland!

    Deshalb darf die Energiewende lt. Siemens-Vorstand Michael Süß schon deshalb nicht scheitern, weil sonst Deutschlands AAA-Rating in Gefahr ist!. Und das ist schließlich viel schlimmer als Klimakatastrophe, Meteoriteneinschlag und Yellowstone-Ausbruch zusammen!

    Siemens puts cost of nuclear exit at 1.7 trillion euros

    “As an industry, Germany has always reached its goals. Now the whole world is looking at us. If the energy shift should fail … it would undermine Germany’s credibility as an industry nation,” Suess said.

  38. #34. Rudolf Kipp

    Q-Cells in schwerer Finanznot

    da ist meiner Meinung nach nichts mehr zu retten. Das böse Wörtchen mit “I” am Anfang wird da wohl alsbald zur Realität.

    karl.s

  39. Ja, den Boyle muss man sich nicht merken. Bislang war mir nur der Name bekannt, jetzt ist es ein bisschen mehr und dabei bleibt es auch.

    Die weiter oben angesprochenen finanziellen Bürgerbeteiligungen sollen wohl zwei Dinge gleichzeitig regeln. Einerseits will man damit die Akzeptanz vor Ort schaffen (Bürgerwindräder etc.) und andererseits die Finanzierung solcher Anlagen sicher stellen. Das wird noch ein lustiges Hauen und Stechen geben wenn diejenigen die es sich leisten können die Landschaft verschandeln für einen erhofften Profit. Dieser allerdings wird immer fragwürdiger, ein derartiges Engagement dürfte als hochspekulativ einzuschätzen sein, rein auf Subventionsabgreife ausgerichtet.

    Doch nun reißen die Nachrichten nicht ab, die von vernichteten Kapital in der NIE-Branche berichten. Siemens, Q-Cells und diverse weitere machen in der Sparte Verluste. Banken müssen größere Wertberichtigungen vornehmen und werden zunehmend nervöser wenn es um die Finanzierung von NIE-Projekten geht. Nun sollen es also die Kleinanleger richten. Wenn es aber mal soweit ist, sei jedem angeraten, die Finger davon zu lassen. Für diejenigen die die selbigen sich verbrennen werden, wird sich mein Mitleid in Grenzen halten.

  40. Es werden ja immer wieder Verhaltensweisen aus totalitären Regimen angebracht. Die stimmen wohl auch weitestgehend, doch so weit braucht man gar nicht zu greifen. Ein Vergleich aus der jüngeren Vergangenheit drängt sich mir auf. So wurden “blühende Landschaften” für Ostdeutschland versprochen, allein die D-Mark sollte es richten. Hat auch nicht geklappt, jedenfalls wurde es viel viel teurer als versprochen. So gesehen könnte man heute auch von “Blühenden NIE” sprechen.

  41. Hihi…….Dirk Maxeiner hat wieder mal zugeschlagen.

    Die zersägte Jungfrau

    …………..Der Bau von Leitungen um immer mehr Alternativstrom durch die Lande zu schicken, kommt indes nicht voran. Es fehlen tausende Kilometer. Die Kosten wurden weit unterschätzt -- und die Länge von Planungs- und Genehmigungsverfahren ebenfalls. Was Windradbetreiber und Solarfarmer aber nichts ausmacht: Ihr Strom wird in jedem Fall zu weit über dem üblichen liegenden Garantie-Preisen abgenommen -- oder sie werden fürs Nicht-Liefern bezahlt. Die ökonomischen Folgen dieses Hokus Pokus lassen sich bereits beziffern: Von der merkelschen Illusionsnummer gebeutelte Stromkonzerne streichen zehntausende Stellen. Auf der anderen Seite treten noch nicht einmal die industriepolitischen Verheißungen ein: Solarzellen und Windradshersteller entlassen ebenfalls massenhaft Mitarbeiter, weil die chinesische Konkurrenz billiger produziert. Die deutschen Verbraucher ächzen unter explodierenden Strompreisen. Sie zahlen sogar dafür, dass Alternativenergie nicht geliefert wird -- und subventionieren obendrein chinesische Arbeitsplätze. Um das als Zukunftskonzept zu verkaufen, bedarf es wahrhaft magischer Fähigkeiten.

