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Aufreger der Woche, Frau Merkel und das Arbeitslosengeld 2

21. Juni 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik

180px-Angela_Merkel_(2008)Da schlägt man heute nichts böses ahnend die Tageszeitung auf, in meinen Fall war das der “Berliner Kurier” und liest sich den Artikel auf Seite 2 durch und was findet man da? Zitat: ” In der “F.A.Z.” sagte Angela Merkel: “Allen Empfängern von Arbeitslosengeld II werden Heizkosten und Strom bezahlt, sie sind damit nicht von den Preissteigerungen betroffen.”

Ich war im ersten Augenblick sprachlos, hatte sich da etwa ein Reporter verhört oder hat unsere Bundeskanzlerin das wirklich geäussert?

Um das zu überprüfen erstmal die Originalquelle gesucht und die Onlineausgabe der F.A.Z durchforstet. Dort befindet sich tatsächlich die Abschrift des Interviews, das die beiden Reporter Heike Göbel und Holger Steltzner mit der Frau Merkel geführt haben.

Zitat:

“Aus der SPD kommt auch die Forderung, Unternehmen sollten Sozialtarife beim Strom einführen. Eine gute Idee?

Allen Empfängern von Arbeitslosengeld II werden Heizkosten und Strom bezahlt, sie sind damit nicht von den Preissteigerungen betroffen. Darüber hinaus kann der Staat aber nicht eingreifen, denn unser Sozialsystem basiert auf der individuellen Bedürftigkeit. Generelle Subventionen des Strom- oder Gastarifs kann es nicht geben, weil sie nicht finanzierbar und zudem mit Mitnahmeeffekten verbunden wären.”

Nun weiss ich aber aus meinen näheren Bekanntenkreis, das der Strom nicht vom



Klimapaket die Zweite – oder was kommt jetzt noch auf uns zu.

19. Juni 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog
Die beschlossenen Maßnahmen werden auf den Geldbeutel des kleinen Bürgers umgelegt. Photo: Paul-Georg Meister/via pixelio.de

Die beschlossenen Maßnahmen werden auf den Geldbeutel des kleinen Bürgers umgelegt. Photo: Paul-Georg Meister/via pixelio.de

Nun ist es raus: es ist beschlossene Sache, den Deutschen zu noch mehr Sparsamkeit zu erziehen.

Schauen wir uns die nun beschlossenen Maßnahmen etwas genauer an. Dazu benutze ich die korrekte Zusammenfassung bei “Pro-Physik“.

1. ENERGIESPAREN: Bei Neubauten und grundlegender Sanierung von Altbauten soll es schärfere Standards zum Energiesparen geben. Von 2009 an sollen 30 Prozent Kilowattstunden pro Quadratmeter Energie eingespart werden. Dies soll auch für Ein- und Zweifamilienhäuser gelten.”

Hier also wird es besonders die Immobilienbesitzer treffen. Angefangen vom kleinen Eigenheim bis zu großen Wohnungsbaugesellschaften, die jede Menge Geld in die Hand nehmen müssen, um diese staatlichen Auflagen zu erfüllen. Selbst wenn die Vermieter diese Rekonstruktionen durchführen, es sind Modernisierungen, die man anschließend Anteilig (elf Prozent pro Jahr) auf die Miete umlegen darf.
Ob sich die Energieeinsparungen, besonders bei jetzt schon sparsamen Mietern, mit der erhöhten Kaltmiete kompensieren, dürfte fraglich sein.

In der “Welt” fand ich dazu einen interessanten Aspekt, den ich hier einmal zitieren möchte:

“Der zuständige Schornsteinfeger wird künftig kontrollieren, ob diese gesetzlichen Anforderungen bei einer Sanierung erfüllt werden. Falls nicht, gebe es zwar kein Bußgeld. Doch



Ertappt: Eine kleine Nachlese zum Öko-Strom-Desaster

17. Juni 2008 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik
Auch 100 Prozent können manchmal nur 99,5 Prozent sein… Photo: Bernd Sterzl/via pixelio.de

Auch 100 Prozent können manchmal nur 99,5 Prozent sein… Photo: Bernd Sterzl/via pixelio.de

