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Kein großer Plan

29. März 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energiewende

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

Mit “Die Energiewende, ein großer Plan” betitelt der Mikrobiologe Alexander S. Kekulé in seiner Kolumne für die Welt seinen Verriss der Subventionierung erneuerbarer Energieträger. Über Jahre hinweg hat die EEG-Förderung die einheimischen Hersteller träge und blind für den Wettbewerb gemacht, wofür sie jetzt die Quittung in Form übermächtiger Konkurrenz aus Fernost bekommen. Aber nicht nur die deutschen Hersteller müssen sich der ausländischen Konkurrenz geschlagen geben, sondern das ganze Land hat sich mit einer Energiewende übernommen, für die zwar der politische Wille, nicht aber die technologische und ökonomische Realität existiert. Nach Ansicht Kekulés kann die Energiewende nur gelingen, “wenn wir uns eingestehen, dass die dafür erforderlichen Technologien noch gar nicht existieren.” Aus dieser Erkenntnis zieht der Autor dann drei Konsequenzen: Forschung und Entwicklung müssen staatlich gesteuert und massiv subventioniert werden, die Energiewende soll eine europäische Aufgabe werden und das ganze muss zur zentralen Steuerung in die Hände eines “Bundesministeriums für Umwelt und Energie” gegeben werden. Lässt sich das Versagen des Energieplanes tatsächlich mit noch mehr Planung lösen?

Das Dilemma der deutschen Energiewende beweist, wie wenig Lösungspotential in der staatlichen Planung steckt. Staatliche Förderung kann gerade nicht die Erfordernisse eines Umbaus der Energiewirtschaft lösen. Niemand kann am Reißbrett …



10 Jahre sind KEIN Klima – Außer wenn wir es sagen

27. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Ein kalter Winter oder auch mehrere kalte Winter in Folge oder auch seit mehr als 10 Jahren nicht ansteigende Temperaturen sind in keinster Weise als Argument geeignet, die unumstößliche Wahrheit eines durch Menschen verursachten, sich immer weiter beschleunigenden Klimawandels, auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. Es handelt sich hierbei sämtlichst um Wetterereignisse,  welche auf keine Fall mit klimatischen Begebenheiten verwechselt werden dürfen. Schließlich ist das Klima laut der Welt-Meteorologie-Organisation WMO die Summe aller Wetterervorgänge über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.

Diese ansonsten unumstößliche Regel kann nur dann gebrochen werden, wenn ein heißer Sommer, überdurchschnittlich viele Tornados, zu viel oder zu wenig Regen oder sonstige beliebige Wetterextreme als weiterer Beleg für den fortschreitenden (selbstredend menschengemachten) Klimawandel herhalten müssen.

Wärme ist immer Klima – Kälte manchmal

Die Spielregeln sind somit klargestellt. Wetterereignisse, welche für eine globale Erwärmung sprechen, bestätigen diese, solche die dagegen sprechen, sind – nun ja – Wetterereignisse eben, und haben mit dem Klima nichts zu tun.

Wobei in letzter Zeit das Kuriosum dazu kam, dass Wetterereignisse wie kalte Winter in Europa oder Nordamerika auch auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind. Damit sind diese jetzt nicht mehr Wetter, sondern Klima. Wer das verwirrend findet, ist noch nicht genug …



GRACE-Mission: Himalaja-Gletscher schmelzen nicht ab

25. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Daten, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

GRACE-Satelliten, Quelle: DLRSeit nunmehr 10 Jahren (März 2002) vermessen die beiden Satelliten der GRACE-Mission (Gravity Recovery and Climate Experiment) aus einer Höhe von 500 km das Gravitationsfeld der Erde. Die ursprünglich auf fünf Jahre ausgelegte Mission wurde bis 2015 verlängert (eine Nachfolge-Mission GRACE-FO ist avisiert). Im Lauf eines Monats liefert GRACE genügend Daten, um das Schwerefeld der gesamten Erde zu berechnen. Die minimalen Variationen der Distanz zwischen beiden Satelliten (220 km) liefern Informationen über das Schwerefeld mit einer räumlichen Auflösung von “einigen 100 km”.