    Tolle Zusammenfassung des derzeitigen Zustandes………in Zeiten eines Harry Potters und Bachblütentee bedarf es aber kaum der Magie um diese Märchen an das Volk zu verteilen…….da hat schon unser Bildungssystem kräftig vorgearbeitet.
    ……und der Abgrund kommt immer näher…….
    H.E.

  42. @Onkel Heinz

    …jo, einmal mehr Maxeiner schad’t nix.

  43. #41./42. Tim und Heinz

    Besser kann man es wirklich nicht auf den Punkt bringen. Ich bin heute schon gespannt, welche Ausreden unsere öko-grün getrimmte Kanzlerin parat hat, wenn die Illusion zerstiebt und die bittere Realität gnadenlos auch in deren Hirnwindungen Einzug hält. Ach übrigens, es scheint ja wohl so, als dass doch noch Winter wird. Die sibirische Kälte schleicht sich, trotz ausdauernder und aufopferungsvoller Gebete unserer “großen grünen Mutter”, ganz fies von Osten her an ;-) und könnte zu zusätzlichem Energiebedarf führen, wegens der Heizung und so.

    karl.s

  44. @Tim
    Lol…..einfach zu viele Energiethreads offen……..hier würde sich so ne Art “Nachrichtenportal” recht gut machen, dürfte aber den Rahmen der Software sprengen.
    Eins ist jedenfalls derzeit zu bemerken, die Kritik zur Energiewende in den Medien mehrt sich von Tag zu Tag , ist das schon ein Vorzeichen oder versucht man nur die Solaraktivitäten medial schlachtreif schiessen?

    Na mal gucken.
    H.E.

  45. @Onkel Heinz

    ….ich denke, die Subventionsabgreifer gehen sich nun langsam gegenseitig an die Gurgel. Wenn’s um die Kohle geht, hört der Spaß schließlich auf…… selbst beim Sohn eines Kohlenhändlers, gelle?

  46. Alsooooo Struppi, Du willst wohl unbedingt meinen Eimer leeren………mir hier den alten Franz von 2010 zu präsentieren, schämste Dich denn überhaupt nicht?….*grins*

    Aber gut…….der sprach ja die Stadtwerke München an, die sich bis 2025 vollständig mit regenerativen Strom eindecken wollen…….
    .
    .
    sorry, komm gerade aus den Keller zurück
    .
    und dann ganz stolz im Osten Deutschlands auf Windfarm-Einkaufstour gegangen sind, das beleidigt meinen Intellekt, wenn sogar schon Energieversorgungsunternehmen diesen Additions-Betrug mitmachen.
    Täusche ich mich oder ist es um den Sohn des Kohlenhändler letzte Zeit etwas ruhiger geworden?

    Onkel Heinz……….und wieder hat die Tischkante ne Delle

  47. @Onkel Heinz

    Struppi, knurrrr….. wat haste eijentlich gegen dat heilige Frenz’l, der is doch sooo nett und gibbt den Leuten auch noch jede Menge jute Tibbs, wie se sinnvoll ihr Geld vernichten anlegen und stinkereich dabei werden können. Und wenn se keen eigenes Dach ham….. dann müssense eben mal ihrem Vermieter uff’n Sack gehen…..

    …..sponsored by Volksbank Mittelhessen

    Bei den Mitgliederversammlungen 2012 der Volksbank Mittelhessen können Sie spannende Vorträge der hochkarätigen Referenten genießen. Franz Alt, Redner des Jahres 2011 und Träger des Deutschen und Europäischen Solarpreises, zeigt in seinem Vortrag, dass und wie die solare Energiewende zu 100 Prozent in wenigen Jahrzehnten gelingen kann. Die Energiewende ist die Basis eines neuen, eines ökologischen, nachhaltigen Wirtschaftswunders.

    Wat? Wirtschaftswunder?

    ……… knurrrrr, kotz und weg…..

