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Das IPCC, GEWEX und die Wolkenbedeckung Teil II

17. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel

WolkenWährend das IPCC eine wohl bekannte Organisation ist, mit viel medialer Aufmerksamkeit, hört man über Projekte wie GEWEX eher selten etwas. Ich möchte deshalb im folgenden dieses Projekt einmal kurz vorstellen

„Global Energy and Water Cycle Experiment“ – GEWEX

GEWEX ist ein Projekt des „World Climate Research Programm“ – WCRP. Es hat den Auftrag die neuesten Satellitengenerationen zu nutzen um den Einfluß des Energie- und Wasserkreislaufes auf die globale Erwärmung zu untersuchen. Dabei sollte es globale Messungen benutzen, um die Energie- und Wasserflüsse in diesen Kreisläufe zu bestimmen. Aber auch den Wasserkreislauf und seinen Einfluß auf Atmosphäre, Ozeane und Landfläche modellieren, sowie Beobachtungstechniken entwickeln die experimentelle Daten liefern die als Basis für Wetter- und Klimavorhersagen dienen.

Ein Auszug aus dem Vorwort der Broschüre zu den Ergebnissen der Phase 1 des GEWEX Projekts zitiere ich, um zu zeigen, dass wir es hier mit Wissenschaft vom Feinsten zu tun haben.

The Global Energy and Water Cycle Experiment (GEWEX) of the World Climate Research Programme (WCRP), sponsored by the World Meteorological Organization (WMO), the International Council for Science (ICSU), and the Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), has amassed an out- standing record of accomplishments



Ignoriert das IPCC die Wolkenbedeckung? Teil I

14. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel

earthshineIm Jahr 2004 erschien ein interessanter Artikel im Science Magazin von Palle et al mit dem Titel „Changes in Earth Reflectance over the Past Two Decades“ in dem die Autoren die Albedo der Erde rekonstruieren.

Die Rekonstruktion der Albedo

Palle et al rekonstruierten die Reflektivität der Erde aus den experimentellen Datensätzen des International Satellite Cloud Climatology Project (ISCCP) D1. Dabei benutzten sie unabhängige Reflektivitätsmessungen aus dem „Earthshine Projekt“ als Referenz. Im „Earthshine“ Projekt wird vom Prinzip her der Mond als Spiegel benutzt. Das heißt man vergleicht das vom Mond reflektierte Sonnenlicht mit dem vom Mond reflektierten Erdlicht (Earthshine) und bestimmt daraus die Reflektivität der Erde.

Palle et al. nutzten dann drei Parameter aus den ISCCP Daten die in einer multivariaten Analyse über die Referenzperiode von 1999 – 2001 am stärksten mit der im „Earthshine“ Projekt bestimmten Reflektivität korrelierten. Das sind die Oberflächenreflektivität (SR), die optische Dicke der oberen Wolkenschicht (OT) und die Wolkenbedeckung (CA). Mit diesen drei Parametern lässt sich dann aus den im ISCCP Projekt experimentell bestimmten Daten die Reflektivität und auch die Albedo der Erde rekonstruieren.

Das Ergebnis der Rekonstruktion der Reflektivität aus den experimentellen Beobachtungen ist in dem folgenden Bild zusammengefasst. Aufgetragen ist auf der Achse links



Wie Klimamodelle an die Realität angepasst werden Teil I

12. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel

ModellstrukturAuf der Webseite „Science of DOOM“ bin ich auf einen Artikel von Mauritsen et al. gestoßen über das „Tunen“ der Klimamodelle am Beispiel des „Max Planck Institut Earth System Model“ (MPI-ESM). Das ist der erste Artikel mit einer guten Ausführlichkeit über diesen Prozess den ich bisher gefunden habe. Meine Ergebnisse beim Durcharbeiten will ich im Folgenden mitteilen.

 

Warum müssen Klimamodelle an die Realität angepasst werden?

Wenn man sich eine physikalische Eigenschaft sucht die Klimamodelle simulieren sollen, die in aller Munde ist, dann stößt man schnell auf die mittlere globale Oberflächenlufttemperatur („Mean Surface Air Temperatur“ (mSAT) des Erdsystems. Darüber hinaus interessiert in den Medien wie diese Größe von der Zusammensetzung der Atmosphäre und der Einstrahlung durch die Sonne abhängt, aber auch wie diese Größe auf natürliche Art und Weise variiert. Schaut man genau hin, stellt man fest, dass in den meisten Fällen nur die Änderung der mittleren SAT betrachtet wird. Ich möchte mich deshalb im folgenden einmal auf die absoluten Werte der mittleren Oberflächentemperatur konzentrieren.

