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Klimaschutz? Nicht mit Wind und Sonne!

29. Februar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

ego150Klimaschutz ist das Primärziel der Energiewende. Bislang hat es in dieser Hinsicht keine Fortschritte gegeben. Auch in Zukunft wird der Ausbau volatiler Quellen nicht helfen. Auf der Grundlage der gegenwärtigen Energiepolitik können Emissionen nur reduziert werden, wenn der Stromverbrauch massiv zurückgeht.

Zwischen 1990 und 2000 ging der energiebedingte Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland um fast 20% zurück. Effizienzsteigerungen in der industriellen Produktion, im Verkehr und in den privaten Haushalten haben dazu ebenso beigetragen, wie die Modernisierung der ostdeutschen Wirtschaft.

Dann kam die Energiewende.

Seit das im Jahr 2000 verabschiedete EEG den ungezügelten Ausbau volatiler Energiequellen induzierte, stagnieren die Emissionen. Die für 2020 gesetzte Zielmarke wird voraussichtlich deutlich verfehlt, die für 2050 erhoffte Reduktion um 80% (gegenüber 2008) erweist sich als pure Utopie. Betrachtet man allein die Stromproduktion wird besonders deutlich: Durch Sonnen- und Windenergie konnte noch nicht ein Gramm Kohlendioxid eingespart werden.

Emissionen

Wenn er nicht zu jeder Zeit in jeder gewünschten Menge in immer gleicher Qualität verfügbar ist, hat Strom keinen Wert. Von diesem Grundsatz ausgehend sind Ökonomie, Ökologie und Technologie eines Elektrizitätsversorgungssystems durch die Gesetze der Physik untrennbar miteinander verwoben. Wer den einen Aspekt manipuliert, übt gleichzeitig auch auf die beiden anderen eine Wirkung aus. Im Verlauf der vergangenen hundert Jahre



EEG und Merit-Order-Effekt (MOE) für Dummies

22. Februar 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Wasserkraft, Windkraft

Anlass für diesen Artikel ist es die Auswirkungen der EEG-Förderung (Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetzt) und des Merit-Order-Effekts (MOE) möglichst einfach anhand von Grafiken zu erklären, da es immer noch Leute gibt, die glauben, dass die Erneuerbaren Energien (EE), Wind, Sonne und Biomasse sich senkend auf den Strompreis auswirken.



Wind und Sonne: Die Kannibalen der Energiewende

15. Februar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

ego150Die Subventionierung der Wind- und Solarenergie diene nur dem Markthochlauf und sei daher vorübergehend, wird seitens der Betreiber oft propagiert. Nach erfolgreicher Durchführung der Energiewende stünde dem Verbraucher Strom zu immer geringeren Kosten zur Verfügung. Leider aber wird das verheißene Schlaraffenland der billigen und sauberen Energie für immer eine Illusion bleiben. Ganz im Gegenteil: Die charakteristischen Eigenschaften der volatilen Stromquellen bedingen die genau gegenteilige Entwicklung.  

Vor einigen Tagen feierten Politik und Betreiber die Eröffnung des neuen Offshore-Windparks „Amrumbank West“ in der Nordsee. Einige Kilometer nördlich von Helgoland wurden 80 Rotoren mit zusammen 302 Megawatt Nennleistung errichtet. Stolz erklärt man der staunenden Öffentlichkeit, dies diene der Stromversorgung von 300.000 Haushalten.

Solche irreführenden Angaben sind trotz aller Aufklärung weiterhin üblich, wann immer neue Windräder ans Netz gehen. Sie werden durch die Medien meist ungeprüft und unkommentiert verbreitet. In Wirklichkeit kann Amrumbank West keinen einzigen Haushalt sicher versorgen und kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen.

Denn auch auf der Nordsee schwankt die Windstärke. Es gibt Flauten und Stürme, Schwachwind- und Starkwindphasen. Die Windräder dort können ihre maximale Leistung häufig nicht abrufen. Manchmal stehen sie sogar völlig nutzlos da und liefern gar keine Energie. Im Verlauf eines Jahres, so der Erfahrungswert aus dem



Die technischen Grenzen der volatilen Stromerzeugung

1. Februar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Windkraft

ego150Energie ist nicht gleich Energie. Es genügt nicht, über sie in bedarfsgerechter Menge zu verfügen. Energie hat zusätzlich in einer für den jeweiligen Einsatzzweck geeigneten Form und in einer bestimmten Qualität bereitgestellt zu werden. So wenig, wie der Mensch von unverdaulicher Nahrung leben kann, so wenig hilft dem Hochofen eine Befeuerung mit Stroh. Diesen Umstand berücksichtigen die Befürworter einer Umstellung auf regenerative Energieträger nicht. Potentielle Primärenergiequellen sind beispielsweise hinsichtlich der mit ihnen erreichbaren Prozesstemperaturen zu bewerten. Bei Raumtemperatur wäre eine Wärmemenge von einem Kilojoule völlig nutzlos, bei mehreren hundert Grad dagegen für viele Anwendungen tauglich. Und Strom bedarf einer konstanten, im gesamten Verteilnetz einheitlichen Frequenz von fünfzig Hertz. Sonst funktionieren weder die Regelungs- und Schaltmechanismen der Netzinfrastruktur, noch die meisten der bei den Endverbrauchern eingesetzten Geräte.