  48. #47

    Die Energiewende ist die Basis eines neuen, eines ökologischen, nachhaltigen, blauen Wirtschaftswunders.

    Es wird dann schon wie ein Wunder wirken, wenn die stärkste und traditionell arbeitsamste Wirtschaft Europas sich mit ökologischen Illusionen nachhaltig ruiniert … so muß man das lesen.

    Hat ja alles sein Gutes, endlich wird Deutschland in Europa auch in wirtschaftlicher Hinsicht richtig integrationsfähig sein.

  49. Wat? Wirtschaftswunder?

    Klar. ein blaues!

  50. ick gloobe, der Erfinder des Spruches hat sich damals etwas in der Farbe vertan.

  51. Blaues Auge auf grünem Grund… :-D

  52. Hier ist auch noch ein interessanter Kommentar von Zettel:

    Zettels Meckerecke: Nach der kollektiven Besoffenheit der Kater. Die Folgen der “Energiewende” werden allmählich greifbar

    ….. Nun hat Deutschland im Frühjahr vergangenen Jahres die Weichen für zwei Entwicklungen gestellt: Erstens wurde das in Deutschland erzeugte Stromangebot insgesamt verknappt, indem Kernkraftwerke abgeschaltet wurden. Zweitens soll die Stromversorgung künftig zunehmend aus Quellen kommen, bei denen die Anpassung an die laufende Nachfrage schwierig bis unmöglich ist. Wieviel Windenergie erzeugt wird, bestimmt nicht der aktuelle Stromverbrauch, sondern die aktuelle Windstärke. Wieviel Solarstrom ins Netz fließt, hängt nicht vom Bedarf ab, sondern vom Sonnenschein.

    Deutschland leistet sich, mit anderen Worten, den Wahnwitz, auf einem für unsere Wirtschaft zentralen Gebiet die Versorgung mutwillig zu verschlechtern. Und zwar nicht vorübergehend, sondern langfristig. Nicht als aktuelles Problem, sondern als eine Weichenstellung für eine schlechtere Zukunft….

  53. Und noch einmal Zettels Raum “Verblendet” der solare Gau.

  54. Der Franz ist ja der Knaller ;-)

    Sie können ihr Geld in EE umtauschen ;-)

    Solon wird zerschlagen, die Aktie stand am Freitag bei 47 cent ;-)

    Q-cells geht es ebenso? Jetzt werden 200 Mill. von 800 fällig ;-)

    Sie werden alle Obamas Solyndra folgen ;-)

    Mich würde interessieren, glaubt der Franz das wirklich?


  55. Schott-Solar schließt Waferproduktion in Jena

    Begründung:

    “Das ungezügelte Wachstum in China bietet kein normales Wettbewerbsumfeld”, sagte Heming.

    Mir kommen die Tränen

  56. @karl

    ähhhm…… sollte das dann nicht besser Schrott-Solar heißen?

  57. Solon-Debakel: 200 Millionen Euro Verlust, Aktie am Boden

    20 Millionen € ist der deutsche Photovoltaik-Spezialist Solon an der Börse noch wert -- nach einem Kurseinbruch um mehr als zehn Prozent und zwischenzeitlichen 1,17 € für die Aktie, die vor viereinhalb Jahren noch um fast 90 € zu haben war. Doch damals wurden 815 Millionen € Umsatz erreicht, und ein Rekordverlust von 272 Millionen € war weit und breit nicht absehbar. Der kam erst 2009. 20 Millionen € Verlust folgten 2010. Und heuer? Wird eine Katastrophe….

  58. #56. Tim Hardenberg

    ähhhm…… sollte das dann nicht besser Schrott-Solar heißen?

    jo, letztendlich ist das nur noch SCHROTT!

    karl.s

  59. Weil der Sonnenstrom wie auch der Windstrom bislang nur unregelmäßig fließt und technische Einrichtungen zur Stabilisierung des Netzspannung teuer und zudem nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, ist die Schnellabschaltung von großen Stromverbrauchern die wirksamste Methode, um die Netzstabilität zu sichern.

