Zauberlehrlinge in Aktion – die Risiken der Geothermie

22. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Die Grenzregion zwischen der Schweiz und Deutschland – insbesondere das Umfeld von Basel – ist ein Erdbebengebiet. Der seit Millionen von Jahren andauernde Vormarsch der afrikanischen Platte nach Norden, der die Alpen aufgeschoben hat, wirkt auch heute weiter und erzeugt Spannungen in den tiefen Erdschichten. Davon zeugen die schweren Schadensbeben in der Römerzeit beziehungsweise im Mittelalter.

Alpen Kopie

Die Alpen wurden durch ungeheure Kräfte im Untergrund aufgeschoben (Symbolbild)

Einen solchen Untergrund mit einem hohen Niveau an mechanischen Spannungen sollte man tunlichst in Ruhe lassen, solange man nicht genau weiss, was man durch Fracking – dem Aufspalten des Gesteins durch Einpumpen von Flüssigkeiten in Bohrlöcher unter hohem Druck – darin so alles auslösen kann. Dass dadurch in der Schweiz jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Erdbeben ausgelöst wurde, sollte den Verantwortlichen in der Regierung eigentlich Warnung genug sein.  Eine Technologie, deren Wirkungen nebst den zugehörigen Folgen so offensichtlich nicht mit der erforderlichen Sicherheit beherrscht werden können, sollte nicht zum Einsatz gebracht werden. Erst vor wenigen Jahren war es ein Geothermieprojekt in der Region Basel, das ausser Kontrolle geriet und ein Erdbeben verursachte. Jetzt ist das Gleiche bei St. Gallen passiert. Berichten zufolge wurde das Beben ausgelöst, weil man unvermutet auf Gas gestossen war und die gefährlich gewordene Situation nur noch durch Notfallmassnahmen entschärfen konnte, was dann das Beben auslöste.

Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE), das im Rahmen seiner an den Zielen der „Grünen“ orientierten Energiestrategie seine Hoffnungen auch auf die Geothermie setzt, will den Vorfall offensichtlich herunterspielen. Laut einer Meldung auf Bluewin.ch vom 21.7.2013 sagte BFE-Sprecherin Marianne Zünd der Nachrichtenagentur sda, es sei zu früh, von einem Scheitern der Geothermie in der Schweiz zu sprechen. „Es gilt, die Analyse des Vorfalls abzuwarten. Erst dann können wir Aussagen über mögliche Auswirkungen machen.“

Diese Haltung ist nicht angebracht. Ausgerechnet das Projekt in St. Gallen galt der Meldung zufolge als sicher, das Erdbebenrisiko als gering.

Schlechte Erfahrungen mit Geothermieprojekten hat man laut einer Spiegel online-Meldung auch in den nördlich der Schweiz gelegenen Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gemacht. In Landau hatte Mitte August 2009 die Erde gebebt – auch hier besteht der Verdacht, dass der Auslöser ein Geothermiekraftwerk am südlichen Stadtrand war.  Regelrecht katastrophal verlief ein Geothermieprojekt im südbadischen Staufen, wo man mit Erdwärme  heizen wollte. Dabei bohrte man eine Schicht mit einem Gestein an, das bei Zutritt von Wasser aufquillt. Schon kurz nach Beginn der Bohrungen taten sich in zahlreichen Häusern tiefe Risse auf.

Man kann daraus nur schliessen, dass die Politik sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz in ihrem Streben nach Energiewende um jeden Preis offensichtlich bereit ist, Risiken einzugehen, die wissenschaftlich alles andere als geklärt sind. Man kann nur froh sein, dass weder in Basel noch in St. Gallen grössere Schäden auftraten. Das ist jedoch nicht auf Können, sondern auf pures Glück zurückzuführen. Beim nächsten Mal könnte es auch anders ausgehen. Zudem liegen die Kosten für derartige Projekte im zweistelligen Millionenbereich. Es wäre dringend zu fordern, dass diese Herumbohrerei sofort gestoppt wird und erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können.

Fred F. Mueller

 

Quellen:

http://tinyurl.com/kpd3by7  abgerufen am 21.7.2013

http://tinyurl.com/mtkjbrg  abgerufen am 22.7.2013

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42 Kommentare
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  1. Bin ich auf der falschen Website gelandet? „Es wäre dringend zu fordern, dass diese Herumbohrerei sofort gestoppt wird und erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können.“? Diese Wünsche nach Universalverboten kennen wir doch eher von den Grünen.

    Das genannte Beispiel aus Staufen wird natürlich gern herangezogen, wenn gegen Geothermie argumentiert werden soll. Der dort gezeigte Dilettantismus stellt dann auch alles in den Schatten: Man hat direkt unter dem historischen Rathaus gebohrt, auf eine Erkundung des Untergrundes weitgehend verzichtet und dann eine Gipsschicht durchbohrt, die durch das aufsteigende Wasser selbstverständlich abband. Mit Erdbeben hat das allerdings überhaupt nichts zu tun. Dass in St. Gallen und Basel keine Schäden entstanden sind, ist wiederum darauf zurückzuführen, dass das gemessene Erdbeben der Stärke 3,6 kaum ohne Seismographen nachweisbar ist. Dass durch Geothermie schwere Erdbeben ausgelöst werden können, überschätzt die Möglichkeit menschlicher Eingriffe erheblich, passt aber perfekt in das Alarmismus-Denkschema der Grünen.

    Geothermie stellt im Gegensatz zu den heute favorisierten Formen der ‚erneuerbaren‘ Energiequellen eine stets verfügbare Energiequelle da und sollte daher dringend entwickelt werden, weil sie das Potential zur Grundlastversorgung besitzt. In weiten Teilen der Welt wird man daran kein Interesse haben, weil man stattdessen Kernkraftwerke baut oder auf unkonventionell gewonnenes Erdgas setzt. Dies allerdings ist ohne Bohrungen auch nicht zu fördern; mithin müsste man Fracking mit der gleichen Argumentation untersagen, zumindest in seismographisch sensiblen Zonen.

  2. Bin ich auf der falschen Website gelandet? “Es wäre dringend zu fordern, dass diese Herumbohrerei sofort gestoppt wird und erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können.”? Diese Wünsche nach Universalverboten kennen wir doch eher von den Grünen.

    Nennt man Spiegelung, eine rhetorische Technik.

  3. @Hermes Conrad
    Lieber Hermes Conrad,
    meine Aussage lautet, dass man mit dilettantischer Herumbohrerei aufhören sollte. Genau diesen Vorwurf bestätigen Sie dankenswerterweise mit den Details über die Katastrophe in Staufen.
    „Der dort gezeigte Dilettantismus stellt dann auch alles in den Schatten: Man hat direkt unter dem historischen Rathaus gebohrt, auf eine Erkundung des Untergrundes weitgehend verzichtet und dann eine Gipsschicht durchbohrt, die durch das aufsteigende Wasser selbstverständlich abband.“
    Für die Betroffenen spielt es keine Rolle, ob Erdbeben oder Erdhebungen: Entscheidend ist, dass ihre Häuser kaputt sind. Ich habe mir die Stadt vor einiger Zeit selbst angesehen, die Schäden sind unglaublich. Es ist eine wahre Schande, die schöne historische Altstadt ist in einem desolatem Zustand. Deshalb meine Forderung nach sofortigem Stopp jeder „Herumbohrerei“, denn genau das war es.

    Was die Vorfälle in Basel und St. Gallen angeht, so stimmt Ihre Aussage nicht, dass man diese Beben „kaum ohne Seismographen nachweisen könne.“ Ich befand mich damals im 2. Stock eines Gebäudes in rund 6 km Entfernung vom Epizentrum, und man hörte des Knacken im Untergrund und spürte, wie sich das Gebäude bewegte. Eine Bekannte in einem Firmengebäude in ziemlicher Nähe der Bohrung berichtete, es seien Aktenordner auf den Fuβboden gefallen.

    Schlussendlich: In erdbebengefährdeten Regionen bauen sich im Untergrund grossflächig Spannungen auf, weil sich Gesteinsschichten nicht gegeneinander bewegen können, sondern mechanisch miteinander verklammert sind. Wenn sich die Spannung immer weiter aufbaut, wird die Sperre irgendwann durchbrochen, was dann das Erdbeben auslöst. Niemand kann Ihnen genau sagen, wann und wodurch dies ausgelöst wird, und wie stark das Erdbeben dann letztlich sein wird.

