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Das Narrativ der Zukunft

4. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

Die Weltsicht der Ökologisten besteht offensichtlich aus glücklichen Lilakühen, die wohlgenährt auf saftigen Almwiesen unter strahlend blauem Himmel lustwandeln und dabei nur gelegentlich von blonden Dirndlmodellen mit perfekten Zähnen zwecks Milchgewinnung unterbrochen werden. Anders jedenfalls ist die Vehemenz kaum erklärbar, mit der sie darauf bestehen, die “natürlichen Lebensgrundlagen” der Menschheit wären durch die Aktivitäten selbiger in einem Ausmaß gefährdet, das unser Fortbestehen in Frage stellt. In der Realität hingegen ist die Nichtexistenz dieser “natürlichen Lebensgrundlagen” evident. Die Umwelt der bald 7 Milliarden Erdenbürger ist nahezu ausnahmslos artifizieller Natur. Es sind nicht die Lilakühe, es ist eine Hochleistungslandwirtschaft, bestehend aus gentechnisch optimierten (gleich ob durch Züchtung oder direkte Manipulation des Erbgutes) Pflanzen und Tieren, die entweder in künstlich geschaffenen Landschaften oder in Ställen und gewaltigen Treibhausanlagen gedeihen und uns mit Nahrung und allerlei nützlichen Stoffen versorgen. Es sind der Bergbau und die Grundstoffindustrie, die die Materialien bereitstellen, aus denen all die Gegenstände und Maschinen bestehen, die unser Leben ermöglichen. Die Vielfalt an Dingen, die sich in einem typischen Haushalt der industrialisierten Welt ansammeln, ist ungeheuer. Von den Möbeln über die Kleidung bis hin zum Geschirr, von den Küchengeräten über die multimedialen Elektronikspielzeuge bis hin zum Kraftfahrzeug – kein einziges Artefakt hat …



Rifkin und das Narrativ

24. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien, Ökologismus

Die Diskussionen in der Energiedebatte oder über den Klimawandel führen mitunter dazu, dass die Gegner als minderbemittelt oder dergleichen dargestellt werden. Doch hier muss ich warnen. Die Ökologisten, Alarmisten, Grüne und was auch sonst noch in die Richtung geht, diese Leute leiden weder an Hirninsuffienz, Demenz, noch sind sie irgendwie beschränkt. Es ist gefährlich diese Leute so zu titulieren, da dies nichts anderes heißt, als dass man sie nicht ernst nimmt, letztlich so betrachtet wie eine Grippe, die zwar unangenehm ist, doch irgendwie vorbei geht. Das wird nicht geschehen, denn diese Leute wollen eine andere Gesellschaft, da geht es nicht nur um ein paar Windmühlen, oder Hubspeicher, von denen das Fußvolk fabuliert. Die Leute die wirklich am Rad drehen, haben ganz anderes im Sinn. Als Beispiel sei hier nur einmal Jeremy Rifkin genannt, der gerade auf Werbetour für sein neues Buch ist :

“Wohin die neue Wirtschaftswelt führt, darüber schreibt und redet Rifkin schon seit Jahren. Er kennt die Mächtigen, berät sie, und was er sagt, klingt gut. Das große Schlagwort lautet „dritte industrielle Revolution“. Zurzeit bahnt sie sich gerade an. Der Begriff taucht schon am Ende seines letzten Buches auf. Aber wurde nicht so recht deutlich, was er damit



Bio auf dem Prüfstand

22. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Arte gehört ja zu den Sendern die nicht unbedingt eine große Zuschauerschaft haben. Meines Erachtens zu unrecht, findet man doch hier immer wieder Sendungen und Berichte, die sich von denen anderer Sender erfreulich abheben. Eigentlich eher beim zappen bin ich bei der Sendung Global hängen geblieben. Normalerweise singen die ja das hohe Lied des Ökologismus, doch nicht ausschließlich. Und eine solche Ausnahme ist das hier vorgestellte Video.

Für mich ein Grund bei Youtube ein Account zu eröffnen und einen Kanal einzurichten in dem ich beabsichtige, kritische Beiträge zu veröffentlichen: Ethan1video.

 

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Die deutsche Energie- & Klimapolitik im Spannungsfeld von Realität und Illusion!

21. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik

Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Herrn Klaus Poggendorf möchte ich auch auf diesen Blog seinen recht lesenswerten Artikel veröffentlichen.
Mag auch die eine oder andere Aussage etwas unscharf erscheinen, halte ich persönlich den nachfolgenden Text für sehr gut gelungen.
Erstveröffentlichung bei EIKE am 11.09.2011

Das Schmelzen der Gletscher und der Rückgang der arktischen Eiskappe scheinen darauf hin zu deuten, dass sich die Erdatmosphäre zunehmend erwärmt. Dieses Phänomen beschäftigt die internationale Öffentlichkeit seit Jahrzehnten. Besonders die Deutschen fürchten sich vor diesem Klimawandel und bekämpfen ihn und seine möglichen Folgen teilweise mit religiöser Inbrunst. Dieser Kampf kostet – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sehr viel Geld. Solche Ausgaben können jedoch nur sinnvoll sein, wenn die Menschheit in der Lage ist, durch eigene Maßnahmen Einfluss auf das Klima zu nehmen. Unter den Wissenschaftlern herrscht hierüber Streit. Die einen verweisen auf die periodischen von Menschen unbeeinflussbaren Temperaturschwankungen, die es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben hat, etwa als auf der Nordhalbkugel milde Temperaturen herrschten und das heute mit Eis bedeckte Grönland eine grüne Insel mit einer Vegetation war, die ihr zu dem heutigen Namen verhalf (1).

