Blog



Eine letzte Wahlkampfimpression…

21. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Politik

Wahlkampfimpression1

CDU, FDP und AfD in trauter Eintracht. SPD und Linke (hinten rechts gerade noch zu erkennen) eng zusammen in der Schmollecke. Die Grünen haben ihren Stand schon abgebaut und sind nicht mehr zu sehen. Ein Zukunftsmodell?

Vielleicht noch nicht bei dieser Wahl.

Hier meine Prognose für den Sonntag:

CDU/CSU: 38%

FDP: 9%

AfD: 6%

SPD: 25%

Linke: 10%

Grüne: 5%

Piraten: 3%

Freie Wähler: 2%

Rest: 2%

Berücksichtigt wurden dabei die Trends (die Trends, nicht die aktuellen Werte) aus dem Verlauf der Prognosen der einzelnen Umfrageinstitute, den man bei Wahlrecht.de sehr schön nachverfolgen kann und die Erfahrungen hinsichtlich der Genauigkeit dieser Werte aus den letzten Bundes- und Landtagswahlen. Hinzu kommen die Wirkung der aktuellen Pädophilie-Debatte, die in den letzten Umfragen aus meiner Sicht noch nicht voll durchschlägt, und die FDP-Zweitstimmenkampagne, die wie immer erst in der Wahlkabine wirken wird. Ich gehe zusammenfassend von einer Fortsetzung der gegenwärtigen Koalition aus, obwohl die AfD in den Bundestag einzieht.

Wer mag, kann seinen Tip (Tip, nicht Wunsch) hier im Kommentabereich abgeben und gerne auch begründen. Morgen sehen wir dann, wer von uns die Stimmung im Land am besten eingeschätzt hat. Zu gewinnen gibt es außer dieser Anerkennung aber leider nichts.

 



Neuer Plagiatsskandal? – Grüne beim Ideenklau erwischt

16. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Kurioses

FAZ_LogoEin vor kurzem im Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienener Beitrag offenbart, dass die Grünen große Teile ihres Programms nicht selbst erarbeitet, sondern schlicht abgeschrieben haben.  Biolandbau, Veggyday, Verehrung von Rohkost, Raucherbashing und anmaßende Bevormundung, all das gab es schon viel früher.

… Die Speisen sollen rein und natürlich werden … Die Nahrung müsse so sein, „wie die Natur sie in ihrer Zusammensetzung bringt“, ohne künstliche Konservierungsstoffe und Aromen … Der Staat sei verantwortlich, „dass es dem ganzen Volk gut geht“ … Bald gibt es Ämter wie die „Gausachbearbeiter für die Vollkornbrotaktion“. In wenigen Jahren eröffnen Zehntausende Vollkornbäckereien … Die merkwürdigsten Institutionen erblühen im Schatten dieser finsteren Jahre. Unzählige Beamte und Wissenschaftler nehmen 1939 ihre Arbeit im Reichsvollkornbrotausschuss auf … Auch der Ernährungsratgeber hat Konjunktur. Der Reichsnährstand gibt etwa eine Reihe „Lustiger Fibeln“ heraus. Es gibt „lustige“ Gemüsefibeln … Die Regierung initiiert Kampagnen für Rohkost (“Koche so kurz wie möglich“) oder gegen Lebensmittelverschwendung (“Kampf dem Verderb“) … Der Reichernährungsführer propagiert deutsches Essen und ordnet an, auch Gastwirte sollten ihre Gäste dahin gehend „erziehen“ …

Heil Kräuter – Ernährung im Nationalsozialismus

 



Donner und Doria: IPCC rudert offenbar noch deutlicher zurück

16. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

donnerunddoriaEnde September wird der nächste Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC (bzw. der erste Teil und  eine Summary for Policymakers) der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem was Uli Kulke in seinem Blog Donner und Doria schreibt darf man sehr gespannt sein:

…Darüberhinaus sei der IPCC ausdrücklich auf die Pause in der globalen Erwärmung eingegangen – obendrein mit dem Eingeständnis, dass man sie sich nicht erklären kann. Und dass die Computermodelle, auf die sich der IPCC stützt, diese nicht vorausgesehen haben. Auch im Hinblick auf die Veränderungen im antarktischen Meereis stünde man vor einem Rätsel. Während die Modelle eine Verringerung prophezeit hätten, sei das Eis zuletzt tatsächlich auf eine Rekordausdehnung angewachsen.

Vor einiger Zeit unvorstellbar, aber offenbar räumt der IPCC jetzt ein, dass den Jahren zwischen 950 und 1250, im Mittelalter also, weite Teile der Welt schon einmal so warm gewesen seien wie heute, zu Zeiten also, als die CO2-Werte in der Atmosphäre nur einen Bruchteil der heutigen betrugen. Die Passage aus dem letzten Bericht von 2007, dass die Hurrikane immer stärker würden, so heißt es in den Zeitungsmeldungen, sei im kommenden Report komplett und kommentarlos gestrichen worden…

Hier weiterrlesen.



Peinlich, peinlich, Herr Ott

14. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energiewende

330px-Hermann_E._OttDer Grüne Frontmann Hermann Ott retweete eine Nachricht über eine Erfolgsmeldung über die Langlebigkeit von Batterien, hatte sich dafür aber ein denkbar schlechtes Beispiel ausgesucht

Yeah! RT @CFigueres: Voyager 1 leaves solar system powered by battery w 88 yr life. Breakthroughs are not just possible, they are happening.

