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Denn sie wissen nicht, was sie tun…

17. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Die mangelnde Fähigkeit vieler Klimaforscher, die Grenzen ihrer Kompetenzen zu erkennen, wird von mir oft kritisiert. Um so schöner ist es, auch einmal ein Gegenbeispiel registrieren zu können. Denn so schreibt Georg Hoffmann im jüngsten Beitrag seines Blogs „Primaklima“:

Ich bin häufig etwas unklar bei dem Punkt, wie weit man Mitigation, also die Vermeidung von CO2 Emissionen, treiben sollte, einfach weil mir die wirtschaftlich-technologischen Konsequenzen und Notwendigkeiten einer solchen „Forderung“ (als wenn ich was zu sagen hätte..) ziemlich unverständlich sind. Kurz: Keine Ahnung.

Wahrscheinlich werden so ziemlich alle (naturwissenschaftlich orientierten) Klimawissenschaftler diese Sätze unterschreiben können.

Ich weiß natürlich nicht, welche Folgerungen Georg Hoffmann aus seiner Aussage ableitet. Aber ein Leitgedanke von Science Skeptical wird hier klar bestätigt:

Klimaforscher sollten es unter allen Umständen unterlassen, ihre Arbeit einer politischen Ideologie zuzuordnen. Sie sollten auch nicht versuchen, aus ihrer Arbeit Argumente für eine bestimmte Klimapolitik abzuleiten. Wissenschaft kann und darf niemals politisches Handeln determinieren. Denn für Forscher gilt (nicht nur in der Klimadebatte): Von allen Fragen außerhalb ihres eigentlichen Fachgebietes wissen sie auch nicht mehr, als der normale Medienkonsument. Oder kurz: „Keine Ahnung“.

Uns Klimaskeptiker hingegen eint nicht nur das Verständnis der „wirtschaftlich-technologischen Konsequenzen“ der Vermeidungspolitik. Wir wissen auch um deren soziale



Wie man auf Angriffe von Klimaalarmisten reagiert – Ein Lehrstück von Lord Christopher Monckton

14. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel

Für regelmäßige Lesern dieses Blogs ist Lord Christoper Monckton so etwas wie ein alter Bekannter. Kaum eine Persöhnlichkeit in den Reihen der Kritiker an der Wissenschaft und Politik, welche den menschengemachten Klimawandel als größtes Problem unserer Zeit zu etablieren versucht, ist in der Lage seine Argumente ähnlich elegant und eloquent auf den Punkt zu bringen.

Ich habe Lord Monckton zum ersten mal live im letzten Dezember in Berlin auf der Klimakonferenz “Update zur Klimaforschung” erleben dürfen (wir berichteten).  Ein besonderes Highlight dieser Veranstaltung war damals die Gegendemonstration, unter anderem organisiert von Greenpeace und der ÖDP.

Dort hat der der eine oder andere Teilnehmer einsehen müssen dass eine starke Überzeugung, auch wenn diese mit Inbrunst vorgetragen wird, wohl doch nicht die gründliche Auseinandersetzung mit den Fakten ersetzen kann. Andernfalls kann man sich nämlich schnell in einer Diskussion als der unterlgene Gesprächspartner erweisen. Das folgenden Video zeigt wie einige Greenpeace-Aktivistin diese lehrreiche Erfahrung machen.

Unvergessen bleibt vielen auch der Auftritt Lord Moncktons in der Glenn Beck Show, als dieser seinen Erzrivalen Al Gore zu einer öffentlichen Debatte zum Thema Globale Erwärmung aufforderte. Eine Aufforderung, welcher der Guru aller Klimabewegten natürlich nicht nachkam. Schließlich weicht kaum jemand einer



Ökologistische Mythen (Teil 2): „Einskommadrei Erden“

12. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure

Heutzutage muß man sich schon etwas einfallen lassen, um sein Unternehmen gegenüber speziellen Zielgruppen zu vermarkten. Siemens beispielsweise hat das Bedürfnis, sein Image in den Augen der „hochrangigen Entscheidungsträger“ zu verbessern. Und hat sich für diese etwas Passendes überlegt. Einen „Zukunftsdialog“. Einen Tag mit der Möglichkeit für die geladenen Gäste, mit noch hochrangigeren „Meinungsmachern“ und „Entscheidern“ zusammenzutreffen. Ein Tag in einem luxuriösen Ambiente, mit tollen Vorträgen, spannenden Diskussionen, leckerem Essen, bei dem man sich schon aufgrund seiner persönlichen Einladung als Bestandteil der Menschengruppe „Wichtig“ fühlen kann. Ein Tag mit nur einer Botschaft: Die Welt geht unter. Aber Siemens wird uns retten. So schön und anspruchsvoll kann man die Angst vor der Katastrophe eben auch zelebrieren.

