Artikel



Das Märchen vom Mond und der globalen Mitteltemperatur der Erde.

25. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel

JuliTempVertIn meinem letzten Beitrag hier kam die Diskussion auf, dass die globale Mitteltemperatur und die effektive Strahlungstemperatur der Erdoberfläche stark unterschiedlich sein können. Wie stark wollte ich hier einmal kritisch beleuchten.

 

Um das näher zu untersuchen habe ich Daten gesucht die eine typische Temperaturverteilung auf der Erdoberfläche zeigen.

Hier bin ich fündig geworden. Mein erstes Bild oben zeigt die Temperaturverteilung auf der Erdoberfläche im Juli gemittelt für die Basisperiode von 1961 – 1990. Das Bild repräsentiert also eine typische Temperaturverteilung im Juli.

Die Spannweite der Temperaturen reicht von – 70.3°C bis 35.7°C. Der Mittelwert wird von der „Climatic Research Unit“ (CRU) der Iniversity of East Anglia mit 15.8°C angegeben.

Das möchte ich jetzt einmal kritisch untersuchen. Dazu habe ich mir die Daten runtergeladen und die zonale Temperaturverteilung im Juli als Funktion der geographischen Breite aufgetragen. Das ist in meinem zweiten Bild dargestellt.

ZonaleTempJuli

Mit diesen Daten habe ich zwei Auswertungen vorgenommen. Als erstes habe ich das flächengewichtete arithmetische Mittel der zonalen Temperaturverteilung ausgewertet.

Dabei konnte ich die 15.8° der CRU reproduzieren.

Als zweites habe ich über die Stefan-Boltzmann Gleichung das flächengewichtete T^4 Mittel ausgerechnet. Dabei ergab sich eine Mitteltemperatur von 16.7°C.

Der Fehler zwischen flächengewichteten arithmetischen Mittel und flächengewichteten T^4



Veranstaltungshinweis: Fachforum Energiewende und Energiepolitik

21. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Politik

Fachforum Energiewende EnergiepolitikAm 20. September findet im schwäbischen Albstadt eine Veranstaltung zum Thema Energiewende und Energiepolitik statt, auf die wir unsere Leser unbedingt hinweisen möchten. Mitveranstalter ist der Bürgermeister von Albstadt und Science Skeptical Gastautor Dr. Jürgen Gneveckow.

Die Liste der Referenten ist wirklich beeindruckend. Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche und Professor Gerd Ganteför, bekannt unter anderem aus dem philosophischen Quartett, sind die wohl herausragendsten Köpfe in dieser hochkarätig besetzten Runde. Jedem, der die Zeit dafür findet, sei eine Teilnahme wärmstens empfohlen. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Aus dem Einladungstext der Veranstalter:

Die verordnete Energiewende – scheitert ein Mythos? Was am Ende bleibt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Energiewende betrifft uns alle und tangiert uns in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Neben den vorrangigen Handlungsmöglichkeiten wie beispielsweise Energie eingespart werden kann und dem Einsatz möglicher effizienter Energieformen, stellt sich die Frage des sinnvollen Einsatzes von erneuerbaren Energien.

Die Landkreisverwaltung setzt hier vor allen Dingen auf zielführende Energiesparmaßnahmen durch ein effektives Gebäudemanagement. Darüber hinaus ist der bisherige Weg gezeichnet durch die Versorgung mit einem wirtschaftlich
sinnvollen Energiemix.

Der Zollernalbkreis wurde hierfür zu Beginn dieses Jahres mit dem European Energy Award, der für die Optimierung des Energiemanagements steht, ausgezeichnet. Darüber hinaus bieten wir im Landkreis zusammen



Die Spur der Wolken oder wie das IPCC die Wolkenbedeckung ignoriert Teil III

12. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel

WolkenIn meinem letzten Beitrag zum Thema Wolken habe ich gezeigt dass die experimentellen Ergebnisse des ISCCP Projektes zur Wolkenbedeckung eine kritische Überprüfung überstanden. Dabei ergab sich, dass die Wolkenbedeckung von 1985 bis 2000 in einem Maße abgenommen hat der die Erwärmung in den letzten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts erklären könnte. Die beiden folgenden Bilder zeigen die Beobachtungen.