In Deutsch, frei übersetzt und nur nur so zum Spaß

Ja! RT @CFigueres: Voyager 1 verlässt Sonnensystem, Energie von Batterie mit 88 Jahre Lebensdauer. Durchbrüche sind nicht nur möglich, sie geschehen.

So toll der Erfolg der Voyager ist, hier hätte dem Herrn Ott ein kurzer Blick ins Wikipedia genügt, um zu erkennen, dass diese Meldung ganz sicher keine Erfolgsmeldung für „grüne Energie“ oder Batterietechnik im Sinne der Grünen ist. Es handelt sich nämlich um eine Radionuklidbatterie die ihre Energie aus radioaktiven Zerfall gewinnt.



Hans von Storch: “Definitiv eine weniger starke Erwärmung, als wir erwartet haben.”

10. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Hans von Storch in einem Interview mit dem Deutschlandfunk:

“Es ist aber so, dass wir tatsächlich in den letzten 15 Jahren einen deutlich geringeren Erwärmungstrend hatten, als unsere Szenarien, die mit Klimamodellen hergestellt worden sind, uns avisiert haben. Da kann man nun argumentieren, na ja, 1998 war ein außergewöhnlich warmes Jahr, wenn man das wegnimmt, dann ist das ein bisschen schwächer. Aber das hängt nicht nur an diesem 1998-Jahr. Wir haben definitiv eine weniger starke Erwärmung, als wir erwartet haben.

 

 

Eu­phe­mis­mus, der 

Wortart: Substantiv, maskulin
Gebrauch: bildungssprachlich

Bedeutung:

beschönigende, verhüllende, mildernde Umschreibung für ein anstößiges oder unangenehmes Wort

Beispiel:

»geistige Umnachtung« ist ein Euphemismus für »Wahnsinn«

Quelle: Duden
Das anstößige und unangenehme ist in diesem Fall dann wohl der Umstand, dass es in besagtem Zeitraum überhaupt keine Erwärmung gegeben hat.
Temperaturen seit 1996


Greentec-Award – Das reine Gewissen der Großen

6. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsförderung

ein Beitrag von Felix Schaller

Alle Jahre wieder findet er statt. Der Greentec Award. Seit 2008 als Clean Tech Media Award ins Leben gerufen lud er dieses Jahr das erste Mal unter dem Namen Greentec zum Wettbewerb ein. Schon im Vorfeld der aktuellen Verleihung machte der Award Schlagzeilen. Allerdings keine positiven, wie die meisten Leser bereits wissen dürften. Denn als großer Hoffnungsträger startete der Dual Fluid Reaktor (DFR) vom Berliner Institut für Festkörperkernphysik (IFK) in der Kategorie Galileo Wissenspreis ins Rennen und führte bereits bis Ende des vorgeschalteten Online-Votings im Mai klar die Abstimmung. Dann die große Enttäuschung, welche schließlich zum Eklat führte. Der DFR wurde nicht zugelassen. Unter fadenscheinigen Gründen und durch heranziehen unhaltbarer Gutachten wurde argumentiert, der Reaktor sei für den Award nicht vertretbar. Doch auch wenn am Ende die erste gerichtliche Auseinandersetzung fehl schlug, das IFK war mit Herrn Götz Ruprecht dennoch auf der Gala dabei! Wenngleich die Veranstalter im Vorfeld ihre Verunsicherung über einen weiteren Eklat auf der Gala schriftlich verlauten ließen, wie man auf der facebook-Seite des DFR lesen kann. Passiert ist dann „gottseidank“ aber nichts.

Ausgelobt wurde die diesjährige Gala in der deutschen Hauptstadtrepräsentation der Telekom. Von aussen eher ein unscheinbarer Glaspalast unter den



Leggewie, die Nachhaltigkeit und der Verfassungsschutz

5. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus

220px-Flickr_-_boellstiftung_-_Claus_Leggewie,_Leiter_des_Kulturwissenschaftlichen_Instituts_Essen_(1)Claus Leggewie hatte sich als Mitglied im WBGU für die Berufung von Schellnhuber eingesetzt und einer Antwort auf Dirk Maxeiner auch deutlich hervorgehoben, dass die „Große Transformation“ keine Ökodiktatur zum Ziel hat. Soweit so gut, oder so schlecht, wie man will. Um so erstaunter war ich aber, als ich nun in NOVO ARGUMENTE einen Beitrag von Leggewie lesen konnte, in dem es vorrangig um den Verfassungsschutz geht, was man aber mit nicht sehr großer Phantasie auf andere, angestrebte, Institutionen anwenden kann.

So kam denn Erhard Denninger in dem von ihm herausgegebenen, materialreichen Band „Freiheitliche demokratische Grundordnung“ zu dem Resümee: „Auch künftig wird nicht etwa die fdGO-Formel die Praxis steuern, sondern umgekehrt werden die aktuellen Bedürfnisse der politischen Ausgrenzungspraxis den Inhalt der juristischen Formel füllen.“ [8]

Der ganze Streit um den Inhalt der Formel geht, analytisch betrachtet, am eigentlichen Problem vorbei. Mit Hilfe der fdGO-Formel lässt sich Verfassungsfeindschaft rein inhaltlich bestimmen, und zwar als „Verstoß“ gegen bestimmte Prinzipien der Verfassung. Außerdem ermöglicht es diese Formel, siehe Grundrechteverwirkung und Parteiverbot, den an sich völlig legalen Gebrauch der Grundrechte in deren „Missbrauch“ umzudeuten. So wird unter Berufung auf eine höhere Legitimität der Grundordnung die „bloße“ Legalität sogenannter Extremisten in Frage gestellt