Als Marketing-Maßnahme für die besondere Zielgruppe: Durchaus gelungen. Die Diskussionsrunden waren sehr gut besetzt und die Präsentationen der Hauptredner ansprechend und anspruchsvoll. Eine wirklich interessante Veranstaltung.

Und so beschreibt Siemens seinen Event selbst:

Dennis Meadows, Hauptredner der Veranstaltung, läßt seinen Blick über das Auditorium schweifen. Der Raum ist mit 500 Entscheidungsträgern aus der Politik, den Wissenschaften und der Welt der Wirtschaft gefüllt. Sie kamen aus der ganzen Welt, um in Berlin einige der dringendsten Fragen überhaupt zu diskutieren: den Klimawandel, den



Der Unterschied zwischen Gefahr und Risiko

5. Juli 2010 | Von | Kategorie: Blog, Gesundheit, Klimawandel, Medien, Ökologismus

Wenn Stefan Rahmstorf der Spiegel nicht mehr gefällt, dann ist das Grund genug, ihn besonders gründlich zu lesen.

In der aktuellen Print-Ausgabe (27/2010) sind jedenfalls eine Reihe sehr lesenswerter Beiträge enthalten. So das Interview mit der grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken, für die die Weltrettung mit einem fleischfreien Tag in der Bundestagskantine Fahrt aufnehmen soll. Was selbst in ihrer eigenen Fraktion zu Widerspruch führt. Höfken kommentiert dies mit den Worten „[…] gerade Grüne lassen sich ungern was vorschreiben.“ Aha. Man staunt doch sehr, welche Wahrnehmung die Verbotspartei an sich von sich selbst so hat. Auf den Einwand des Spiegel, die Parlamentarier würden dann wohl doch eher die Imbißbuden in der Umgebung stürmen konterte Höfken mit zu bratenden „Ausnahmewürsten“ für „Härtefälle“.

Schön, daß der Spiegel immer wieder Politikern Raum gibt, sich selbst zu entlarven. Und das gilt auch für Wirtschaftsbosse.

Der Chef der Münchner Rück, Nikolaus von Bomhard, bleibt jedenfalls trotz Hurricangate fest bei seiner Auffassung, der Klimawandel hätte bereits zu mehr Stürmen, Überschwemmungen und sonstigen Extremwetterereignissen geführt. Und zeigt sich als wackerer Kämpfer gegen die Katastrophe. Denn schließlich dürften die Risiken nicht so hoch werden, daß die Prämien der Rückversicherer nicht mehr bezahlt werden könnten. Wahrnehmungsverlust und Verschleierung gehen hier



Schlendrian, Schlendrian unter den Laternen

2. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Der Weg von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Klimaforschung hin zu einer Politik der „Risikovermeidung auf Basis des Vorsorgeprinzips“  (welche bislang auf keine andere Idee als die „Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen“  gekommen ist – koste es, was es wolle), gilt für viele Klimaalarmisten als zwangsläufig und nicht diskutierbar.

Diese Vorstellung durchzieht auch Stefan Rahmstorfs Blog „Klimalounge“. Gerade in den aktuellen Beiträgen unter der Überschrift „Spiegel vs. Zeit“ quillt dieses Mantra nicht nur zwischen den Zeilen, sondern auch sehr direkt hervor.  Das sich hartnäckig haltende Gerücht, die Klimalounge diene der Aufklärung über und der Erklärung von wissenschaftlicher Arbeit, kann nun auch endgültig beiseite gelegt werden. Nein, die Klimalounge, gehostet in den „Wissenslogs“ von „Spektrum der Wissenschaft“, ist ein vollständig politisches Projekt. Sie wird von den beteiligten Autoren allein zur Verbreitung einer bestimmten klimapolitischen Ideologie verwendet.

