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Hart, fair und falsch

10. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Blog, Medien

Folgendes habe ich soeben versendet:

An: Redaktion „Hart aber Fair“

CC: Renate Künast (Bundestag), Norbert Röttgen (Bundestag), Sven Plöger (Meteo), Hannes Jaenicke (Fanclub), Klaus Kocks (Cato-Sozietät)

Offener Brief zur Sendung „Hart aber Fair: Nach uns die Sintflut – wer will schon fürs Klima Verzicht üben“ vom 9.12.2009

Sehr geehrte Damen und Herren von der „Hart aber Fair“-Redaktion,

Falschinformationen verbreiten und damit die Desinformationskampagne aller TV-Kanäle unrühmlich ergänzen, das dürfen Sie nicht. Nicht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nicht in einer Sendung, für die auch ich Gebühren zahle. Nicht unwidersprochen und auch nicht unwiderrufen.

Gemeint ist die Erläuterung der Mechanismen der Erderwärmung durch Herrn Plöger. Diese war nicht einfach nur falsch, sondern eine vollkommene Absurdität. Eines Meteorologen unwürdig.

Denn selbstverständlich ist Kohlendioxid als Spurengas in der Atmosphäre nicht dazu in der Lage, den Planeten nennenswert aufzuheizen. Auch bei einer Verdoppelung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre liegt die maximal mögliche Erwärmung bei etwa einem Grad. Die mir bekannten Angaben in der Literatur schwanken zwischen 0,8 (Richard Lindzen) und 1,2 (Stefan Rahmstorf). Eine nennenswerte Erwärmung ergibt sich in den Klimamodellen, die die Projektionen des IPCC begründen, erst durch einen sogenannten positiven Rückkopplungs- oder Feedback-Effekt. Und dieser entsteht, weil man annimmt, die geringe Erwärmung durch Kohlendioxid



Climategate – Der Mantel des Schweigens wird gelüftet

8. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate

photo-fullIn den letzten Wochen gab es in Deutschland einigen Grund sich zu fragen, ob die Medien ihrer Pflicht uns mit ausgewogener Berichterstattung über die wichtigen Ereignisse in der Welt zu informieren auch wirklich nachkommen. Hatte sich doch durch die Veröffentlichung von E-Mails und Daten vom Server der britischen Climate Research Unit (CRU), einer der weltweit wichtigsten Forschungsanstalten zum globalen Klimawandel, ein Abgrund an Lügen , Manipulation und Desinformation aufgetan, der von der renommierten britischen Tageszeitung Telegraph völlig ungeschönt als „Schlimmster wissenschaftlicher Skandal unserer Generation“ bezeichnet wurde. Und was erfuhren wir hier in Deutschland bislang über die Presse zu diesem Thema? So gut wie gar nichts.

Stellen wir uns vor, etwas vergleichbares wäre in einem anderen Wissenschaftszweig passiert. Dass etwa in der Kernenergie- oder der Genforschung bekannt würde, dass Daten gefälscht, kritische Veröffentlichungen unterdrückt oder unliebsame Forscher kaltgestellt worden wären. Aus den Redaktionen unserer Zeitungen und Nachrichtenstationen würde ein Aufschrei zu vernehmen sein, wie wir ihn bislang nicht erlebt hätten. Nicht nur die Glaubwürdigkeit der beteiligten Forscher, sondern auch die Ergebnisse dieser Forschung der letzten Jahre und Jahrzehnte würde plötzlich von allen Seiten massiv infrage gestellt werden. Und das völlig zurecht.

Manipulation in der Klimawissenschaft ein Kavaliersdelikt?

Nur wenn es sich



Schlechtes Wetter in Kopenhagen

7. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Es war schon interessant, auf der Klimakonferenz in Berlin mit den vor dem Hotel demonstrierenden Greenpeace-Aktivisten zu diskutieren (die zwei Figuren von der ÖDP habe ich, demonstrativ rauchend, ignoriert). Fast eine Stunde übrigens – und das in aller Freundschaft. Es hat Spaß gemacht und wir sind mit der Erkenntnis auseinandergegangen, daß uns allen etwas an der Erde und den sie bewohnenden Menschen liegt. Aber es war auch aus zwei Gründen erschütternd. Da dachten die Aktivisten doch tatsächlich, ich wäre nun ein verbrecherischer Vertreter irgendeiner bösen Macht (wahlweise Kohle, Atom, Öl, Pharma oder Großkapital) und hätte Schlimmes im Sinn. Und zweitens waren die grünen Umweltkämpfer samt und sonders von jeglicher Vorahnung unbelastet. Schon meine Frage, ob sie denn jetzt den Emissionshandel oder die Karbonsteuer als regulierende Mechanismen zur Emissionsminderung bevorzugen, erntete fragende Blicke. Angesprochen auf ihre Heroen, beispielsweise Dennis Meadows und James Hansen, vertiefte sich die Leere in den Augen. Dennis wie? James wer? Falls jemand von Greenpeace das liest: Ladet doch mal mich zu einem Vortrag ein, ich erkläre Euch gerne, wofür Ihr da eigentlich demonstriert und was ich darüber denke.

