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Lasset uns plaudern über Glaube, Zweifel und Wissenschaft

19. Juli 2014 | Von | Kategorie: Blog

StringsIch lese im Netz immer mal wieder wie Natur-wissenschaftler wie zum Beispiel auch Roy Spencer mit „ad hominem“- Argumenten angegangen werden, weil sie sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen.

Mich würde deshalb die Meinung der Leser dieses Forums zu dem Thema Glaube und Naturwissenschaft interessieren. Deshalb starte ich mal mit meiner Meinung und starte eine Plauderecke zu dem Thema.

Als Naturwissenschaftler ist mein Bild von Natur und Kosmos geprägt von den Lehrbüchern der Physik, Chemie und Biologie, der Fachliteratur aus diversen Zeitschriften, aber auch den Ergebnissen meiner eigenen Experimente und  Erkenntnisse an der Universität und im Beruf. Zusammen ergibt das mein persönliches Bild unserer Welt. Damit ist mein Weltbild meine persönliche Vermutung die ich als Naturwissenschaftler immer wieder kritisch in Frage stellen muss.

Mein Glaube als Christ ist geprägt von der persönlichen Erfahrung, dass die Botschaft Jesu in sozialen Gruppen funktioniert. Mit meinem Glauben verbinde ich die Hoffnung, dass ich mich als Naturwissenschaftler irre und den Zweifel an meinem eigenen Weltbild.

Gerade deshalb ist es für mich auch kein Widerspruch gläubiger Christ und gleichzeitig Naturwissenschaftler zu sein. Der Gegensatz der in den Medien ab und zu aufgebaut wird existiert für mich nicht. Im Gegenteil ich bin Skeptiker gerade weil ich



Steven Spielberg der Dino-Mörder!

18. Juli 2014 | Von | Kategorie: Blog, Kurioses

Derzeit geistert gerade ein Foto des Starregisseurs Steven Spielberg durchs Netz, dass für Furore sorgt: Auf dem Foto aus dem Jahre 1993 ist Spielberg zu sehen, wie er vor einem riesigen leblosen Tier hockt und zufrieden in die Kamera grinst. Es fragt sich: Ist Spielberg ein Großwildjäger, der ein wehrloses Nashorn auf dem Gewissen hat?



Schneller Reaktor BN-800 in Russland erstmals mit selbst erhaltender Kettenreaktion

30. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

BN-800_Laengsschnitt_ReaktorbehaelterAm vergangenen Freitag ist der BN-800 Reaktor im russischen Kernkraftwerk Beloyarsk erstmals kritisch geworden, hat also eine sich selbst erhaltene Kettenreaktion erreicht. Dies sollte für Kernkraft-Befürworter, wie auch für Gegner, eine gute Nachricht sein. Als Befürworter freut man sich über das Erreichen eines Meilensteins bei der Entwicklung der nuklearen Bruttechnologie. Als Kernkraft-Gegner sollte einen der Umstand freuen, dass mit diesem neuen Reaktor langlebige Produkte aus herkömmlichen Kernkraftwerken (sogenannter Atommüll) weitestgehend unschädlich gemacht werden können.

Wobei die Freude bei den deutschen Kernkraft-Gegnern wohl eher verhalten ausfallen dürfte. Zum einen, weil aus deren Sicht jedwede Nutzung der Kernkraft des Teufels ist, selbst wenn damit die Endlager-Problematik obsolet würde (siehe hierzu die Posse um den Greentech-Award für den Dual-Fluid-Reaktor), und zum anderen, weil die allermeisten davon ohnehin nichts erfahren. Kernkraft ist in den deutschen Medien nur dann Thema, wenn sich damit Ängste und eine politische Agenda verbreiten lassen. Dazu schreibt Rainer Klute auf Nuklearia.de:

Vielleicht schreiben deutsche Medien ja doch noch etwas zum BN-800. Obwohl: Können sie ihren Lesern wirklich die Tatsache zumuten, daß man Atommüll nicht für Jahrhunderttausende endlagern muß, sondern ihn in Schnellen Reaktoren zur Energieerzeugung nutzen kann? Daß man aus langlebigem Atommüll kurzlebigen machen kann? So etwas



Veranstaltungshinweis: Panamarenko – Vom Fliegen

27. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Technium, Wirtschaftsförderung

PanamarenkoIn vielen Bereichen hat Deutschland Innovation verlernt. Auch, weil man technische Systeme als die Summe ihrer Einzelteile betrachtet und somit die Entwicklung „an der Schraube“ beginnt. Dieser Ansatz schafft Pfadabhängigkeiten, durch die Neuerungen auf die Optimierung des Bestehenden begrenzt werden. Oft beschönigend „inkrementelle Innovation“ genannt, ist dieser Prozeß von komplexer und schwer zu erläuternder Natur. Ein Charakteristikum, das Laien den Zugang erschwert, und damit Technologieferne oder gar Technikfeindlichkeit in der breiten Öffentlichkeit befördert.