    Minister Rösler bereitet bereits eine entsprechende „Abschaltverordnung“ vor und stellt den betroffenen Unternehmen eine Entschädigung von bis zu 60.000 Euro je Abschaltung in Aussicht. Die Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“ begrüßt die Pläne. So müsse der Kraftwerkspark im Zuge der Energiewende nicht unnötig aufgebläht werden.

    Und was sonst noch von “Röslers Kante” übrig blieb…

  60. Übrigens, worauf wir alle besonders gespannt sein sollten:

    In einem Brief verlangten sie Auskunft, wie Röttgen die Einspeisevergütung für Sonnenstrom reduzieren und Anreize zur Entwicklung von Speichertechnologien schaffen wolle. Als Frist zur Beantwortung ihrer Fragen hatten sie den heutigen 25. Januar gesetzt. Beim heutige Treffen mit der „Koalitionsarbeitsgruppe Energie“ will Röttgen seine Ideen vorstellen.

  61. @ Carl M., #59:

    Ich finde die Abschaltverordnung äußerst clever. Deutlicher kann Rösler in dieser Regierung nicht kommunizieren, welche Risiken mit der Energiewende verbunden sind, ohne sich angreifbar zu machen. Zweitens treibt sie zunächst die großen Verbraucher (denn nur bei diesen würde eine Abschaltung zur Netzstabilisierung etwas bringen) aus den Netzen und regt diese an, sich selbst mit Energie zu versorgen (60.000 sind keine ausreichende Kompensation für die Gefährdung der Anlagen und die Produktionsausfälle). Dieser Trend wird durch die jüngste DIHK-Studie bestätigt. Wir haben ihn hier bei Science Skeptical schon vor vielen Monaten vorhergesehen.

    Wenn sich das produzierende Gewerbe zunehmend selbst mit Strom versorgt, konterkariert das die Energiewende auf äußerst intelligente Weise, denn dagegen können die Ökos so schnell keine Gegenmaßnahmen ergreifen, ohne sich zu demaskieren und den Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren.

  62. @ Heller #61, Carl.M. #59

    Ich finde die Abschaltverordnung genial. Besser kann man die Sorge um eine stabile Energieversorgung derzeit nicht an die Öffentlichkeit bringen. Sie ist Warnung und Eingeständnis gleichzeitig.
    Ich staune einfach, wie die künftige Mangelwirtschaft der BRD auf Maßnahmen der alten DDR zurückgreifen muß. Auch da gab es einen Abschaltplan für Energieengpässe. Naja, vom Sozialismus lernen heißt Verlieren lernen.

    Beste Grüße B.

  63. #59 ff

    … ist die Schnellabschaltung von großen Stromverbrauchern die wirksamste Methode, um die Netzstabilität zu sichern.

    Also wenn man das nun nicht bloß als politische Signalflagge ansieht, sondern als technischen Vorschlag ernst nimmt, dann ist mir nicht ganz klar, wie das funktionieren soll: um das Netz zu stabilisieren, müßte man ja Verbraucher nicht nur schnell abschalten, sondern auch schnell wieder anwerfen können, und das ist wohl nicht immer so leicht möglich… oder läuft das dann so: läßt der Wind nach, dann schalten wir ganz schnell das Aluwerk ab, bläst er dann wieder kräftig, dann schalten wir ganz schnell die Windräder ab, und dann ist das Netz stabilisiert, nämlich auf Null?

  64. Angesichts der Staatsschulden- und Eurokrise wird in der Öffentlichkeit gern übersehen, dass Ratingagenturen ihr Hauptgeschäft darin sehen, die Bonität von Schuldnern zu bewerten – vorrangig in der Privatwirtschaft. Im Grunde tun sie nur das, was jeder Sparkassenkunde mit der Akzeptanz der Schufa-Klausel in Kauf nimmt oder jeder Unternehmer, der von der CREDTREFORM durchleuchtet wird. Nun hat es den Windmacher-Pionier im Norden erwischt: Moody’s senkt die Bonitätsrate von EWE.

