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Kinderschuhe und der Klimawandel

1. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel

avatar-quentinIsda! Nukos! mit diesen Rufen wurde ich geweckt, fast täglich morgens gerade als die Sonne begann aufzugehen. Allerdings kamen der Fischersfrau, die den nächtlichen Fang ihres Mannes an die Kundschaft bringen wollte, manchmal die Hähne zuvor. Diese begannen schon vor dem Sonnenaufgang zu krähen, für Langschläfer sind Fischerdörfer in den Philippinen nicht geeignet. Jeden Morgen beginnen die Frauen die Straße, oder manchmal nur den Weg, mit Strohbesen zu fegen, und eine rege Kommunikation ist ebenfalls schon bei den ersten Sonnenstrahlen im Gange. Sauber sieht es aus in diesen Örtchen, kein Vergleich mit den größeren Städten, die abseits von Tourismus oder Big Business einem Dschungel gleichen, Je kleiner die Orte, desto sauberer, nicht generell, doch tendenziell.

Isda (Fisch) und Nukos (kleiner Tintenfisch) werden sofort zubereitet und finden sich zusammen mit Reis auf dem Frühstückstisch wieder. Nur ganz frisch hat der Fisch noch einen überaus angenehmen süßlichen Beigeschmack, wird er erst am Abend zubereitet, ist dieser Geschmack, trotz zwischenzeitlicher Kühlung, nicht mehr so vorhanden. Es ist ein bisschen so wie mit der bayerischen Weißwurst, die ja angeblich des Mittagsläuten auch nicht hören soll.

Malot hieß die Fischersfrau, sie lebte mit ihren Ehemann und drei oder vier Kindern in den Mangroven, hatte dort



Im Gedenken an Mr. Spock: Der Abkühlungskonsens der 60-70er Jahre: In Search of…The Coming Ice Age

28. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

SpockAm Freitag ist Mr. Spock, Leonard Nimoy an einer unheilbaren Lungenkrankheit (COPD, oder “Raucherlunge”) verstorben. Bekannt wurde Nimoy als Mr. Spock durch Star Trek, oder Raumschiff Enterprise. Im Gedenken an ihn möchte ich an die Serie “In Search of…The Coming Ice Age”, in welcher Nimoy durch die Sendung führte erinnern.



Naomi Klein im Spiegel: Wie recht sie hat!

23. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Politik

ego150Welche Antwort hätte ein Klimaskeptiker wie ich auf die Frage nach der Gestaltung einer wirklich wirksamen Klimaschutzpolitik?

Wenn man sich mit der Zukunft beschäftigt, ist das Denken in „was wäre wenn“-Szenarien alltägliche Praxis. In meinem Fall stellt sich diese Frage nicht nur hypothetisch. Ich werde in meinem beruflichen Umfeld sehr häufig mit dem Thema konfrontiert. Eingeschlossen die Einladung zur Mitwirkung in diversen Gremien und Kommissionen, die ich noch jedes Mal mit dem Hinweis ablehnte, nicht Lösungen für ein Problem vorschlagen zu können, das nicht existiere. Was dann regelmäßig mit der Aufforderung bzw. der Maßgabe gekontert wurde, sich doch bitte trotzdem einzubringen, eine andere Perspektive könne schließlich nur hilfreich sein.

Als Ideen hatte ich aber nur die üblichen Verdächtigen zu bieten: Reduzierung der Landnutzung durch Konzentration von Funktionen (also eine weitere Förderung der Verstädterung und der Verödung ländlicher Räume), Effizienz- und Effektivitätssteigerung in der Landwirtschaft durch die Grüne Gentechnik, Nutzung von Energieträgern höherer Energiedichte (Kernkraft), Substitution der Kohle durch Erdöl und Erdgas (mittels effizienterer Fördermethoden, vulgo Fracking) und natürlich die Schaffung von Freiräumen für Anpassungsmaßnahmen statt der Verengung von Optionen durch Vermeidungsziele. Alles nicht so wirklich ökologistisch und daher auch alles nicht mehrheitsfähig.

Eine derartige Politik hätte sicher einen hohen Symbolwert.



Elektromobilität: Bilder einer Ausstellung

19. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Im Historischen Museum Hannover ist noch bis zum 14. Juni 2015 eine kleine Sonderausstellung zum Thema Elektromobilität zu sehen. Unter dem Titel: “Hannover aufgeladen!: Elektromobilität zwischen Wunsch und Wirklichkeit” werden dort durchaus nachdenkliche Töne angeschlagen. Denn der gezeigte historische Verlauf der Entwicklung begründet den politischen Optimismus hinsichtlich dieser Technologie gerade nicht. Natürlich ist die Schau mit öffentlichen Mitteln im Rahmen des Projektes “Schaufenster Elektromobilität” gefördert worden und natürlich findet man die üblichen Warnungen über Klimawandel und Ressourcenknappheit. Aber zum ersten Mal (zumindest nach meinen Erfahrungen) wird dem Publikum von “offizieller” Seite deutlich mitgeteilt, ein Akkumulator mit einer Energiekapazität von mehr als etwa 1.000 Wh pro Kilogramm Batteriemasse sei physikalisch einfach nicht möglich. Zwar fehlt die Begründung (die findet man ja hier bei uns), doch die Ausstellungsmacher haben verstanden, daß nur 10% der Energiedichte nicht ausreichen, um mit Benzin oder Diesel konkurrieren zu können. Deswegen gelangen sie am Ende zu dem Fazit, der Markterfolg der Elektromobilität hinge von Veränderungen des Mobilitätsverhaltens und der Mobilitätsansprüche der Nutzer ab. Ich teile diese Einschätzung. Ein Batteriefahrzeug ermöglicht eben nicht den Individualverkehr, wie wir ihn heute kennen. Es funktioniert nur als Teil einer Kette von Linienverkehren, als Ergänzung zu Bus und Bahn,



Lügenpresse? Ignoranzpresse!

14. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Medien, Ökologismus

ego150Die Ursache für das Scheitern der Sonde Philae auf dem Kometen Tschurjomow-Gerrasimenko könnte politischer Natur sein.

Moment.

Scheitern? Überschlugen sich nicht die Medien vor Begeisterung, war nicht allüberall von einem großen Erfolg die Rede?

Fassen wir mal zusammen: Nachdem nahezu jedes der für einen sicheren Stand Philaes auf der Kometenoberfläche vorgesehenen Systeme versagte, hüpfte die Sonde unkontrolliert hin und her, nur um schließlich im Schatten eines Felsen zum Stehen zu kommen. Wodurch ihre Solarzellen nicht mehr in der Lage waren, ausreichend Energie zur Erfüllung der Missionsziele zu generieren.

Erfolg oder Mißerfolg sind mitunter eine Frage der Perspektive. Eine sichere Energieversorgung ist eine Frage der Technik. Warum also verfügt Philae nicht über eine Radionuklidbatterie?

Ein hochrangiges Mitglied des DLR gab mir im direkten Gespräch die Antwort: Aus politischen Erwägungen. Wer da genau in welcher Form Einfluß genommen hat, wollte oder konnte er mir nicht sagen. Aber es ging tatsächlich darum, der bösen Kerntechnik keine positiven Schlagzeilen zu verschaffen. Während die NASA mit dem “atomgetriebenen” Curiosity auf dem Mars herumfuhr und Dawn und New Horizons auf dem Weg zur Ceres beziehungsweise zum Pluto ununterbrochen Daten lieferten, war Rosetta für Jahre im Standby zu betreiben und konnte Philae die Erwartungen nicht erfüllen. Weil unsere



Öffentlich-rechtliche Sender wollen “Gasland” nicht mehr ausstrahlen – Warum die Entscheidung vier Jahre zu spät kommt

8. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Unkonventionelles Gas und Öl

ITAG23_DüsteZ10vkl-e1395494632228Vor einigen Wochen hatte mich Peter Heller ausdrücklich darum gebeten, den folgenden Artikel auch hier zu veröffentlichen. Der Bitte komme ich hiermit mit einer leicht verbesserten Version gegenüber dem Original Öffentlich-rechtliche Sender wollen “Gasland” nicht mehr ausstrahlen – Entscheidung kommt vier Jahre zu spät auf meinem Blog “Erdöl und Erdgas in Deutschland – Unabhängige Infos und Meinungen zur Erdöl- und Erdgasförderung sowie deren Erkundung in Deutschland” gerne nach.

Die Meldung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender “Gasland” nicht mehr ausstrahlen wollen, erschien Anfang Januar 2015 im PR-Magazin (hier der Link zur Einleitung, ). Angeblich reagierte der Programmbeirat auf einen FAZ-Artikel, der die reißerische Ankündigung des “Kampagnenjournalismus”-Films auf Arte noch im August 2014, deutlich kritisierte. Doch die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender kommt viel zu spät.

Denn bereits spätestens seit Mai 2011 ist bekannt, dass der “Gasland”-Filmemacher Josh Fox bewusst unwahre Aussagen/Darstellungen in sein Machwerk integriert hat. Das hat der investigative Journalist Phelim McAleer herausgefunden, indem er bei einer Veranstaltung Josh Fox unbequeme Fragen stellte. Im Verlauf der Befragung musste dann Fox eingestehen, dass ihm bekannt war, dass lange vor Fracarbeiten Methan im Grundwasser enthalten war und somit das Phänomen der entflammbaren Wasserhähne altbekannt ist (YouTube-Video “Gasland director hides full facts



USA kooperiert mit China bei Flüssigsalz-Thorium-Reaktor

7. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik

772px-MSRE_ReactorÜber den Flüssigsalz-Thorium-Reaktor haben wir hier schon des öfteren berichtet. Es handelt sich dabei um einen Kernreaktor, in dem in einem geschmolzenen Kern aus Thorium 232 Uran 233 erbrütet wird, welches dann über Kernspaltung Energie erzeugt. Charmant an dem Konzept ist zum einen die inhärente Sicherheit, das heißt auch im Falle eines völligen Versagens der Reaktor-Infrastruktur geht dieser von selbst in einen sicheren Zustand, und zum anderen der Umstand, dass keine langlebigen radioaktiven Reststoffe entstehen. Nur ein sehr geringer Teil der Spaltprodukte muss maximal 300 Jahre sicher gelagert werden. Als besonderen Bonus kann ist ein solcher Reaktor auch in der Lage das, was wir heute als Atommüll bezeichnen, in Energie und unkritische Spaltprodukte umzuwandeln. Eine Spezialform dieses Reaktortyps ist der in in Berlin am Institut für Festkörperphysik entwickelte Dual-Fluid-Reaktor.

In Deutschland heute undenkbar

Es versteht sich in Deutschland nahezu von selbst, dass über eine Entwicklung dieses Konzeptes bei uns nicht einmal nachgedacht wird. Jede Form der Energiegewinnung, die auf der Einstein-Gleichung E=mc² beruht, ist böses Atom und damit des Teufels. Unerheblich, ob damit handfeste Vorteile verknüpft sind, wie die Lösung der Endlagerfrage.

Anders liegt der Fall in China. Das aufstrebende Reich hat einen so gigantischen Energiebedarf, dass man