    Das Projekt in Basel wurde danach aufgegeben. Ich unterstelle einmal, dass den Verantwortlichen dämmerte, womit sie da herumspielten. Es hätte sicherlich auch schlimmer sein können. Ich bezweifle sehr, dass die Geologie heute imstande ist, solche Dinge auch nur mit annähernd vertretbarer Genauigkeit vorherzusagen. Deshalb meine Forderung: Finger weg, solange man nicht genau weiβ, was man da tut. Die Tatsache, dass man sowohl in Basel als auch in St. Gallen trotz intensiver wissenschaftlicher Begleitung zweimal so krass daneben lag, ist für mich Beweis genug, dass diese Forderung berechtigt ist. Stellen Sie sich mal vor, die Betreiber eines Kernkraftwerks würden derart nonchalant mit einer Stange im Nebel herumstochern und es auf einen Knall ankommen lassen, wie das in Sachen Geothermie zur Zeit offensichtlich geschieht.

    Deshalb halte ich es für berechtigt zu fordern, dass solche wissenschaftlich offensichtlich nicht ausreichend abgesicherten Vorhaben -- vor allem in bewohnten Gebieten -- sofort gestoppt werden und erst dann wieder aufgenommen werden dürfen, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können. Zumindest in Zonen, von denen der Seismologe weiβ, dass hier Erdbebengefahr besteht
    Mit freundlichen Grüβen
    Fred F. Mueller

  4. Keine Ahnung ob Geothermie sinnvoll ist oder nicht; kann die sich denn auf dem Markt ohne Subventionen behaupten?

    Aber der Einwand von Hermes Conrad ist, meines Erachtens, sehr wichtig:

    Diese Wünsche nach Universalverboten kennen wir doch eher von den Grünen.

    Damit hat er es absolut auf den Kopf getroffen. Dass es sich bei dem Beitrag um eine rhetorischen Trick handelt, wie Anorak2 meint, möchte ich gerne glauben, nur befürchte ich, dies lag nicht in der Absicht des Verfassers.

    Es wird hier genau die Unterscheidung zwischen „guter und böser“ Technik aufgenommen. Also genau das, wogegen ich und andere hier seit langem argumentieren, offensichtlich ohne großem Erfolg. Es ist deprimierend. Wir haben ein neue Kategorie eingeführt, das Technium, als Chance für die Menschheit, und der Arktikel hier propagiert das Gegenteil.

    Spiegelung trifft es wahrscheinlich als Beschreibung wirklich, nur sind lediglich die Denkmuster gespiegelt.

  5. @Quentin Quencher #4
    Lieber Kollege Quencher,
    ich nicht so ganz glücklich über die in diesem Kommentar erhobenen Vorwürfe und halte sie für unberechtigt. Bitte meinen Text richtig lesen. Ich habe in keiner Weise ein Urteil über die Technologie der Geothermie als solches abgegeben. Sie wird z.B. in Island mit gutem Erfolg genutzt, um Strom zu erzeugen und Gebäude zu heizen (erfolgreich auch unter wirtschaftlichen Aspekten). Auch habe ich nirgendwo ein „Universalverbot“ gefordert.
    Wogegen ich jedoch argumentiere, ist jegliche planlose, aus vorrangig ideologischen Gründen erfolgende „Herumbohrerei“ in Bereichen mit z.B. hohem Erdbebenrisiko, wo dadurch Schaden für Hab und Gut und möglicherweise sogar Leben und Gesundheit von Menschen erwachsen kann. Die Risiken wurden ja ganz offensichtlich falsch eingeschätzt. Ich vermag nicht zu erkennen, was an dieser Forderung falsch sein soll. Ich bin entschieden dagegen, solche potenziell gefährlichen Projekte ohne überzeugende Risikoabklärung weiterzuführen.
    Ihr Vorwurf: „Es wird hier genau die Unterscheidung zwischen „guter und böser“ Technik aufgenommen.“
    Wo bitte genau soll das stehen? Ich habe nirgendwo die Geothermie als „böse Technik“ bezeichnet. In den genannten Beispielen wurde sie jedoch falsch eingesetzt. Entscheidende Risiken des Einsatzes wurden offensichtlich ignoriert bzw. unzureichend abgeklärt.
    Kleiner Hinweis am Rande: Auch Windenergie und Fotovoltaik haben ihre positiven Seiten. In Deutschland werden sie jedoch aus ideologischen Gründen massiv an den Realitäten vorbei forciert. Also auch hier gilt, dass nicht die Technik an sich „gut“ oder „böse“ ist. Es kommt darauf an, wie der Mensch sie einsetzt.
    Mit freundlichen Grüβen
    Fred F. Mueller

  6. Lieber Herr Müller,

    die Überschrift lautet: „Zauberlehrlinge in Aktion – die Risiken der Geothermie“. Ihre Relativierungen, weniger im Artikel, mehr im Kommentar, nützen da nicht viel. Auf Grund der Vorfälle um die Geothermie, wo auch immer, zu fordern, es dürfe erst dort und dann eingesetzt werden, wenn alle Risiken ausgeschlossen werden können, etwas was bei keiner Technik möglich ist, entspricht genau dem Argumentationsstrang den die Kernkraftgegner und Frackingfeinde verwenden. Sie öffnen mit Ihrer Argumentation deren Anliegen Tür und Tor. Ich bin entsetzt, muss ich ehrlich sagen.

  7. Lieber Herr Müller,

    ich empfehle Ihnen da mal das deutsche Bergbaumuseum in Bochum.
    ich denke schon, dass wir die Geothermie beherrschen können.

    Im übrigen bürgen wir gerade für ein Braunkohlekraftwerk in Griechenland.
    Vermutlich sind denen unsere Solarzellen zu teuer.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  8. Sicher können bei keiner Technologie alle Risiken ausgeschlossen werden. Es fragt sich eigentlich nur ob das Risiko in einer sinnvollen Relation zum erwartenden Nutzen steht. Die nächste Frage ist, wie kann man das Risiko denn überhaupt ermitteln. Herr Müller meint nun, dass unser geologisches Wissen nicht gut genug ist um einfach in erdbebengefährdeten Regionen herumzubohren. Das müssen die Fachleute (nicht die Experten) klären und dann kann die Gesellschaft entscheiden, ob es ihr das Risiko wert ist. Wenn aber die Ideologie sagt, Geothermie wollen wir, dann sind die Zauberlehrlinge wirklich losgelassen. Gasgewinnung ist nicht ideologisch gewollt. Da wird alles mit Argusaugen betrachtet und es ist bis jetzt beim Fracken da auch noch nichts passiert, was auf ein unerträgliches Risiko hinweist und das ist ein Hinweis darauf, dass die Fachleute hier wirklich wissen, was sie tun und damit auch Geld verdienen wollen.
    Zumindest das Beispiel Staufen zeigt, dass das auch ganz anders laufen kann. Ob man mit der Energie aus Geothermie da jemals Geld verdient hätte, ist zumindest zweifelhaft, das Herumbohren ist aber sicher gut bezahlt worden. Die Frage, ob das Risiko den Nutzen wert ist, hat sich wahrscheinlich gar nicht gestellt. Die Risikobewertung hat sicher sowas wie eine Ethikkommision gemacht. Das war jetzt zwar pure Spekulation, wäre aber typisch für eine ideologische oder auch grüne Herangehensweise an Technologie. So geht das mit dem Technium keinesfalls.

  9. @Quentin Quencher #6
    Lieber Kollege Quencher,
    Einspruch, Euer Ehren, Sie tun mir Unrecht.

    „die Überschrift lautet: „Zauberlehrlinge in Aktion – die Risiken der Geothermie“

    Aus grünideologischen Gründen wird Geothermie in der Öffentlichkeit als quasi risikofreies Verfahren propagiert. Der Artikel weist darauf hin, dass dies so nicht stimmt und es sehr wohl Risiken gibt.