 

Das erste Bild zeigt als rote Kurve die Zunahme der Temperatur als Anomalie aus den GISS Daten. Die blaue Trendlinie dient nur dazu das Auge zu leiten.

Gistemp2001

Im zweiten Bild ist die Abnahme der Wolkenbedeckung als rote Kurve aus den ISCCP Daten eingezeichnet. Auch hier dient die blaue Trendlinie als Markierung, um das Auge zu leiten.

Man sieht im Vergleich beider Bildern dass die Abnahme der Wolkenbedeckung mit einer Zunahme der Temperatur korreliert. Das ist natürlich nur die Auswertung eines Laien, aber durchaus die Basis für eine Frage an die Klimaforscher, wie viel Prozent des Temperaturanstieges zwischen 1985 und 2000 durch die Abnahme der Wolkenbedeckung verursacht wurde. Eine Frage auf deren Antwort ich im Bericht AR5 des IPCC im Jahr 2013 gehofft hatte. Aber gehen wir zurück zum AR4 ins Jahr 2007.

Die experimentellen Daten zur Wolkenbedeckung im Ar4

Wolkenbedeckung2001Wir haben



Sachsen ist nicht Berlin

6. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Momentan bedaure ich ein wenig, nicht in Sachsen zu leben. Nicht deswegen, weil man dort besonders schön wohnen könnte (kann man bestimmt) oder weil es dort gute Jobs gäbe (gibt es bestimmt), sondern weil eine wichtige Landtagswahl bevorsteht. Bei der ich erstens gerne meine Stimme abgeben würde. Und von der ich zweitens auch persönlich betroffen bin.

Bei dem Urnengang am 31. August handelt sich um die erste Wahl in Deutschland, bei der man eine regierende Partei dafür belohnen kann, konsequent die Interessen der Bürger gegen die Seelenschmerzen von Ökoideologen und die Gier von Subventionsempfängern verteidigt zu haben. Gemeint ist die sächsische FDP. Als einziges Bundesland hat Sachsen im Bundesrat weder der Energiewende, noch dem Ausstieg aus der Kernenergie zugestimmt. Was dem Einfluß des kleineren Koalitionspartners in der schwarzgelben Landesregierung zu verdanken ist. Die Liberalen haben die Rahmenbedingungen in Sachsen so klug gesetzt, daß der Ausbau der Windenergie dort weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Und sie haben – auch das ein bundesweit unerhörter Vorgang – die von den Vorgängerregierungen gesetzten Ausbauziele für die NIEs wieder gesenkt (!) und die Bezahlbarkeit und die Versorgungssicherheit der Energieversorgung als politisches Ziel gleichrangig zum Umweltschutz im landeseigenen Klimaprogramm verankert. Dies gegen eine zunehmend ergrünte Union



Verbalberserker: Ralph Sina

2. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Erdgas, Medien, Unkonventionelles Gas und Öl

avatar-quentinDas Wort »Rage« wurde, lt. wiktionary.org, aus dem Französischen übernommen und hat dort unter anderem die Bedeutungen Berserkerwut, Tollwut oder Raserei. Im Deutschen wird es gerne in der Redewendung »in Rage reden« gebraucht, oder jemanden »in Rage versetzen«. Wer sich in Rage redet, begeht sozusagen einen verbalen Amoklauf, alles was irgend im Weg steht wir ohne Prüfung vernichtet, herab gewürdigt mit Argumenten, die ihrerseits nicht geprüft oder bewertet wurden, sondern gerade eben zur Hand waren. Der in Rage geratene schlägt zu, so scheint es, mit dem was er auf die Schnelle zu greifen bekommt. Berserkerwut kann sich also auch verbal zeigen.