Kontinentale Gletscher und Eismassen

Aus den GRACE-Daten lassen sich unter anderem Rückschlüsse auf die globale Entwicklung der kontinentalen Gletscher sowie über das grönländische und antarktische Eisschild gewinnen. Die Auswertung eines US-amerikanischen Forscherteams der Uni Colorado und des National Center for Atmospheric Research (NCAR) über einen Zeitraum von acht Jahren brachte überraschende Ergebnisse — überraschend jedenfalls für Vertreter der AGW-These. Und zwar haben die kontinentalen Gletscher auf hohen Gebirgen (ohne Grönland und die Antarktis) deutlich weniger Masse verloren, als bisher geschätzt. Die Abschmelzrate ist tatsächlich 30 Prozent niedriger.…



Klimaschutz an Grundschulen: An apple a day keeps the doctor away

20. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit, Klimawandel, Kurioses, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik

Die Brandenburger Grundschule aus Prösen macht mit einer kreativen Klimaschutz-Idee beim Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 mit. Die Idee ist, den Apfel als natürliches Heilmittel stärker zu nutzen. Dadurch sinkt die Medikamentenproduktion und der damit verbundene Energieverbrauch und CO2-Ausstoß.…



Ökologie – Versuch einer Annäherung

18. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Wissenschaft

Dieses Wort, diese Bezeichnung, in all ihren Ableitungen hat Eingang in unsere Umgangssprache gefunden. Man spricht von ökologisch korrekten Leben, oder auf der anderen Seite von Ökologismus. Es wird also Zeit, sich einmal Gedanken zu machen, was Ökologie eigentlich ist. Dabei merkt man recht schnell, dass es zwei verschiedene Herangehensweisen gibt, einmal über die Naturwissenschaft, und einmal über die Philosophie.

Beginnen wir erst einmal mit dem, was das Wort wirklich bedeutet. Wikipedia schreibt dazu: “Die Ökologie (griechisch οίκος oikos ‚Haus‘, ‚Haushalt‘ und λόγος logos ‚Lehre‘; also ‚Lehre vom Haushalt‘) ist diejenige Teildisziplin der Biologie, welche die Beziehungen zwischen Lebewesen untereinander und mit ihrer unbelebten Umwelt erforscht.” Das soll hierzu erst einmal genügen und mit der Feststellung schließen, dass die Ökologie ein recht junges Teilgebiet der Biologie darstellt. Erst seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wird Ökologie auch als eine die Ressourcen und die intakte Umwelt schonender, nachhaltiger Umgang mit der Natur und auch eine „naturnahe“ Lebensführung verstanden. Wie es in einem weiteren Wikipediabeitrag heißt. Dort ist auch folgende Beschreibung zu finden, die ich hier etwas ausführlicher zitieren möchte:

Da die Menschen zwar an eine biologische Umwelt gebunden sind, diese aber ungewollt oder bewusst gestaltend verändern, trugen auch politische



Klimarealisten am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven

13. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=J8i9wYfyXa4″>NDR

Es gibt sie noch, die Klimarealisten unter den Klimaforschern, welche nicht in den Abgesang des Weltklimas mit einstimmen. Solche Realisten unter den Klimaforschern sind z.B. am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven zu finden.…



Polemik zum deutschen Qualitätsjournalismus: “Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen”

12. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien

Neues aus der Abteilung “Unsere tägliche Desinformation gib uns heute”.

Georg Ismar ist bundespolitischer Korrespondent bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und dort unter anderem zuständig für die Bereiche Energie-, Umwelt- und Klimapolitik. Er tritt damit den lebenden Beweis an, dass man in einem solchen doch recht technik-lastigen Ressort, welches eigentlich eine solide Ausbildung in Naturwissenschaften oder ein Ingenieursstudium erfordert, auch völlig ohne naturwissenschaftliche Grundkenntnisse sein Auskommen bestreiten kann.

Ismar ist, wie man seinem Lebenslauf entnehmen kann, tatsächlich eher das Gegenteil von einem Naturwissenschaftler. Studiert hat er Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Mittlere/Neuere Geschichte und Politikwissenschaft.  Seine Forschungsschwerpunkte waren unter anderem Lateinamerika und Nationalsozialismus, die politische Entwicklung in den Andenländern und das Verhältnis von Sport und Politik.

Und was erwartet man von einem, sicher in seinen geisteswissenschaftlichen Fachgebieten recht bewanderten, Politologen und Geschichtswissenschaftler, wenn er über das “Ingenieursthema” Energieerzeugung schreibt? Wohl nicht viel Fundiertes.

Um es gleich vorweg zu nehmen, Georg Ismar gelingt es in seinem gerade auf Welt-Online erschienen Artikel  “Kohle erlebt nach Atomausstieg eine Renaissance“, diese Erwartungshaltung voll und ganz zu erfüllen, wenn nicht sogar zu übertreffen. Schließlich müsste man nicht einmal  auch nur ein Semester Energietechnik studiert haben, damit einem solche Aussagen wie die folgende nicht passieren:…