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Donald Trump und die Rückkehr der Vernunft in die Klimapolitik

21. November 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Mit Donald Trump könnte die Vernunft in die Klimapolitik zurückkehren. Es besteht die Chance auf eine Kehrtwende, nach der nicht mehr das Wohlergehen des Klimas, sondern das Wohlergehen der Menschen die Leitlinie aller Entscheidungen darstellt. Dies ist nicht gefährlich oder wissenschaftsfeindlich, sondern einfach nur optimistisch. Es beinhaltet das Versprechen auf eine bessere Zukunft, die mehr bietet, als nur die Energiesparvariante der Gegenwart.

Zwei extreme Positionen prägen die Klimadebatte seit Jahrzehnten. Die eine geht davon aus, der menschgemachte Klimawandel sei ein Lügenmärchen, denn den Treibhauseffekt gäbe es nicht. Die andere Seite dagegen beschimpft jeden, der die Notwendigkeit von Emissionsminderungen anzweifelt, als verantwortungslosen Leugner, der der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen Vorschub leiste. Beide Haltungen sind offensichtlich miteinander unvereinbar. Kompromisse zwischen ihnen kann und wird es nicht geben. Beide Haltungen sind außerdem postfaktischer Blödsinn, da sie auf Glauben beruhen und nicht auf Wissen. Beide Haltungen ignorieren in Wahrheit die Wissenschaft, mit der sie sich doch so innig verbunden fühlen. Während allerdings die Ignoranz gegenüber der Physik der Atmosphäre keinen Schaden anrichten kann, stellt das andere Extrem eine reale Gefahr dar. Denn den Klimaschützern ist die Macht zugefallen, ihre Vorstellungen wirklich durchzusetzen. Was nicht nur den gegenwärtigen Wohlstand vernichten, sondern der Menschheit auch alle Optionen



Klimaschutz? Hat sich erledigt…

7. November 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Mit ihrer neuen, am 3.11. nur wenige Tage vor der Klimakonferenz in Marrakesch veröffentlichten Studie möchte die Umweltbehörde der Vereinten Nationen (UNEP – United Nations Environmental Program) die Welt zum Handeln bewegen. Tatsächlich aber markiert das Papier das Ende der Klimahysterie und damit der Klimaschutzpolitik, wie wir sie kennen.

Barbara Hendricks reitet ein totes Pferd. Schon, als die Bundesumweltministerin im vergangenen Jahr voller Enthusiasmus nach Paris aufbrach, um das im Nachhinein als „historischen Durchbruch“ verklärte Klimaabkommen mitzuverhandeln, hätte sie es merken können. Denn keiner ihrer Kabinettskollegen, geschweige denn die Kanzlerin, hat sie begleitet. Auch die Verkündung der Ergebnisse in der Bundespressekonferenz blieb ihr allein überlassen. Dessen ungeachtet machte sie sich unverdrossen ans Werk, ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm für Deutschland aufzustellen. Mit dem sie eigentlich in der kommenden Woche zur Weltklimakonferenz nach Marrakesch aufbrechen wollte, um Deutschlands Vorreiterrolle zu unterstreichen. Leider aber machten ihr sowohl das Kanzleramt, als auch die Ressorts für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft einen dicken Strich durch die Rechnung. Noch immer findet ihr „Klimaschutzplan 2050“ vor den Augen der Kabinettskollegen keine Gnade, obwohl sie doch schon so viele Abstriche vorgenommen und nahezu alle konkreten Zielvorgaben gestrichen hat. Wann das Papier mit welchen Inhalten beschlossen wird, bleibt weiterhin



Entweder ein Verbrenner oder gar kein Auto

24. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Mobilität, Politik

ego150Nach der Energiewirtschaft geht es nun der Automobilindustrie an den Kragen. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren trifft aber nicht nur die Wirtschaft, es bedeutet auch das Ende individueller Mobilität, wie wir sie kennen und schätzen. Einmal mehr zeigt sich: Klimaschutz und Freiheit passen nicht zusammen. Man kann nicht beides haben.

Im Juli erhielt der deutsche Bundesrat von der EU-Kommission ein Papier, in dem die Grundzüge der künftigen europäischen Strategie für emissionsarme Mobilität skizziert werden. Im September formulierte die Länderkammer eine Stellungnahme, die mit neun Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen angenommen wurde. Im Oktober nahmen einige Medien diesen Beschluss zur Kenntnis und berichteten darüber unter der Schlagzeile, die Bundesländer hätten sich dafür ausgesprochen, ab 2030 die Neuzulassung von benzin- und dieselgetriebenen Automobilen zu verbieten.

Das stimmt so zwar nicht, aber richtig ist es dennoch. Widersprüche dieser Art ergeben sich zwangsläufig, wenn Klimaschutz und Wirklichkeit aufeinandertreffen. Also immer.

Die Vorlage der EU-Kommission geht von dem Ziel aus, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 60% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren, mit einer klaren Tendenz Richtung null. Der Bundesrat merkt zunächst an, diese Vorgabe sei nicht ausreichend, um die Vorgaben des Weltklimavertrages zu erfüllen. Das ist korrekt, denn das Zwei-Grad-Ziel erfordert



Das Golfstromsystem. Rahmstorf vs. Krüger. Und er versiegt doch!

20. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Wissenschaft

Was ist wieder los im Nordatlantik mit dem Golfstromsystem? Das fragt gerade mal wieder der Klimaforscher Stefan Rahmstorf in seinem Blog, der KlimaLounge.



Kein Klimaschutz ohne einen Klimapräsidenten

10. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Politik

ego150Mit dem Beitritt zum Pariser Weltklimavertrag verdeutlicht die Bundesregierung ihren Willen zur „Großen Transformation“. Dieser Weg in den Abgrund sollte durch einen überparteilich vermittelbaren Klimapräsidenten begleitet und vermittelt werden. Es gibt sogar einen geeigneten, ja idealen Kandidaten.

Einstimmig hat der Bundestag vor gut zwei Wochen entschieden. Über alle Parteigrenzen hinweg gab es nicht einen Abgeordneten, der das Gesetz über den Beitritt Deutschlands zum UN-Klimavertrag von Paris abgelehnt hätte. Ein solcher Mangel an Opposition kommt selten vor. Nicht einmal der überhastete Atomausstieg des Jahres 2011 übte eine derartige Gleichschaltungskraft aus. Nachdem auch Bundesrat und schließlich das europäische Parlament zustimmten, gehört Deutschland nun zum Ensemble des großen Weltklimatheaters. Es ist nur noch nicht ganz klar, unter welchem Titel das Stück in die Geschichte eingeht. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ebenso passend wie „Viel Lärm um nichts“. Wenn es schlimm kommt, könnte es am Ende auch heißen „Die durch die Hölle gehen“. Denn sollten unsere Parlamentarier und unsere Regierung das Abkommen wirklich ernst nehmen, stünde Deutschland ein Sturz in den Abgrund bevor.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Natürlich, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen in die Atmosphäre eingebrachte Kohlendioxid verändert das Klima. Jede Verdoppelung seiner



Technik und der menschliche Instinkt

27. September 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Ökologismus, Technium

avatar-quentin150Peter Sloterdijk hat sich in seinem Buch »Was geschah im 20. Jahrhundert« auch dem Begriff Anthropozän gewidmet. Ich will nicht wiederholen was er schrieb, aber ein paar Gedanken könnten interessant sein. Zum Beispiel der, dass die Technik die Lösung aus der angenommenen Begrenztheit der Erde sein könnte. Wörtlich: „Wir wissen noch nicht, welche Entwicklungen möglich werden, wenn Geosphäre und Biosphäre durch eine intelligente Technosphäre und Noosphäre weiterentwickelt werden. Es ist nicht a priori ausgeschlossen, daß hierdurch Effekte auftreten, die einer Multiplikation der Erde gleichkommen.“ Mich überzeugt das noch nicht ganz, weil er nicht auf das eingeht was die Technik für den Menschen eigentlich ist. Könnte es sein, so meine Überlegung, dass die Technik eine Naturkonstante ist, sie also zum Menschsein gehört wie seine Sprache und seine Kultur oder seine Sexualität? Also etwas spezifisch menschliches.



Die grüne Falle

26. September 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Ressourcenverknappung

ego150Mit der Strategie „Risikovermeidung statt Gefahrenabwehr“ konnte die grüne Bewegung in den letzten Jahrzehnten Deutschland prägen. Weil bei allzu vielen Menschen hierzulande die Angst vor dem Verlust größer ist, als die Lust auf den Gewinn. Dabei haben wir so viele Chancen auf eine bessere Zukunft, wie noch keine Generation vor uns. Um diese auch in Verantwortung für unsere Nachkommen nutzen zu können gilt es, ökologistische Denkverbote und Dogmen zu überwinden.

Auf der CeBIT 2013 erlebte ich den damaligen Bundesumwelt- und heutigen Kanzleramtsminister Peter Altmaier erstmals live. Von seiner Rede ist mir die Passage besonders in Erinnerung geblieben, in der er ausführte, mit der Kernenergie wäre es in Deutschland vorbei, für immer. Wie die dogmatische Attitüde des Vortrags verdeutlichte, wollte er damit nicht einen zu diskutierenden Debattenbeitrag leisten. Nein, Altmaier schien wirklich überzeugt zu sein, eine endgültige Entscheidung zu vertreten, an der niemand mehr rütteln würde, niemals mehr, bis an das Ende der Zeiten. Die Verkündigung bereitete ihm sichtlich Freude und erfüllte wohl auch ein tiefes inneres Bedürfnis. Warum sonst sollte man dieses Thema mit einem Abstand von zwei Jahren zum Fukushima-Störfall auf einer IT-Messe anschneiden? Der Zustimmung des Saales konnte er sich natürlich sicher sein. Denn Festlegungen mit Ewigkeitscharakter zu