Grundlagen der deutschen Klimapolitik

Die Klimapolitik in Deutschland und in anderen europäischen Ländern geht von der Annahme des …



Energiezukunft 2050……..der wirklich ergebnisoffene Bürgerdialog

16. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Wasserkraft, Windkraft

Gestern Abend bei einem leckeren Bier mit Freunden, kam die Diskussion zwangsläufig auch auf den Bürgerdialog “Energietechnologien für die Zukunft”des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu sprechen. Kritisiert wurden die engen Grenzen dieses Dialogs und auch die teilweise unverständliche Zensur bei so manch einen Kommentar, der durchaus objektiv Mängel aufzeigte oder neue Ideen brachte.
Plötzlich fragte mich ein guter Freund, ja warum macht Ihr denn keinen eigenen, ergebnisoffenen Bürgerdialog auf?

Nun gut, ich weiß natürlich nicht wie unsere Leser darauf reagieren werden, sind doch fast alle Themen und Technologien zur Sprache gekommen, von absoluter Ablehnung bis zur völligen Zustimmung, alles schon mal da gewesen.

Ich wage dieses kleine Experiment einfach trotzdem, da es hier um nichts anderes geht als um die wichtigste Infrastruktur unserer Nation. In Anbetracht des Atomausstieges und der extremen Förderung der erneuerbaren Energie steht Deutschland kurz vor der Katastrophe eines Zusammenbruchs des Energienetzes. Die bisher gemachten Vorschläge und Expertenbeiträge beim Bürgerdialog des BMBF sind weder realistisch noch in absehbarer Zeit aufzubauen.

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Freunde und Gegner der Erneuerbaren, liebe Freunde und Gegner der Kernkraft, hiermit fordere ich alle auf, ihre Gedanken und Ideen bezüglich der Energiezukunft Deutschlands zu äussern.
Da Deutschland im europäisch Verbundnetz …



Der Stachel des Zweifels

9. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Wissenschaft

Anfang der 90er erschien ein sehr beachtetes Buch von Michael Baigent und Richard Leight mit dem Titel “Verschlussache Jesus” in dem es um einen Skandal um die Erforschung von Schriftrollen ging die kurz nach dem Krieg am Toten Meer entdeckt worden waren. Einige der Aussagen dieses Buches sind, dass die Rolle Paulus bei der Entstehung des Christentums eine ganz andere ist als meist dargestellt, und, was viel brisanter ist, dass Jesus eine gewisse Nähe zu den Sikariern oder Zeloten unterstellt wurde, welche eher als militante Gegner Roms gesehen werden können, als die auf innere Einkehr bedachten Essener, welchen man Jesus bis dahin zurechnete. Deren Erscheinungsbild allerdings im Rauschen der Vergangenheit eher undeutlich erscheint. Dies war jedenfalls die Erkenntnis von Forschen wie Robert Eisenman, auf dessen Informationen das Buch von Baigent und Leight hauptsächlich beruht.

Es entstand ein Streit unter Wissenschaftlern nicht nur um die Auslegung der Texte, sondern vor allem um den Zugang zu den Schriftrollen. Eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern, die meisten der Kirche nahestehend, sicherten sich die Rollen beinah als Eigentum und versuchten anderen unabhängigen Forschern den Zugang zu den Schriften zu verwehren. Es dauerte gefühlte Ewigkeiten bis erste Ergebnisse veröffentlicht wurden und Faksimiles …



Klimaforschung als politisierte Wagenburg

7. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

Angesichts der hitzigen Debatte über einen aktuellen Artikel von Roy Spencer und William Braswell, in dem der Einfluss der Wolkenbedeckung auf die globalen Temperaturveränderungen untersucht wird, fragt sich einer der Autoren, Roy Spencer, wo eigentlich die Sorte von Klimaforschern geblieben ist, den es um den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und nicht um die Rettung der Erde vor einer aus theoretischen Modellen abgeleiteten Katastrophe geht. Ohne ein Aufbegehren redlicher Forscher sieht er wenig Chancen für eine Klimawissenschaft, die ihren Namen wirklich verdient:

Wir können gegen diesen kupplerischen, vom Gruppendenken geleiteten und in einer Wagenburgmentalität verfangenen Peer-Review-Prozess, der sich auf milliardenschwere Forschungsprogramme für ein vorgefertigtes politisches Ergebnis stützt, nicht viel ausrichten.

Für viele ist es inzwischen kein Geheimnis mehr, was sich hinter dieser Kulisse abspielt. Der nächste IPCC-Report (AR5) ist auf dem Weg und es wird alles dafür getan, dass entweder kein wissenschaftlicher Aufsatz veröffentlicht wird, der den politischen Zielen des IPCC in die Quere kommt oder jeder veröffentlichte kritische Artikel mit allen verfügbaren Mittel diskreditiert wird.

Von uns werden ständig höhere Standards erwartet als unsere Kritiker fordern, wenn es um die finanzielle Förderung ihrer Forschungsprogramme und die Veröffentlichung ihrer Forschungsresultate geht. Diese Art von Krieg begann schon