    Kurz notiert (aus der Homepage), was wohl ein Grund sein könnte (fett von mir):

    Ein Schwerpunkt der EWE-Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien ist die Windkraft. Hier beteiligt sich EWE maßgeblich daran, innovative Lösungen zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist die Realisierung des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus, der durch die 2006 gegründete „Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur-GmbH & Co. KG“ (DOTI) verwirklicht wurde. Die EWE AG ist mit 47,5 Prozent beteiligt.

    Und so kommentiert EWE diesen Vorgang auf der Homepage:

    Moody’s senkt Bonitätsnote von EWE
    Finanzvorstand Sanders: „Mit A3 weiterhin ein gutes Rating“

    Oldenburg, 24. Januar 2012. Die Ratingagentur Moody’s hat das Rating des Oldenburger Energieversorgers EWE von A2 auf A3 gesenkt. Den Ausblick beließ Moody’s auf negativ. Die Agentur begründet die schwächere Einstufung mit gegenwärtigen Belastungen von EWE in einem schwierigen Marktumfeld. Zudem habe der erwartete Verkauf der VNG-Anteile nicht stattgefunden. EWE hatte in der vergangenen Woche darüber informiert, dass infolgedessen mit einem deutlich negativen Konzernergebnis für das Jahr 2011 zu rechnen sei.

    Dr. Heiko Sanders, Finanzvorstand der EWE AG: „Mit der Bonitätsnote A3 verfügen wir weiterhin über ein gutes Rating. Den schwierigen Rahmenbedingungen für die Energiewirtschaft kann sich EWE aber nicht entziehen.“

    Im Klartext heißt das: Wir haben uns irgendwie verzockt, liebe Investoren. Liegt wohl am schwierigen Umfeld in der Energiewirtschaft. Wir wollten ja nur das Beste, aber keiner honoriert unsere Bemühungen. Die Investitionskosten stehen in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Die garantierten Einspeisevergütungen für Offshore-Windparks müssen drastisch erhöht werden. Sonst..ja, sonst gibt’s wohl kaum noch Geld von Banken.

    Oder wie es…

    …eine EWE-Sprecherin sagte, dass die Herabstufung unmittelbar keine Auswirkungen habe. Sollte der Versorger allerdings einen Kredit aufnehmen, was aktuell nicht geplant sei, würde sich die schlechtere Bonitätsnote in höheren Zinssätzen niederschlagen.

    Ja, so sind sie, die Ratingagenturen. Vermasseln uns das Geschäft.

  65. Ich finde die Abschaltverordnung äußerst clever. Deutlicher kann Rösler in dieser Regierung nicht kommunizieren, welche Risiken mit der Energiewende verbunden sind, ohne sich angreifbar zu machen

    Peter Heller,
    trauen Sie dieses Kalkül Rösler zu? Oder seinen Beratern? Ich habe meine Zweifel.

    Wenn sich das produzierende Gewerbe zunehmend selbst mit Strom versorgt, konterkariert das die Energiewende auf äußerst intelligente Weise…

    Was ja schon lange in der chemischen- und petrochemischen Industrie der Fall ist. Ich erinnere mich an einen Artikel von Ihnen über ein Chemieunternehmen in Niedersachsen, das ein GuD-Kraftwerk in Betrieb genommen hat und wahrscheinlich aus Redundanz-Gründen (Revisionen etc.) ein weiteres Steinkohlekraftwerk baut. Chemieproduktion läßt sich eben nicht so schnell verlagern wie ein Zementwerk oder eine Aluhütte. Bevor ThyssenKrupp ein eigenes Kraftwerk baut, verlagert es die Produktion. Wer wirklich in den Hintern gekniffen ist, das sind die mittelständischen Maschinenbauer. Bevor sie die Rettung durch Mini-KKWs erhalten, bleiben sie den hohen Energiekosten ausgeliefert.

  66. Hier mal ein paar Live-Daten einer Vogelschredderanlage bei Altentreptow

    sieht seit ein paar Tagen wieder recht flau aus.

