Artikel



Windkraft – eine maximalinvasive Technologie

27. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Windkraft

ego3-150x150Als ich vor einigen Tagen einen mir bekannten Landtagsabgeordneten der Union traf, kamen wir im Gespräch schnell zum Thema Energiewende. Als ich anhob, von einem Besuch bei einer Veranstaltung von Windkraftgegnern zu erzählen, unterbrach er mich, um mir von seinen eigenen Erfahrungen mit „diesen Leuten“ zu berichten. Mit denen man seiner Meinung nach nicht gut diskutieren könne. Spürbar war seine Verwirrung angesichts der Vielzahl an Argumenten und der Vehemenz und Deutlichkeit, mit der diese vertreten werden. Denn schließlich müsse man die Windenergie doch ausbauen, wolle man politisch verankerte Ziele wie Energiewende und Klimaschutz erreichen. Aber „diese Leute“, so sein Fazit, könne man nicht mehr erreichen und nicht mehr überzeugen. “Was aber…”, entgegnete ich, “…wenn Sie diese Leute auch nicht überzeugen sollten? Die könnten schließlich mit ihrem Widerspruch richtig liegen.” Der Abgeordnete schaute mich entgeistert an.

Zu der Veranstaltung, die ich besuchte, hatte der FDP Stadtverband Burgdorf eingeladen. In Niedersachsen haben die dort in großer Stärke im Landtag vertretenen Liberalen die Windkraft als Thema entdeckt. Man etabliert sich als Partner lokaler Initiativen von Gegnern eines weiteren Ausbaus, hört ihnen zu, trägt ihre Argumente in den Landtag und hilft ihnen bei der landesweiten Vernetzung. Von daher konnte ich mir im Vorfeld ausmalen,



Fahndung: Auf der Suche nach grünen Umweltschutz. Wer kann helfen?

22. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Daten, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Windkraft

Gruene-Landschaften2In letzter Zeit habe ich mich über diverse Klimaschutzprojekte informiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Grünen federführend im Klimaschutz sind. 1980 sind die Grünen als grüne Partei gestartet, die vor allem für den Umweltschutz eingetreten ist. Was ist eigentlich heute daraus geworden? Welche Umweltschutzprojekte haben die Grünen umgesetzt und welchen Beitrag haben die Grünen zum Umweltschutz geleistet? Ich habe lange nachgedacht, mir ist aber kein größeres Umweltschutzprojekt eingefallen. Dafür sind mir etliche Projekte eingefallen, welche die Grünen mit umgesetzt haben und welche der Umwelt massiven Schaden zugefügt haben. Hier die Bilanz.



Die Gegenrede zum Manifest der Ökomodernisten: Der Ökologismus ist nicht modernisierbar!

21. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Technium

ego3-150x150Eine Wanderung im Schwarzwald wird oft reich belohnt. Mit wunderbaren Panoramen von Dörfern, die sich harmonisch in die Täler zwischen sanft ansteigenden Hügeln schmiegen. Saftige Weiden gehen in die tiefgrünen Wälder auf den Höhenrücken über. Die Idylle, so stellt man rasch fest, ist nicht nur auf Postkarten zu finden. Sie existiert wirklich und übertrifft die gedruckten Hochglanzbilder bei weitem. Der Schwarzwald gilt als ein Stück heiler Natur in Deutschland, mitten im dichtbesiedelten und industrialisierten Europa. So vermarktet er sich auch. Ich mache gerne dort Urlaub.

Obwohl oder gerade weil ich um die Illusion weiß. Der Schwarzwald ist in Wahrheit nicht mehr als eine perfekte Vorspiegelung falscher Tatsachen, eine im Maßstab 1:1 umgesetzte Faller-Modellbahnwelt. Denn ursprüngliche oder gar unberührte Natur findet man dort nicht. Sondern nur eine vollkommen artifizielle Umgebung.