Verbalberserker wirken auf Zuhörer zweierlei, mitreißend auf diejenigen die die Wut teilen, und abstoßend auf die anderen, manchmal auch einschüchternd, weil man glaubt gegen die gewaltigen Wortwaffen keine adäquate Antwort zu haben, oder weil man einen Kampf scheut der nur, auch in verbaler Form, Niederlage oder Sieg kennt. Und genau diese beiden Reaktionen sind auch gewünscht und werden vom Verbalberserker genau einkalkuliert. Die Mitstreiter anfeuern und die Gegner einschüchtern. Wie auf dem Sportplatz, oder mit einer Militärparade, oder rituellen Drohgebärden im Tierreich. Der Gegner soll den Schwanz einkneifen und sich trollen,



Die Physik und der Treibhauseffekt

27. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Wissenschaft

ego150Als Kind habe ich nie verstanden, warum Wasser verdunstet, obwohl es doch nicht bis zum Siedepunkt erhitzt wurde. Wasser gefriert bei null Grad und kocht bei einhundert, das ist Faktenwissen. Den Vorgang der Verdunstung bei Raumtemperatur zu entschlüsseln – das ist Physik.

Als Schüler bereitete mir meine Vorstellung von Neutronensternen große Schwierigkeiten. Wie können sie denn über Magnetfelder verfügen, obwohl sie doch aus elektrisch neutralen Teilchen bestehen?

Beide Phänomene beruhen tatsächlich auf ähnlichen Effekten. Physiker suchen nach solchen Symmetrien, denn aus ihnen lassen sich Erkenntnisse über grundlegende Prinzipien ableiten, die den Aufbau unserer Welt definieren.

Als Beispiel sei der durchaus abstrakte Begriff der „Energie“ angeführt. Mit diesem wird das Potential eines Systems beschrieben, Arbeit zu verrichten. Das Anheben einer Masse im Schwerefeld der Erde speichert in dieser Energie, die durch Fallenlassen wieder freigesetzt werden kann. Unabhängig davon, wann dies geschieht. Man kann den Körper heute anheben und in einer Stunde oder auch in einem Tag wieder loslassen – immer wird beim Fallen exakt die Arbeit geleistet, die vorher zur Lageänderung aufzuwenden war. Das ist keine triviale Erkenntnis. Denn es könnte ja auch anders sein. Man stelle sich vor, das Gravitationsfeld der Erde wäre zeitlichen Schwankungen unterworfen. Die Wahl der richtigen



Das IPCC, GEWEX und die Wolkenbedeckung Teil II

17. Juli 2014 | Von | Kategorie: Artikel

WolkenWährend das IPCC eine wohl bekannte Organisation ist, mit viel medialer Aufmerksamkeit, hört man über Projekte wie GEWEX eher selten etwas. Ich möchte deshalb im folgenden dieses Projekt einmal kurz vorstellen

„Global Energy and Water Cycle Experiment“ – GEWEX

GEWEX ist ein Projekt des „World Climate Research Programm“ – WCRP. Es hat den Auftrag die neuesten Satellitengenerationen zu nutzen um den Einfluß des Energie- und Wasserkreislaufes auf die globale Erwärmung zu untersuchen. Dabei sollte es globale Messungen benutzen, um die Energie- und Wasserflüsse in diesen Kreisläufe zu bestimmen. Aber auch den Wasserkreislauf und seinen Einfluß auf Atmosphäre, Ozeane und Landfläche modellieren, sowie Beobachtungstechniken entwickeln die experimentelle Daten liefern die als Basis für Wetter- und Klimavorhersagen dienen.

Ein Auszug aus dem Vorwort der Broschüre zu den Ergebnissen der Phase 1 des GEWEX Projekts zitiere ich, um zu zeigen, dass wir es hier mit Wissenschaft vom Feinsten zu tun haben.

The Global Energy and Water Cycle Experiment (GEWEX) of the World Climate Research Programme (WCRP), sponsored by the World Meteorological Organization (WMO), the International Council for Science (ICSU), and the Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), has amassed an out- standing record of accomplishments