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Klimaschutz: Heuchelei entlarvt im Spiegel des Narren

19. Juni 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

Für schöne Gipfelbilder, die Aktivität, Kompetenz und Harmonie nur vortäuschen, verbleibt ein Donald Trump eben nicht im Weltklimavertrag. Der Geschäftsmann weiß: Ein Deal ist nur dann gut, wenn alle Partner von ihm profitieren. Was niemandem etwas bringt, ist auch nichts wert, sondern nur Zeitverschwendung.

ego150Für drei Gruppen stellt die Entscheidung des Präsidenten der USA zum Rückzug seines Landes aus dem Pariser Klimavertrag einen echten Lichtblick dar. Natürlich für die Klimaskeptiker, die aus unterschiedlichen Gründen in anthropogenen Einflüssen auf das Klimageschehen kein Problem erkennen. Aber auch aufrechte, von der Angst vor der Apokalypse getriebene Klimaschützer müssten Donald Trump eigentlich applaudieren. Schließlich wären noch die wirklich Betroffenen zu nennen. Menschen in allen Nationen, aber vor allem in den Ländern der Dritten Welt, denen eine tatsächlich ambitionierte Klimaschutzpolitik gegenwärtigen Musters genau das vorenthielte, was sie zur Überwindung von Armut und Mangel am dringendsten benötigen: billige Energie in bedarfsgerechter Menge.

Trump gefährdet nicht den Planeten, sondern einzig die Position der Schmarotzer, deren Auskommen und Karrieren unmittelbar von der Relevanz abhängen, die der Thematik durch die breite Öffentlichkeit beigemessen wird. Es ist daher genau diese Gruppe aus Gesinnungsjournalisten, aus selbsternannten Weltrettern in der Politik und nationalen wie supranationalen Bürokratien, aus Propagandisten der Umweltverbände, aus subventionsgierigen



Klima- und energiepolitische Forderungen des Berliner Kreises

3. Juni 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Karbonsteuer, Klimawandel, Politik

berlinerkreisDie Forderungen des Berliner Kreises in der Union zur Energie- und Klimapolitik  wurde zwar durch MdB Philipp Lengsfeld bereits am 30.05. , also zwei Tage vor Trumps Rede zum Ausscheiden der USA aus dem Pariser Klimaabkommen, per Twitter verbreitet – sie haben aber nun eben aufgrund der Maßnahme des US-Präsidenten eine besondere Aktualität und Bedeutung bekommen. Wir dokumentieren das Papier daher hier in voller Länge.

 

 

Klima- und energiepolitische Forderungen

1. Klimaforschung

1) Ohne Ideologie: Die Öffentlichkeit hat eine objektiver geführte Debatte über die Klima- und Energiepolitik verdient. Wissenschaft darf nicht von der Politik instrumentalisiert werden. Die Freiheit der Forschung und Lehre ist zu respektieren. Klimaforschung darf nicht zu einer Glaubensfrage werden und auch nicht zu einer Arena ideologischer Auseinandersetzungen.

2) Mehr Einordnung: Der Treibhauseffekt und der natürliche Kohlenstoffkreislauf sind unerlässliche Bestandteile des Lebens. Das Klima hat sich immer gewandelt. Deshalb gibt es auch keine Leugnung eines Klimawandels. In der Erdgeschichte haben sich Eis- und Warmzeiten abgewechselt. Klimageschichtlich hat es sowohl mehr als auch weniger starke Eismassen als heute gegeben. Auch der Meeresspiegel war klima- und erdgeschichtlich nie konstant. Die genauen klimatischen Treiber sind noch nicht vollständig erforscht und verstanden, aber eine solitäre Rolle des Treibhauseffekts scheint unwahrscheinlich. Es



Politik ist für die Menschen da – und nicht für das Klima!

29. Mai 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Technium, Wissenschaft

ego150Wenn Politik und Wissenschaft aufeinandertreffen, erblühen Irrationalität und Bigotterie. Forscher decken Zusammenhänge auf und stoßen dadurch auf immer neue Fragen. Politiker hingegen interessieren sich vor allem für Antworten, die ihre Agenda stützen und die sie mit dem Absolutheitsanspruch letztgültigen Wahrheitsbesitzes verwenden können.