Auf vier unterschiedlichen Spannungsebenen verbindet das Stromnetz Erzeuger und Verbraucher. Private Haushalte und kleine Gewerbetriebe sind an das Niederspannungsnetz (230 Volt) angeschlossen. Dieses bezieht seine Energie aus dem Mittelspannungsbereich (1.000 bis 50.000 Volt), in das neben kleineren städtischen Kraftwerken auch große Solarparks und Windkraftwerke einspeisen. Kraftwerke mittlerer Größe bilden das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), auf das Eisenbahn und Schwerindustrie zugreifen. Von der obersten Ebene aus, dem Höchstspannungsnetz (220.000 bis 380.000 Volt), dirigieren die leistungsstarken



Auch die Energiewende hat ein Integrationsproblem

25. Januar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

Die Energiewende stockt. Von ihrem Ziel einer massiven Reduzierung des Energieverbrauches hat man sich im vergangenen Jahr erneut entfernt. Daran ändert auch der fortschreitende Ausbau von Solar- und Windenergie nichts. Deren Integration in die Stromversorgung verursacht dagegen immer größere Schwierigkeiten und Kosten.  

Nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist der Primärenergieverbrauch Deutschlands in 2015 um 1,3% gegenüber dem Vorjahr auf nun 13.335 PJ gestiegen. Das Ziel, diesen bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren, rückt in weite Ferne. Etwa 40% der Primärenergie dienen der Produktion von Elektrizität. Die Bruttostromerzeugung hat im vergangenen Jahr mit 647 Milliarden kWh sogar den höchsten Wert seit 1990 erreicht. Auch in diesem Sektor ist man den Sparvorgaben der Bundesregierung nicht näher gekommen.

Dabei wurden für die alternativen Quellen Biomasse, Onshore-Wind und Photovoltaik die für 2020 und 2050 angestrebten Ausbauziele bereits erreicht oder gar übertroffen. Die Gier nach Subventionen erwies sich als größer, als von der Bundesregierung in 2010 vermutet. Einzig die Offshore-Windenergie hinkt hinterher. Nach wie vor aber stellen die konventionellen Energieträger die Basis unserer Stromversorgung dar. Es handelt sich bei diesen um die Technologien, für die in der Energiewende kein weiterer Ausbau (Wasser, Müll), eine deutliche Reduzierung (Steinkohle, Erdgas) oder gar ein Ausstieg



So geht Elektromobilität

12. Januar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Innovationspolitik, Mobilität, Technium

ego150Bei der Suche nach neuen Ideen für innovative Produkte wird man häufig in der Vergangenheit fündig. Vor allem die Technikgeschichte der letzten 200 Jahre bietet viele faszinierende, damals zukunftsweisende Konzepte, die heute in Vergessenheit geraten sind. Die Ursachen des Scheiterns können meist auf einen oder mehrere der folgenden Umstände zurückgeführt werden:

  • Manche Visionen waren in der zu ihrer Zeit zur Verfügung stehenden technischen Umwelt nicht marktfähig umsetzbar. Beispiele sind das Fehlen geeigneter Materialien, geeigneter Steuerungs- und Antriebssysteme oder auch der erforderlichen Produktionstechnologien. Den Bodeneffektfahrzeugen geht es bis heute so, obwohl ich nach wie vor eine Renaissance derselben erwarte.
  • Manchen Erfindern gelang es nie, ausreichend Unterstützung zur Überwindung von Hindernissen aller Art zu generieren. Dies betrifft nicht nur das erforderliche Kapital, sondern auch ideelle und organisatorische Hilfen sowie geeignete Mitstreiter. Ohne die Allgegenwart von Massenmedien, ohne das Internet als Kommunikationskanal waren insbesondere Entwicklungen aus dem Umfeld des Militärs häufig so wenig Menschen bekannt, daß sie leicht augebremst und verhindert werden konnten. Mit dem Tragschrauber (Gyrocopter) und dem Flüssigsalzreaktor seien zwei Produkte genannt, deren Wiederentdeckung erst nach Jahrzehnten durch kleine Unternehmen und Startups erfolgte.
  • Manche Entwickler konzentrierten sich schlicht auf ein völlig falsches Marksegment, in dem andere technische Paradigmen die Bedarfe der


Aktivisten stilisieren Leckage an kalifornischer Gasspeicherbohrung zur Umweltkatastrophe

10. Januar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Erdgas

UGS Rig in TeutschenthalSeit gut zwei Monaten entströmt in großen Mengen unkontrolliert Erdgas aus einem Untergrundspeicher in Kalifornien. Erstaunlicherweise fand dieses Ereignis bis zur abgelaufenen Woche kaum Niederschlag in der deutschen Medienlandschaft. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine bedeutende Havarie. Umweltschützer stellen sogar den maßlos übertriebenen Vergleich zur „Deepwater Horizon“-Katastrophe an.

Ende Oktober 2015 bemerkten Anwohner der Siedlung Porter Ranch den Geruch von faulen Eiern in der Luft. In der Erwartung, dass die für die Region typischen Windböen den unangenehmen Geruch schnell vertrieben, schenkten sie dem Ereignis wenig Aufmerksamkeit. Doch die Beeinträchtigung ging entgegen den Erwartungen nicht zurück.

Die Ursache für den Gestank war schnell gefunden. Aus einer Bohrung des nahegelegenen Erdgasspeichers im Aliso Cañon, der vor gut vier Jahrzehnten in einer ausgeförderten Erdöllagerstätte eingerichtet wurde, trat unkontrolliert Erdgas aus. Insgesamt können bis zu 2,26 Milliarden Kubikmeter Erdgas gelagert werden.

Die eruptierende Bohrung mit der Bezeichnung SS 25 hat eine Teufe von 8.750 Fuß bzw. 2.667 Metern. Aus dieser Bohrung entweichen täglich etwa 1.200 Tonnen Methan. Soweit die nackten Zahlen, die im Wesentlichen auf dem seriös wirkenden Artikel „Two months in, Porter Ranch gas leak compared to BP Gulf oil spill“ der Los Angeles Daily News (LADN) basieren. Doch nun dazu, wie