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Das IPCC aus der Sicht eines Zukunftsforschers

24. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kommentare, Politik, Wissenschaft

Einer der Leser des Interviews in der Freien Welt hat sinngemäß ausgeführt, es wäre doch widersprüchlich, wenn ein Zukunftsforscher die Unmöglichkeit einer Zukunftsvorhersage betone. Dieser Kommentar ist Folge einer allgemeinen Unkenntnis darüber, was denn nun ein Futurist genau treibt. Und beruht auf einer Fehleinschätzung darüber, wie Prognosen, Szenarien und Projektionen eingeordnet werden müssen, was sie unterscheidet und was man mit ihnen anfangen kann. Ein Irrtum, der den politischen Umgang mit den Projektionen des IPCC zur künftigen Entwicklung unseres Klimas prägt. Wie man es besser anstellen könnte, möchte ich hier erläutern. Vorsicht, es wird diesmal ein wenig abstrakt…

Das Wesen der Prognose

Eine Prognose ist nicht mehr als die bloße Fortschreibung einer bisherigen Entwicklung in die Zukunft. Man betrachtet dabei einen bestimmten Parameter, der im Rahmen der jeweiligen Fragestellung von Interesse ist, und verlängert dessen Verhalten in die Zukunft. Als Beispiel mag die berühmt-berüchtigte „mittlere globale Temperaturanomalie“ dienen. Ich möchte an dieser Stelle nicht über Relevanz und Validität dieses Parameters streiten. Entscheidend ist hier nur die Möglichkeit, diesem einen statistischen Trend mit hoher Signifikanz zuweisen zu können. Einen linearen Trend. Die Signifikanz weist darauf hin, daß die zeitliche Entwicklung dieses Wertes nicht vollkommen zufällig ist, sondern mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einer



Wie „Top-Wissenschaftler“ versuchen das Zwei-Grad-Ziel zu rechtfertigen – und scheitern

22. April 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Der Klimaforschung beginnen langsam aber sicher, die Felle davon zu schwimmen. Climategate, der Kopenhagen-Flop und der zweite kalte Winter in Folge haben bewirkt, dass selbst bei den so umweltgläubigen Deutschen ein Umdenken stattgefunden hat. Hatten doch 2006 noch 62 Prozent der Deutschen Angst vorm Klimawandel, ist diese Zahl 2010 auf 42 Prozent geschrumpft. Diesen Trend fand eine im Auftrag des Spiegel durchgeführte Studie, welche in dem bemerkenswerten Artikel „Die Wolkenschieber“ publik gemacht wurde. In diesem Beitrag konnte der erstaunte Spiegel-Leser erfahren, dass so viele „Fakten“, die ihm bisher zum Klimawandel präsentiert worden sind, nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf „Fehlern, Schlampereien und Übertreibungen“ beruhten.

Der Artikel verdeutlicht das Dilemma der Klimaforschung. Es wird nicht nur real seit knapp 10 Jahren nicht mehr wärmer, auch der metaphorische Wind, der den Klimaforschern ins Gesicht weht wird immer schärfer. Denn: Wenn selbst der Spiegel in dieser Form darüber berichtet, dann ist der Hype um den Klimawandel wohl endgültig vorbei. Ein Umstand, den die etablierte Klimaclique so verständlicherweise auf keinen Fall hinnehmen will.

Deutsche Top-Wissenschaftler und Berater der Bundesregierung üben scharfe Kritik am Spiegel-Artikel

Entsprechend scharf fiel die Antwort von drei führenden Köpfen der deutschsprachigen Klima-Alarmisten-Szene aus. Die Professoren Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut



Klimaforscher James Hansen – Amerika und die Welt braucht Kernkraft

19. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kernenergie, Klimawandel

Einer der weltweit bekanntesten Klimaforscher ist der amerikanische NASA-Wissenschaftler James Hansen. Er ist Direktor des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA und Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der Columbia University. Bekannt wurde Hansen besonders in den 1980ern als einer der ersten Wissenschaftler, der eindringlich vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnte.

In den 1960er und frühen 1970er Jahren hat ein Großteil der Klimawissenschaftler noch eine globale Abkühlung befürchtet. Sowohl natürliche Einflüsse, als auch die zunehmende Luftverschmutzung durch Aerosole wurden als Ursache diskutiert. Gegen Ende der 1970er Jahre setzte sich dann die Ansicht durch, dass mit der Zeit eine CO2 bedingte Erwärmung dem kühlenden Einfluss der Aerosole überwiegen würde. Heute geht man davon aus, dass die Aerosole den Temperaturanstieg durch CO2 nur “maskieren” und eher eine unterordnete Rolle spielen. Diese Ansicht geht auf eine Arbeit von James Hansen aus dem Jahre 1978 zurück.

Von sich reden machte James Hansen aber erst zehn Jahre später, als er im Jahre 1988 eine Rede vor dem US-Kongress hielt. In der Rede warnte er eindrücklich vor den Folgen des Klimawandels. Hansens Vortrag war geschickt inszeniert. Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe



Rätsel gelöst – Globale Erwärmung versteckt sich in den Ozeanen!

17. April 2010 | Von | Kategorie: Blog

Kevin Trenberth zählt zu den weltweit angesehensten Klimaforschern. Seine Stimme hat also einiges Gewicht in der Diskussion um den Klimawandel, der ja vor allem durch menschlichen Frevel die Erde schon bald in eine unbewohnbare Hölle verwandeln soll.

Sehr zur Unfreude seiner Zunft hat Trenberth mit einer Äußerung in einer durch Climategate öffentlich gewordenen E-Mail das aktuelle Dilemma der Klimaforschung auf den Punkt gebracht. Es wird in den letzten Jahren einfach nicht wärmer (aus den Climategate Mails):

“Fakt ist, wir können im Moment das Fehlen der Erwärmung nicht erklären, und es ist ein Hohn dass wir es nicht können.”