Die Hügel sind durchlöchert von Bergwerksstollen, die meisten Seen und Teiche wurden in Wahrheit als Wasserreservoire dereinst künstlich angelegt, die Bäche und Flußläufe begradigt und umgeleitet, um sie beispielsweise für Wassermühlen nutzbar zu machen. Die Höhenrücken waren noch im 18. Jahrhundert weitgehend entwaldet, das Holz wurde als Baustoff und Energieträger gebraucht. Viele Rodungen dienten auch der Schaffung von Flächen für die Viehwirtschaft. Saftige Weiden gehörten eben nicht zur Grundausstattung dieser Landschaft,



Warum der Wind niemals “keine Rechnung” schickt – und Windkraft teuer bleibt

19. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Windkraft

Energiewende-Optimisten erwarten in Deutschland für die Zukunft Zustände wie in einem Energie-Schlaraffenland. Anstatt gebratener Tauben die einem im Märchenland der Faulenzer in den Mund fliegen, ist es dann der Öko-Strom der reichlich und quasi umsonst aus der Leitung kommt. Das Kalkül hinter dieser Annahme ist bestechend einfach und auf den ersten Blick einleuchtend. Und grundfalsch:

Auch wenn wir heute noch einen Mehrpreis für den Strom aus Wind und Sonne bezahlen, so heißt es oft, werden wir schon in wenigen Jahren, wenn für die ersten Anlagen die hohen Vergütungssätze nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) auslaufen, den Strom von dort fast zum Nulltarif bekommen. Schließlich hätten diese ja keine Brennstoffkosten und Sonne und Wind schicken bekanntlich keine Rechnung.

Wind schickt doch eine Rechnung

Betrachtet man diese Überlegung einmal am Beispiel der Windkraft, einer der Hauptsäulen der Energiewende, dann fallen einem sofort zwei grundlegende Fehleinschätzungen ins Auge. Fehler Nummer eins an dieser Rechnung ist, dass auch nach dem Ende der speziellen Förderung für neue Anlagen eine Vergütung zu zahlen ist. Und diese ist mit 4,95 Cent für die Kilowattstunde an Land und mit 3,9 Cent auf hoher See immer noch über den Preisen von Strom aus Kohle, Braunkohle oder Kernkraft.

Und Fehler



Reizthema “Fracking” – Wie dramatisierende Schlagzeilen Artikel- und Studieninhalten widersprechen

18. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Unkonventionelles Gas und Öl

Zu den Hauptsorgen der Gegner des “Fracking”, korrekt Hydraulic Fracturing, zählt, dass durch das Verfahren Grundwasser zur Trinkwassergewinnung  “verseucht” wird. Sie fühlten sich bestätigt, als am 6. Mai dieses Jahres beim Tagesspiegel ein Artikel erschien, der mit der Schlagzeile “Fracking-Chemikalien im Trinkwasser entdecktaufwartete.

ITAG23_DüsteZ10vklDoch bereits in den ersten Zeilen des Artikels wird die dramatisierende Schlagzeile relativiert. Die Chemikalien stammen mutmaßlich aus Erdgasbohrungen, heißt es.

Ferner wird in dem Artikel abermals deutlich, dass die Autoren solcher Artikel offenbar wenig davon verstehen, worüber sie schreiben. So wird das Fracverfahren folgendermaßen beschrieben:

Unter hohem Wasserdruck bricht das Gestein auf, Sand und verschiedene Chemikalien sorgen dafür, dass die Spalten offen bleiben und Gas ins Bohrloch strömt, wo es dann gefördert wird.

Im Gegensatz zahlreicher anderer Beschreibungen des Verfahrens in deutschen Medien entspricht diese im Großen und Ganzen den Tatsachen, ist aber dennoch nicht exakt. Richtig ist, dass der Sand oder andere Stützmittel (Schwerminerale wie Zirkon oder Korund, hochfeste Keramikkügelchen) den Zweck haben, die erzeugten Risse offenzuhalten.