    „Ihre Relativierungen, weniger im Artikel, mehr im Kommentar, nützen da nicht viel.“

    Das stimmt so nicht. Der Artikel selbst liefert sofort eingangs die konkreten Begründungen. Schon mit den ersten Sätzen wird auf die besonderen geologischen Risiken der seismischen Spannungen in dieser Region hingewiesen. Wörtlich: „Die Grenzregion zwischen der Schweiz und Deutschland – insbesondere das Umfeld von Basel -- ist ein Erdbebengebiet. Der seit Millionen von Jahren andauernde Vormarsch der afrikanischen Platte nach Norden, der die Alpen aufgeschoben hat, wirkt auch heute weiter und erzeugt Spannungen in den tiefen Erdschichten. Davon zeugen die schweren Schadensbeben in der Römerzeit beziehungsweise im Mittelalter. Einen solchen Untergrund mit einem hohen Niveau an mechanischen Spannungen sollte man tunlichst in Ruhe lassen, solange man nicht genau weiss, was man durch Fracking – dem Aufspalten des Gesteins durch Einpumpen von Flüssigkeiten in Bohrlöcher unter hohem Druck – darin so alles auslösen kann.“ Das ist als einschränkende Begründung eindeutig und klar formuliert.

    „Auf Grund der Vorfälle um die Geothermie, wo auch immer, zu fordern, es dürfe erst dort und dann eingesetzt werden, wenn alle Risiken ausgeschlossen werden können, etwas was bei keiner Technik möglich ist.“

    Der Artikel bezieht sich auf konkrete Beispiele und ist vor diesem Hintergrund zu interpretieren. In einer seismisch instabilen Region zur Gewinnung von Erdwärme Fracking zu betreiben ist etwas ganz anderes als in seismisch stabilen Regionen. Die damit verbundenen Risiken sind enorm. Ein Schadensbeben wie die beiden in der Region Basel in historischer Zeit könnte katastrophale Folgen haben. Entsprechend hoch müssen auch die Anforderungen an die Sicherheit sein. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Risiken in dieser Region nicht berechenbar und damit nicht beherrschbar sind. Unter solchen Voraussetzungen ist der Einsatz unverantwortlich, man sollte es lieber sein lassen. Es geht hier um Menschenleben.

    Das spezielle, in Basel erprobte sogenannte Hot Dry Rock-Verfahren wird in Australien erfolgreich eingesetzt. Das ist ein seismisch sehr stabiles Umfeld. Der Einsatz in Basel war ein Experiment, das aus im Prinzip vorhersehbaren Gründen schiefgegangen ist. Das hätte als Warnung dienen sollen.

    Geothermie ist eine Technik, im Prinzip und wie ein Werkzeug ein Mittel zum Zweck. Und ihre Anwendung ist mit gewissen Risiken verbunden. Es liegt am Menschen, ob und wie er sie einsetzt. Betätigt er sich dabei als Zauberlehrling, indem elementare Vorsichtsmassregeln missachtet werden, so ist dies zu kritisieren.
    Mit freundlichen Grüβen
    Fred F. Mueller

  10. Herr Müller,

    Sie bauen ein Bedrohungsszenario auf und arbeiten damit mit genau den gleichen Bildern wie es die Alarmisten tun.

    Beim nächsten Mal könnte es auch anders ausgehen.

    Dann werfen Sie als Argument Staufen ein, obwohl das nun gar nichts mit Basel zu tun hat, nur weil es ihnen darum geht, eine Technologie die im Rahmen der sogenannten Erneuerbaren Energien propagiert wird, als untauglich hin zu stellen.

    Die Geothermie mag ja tatsächlich untauglich sein einen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung zu leisten, ebenfalls mag sie auch wirtschaftlich völlig uninteressant sein -- ich weiß das nicht -- aber das spielt auch in ihrer Darstellung kaum eine Rolle. „Beim nächsten Mal könnte es auch anders ausgegehen“, ist nichts weiter als Angstmacherei aus der Giftküche der Alarmisten.

    Ich beschäftige mich mit den Narrativen, vor allen den Rechtfertigungsnarrativen, der Alarmisten seit einiger Zeit. Und so wie sie die Vorfälle in Basel darstellen, diese mit den in BW und RP in Verbindung bringen, sich dann aber wieder auf die seismische Argumentation zurück ziehen, ist eine derartig unsaubere Argumentationskette, die alle Kriterien des Alarmismus erfüllt.

  11. Kleine Ergänzung zum Artikel….

    Bodensee: Erdbeben stoppt Geothermieprojekt

    Grund für den Erdstoß sollen Arbeiten im Bohrloch gewesen sein, berichtete die Schweizer „Handelszeitung“. Dort sei es am Freitag, während der Vorarbeiten für Pumptests zu einem gefährlichen Gaseinbruch gekommen. Um eine Explosion zu verhindern und dem Druck entgegenzuwirken habe man rd. 650 m3 Wasser und schwere Bohrflüssigkeit ins Loch gepumpt, worauf ein Erdstoß der Stärke 3,6 auftrat. Weitere, schwächere Beben folgten bis Sonntagnachmittag vom Bodensee bis ins Appenzellerland, so das Blatt.

    H.E.

  12. Es wäre dringend zu fordern, dass diese Herumbohrerei sofort gestoppt wird und erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können.

    Lieber Herr Müller,

    die völlige Sicherheit kann und wird es nicht geben. Mit diesem Argument kann ich jeden und alles blockieren, sozusagen als Totschlagargument. Aber das ist doch nicht dass, was wir wollen. QQ hat m.E. da schon recht mit seiner Einschätzung.

    MfG
    karl.s

  13. Nun ja, wo gehobelt wird, fallen halt auch Späne……….ob die Erneuerbaren nun unsere Landschaft verschandeln oder es mal irgenwo rumpelt im Karton…..macht den Kohl nun auch nicht mehr fett.

    Eins fehlt mir bei der Debatte um die Tiefengeothermie……….das in diesen Tiefen das Gestein meist sehr kompakt ist und somit nicht genügend Wasser zum erhitzen durchgepumpt werden kann.
    Um diesen geologischen Missstand auszuräumen…………………muss man eben FRACKEN…….und dieser Sachverhalt holt keinen einzigen Grünen hintern Ofen vor……..is halt für ne gute Sache, da kann man auch schon mal beide Augen zudrücken…oder weggucken oder ganz das Thema wechseln.

    Schizophrenie der Energiewende…….dat kennt man ja schon von geschredderten Vögeln……..abgehackte Wälder für Windräder…….Essen im Tank……..verkümmerte Biodiversität auf deutschen Äckern……da geht auch mal ein guter Frack anstandslos bei unseren Öko-Blogwarten durch.

    Ach Leute, versuchts doch mal mit Fatalismus……lebt sich echt leichter damit.
    Es kommt, wie es kommen muss…….und wir können rein garnix dagegen tun…….die Lawine rollt und wird uns zwangsläufig begraben……wichtig ist nur, wie wir uns anschließend daraus befreien.
    H.E.

  14. @Quentin Quencher #10
    Herr Quencher,
    ich habe den Eindruck, dass sich unsere Denkwelten doch deutlich unterscheiden. Ich bin Techniker und kein Sprachwissenschaftler und sehe solche Dinge aus einer ganz praktischen Perspektive. Ich habe u.a. eine gewisse Affinität zum Bergbau und Tunnelbau und deshalb eine Vorstellung davon, was im Bereich der Geothermie vor sich geht und welche Risiken unter welchen Bedingungen auftreten können.
    Wovor ich warne, ist die Unterschätzung solcher Risiken. Mein Hauptaugenmerk gilt dabei der geologisch aktiven Alpenregion. Deren spezifische Faktoren habe ich im Artikel herausgearbeitet. Daneben gibt es aber auch noch andere Risiken, die ich der Vollständigkeit halber zusätzlich erwähnt habe. Das sehe ich als Vervollständigung und nicht als „Manöver“.
    Wovor ich warne, ist Leichtfertigkeit beim Bohren. Immer. Vor allem jedoch an Orten, wo die Risiken so gross sind wie in der Alpenregion. Das ist keine Panikmache, sondern Realismus. Hier zu fracken ist nach meiner festen Überzeugung ebenso leichtsinnig wie der Gebrauch eines Schweissbrenners neben einem offenen Pulverfass. Deshalb auch der deutliche Gebrauch der Sprache. Daraus jedoch auf die Inhaltslosigkeit der Warnung zu schliessen, weil die Sprachmuster den Argumentationsschemata grüner (meist von wenig Sachkenntnis getrübter) Aktivisten ähneln, ist falsch.
    Schauen Sie mal in Suchmaschinen nach, insbesondere englischen, da finden sich genug Hinweise, und zwar auch von seriösen Quellen (natürlich auch von Fracking-Gegnern, aber für mich zählen die Wissenschaftler).
    MfG

  15. Mit Erdbeben ist in Erdbebenregionen nunmal zu rechnen.

    Ob nun das Beben ausgelöst wurde, weil jemand gerade Wasser runterpunpt oder ob irgendwann eine Mücke auf dem falschen Stein landet, ist unerheblich. Wenn es ein großes Beben ist, kommt die Energie nicht aus Menschenhand, sondern hätte sich früher oder später sowieso entladen.
    Kleinere beben die direkt druch das Pumpen des Wassers entstehen, sind doch unerheblich.