HadCrut3v_92

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild 1 aus dem Artikel von Mauritsen et al. zeigt einen Vergleich der beobachteten mSAT aus den HadCRUT3v (schwarz)und den



Modelle: Der Faktor Mensch

8. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

avatar-quentinImmer wieder dreht sich in der Klimawandeldiskussion alles um die Frage der Daten, wie werden diese erhoben, oder um die Naturwissenschaften, wie können welche Beobachtungen naturwissenschaftlich erklärt werden. Hier erscheint es mir nun angebracht, einmal hinzuschauen, was passiert mit den Daten und den wissenschaftlichen Erklärungen. Wie werden sie gedeutet, welche Schlüsse kann man daraus ziehen, welche Empfehlungen können gegeben werden? Einzelne Daten oder Erklärungen sagen ja erst einmal gar nichts darüber aus, was es für uns bedeutet, sie sind neutral, erst wenn der Mensch selbst aktiv werden soll bekommen sie eine Bedeutung für ihn. Ist Klimaschutz sinnvoll oder nicht, beispielsweise. Besteht überhaupt keine Gefahr durch den Klimawandel oder kommt die Katastrophe. Das lässt sich aus Daten oder aus der Naturwissenschaft nicht erkennen, beides muss gedeutet werden. Ein Bild, ein Modell muss erstellt werden: Was wird sein … .

Deshalb scheint es mir angebracht einmal anzuschauen was diese Modelle eigentlich sind, wie sie entstehen, welche Faktoren einfließen und welche nicht. Dazu hier, um auch mal über den Tellerrand der Klimamodellierung hinaus zu schauen, zwei Videos in denen aus unterschiedlicher Sichtweise Modelle beschrieben werden. Was mir auffiel, der Faktor Mensch spielt eine wesentlich größer Rolle als gemeinhin angenommen wird. Das beginnt schon



Wie Deutschland sich der Zukunft verweigert

28. Juni 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

ego150Der still lächelnd auf einem Stuhl neben dem Vortragenden sitzende, als „Assistent“ vorgestellte Mann müsse ein Mensch sein, verkündete ich im Brustton der Überzeugung meinen Sitznachbarn. Schließlich hatte er geblinzelt. Und warum bitte sollte man einem Roboter eine für ihn so nutzlose Funktion wie das erratische Heben und Senken der Augenlider mitgeben? Genau deswegen. Um auch Schlaumeier wie mich zu täuschen. Es war tatsächlich eine Maschine. Eine große Ähnlichkeit mit ihrem Erbauer (Henrik Schärfe von der Universität Aalborg) konnte ich zwar nicht ausmachen, aber das Wesen erschien in jeder Hinsicht als Mensch. Es schaute freundlich ins Publikum, lächelte wissend zu den Ausführungen des Professors und man hatte das Gefühl, es könne jederzeit aufstehen und selbst mit dem Publikum sprechen. Diese beeindruckende Präsentation eines Androiden als höchstes Ziel des Maschinenbaus zeigte Möglichkeiten auf, die man noch vor einigen Jahren als utopische Spinnereien abgetan hätte. Wie würde mein Alltag aussehen, hätte ich einen autonom agierenden, mobilen humanoiden Roboter als Kopie meiner selbst zur Verfügung, der mir allerlei Verrichtungen abnehmen könnte, die der Interaktionsfähigkeit einer menschlichen Physis bedürfen? Einkaufen fällt mir da ein, die Kinder von der Schule abholen und zum Sport- oder Musikunterricht bringen, Behördengänge erledigen und vieles mehr. Er könnte



Skeptikerirrtümer II: Kühlen Treibhausgase, oder wärmen sie?

25. Juni 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

In der KlimaLounge ist gerade eine heftige Debatte entbrannt, ob Treibhausgase wie CO2 und Wasserdampf die Erde kühlen, oder erwärmen. Auslöser der Debatte war ein Vortrag, welchen Klaus Ermecke in der letzten Woche im Umweltausschuss des niedersächsischen Landtages gehalten hatte. Grundlage des Vortrages war eine Ausarbeitung, welche Herr Ermecke (studierter Wirtschaftswissenschaftler) mit dem Diplomingenieur Heinz Thieme zum Treibhauseffekt ausgearbeitet hatte. Demnach erwärmen Treibhausgase die Erde nicht, sondern kühlen sie. Diese Ansicht vertreten eine Reihe von Klimaskeptikern, wie z.B. auch ein Dr. Gerhard Stehlik. Der Effekt lässt sich nach Herrn Ermecke belegen, indem man die Temperatur des Mondes mit der der Sahara vergleicht. Bei gleicher Sonneneinstrahlung ist der Mond mit einer Temperatur von maximal 134°C, um 54°C wärmer als die Sahara, die maximal nur 80°C erreicht. Zieht man bei der Erde noch den natürlichen Treibhauseffekt von 33°C ab, so ergeben sich für die Sahara sogar nur 47°C, also -87°C Temperaturdifferenz. Das ist der Beleg gegen das Treibhausdogma und dafür, dass Treibhausgase kühlen! Oder vielleicht doch nicht?



Rahmstorf und Latif: Die Katastrophentrompeter im ZDF

11. Juni 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Die Unwetter von Pfingsten und das aktuelle “Unwetterchaos” in NRW boten mal wieder eine Steilvorlage für alle Katastrophentrompeter in Sachen Klimawandel. Das durften sich das ZDF und die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Mojib Latif natürlich nicht entgehen lassen um ihre düsteren Prognosen an die Wand zu malen. Sehen Sie selbst: