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Mythos Energiespeicher

4. Juli 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Nur mit innovativen Energiespeichertechnologien könne die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden, heißt es oft. Ein Mythos. Wie der neue Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung zeigt, besteht das Ziel der gegenwärtigen Energiepolitik vor allem in der Verknappung des Angebots. Speicher helfen nur, den künftigen Energiemangel besser zu verwalten.

Energie hat keinen Wert, wenn sie nicht jederzeit und überall in bedarfsgerechter Menge zur Verfügung steht. Einem Stromanbieter, der allzu häufig nicht liefern kann, würde kein Kunde sein Vertrauen schenken. Eine Tankstelle, die allzu häufig keine Treibstoffe anbietet, würde niemand anfahren. Versorgungssicherheit ist aber mehr als nur eine Produkteigenschaft, die Energieanbieter gewährleisten müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Ohne das Vertrauen darauf, jederzeit Energie zu deren Betrieb zur Verfügung zu haben, würde man sich weder einen Computer, noch ein Automobil anschaffen. Energie ist nicht nur erforderlich, um unsere Grundbedürfnisse hinsichtlich Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Hygiene und medizinischer Versorgung zu stillen, sie bildet auch die Basis aller Wertschöpfung und allen aus dieser entstehenden Wohlstands. Eine gesicherte Versorgung beinhaltet zudem nicht nur die Unabhängigkeit von Zeit und Ort, sondern auch die Bereitstellung beliebiger Mengen. Denn man will sich ja nicht mit seinem Nachbarn darüber streiten, wer nun seinen Fernseher zum Endspiel der Europameisterschaft einschalten darf, weil nicht



Auf alle Felle, Hans-Josef Fell!

21. Juni 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artensterben, Artikel, Biomasse, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Windkraft

HJ-FellWir erinnern uns? Im letzten Jahr trat der Grüne/ „Physiker“ Hans-Josef Fell aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) aus, da dieser für den Naturschutz eintrat!



Das Ende der Endlagerkommission

13. Juni 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

AtomGastbeitrag von Dr. Götz Ruprecht

Seit nunmehr über zwei Jahren tagt die »Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe«, und sie muss am 30. Juni ihren Abschlussbericht vorlegen. Das Berliner Institut für Festkörper-Kernphysik (IFK) hat im vorläufigen Bericht gravierende Mängel festgestellt, denn moderne und verfügbare Technik für Partitionierung und Transmutation kann ein Endlager sogar überflüssig machen. Doch die Kommission reagiert auf Einwände nicht.

Ende dieses Monats muss die »Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe« zu einem Ende kommen – eine Verlängerung gibt es nicht. Nach über zwei Jahren Diskussionen des 32-köpfigen (plus zwei Vorsitzende) vom Deutschen Bundestag und Bundesrat eingesetzten Gremiums muss nun Ende Juni ein Abschlussbericht vorgelegt werden. In diesem Bericht sollen Handlungsempfehlungen für Bund und Länder vorgelegt werden, wie mit der nuklearen Altlast nach dem angeblichen Konsens zum Atomausstieg weiter zu verfahren ist.

Acht der Kommissionsmitglieder sind Vertreter der Wissenschaft, weitere acht Vertreter gesellschaftlicher Gruppen. Nur diese 16 Mitglieder sind stimmberechtigt. Die übrigen 16 sind Politiker aus Bund und Ländern. Sie dürfen nur mitreden und Texte vorschlagen, aber nicht abstimmen. Lediglich ein Viertel der Mitglieder, davon zwei Juristen, hat also überhaupt theoretisch die Kompetenz, etwas Fachliches zu dieser Thematik beizutragen.

Die Kommission gibt sich transparent und bürgernah. Am 29. und 30.



Als ich Schellis Buch bekam

2. Mai 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Mobilität

ego150Zwei Dinge habe ich gelernt, als ich letzte Woche Schellis Buch bekam. Einerseits weiß ich jetzt, wie man ihn dazu bekommt, eine Einladung auch anzunehmen. Und andererseits ist mir nun endlich klar, warum man Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber überhaupt einlädt.

Wie Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok in seiner Laudatio erläuterte, ist Schelli ein vielbeschäftigter Mann. Der um den ganzen Erdball jettet und deswegen nie die Zeit hatte, diverse örtliche Vereine, Verbände und Initiativen trotz intensiven Nachfragens mit seiner Anwesenheit zu beehren. Aber der Begriff „Laudatio“ deutet schon auf den Trick hin, den man letztlich erfolgreich anwendete. Man verleihe dem Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung einfach einen Preis. Dann kommt er garantiert. Und wenn es nur der „enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2016 in der Kategorie Wissenschaft“ ist. „Enercity“ – das sind schlicht die Stadtwerke Hannover, deren Preis tatsächlich genau so heißt und auch genau so geschrieben wird. Geehrt wurden übrigens eigentlich zwei Unternehmen – ein großes und ein kleines – für durchaus handfeste technische Innovationen. Logisch wäre nun gewesen, in der Kategorie Wissenschaft einen Forscher aus den zahlreichen ortsansässigen ingenieurtechnischen Fakultäten auszuzeichnen. Würdige Arbeiten aus Bereichen wie Maschinenbau oder Antriebstechnik hätte es genug gegeben. Welche Beiträge aber Schellnhuber zur