Sechs Tage, nachdem die “Finacial Times Deutschland” die Unregelmäßigkeiten im Stromhandel veröffentlicht hat, möchte ich die Reaktionen der ertappten Firma einmal etwas näher beleuchten. Die Firma “Lichtblick” hat folgende Stellungnahme auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

“Der zukünftige Strombedarf eines Kunden ist grundsätzlich nicht exakt vorhersehbar, sondern muss prognostiziert werden. Die Prognosegenauigkeit verbessert sich, je mehr Kunden in einem Portfolio zusammengefasst werden. In groflen Portfolios wie bei LichtBlick beträgt die Abweichung zwischen Prognose und tatsächlichem Verbrauch nur noch bis zu 2 Prozent. In kleineren Portfolios ist die Abweichung höher. (…)

Bei LichtBlick beträgt der Fremdbezug, über alle hier beschriebenen Marktmechanismen derzeit 0,5 Prozent bezogen auf das gesamte Bezugsportfolio (ohne Berücksichtigung der Leitungsverluste, da von LichtBlick nicht kalkulierbar). Die verbleibenden 99,5 Prozent entfallen
auf den unter 1. erläuterten aktiven Einkauf von LichtBlick in ausschliefllich regenerativer Qualität. ”

Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die Reaktion und Stellungnahme des TÜV Nord.

“Für nicht vorhersehbare Überschreitungen der geplanten Stromliefermengen ist es eine branchenübliche Praxis, die Abdeckung des sich tatsächlich einstellenden Bedarfs auf Kundenseite gegebenenfalls auch durch Zukauf von Strom sicherzustellen, der nicht auf regenerativer Basis erzeugt worden ist. Diese



Warum ist Öko-Strom eigentlich so billig?

16. Juni 2008 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik
Man nehme 67 bis 100 Prozent Wasserkraft aus dem Ausland, gebe den staatlich festgeschriebenen EEG-Anteil von knapp 14 Prozent dazu und würze das Ganze mit KWK-Anlagen, Wind, Bio und Solar und zum Abschluss kommt ein TÜV-Zertifikat für garantierten 100 Prozent Ökostrom als Sahnehäubchen oben drauf. Das Ganze kann man dann zum sensationellen Preis von 19,80 bis 19,99 Cent/kWh an den werten Kunden verkaufen. Toll, doch wo liegt der Haken, wo wir doch wissen, das Windstrom mit 7,9 Cent und Solar mit 50 Cent in Deutschland vergütet werden?


EEG für Dummies. Oder: Wie erkläre ich das dem Kinde

14. Juni 2008 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik
Es war einmal eine kleine Stadt… Photo: R.Schütz/via pixelio.de

Es war einmal eine kleine Stadt… Photo: R.Schütz/via pixelio.de

Stellen Sie sich einfach eine Kleinstadt in Brandenburg vor, mit ein paar zur Amtsgemeinde gehörenden Dörfern. Die gesamte Einwohnerzahl beläuft sich dabei auf knapp 10.000 Bürger. In dieser Kleinstadt gibt es einen großen Supermarkt (Stromversorger), der die gesamte Bevölkerung mit Waren des täglichen Bedarfs (Strom) versorgt. Bis ins Jahr 2000 hat das alles auch ganz gut funktioniert…

Die Bürger haben zwar trotzdem immer mal über die Obst- und Gemüsepreise gemeckert, aber alle Leute waren trotzdem zufrieden. Der Supermarkt hatte immer reichlich Nahrungsmittel im Lager, so das der Bürger immer alles kaufen konnte, egal wann auch immer, selbst zu den Feiertagen war genügend da, so das es keinen Engpass in der Versorgung gab.

Nun gab es da einen Bürgermeister, dem die ständige Finanznot in seiner Stadt große Kopfschmerzen bereitete…

Er grübelte also nach, wie er zu mehr Geld für das Stadtsäckel kommen konnte. Eine neue Steuer musste her. Eine Steuer, die am besten alle Bürger zu entrichten hätten. Da fiel ihm der Supermarkt ein, Nahrungsmittel brauchte jeder, um seine Ernährung zu sichern, was also lag näher als eine Essenssteuer (Stromsteuer) einzuführen. Gesagt getan, ab 2000 wurde die Essenssteuer eingeführt, die durch den