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Ein Exkurs zur aktuell gemessenen Klimasensitivität und absoluten Globaltemperatur

27. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

Aqua_SC_jpgViele Klimaschützer und Klimaspektiker wissen mit dem Begriff Klimasensitivität nichts anzufangen, deshalb habe ich mich entschlossen der Thema einmal näher zu beleuchten. Eine Verdopplung des CO2-Gehaltes in unserer Atmosphäre würde ohne Rückkopplungen, wie Veränderung des Wasserdampfgehaltes in der Atmosphäre, der Wolkendecke, der Albedo (Rückstrahlungsvermögen der Erde) und der Lapse-Rate (Veränderung des Temperaturgradienten der Atmosphäre) zu einer globalen Temperaturerhöhung von rund 1°C führen. Der Weltklimarat IPCC geht aufgrund von Modellberechnungen in seinen Sachstandberichten davon aus, dass es infolge des CO2-Anstiegs und der damit verbundenen Erderwärmung zu überwiegend positiven Rückkopplungseffekten im Klimasystem kommen wird. Dadurch wird eine globale Erwärmung von weit über 1°C verursacht. Die aktuellen Klimamodelle des Weltklimarates IPCC weisen Rückkopplungsparameter zwischen 0,8 und 2,4 W/(m^2*K) auf. Daraus ergibt sich bei CO2-Verdopplung ein Temperaturanstieg von 1,5 bis 4,5°C. Im Mittel ergibt sich ein  Temperaturanstieg von 3°C (mit einem Rückkopplungsparameter von 1,2 W/(m^2*K)). Aktuelle Messungen des Strahlungsantriebs/ der Strahlungsflüsse von Satelliten aus [ERBE (1985-1999) und CERES (2000-2015)] und der Bodentemperatur liefern hingegen einen Rückkopplungsparameter von 6 W/(m^2*K). Daraus ergibt sich bei CO2-Verdopplung ein Temperaturanstieg von nur 0,7°C. Die sich ergebende Temperaturerhöhung bei CO2-Verdopplung bezeichnet man als Klimasensitivität.



Vergiftete Klimawandeldebatte

25. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energiewende, Klimawandel, Medien

avatar-quentin150Die Klimawandeldebatte ist vergiftet, wer sich darauf einlässt findet sich bald in einer Schlangengrube wieder. Es wird gelogen und getrickst, Scharlatane und selbst ernannte Propheten führen das Wort, dabei kocht jeder sein eigenes Süppchen. Längst ist für den Beobachter nicht mehr erkennbar, was eigentlich nun Stand der Wissenschaft ist, welche Unsicherheiten bekannt sind, plus welche noch vermutet werden. Narrative bestimmen die Auseinandersetzung, für Fakten, soweit sie als gesichert angesehen werden können, interessiert sich nur noch eine Minderheit, aber alle tun so, als hantieren sie damit. Wer also wissen möchte, was nun wirklich Stand der Wissenschaft ist, ist darauf angewiesen sich entweder selbst einzuarbeiten, in den IPCC-Bericht beispielsweise, der in seiner Langfassung, so habe ich mir sagen lassen, durchaus die Unsicherheiten benennt, sie aber in der Zusammenfassung für Entscheidungsträger, der sogenannten Summaries, wieder unter den Tisch fallen lässt.

Hier wäre nun die Presse gefragt, Wissenschaftsjurnalisten die über das was gestritten und vermutet wird, und das was als momentan gesichert gilt, berichten, und es für Otto Normal verdaulich aufarbeiten. In den Printmedien findet man gelegentlich derartiges, in Radio oder TV liegen solche Berichte unter der Nachweisgrenze.

Im Prinzip geht das so nun schon seit vielen Jahren, das öffentliche Interesse am Klimawandel



Der Treibhauseffekt und die Wärme-Rückstrahlung mit dem Infrarot-Fernthermometer gemessen

24. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

In “Skeptikerkreisen” kursiert leider immer noch das Gerücht es würde keinen Treibhauseffekt und somit keine atmosphärische Wärme-Rückstrahlung geben, wodurch sich der Erdboden erwärmen kann und schon gar nicht könne man diese messen. Hiermit trete ich einen einfachen Gegenbeweis mit Hilfe eines handelsüblichen Infrarot-Fernthermometers an.



Endlager-Suchkomission stellt Zeitplan vor – und macht sich damit überflüssig

20. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie

BN-800_Laengsschnitt_ReaktorbehaelterDie von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Stoffe hat heute einen Zeitplan vorgestellt, nach dem in Deutschland noch viele Jahrzehnte vergehen werden, bis überhaupt erst mit dem Einlagern von sogenanntem Atommüll in eine Endlager begonnen werden könnte. Wahrscheinlich ist es den meisten an dieser Kommission beteiligten überhaupt nicht bewusst,dass sie sich damit im Grunde selbst überflüssig gemacht haben. Denn man kann mit Sicherheit sagen, dass ein solches Endlager dann überhaupt nicht mehr gebraucht wird.

