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Rainer Klute: AUS für Kernenergie?

26. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

NukleariaDas „AUS“ in der Überschrift steht natürlich für Australien. Das, obwohl einer der größten Uranproduzenten der Welt, noch kein eigenes Kernkraftwerk betreibt. Der Vorsitzende des Nuklearia e.V., Rainer Klute, beschreibt in seinem privaten Blog kurz und prägnant, warum sich dies bald ändern könnte:

Steht Australien vor dem Atomeinstieg und der Lösung des weltweiten Atommüllproblems? In Südaustralien analysiert eine Royal Commission die Möglichkeiten. Ein Senator präsentiert die Vision eines nuklearen, atommüllfinanzierten Wirtschaftsaufschwungs.

Während Deutschland vor dem Atommüll kapituliert und die Endlagersuchkommission von immer höheren Kosten und einem sehr viel längeren Verfahren spricht, geschieht am anderen Ende der Welt so ziemlich das Gegenteil: Australien erwägt den Einstieg in die Kernkraft und die Lösung des Atommüllproblems gleich mit.

Als technischer Hintergrund kann die Entwicklung eines Integral Fast Reactors IFR unter dem Markennamen PRISM durch GE Hitachi Nuclear Energy angesehen werden, mit dessen Hilfe man in Südaustralien eine gewinnbringende „Nuklearwirtschaft auf Atommüllbasis“ aufbauen will. Einer der politischen Treiber hinter der Idee ist der liberale Senator Sean Edwards. Klute beschreibt dessen Vision wie folgt:

Edwards rechnet bei einer Umsetzung seines Konzepts mit einem gewaltigen Wirtschaftsaufschwung für Südaustralien. Dank entsorgungsfinanzierter Reaktoren wäre der Strom äußerst billig. Günstige Energiepreise würden weitere Industrien anziehen und für Arbeitsplätze



Neu auf der Achse: Maxeiner über den Klimawarner Gauck

22. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Politik

achgutAuf der Achse des Guten widmet sich Dirk Maxeiner der Rede von Bundespräsident Gauck anläßlich des jüngsten Petersberger Klimadialogs:

Wenn Päpste, Präsidenten oder Top-Manager sich des Themas Klima annehmen und die „Verantwortung gegenüber künftigen Generationen“ anmahnen, ist stets der höchstmögliche Grad der Political Correctness erreicht. So auch bei Bundespräsident Joachim Gauck, der gestern bei einem Empfang zum Petersberger Klimadialog eine Rede hielt.

Der philosophisch an und für sich beschlagene Gauck irrte in seinen Ausführungen gleich mehrmals. Nicht nur philosophisch sondern auch sachlich. Ich möchte hier nur beispielhaft eine Passage herausgreifen und einer kleinen Exegese unterziehen.

Und wenn Sie wissen wollen, was dabei herausgekommen ist, lesen Sie hier weiter: Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck

Maxeiner bedauert am Ende seiner Ausführungen, daß Gauck (oder sein Redenschreiber) offensichtlich nicht zu eigenen Gedanken in der Lage sind, sondern nur die Katastrophenrhetorik nachplappern.

Vielleicht interessiert das Thema unseren Bundespräsidenten einfach nicht besonders? Vielleicht war der Petersberger Dialog nur ein Pflichttermin, dem er nachzukommen hatte? Vielleicht also ist das Abspulen von Textbausteinen Dritter nur ein weiteres Zeichen für die immer geringere Relevanz der „Klimakatastrophe“ im politischen Alltag…

 



Artenschutz-Report: Jede dritte Tierart in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz bedroht

21. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Gruene-Landschaften3Das Bundesamts für Naturschutz hat ganz aktuell, von der Presse wenig beachtet, seinen neuen Artenschutz-Report vorgestellt. Ob Rebhuhn oder Wildbienen, der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland ist laut Bundesamt für Naturschutz alarmierend. Jede dritte Tierart in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz bedroht.



Stefan Rahmstorf: Keine Pause, nirgends!

18. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Wissenschaft

„Keine Pause, nirgends!“, verkündet Stefan Rahmstorf in seinem neusten Artikel in der KlimaLounge. Und weiter: „Wie unsere Stammleser wissen, hat es seit den 1970er Jahren einen stetigen globalen Erwärmungstrend gegeben, der zwar durch die üblichen kurzfristigen Schwankungen überlagert wird, der sich aber seither nicht in irgendeiner signifikanten Weise beschleunigt oder verlangsamt hat. […] Da es keine Verlangsamung gegeben hat, hat es schon gar nicht eine Pause oder eine Unterbrechung (engl. „hiatus“) der Erwärmung gegeben.“

Das lässt sich doch einfach überprüfen. Dazu habe ich mir die Daten der Globaltemperatur von der NOAA (Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten) besorgt diese aufgetragen und die linearen Trends 1970-2015, 1980-2015, 1990-2015, 2000-2015 und 2005-2015 eingefügt. (Die NOAA Daten verwendet übrigens auch die NASA in ihren GISS-Datensatz der Globaltemperatur).



Kernpunkte zur Klima- und Energiepolitik aus der AfD

7. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Klimawandel, Politik

ThesenIch habe ein Positionspapier der Bundesweiten Arbeitsgruppe Klima und Energie (BAKE) in der AfD erhalten, das ich hier zur Diskussion stellen möchte. Mit Günter Keil gehört auch einer unserer Autoren zu den Verfassern und ich werde in einem der sogenannten Kernpunkte (Nummer 7) wörtlich zitiert (was ich im Vorfeld gestattet hatte).

Es handelt sich hier nicht um eine offizielle Verlautbarung der Partei oder gar um eine Zusammenfassung aus der beschlossenen Programmatik. Denn die BAKE ist kein gewähltes oder beauftragtes Gremium, sondern eine Gruppe engagierter Mitglieder. Deren Einfluß auf die Parteilinie trotzdem nicht als gering eingeschätzt werden sollte. Einige der in der BAKE aktiven Personen wirken parallel in den offiziellen Landes- bzw. Bundesfachausschüssen der AfD mit oder sind als Funktionäre in der Parteistruktur tätig.

Mit den acht formulierten Thesen möchte man natürlich die Parteilinie in der Energie- und Klimapolitik beeinflussen und sucht daher Unterstützer auch außerhalb der AfD.

Mir persönlich gefällt das Papier. Ich finde auch in den ersten beiden Punkten, über die einige Leser vielleicht stolpern werden, nichts unmittelbar Unwissenschaftliches. Es mag sein, daß einige hier lesen „es gibt keinen Treibhauseffekt“ und einige der Verfasser das auch so verstanden wissen wollen. Aber politische Papiere, das sollte man beachten, beinhalten immer



Eisschild in Zentralgrönland und Ostantarktis wächst

4. Mai 2015 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Wissenschaft

Immer wieder wird in den Medien und von einigen „Klimawissenschaftlern“ behauptet, der Eisschild in Grönland und in der Antarktis hätte seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen und wir müssen uns auf einen Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern einstellen. Ist das wirklich so?



Novo: Grüne Gentechnik – Süßkartoffel bringt Gesetz ins Wanken

28. April 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Ökologismus, Ökologistische Mythen

novo_logo1Auf Novo Argumente ist vor kurzem ein Beitrag des Molekularbiologen Ludger Weß erschienen der eine Entdeckung beschreibt, die unsere Sicht auf genveränderte Pflanzen gehörig ins Wanken bringen könnte. Zumindest wenn man sich zumindest noch etwas Rest-Aufgeschlossenheit bei diesem Thema bewahrt hat. Bei in der natur vorkommenden Süßkartoffeln ist eine Genveränderung durch Bakterien gefunden worden die dafür sorgt, dass diese natürlich entstandenen Pflanzen nach dem in Europa geltenden Gesetz hier nicht angebaut werden dürften.

Süßkartoffeln sind ein prächtiges Gemüse. Rötliche Schale, darunter Fruchtfleisch in verschiedenen Farbtönen: weiß, gelb oder tief orange. Je heller, desto trockener, je dunkler, desto weicher und süßer ist es. Süß und nussig im Geschmack, erinnert die Süßkartoffel an Kürbis und Kastanie. Aber sie birgt noch eine andere Überraschung: Sie hebelt das europäische Gentechnikrecht aus.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat kürzlich eine Studie [1] veröffentlicht, wonach Süßkartoffeln so genannte transfer-DNA (T-DNA) des Bakteriums Agrobacterium enthalten. Eine der beiden T-Regionen trägt vier Gene des Bakteriums, die für jeweils ein Enzym kodieren und deren Produkte in nachweisbarer Menge vorhanden sind. Diese T-DNA war in allen 291 getesteten Süßkartoffelsorten vorhanden, nicht aber in verwandten Wildpflanzen, woraus die Wissenschaftler schließen, dass erst diese Veränderung die Süßkartoffel attraktiv für die Zucht durch