Wie die Bundesregierung die Energiewende doch noch schaffen kann – Neue BGR Studie zum Schiefergas sieht in Deutschland große Potenziale
1. Juli 2012 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Politik, Technium
Vor kurzem hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine neue Studie zum Potenzial der Schiefergas-Förderung in Deutschland vorgestellt (Abschätzung des Erdgaspotenzials aus dichtem Tongestein (Schiefergas) in Deutschland (PDF)). Darin kommen die Forscher aus Hannover zu dem Ergebnis, dass die Ressourcen an sogenanntem unkonventionellen Gas die bekannten Vorkommen an “normalem” (konventionellem) Gas um den Faktor 100 übersteigen.
Die Abbildung auf der linken Seite zeigt die möglichen Standorte für Schiefergasvorkommen an (Ockerfarben). Regionen mit Bergbau-Berechtigung in Deutschland sind gelb dargestellt.
Die gesamten Ressourcen an Schiefergas schätzen die Geowissenschaftler in der Arbeit auf 6,8 bis 22,6 Billionen m³. Bei der (sehr konservativen) Annahme, dass man 10% davon wirtschaftlich gewinnen kann werden die Reserven mit 0,7 bis 2,3 Billionen m³ abgeschätzt.
Offiziell beziffert man momentan die Deutschen Schiefergas Reserven mit 1,3 Billionen Tonnen. Das ist zehnmal mehr als man bislang dachte und würde ausreichen Deutschland für 15 Jahre mit Gas zu versorgen.
Ressourcen und Reserven
An dieser Stelle der verdient Unterschied zwischen Energieressourcen und Energiereserven eine kurz Erläuterung. Bei den Reserven handelt es sich um die Menge, welche sich zu heutigen Preisen und bei heutigem Technologiestand wirtschaftlich fördern lässt. Ressourcen sind Energiequellen die zwar bekannt sind, deren Nutzung heute jedoch technologisch …