Das ist nicht verboten, keine Frage. Zur Eröffnung einer Debatte ist es sogar wichtig, wenn Klimaforscher sich in dieser Form einmischen und sich der Kritik stellen. Aber beim richtigen Namen nennen sollte man das Kind dann schon. Und den Lesern nicht etwas vorgaukeln.

Ein junger Journalist, Robin Avram, schreibt also eine Diplomarbeit. In der er die klimapolitische Berichterstattung von „Spiegel“ und „Zeit“ für einen bestimmten Zeitraum miteinander verglichen



In eigener Sache: Novo 107 (Juli/August 2010) erscheint am 01.07.

29. Juni 2010 | Von | Kategorie: Blog

Übermorgen ist es soweit. Die neue Novo wird spätestens an diesem Tag allen Abonnenten zugegangen und auch im Handel erhältlich sein. Das neue Heft (mit deutlich erweitertem Umfang) beschäftigt sich mit dem Kernthema „Innovation“ und enthält als Herzstück das Londoner Manifest für Innovation der „Big Potatoes“ in deutscher Übersetzung. Weitere aus meiner Sicht sehr empfehlenswerte Artikel:

  • „Wir schulden der Natur nichts“ – Thilo Spahl über den ökologischen Fußabdruck
  • „Warum Manager so gerne zu Moralisten werden“ – Steffen Hentrich über den Ökologismus in der Wirtschaft
  • „Kohlendioxid-Recycling: Alternative für Erdspeicher“ – Georg Menges über Methanol als Energieträger
  • „Tschernobyl vom Mythos befreien“ – Rob Lyons zeigt auf, daß das Unglück von Tschernobyl als Quelle der Ablehnung der Kernenergie eigentlich nicht taugt
  • „Warum uns das Wasser auf dem Mond schnuppe ist“ – Sean Collins wirbt für ehrgeizige Ziele und Visionen

Ich durfte dieses mal den Leitartikel zum Thema Innovation beisteuern. Unter der Überschrift „Nehmen Sie ein Taxi“ finden sich ein paar Gedanken über „Elektromobilität als Leitmarkt der Zukunft“. Oder vielmehr eine Beschreibung der innovationspolitischen Irrtümer, die diesem Konzept zugrunde liegen.

Zurück in die Zukunft: Elektrofahrzeug der Hannoverschen Waggonfabrik aus dem Jahr 1924, bis immerhin 1961 im Einsatz (1 PS, 25 km/h, 70



Die Mikroben und der Emissionshandel

26. Juni 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Meine Frau hat sich über die Creme sehr gefreut. Ein Kosmetikprodukt, dessen Inhaltsstoffe zum Teil aus Mikroalgen hergestellt werden. In der Kosmetik- und der Nahrungsmittelindustrie sind Mikroalgen schon länger ein wichtiger Rohstoff. Darauf hat EADS auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2010 Bezug genommen und seinen Gästen entsprechende Werbegeschenke zukommen lassen.

Natürlich will EADS nicht etwa sein Portfolio diversifizieren und uns demnächst mit Lotionen oder Designerfood versorgen. Nein, der Ansatz ist, nun auch wirtschaftlich Treibstoff für Flugzeuge aus Mikroalgen zu gewinnen. Um damit dem Emissionshandel, in den ab 2012 auch der Luftverkehr einbezogen wird, geschickt zu entgehen.

Die Idee mit den Mikroalgen ist sehr charmant, denn sie weist einige eindeutige Vorteile auf:

  • Algentreibstoff hat eine höhere Energiedichte als herkömmliches Kerosin. Außerdem enthält er deutlich weniger Stickstoff und Schwefel, womit die Emissionen der entsprechenden Oxide ebenfalls wesentlich reduziert werden können.
  • Algen können in Bioreaktoren gezüchtet werden, mit denen deutlich höhere Erträge pro Flächeneinheit möglich sind, als bei herkömmlichen Energiepflanzen. Nach Angaben von EADS ist der Ertrag pro Hektar um einen Faktor 30 höher als bei Raps.
  • Die Bioreaktoren können auf Flächen aufgestellt werden, die für die herkömmliche Landwirtschaft nicht geeignet sind. Mikroalgen stehen also nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung. Zumal sie zusätzlich