Die Scheinheiligkeit entwickelt sich aus der Notwendigkeit, zu diesem Zweck einseitig aus dem wachsenden Portfolio wissenschaftlich/technischer Einsichten selektieren zu müssen. Der Vernunft widerspricht das Dogma, die so getroffene Auswahl liefere nicht nur eine Argumentationsunterstützung, sondern enge auch noch politische Handlungsspielräume ein. Nirgends wird dies so deutlich propagiert, wie in der Klimadebatte, in der ein physikalischer Vorgang wie der Treibhauseffekt als hinreichender Beleg für die Notwendigkeit einer Dekarbonisierung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise gilt, obwohl ihn wahrscheinlich kaum ein Politiker oder Journalist erklären könnte oder auch nur verstanden hat.

Dabei wäre, selbst wenn man sich dem Vorsorgeprinzip unterwirft, um alle mit Projektionen und Prognosen verbundenen Unwägbarkeiten außer Acht lassen zu dürfen, eine primär auf die Reduzierung und Vermeidung von Treibhausgasemissionen zielende Strategie nicht alternativlos. Selbst wenn man also von der Prämisse ausgeht, die potentiell denkbaren Risiken einer fortschreitenden Erderwärmung würden das Handeln erzwingen, determiniert die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung nicht, wie man reagiert. Ganz im Gegenteil wäre ein der gegenwärtigen Klimapolitik diametral



Ein Marsch für die Wissenschaft oder ein Marsch für Lyssenko?

22. April 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

ego150Heute wollen sie marschieren. Für die Wissenschaft, sagen sie und gegen die Leugnung oder Relativierung wissenschaftlich fundierter Tatsachen. Aber die Initiatoren legen den „March for Science“ ausgerechnet auf den sogenannten „Earth Day„, mit dem sie sich durch ihr Logo und in ihren Verlautbarungen verbinden. Das entwertet die gesamte Veranstaltung. Denn wer behauptet, mit Schlagworten wie Ressourcenknappheit, Artensterben, Überbevölkerung und Klimakatastrophe umschriebene Zukunftsängste seien wissenschaftlich gerechtfertigt, dem geht es nicht um Aufklärung, sondern um die Instrumentalisierung der Forschung für die Dogmen des Ökologismus.

Am Beispiel der Klimakatastrophe als momentan dominanter apokalyptischer Phantasie lässt sich dies besonders gut verdeutlichen. Schließlich ist der „March for Science“ vor allem eine Idee des linken amerikanischen Wissenschaftsbetriebs, mit dem gegen die durch die Trump-Administration initiierte Rückkehr des politischen Primats in die Klimadebatte mobil gemacht werden soll. Natürlich verwendet man, sich an diesen Impuls anschließend, auch bei den deutschen Aktivisten den diffamierenden Begriff von den „Klimaleugnern“, womit eigentlich „Klimakatastrophenskeptiker“ gemeint sind, und wirft diese mit Kreationisten und allerlei Verschwörungstheoretikern in einen Topf. Dabei sind doch gerade die Alarmisten diejenigen, die sich einer kritischen Betrachtung der gegenwärtigen Klimapolitik verweigern.

Obwohl Treibhauseffekt und Klimakatastrophe zwei völlig verschiedene Dinge sind. Die Überzeugung, aus dem einen erwachse



Drei Zitate über Innovation und Evolution

31. März 2017 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit

Opel-Kadett-mit-HolzvergaserZufällig, durch einen Artikel im The European, bin ich auf den Historiker Prof. Dr. Rolf Peter Sieferle aufmerksam geworden, habe ein bisschen gegoogelt und eine Expertise von ihm für das WBGU-Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ gefunden. Immer mal wieder bin ich auf dieses Gutachten eingegangen insbesondere hier, mit diesem Zitat:

„Die kolossale Herausforderung für die Modernisierung repräsentativer Demokratien besteht nun darin, zur Gewinnung von zusätzlicher Legitimation mehr formale Beteiligungschancen zu institutionalisieren, diese zugleich aber an einen inhaltlichen Wertekonsens nachhaltiger Politik zu binden, damit „mehr Partizipation“ im Ergebnis nicht zu „weniger Nachhaltigkeit“ führt.“ (WBGU-Gutachten S.218)

„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ soll mal Walter Ulbricht gesagt haben, erinnerte mich ein Leser, und diesen Geist atmet eben auch dieses Nachhaltigkeitspostulat wie es im WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesrgierung Globale Umweltveränderungen) vertreten wird. Doch das nur nebenbei.