Die dem Fracfluid beigemengten Chemikalien, deren Anteil bei Fracarbeiten in Tongesteinen unter 0,5 Prozent liegt, haben hingegen die Aufgabe die Reibung zu vermindern, Tonquellung während der Risserzeugung zu verhindern und Ablagerungen an den Rohrwandungen zu



Anthropozän und der Mythos der Nachhaltigkeit

15. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Technium

avatar-quentin150In einer Sendung des Schweizer Fernsehen, der Sternstunde Philosophie⁽¹⁾, sagte der Wachstumskritiker und Direktor der Stiftung FUTURZWEI⁽²⁾, Harald Welzer⁽³⁾, dass er begonnen habe Geschichten darüber zu erzählen was geht, gehen könnte. In Hinblick auf Möglichkeiten wohlgemerkt, und dass es wichtig sei, dass wir wieder lernen über unsere Handlungsspielräume Rechenschaft abzulegen. Mit positiven Beispielen oder Erzählungen wird den Menschen ein Horizont gegeben, nach dem es sich zu streben lohnt. Nun, genau genommen ist das ein alter Hut, mit dem Wecken von Hoffnungen lassen sich Menschen eher begeistern und in eine gewünschte Richtung leiten, als mit dem Schüren von Angst. Am besten funktioniert es natürlich, wenn man beides miteinander kombiniert.

Da Welzer von Handlungsspielräumen spricht, also im Plural, und von Rechenschaft ablegen, haben wir es mit der Imagination von Zukünften zu tun. Auch im Plural. Mögliche Zukünfte, keine Utopien. Diese müssen sich ja nicht darum kümmern, was geht, was machbar ist. Handlungsspielräume abzuchecken, versuchen herauszufinden was geht, gehen könnte, sind sozusagen Visionen im Möglichkeitsraum. Nun getraut man sich heute ja kaum noch das Wort »Vision« auszusprechen, nachdem Helmut Schmitt mit seinem dummen Ausspruch: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ ständig von denen zitiert wird, die



Die Energiewende: Kalter Kaffee für den Klimaschutz?

13. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego3-150x150Viele Kaffeegenießer leisten sich mit Kapseln zu fütternde Vollautomaten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine frisch zubereitete Tasse steht jederzeit und schnell zur Verfügung. So schmeckt der Kaffee besser, als abgestanden aus der großen Kanne. Auch kann man einfach zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Kompositionen wechseln. Dieser Luxus führt natürlich zu einem erhöhten Aufwand an Ressourcen und Kosten. Man denke allein an die Verpackung des portionierten Kaffeepulvers, die zu einem großen Teil aus dem energetisch aufwendig hergestellten Aluminium besteht.

Was Dr. Martin Iffert, dem Vorstandsvorsitzenden des Aluminium-Produzenten Trimet natürlich sehr gut gefällt, auch wenn Folien und Beschichtungen nur einen kleinen Teil des Umsatzes seines Unternehmens ausmachen. Am Beispiel der Kaffekapseln aber kann man nach seiner Auffassung häufige Trugschlüsse der Klima- und Energiedebatte besonders gut verdeutlichen.

Denn der höhere Aufwand pro Tasse darf nicht einfach hochgerechnet werden. Bezogen auf die gesamte Menge des in Deutschland gekochten Kaffees sparen Kapseln, Pads und entsprechende Automaten sehr wohl Energie ein. Weil sie ein bedarfsgerechtes Angebot gestatten. Anders ausgedrückt: Der auf diese Weise zubereitete Kaffee wird auch getrunken. Die herkömmliche Produktionsmethode hingegen erzeugt viel Abfall. Der am Ende einfach weggeschüttet wird. Auf den  Luxus zu verzichten und gar noch den Energieverbrauch herkömmlicher Kaffeemaschinen zu regulieren,