    Aus Problemen bei Bohrprojekten ist zu lernen und die Technik zu verbessern. Aber man soll es doch nicht deswegen beliben lassen, weil man damit vielelicht ein Beben begünstigen könnte, das ansonsten unsere Enekl heimgesucht hätte. Das ist St Florian und Quatsch!

    Was Stauffen anbelangt: Anhydrid ist schon ewig bekannt.

    Ein hier passender Text hätte nicht den Tenor einer grün hetzerischen antitechnik Schrift (ich lese dies so aus dem artikel)
    sondern würde aufzeigen, daß die Grünen gegen fracking sind, wegen allerlei herbeiphantasierten Problemen, wo Leute bohren, die Erfahrung haben und der Untergund untersucht wird,

    aber bei grünen Projekten dann jeder in den UNtergrund bohrt ohne die (bekannte!) Geologie zu beachten und dies ohne als Risikofrei angepreisen wird.

    mfg

  16. Merkt hier eigentlich niemand…….wie gut uns die Gegenseite schon dressiert hat?

    Ähm, is mir gerade so durch den Kopp geschossen…..ups, jetzt bin ick schon wieder angeeckt.
    Duck und wech

    Onkel Heinz……..sein Bauchgefühl macht rabatz

  17. #16

    Merkt hier eigentlich niemand…….wie gut uns die Gegenseite schon dressiert hat?

    Ganz genau, ich taste noch nach der Tüte. Bei dem Artikel wurde mir schon angst und bange, weil ich dachte, mein Ironieerkennungssinn funktioniere nicht mehr; Gottlob hat der Autor in seinen Kommentaren glasklar gemacht, daß Ironie, rhetorische Spiegelung o. ä. nicht beabsichtigt war.
    Da bleibt mir nur kopfschüttelnd zu fragen: What the hell…?

  18. Dass Ihr im Endeffekt nur über Semantik disputiert, in der Sache eigentlich einig seid, erkennt Ihr noch?

    -- Tiefenbohrung in geologisch riskanten Formationen: Cave! Ob für Gas oder für Geothermie.
    -- Tiefenbohrung in geologisch stabilen Formationen: Ja, nach sonstiger Nutzen-Risikobewertung, wie in aufgeklärten Kreisen üblich
    -- Tiefenbohrung in Innenstädten: Hirnrissig aber hauptsache nachhaltig http://www.welt.de/vermischtes/article5103142/6000-Liter-Wasser-pro-Minute-fluten-Wiesbaden.html (das Wiesbadener Wasser strahlt übrigens ganz dolle!)
    -- Geothermie kann nicht den Energiebedarf einer Industrienation decken, ggf. ein Beitrag für Energiemix, sofern wirtschaftlich
    -- Das typische Animal-Farm-Prinzip allseits erkannt: Grünes Fracking gut -- Gasfracking schlecht
    -- Jaja, das unsägliche Vorsorgeprinzip… seit der Schulzeit wurden wir damit indoktriniert, komplett abschalten können wir es nicht, vor uns selbst wären wir dann blinde Technikgläubige und Zauberlehrlinge…

    Man merkt anhand gegenseitiger Detailempörung, dass hier überzufällig häufig Wissenschaftler „am Werke“ sind (bin ja selbst nicht besser…).

  19. Laienhaft würde ich wie mrotz sagen, besser eine Reihe kleiner Beben als ein angestautes großes (???). Die Tektonik ist unbestechlich. Wirklicher Punkt in St Gallen ist doch die fragliche Rentabilität.
    Den Fracking-Gegnern hätte nichts besseres passieren können als dieses Beben.

  20. @Testpilot
    Dat Prinzip ist gaaaanz einfach….
    Ihr Skeptiker kreidet uns Klimafroscher den Alarmismus an……ergo dürft ihr auch bei der Energiewende keinen Alarmismus verwenden, ansonsten machen wir euch unglaubwürdig.
    Heerschaaren von Psychologen und Soziologen versuchen dat „Leugnerproblem“ in den Griff zu kriegen.
    Der „senile Tattergreis“ und der „Atomlobbyist“ zieht in letzter Zeit kaum noch als Argument……..ergo versucht man seinen intelligenten Gegner an seiner Ehre zu packen….und schon sitzt er in der Falle…..und das sogar im doppelten Sinn.

    Die Gegenseite arbeitet ungeniert mit (offensichtlichen) Emotionen…….da der arme Eisbär auf der schmelzenden Scholle…..dort ein paar traurig dreinblickende Insulaner, denen ihr Island abhaut……..und dann noch ein Track von tausenden Menschen, die sich staubwolkennachziehend durch eine öde Wüste schleppen um dem Klimawandel zu entfliehen.
    Bilder……die das Unterbewusstsein ansprechen sollen…..ähnlich den Schockbildern auf den Zigarettenschachteln….Propaganda in Wort und Bild.
    Ja, auch das UBA hat begriffen……das se für ihr nächstes Machwerk ein paar Kommunikationswissenschaftler brauchen, weil die Massage wohl noch nich gut genug rüber gekommen ist.

    Erstaunlich für mich ist aber immer vom neuen…….wenn die Gegenseite wieder mal ein Artikel auf ScSk süffisant zerreist……fühlen sich einige dazu verpflichtet, das selbe zu tun.

    Sorry Leute, ihr seid berechenbar wie ein Schweizer Uhrwerk……..oder, per Nasenring beliebig durch die Zirkusarena ziehbar.
    Auch wenn ick jetzt erboste Gegendarstellungen über mich ergehen lassen muss……geht trotzdem mal in Euch.

    Jut jemeinter Ratschlag……..Klassenkampf is nur wat für Profis.
    H.E.

  21. Der Heinz hat’s durchaus erkannt. Den Gegner mit eigenen Waffen angreifen und schlagen, das liegt uns Deutschen Wissenschaftlern nicht.

    All is fair in love and war…wie die Inselbewohner sagen und --

    wie sagte noch Clausewitz: „Der Krieg ist nichts anderes als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel.“ und weiter:

    „Die beste Strategie ist, immer recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt. Daher gibt es kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie, als seine Kräfte zusammenzuhalten.“ und wo wir schon dabei sind:
    „Wie überhaupt die ausgezeichneten Feldherren niemals aus der Klasse der vielwissenden oder gar gelehrten Offiziere hervorgegangen sind, sondern meistens ihrer ganzen Lage nach auf keine große Summe des Wissens eingerichtet sein konnten.“ (Clausewitz: Vom Kriege)

    Und zur Aufheiterung der Laune der Einheit, hiermit der OT-Lesebefehl ausgesprochen durch einen Ex-Stabsoffizier : http://www.n24.de/n24/Kolumnen/Stefan-Aust/d/3218138/nachts-ist-es-kaelter-als-draussen.html

    Nach dem Lesen sind wir dann hoffentlich wieder bei Clausewitz: „Wir müssen durchaus dabei beharren, eine Verteidigung ohne alles positive Prinzip, d. h. ohne jedes Bestreben, den Gegner niederzuwerfen, in der Strategie wie in der Taktik für einen inneren Widerspruch zu erklären. Jede Verteidigung muß nach Kräften zum Angriff übergehen, sobald sie die Vorteile der Verteidigung genossen hat.“

  22. Welche Gegenseite, Heinz #20? Für mich ist die Gegenseite in diesem Fall derjenige der so etwas hier bei Science-Skeptical schreibt:

    Man kann daraus nur schliessen, dass die Politik sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz in ihrem Streben nach Energiewende um jeden Preis offensichtlich bereit ist, Risiken einzugehen, die wissenschaftlich alles andere als geklärt sind. Man kann nur froh sein, dass weder in Basel noch in St. Gallen grössere Schäden auftraten. Das ist jedoch nicht auf Können, sondern auf pures Glück zurückzuführen. Beim nächsten Mal könnte es auch anders ausgehen. Zudem liegen die Kosten für derartige Projekte im zweistelligen Millionenbereich. Es wäre dringend zu fordern, dass diese Herumbohrerei sofort gestoppt wird und erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn derartige Folgen mit völliger Sicherheit ausgeschlossen werden können.

    Das ist Arlarmismus pur und ich bin ein Gegner der Alarmisten. Und den Vogel schießt dann diese Bemerkung ab:

    Ich bin Techniker und kein Sprachwissenschaftler und sehe solche Dinge aus einer ganz praktischen Perspektive.

    Für das was Herr Müller hier gesagt hat, braucht es keine Deutung eines Sprachwissenschaftlers, es ist auch keine Frage der Semantik, sondern der Einstellung: Angst machen ist ok, wenn es die eigene Seite macht, oder der eigenen Seite nützt.

    Das ist derartig unter Niveau, dass es nur der Gegenseite nützt, wenn ich den Begriff mal so übernehmen darf. Wenn hier einer in sich gehen sollte, dann ist das der Herr Müller, statt dessen setzt er noch eines drauf und sagt:

    Hier zu fracken ist nach meiner festen Überzeugung ebenso leichtsinnig wie der Gebrauch eines Schweissbrenners neben einem offenen Pulverfass.

    Das war jetzt hier meine letzte Stellungnahme zu diesem Artikel. Peinlicher kann es ohnehin nicht mehr werden.

  23. Mein lieber Quentin

    Bevor ich meine Ansprache beginne, möchte ich aufgrund der vorherrschend negativen Vibration eine Erklärung abgeben…..ick gloobe, dat is jetzt einfach mal fällig.

    1.) Meine damalige bekloppte Einstellung…..Akademiker vs. Blaumänner…….hat sich genau am 25.Mai.2013 in Dresden in Luft aufgelöst. Inzwischen sehe ich in dies aus eine anderen Blickwinkel……nämlich, dat die mir intellektuell haushoch überlegen sind und mich in ihren Fachgebiet logger 10-fach in die Tasche stopfen können. Es war aber auch ein Akademiker, nämlich der liebe Günter Hess, der mich auf meine eigentliche Stärke hingewiesen hat….wofür ich ihm heute noch Dankbar bin……..und die Testpilot netterweise durch die Clausewitz-Blume auch angedeutet hat.

    2.) ich gebe hiermit unverblümt und völlig freiwillig zu…….ja, ick bin ein Arschloch….und dat ist auch gut so.
    Seit dem ick mich selber nich mehr so ernst nehme…..prallen Beleidigungen ab wie Wasser an Teflon……..im Gegenzug kann ick mich leichter entschuldigen, für Bockmist…den ich in Anwallungen eines cholerischen Anfalles verbrochen habe.
    Joo lieber Quentin……..dat musste ick einfach mal los werden, wat Du jetzt daraus machst, liegt nun ganz allein in Deiner Hand.

    Janz liebe (ehrliche) Grüße von Onkel Heinz….dat temporale Stinktier.

  24. @Quentin

    Mit Gegenseite mein ick den Blog, wo ick als E-O mein Unwesen treibe und auch Du gelegentlich kommentierst……aber auch die Klimazwiebel, wo ick aber nur stiller Teilhaber bin (hmm, H.v.S macht gerade eine Entwicklung durch, die mir überhaupt net gefällt).

    Klimakampf……ist ein unsymmetrischer Info-Krieg…….wo wir die kleine Partisanen-Truppe sind, die die Versorgungswege des Gegners etwas stören und ihn versuchen zu zermürben.
    Unser Gegner dagegen ist in der Übermacht…..er hat die Forscher, er hat die Daten, er hat die Fördergelder, er hat die Fachzeitschriften samt Peer-Reviewer…..er hat die Medien und die Politik+ Teile der Wirtschaft auf seiner Seite.
    Er arbeitet mit wirklich allen Mitteln, die ihm die psychologische Kriegsführung zu bieten hat……….ein Kampf auf dem offenen Schlachtfeld wäre für uns nix weiter, als geplanter Selbstmord.
    Und ja, mein Lieber…….ich anerkenne eure hochstehenden moralischen Werte……die ihr selbst im Angesicht des sicheren Todes aufrecht erhalten wollt.
    Sorry…….Nobel aber ineffizient…wie mit einem Schweizer Taschenmesser gegen einen Panzer antreten zu wollen.

    Aus diesem Grund bin ich zur Überzeugung gekommen…….mit den selben Mitteln zurückzuschlagen…….die Emotionen als bewusste Waffe einzusetzen……und auch mal laut zu werden, so das man uns überhaupt mal wahrnimmt.

    Und ja…..die Germanen haben im Teutoburger Wald die übermächtigen Römer in die Knie gezwungen….politisch unkorrekte aber effektiv, Du siehst….Kenntnisse der Geschichte helfen auch bei heutigen Problemen.
    Deswegen und deshalb……seh ick Kollege Müller sein Artikel als nicht dat an, was Du nun dort hinein interpretierst…….so leid mir das auch im Sinne einer guten Zusammenarbeit tut….ick sehe die Dinge eben manchmal anders als die Meisten hier.
    Dat aber….sollte kein Hindernis sein, trotzdem weiterhin ein gutes Verhältnis untereinander zu pflegen.
    Und ja….wenn ick wieder mal Mist baue….hau mir anständig aufs Maul…….manchmal brauch ich dat halt.

    MfG
    Heinz Eng

  25. Lieber Herr Mueller #14,

    Sie warnen vor der Unterschätzung von Risiken. Was ist die Konsequenz?
    Dass wir auf alle Technologien verzichten, vor deren Risiken oder deren Unterschätzung jemand warnt?
    Ist es nicht eher so, dass man dafür sorgen muss die Bedingungen zu definieren, wann man Geothermie nutzen kann?
    Lesen Sie sich bitte ihr #14 nochmal durch und ersetzen Techniker durch Klimaforscher sinngemäß.

    Grüße
    Günter Heß

  26. Erwst ml gebe ich Quentin recht. Ich denke auch, dass sein Einwand berechtigt und fördernd ist.
    Ich fühl mich allerdings unwol, wenn so etwas wie di forderung einer ‚Einheitsfront‘ angedacht wird,
    Wir haben den VORTEIL, dass wir nicht im Lagerdenken fixiert sind, sondern unsere eigenen, individuellen Taktiken und auch Grenzen haben.
    Genau dazu ist auch der jeweilige Kommentarbereich da, in dem wir ganz bestimmt nicht nur Beifall klatschen sollen, sondern kritisieren und Standpunkte klarstellen können, und nicht nur können, sondern unbedingt SOLLTEN.
    Wir denken selbst und das führt zu Differenzen. Wir müssen uns aber immer darüber klar sein, dass Differenzen untereinander etwas sind, dessen wir uns keinesfalls zu schämen haben, denn sie sind die Fahne der Freiheit und sie sind nicht schwächend, sondern stärkend. Schwach sind die, die glauben, sie könnten sich so etwas nicht leisten.

  27. lieber herr conrad,

    Geothermie stellt im Gegensatz zu den heute favorisierten Formen der ‘erneuerbaren’ Energiequellen eine stets verfügbare Energiequelle da und sollte daher dringend entwickelt werden, weil sie das Potential zur Grundlastversorgung besitzt.

    haben sie schon mal etwas von einem carnot-wirkungsgrad gehört?
    und ist ihnen bewusst, das geothermische lagerstätten zumeist endlich sind?