Die Expertise von Sieferle habe ich damals nicht recht wahr genommen, um ehrlich zu sein, habe ich das ganze Gutachten auch mehr überflogen als intensiv gelesen. Die Zeit jeden Satz zu bedenken und zu deuten, die habe ich mir nicht genommen. Ich denke aber, dass ich den »Spirit« dessen was dieses WGBU-Gutachten



Der vorzeitige Todesfall als Herrschaftsinstrument unserer Zeit

13. März 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Mobilität, Ökologistische Mythen

ego150Uns plagt eine Geißel, deren Herkunft und Wirkung weitgehend unbekannt sind. Gemeint ist der sogenannte „vorzeitige Todesfall“, eine gedankliche Konstruktion, auf deren Basis umfangreiche regulatorische Eingriffe der Politik möglich werden, die nicht nur die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Wirtschaft begrenzen, sondern auch tief in die private, individuelle Lebensgestaltung eingreifen. Wer sich fragt, warum selbst ursprünglich freie und liberale Demokratien in vielen Aspekten zunehmend diktatorisch agieren, wird beim „vorzeitigen Todesfall“ fündig. Perfide an diesem Konzept ist sein vordergründig fürsorglicher Charakter. Wer will schon vor der Zeit sterben? Wer möchte nicht so lange wie möglich bei bester Gesundheit leben? Für wen ist nicht der Tod eines Freundes, eines Angehörigen oder Partners ein tragisches Ereignis, auf das man gut verzichten kann? Der Staat, so die mit dem „vorzeitigen Todesfall“ verknüpfte Botschaft, setzt sich mit aller Macht dafür ein, unser Wohlergehen und das unserer Lieben zu erhalten. Damit niemand vor der Zeit dahinscheidet. Und dagegen kann man schwer opponieren. Obwohl es nicht die ganze Wahrheit ist.

Denn sterben müssen wir alle. Bislang kann keine Macht der Welt etwas daran ändern. Natürlich wird an Technologien gearbeitet, die Alterung und körperlichen Verfall bremsen und uns vielleicht sogar die relative Unsterblichkeit ermöglichen, in der allein ein Unfalltod ins Jenseits



New Nuclear – ein Rohrkrepierer?

16. Januar 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Nuklearmedizin, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

ego150Der folgende Text erschien in drei Teilen im Dezember in meiner Kolumne „Lichtblicke“ bei Tichys Einblick. Für Science Skeptical bringe ich ihn in einem Stück. Einerseits wird er dadurch natürlich sehr, sehr lang. Andererseits stellt er eine Zusammenfassung vieler Aspekte zur Kernenergie dar, die ich hier schon über mehrere Artikel verteilt beschrieben und kommentiert habe. Langjährigen Lesern wird daher das Meiste bekannt vorkommen.

Am 27. November 2016 lehnten die Bürger der Schweiz eine Initiative ab, die sich für die Abschaltung der fünf eidgenössischen Kernkraftwerksblöcke bis zum Jahr 2029 aussprach. Dies als ein Votum für die Kernenergie anzusehen, wäre ein Fehler. Denn die Debatte im Vorfeld der Volksabstimmung eröffnete den Wählern nur die Wahl zwischen Pest, also Super-GAU und Strahlentod, und Cholera, also steigenden Stromkosten und sinkender Versorgungssicherheit. Wie immer, wenn es um die Kernkraft geht, prallten Ängste auf Ängste und es gewann die Kampagne, die die wirkmächtigeren Emotionen zu schüren verstand. Tatsächlich aber hätten die Schweizer die Pest auch loswerden können, ohne die Cholera in Kauf nehmen zu müssen. Sollten die Optionen für die Wasserkraft tatsächlich ausgereizt sein, genügen zwei oder drei moderne, leistungsstarke Kohle- oder Gaskraftwerke als Ersatz für die ohnehin schon sehr betagten Kernreaktoren. Die Pest wäre weg