  67. Während die NIE-Branche trotz ausufernden Subventionen mit immer größeren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, zeigen Firmen wie Exxon, wie man auch zum Wohle der Menschen (und der Staatskasse) arbeiten kann. In einem Gespräch im Handelsblatt über die Zukunft der Erdgasförderung antwortet Gernot Kalkoffen auf die Frage: “Welche Vorteile würde eine Gasproduktion dem Land noch bieten?”

    Für das Land und die jeweiligen Kommunen sind die Förderabgaben attraktiv. In Niedersachsen sind im Rahmen des konventionellen Erdgases in den vergangenen Jahren bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr an Förderabgaben an das Land gezahlt worden – neben den üblichen Steuern, die Unternehmen zahlen. Dazu kommen die Gewerbesteuern, die in die Gemeinden fließen, in denen wir Erdgas fördern.

  68. Obama im Wahlkampf Obama Pushes Natural-Gas Fracking to Create 600,000 U.S. Jobs

    Wer sagts denn, seine Solyndra sind mit 537Mill.$ verschwunden , jetzt will er Wachstum und Arbeutsplätze durch Shale Gas.
    Mein Englisch ist zu schlecht, wie macht er den Spagat zw. realer Energie mit allen Vorteilen für echtes Wachstum und seiner EPA Politik für EE?

  69. @ Carl M.:

    trauen Sie dieses Kalkül Rösler zu? Oder seinen Beratern? Ich habe meine Zweifel.

    Ja (Rösler). Ja (Berater). Ich habe keine Zweifel. Auf eine Begründung müssen Sie leider verzichten.

  70. Gibt es am Ende gar ein Aufwachen bei den Umweltverbänden in Sachen „Umweltzerstörung durch Windkraftanlagen”? NABU, KNU, BUND, EGE (Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.) und der AK Fledermausschutz haben für den Raum Euskirchen eine Stellungnahme zu Windkraftanlagen in Wäldern abgegeben.

    Hier einige Auszüge:

    Wir sprechen uns heute nachdrücklich gegen den Bau von Windenergieanlagen (WEA) inden Wäldern des Kreises Euskirchen aus.

    Aus folgenden Gründen sollten in Wäldern keine Windenergieanlagen gebaut werden:

    Unsere Generation möchte sich nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, Fehler durch Raubbau an der Natur zu wiederholen, Eingriffe in die Artenvielfalt verantworten zu müssen und den Einfluss von Maßnahmen auf Ökosysteme negiert zu haben……

    …..Die Güter, die von der Errichtung von WEA im Wald betroffen sind, sind vielfältig: Arten- und Habitatschutz, Schutzgebiete, Immissionsschutz, Erholungsfunktion der Wälder und das Landschaftsbild…..

    …..Bau und Betrieb der Anlagen können die Lebensräume bestimmter wildlebender Tierarten erheblich beeinträchtigen oder zerstören. Für zahlreiche Vogel- und Fledermausarten besteht überdies die Gefahr, mit den Anlagen zu kollidieren. WEA über Wald sind einzusätzliches Gefährdungspotenzial für bedrohte und geschützte Vogel- und Fledermausarten…..

    …..Ähnlich schwerwiegende Auswirkungen sind auf Nutzbarkeit von WEA beeinträchtigten Lebensräumen für störungsempfindliche Säugetiere wie Wildkatze und Luchs zu erwarten……

    Durchschnittlich 5 – 11 Fledermäuse kommen pro Jahr jeWindrad zu Tode, für bewaldete Regionen werden Werte von 5 – 20 Tiere pro Jahr und Windrad angegeben. Am häufigsten betroffen sind Abendsegler, Rauhautfledermaus und Zwergfledermaus. Weitere Fledermaus-Schlagopfer, wenn auch seltener, sind Zweifarbfledermaus, Braunes Langohr, eine normalerweise an der Vegetation jagende Fledermausart sowie Fernwanderer aller Arten. Mehrere Untersuchungen aus Windrad-Gondeln und im Wipfelbereich von Wäldern zeigen, dass Fledermäuse im offenen Luftraum in erheblicher Höhe und über den Baumkronen jagen und fliegen.

    Nur zwei Todesopfer pro Windrad und Jahr reichen aus, um eine stabile Fledermauspopulation von 5.000 Tieren innerhalb von 20 Jahren verschwinden zu lassen. Windkraftanlagen bedeuten den schleichenden Tod für Fledermäuse…..

    Das sind ja völlig neue Töne von unseren Umweltverbänden. Sollte die Vernunft sich endlich Bahn brechen?

  71. Jetzt darf man anscheinend nicht mal mehr die Dinge beim Namen nennen.

    Klimawandel: Referent provoziert an Uni

    Auf heftige Kritik gestoßen ist ein Vortrag des Leipziger Physikers Prof. Dr. Dr. Knut Löschke am Wochenende an der Universität Passau. Einige Studenten verließen entrüstet den Lehrsaal, nachdem sie seine Thesen zu den Ursachen des weltweiten Klimawandels hörten. … “Verlassen haben den Vortrag lediglich die fünf bis acht Vertreter der Grünen-Hochschulgruppe.”




    Professor Knut Löschke forderte die Rückkehr zur Vernunft


    Köditz/Pinka fordern Abberufung von Prof. Löschke aus Innovationsrat – „Skandalöser Nazivergleich“

  72. FTD: Obamas verpatzte Energiewende

    Der Schwenk auf erneuerbare Energien sollte eines der großen Projekte des US-Präsidenten werden. Doch er löst seine Versprechen nicht ein. Windkraftfirmen, die im Vertrauen auf ihn investiert haben, droht ein böses Erwachen.

  73. Tim Hardenberg,

    die Journaille berichtet stark verkürzt, wie eine sozialistisch geführte Propagandaindustrie.
    Obama macht das alles nicht freiwillig. Hier wird ein riesiger Shale Gas Boom in den USA verschwiegen. Die Strompreise sind seit 2008 auf die Hälfte zurückgegangen, Obama hat mit Solyndra 537 Mill. $ in den Sand gesetzt.Die USA können sich seit 2011 selbst versorgen. Durch Shale Gas sind die Preise so gesunken, dass nicht nur der EE Müll bankrott ging, sondern z.Z. auch KKW zu teuer sind, die Pläne wurden auf Eis gelegt.

    Strompreise halbiert! Das passt nicht zur linksgrünen Propaganda in Deutschland.

    Die Fördertechnologie machte dies möglich, die Preise purzeln da im freien Markt und Obama ist machtlos und neidisch auf EU, die halbierte Preise unbedingt verhindern will.

  74. Nimmt man jetzt noch dazu, dass deutschland einen wichtigen Teil seines Exports mit Fördertechologie, Bergwerks- und Bohrausrüstung verdient (Ja, tatsächlich, obwohl wir doch gar nicht die grosse Bergbau- und Bohrnation sind -- doch das ist unter anderem ein spinoff des ‘Kohlepfennigs’), wäre es wirklich an der Zeit, auf diesen längst fahremden Zug zu springen, statt wie die Karnickel geblendet in die Scheinwerfer des Club of Rome zu glotzen, dieses depressiven Altmännervereins, der sich mit seinen Weltzuntergangs-Prognosen lächerlicher gemacht hat als die Zeugen Jehovas.

  75. Interessantes Fundstück von Wilfried Heck (www.wilfriedheck.de):

    Auslastungsgrad von Windkraftanlagen 2010 in Hessen:

    • gesamte Nennleistung: 662.272 kWp_el
    • erzeugte Energie: 762.115.165 kWh
    • durchschn. Anzahl der Volllaststunden: 1.150,76 h
    • durchschn. Nutzungsgrad: 13,14 %

    Auslastungsgrad von Windkraftanlagen 2010 in Baden-Württemberg:

    • gesamte Nennleistung: 70.260 kWp_el
    • erzeugte Energie: 82.691.913 kWh
    • durchschn. Anzahl der Volllaststunden: 1.176,94 h
    • durchschn. Nutzungsgrad: 13,44 %

    Quelle: Guckst du hier

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