  28. @ Heinz,

    danke für die Rückmeldung. Als Erstes, die Gegenseite Primaklima spielt in der Debatte kaum eine Rolle. Die Kommentare dort sind überwiegend so daneben, dass die sicher in einer ernsten Debatte kaum wahrgenommen werden. Das geht dort ab, ein bisschen wie bein Schlammcatchen, da schaut man mal ne Weile zu, den einen oder anderen macht es auch Spaß mitzumachen, aber eine ernsthafte Auseinandersetzung, im Sinne von konstruktiv, ist da nicht zu erwarten. Von vereinzelten Ausnahmen mal abgesehen. Das soll nicht gegen den Hoffmann sein, sondern betrifft nur einen großteil der Kommentatoren dort. Deswegen kümmert es mich auch nicht, was die dort über uns meinen schreiben zu müssen.

    Ich weiß, dass ich von vielen gewissermaßen als Nestbeschmutzer angesehen werde, wenn ich, wie hier geschehen, Mitstreiter massiv kritisiere. Ich kann eben mit diesem Lagerdenken nichts anfangen, dabei möchte ich niemanden aufs Maul hauen, und schon gar keine persönlichen Angriffe (ad hominem) starten. Ich bin der Überzeugung, wenn ich mir diese Kritik wegen selbstauferlegter Lagerdisziplin verkneife, schade ich der Sache mehr, als wenn ich sie ausspreche.

    Es ist ja dem Herrn Müller sein gutes Recht seine Meinung zur Geothermie in diesem speziellen Fall zu haben, auch daraus abzuleiten, dass die Risikobewertung neu überdacht werden muss. Wenn das seine Überzeugung ist, dann ist es die eben. Wer bin ich denn, dass ich jemanden vorschreiben könnte was er zu denken hat. Aber ich nehme mir mein Recht heraus es zu kritisieren.

    Bei mir erschallen sämtliche Alarmglocken, wenn aus offensichtlicher Gruppensolidarität die Gefahr besteht, dass Argumente übernommen werden, die aber einer neutralen Betrachtung kaum stand halten und eigentlich nur den Zweck haben, einen Angriff auf die Gegenseite (und hier meine ich die Alarmisten insgesamt) des Angriffs wegen vorzunehmen. Und besonders peinlich finde ich, wenn bei diesem Angriff auch noch die Argumente der Gegenseite verwendet werden, genau das was uns immer vorgeworfen wird, nun praktisch zurück zu spiegeln. Nicht nur die Argumente an sich, sondern auch die Denkmuster.

    Selbstverständlich ist es richtig, die Probleme die in der Schweiz und anderswo mit der Geothermie entstanden sind zu thematisieren. Und auch, dass die Ökos dies eher herunterspielen wollen, dafür aber beim Fracking oder der Kernkraft umso mehr zuschlagen.

    Ich habe bei derartigen Bildern immer sofort eine Assoziation zu einer Demo Anfang der 80er in Stuttgart. Großer Protest auf dem Schlossplatz und ein Kumpel, ein späterer Grüner, hat mich dahin geschleift. Ich war entsetzt über die Massenhysterie, egal was auf die Bühne kam, wenn es nur einigermaßen antiamerikanisch oder antikapitalistisch oder sonstwie anti war, wurde frenetisch beklatscht und bejubelt. Egal wie sinnfrei so manche Meinungsäußerung war. Die gehörten dazu, also wurde ihnen beigepflichtet. Es war entsetzlich eine derartige Abwesenheit auch nur von Ansätzen einer Kritikfähigkeit zu erkennen. Das war Framing in Reinkultur.

    Auf mich wirkt so etwas abstoßend, ich kann kein entsprechendes Gruppenzugehörigkeitsgefühl entwickeln, welches stark genug wäre, dass es meine Kritik unterdrücken würde.

    Aber genau das stelle ich auf beiden Seiten in der Klimadebatte immer wieder fest. Und ich werde nicht schweigen, auch auf die Gefahr hin, dass potentielle Mitstreiter sich von mir distanzieren.

    Zum Ablschuss eine kleine Geschichte, ich habe sie in einem Film aufgeschappt, aber vergessen welcher es war:

    „An einem Fluss steht ein Skorpion und möchte an andere Ufer. Aber so ein Skorpion kann eben nicht schwimmen, da sieht er einen Frosch und bittet ihn, er möge den Skorpion doch bitte ans andere Ufer bringen. Der Frosch meint natürlich, dass er nicht so blöd sein, sich einen Skorpion sich auf den Rücken zu laden, der dann ihn, am anderen Ufer angekommen, sofort töten würde.

    Doch der Skorpion spricht mit Engelszungen und der Frosch lässt sich erweichen und lädt sich den Skorpion auf den Rücken. Mitten im Fluß sticht der dann auch zu. Worauf der Frosch fragt: Warum hast Du das getan, jetzt müssen wir beide sterben. Ich kann nichts dafür, ich bin ein Skorpion, antwortet der nur.“

    Ich will damit sagen, ich kann auch nichts dafür wenn ich die eigene Seite mitunter hefitig kritisiere, ich bin eben Quentin und kann nicht aus meiner Haut.

  29. nachtrag zur erläuterung:

    erdwärmelagerstätten sind insofern endlich, dass die gespeicherte wärme über eine realitv kurze zeit abgeführt wird und, bezogen auf das geothermisch bewirtschaftete volumen, weniger wärme aus dem erdinneren nachgeschoben wird.

  30. Lieber Quentin
    Hach, da fällt mir ein Stein vom Herzen, Danke
    Weeßte, die ganze Sache is aber eine zweischneidige Klinge, unsere größte Stärke, dat selbstständige Denken….ist auch unsere größte Schwäche.
    Uns kann man ganz leicht auseinander dividieren……man muss nur die Persönlichkeit gründlich analysieren und schon kann man denjenigen als Waffe gegen den Rast der Skeptiker-Bande einsetzen……so übel das auch klingt, ist es doch eine beliebte Taktik des Gegners.

    In Zeiten der Not ist es einfach unumgänglich, die Differenzen auszublenden um dem höheren Ziel zu dienen….ups, klingt dat jetzt geschwollen, sorry.
    Die Reihen unserer Gegner sind eng geschlossen……..und wir sind ein Haufen von Individualisten, die jeder für sich ein paar Steine auf den Gegner werfen…..und einen Erfolg nahe NULL damit erreichen……….wollen wir das, wollen wir unser Pulver sinnlos verballern im Wissen, dat dat dem Gegner nicht die Bohne juckt?

    Ich weiß……über den eigenen Schatten springen….ist wohl die schwierigste Übung, die Onkel Heinz jemals hinlegen musste…….aber am Ende dient es der Sache………und ick musste meine bekloppten Eigenheiten extrem ausbremsen………nur sollten wir uns alle fragen, wat wollen wir erreichen?
    A bisserl stänkern oder die Brut ausräuchern?

    PS. Ick mag Dich, weil Du als treu sorgender Familienvater janz andere Probleme meistern musst als Onkel Heinz…..denn KInder sind dat Schönste…aber auch dat Aufwendigste, wat uns Mutter Natur geschenkt hat.

    PPS. Ick hasse Kriegsbeile……und bin abseits jeglicher Realität, doch verdammt harmoniebedürftig.
    Liebe Grüße
    Heinz Eng

  31. #30. Heinz Eng

    …nur sollten wir uns alle fragen, wat wollen wir erreichen?
    A bisserl stänkern oder die Brut ausräuchern?

    moin Heinz,

    Die Brut ausräuchern werden wir jetzt im Moment nicht können. Du schreibst es ja selbst in #24,

    Unser Gegner dagegen ist in der Übermacht…..er hat die Forscher, er hat die Daten, er hat die Fördergelder, er hat die Fachzeitschriften samt Peer-Reviewer…..er hat die Medien und die Politik+ Teile der Wirtschaft auf seiner Seite.