Für den Anfang kann ja dieser Artikel ein paar Denkanstöße liefern. Denn so spannend es auch sein mag, über



Klimazwiebel Online

7. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Wissenschaft

Hans von Storch, Eduardo Zorita und Rainer Grundmann – allesamt Mainstream-Klimaforscher, die vom AGW überzeugt sind, haben mit einem eigenen Blog begonnen. Es sind schon einige durchaus lesenswerte Artikel auf der Klimazwiebel vorhanden (u.a. zu Climategate). Wir hier bei Science Sceptical begrüßen jeden Ansatz, die Öffentlichkeit rational und unideologisch über die Themen der Klimaforschung zu informieren und empfehlen daher die Lektüre:

Die Klimazwiebel

Willkommen in der hart debattierenden Internetgemeinde, Herr von Storch, Herr Zorita, Herr Grundmann – wir wünschen Erfolg, viele Leser und viele Kommentare.



Climategate Medienschau

3. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate

Fast zwei Wochen ist es jetzt her, dass vertrauliche E-Mails und geheimgehaltene Daten der Climat Research Unit (CRU) im Internet aufgetaucht sind. Und wer sich dort über Blogs und Foren informierte, der konnte erstaunliches darüber lernen, wie Daten manipuliert und unliebsame Kollegen mundtot gemacht wurden, oder auch dass manch ein Klimaforscher am liebsten „den Scheiß“ aus den Skeptikern herausprügeln würde.

CRU Daten sind ein Trümmerhaufen

Hatten viele bislang nur die Vermutung geäußert, in der Klimawissenschaft ginge es nicht immer mit rechten Dingen zu, so liegen dafür jetzt handfeste Beweise vor. Und auch wer gemutmaßt hatte, die Qualität der Daten auf denen die Ermittlung der globalen Temperatur beruht würde nicht unbedingt wissenschaftlichen Standards entsprechen, der konnte dies zum Beispiel in den Aufzeichnungen eines Programmierers der Climate Research Unit bestätigt sehen. Dieser arbeitet an dem Datensatz der Globaltemperatur, welchen die CRU bislang nicht an externe Forscher herausgeben wollte, weil diese darin Fehler finden könnten.

„We have 25 years or so invested in the work. Why should I make the data available to you, when your aim is to try and find something wrong with it?“

Und Sie hätten auch wohl einige Fehler gefunden. In den Aufzeichnungen eines gewissen Harry (die Datei



Der robuste Ozean

3. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Dem Weltuntergang gehen langsam die Teilnehmer aus.

Nein, ich muß anders anfangen.

Was mir an der gesamten Klima- und Umweltdebatte seit Jahren auffällt, ist die Wissenschaftsferne der Ökologisten und Alarmisten. Man plappert unreflektiert alles nach, was der ein oder andere Professor Doktor, respektive dessen um mediale Aufmerksamkeit buhlende Pressestelle so von sich geben. Die Einordnung von Forschungsergebnissen in einen wissenschaftlichen Kontext und deren korrekte Interpretation aber ist den Umweltbewegten und Klimaschützern in der Regel nicht gegeben.

Ich sehe es ja ein, die Sprache der Wissenschaft und die Sprache des Alltags unterscheiden sich erheblich. Gleiche Worte – unterschiedliche Bedeutungen, am Beispiel der Begriffe „Hypothese“ und „Theorie“ hat sich das ja schon herumgesprochen. Andere Konzepte dagegen, etwa so grundlegende Ideen wie die Relativitäts- oder die Evolutionstheorie, können von Laien nicht einfach erfaßt werden. Und über den Informationsverlust bei Anwendung statistischer Verfahren macht sich kaum jemand Gedanken. Das ist kein Vorwurf an die Laien. Wer nicht die sehr spezielle wissenschaftliche Denkweise und den Code wissenschaftlicher Sprache über längere Zeit hinweg studiert und verinnerlicht hat, der hat es schwer, wirklich zu begreifen. Wissenschaft ist Kunst, und ebenso wie gestalterische oder musische Werke der Hochkultur verlangt Wissenschaft vom Rezipienten eine besondere Form von Anstrengung der



The Medieval Warm Period – a global phenomenon. Unprecedented warming or unprecedented data manipulation?

30. November 2009 | Von | Kategorie: Blog

Globe 1250x765 mit Graphen und Linien JPEG„Who controls the past controls the future: who controls the present controls the past.“ – George Orwell, 1984

We live in an age of superlatives. If you switch on the TV nowadays you have the choice of either the best movies, the greatest hits or the dumbest pick-up lines of all times. And if you buy a detergent you are now longer satisfied if it washes “whiter than white”, it needs to be the “best ever”.

And of course the news coverage about climate change has to follow this trend as well. So now, with the upcoming Copenhagen-Conference we have either the choice between saving mankind, the whole ecosystem, or if you like it even more dramatic, the entire planet. To reach this goal, we learn, giant upheavals in our eco- and finance system are to be introduced. Every country and each single company has to be applied with bureaucratic shackles, to be able to fully control their CO2 output. Even the formation of a world government is seriously being discussed these days.

Why all this? You might already know it already. Today, we are told, we see a warming that exceeds everything we have experienced in the history of