„The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t.“

Und seit 2005 nimmt auch der Wärmeinhalt der Ozeane deutlich weniger zu,  als es die Modelle der Forscher und die Satellitenmessungen für diesen Zeitraum eigentlich erwarten lassen. Aber Trenberth wäre kein Klimaforscher von Weltruf, wenn er nicht auch eine Auflösung für dieses Rätsel parat hätte. Die Wärme ist da. Sie muss da sein, schließlich zeigen es die Modelle. Sie versteckt sich nur geschickt irgendwo in den Ozeanen.

Missing Energy - Fehlende Energie

Und zwar offensichtlich an Stellen,



Wärmste Globaltemperatur?

17. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

In der Blog-Sphere werden gerade der zweitwärmste März und die wärmsten zwölf Monate seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen “gefeiert”, jedenfalls den Messdaten der NASA nach. Wie ist das zu bewerten?

Es gibt mindestens vier verschiedene Datensätze der Globaltemperatur, davon zwei Datensätze aus Bodenmessungen (NASA-GISTEMP und HadCrut3 des englischen Met Office) und zwei Datensätze aus Satellitenmessungen (RSS und UHA (University of Alabama in Huntsville)). Nur einer der Datensätze zeigt die wärmsten 12 Monate seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen und das ist der Datensatz der NASA um James Hansen (grün).

Die zwölf wärmsten Monate seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen liegen in den Zeitreihen von HadCrut3, RSS und UHA im Jahr 1998, dem Jahr des letzten “Super”-El Niños, also zwölf Jahre zurück..

Zunächst stellt sich die Frage: Warum ist die Globaltemperatur in allen vier Datensätzen gerade so hoch, obwohl der letzte Winter vielerorts zu kalt war?

Das erklärt sich einerseits über den aktuellen El Niño, eine Temperaturanomalie, einhergehend mit warmen Oberflächenwasser im Zentral- und Ostpazifik. Der aktuelle El Niño ist allerdings nicht so stark ausgeprägt wie der im Jahre 1998, kann also nicht alleine für das Temperaturhoch der Globaltemperatur der letzten Monate verantwortlich sein. Neben dem El Niño hatten wir aber ein zweites Wetterereignis, welches



Michael Specter über die Wissenschaftsfeindlichkeit der modernen Gesellschaft

16. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Wissenschaft

„Ein Kind, dass heute in Neu Dehli geboren wird kann erwarten so lange zu leben, wie der reichste Mann auf Erden vor 100 Jahren“ – Michael Specter

Michael Specter arbeitet als Journalist für den New Yorker. Er ist Autor des Buchs „Denialism: How Irrational Thinking Hinders Scientific Progress, Harms the Planet, and Threatens Our Lives „. Er vertritt darin die These, dass es in der heutigen Zeit eine irrationale Ablehnung von wissenschaftlichen Neuerungen gibt, während die Menschen für Jahrhunderte geglaubt haben, dass Wissenschaft weder gut noch schlecht ist, sondern lediglich neue Erkenntnisse beschert, und dass neue Erkenntnisse erst einmal etwas Gutes darstellen.

Heute jedoch würde Wissenschaft mehr als verlängerter Arm politischer Institutionen gesehen, die nicht immer im Dienste der Allgemeinheit tätig sind, woraus eine große Skepsis gegen jegliche wissenschaftliche Neuerung entstanden wäre. So würden etwa afrikanische Staatschefs eher ihre Bevölkerung  verhungern lassen, als genveränderte Nahrung ins Land zu lassen. Anders ist aus seiner Sicht auch nicht zu erklären, dass Maßnahmen wie die Impfung gegen Kinderkrankheiten, die nachweisbar und dramatisch zur Senkung der Kindersterblichkeit beigetragen haben, heute mehr denn je von breiten Bevölkerungsschichten abgelehnt werden.

Der Autor hat auf einer Veranstaltung der amerikanischen Organisation TED (Technology, Entertainment, Design



Turn Around…

15. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Klimawelt noch in Ordnung. Für einige zumindest, die sich die „Mehrheit“ nennen. Doch immer andere Wissenschaftler verschaffen sich nun mit ihren oft gegensätzlichen Ergebnissen Gehör.
Verständlich, dass die „Mainstream-Forscher“ sich versuchen, aus der Affäre zu ziehen, wenn eine Position als nicht mehr haltbar erscheint.
Bereits vor Jahren wurden kritische Fragen gestellt. So z.B. in  „Bild der Wissenschaft“ im August 2008, wo man den Einfluss von Sonne und kosmischer Strahlung (der sogenannte „Svensmark-Effekt“) auf das Klima der Erde postulierte.
Der Befragte war kein geringerer als Mojib Latif, und die Antwort war wie erwartet:

„Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass dies in irgendeiner Form relevant  ist.
Man kann keine Klimaänderungen in den letzten Jahrtausenden mit einer Veränderung des Erdmagnetfelds oder des Sonnenwinds in Verbindung bringen…“

So war ich denn heute, am 15. April 2010 einigermaßen verblüfft, im Focus online folgenden Artikel zu lesen:

Sonnenzyklus hat Auswirkungen auf die Temperatur der Erde

Dass sich der Sonnenzyklus auch auf die Temperaturen auf der Erde auswirkt, ist seit Längerem bekannt. So fallen besonders kalte Phasen der Erdgeschichte – etwa das sogenannte Maunderminimum am Ende des 17. Jahrhunderts – mit Phasen schwacher Sonnenaktivität zusammen.

Das dazugehörige