“Ungelöste Endlagerfrage” ist für Kernkraftgegner unverzichtbar

Wenn man in Deutschland versucht eine Diskussion über Energieerzeugung mit Kernkraft zu führen, dann muss man ein dickes Fell mitbringen. Der erste Einwand, der einem zunächst begegnet ist der, dass Kernkraftwerke wegen der Gefahr eines Unfalls quasi immer eine unberechenbare Gefährdung darstellen. Ein Verweis auf die hohen Sicherheitsstandards und die makellose Sicherheitsbilanz deutscher Kernkraftwerke wird dann allerhöchstens als Zynismus  abgetan, auch der Hinweis, dass in Deutschland die Gefahr schwerer Erdbeben oder eins Tsunamis als nicht existent betrachtet werden kann, hilft da nicht weiter. Denn, auch wenn das Risiko eines Zwischenfalls bei Null liegen würde, bleibt dem Kernkraftgegner immer noch die “ungelöste Endlagerfrage” als Rückfallebene.

Schließlich fallen in einem Kernkraftwerk immer radioaktive Reststoffe an. Und im Fall der in



Gegen alle Vorbehalte: Das fliegende Auto kommt!

19. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Mobilität, Technium

Kaum eine Vision stößt auf so viel Ablehnung, wie die des fliegenden Autos. Natürlich gibt es die Diskussionen über die Kernenergie oder auch über die Gentechnik. Nur speist sich in diesen Fällen der Widerspruch aus dem Wissen über die Realisierbarkeit dessen, was man kritisiert. Beim fliegenden Auto dagegen sind es Unglaube und Ignoranz, die zu einer scharfen Opposition führen.

Im Laufe der Jahre habe ich in meinen Vorträgen dem Publikum schon immer viel zugemutet. Vom Weltraumbergbau über sich selbst replizierende Nanomaschinen bis hin zu nuklearen Batterien reichte das Spektrum. Sicher gab es bei jedem Thema Einsprüche und Gegenargumente. Daß es möglich wäre, wurde aber nie in Zweifel gezogen. Fliegende Autos allerdings induzieren noch nicht einmal solche Reaktionen, sondern vor allem Gleichgültigkeit. Nicht nur die Automobil- und Flugzeugbauer unter den Zuhörern betrachten es wie das technische Äquivalent zum physikalischen Perpetuum Mobile. Als eine Art Gedankenexperiment ohne reale Bedeutung, aus dem man nur lernen kann, wo die Grenzen des Machbaren liegen. Ein neues Las Vegas in den Einöden der Mondkrater – warum nicht? Samen, aus denen gleich Tische wachsen, ohne für diese erst Bäume fällen zu müssen? Tolle Vorstellung, sollte man mal drüber nachdenken. Atomgenaue Trenn- und Fügetechnologien und damit der Weg



Energiewende: Nicht die Kosten entscheiden über den technischen Erfolg

13. April 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

ego150Den meisten Lesern wird die Frage merkwürdig vorkommen, aber ich möchte sie trotzdem stellen: Wozu eigentlich benötigen wir Strom?

Die Menschheit ist schließlich fast während ihrer gesamten Existenz ohne Elektrizität ausgekommen. Trotzdem waren soziale, kulturelle und technische Fortschritte möglich, die man nicht geringschätzen sollte. Man denke allein an die Heroen aus Naturwissenschaft und Technik. Von Archimedes bis Newton haben diese im Schein von Öllampen gearbeitet. Trotzdem entstanden am Ende einer langen Kette Dampfmaschine und Eisenbahn. Hätte es nicht auch einfach so weitergehen können?

In gewisser Weise ist die Entschlüsselung der Prinzipien, nach denen unsere Umwelt aufgebaut ist, ein zwangsläufiger Vorgang. Elektromagnetische Phänomene sind lange bekannt, man denke an Gewitter und an den Kompaß. Experimentelles Vorgehen, also schlicht die menschliche Neugierde, trug zur Formulierung einer technisch nutzbaren Beschreibung ebenso bei, wie Erkenntnisse aus anderen Bereichen. Kurz gesagt: Da die Natur den Elektromagnetismus kennt, war seine Nutzung zwangsläufig. Der Mensch nutzt immer alle seine Möglichkeiten, nur nicht immer alle sofort.

Heute nun ist Strom eine der grundlegenden Säulen unserer Lebenswelt. Seine Anwendung geht weit über elektrisches Licht hinaus. Die Maschinen und Apparate aufzuzählen, die von der Kommunikation über die Produktion bis hin zur Mobilität elektrisch betrieben werden, wäre ein niemals endendes Unterfangen.



Warum haben wir in Deutschland mit die höchsten Strompreise der Welt und warum hat sich der Strompreis seit 2000 mehr als verdoppelt?

9. April 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Daten, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Wasserkraft, Windkraft

strompreise-vergleich-weltweit-bdewDiese Frage möchte ich einmal entschlüsseln. Denn immer noch glauben viele Leute, dass Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) die Strompreise senkt, da die Börsenstrompreise ja nur so purzeln, wenn viel Strom aus EE produziert wird und zur Verfügung steht. Gerade das führt aber zu einer steigenden EEG-Umlage.