    Wir haben aber auch mächtige Verbündete zur Seite, nämlich die unbestechliche Ökonomie und die Zeit! Die Zeit in zweierlei Hinsicht, zum einen wird die Zeit uns zeigen, dass an der Modellierung des zukünftigen Klimas im Rechner irgend etwas nicht stimmt, nicht stimmen kann. Zweitens spielt die Zeit in Bezug auf die NIE´s eine große Rolle. Denn die Zeit ist es, die diesen Humbug als das entlarvt, was es ist, nämlich eine ökonomisches Desaster. Wir müssen Geduld haben, was nicht heißt, nichts zu unternehmen, im Gegenteil.

    karl.s

  32. @ALLE
    Jede Technik hat seine Risiken. Und selbst das Leben ist ein einziges großes Risiko. Techniken kommen und sterben aus bzw. entwickeln sich weiter. Das Leben entwickelt sich weiter. Für jeden einzelnen Menschen endet sein persönliches Risiko-Leben mit dem Tod. Das ist Fakt. Aber die E’volution des Leben geht über den Tod hinaus. Und endet erst mit der Explosion der Sonne.
    Der Mensch wird in seiner heutigen Form (Aussehen) in 10.000 Jahren nicht mehr so auf diesen Weg der Evolution zu sehen/auffindbar sein. Denkt mal darüber nach.
    Zurück zur Technik. Jede Technik hat ihr Risiko. Und jeder Mensch, der eine Technik einsetzt, der muss diese erfolgreich betreiben, wenn er wirtschafltich sein will. Ein Vernunft (Kaufmann) und Verstand (Techniker) Mensch würde NIE ein Kernkraftwerk entwickeln/bauen, dass schon nach einigen Tagen die Umgebung verstrahlt und damit die Angestellten des Kraftwerks und zum Schluss sich selbst zum Tode verurteilt.
    Jetzt gibt es leider Gottes auch immer wieder Ausnahmen vom Vernunft und Verstand Menschen. Dies trifft bei der Kernkraft (Tschernobyl) zu, das trifft bei der Geothermie (Staufen) zu und vor allem bei der politischen Energiewende (Erneuerbare Energietechnik) zu.
    Die Kunst ein angenehmes Leben in diese Welt des Überlebens zu führen, ist es, den optimalen Mittelweg zwischen Risiko und Nutzen zu gehen. Die Energiewende ist mehr mit Risiko als mit dem Nutzen beladen und aus diesem Grund für einen Vernunft und Verstand Menschen abzulehnen!

  33. Danke Heinz und Quentin für die Debatte!

    Allein durch die Darlegung und Respektierung der beid(mehr)seitigen Grundüberzeugungen wurde mehr Solidarität bewiesen, als ich oben noch ahnen konnte. Mit eben dieser Art Solidarität sind wir der anderen Seite haushoch überlegen -- da herrscht im Wesentlichen Kadavergehorsam gegenüber der einzig wahren Heilslehre und ihren Priestern.

    Unser Gegner dagegen ist in der Übermacht…..er hat die Forscher, er hat die Daten, er hat die Fördergelder, er hat die Fachzeitschriften samt Peer-Reviewer…..er hat die Medien und die Politik+ Teile der Wirtschaft auf seiner Seite.

    Warum hat er das?

    Hat er das bessere „Produkt“? Hat er die Fakten auf seiner Seite? Hat er den besseren „Spirit“ (s.o.)?- Wohl kaum. Er hat das bessere Marketing -- sonst steht er wie Andersen’s Kaiser ohne Kleider da, aber mit gefüllter Schatztruhe und ausgebildeten Herolden und Truchsässen.

    Mit Marketing ( = „Erkennen und Nutzen kompetitiver Konkurrenzvorteile“) -- und wir nutzen bewusst oder unbewusst das sogenannte virale Marketing- tun wir uns allgemein etwas schwer.
    Eben, weil wir es nicht bewusst nutzen? Vielleicht sind wir auch einfach zu teutonisch Academia-lastig -- mit den klassischen, fast snobistischen Vorbehalten gegen erfolgreiche Kommunikationsstrategien?

    Siehe EIKE:
    Bei EIKE hat man zeitweilig das Problem, dass die Beiträge sehr viel Fachwissen verlangen, selbst der geneigte Leser hört nach dem 5ten Satz auf weiterzulesen -- eine promotionstechnische Katastrophe!
    Ein paar klare Botschaften überzeugen die Mehrheit oft besser als umfangreiche Berechnungen. Viele Beiträge dort richten sich nach dem Stil der wissenschaftlichen Publikation für ein Journal -- die Autoren kennen es halt so. Das Problem ist, man erreicht damit vielleicht 3 Dutzend Nerds, die im gleichen Gebiet tätig sind -- und bekanntermaßen schon wegen Letzterem dem Autor keine Silbe gönnen, was man dann wiederum an den Kommentaren sieht.

    (Tipp: bei sehr wissenschaftslatigen Beiträgen, gemeinverständlich Botschaften dick über den Beitrag -- am besten mit
    Graphik, der Mensch ist ein Augentier!)

    Markworts bekannter Slogan: „Fakten, Fakten, Fakten und immer an den Leser [Kunden] denken“ trifft den Kern erfolgreicher Kommunikationsstrategie.

    Vahrenholt ist da weiter, als EIKE. Der Stil ist offener. Seine Stärke ist seine Industriekarriere und die jahrelange Erfahrung, „Menschen etwas verkaufen zu müssen“. Und er kann durchaus koplexe Themen gemeinverdaulich verpacken und wunderschön ironisch-sarkastisch werden.

    Auch die bekannten „Achse“-Autoren wissen, wie sie ihre Botschaft an den Mann bekommen, sind ja zumeist „echte“ Journalisten. (Die wissen auch, dass Polemik zu einer erfolgreichen Kommunikation dazugehören KANN!)

    Monckton ist ein genialer Rhetoriker, leider nur für den anglo-amerikanischen Raum zu verwenden, sein „Parliament English“ mit denen er den Gegner vor die Wand stellt, wirkt nur dort -- oder auf einen „Fan“, wie mich. Aber genau der Lord macht ihn kontrovers und damit erfolgreich.

    Watts scheut sich nicht dem Gegner auch persönlich eins vor den Latz zu knallen (auch das gehört zum Marketing).

    Stellt sich mir die Frage, wo liegen die Stärken, oder Alleinstellungsmerklmale von ScSk, die man pointieren sollte, um im „Fache Marketing“ zukünftig noch besser zu werden -- sprich: noch mehr „Kunden“ zu erreichen? An hellen Köpfen und Willen mangelt’s hier ja wahrlich nicht.

  34. Herr Müller,

    ich verstehe QQs Aufregung auch nicht, macht aber nichts.

    Man kann daraus nur schliessen, dass die Politik sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz in ihrem Streben nach Energiewende um jeden Preis offensichtlich bereit ist, Risiken einzugehen, die wissenschaftlich alles andere als geklärt sind.

    Dies lässt sich mit so ziemlich allen Aktionen der Ökologisten belegen. Eigentlich hatten wir hier im Blog schon festgestellt, dass wir in Deutschland keine freie akademische Forschung und Bildung mehr haben.

    Die Politik fordert von der „Wissenschaft“ ein Gutachten, die eigens dazu geschaffenen Ökoinstitute liefern es, der Politiker hat seinen Plan deliberativ durch „Experten“ überprüft, das Volk zahlt die Rechnung.

    Die Haftung für unser Tun ist wie im Sozialismus ausgeschaltet. Das Volk bezahlt für die Fehler seiner Führer. Das wird auch bei der deutschen Energiewende so sein.
    Also muß man aus dem Handeln unserer Politiker schließen, …denn sie wussten nicht, was sie tun… das ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer.

  35. FK 9 Pilot,

    Mit eben dieser Art Solidarität sind wir der anderen Seite haushoch überlegen — da herrscht im Wesentlichen Kadavergehorsam gegenüber der einzig wahren Heilslehre und ihren Priestern.

    ich würde diesen Graben erst gar nicht aufmachen, denn er ist nur künstlicher Natur. Er folgt der Hegelschen Dialektik- These- Gegenthese ergibt Synthese, wobei die Synthese erst mitgeteilt wird, wenn es zu spät ist.

    Alarmisten und Klimaleugner folgen doch beide nicht falsifizierbaren Behauptungen, sind Akteure in einem Spiel, welches schon Brecht in seinen „Die Rundköpfe und die Spitzköpfe“ beschrieb, nur um einen Konsens durchzudrücken.
    Lord Monckton mag ich auch:

    Der Konsens von Versailles 1918 verlangte vom besiegten Deutschland Reparationen, so dass die Konferenz zum Ende des Ersten Weltkriegs (15 Millionen Tote) gleich die Saat für den Zweiten legte. Der Eugenik-Konsens der zwanziger Jahre führte direkt zu den Konzentrationslagern Oswiecim und Treblinka (6 Millionen Tote). Der Konsens der Beschwichtigungspolitik der dreißiger Jahre provozierte Hitler, den Zweiten Weltkrieg zu entfesseln (60 Millionen Tote). Der Lysenko-Konsens ruinierte in den vierziger Jahren 20 erfolgreiche Ernten in der Sowjetunion (20 Millionen Tote). Der Konsens zur Verbannung von DDT der sechziger Jahre führte zu einer verheerenden Malaria-Renaissance weltweit (40 Millionen tote Kinder mit steigender Tendenz, 1,25 Millionen allein im vergangenen Jahr).