Vielleicht sollten wir wieder einen Schritt zurücktreten und technische Systeme in ihrer Gesamtheit betrachten. Das Ganze ist eben mehr als nur die Summe seiner Teile. Wer könnte uns diese Perspektive besser vermitteln, als die Kunst? Noch im 19. Jahrhundert sahen sich die Konstrukteure der Maschinen der industriellen Revolution als legitime Nachfolger der Universalgelehrten früherer Zeiten an, die in Naturwissenschaften, in der Philosophie und in den bildenden Künsten keine Gegensätze erkannten. Der Begriff der „Getriebekunst“ kündet bis heute davon. Als moderner Leonardo da Vinci kann der belgische Künstler Henri van Herreweghe, bekannt unter seinem Pseudonym Panamarenko, angesehen werden. Seinem Lebenswerk widmet sich seit heute eine Ausstellung der Städtischen Galerie Delmenhorst:

Nur beim Machen kommt man in Kontakt mit der Wahrheit.“ Als Künstler-Ingenieur träumt Panamarenko den uralten Traum



Treibhausgase und Klimaschutz im Umweltausschuss!

25. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog

FeynmanIm Umweltausschuss des niedersächsischen Landtages wurden am 16.4.2014 verschiedene Experten zum Thema Klimaschutz gehört. Wie es guter Brauch ist werden dann auch Experten aus unterschiedlichen Lagern gehört. EIKE hat hier dankenswerterweise ausführlich berichtet.

Mein Augenmerk gilt dem  Artikel der als Vorbereitung für den Umweltausschuss von Klaus Ermecke vorbereitet wurde.

Der Artikel leitet sehr gut in die Thematik ein, erläutert die Analyse des Autors und fasst deutlich die Hauptargumente des Autors zusammen. Also ein gut aufgebauter Artikel, um didaktisch den Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und Erderwärmung, sowie Treibhauseffekt zu verstehen, wenn man bereit ist den Artikel gründlich zu studieren und auch Hintergrundmaterial heranzuziehen. Was ein skeptischer Wissenschaftler oder Staatsbürger tun sollte. Sicher nur aufgrund des didaktischen Wertes hätte ihn der hervorragende Physiker und Hochschullehrer Richard P. Feynman empfohlen.

Ich möchte deshalb die Zusammenfassung des Artikels hier mal explizit zitieren:

Der Klima-Wirkungsturm zeigt, daß das gesamte Gedankengebäude, auf dem in der obersten Ebene („Geld und Macht für die Retter“) der Wunsch nach „Klimaschutz“ angesiedelt ist, auf einem einzigen Fundamentbaustein beruht: einem Satz von Hypothesen, die einen erderwärmenden „Treibhauseffekt“ beschreiben sollen.

Diese Hypothesen verstoßen gleich gegen eine ganze Reihe physikalischer Gesetze, so daß es eine Reihe fundamentaler Gegenargumente gibt, die diesen Fundamentbaustein des Turms zum



Mit Kernenergie über den Wolken

20. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog

nuclearia_88Im Forum der Nuklearia ist ein interessanter Artikel erschienen.  Darin wird die technische Option beschrieben  mit modernen Nuklearreaktoren Flugbenzin herzustellen.

Aber auch kohlenstoffbasierte Flugtreibstoffe ließen sich unter Zuhilfenahme eines Hochtemperaturreaktors erzeugen – völlig klimaneutral ohne Nutzung von Erdöl: Kohlenstoffhaltige Abfälle aller Art, Haus-, Industrie- und Landwirtschaftsmüll, sogar Abwässer, ließen sich mit einer nuklear angetriebenen Plasmafackel in Wasserstoff und Kohlenmonoxid (sog. Syngas) zerlegen, woraus mittels Fischer-Tropsch-Synthese Kohlenwasserstoffkraftstoffe erzeugt werden könnten.

Erfrischend ist auch die optimistische Einstellung des Autor zu moderner Technik und ihren Möglichkeiten.

Die Perspektive, dass wir uns nicht zu niedrigeren Energieflussdichten zurückentwickeln, sondern zu höheren voranschreiten, erfüllt mich mit Freude und Aufregung, vielleicht ein wenig so, wie damals, als ich klein war, die Flugzeuge auf dem Kennedy-Airport. Ich wäre sehr glücklich, wenn es mir gelänge, andere Menschen an dieser Faszination teilhaben zu lassen.



Quentin und die Dogmen unserer Zeit

19. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog

wsl_wald_trinkwasser_waldAndreas Döding der in Zettels Raum schreibt hat eine Rezension zu Quentin’s Buch “Der Wald, die Deutschen und die DMark” geschrieben:

Oft unkonventionell und augenzwinkernd vorgehend, wenn er z. B. den aktuellen Stand der Klimadebatte anhand einer „soziologischen Untersuchung“ vom Stichprobenumfang N=1 an einer deutschen Tankstelle durchführt, und dabei gleichwohl pointiert die wesentlichen Punkte der Klimareligion -nämlich daß sie eben zuvorderst eine Glaubenssache darstellt- erfaßt, dann ist dies nicht nur informativ, sondern auch ausgesprochen unterhaltsam geschrieben.

Hier finden sie links zum Buch.

 

Empfehlenswert sind auch Quentin’s Beiträge in der Achse des Guten, hier und hier:

Schon im vietnamesichen Masterplan wurde der Bau von Kernkraftwerken beschlossen, ein erstes wird 2020 ans Netz gehen, weitere werden folgen.