Der Wolf „Kurti“ ist tot und die Grünen sind in tiefer Trauer

29. April 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Tierrechte, Tierschutz

WolfSchon die Gebrüder Grimm wussten, dass Wölfe für den Menschen eine Gefahr darstellen. Über Generationen erzählten sich die Menschen die Geschichte über das Rotkäppchen und den bösen Wolf. Das berühmte Märchen basierte auf sehr realen Begebenheiten und war kein Fall von ignorantem Aberglauben. Es diente als eine lebhafte Warnung für Eltern und Kinder, nicht Wälder zu betreten, da es dort Wölfe gab, und sich vor solchen in acht zu nehmen. Menschen tötende Wölfe waren eine reale Gefahr. Das ist heute nicht anders. Das grüne Märchen vom harmlosen Wolf ist ein Märchen, was in das Reich der Legenden gehört.



Windmühlen, Grafitti und die Beherrschung des Raumes

13. April 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Ökologismus, Windkraft

avatar-quentin150Schon Kinder beginnen ihre Spielsachen zu kennzeichnen, schreiben mit einem Edding ihren Namen irgendwo auf die Puppe oder das Auto, selbst dann wenn völlig klar ist, es kann keine Verwechslung geben. Dies ist mein, meine Puppe, mein Auto, mein Spielzeug – immer ist dies die Aussage einer Kennzeichnung. Ich habe es in Besitz genommen. Bei Erwachsenen ist es nicht viel anders, Dinge die sie besonders wertschätzen werden gekennzeichnet. Autos beispielsweise, durch die Wahl von eigenen Ziffern- und Zahlenkombinationen fürs Nummernschild. Das Namensschild an der Haustür oder Pforte dient nicht nur der Information wer hier lebt, sondern zeigt einen Hoheitsbereich an: Ab hier gelten die Regeln der Bewohner dieses Hauses. Staatsgrenzen haben eine ähnliche Funktion.

Nein, lieber Leser, ich will jetzt hier nicht die Flüchtlingsfrage thematisieren, das fällt nicht leicht, bei den vielen Metaphern die sich aufdrängen; mir geht es aber erst mal nur um die Kennzeichnung von Dingen oder Räumen. Und auch um die Interaktion zwischen den Dingen, Räumen und den Kennzeichnungen. Gekennzeichnete Dinge verändern nämlich den Charakter des Raumes in dem sie sich befinden. Manche Tiere markieren ihren beanspruchten Raum mit Duftmarken, Menschen tun im Prinzip das Gleiche in dem sie Dinge so platzieren, dass sie in den Raum



Die AfD und der Klimaschutz

11. April 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik

ego150Ich gestehe. Ich lese Parteiprogramme. Am liebsten Grundsatzprogramme, denn diese verraten viel über den wirklichen Charakter politischer Vereinigungen. Der in der Flut der tagesaktuellen, an kurzlebigen Sachzwängen orientierten Äußerungen meist nicht sichtbar wird. Oft belächelt man meine Marotte. Programme seien doch nur Schall und Rauch. Niemand würde sie kennen, niemand sie bei seiner Wahlentscheidung beachten. Außerdem wären sie in vielen Aspekten zu allgemein gehalten, als daß man Verwertbares aus ihnen ableiten könne. Mir scheint die intensive Debatte über den Entwurf des Grundsatzprogramms der AfD das Gegenteil zu belegen. Bislang wurde das Ringen um ein Selbstverständnis noch bei keiner Partei derart intensiv medial begleitet. Obwohl auch die Etablierten regelmäßig Debatten dieser Art führten und führen. Manchmal sind Grundsatzprogramme offensichtlich doch von Bedeutung.

Ich gestehe. Die AfD war mir immer suspekt. Weil sie in die Geschichte trat, ohne zu grundlegenden Fragen Stellung zu beziehen. Sollte nicht die Formulierung einer übergreifenden Haltung, einer die Mitglieder verbindenden Weltsicht am Beginn einer gestaltungswilligen Bewegung stehen? Die AfD ist bei der letzten Bundestagswahl nur knapp gescheitert. Sie hat danach nicht nur den Einzug in das europäische Parlament geschafft, sie ist auch in einer für neue Parteien beispiellosen Erfolgsserie in mittlerweile acht Landesparlamente eingezogen. Wann immer zuletzt