    Dazu noch einen Rat von Clausewitz:

    Das erste Geschäft einer jeden Theorie ist das Aufräumen der durcheinander geworfenen und ineinander verworrenen Begriffe und Vorstellungen, und erst, wenn man sich über Namen und Begriffe verständigt hat, darf man hoffen, in der Betrachtung der Dinge mit Klarheit und Leichtigkeit vorzuschreiten.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
    (1780 -- 1831), preußischer General, Militärtheoretiker und Schriftsteller

    Manche PsyOp wäre dann unmöglich, Krieg ist Frieden, Schwarz ist Weiß und auch wenn sie naß sind , sind sie schön trocken….

  36. #30 Heinz Eng:

    Weeßte, die ganze Sache is aber eine zweischneidige Klinge, unsere größte Stärke, dat selbstständige Denken….ist auch unsere größte Schwäche.
    Uns kann man ganz leicht auseinander dividieren……man muss nur die Persönlichkeit gründlich analysieren und schon kann man denjenigen als Waffe gegen den Rast der Skeptiker-Bande einsetzen……so übel das auch klingt, ist es doch eine beliebte Taktik des Gegners.

    Das ist aber nur scheinbar eine Schwäche, denn trotz solcher taktischen „Erfolge“ beißt sich der Gegner letztlich an den Skeptikern die Zähne aus. Da sie durch den Ansatz des selbständigen Denkens zusammengehalten werden und nicht durch ideologisch-dogmatisch festgeschriebene Denkergebnisse, sind die Skeptiker auch dann vereint, wenn sie verschiedener Meinung sind — das macht sie stärker als jeden Gegner, im Grunde unbesiegbar.

    Wenn man einen Hai mitten auseinander haut, dann hat man zwei tote halbe Haie; aber wenn man einen Schwarm kleiner Fische, von insgesamt dem gleichen Umfang wie der Hai, mitten auseinander haut, dann hat man zwei kleinere Schwärme, die sich wieder zu einem großen zusammenfügen können.

    Im vorliegenden Fall bin ich beispielsweise auf Quentins Seite, würde aber keinen Moment zögern ihn zu kritisieren, wenn er etwas schreibt, mit dem ich nicht einverstanden bin. Er, wie viele hier, sieht das sicherlich genauso, und das verbindet uns.

  37. @Testpilot
    Ick bin berühmt/berüchtigt dafür, ab und zu extreme Spannungen hier uff´n Blog zu erzeugen…….da hab ick halt auch die Pflicht, diese wieder abzubauen oder gleich im Vorfeld zu verhindern……..gut, dat dat bei Euch angekommen ist.

    Dein strategischen Überlegungen sind genau dat, was ick hier versuche zu äussern…….wat aber anscheinend zu dusselig formuliert is…..um meine Absicht dahinter zu erkennen.

    Meines Erachtens ist dat wichtigste überhaupt……..an den stillen Mitlese denken……der oft mit dem Fachchinesisch nicht viel anfangen kann, ergo muss man seine Ausführungen so gestalten, das auch ein (z.B.) Elektrolaie versteht um wat es eigentlich geht.
    Ick versuch dat ja immer mit Analogien………die jetzt nicht unbedingt 100% zutreffen aber dem Laien das Problem verständlich verdeutlichen soll.
    Ick gloobe…..da ist unser Tritium ziemlich gut drin, als Chemie-Erklärbär.
    Und ja….es darf ruhig etwas Marktschreierisch daherkommen…..Überschriften machen neugierig und Bilder hübschen den Vortrag auf und kleine Zusammenfassungen des eigentliche Artikels, helfen dem Leser einen ersten Überblick zu bekommen.
    Ach Menno…..irgendwie hab ich grad ein Knoten im Hirn…..dat schreiben geht heut echt schlecht von der Hand.
    H.E.

  38. also:
    Wenn Fracking verboten wird, muss auch Geothermie verboten werden -- OK, kommt zwar erst in den Kommentaren, sollte aber dicke im Artikel stehen.
    Geothermie Verbieten weil es in gaaaanz Deutschland zwei Vorfälle gab, bei denen Sachschäden entstanden sind, aber keiner verletzt wurde… Ne,kann Ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht müsste mann die Vorschriften bissl anpassen, aber ein Verbot… Eher unbegründet.
    Und mann soll sie bei uns Verbieten, weil wir Erbebengefahr haben, aber das selbe machen auf einer Vulkaninsel, mit Geisiren, Und Lava spuckenden Lochern im Boden die unaussprechbare Namen haben, wo der Boden regelrecht durch die Plattenbewegung aufgerissen wird… soll super akzeptabel uns sicher sein…
    Staudämme können auch Reisen, Kernreaktoren erhebliche Sachschäden, und manchmal sogar Menschenleben fördern, mal abgesehen von allen Fosillen Kraftwerken mit Ihren Emissionen, Bränden durch Solar, Toten Industriekletterern (Windkraft) und Holzfällern und vergifteten Flüssen (Biomasse), aber der Dämon ist die Geothermie… Vielleicht sollte der Artikel Kritik am Kosten-Nutzen Verhältnis aüsern, hat er aber nicht. Was im Artikel stand ist ne Hetzkampagne.
    Um es klar zu sagen, mir sind Probleme der Geothermie wohl bekannt, besonders die ökonomischen, trotzdem ist diese Technologie aus dem Sortiment der Erneuerbaren gleich nach Wasserkraft mein Favorit. Immerhin ist sie Regelbar, und korrekt ausgeführt sind sehr, sehr lange Betriebszeiten möglich (besonders bei neuen Thermoelektrischen Materialien), was den Energie Investiert- Energie Gewonnen Verhältnis in ein Großes plus Verändern kann. Windkraft und Solar können da kaum mithalten.

  39. #38

    Schiefergasförderung Verbieten weil es in gaaaanz Deutschland null Vorfälle gab, bei denen Sachschäden entstanden sind, … Ne,kann Ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht müsste mann die Vorschriften bissl anpassen, aber ein Verbot… Eher unbegründet.

  40. …mir sind Probleme der Geothermie wohl bekannt, besonders die ökonomischen, trotzdem ist diese Technologie aus dem Sortiment der Erneuerbaren gleich nach Wasserkraft mein Favorit

    Der Unterschied zur Wasserkraft liegt genau im ‚ökonomischen Problem‘!
    Geothermie ist einfach viel zu teuer!
    Was wollen Sie denn mit einer Technologie, die auf einer knappen Ressource beruht und daher niemals eine wirklich entscheidende Rolle spielen wird und dazu auch noch astronomisch teuer ist UND keineswegs gefahrlos ist?

  41. wirtschaftlich ? immer wieder wird das volk von der lobbypropaganda mit zahlen beworfen. als anwender verschiedener
    heimischer energieträger erleben wir nachkallkuliert über 30 jahre absolut konkurenzfähige kosten. also warum das
    ganze theater ? energieautonomie gefällt den multis nicht. wer den sonst ist die rückversicherung bei der atomwirtschaft, wir das volk ! es ist erwiesen, das der geldweg die sache erklärt. man lässt bohrfirmen gegen uranminen und kohle gegen gasverkäufer antreten. so vergisst man das wahre teufelsding, atomenergie und waffen ! der fatale hat recht gehabt. es kommt wie ebenes kommen kann oder muss………..aber gebt mir bitte vorher bescheid !
    ich liebe und grüsse euch ! euer max

  42. fragen zu erdwärme: weiss jemand warum in traditionellen geysirländern wie neuseeland und island nur noch erdwärme die natürlich auströmt genutz werden darf ? stimmt es das grundwasser verunreinigt wurde ? haben die zauberlehrlinge daraus gelernt ? danke und maxgrüsse !

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